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Propellerpumpen als Umlaufbeschleuniger, als Umwälz-und Förderpumpen, eingebaut in Krümmer oder Rohrabzweige, sind bekannt. Derartige Pumpen haben bei nur geringen manometrischen Förderhöhen einen ausserordentlich minimalen Kraftbedarf, sofern die innere Lagerung völlig einwandfrei ist.
Sobald es sich um Umwälzung oder Förderung von Flüssigkeiten handelt, deren Temperatur sich ändert, wie beispielsweise bei Heizungsanlagen, ändern sich die Längen der an den Saug-und Druckstutzen angeschlossenen Rohrleitungen und das Gehäuse der Krümmerpumpe wird infolgedessen stark durch äussere Kräfte beansprucht, zumal in der Flanschverbindung der beiden Gehäuseteile, so dass durch die an sieh nur geringe Formänderung des Gehäuses die Lagerreibung der Welle innerhalb der Pumpe und in der Stopfbüchse so stark vergrössert werden kann, dass eine Überbelastung und ein Defektwerden des Antriebsmotors herbeigeführt wird.
Der Versuch, diesen t'belstand dadurch zu beheben, dass der Propeller fliegend angeordnet und die Welle in einem langen Hals gelagert wird, führt erfahrungsgemäss nur bei sehr kleinen Apparaten und bei diesen auch nur bei Apparaten mit nur einer Druckstufe zum Ziel. Bei mehrstufigen Apparaten ist diese Konstruktion nicht durchführbar und bei grösseren Apparaten vibriert Welle und Propeller derart, dass ein technisch geräuschlose Lauf der Apparate nicht zu erzielen ist.
Wird eine derartige Krümmerpumpe defekt, so muss der Krümmer mit dem darin befindlichen Propeller ausgebaut werden, was erhebliche Nachteile im Gefolge hat.
In das Pumpengehäuse fest eingegossene oder eingesetzte Leitschaufeln gestatten nicht die beliebige Verwendung der Apparate für Förderrichtung nach beiden Durchflussrichtungen.
Ein weiterer Nachteil besteht bei der bisherigen Konstruktion bzw. beim Anschluss der Pumpe am Rohrnetz, da hierauf die entstehenden Motor-und Pumpengeräusehe übertragen werden, was sich äusserst störend auswirkt.
Sofern die Pumpe in einer Nebenschlussleitung zur Hauptleitung eingebaut ist, wird es bekanntlich erforderlich, in letzterer ein Absperrorgan, wie Drosselklappe od. dgl., einzusetzen. Die Saug-und Druckleitung werden dabei häufig mit unzulässigen Absperrschiebern ausgestattet zwecks Auswechslung der Pumpe ohne Entleerung der Anlage. Die Folge ist, dass beim Absperren des einen oder andern Schiebers bei geschlossener Drosselklappe Überhitzung und Dampfbildung im Warmwasserkessel eintritt und Gefahr besteht.
Durch den Gegenstand der Erfindung werden all diese Nachteile durch zweckmässige Ausbildung und Lagerung der Pumpe und ihrer Schaltorgane in einfacher Weise behoben.
Erfindungsgemäss ist die Propellerpumpe in einem besonderen spannungsfreien Hohlzylinder mit Krummerfortsatz gelagert, wobei sich der Hohlzylinder in ein T-Stück unter Zwischenschaltung entsprechender Isolierung und Vermeidung jeder metallischen Berührung zwischen Pumpenkörper und Rohrnetz leicht auswechselbar einsetzt. Irgendwelche deformierende Spannungen von seiten des Rohrnetzes können auf die empfindliche Pumpe nicht mehr einwirken und ist die Übertragung der Pumpengeräusche auf das Rohrnetz unterbunden. Die Auswechslung der Pumpe kann ohne weiteres erfolgen und wird das offene Ende des T-Stückes vorübergehend mit einer Blindscheibe abgeschlossen.
Zwischen dem Pumpenzylinder einerseits und dem T-Stück anderseits ist eine Druckkammer angeordnet, die durch eine Bohrung mit dem Rohrnetzwasser in Verbindung steht zwecks zwangsläufiger Wasserschmierung aller Pumpenwellenlagerstellen.
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Beim Einbau der Pumpe in eine Nebensehlussleitung zur Hauptleitung erfolgt der Einbau (lez leicht auswechselbaren Pumpenhohizylinders in ein Formstück, derart, dass in ihm alle erforderlichen Rohrleitungen, Schaltungen sowie die Pumpe selbst so vereinigt sind, dass stets zwei Verbindungsstellen in die Hauptleitung des Rohrnetzes eingeschaltet sind und somit eine Unterbindung des Wasserumlaufes unmöglich ist. In vorteilhafter Weise wird weiter die Schalt-oder Drosselklappe des Rohrnetzstranges mit dem Pumpenmotorschalter gekuppelt, derart, dass eine falsche Schaltung ausgeschlossen ist.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Pumpe im Längsmittelschnitt, Fig. 2 eine zweite Anordnung der Pumpe in einem besonderen Formstüek bzw. eine Schaltung.
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geführt und eingediehtet. Im zylindriselien Teil des Innenkörpers. 3 sind die Leitapparate 4 der beispielsweise dargestellten Pumpe mit zwei Druckstufen und die Propeller 5 angeordnet.
Auf den Hohl zylinder 3 können äussere Beanspruchungen, die auf das T-Stück deformierend einwirken, keine nachteiligen Formveränderungen hervorrufen, ein Ecken, Klemmen der Welle infolge Form- veränderungen ist damit unmöglich gemacht.
Bei Defekten an der Pumpe oder bei notwendigen Veränderungen an der Beschaufelung und den
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die allerorts leicht herzustellen ist, zu schliessen.
Durch diese Konstruktion ist es auch möglich, das in das Rohrnetz einzubauende T-Stück 2 vorab zu liefern und die eigentliche Pumpe mit Motor später nachzuliefern. Die V orausliefenmg dieses T-Stückes ist oft, um die Montage nicht wegen der langen Lieferfrist der Motore aufzuhalten, sehr erwünscht und von erheblichem Vorteil. Bau und Räumlichkeiten sind oft zur Zeit der Heizungsmontage noch in einem Zustand, der die Anbringung eines Motors nicht erwünscht erscheinen lässt, so dass auch aus diesem Grunde es vorteilhaft ist, Pumpe und Motor erst später einzubringen.
Die Leitsehaufeln 4 sind unter Zwischenschaltung von Distanzringen in den zylindrischen Teil einzeln eingesetzt und können beliebig in der Reihenfolge eingefügt werden, je nach der gewünschten Förderrichtung, so dass die letztere auch später verändert werden kann. Durch diese Konstruktion wird die Lagerhaltung wesentlich vereinfacht, die Herstellung wirtschaftlicher.
Die Schmierung der Welle in den Lagern der Leitapparate 4 ist als Wasserschmierung in Parallelschaltung ausgeführt. Zwischen dem Mantel des T-Stückes 8 und dem Innenzylinder-3 ist ein Hohlraum 7 gebildet als Druckkammer. Diese ist durch eine Bohrung 8 mit dem Krümmer an der Stelle verbunden, an welcher bekanntlich ein wesentlich geringerer Druck bei Betrieb der Pumpe herrscht. Diese Druckdifferenz wird hier sinngemäss ausgenutzt, um auch die Schmierung des Lagers in dem der Krümmerseite zugekehrten Leitapparat zu erzwingen.
Durch Kanäle 9, die beispielsweise durch Eingiessen dünner Kupferröhren in die etwa aus Aluminiumguss hergestellten Leitapparate ausgeführt sein können, sind die einzelnen Wellenlager der Leitapparate 4 mit der Kammer 7 verbunden, so dass infolge der zwischen jeder dieser Stellen herrschenden Differenz der Drucke durch die Lagerstellen während der Betriebszeit dauernd Sehmierwasser strömen muss, was für die Dauerhaftigkeit der Apparate von grösster Bedeutung ist.
Zur Erzielung einer gleichmässigen Beaufschlagung der Schaufeln kann zweckmässig eine Wand 10 in den Krümmer eingegossen werden, um den hydraulischen Wirkungsgrad zu verbessern.
An Flansch 12 wird unter bekannter Zwischenschaltung von sehallisolierendem Material, das beiderseits zwecks Zentrierung von Motor und Pumpe in Nuten liegt. der Flansehmotor oder das Lager für die Schnurscheibe angeschraubt, wobei Muttern bzw. Unterlagseheiben und Schraubenbolzen ebenfalls schallisolierend vom Pumpenkörper in bekannter Weise durch Zwischenlagen getrennt werden. Motorund Pumpenwelle sind durch eine Zug und Druck aufnehmende Kupplung, deren Hälften durch schallisolierende Zwisehenlagen getrennt sind, in bekannter Weise miteinander verbunden.
Der Hohlzylinder. 3 mit ein-und angebautem Zubehör ist gegenüber dem Formstück 2 des Rohrnetzes vollständig isoliert durch die Zwischenlagen 13, 14, 15 aus Gummi od. dgl. Auch die Verbindungsschraubenbolzen und Muttern werden in bekannter Weise isoliert, so dass jegliche metallische Berührung zwischen Pumpenkörper 3 und Formstück 2 bzw. dem Rohrnetz vermieden ist, was zur Folge hat, dass Geräusche des Motors und der Pumpe vom Rohrnetz ferngehalten sind und der Einbau besonderer Dämpfungsmittel, wie Gummisehläuche u. dgl., in Wegfall kommt. Nach der Fig. 2 erfolgt der Einbau der Pumpe in der gleichen Weise in einer Nebenschlussleitung zur Hauptleitung des Heizsystems.
Erforderlieh ist es hiebei, in den Hauptdurchgang 16 ein Absperrorgan, wie Drosselklappe 17 od. dgl., einzubauen.
Das jeweilige Formstück ist so gehalten, dass vom Hauptdurchgang 16 Verbindungskanäle 18, 19 zu der im Raume 20 in der in obenbesehriebener Weise isoliert gelagerten Pumpe führen. Die Kanäle 18 und 19 sind durch einen Kanal 21 verbunden, wobei an den Knotenpunkten gegenläufige Dreiwegdrehschieber 22, 23 vorgesehen sind. Letztere sind so miteinander gekuppelt, dass beim Verdrehen des einen Schiebers der andere stets den gleichen Teil des Formstückes absperrt, also beide sperren entweder die Pumpe 20
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Gefahren vermieden wird.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil wird dann noch geschaffen durch zwangsläufige Kupplung der Drosselklappe 17 mit dem elektrischen Schalter 24 des Pumpenmotors ; beispiels- weise mittels Gestänge 2J. wodurch alle sonstigen Sicherheitsmassnahmen in Wegfall kommen können.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ausbildung, Schaltung und Lagerung von Propellerpumpen, insbesondere bei Heizungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Propellerpumpe in einem besonderen Hohlzylinder mit
Krümmerfortsatz gelagert ist. wobei sich der Hohlzylinder (-'3) in ein T-Stück unter Zwischenschaltung
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körper und Rohrnetz leicht auswechselbar einsetzt.