AT10671U1 - Medizinisches abdrückgerät - Google Patents

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AT10671U1
AT10671U1 AT0031208U AT3122008U AT10671U1 AT 10671 U1 AT10671 U1 AT 10671U1 AT 0031208 U AT0031208 U AT 0031208U AT 3122008 U AT3122008 U AT 3122008U AT 10671 U1 AT10671 U1 AT 10671U1
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    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/12Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord
    • A61B17/132Tourniquets
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    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
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Description

teiÄses patcBiamt AT10 671 U1 2009-08-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein medizinisches Abdrückgerät, insbesondere Shuntklemme, mit zwei gelenkig miteinander verbundenen Bügeln, die relativ zueinander entgegen der Kraft einer Feder bewegbar sind, und mit einer Druckplatte.
[0002] Derartige medizinische Abdrückvorrichtungen werden zum Stillen von äußerlich am Körper auftretenden Blutungen verwendet. Die beiden Bügel werden entgegen der Kraft einer Feder an dem Körperteil eines Patienten, welches eine Blutung aufweist, angeordnet. Die mit dem Bügel verbundene Druckplatte wird der Blutung bzw. einem auf der Blutung aufgelegten Tupfer zugeordnet, wobei die mit dem Bügel verbundene Druckplatte durch die Federkraft derart auf die Blutung bzw. den Tupfer gedrückt wird, dass die Blutung gestoppt wird.
[0003] Ein beispielhaft genanntes Einsatzgebiet von Shuntklemmen ist das Abdrücken von Punktionsstellen nach Abschluss einer Dialysebehandlung. Wichtig beim Verwenden von Shuntklemmen ist, dass der Druck, der durch die Shuntklemme auf die Punktionsstelle ausgeübt wird, nicht zu niedrig ist, da sonst die Blutung nicht gestoppt wird. Ebenso wichtig ist es jedoch, dass dieser Druck auch nicht zu hoch ist, da der Shuntdurchfluss gewährleistet sein muss. Die Federkraft der Shuntklemme ist auf einen solchen "adäquaten" Druck ausgelegt.
[0004] Bei den bekannten medizinischen Abdrückgeräten, insbesondere Shuntklemmen, ist die Druckplatte starr mit dem entsprechenden Bügel verbunden. Dies ist problematisch, da die starr mit dem entsprechenden Bügel verbundene Druckplatte eines Abdrückgerätes je nach Patient unterschiedlich und gegebenenfalls schräg auf der Blutung bzw. dem Tupfer aufliegt.
[0005] Weiters ist es problematisch, dass sich beim Anbringen des Abdrückgerätes die Position des Tupfers gegenüber der Druckplatte bzw. die Ausrichtung der Druckplatte gegenüber dem Tupfer bzw. der Blutung verändert. Wenn nun beispielsweise ein Tupfer beim Anbringen eines solchen Abdrückgerätes verrutscht, so muss dieser wieder in die richtige Position in Bezug auf die Blutung gebracht und das Anbringen des Abdrückgerätes wiederholt werden. Diese Vorgänge kosten Zeit und sind durch die Blutung sehr unangenehm für den Benutzer.
[0006] Diesen Problemen wird häufig so entgegnet, dass neben der Federkraft zusätzlicher Druck auf die Druckplatte ausgeübt wird, um einerseits zu erreichen, dass die Druckplatte vollflächig am Körper anliegt, und um andererseits zu verhindern, dass der Tupfer verrutschen kann. Das Aufbringen von zusätzlichem Druck kann jedoch zu Druckstellen auf der Haut führen und ist insbesondere beim Einsatz von Shuntklemmen aus den oben genannten Gründen bedenklich.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein medizinisches Abdrückgerät der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei dem die genannten Probleme nicht auftre-ten.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem medizinischen Abdrückgerät, insbesondere Shuntklemme, welches die Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
[0009] Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen des medizinischen Abdrückgeräts sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Dadurch, dass bei dem erfindungsgemäßen Andrückgerät die Druckplatte gelenkig mit einem Bügel verbunden ist passt sich die Ausrichtung der Druckplatte individuell an. Dadurch wird sicher gestellt, dass die Druckplatte eines Abdrückgerätes immer bestmöglich auf der Blutung bzw. dem Tupfer aufliegt. Weiters wird die Gefahr, dass ein auf der Blutung aufliegen- 1/11 öite'rsKä sches (ötsmäftrt AT10 671 U1 2009-08-15 der Tupfer verrutscht, weil die Druckplatte schief auf dem Tupfer aufliegt, minimiert, da die Druckplatte beim Anbringen des Abdrückgeräts durch die gelenkige Verbindung stets flach auf dem Tupfer aufliegt. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist in Folge darin zu sehen, dass kein zusätzlicher Druck mehr aufgebracht werden muss.
[0011] Vorzugsweise besteht die gelenkige Verbindung zwischen Druckplatte und Bügel, wie auch die übrigen Bestandteile des Abdrückgerätes, aus hitzeresistentem Material. Unter hitzeresistentem Material wird im Rahmen der Erfindung solches Material verstanden, welches ohne Beeinträchtigung ausreichend oft autoklaviert werden kann. Außerdem soll das hitzeresistente Material auch ohne Beeinträchtigung gegen alle im Einsatzgebiet der Erfindung verwendeten Desinfektionsmittel widerstandsfähig sein.
[0012] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen medizinischen Abdrückgerätes ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen, in welchen bevorzugte Ausführungsformen dargestellt sind.
[0013] Es zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Shuntklemme in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Shuntklemme aus Fig. 1, Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Shuntklemme in perspektivischer Darstellung, Fig. 4 eine Seitenansicht der Shuntklemme aus Fig. 3, Fig. 5 eine Variante der Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Shuntklemmen aus den Fig. 1 bis 4 in perspektivischer Darstellung, Fig. 6 und 7 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Shuntklemme in perspektivischer Darstellung und Fig. 8 eine Seitenansicht der Shuntklemme aus den Fig. 6 und 7.
[0014] Die in den Zeichnungen dargestellten Shuntklemmen bestehen aus einem ersten Bügel 1, der über ein Gelenk 2 mit einem zweiten Bügel 3 verbunden ist. Das Gelenk 2 ist ein Scharniergelenk und ermöglicht eine Bewegung der Bügel 1, 3 relativ zueinander. Diese Relativbewegung der Bügel 1, 3 erfolgt entgegen der Kraft einer Feder 4, die an beiden Bügeln 1, 3 befestigt ist.
[0015] Der erste Bügel 1 ist an seiner Außenseite 5 gekrümmt und weist an seiner Innenseite 6 einen Bogen 7 auf, der am Körperteil eines Patienten auf der einer Blutung bzw. einer Punktionsstelle gegenüberliegenden Seite in Anlage kommt. Der zweite Bügel 3 weist im Bereich des Gelenks 2 einen sich im Wesentlichen geradlinig erstreckenden Abschnitt 8 auf, an dessen beiden Enden sich in einem Winkel jeweils ein weiterer Abschnitt 9, 10 erstreckt. Der Abschnitt 9 an einer Griffseite ist bogenförmig geformt und ausreichend lang, um ihn über die Handfläche greifen zu können. Der Abschnitt 10 an einer Druckseite des zweiten Bügels 3 ist kürzer als der Abschnitt 9 und ist an seinem freien Ende 11 über ein Gelenk mit einer Druckplatte 12 verbunden.
[0016] Wenn die Shuntklemme ausgehend von einer Ausgangsposition, in der die Feder 4 nicht oder nur wenig gespannt ist, geöffnet wird, um einen entsprechenden Körperteil eines Patienten in dem Bogen 7 der Innenseite 6 des ersten Bügels 1 anzuordnen, so schließt sich in Folge die Shuntklemme auf Grund der Kraft der Feder 4, bis die Druckplatte 12 an dem Körperteil in Anlage kommt. Bis zum nächsten Öffnen verbleibt die Shuntklemme in dieser Position.
[0017] Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Shuntklemme ist die Druckplatte 12 über ein Scharniergelenk 13 mit dem zweiten Bügel 3 verbunden. Die Druckplatte 12 ist um eine definierte Achse, die sich im Wesentlichen senkrecht zur durch die Bügel 1, 3 definierte Ebene erstreckt, bewegbar, damit sich die Druckplatte 12 beim Anbringen der Shuntklemme je nach Patient individuell einstellt. Die Druckplatte 12 hat eine im Wesentlichen runde, scheibenförmige Form sowie eine in Ansichtrichtung der Fig. 2 kreissegmentförmige Querschnittsform. Die dem Körperteil des Patienten zugeordnete, untere Seite 14 der Druckplatte 12 kann glatt sein oder eine gewisse Rauigkeit aufweisen. 2/11

Claims (5)

  1. teiÄses patcBiamt AT10 671 U1 2009-08-15 [0018] Bei der in Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform ist die Druckplatte 12 über ein Kugelgelenk 15 mit dem zweiten Bügel 3 verbunden, so dass die Druckplatte 12 mehrachsig bewegt werden kann. Die Druckplatte 12 ist im Wesentlichen kugelsegmentförmig mit runder Form, wobei die Kante 16 der Druckplatte 12 über deren gesamten Umfang in einer Ebene liegt. Auch hier kann die untere Seite 14 der Druckplatte 12 glatt sein oder eine gewisse Rauigkeit aufweisen. [0019] In Fig. 5 ist eine Variante der Druckplatte 12 aus den Fig. 1 bis 4 gezeigt, die auf ihrer unteren Seite 14 Erhebungen in Form von runden Noppen 17 aufweist. [0020] In den Fig. 6 bis 8 sind die Erhebungen parallel zu einander angeordnete Rippen 18. Die Druckplatte 12 ist gebogen und hat eine ovale Grundform. Als Gelenk ist ein Kugelgelenk 15 gezeigt, wobei gleichfalls ein Scharniergelenk 13 möglich wäre. Im Gegensatz zu den bisher gezeigten Ausführungsformen, bei denen das Gelenk symmetrisch, d. h. mittig, an der Druckplatte 12 angeordnet ist, ist bei dieser Ausführungsform das Gelenk asymmetrisch an der Grundplatte 12 angeordnet. Es hat sich gezeigt, dass unabhängig von der Art des Gelenks in der Praxis mit dieser Ausführungsform die besten Ergebnisse erzielt werden, da die individuelle Anpassung der Druckplatte 12 an den Patienten sehr zufriedenstellend aufgefasst wird. [0021] Die Ausgestaltung der Druckplatte 12 hinsichtlich ihrer Form sowie die Ausgestaltung der unteren Seite 14 der Druckplatte 12 hinsichtlich Reibungskoeffizient, Erhebungen und Vertiefungen (ebenfalls die Ausgestaltung von Erhebungen bzw. Vertiefungen hinsichtlich Anzahl und Form) kann im Rahmen der Erfindung beliebig gewählt werden. Auch kann die Form der Bügel 1,3 beliebig gewählt werden. Auch ist es möglich, die Druckplatte 12 derart zu gestalten, dass ein Tupfer daran gehalten, z. B. festgeklemmt, werden kann. [0022] Wesentlich ist, dass die Druckplatte 12 gelenkig mit einem Bügel 3 verbunden ist. Die Gelenke können im Rahmen der Erfindung jeden möglichen Freiheitsgrad haben und jede mögliche Bewegungsart, wie Rotation (Drehung), Translation (geradlinige Bewegung) oder Kombinationen daraus, ausführen. Ansprüche 1. Medizinisches Abdrückgerät, insbesondere Shuntklemme, mit zwei gelenkig miteinander verbundenen Bügeln (1,3), die relativ zueinander entgegen der Kraft einer Feder (4) bewegbar sind, und mit einer Druckplatte (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (12) gelenkig (13,15) mit einem Bügel (3) verbunden ist.
  2. 2. Medizinisches Abdrückgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (12) mittels eines Scharniergelenks (13) mit einem Bügel (3) verbunden ist.
  3. 3. Medizinisches Abdrückgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (12) mittels eines Kugelgelenks (15) mit einem Bügel (3) verbunden ist.
  4. 4. Medizinisches Abdrückgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (11,13,15) zwischen Druckplatte (12) und Bügel (3) aus hitzeresistentem Material besteht.
  5. 5. Medizinisches Abdrückgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (13,15) asymmetrisch auf der Druckplatte (12) angeordnet ist. Hierzu 8 Blatt Zeichnungen 3/11
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