Beschreibung
STRAHLUNGSEMITTIERENDER HALBLEITERCHIP UND VERFAHREN ZUR
HERSTELLUNG EINES STRAHLUNGSEMITTIERENDEN HALBLEITERCHIPS
Es wird ein strahlungsemittierender Halbleiterchip angegeben. Darüber hinaus wird ein Verfahren zur Herstellung eines strahlungsemittierenden Halbleiterchips angegeben.
Eine zu lösende Aufgabe besteht darin, einen
strahlungsemittierenden Halbleiterchip anzugeben, der eine verbesserte Abstrahlcharakteristik aufweist. Außerdem soll ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
strahlungsemittierenden Halbleiterchips angegeben werden.
Diese Aufgaben werden durch einen strahlungsemittierenden Halbleiterchip mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Schritten des Patentanspruchs 17 gelöst .
Vorteilhafte Aus führungs formen des strahlungsemittierenden Halbleiterchips und des Verfahrens zur Herstellung eines strahlungsemittierenden Halbleiterchips sind Gegenstand der jeweils abhängigen Ansprüche.
Gemäß einer Aus führungs form umfasst der
strahlungsemittierende Halbleiterchip eine
Halbleiterschichtenfolge mit zumindest zwei aktiven
Bereichen, die im Betrieb elektromagnetische Strahlung erzeugen. Sollte hier und im Folgenden vereinfacht von „Strahlung" die Rede sein, so ist „elektromagnetische
Strahlung" gemeint.
Die Halbleiterschichtenfolge basiert bevorzugt auf einem III- V-Verbindungshalbleitermaterial , wie einem Nitrid- Verbindungshalbleitermaterial, einem Phosphid- Verbindungshalbleitermaterial oder einem Arsenid- Verbindungshalbleitermaterial .
Der Halbleiterchip weist bevorzugt eine
Haupterstreckungsebene auf. Eine laterale Richtung ist bevorzugt parallel zur Haupterstreckungsebene ausgerichtet und eine vertikale Richtung ist senkrecht zu der lateralen Richtung ausgerichtet.
Die im Betrieb der zumindest zwei aktiven Bereiche erzeugte Strahlung kann nahultraviolette Strahlung, sichtbares Licht und/oder naheinfrarote Strahlung sein.
Bevorzugt sind die zumindest zwei aktiven Bereiche in
lateraler Richtung beabstandet zueinander angeordnet. Das heißt, die zumindest zwei aktiven Bereiche stehen in diesem Fall an keiner Stelle des Halbleiterchips in direktem Kontakt miteinander. Weiterhin sind die zumindest zwei aktiven
Bereiche bevorzugt in einer gemeinsamen Ebene angeordnet. Das heißt, die zumindest zwei aktiven Bereiche sind in Draufsicht bevorzugt überlappungsfrei ausgebildet.
Alternativ ist es möglich, dass die zumindest zwei aktiven Bereiche aneinander angrenzen, beispielsweise in der Mitte.
In diesem Fall ist es möglich, dass die zumindest zwei aktiven Bereiche in direktem Kontakt miteinander stehen.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst der
strahlungsemittierende Halbleiterchip einen Träger. Der
Träger ist bevorzugt dazu vorgesehen und eingerichtet, den
Halbleiterchip mechanisch zu stabilisieren. Der Träger kann aus einem Verguss gebildet sein. Beispielsweise handelt es sich bei dem Verguss um ein Metall. In diesem Fall ist der Träger elektrisch leitend ausgebildet. Vorteilhafterweise kann die Wärmeableitung des Halbleiterchips mittels dem metallischen Verguss verbessert sein.
Weiterhin ist es auch möglich, dass der Träger ein
Halbleitermaterial aufweist oder aus einem Halbleitermaterial besteht. Beispielsweise handelt es sich bei dem
Halbleitermaterial um Silizium. In diesem Fall ist der Träger elektrisch isolierend ausgebildet.
Ist der Träger elektrisch isolierend ausgebildet, können die aktiven Bereiche mittels einer elektrisch leitenden
Kontaktierung bestrombar sein. Die elektrisch leitende
Kontaktierung ist in diesem Fall in den Verguss eingebettet. Gemäß einer Ausführungsform umfasst der
strahlungsemittierende Halbleiterchip einen elektrisch isolierenden Bereich, der zwischen den aktiven Bereichen angeordnet ist. Der elektrisch isolierende Bereich gibt bevorzugt die laterale Beabstandung der aktiven Bereiche vor. Bevorzugt umfasst der elektrisch isolierende Bereich ein elektrisch isolierendes Material oder besteht aus einem elektrisch isolierenden Material. Beispielsweise umfasst der elektrisch isolierende Bereich eines der folgenden
Materialien oder ist aus einem der folgenden Materialien gebildet: SiOg, TiOg, HfOg, ZrOg ·
Bevorzugt umfasst der elektrisch isolierende Bereich SiOg mit einem Brechungsindex von ungefähr 1,4. Dadurch kann ein
Brechungsindexunterschied zu der Halbleiterschichtenfolge, beispielsweise basierend auf AlGaAs, mit einem Brechungsindex
von ungefähr 3,5, vergleichsweise groß ausgebildet sein.
Vorteilhafterweise ist damit eine totale interne Reflektion der Strahlung an dem isolierenden Bereich erhöht.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst der
strahlungsemittierende Halbleiterchip zumindest eine
reflektierende Außenfläche, die seitlich jedes aktiven
Bereichs angeordnet ist. Die zumindest eine reflektierende Außenfläche weist für in den aktiven Bereichen erzeugte Strahlung bevorzugt eine Reflektivität von wenigstens 90 % auf, insbesondere 95 %, 99 % oder 100 %.
Bevorzugt ist jeder aktive Bereich zwischen der
reflektierenden Außenfläche und dem elektrisch isolierenden Bereich angeordnet. Beispielsweise können die aktiven
Bereiche in lateraler Richtung beabstandet zu der
reflektierenden Außenfläche und dem elektrisch isolierenden Bereich angeordnet sein.
Die zumindest eine reflektierende Außenfläche ist dazu ausgebildet, einen Teil der Strahlung der aktiven Bereiche zu reflektieren. Die zumindest eine reflektierende Außenfläche umfasst beispielsweise ein Metall oder besteht daraus. Die zumindest eine reflektierende Außenfläche umfasst
beispielsweise zumindest eines der folgenden Metalle oder besteht daraus: Silber, Aluminium, Rhodium, Nickel, Kupfer, Gold .
Eine Grenzfläche zwischen der reflektierenden Außenfläche und der Halbleiterschichtenfolge ist bevorzugt elektrisch
isolierend ausgebildet. In diesem Fall weist die
reflektierende Außenfläche ein Dielektrikum an der
Grenzfläche auf. Die Grenzfläche der zumindest einen
reflektierende Außenfläche ist in diesem Fall elektrisch isolierend ausgebildet.
Alternativ ist es möglich, dass die zumindest eine
reflektierende Außenfläche ein Bragg-Spiegel ist, der
abwechselnd angeordnete Schichten eines hoch brechenden und eines niedrig brechenden Materials umfasst. Die zumindest eine reflektierende Außenfläche ist in diesem Fall in der Regel elektrisch isolierend ausgebildet.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform schließt die
reflektierende Außenfläche einen Winkel von mindestens 35° und höchstens 55° mit einer Haupterstreckungsebene des
Halbleiterchips ein. Bevorzugt schließt die reflektierende Außenfläche einen Winkel von mindestens 40° und höchstens 50° mit einer Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips ein. Besonders bevorzugt ist der Winkel zwischen der
reflektierenden Außenfläche, die dem zugeordneten aktiven Bereich zugewandt ist, und der Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips 45°.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst der
strahlungsemittierende Halbleiterchip eine
Halbleiterschichtenfolge mit zumindest zwei aktiven
Bereichen, die im Betrieb elektromagnetische Strahlung erzeugen, und zumindest eine reflektierende Außenfläche, die seitlich jedes aktiven Bereichs angeordnet ist, wobei die reflektierende Außenfläche einen Winkel von mindestens 35° und höchstens 55° zu einer Haupterstreckungsebene des
Halbleiterchips aufweist.
Weiterhin sind die aktiven Bereiche bevorzugt in derselben Halbleiterschichtenfolge angeordnet. Mit Vorteil ist damit
der Halbleiterchip so vergleichsweise kompakt, im Unterschied zu einem Halbleiterchip, der zwei getrennte
Halbleiterschichtenfolgen mit jeweils einem aktiven Bereich aufweist .
Gemäß einer Ausführungsform ist die reflektierende
Außenfläche zusammenhängend ausgebildet und umschließt den elektrisch isolierenden Bereich vollständig. Die
reflektierende Außenfläche weist bevorzugt in Draufsicht die Form eines Kreises oder eines Vielecks auf. In einem
Querschnitt senkrecht zur Haupterstreckungsebene kann die reflektierende Außenfläche einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich umfassen, die sich gegenüberliegen. Bevorzugt ist jedem Bereich der reflektierenden Außenfläche ein aktiver Bereich zugeordnet. Weist die reflektierende Innenfläche in Draufsicht die Form eines Kreises auf, so verläuft die reflektierende Außenfläche, die jeweils einem aktiven Bereich zugeordnet ist, in lateraler Richtung bevorzugt jeweils gekrümmt .
Weist die reflektierende Innenfläche in Draufsicht die Form eines Vielecks auf, so verläuft die reflektierende
Außenfläche, die jeweils einem aktiven Bereich zugeordnet ist, in lateraler Richtung jeweils geradlinig. Die jeweils einem aktiven Bereich zugeordnete reflektierende Außenfläche kann alternativ nicht zusammenhängend ausgebildet sein. In diesem Fall ist die jeweils einem aktiven Bereich zugeordnete reflektierende Außenfläche bevorzugt lateral beabstandet.
Alternativ setzt sich die die reflektierende Außenfläche, die jeweils einem aktiven Bereich zugeordnet ist, durch in lateraler Richtung geradlinig und gekrümmt verlaufende
Bereiche zusammen.
Gemäß einer Ausführungsform weist der elektrisch isolierende Bereich eine reflektierende Innenfläche auf, die gegenüber der reflektierenden Außenfläche angeordnet ist. Die
reflektierende Innenfläche weist in diesem Fall für in den aktiven Bereichen erzeugte Strahlung bevorzugt eine
Reflektivität von wenigstens 90 % auf, insbesondere 95 %, 99 % oder 100 %.
Die reflektierende Innenfläche ist beispielsweise elektrisch isolierend ausgebildet und umfasst beispielsweise
dielektrische Materialen oder besteht daraus. Die
reflektierende Innenfläche ist beispielsweise ein Bragg- Spiegel, der aus abwechselnd angeordneten Schichten eines hoch brechenden und eines niedrig brechenden Materials besteht. Darüber hinaus kann es sich bei der reflektierenden Innenfläche um eine Kombination von metallischen Materialien und elektrisch isolierenden Materialien handeln.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform schließt die
reflektierende Innenfläche einen Winkel von mindestens 35° und höchstens 55° mit einer Haupterstreckungsebene des
Halbleiterchips ein. Bevorzugt schließt die reflektierende Innenfläche einen Winkel von mindestens 40° und höchstens 50° mit einer Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips ein. Besonders bevorzugt ist der Winkel zwischen der
reflektierenden Innenfläche, die dem zugeordneten aktiven Bereich zugewandt ist, und der Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips 45°. Weiterhin schließen die reflektierende Innenfläche und die jeweils gegenüberliegende reflektierende Außenfläche einen Winkel von 90° ein.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die
reflektierende Innenfläche in Draufsicht die Form eines Kreises, eines runden Rings, eines Vielecks oder eines vieleckigen Rings auf. Damit ist die reflektierende
Innenfläche zusammenhängend ausgebildet. In einem Querschnitt senkrecht zur Haupterstreckungsebene kann die reflektierende Innenfläche einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich umfassen, die sich gegenüberliegen. Bevorzugt ist jedem
Bereich der reflektierenden Innenfläche ein aktiver Bereich zugeordnet .
Weist die reflektierende Innenfläche in Draufsicht die Form eines Vielecks oder eines vieleckigen Rings auf, so verläuft die reflektierende Innenfläche, die jeweils einem aktiven Bereich zugeordnet ist, in lateraler Richtung jeweils geradlinig .
Gemäß einer Ausführungsform ist der elektrisch isolierende Bereich als Vorsprung ausgebildet, der von der
reflektierenden Innenfläche seitlich begrenzt ist. Der
Vorsprung erstreckt sich bevorzugt in vertikaler Richtung. Eine Seitenfläche des Vorsprungs kann durch die
reflektierende Innenfläche gebildet sein oder die
reflektierende Innenfläche umfassen. Eine Ausdehnung der reflektierenden Innenfläche in vertikaler Richtung gibt bevorzugt eine Höhe des Vorsprungs vor. Weiterhin kann der Vorsprung eine Deckfläche aufweisen. In diesem Fall verbindet die Deckfläche des Vorsprungs Endpunkte der Seitenfläche des Vorsprungs. Die Deckfläche erstreckt sich in diesem Fall bevorzugt in lateraler Richtung.
Gemäß einer Ausführungsform weist die
Halbleiterschichtenfolge eine erste Mantelschicht und eine
zweite Mantelschicht auf, die sich jeweils in lateraler
Richtung erstrecken. Weiterhin sind die erste Mantelschicht und die zweite Mantelschicht in vertikaler Richtung
übereinander angeordnet. Die zumindest zwei aktiven Bereiche sind bevorzugt zwischen der ersten Mantelschicht und der zweiten Mantelschicht angeordnet.
Gemäß einer Ausführungsform weist die
Halbleiterschichtenfolge eine aktive Zone auf, die die aktiven Bereiche umfasst. Die aktive Zone ist bevorzugt zwischen der ersten Mantelschicht und der zweiten
Mantelschicht angeordnet. Die aktive Zone grenzt
beispielsweise unmittelbar an die erste Mantelschicht und die zweite Mantelschicht an.
Gemäß einer Ausführungsform durchdringt die reflektierende Innenfläche die aktive Zone vollständig. Die in den aktiven Bereichen erzeugte Strahlung bildet jeweils einen Strahl mit einem Strahlprofil, das im Querschnitt senkrecht zu einer Haupterstreckungsrichtung des Strahls eine laterale und eine vertikale Ausdehnung aufweist. Durchdringt die reflektierende Innenfläche die aktive Zone vollständig, kann das
Strahlprofil in einer Seitenansicht vollständig mit der reflektierenden Innenfläche überlappen und reflektiert werden .
Gemäß einer Ausführungsform umfasst die aktive Zone einen Ausbreitungsbereich. Die Strahlung weist bevorzugt eine
Ausbreitungsrichtung entlang der aktiven Zone auf, die durch eine longitudinale Komponente des Ausbreitungsbereichs vorgegeben ist. Im Querschnitt zur Ausbreitungsrichtung weist das Strahlprofil eine vertikale und laterale Ausdehnung auf,
die durch eine vertikale und laterale Ausdehnung des
Ausbreitungsbereichs vorgegeben ist.
Gemäß einer Ausführungsform ist die aktive Zone innerhalb des Ausbreitungsbereichs angeordnet. Bevorzugt überragt der
Ausbreitungsbereich die aktive Zone in vertikaler Richtung. Das Strahlprofil kann damit die aktive Zone in vertikaler Richtung überragen. Weiterhin kann der Ausbreitungsbereich die gleiche Dimension in lateraler Richtung wie die aktive Zone aufweisen.
Der Ausbereitungsbereich ist bevorzugt zwischen der ersten Mantelschicht und der zweiten Mantelschicht angeordnet.
Beispielsweise kann der Ausbreitungsbereich Materialien umfassen, die verschieden von der ersten Mantelschicht und der zweiten Mantelschicht sind. Die Mantelschichten weisen in diesem Fall einen geringeren Brechungsindex für die Strahlung auf als der Ausbreitungsbereich. Durch Wahl des
Brechungsindexes des Ausbreitungsbereichs kann beispielsweise die vertikale Ausdehnung des Ausbreitungsbereichs und damit des Strahlprofils vorgegeben sein.
Gemäß einer Ausführungsform durchdringt die reflektierende Innenfläche den Ausbreitungsbereich nur teilweise. Das heißt, der Ausbreitungsbereich wird nicht vollständig durch die reflektierende Innenfläche durchbrochen. In diesem Fall kann das Strahlprofil in einer Seitenansicht teilweise mit der reflektierenden Innenfläche überlappen, wobei sich Strahlung des nicht überlappenden Teils des Strahlprofils weiter im Ausbreitungsbereich ausbreiten kann.
Beispielsweise durchdringt die reflektierende Innenfläche den Ausbreitungsbereich zu höchstens 70 %. In diesem Fall kann
höchstens 70 % der Strahlung von der reflektierenden
Innenfläche reflektiert werden. Alternativ ist es möglich, dass die reflektierende Innenfläche den Ausbreitungsbereich höchstens zu 50 % durchdringt und Strahlung höchstens zu 50 % von der reflektierenden Innenfläche reflektiert werden kann. Weiterhin ist es möglich, dass die reflektierende Innenfläche den Ausbreitungsbereich höchstens zu 30 % durchdringt und Strahlung höchstens zu 30 % von der reflektierenden
Innenfläche reflektiert werden kann.
Grenzen die zumindest zwei aktiven Bereiche direkt aneinander an, ist es möglich, dass der Ausbreitungsbereich nicht durchbrochen ist.
Gemäß einer Ausführungsform durchdringt die reflektierende Außenfläche die aktive Zone vollständig. Das Strahlprofil kann in diesem Fall in einer Seitenansicht vollständig mit der reflektierenden Außenfläche überlappen und reflektiert werden .
Gemäß einer Ausführungsform durchdringen die reflektierende Innenfläche und die reflektierende Außenfläche die
Halbleiterschichtenfolge nicht vollständig. Bevorzugt ist die erste Mantelschicht der Halbleiterschichtenfolge nicht vollständig von der reflektierenden Innenfläche und der reflektierenden Außenfläche durchdrungen. Das heißt, die erste Mantelschicht ist zusammenhängend ausgebildet.
Weiterhin weist die erste Mantelschicht keine Öffnungen auf, die die erste Mantelschicht durchdringen.
Gemäß einer Ausführungsform ist eine erste Kontaktschicht auf einer Deckfläche der Halbleiterschichtenfolge angeordnet. Die erste Kontaktschicht ist bevorzugt elektrisch leitend
ausgebildet und zur elektrischen Kontaktierung der Halbleiterschichtenfolge eingerichtet und vorgesehen.
Bevorzugt bedeckt die erste Kontaktschicht die Deckfläche der Halbleiterschichtenfolge zu großen Teilen. Die erste
Kontaktschicht bedeckt die Halbleiterschichtenfolge bevorzugt zu 80 % oder 90 %. Die erste Kontaktschicht umfasst bevorzugt ein Metall oder besteht daraus.
Gemäß einer Ausführungsform ist eine zweite Kontaktschicht auf einer Bodenfläche der Halbleiterschichtenfolge
angeordnet. Die zweite Kontaktschicht ist bevorzugt
elektrisch leitend ausgebildet und zur elektrischen
Kontaktierung der Halbleiterschichtenfolge eingerichtet und vorgesehen. Die Bodenfläche der Halbleiterschichtenfolge liegt der Deckfläche gegenüber. Die zweite Kontaktschicht ist bevorzugt bereichsweise auf der Bodenfläche der
Halbleiterschichtenfolge angeordnet. Die zweite
Kontaktschicht umfasst bevorzugt ein Metall oder besteht daraus .
Die zweite Kontaktschicht weist beispielsweise zumindest zwei Kontaktbereiche auf, die jeweils in lateraler Richtung beabstandet voneinander auf der Bodenfläche der
Halbleiterschichtenfolge angeordnet sind. Weiterhin weisen die zumindest zwei Kontaktbereiche jeweils eine Breite und eine Länge auf. Die Breite der zumindest zwei Kontaktbereiche ist bevorzugt an jeder Stelle gleich groß ausgebildet.
Alternativ kann sich die Breite der zumindest zwei
Kontaktbereiche in Richtung des elektrisch isolierenden
Bereichs verjüngen oder verbreitern.
Gemäß einer Ausführungsform geben die erste Kontaktschicht und die zweite Kontaktschicht die lateralen Dimensionen jedes aktiven Bereichs vor.
Weist die zweite Kontaktschicht die zumindest zwei
Kontaktbereiche auf, überlappen die zumindest zwei
Kontaktbereiche in Draufsicht bevorzugt jeweils mit einem der zumindest zwei aktiven Bereiche. In den überlappenden
Bereichen ist eine Stromdichte des einzuprägenden Stroms vergleichsweise hoch. In den überlappenden Bereichen ist die Stromdichte bevorzugt so groß, dass die aktive Zone Strahlung emittiert und damit die zumindest zwei aktiven Bereiche bildet. Das heißt, die lateralen Dimensionen der zumindest zwei aktiven Bereiche sind bevorzugt jeweils durch die Breite und die Länge der zumindest zwei Kontaktbereiche vorgegeben. Bevorzugt weist ein aktiver Bereich eine größere Fläche auf als ein zugeordneter Kontaktbereich.
Alternativ umfasst der Halbleiterchip einen Stegwellenleiter, der die erste Mantelschicht, die zweite Mantelschicht
und/oder die aktive Zone umfasst. Der Stegwellenleiter ist durch einen Vorsprung gebildet, der die erste Mantelschicht, die zweite Mantelschicht und/oder die aktive Zone umfasst.
Die laterale Dimension des Stegwellenleiters gibt die
laterale Dimension des aktiven Bereichs vor. Flanken des Stegwellenleiters können jeweils von einer
Passivierungsschicht bedeckt sein, die einen Brechungsindex aufweisen, der jeweils verschieden zu einem Brechungsindex der ersten Mantelschicht und/oder der zweiten Mantelschicht ist. Damit können die lateralen Dimensionen des aktiven
Bereichs vorteilhafterweise besonders gut vorgegeben werden.
Gemäß einer Ausführungsform weist die
Halbleiterschichtenfolge eine Vielzahl aktiver Bereiche auf, die paarweise gegenüberliegend und kreisförmig angeordnet sind. In diesem Fall weist die zweite Kontaktschicht
bevorzugt eine Vielzahl von Kontaktbereichen auf, die
bevorzugt paarweise gegenüberliegend und kreisförmig
angeordnet sind.
Die Kontaktbereiche geben bevorzugt jeweils eine Länge und Breite der aktiven Bereiche vor. Die paarweise
gegenüberliegenden aktiven Bereiche weisen bevorzugt eine gemeinsame Achse auf, die sich entlang der Längen von sich paarweise gegenüberliegenden aktiven Bereichen erstreckt. Zwischen direkt benachbarten Achsen zweier sich paarweise gegenüberliegenden aktiven Bereichen ist bevorzugt jeweils ein Winkel angeordnet. Die Achsen schneiden sich in diesem Fall im elektrisch isolierenden Bereich. Bevorzugt sind die Winkel zwischen den Achsen äquidistant. Weiterhin können direkt benachbarte Achsen zweier sich paarweise
gegenüberliegenden aktiven Bereiche jeweils einen Winkel von 180°/n aufweisen. In diesem Fall ist n die gesamte Anzahl der Achsen und n*2 ist die gesamte Anzahl der aktiven Bereiche. Weist der Halbleiterchip direkt benachbarte Achsen auf, so verläuft der Ausbreitungsbereich entlang jeweils einer der Achsen. Direkt benachbarte Ausbreitungsbereiche weisen bevorzugt einen Winkel von 180°/n auf, wobei n die gesamte Anzahl der Ausbreitungsbereiche ist. Durch eine solche
Anordnung wird vorteilhafterweise eine besonders homogene Abstrahlcharakteristik erzielt.
Gemäß einer Ausführungsform weist die
Halbleiterschichtenfolge eine Vielzahl aktiver Bereiche auf, die paarweise gegenüberliegend und/oder kreisförmig
angeordnet sind. Beispielsweise erstrecken sich direkt benachbarte Achsen zweier sich paarweise gegenüberliegenden aktiver Bereiche parallel zueinander.
Gemäß einer Ausführungsform ist auf der
Halbleiterschichtenfolge im Bereich der reflektierenden
Außenfläche eine Reflexionsbeschichtung angeordnet. Bevorzugt ist die Reflexionsbeschichtung auf der Deckfläche der
Halbleiterschichtenfolge angeordnet und kann mit dieser in direktem Kontakt stehen. Die Reflexionsbeschichtung weist für die Strahlung bevorzugt eine Reflektivität von mindestens 90 %, 95 % oder 99 % auf. Damit kann es sich bei der
Reflexionsbeschichtung um eine hochreflektierende
Beschichtung handeln.
Gemäß einer Ausführungsform ist auf der
Halbleiterschichtenfolge im elektrisch isolierenden Bereich eine Antireflexbeschichtung angeordnet. Die
Antireflexbeschichtung ist bevorzugt auf der Deckfläche der Halbleiterschichtenfolge angeordnet und kann mit dieser in direktem Kontakt stehen. Eine Reflexion an der Grenzfläche von der Deckfläche der Halbleiterschichtenfolge zur
Antireflexbeschichtung liegt beispielsweise bei höchstens 20 %, 10 %, 5 %, 0,0001 % oder 0,00001 %.
Eine Idee des hier beschriebenen Halbleiterchips ist unter anderem, dass die Halbleiterschichtenfolge zumindest zwei aktive Bereiche aufweist, die im Betrieb jeweils
elektromagnetische Strahlung erzeugen. In den aktiven
Bereichen emittierte Strahlung kann sich in dem
Ausbreitungsbereich in Richtung reflektierender Außenfläche ausbreiten. Die Strahlung kann an der reflektierenden
Außenfläche in Richtung Deckfläche der
Halbleiterschichtenfolge reflektiert werden. Dort kann die Strahlung zu großen Teilen von der Reflexionsbeschichtung zurück zur reflektierenden Außenfläche reflektiert werden.
Die zunächst in Richtung der reflektierenden Außenfläche emittierte Strahlung wird damit in Richtung des isolierenden Bereichs zurückreflektiert. Die zurückreflektierte Strahlung sowie die in Richtung des isolierenden Bereichs emittierte Strahlung können nachfolgend an der reflektierenden
Innenfläche in Richtung Deckfläche der
Halbleiterschichtenfolge reflektiert werden und über die Antireflexbeschichtung zumindest teilweise aus dem
Halbleiterchip ausgekoppelt werden.
Vorteilhafterweise ist so eine Lichtauskoppeleffizienz und die Abstrahlcharakteristik des Halbleiterchips verbessert, da die emittierte Strahlung der aktiven Bereiche über die
Antireflexbeschichtung ausgekoppelt wird und sich im Fernfeld überlagern kann.
Gemäß einer Ausführungsform ist auf der
Halbleiterschichtenfolge im Bereich der reflektierenden
Außenfläche eine Antireflexbeschichtung angeordnet und auf der Halbleiterschichtenfolge im elektrisch isolierenden
Bereich eine Reflexionsbeschichtung angeordnet. Die
emittierte Strahlung der aktiven Bereiche wird in diesem Fall über die Antireflexbeschichtung über der reflektierenden Außenfläche ausgekoppelt. Mit Vorteil wird die Strahlung nicht lokal im Bereich der Antireflexbeschichtung überlagert und eine geringere Erwärmung des Halbleiterchips kann erzielt werden .
Gemäß einer Ausführungsform ist auf der
Halbleiterschichtenfolge im Bereich der reflektierenden
Außenfläche und im elektrisch isolierenden Bereich eine
Antireflexbeschichtung angeordnet. Die emittierte Strahlung der aktiven Bereiche wird in diesem Fall über die
Antireflexbeschichtung über der reflektierenden Außenfläche und über der reflektierenden Innenfläche ausgekoppelt. Damit kann eine Wärmebelastung des Halbleiterchips weiter
verringert werden.
Für den Fall, dass die zumindest zwei aktiven Bereiche aneinander angrenzen und der Halbleiterchip damit keinen elektrisch isolierenden Bereich aufweist, ist die
Antireflexbeschichtung lediglich auf der
Halbleiterschichtenfolge im Bereich der reflektierenden
Außenfläche angeordnet. Alternativ kann die
Antireflexbeschichtung auf der Halbleiterschichtenfolge im Bereich der reflektierenden Außenfläche, die einem der aktiven Bereiche zugeordnet ist, angeordnet sein. Im Bereich der reflektierenden Außenfläche, die einem gegenüberliegenden aktiven Bereich zugeordnet ist, kann auf der
Halbleiterschichtenfolge in diesem Fall die
Reflexionsbeschichtung angeordnet sein.
Gemäß einer Ausführungsform ist der strahlungsemittierende Halbleiterchip eine superlumineszente lichtemittierende Diode mit einer erhöhten Helligkeit und/oder einem erhöhten
Lichtstrom gegenüber einer herkömmlichen lichtemittierenden Diode. Die erzeugte Strahlung der superlumineszenten
lichtemittierenden Diode kann im Ausbreitungsbereich
verstärkt werden. Beispielsweise kann Strahlung, die sich in Richtung der reflektierenden Außenfläche ausbreitet, mittels der Reflexionsbeschichtung und nochmaliger Reflexion an der reflektierenden Außenfläche in Richtung reflektierender
Innenfläche gelenkt werden. Emittierte Strahlung, die sich in
Richtung der Innenfläche ausbreitet, kann sich
vorteilhafterweise mit der zurückreflektierten, von der reflektierenden Außenfläche kommenden Strahlung, überlagern. Vorteilhafterweise können die so überlagerten Strahlungen der aktiven Bereiche im Bereich der Antireflexbeschichtung überlagert werden. Die ausgekoppelte Strahlung ist damit verstärkt und weist eine erhöhte Helligkeit und/oder
Lichtstrom auf.
Im Unterschied zu einer Laserdiode weisen superlumineszente lichtemittierende Dioden keinen Resonator auf. In Verbindung mit der superlumineszenten lichtemittierenden Diode wird Strahlung vorteilhafterweise verstärkt, wobei die Strahlung eine vergleichsweise geringe zeitliche Kohärenz und eine vergleichsweise große räumliche Kohärenz aufweist.
Gemäß einer Ausführungsform erzeugt der
strahlungsemittierende Halbleiterchip Laserstrahlung. In diesem Fall ist der Halbleiterchip beispielsweise eine
Laserdiode, insbesondere eine Halbleiterlaserdiode. Die vom Halbleiterchip erzeugte Laserstrahlung weist bevorzugt eine vergleichsweise große zeitliche Kohärenz und eine
vergleichsweise große räumliche Kohärenz auf. In diesem Fall ist die Laserstrahlung kohärente Strahlung. Die von den zwei aktiven Bereichen emittierte Strahlung ist in diesem Fall bevorzugt monochromatisches und kohärentes Laserlicht. Die Strahlung weist damit vorteilhafterweise eine vergleichsweise geringe Bandbreite auf bei gleichzeitigem vergleichsweise hohem Lichtstrom.
Mittels einem Anteil der Strahlung, die an der Innenfläche reflektiert wird, und einem Anteil der Strahlung, die an der Antireflexbeschichtung reflektiert wird, kann der
Halbleiterchip von einer superlumineszenten
lichtemittierenden Diode zu einer Laserdiode umgewandelt werden .
Ist die reflektierende Innenfläche beispielsweise so
ausgebildet, dass diese den Ausbreitungsbereich nur teilweise durchdringt, kann sich erzeugte Strahlung teilweise zwischen gegenüberliegenden reflektierenden Außenflächen im
Ausbreitungsbereich ausbreiten. Der Ausbreitungsbereich bildet in diesem Fall einen Resonator für die Strahlung.
Durch Überlagerung der Strahlung, die sich zwischen den gegenüberliegenden reflektierenden Außenflächen im
Ausbreitungsbereich ausbreiten, ist beispielsweise Laserlicht erzeugbar, das teilweise über die reflektierende Innenfläche und die Antireflexbeschichtung ausgekoppelt wird.
Weist der Halbleiterchip beispielsweise die Vielzahl von aktiven Bereichen auf, überlagert sich das Laserlicht der Paare der Vielzahl von aktiven Bereichen. Damit ist die
Auskoppeleffizienz des Halbleiterchips mit Vorteil weiter erhöht .
Weiterhin kann mittels der Antireflexbeschichtung
vorteilhafterweise ein Reflexionsgrad von Strahlung
vorgegeben sein. Damit kann ein Anteil der Strahlung mittels der Antireflexbeschichtung auf der ersten Mantelschicht zurück in den Ausbreitungsbereich, der als Resonator
ausgebildet sein kann, geführt werden.
Gemäß einer Ausführungsform sind Eigenschaften der
elektromagnetischen Strahlung mittels einer Dicke der aktiven Bereiche und einer Breite der zweiten Kontaktschicht
vorgegeben. Bevorzugt weist die Strahlung in einem Fernfeld
eine schnelle Achse und eine langsame Achse auf. Im Fernfeld breitet sich die Strahlung als ebene Welle im Raum aus. Die Schwingungsrichtung der Strahlung, bei der die ebene Welle die größere Ausbreitungsgeschwindigkeit aufweist, heißt „schnelle Achse", die Schwingungsrichtung, die zur schnellen Achse senkrecht steht und eine kleinere
Ausbreitungsgeschwindigkeit aufweist, heißt „langsame Achse".
Durch die Breite der zweiten Kontaktschicht kann die Breite der aktiven Bereiche vorgegeben sein. Durch die Breite der aktiven Bereiche kann weiterhin die langsame Achse vorgegeben sein. Ist die Breite vergleichsweise groß ausgebildet, so weist die langsame Achse in der Regel eine vergleichsweise geringe Breite auf. Ist die Breite vergleichsweise klein ausgebildet, so weist die langsame Achse in der Regel einen vergleichsweise kleinen Wert auf.
Gemäß einer Ausführungsform verbreitert oder verjüngt sich die Kontaktschicht zum elektrisch isolierenden Bereich hin. Verbreitert oder verjüngt sich die Kontaktschicht zum
elektrisch isolierenden Bereich hin kann die elektrische Strahlung eine vergleichsweise breite Mode in einem breiteren Bereich aufweisen. Verbreitert sich die Kontaktschicht, so weist die schnelle Achse einen vergleichsweise hohen Wert auf. Verjüngt sich die Kontaktschicht, so kann die
vergleichsweise breite Mode in einem breiteren Bereich durch den verjüngenden Bereich ausgefiltert werden und die schnelle Achse weist einen vergleichsweise kleinen Wert auf.
Vorteilhafterweise kann mittels der sich verbreiternden oder verjüngenden Kontaktschicht eine hohe Sättigung erzielt werden .
Mittels der Dicke der aktiven Bereiche kann die schnelle Achse vorgegeben sein. Ist die Dicke vergleichsweise groß ausgebildet, so weist die schnelle Achse in der Regel eine vergleichsweise geringe Breite auf. Ist die Dicke
vergleichsweise klein ausgebildet, so weist die schnelle Achse in der Regel eine vergleichsweise große Breite auf.
Es wird darüber hinaus ein Verfahren zur Herstellung eines strahlungsemittierenden Halbleiterchips angegeben, mit dem ein hier beschriebener strahlungsemittierender Halbleiterchip hergestellt werden kann. Sämtliche in Verbindung mit dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip offenbarten Merkmale und Ausführungsformen sind daher auch in Verbindung mit dem Verfahren anwendbar und umgekehrt.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird eine
Halbleiterschichtenfolge mit einer aktiven Zone
bereitgestellt, die dazu geeignet ist, elektromagnetische Strahlung zu erzeugen.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird eine äußere Ausnehmung in der Halbleiterschichtenfolge erzeugt. Die äußere Ausnehmung durchdringt die aktive Zone bevorzugt vollständig. Die äußere Ausnehmung wird beispielsweise durch Materialabtrag der Halbleiterschichtenfolge erzeugt. Die Ausnehmung wird beispielsweise mittels eines chemischen Ätzprozesses erzeugt.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird eine
reflektierende Schicht auf eine Seitenfläche der äußeren Ausnehmung aufgebracht. Die reflektierende Schicht bedeckt die Seitenfläche der Ausnehmung bevorzugt vollständig und bildet die reflektierende Außenfläche.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird eine
elektrisch isolierende Schicht auf einen zentralen Bereich der Halbleiterschichtenfolge aufgebracht. In Draufsicht ist der zentrale Bereich in der Mitte der
Halbleiterschichtenfolge angeordnet. Das heißt, der zentrale Bereich weist in Draufsicht bevorzugt maximale Abstände zu Seitenbereichen der Halbleiterschichtenfolge auf.
Die elektrisch isolierende Schicht bildet den elektrisch isolierenden Bereich. Die elektrisch isolierende Schicht und die reflektierende Schicht können beispielsweise mittels chemischer Gasphasenabscheidung (englisch Chemical vapor deposition, kurz CVD) oder einer physikalischen
Gasphasenabscheidung (englisch physical vapor deposition, kurz PVD) aufgebracht werden. Die reflektierende Schicht und/oder die elektrisch isolierende Schicht kann/können beispielsweise aus einer Vielzahl von Einzelschichten bestehen .
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens weist die
zumindest eine Seitenfläche der äußeren Ausnehmung einen Winkel von mindestens 35° und höchstens 55° zu einer
Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips auf.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird eine innere Ausnehmung in der Halbleiterschichtenfolge im zentralen Bereich erzeugt.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird die
elektrisch isolierende Schicht auf einer Seitenfläche der inneren Ausnehmung aufgebracht. Die elektrisch isolierende
Schicht kann die Seitenfläche der inneren Ausnehmung
bevorzugt vollständig bedecken.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens schließt die
Seitenfläche der inneren Ausnehmung einen Winkel von
mindestens 35° und höchstens 55° mit einer
Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips ein.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird die
Halbleiterschichtenfolge von einem Aufwachssubstrat entfernt. Die Halbleiterschichtenfolge ist nach dem Entfernen des
Aufwachssubstrats an diesem Bereich frei zugänglich.
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird auf der
Halbleiterschichtenfolge ein Träger erzeugt. Beispielsweise kann ein vorgefertigter Träger formschlüssig über eine Fläche der Halbleiterschichtenfolge aufgebracht werden, die die Ausnehmungen aufweist. Bevorzugt wird der Träger vor dem Entfernen des Aufwachssubstrats erzeugt.
Alternativ wird ein Vergussmaterial über eine Fläche der Halbleiterschichtenfolge aufgebracht, die die Ausnehmungen aufweist. Das Vergussmaterial füllt die innere Ausnehmung und die äußere Ausnehmung in der Halbleiterschichtenfolge
bevorzugt vollständig aus. Weiterhin kann das aufgebrachte Vergussmaterial die Ausnehmung überragen, sodass eine
zusammenhängende Schicht des Vergussmaterials erzeugt wird. Bevorzugt liegt das Vergussmaterial beim Aufbringen in einer fließfähigen Form vor. In diesem Fall wird das
Vergussmaterial in der Regel nach dem Aufbringen ausgehärtet. Das ausgehärtete Vergussmaterial bildet bevorzugt den Träger und ist die mechanisch stabilisierende Komponente des
Halbleiterchips .
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens ist mittels dem Verfahren eine Vielzahl von strahlungsemittierenden
Halbleiterchips herstellbar. Bevorzugt können die Vielzahl von Halbleiterchips auf einem gemeinsamen Wafer erzeugt werden, der beispielsweise nach dem Erzeugen der
Halbleiterchips vereinzelt wird.
Nachfolgend werden der strahlungsemittierende Halbleiterchip und das Verfahren zur Herstellung des strahlungsemittierenden Halbleiterchips anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert .
Die Figuren 1 bis 8 zeigen schematische Darstellungen eines strahlungsemittierenden Halbleiterchips gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele, die Figuren 9 bis 12 zeigen schematische Schnittdarstellungen von Verfahrensstadien eines Verfahrens zur Herstellung eines strahlungsemittierenden Halbleiterchips gemäß einem
Ausführungsbeispiel, die Figuren 13 bis 15 zeigen exemplarisch Messungen des Fernfelds von elektromagnetischer Strahlung, anhand der Figuren 16 bis 18 wird exemplarisch eine Messung des Lichtstroms von elektromagnetischer Strahlung erläutert, die Figuren 19 bis 24 zeigen Simulationen des Fernfelds von elektromagnetischer Strahlung gemäß jeweils einem
Ausführungsbeispiel,
die Figuren 25 und 26 zeigen Messungen des Fernfelds von elektromagnetischer Strahlung eines strahlungsemittierenden Halbleiterchips gemäß einem Ausführungsbeispiel, und die Figuren 27 bis 31 zeigen schematische Darstellungen eines Ausschnitts eines strahlungsemittierenden Halbleiterchips gemäß jeweils einem Ausführungsbeispiel.
Gleiche, gleichartige oder gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die Figuren und die Größenverhältnisse der in den Figuren
dargestellten Elemente untereinander sind nicht als
maßstäblich zu betrachten. Vielmehr können einzelne Elemente zur besseren Darstellbarkeit und/oder für eine bessere
Verständlichkeit übertrieben groß dargestellt sein.
Die schematische Schnittdarstellung der Figur 1 zeigt das Ausführungsbeispiel eines hier beschriebenen Halbleiterchips 1 entlang einer in Figur 2 dargestellten Schnittlinie A-A.
Der Halbleiterchip 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel der
Figuren 1 und 2 umfasst eine Halbleiterschichtenfolge 2 mit zumindest zwei aktiven Bereichen 6, die im Betrieb Strahlung erzeugen. Figur 1 zeigt hierbei eine Schnittdarstellung entlang der in Figur 2 dargestellten Schnittlinie A-A. Die Halbleiterschichtenfolge 2 weist eine erste Mantelschicht 3 und eine zweite Mantelschicht 4 auf, zwischen denen eine aktive Zone 5 angeordnet ist, die die aktiven Bereiche 6 umfasst. Die aktiven Bereiche 6 sind in lateraler Richtung beabstandet zueinander und in einer gemeinsamen Ebene
angeordnet. Weiterhin umfasst ein Ausbreitungsbereich 12 die aktive Zone 5. Die von den aktiven Bereichen 6 erzeugte
Strahlung breitet sich im Ausbreitungsbereich 12 aus, der sich parallel zur aktiven Zone 5 erstreckt.
Seitlich jedes aktiven Bereichs 6 ist eine reflektierende Außenfläche 8 angeordnet. Die reflektierende Außenfläche 8 weist einen Winkel von ungefähr 45° zu einer
Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips auf. Weiterhin weist der Halbleiterchip einen elektrisch isolierenden
Bereich 7 auf, der zwischen den aktiven Bereichen 6
angeordnet ist. Der elektrisch isolierende Bereich 7 weist eine reflektierende Innenfläche 9 auf, die gegenüber der reflektierenden Außenfläche 9 angeordnet ist. Weiterhin ist der elektrisch isolierende Bereich als Vorsprung 10
ausgebildet, der von der reflektierenden Innenfläche 9 seitlich begrenzt ist. Die reflektierende Innenfläche 9 weist einen Winkel von ungefähr 45° zu einer Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips 1 auf.
Die reflektierende Außenfläche 8 und die reflektierende
Innenfläche 9 durchdringen die aktive Zone 4 und den
Ausbreitungsbereich 12 vollständig. Ferner weist der
Halbleiterchip 1 einen Träger 24 auf, der eine der
reflektierenden Innenfläche 9 und der reflektierenden
Außenfläche 8 zugewandte Fläche der Halbleiterschichtenfolge formschlüssig bedeckt.
In einem Querschnitt senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips 1, der der Schnittlinie A-A in der Figur 2 entspricht, umfasst die reflektierende Außenfläche 8 einen ersten Bereich 8a und einen zweiten Bereich 8b, die sich gegenüberliegen. Jedem Bereich der reflektierenden
Außenfläche 8a, 8b ist ein aktiver Bereich 6 zugeordnet.
Weiterhin umfasst die reflektierende Innenfläche 9 in dem
Querschnitt senkrecht zur Haupterstreckungsebene des
Halbleiterchips 1 einen ersten Bereich 9a und einen zweiten Bereich 9b, die sich gegenüberliegen. Jedem Bereich der reflektierenden Innenfläche 9a, 9b ist ein aktiver Bereich 6 zugeordnet .
Zwischen dem ersten Bereich der reflektierenden Außenfläche 8a und dem ersten Bereich der reflektierenden Innenfläche 9a ist ein aktiver Bereich 6 angeordnet. Weiterhin ist zwischen dem zweiten Bereich der reflektierenden Außenfläche 8b und dem zweiten Bereich der reflektierenden Innenfläche 9b ein aktiver Bereich 6 angeordnet.
Auf einer Deckfläche der Halbleiterschichtenfolge 2 ist eine erste Kontaktschicht 13 bereichsweise angeordnet. Weiterhin ist eine zweite Kontaktschicht 14 auf einer Bodenfläche der Halbleiterschichtenfolge 2 angeordnet. Neben der zweiten Kontaktschicht 13 ist auf der Deckfläche der
Halbleiterschichtenfolge 2 im Bereich der reflektierenden Außenfläche 8 eine Reflexionsbeschichtung 15 angeordnet. Bei der Reflexionsbeschichtung 15 handelt es sich bevorzugt um eine hochreflektierende Beschichtung. Weiterhin ist auf der Deckfläche der Halbleiterschichtenfolge 2 im elektrisch isolierenden Bereich 7 eine Antireflexbeschichtung 16 angeordnet .
Die zweite Kontaktschicht 14 weist gemäß dem Querschnitt der Schnittlinie A-A in der Figur 2 einen ersten Kontaktbereich 14a und einen zweiten Kontaktbereich 14b auf, die jeweils in lateraler Richtung beabstandet voneinander auf einer
Bodenfläche der Halbleiterschichtenfolge 2 angeordnet sind. Weiterhin weisen die Kontaktbereiche 14a, 14b jeweils eine Breite und eine Länge auf.
Gemäß den in Figur 1 dargestellten Pfeilen sind
Ausbreitungsrichtungen von Strahlungen dargestellt. Die in den aktiven Bereichen erzeugte Strahlung bildet jeweils einen Strahl mit einem Strahlprofil, das im Querschnitt senkrecht zu einer Haupterstreckungsrichtung des Strahls eine laterale und eine vertikale Ausdehnung aufweist. Strahlung, die sich in Richtung der reflektierenden Außenfläche 8 ausbreitet, wird mittels der Reflexionsbeschichtung 15 und nochmaliger Reflexion an der reflektierenden Außenfläche 8 in Richtung der reflektierenden Innenfläche 9 gelenkt. Emittierte
Strahlung, die sich in Richtung der reflektierenden
Innenfläche 9 ausbreitet, überlagert sich mit der an der reflektierenden Außenfläche 8 reflektierten Strahlung. Die so überlagerten Strahlungen der aktiven Bereiche 6 werden im Bereich der Antireflexbeschichtung 16 überlagert und
ausgekoppelt. Die ausgekoppelte Strahlung ist damit verstärkt und weist eine erhöhte Helligkeit und einen erhöhten
Lichtstrom auf.
Der strahlungsemittierende Halbleiterchip 2 gemäß dem
Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 ist als
superlumineszente lichtemittierende Diode ausgebildet.
Wie in der Draufsicht der Figur 2 gezeigt, ist die
reflektierende Außenfläche 8 bei dem Halbleiterchip gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 zusammenhängend ausgebildet. Die reflektierende Außenfläche 8 umschließt den elektrisch isolierenden Bereich 7, der durch die
reflektierende Innenfläche 9 gebildet ist, vollständig.
Die erste Kontaktschicht 13 bedeckt die Deckfläche der
Halbleiterschichtenfolge 1 zu großen Teilen. Weiterhin weist
der Halbleiterchip eine Vielzahl von Kontaktbereichen 14c auf. Die erste Kontaktschicht 13 und die zweite
Kontaktschicht 14 mit der Vielzahl von Kontaktbereichen 14c geben die lateralen Dimensionen jedes aktiven Bereichs 6 vor. Bevorzugt weist ein aktiver Bereich 6 hierbei eine größere Fläche auf als ein zugeordneter Kontaktbereich der zweiten Kontaktschicht 14.
Die aktiven Bereiche 6, die durch die Vielzahl von
Kontaktbereichen 14c vorgegeben sind, sind paarweise
gegenüberliegend und kreisförmig angeordnet. Die
Kontaktbereiche der Vielzahl von Kontaktbereichen 14c geben jeweils eine Länge und Breite der aktiven Bereiche 6 vor. Die paarweise gegenüberliegenden aktiven Bereiche 6 weisen eine gemeinsame Achse (siehe beispielsweise Schnitt A-A) auf, die sich entlang der Längen erstreckt. Zwischen den Achsen von sich paarweise gegenüberliegenden aktiven Bereichen 6 ist ein Winkel angeordnet. Die Achsen schneiden sich in diesem Fall im elektrisch isolierenden Bereich 7. Weiterhin sind die Winkel zwischen den Achsen äquidistant.
Der Halbleiterchip 1 ist zudem von einem Rahmen 20 umgeben. Der Rahmen 20 trennt einen funktionalen Bereich nach außen hin ab. Der Rahmen 20 ist beispielsweise eine Erhebung oder eine Senke.
Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 1 und 2 durchdringt die reflektierende Innenfläche 9 des
Halbleiterchips 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 den Ausbreitungsbereich 12 teilweise.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Ausbreitungsbereich 12 um die aktive Zone 5 angeordnet. Der Ausbreitungsbereich 12
überragt die aktive Zone 5 in vertikaler Richtung. Das heißt, dass das Strahlprofil des Strahls die aktive Zone 5 in vertikaler Richtung überragt.
Der Ausbereitungsbereich 12 ist zwischen der ersten
Mantelschicht 3 und der zweiten Mantelschicht 4 angeordnet. Beispielsweise kann der Ausbreitungsbereich 12 Materialien umfassen, die verschieden von den Materialien der ersten Mantelschicht 3 und der zweiten Mantelschicht 4 sind. Die Mantelschichten 3, 4 weisen in diesem Fall für die Strahlung einen geringeren Brechungsindex auf als der
Ausbreitungsbereich 12.
Die erzeugte Strahlung breitet sich damit teilweise zwischen gegenüberliegenden reflektierenden Außenflächen 8 im
Ausbreitungsbereich 12 aus. Der Ausbreitungsbereich 12 bildet bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Resonator für die Strahlung. Mittels der Antireflexbeschichtung kann beispielsweise ein Reflexionsgrad der Strahlung vorgegeben sein. Damit kann ein Anteil der Strahlung mittels der
Antireflexbeschichtung 16 zurück in den Ausbreitungsbereich 12, der als Resonator ausgebildet sein kann, geführt werden.
Wird ein vergleichsweise geringer Anteil der Strahlung von der reflektierenden Innenfläche 9 reflektiert und wird ein vergleichsweise großer Anteil der Strahlung von der
Antireflexbeschichtung 16 zurückreflektiert, so ist es möglich, Laserlicht zu erzeugen und auszukoppeln.
Im Unterschied zu den Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Figuren 1 und 2 oder 3 ist die Antireflexbeschichtung 16 über der reflektierenden Außenfläche 8 angeordnet. Weiterhin weist der Halbleiterchip 2 keinen isolierenden Bereich 7 auf.
In diesem Ausführungsbeispiel grenzen die zumindest zwei aktiven Bereiche des Halbleiterchips direkt aneinander an.
Gemäß den Figuren 5, 6, 7 und 8 sind schematische
Darstellungen in Draufsicht eines Halbleiterchips 1 gemäß jeweils einem Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die reflektierende Innenfläche 8 in Draufsicht die Form eines Kreises (Figur 5), eines runden Rings (Figur 6), eines
Vielecks (Figur 7) oder eines vieleckigen Rings (Figur 8) aufweist .
Bei dem Verfahren gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figuren 9, 10, 11 und 12 wird zunächst eine Halbleiterschichtenfolge 2 auf einem Aufwachssubstrat 20 bereitgestellt (Figur 9) . In der Halbleiterschichtenfolge 2 wird eine innere Ausnehmung 23 und eine äußere Ausnehmung 23 (hier nicht gezeigt) erzeugt. Eine Seitenfläche der inneren Ausnehmung 23 weist einen
Winkel 21 von ungefähr 45° zu einer Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips 1 auf.
Im Verfahrensschritt gemäß der Figur 10 wird eine elektrisch isolierende Schicht auf eine Seitenfläche der inneren
Ausnehmung 23 aufgebracht, die den elektrisch isolierenden Bereich 7 bildet. Weiterhin wird die zweite Kontaktschicht 14 auf der Halbleiterschichtenfolge 2 aufgebracht.
Weiterhin wird wie in Figur 11 gezeigt ein vorgefertigter Träger 24 formschlüssig über eine Fläche der
Halbleiterschichtenfolge 2 aufgebracht, die die Ausnehmungen 23, 22 aufweist. Der vorgefertigte Träger 24 umfasst
beispielsweise Silizium. Weiterhin kann der Träger 24 aus einem Verguss gebildet sein. Beispielsweise handelt es sich bei dem Verguss um ein Metall. Nachfolgend wird die
Halbleiterschichtenfolge 2 von dem Aufwachssubstrat 20 entfernt .
In einem weiteren Verfahrensschritt gemäß der Figur 12 wird die erste Kontaktstruktur 13, die Antireflexbeschichtung 16 und die Reflexionsbeschichtung 15 (hier nicht gezeigt) auf die vom Aufwachssubstrat 20 freigelegte
Halbleiterschichtenfolge 2 aufgebracht.
In Figur 13 sind Messungen des Fernfelds von
elektromagnetischer Strahlung eines herkömmlichen
strahlungsemittierenden Halbleiterchips mit einem einzigen aktiven Bereich in einem Diagramm aufgetragen, bei dem eine normierte Strahlungsleistung Lnorm der Strahlung in
willkürlichen Einheiten gegenüber Polarkoordinaten Q in Grad [°] aufgetragen ist. Die gemessene Strahlungsleistung der Strahlung im Fernfeld wird hier von einem einzigen aktiven Bereich erzeugt.
Entlang einer schnellen Achse 18 weist die Strahlung eine Strahlungsleistung Lg auf, die eine Halbwertsbreite (englisch „full wldth half maxlmum" , kurz „FWHM") von beispielsweise 40° aufweist. Senkrecht zur schnellen Achse 18 ist eine langsame Achse 19 angeordnet, wie in einem
Polarkoordinatendiagramm der Figur 14 dargestellt. Strahlung entlang einer senkrecht zur schnellen Achse 18 stehenden langsamen Achse 19 weist eine Strahlungsleistung Lg mit einer
Halbwertsbreite von beispielsweise 8° auf (siehe Figur 13) .
Mittels der Breite des aktiven Bereichs kann die schnelle Achse 18 vorgegeben sein. Gemäß Figur 15 ist die Breite des aktiven Bereichs im Vergleich zu einem aktiven Bereich, wie in Figur 13 vorgegeben, breit ausgebildet, sodass sich die
Halbwertsbreite der Strahlungsleistung der schnellen Achse L]_ auf beispielsweise 32° verkleinert.
Messungen des Lichtstroms F von Strahlung eines
Halbleiterchips gemäß einem Ausführungsbeispiel sind in Figur 16 dargestellt. In dem Diagramm ist der Lichtstrom F in willkürlichen Einheiten gegenüber einem an einen
Halbleiterchip angelegten Strom I in Milliampere [mA]
aufgetragen. Eine erste Kurve F]_ korrespondiert zu einem herkömmlichen Halbleiterchip, bei dem der Halbleiterchip nur einen einzigen aktiven Bereich aufweist. Eine zweite Kurve F2 korrespondiert zu einem Halbleiterchip 1 gemäß dem
Ausführungsbeispiel der Figur 4, bei dem der Halbleiterchip 1 zwei aktive Bereiche 6 aufweist. Der in Figur 17 exemplarisch gezeigte herkömmliche Halbleiterchip weist nur einen einzigen aktiven Bereich auf und ist der ersten Kurve F]_ zugeordnet. Der in Figur 18 exemplarisch gezeigte Halbleiterchip 1 weist zwei sich gegenüberliegende aktive Bereich 6 auf und ist der zweiten Kurve F2 zugeordnet.
Gemäß den Figuren 19, 20, 21, 22, 23 und 24 sind Simulationen des Fernfelds von Strahlung eines Halbleiterchips gemäß jeweils einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Das Fernfeld der Strahlung ist dabei in einem Polarkoordinatendiagramm dargestellt. Die Ausführungsbeispiele der Figuren 19 und 20 korrespondieren zu einem Halbleiterchip 1 mit zwei sich gegenüberliegenden aktiven Bereichen 6. Die
Ausführungsbeispiele der Figuren 21 und 22 korrespondieren zu einem Halbleiterchip 1 mit acht sich paarweise
gegenüberliegenden aktiven Bereichen 6. Die
Ausführungsbeispiele der Figuren 23 und 24 korrespondieren zu
einem Halbleiterchip 1 mit sechszehn sich paarweise gegenüberliegenden aktiven Bereichen 6.
Die Halbwertsbreite der Strahlungsleistung der Strahlung ist gemäß der Figuren 19, 21 und 23 auf der schnellen Achse 18 30° und auf der langsamen Achse 19 16°. Gemäß den Figuren 20, 22 und 24 beträgt die Halbwertsbreite auf der schnellen Achse 18 40° und auf der langsamen Achse 19 8°.
Gemäß der Figur 25 sind Messungen des Fernfelds von Strahlung in einem Diagramm aufgetragen, bei dem eine
Strahlungsleistung Le der Strahlung mit den Einheiten [mW/sr] gegenüber Polarkoordinaten Q in Grad [°] aufgetragen ist. Die Strahlung wird hier von einem Halbleiterchip 1 mit zwei gegenüberliegenden aktiven Bereichen 6 erzeugt. Entlang der schnellen Achse 18 weist die Strahlung eine
Strahlungsleistung Lg auf. Die Strahlung weist entlang der langsamen Achse 19 eine Strahlungsleistung Lg auf.
In diesem Ausführungsbeispiel weist die reflektierende
Außenfläche 8 und/oder die reflektierende Innenfläche 7 einen Winkel zu einer Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips 1 auf, der von 45° verschieden ist, aber zwischen mindestens 35° und höchstens 55° liegt. Dadurch weist das Spektrum der Strahlungsleistung zwei voneinander getrennte Peaks auf.
Gemäß Figur 26 sind Strahlungsleistungen Lg des Fernfelds der Strahlung entlang der schnellen Achse 18 gezeigt. In diesem Ausführungsbeispiel weist der Halbleiterchip 1 sich paarweise gegenüberliegende aktive Bereiche 6 auf. Analog zu Figur 25 weist die reflektierende Außenfläche 8 und/oder die
reflektierende Innenfläche 7 einen Winkel zu einer
Haupterstreckungsebene des Halbleiterchips 1 auf, der von 45°
verschieden ist. Mittels der Vielzahl der aktiven Bereiche, die paarweise gegenüberliegend und kreisförmig angeordnet sind, weist ein gemeinsames Spektrum der Strahlungsleistungen der aktiven Bereiche 6 im Unterschied zu Figur 25 nur einen Hauptpeak auf.
Gemäß den Figuren 27, 28, 29, 30 und 31 sind die
reflektierenden Außenflächen 8 nicht zusammenhängend
ausgebildet. Der erste Bereich der reflektierenden
Außenfläche 8a und der zweite Bereich der reflektierenden Außenfläche (8b) (hier nicht gezeigt) sind in diesen
Ausführungsbeispielen gerade ausgeführt und sind in lateraler Richtung voneinander beabstandet.
Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel in Verbindung mit den Figuren 27, 28 und 29 weisen die Kontaktbereiche 14 der zweiten Kontaktschicht 14 der Figuren 30 und 31 eine sich zum elektrisch isolierenden Bereich 7 verjüngende (Figur 28) oder verbreiternde (Figur 29) Form auf.
Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 10 2019 100 532.9, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele auf diese beschränkt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den
Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.
Bezugszeichenliste
1 strahlungsemittierender Halbleiterchip
2 Halbleiterschichtenfolge
3 erste Mantelschicht
4 zweite Mantelschicht
5 aktive Zone
6 aktive Bereiche
7 elektrisch isolierender Bereich
8 reflektierende Außenfläche
8a erster Bereich reflektierende Außenfläche
8b zweiter Bereich reflektierende Außenfläche
9 reflektierende Innenfläche
9a erster Bereich reflektierende Innenfläche
9b zweiter Bereich reflektierende Innenfläche
10 Vorsprung
11 Deckfläche Vorsprung
12 Ausbreitungsbereich
13 erste Kontaktschicht
14 zweite Kontaktschicht
14a erster Bereich Kontaktschicht
14b zweiter Bereich Kontaktschicht
14c Vielzahl von Kontaktbereichen
15 Reflexionsbeschichtung
16 Antireflexbeschichtung
17 Rahmen
18 schnelle Achse
19 langsame Achse
20 Aufwachssubstrat
21 Winkel
22 äußere Ausnehmung
23 innere Ausnehmung
24 Träger
25 elektrisch isolierende Schicht
Q Polarkoordinaten
Le Strahlungsleistung
Ln0rm normierte Strahlungsleistung
L]_ Strahlungsleistung schnelle Achse
Lg Strahlungsleistung langsame Achse
F Lichtstrom
I Strom
F]_ erste Kurve
F2 zweite Kurve