Kupplungsgeberzylinder
Die Erfindung betrifft einen Kupplungsgeberzylinder mit einem Zylindergehäuse, in dem ein axial verlagerbarer Kolben eine Druckkammer begrenzt, die mit einem
Druckanschluss verbunden ist, an den ein Kupplungsnehmerzylinder anschließbar ist.
Derartige Kupplungsgeberzylinder werden bevorzugt in hydrostatischen Kupplungsbe- tätigungssystemen oder Kupplungsausrücksystemen von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Hierbei wird der von außen mittels eines Kupplungspedals oder im Falle einer auto- matisierten oder hilfskraftbetätigten Reibungskupplung mittels eines Aktors betätigte Kolben axial im Gehäuse verlagert, wobei der Druckraum verkleinert wird und ein Kolben des Kupplungsnehmerzylinders über ein an den Druckanschluss angeschlossenes Leitungssystems mit Druckmittel beaufschlagt ist und axial verlagert wird. Hierdurch kann die Reibungskupplung betätigt werden. Nachteilig hierbei ist ein hoher Bauraumbedarf, insbesondere in Axialrichtung und eine vorrichtungstechnisch komplexe Ausgestaltung.
Es ist aber die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile aus dem Stand der Technik zu beseitigen und einen Kupplungsgeberzylinder zu schaffen, der kompakt und einfach ausgestaltet ist.
Diese Aufgabe wird mit einem Kupplungsgeberzylinder gelöst, der ein Zylindergehäuse hat, in dem ein mit einem Nachlauf verbindbarer Zylinderraum ausgebildet ist. In dem Zylinderraum ist eine axial bewegliche Hülse angeordnet, in der ein mit einer Kolbenstange verbundener Kolben geführt ist. Dieser begrenzt in der Hülse über ein Dichtelement oder über eine Primärdichtung einen Druckraum, wobei der Druckraum mit einem Kupplungsnehmerzylinder verbindbar ist. Mit der Hülse ist eine Druckmittelverbindung zwischen dem Zylinderraum und dem Primärraum auf- und zusteuerbar. Mit Vorteil ist die Hülse über einen Reibschluss zwischen dem Dichtelement des Kol- bens und der Hülse zusammen mit dem Kolben in Richtung ihrer Öffnungsstellung bewegbar. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Hülse einen Anschlag aufweist, über den sie in Richtung ihrer Öffnungsstellung vom Kolben und/oder der Kolbenstange bewegbar ist. Diese Lösung hat den Vorteil, dass der Kupplungsge-
berzylinder durch die Hülse äußerst kompakt ausgestaltet ist und in Kombination mit dem Reibschluss und/oder dem Anschlag eine vorrichtungstechnisch einfache Verschiebung der Hülse ermöglicht ist. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beansprucht und werden nachfolgend näher erläutert.
Der an der Hülse vorgesehene Anschlag ist vorzugsweise einstückig mit dieser ausgebildet, was vorteilhafterweise zu einer geringen Bauteilanzahl führt und somit zu ei- ner einfachen Montage. Alternativ ist denkbar, den Anschlag als separates Anschlagelement an der Hülse zu befestigen. Hierdurch ist eine höhere Flexibilität hinsichtlich einer Ausgestaltung des Anschlages ermöglicht.
Vorzugsweise ist der Anschlag für die Hülse an dem zur Kolbenstange weisenden Endabschnitt als ein radial nach innen kragender Anschlagabschnitt ausgebildet, was vorrichtungstechnisch äußerst einfach ist. Alternativ kann der Anschlag als Anschlagelement mit der Hülse an ihrem zur Kolbenstange weisenden Endabschnitt verbunden sein und radial nach innen kragen. Bevorzugterweise hat der Anschlag eine Anschlagöffnung, durch die die Kolbenstange bei der Montage durchführbar ist. Hierbei ist vorzugsweise eine Umfangsform des durch die Anschlagöffnung hindurchgeführten Stangenabschnitt der Kolbenstange in Längsrichtung der Kolbenstange gesehen und ein Querschnitt der Anschlagöffnung derart ausgestaltet, dass bei einer Anordnung von Längsachsen der Anschlagöffnung und der Kolbenstange nach der Montage im Parallelabstand ein Formschluss vorliegt. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass die Ausgestaltung derart erfolgt, dass nach der Montage bei einem Verschwenken der Kolbenstange um ihre Längsachse ein Formschluss vorliegt. Somit kann mit geringem vorrichtungstechnischem Aufwand die Kolbenstange montiert werden und nach der Montage mit ihrem Stangenabschnitt nicht mehr aus der Hülse austreten. Damit ist auf vorrichtungstechnisch einfache Weise ein Anschlag realisiert (Transportsicherung).
ln weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Anschlagöffnung exzentrisch zur Hülse ausgebildet, d.h. eine Längsachse der Anschlagöffnung ist versetzt zur Längsachse der Hülse angeordnet. Hierdurch kann auf einfache Weise durch einen Parallelabstand der Längsachse der Kolbenstange von einer Längsachse der Anschlagöffnung nach der Montage ein Formschluss erreicht sein. Mit Vorteil ist hierbei die Anschlagöffnung kreisförmig ausgestaltet, was einfach herstellbar ist. Eine Umfangsform des Stangenabschnitts, der durch die Anschlagöffnung hindurchgeführt wird, ist dann ebenfalls vorzugsweise kreisförmig. Nach der Montage ist die Längsachse der Kolbenstange vorzugsweise etwa koaxial zur Längsachse der Hülse angeordnet.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Anschlagöffnung und der durch die Anschlagöffnung hindurchführbare Stangenabschnitt der Kolbenstange etwa die gleiche Querschnittsform aufweisen, die hierbei von einer Kreisform abweicht. Hierdurch kann vorrichtungstechnisch einfach erreicht werden, dass nach der Montage bei einer Verschwenkung der Kolbenstange um ihre Längsachse hierdurch ein Formschluss in axialer Richtung geschaffen ist, damit die Kolbenstange am Anschlag anliegbar ist (Transportsicherung).
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist im Zylindergehäuse ein An- schlagteil gehaltert, an dem die Hülse in Richtung ihrer Öffnungsposition mit dem An- schlagring anschlagbar ist. Ein Querschnitt einer Öffnung des Anschlagteils entspricht etwa dem Querschnitt der Anschlagöffnung des Anschlagrings. Nach der Durchführung der Kolbenstange durch das Anschlagteil und durch den Anschlagring ist dieser in Umfangsrichtung verschwenkt, sodass die Kolbenstange nicht mehr durch die Öff- nung hindurchführbar ist.
Bei dem Anschlagelement handelt es sich vorzugsweise um einen in die Hülse eingesetzten Anschlagring oder Sprengring, was vorrichtungstechnisch äußerst einfach ist. Alternativ ist denkbar, das Anschlagelement als Anschlagring auszubilden, der mit der Hülse über Rastmittel verrastet und/oder verschraubt und/oder verklebt und/oder verschweißt ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist denkbar, dass als Anschlag zwei Halbschalen vorgesehen sind. Diese können zusammengesetzt einen Anschlagring bilden. Die Halbschalen sind hierbei vorzugsweise außen an der Hülse angeordnet und mit der Hülse in beiden Axialrichtungen formschlüssig verbunden. Sie können da- bei radial nach innen kragen, damit die Kolbenstange oder der Kolben anliegbar ist. Desweiteren sind die Halbschalen vorzugsweise in Radialrichtung vom Zylindergehäuse oder von einem im Zylindergehäuse angeordneten Bauteil, wie bspw. einem Halteelement für ein Dichtelement oder dem Anschlagteil, gehalten oder begrenzt. Durch die beiden Halbschalen ist eine einfache Montage ermöglicht und es sind keine zusätzlichen Sicherungsmittel zum Halten der Halbschalen erforderlich.
Desweiteren ist denkbar, dass als Anschlagelement zumindest ein Stift und/oder zumindest eine Nadel und/oder zumindest eine Drahtformfeder und/oder zumindest eine Halteklammer, die jeweils mit der Hülse verbunden sind, vorgesehen ist.
Zum einfachen Verbinden des Kolbens mit der Kolbenstange hat dieser zumindest einen Schnapphaken, über den er axial mit der Kolbenstange verbunden ist. Der Kolben weist vorzugsweise einen zylindrischen Kolbenabschnitt auf, der von dem Dichtelement und einem Gleitelement umgriffen ist, und wobei sich vom Kolben ein Radial- bund weg erstreckt zwischen dem und der Kolbenstange das Dichtelement und das Gleitelement angeordnet sind. Das Gleitelement kann dann an der Kolbenstange anliegen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Zylinderraum als Sacklochaussparung ausgebildet, von deren Bodenfläche aus sich ein Druckanschluss für den Kupplungs- nehmerzylinder erstreckt. An der Bodenfläche ist vorzugsweise ein Dichtelement oder eine Schnüffeldichtung angeordnet, die den Druckanschluss umgreift. An das ringförmige Dichtelement kann die Hülse mit einem Hülsenboden anlegbar sein. In den Hülsenboden ist hierbei eine exzentrische Durchgangsöffnung zur Verbindung mit dem hülseninneren Druckraum eingebracht. Im geschlossenen Zustand ist eine Druckmittelverbindung zwischen dem Nachlauf und dem Druckanschluss gesperrt. Das Dichtelement umgreift hierbei im geschlossenen Zustand die Durchgangsöffnung, womit ein Teil der Außenfläche des Hülsenboden radial außerhalb des Dichtungselement
liegt und mit Druckmittel des Nachlaufs beaufschlagt ist. Eine gesamte Innenfläche des Hülsenbodens ist dagegen vom Druckmittel des Druckraums beaufschlagt, womit eine resultierende Druckkraft auf den Hülsenboden in Richtung der Schließstellung der Hülse wirkt.
Die Erfindung wird nachfolgend mit Hilfe von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: in einem Längsschnitt einen Kupplungsgeberzylinder gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, einen vergrößerten Ausschnitt des Kupplungsgeberzylinders aus Fig. 1 im Bereich eines Anschlags einer Hülse,
Fig. 3 in einer Explosionsdarstellung eine Hülse und eine Kolbenstange gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 in einem Längsschnitt einen Kupplungsgeberzylinder gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, Fig. 5 eine Hülse des Kupplungsgeberzylinders aus Fig. 4,
Fig. 6 bis 8 jeweils in einem Längsschnitt einen Ausschnitt eines Kupplungsgeberzylinders gemäß einem jeweiligen weiteren Ausführungsbeispiel, Fig. 9 in einer perspektivischen Darstellung ein Anschlagteil und einen Anschlag- ring des Kupplungsgeberzylinders aus Fig. 8,
Fig. 10 in einem Längsschnitt einen Ausschnitt eines Kupplungsgeberzylinders gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, und
Fig. 1 1 in einer perspektivischen Darstellung eine Halbschale eines Anschlags aus
Fig. 10.
Die Figuren sind lediglich schematischer Natur und dienen nur dem Verständnis der Erfindung. Die gleichen Elemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele können untereinander ausgetauscht werden.
Gemäß Fig. 1 hat ein Kupplungsgeberzylinder 1 ein Zylindergehäuse 2. In diesem ist ein Zylinderraum 3 vorgesehen, der als Sacklochaussparung mit einer Bodenfläche 4 ausgestaltet ist. In dem Zylinderraum 3 ist eine axial bewegbare Hülse 5 angeordnet. Innerhalb der Hülse 5 wiederum ist ein Kolben 6 axial verschiebbar angeordnet, der mit einer Kolbenstange 7 verbunden ist. Der Kolben 6 begrenzt mit seiner zur Bodenfläche 4 weisenden Seite einen Druckraum 8 oder Primärraum. Dieser ist über einen Druckanschluss 9, der sich von der Bodenfläche 4 aus erstreckt, mit einem Kupp- lungsnehmerzylinder verbindbar. Der Druckanschluss 9 ist hierbei von einem Dichtelement 10 umgriffen, das in der Bodenfläche 4 angeordnet ist. Die Hülse 5 kann in ihrer zur Bodenfläche 4 weisenden Stirnseite an dem Dichtelement 10 anliegen, womit eine Druckmittelverbindung eines nicht gezeigten Nachlassanschlusses und dem Druckraum 8 zugesteuert ist.
Von ihrem von der Bodenfläche 4 wegweisenden Endabschnitt 1 1 hat die Hülse 5 ei- nen Anschlag 12, der radial nach innen kragt, siehe Fig. 2. Der Anschlag 12 ist somit als radialer Innenbund an der Hülse 5 ausgebildet. An diesen kann der Kolben 6 anliegen oder anschlagen, damit er bei einer Verschiebebewegung in einer Richtung weg von der Bodenfläche 4 oder in Richtung einer Vergrößerung des Druckraums 8 die Hülse 5 axial mit bewegt. Hierdurch wird die Hülse 5 vom Dichtelement 10 beab- standet, womit eine Druckmittelverbindung zwischen dem Druckraum 8 und dem nicht dargestellten Nachlaufanschluss aufgesteuert ist. Der Anschlag 12 ist einstückig mit der Hülse 5 ausgebildet, wobei die Hülse bspw. in einem Tiefziehverfahren hergestellt wird. Der Anschlag 12 ist als Innenbund ausgestaltet, der einen etwa kreisförmigen Öffnungsquerschnitt hat, dessen Längsachse sich etwa koaxial zur Längsachse der Hülse 5 erstreckt.
Der Kolben 6 hat ein zylindrisches Kolbenteil 13, von dem sich ein Radialbund 14 erstreckt. Das Kolbenteil 13 mit dem Radialbund 14 dient hierbei als Zentrierelement.
Der zylindrische Kolbenteil 13 ist desweiteren von einem Dichtelement 15 in Form einer Hybrid-Dichtung umfasst. Der Radialbund 14 begrenzt dabei mit seiner zur Bodenfläche 4 weisenden Seite, siehe auch Fig. 1 , den Druckraum 8, wobei das Dichtelement 15 auf einer anderen axialen Seite angeordnet ist. In Axialrichtung gesehen nach dem Dichtelement 15 ist ein Gleitelement 16 vorgesehen, das büchsenförmig ausgestaltet ist, und in das der zylindrische Kolbenteil 13 eintaucht.
Axial vom Kolbenteil 13 in einer Richtung weg von der Bodenfläche 4 erstrecken sich zwei Schnapphaken 17 und 18, siehe auch Fig. 1 , die durch Öffnungen des Gleitele- ments 16 und durch Öffnungen der Kolbenstange 7 hindurchgeführt sind und die Kolbenstange 7 radial übergreifen. Hierdurch ist der Kolben 6 mit der Kolbenstange 7 verbunden. Am Anschlag 12 liegt dabei der Kolben 6 mit einer von der Bodenfläche 4 wegweisenden Stirnseite des Gleitelements 16 an. Das Gleitelement 16 und die Kolbenstange 7 sind desweiteren über eine Kugelgelenkverbindung verbunden.
Des Weiteren ist gemäß Fig. 1 ein Dichtelement 18a als Sekundärdichtung vorgesehen. Diese dichtet den von der Hülse 5 und dem Zylinderraum 3 begrenzten Zwischenraum nach außen hin ab. Die Hülse 5 liegt dabei mit ihrer von der Bodenfläche 4 wegweisenden Stirnseite an dem Dichtelement 18a an, sowohl in ihrer Schließpositi- on, als auch in ihrer Öffnungsposition. Des Weiteren wird die Hülse 5 über das Dichtelement 18a mit einer axialen Kraft in Richtung der Bodenfläche 4 beaufschlagt.
In Fig. 3 ist eine Hülse 19 dargestellt, in der stirnseitig ebenfalls einstückig ein Anschlag 20 ausgebildet ist. Im Querschnitt einer Anschlagöffnung 21 hat hierbei eine von einer Kreisform abweichend Form. Ein endseitiger Stangenabschnitt 22 einer Kolbenstange 23 weist hier im Querschnitt eine etwa entsprechende Fläche auf, wodurch die Kolbenstange 23 mit dem Stangenabschnitt 22 durch die Anschlagöffnung 21 durchführbar ist und in die Hülse 19 eintauchen kann. Nach dem Eintauchen des Stangenabschnitts 22 wird die Kolbenstange 23 um ihre Längsachse verschwenkt, damit die Querschnittsfläche des Stangenabschnitts 22 und der Anschlagöffnung 21 aus ihrer Deckung gelangen und der Stangenabschnitt 22 dann die Hülse 19 hintergreift und die Hülse 19 mit der Kolbenstange 23 eine formschlüssige Verbindung bildet. Vorzugsweise wird die Kolbenstange 23 um etwa 90° verschwenkt. Ist die Kol-
benstange 23 nach der Montage bspw. mit dem Kolben 6 aus den Fign. 1 und 2 über Schnapphaken 17 und 18 verbunden, so kann diese während eines Transports nicht mehr aus der Hülse 19 gelangen. In Fig. 4 ist ein Kupplungsgeberzylinder 24 gezeigt, bei dem die Hülse 5 einen Anschlag 25 aufweist, der eine Anschlagöffnung 26 hat. Eine Längsachse der Anschlagöffnung 26 ist dabei versetzt zu einer Längsachse der Hülse 5, womit die Anschlagöffnung 26 exzentrisch angeordnet ist. Dies ist auch gemäß Fig. 5 ersichtlich, wo die Hülse 5 mit der Anschlagöffnung 26 dargestellt ist. Gemäß Fig. 4 kann eine Kolben- stange 27 mit ihrem Stangenabschnitt 28 in die Anschlagöffnung 26 eingeführt werden, wobei eine Längsachse der Anschlagöffnung 26 und der Kolbenstange 27 etwa koaxial verlaufen. Nach dem Einführen des Stangenabschnitts 28 in die Hülse 5 gemäß Fig. 4 wird die Kolbenstange 27 parallel versetzt, womit die Längsachse 29 der Kolbenstange 27 und die Längsachse 30 der Anschlagsöffnung 26 etwa im Parallel- abstand zueinander verlaufen. Desweiteren erstreckt sich die Längsachse 29 der Kolbenstange 27 etwa koaxial zur Längsachse der Hülse 5. Durch die Parallelverschiebung der Kolbenstange 27 hintergreift diese die Hülse 5 über den Anschlag 25. In Fig. 4 hat ein Kolben 31 ebenfalls Schnapphaken, die nicht dargestellt sind. Ist der Kolben 31 mit der Kolbenstange 27 über die Schnapphaken verbunden, so verbleibt diese in der parallel versetzten Position.
Gemäß Fig. 6 hat ein Kupplungsgeberzylinder 32 eine Hülse 33, die im Unterschied zur vorhergehenden Ausführungsform auf ihrer von einer nicht gezeigten Bodenfläche wegweisenden Seite einen radial verbreiterten Endabschnitt 34 hat. In diesen ist ein Sprengring 35 als Anschlag für eine Kolbenstange 36 eingesetzt. Vorzugsweise wird der Sprengring 35 nach der Montage der Kolbenstange 36 in die Hülse 33 eingesetzt.
In Fig. 7 ist ein Kupplungsgeberzylinder 37 dargestellt, bei dem ebenfalls eine verbreiterte Hülse 38 vorgesehen ist. Diese hat an ihrem verbreiterten Endabschnitt 39 eine Mehrzahl von radialen Löchern 40, die bspw. auf einem Teilkreis angeordnet sind. In diese greift ein ringförmiges Anschlagelement 41 mit seinen Rastnasen ein. Das Anschlagelement 41 ist somit innerhalb des verbreiterten Endabschnitts 39 mit der Hülse 38 verrastet. Es dient als Anschlag für eine Kolbenstange 42. Desweiteren hat die
Hülse 38 einen äußeren Radialbund 43, über den sie sich an einem im Zylindergehäuse 2 befestigten Dichtelement 44, das als Sekundärdichtung wirkt, axial abstützt.
Gemäß Fig. 8 ist ein Kupplungsgeberzylinder 45 dargestellt mit einer Hülse 46, die an ihrem Endabschnitt 47 von einem Anschlagelement 48 oder Anschlagring zur Verras- tung hintergriffen ist. Der Endabschnitt 47 ist hierbei radial nach außen leicht gebogen, womit eine Art äußerer Radialbund vorgesehen ist, der über Rastnasen vom Anschlagelement 48 hintergriffen ist. Der Anschlagelement 48 kragt dann radial nach innen aus und bildet einen Anschlag für die Kolbenstange 49. Die Hülse 46 mit dem da- ran befestigten Anschlagelement 48 stützt sich hierbei in einer Richtung weg von der Bodenfläche 4 in ihrer Endposition an einem Halteelement 50 oder Anschlagteil ab. Das Halteelement 50 dient zum Halten des Dichtelements 44, das entsprechend der Ausführungsform in Fig. 7 ausgestaltet ist. In Fig. 9 sind das Anschlagteil 50 und das Anschlagelement 48 dargestellt. Das Anschlagteil 50 hat eine Öffnung 51 , deren Querschnitt von einer Kreisform abweicht. Das gleiche gilt für das Anschlagelement 48 oder Anschlagring, dessen Anschlagöffnung 52 ebenfalls von der Kreisform abweicht. In der Anschlagöffnung 52 des Anschlagelements 48 sind dabei gegenüberliegend zwei gebogene Flächen 53 und 54 vorgesehen, die geometrisch etwa auf einem gemeinsamen Kreiszylinder liegen. Als Gegenstück sind am Halteelement 50 zwei Vorsprünge 55 und 56 ausgebildet, die sich in Axialrichtung erstrecken und ebenfalls gebogene Flächen haben, die geometrisch etwa auf einem gemeinsamen Kreiszylinder liegen. Über die Vorsprünge 55 und 56 ist das Anschlagelement 48 dann verschwenkbar gelagert, indem die Flächen 53 und 54 daran gleitbar anliegen. Die Öffnung 51 und die Anschlagöffnung 52 sind bis auf die gebogenen Flächen 53 und 54 etwa im Querschnitt gesehen gleich ausgestaltet.
Zur Montage der Kolbenstange 49 aus Fig. 8 sind die Öffnungen 52 und 51 hierbei in Deckung, wobei die Kolbenstange 49 dann durch diese hindurchgeführt wird. Nach dem Durchführen der Kolbenstange 49 wird das Anschlagelement 48 verschwenkt, insbesondere um etwa 45°. Hierdurch werden die Öffnung 51 und die Anschlagöffnung 52 aus ihrer Deckung gebracht, womit die Kolbenstange 49 mit ihrem Verbreiter-
ten Stangenabschnitt 57, siehe Fig. 8, nicht mehr durch den Stangenabschnitt herausgeführt werden kann.
Gemäß Fig. 8 und 9 hat das Halteelement 50 auf seiner zur Hülse 46 weisenden Seite vier Aussparungen 59, die auf einem Teilkreis angeordnet sind. In diese rastet das Anschlagelement 48 mit Haltenoppen 60 ein, womit das Anschlagelement 48 in Um- fangsrichtung im montierten Zustand festgelegt ist.
Gemäß Fig. 8 hat die Hülse 46 einen zur Bodenfläche 4 weisenden Endabschnitt 61 , der einen Hülsenboden 62 hat. In diesen ist eine Durchgangsöffnung 63 eingebracht, die den Druckraum 8 mit dem Druckanschluss 9 verbindet. Die Durchgangsöffnung 63 ist hierbei exzentrisch angeordnet. In der Bodenfläche 4 ist desweiteren ein Dichtelement 64 in Form eines Dichtrings angeordnet, der den Druckanschluss 9 umgreift. An dem Dichtelement 64 ist die Hülse 46 derart anliegbar, dass das Dichtelement 64 die Durchgangsöffnung 63 umgreift. Flächenabschnitte der Stirnfläche der Hülse 46, die im geschlossenen Zustand der Hülse 46 radial außerhalb des Dichtelements 64 liegen, sind dabei mit Druckmittel vom Nachlauf beaufschlagt. Dagegen ist die gesamte in einer Richtung weg von der Bodenfläche 4 weisende Innenfläche des Hülsenbodens 62 vom Druckmittel des Druckraums 8 beaufschlagbar. Dieses Druckmittel wirkt auf die Hülse 46 über den Hülsenboden 62 in Richtung der Schließposition der Hülse 46, wenn diese am Dichtelement 64 anliegt. Im geöffneten Zustand der Hülse 46 ist der Hülsenboden 62 druckausgeglichen.
In Fig. 10 ist ein Kupplungsgeberzylinder 65 gezeigt, der im Unterschied zur Ausfüh- rungsform der Fig. 8 zwei Halbschalen 66 und 67 als Anschlage aufweist, die den Endabschnitt 47 hintergreifen.
In Fig. 1 1 ist eine der Halbschalen 66, 67 dargestellt. Diese sind einfach montierbar und werden im eingesetzten Zustand radial vom Halteelement 50 gehaltert.
Offenbart ist ein Kupplungsgeberzylinder mit einem Zylindergehäuse in dem eine axial bewegliche Hülse angeordnet ist. Mit dieser kann eine Druckmittelverbindung zwischen einem Nachlauf und einem Druckanschluss, der mit einem Kupplungsneh-
merzylinder verbindbar ist, auf- und zugesteuert werden. Innerhalb der Hülse ist ein Kolben axial verschiebbar angeordnet, der mit einer Kolbenstange verbunden ist und in der Hülse einen Druckraum begrenzt. Am Kolben ist ein Dichtelement angeordnet, über das er durch Reibschluss die Hülse bei einer Verschiebebewegung mit bewegt. Alternativ oder zusätzlich kann an der Hülse ein Anschlag vorgesehen sein, an dem der Kolben und/oder die Kolbenstange anliegt, um die Hülse in einer axialen Richtung zu verschieben.
Bezuqszeichenliste Kupplungsgeberzylinder
Zylindergehäuse
Zylinderraum
Bodenfläche
Hülse
Kolben
Kolbenstange
Druckraum
Druckanschluss
Dichtelement
Endabschnitt
Anschlag
Kolbenteil
Radialbund
Dichtelement
Gleitelement
Schnapphaken
Schnapphaken
Dichtelement
Hülse
Anschlag
Anschlagöffnung
Stangenabschnitt
Kolbenstange
Kupplungsgeberzylinder
Anschlag
Anschlagöffnung
Kolbenstange
Stangenabschnitt
Längsachse
Längsache
Kolben
Kupplungsgeberzylinder Hülse
Endabschnitt
Sprengring
Kolbenstange
Kupplungsgeberzylinder Hülse
Endabschnitt
Loch
Anschlagelement Kolbenstange
Radialbund
Dichtelement
Kupplungsgeberzylinder Hülse
Endabschnitt
Anschlagelement Kolbenstange
Halteelement
Öffnung
Anschlagöffnung
Fläche
Fläche
Vorsprung
Vorsprung
Stangenabschnitt Aussparung
Haltenoppen
Endabschnitt
Hülsenboden
Durchgangsöffnung Dichtelement
Kupplungsgeberzylinder