Beschreibung
Schaltungsanordnung und Verfahren zum Betreiben mindestens einer LED
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanord¬ nung zum Betreiben mindestens einer LED mit einem Eingang mit einem ersten und einem zweiten Eingangsanschluss zum Koppeln mit einer Versorgungswechselspannung, die durch einen Phasendimmer zur Einstellung eines Dimmwinkels modifiziert ist, und einem Gleichrichter mit einem Eingang und einem Ausgang, wobei der Eingang des Gleichrichters mit dem Eingang der Schaltungsanordnung gekoppelt ist. Sie betrifft überdies ein entsprechendes Verfahren zum Betreiben mindestens einer LED. In den nachfolgenden Ausführungen werden die Begriffe „Dimmwinkel" und „Phasen¬ winkel" synonym verwendet.
Stand der Technik Die vorliegende Erfindung betrifft ein Thema, das unter der Bezeichnung „Retrofit" bekannt ist. Dabei besteht das Ziel darin, Glüh- oder Halogenlampen durch Lampen oder Leuchten mit LEDs zu ersetzen. Die Ursache dafür liegt in dem besseren Wirkungsgrad sowie der höheren Lebensdauer von LEDs. Ein besonderes Interesse besteht in diesem Zu¬ sammenhang darin, diesen Tausch von Glüh- oder Halogenlampen auf LEDs derart zu gestalten, dass einerseits vor¬ handene Installationen unter möglichst geringen Modifikationen weiterbenutzt werden können, dass andererseits die im Zusammenhang mit den ursprünglich eingesetzten Glühoder Halogenlampen vorhandenen Eigenschaften, beispiels-
weise Farbort, Dimmmöglichkeit und dergleichen, weiterhin an einen Benutzer bereitgestellt werden können.
Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung besteht die Problematik insbesondere darin, die LEDs durch den gleichen Phasendimmer zum Zwecke der Dimmung anzusteuern, der bei den zuvor montierten Glüh- oder Halogenlampen Verwendung fand. Mit anderen Worten soll also die Hellig¬ keit der mindestens einen LED insbesondere durch einen Phasenanschnittdimmer gesteuert werden können. Phasenan- schnittdimmer sind eigentlich Thyristorsteller oder Tri- acsteller zur Regelung der Helligkeit von Glüh- oder Halogenlampen. Glüh- und Halogenlampen haben eine ohmsche oder induktive Lastcharakteristik und werden daher mittels Phasenanschni tts teuerung gedimmt . Elektronische Transformatoren in Niedervolt-Halogensystemen haben ein kapazitives Lastverhalten und müssen mit Phasenabschnitt- dimmern gesteuert werden. Die Ansteuerung eines Dimmers ist auf verschiedene Weise möglich. Neben dem bekannten Drehknopf können moderne Geräte heute auch über Taster gesteuert werden. Ein kurzes Tasten schaltet beispiels¬ weise den Dimmer ein beziehungsweise aus, ein längerer Tastimpuls bewirkt eine Helligkeitsänderung. Auch die Ansteuerung über einen digitalen Bus, wie beispielsweise DMX, ist bekannt. Diese wird zum Beispiel in der Bühnen- beleuchtung eingesetzt.
Aus dem Stand der Technik ist bekannt, den DC-Strom zum Treiben der mindestens einen LED proportional zum Dimmwinkel zu verringern. Diese Vorgehensweise wird zum Bei¬ spiel verwendet in dem Baustein ICL8001G der Firma Infi- neon. Nachteilig an dieser Vorgehensweise ist jedoch, dass sich die Lichtfarbe des von der mindestens einen LED
abgegebenen Lichts bei Änderung des Dimmwinkels ebenfalls ändert .
Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, eine eingangs genannte Schaltungsanordnung bezie- hungsweise ein eingangs genanntes Verfahren derart wei¬ terzubilden, dass die Dimmung der mindestens einen LED mittels eines Phasendimmers ohne Änderung der Lichtfarbe des von der mindestens einen LED abgegebenen Lichts ermöglicht wird. Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schaltungsanordnung mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Patentanspruch 11.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass dies grundsätzlich ermöglicht wird, wenn die mindes- tens eine LED mittels eines PWM-Signals angesteuert wird, bei dem die Pulsweite dem Dimmwinkel entspricht, mittels dessen die Versorgungswechselspannung durch den Phasen- dimmer modifiziert wurde. Da die Amplitude des PWM- Signals unabhängig vom Dimmwinkel konstant ist, ändert sich die Lichtfarbe des von der mindestens einen LED ab¬ gegebenen Lichts bei unterschiedlich eingestellten Dimmwinkeln - anders als im Stand der Technik - nicht. Der Dimmwinkel spiegelt sich vielmehr in der Pulsweite des PWM-Signals wider. Eine erfindungsgemäße Schaltungsanord- nung umfasst daher weiterhin eine steuerbare Stromquelle, die eingangsseitig mit dem Gleichrichterausgang gekoppelt ist, wobei die steuerbare Stromquelle ausgelegt ist, an ihrem Ausgang ein PWM-Signal an die mindestens eine LED
bereitzustellen, wobei die steuerbare Stromquelle einen Steuereingang umfasst, um zumindest die Pulsweite des PWM-Signals zu steuern. Eine erfindungsgemäße Schaltungs¬ anordnung umfasst weiterhin eine Vergleichsvorrichtung mit einem ersten Eingang, der mit dem Ausgang des Gleichrichters gekoppelt ist, einem zweiten Eingang, der mit einer Vergleichwertbereitstellungsvorrichtung gekoppelt ist, und einem Ausgang, wobei die Vergleichsvorrichtung ausgelegt ist, an ihrem Ausgang ein PWM-Signal mit einer ersten Frequenz bereitzustellen, bei dem der Dimmwinkel mit der Pulsweite korreliert ist. Schließlich umfasst ei¬ ne erfindungsgemäße Schaltungsanordnung eine Steuervorrichtung mit einem Eingang und einem Ausgang, wobei der Eingang der Steuervorrichtung mit dem Ausgang der Vergleichsvorrichtung gekoppelt ist, wobei der Ausgang der Steuervorrichtung mit dem Steuereingang der steuerbaren Stromquelle gekoppelt ist, wobei die Steuervorrichtung ausgelegt ist, das Signal am Ausgang der Vergleichsvorrichtung in ein PWM-Signal einer zweiten Frequenz umzu- wandeln, bei dem der Dimmwinkel mit der Pulsweite korre¬ liert ist, und an ihrem Ausgang bereitzustellen.
Demgemäß wird bei der vorliegenden Erfindung durch die VergleichsVorrichtung aus der Spannung nach dem Gleichrichter ein Rechtecksignal mit der doppelten Frequenz der Versorgungswechselspannung erzeugt. Die doppelte Frequenz der Versorgungswechselspannung beträgt demnach je nach Versorgungsnetz 100 oder 120 Hz. Dabei spiegelt sich der Dimmwinkel in der Pulsweite wider. Durch die Steuervorrichtung wird an die steuerbare Stromquelle ein PWM- Signal zur Pulsweitenmodulation des Ausgangsstroms, mit dem die mindestens eine LED betrieben wird, bereitge-
stellt. Zur Vermeidung optischer Effekte beträgt die zweite Frequenz mindestens 200 Hz. Mittels einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung kann daher über einen weiten Dimmbereich der mindestens einen LED eine konstan- te Lichtfarbe bereitgestellt werden. Dies wird vorliegend insbesondere ermöglicht ohne die Notwendigkeit einer auf¬ wendigen und damit kostenintensiven A/D-Wandlung.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung ist in der Steuervorrichtung eine Abhängigkeit zur Transformation einer Puls- weite des Signals am Ausgang der Vergleichsvorrichtung in eine Pulsweite des Signals am Ausgang der Steuervorrichtung abgelegt. Bevorzugt ist diese Abhängigkeit logarith¬ misch, wobei die Abhängigkeit insbesondere als Kennlinie, als Formel oder als Look-Up-Tabelle wiedergegeben ist. Durch eine derartige Kennlinie kann einerseits eine An¬ passung an die Empfindlichkeit des menschlichen Auges vorgenommen werden, kann andererseits berücksichtigt wer¬ den, dass bei einer Glühlampe die Helligkeit ebenfalls logarithmisch mit dem Dimmwinkel verknüpft ist. Voreinge- stellte Werte des Phasendimmers führen daher zu Lichtab¬ gaben, deren Verhältnis dem Verhältnis von Lichtabgaben entspricht, die sich bei entsprechenden Stellungen des Phasendimmers und Betrieb von Glüh- oder Halogenlampen ergeben haben. Bei einer Vielzahl von Betriebsgeräten für LED wird eine galvanische Isolation zwischen dem Netzeingang und dem Ausgang des Betriebsgeräts benötigt, um für den Ausgang des Betriebsgeräts die Berührsicherheit nach SELV- Standard sicher zu stellen. Bei dieser besonders bevor- zugten Ausführungsform ist zwischen den Ausgang der Vergleichsvorrichtung und den Eingang der Steuervorrichtung
ein Optokoppler gekoppelt. Während bei dem genannten Bau¬ stein ICL8001G bei Potentialtrennung primärseitig der Strom durch den Transformator gemessen wird und der Sollwert für die Ausgangsleistung an den Dimmwinkel angepasst wird, was mit dem Nachteil einher geht, dass der Aus¬ gangsstrom von der Zahl der in Serie geschalteten LEDs am Ausgang der Schaltungsanordnung abhängt, verwendet die vorliegende Erfindung zur Übertragung des PWM-Signals am Ausgang der Vergleichsvorrichtung einen Optokoppler. Da die erste Frequenz maximal 120 Hz beträgt und sich die Verzögerung beim Ein- und Ausschalten aufhebt, kann ein kostengünstiger Optokoppler mit hoher Verzögerungszeit verwendet werden. Für isolierte Betriebsgeräte kann be¬ vorzugt ein Optokoppler mit einer Isolationsfestigkeit von mindestens 5000 V eingesetzt werden.
Durch diese Maßnahme lässt sich die Ausgangsleistung auf der Sekundärseite an den Dimmwinkel auf der Primärseite anpassen. Insbesondere kann vorliegend der Dimmwinkel auf der Sekundärseite ausgewertet werden und damit der an die mindestens eine LED bereitzustellende Strom genauer gere¬ gelt werden.
Bevorzugt umfasst die Steuervorrichtung eine Filtervorrichtung, wobei die Filtervorrichtung ausgelegt ist, eine momentane Frequenz des PWM-Signals zu ermitteln, insbe- sondere anhand zweier aufeinanderfolgender steigender Flanken des PWM-Signals am Ausgang der Vergleichsvorrichtung. Diese Aus führungs form betrifft das Problem, dass es aufgrund der kleineren Leistung, die für die gleiche Lichtstärke einer Leuchte bei Bestückung mit LEDs anstatt Bestückung mit Glüh- oder Halogenlampen nötig ist, sein kann, dass der Haltestrom des Triacs des Phasendimmers
teilweise nicht ausreicht und er wiederholt zündet. Dies führt zu einem unerwünschten Flackern der LED-Lampe be¬ ziehungsweise LED-Leuchte. Im Stand der Technik ist es in diesem Zusammenhang bekannt, einen Vorwiderstand zu ver- wenden, so dass der Haltestrom hoch genug ist, um ein Verlöschen des Triacs zu verhindern. Diese Vorgehensweise kann allenfalls bei LED-Retrofits mit geringer Leistung angewendet werden, da sonst durch den Vorwiderstand zu hohe Verluste entstehen würden.
Durch einen so genannten Bleeder-Widerstand kann der Tri- ac des Phasendimmers gezündet werden, um den Phasenwinkel zu bestimmen. Bei dieser Vorgehensweise ist ein Vorwiderstand vor dem elektronischen Vorschaltgerät (EVG) vorge¬ sehen, wobei überdies ein Schalter vorgesehen ist, der parallel zu einer Serienschaltung des Gleichrichteraus¬ gangs und eines Serienwiderstands gekoppelt ist. Durch den Schalter kann der Vorwiderstand des EVGs sowie der Innenwiderstand des EVGs parallel geschaltet werden. Durch den dadurch erzielbaren geringeren Gesamtwiderstand fließt mehr Strom in den Triac, so dass der Halte- bezie¬ hungsweise Dimmstrom des Triacs erreicht werden kann. Al¬ lerdings ist diese Maßnahme bei Leuchten mit einer gerin¬ gen Eingangsleistung nicht ausreichend. Auch dort kann der Triac wieder verlöschen, da ein ausreichender Haltestrom nicht erreicht wird.
Erfindungsgemäß wird zur Vermeidung eines Flackerns durch Verlöschen und Wiederzünden des Triacs im Phasendimmer bevorzugt der Dimmwinkel nur für die Netzhalbwellen aus¬ gewertet, bei denen es nicht zu einem Verlöschen und Wie- derzünden des Triacs kommt. Dazu wird die Frequenz des PWM-Signals am Eingang der Steuervorrichtung bestimmt.
Wenn diese, d.h. die im Vorhergehenden mit „erste Fre¬ quenz" bezeichnete Frequenz, der doppelten Frequenz der Versorgungswechselspannung entspricht, dann kann davon ausgegangen werden, dass der Triac des Phasendimmers nicht verloschen ist. Bei Verlöschen und Wiederzünden des Triacs ergibt sich nämlich eine um mindestens 10 % höhere Frequenz. Bestimmt wird die Frequenz des Signals am Ein¬ gang der Steuervorrichtung durch Auswertung zweier aufeinanderfolgender steigender Flanken. Die Steuervorrich- tung ist deshalb bevorzugt ausgelegt, das Signal an ihrem Eingang nur dann auszuwerten, wenn die Filtervorrichtung feststellt, dass die momentane Frequenz der doppelten Frequenz der Versorgungswechselspannung entspricht. Durch diese bevorzugte Aus führungs form wird ein Flackern selbst bei Verlöschen des Triacs des Phasendimmers zuverlässig verhindert .
Die Steuervorrichtung ist bevorzugt weiterhin ausgelegt, dann, wenn die Filtervorrichtung feststellt, dass die momentane Frequenz des PWM-Signals an ihrem Eingang größer als die doppelte Frequenz der Versorgungswechselspannung ist, das momentan am Ausgang der Steuervorrichtung bereitgestellte Steuersignal nicht zu verändern. Tritt also ein Anzeichen auf, dass der Triac des Phasendimmers ver¬ löscht sein könnte, so wird keine Auswertung des aktuel- len PWM-Signals vorgenommen, sondern die steuerbare Stromquelle mit dem augenblicklichen Steuersignal weiter¬ hin angesteuert. Dadurch lassen sich unerwünschte Hellig¬ keitsschwankungen, die auf ein Verlöschen des Triacs zurückzuführen wären, zuverlässig verhindern. Besonders vorteilhaft umfasst die Steuervorrichtung eine Zeitmessvorrichtung, um die Pulsweite des Signals an ih-
rem Eingang zu bestimmen. Bei Realisierung einer erfindungsgemäßen Steuervorrichtung durch einen Mikrocontrol- ler stellt dies keinen zusätzlichen Aufwand dar, da die meisten Mikrocontroller derartige, geeignete Zeitmessvor- richtungen bereits umfassen. Wie bereits erwähnt, beträgt die zweite Frequenz zur Vermeidung von vom menschlichen Auge wahrnehmbarer optischer Effekte mindestens 200 Hz.
Besonders bevorzugt ist zwischen den Gleichrichterausgang und die steuerbare Stromquelle die Serienschaltung einer Vorrichtung zur Leistungsfaktorkorrektur, insbesondere ein Boostkonverter, ein Wechselrichter und ein Transformator gekoppelt.
Weitere bevorzugte Aus führungs formen ergeben sich aus den Unteransprüchen . Die mit Bezug auf die erfindungsgemäße Schaltungsanord¬ nung vorgestellten bevorzugten Aus führungs formen und deren Vorteile gelten entsprechend, soweit anwendbar, für das erfindungsgemäße Verfahren.
Kurze Beschreibung der Zeichnung (en)
Im Nachfolgenden wird nunmehr ein Ausführungsbeispiel ei- ner erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen :
Fig. 1 in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung; und
Fig. 2 in schematischer Darstellung den zeitlichen Verlauf verschiedener Signale des in Fig. 1 darge¬ stellten Ausführungsbeispiels.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Ausfüh- rungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 10. Diese weist einen Eingang mit einem ersten El und einem zweiten Eingangsanschluss E2 auf. Der Eingangsan- schluss El ist mit einer ersten Phase N einer Netzspannung UN gekoppelt, während der Eingang E2 über einen Pha- sendimmer 12, der insbesondere als Phasenanschnittdimmer ausgeführt sein kann, mit einer Phase L der Netzspannung UN gekoppelt ist. Die Netzspannung UN kann insbesondere eine Frequenz f0 von 50 Hz oder 60 Hz aufweisen. Durch den Phasendimmer 12 wird ein Dimmwinkel eingestellt, das heißt die Zeitdauer festgelegt, in der durch Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt ein vorgebbarer Bereich innerhalb einer Periode der Netzspannung UN auf 0 V gehal¬ ten wird. Wenn eine Periodendauer 360° beträgt, so kann der Dimmwinkel WD einen Wert im Bereich zwischen 0° und 180° annehmen. Der Phasendimmer 12 kann eine Schnittstelle aufweisen, über die der Dimmwinkel manuell oder elekt¬ ronisch eingestellt werden kann.
Zwischen die Eingangsanschlüsse El, E2 ist der Eingang eines Gleichrichters 14 gekoppelt, der die Dioden Dl, D2, D3, D4 umfasst. Zwischen die Ausgangsanschlüsse des Gleichrichters 14 ist ein Glättungskondensator Cl gekop¬ pelt. Mit dem Glättungskondensator Cl ist in einem ersten Zweig die Serienschaltung einer Vorrichtung 16 zur Leistungsfaktorkorrektur, eines Speicherkondensators C2, ei-
nes Wechselrichters 18, eines Transformators 20 sowie ei¬ ner steuerbaren Stromquelle 22 gekoppelt.
Das Spannung zwischen dem Eingangsanschluss E2 und dem tiefliegenden Anschluss des Glättungskondensators Cl ist mit UE2 bezeichnet, die Spannung über dem Speicherkonden¬ sator mit Uci .
Die Vorrichtung 16 zur Leistungsfaktorkorrektur kann insbesondere als Boostkonverter ausgebildet sein und einen elektronischen Schalter Ml, eine Induktivität LI sowie eine Diode D5 umfassen. Der elektronische Schalter Ml wird über ein PFC-Kontroll-IC 19, beispielsweise vom Typ L6562 oder TDA4862, angesteuert. Der Speicherkondensator C2 ist insbesondere als Elektrolytkondensator ausgeführt und stellt die Versorgung der Schaltungsanordnung während der Sperrphasen des Phasendimmers 12 sicher. Der Wechselrichter 18 kann insbesondere als Halbbrückenanordnung ausgeführt sein. Der Transformator 20 umfasst eine Primärinduktivität L2 und Sekundärinduktivität L3. Die steu¬ erbare Stromquelle 22 ist ausgangsseitig mit dem Ausgang der Schaltungsanordnung 10 gekoppelt, der einen ersten Ausgangsanschluss AI sowie einen zweiten Ausgangsan- schluss A2 umfasst, wobei zwischen die Ausgangsanschlüsse AI, A2 die Serienschaltung mehrerer LEDs D6, D7, D8 gekoppelt ist. Mit dem Ausgang des Glättungskondensators Cl ist weiter¬ hin ein zweiter Zweig gekoppelt; dabei ist der Plus- Eingang einer Vergleichsvorrichtung 24 mit dem hochliegenden Anschluss des Glättungskondensators Cl gekoppelt und der Minus-Eingang mit einer Spannungsquelle Ul, die einen Vergleichswert Uv an die Vergleichsvorrichtung 24
bereitstellt. Am Ausgang der Vergleichsvorrichtung 24 tritt demnach ein PWM-Signal So bei einer Frequenz fi auf, die im Normalfall - weitere Ausführungen hierzu fol¬ gen weiter unten - der doppelten Netzfrequenz der Netz- Spannung UN entspricht. Die Pulsweite dieses Signals So ist mit dem Dimmwinkel WD korreliert.
Das Ausgangssignal der Vergleichsvorrichtung 24 wird über einen ohmschen Widerstand Rl einem Optokoppler 26 zugeführt, der eine LED 26a und einen Fototransistor 26b um- fasst. Eine Spannungsquelle U2 , die über einen ohmschen Widerstand R2 mit dem Kollektor des Fototransistors 26b gekoppelt ist, stellt eine Spannungsversorgung für den Optokoppler 26 dar. Am Ausgang des Optokopplers 26 liegt ein Signal Sl vor, das an den Eingang einer Steuervor- richtung 28 angelegt wird. Diese weist eine Abbildungs¬ vorrichtung 30 auf, gemäß der das Signal Sl über eine lo¬ garithmische Abbildung in ein Signal S2 transformiert wird. Sowohl das Signal Sl als auch das Signal S2 ist ein PWM-Signal, wobei durch die Abbildungsvorrichtung 30 die Pulsweite des Signals S± gemäß einer logarithmischen Ab¬ hängigkeit modifiziert wurde.
Das Signal S2 wird einer Speichervorrichtung 32 zugeführt, die dazu dient, das Signal S2 bei der Frequenz fi in ein Signal S3 bei der Frequenz f2 umzuwandeln. Die Frequenz f2 beträgt bevorzugt mindestens 200 Hz, um für ein menschliches Auge erkennbare, optische Artefakte zu verhindern. Das Signal S3 wird an den Steuereingang der steuerbaren Stromquelle 22 gekoppelt, wodurch die steuerbare Stromquelle 22 an ihrem Ausgang AI, A2 ein PWM- Signal bei der Frequenz f2 ausgibt, dessen Pulsweite der Pulsweite des Signals S3 entspricht.
Die Steuervorrichtung 28 umfasst weiterhin eine Filtervorrichtung 34, die ausgelegt ist, eine momentane Fre¬ quenz fm des PWM-Signals Sl zu ermitteln. Dies geschieht insbesondere anhand zweier aufeinanderfolgender steigen- der Flanken des PWM-Signals Sl. Stellt die Filtervorrich¬ tung 34 fest, dass die momentane Frequenz fm der doppel¬ ten Frequenz f0 der Versorgungswechselspannung UN entspricht, so gibt sie die Speichervorrichtung 32 frei und ermöglicht dadurch, das Signal S3 in Abhängigkeit des Signals S2 an die steuerbare Stromquelle 22 bereitzustel¬ len. Stellt hingegen die Filtervorrichtung 34 fest, dass die Frequenz fi des Signals Sl größer, insbesondere um mehr als 10 % größer als die doppelte Frequenz fo der Versorgungswechselspannung ist, geht sie davon aus, dass der Triac des Phasendimmers 12 innerhalb der letzten Pe¬ riode des Signals Sl verloschen ist und deshalb das mo¬ mentane Signal Sl nicht dem tatsächlichen Dimmwunsch entspricht. Vielmehr wurde das Signal Sl durch das Verlö¬ schen und Wiederzünden des Triacs des Phasendimmers 12 unzulässig modifiziert. Die Filtervorrichtung 34 steuert daraufhin die Speichervorrichtung 32 derart an, dass diese das aktuelle Signal S2 nicht auswertet und stattdessen die Ansteuerung der steuerbaren Stromquelle 22 mit dem augenblicklichen Signal S3 fortsetzt, bis bei einer nach- folgenden Auswertung die Filtervorrichtung 34 feststellt, dass ein auswertbares, nicht durch Verlöschen und Wieder¬ zünden des Triacs des Phasendimmers 12 beeinträchtigtes Signal Sl vorliegt.
Fig. 2 zeigt den zeitlichen Verlauf der Signale Sl (oben) sowie UE2 (unten) des in Fig. 1 dargestellten Ausfüh¬ rungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Schaltungsanord-
nung 10. Eine Einheit der Zeitachse entspricht 10 ms. Die Frequenz f0 der Versorgungswechselspannung UN beträgt 50 Hz. Der Dimmwinkel WD beträgt vorliegend 30°. Wie deut¬ lich zu erkennen ist, findet im Zeitraum ΊΊ kein Verlöschen des Triacs statt, die Frequenz fi beträgt 100 Hz. Die Filtervorrichtung 34 gibt die Umwandlung des Signals S2 an das Signal S3 frei. Im Zeitraum T2 hingegen beträgt die Frequenz fi des Signals Sl über 100 Hz. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Triac des Phasendimmers 12 verlo¬ schen ist, was durch den korrespondierenden zeitlichen Verlauf der Spannung UE2 bestätigt wird. Durch das Verlö¬ schen entsteht ein schmaler Peak im Signal Sl, der dazu führt, dass die Filtervorrichtung eine Frequenz fi bestimmt, die größer ist als die doppelte Frequenz fo der Versorgungswechselspannung UN. Die Filtervorrichtung 34 steuert deshalb die Speichervorrichtung 32 derart an, dass diese keine Auswertung des Signals S2 vornimmt, son¬ dern mit Bezug auf Fig. 2 vorsieht, dass die steuerbare Stromquelle 22 mit einem Signal S3 angesteuert wird, das auf der Basis des Verlaufs des Signals Sl vor dem Zeit¬ raum T2 ausgewertet wurde.