Beschreibung
Beieuchtungseinrichtung Es wird eine Beleuchtungseinrichtung angegeben.
Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 10 2010 014 307.3, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
Für eine direkte Objekt- oder Flächenbeleuchtung wird oftmals eine andere Farbe und/oder Farbtemperatur gewünscht als für eine indirekte Umfeld- beziehungsweise Ambientbeleuchtung. Herkömmliche Leuchten bieten daher entweder die Möglichkeit einer Objektbeleuchtung oder als Alternative dazu die
Möglichkeit einer Umfeld- beziehungsweise Ambientbeleuchtung. Um beide Funktionalitäten zu erhalten, werden daher
typischerweise eine Leuchte mit Glühlampen, Energiesparlampen oder lichtemittierenden Dioden zur gezielten
Objektbeleuchtung und eine weitere Leuchte für die
Ambientbeleuchtung kombiniert.
Eine Aufgabe zumindest einiger Ausführungsformen ist es, eine Beleuchtungseinrichtung mit einer Mehrzahl von Lichtquellen anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen und Weiterbildungen des Gegenstands sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet, die hiermit
ausdrücklich durch Rückbezug in die Beschreibung aufgenommen werden, und gehen aus der nachfolgenden Beschreibungen und den Zeichnungen hervor.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst eine Beleuchtungseinrichtung zumindest einen ringförmigen ersten Träger mit zumindest einer ersten Lichtquelle auf dem ersten Träger und einer ringförmigen ersten, der ersten Lichtquelle nachgeordneten Lichtabstrahlfläche. Weiterhin weist die
Beleuchtungseinrichtung einen zweiten Träger auf, der
zumindest eine zweite Lichtquelle, zumindest eine dritte Lichtquelle, eine zweite, der zweiten Lichtquelle
nachgeordnete Lichtabstrahlfläche und eine dritte, der dritten Lichtquelle nachgeordnete Lichtabstrahlfläche
aufweist, wobei über die zweite und dritte
Lichtabstrahlfläche Licht in jeweils entgegengesetzte
Abstrahlrichtungen abgestrahlt wird. Der zweite Träger ist weiterhin innerhalb des ringförmigen ersten Trägers
angeordnet, wobei der erste und zweite Träger relativ
zueinander um eine Drehachse drehbar gelagert sind und sich die Drehachse entlang einem Durchmesser des ringförmigen ersten Trägers erstreckt.
Dadurch, dass die zweite und dritte Lichtabstrahlfläche Licht in entgegengesetzte Richtungen abstrahlen, kann der zweite Träger mit Vorteil gleichzeitig als Objekt- oder
Flächenbeleuchtung und als Umfeldbeleuchtung eingesetzt werden, indem Licht, das beispielsweise von der zweiten
Lichtquelle über die zweite Lichtabstrahlfläche abgestrahlt wird, auf ein zu beleuchtendes Objekt oder eine zu
beleuchtende Fläche gerichtet werden kann. Das Licht, das von der dritten Lichtquelle über die dritte Lichtabstrahlfläche in eine dazu entgegengesetzte Richtung abgestrahlt wird, beleuchtet dann mit Vorteil nur die Umgebung des Objekts oder der Fläche. Weiterhin erlaubt es die relativ zueinander drehbare Anordnung des erste und zweiten Trägers, dass die
erste Lichtquelle des ersten Trägers über die erste
Lichtabstrahlfläche dann wahlweise Licht in Richtung des Lichts der zweiten Lichtquelle, wahlweise in Richtung des Lichts der dritten Lichtquelle oder in eine von diesen verschiedene Richtung abstrahlen kann. Dadurch kann eine variable Ausleuchtung mit einer Objekt- oder Flächen- und gleichzeitig einer Umgebungsbeleuchtung ermöglicht werden.
Besonders bevorzugt kann der zweite Träger als zweiseitige Flächenleuchte ausgestaltet sein, insbesondere beispielsweise als kreisförmige zweiseitige Flächenleuchte. Das kann
insbesondere bedeuten, dass die zweite und dritte
Lichtabstrahlfläche jeweils flächig, beispielsweise in Form einer Kreisscheibe mit einem geringeren Durchmesser als der ringförmige erste Träger, ausgebildet sind und innerhalb des ringförmigen ersten Trägers angeordnet sind. Dadurch kann der zweite Träger innerhalb des ringförmigen ersten Trägers relativ zum ersten Träger um die Drehachse drehbar sein, ohne dass sich der erste und zweite Träger gegenseitig
hinsichtlich der Drehbarkeit blockieren könnten.
Mit besonderem Vorteil kann der erste und/oder zweite Träger um die Drehachse um einen Winkel von größer oder gleich 360° drehbar sein, was besonders bevorzugt dadurch ermöglicht werden kann, dass die Drehachse entlang einem Durchmesser des ringförmigen ersten Trägers angeordnet ist. Dadurch können die Abstrahlrichtungen des Lichts, das jeweils von der ersten und/oder der zweiten und dritten Lichtquelle über die
jeweilige Lichtabstrahlfläche abgestrahlt wird, beliebig wählbar sein. In einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform können der erste und zweite Träger unabhängig voneinander um die Drehachse drehbar sein, so dass die
jeweiligen Abstrahlrichtungen unabhängig voneinander wählbar sind .
Weiterhin kann die Beleuchtungseinrichtung eine
Haltevorrichtung aufweisen, an der der erste Träger
angeordnet ist. Insbesondere kann der erste Träger an der Haltevorrichtung um dieselbe Drehachse drehbar gelagert sein, um die auch der erste und zweite Träger relativ zueinander drehbar gelagert sind. Dadurch kann eine drehbare Befestigung des ersten und zweiten Trägers an der Haltevorrichtung mit gemeinsamer Drehachse ermöglicht werden. Durch die
Haltevorrichtung können der erste und zweite Träger mit
Vorteil im Raum positionierbar sein. Zumindest eine der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle kann zumindest eine lichtemittierende Diode (LED) aufweisen, wobei hier und im Folgenden mit den Begriffen
lichtemittierende Diode und LED jeweils eine anorganische lichtemittierende Diode bezeichnet wird. Durch die Verwendung von LEDs kann im Vergleich zu herkömmlichen Leuchten mit
Glüh- oder Energiesparlampen in Relation zur aufgenommenen elektrischen Leistung, zur Wärmeentwicklung und zur Baugröße eine vergleichsweise hohe Lichtleistung abgestrahlt werden. Insbesondere kann das von der zumindest einen LED
abgestrahlte Licht einen ultravioletten bis infraroten und besonders bevorzugt einen sichtbaren Wellenlängenbereich aufweisen. Die zumindest eine LED kann beispielsweise als LED-Chip in Form einer auf einem Arsenid-, Phosphid- und/oder Nitrid-VerbindungshalbleitermaterialSystem basierenden
Halbleiterschichtenfolge oder auch als entsprechender LED- Chip in einem Gehäuse ausgeführt sein. Weiterhin kann die zumindest eine LED auch einen Verguss und/oder einen
Farbstoff zur Wellenlängenkonversion aufweisen, um einen
gewünschten Farbort und eine gewünschte Farbtemperatur des abgestrahlten Lichts zu erreichen.
Mit Vorteil können die erste, zweite und dritte Lichtquelle jeweils zumindest eine LED und besonders bevorzugt jeweils eine Mehrzahl von LEDs aufweisen. Dadurch kann für das von der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle über die
jeweilige Lichtabstrahlfläche abgestrahlte Licht hinsichtlich der Intensität, des Farbeindrucks und des
Wellenlängenbereichs einstellbar sein. Besonders bevorzugt kann das von der ersten, zweiten und dritten
Lichtabstrahlfläche abgestrahlte Licht mit jeweils
voneinander unterschiedlichen Leuchteindrücken abgestrahlt werden. Ein unterschiedlicher Leuchteindruck kann sich beispielsweise aus einer unterschiedlichen Intensität, einem unterschiedlichen Farbort und/oder einem unterschiedlichen Wellenlängenbereich ergeben.
Mit besonderem Vorteil kann die erste Lichtquelle des ersten Trägers eine Mehrzahl von LEDs aufweisen, die ringförmig, das heißt entlang der ringförmigen Ausgestaltung des ersten
Trägers und der ersten Lichtabstrahlfläche, angeordnet sind. Der zweite Träger kann mit besonderem Vorteil als zweite und dritte Lichtquelle jeweils eine Mehrzahl von LEDs aufweisen, die auf den Innenflächen des ersten Trägers angeordnet sein können. Dabei können die erste, zweite und dritte Lichtquelle in einer besonders bevorzugten Ausführungsform jeweils weißes Licht mit unterschiedlichen Farbtemperaturen, also
insbesondere kaltweißes und/oder warmweißes Licht mit
voneinander unterschiedlichen Farbtemperaturen, abstrahlen. Kaltweißes Licht kann sich besonders für eine Objekt- oder Flächenbeleuchtung eignen, während warmweißes Licht für eine Umgebungsbeleuchtung geeignet sein kann.
Zumindest einer Lichtquelle ausgewählt aus der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle kann weiterhin ein Diffusor und/oder ein Lichtleiter nachgeordnet sein. Besonders
bevorzugt kann jeder der ersten, zweiten und dritten
Lichtquelle jeweils ein Diffusor und/oder ein Lichtleiter nachgeordnet sein. Durch einen Diffusor, beispielsweise eine Streuplatte oder eine Streufolie, und/oder einen Lichtleiter, beispielsweise einem flächig ausgeführten Lichtleiter, kann eine Verteilung, insbesondere eine gleichmäßige Verteilung, des von einer Lichtquelle abgestrahlten Lichts über die jeweilige Lichtabstrahlfläche erreicht werden, wodurch die entsprechende Lichtquelle einen homogenen Leuchteindruck erwecken kann.
Weiterhin kann zumindest eine oder mehrere der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle anstelle von einer oder mehreren LEDs auch eine organische lichtemittierende Diode (OLED) aufweisen. Eine OLED kann mit Vorteil als flächige Lichtquelle ausgeführt sein, so dass beispielsweise auch die Lichtabstrahlfläche einer Lichtquelle durch eine OLED direkt gebildet werden kann.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen und
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der im
Folgenden in Verbindung mit den Figuren 1 bis 7 beschriebenen Ausführungsformen .
Es zeigen:
Figuren 1 bis 5 schematische Darstellungen verschiedener
Ansichten einer Beleuchtungseinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel und
Figuren 6 und 7 schematische Schnittdarstellungen eines ersten und zweiten Trägers der
Beieuchtungseinrichtung . In den Ausführungsbeispielen und Figuren können gleiche oder gleich wirkende Bestandteile jeweils mit den gleichen
Bezugszeichen versehen sein. Die dargestellten Elemente und deren Größenverhältnisse untereinander sind grundsätzlich nicht als maßstabsgerecht anzusehen, vielmehr können einzelne Elemente, z. B. Schichten, Bauteile, Bauelemente und
Bereiche, zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren Verständnis übertrieben dick oder groß dimensioniert
dargestellt sein. In den Figuren 1 bis 5 sind verschiedene schematische
Ansichten einer Beleuchtungseinrichtung 100 gemäß einem
Ausführungsbeispiel gezeigt. In Figur 1 ist die
Beleuchtungseinrichtung 100 in einer dreidimensionalen
Ansicht gezeigt, während Figur 2 eine Draufsicht von oben, Figur 3 eine Seitenansicht, Figur 4 eine Draufsicht von vorne und Figur 5 eine Draufsicht von unten zeigen. Die folgende Beschreibung bezieht sich gleichermaßen auf alle Figuren 1 bis 5. Die Beleuchtungseinrichtung 100 weist einen ringförmigen ersten Träger 1 und einen zweiten Träger 2 auf. Der zweite Träger 2 ist innerhalb des ringförmigen ersten Trägers 1 angeordnet, wobei der erste und zweite Träger 1, 2 relativ zueinander um eine Drehachse 3 drehbar gelagert sind.
Insbesondere erstreckt sich die Drehachse 3 entlang einem Durchmesser des ringförmigen ersten Trägers 1. Mit anderen Worten ist der zweite Träger 2 mittig zum ersten Träger 1 entlang dem Durchmesser des ersten Trägers 1 innerhalb des
ersten Trägers 1 angeordnet und drehbar gelagert. In den Figuren 1 bis 5 ist dabei eine beispielhafte relative
Anordnung und Ausrichtung des ersten Trägers 1 zum zweiten Träger 2 gezeigt, wobei die Ausrichtung des ersten und zweiten Trägers 1, 2 relativ zueinander durch Verdrehung des ersten Trägers 1 relativ zum zweiten Träger 2 oder des zweiten Trägers 2 relativ zum ersten Träger 1 veränderbar ist . In Figur 6 ist eine Schnittdarstellung des ringförmigen ersten Trägers 1 der Beleuchtungseinrichtung 100 mit einer Schnittebene senkrecht zur angedeuteten Drehachse 3 gezeigt. Der erste Träger 1 weist ein ringförmiges, U-artiges Profil 14 mit einer ringförmigen und umlaufenden Vertiefung 15 auf und ist aus Aluminium gefertigt. In der Vertiefung 15 ist eine erste Lichtquelle 11 angeordnet, die im gezeigten
Ausführungsbeispiel eine Mehrzahl von lichtemittierenden Dioden (LEDs) aufweist, von denen beispielhaft zwei LEDs gezeigt sind. Die LEDs sind in regelmäßigen Abständen umlaufend in der Vertiefung 15 angeordnet und strahlen im gezeigten Ausführungsbeispiel ein kaltweißes Licht ab. Dazu sind die LEDs als Halbleiterchips basierend auf einem blau emittierenden Nitrid-Halbleiterverbindungsmaterial
ausgeführt, die in einem Gehäuse mit einem Farbstoff
angeordnet sind, der einen Teil des blauen Lichts in gelbes und/oder grünes und rotes Licht umwandelt, so dass die
Überlagerung des blauen Lichts mit dem umgewandelten Licht kaltweißes Licht ergibt. Derartige LEDs sowie auch geeignete Abwandlungen und Modifikationen davon sind dem Fachmann bekannt und werden hier nicht weiter ausgeführt.
Das von der ersten Lichtquelle 11 erzeugte Licht wird über eine erste, der ersten Lichtquelle 11 nachgeordnete
Lichtabstrahlfläche 12 des ersten Trägers 1 entlang einer Abstrahlrichtung abgestrahlt, die durch den Pfeil 10
angedeutet ist. Die Lichtabstrahlfläche 12 wird im gezeigten Ausführungsbeispiel durch einen Diffusor 13 gebildet, der die durch die Mehrzahl von zueinander beabstandeten LEDs der ersten Lichtquelle 11 erzeugte inhomogene
Abstrahlcharakteristik homogenisiert und so über die gesamte Lichtabstrahlfläche 12 einen homogenen und gleichmäßigen Leichteinruck ermöglicht. Dazu ist der Diffusor 13 als
Streuplatte ausgebildet, die das von der Lichtquelle 11 abgestrahlte Licht hinsichtlich seiner räumlichen Verteilung und seiner Winkelverteilung homogenisiert. Alternativ oder zusätzlich zum Diffusor 13 kann der erste Träger 1 auch einen Lichtleiter aufweisen, der über geeignete Maßnahmen wie etwa Streuzentren, reflektierende Bereiche und/oder
Lichtauskoppelstrukturen ebenfalls eine homogene und
gleichmäßige Abstrahlung des Lichts der ersten Lichtquelle 11 ermöglicht . In Figur 7 ist eine Schnittdarstellung des zweiten Trägers 2 dargestellt. Der zweite Träger 2 ist, wie auch in den Figuren 1 bis 5 gezeigt ist, kreisförmig ausgebildet und weist einen etwas kleineren Durchmesser als der ringförmige erste Träger 1 auf, so dass der zweite Träger 2 innerhalb des ersten
Trägers 1 vom ersten Träger 1 ungehindert verdrehbar ist.
Der zweite Träger 2 weist ein ringförmiges Profil 24 auf, das aus Aluminium gefertigt ist. Das Profil 24 wird durch einen Ring 25 mit L-förmigem Profil und einen Deckel 26 gebildet.
Weiterhin weist der zweite Träger 2 eine zweite Lichtquelle 21 in Form einer Mehrzahl von LEDs und eine dritte
Lichtquelle 31 in Form einer weiteren Mehrzahl von LEDs auf,
die jeweils auf der nach innen gerichteten Seitenfläche des Profils 24 und damit an einer Innenfläche des zweiten Trägers 2 regelmäßig zueinander beabstandet und ringförmig angeordnet sind. Die jeweiligen LEDs der zweiten und dritten Lichtquelle 21, 31 strahlen Licht in radialer Richtung, also in Richtung des Mittelpunkts des Profils 24, ab.
Der Träger 2 weist weiterhin einen Lichtleiter 23 und einen Lichtleiter 24 auf, in die das Licht der zweiten und dritten Lichtquelle 21, 31 jeweils eingekoppelt wird. Der Lichtleiter 23 lenkt das Licht der zweiten Lichtquelle 21 in die
Abstrahlrichtung 20 um, wobei der Lichtleiter 23 dabei die zweite Lichtabstrahlfläche 22 bildet. Der Lichtleiter 33 lenkt das Licht der dritten Lichtquelle 31 in die der
Abstrahlrichtung 20 entgegengesetzte Abstrahlrichtung 30 um, wobei der Lichtleiter 33 dabei die dritte Lichtabstrahlfläche 32 bildet. Zwischen den Lichtleitern 23, 33 ist ein Reflektor 27 in Form einer reflektierenden Silberfolie angeordnet, um ein optisches Übersprechen zwischen den Lichtleitern 23, 33 und damit auch zwischen der zweiten und dritten Lichtquelle 21, 31 zu verhindern und um gleichzeitig die Umlenkung des von der zweiten und dritten Lichtquelle 21, 31 abgestrahlten Lichts auf die zweite beziehungsweise dritte
Lichtabstrahlfläche 22, 32 zu fördern. Dadurch können die zweite und dritte Lichtquelle 21, 31 Licht in die zueinander entgegengesetzten Abstrahlrichtungen 20, 30 abstrahlen.
Die zweite und dritte Lichtquelle 21, 31 sind ähnlich wie die erste Lichtquelle 11 ausgebildet, wobei die zweite
Lichtquelle 21 kaltweißes Licht mit einer anderen oder der gleichen Farbtemperatur wie das von der ersten Lichtquelle 11 abgestrahlte Licht und die dritte Lichtquelle 31 warmweißes Licht abstrahlt. Dadurch eignen sich die erste und zweite
Lichtquelle 11, 21 beispielsweise zur Objektbeleuchtung, während die dritte Lichtquelle 31 gleichzeitig eine warmweiße Umfeldbeleuchtung ermöglicht. Alternativ zum hier beschriebenen jeweiligen Licht der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle 11, 21, 31 können diese jedoch auch jeweils Licht mit einer anderen Farbe und/oder Farbtemperatur abstrahlen. Beispielsweise kann zumindest eine der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle 11, 21, 31 anstelle von warmweißem oder kaltweißem Licht auch farbiges Licht oder auch Licht mit einer durch eine geeignete Regeleinrichtung veränderbaren Farbe und/oder Farbtemperatur abstrahlen . Der zweiten Lichtquelle 21 ist, wie vorab beschrieben, zur Lichtabstrahlung die zweite Lichtabstrahlfläche 22 in Form des Lichtleiters 23 nachgeordnet, während der dritten
Lichtquelle 31 die dritte Lichtabstrahlfläche 32 in Form des Lichtleiters 33 nachgeordnet ist. Die Lichtleiter 23, 33 sind dabei derart ausgeführt und beispielsweise mit Streuzentren und/oder Lichtauskoppelstrukturen versehen, dass jeweils ein homogener und gleichmäßiger Leuchteindruck ermöglicht wird. Somit ist der zweite Träger 2 als zweiseitige Flächenleuchte ausgeführt, wobei die zweite und dritte Lichtabstrahlfläche 22, 32 jeweils in Form einer Kreisscheibe ausgebildet sind.
Alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel des zweiten Trägers 2 kann dieser beispielsweise auch eine Trägerplatte aufweisen, die sich entlang der Drehachse erstreckt und auf der die zweite und dritte Lichtquelle 21, 31 auf
entgegengesetzten Seiten angeordnet sind. Weiterhin kann der zweite Träger 2 auch beispielsweise anstelle der Lichtleiter 23, 33 zwei Diffusoren aufweisen, die die zweite und dritte
Lichtabstrahlfläche 22, 32 bilden. Alternativ zur vorab genannten Trägerplatte können die zweite und dritte
Lichtquelle 21, 31 auch direkt an der der jeweiligen
Lichtabstrahlfläche abgewandten Innenoberfläche des
jeweiligen Diffusors angeordnet sein.
Alternativ zum hier beschriebenen Ausführungsbeispiel des ersten und zweiten Trägers 1, 2 mit jeweils einer Mehrzahl von LEDs als ersten, zweite und dritte Lichtquelle 11, 21, 31 können zumindest eine oder mehrere oder auch alle der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle 11, 21, 31 anstelle von LEDs beispielsweise jeweils auch eine organische lichtemittierende Diode (OLED) aufweisen. OLEDs können im Gegensatz zu LEDs auch als flächige Lichtquellen ausgebildet sein, so dass im Falle der ersten Lichtquelle 11 beispielsweise eine
ringförmige OLED und im Falle der zweiten und dritten
Lichtquelle 21, 31 jeweils kreisscheibenförmige OLEDs
verwendet werden können. Eine OLED als Lichtquelle kann dabei mit einem nachgeordneten Diffusor und/oder Lichtleiter einen homogenen Leuchteindruck erwecken. Weiterhin kann es
beispielsweise aber auch möglich sein, dass durch die
flächige Abstrahlung einer OLED als Lichtquelle kein
zusätzlicher Diffusor und/oder Lichtleiter benötigt wird und somit mit Vorteil beispielsweise die Dicke des ersten
und/oder zweiten Trägers 1, 2 verringert werden kann.
Rein beispielhaft weist der erste Träger 1 im gezeigten
Ausführungsbeispiel das Profil 14 mit einem Innendurchmesser von 170 mm, einem Außendurchmesser von 200 mm und einer Dicke von 12 mm auf. Die Vertiefung 15 ist dabei 10 mm tief, wobei der Diffusor 13 in einem 10 mm breiten und 3 mm tiefen
Bereich und die ersten Lichtquelle 11 in einem 8 mm breiten und 7 mm tiefen Bereich der Vertiefung 14 angeordnet sind.
Der zweite Träger 2 weist den Ring 25 mit einem
Außendurchmesser von 166 mm, einem Innendurchmesser von 130 mm, einer Wandstärke von 5,5 mm und einer Dicke von 10,5 mm sowie den Deckel 26 mit einem entsprechenden Innendurchmesser von 130 mm, einem entsprechenden Außendurchmesser von 166 mm und einer Dicke von 1,5 mm auf.
Die Beleuchtungseinrichtung 100 weist, wie weiterhin in den Figuren 1 bis 5 gezeigt ist, eine Haltevorrichtung 4 auf, an der der erste Träger 1 angeordnet und weiterhin um die
Drehachse 3 drehbar gelagert ist. Der erste und der zweite Träger 1, 2 sind dabei unabhängig voneinander jeweils um einen Winkel von größer oder gleich 360° um die Drehachse 3 verdrehbar, so dass die Abstrahlrichtungen 10 sowie 20 und 30 frei wählbar und einstellbar sind, wodurch sich eine flexible und vielseitig einsetzbare Beleuchtungseinrichtung ergibt.
Insbesondere weist die Haltevorrichtung 4 zwei stabförmige Halteelemente 5 auf, an denen der erste und zweite Träger 1, 2 über die Drehachse 3 drehbar befestigt sind. Dabei ist der erste Träger 1 entlang der Drehachse 3 zwischen den
stabförmigen Halteelementen 5 angeordnet. Die stabförmigen Halteelemente 5 sind dabei aus Aluminium gefertigt und weisen einen gebogenen Verlauf auf. Die stabförmigen Halteelemente 5 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel als Rohre mit einem Durchmesser von 12 mm, einem geraden Teil von 50 mm Länge, daran anschließend einem gebogenen Teil mit einem Radius von 294 mm und daran anschließend einem weiteren gestreckten Teil mit 70 mm Länge ausgebildet, wobei die beiden gestreckten Teile zueinander senkrecht ausgerichtet sind. Dadurch ergibt sich eine Gesamthöhe der stabförmigen Halteelemente 5 von 356 mm und senkrecht dazu eine Erstreckung von 376 mm.
Weiterhin nähern sich die stabförmigen Halteelemente 5 in einer vom ersten Träger 1 weggewandten Richtung einander an, wodurch die stabförmigen Haltelemente 5 unabhängig vom
Außendurchmesser des ersten Trägers 1 nahe beieinander und damit Platz sparend an einem Fußteil 6 der Haltevorrichtung 4 befestigt werden können. Das Fußteil 6 ist ebenfalls aus Aluminium gefertigt und weist rein beispielhaft einen
Außendurchmesser von 180 mm und eine Dicke von 30 mm auf, wobei sich der Außendurchmesser über eine Höhe von 8 mm in einem Winkel von 45° zur Fußteiloberseite verjüngt. Der
Abstand der Mittelpunkte der stabförmigen Halteelemente 5 auf dem Fußteil 6 beträgt 20 mm.
Weiterhin kann das Fußteil 6 zumindest ein Kontrollelement, beispielsweise einen Schalter und/oder einen Regler,
aufweisen, mit dem zumindest eine der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle 11, 21, 31 hinsichtlich Helligkeit und/oder Farbe und/oder Farbtemperatur steuerbar sind.
Besonders bevorzugt weist das Fußteil 6 für jede der
Lichtquellen 11, 21, 31 ein eigenes Kontrollelement auf, so dass die Lichtquellen 11, 21, 31 unabhängig voneinander ansteuerbar sind und so das jeweils abgestrahlte Licht gezielt nach den jeweiligen Anforderungen an direkter
Flächen- oder Objektbeleuchtung und indirekter
Umfeldbeleuchtung eingestellt werden kann. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel weist das Fußteil 6 Taster 61, 62, 63 auf, mittels derer ein Ein- und Ausschalten der ersten, zweiten und dritten Lichtquelle 11, 21, 31 betätigt werden kann. Die Taster 61, 62, 63 können als mechanische Taster, beispielsweise Drucktaster, ausgeführt sein oder auch als berührungslose Taster, beispielsweise durch einen so
genannten Proximity-Sensor, etwa von der Firma Osram Opto Semiconductors mit der Bezeichnung SFH 7741. Weiterhin kann
zumindest eines der stabförmigen Haltelemente 5 elektrische Zuführungen für die Lichtquellen 11, 21, 31 aufweisen, die beispielsweise im Inneren des oder der stabförmigen
Halteelemente 5 angeordnet sind. Die elektrischen Zuführungen können dann über die Drehachse den Lichtquellen zugeführt werden. Das Fußteil 6 kann weiterhin elektrische Zuleitungen oder einen elektrischen Kontakt zum Anschluss der
Beleuchtungseinrichtung 100 an eine externe Stromversorgung aufweisen (nicht gezeigt) .
Durch die Möglichkeit der oben beschriebenen bis zu drei verschiedenen Farbtemperaturen der drei Lichtquellen und die drehbare Lagerung des ersten und zweiten Trägers 1, 2 wird ein Einsatz der Beleuchtungseinrichtung 100 als vielseitige Flächenleuchte, beispielsweise zur Objektbeleuchtung, und gleichzeitig als Umfeldbeleuchtung ermöglicht.
Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele auf diese beschränkt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von
Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den
Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.