Vorrichtung und Verfahren zur Aufnahme statischer und funktionaler Paten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung insbesondere in einem Mikroskop zur Aufnahme statischer und funktionaler Daten eines Objekts nach dem Ober- begriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Aufnahme statischer und funktionaler Daten eines Objekts gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Bei der Untersuchung von Objekten mit Hilfe eines Mikroskops besteht oftmals das Bedürfnis, die dreidimensionale Ausgestaltung der Oberfläche des Objektes zu rekonstruieren. Hierzu kann beispielsweise die konfokale Scan- mikroskopie eingesetzt werden. Dabei wird eine Probe mit dem Fokus eines Lichtstrahls punktweise in einer Ebene abgetastet, sodass ein Bild, allerdings mit geringer Tiefenschärfe, dieser Ebene erhalten wird. Durch die Aufnahme einer Mehrzahl von verschiedenen Ebenen und durch eine entsprechende Bildverarbeitung kann das Objekt dann dreidimensional dargestellt werden. Ein derartiges konfokale Scanmikroskopieverfahren ist beispielsweise aus der US 6,128,077 bekannt.
Bei der mikroskopischen Untersuchung von Objekten ist es oftmals erforderlich, bestimmte Teile oder Eigenschaften des Objektes durch Färbung zu kennzeichnen. Damit kann beispielsweise die Struktur und damit die Morpho- logie in Zellen und Geweben differenziert und kontrastreich sichtbar gemacht werden. Wie aus der US 6,055,097 bekannt ist, können hierzu in eine Probe Farbstoffe eingebracht werden, die sich zum einen an spezifische Bereiche des Objektes anlagern und die zum andern unter geeigneten Beleuchtungsbedingungen abhängig vom eingesetzten Farbstoff in unterschiedlichen Far- ben fluoreszieren, sodass mit der Bestrahlung die Lokalisierung der Farbstoffe
in der Probe möglich wird. Zur Erzeugung eines räumlichen Bildes kann dann eine Anzahl von Bildern in unterschiedlichen Fokusebenen aufgenommen werden. Jedes dieser Bilder enthält Bildinformationen, die unmittelbar aus der Fokusebene stammen, ebenso wie solche Bildinformationen, die aus Raum- abschnitten des Objektes stammen, die außerhalb der Fokusebene liegen. Zur Ermittlung eines scharfen Bildes ist es erforderlich, die nicht aus der Fokusebene stammenden Bildanteile zu eliminiereπlnsbesondere bei der Untersuchung lebender Objekte, wie etwa lebender Zellen, können nach dem Eiπ- färben des Objektes bzw. dem Einbringen von Farbstoffen in das Objekt In- formationen über Teilbereiche des Objektes durch Anregung dieser Farbstoffe gewonnen werden. Die meisten Farbstoffe lagern sich jeweils nur an spezifischen Teilen des Objekts an. Zum Beispiel ist es möglich, den Zellkerns mit einem ersten Farbstoff und das Cytoskelett mit einem zweiten Farbstoff zu markieren. Die beiden Objektbereiche können dann nach der Anregung durch unterschiedliche Fluoreszenzfarben voneinander getrennt und lokalisiert werden.
Außer den Farbstoffen zur Kennzeichnung bestimmter statischer Bereiche eines Objekts sind auch Farbstoffe bekannt, mit denen bestimmte funktionelle Vorgänge in dem Objekt sichtbar gemacht werden können. Diese Farbstoffe ändern die Intensität oder die Wellenlänge und damit die Farbe des fluoreszierten Lichts, wenn bestimmte funktionelle Vorgänge in den Objektbereichen ablaufen, in denen die Farbstoffe eingebracht sind. Speziell können die funktioneilen Vorgänge der Fluss von Ionen oder etwa die Präsenz eines Proteins in der Nähe des markierten Bereichs sein. Am meisten haben sich solche Farbstoffe bewährt, die beim Ablauf funktioneller Vorgänge im Objekt ihre Fluoreszenzfarbe ändern, aber auch Inteπsitätsändereπde sind vielfach in Benutzung.
Die beiden Kennzeichnungsmöglichkeiten eines Objekts können nun miteinander kombiniert werden, so dass sowohl die Markierung statischer Strukturen des Objekts wie auch die Kennzeichnung bestimmter funktioneller Abläufe im Objekt erfolgt. Hierzu wird das Objekt mit verschieden Farbstoffen gekennzeichnet. Die einen kennzeichnen dabei die statischen Eigenschaften des Ob-
jekts. Andere Farbstoffe reagieren durch Änderung ihrer Farbe oder Intensität auf bestimmte physiologische, sogenannte funktionelle Vorgänge im Objekt und werden an solchen Stellen des Objekts angelagert, an denen derartige funktionelle Vorgänge vonstatten gehen. Diese Kennzeichnung erlaubt nun im Prinzip die gleichzeitige Beobachtung statischer Eigenschaften des Objekts und die Lokalisierung und Auswertung funktioneller Vorgänge. In der Praxis ist man allerdings mit dem Problem konfrontiert, dass mit der Anregung des Objektes eine Überlagerung/Mischung von Fluoreszenzfarben sichtbar wird, wobei die Farben nicht mehr getrennt oder den statischen Eigenschaften oder funktionellen Vorgängen direkt zugeordnet werden können. Derartige Mischungen lassen sich vom Auge selber nicht gut trennen. So können sich im Fluoreszenzbild beispielsweise Variationen wiederfinden, die im Orangen ablaufen, während gleichzeitig eine Struktur im Grünen und eine andere im Roten vorliegt. Für das menschliche Auge ist es äußerst schwierig, aus diesem Farbgemenge eindeutige Zuordnungen zu treffen. Somit ist es kaum möglich Analysen durchzuführen, die einen Rückschluss auf die ablaufenden funktionellen Vorgänge und die gekennzeichneten statischen Strukturen erlauben.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur gleichzeitigen Aufnahme statischer und funktionaler Daten ei- nes Objekts bereitzustellen, mit dem es möglich ist, eine Zuordnung der ermittelten Daten zu statischen Strukturen und funktionellen Vorgängen in einem Objekt zu gewährleisten.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Aufnahme statischer und funktionaler Daten eines Objekts mit Merkmalen gemäß An- spruch 1 sowie durch ein Verfahren zur Aufnahme statischer und funktionaler Daten eines Objekts mit den Merkmalen den gemäß Anspruch 10 gelöst.
Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung insbesondere Mikroskop bereitgestellt, die einen Modellspeicher zum Speichern eines erwarteten Modells des Objekts aufweist. Weiterhin ist eine „Sortiereinrichtung" vorgesehen, die es ermöglicht, die vom Objekt kommenden Daten in Abhängigkeit von dem gespeicherten Modell zu sortieren. Aus diesen so sortierten Daten kann dann
eine Visualisierung des Objektes erzeugt werden. Somit kann die erfasste Mischung von Fluoreszenzfarben numerisch getrennt werden.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden zur Erzeugung eines Bildes des Objekts mit einer Erfassungseinheit Objektdaten aufgenommen. In einem Mo- dellspeicher ist ein Modell hinterlegt, welches zum erwarteten Objektbild korrespondiert. Die Daten werden in Abhängigkeit von dem hinterlegten Modell sortiert. Aus den sortierten Daten kann dann eine Visualisierung erzeugt werden.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht nun gerade darin gleichzeitig statische und funktionale Daten von einem Objekt, insbesondere einem lebenden Objekt erfassen zu können. Ganz allgemein wird es damit möglich, die funktionellen Daten besser lokalisieren zu können, d. h. den Ablauf der Funktion lokal besser zuordnen zu können. Insbesondere bei der Untersuchung lebender biologischer Objekte ist dies von großem Vorteil. In der Biologie werden hierbei in der Regel spezielle Farbstoffe in die Probe eingebracht, die sich dann z. B. über Aπtikörperkopp- lung an bestimmten statischen Bestandteilen der Zelle fixieren, etwa am Gy- toskelett, ER und andere. Diese Farbstoffe werden so gewählt, dass sie sehr statisch sind, d. h. sich im wesentlichen nicht verändern und damit eine sehr genaue Kennzeichnung statischer morphologischer Strukturen des Objekts erzeugen.
Funktionelle Informationen über Vorgänge im Objekt sind an die Physiologie des zu untersuchenden Objekts gekoppelt. Um diese erkennen zu können, werden spezielle Farbstoffe eingesetzt, die ihre spektralen Eigenschaften oder ihre Intensität beim Ablauf der Vorgänge ändern. Diese Farbstoffe werden an eine in dem Objekt vorkommende Substanz gekoppelt, sodass diese messbar wird. Generell sind also die Eigenschaften dieser Farbstoffe dynamisch.
Insbesondere in einem Konfokalmikroskop lässt sich die Erfindung vorteilhaft einsetzen. Sie kann aber ohne weiteres auch in anderen Fluoreszenzmikro- skopen mit spektraler Detektion verwendet werden. Oft ist hierbei eine ent-
sprechende Anzahl von Filtern, SP-Moduleπ, Meta-Modulen oder weiteren Komponenten erforderlich.
Die Information, die aus einem solchen Objekt gewonnen werden kann lässt sich als Intensitätsvektor / darstellen:
Ebenso ist eine kompatible spektrale Darstellung der Form 7(Λ) = J(Λslarl + nAÄ) = Ia möglich.
Werden von dem Objekt Daten erfasst, die auf reinen Farbstoffen basieren, die zur Kennzeichnung morphologischer Strukturen dienen, also statische Bereiche des Objekt repräsentieren, so erhält man die entsprechenden Farbstoffspektren
Entsprechend ergibt sich für die Messung eines Gemisches solcher Farbstoffe die Superposition 7 = X a,ε,,
wobei die a, die Dichte des Farbstoffs an der jeweiligen Stelle wiederspiegeln.
Bei der Messung funktionaler Farbstoffe, die nur Intensitätsvariationen aufweisen ergibt sich als Messergebnis eine Intensität von
1 - Jswjr €i >
wobei Islojr zur Weiterverarbeitung, etwa der Berechnung der lonenkonzentra- tion herangezogen werden kann.
Als funktionale Farbstoffe können allerdings auch solche gewählt werden, die Spektralvariationen aufweisen. In diesem Fall ergibt sich die Intensität zu
wobei r l , r_ die begrenzende Raπdspektren - also die puren Ausprägungen der spektralen Lichtverteilung in physiologischen Extremsituationen - sind und der Vektor ( , ß ) zur weiteren Verarbeitung, etwa zur Berechnung der lonen- konzentration herangezogen werden kann.
In der Praxis nun schließen sich die Intensitätsvariation und die Spektralvariation gegenseitig aus. Beide können jedoch jeweils mit den Methoden zur statischen Kennzeichnung des Objekts kombiniert werden.
Erfindungsgemäß wird nun zur Erzeugung einer Visualisierung eines Objekts die Fluoreszenz des Objektes erfasst, also eine Menge von Vektoren /,. auf- genommen. In dem Modellspeicher wird ein Modell hinterlegt, das dem Benutzer ermöglicht, die gemessenen /,zu erklären. Dieses Modell ergibt sich aus dem an sich bekannten eingesetzten Farbstoffen. Wird für die statischen Farbstoffe ein Gemisch angenommen, so kann grundsätzlich aus zwei Modellen gewählt werden:
(1) I = statisches Farbstoffgemisch mit Intensitätsvariation
(2) / = 2 aiεi ->r rl + ßri- statisches Farbstoffgemisch mit Spektralvariation
die sich durch die Anzahl und Art der verwendeten Statischen und dynamischen Farbstoffen unterscheiden (freie Parameter). Basierend auf den Model-
len (1 ) oder (2) lassen sich nun die von dem Objekt gewonnen Daten in der Sortiereinrichtung so sortieren, dass eine Visualisierung erzeugt werden kann, die letztlich als ortsabhängige Farbkodierung darstellbar ist und beispielsweise an einem Monitor ausgegeben werden kann.
Die Messdaten könne bei der Durchführung des Verfahrens durch einen geeigneten Fit mit dem jeweils gewählten Modell in Einklang gebracht werden. Insbesondere können mit dem Fit neue Bilder aus den Komponenten (α, , ( , ß), IsloJf ) erzeugt werden.
Selbstverständlich lassen sich mit diesem Verfahren die gewonnen Daten so sortieren, dass statischen und funktionalen Bildanteile jeweils separat oder zusammen angezeigt werden können. Beispielsweise kann zunächst nur die morphologische Struktur des Objekts auf einem Monitor angezeigt werden. Auch können die Bereiche, in denen funktionelle Daten lokalisiert wurden separat oder zusätzlich angezeigt werden. Auch Überlagerungen sind ebenso möglich wie spezielle an die Natur von funktionalen Daten angepasste Analysenmethoden. Beispiele hierzu sind die Analyse der Ausbreitungsgeschwindigkeit molekularer lonenaktivität nach Richtungen und Geschwindigkeiten.
Die Sortiereinrichtuπg kann in einer Recheneinheit, insbesondere einem PC angeordnet sein. Ebenso kann die Sortiereinrichtung als Software in dem PC verwirklicht werden. Die Daten können in der Sortiereinrichtung durch einen Fit mjt dem Modell in Einklang gebracht werden.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Figuren sowie deren Beschreibungen, bei deren Darstellung zugunsten der Übersichtlichkeit auf eine maßstabsgetreue Wie- dergabe verzichtet wurde.
Es zeigen im Einzelnen:
Fig. 1. schematisch ein erfindungsgemäßes Mikroskop
Fig. 2 schematisch den Verfahrensablauf zur Erzeugung eines Bildes des Objekts
Grundsätzlich können alle Fluoreszenzmikroskope mit spektraler Detektion für das Verfahren verwendet werden. Oft ist hierbei ein entsprechende Anzahl von Filtern, SP-Modulen oder weiteren Komponenten erforderlich. Besonders geeignet ist, wie in Figur 1 schematisch gezeigt, ein erfindungsgemäßes konfokales Scanmikroskop 10. Ein von einem Beleuchtungssystem 1 kommender Lichtstrahl 3 wird von einem Strahlteiler 5 zur Strahlablenkeinrichtung 7 reflek- tiert, die von einer Steuer- und Erfassungseinheit 23 über eine Leitung 29 gesteuert wird und die einen kardanisch aufgehängten Scanspiegel 9 beinhaltet, der den Strahl durch eine Mikroskopoptik 13 hindurch über bzw. in das Innere des Objektes 15 führt. Der Lichtstrahl 3 wird bei nicht transparenten Objekten 15 über die Objektoberfläche geführt. Bei biologischen Objekten 15 (Präpara- ten) oder transparenten Objekten kann der Lichtstrahl 3 auch durch die Oberfläche des Objektes 15 hindurch geführt werden. Damit ist es möglich, dass verschiedene Fokusebenen des Objekts nacheinander durch den Lichtstrahl 3 abgetastet werden. Da biologische Objekte zur Kennzeichnung bestimmter Objektbereiche mit Farbstoffen versehen werden können, lässt sich für jeden Rasterpunkt aus der Anregung der Farbstoffe und dem damit emittierten Fluoreszenzlicht ein dreidimensionales Bild des Objekts 15 erzeugen. Der vom Beleuchtungssystem 1 kommende Lichtstrahl 3 ist als durchgezogene Linie dargestellt. Das vom Objekt 15 ausgehende Fluoreszenzlicht 17 gelangt durch die Mikroskopoptik 13 und über die Strahlablenkeinrichtung 7 zum Strahlteiler 5, passiert diesen und trifft auf den Detektor 19, der als Photomultiplier ausgeführt ist. Das vom Objekt 15 ausgehende Fluoreszenzlicht 17 ist in der Abbildung als gestrichelte Linie dargestellt.
Im Detektor 19 werden elektrische, zur Leistung des vom Objekt ausgehenden Lichtes 17 proportionale Detektionssignale 21 erzeugt und an die Steuer- und Erfassungseinheit 23 weitergegeben. Die in der Strahlablenkeinrichtung 7 mit Hilfe eines induktiv oder kapazitiv arbeitenden Positionssensors 11 erfassten Positionssignale 25 können ebenfalls an die Steuer- und Erfassungseinheit 23
übergeben werden. Die eingehenden, Analogsignale werden in der Steuer- und Erfassungseinheit 23 zunächst digitalisiert.
In einem Modellspeicher 31 wird ein Modell hinterlegt, das auf den verwendeten Farbstoffen beruht und entsprechend auf die erwartete Objektstruktur ab- gestimmt ist. Insbesondere kann im Modellspeicher 31 ein Modell hinterlegt werden, das ein statisches Farbstoffgemisch mit Intensitätsvariation insbesondere der Form 1 = ^ a, ε,- + laoff ε aufweist.
Wird ein statisches Farbstoffgemisch mit Spektralvariation erwartet, so kann insbesondere ein Modell der Form 1 = __^ a,εi + r , + ßr_ hinterlegt wer- den. Die Messdaten können mit dem Model durch einen Fit in Einklang gebracht werden, wobei neue Bilder insbesondere der Form {al,{a,ß),Istaff) erzeugt werden. Der Modellspeicher 31 kann in einer Recheneinheit, etwa einem PC 34 integriert oder separat vorgesehen werden.
Fig. 2 zeit schematisch den Verfahrensablauf zur Erzeugung einer Visualisie- rung gemäß der Erfindung. Im Schritt 39 wird aus dem Modellspeicher 31 eines von hinterlegten Modellen ausgewählt oder ein Modell abgelegt. Das Modell kann aus Informationen bereitgestellt werden, die dem Benutzer schon bei der Experimentplanung zur Verfügung stehen. So weiß der Benutzer, welche Farbstoffe in das Objekt eingebracht worden sind und kann ein entsprechen- des Modell wählen. So können beispielsweise zwei statische Farbstoffe und ein physiologischer, d. h. funktioneller Farbstoff in das Objekt eingebracht werden. Die zu den Farbstoffen gehörenden Daten können dabei in einer Farbstoff-Datenbank 39 (Fig. 1) hinterlegt sein. Damit ist eine einfache Experimentplanung möglich, denn Daten wie die zugehörigen Spektren der Farb- Stoffe und die zu erwartenden Intensitäten sind dann bekannt.
Im Schritt 41 erfolgt die Aufnahme der Objektdaten, aus denen dann im Schritt 43 gleichzeitig oder darauffolgend die Zuordnung entsprechend dem hinterlegten Modell erfolgt. Bei dieser Sortierung werden die aufgenommenen Objektdaten so sortiert, dass eine Trennung so erfolgt, dass sie jeweils funktionalen
oder statischen Werten zugeordnet werden können. Sobald diese Trennung erfolgt ist, dann im Schritt 45 die Anzeige des Bildes des Objekt getrennt nach funktionalen und statischen Bereichen oder einer Mischung daraus erfolgen.
Wie in Fig. 1 gezeigt kann dieses Objektbild auf dem Display 27 ausgegeben werden.
Fig. 2. zeigt schematisch den erfindungsgemäßen Verfahrensablauf im Überblick. . Vom Benutzer werden im Schritt 46 Farbstoffe vorgegeben, die für das beabsichtigte Experiment benutzt werden sollen. Entsprechend den bereits bekannten Verfahren werden dieses vorgegebenen Farbstoffe zur Systemparametrisierung des Konfokalmikroskops genutzt, woraufhin im ersten Verfahrenszweig 49 im Schritt 47 die Datenaufnahme erfolgt. Erfindungsgemäß werden die im Schritt 46 vorgegebenen Farbstoffe zusätzlich zur Selektion eines Modells benutzt. Dies erfolgt im Schritt 48 im zweiten Verfahrenszweig 51. Dabei erfolgt zu- sammen mit der Auswahl des Modells auch die Festlegung der Anzahl der Farbstoffe sowie deren exakte Identifikation. Das Modell wird zur Übersetzung der aus der Datenaufnahme 47 ermittelten Rohdaten in Parameterbilder übersetzt, welche durch die statischen und dynamischen Anteile der Farbstoffe bestimmt werden. Der Mechanismus für diese Tätigkeit besteht in einem mathematischen Fit, der im Schritt 50 ausgeführt wird. Dabei wird aus dem Modell eine Menge an Parameterbildern hergeleitet, die entweder funktionale oder strukturelle Informationen beinhalten. Für die Anzeige hat der Benutzer dann die Möglichkeit sowohl die Rohdaten als auch die abgeleiteten Parameterbilder auszu- wählen, was im Schritt 54 erfolgt. Die Anzeige, insbesondere die Ausgabe an einen Bildschirm erfolgt dann im Schritt 52.
Bezuqszeichenl iste
I Beleuchtungssystem 3 Lichtstrahl
5 Strahlteiler 7 Strahlablenkeinrichtung
9 Scanspiegel
10 Scanmikroskop
I I Positionssensor 13 Mikroskopoptik 15 Objekt
17 vom Objekt ausgehendes Licht
19 Detektor
21 Detektionssignale
23 Steuer- und Erfassungseinheit 25 Positioπssignale
27 Display
29 Leitung
31 Modellspeicher
33 Sortiereiπrichtuπg 34 PC
35 Objektbild
Farbstoff Datenbank Signalauswerteeinrichtung Objektdatenaufnahme Sortierung Datenausgabe Farbstoffe vorgeben Datenaufnahme Modellselektion erster Verfahrenszweig FIT Verfahrenszweig Anzeige Selektion der Anzeige