Prüfung elektrischer Leitfähigkeit und /oder magnetischer Eigenschaften von Sicherheitselementen in Sicherheitsdokumenten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Prüfen der elektrischen Leitfähigkeit und/ oder der magnetischen Eigenschaften eines mit einem Substrat eines Sicherheitsdokuments verbundenen Sicherheitselements mittels mindestens eines Leitfähigkeits- und/ oder Magnetsensors.
Sicherheitsdokumente im Sinne der Erfindung sind insbesondere Banknoten, Schecks, Aktien, Pässe, Personalausweise, Ausweiskarten, Scheckkarten,
Kreditkarten, Fahrkarten sowie Sicherheitsanhänger und- aufkleber zur Applikation an Waren. Sicherheitsdokumente bestehen typischerweise aus Papier und/ oder Kunststoff.
Sicherheitselemente mit elektrisch leitfähigen und/ oder magnetischen Sicherheitsmerkmalen, anhand derer die Echtheit der damit ausgestatteten Sicherheitsdokumente überprüfbar ist, können in vielfältiger Weise mit dem Substrat des Sicherheitsdokuments verbunden sein, beispielsweise in Form von in das Substrat integrierten Sicherheitsfäden, auf das Substrat applizier- ten Sicherheitsstreifen oder als vollflächiger oder strukturierter Aufdruck, wobei die verwendete Druckfarbe die gewünschten elektrisch leitfähigen und/ oder magnetischen Eigenschaften besitzt.
Bevor die Sicherheitsdokumente in Umlauf gebracht werden, werden sie mittels geeigneter Magnet- und/ oder Leitfähigkeitssensoren auf das Vorhandensein der Sicherheitsmerkmale geprüft. Im Falle von Banknoten erfolgt die Prüfung beispielsweise an den fertig bedruckten Bögen, bevor diese in individuelle Noten aufgeteilt werden. Stellvertretend für eine Vielzahl dafür geeigneter Sensoren sei hier auf die DE 195 18 228 C2 verwiesen.
Die bekannten Prüfverfahren sind jedoch sehr zeitaufwendig, so dass nur ein minimaler Anteil der wirklichen Produktionsmenge stichprobenartig erfasst werden kann. Im Falle von Banknoten, die während ihres Umlaufs immer mal wieder geprüft werden, hat dies zur Folge, dass Fehlprodukte früher oder später auffallen und an den Hersteller zurückgehen. Die Ausgabe von fehlerhaften Banknoten ist nicht akzeptabel.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Prüfverfahren und eine Prüfanordnung vorzuschlagen, mit der die Prüfung zügig erfolgen kann, um möglichst die vollständige Produktionsmenge zu erfassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Prüfverfahren und eine Prüf anordnung mit den Merkmalen gemäß den nebengeordneten Ansprüchen gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestal- tungen und Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
Dementsprechend erfolgt die Prüfung noch während des Herstellungsprozesses des Sicherheitselements oder des Sicherheitsdokuments („In-Line-
Prüfung").
Bevorzugt wird dies durch Messung innerhalb der Vorrichtung geschehen, in der dass Sicherheitselement mit dem Substrat des Sicherheitsdokuments verbunden wird, oder zumindest unmittelbar im Anschluss daran, bevor das Substrat weiterverarbeitet oder zwischengelagert wird.
Durch die In-Line-Prüfung kann eine wesentlich größere Prüfdichte erzielt werden. Als positiver Nebeneffekt kann auf Qualitätsmängel sehr schnell reagiert werden, so dass das betreffende Substrat entfernt oder als Ausschuss
deklariert werden kann, um eine unnötige weitere Verarbeitung des Substrats von vornherein auszuschließen.
Da magnetische Sicherheitselemente sowie, wenn auch in geringerem Um- fang, elektrisch leitfähige Sicherheitselemente üblicherweise in einem Druckprozess mittels geeigneter Druckfarbe auf Folie oder Papier aufgedruckt werden, eignen sich das Prüfverfahren und die Prüfanordnung besonders zur Anwendung in einer Druckvorrichtung.
Neben der Anwendung bei Druckvorrichtungen ist auch noch die Anwendung bei anderen Applikationsvorrichtungen von Vorteil. So werden beispielsweise zur Herstellung von magnetischen Sicherheitselementen in einer Metallisierungsanlage auch magnetische Materialien auf Sicherheitsfolien zur Absicherung von Wertgegenständen aufgedampft. Diese können erfin- dungsgemäß ebenfalls bereits bei der Herstellung geprüft werden. Ebenso kann dort gegebenenfalls die elektrische Leitfähigkeit, welche von dem aufgedampften Metall herrührt, geprüft werden.
In Druckvorrichtungen aber auch in anderen Applikationsvorrichtungen wird das Substrat in der Regel über Umlenkwalzen geführt. Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Prüfung der Sicherheitselemente unmittelbar an einer solchen Umlenkwalze, da die Position des Substrats durch die Umlenkwalze besonders stabilisiert ist. Dies bietet den Vorteil, dass der Abstand zwischen dem Sensor und dem Substrat ohne Wei- teres konstant gehalten werden kann. Ein konstanter Abstand oder zumindest die Kenntnis des Abstands zwischen Sensor und Substrat zum Zeitpunkt der Messung kann wesentlich sein, da der Abstand einen erheblichen Einfluss auf die Messsignalstärke der meisten üblichen Sensoren hat.
Erfolgt die Messung direkt an einer Umlenkwalze, so sollte die Umlenkwalze aus einem nicht magnetisierbaren Material oder zumindest aus einem Material mit möglichst geringer Magnetisierbarkeit bestehen, wenn Sicherheitselemente mit magnetischen Eigenschaften geprüft werden, und sollte aus einem elektrisch nicht leitenden Material bestehen, wenn Sicherheitselemente auf ihre elektrische Leitfähigkeit geprüft werden. Im letztgenannten Fall kann es ausreichend sein, die Umlenkwalze mit einem elektrisch nicht leitenden Bezugsstoff auszustatten, der vorzugsweise mehrere Millimeter dick ist, um den Einfluss eines darunter befindlichen metallischen Kerns auszu- schließen oder zumindest weitestgehend zu unterdrücken.
Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Prüfung der Sicherheitselemente zwischen zwei Umlenkwalzen. Etwaige Einflüsse durch die Umlenkwalzen auf die Messung der elektrischen Leitfähigkeit und/ oder magnetischen Eigenschaften des zu prüfenden Sicherheitselements lassen sich dadurch erheblich reduzieren. Das Substrat kann zwischen den Umlenkwalzen in einer Führungseinrichtung geführt sein, um einen konstanten Abstand zu den Sensoren zu gewährleisten, wobei aber wiederum darauf zu achten ist, dass die Führungseinrichtung selbst keinen negativen Einfluss auf die Messung haben darf. Vorzugsweise erfolgt die Messung daher an einer Stelle, an der das Substrat zwischen zwei Umlenkwalzen frei geführt wird. Da in diesem Falle aber ein niederfrequentes Flattern des Substrats nicht auszuschließen ist, ist es jedenfalls für die Messung am frei geführten Substrat für viele Sensortypen zweckmäßig, den Abstand zwischen dem Sensor und dem Substrat zu jedem Messzeitpunkt zu messen und bei der Prüfung zu berücksichtigen.
Vorteilhafterweise sind die Sensoren quer zur Transportrichtung des Substrats beabstandet zueinander an einer das Substrat überspannenden stabilen
Traversen angeordnet. Die einzelnen Sensoren sind gemäß einer ersten Variante jeweils an einem Platz fixiert und messen repräsentativ eine Spur des vorbeitransportierten Substrats auf magnetische und/ oder elektrisch leitfähige Eigenschaften. Geprüft wird somit das Substrat über seine gesamte Länge entlang einer oder mehrerer Spuren. Durch Erhöhen der Anzahl der Sensoren lässt sich die Prüf dichte weiter steigern.
Gemäß einer zweiten Variante wird ein einzelner Magnetsensor und/ oder ein einzelner Leitfähigkeitssensor entlang der Traversen über die gesamte Substratbreite hin und her bewegt. Dadurch lassen sich mit verringertem technischen Aufwand die über die gesamte Substratbreite aufgebrachten Sicherheitselemente in gewissen zeitlichen Abständen erfassen.
Die größte Prüfdichte erhält man gemäß einer dritten bevorzugten Variante durch Kombination der vorgenannten ersten und zweiten Varianten, indem mehrere Sensoren entlang der Traversen hin und her bewegt werden.
Wird beispielsweise ein Mehrfachnutzen geprüft, der später in eine Anzahl von Einzelbanknoten aufgeteilt wird, so weist dieser Mehrfachnutzen in re- gelmäßigen Abstände wiederkehrende Sicherheitselemente auf, wie z. B. einen Sicherheitsfaden sowie gegebenenfalls noch einen weiteren Sicherheitsstreifen, einen Sicherheitsaufdruck oder andere Sicherheitselemente mit magnetischen Eigenschaften und/ oder elektrischer Leitfähigkeit. Vorzugsweise werden daher die von den Sensoren erfassten Messwerte in ihrem Ab- stand und ihrer Höhe mit vorgegebenen Referenzwerten verglichen, wobei die Höhe der jeweiligen Referenzwerte für die einzelnen zu prüfenden Sicherheitselemente unterschiedlich sein kann.
Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der begleitenden Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
Figur 1 eine Druckvorrichtung mit einem Druckwerk und einer erfindungs- gemäßen Prüf anordnung,
Figur 2 den Vorgang des Aufmagnetisierens magnetischer Bereiche, und
Figur 3 den zeitlichen Verlauf von durch magnetische Bereiche erzeugten Messsignalen.
Figur 1 zeigt eine Druckvorrichtung, in der ein Substrat 1 durch ein Druckwerk 4 geführt und mit einem strukturierten Sicherheitsdruck 12 in Form von zueinander beabstandeten, quer zur Substrattransportrichtung verlau- f enden Streifen mit magnetischen und/ oder elektrisch leitfähigen Eigenschaften bedruckt wird. Obwohl die Erfindung nachfolgend anhand der in Figur 1 ausschnittweise wiedergegebenen Druckvorrichtung erläutert wird, ist sie auch in einer anderen Umgebung einsetzbar, beispielsweise in einer Papiermaschine, um etwa in das Papier eingelagerte Sicherheitsfäden auf magnetische Eigenschaften und/ oder elektrische Leitfähigkeit zu überprüfen, welche dann üblicherweise parallel zur Transportrichtung des Substrats verlaufen.
Das Substrat 1 wird weiter über Umlenkwalzen 5 und 7 geführt, wobei die Überprüfung der magnetischen Eigenschaften und/ oder elektrischen Leitfähigkeit unmittelbar an einer oder beiden Umlenkwalzen 5, 7 oder in einem frei geführten Bereich zwischen den Umlenkwalzen 5, 7 erfolgt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide Varianten realisiert, indem die elektrische Leitfähigkeit mittels mehrerer Leitfähigkeitssensoren 2 zwischen den
beiden Umlenkwalzen 5, 7 und die magnetischen Eigenschaften unmittelbar an der in Transportrichtung zweiten Umlenkwalze 5 mittels mehrerer Magnetsensoren 3 durchgeführt wird. Die Sensoren 2 und 3 sind jeweils an einer Traversen 9 montiert und quer zur Transportrichtung verlagerbar (Dop- pelpfeil). Die Leitfähigkeitsensoren 2 und Magnetsensoren 3 können alternativ auch an einer gemeinsamen Traversen 9 vorgesehen sein. Es ist allerdings wichtig, daß z.B. das Aufmagnetisieren im Transportverlauf vor der Prüfung mit dem zugehörigen Magnetsensor erfolgt.
Die Umlenkwalze 5 besteht aus einem nicht magnetisierbaren Material und trägt einen mehrere Millimeter dicken Bezugsstoff 6, der Einflüsse der Walze auf das Meßsystem reduziert. Ein solcher Bezugsstoff 6 ist besonders sinnvoll, wenn die elektrische Leitfähigkeit unmittelbar an der Walze gemessen- wird. Er sollte daher elektrisch isolierend sein.
Da der Abstand zwischen dem Substrat 1 und den Leitfähigkeitsensoren 2 aufgrund der freien Führung des Substrats 1 instabil ist, ist ein Abstands- messsystem 8 vorgesehen, um die Lage des Substrats 1 zu ermitteln. Aus der ermittelten Lage des Substrats 1 kann unmittelbar auf den Abstand zwischen dem Substrat 1 und den Leitfähigkeitssensoren 2 geschlossen werden. Das Abstandsmesssystem 8 kann beispielsweise ein optisches System sein, indem in üblicher Weise durch Interf ererenzmessung anhand eines auf das Substrat 1 gerichteten und von dem Substrat 1 reflektierten Laserstrahls der Abstand zwischen dem Substrat 1 und dem Abstandsmesssystem 8 bestimmt wird.
Als Leitfähigkeitssensoren 2, die in Figur 1 lediglich schematisch angedeutet sind, kommen insbesondere kapazitive Sensoren oder Wirbelstromsensoren in Betracht. Kapazitive Sensoren umfassen zwei oder mehrere Elektrodenflächen, die üblicherweise auf der gleichen Seite des zu prüfenden Meßguts,
d.h. hier des Substrats 1 angebracht sind. Es wird mindestens eine Elektrode mit einer Wechselspannung zwischen beispielsweise 10 kHz und 1 GHz beaufschlagt. Die Wechselspannung koppelt dann berührungslos, nämlich kapazitiv, auf den leitfähigen Bereich des Sicherheitselements und weiter von dem Sicherheitselement auf die andere Empfangselektrode. Die durch das Einbringen des Sicherheitselements in das elektrische Wechselfeld erzeugte Störung des Wechselfelds wird detektiert und dient als Maß für die elektrische Leitfähigkeit des Sicherheitselements.
Es ist allerdings auch denkbar, daß die Elektrodenflächen einander gegenüberliegend beidseitig zum Substrat 1 angeordnet sind. Auch in diesem Fall kann eine Wechselspannung zwischen die zwei, dem Substrat 1 gegenüberliegenden, Elektroden angelegt werden. Die Dielektrizitätskonstante zwischen den Elektrodenflächen ändert sich, mit der elektrischen Leitfähigkeit der Folien/Papierbahn, die zwischen den Elektroden vorbeitransportiert werden. Durch Analyse von Strom und Spannung oder von Phasenverschiebungen zwischen Strom und Spannung wird dann die elektrische Leitfähigkeit beurteilt. Bei Verwendung kapazitiver Sensoren ist es möglich, auch einzelne Risse in der leitfähigen Folien/ Papierbahn zu erkennen.
Als Magnetsensoren 3 kommen z. B. induktive Magnetsensoren oder magne- to-resestive Sensoren, insbesondere Giant-Magnetic-Resistant-Sensoren (GMR-Sensoren), zum Einsatz. Im Falle der Prüfung weichmagnetischer Sicherheitselemente sind die Sensoren mit einem Dauermagneten oder ei- nem Elektromagneten 11 kombiniert, mit dem die Sicherheitselemente auf- magnetisiert werden, um sie zuverlässig detektieren zu können. Der Daueroder Elektromagnet 11 kann im Magnetsensor integriert sein, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel jedoch in Transportrichtung des Substrats 1 vor den Magnetsensoren 3 angeordnet.
Das Aufmagnetisieren wird nachfolgend anhand der Figur 2 erläutert. In dem in Figur 2 dargestellten Fall erfolgt die Aufmagnetisierung mittels zweier Dauermagneten, indem das Substrat 1 zwischen zwei gleichen ma- gnetischen Polen hindurchgeführt wird. Dadurch wird eine in Transportrichtung des Substrats 1 gerichtete Feldstärke H erzeugt, welche vorzugsweise zehnmal so groß sein sollte, wie die Koerzitivfeldstärke Hc der nachzuweisenden magnetischen Sicherheitsmerkmale. Die Dauermagneten 11 erstrek- ken sich vorzugsweise über die gesamte Transportbreite des Substrats 1.
Die meisten üblichen Magnetsensoren liefern jeweils nur am Anfang und am Ende eines an ihnen vorbeigeführten magnetischen Bereichs ein Messsignal. Die Signalhöhe hängt nicht nur vom Sensor sondern auch von der Transportgeschwindigkeit des Substrats, von der zu messenden remanenten Ma- gnetisierung des magnetischen Bereichs und unter Umständen von der Breite des magnetischen Bereichs ab. Während des Transports des Substrats 1 vorbei an den Magnetsensoren 3 werden somit Magnetsensorsignale erzeugt, die in ihrem zeitlichen Abstand und in ihrer Höhe in einer Auswerte- ' einrichtung 10 mit vorgegebenen Referenzwerten verglichen werden.
Die Signalerzeugung ist in Figur 3 veranschaulicht. Dort wird - schematisch in Seitenansicht dargestellt - das Substrat 1 mit aufgedruckten magnetischen Sicherheitselementen 12 an einem Magnetsensor 3 mit der Geschwindigkeit v vorbeitransportiert. Die Magnetbereiche 12 sind unterschiedlich zueinan- der beabstandet, erstrecken sich über eine unterschiedliche Länge in Transportrichtung und sind unterschiedlich stark magnetisiert, was in Figur 3 durch die unterschiedliche Höhe der Sicherheitselemente 12 wiedergegeben ist. Die auf der Zeitachse t aufgetragenen Messsignale liefern positive und negative Messwerte beim Ein- bzw. Austreten der Sicherheitselemente 12
aus dem Messbereich des Magnetsensors 3, sowie unterschiedlich starke Messsignale je nach ihrer Magnetisierungsstärke. Durch den Abstand zwischen negativen und positiven Messwerten lässt sich somit die Erstreckung der magnetischen Sicherheitselemente in Transportrichtung, durch den Ab- stand zwischen positiven und negativen Messwerten der Abstand zwischen benachbarten magnetischen Sicherheitselementen und durch die Höhe der Messwerte die Magnetisierungsstärke feststellen und mit den Referenzwerten in der Auswerteeinrichtung 10 vergleichen. Dabei muß selbstverständ- ■ lieh die Transportgeschwindigkeit v berücksichtigt werden, sowie unter Umständen die Breite des zu messenden magnetischen Bereichs.
Wenn alle magnetischen Bereiche die gleiche magnetische Remanenz aufweisen, insbesondere wenn alle magnetischen Bereiche dieselbe Streifenbreite aufweisen wie im Falle von in ein Mehrfachnutzensubstrat eingelagerten Sicherheitsfäden, bietet sich eine vereinfachte Auswerteprozedur an, indem jedes Messsignal einzeln mit einem gemeinsamen vorgegebenen Referenzwert verglichen wird.
Die in Bezug auf Figur 3 beschriebene Messprozedur ist problematisch, wenn sich das magnetische Sicherheitselement über die gesamte Transportlänge des Substrats erstreckt, wenn es beispielsweise vollflächig auf dem Substrat aufgebracht ist oder als in Transportrichtung verlaufender Magnetstreifen vorliegt. Denn bei einer solchen Anordnung gibt es weder einen Anfang noch ein Ende der magnetischen Bereiche, so dass die Magnetsensoren kein Signal liefern. Für diesen Fall wird den Magnetsensoren 3 ein magnetischer Schreibkopf vorgeschaltet, der den magnetischen Bereich abschnittsweise in die eine und die andere Richtung magnetisiert, indem ein H-FeId in unterschiedlichen Richtungen erzeugt wird. Als magnetischer Schreibkopf kann beispielsweise ein als Elektromagnet ausgebildeter Hufeisenmagnet
dienen, an den je nach Schreibrichtung entgegengesetzte Spannungen angelegt werden. Andererseits können auch die im Zusammenhang mit Figuren 1 und 2 als Dauermagneten 11 beschriebenen Magneten als Elektromagneten ausgeführt sein, deren Polarisierung je nach Schreibrichtung umgekehrt wird. Alternativ dazu können die Dauermagneten mit vorgegebener Frequenz in entgegengesetzter Richtung gedreht, so dass einmal die Südpole und ein anderes Mal die Nordpole einander gegenüberliegen
Es sei noch einmal betont, daß die erfindungsgemäße Prüfung auch in ande- ren Herstellphasen während der Herstellung des Sicherheitselements oder des Sicherheitsdokuments erfolgen kann. So kann eine Prüfung auch in einer Metallisierungsanlage erfolgen, in der zur Herstellung des Sicherheitselements magnetische Materialien auf das Sicherheitspapier aufgedampft werden. In dieser Metallisierungsanlage kann gegebenenfalls auch die elektri- sehe Leitfähigkeit, welche von dem aufgedampften Metall herrührt, geprüft werden.
Weiterhin ist auch eine Messung in einer Vorrichtung zur Herstellung des Sicherheitselements 12 denkbar. Im speziellen können z.B. zur Herstellung von Sicherheitsfäden als Sicherheitselements 12, Folien mit elektrisch leitfähigen bzw. magnetischen oder lumineszierenden Substanzen bedruckt, metallisiert und anschließend eine zweite Folie aufkaschiert bzw. auflaminiert. Anschließend wird das Folien-Laminat in einzelne Fäden geschnitten, die aufgerollt und danach aufs Sicherheitspapier aufgebracht werden. Hierbei kann die Prüfung z.B. in der zugehörigen Laminier-, Rollenschneid- und/oder Fadenschneidmaschine erfolgen.
Ebenfalls ist denkbar, dass eine Prüfung in einer separaten und externen Prüfvorrichtung erfolgt, die keinen Herstellprozess ausführt. So kann z.B.
der in Bahnen geschnittene Sicherheitsfaden in einer externen Prüfvorrichtung zwischen zwei Rollen auf- bzw. abgerollt werden und der ab- bzw. aufgerollte Sicherheitsfaden 12 mittels des erfindungsgemäßen Sensors, der an einer oder beiden Rollen bzw. zwischen den Rollen liegend angebracht ist, auf elektrische bzw. magnetische Leitfähigkeit hin geprüft werden.