LU93304B1 - Additiv hergestellter kapazitiver Sensor - Google Patents

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B33ADDITIVE MANUFACTURING TECHNOLOGY
    • B33YADDITIVE MANUFACTURING, i.e. MANUFACTURING OF THREE-DIMENSIONAL [3D] OBJECTS BY ADDITIVE DEPOSITION, ADDITIVE AGGLOMERATION OR ADDITIVE LAYERING, e.g. BY 3D PRINTING, STEREOLITHOGRAPHY OR SELECTIVE LASER SINTERING
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Abstract

Es wird ein Additiv hergestellter, kapazitiver Sensor vorgestellt, welcher zumindest eine erste Schicht umfasst. Diese erste Schicht umfasst zumindest ein erstes elektrisch leitendes Material. Weiterhin wird ein Verfahren zur Herstellung eines Bauteils mit kapazitiven Sensor durch additive Fertigung (additives Fertigungsverfahren für ein Bauteil mit kapazitiven Sensor) vorgestellt. Dieses Verfahren die Schritte von Bestimmen der Bauteilgeo- metrie, Festlegen eines Druckbereichs anhand der bestimmten Bauteilgeometrie, Aufdrucken von zumindest einer Schicht des kapazitiven Sensors im Druckbereich, wobei diese Schicht aus zumindest einem ersten elektrisch leitenden Material gedruckt wird. Weiterhin wird ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Sensors durch additive Fertigung vorgestellt. Dieses Verfahren umfasst die Schritte des Festlegens der Geometrie des kapazitiven Sensors, des Drückens von zumindest einer Schicht des kapazitiven Sensors, wobei die Schicht aus zumindest einem ersten elektrisch leitenden Material erlangt wird. 93304

Description

Beschreibung
Titel: Additiv hergestellter kapazitiver Sensor [0001] Die vorliegende Anmeldung bezieht sich auf einen additiv hergestellten kapaziti-ven Sensor und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Sensors, sowie das Aufbrin-gen eines solchen Sensors auf Bauteile.
[0002] Additive Fertigung bzw. additive Herstellung wird auch "3D-Druck" genannt und das Herstellen oder Aufbringen von Strukturen mittels additiver Fertigung wird auch "drucken" genannt. Dieses "3D-Drucken" erfolgt üblicherweise in einer Vorrich-tung/Fertigungseinrichtung zur additiven Fertigung bzw. einem "3D-Drucker".
[0003] Bei bisherigen Herstellungsverfahren von Bauteilen mit Sensoren (funktionsintegrierten Bauteilen) bereitet die Kombination von komplex geformten Bauteilen und inte-grierter Sensorik erhebliche Problème, da die Sensorik z.B. nicht mit beliebigen Bauteilge-ometrien kombiniert werden kann. Zurzeit werden insb. flächige Sensoren (überwiegende Erstreckung in einer Dimension) z.B. durch Drucken mit leitender Tinte auf Folie hergestellt. Diese bedruckten Folien werden sodann in Bauteile eingeklebt. Diese Folien können aber nur in sehr beschränkte Formen eingebracht werden, da sie z.B. Falten werfen können. Daher war bisher die Herstellung von frei gestalteten und funktionsintegrierten Bauteilen nicht gänzlich möglich.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat es daher zur Aufgabe einen kapazitiven Sensor und Verfahren zur Herstellung eines solchen Sensors / Bauteilen mit einem solchen Sensor bereit zu stellen, welche über additive Fertigung und damit in beliebigen Geometrien hergestellt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand und die Verfahren der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele sind Gegenstände und Verfahren der abhängigen Ansprüche, welche jeweils für sich genommen oder in verschiedener Kombination miteinander Ausgestaltungen der Erfindung darstellen können.
[0006] Die Erfindung ermöglicht es, jedes beliebig hergestellte Bauteil in einen kapazita-tiven Sensor zu verwandeln oder einen solchen Sensor in ein Bauteil zu integrieren. Dies kann in einem Arbeitsgang geschehen ohne einzelne Bauteile nachträglich verbinden zu müssen. Die Erfindung ermöglicht die Herstellung eines funktionsintegrierten Bauteils und zwar unabhängig davon, ob dieses Bauteil gänzlich mit additiver Fertigung hergestellt wird, oder die Sensorik durch additive Fertigung auf ein bestehendes Bauteil aufgebracht wird.
[0007] Ein erfindungsgemäßer kapazitiver Sensor, weicher additiv hergestellt wird, umfasst zumindest eine erste Schicht. Diese zumindest erste Schicht umfasst wiederum ein erstes elektrisch leitendes Material. Dabei wird die zumindest erste Schicht vermittels additiver Herstellungsverfahren unter Verwendung des ersten Materials erlangt. Das erste elektrisch leitende Material ist in der zumindest einen Schicht in Bahnen oder Leiter-bahnen angeordnet, welche beliebige Geometrien haben können, Solange nur elektrischer Durchgang gewährleistet ist.
[0008] Die zumindest eine Schicht, welche ein erstes elektrisch leitendes Material umfasst, fungiert nach dem bekannten Prinzip von kapazitiven Sensoren als Sensorelektrode, mit der eine Ânderung des elektrischen Feldes in der Umgebung der Sensorelektrode de-tektiert werden kann. Eine Annäherung an den Sensor/die Sensorelektrode ändert die Kapazität des Sensors und macht somit eine Detektion mögiich.
[0009] Weiterhin kann bei einem erfindungsgemäßen Sensor die zumindest eine erste Schicht ein zweites elektrisch nichtleitendes Material umfassen.
[0010] Weiterhin kann bei einem erfindungsgemäßen Sensor das zweite elektrisch nichtleitende Material das erste elektrisch leitende Material von einer Umgebung des Sensors abgrenzen. Dies ist vorteilhaft, da mit den derzeitig verfügbaren Materialien oft-mals das erste elektrisch leitende Material negativ auf Umwelteinflüsse reagieren und Stabilität und/oder Leitfähigkeit vertieren kann. Daher kann es vorteilhaft sein, das erste elektrisch leitende Material durch das zweite elektrisch nichtleitende Material von einer Umgebung des Sensors abzugrenzen bzw. zu schützen.
[0011] Wie obenstehend beschrieben ist es bereits aus ökonomischen Gründen wün-schenswert nur das erste elektrisch leitende Material zu verwenden, was für spezielle Anwendungen durchaus auch anwendbar ist. Zum Beispiel, wenn der Sensor/das Bauteil mit Sensor in einer ohnehin schon geschützten Umgebung eingesetzt wird (z.B. Fahrzeug-innenraum, im Inneren einer Immobilie, etc.).
[0012] Bei einem Aufbau aus mehreren Schichten können die jeweiligen Schichten mehrere Materialien oder nur ein Material beliebig umfassen.
[0013] Weiterhin kann bei einem erfindungsgemäßen Sensor das erste elektrisch leitende Material in das zweite elektrisch nichtleitende Material eingedruckt werden. Dies hat den Vorteil, dass die zumindest eine Schicht des Sensors eine geschlossene Fläche nach außen, gebildet aus dem zweiten elektrisch nichtleitenden Material, umfasst und somit das erste elektrisch leitende Material durch die geschlossenen Flächen des zweiten elektrisch nichtleitenden Materials geschützt und/oder gestützt ist.
[0014] Weiterhin vorteilhaft kann das zweite Material bei Materialpaarungen zwischen der Oberfläche, auf welche der Sensor aufgebracht werden soil und dem ersten Material als "Haftvermittler" wirken, wenn diese Materialpaarung hinsichtlich einer Haftung un-tereinander nicht ausreichend für den jeweiligen Einsatzzweck ist. In einem solchen Fall kann durch passende Wahl des zweiten Materials eine Haftbrücke zwischen der Oberflä-che des Bauteils und dem ersten Material geschaffen werden.
[0015] Weiterhin kann bei einem erfindungsgemäßen Sensor das erste elektrisch leitende Material von dem zweiten elektrisch nichtleitenden Material umhüllt werden. Dieses Herstellungsverfahren ist zwar aufwändiger, da ein höherer Aufwand betrieben werden muss, um das erste Material durch das zweite Material zu umgeben, jedoch wird somit eine geschlossene Fläche aus dem zweiten Material vermieden und der Sensor kann filig-raner gestaltet und an spezielle Anforderungsprofile (z.B. Durchströmbarkeit, mechanische Flexibilität, etc.) angepasst werden. Das erste elektrisch leitende Material wird sozu- sagen durch das zweite elektrisch nichtleitende Material "umhüllt" bzw. mit diesem "überzogen".
[0016] Weiterhin kann ein erfindungsgemäßer Sensor flächig aufgebaut sein. Dies ist vorteilhaft, da bei einem additiv hergestellten kapazitiven Sensor gemäß der vorliegenden Erfindung durch einen flächigen Aufbau aus zumindest einer Schicht des ersten und zweiten Materials die Detektionsempfindlichkeit erhöht bzw. an den Einsatzzweck angepasst werden kann.
[0017] Weiterhin kann bei einem erfindungsgemäßen Sensor das erste elektrisch lettende Material in einem im Wesentlichen regelmäßigen Muster in der zumindest einen Schicht angeordnet sein. Diese Anordnung des ersten Materials in der zumindest einen Schicht kann ebenfalls die Detektionsempfindlichkeit erhöhen bzw. kann dadurch die Detektionsempfindlichkeit angepasst werden.
[0018] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Bauteils mit kapazitiven Sensor durch additive Fertigung (additives Fertigungsverfahren für ein Bauteil mit kapazitiven Sensor) umfasst das Verfahren die Schritte von Bestimmen der Bauteilgeometrie, Festlegen eines Druckbereichs anhand der bestimmten Bauteilgeometrie und Festlegen einer Sensorgeometrie (Anzahl Schichten, Anzahl der zu verdruckenden Materialien, Muster des elektrisch leitenden Materials), Aufdrucken von zumindest einer Schicht des kapazitiven Sensors im Druckbereich, wobei diese Schicht aus zumindest einem ersten elektrisch leitenden Material gedrückt wird.
[0019] Das Verfahren zur Herstellung eines Bauteils mit kapazitiven Sensor durch additive Fertigung kann weiterhin im Schritt des Druckens das Aufdrucken eines zweiten elektrisch nichtleitenden Material umfassen.
[0020] Das Verfahren zur Herstellung eines Bauteils mit kapazitiven Sensor durch additive Fertigung kann weiterhin im Schritt der Bestimmung der Bauteilgeometrie (Bauteilda-ten) ein Scannen des Bauteils umfassen. Hierfür kann das Bauteil zum Beispiel durch einen 3D-Scanner gescannt werden. Dieses Scannen kann in einem separaten Scanner er- folgen oder kann in der Fertigungsanlage erfolgen. Wahlweise können die Bauteildaten auch aus vorhandenen CAD-Daten den Bauteils erlangt werden.
[0021] Das Verfahren zur Herstellung eines Bauteils mit kapazitiven Sensor durch additive Fertigung kann weiterhin im Schritt der Bestimmung der Bauteilgeometrie und/oder im Schritt des Aufdruckens die Ansteuerung zumindest eines Roboters umfassen (ein Ro-boter im Sinne dieser Anmeldung kann jegliche Anordnung und Art von Achsen umfassen). Im Schritt des Scannens kann das Bauteil durch einen Roboter an einem entspre-chenden Scanner vorbeigeführt werden, sodass die Daten des Bauteils erfasst werden können. Hierbei kann das ganze Bauteil oder nur ein relevanter Abschnitt er-fasst/gescannt werden. Weiterhin kann ein anderer oder derselbe Roboter nach der Bestimmung der Bauteilgeometrie das Bauteil an einer Druckstation bzw. den Druckköpfen vorbeiführen. Unter den Druckköpfen bzw. der Druckstation können techn. Einrichtungen verstanden werden, um das erste und ggf. das zweite Material auf das Bauteil aufzubrin-gen (z.B. Extruder zum Verdrucken von Filament imFDM-Verfahren).
[0022] Es ist ebenfalls mögiich, dass die Druckköpfe bzw. Druckstation an einem Roboter montiert und das Bauteil aufgespannt ist. Weiterhin kann sowohl das Bauteil, als auch die Druckstation an einem Roboter montiert sein. Bewegliche Aufspanneinrichtungen (z.B. Rundtische) für das Bauteil sind im Rahmen dieser Anmeldung ebenfalls als Roboter zu verstehen.
[0023] Vorteilhaft bei dem oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung eines Bauteils mit kapazitiven Sensor durch additive Fertigung, bei welchem ein Roboter erst zum Scannen des Bauteiles eingesetzt wird und anschließend derselbe Roboter das Bauteil an der Druckstation vorbeiführt ist, dass der Handhabungsaufwand (Spannen, Einrichten, etc.) minimiert wird und damit die Rüstzeiten optimiert werden können.
[0024] Es ist für zuvor beschriebenes Verfahren ebenso mögiich ein Scannen des Bauteiles (Bestimmung der Bauteilgeometrie) außerhalb der Einrichtung zum 3D-Druck (Fertigungsanlage) durchzuführen. Anschließend kann das Bauteil in den 3D-Drucker (Fertigungsanlage) eingelegt werden und dann den Sensor in dem festgelegten Druckbereich aufgedruckt werden. Dieses Einlegen kann wahlweise durch einen Roboter erfolgen. Wahlweise kann dieser Roboter, wie obenstehend beschrieben, zuvor bei der Bestim-mung der Bauteilgeometrie/Bauteildaten bereits eingesetzt werden. Die Verwendung eines Roboters zusammen mit einem 3D-Drucker kann z.B. eine Fertigungseffizienz stei-gern.
[0025] Es sind alle bis dato genannten 3D-Druckverfahren für die Herstellung eines er-findungsgemäßen Sensors / funktionsintegrierten Bauteiles geeignet.
[0026] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Sensors durch additive Fertigung (additives Sensorfertigungsverfahren für einen kapazitiven Sensor), umfasst die Schritte des Festlegens der Geometrie/des Aufbaus des kapazitiven Sensors, des Druckens von zumindest einer Schicht des kapazitiven Sensors, wobei die Schicht aus zumindest einem ersten elektrisch leitenden Material erlangt wird.
[0027] Das Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Sensors durch additive Fertigung kann im Schritt des Druckens der zumindest einen Schicht weiterhin das Drucken mit einem zweiten elektrisch nichtleitenden Material umfassen.
[0028] Das Drucken der zumindest einen Schicht des Sensors kann nach allen hier be-schriebenen Verfahren (Roboter, 3D-Drucker, etc.) und/oder nach den im Stand der Technik bekannten Verfahren erfolgen.
[0029] Die obigen Merkmale können beliebig untereinander kombiniert werden und sind keinesfalls lediglich auf die obig aufgeführten Kombinationen festgelegt.
[0030] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren anhand von Ausführungsbeispielen exemplarisch erklärt, wobei die nachfolgend dargestellten Merkmale sowohl jeweils für sich genommen als auch in unterschiedlicher Kom-bination miteinander ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellen können.
[0031] Es zeigen: Figur la eine schematische Explosionsansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Sensors; [0032] Figur lb schematisch den Sensor aus Figur la in funktionsfähigem Zustand; [0033] Figur 2 schematisch ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Sensors an/in einer Freiformfläche; [0034] Figur 3 ist ein Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Sensors; [0035] Figur 4 ist ein Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen eines Sensors auf ein Bauteil; und [0036] Figur 5 ist ein weiterer Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen eines Sensors auf ein Bauteil.
[0037] Anfänglich bezugnehmend auf Figur la ist ein erfindungsgemäßer Sensor 10 in einer Explosionsansicht dargestellt, um den Aufbau dieses Ausführungsbeispiels zu ver-deutlichen. Der Sensor 10 ist mehrschichtig aufgebaut. Eine obéré Schicht lia und eine untere Schicht lib aus einem zweiten elektrisch nichtleitenden Material fassen eine Schicht 11c aus einem ersten elektrisch leitenden Material ein.
[0038] Das erste elektrisch lettende Material ist im Ausführungsbeispiel der Figuren la und lb als Wabenmuster angeordnet. Es kann jedoch jegliches Muster verwendet werden, ganz wie gewünscht oder für den jeweiligen Einsatzzweck benötigt und/oder vorteilhaft angesehen.
[0039] Der Sensor 10 kann auch lediglich nur aus der Schicht 11c aufgebaut sein, wenn der Einsatzzweck keinen Schutz/keine Stützung durch die obéré Schicht 11a und/oder die untere Schicht lib notwendig macht. Der elektrische Anschluss der Schicht 11c ist nicht gezeigt.
[0040] Figur lb zeigt den Sensor 10 des Ausführungsbeispiels in funktionsfähigem bzw. einbaufähigem Zustand, wobei die Schichten aufeinander aufgebracht bzw. aufeinander dargestellt sind und daher das Wabenmuster der Schicht 11c gestrichelt/verdeckt einge- zeichnet ist. Die Schichten können aber auch ineinander eingreifen. So können Vorsprün-ge der zweiten Materialen der Schichten 11a und lib auch in die Schicht 11c des Sensors 10 vorstehen bzw. in diese eingedruckt sein.
[0041] Bei einer Herstellung des Sensors 10 des vorliegenden Ausführungsbeispiels werden die Schichten nacheinander gedruckt wodurch sie untereinander eine Bindung eingehen und daher nicht wie in Figur la gezeigt separiert werden können. Selbstver-ständlich ist auch der Druck mit Bindung der Schichten untereinander beliebig und es können auch Sensoren hergestellt werden, bei denen die Schichten keine Bindung untereinander aufweisen. Dies kann zum Beispiel durch aufgebrachte Trennmittel wahrend des Druckens oder auch Anpassung der Druckparameter (z.B. Drucktemperatur, Vorschub, etc.) erfolgen.
[0042] Figur 2 zeigt ein Bauteil 22 mit einem erfindungsgemäßen Sensor 20 eines weiteren Ausführungsbeispiels, weicher an oder in eine Freiformfläche 21 gedruckt ist. Der Sensor 20 ist in diesem Ausführungsbeispiel der durch die dunklen Linien der Figur 2 dargestellte Abschnitt des Bauteils 22. Ein elektrischer Anschluss des Sensors 20 ist nicht gezeigt.
[0043] Der Sensor 20 kann zusammen mit der Freiformfläche 21 gedruckt werden, wobei das Bauteil 22 umfassend die Freiformfläche 21 entweder bereits vor dem Drucken des Sensors 20 vorliegen kann, oder das Bauteil 22 umfassend die Freiformfläche 21 und den Sensor 20 gedruckt werden kann.
[0044] Die Form bzw. die Erstreckung des Sensors in Bezug auf das Bauteil 22 ist beliebig. So ist der Sensor 20 in Figur 2 als "Band" im Bauteil 22 dargestellt. Jedoch ist die Erfindung hierauf nicht limitiert. So kann der Sensor 20 eine beliebige an oder in einen ebenfalls beliebigen Flächenabschnitt der Freiformfläche 21 an- bzw. eingedruckt sein.
[0045] Figur 3 zeigt einen Ablauf eines erfindungsgemäßen Beispielverfahrens zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Sensors. In Schritt 100 wird die Geometrie bzw. Form und die Anzahl der Schichten und Materialen der jeweiligen Schicht des Sensors zum Bei- spiel durch CAD in Form von Sensordaten festgelegt. In Schritt 101 werden diese Daten an einen FDM-3D-Drucker übermittelt. In Schritt 102 wird der Sensor gemäß der Sensordaten des Schritts 100 durch den 3D-Drucker im FDM-Verfahren (FDM: "Fused Deposition Modeling") gedruckt.
[0046] Figur 4 zeigt einen Ablauf eines erfindungsgemäßen Beispielverfahrens zum Auf-bringen eines erfindungsgemäßen Sensors auf ein Bauteil. In einem Schritt 200 wird das Bauteil mit einem 3D-Scanner gescannt. Das Bauteil wird mithilfe eines Roboters ge-scannt, welcher das Bauteil so bewegt, dass der Scanner es komplett oder nur einen rele-vanten Abschnitt davon erfassen kann.
[0047] In einem Schritt 201 werden die, durch das Scannen des Bauteils in Schritt 200 erfassten, Bauteildaten in ein CAD-Programm (CAD: "Computer Aided Design") eingespielt und folgend wird die Position des Sensors an dem Bauteil, sowie seine Geometrie bzw. Form und die Anzahl der Schichten und Materialen der jeweiligen Schicht des Sensors in Form von Sensordaten festgelegt.
[0048] In einem Schritt 202 wird das Bauteil durch einen Roboter oder den Roboter aus Schritt 200 in einen FDM-3D-Drucker eingelegt.
[0049] In einem Schritt 203 wird der Sensor anhand der Sensordaten / der Bauteildaten an das Bauteil vermittels des FDM-3D-Druckers angedruckt.
[0050] In einem Schritt 204 wird das Bauteil durch den Roboter aus dem FDM-3D-Drucker entnommen. Wahlweise kann anschließend ein weiteres Scannen erfolgen, bei welchem die tatsächliche Position des Sensors mit den Bauteildaten / den Sensordaten abgeglichen wird.
[0051] Figur 5 zeigt einen Ablauf eines weiteren erfindungsgemäßen Beispielverfahrens zum Aufbringen eines erfindungsgemäßen Sensors auf ein Bauteil. In einem Schritt 300 wird das Bauteil mit einem 3D-Scanner gescannt. Das Bauteil wird mithilfe eines Roboters gescannt, welcher das Bauteil so bewegt, dass der Scanner es komplett oder nur einen relevanten Abschnitt davon als Bauteildaten erfassen kann.
[0052] In einem Schritt 301 werden die Bauteildaten in ein CAD-Programm eingespielt und folgend wird die Position des Sensors an dem Bauteil, sowie seine Geometrie bzw. Form und die Anzahl der Schichten und Materialen der jeweiligen Schicht des Sensors (Aufbau des Sensors) in Form von Sensordaten festgelegt.
[0053] In einem Schritt 302 wird der Sensor anhand der Sensordaten / der Bauteildaten an das Bauteil vermittels des Roboters so an einer Druckstation bzw. Druckköpfen für die jeweiligen Materialien vorbeigeführt, dass der Sensor an das Bauteil gedrückt wird. Wahlweise kann anschließend ein weiteres Scannen erfolgen, bei welchem die tatsächli-che Position des Sensors mit den Bauteildaten und den Sensordaten abgeglichen wird.
[0054] Bei den oben genannten Ausführungsbeispielen handelt es sich bei dem zweiten elektrisch nichtleitenden Material um ein HT PLA (High- Temperature Polylactic Acid) und beim ersten elektrisch leitenden Material wird ein konduktives Material verarbeitet. Hier ein Polyamid, welches mit leitenden Substanzen versetzt ist (Graphitfasern und / oder anderen metallische Partikeln). Die Partikel müssen auch nach dem Aufschmelzen und Verdrucken des Materials eine sogenannte Perkolation eingehen - das heißt sie müssen sich weiterhin berühren, um den Stromfluss durch das Bauteil zu gewährleisten.

Claims (17)

1. Additiv hergestellter kapazitiver Sensor, umfassend zumindest eine erste Schicht, welche zumindest ein erstes elektrisch leitendes Material umfasst.
2. Sensor nach Anspruch 1, bei welchem die zumindest erste Schicht weiterhin ein zweites elektrisch nichtleitendes Material umfasst.
3. Sensor nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem das zweite elektrisch nichtleitende Material das erste elektrisch lettende Material von einer Umgebung des Sensors abgrenzt.
4. Sensor nach einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welchem in der zumindest einen Schicht das erste elektrisch lettende Material in das zweite elektrisch nichtleitende Material eingedruckt ist.
5. Sensor nach einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welchem die zumindest eine Schicht flächig dimensioniert ist.
6. Sensor nach einem der vorangegangen Ansprüche, bei welchem das erste elektrisch lei-tende Material in einem im Wesentlichen regelmäßigen Muster in der zumindest einen Schicht angeordnet ist.
7. Bauteil umfassend einen Sensor nach einem der vorangegangen Ansprüche.
8. Verfahren zur Herstellung eines Bauteils mit kapazitiven Sensor durch additive Fertigung, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: -, Bestimmen von Bauteildaten; -, Festlegen von Sensordaten; -, Aufdrucken von zumindest einer Schicht des kapazitiven Sensors vermittels der Sensordaten, wobei die Schicht aus zumindest einem ersten elektrisch leitenden Material gedrückt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem im Schritt des Aufdruckens weiterhin ein zweites elektrisch nichtleitendes Material gedrückt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei welchem im Schritt der Bestimmung der Bauteildaten das Bauteil gescannt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei welchem im Schritt der Bestimmung der Bauteildaten und/oder im Schritt des Aufdruckens der zumindest einen Schicht ein Roboter angesteuert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei welchem das Verfahren den zusätzli-chen Schritt umfasst vom Einlegen des Bauteils in einen 3D-Drucker, vor dem Schritt des Aufdruckens.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei welchem im Schritt des Aufdruckens das Bauteil mittels einem Roboter an einer Druckeinrichtung vorbeigeführt wird zur Erzeugung der zumindest einen Schicht.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, bei welchem das Bauteil mit einem Sensor nach den Ansprüchen 1 bis 6 hergestellt wird.
15. Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Sensors durch additive Fertigung, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: -. Festlegen der Sensordaten; -, Drucken von zumindest einer Schicht des kapazitiven Sensors mithilfe der Sensordaten, wobei die Schicht aus zumindest einem ersten elektrisch leitenden Material gedruckt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, bei welchem im Schritt des Druckens der zumindest einen Schicht weiterhin ein zweites elektrisch nichtleitendes Material gedruckt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, bei welchem im Schritt des Druckens der zumindest einen Schicht des kapazitiven Sensors ein Roboter angesteuert wird.
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