LU503758B1 - Automatisierte Parametrierung von Komponenten - Google Patents
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Abstract
Ein Aspekt betrifft ein Verfahren (100) zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage, umfassend: Erfassen (110) von Daten in einem Schaltplan der Anlage mittels einer Vorrichtung; Komponenten-spezifisches Verarbeiten (120) der erfassten Daten in der Vorrichtung; und Senden (130) der verarbeiteten Daten von der Vorrichtung an die Komponente zur Parametrisierung der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten.
Description
Automatisierte Parametrierung von Komponenten LUS03758
Die Erfindung betrifft ein automatisiertes Parametrieren von Komponenten zur Steuerung von Anlagen, Gebäuden oder dergleichen mehr. Dabei kann die Steuerung als elektrische, pneumatische oder hydraulische Steuerung ausgelegt sein. Ohne darauf beschrénkt zu sein, betrifft die Erfindung insbesondere die Übertragung von Parametern aus Vorgaben oder
Planen auf die Komponenten ohne manuelle Verarbeitungsschritte. Dies vereinfacht, beschleunigt und verbessert die Parametrierung.
Vorzugsweise betrifft die Erfindung die Parametrierung von elektrischen oder anderen
Komponenten eines Schaltschrankes, einer technischen Anlage oder dergleichen, bei dem durch die Komponenten eine Vielzahl von elektrischen und elektronischen Funktionen realisiert sind, die zum Beispiel der Steuerung einer Anlage oder eines Systems dienen. Es werden dabei eine Vielzahl von Versorgungs-, Steuer-, Regel- und
Auswertungskomponenten verwendet, die gemäß den Anforderungen eingestellt (parametriert) werden müssen. Diese Einstellungen beeinflussen die Funktionsweise der
Komponenten, indem zum Beispiel Zeiten, Stromstärken, Funktionen und dergleichen vorgegeben oder ausgewählt werden. Diese Einstellungen erfolgen derzeit manuell, indem die entsprechenden Parameter aus Plänen oder Vorgaben bei der jeweiligen Komponente eingestellt werden, zum Beispiel in der Form von DIP (Dual in-line package) Schaltern.
Allerdings kénnen bei der Parametrierung oder Einstellungen der Komponenten Fehler entstehen, deren Suche und Behebung aufwändig ist. Weiter ist dieser Vorgang zeitaufwändig und kann verschiedene Einstellungsverfahren je nach Hersteller oder Typ der
Komponente erfordern. Weiter können neben den erwähnten DIP-Schaltern verschiedene
Einstellmittel erforderlich sein, zum Beispiel Hersteller- oder Komponenten-spezifische
Einstellgeräte. Wiederum entstehen erhebliche Aufwände bei deren Installation und
Anwendung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Technik anzugeben, welche Fehler bei der Parametrierung vermeidet und eine rationellere Durchführung der Parametrierung erlaubt.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung, die wahlweise miteinander kombinierbar sind, sind im
Folgenden unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren offenbart.
Ein erster Aspekt betrifft ein Verfahren zur Parametrierung einer Komponente einer LUS03758 technischen Anlage. Das Verfahren umfasst ein Erfassen von Daten in einer
Informationsquelle (optional in einem Schaltplan der Anlage) mittels einer Vorrichtung.
Weiter umfasst das Verfahren ein Komponenten-spezifisches Verarbeiten der erfassten
Daten in der Vorrichtung. Weiter umfasst das Verfahren ein Senden der verarbeiteten Daten von der Vorrichtung an die Komponente zur Parametrisierung der Komponente nach
Maßgabe der verarbeiteten Daten.
Dabei kann die Parametrierung auch als Einstellung oder Konfiguration der elektrischen
Komponente bezeichnet werden. Die technische Anlage kann eine elektrische Anlage und/oder eine pneumatische Anlage und/oder eine hydraulische Anlage sein. Die
Vorrichtung kann eine mobile (beispielsweise tragbare) Vorrichtung sein. Schließlich kann das Verfahren von der Vorrichtung ausgeführt werden.
Vorteilhaft kann so die manuelle Ubertragung von Parametern auf die Komponente automatisiert werden, wodurch manuelle Fehler vermieden werden und die Bearbeitungszeit reduziert werden kann.
In Ausführungsbeispielen kann das Verfahren ein Erfassen der Daten ein kontaktloses
Erfassen der Daten umfassen. Optional umfasst das optische Erfassen ein Erfassen eines
Codes.
Dabei kann ein kontaktloses Erfassen als optisches oder funktechnisches Verfahren ausgebildet sein. So können optische Verfahren fotografische Abbilder mit
Zeichenerkennungsprogrammen bearbeiten zur Erfassung der einzustellenden Parameter.
Funktechnische Verfahren können Nahfeldkommunikationsverfahren umfassen, wobei
Positionen der Vorrichtung relativ zu einer einen Schaltplan darstellenden Einrichtung erfasst werden zur Identifizierung der zu Ubertragenden Parameter. Insbesondere können bei optischen Verfahren auch Codes zum Einsatz kommen, die sich für die optische Erfassung besonders eignen. Hierbei können auch Schaltpläne auf Papier oder dergleichen zum
Einsatz kommen. Der Code kann ein gedruckter Code sein. Alternativ oder ergänzend kann der Code in einem Schaltplan (beispielsweise einem Bauplan) des Schaltschranks angeordnet sein, beispielsweise jeweils innerhalb oder in räumlicher Zuordnung zur ebenfalls im Schaltplan angegeben elektrischen Komponente.
Vorteilhaft kann so ebenfalls die manuelle Übertragung von Parametern auf die Komponente automatisiert werden, wodurch manuelle Fehler vermieden werden und die Bearbeitungszeit reduziert werden kann.
In weiteren Ausführungsbeispielen kann der Code als Strichcode und/oder als zweidimensionaler Code ausgebildet sein.
Dabei kann der Code eine Anordnung kontrastreicher (beispielsweise schwarzer und weißer) LUS03758
Zeichen (z.B. Striche oder Quadrate) sein. Ein Strichcode kann ein eindimensionaler Code sein, indem der Code in einer Richtung (beispielsweise senkrecht zu den Strichen des
Strichcodes) lesbar ist. Alternativ oder ergänzend kann ein zweidimensionaler Code eine
Matrix-Anordnung von schwarzen oder weißen Quadraten sein, beispielsweise ein Quick
Response-Code (QR-Code).
Vorteilhaft kann so die Erkennbarkeit des Codes verbessert werden bei gleichzeitiger
Kodierung einer variablen Menge von Daten.
In anderen Ausführungsbeispielen kann das Verarbeiten der erfassten Daten und ergänzend oder alternativ das Senden der verarbeiteten Daten mittels einer auf die Vorrichtung geladenen und/oder von der Vorrichtung ausgeführten Applikation geschehen. Dabei kann die Applikation optional Programmcode-Anweisungen und eine zugehôrige
Programmbibliothek umfassen. Weiter kann die Applikation von einem Server in die
Vorrichtung geladen werden. Eine Auswahl der Applikation und der Programmbibliothek kann auf den erfassten Daten basieren.
Dabei kann die Vorrichtung eine mobile (beispielsweise tragbare) Vorrichtung sein, die zum
Beispiel als Mobiltelefon, Tablett, Laptop oder dergleichen ausgebildet ist. Die Applikation kann aus einer Auswahl von mehreren Applikationen getroffen sein und auf den erfassten
Daten basieren. Die Programmbibliothek kann Komponenten-spezifisch oder Hersteller- spezifisch ausgebildet sein. Der Server kann als Hersteller-spezifischer Server ausgebildet sein, der über das Internet erreicht werden kann.
Vorteilhaft kann so automatisch jeweils die Verwendung der aktuellen Versionen von
Applikation und Programmbibliothek sichergestellt werden.
In Ausführungsbeispielen kônnen die erfassten Daten den Typ der einzustellenden
Komponente umfassen und ergänzend oder alternativ Parameter zur Konfiguration der
Komponente umfassen. Der Typ der einzustellenden Komponente kann die Bestimmung der in Frage kommenden Komponenten vereinfachen, indem beim Ansprechen einer Vielzahl von Komponenten durch die Vorrichtung bereits die nicht dem Typ der Komponente entsprechenden Komponenten sich nicht angesprochen fühlen und sich nicht an der
Kommunikation zwischen Vorrichtung und Komponente beteiligen.
Bei mehreren Komponenten gleichen Typs, die zum Beispiel in einem Schaltschrank angeordnet sein können, sind die Komponenten durch verschiedene Kennungen zu unterscheiden. Diese verschiedenen Kennungen sind im Schaltplan vermerkt und in den
Komponenten hinterlegt. Diese Hinterlegung kann manuell erfolgen. Alternativ kann die
Hinterlegung auch drahtlos erfolgen, zum Beispiel optisch oder per Funk. Die Hinterlegung ist dem Senden der verarbeiteten Daten von der Vorrichtung an die Komponente stets LUS03758 vorgelagert.
Die Parameter der Konfiguration der Komponente werden ebenfalls von der Vorrichtung an die Komponente übermittelt. Nach Empfang der Parameter der Konfiguration kann die
Komponente die Parameter selbstständig einstellen. Dabei kann die Komponente eine optische Signalisierung umfassen, die die erfolgreiche Parametrierung anzeigt, zum Beispiel in Form einer LED-Signalisierung.
Optional können die erfassten Daten eine Rückmeldungsforderung an die Komponente umfassen, welche die Rückmeldung einer Kennung der Komponente und/oder eine
Bestätigung der erfolgten Konfiguration der Komponente umfasst. Die Rückmeldung einer
Kennung der Komponente kann auf der oben genannten Komponenten-individuellen
Kennung basieren, die zum Beispiel pro Typ der Komponente jeweils nur einmal vergeben ist, wie oben ausgeführt. Der Bestätigung der erfolgten Konfiguration der Komponente kann die erfolgreiche Parametrierung der Komponente voraussetzen, zum Beispiel durch Ablauf einer Parametrierungssoftware in der Komponente. Ergänzend kann ein Prüfprogramm im
Anschluss an den Ablauf einer Parametrierungssoftware die erfolgreiche Parametrierung der
Komponente überprüfen.
Die Rückmeldung kann von der Vorrichtung an einen Server übermittelt werden. Diese kann zu Dokumentationszwecken oder zur Inbetriebnahme der Anlage oder dergleichen verwendet werden. Auf dem Server kann der Zeitpunkt der Konfiguration der Komponente gemäß Schaltplan dokumentiert werden, beispielsweise in Zuordnung zu einer
Seriennummer des Schaltschranks.
Vorteilhaft kann so die Parametrierung, deren Überprüfung und die zugehörige
Dokumentation ohne menschlichen Eingriff stattfinden, was deren Geschwindigkeit signifikant erhöht und deren Fehleranfälligkeit signifikant verringert.
In manchen Ausführungsbeispielen kann die Übertragung der verarbeiteten Daten drahtlos nach einem standardisierten Verfahren erfolgen. Dies kann mittels eines seriellen Busses, mittels Kurzstrecken-Funktechnik und/oder mittels Nahfeldkommunikation erfolgen.
Der serielle Bus kann beispielsweise gemäß des technischen Standards "Universal Serial
Bus" (USB) ausgebildet sein. Alternativ oder ergänzend kann die Kurzstrecken-Funktechnik beispielsweise gemäß des technischen Standards "Bluetooth" ausgebildet sein. Alternativ oder ergänzend kann die Nahfeldkommunikation mittels elektromagnetischer Induktion und/oder gemäß der technischen "Standard Near Field Communication" (NFC) ausgebildet sein.
Vorteilhaft können so durch den Rückgriff auf bekannte Verfahren die Entwicklung eigener LUS03758
Kommunikationsprotokolle vermieden werden. Darüber hinaus können bestehende Bauteile zur Realisierung der jeweiligen Übertragungsverfahren verwendet werden.
In anderen Ausführungsbeispielen kann das Erzeugen der Daten mittels eines Werkzeugs 5 Zur rechnerunterstützten Konstruktion ausgebildet sein. Ergänzend oder alternativ kann das
Werkzeug zur rechnerunterstützten Konstruktion der Anlage, vorzugsweise eines
Schaltschranks, und/oder zur Ausgabe des Schaltplans der Anlage ausgebildet sein.
Das Werkzeug zur rechnerunterstützten Konstruktion und die Applikation und die
Komponente können jeweils von verschiedenen Herstellern bereitgestellt sein. Alternativ können auch die Applikation und die Komponente vom gleichen Hersteller angeboten werden. Ergänzend können das Werkzeug zur rechnerunterstützten Konstruktion und die
Applikation ohne gemeinsame maschinelle Schnittstelle ausgestaltet sein.
Vorteilhaft können durch den Verzicht auf eine gemeinsame maschinelle Schnittstelle das
Werkzeug zur rechnerunterstützten Konstruktion und die Applikation unabhängig voneinander entwickelt und gepflegt werden.
In weiteren Ausführungsbeispielen können die erfassten Daten und die gesendeten Daten gemäß eines gemeinsamen Protokolls kodiert oder übermittelt werden. Optional kann das
Protokoll verschiedene Protokollversionen umfassen, wobei zumindest die jüngste Version rückwärtskompatibel ist. Alternativ können die erfassten Daten und die gesendeten Daten gemäß eines ersten Protokolls beziehungsweise eines vom ersten verschiedenen zweiten
Protokolls kodiert oder übermittelt werden. Optional kann dann das Verarbeiten der erfassten
Daten eine Konvertierung vom ersten Protokoll zum zweiten Protokoll umfassen.
Dabei können bei einer Übertragung gemäß eines gemeinsamen Protokolls verschiedene
Übertragungsverfahren zur Anwendung kommen, beispielsweise nach verschiedenen
Funkverfahren. Es können aber auch optische und ergänzend oder alternativ funkspezifische
Verfahren zur Anwendung kommen bei einem gemeinsamen Protokoll.
Durch Nutzung eines gemeinsamen Protokolls kann vorteilhaft die Vorrichtung vereinfacht werden.
Ein zweiter Aspekt betrifft ein Verfahren zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage. Dies umfasst ein Empfangen verarbeiteter Daten von einer Vorrichtung, die von einer für die Komponente eingerichteten Applikation in der Vorrichtung verarbeitet sind. Das Verfahren umfasst weiter ein Parametrisieren der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten. Optional umfasst das Verfahren ein Senden einer Kennung der
Komponente und einer Bestätigung, dass die Komponente gemäß der verarbeiteten Daten
4 1 ; ; ws ; ; ; L 7 parametriert ist. Die Kennung und die Bestätigung sind zur Bearbeitung mittels der Us03758
Applikation in der Vorrichtung geeignet.
Das Verfahren kann von der Komponente ausgeführt werden. Alternativ oder ergänzend kann das Verfahren einen Schritt oder ein jedes Merkmal umfassen, das im Kontext des vorgenannten ersten Verfahrensaspektes offenbart ist, oder einen dementsprechenden
Schritt oder ein dementsprechendes Merkmal.
Vorteilhaft kann so die manuelle Ubertragung von Parametern auf die Komponente automatisiert werden, wodurch manuelle Fehler vermieden werden und die Bearbeitungszeit reduziert werden kann.
Ein dritter Aspekt betrifft ein Computerprogramm, umfassend Befehle, die bei der
Ausführung des Programms durch einen Computer diesen veranlassen, die Schritte des
Verfahrens gemäß eines der Verfahren und Ausführungsbeispiele gemäß des ersten und/oder des zweiten Aspekts auszuführen.
Auch hier kann vorteilhaft die manuelle Übertragung von Parametern auf die Komponente automatisiert werden.
Ein vierter Aspekt betrifft eine Vorrichtung zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage. Die Vorrichtung umfasst eine Erfassungseinheit, die zum Erfassen von
Daten in einer Informationsquelle (optional in einem Schaltplan der Anlage) ausgebildet ist.
Weiter umfasst die Vorrichtung eine Verarbeitungseinheit, die zum Komponenten- spezifischen Verarbeiten der erfassten Daten ausgebildet ist. Darüber hinaus umfasst die
Vorrichtung eine Sendeeinheit, die zum Senden der verarbeiteten Daten an die Komponente zur Parametrisierung der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten ausgebildet ist.
Vorteilhaft kann auch hier die manuelle Übertragung von Parametern auf die Komponente _ automatisiert werden.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Vorrichtung als Mobiltelefon oder als mobiles Datenerfassungsgerät oder als Tablett oder als Laptop ausgebildet sein. Dabei kann das Erfassen der Daten und das Übertragen der Daten an eine Komponente drahtlos erfolgen. Optional kann die Erfassungseinheit eine optische Erfassung der Daten aufweisen.
Weiter kann die Sendeeinheit eine Funktechnik zum Senden der Daten aufweisen.
Die Erfassungseinheit und ergänzend oder alternativ die Sendeeinheit können dabei auf standardisierte Verfahren zurückgreifen. Dies kann ein optisches Verfahren umfassen, das zum Beispiel als standardisierte optische Erkennung ausgebildet sein kann. Diese kann als
QR (Quick Response) Code ausgebildet sein, als Barcode oder als OCR (optical character recognition) geeignete Schrift. Verfahren der Funktechnik können die oben genannten LUS03758 standardisierte Bluetooth und/oder NFC Verfahren umfassen. Alle Verfahren kénnen durch
Komponenten der Vorrichtung ausgeführt werden, die handelsüblich in der Vorrichtung bereits vorhanden sind.
Vorteilhaft kann so auf eine handelsübliche Funktionalität der Vorrichtung zurückgegriffen werden, die die Benutzung spezieller Geräte vermeidet.
In anderen Ausführungsbeispielen kann die Funktechnik eine Kurzstrecken-Funktechnik und/oder eine Nahfeldkommunikation aufweisen. Alternativ oder ergänzend kann die
Vorrichtung eine drahtlose oder zellulare Sprachübertragung aufweisen.
Vorteilhaft kann auch so auf eine handelsübliche Funktionalität der Vorrichtung zurückgegriffen werden, zum Beispiel in Form von modernen Mobiltelefonen, die die
Benutzung spezieller Geräte vermeidet.
Ein fünfter Aspekt betrifft eine Komponente einer technischen Anlage. Die technische Anlage kann optional als Schaltschrank ausgebildet sein. Die Komponente umfasst eine
Empfangseinheit, die zum Empfangen verarbeiteter Daten von einer Vorrichtung ausgebildet ist. Die Daten sind von einer für die Komponente eingerichteten Applikation in der
Vorrichtung verarbeitet. Die Komponente umfasst weiter eine Parametrisiereinheit, die zum
Parametrisieren der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten ausgebildet ist.
Optional kann die Komponente eine Sendeeinheit umfassen, die ausgebildet ist zum Senden einer Kennung der Komponente und einer Bestätigung, dass die Komponente gemäß der verarbeiteten Daten parametriert ist. Dabei kann die Kennung und die Bestätigung zur
Bearbeitung mittels der Applikation in der Vorrichtung geeignet sein.
Dabei kann die Komponente als Realisierung zumindest einer Funktion aus einer Vielzahl von Versorgungs-, Steuer-, Regel- und Auswertungsfunktionen ausgebildet sein. Sie kann in einen Schaltschrank auf einer Montageschiene montierbar sein. Sie kann in einer elektrischen Anlage und/oder einer pneumatischen Anlage und/oder eine hydraulischen
Anlage montierbar sein. Die Empfangseinheit und die optionale Sendeeinheit der
Komponente können handelsübliche Bau- und Funktionselemente umfassen, die auch in der
Vorrichtung Verwendung finden.
Vorteilhaft können so handelsübliche Bau- und Funktionselemente verwendet werden, was
Kosten und Entwicklungsdauer der Komponenten verringert.
In einem Ausführungsbeispiel kann die Empfangseinheit eine Funktechnik zum Empfangen der Daten und/oder die Sendeeinheit eine Funktechnik zum Senden der Bestätigung
. . . oo . . LU503758 aufweisen. Optional kann die Funktechnik eine Kurzstrecken-Funktechnik und/oder eine
Nahfeldkommunikation aufweisen.
Dabei kann die Kurzstrecken-Funktechnik als Bluetooth Funktechnik ausgebildet sein. Die
Nahfeldkommunikation kann als NFC- Funktechnik ausgebildet sein. Die Funktechnik der
Empfangseinheit und die Funktechnik der Sendeeinheit können identisch sein. Alternativ kann die Funktechnik der Empfangseinheit und die Funktechnik der Sendeeinheit voneinander verschieden sein.
Vorteilhaft lassen sich so handelsübliche Bauteile verwenden, die die Entwicklungszeit und die Gestehungskosten der Komponente reduzieren.
Ein sechster Aspekt betrifft ein System zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage. Das System umfasst eine Informationsquelle (optional einen Schaltplan der Anlage) zur Bereitstellung von Daten zur Parametrierung der Komponente. Weiter umfasst das System eine Vorrichtung gemäß des vierten Aspekts, siehe oben. Darüber hinaus umfasst das System eine Komponente gemäß des fünften Aspekts, siehe oben.
Dabeikann das System dazu ausgebildet sein, die Daten von der Informationsquelle ohne manuelle Übertragung mittels der Vorrichtung zu erfassen und ohne manuelle Übertragung an die Komponente zu senden.
Die Informationsquelle kann der die Daten aufweisende (beispielsweise papierene)
Schaltplan sein. Alternativ oder ergänzend kann das Werkzeug zur rechnerunterstützten
Konstruktion die Informationsquelle sein.
Optional kann das System ferner einen Server zur Bereitstellung einer Applikation (beispielsweise zur Installation in der Vorrichtung) und/oder zur Bereitstellung eines Satzes von Parameterwerten für verschiedene Parametrierungen der Komponente umfassen.
Alternativ oder ergänzend kann das System die technische Anlage umfassen. Die Anlage kann eine Vielzahl von Komponenten umfassen, die optional jeweils Ausführungsbeispiele des Komponentenaspekts sein können.
Die bereitgestellte Applikation kann von der jeweiligen Komponente abhängen (d.h.,
Komponenten-spezifisch sein). Alternativ oder ergänzend können die Daten für die
Komponente (oder für jede Komponente) einen Parameterwert aus dem Satz von
Parameterwerten angeben.
Vorteilhaft kann auch hier die manuelle Übertragung von Parametern auf die Komponente automatisiert werden.
; ; ; ; ; ; L 7
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen Us03758 anhand bevorzugter Ausführungsformen, die wahlweise miteinander kombinierbar sind, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Blockdarstellung eines ersten Verfahrens zur Parametrierung,
Fig. 2 einen Barcode und einen QR Code,
Fig. 3 eine schematische Blockdarstellung einer Applikation,
Fig. 4 eine detailliertere Darstellung der erfassten Daten,
Fig. 5 eine schematische Blockdarstellung eines Werkzeugs zur rechnerunterstützten
Konstruktion,
Fig. 6 eine schematische Blockdarstellung eines gemeinsam verwendeten Protokolls,
Fig. 7 eine schematische Blockdarstellung eines zweiten Verfahrens zur Parametrierung,
Fig. 8 eine schematische Blockdarstellung einer ersten Vorrichtung zur Parametrierung,
Fig. 9 eine schematische Blockdarstellung einer detaillierteren Darstellung der Vorrichtung und der Komponente,
Fig. 10 eine schematische Blockdarstellung einer Komponente,
Fig. 11 eine schematische Blockdarstellung eines Systems, und
Fig. 12 eine detailliertere Darstellung eines Systems.
Detaillierte Beschreibung
Fig. 1 zeigt eine schematische Blockdarstellung eines ersten Verfahrens 100 zur
Parametrierung. Genauer zeigt Fig. 1 ein Verfahren zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage. Das Verfahren umfasst ein Erfassen 110 von Daten in einem
Schaltplan der Anlage mittels einer Vorrichtung. In einem weiteren Schritt umfasst das
Verfahren ein Komponenten-spezifisches Verarbeiten 120 der erfassten Daten in der
Vorrichtung. In einem weiteren Schritt umfasst das Verfahren ein Senden 130 der verarbeiteten Daten von der Vorrichtung an die Komponente zur Parametrisierung der
Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten. Optional kann das Verfahren in einem weiteren Schritt das Erfassen der Daten als ein kontaktloses Erfassen der Daten umfassen
(nicht gezeigt). Weiter optional kann das optische Erfassen ein Erfassen eines Codes LUS03758 umfassen oder beinhalten.
Fig. 2 zeigt in einer exemplarischen Ausgestaltung von Codes einen Barcode 200 und einen
QR-Code 250, letzteres als Beispiel fur einen zweidimensionalen Code. Beide optischen
Codes eignen sich zur maschinellen optischen Erfassung von Informationen auf gedruckten oder dargestellten Etiketten, Identifikationsdaten, Aufklebern, Plänen und dergleichen. Dabei können der Barcode und der QR-Code zusammen mit für Personen bestimmten
Informationen dargestellt werden. Alternativ können auch optische Codes verwendet werden, die neben der maschinellen optischen Erfassung auch für die Erfassung durch Personen geeignet sind. Dies kann einen geeigneten Fond zur Schriftdarstellung umfassen, der zum
Beispiel als OCR-A oder OCR-B bekannt ist.
Fig. 3 zeigt eine schematische Blockdarstellung einer Applikation 350. Das Verarbeiten der erfassten Daten und/oder das Senden der verarbeiteten Daten geschieht mittels der auf die
Vorrichtung 300 geladenen und/oder von der Vorrichtung 300 ausgeführten Applikation 350.
Optional umfasst die Applikation Programmcode-Anweisungen 370 und eine zugehörige
Programmbibliothek 390. Ergänzend oder alternativ kann die Applikation 350 von einem
Server 600 in die Vorrichtung geladen werden. Ergänzend oder alternativ kann eine Auswahl der Applikation 350 und/oder der Programmbibliothek 390 auf den erfassten Daten basieren.
Fig. 4 zeigt eine detailliertere Darstellung der erfassten Daten 400. Dabei umfassen die erfassten Daten 400 den Typ 420 der einzustellenden Komponente und/oder Parameter 440 zur Konfiguration der Komponente. Optional können die erfassten Daten 400 eine
Rückmeldungsforderung 460 an die Komponente umfassen, welche die Rückmeldung einer
Kennung 480 der Komponente und/oder eine Bestätigung der erfolgten Konfiguration 500 der Komponente umfasst. Die Rückmeldung 460 kann von der Vorrichtung an einen Server übermittelt werden.
Die Übertragung der verarbeiteten Daten 130 kann drahtlos nach einem standardisierten
Verfahren, mittels eines seriellen Busses, mittels Kurzstrecken-Funktechnik und/oder mittels
Nahfeldkommunikation erfolgen (nicht gezeigt).
Fig. 5 zeigt eine schematische Blockdarstellung eines Werkzeugs 700 zur — rechnerunterstützten Konstruktion. Das Verfahren umfasst ein Erzeugen der Daten mittels des Werkzeugs 700 zur rechnerunterstützten Konstruktion. Optional kann das Werkzeug zur rechnerunterstützten Konstruktion einer Anlage 720, vorzugsweise eines Schaltschranks, und/oder zur Ausgabe des Schaltplans der Anlage 720 ausgebildet sein.
Fig. 6 zeigt eine schematische Blockdarstellung eines gemeinsam verwendeten Protokolls 750. Die erfassten Daten 400 und die gesendeten Daten 130 werden gemäß eines gemeinsamen Protokolls 750 kodiert oder übermittelt. Optional kann das Protokoll 750 LUS03758 verschiedene Protokollversionen umfassen, wobei zumindest die Jüngste Version rückwärtskompatibel ist (nicht gezeigt). Alternativ können die erfassten Daten 400 und die gesendeten Daten 130 gemäß eines ersten Protokolls beziehungsweise eines vom ersten verschiedenen zweiten Protokolls kodiert oder übermittelt werden (nicht gezeigt). Optional umfasst das Verarbeiten 120 der erfassten Daten eine Konvertierung vom ersten Protokoll zum zweiten Protokoll (nicht gezeigt).
Fig. 7 zeigt eine schematische Blockdarstellung eines zweiten Verfahrens 800 zur
Parametrierung. Das Verfahren umfasst das Empfangen 820 verarbeiteter Daten von einer
Vorrichtung, die von einer für die Komponente eingerichteten Applikation in der Vorrichtung verarbeitet sind. Das Verfahren umfasst weiter ein Parametrisieren 840 der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten. Optional umfasst das Verfahren weiter das Senden einer Kennung der Komponente und einer Bestätigung 860, dass die Komponente gemäß der verarbeiteten Daten parametriert ist, wobei die Kennung und die Bestätigung zur
Bearbeitung mittels der Applikation in der Vorrichtung geeignet sind.
Das Verfahren kann von der Komponente (nicht gezeigt) ausgeführt werden. Alternativ oder ergänzend kann das Verfahren einen Schritt oder ein jedes Merkmal umfassen, das im
Kontext des vorgenannten Verfahrensaspekts offenbart ist, oder einen dementsprechenden
Schritt oder ein dementsprechendes Merkmal.
Das Verfahren kann auch ein Computerprogramm sein (nicht gezeigt). Dieses umfasst
Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen veranlassen, die Schritte des Verfahrens gemäß der Aspekte und zugehörigen Ausführungsbeispielen des
Verfahrens durchzuführen.
Fig. 8 zeigt eine schematische Blockdarstellung einer ersten Vorrichtung 300 zur
Parametrierung. Die Vorrichtung zur Parametrierung einer Komponente einer technischen
Anlage umfasst eine Erfassungseinheit 920, die zum Erfassen von Daten in einem
Schaltplan der Anlage ausgebildet ist. Die Vorrichtung umfasst weiter eine
Verarbeitungseinheit 940, die zum Komponenten-spezifischen Verarbeiten der erfassten
Daten ausgebildet ist. Die Vorrichtung umfasst darüber hinaus eine Sendeeinheit 960, die zum Senden der verarbeiteten Daten an die Komponente zur Parametrisierung der
Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten ausgebildet ist.
Fig. 9 zeigt eine Darstellung der detaillierteren Vorrichtung 300 und der Komponente 805.
Dabei ist die Vorrichtung 300 als Mobiltelefon oder als mobiles Datenerfassungsgerät oder als Tablett oder als Laptop ausgebildet. Weiter ist die Vorrichtung 300 dazu ausgebildet, dass das Erfassen der Daten und das Übertragen der Daten an die Komponente 805 drahtlos erfolgt. Optional weist die Erfassungseinheit 920 eine optische Erfassung der Daten LUS03758 auf. Optional weist die Sendeeinheit 960 eine Funktechnik zum Senden der Daten auf.
Die Funktechnik weist eine Kurzstrecken-Funktechnik und ergänzend oder alternativ eine
Nahfeldkommunikation auf. Diese können als Bluetooth oder als NFC ausgebildet sein, wie bereits ausgeführt. Weiter weist die Vorrichtung 300 optional eine drahtlose oder zellulare
Sprachübertragung auf (nicht gezeigt).
Fig. 10zeigt eine schematische Blockdarstellung der Komponente 805. Dabei kann die
Komponente 805 als Element einer technischen Anlage, optional als Element eines
Schaltschranks, ausgebildet sein. Die Komponente 805 umfasst eine Empfangseinheit 810, die zum Empfangen verarbeiteter Daten von einer Vorrichtung 300 (nicht gezeigt) ausgebildet ist. Dabei sind die Daten von einer für die Komponente 805 eingerichteten
Applikation 350 (nicht gezeigt) in der Vorrichtung 300 verarbeitet. Die Komponente 805 umfasst weiter eine Parametrisiereinheit 850, die zum Parametrisieren der Komponente 805 nach Maßgabe der verarbeiteten Daten ausgebildet ist. Optional umfasst die Komponente 805 eine Sendeeinheit 870, die ausgebildet ist zum Senden einer Kennung 480 der
Komponente und einer Bestätigung 500, dass die Komponente gemäß der verarbeiteten
Daten parametriert ist. Die Kennung 480 (nicht gezeigt) und die Bestätigung 500 (nicht gezeigt) sind zur Bearbeitung mittels der Applikation 350 (nicht gezeigt) in der Vorrichtung 300 (nicht gezeigt) geeignet.
Optional weist die Empfangseinheit 810 eine Funktechnik zum Empfangen der Daten auf.
Ergänzend oder alternativ weist ebenfalls optional die Sendeeinheit 870 eine Funktechnik zum Senden der Bestätigung auf. Schließlich weist optional die Funktechnik eine
Kurzstrecken-Funktechnik und ergänzend oder alternativ eine Nahfeldkommunikation auf.
Fig. 11 zeigt eine schematische Blockdarstellung eines Systems 1000. Das System 1000 zur
Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage umfasst eine
Informationsquelle 1020 zur Bereitstellung von Daten zur Parametrierung der Komponente 805. Weiter umfasst das System eine Vorrichtung 300 gemäß des vierten Aspekts und den zugehörigen Ausführungsbeispielen. Das System 1000 ist dazu ausgebildet, die Daten von der Informationsquelle 1020 ohne manuelle Übertragung mittels der Vorrichtung 300 zu erfassen und ohne manuelle Übertragung an die Komponente 805 zu senden.
Optional kann das System 1000 ferner einen Server 600 (nicht gezeigt) zur Bereitstellung einer Applikation 350 (beispielsweise zur Installation in der Vorrichtung 300) und ergänzend oder alternativ zur Bereitstellung eines Satzes von Parameterwerten für verschiedene
Parametrierungen der Komponente 805 aufweisen.
Alternativ oder ergänzend kann das System die technische Anlage (nicht gezeigt) umfassen. LUS03758
Die Anlage kann eine Vielzahl von Komponenten 805 umfassen, die optional jeweils
Ausführungsbeispiele des oben genannten Komponenten-Aspekts sein können.
Die bereitgestellte Applikation kann von der jeweiligen Komponente 805 abhängen (d.h.,
Komponenten-spezifisch sein). Alternativ oder ergänzend können die Daten für die
Komponente 805 (oder für jede Komponente) einen Parameterwert aus dem Satz von
Parameterwerten angeben.
Fig. 12 zeigt eine detailliertere Darstellung des Systems 1000. Dabei werden durch eine
Person, einen Elektroplaner 1005, durch eine Auswahl eines technischen Formats und eines
Mediums in seiner Planungssoftware 1010 ein ausgewählter Parametersatz für eine
Komponente 805 im gewählten Format in dem als QR-Code 1030 ausgeführten Medium gewandelt und an einem technischen Symbol der Komponente 805 (nicht gezeigt) eines
Darstellungssystems 1020 für den Schaltplan dargestellt. Dies wird durch den linken Pfeil 1070 symbolisiert. Die Planungssoftware 1010 läuft auf einem geeigneten Computer 1015 ab. Die Planungssoftware 1010 und das Darstellungssystems 1020 können als E-CAD (fachsprachlich: Electronic Computer-Aided Design) Systeme ausgeführt sein.
Planungssoftware 1010 und Darstellungssystem 1020 können auch Teile eines E-CAD
Systems sein.
Hält ein Installateur 1060 nun eine QR-Code fahige Kamera seiner als Endgerät ausgefuhrten Vorrichtung 300 Uber den QR-Code 1030, wie mit dem mittleren Pfeil 1080 symbolisiert, wird die jeweilige als Parametrier-App ausgeführte Applikation 350 (nicht gezeigt) der Komponente 805 aufgerufen und der geplante Parametersatz über einen vom
Hersteller der Komponente 805 frei wählbaren physikalischen Weg auf die Komponente übertragen, zum Beispiel über eine USB-, NFC- oder Bluetooth-Schnittstelle. Die
Übertragung wird mit dem rechten Pfeil 1090 symbolisiert.
Ist die als Parametrier-App ausgeführte Applikation 350 noch nicht auf der als Endgerät ausgeführten Vorrichtung 300 installiert, wird optional durch eine im QR-Code 1030 hinterlegte Internetadresse (fachsprachlich: Link) die Applikation 350 auf die Vorrichtung 300 heruntergeladen, zum Beispiel von einem Server 600 (nicht gezeigt) des Herstellers der
Komponente.
Vorteilhaft sind somit Ubertragungsfehler ausgeschlossen, die bei manueller Einstellung oft vorkommen. Der zeitliche Versatz zwischen dem Planungszeitpunkt 1040 und dem
Parametrierungszeitpunkt 1050 bleibt ohne negative Auswirkungen auf die Qualität der
Parametrierung.
Mit anderen Worten kann die Erfindung wie folgt beschrieben werden: Bekannt sind LUS03758 größtenteils entkoppelte Tätigkeiten eines Elektroplaners und eines Schaltschrankbauers.
Die Entkopplung trifft sowohl für die Nutzung verschiedener nicht gekoppelter Werkzeuge (fachsprachlich: Tools) zu wie auch auf die verschiedenen Zeitpunkte der jeweiligen
Tätigkeit. Der Elektroplaner konzipiert einen Schaltplan für eine Applikation im Planungstool 1010, das als E-CSD System ausgeführt sein kann. Der Schaltschrankbauer in der Werkstatt verdrahtet die geplanten Komponenten 805 nach Vorgabe des Schaltplans. Viele elektronische Komponenten 805 müssen lokal parametriert und ergänzend oder alternativ eingestellt werden. Diese Einstellung erfolgt entweder über DIP Schalter, über Potentiometer oder über Bedienung herstellerspezifischer Software-Tools. Die Informationen für die
Einstellung erhält der Schaltschrankbauer aus den als Planungsunterlage ausgeführten
Schaltplan. Dieser kann auf Papier vorliegen oder am PC angezeigt werden, zum Beispiel im
Darstellungssystem 1020 des Schaltplans. Der Schaltschrankbauer überträgt manuel die
Einstellbarameter von der Planungsunterlage auf die Komponente 805.
Allerdings birgt die manuelle Übertragung der Einstellungen von der Planungsunterlage 1020 zur Komponente 805 ein hohes Fehlerpotenzial. Dieses kann stark reduziert werden, wenn die Planungsparameter auf direktem Wege, digital vom Planungswerkzeug in die
Komponente gelangen. Herausfordernd ist hierbei die Tatsache, dass es sich um zwei unterschiedliche in Software ausgeführte Werkzeuge handelt, die oft auch von unterschiedlichen Firmen erstellt sind. So existiert in aller Regel für die Planung eine
Software 1010 von Anbieter A und für die Parametrierung der elektrischen Komponente einer Software von Anbieter B. Beide Tools sind in der Regel auf unterschiedlichen
Endgeräten installiert und haben darüber hinaus auch keine datentechnische Verbindung untereinander. Zusätzlich finden die beiden Tätigkeiten zu weit auseinander liegenden
Zeitpunkten (oft Monate) statt.
Obwohl die Erfindung in Bezug auf exemplarische Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, ist für Fachkundige ersichtlich, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können. Ferner können viele
Modifikationen vorgenommen werden, um eine bestimmte Einbausituation oder eine bestimmte Schaltungsanordnung an die Lehre der Erfindung anzupassen. Folglich ist die
Erfindung nicht auf die offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst alle
Ausführungsbeispiele, die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen.
Bezugszeichen LUS03758 100 Verfahren mittels Vorrichtung 110 Erfassen von Daten 120 Komponenten-spezifisches Verarbeiten 130 Senden der verarbeiteten Daten 200 Strichcode 250 Zweidimensionaler Code 300 Vorrichtung 350 Applikation der Vorrichtung 370 Programmcode-Anweisungen 390 Programmbibliothek 400 Erfasste Daten 420 Typ der einzustellenden Komponente 440 Parameter zur Konfiguration der Komponente 460 Rückmeldungsforderung an die Komponente 480 Kennung der Komponente 500 Bestätigung 600 Server 700 Werkzeug zur rechnerunterstützten Konstruktion 720 Anlage, vorzugsweise Schaltschrank, 750 einem gemeinsamen Protokoll 760 Konvertierung vom ersten Protokoll zum zweiten Protokoll 800 Verfahren mittels Komponente 805 Komponente 810 Empfangseinheit Komponente 820 Empfangen verarbeiteter Daten
840 Parametrisieren der Komponente LUS03758 850 Parametrisiereinheit Komponente 860 Senden Kennung der Komponente und Bestätigung 870 Sendeeinheit Komponente 920 Erfassungseinheit 940 Verarbeitungseinheit 960 Sendeeinheit 1000 System 1005 Schaltplan Ersteller (Person) 1010 Planungsdetails umfassend Konfiguration der Komponente 1015 PC mit Planungsprogramm 1020 Darstellungssystem Schaltplan 1030 QR Code als Schaltplandetail 1040 Erster Zeitpunkt 1050 Zweiter Zeitpunkt 1060 Schaltschrank Realisierer (Person) 1070 Übertragung des Schalplans an Darstellungssystem 1080 Übertragung des QR Codes an Vorrichtung 1090 Übertragung der verarbeiteten Daten an Komponente
Claims (16)
1. Verfahren (100) zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage, umfassend: Erfassen (110) von Daten in einer Informationsquelle (1020), optional in einem Schaltplan der Anlage, mittels einer Vorrichtung (300); Komponenten-spezifisches Verarbeiten (120) der erfassten Daten in der Vorrichtung (300); und Senden (130) der verarbeiteten Daten von der Vorrichtung (300) an die Komponente zur Parametrisierung der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten.
2. Verfahren (100) nach Anspruch 1, wobei das Erfassen (110) der Daten ein kontaktloses Erfassen der Daten umfasst, optional wobei das optische Erfassen ein Erfassen eines Codes umfasst.
3. Verfahren (100) nach Anspruch 2, wobei der Code als Strichcode (200) und/oder als zweidimensionaler Code (250) ausgebildet ist.
4. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Verarbeiten (120) der erfassten Daten und/oder das Senden (130) der verarbeiteten Daten mittels einer auf die Vorrichtung (300) geladenen und/oder von der Vorrichtung (300) ausgeführten Applikation (350) geschieht, optional wobei die Applikation Programmcode-Anweisungen (370) und eine zugehörige Programmbibliothek (390) umfasst, und/oder wobei die Applikation (350) von einem Server (600) in die Vorrichtung (300) geladen wird, und/oder wobei eine Auswahl der Applikation (350) und/oder der Programmbibliothek (390) auf den erfassten Daten basiert.
5. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, LUS03758 wobei die erfassten Daten (400) den Typ (420) der einzustellenden Komponente umfassen und/oder Parameter (440) zur Konfiguration der Komponente umfassen, optional wobei die erfassten Daten (400) eine Rückmeldungsforderung (460) an die Komponente umfassen, welche die Rückmeldung einer Kennung (480) der Komponente und/oder eine Bestätigung (500) der erfolgten Konfiguration der Komponente umfasst, wobei die Rückmeldung von der Vorrichtung (300) an den Server (600) übermittelt wird.
6. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Übertragung der verarbeiteten Daten drahtlos nach einem standardisierten Verfahren, mittels eines seriellen Busses, mittels Kurzstrecken- Funktechnik und/oder mittels Nahfeldkommunikation erfolgt.
7. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Verfahren (100) ferner umfasst: Erzeugen der Daten mittels eines Werkzeugs (700) zur rechnerunterstützten Konstruktion, optional wobei das Werkzeug (700) zur rechnerunterstützten Konstruktion der Anlage (720), vorzugsweise eines Schaltschranks, und/oder zur Ausgabe des Schaltplans der Anlage ausgebildet ist.
8. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die erfassten Daten (400) und die gesendeten Daten (130) gemäß einem gemeinsamen Protokoll (750) kodiert oder übermittelt werden, optional wobei das Protokoll (750) verschiedene Protokollversionen umfasst, wobei zumindest die jüngste Version rückwärtskompatibel ist, oder wobei die erfassten Daten (400) und die gesendeten Daten (130) gemäß einem ersten Protokollen (750) beziehungsweise einem vom ersten verschiedenen zweiten Protokoll (750) kodiert oder übermittelt werden, optional wobei das Verarbeiten (120) der erfassten Daten (400) eine Konvertierung vom LUS03758 ersten Protokoll (750) zum zweiten Protokoll (750) umfasst.
9. Verfahren (800) zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage, umfassend: Empfangen (820) verarbeiteter Daten von einer Vorrichtung (300), die von einer für die Komponente eingerichteten Applikation (350) in der Vorrichtung (300) verarbeitet sind; Parametrisieren (840) der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten; und optional Senden (860) einer Kennung (480) der Komponente und einer Bestätigung (500), dass die Komponente gemäß der verarbeiteten Daten parametriert ist, wobei die Kennung (480) und die Bestätigung (500) zur Bearbeitung mittels der Applikation in der Vorrichtung (300) geeignet sind.
10. Computerprogramm, umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen veranlassen, die Schritte des Verfahrens (100, 800) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 oder 9 auszuführen.
11. Vorrichtung (300) zur Parametrierung einer Komponente einer technischen Anlage, umfassend: eine Erfassungseinheit (920), die zum Erfassen von Daten in einer Informationsquelle (1020), optional in einem Schaltplan der Anlage, ausgebildet ist; eine Verarbeitungseinheit (940), die zum Komponenten-spezifischen Verarbeiten der erfassten Daten ausgebildet ist; und eine Sendeeinheit (960), die zum Senden der verarbeiteten Daten an die Komponente zur Parametrisierung der Komponente nach Maßgabe der verarbeiteten Daten ausgebildet ist.
12. Vorrichtung (300) nach Anspruch 11, wobei die Vorrichtung (300) als Mobiltelefon LUS03758 oder als mobiles Datenerfassungsgerat oder als Tablett oder als Laptop ausgebildet ist, wobei das Erfassen der Daten und das Ubertragen der Daten an eine Komponente drahtlos erfolgt, optional wobei die Erfassungseinheit (920) eine optische Erfassung der Daten aufweist, und wobei die Sendeeinheit (960) eine Funktechnik zum Senden der Daten aufweist.
13. Vorrichtung (300) nach Anspruch 12, wobei die Funktechnik eine Kurzstrecken-Funktechnik und/oder eine Nahfeldkommunikation aufweist, und/oder wobei die Vorrichtung (300) ferner eine drahtlose oder zellulare Sprachübertragung aufweist.
14. Komponente (805) einer technischen Anlage, optional eines Schaltschranks, umfassend: eine Empfangseinheit (810), die zum Empfangen verarbeiteter Daten von einer Vorrichtung (300) ausgebildet ist, die von einer flr die Komponente (805) eingerichteten Applikation in der Vorrichtung (300) verarbeitet sind; eine Parametrisiereinheit (850), die zum Parametrisieren der Komponente (805) nach Maßgabe der verarbeiteten Daten ausgebildet ist; und optional eine Sendeeinheit (870), die ausgebildet ist zum Senden einer Kennung (480) der Komponente (805) und einer Bestätigung (500), dass die Komponente (805) gemäß der verarbeiteten Daten parametriert ist, wobei die Kennung (480) und die Bestätigung (500) zur Bearbeitung mittels der Applikation in der Vorrichtung (300) geeignet sind.
15. Komponente (805) nach Anspruch 14, wobei die Empfangseinheit (810) eine Funktechnik zum Empfangen der Daten und/oder die Sendeeinheit (870) eine Funktechnik zum Senden der Bestätigung aufweist, optional wobei die Funktechnik eine Kurzstrecken-Funktechnik und/oder eine Nahfeldkommunikation aufweist.
16. System (1000) zur Parametrierung einer Komponente (805) einer technischen Anlage, umfassend eine Informationsquelle (1020), optional einen Schaltplan der Anlage, zur Bereitstellung von Daten zur Parametrierung der Komponente (805); eine Vorrichtung (300) gemäß einem der Ansprüche 11 bis 13; und eine Komponente (805) gemäß einem der Ansprüche 14 bis 15, wobei das System (1000) dazu ausgebildet ist, die Daten von der Informationsquelle (1020) ohne manuelle Übertragung mittels der Vorrichtung (300) zu erfassen und ohne manuelle Übertragung an die Komponente (805) zu senden.
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| LU503758A LU503758B1 (de) | 2023-03-29 | 2023-03-29 | Automatisierte Parametrierung von Komponenten |
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| LU503758B1 true LU503758B1 (de) | 2024-09-30 |
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| LU (1) | LU503758B1 (de) |
Citations (4)
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- 2023-03-29 LU LU503758A patent/LU503758B1/de active IP Right Grant
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