EP4790323A1 - Gargerät mit einem an einer verprägungskante abstützbaren aufnahmegitter - Google Patents

Gargerät mit einem an einer verprägungskante abstützbaren aufnahmegitter

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EP4790323A1
EP4790323A1 EP26156600.4A EP26156600A EP4790323A1 EP 4790323 A1 EP4790323 A1 EP 4790323A1 EP 26156600 A EP26156600 A EP 26156600A EP 4790323 A1 EP4790323 A1 EP 4790323A1
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EP
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cooking
cooking chamber
embossing
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Application number
EP26156600.4A
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Inventor
Christian Bökenkamp
Andreas Ludwig
Jörg Pfender
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Miele und Cie KG
Original Assignee
Miele und Cie KG
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C15/00—Details
    • F24C15/16—Shelves, racks or trays inside ovens; Supports therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Gargerät (2) mit einem durch mindestens eine Seitenwand (4) begrenzten Garraum (6) und mindestens einem an der Seitenwand (4) angeordneten Aufnahmegitter (10), wobei das Aufnahmegitter (10) mindestens ein garraumseitiges Auflageelement (12) zur Auflage des Gargutträgers und mindestens ein seitenwandseitiges Stützelement (14) aufweist, wobei die Seitenwand (4) durch eine mindestens eine Verprägung (16) versteift ist. Um Verformungen entgegenzuwirken, wird vorgeschlagen, in einem Höhenabschnitt (HA) des Gargeräts (2) das Stützelement (14) und eine sich entlang der Höhenrichtung (H) erstreckende Verprägungskante (18) der Verprägung (16) parallel zueinander verlaufend und in einem geringen Abstand (d1) zueinander anzuordnen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Gargerät mit einem durch mindestens eine Seitenwand begrenzten Garraum, der eine Höhenrichtung, eine Breitenrichtung und eine Tiefenrichtung des Gargeräts definiert, und mindestens einem an der Seitenwand angeordneten Aufnahmegitter zur Aufnahme eines durch eine Garraumöffnung des Garraums in den Garraum einschiebbaren Gargutträgers, wobei das Aufnahmegitter mindestens ein garraumseitiges Auflageelement zur Auflage des Gargutträgers und mindestens ein seitenwandseitiges Stützelement aufweist, das an dem Auflageelement befestigt ist, wobei die Seitenwand durch mindestens eine Verprägung versteift ist.
  • In derartigen Gargeräten dienen Aufnahmegitter dazu, Gargutträger, wie Backbleche oder Roste, sicher und stabil im Garraum zu halten. Ein Aufnahmegitter kann auch als Seitenrost oder Tragrost bezeichnet werden. Das Aufnahmegitter enthält typischerweise mehrere sich horizontal über die Tiefe des Garraums erstreckende Auflageelemente, die beispielsweise als Auflagestangen oder Teleskopschienen ausgebildet sein können, sowie sich vertikal erstreckende Stützelemente bzw. Stützstangen. Die Stützstangen können beispielsweise zur Befestigung von Kippschutzstangen an den Auflageelementen dienen. Hierbei können die Stützstangen auch derart ausgebildet sein, dass sie mehrere Auflageelemente miteinander verbinden und auf diese Weise das Aufnahmegitter stabilisieren. Ein Beispiel für ein Gargerät mit einem derartigen Aufnahmegitter ist in der BE 1029654 A1 offenbart.
  • Das Aufnahmegitter ist typischerweise an einer den Garraum begrenzenden Seiten- oder Rückwand des Gargeräts befestigt. Hierzu kann das Aufnahmegitter mittels Schrauben oder Klemmen an speziellen Halterungen direkt an den Seitenwänden des Garraums befestigt werden. Alternativ oder zusätzlich kann das Aufnahmegitter in vorgefertigte Schlitze oder Halterungen an den Seitenwänden eingesteckt werden. Die Seitenwände bestehen typischerweise aus dünnwandigen Bauteilen, die zur Verbesserung der Materialsteifigkeit mittels rinnenförmigen oder flächigen Verprägungen versehen sind.
  • Über die mehrjährige Lebensdauer eines Gargeräts sind Aufnahmegitter und Seitenwand wiederholt mechanischen Belastungen ausgesetzt, die ihre Funktion langfristig beeinträchtigen können. Insbesondere kann es im Laufe der Jahre zu Verformungen des Aufnahmegitters und/oder der Seitenwand kommen, so dass das Aufnahmegitter nicht mehr optimal ausgerichtet ist. Dies kann dazu führen, dass Gargutträger auf dem Aufnahmegitter nicht mehr sicher aufliegen und kippen oder verrutschen können, was die Handhabung des Gargeräts erschwert und das Risiko von Unfällen und Verletzungen erhöht.
  • Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Gargerät der eingangs genannten Art bereitzustellen, das widerstandsfähiger gegenüber mechanischen Belastungen ist, die auf das Aufnahmegitter und/oder die Seitenwand einwirken.
  • Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
  • Das erfindungsgemäße Gargerät zeichnet sich dadurch aus, dass in einem Höhenabschnitt des Gargeräts das Stützelement und eine sich entlang der Höhenrichtung erstreckende Verprägungskante der Verprägung parallel zueinander verlaufen, wobei ein entlang der Tiefenrichtung gemessener Abstand des Stützelements zur Verprägungskante kleiner oder gleich 5 mm, bevorzugt kleiner oder gleich 3 mm, beträgt. In anderen Worten sind die Konstruktion des Aufnahmegitters und die Konstruktion der Verprägung derart aufeinander abgestimmt, dass das Stützelement in einem Nahbereich der Verprägungskante verläuft.
  • Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass mit einfachen konstruktiven Mitteln die Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Belastungen erhöht wird, da die Seitenwand in jenem Bereich nah an der Verprägungskante, in dem eine Last von dem Aufnahmegitter auf die Seitenwand übertragen werden kann, eine höhere Steifigkeit aufweist. Auf diese Weise wird sowohl Verformungen des Aufnahmegitters als auch Verformungen der Seitenwand entgegengewirkt.
  • Ein erfindungsgemäßer Aspekt ist es, dass die Seitenwand eine weitere Verprägung aufweist, wobei die eine Verprägung durch eine Verprägungskante begrenzt ist und die weitere Verprägung durch eine weitere Verprägungskante begrenzt ist. Dabei verlaufen vorzugsweise in einem Höhenabschnitt des Gargeräts die Stützelemente und die entlang der Höhenrichtung erstreckenden Verprägungskanten der Verprägungen parallel zueinander.
  • Besonders bevorzugt ist ein entlang der Tiefenrichtung gemessener Abstand des Stützelements zur Verprägungskante und ein entlang der Tiefenrichtung gemessener Abstand des weiteren Stützelements zur weiteren Verprägungskante kleiner oder gleich 5 mm ist.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die parallele Anordnung des Stützelements und der Verprägungskante in einem geringen Abstand voneinander der Garraum für einen Benutzer einen optisch ansprechenden Eindruck hervorruft. Dies gilt in besonderem Maße, wenn das Aufnahmegitter mehrere Stützelemente aufweist, die jeweils zu einem Abschnitt einer Verprägungskante in entsprechender Weise ausgerichtet sind.
  • Das Stützelement kann hierbei an der Seitenwand anliegend angeordnet sein. Alternativ kann das Stützelement derart angeordnet sein, dass es im unbeladenen Zustand einen gewissen Abstand entlang der Breitenrichtung zur Seitenwand aufweist und erst bei Auftreten einer mechanischen Belastung (z.B. beim Einschieben eines beladenen Gargutträgers) mit der Seitenwand in Berührung kommt. Insbesondere ist das Stützelement selbst nicht an der Seitenwand befestigt.
  • Die Verprägungskante ist insbesondere als Grenzlinie definiert, an der die Verprägung endet und die flache Oberfläche der Seitenwand beginnt. Die Verprägungskante markiert somit den Übergang zwischen der erhabenen oder vertieften Struktur der Verprägung und der unveränderten Fläche der Seitenwand. Hingegen stellt ein Übergang zwischen einer Seitenwand und der Rückwand oder ein Übergang zwischen der Seitenwand und der Gargerätetür keine Verprägungskante im Sinne der Erfindung dar.
  • Das Auflageelement kann beispielsweise als Auflagestange oder als Teleskopschiene ausgebildet sein.
  • Im Sinne dieser Erfindung kommen als Gargeräte insbesondere Backöfen, Dampfgarer, Mikrowellengeräte und/oder Backofen-Kombigeräte mit Dampfgar- und/oder Mikrowellenfunktion in Betracht. Das erfindungsgemäße Gargerät kann dabei als ein Haushaltsgerät für den Einsatz im Privathaushalt oder als ein Gewerbegerät für den professionellen Einsatz ausgebildet sein.
  • Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass das Stützelement in dem Höhenabschnitt als Stange mit einem Durchmesser ausgebildet ist, wobei der entlang der Tiefenrichtung gemessene Abstand des Stützelements zur Verprägungskante kleiner oder gleich dem Durchmesser des Stützelements, bevorzugt kleiner oder gleich dem halben Durchmesser des Stützelements, beträgt. Das stangenförmige Stützelement weist eine hohe Festigkeit und Stabilität bei gleichzeitiger Kompaktheit auf und eignet sich besonders gut, um auftretende Lasten im Nahbereich der Verprägungskante auf die Seitenwand zu übertragen.
  • Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass das Stützelement von einem garraumöffnungsseitigen Ende des Auflageelements und von einem garraumöffnungsfernen Ende des Auflageelements beabstandet angeordnet ist. Es ist vorteilhaft, das Stützelement in einem Bereich vorzusehen, der von den Enden des Auflageelements entfernt ist, da die Auflageelemente typischerweise in den Endbereichen unmittelbar oder mittelbar, z.B. über vertikal verlaufende Haltestangen, an den Seitenwänden befestigt und somit endseitig bereits ausreichend stabilisiert sind. Insbesondere ist das Stützelement von einer garraumöffnungsseitigen Befestigung des Aufnahmegitters und von einer garraumöffnungsfernen Befestigung des Aufnahmegitters beabstandet angeordnet.
  • Vorzugsweise beträgt hierbei ein entlang der Tiefenrichtung gemessener Abstand des Stützelements von einem garraumöffnungsseitigen Ende des Auflageelements mindestens 5 %, bevorzugt mindestens 10 %, einer Tiefe des Auflageelements und/oder beträgt ein entlang der Tiefenrichtung gemessener Abstand des Stützelements von dem garraumöffnungsfernen Ende des Auflageelements mindestens 5 % der Tiefe des Auflageelements. Lasten, die in solchen Abständen zu den Enden des Auflageelements auftreten, können bereits Drehmomente erzeugen, die langfristig die Ausrichtung des Aufnahmegitters negativ beeinflussen. Daher ist es vorteilhaft, die Stützelemente in diesen Bereichen anzuordnen, um eine Übertragung der Last von dem Auflageelement auf einen versteiften Bereich der Seitenwand zu ermöglichen. Die Tiefe des Auflageelements erstreckt sich hierbei insbesondere im Wesentlichen vollständig über eine Tiefe des Garraums.
  • Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass das Aufnahmegitter eine an dem Auflageelement befestigte und sich entlang der Höhenrichtung erstreckende garraumöffnungsseitige Haltestange und/oder eine an dem Auflageelement befestigte und sich entlang der Höhenrichtung erstreckende garraumöffnungsferne Haltestange aufweist, wobei das Stützelement von der bzw. von den Haltestangen entlang der Tiefenrichtung beabstandet angeordnet ist. Die Haltestangen bilden die äußersten vertikal verlaufenden Strukturen des Aufnahmegitters aus. Typischerweise sind Aufnahmegitter im Bereich ihrer endseitigen Haltestangen unmittelbar oder mittelbar an der Seitenwand befestigt. Es ist vorteilhaft, das Stützelement in einem von den Befestigungspunkten beabstandeten und folglich weniger stabilisierten Bereich vorzusehen, sodass dort eine Übertragung der Last von dem Auflageelement auf einen versteiften Bereich der Seitenwand möglich ist. Insbesondere ist das Auflageelement mit seinem garraumöffnungsseitigen Ende an der garraumöffnungsseitige Haltestange und/oder mit seinem garraumöffnungsfernen Ende an der garraumöffnungsfernen Haltestange befestigt.
  • Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass das Auflageelement innerhalb des Höhenabschnitts, an den Höhenabschnitt angrenzend oder in einem in einem in Höhenrichtung gemessenen Abstand zum Höhenabschnitt von kleiner gleich 5 mm, bevorzugt kleiner gleich 3 mm, angeordnet ist. Durch eine Anordnung des Auflageelements in dem Höhenabschnitt, in dem die vorteilhafte Möglichkeit zur Abstützung des Stützelements an dem versteiften Bereich der Seitenwand geschaffen wird, wird die Stabilität des Gesamtgebildes aus Aufnahmegitter und Seitenwand erhöht. Dies gilt ebenfalls, wenn auch in etwas geringerem Maße, für den Fall, dass das Auflageelement an den Höhenabschnitt angrenzend oder in einem geringen vertikalen Abstand vom Höhenabschnitt angeordnet ist.
  • Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass das Aufnahmegitter eine dem Auflageelement zugeordnete und oberhalb dieses Auflageelements sich im Wesentlichen parallel (d.h. mit einer Abweichung von kleiner gleich ± 10° zur parallelen Ausrichtung) zu diesem Auflageelement erstreckende Kippschutzstange aufweist, wobei das Stützelement einen Teil eines Befestigungselements ausbildet, mit dem die Kippschutzstange an dem Auflageelement befestigt ist. Kippschutzstangen dienen dazu, das Kippen oder Verrutschen von auf dem Auflageelement platzierten Gargutträgern zu verhindern. Beim Einschieben eines beladenen Gargutträgers in das Aufnahmegitter können erhebliche Lasten und Drehmomente im Bereich der Kippschutzstangen auftreten, die langfristig zu Verformungen des Aufnahmegitters und/oder der Seitenwand führen können. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass die Kippschutzstange entlang der Tiefenrichtung kürzer ausgebildet ist als das Auflageelement. Durch die Gestaltung des Stützelements als Teil eines Befestigungselements für die Kippschutzstange können diese Lasten und Drehmomente auf einen verstärkten Bereich der Seitenwand übertragen werden, wodurch Verformungen entgegengewirkt wird. Insbesondere ist die Kippschutzstange von einem garraumöffnungsseitigen Ende des Auflageelements und von einem garraumöffnungsfernen Ende des Auflageelements jeweils beabstandet angeordnet. Vorzugsweise beträgt eine Tiefe der Kippschutzstange zwischen 20 % und 80 % der Tiefe des Auflageelements.
  • Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass das Befestigungselement als Befestigungsbügel ausgebildet ist, mit dem ausschließlich die dem Auflageelement zugeordnete Kippschutzstange an dem Auflageelement befestigt ist. Auf diese Weise wird eine kompakte und einfach zu fertigende Befestigungsmöglichkeit geschaffen, die in der Lage ist, Lasten und Drehmomente auf einen verstärkten Bereich der Seitenwand zu übertragen.
  • Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass das Aufnahmegitter eine Mehrzahl von Auflageelementen und eine Mehrzahl von Kippschutzstangen aufweist, wobei die Mehrzahl von Kippschutzstangen mittels eines gemeinsamen Befestigungselements an der Mehrzahl von Auflageelementen befestigt sind. Auf diese Weise wird das Aufnahmegitter stabilisiert, so dass im Bereich der Kippschutzstangen auftretende Lasten und Drehmomente besser aufgenommen und an einen verstärkten Bereich der Seitenwand übertragen werden können.
  • Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass an dem Auflageelement bzw. an der Mehrzahl von Auflageelementen jeweils zumindest zwei entlang der Tiefenrichtung voneinander beabstandete Befestigungselemente befestigt sind.
  • Dadurch ist die Kippschutzstange an zwei entlang der Tiefenrichtung voneinander beabstandeten Stellen an dem zugeordneten Auflageelement fixiert und somit besonders widerstandsfähig gegen auftretende Lasten und Drehmomente ausgeführt. Jedes Befestigungselement kann hierbei auftretende Lasten und Drehmomente auf einen verstärkten Bereich der Seitenwand übertragen. Vorzugsweise sind die Befestigungselemente jeweils an einem Ende der Kippschutzstange befestigt.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen
  • Figur 1
    ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts in einer teilweisen, perspektivischen Darstellung,
    Figur 2
    das erfindungsgemäße Gargerät aus Figur 1 in einer geschnittenen Seitenansicht,
    Figur 3
    das erfindungsgemäße Gargerät aus Figur 2 in einer vergrößerten Detailansicht im Bereich des Stützelements, und
    Figur 4
    ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts in einer geschnittenen Seitenansicht analog zu Figur 2.
  • Figuren 1 bis 3 zeigen verschiedene Ansichten eines erfindungsgemäßen Gargeräts 2 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel.
  • Das Gargerät 2 weist einen durch zwei Seitenwände 4 begrenzten Garraum 6 auf, der eine Höhenrichtung H, eine Breitenrichtung B und eine Tiefenrichtung T des Gargeräts 2 definiert. An der Seitenwand 4 ist ein Aufnahmegitter 10 zur Aufnahme eines durch eine Garraumöffnung 8 des Garraums 6 in den Garraum 6 einschiebbaren Gargutträgers (nicht gezeigt) angeordnet. Das Aufnahmegitter 10 weist ein garraumseitiges Auflageelement 12 zur Auflage des Gargutträgers und ein an dem Auflageelement 12 befestigtes seitenwandseitiges Stützelement 14 auf. Das Auflageelement 12 ist als Auflagestange ausgebildet und erstreckt sich über eine Tiefe t1 entlang der Tiefenrichtung T. Die Seitenwand 4 ist durch eine Verprägung 16 versteift. Die Verprägung 16 weist eine sich entlang der Höhenrichtung H bzw. vertikal erstreckende Verprägungskante 18 auf. Im Bereich rund um die Verprägungskante 18 ist die Seitenwand 4 besonders steif ausgebildet. Im vorliegenden Fall dient die Verprägung 16 zusätzlich zur Aufnahme eines Leuchtmittels.
  • In einem Höhenabschnitt HA des Gargeräts 2 verlaufen das Stützelement 14 und die Verprägungskante 18 parallel zueinander, wobei ein entlang der Tiefenrichtung T gemessener bzw. horizontaler Abstand d1 des Stützelements 14 zur Verprägungskante 18 kleiner oder gleich 5 mm beträgt (vgl. Fig. 3). Genauer gesagt ist das Stützelement 14 in dem Höhenabschnitt HA als Stange mit einem Durchmesser ausgebildet ist, wobei der horizontale Abstand d1 des Stützelements 14 zur Verprägungskante 18 kleiner oder gleich dem Durchmesser des Stützelements 14 beträgt. Sobald Lasten oder Drehmomente auf das Aufnahmegitter 12 wirken, können diese über das Stützelement 14 auf einen Bereich der Seitenwand 4 übertragen werden, der eine hohe Steifigkeit aufweist. Dies hat zur Folge, dass das Gesamtgebilde aus Aufnahmegitter 12 und Seitenwand 4 widerstandsfähiger gegenüber mechanischen Belastungen ist.
  • Das Stützelement 14 kann hierbei an der Seitenwand 4 anliegend angeordnet sein oder einen geringen Abstand entlang der Breitenrichtung B zur Seitenwand 4 aufweisen, so dass das Stützelement 14 erst bei Auftreten einer mechanischen Belastung (z.B. beim Einschieben eines beladenen Gargutträgers) mit der Seitenwand 4 in Berührung kommt.
  • Das Aufnahmegitter 10 weist eine garraumöffnungsseitige Haltestange 20 und eine garraumöffnungsferne Haltestange 22 auf, die sich jeweils entlang der Höhenrichtung H bzw. vertikal erstrecken und jeweils an einem Ende des Auflageelements 12 befestigt sind. Das Stützelement 14 ist von der garraumöffnungsseitigen Haltestange 20 bzw. einem garraumöffnungsseitigen Ende des Auflageelements 12 und von der garraumöffnungsfernen Haltestange 22 bzw. einem garraumöffnungsfernen Ende des Auflageelements 12 beabstandet angeordnet, so dass eine Übertragung von Lasten und Drehmomenten auf einen verstärkten Bereich der Seitenwand 4 in einem weniger stabilen Abschnitt des Aufnahmegitters 10 zwischen den Haltestangen 20, 22 ermöglicht wird.
  • Um eine möglichst stabile Konstruktion zu erhalten ist das Auflageelement 12 innerhalb des Höhenabschnitts HA angeordnet, in dem auch das Stützelement 14 und die Verprägungskante 18 nebeneinander verlaufen. Alternativ kann das Auflageelement 12 an den Höhenabschnitt HA angrenzend oder in einem in einem in Höhenrichtung H gemessenen Abstand zum Höhenabschnitt HA von kleiner gleich 5 mm, bevorzugt kleiner gleich 3 mm, angeordnet sein.
  • Das Stützelement 14 bildet einen Teil eines Befestigungselements 26 aus, mit dem eine dem Auflageelement 12 zugeordnete und oberhalb dieses Auflageelements 12 sich im Wesentlichen parallel zu diesem Auflageelement 12 erstreckende Kippschutzstange 24 an dem Auflageelement 12 befestigt ist. Die Kippschutzstange 24 dient dazu, das Kippen oder Verrutschen von auf dem Auflageelement 12 platzierten Gargutträgern zu verhindern, so dass in diesem Bereich erhebliche Lasten und Drehmomente auftreten können. Durch die Gestaltung des Stützelements 14 als Teil eines Befestigungselements 26 für die Kippschutzstange 24 können diese Lasten und Drehmomente auf einen verstärkten Bereich der Seitenwand 4 übertragen werden, wodurch Verformungen entgegengewirkt wird. Die Kippschutzstange 24 ist von einem garraumöffnungsseitigen Ende des Auflageelements 12 und von einem garraumöffnungsfernen Ende des Auflageelements 12 jeweils beabstandet angeordnet. Vorliegend ist das Befestigungselement 26 als Befestigungsbügel ausgebildet, mit dem ausschließlich die dem Auflageelement 12 zugeordnete Kippschutzstange 24 an dem Auflageelement 12 befestigt ist. Der Befestigungsbügel weist von den Enden des Stützelements 14 abragende und sich entlang der Breitenrichtung B erstreckende Verbindungsabschnitte auf, von denen einer mit dem Auflageelement 12 und einer mit der Kippschutzstange 24 verbunden ist. Die Kippschutzstange 24 weist hierbei eine Tiefe auf, die etwa 25 % der Tiefe t1 des Auflageelements 12 beträgt.
  • Um die Kippschutzstange 24 zusätzlich zu stabilisieren, ist an dem Auflageelement 12 ein weiteres Befestigungselement 26a mit einem weiteren Stützelement 14a angeordnet. Das Befestigungselement 26 und das weitere Befestigungselement 26a sind entlang der Tiefenrichtung T bzw. horizontal voneinander beabstandet angeordnet. Die Befestigungselemente 26, 26a sind jeweils an einem Ende der Kippschutzstange 24 befestigt. Das weitere Befestigungselement 26a ist ebenfalls als Befestigungsbügel ausgebildet. Die Seitenwand 4 weist eine weitere Verprägung 16a mit einer weiteren Verprägungskante 18a auf. In dem Höhenabschnitt HA verlaufen das weitere Stützelement 14a und die weitere Verprägungskante 18a ebenfalls parallel und in einem geringen Abstand d2 zueinander (vgl. Fig. 3), so dass eine vorteilhafte Übertragung von Lasten und Drehmomenten ermöglicht wird. Für den Abstand d2 gelten dieselben vorbeschriebenen Bedingungen wie für den Abstand d1.
  • Vorliegend weisen die Verprägung 16 und die weitere Verprägung 16a jeweils eine im Wesentlichen rechteckige Außenkontur auf. In einem beide Verprägungen 16, 16a umfassenden gemeinsamen Höhenabschnitt, können daher bis zu vier vertikal verlaufende Verprägungskanten 18, 18a liegen. Dies ermöglicht verschiedene Optionen für die Platzierung der Befestigungselemente 26, 26a in der Nähe einer Verprägungskante 18, 18a und somit auch für die Dimensionierung der Kippschutzstange 24.
  • In diesem Zusammenhang zeigt Figur 4 eine geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Gargeräts 2 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. Dieses Gargerät 2 unterscheidet sich von dem Gargerät 2 des ersten Ausführungsbeispiels lediglich durch eine andere konstruktive Ausgestaltung der Kippschutzstange 24 und der Befestigungselemente 26, 26a. Genauer gesagt ist das weitere Befestigungselement 26a auf einer garraumöffnungsfernen Seite der weiteren Verprägung 16a in einem Nahbereich der weiteren Verprägungskante 18a angeordnet. Die Kippschutzstange 24 weist hierbei eine Tiefe auf, die etwa 80 % der Tiefe t1 des Auflageelements 12 beträgt.
  • Das Aufnahmegitter 10 kann mit mehreren Auflageelementen 12 der vorbeschriebenen Art versehen sein. Vorliegend weist das gezeigte Aufnahmegitter 10 im ersten und zweiten Ausführungsbeispiel vier vertikal voneinander beabstandete und im Wesentlich baugleich ausgebildete Auflageelemente 12 auf.
  • Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel beschränkt. Der Schutzbereich der Erfindung ist durch die Patentansprüche definiert.

Claims (10)

  1. Gargerät (2)
    mit einem durch mindestens eine Seitenwand (4) begrenzten Garraum (6), der eine Höhenrichtung (H), eine Breitenrichtung (B) und eine Tiefenrichtung (T) des Gargeräts (2) definiert, und
    mindestens einem an der Seitenwand (4) angeordneten Aufnahmegitter (10) zur Aufnahme eines durch eine Garraumöffnung (8) des Garraums (6) in den Garraum (6) einschiebbaren Gargutträgers,
    wobei das Aufnahmegitter (10) mindestens ein garraumseitiges Auflageelement (12) zur Auflage des Gargutträgers und mindestens zwei seitenwandseitige Stützelemente (14, 14a) aufweist, die an dem Auflageelement (12) befestigt sind,
    wobei die Seitenwand (4) durch eine mindestens eine Verprägung (16) versteift ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Seitenwand (4) eine weitere Verprägung (16a) aufweist,
    wobei die Verprägung (16) durch eine Verprägungskante (18) begrenzt ist und die weitere Verprägung (16a) durch eine weitere Verprägungskante (18a) begrenzt ist,
    wobei in einem Höhenabschnitt (HA) des Gargeräts (2) die Stützelemente (14, 14a) und die entlang der Höhenrichtung (H) erstreckenden Verprägungskanten (18, 18a) der Verprägungen (16, 16a) parallel zueinander verlaufen,
    wobei ein entlang der Tiefenrichtung (T) gemessener Abstand (d1) des Stützelements (14) zur Verprägungskante (18) und ein entlang der Tiefenrichtung (T) gemessener Abstand (d2) des Stützelements (14a) zur Verprägungskante (18a) kleiner oder gleich 5 mm ist.
  2. Gargerät (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (14, 14a) in dem Höhenabschnitt (HA) als Stange mit einem Durchmesser ausgebildet ist, wobei der entlang der Tiefenrichtung (T) gemessene Abstand (d1, d2) des Stützelements (14, 14a) zur Verprägungskante (18, 18a) kleiner oder gleich dem Durchmesser des Stützelements (14, 14a), bevorzugt kleiner oder gleich dem halben Durchmesser des Stützelements (14, 14a), ist.
  3. Gargerät (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Stützelement (14, 14 a) von einem garraumöffnungsseitigen Ende des Auflageelements (12) und von einem garraumöffnungsfernen Ende des Auflageelements (12) beabstandet angeordnet ist.
  4. Gargerät (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein entlang der Tiefenrichtung (T) gemessener Abstand des Stützelements (14, 14a) von einem garraumöffnungsseitigen Ende des Auflageelements (12) mindestens 5 %, bevorzugt mindestens 10 %, einer Tiefe (t1) des Auflageelements (12) beträgt und/oder dass ein entlang der Tiefenrichtung (T) gemessener Abstand des Stützelements (14, 14a) von dem garraumöffnungsfernen Ende des Auflageelements (12) mindestens 5 % der Tiefe (t1) des Auflageelements (12) beträgt.
  5. Gargerät (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmegitter (10) eine an dem Auflageelement (12) befestigte und sich entlang der Höhenrichtung (H) erstreckende garraumöffnungsseitige Haltestange (20) und/oder eine an dem Auflageelement (12) befestigte und sich entlang der Höhenrichtung (H) erstreckende garraumöffnungsferne Haltestange (22) aufweist, wobei das mindestens eine Stützelement (14, 14a) von der bzw. von den Haltestangen (20, 22) entlang der Tiefenrichtung (T) beabstandet angeordnet ist.
  6. Gargerät (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflageelement (12) innerhalb des Höhenabschnitts (HA), an den Höhenabschnitt (HA) angrenzend oder in einem in einem in Höhenrichtung (H) gemessenen Abstand zum Höhenabschnitt (HA) von kleiner gleich 5 mm, bevorzugt kleiner gleich 3 mm, angeordnet ist.
  7. Gargerät (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmegitter (10) eine dem Auflageelement (12) zugeordnete und oberhalb dieses Auflageelements (12) sich im Wesentlichen parallel zu diesem Auflageelement (12) erstreckende Kippschutzstange (24) aufweist, wobei das Stützelement (14, 14a) einen Teil eines Befestigungselements (26) ausbildet, mit dem die Kippschutzstange (24) an dem Auflageelement (12) befestigt ist.
  8. Gargerät (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (26) als Befestigungsbügel ausgebildet ist, mit dem ausschließlich die dem Auflageelement (12) zugeordnete Kippschutzstange (24) an dem Auflageelement (12) befestigt ist.
  9. Gargerät (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmegitter (10) eine Mehrzahl von Auflageelementen (12) und eine Mehrzahl von Kippschutzstangen (24) aufweist, wobei die Mehrzahl von Kippschutzstangen (24) mittels eines gemeinsamen Befestigungselements (26) an der Mehrzahl von Auflageelementen (12) befestigt sind.
  10. Gargerät (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Auflageelement (12) bzw. an der Mehrzahl von Auflageelementen (12) jeweils zumindest zwei entlang der Tiefenrichtung (T) voneinander beabstandete Befestigungselemente (26, 26a) befestigt sind.
EP26156600.4A 2025-02-10 2026-02-05 Gargerät mit einem an einer verprägungskante abstützbaren aufnahmegitter Pending EP4790323A1 (de)

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EP (1) EP4790323A1 (de)
DE (1) DE102025104835A1 (de)

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