EP4749008A1 - Filtereinheit, wäschetrockner und verfahren zum trocknen von textilien - Google Patents

Filtereinheit, wäschetrockner und verfahren zum trocknen von textilien

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EP4749008A1
EP4749008A1 EP25209666.4A EP25209666A EP4749008A1 EP 4749008 A1 EP4749008 A1 EP 4749008A1 EP 25209666 A EP25209666 A EP 25209666A EP 4749008 A1 EP4749008 A1 EP 4749008A1
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
filter unit
centrifugal separator
component
clothes dryer
cyclone
Prior art date
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Pending
Application number
EP25209666.4A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Florian Wernhard
Alexander Pimenov
Jens Lünsmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Miele und Cie KG
Original Assignee
Miele und Cie KG
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Publication date
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Publication of EP4749008A1 publication Critical patent/EP4749008A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
    • D06F58/00—Domestic laundry dryers
    • D06F58/20—General details of domestic laundry dryers 
    • D06F58/22—Lint collecting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detail Structures Of Washing Machines And Dryers (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Filtereinheit (130) für einen Wäschetrockner (100), wobei die Filtereinheit (130) zumindest einen Fliehkraftabscheider (200) zum Filtern von Flusen aus geförderter Prozessluft (300) umfasst, wobei zumindest eine Komponente (210) des Fliehkraftabscheiders (200) zur Reinigung des Fliehkraftabscheiders (200) von einer anderen Komponente (320) trennbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Filtereinheit für einen Wäschetrockner, einen Wäschetrockner mit einer Filtereinheit und ein Verfahren zum Trocknen von Textilien mit einem Wäschetrockner.
  • Die WO 2024123479 A1 beschreibt einen Zyklonfilter zylindrischer Form mit einem Einlass und einem Auslass für Luft. Bekannt sind Fliehkraftabscheider bisher auch in Staubsaugern, Sandfallen im KFZ-Bereich zum Beispiel im Bereich des Motorluftfilters bei Geländefahrzeugen, Fliehkraftabscheider in großen Industrieanlagen.
  • Der hier vorgestellte Ansatz stellt sich die Aufgabe, eine verbesserte Filtereinheit für einen Wäschetrockner, einen verbesserten Wäschetrockner mit einer Filtereinheit und ein verbessertes Verfahren zum Trocknen von Textilien mit einem Wäschetrockner gemäß den Hauptansprüchen zu schaffen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Filtereinheit für einen Wäschetrockner, einen Wäschetrockner mit einer Filtereinheit und ein Verfahren zum Trocknen von Textilien mit einem Wäschetrockner mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
  • Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben einer einfacheren Reinigungsmöglichkeit einer Filtereinheit aus einer einfachen Entnehmbarkeit von Komponenten der Filtereinheit.
  • Es wird eine Filtereinheit für einen Wäschetrockner vorgestellt, mit zumindest einem Fliehkraftabscheider zum Filtern von Flusen aus geförderter Prozessluft, wobei zumindest eine Komponente des Fliehkraftabscheiders zur Reinigung des Fliehkraftabscheiders von einer anderen Komponente trennbar ist. Das ermöglicht es, die Filtereinheit sehr einfach von innen zu reinigen. Verstopfte Filter können somit wegen der Komponente und der anderen Komponente, welche voneinander trennbar sind, effizienter und einfacher nach einem Auseinandernehmen gereinigt werden. Die Filtereinheit ist gemäß dieser Ausführungsform als eine Art Flusensieb für einen Wäschetrockner ausgeformt. Dabei kann die Filtereinheit in einem gewerblichen Gerät verbaut sein. Der Wäschetrockner kann beispielsweise als ein Wärmepumpentrockner oder ein Umlufttrockner ausgeformt sein. Der Fliehkraftabscheider kann dabei als ein Filter für die Filtereinheit ausgeformt sein. Dabei kann die Komponente des Fliehkraftabscheiders beispielsweise als eine Art kreisförmige Öffnung des Fliehkraftabscheiders ausgeformt sein. Die andere Komponente kann dabei eine Trichterform aufweisen, um Flusen gezielt zu leiten. Durch die Demontage der Komponente, welche als Zyklonschnecke ausgeformt sein kann, kann der Verflusungsgrad der Anwendung nachvollzogen werden und/oder in der anderen Komponente, wie beispielsweise dem Zyklontrichter, eine Reinigung erleichtert werden.
  • Der Fliehkraftabscheider kann beispielsweise aus einer Zyklonschnecke und einem Zyklontrichter ausgeformt sein, wobei die Komponente des Fliehkraftabscheiders als Zyklonschnecke ausgeformt ist und wobei die andere Komponente als Zyklontrichter ausgeformt ist und/oder wobei die Zyklonschnecke und der Zyklontrichter ineinander steckbar und/oder verbindbar sind. Hierdurch kann eine sehr vorteilhafte Luftführung zur Abscheidung von Flusen erreicht werden.
  • Die Filtereinheit kann ein Blech umfassen, das ausgebildet ist, um die Komponente des Fliehkraftabscheiders im Betrieb auf die andere Komponente des Fliehkraftabscheiders zu drücken. Somit kann eine Schnittstelle zwischen der Komponente und der anderen Komponente abgedichtet werden. Das Blech kann beispielsweise aus einem Metall ausgeformt sein. Spezifischer kann das Blech beispielsweise aus Edelmetall ausgeformt sein. Durch die Komponente und die andere Komponente kann eine mechanische Abnutzung der einzelnen Bauteile über turnusmäßige Wartungen überprüft werden, zum Beispiel wenn der Fliehkraftabscheider durch hoch abrasive Partikel beansprucht wird. Hoch abrasive Partikel können dabei Sandkörner, Steine, Metallspäne etc. sein. Dies kann zum Beispiel bei Gebäudereinigern vorkommen. Bei dem Abscheiden von hoch abrasiven Partikeln kann der Zustand des Fliehkraftabscheiders beurteilt und rechtzeitig ausgetauscht werden.
  • Das Blech kann mit einer Seitenwand der Filtereinheit verbunden ausgeformt sein und/oder wobei das Blech abnehmbar ausgeformt ist. Die Seitenwand kann gemäß einer Ausführungsform eine Innenseite der Filtereinheit sein. Dabei kann das Blech beispielsweise mittels einer Rastnase, oder mittels Schrauben an der Seitenwand befestigt sein. Somit kann das Blech stabil und zugleich abnehmbar sein. Das Blech kann beispielsweise auch eine Abdichtung der einzelnen Bauteile des Fliehkraftabscheiders ohne zusätzliche Bauteile oder Dichtmittel ermöglichen.
  • Die Filtereinheit kann eine Serviceklappe aufweisen, wobei die Serviceklappe beweglich ausgeformt ist, um die Komponente des Fliehkraftabscheiders zur Entnahme freizugeben. Alternativ kann die Serviceklappe eine Öffnung zu dem Fliehkraftabscheider freigeben oder verschließen. Durch die Serviceklappe können beschädigte Komponenten des Fliehkraftabscheiders mit geringem Aufwand ausgetauscht werden. Ursachen für eine beschädigte Komponente können zum Beispiel Spannungsrisse durch thermische Verformungen im Fehlerfall, eine mechanische Beschädigung beim Einbau, oder eine mechanische Beschädigung durch Fremdpartikeln im Trocknungsprozess sein, durch zum Beispiel Steine, Schrauben oder Ähnliches.
  • Die Filtereinheit kann zumindest einen zweiten Fliehkraftabscheider umfassen. Je mehr Fliehkraftabscheider die Filtereinheit umfasst, desto besser und mit höherem Luftdurchsatz können Flusen aus der Luft gefiltert werden. Durch mehrere, oder zumindest zwei Fliehkraftabscheider kann ein effizienteres Filtern der Prozessluft ermöglicht werden.
  • Unter Anderem kann die Filtereinheit ein Verbindungselement umfassen, welches mit der Komponente des Fliehkraftabscheiders und einer Komponente des zweiten Fliehkraftabscheiders verbunden ist, um eine gemeinsame Entnahme der Komponente des Fliehkraftabscheiders und der Komponente des zweiten Fliehkraftabscheiders zu ermöglichen. Das Verbindungselement kann beispielsweise aus Kunststoff oder Metall, beispielsweise Edelstahl, ausgeformt sein. Das Verbindungselement kann außerdem das Blech unterstützen, indem die Zyklonschnecke (stärker) an den Zyklontrichter gedrückt wird. Über untereinander verbundene Zyklonschnecken ist es möglich, diese alle zeitgleich abzuziehen oder zu montieren, was den Zeitaufwand beim Service reduziert.
  • Ferner wird mit der Erfindung ein Wäschetrockner mit einer Variante einer hier vorgestellten Filtereinheit vorgestellt, wobei der Wäschetrockner eine Trommel zum Aufnehmen von Wäsche und eine Lüftereinheit zum Fördern von Prozessluft aus der Trommel aufweist, wobei die Filtereinheit zwischen der Trommel und der Lüftereinheit angeordnet ist. Durch die Platzierung der Filtereinheit zwischen der Trommel und der Lüftereinheit kann die Lebensdauer und Effizienz des Lüfters länger gewährleistet werden, da dieser nicht mit Flusen oder Ähnlichem in Kontakt kommt.
  • Dabei kann die andere Komponente der Filtereinheit aus dem Wäschetrockner herausnehmbar ausgeformt sein. Das andere Teil kann hierbei als der Zyklontrichter ausgeformt sein. Durch das Herausnehmen der anderen Komponente kann ein Flusensieb oder ein ähnliches Filterelement entnommen und gereinigt werden. Außerdem können Flusen aus einem von dem Fliehkraftabscheider verdeckten Sammelbereich dann entnommen werden. Somit kann der Verflusungsgrad der Anwendung nachvollzogen werden. Manuelle Reinigung der Zyklonschnecke und des Zyklontrichters wird ermöglicht. Durch regelmäßigen Service oder Reinigung der Filterkomponente können gleichbleibende Filterleistung über Wäschetrocknerlebensdauer ohne zusätzliche Ersatzteile erzielt werden. Außerdem kann durch die Entnehmbarkeit der Komponente und der anderen Komponente ein Austausch beschädigter Bauteile über lösbare Verbindungen ermöglicht werden.
  • Außerdem wird ein Verfahren zum Trocknen von Textilien mit einem Wäschetrockner, wie vorstehend genannt, vorgestellt, mit einem Schritt des Ansteuerns der Lüftereinheit, um einen Prozessluft von der Trommel durch die Filtereinheit zu fördern.
  • Der hier vorgestellte Ansatz schafft ferner eine Steuereinheit, die ausgebildet ist, um den Schritt einer Variante eines hier vorgestellten Verfahrens in entsprechenden Einrichtungen des Wäschetrockners durchzuführen, anzusteuern beziehungsweise umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante der Erfindung in Form einer Vorrichtung kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe schnell und effizient gelöst werden. Anders ausgedrückt, der vorstehend genannte Wäschetrockner umfasst die besagte Steuereinrichtung zur Durchführung des vorstehend genannten Verfahrens zum Trocknen von Wäsche.
  • Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um Eingangssignale einzulesen und unter Verwendung der Eingangssignale Ausgangssignale zu bestimmen und bereitzustellen. Ein Eingangssignal kann beispielsweise ein über eine Eingangsschnittstelle der Steuereinheit einlesbares Sensorsignal darstellen. Ein Ausgangssignal kann ein Steuersignal oder ein Datensignal darstellen, das an einer Ausgangsschnittstelle der Steuereinheit bereitgestellt werden kann. Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um die Ausgangssignale unter Verwendung einer in Hardware oder Software umgesetzten Verarbeitungsvorschrift zu bestimmen. Beispielsweise kann die Steuereinheit dazu eine Logikschaltung, einen integrierten Schaltkreis oder ein Softwaremodul umfassen und beispielsweise als ein diskretes Bauelement realisiert sein oder von einem diskreten Bauelement umfasst sein.
  • Von Vorteil ist auch ein Computer-Programmprodukt oder Computerprogramm mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger oder Speichermedium wie einem Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert sein kann. Wird das Programmprodukt oder Programm auf einem Computer oder einer Steuereinheit ausgeführt, so kann das Programmprodukt oder Programm zur Durchführung, Umsetzung und/oder Ansteuerung des Schritts des Verfahrens nach einer der hier beschriebenen Ausführungsformen verwendet werden.
  • Der hier beschriebene Ansatz kann entsprechend im Zusammenhang mit einem gewerblichen oder professionellen Gerät, beispielsweise einem medizinischen Gerät, wie einem Reinigungs- oder Desinfektionsgerät, einem Kleinsterilisator, einem Großraumdesinfektor oder einer Container-Waschanlage eingesetzt werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
  • Figur 1
    eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners;
    Figur 2
    eine perspektivische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners;
    Figur 3
    eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners;
    Figur 4
    eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Filtereinheit des Wäschetrockners;
    Figur 5
    eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners; und
    Figur 6
    ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Trocknen von Wäsche.
  • Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners 100. Der Wäschetrockner 100 kann als Hausgerät oder auch als gewerbliches Gerät ausgestaltet sein. Der Wäschetrockner 100 hat wie übliche Wäschetrockner eine Trommel 110. Durch die Trommel 110 wird ein Strom von Prozessluft geführt, welcher Textilien in der Trommel 110 trocknet. Dabei wird die Prozessluft in dem Wäschetrockner 100 von einer Lüftereinheit 120 gefördert. Zwischen der Lüftereinheit 120 und der Trommel 110 ist dabei eine Filtereinheit 130 angeordnet. Die Filtereinheit 130 ist dazu vorgesehen, um Flusen, Fussel oder Ähnliches aus der Prozessluft zu filtern. Die Filtereinheit 130 umfasst hierfür beispielsweise einen Fliehkraftabscheider. Des Weiteren umfasst der Wäschetrockner 100 eine Steuereinheit 140, welche dazu gedacht ist, um Textilien in dem Wäschetrockner 100 zu trocknen, indem die Steuereinheit 140 die Lüftereinheit 120 ansteuert, um Prozessluft von der Trommel 110 durch die Filtereinheit 130 zu fördern.
  • Die Filtereinheit 130 ist hierbei in einem Flusenraum 150 angeordnet. Dabei umfasst die Filtereinheit 130 zumindest einen Fliehkraftabscheider zum Filtern von Flusen aus geförderter Prozessluft, wobei zumindest eine Komponente des Fliehkraftabscheiders zur Reinigung des Fliehkraftabscheiders von einer anderen Komponente trennbar ist. Der Flusenraum 150 ist gemäß einem Ausführungsbeispiel zwischen der Trommel 110 und der Lüftereinheit 120 angeordnet.
  • Figur 2 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners 100. Dabei ist der Wäschetrockner 100 wie der in Figur 1 beschriebene Wäschetrockner ausgeformt. Der Wäschetrockner 100 umfasst hier die Filtereinheit 130 mit einem Fliehkraftabscheider 200 in dem Flusenraum 150 und die Lüftereinheit 120.
  • Die Filtereinheit 130 umfasst hierbei sechs Fliehkraftabscheider 200, welche parallel zueinander in dem Flusenraum 150 platziert sind. Zusätzlich sind die Fliehkraftabscheider 200 so in dem Flusenraum 150 angeordnet, dass die Fliehkraftabscheider 200 entlang einer Luftströmungsrichtung ausgerichtet sind. Dabei verläuft die Luftströmungsrichtung von einer Front des Wäschetrockners 100 zu der Lüftereinheit 120 hin. Alternativ umfasst der Wäschetrockner 100 beispielsweise auch nur zwei Fliehkraftabscheider 200. Es kann auch sein, dass der Wäschetrockner 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel acht oder zehn Fliehkraftabtreiber 200 aufweist.
  • Die Fliehkraftabscheider 200 sind gemäß diesem Ausführungsbeispiel mittels einem Verbindungselement 205 miteinander verbunden. Genauer ist das Verbindungselement 205 mit einer Komponente 210 des Fliehkraftabscheiders 200 verbunden. Dabei ist die Komponente 210 beispielsweise als eine Komponente 210 des Fliehkraftabscheiders 200 ausgeformt. Das Verbindungselement 205 ist beispielsweise wie eine Art Latte ausgeformt, welche die Fliehkraftabscheider 200 oberhalb einer Öffnung der Komponente 210 miteinander verbindet. Über das Verbindungselement 205 können alle Komponenten 210 der Fliehkraftabscheider 200 mit einem Handgriff entnommen werden.
  • Die Verwendung von Fliehkraftabscheidern beziehungsweise Zyklonfiltern im Wäschetrockner 100 ermöglicht es, Flusen ohne Einsatz eines Gewebefilters abzuscheiden. Flusen haben die Eigenschaft, sich an jeder Oberfläche festzusetzen. Dies hat unterschiedliche Gründe, zum Beispiel bleiben Flusen an Kanten hängen oder aufgrund elektrostatischer Aufladung kleben sie an elektrisch aufgeladenen Oberflächen. Da Flusen zu Beginn eines Trocknungsprozesses noch feucht sind, können diese ebenfalls an glatten Oberflächen kleben. Nach Verdunstung des Wassers bleiben die trockenen Flusen weiterhin an der Oberfläche haften. Dies trifft vor allem auf die feinen Flusen, welche eine ähnliche Konsistenz wie Mehl aufweisen. Außerdem lagern sich bspw. der Kalk vom verdunstenden Wasser oder die Waschmittelrückstände mit der Zeit in den Luftwegen ab.
  • Über die Laufzeit werden so fast alle Oberflächen, welche mit Flusen in Kontakt kommen, mit einem entsprechenden Flusenfilm beaufschlagt, der je nach Ausprägung permanent zunimmt. Hierdurch können sich Strömungsquerschnitte verändern, wodurch die gesamte Strömung beeinflusst wird. Dies schlägt sich äußerst negativ auf den Betrieb des Geräts beziehungsweise den Programmlaufzeiten, die sich mit der Verringerung der Strömungsquerschnitte verlängert.
  • Dieser Sachverhalt macht es erforderlich, die Luftwege von Wäschetrocknern in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Im gewerblichen Bereich wird dies zum Beispiel über die regelmäßigen Trocknerwartungen durchgeführt, bei welcher unter anderem Luftkanäle, Heizkanäle und der Bereich des Gewebefilters gereinigt werden. Mit Einführung eines Fliehkraftabscheiders 200, welcher an für sich wartungsarm arbeitet, ist es erforderlich, diesen auch zu reinigen. Dazu muss der Fliehkraftabscheider 200 geöffnet und innen gereinigt werden. Ein Flusenfilm oder Flusenteppich im Innern des Fliehkraftabscheiders 200 würde die Strömung stark negativ beeinflussen und somit die gesamte Wirkungsweise reduzieren. Die Wirkungsweise beruht auf Ausnutzung der physikalischen Eigenschaften der Luftströmung im Inneren des Fliehkraftabscheiders 200.
  • Der Einsatz von Fliehkraftabscheidern in Wäschetrocknern hat sich bisher noch nicht wirklich im Markt etabliert. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, vermutlich aber aufgrund einer Vielzahl von Problemen im Einsatz der Fliehkraftabscheider. Der hier vorgestellte Ansatz widmet sich daher einer Vereinfachung der Reinigung der Fliehkraftabscheider 200, um die Filterwirkung über die Lebensdauer des Wäschetrockners 100 aufrecht zu erhalten. Vor allem im gewerblichen Bereich, wo eine effektive Filterung essenziell ist und zudem die Wäschetrocknerleistung über die Lebensdauer nicht nachlassen darf, ist eine Reinging der Filtereinheit 130 von innen unumgänglich. Da hier der Durchsatz der Wäsche pro Stunde zählt, ist eine Verschlechterung aufgrund zugesetzter Luftwege oder Filtereinheit 130 für den Betreiber gleichzusetzen mit Gewinneinbußen.
  • Figur 3 zeigt eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners 100. Der Wäschetrockner 100 ist dabei wie der in Figur 1 beschrieben Wäschetrockner ausgeformt. Die Prozessluft 300 wird von der Trommel 110 durch die Filtereinheit 130 zum Gebläse 120 gesaugt. Der Flusenraum 150 wird nur zu einem Anteil mit Prozessluft beaufschlagt, insgesamt herrscht dort eine geringe Luftströmung, um die bereits gesammelten Flusen nicht aufzuwirbeln. Überwiegend wird die Prozessluft 300 in den Fliehkraftabscheider 200 geleitet, welcher die Prozessluft 300 tangential zu einer bisherigen Strömungsrichtung weiterleitet.
  • Die Flussrichtung der Prozessluft 300 ist hier mit Pfeilen dargestellt. Dabei wird die Prozessluft 300 zuerst aus der Trommel 110 direkt in die Fliehkraftabscheider 200 geleitet. Die Ansaugkanäle der Fliehkraftabscheider 200 sind in diesem Ausführungsbeispiel strömungstechnisch direkt hinter der Trommelkappe angeordnet. Dabei wird die Prozessluft 300 tangential in den Fliehkraftabscheider 200 geleitet. An dem Fliehkraftabscheider 200 ist hier ein Blech 310 angeordnet. Da der Fliehkraftabscheider 200 aus zwei Bauteilen, der Komponente 210 und der anderen Komponente 320 ausgeformt ist, gibt es eine Schnittstelle, an welcher der Fliehkraftabscheider 200 undicht ist, wenn die Komponente 210 und die andere Komponente 320 nicht ausreichend dicht verschlossen sind.
  • Das Blech 310 ist dabei dazu ausgeformt, um die Komponente 210 des Fliehkraftabscheiders 200 an eine andere Komponente 320 fest aneinander zu drücken. Die andere Komponente 320 ist hierbei als ein Zyklontrichter ausgeformt, welcher eine Kegelform aufweist. Dabei ist das Blech 310 jedoch abnehmbar ausgeformt, um eine Reinigung des Fliehkraftabtreibers 200 zu ermöglichen. Das Blech 310 kann in einer entsprechenden Ausgestaltung nicht nur über Schrauben, sondern zum Beispiel auch über Rastnasen, Schnellspanner oder andere bekannte Spannvorrichtungen gesichert werden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist das Blech 310 mit einer Seitenwand der Filtereinheit 130 verbunden. Dadurch entsteht eine erhöhte Stabilität des Blechs 310. Das Blech 310 ist dabei beispielsweise als eine Art Deckel auf dem Fliehkraftabscheider 200 aufgesetzt.
  • Des Weiteren umfasst die Filtereinheit 130 beispielsweise eine Serviceklappe 330. Die Serviceklappe ist gemäß einem Ausführungsbeispiel an einer Frontseite des Wäschetrockners 100 angeordnet. Dabei macht die Serviceklappe 330 einem Nutzer die Filtereinheit 130 zugänglich. Dadurch erleichtert die Serviceklappe 330 eine Reinigung der Filtereinheit 130, sowie bei verschiedenen Servicefällen ein einfaches und schnelles Auswechseln von defekten Bauteilen.
  • Die Anordnung der Fliehkraftabscheider 200 mit der Komponente 210, im Folgenden auch als Zyklonschnecke bezeichnet, zur Wäschetrocknerfront hin ist dabei essenziell für eine einfache Zugänglichkeit. Die im Anhang beigefügten Skizzen beziehen sich auf den Flusenraum 150 des Wäschetrockners 100. Während des Trocknungsprozesses wird die Prozessluft 300 durch eine Lüftereinheit 120 aus der Trommel 110 gesaugt. Auf diesem Wege wird sie durch den Flusenraum 150 geleitet und hier von den in der Prozessluft 300 befindlichen Flusen gereinigt. Für die Filterung der Flusen aus der Prozessluft 300 werden parallel zueinander montierte Fliehkraftabscheider 200 eingesetzt. In der Skizze sind beispielhaft sechs Fliehkraftabscheider 200 parallel dargestellt. Der Einlass zu den Fliehkraftabscheidern 200 befindet sich zwischen dem Ausgang der Trommel 110 und der Wäschetrocknerfront. Eine Anströmung der Fliehkraftabscheider 200 findet tangential statt. Der Lufteinlass des Fliehkraftabscheiders 200 ist dabei im vorderen Bereich, der Zyklontrichter erstreckt sich nach hinten in Richtung der Hauptströmungsrichtung zu der Lüftereinheit 120, der Auslass für die gereinigte Luft befindet sich wiederum an der Vorderseite der Fliehkraftabscheider 200. Die Zyklonschnecke ist nach vorne zur Wäschetrocknerfront hin ausgerichtet. Der Zyklontrichter ist fest mit der Wäschetrocknerperipherie verbunden, zum Beispiel über Schraubdome oder Rastnasen, welche eine Verbindung zu den umgebenden Blechen ermöglichen. Zwecks Austauschbarkeit der Zyklontrichter sind diese Verbindungen ebenfalls als lösbare Verbindungen ausgeführt. Die Zyklonschnecke wird in den Zyklontrichter eingeführt. Hinzu wird über dieses Blech 310 die Prozessströmung innerhalb des Flusenraums 150 definiert. Um im Servicefall den Zugang zu den Zyklonschnecken zu ermöglichen, muss lediglich das Blech 310 entfernt werden. Über die im vorderen Bereich des Wäschetrockners 100 befindliche Serviceklappe 330 erlangt man Zugang zu dem Blech 310. Die Serviceklappe 330 dient dabei nicht nur der Zugänglichkeit des Bleche 310s, sondern auch der Zugänglichkeit des Sammelraums, in welchen die abgeschiedenen Flusen fallen. Das Blech 310 kann über entsprechende Ausgestaltung nicht nur über Schrauben, sondern zum Beispiel auch über Rastnasen, Schnellspanner oder andere bekannte Spannvorrichtungen gesichert werden. Der Vorteil besteht darin, dass das Blech 310 alle Zyklone fixiert und spannt, eine separate Verrastung oder Verschraubung der einzelnen Zyklontrichter mit den dazugehörigen Zyklonschnecken wird nicht erforderlich. Außerdem ist es möglich, zum Beispiel über eine mechanische Verbindung aller Zyklonschnecken untereinander, diese alle gleichzeitig zu entfernen. Somit können mit wenigen Handgriffen alle Fliehkraftabscheider 200 auf einmal geöffnet werden und es muss nicht jede Zyklonschnecke einzeln hinausgezogen werden.
  • Figur 4 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Filtereinheit 130 des Wäschetrockners. Die Filtereinheit 130 ist dabei wie die in Figur 1 beschriebene Filtereinheit ausgeformt. Genauer zu sehen sind die Bestandteile der Filtereinheit 130. Die Filtereinheit 130 umfasst auch hier wieder den Fliehkraftabscheider 200. Dabei ist ein Fliehkraftabscheider 200, in Bezug auf die anderen zwei gezeigten Fliehkraftabscheider 200, ein Stück hervorgehoben dargestellt. Ebenfalls gezeigt ist das Blech 310, welches hier weitere Fliehkraftabscheider verdeckt.
  • Ein Eingang 400 des Fliehkraftabscheider 200 ist beispielsweise an einer zu der Trommel zeigenden Seite des Fliehkraftabscheiders 200 angeordnet. Hier ist das eine, in einem aufgestellten Zustand des Wäschetrockners, obere Seite des Fliehkraftabscheiders 200. Dabei umfasst das Blech 310 ebenfalls Durchgangsöffnungen 410, an den Stellen wo das Blech 310 sonst die Eingänge 400 der Fliehkraftabscheider 200 verdecken würde. Die Komponente 210 weist hierbei eine Öffnung 420 auf, wodurch gefilterte Luft aus der anderen Komponente 320 wieder herausgeführt wird.
  • Figur 5 zeigt eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Wäschetrockners 100. Der Wäschetrockner 100 ist dabei wie der in Figur 1 beschriebene Wäschetrockner ausgeformt. Der Wäschetrockner 100 umfasst hier die Filtereinrichtung 130 mit dem Fliehkraftabscheider 200 in dem Flusenraum 150. Dabei ist der Fliehkraftabscheider 200 aus der Komponente 210 und der anderen Komponente 320 bestehend.
  • Hier ist eine Schnittstelle 500 zwischen der Komponente 210 und der anderen Komponente 320 deutlich zu erkennen. Besagte Schnittstelle 500 wird abgedichtet, indem das Blech die Komponente 210 frontal auf die andere Komponente 320 drückt. Durch eine Übermaßpassung dichtet die Komponente 210 an der Schnittstelle 500 über eine Kombination aus Form- und Kraftschluss. Das Blech, welches von der Vorderseite über alle Fliehkraftabscheider 200 montiert wird, sichert die Verbindung final ab. Wenn das Blech mit der umgebenden Peripherie verschraubt wird, werden die dahinter befindlichen Zyklonschnecken in die Zyklontrichter gepresst. Die aufgebrachte Klemmkraft reicht aus, um die Dichtigkeit an der Schnittstelle 500 zu gewährleisten.
  • Figur 6 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 600 zum Trocknen von Textilien mit einem Wäschetrockner. Das Verfahren 600 hat einen Schritt 601 des Ansteuerns der Lüftereinheit, um Prozessluft von der Trommel durch die Filtereinheit zu fördern. Bekannt sind Verfahren, bei welchen die Flusen und andere Fremdkörper im Luftstrom durch Flusensiebe mechanisch aus dem Luftstrom entfernt werden. Des Weiteren werden teilweise mehrstufige mechanische Filter verwendet, welche im Grunde jedoch aus einer Reihenschaltung von Filtern mit unterschiedlicher Maschenweiten bestehen. Die Reinigung dieser erfolgt in den meisten Fällen manuell zum Beispiel mittels Besen.

Claims (12)

  1. Filtereinheit (130) für einen Wäschetrockner (100), wobei die Filtereinheit (130) folgendes Merkmal umfasst:
    zumindest einen Fliehkraftabscheider (200) zum Filtern von Flusen aus geförderter Prozessluft (300), wobei zumindest eine Komponente (210) des Fliehkraftabscheiders (200) zur Reinigung des Fliehkraftabscheiders (200) von einer anderen Komponente (320) trennbar ist.
  2. Filtereinheit (130) gemäß Anspruch 1, wobei der Fliehkraftabscheider (200) aus einer Zyklonschnecke und einem Zyklontrichter ausgeformt ist, insbesondere wobei die Komponente (210) des Fliehkraftabscheiders (200) als Zyklonschnecke ausgeformt ist und/oder wobei die andere Komponente (320) als Zyklontrichter ausgeformt ist und/oder wobei die Zyklonschnecke und der Zyklontrichter ineinander steckbar und/oder verbindbar sind.
  3. Filtereinheit (130) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Blech (310), das ausgebildet ist, um die Komponente (210) des Fliehkraftabscheiders (200) im Betrieb auf die andere Komponente (320) des Fliehkraftabscheiders (200) zu drücken.
  4. Filtereinheit (130) gemäß Anspruch 3, wobei das Blech (310) mit einer Seitenwand der Filtereinheit (130) verbunden ausgeformt ist und/oder wobei das Blech (310) abnehmbar ausgeformt ist.
  5. Filtereinheit (130) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einer Serviceklappe (330), wobei die Serviceklappe (330) beweglich ausgeformt ist, um die Komponente (210) des Fliehkraftabscheiders (200) zur Entnahme freizugeben und/oder eine Öffnung zu dem Fliehkraftabscheider (200) freizugeben und/oder zu verschließen.
  6. Filtereinheit (130) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Filtereinheit (130) zumindest einen zweiten Fliehkraftabscheider (200) umfasst.
  7. Filtereinheit (130) gemäß Anspruch 7, mit einem Verbindungselement (205), welches mit der Komponente (210) des Fliehkraftabscheiders (200) und einer Komponente (210) des zweiten Fliehkraftabscheiders (200) verbunden ist, um eine gemeinsame Entnahme der Komponente (210) des Fliehkraftabscheiders (200) und der Komponente (210) des zweiten Fliehkraftabscheiders (200) zu ermöglichen.
  8. Wäschetrockner (100) mit einer Filtereinheit (130) gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, wobei der Wäschetrockner (100) eine Trommel (110) zum Aufnehmen von Wäsche und eine Lüftereinheit (120) zum Fördern von Prozessluft (300) aus der Trommel (110) aufweist, wobei die Filtereinheit (130) zwischen der Trommel (110) und der Lüftereinheit (120) angeordnet ist.
  9. Wäschetrockner (100) gemäß Anspruch 8, wobei die andere Komponente (320) der Filtereinheit (130) aus dem Wäschetrockner (100) herausnehmbar ausgeformt ist.
  10. Verfahren (600) zum Trocknen von Textilien mittels eines Wäschetrockners (100) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 9, mit einem Schritt (601) des Ansteuerns der Lüftereinheit (120), um einen Prozessluft (300) von der Trommel (110) durch die Filtereinheit (130) zu fördern.
  11. Steuereinheit (140), die ausgebildet ist, um den Schritt (601) des Verfahrens (600) gemäß Anspruch 10 in einer entsprechenden Einheit auszuführen und/oder anzusteuern.
  12. Computer-Programmprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens (600) nach Anspruch 10, wenn das Computer-Programmprodukt auf einer Steuereinheit (140) gemäß Anspruch 11 ausgeführt wird.
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