EP4739748A1 - Leuchtstoff, verfahren zur herstellung eines leuchtstoffs, verwendung eines leuchtstoffs und optoelektronisches bauelement - Google Patents

Leuchtstoff, verfahren zur herstellung eines leuchtstoffs, verwendung eines leuchtstoffs und optoelektronisches bauelement

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EP4739748A1
EP4739748A1 EP24739148.5A EP24739148A EP4739748A1 EP 4739748 A1 EP4739748 A1 EP 4739748A1 EP 24739148 A EP24739148 A EP 24739148A EP 4739748 A1 EP4739748 A1 EP 4739748A1
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EP
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phosphor
lisi
emission
nanometers
elements
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Application number
EP24739148.5A
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Markus SEIBALD
Christiane STOLL
Stefan Lange
Frauke PHILIPP
Sonja Tragl
Mark VORSTHOVE
Max Kilian RIESSBECK
Gunter Heymann
Hubert HUPPERTZ
Klaus Wurst
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Ams Osram International GmbH
Original Assignee
Ams Osram International GmbH
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Abstract

Es wird ein Leuchtstoff (1) mit der Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E beschrieben, wobei 0≤x≤4, 0≤c≤1, 0≤z≤4, 0≤a≤8, 0≤b≤4, 0≤2x+a≤8, 0≤z+b≤4, - 4≤-z+b-c≤4. Es werden weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffs, eine Verwendung eines Leuchtstoffs und ein optoelektronisches Bauelement beschrieben.

Description

2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 1 - Beschreibung LEUCHTSTOFF, VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES LEUCHTSTOFFS, VERWENDUNG EINES LEUCHTSTOFFS UND OPTOELEKTRONISCHES BAUELEMENT Es werden ein Leuchtstoff, ein Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffs, eine Verwendung eines Leuchtstoffs und ein optoelektronisches Bauelement beschrieben. Es ist unter anderem eine Aufgabe, einen verbesserten Leuchtstoff bereitzustellen. Weiterhin soll ein effizientes Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffs bereitgestellt werden. Es soll zudem eine Verwendung und ein effizientes optoelektronisches Bauelement jeweils mit dem Leuchtstoff bereitgestellt werden. Es wird ein Leuchtstoff angegeben. Der Leuchtstoff kann nach außen hin ungeladen vorliegen. Das bedeutet, dass im Leuchtstoff nach außen hin ein vollständiger Ladungsausgleich zwischen positiven und negativen Ladungen bestehen kann. Es ist hingegen auch möglich, dass der Leuchtstoff formell in geringem Maße keinen vollständigen Ladungsausgleich besitzt. Es ist bei den angegebenen Zusammensetzungen oder Summenformeln möglich, dass der Leuchtstoff weitere Elemente, beispielsweise in Form von Verunreinigungen, aufweist. Zusammengenommen weisen die Verunreinigungen höchstens 1 Promille, insbesondere höchstens 100 ppm (parts per million), beispielsweise höchstens 10 ppm, auf. Insbesondere sind diese Verunreinigungen in einem Anteil von höchstens 5 Mol-%, 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 2 - insbesondere von höchstens 1 Mol-%, beispielsweise von höchstens 0,1 Mol-% in dem Leuchtstoff vorhanden. Hier und im Folgenden werden Leuchtstoffe anhand von Zusammensetzungen oder Summenformeln beschrieben. Die in den Zusammensetzungen oder Summenformeln aufgeführten Elemente liegen dabei in geladener Form vor. Hier und im Folgenden sind mit Elementen und/oder Atomen in Bezug auf die Zusammensetzungen oder Summenformeln der Leuchtstoffe somit Ionen in Form von Kationen und Anionen gemeint, auch wenn dies nicht explizit angegeben ist. Dies gilt auch für Elementsymbole, wenn diese der Übersichtlichkeit halber ohne Ladungszahl genannt werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der einwertigen Elemente. Mit dem Begriff „Wertigkeit“ in Bezug auf ein bestimmtes Element ist vorliegend gemeint, wie viele Elemente mit einfacher entgegengesetzter Ladung in einer chemischen Verbindung benötigt werden, um einen Ladungsausgleich zu erzielen. Somit umfasst der Begriff „Wertigkeit“ die Ladungszahl des Elements. Elemente mit der Wertigkeit eins werden als einwertige Elemente bezeichnet. Einwertige Elemente sind häufig in chemischen Verbindungen einfach positiv geladen und besitzen eine Ladungszahl von +1. Ein Ladungsausgleich in einer chemischen Verbindung kann beispielsweise über ein weiteres Element, das einfach negativ geladen ist, stattfinden. Einwertige Elemente sind vorliegend in der Regel ausgewählt 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 3 - aus der Gruppe gebildet durch Alkalielemente sowie Elemente der Nebengruppen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente. Elemente mit der Wertigkeit drei werden als dreiwertige Elemente bezeichnet. Dreiwertige Elemente sind häufig in chemischen Verbindungen dreifach positiv geladen und besitzen eine Ladungszahl von +3. Ein Ladungsausgleich in einer chemischen Verbindung kann beispielsweise über drei weitere Elemente, die jeweils einfach negativ geladen sind, oder ein weiteres Element, das dreifach negativ geladen ist, stattfinden. Dreiwertige Elemente sind vorliegend in der Regel ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch Elemente der Nebengruppen, insbesondere der Seltenerdelemente, und durch Elemente der 3. Hauptgruppe. Hier und im Folgenden werden unter den Seltenerdelementen die folgenden Elemente verstanden: Sc, Y, La, Ce, Pr, Nd, Pm, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb, Lu. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der vierwertigen Elemente. Elemente mit der Wertigkeit vier werden als vierwertige Elemente bezeichnet. Vierwertige Elemente sind häufig in chemischen Verbindungen vierfach positiv geladen und besitzen eine Ladungszahl von +4. Ein Ladungsausgleich in einer chemischen Verbindung kann beispielsweise über vier weitere Elemente, die jeweils einfach negativ geladen sind, oder zwei weitere Elemente, die zweifach negativ geladen sind, 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 4 - stattfinden. Vierwertige Elemente sind vorliegend in der Regel ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch Elemente der 4. Hauptgruppe und durch Elemente der Nebengruppen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff Sauerstoff und/oder Stickstoff. Insbesondere liegt der Sauerstoff zweifach negativ geladen vor. Insbesondere liegt der Stickstoff dreifach negativ geladen vor. Sauerstoff und/oder Stickstoff dienen beispielsweise zum Ladungsausgleich für die einwertigen Elemente, die dreiwertigen Elemente und die vierwertigen Elemente. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff ein Aktivator-Element E. Es ist weiterhin möglich, dass der Leuchtstoff eine Kombination von Aktivator-Elementen umfasst. In der Regel weist der Leuchtstoff eine Wirtsstruktur auf, in die Fremdelemente als Aktivator-Element eingebracht sind. Das Aktivator-Element kann elektromagnetische Strahlung einer Anregungswellenlänge absorbieren. Dabei ist es möglich, dass die elektronische Struktur des Aktivator-Elements durch die Wirtsstruktur verändert wird. Nach der Absorption der elektromagnetischen Strahlung der Anregungswellenlänge wird in dem Leuchtstoff, beispielsweise in dem Aktivator-Element oder der Wirtsstruktur, ein elektronischer Übergang angeregt. Durch Emission von elektromagnetischer Strahlung mit einem Emissionsspektrum geht der Leuchtstoff wieder in den Grundzustand über. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der einwertigen Elemente, ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente, ein Element oder eine Kombination von 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 5 - Elementen ausgewählt aus der Gruppe der vierwertigen Elemente, Sauerstoff und/oder Stickstoff, und ein Aktivator- Element E. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der zweiwertigen Elemente. Elemente mit der Wertigkeit zwei werden als zweiwertige Elemente bezeichnet. Zweiwertige Elemente sind häufig in chemischen Verbindungen zweifach positiv geladen und besitzen eine Ladungszahl von +2. Ein Ladungsausgleich in einer chemischen Verbindung kann beispielsweise über zwei weitere Elemente, die jeweils einfach negativ geladen sind, oder ein weiteres Element, das zweifach negativ geladen ist, stattfinden. Zweiwertige Elemente sind vorliegend in der Regel ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch Erdalkalielemente sowie durch Elemente der Nebengruppen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Leuchtstoff ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der fünfwertigen Elemente. Elemente mit der Wertigkeit fünf werden als fünfwertige Elemente bezeichnet. Fünfwertige Elemente sind häufig in chemischen Verbindungen fünffach positiv geladen und besitzen eine Ladungszahl von +5. Ein Ladungsausgleich in einer chemischen Verbindung kann beispielsweise über fünf weitere Elemente, die jeweils einfach negativ geladen sind, oder ein weiteres Element, das zweifach negativ geladen ist, und ein weiteres Element, das dreifach negativ geladen ist, stattfinden. Fünfwertige Elemente sind vorliegend in der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 6 - Regel ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch Elemente der 5. Hauptgruppe und durch Elemente der Nebengruppen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist der Leuchtstoff die Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E auf. Alle Ausführungen im Zusammenhang mit dem Leuchtstoff, der über seine Summenformel beschrieben wird, gelten auch für den Leuchtstoff, der lediglich über seine Zusammensetzung beschrieben wird, und umgekehrt. Durch die eckigen Klammern wird insbesondere angedeutet, dass MA, MD, ME, MG, N und O in der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs ein Gerüst ausbilden. Beispielsweise handelt es sich bei MA, MD, ME und MG um Gerüstbildner. Zwischen Strukturbausteinen, die das Gerüst bilden, beispielsweise in Lücken oder Kanälen, sind zum Beispiel Li, MB, MF, MC und E angeordnet. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt 0 ≤ x ≤ 4. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt 0 ≤ c ≤ 1. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt 0 ≤ z ≤ 4. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt 0 ≤ a ≤ 8. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt 0 ≤ b ≤ 4. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt 0 ≤ 2x+a ≤ 8. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt 0 ≤ z+b ≤ 4. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs gilt -4 ≤ -z+b-c ≤ 4. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MB ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der zweiwertigen Elemente. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 7 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente. Insbesondere ist MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der Seltenerdelemente. Beispielsweise weisen die Seltenerdelemente in dem Leuchtstoff die Ladungszahl +3 auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MA Li und/oder Na. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MD ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der vierwertigen Elemente. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist ME ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente. Insbesondere sind ME und MC verschieden. Es ist jedoch auch möglich, dass ME und MC gleich sind. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MF ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der einwertigen Elemente. Insbesondere sind MF und MA verschieden. Es ist jedoch auch möglich, dass MF und MA gleich sind. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MG ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der fünfwertigen Elemente. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 8 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist E ein Aktivator-Element. Es ist zudem möglich, dass E eine Kombination von Aktivator-Elementen ist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist der Leuchtstoff die Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E auf, wobei 0 ≤ x ≤ 4, 0 ≤ c ≤ 1, 0 ≤ z ≤ 4, 0 ≤ a ≤ 8, 0 ≤ b ≤ 4, 0 ≤ 2x+a ≤ 8, 0 ≤ z+b ≤ 4, -4 ≤ -z+b-c ≤ 4, MB ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der zweiwertigen Elemente ist, MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, MA Li und/oder Na ist, MD ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der vierwertigen Elemente ist, ME ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, MF ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der einwertigen Elemente ist, MG ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der fünfwertigen Elemente ist und E das Aktivator-Element ist. Es hat sich gezeigt, dass der hier beschriebene Leuchtstoff trotz des Vorhandenseins von Li vorteilhafterweise hydrolysestabil ist. Weiterhin können Emissionseigenschaften des Leuchtstoffs durch Wahl der Bestandteile und der genauen Zusammensetzung beeinflusst werden. Daher ist es vorteilhafterweise möglich, den Leuchtstoff an gewünschte Anwendungen anzupassen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MB ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Be, Mg, Ca, Sr, Ba, Zn. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 9 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Sc, Y, La, Ce, Pr, Nd, Pm, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb, Lu. Mit anderen Worten ist MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der Seltenerdelemente. Insbesondere liegen die Größen der Elemente Ce, Pr, Nd, Pm, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb und Y zwischen der Größe von Lu und La. Daher können Ce, Pr, Nd, Pm, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb und Y äquivalente Positionen wie Lu und La in der Wirtsstruktur besetzten. Hier entspricht die Größe insbesondere einem Ionenradius. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Gd, Dy, Ho, Pr, Nd, Y, Tb, Er, Tm, Yb, Sm, Lu. Insbesondere trägt MC zu Emissionseigenschaften des Leuchtstoffs bei. Mit anderen Worten lässt sich beispielsweise zumindest ein Teil der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung auf elektronische Übergänge in MC zurückführen. Zum Beispiel handelt es sich bei den elektronischen Übergängen um f→f-Übergänge. Die f→f- Übergänge können direkt oder mittels eines Sensibilisators angeregt werden. Beispielsweise können in Ho3+, Pr3+, Tb3+, Er3+, Tm3+, Sm3+ und Nd3+ 4f→4f-Übergänge angeregt werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MD ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Si, Ge, Sn, Pb, Ti, Zr, Hf. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 10 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist ME ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: B, Al, Ga, In, Sc, Cr. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MF ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Na, K, Rb, Cs, Au, Cu, Pt, Ag. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist MG ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: V, Nb, Ta, P, As, Sb. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist E ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Eu, Ce, Pr, Nd, Sm, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb, Mn, Cr, Ni, Bi, Cu, Ag, Ti, U. Insbesondere ist E Ce und/oder Eu. Beispielsweise weist der Leuchtstoff mehr als ein Aktivator-Element E auf. Insbesondere liegt Eu in der Form Eu2+ oder Eu3+ vor. Insbesondere liegt Ce in der Form Ce3+ vor. Insbesondere liegt Pr in der Form Pr3+ vor. Insbesondere liegt Nd in der Form Nd3+ vor. Insbesondere liegt Sm in der Form Sm3+ vor. Insbesondere liegt Tb in der Form Tb3+ vor. Insbesondere liegt Dy in der Form Dy3+ vor. Insbesondere liegt Ho in der Form Ho3+ vor. Insbesondere liegt Er in der Form Er3+ vor. Insbesondere liegt Tm in der Form Tm3+ vor. Insbesondere liegt Yb in der Form Yb3+ oder Yb2+ vor. Insbesondere liegt Mn in der Form Mn2+ oder Mn4+ vor. Insbesondere liegt Cr in der Form Cr3+ vor. Insbesondere liegt Nickel in der Form Ni2+ vor. Insbesondere liegt Bi in der Form Bi3+ vor. Insbesondere liegt Cu in der Form Cu+ oder Cu2+ vor. Insbesondere liegt Ag 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 11 - in der Form Ag+ vor. Insbesondere liegt Ti in der Form Ti3+ oder Ti4+ vor. Insbesondere liegt U in der Form U6+ vor. Beispielsweise werden in Mn2+, Mn4+ und Cr3+ d→d-Übergänge angeregt. In Eu2+ und Ce3+ werden zum Beispiel f→d-Übergänge oder d→f-Übergänge angeregt. Beispielsweise findet in Ce3+ ein 5d→4f-Übergang statt. Für Leuchtstoffe, die Ce3+ als Aktivator-Element aufweisen, werden selbst bei hohen Bestrahlungsstärken nur geringe Quenchingeffekte beobachtet. Beispielsweise weist ein Leuchtstoff mit der Summenformel Y3Al5O12:Ce3+ ein deutlich ausgeprägtes Intensitätsquenching erst oberhalb einer Bestrahlungsstärke von 1 W/mm2, insbesondere erst oberhalb einer Bestrahlungsstärke von 10 W/mm² auf. Diese Tatsache wird darauf zurückgeführt, dass ein angeregter Zustand von Ce3+ eine geringe Lebensdauer aufweist. Eine typische Lebensdauer des angeregten Zustandes von Ce3+ beträgt beispielsweise kleiner 100 Nanosekunden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs wirkt das Aktivator-Element als Sensibilisator (engl. „sensitizer“). Wirkt das Aktivator-Element als Sensibilisator, so wird insbesondere zumindest ein Teil von einer von dem Aktivator-Element absorbierten Energie, die beispielsweise bei Anregung mit elektromagnetischer Strahlung dem Aktivator-Element zur Verfügung gestellt wird, auf einen anderen Bestandteil im Leuchtstoff, beispielsweise MC, übertragen. Hierdurch kommt es zum Beispiel zu einer Rotverschiebung der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung und/oder zu zusätzlichen Emissionspeaks. Beispielsweise überträgt das Aktivator- Element zumindest 1%, zumindest 10%, zumindest 50%, zumindest 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 12 - 75% oder zumindest 90% der absorbierten Energie. Beispielsweise kann Ce3+ als Aktivator-Element E auch als Sensibilisator für MC und/oder E gleich Nd, Ho, Tb, Tm, Er, Sm und Pr wirken. In MC und/oder E gleich Nd, Ho, Tb, Tm, Er, Sm und Pr werden nach dem Energieübertrag zum Beispiel f→f- Übergänge angeregt. Insbesondere kann das Emissionsspektrum des Leuchtstoffs mit einem Sensibilisator als Aktivator-Element eine Vielzahl von Emissionspeaks aufweisen. Die einzelnen Emissionspeaks lassen sich dann insbesondere dem Aktivator-Element und dem anderen Bestandteil des Leuchtstoffs, beispielsweise MC, zuordnen. Es ist auch möglich, dass die einzelnen Emissionspeaks unterschiedlichen Aktivator-Elementen zugeordnet werden können, wenn das Aktivator-Element E eine Kombination von Elementen aufweist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das Aktivator- Element E einen Anteil zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere einen Anteil zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol%, bezogen auf die Summen von MC und MB auf. Es ist auch möglich, dass das Aktivator-Element E einen Anteil von höchstens 15 mol% bezogen auf die Summe von MC und MB aufweist, insbesondere, wenn MC Nd, Yb, Lu, Er oder Tm ist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform gilt x = 0. Gemäß zumindest einer Ausführungsform gilt c = 0. Gemäß zumindest einer Ausführungsform gilt a = 0. Gemäß zumindest einer Ausführungsform gilt b = 0. Gemäß zumindest einer Ausführungsform gilt z = 0. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 13 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist der Leuchtstoff die Summenformel Li8MC[MAMD4N4O8]:E auf. Insbesondere weist der Leuchtstoff die Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E oder Li9MCSi4N4O8:E auf. Bei der Summenformel Li9MCSi4N4O8:E sind die einzelnen Bestandteile nach ihrer Art sortiert, wohingegen aus der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E ein Hinweis auf eine Wirtsstruktur der Verbindung ersichtlich ist. Beispielsweise wird durch die eckigen Klammern angedeutet, dass Li, Si, N und O in der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs ein Gerüst ausbilden. Unter Gerüst wird hier und im Folgenden eine anionische Teilstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs verstanden. Das Gerüst kann eine dreidimensionale Struktur und/oder eine Schichtstruktur aufweisen. Insbesondere ist MC ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch die Seltenerdelemente, beispielsweise Gd, Y, Pr, Nd, Ho, Tb, Tm, Er, Lu, Yb, Sm und Dy, und Kombinationen davon. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist ein molares Verhältnis von MC zur Summe aus MA, MD, ME und MG kleiner als 3:5. Mit anderen Worten ist ein Verhältnis von MC zu den Gerüstbildnern kleiner als 3:5 (MC:Gerüstbildner). Insbesondere ist also ein Verhältnis von Seltenerdelementen zu den Gerüstbildnern in dem vorliegenden Leuchtstoff kleiner als 3:5. Beispielsweise weist der Leuchtstoff mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E ein Verhältnis von MC zu den Gerüstbildnern von 1:5 auf. Granate RE3(Al,Ga)5O12:E, wobei RE ein Seltenerdelement ist, weisen hingegen ein Verhältnis von Seltenerdelementen zu Gerüstbildnern von 3:5 auf. Seltenerdelemente sind insbesondere im Vergleich zu den Gerüstbildnern teuer. Somit 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 14 - kann mit dem vorliegenden Leuchtstoff vorteilhafterweise ein preiswerterer Leuchtstoff bereitgestellt werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist ein Massenanteil von MC in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs kleiner als 59%, insbesondere kleiner als 45%, zum Beispiel zwischen einschließlich 20% und einschließlich 33%. Insbesondere ist ein Massenanteil von Seltenerdelementen in dem Leuchtstoff in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs kleiner als 59%. Beispielsweise weist der Leuchtstoff mit MC gleich Gd oder Dy einen Massenanteil von MC von 31% in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs auf. Der Leuchtstoff mit MC gleich Ho oder Tm kann einen Massenanteil von MC von 32% in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs aufweisen. Der Leuchtstoff mit MC gleich Pr weist beispielsweise einen Massenanteil von MC von 28% in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs auf, der Leuchtstoff mit MC gleich Y einen Massenanteil von MC von 20% in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs. Der Leuchtstoff mit MC gleich Tb weist einen Massenanteil von MC von 30,7% in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs auf. Der Leuchtstoff mit MC gleich Lu oder Yb weist einen Massenanteil von MC von 33% in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs auf. Der Leuchtstoff mit MC gleich Sm weist einen Massenanteil von MC von 30% in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs auf. Granate RE3Al5O12:E, wobei RE ein Seltenerdelement ist, weisen hingegen einen Massenanteil von Seltenerdelementen in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs von mindestens 45% auf. Beispielsweise weist Gd3Al5O12:E einen Massenanteil von Seltenerdelementen in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs von 59% auf. Dy3Al5O12:E und mögliches Ho3Al5O12:E 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 15 - weisen beispielsweise einen Massenanteil von Seltenerdelementen in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs von wenigstens oder von etwa 60% auf, Lu3Al5O12:E sogar von etwa 62% auf. Pr3Al5O12:E weist einen Massenanteil von Seltenerdelementen in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs von 56% auf. Y3Al5O12:E weist einen Massenanteil von Seltenerdelementen in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs von 45% auf. Ein mögliches Tm3Al5O12 und Yb3Al5O12 weisen einen Massenanteil von Seltenerdelementen in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs von 61% auf, ein mögliches Tb3Al5O12 einen Massenanteil von 59,3%. Ein mögliches Sm3Al5O12 weist einen Massenanteil von Seltenerdelementen in Bezug auf die Gesamtmasse des Leuchtstoffs von 58% auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform emittiert der Leuchtstoff nach Anregung mit elektromagnetischer Strahlung der Anregungswellenlänge elektromagnetische Strahlung mit einem Emissionsspektrum. Insbesondere weist die Anregungswellenlänge kleinere Wellenlängen auf als die vom Leuchtstoff emittierte elektromagnetische Strahlung. Bei dem Emissionsspektrum handelt es sich um die Verteilung der vom Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung nach Anregung mit elektromagnetischer Strahlung der Anregungswellenlänge. Zum Beispiel wird das Emissionsspektrum in Form eines Diagramms dargestellt, bei dem eine spektrale Intensität oder ein spektraler Strahlungsfluss pro Wellenlängenintervall („spektrale Intensität/spektraler Strahlungsfluss“) der von dem Leuchtstoff ausgesandten elektromagnetischen Strahlung in Abhängigkeit der Wellenlänge λ dargestellt ist. Mit anderen Worten ist das Emissionsspektrum als eine Kurve in einem x-/y-Diagramm darstellbar, wobei auf der x-Achse die Wellenlänge und auf 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 16 - der y-Achse die spektrale Intensität oder der spektrale Strahlungsfluss aufgetragen ist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird der Leuchtstoff mit elektromagnetischer Strahlung im ultravioletten bis blauen Bereich des elektromagnetischen Spektrums angeregt. Insbesondere wird der Leuchtstoff mit elektromagnetischer Strahlung im Bereich von einschließlich 300 Nanometer bis einschließlich 550 Nanometer, insbesondere im Bereich von einschließlich 400 Nanometer bis einschließlich 500 Nanometer angeregt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird der Leuchtstoff mit elektromagnetischer Strahlung im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums angeregt. Insbesondere wird der Leuchtstoff mit elektromagnetischer Strahlung im Bereich von einschließlich 380 Nanometer bis einschließlich 830 Nanometer angeregt. Insbesondere lassen sich f→f-Übergänge direkt mit elektromagnetischer Strahlung aus dem sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums angeregt werden, beispielsweise mit elektromagnetischer Strahlung aus dem roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums, zum Beispiel mit einer Wellenlänge von etwa 635 nm. Durch die direkte Anregung der f→f-Übergänge lassen sich Effizienzverluste durch eine Energieübertragung von dem Sensibilisator auf das Element MC verringern. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung einen Emissionspeak mit einem 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 17 - Emissionsmaximum im nahultravioletten bis infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung einen Emissionspeak mit einem Emissionsmaximum auf, das im nahultravioletten bis blauen Bereich des elektromagnetischen Spektrums liegt. Der nahultraviolette bis blaue Bereich des elektromagnetischen Spektrums umfasst insbesondere Wellenlängen im Bereich von einschließlich 300 Nanometer bis einschließlich 490 Nanometer. Insbesondere emittiert der Leuchtstoff elektromagnetische Strahlung im nahultravioletten, violetten und/oder blauen Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Der ultraviolette Bereich umfasst insbesondere elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen im Bereich von einschließlich 300 Nanometer bis 380 Nanometer. Der violette Bereich umfasst insbesondere elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen im Bereich von einschließlich 380 Nanometer bis 430 Nanometer. Der blaue Bereich umfasst insbesondere Wellenlängen im Bereich von einschließlich 430 Nanometer bis einschließlich 490 Nanometer. Beispielsweise wird eine nahultraviolette bis blaue Emission von einem Leuchtstoff mit Ce3+ als Aktivator-Element und z-b+c nahe 4 erreicht. Insbesondere wird bei z-b+c nahe 4 eine oxidische Umgebung für das Aktivator-Element E erreicht. Dies kann bei Ce3+ als Aktivator-Element zu einer Emission des Leuchtstoffs im ultravioletten bis blauen Wellenlängenbereich führen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist das Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung einen Emissionspeak mit einem Emissionsmaximum auf, das im grünen bis gelben Bereich des 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 18 - elektromagnetischen Spektrums liegt. Der grüne bis gelbe Bereich des elektromagnetischen Spektrums umfasst insbesondere Wellenlängen im Bereich von einschließlich 490 Nanometer bis einschließlich 600 Nanometer. Insbesondere emittiert der Leuchtstoff elektromagnetische Strahlung im grünen und/oder gelben Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Der grüne Bereich umfasst insbesondere elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen im Bereich von einschließlich 490 Nanometer bis einschließlich 570 Nanometer. Der gelbe Bereich umfasst insbesondere elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen im Bereich von einschließlich 570 Nanometer bis 600 Nanometer. Beispielsweise wird eine grüne bis gelbe Emission von einem Leuchtstoff mit Ce3+ und/oder Mn2+ als Aktivator-Element erreicht. Für eine grüne bis gelbe Emission weist Ce3+ beispielsweise N-Atome in seiner Umgebung auf. Mit Eu2+ als Aktivator-Element E weist der Leuchtstoff beispielsweise einen Emissionspeak mit einem Emissionsmaximum im gelben Bereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Vorteilhafterweise kann der grün bis gelb emittierende Leuchtstoff zur Allgemeinbeleuchtung, zur Ladenbeleuchtung, in Hochleistungs-LEDs, beispielsweise für Autofrontscheinwerfer, und in der Projektion, zum Beispiel in Projektoren, eingesetzt werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs liegt eine Dominanzwellenlänge λdom der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung im Bereich von einschließlich 490 Nanometer bis einschließlich 780 Nanometer, insbesondere im Bereich von einschließlich 490 Nanometer bis einschließlich 600 Nanometer. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 19 - Zur Bestimmung der Dominanzwellenlänge der von dem Leuchtstoff ausgesandten elektromagnetischen Strahlung wird in dem CIE-Normdiagramm ausgehend vom Weißpunkt durch den Farbort der elektromagnetischen Strahlung eine gerade Linie gezogen. Der Schnittpunkt der geraden Linie mit der das CIE- Normdiagramm begrenzenden Spektralfarblinie, der näher am Farbort der Emission des Leuchtstoffs liegt, bezeichnet die Dominanzwellenlänge der elektromagnetischen Strahlung. Im Allgemeinen weicht die Dominanzwellenlänge von der Wellenlänge des Emissionsmaximums ab. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+, weist das Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung einen Emissionspeak mit einem Emissionsmaximum auf, das im Bereich von einschließlich 490 Nanometer bis einschließlich 550 Nanometer, insbesondere im Bereich von einschließlich 500 Nanometer bis einschließlich 530 Nanometer liegt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+, liegt eine Dominanzwellenlänge λdom der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung im Bereich von einschließlich 500 Nanometer bis einschließlich 600 Nanometer, insbesondere im Bereich von einschließlich 525 Nanometer bis einschließlich 575 Nanometer. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist das Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung einen Emissionspeak mit einem Emissionsmaximum auf, das im orange bis roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums liegt. Der orange bis rote 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 20 - Bereich des elektromagnetischen Spektrums umfasst insbesondere Wellenlängen im Bereich von einschließlich 600 Nanometer bis einschließlich 780 Nanometer. Insbesondere emittiert der Leuchtstoff elektromagnetische Strahlung im orangen und/oder roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Der orange Bereich umfasst beispielsweise elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen im Bereich von einschließlich 600 Nanometer bis 640 Nanometer. Der rote Bereich umfasst beispielsweise elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen im Bereich von einschließlich 640 Nanometer bis 780 Nanometer. Zum Beispiel wird eine orange bis rote Emission von einem Leuchtstoff mit Eu2+ als Aktivator-Element erreicht. Mit Mn2+ oder Mn4+ kann eine rote Emission erreicht werden. Weiterhin ist es möglich, dass ein Ce3+-aktivierter Leuchtstoff mit MC gleich Ho, Pr, Tm und Eu eine Emission im orange bis roten Wellenlängenbereich aufweist. Vorteilhafterweise kann der orange bis rot emittierende Leuchtstoff zur Allgemeinbeleuchtung, zur Ladenbeleuchtung, zur Beleuchtung im Gartenbau, und zur Hinterleuchtung von Displays eingesetzt werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs liegt eine Dominanzwellenlänge λdom der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung im Bereich von einschließlich 600 Nanometer bis einschließlich 780 Nanometer, insbesondere im Bereich von einschließlich 600 Nanometer bis einschließlich 750 Nanometer. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist das Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung einen Emissionspeak mit einem Emissionsmaximum auf, das im nahinfraroten bis infraroten 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 21 - Bereich des elektromagnetischen Spektrums liegt. Der nahinfrarote Bereich des elektromagnetischen Spektrums umfasst beispielsweise Wellenlängen im Bereich von einschließlich 780 Nanometer bis einschließlich 3,0 Mikrometer, insbesondere im Bereich von einschließlich 800 Nanometer bis 1500 Nanometer, beispielsweise im Bereich von einschließlich 850 Nanometer bis einschließlich 1050 Nanometer. Beispielsweise wird eine nahinfrarote Emission von einem Leuchtstoff mit Eu2+ als Aktivator-Element erreicht. Eine nahinfrarote bis infrarote Emission kann auch mit Cr3+, Nd3+, Tm3+, Er3+, Ni2+, Ti2+, Ti3+ oder Bi3+ als Aktivator- Element beobachtet werden. Es ist zudem möglich, dass Ce3+ als Aktivator-Element für eine nahinfrarote Emission eingesetzt werden kann, insbesondere mit MC gleich Nd, Er oder Tm. In diesem Fall wirkt das Aktivator-Element Ce3+ als Sensibilisator für MC gleich Nd, Er oder Tm. Insbesondere überträgt das Aktivator- Element Ce3+ einen Teil der absorbierten Energie auf das Nd, Er oder Tm, sodass sich eine Emission, die sich auf Übergänge im Ce3+ zurückführen lässt, fast nicht mehr messen lässt. Beispielsweise emittiert der Leuchtstoff mit MC gleich Nd oder Er und E gleich Ce3+ oder mit MC gleich Gd und E gleich Ce3+ und Nd3+ im Bereich zwischen einschließlich 850 Nanometer und einschließlich 1050 Nanometer. Beispielsweise emittiert der Leuchtstoff mit MC gleich Nd oder Er, insbesondere mit E gleich Ce3+, auch im Bereich zwischen einschließlich 1050 Nanometer und einschließlich 2500 Nanometer, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 1050 Nanometer und einschließlich 1700 nm. Insbesondere emittiert der Leuchtstoff mit MC gleich Tm im Bereich zwischen einschließlich 750 Nanometer und 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 22 - einschließlich 850 Nanometer. Beispielsweise weist der Leuchtstoff, insbesondere mit MC gleich Er, ein Emissionsmaximum im Bereich von einschließlich 1500 Nanometer bis einschließlich 1650 Nanometer auf. Vorteilhafterweise kann der Leuchtstoff mit nahinfraroter und/oder infraroter Emission für spektroskopische Untersuchungen, beispielsweise von Lebensmitteln oder Polymeren, und für Sensor-Anwendungen eingesetzt werden. Beispielsweise weisen Aminogruppen eine Absorptionsbande um etwa 1050 Nanometer und/oder bei etwa 1500 Nanometer auf. Die Absorptionsbande kann insbesondere dazu genutzt werden, einen Proteingehalt von Lebensmitteln zu erfassen. Der hier beschriebene Leuchtstoff weist insbesondere eine Emission in diesem Bereich auf. Daher kann er vorteilhafterweise in Anwendungen eingesetzt werden, die zur Bestimmung des Proteingehalts von Lebensmitteln dienen. Beispielsweise wird der Leuchtstoff mit MC gleich Nd oder Er für solche Anwendungen eingesetzt. Weiterhin kann aufgrund der zuvor beschriebenen Emissionseigenschaften der hier beschriebene Leuchtstoff, insbesondere mit Cr3+ oder Ni2+ als Aktivator-Element oder mit MC = Nd oder Er, vorteilhafterweise in Anwendungen eingesetzt werden, in denen eine breitbandige Emission im infraroten Spektralbereich benötigt wird. Beispielsweise wird der Leuchtstoff in Analysegeräten eingesetzt, die einen Silizium- Detektor aufweisen. Eine Empfindlichkeit des Silizium- Detektors nimmt insbesondere mit zunehmender Wellenlänge ab etwa 900 Nanometer signifikant ab. Diesem Effekt kann mit dem hier beschriebenen Leuchtstoff entgegengetreten werden. Somit kann vorteilhafterweise die Messgenauigkeit bei den 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 23 - spektroskopischen Untersuchungen erhöht werden und es können zum Beispiel auch schwache Absorptionsbanden im Bereich über 900 Nanometer erfasst werden. Weiterhin kann ein hier beschriebener Leuchtstoff mit einer Emission im infraroten Bereich in der optischen Kohärenztomographie, insbesondere im Bereich der Medizin, beispielsweise in der Augenheilkunde, oder der Angiographie eingesetzt werden. Bei der Kohärenztomographie werden insbesondere Wellenlängen im Bereich von einschließlich 800 Nanometer und einschließlich 1400 Nanometer verwendet. Die Angiographie dient beispielsweise zur Darstellung von Blutgefäßen. Ebenso kann der hier beschriebene Leuchtstoff mit einer Emission im infraroten Bereich bei der Gesichtserkennung, insbesondere für die Entsperrung eines Smartphones oder bei der Authentifizierung, oder bei der optischen Temperaturmessung eingesetzt werden. Bei der optischen Temperaturmessung wird beispielsweise die Veränderung der Emission in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur beobachtet. Es ist möglich, dass Leuchtstoffe mit Cr3+ als Aktivator- Element eine geringe Effizienz aufweisen. Dies kann durch die mäßige Anregbarkeit des Laporte-verbotenen d→d- Elektronenübergangs des Aktivator-Elements Cr3+ erklärt werden. Es ist zudem möglich, dass Cr3+-aktivierte Leuchtstoffe lediglich eine geringe Temperaturstabilität der Emission aufweisen, da es bei erhöhter Temperatur vermehrt zu strahlungslosen Übergängen der angeregten Cr3+-Elektronen in den Grundzustand und damit zu einer Abnahme der Emissionsintensität kommen kann. Bei anderen Leuchtstoffen kann ein solcher Effekt bereits bei Temperaturen unter Raumtemperatur, das heißt etwa 23 °C, einsetzen. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 24 - Für Lanthanoid-Ionen, wie Nd3+ oder Er3+, ist eine Abschirmung ihrer 4f-Elektronen durch die Elektronen der abgeschlossenen 5s25p6-Xenon-Schale beobachtbar. Optische Übergänge zwischen 4f-Zuständen, die auch für die Emission des hier beschriebenen Leuchtstoffs verantwortlich sein können, werden dadurch kaum von Gitterschwingungen oder Wechselwirkungen mit Liganden, die durch eine erhöhte Temperatur auch verstärkt werden können, beeinflusst. Somit werden bei dem vorliegenden Leuchtstoff, insbesondere mit MC = Nd oder Er, strahlungslose Übergänge in den Grundzustand aufgrund von Gitterschwingungen weniger wahrscheinlich. Daher wird vorteilhafterweise der hier beschriebene Leuchtstoff mit MC oder E = Nd oder Er in Anwendungen eingesetzt, in denen eine Emission im nahen infraroten Bereich benötigt wird. Die Leuchtstoffe mit MC oder E = Nd oder Er können dabei eine stabilere Emission selbst bei höheren Betriebstemperaturen im Vergleich zu anderen Leuchtstoffen aufweisen. Bisher eingesetzte Materialien wie Cd(Te,Se)-Materialsysteme, beispielsweise Quantenpunkte, erfüllen zwar die notwendigen Kriterien eines kontinuierlichen Emissionsspektrums im nahen infraroten Bereich für die spektroskopische Untersuchungen, sie sind für eine industrielle Anwendung aufgrund der Giftigkeit von Cd allerdings nicht geeignet. Der hier beschriebene Leuchtstoff ist jedoch insbesondere frei von Cd und unterliegt daher vorteilhafterweise keinen strengen Einsatzbeschränkungen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist das Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung eine Schwerpunktwellenlänge 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 25 - λcentroid im Bereich von einschließlich 700 Nanometer bis einschließlich 2000 Nanometer auf. Die Schwerpunktwellenlänge bezeichnet einen Schwerpunkt einer spektralen Verteilung eines Emissionsspektrums. Mit anderen Worten gibt die Schwerpunktwellenlänge an, wo sich der Mittelpunkt des Emissionsspektrums befindet. Die Schwerpunktwellenlänge wird berechnet als gewichtetes arithmetisches Mittel der Wellenlängen λ, gewichtet mit ihren Amplituden anhand der Verteilungsfunktion s(λ): Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist ein Emissionspeak in dem Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung eine Halbwertsbreite (engl. „full width at half maximum“, FWHM) von höchstens 800 Nanometern, insbesondere von höchstens 500 Nanometern, beispielsweise von höchstens 300 Nanometern oder von höchstens 250 Nanometern auf. Der Begriff Halbwertsbreite bezieht sich auf eine Kurve mit einem Maximum, wie etwa das Emissionsspektrum, wobei die Halbwertsbreite derjenige Bereich auf der x-Achse ist, der zu den beiden y-Werten korrespondiert, die der Hälfte des Maximums entsprechen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist ein Emissionspeak in dem Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung eine Halbwertsbreite im Bereich von einschließlich 50 Nanometer bis einschließlich 250 Nanometer auf, insbesondere im Bereich 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 26 - von einschließlich 80 Nanometer bis einschließlich 150 Nanometer. Mit anderen Worten handelt es sich bei dem Leuchtstoff insbesondere um einen breitbandig emittierenden Leuchtstoff. Vorteilhafterweise kann ein solcher Leuchtstoff in Weißlicht-Anwendungen eingesetzt werden. Durch die große Halbwertsbreite wird ein großer Wellenlängenbereich abgedeckt, sodass eine Mischung von verschiedenen Leuchtstoffen vorteilhafterweise nicht mehr notwendig ist. Beispielsweise weist ein Emissionspeak eines Leuchtstoffs mit Ce3+ als Aktivator-Element eine Halbwertsbreite im Bereich von einschließlich 70 Nanometer bis einschließlich 250 Nanometer auf. Ein Leuchtstoff mit Eu2+ als Aktivator-Element weist beispielsweise einen Emissionspeak mit einer Halbwertsbreite im Bereich zwischen einschließlich 10 Nanometer und einschließlich 180 Nanometer oder zwischen einschließlich 10 Nanometer und einschließlich 150 Nanometer auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist ein Emissionspeak in dem Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff emittierten elektromagnetischen Strahlung eine Halbwertsbreite von höchstens 50 Nanometern auf. Insbesondere beträgt die Halbwertsbreite höchstens 30 Nanometer oder höchstens 20 Nanometer. Mit anderen Worten handelt es sich bei dem Leuchtstoff beispielsweise um einen schmalbandig emittierenden Leuchtstoff. Vorteilhafterweise kann ein solcher Leuchtstoff in Anwendungen eingesetzt werden, in denen ein definierter schmalbandiger Wellenlängenbereich benötigt wird, beispielsweise in Display-Anwendungen mit Farbfiltern. Würde für den Farbfilter ein breiterer Wellenlängenbereich zur Verfügung gestellt, so würde Energie durch die nicht passenden Wellenlängen verloren gehen. Der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 27 - vorliegende Leuchtstoff kann also die Effizienz von solchen Anwendungen steigern. Beispielsweise weist ein Leuchtstoff mit Mn4+ als Aktivator- Element einen Emissionspeak mit einer Halbwertsbreite von höchstens 50 Nanometern auf. Auch Emissionspeaks, die von MC oder E gleich Eu3+ resultieren, können eine Halbwertsbreite von höchstens 50 Nanometern aufweisen. Insbesondere weist der Leuchtstoff mit E gleich Mn4+, Pr3+, Ho3+, Nd3+, Tb3+, Tm3+, Er3+, Sm3+ oder Eu3+ einen Emissionspeak mit einer Halbwertsbreite im Bereich zwischen einschließlich 1 Nanometer und einschließlich 20 Nanometer auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist das Emissionsspektrum eine Vielzahl von Emissionspeaks auf. Bei der Vielzahl von Emissionspeaks handelt es sich insbesondere um zumindest zwei Emissionspeaks, beispielsweise drei oder mehr Emissionspeaks, die beispielsweise eine unterschiedliche spektrale Intensität und/der eine unterschiedliche Halbwertsbreite aufweisen. Insbesondere weist der Leuchtstoff einen Emissionspeak mit einem Emissionsmaximum im grünen bis gelben Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums und einen Emissionspeak im orangen bis roten Wellenlängenbereich und/oder im nahinfraroten bis infraroten Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Somit ist es vorteilhafterweise möglich, dass bei der Anwendung des Leuchtstoffs in einem optoelektronischen Bauelement ein höherer Farbwiedergabeindex (engl. „color rendering index“, CRI) als bei der Verwendung nur eines herkömmlichen Leuchtstoffs, beispielsweise eines Granats, 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 28 - erreicht wird. Insbesondere wird ein verbesserter CRI bei Leuchtstoffen, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+, mit MC gleich Ho, Pr, Tm, Tb, Sm oder Eu beobachtet. Auch der hier beschriebene Leuchtstoff mit E gleich Ho, Pr oder Eu kann vorteilhafterweise zu einem verbesserten Farbwiedergabeindex in optoelektronischen Bauelementen führen. Weiterhin ist es vorteilhafterweise möglich, dass aufgrund der verschiedenen Emissionspeaks nur ein einzelner Leuchtstoff eingesetzt werden muss und nicht etwa eine Mischung aus verschiedenen Leuchtstoffen. Insbesondere kann ein Einsatz von teuren rot emittierenden Nitrid-Leuchtstoffen vermieden werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist ein Emissionsspektrum der von dem Leuchtstoff ausgesandten elektromagnetischen Strahlung nur einen Emissionspeak auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist der Leuchtstoff ein verbessertes photometrisches Strahlungsäquivalent auf. Das photometrische Strahlungsäquivalent (engl. „luminous efficacy of radiation“, LER) des Leuchtstoffs ist der Quotient aus einem Lichtstrom der von dem Leuchtstoff ausgesandten elektromagnetischen Strahlung und der Strahlungsleistung der von dem Leuchtstoff ausgesandten elektromagnetischen Strahlung. Je größer das photometrische Strahlungsäquivalent ist, desto größer ist der für das Auge nutzbare Lichtstrom bei gegebener Leistung. Beispielsweise kann ein verbessertes photometrisches Strahlungsäquivalent für Leuchtstoffe, insbesondere mit der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 29 - Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+, mit MC gleich Y, Gd, Tm, Lu, Sm oder Dy beobachtet werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist der Leuchtstoff, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+, ein photometrisches Strahlungsäquivalent im Bereich von einschließlich 400 lm·Wopt. -1 bis einschließlich 500 lm·Wopt.-1 auf. Beispielsweise ist das photometrische Strahlungsäquivalent des Leuchtstoffs größer als 430 lm·Wopt. -1. Somit kann der hier beschrieben Leuchtstoff vorteilhafterweise ein höheres photometrische Strahlungsäquivalent als herkömmliche Granat-Leuchtstoffe aufweisen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+, beträgt eine Intensität der Emission des Leuchtstoffs bei etwa 100 °C mindestens 70%, insbesondere mindestens 75%, beispielsweise etwa 85% der Intensität der Emission des Leuchtstoffs bei etwa 25 °C. Somit weist der Leuchtstoff vorteilhafterweise eine hohe Temperaturstabilität auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist der Leuchtstoff kristallin. Mit anderen Worten weist die Wirtsstruktur des Leuchtstoffs eine definierte Kristallstruktur auf. Die Kristallstruktur kann mit Hilfe einer Elementarzelle beschrieben werden. Die Elementarzelle ist eine Einheit, aus der durch wiederholte Translation in drei Richtungen die Wirtsstruktur aufgebaut werden kann. Zur Beschreibung der dreidimensionalen Elementarzelle der Kristallstruktur werden sechs Gitterparameter benötigt, drei Längen a, b und c und drei Winkel α, β und γ. Die drei 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 30 - Gitterparameter a, b und c sind die Längen der Gittervektoren, die die Elementarzelle aufspannen. Die weiteren drei Gitterparameter α, β und γ sind die Winkel zwischen diesen Gittervektoren. α ist der Winkel zwischen b und c, β ist der Winkel zwischen a und c und γ ist der Winkel zwischen a und b. V entspricht dem Volumen der Elementarzelle. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs ein Gerüst auf. Insbesondere ist das Gerüst aus Gerüstbildnern, wie beispielsweise MA, MD, ME und MG, in Kombination mit Sauerstoff und Stickstoff aufgebaut. In der Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E sind die gerüstbildenden Bestandteile des Leuchtstoffs insbesondere in eckigen Klammern angegeben. In Zwischenräumen des Gerüsts sind beispielsweise Li, MB, MF und MC angeordnet. Insbesondere ist das Aktivator-Element E ebenfalls in den Zwischenräumen des Gerüsts angeordnet. Das Aktivator-Element E besetzt beispielsweise die gleichen Plätze in der Wirtsstruktur wie MC. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs ist das Gerüst aus Schichten und/oder aus einem dreidimensionalen Netzwerk aufgebaut. Mit anderen Worten kann die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs Schichten und/oder ein dreidimensionales Netzwerk aufweisen. Insbesondere sind die Schichten oder das dreidimensionale Netzwerk mit Tetraedern gebildet. Beispielsweise ist das dreidimensionale Netzwerk aus verknüpften Schichten aufgebaut. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 31 - Insbesondere verändern sich das Gerüst und/oder eine Position der Atome in den Zwischenräumen des Gerüsts je nach Zusammensetzung des Leuchtstoffs. Dies lässt sich beispielsweise durch unterschiedliche Atomradien und/oder durch bevorzugte Koordinationssphären der eingesetzten Elemente erklären. Beispielsweise verändert sich die Struktur beim Vorhandensein von MB, MF, ME und/oder MG. Es ist jedoch auch möglich, dass die Struktur selbst beim Vorhandensein von MB, MF, ME und/oder MG gleich bleibt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs Koordinationspolyeder auf, die Li, MB, MF, MC, MA, MD, ME oder MG als Zentralatom aufweisen. Insbesondere sind die Koordinationspolyeder ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Tetraeder, trigonale Bipyramide, quadratische Bipyramide, pentagonale Bipyramide, hexagonale Bipyramide, quadratische Pyramide, pentagonale Pyramide, hexagonale Pyramide, Oktaeder, Würfel, trigonales Prisma, quadratisches Prisma, trigonales Antiprisma, tetragonales, insbesondere quadratisches, Antiprisma. Es ist weiterhin möglich, dass Li, MB, MF, MC, MA, MD, ME oder MG trigonal planar oder quadratisch planar koordiniert ist. Die Tetraeder können einfach, doppelt, oder dreifach überkappt und/oder verzerrt sein. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs sind die Koordinationspolyeder zumindest teilweise eckenverknüpft. Eckenverknüpfte Koordinationspolyeder weisen insbesondere eine gemeinsame Ecke auf. Beispielsweise ist eine solche Ecke durch ein Anion gebildet. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 32 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs sind die Koordinationspolyeder zumindest teilweise kantenverknüpft. Kantenverknüpfte Koordinationspolyeder weisen insbesondere eine gemeinsame Kante auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs zumindest ein Strukturelement ausgewählt aus der folgenden Gruppe auf: MA(N,O)4-Tetraeder, MD(N,O)4-Tetraeder, ME(N,O)4- Tetraeder, MG(N,O)4-Tetraeder. Insbesondere weist die Kristallstruktur Si(N,O)4-Tetraeder und/oder Li(N,O)4- Tetraeder auf. Die Tetraeder weisen insbesondere eine Tetraederlücke auf. Die Tetraederlücke ist ein Bereich im Inneren des jeweiligen Tetraeders. Beispielsweise wird mit dem Begriff „Tetraederlücke“ der Bereich im Inneren des Tetraeders bezeichnet, der frei bleibt, wenn in die Ecken des Tetraeders gedanklich sich berührende Kugeln gesetzt werden. Die N-Atome und/oder die O-Atome der Tetraeder spannen das Tetraeder auf, wobei sich in der Tetraederlücke des aufgespannten Tetraeders je nach Tetraederart das MA-Atom, das MD-Atom, das ME-Atom oder das MG-Atom befindet. Mit anderen Worten sind die Tetraeder um das des aufgespannten Tetraeders je nach Tetraederart das MA-Atom, das MD-Atom, das ME-Atom oder das MG-Atom zentriert. Das MA-Atom, das MD-Atom, das ME-Atom oder das MG-Atom ist tetraederförmig von insgesamt vier N-Atomen und/oder O-Atomen umgeben. Insbesondere haben alle N-Atome und/oder O-Atome, die das Tetraeder aufspannen, einen ähnlichen Abstand zu dem MA-Atom, dem MD-Atom, dem ME-Atom oder dem MG-Atom, das sich in der Tetraederlücke befindet. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 33 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs eckenverknüpfte MA(N,O)4-Tetraeder, MD(N,O)4-Tetraeder, ME(N,O)4-Tetraeder und/oder MG(N,O)4-Tetraeder auf. Insbesondere liegen die MA(N,O)4-Tetraeder, MD(N,O)4- Tetraeder, ME(N,O)4-Tetraeder und/oder MG(N,O)4-Tetraeder allseitig eckenverknüpft vor. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs kantenverknüpfte MA(N,O)4-Tetraeder, MD(N,O)4-Tetraeder, ME(N,O)4-Tetraeder und/oder MG(N,O)4-Tetraeder auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs sind in der Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs MC und/oder E achtfach koordiniert. Mit anderen Worten befinden sich in einer Koordinationssphäre von MC und/oder E acht Anionen. Insbesondere sind ein MC-Atom und/oder ein E-Atom quadratisch antiprismatisch von acht Anionen umgeben. Es hat sich gezeigt, dass eine achtfache Koordination die Emissionseigenschaften von MC und/oder E positiv beeinflusst. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs fünffach koordiniertes Li auf. Insbesondere ist Li trigonal bipyramidal und/oder quadratisch pyramidal koordiniert. Es ist jedoch auch möglich, dass Li in dem Leuchtstoff anders koordiniert vorliegt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 34 - die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs verschiedene Schichten auf. Insbesondere sind die Schichten alternierend angeordnet. Die Schichten liegen beispielsweise in der ab-Ebene. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs eine erste Schicht auf. Bei der ersten Schicht handelt es sich beispielsweise um eine Lithosilicat-Schicht. Eine Lithosilicat-Schicht weist insbesondere Si(N,O)4-Tetraeder und Li(N,O)4-Tetraeder auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die erste Schicht Strukturelemente ausgewählt aus der folgenden Gruppe auf: MA(N,O)4-Tetraeder, MD(N,O)4-Tetraeder, ME(N,O)4-Tetraeder, MG(N,O)4-Tetraeder. Insbesondere liegen die Strukturelemente in der ersten Schicht, beispielsweise allseitig, eckenverknüpft vor. Insbesondere weist die erste Schicht Si(N,O)4-Tetraeder und Li(N,O)4-Tetraeder auf. Beispielsweise ist ein Li(N,O)4-Tetraeder mit vier Si(N,O)4- Tetraedern eckenverknüpft. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die erste Schicht Vierer-Ringe aus MA(N,O)4-Tetraedern, MD(N,O)4-Tetraedern, ME(N,O)4-Tetraedern und/oder MG(N,O)4- Tetraedern auf, insbesondere aus MD(N,O)4-Tetraedern, beispielsweise aus Si(N,O)4-Tetraedern. Die Vierer-Ringe bilden sich insbesondere durch Eckenverknüpfung der Tetraeder. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 35 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs Kanäle auf. Insbesondere werden die Kanäle durch die Vierer- Ringe in der ersten Schicht erzeugt. Beispielsweise verlaufen die Kanäle entlang der c-Achse. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, sind in den Kanälen die MC-Atome angeordnet. Insbesondere ist das MC- Atom quadratisch antiprismatisch koordiniert. Es ist möglich, dass das Aktivator-Element E die gleichen Lagen wie die MC- Atome in der Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs einnimmt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs eine zweite Schicht auf. Insbesondere sind die erste Schicht und die zweite Schicht alternierend angeordnet. Beispielsweise sind die erste Schicht und die zweite Schicht miteinander verknüpft. So kann ein dreidimensionales Netzwerk gebildet werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die zweite Schicht Koordinationspolyeder mit Li als Zentralatom auf. Insbesondere weist die zweite Schicht fünffach koordiniertes Li auf. Beispielsweise ist das Li in der zweiten Schicht trigonale bipyramidal und/oder quadratisch pyramidal koordiniert. Mit anderen Worten weist die zweite Schicht trigonale Li(N,O)5-Bipyramiden und/oder quadratische Li(N,O)5-Pyramiden auf. Insbesondere sind die 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 36 - Koordinationspolyeder mit Li als Zentralatom, beispielsweise die trigonalen Li(N,O)5-Bipyramiden und/oder die quadratischen Li(N,O)5-Pyramiden, kantenverknüpft. Insbesondere sind die Koordinationspolyeder mit Li als Zentralatom, beispielsweise die trigonalen Li(N,O)5- Bipyramiden und/oder die quadratischen Li(N,O)5-Pyramiden, in der zweiten Schicht so angeordnet, dass die Kanäle aus der ersten Schicht weiter fortgeführt werden. Beispielsweise sind dazu vier trigonale Li(N,O)5-Bipyramiden und vier quadratische Li(N,O)5-Pyramiden so angeordnet, dass die Kanäle aus der ersten Schicht fortgeführt werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, bilden die erste Schicht und die zweite Schicht ein dreidimensionales Netzwerk aus. Daher kann der Leuchtstoff auch als Lithiumoxonitridolithosilicat bezeichnet werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs eine tetragonale Raumgruppe, insbesondere P4/n, auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs einen Gitterparameter a im Bereich von einschließlich 8,00 Å bis einschließlich 12,00 Å, insbesondere im Bereich von einschließlich 9,50 Å bis einschließlich 10,50 Å auf. In einer tetragonalen Raumgruppe ist insbesondere der Gitterparameter a gleich dem Gitterparameter b. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 37 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs einen Gitterparameter c im Bereich von einschließlich 4,00 Å bis einschließlich 6,00 Å, insbesondere im Bereich von einschließlich 4,50 Å bis einschließlich 5,50 Å auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Leuchtstoffs, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, weist die Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs ein Zellvolumen V im Bereich von einschließlich 400 Å3 bis einschließlich 600 Å3, insbesondere im Bereich von einschließlich 450 Å3 bis einschließlich 550 Å3 auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist der Leuchtstoff die gleiche Kristallstruktur wie Li8Gd[LiSi4N4O8]:E auf. Es wird weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffs angegeben. Vorzugsweise wird mit dem hier beschriebenen Verfahren der Leuchtstoff gemäß den oben genannten Ausführungsformen hergestellt. Es gelten insbesondere alle für den Leuchtstoff gemachten Ausführungen auch für das Verfahren und umgekehrt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird ein Leuchtstoff, der ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der einwertigen Elemente, ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente, ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der vierwertigen Elemente, Sauerstoff und/oder Stickstoff und ein Aktivator-Element E umfasst, hergestellt. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 38 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird ein Leuchtstoff mit der mit der Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E hergestellt, wobei 0 ≤ x ≤ 4, 0 ≤ c ≤ 1, 0 ≤ z ≤ 4, 0 ≤ a ≤ 8, 0 ≤ b ≤ 4, 0 ≤ 2x+a ≤ 8, 0 ≤ z+b ≤ 4, -4 ≤ -z+b-c ≤ 4, MB ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der zweiwertigen Elemente ist, MC ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, MA Li und/oder Na ist, MD ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der vierwertigen Elemente ist, ME ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, MF ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der einwertigen Elemente ist, MG ein Element oder eine Kombination von Elementen aus der Gruppe der fünfwertigen Elemente ist und E ein Aktivator-Element ist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens werden Edukte bereitgestellt. Insbesondere sind die Edukte ausgewählt aus einer Gruppe gebildet durch die Elemente, Oxide, Nitride, Nitridosilicate, Halogenide, Oxalate, Citrate, Carbonate, Amide und Imide von einwertigen Elementen, zweiwertigen Elementen, dreiwertigen Elementen, vierwertigen Elementen, fünfwertigen Elementen und dem Aktivator-Element. Insbesondere sind die Edukte ausgewählt aus der der Gruppe gebildet durch die Elemente, Oxide, Nitride, Nitridosilicate, Halogenide, Oxalate, Citrate, Carbonate, Amide und Imide von Li, MB, MF, MC, MA, MD, ME, MG und E. Beispielsweise sind die Edukte, insbesondere zur Herstellung des Leuchtstoffs mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch die Elemente, Oxide, Nitride, Nitridosilicate, und Fluoride von Li, MC, Si und E. Insbesondere sind die Edukte ausgewählt 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 39 - aus der Gruppe gebildet durch Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Gd, Gd2O3, GdF3, Dy, Dy2O3, DyF3, Ho, Ho2O3, HoF3, Pr, Pr2O3, Pr6O11, PrF3, Nd, Nd2O3, NdF3, Y, Y2O3, YF3, Tm, Tm2O3, TmF3, Tb, Tb2O3, Tb4O7, TbF3, Er, Er2O3, ErF3, Lu, Lu2O3, LuN, LuF3, Yb, Yb2O3, YbF3, Sm, Sm2O3, SmF3, Ce, CeO2, CeF3, CeN, EuF2, Eu2O3. Vorteilhafterweise können die Edukte einfach und kostengünstig erhalten werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens werden die Edukte zu einem Eduktgemenge vermengt. Das Vermengen erfolgt insbesondere mit einem Handmörser, einer Mörsermühle, einer Kugelmühle oder einem Mehrachsmischer. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird das Eduktgemenge erhitzt. Insbesondere erfolgt das Erhitzen in einem Rohrofen, einem Strömungsrohrofen oder in einem Hochfrequenzofen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das Verfahren die Schritte Bereitstellen von Edukten, Vermengen der Edukte zu einem Eduktgemenge und Erhitzen des Eduktgemenges. Insbesondere werden die Schritte in der angegebenen Reihenfolge durchgeführt. Insbesondere ist es möglich, dass durch das Verfahren ein Gemenge hergestellt wird, welches den Leuchtstoff umfasst oder daraus besteht. Weitere Bestandteile des Gemenges können beispielsweise Edukte sein, welche bei der Herstellung des Leuchtstoffs nicht reagiert haben, Verunreinigungen und/oder Nebenphasen, welche bei der Herstellung gebildet wurden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens erfolgt das Erhitzen auf eine erste Temperatur im Bereich zwischen 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 40 - einschließlich 700 °C und einschließlich 1600 °C, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 800 °C und einschließlich 1600 °C, beispielsweise im Bereich zwischen einschließlich 900 °C und einschließlich 1400 °C. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens erfolgt das Erhitzen auf eine erste Temperatur im Bereich zwischen einschließlich 800 °C und einschließlich 1100 °C, insbesondere auf eine Temperatur im Bereich zwischen einschließlich 900 °C und einschließlich 1000 °C. Insbesondere wird solch eine Temperatur bei Verwendung eines Ta-Rohrs verwendet. Vorteilhafterweise kann der Leuchtstoff, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, demnach bei einer relativ niedrigen Temperatur hergestellt werden. Granate RE3(Al,Ga)5O12:E hingegen werden bei einer Temperatur von mindestens 1500 °C hergestellt. Somit kann mit dem hier beschriebenen Verfahren vorteilhafterweise Energie gespart werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird das Eduktgemenge für eine Zeit im Bereich zwischen einschließlich 30 Minuten und einschließlich 20 Stunden, insbesondere für eine Zeit im Bereich zwischen einschließlich 8 Stunden und 15 Stunden, beispielsweise für eine Zeit von etwa 12 Stunden, auf die erste Temperatur erhitzt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird nach dem Erhitzen des Eduktgemenges, insbesondere langsam, abgekühlt. Beispielsweise wird bei dem Abkühlen ein Temperaturprogramm durchlaufen, dass eine zweite Temperatur und/oder eine dritte Temperatur aufweist. Zum Erreichen der zweiten Temperatur wird insbesondere eine erste Abkühlrate 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 41 - eingestellt. Zum Erreichen der dritten Temperatur wird insbesondere eine zweite Abkühlrate eingestellt. Insbesondere liegt die zweite Temperatur bei höchstens 600 °C, beispielsweise bei höchstens 500 °C. Insbesondere liegt die dritte Temperatur bei höchstens 200 °C, beispielsweise bei höchstens 150 °C. Insbesondere liegt die erste Abkühlrate bei höchstens 500 °C/h, insbesondere bei höchstens 6 °C/h, beispielsweise bei höchstens 3 °C/h, zum Beispiel bei etwa 2 °C/h oder bei etwa 1 °C/h. Insbesondere liegt die zweite Abkühlrate bei höchstens 250 °C/h, insbesondere bei höchstens 20 °C/h, beispielsweise bei höchstens 18 °C/h. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird das Eduktgemenge unter einer Schutzgasatmosphäre erhitzt. Beispielsweise handelt es sich bei der Schutzgasatmosphäre um eine Atmosphäre von Argon und/oder N2, insbesondere Argon. Insbesondere führt das Erhitzen des Eduktgemenges zu einem Überdruck des Schutzgases während der Reaktion. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens erfolgt das Erhitzen in einem W-Tiegel, einem Ni-Tiegel oder einem Ta-Rohr. Das Erhitzen in einem W-Tiegel oder einem Ni-Tiegel erfolgt beispielsweise in einem Strömungsrohrofen oder einem Hochfrequenzofen. Das Erhitzen in einem Ta-Rohr erfolgt beispielsweise in einem Rohrofen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird dem Eduktgemenge ein Flussmittel zugesetzt. Insbesondere wird bezogen auf die Gesamtmenge des Eduktgemenges höchstens 10 Gew.%, insbesondere mit höchstens 5 Gew.% des Flussmittels zugesetzt. Das Flussmittel kann vorteilhafterweise zu einer 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 42 - Verbesserung einer Kristallinität des Leuchtstoffs und/oder zur Unterstützung des Kristallwachstums eingesetzt werden. Insbesondere umfasst das Flussmittel eine Verbindung ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch Halogenide, insbesondere Chloride und/oder Fluoride, borhaltige Verbindungen und Kombinationen davon. Beispielsweise ist das Flussmittel eine Verbindung oder eine Kombination von Verbindungen ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Li, LiF, LiCl, NaF, NaCl, SrCl2, SrF2, CaCl2, CaF2, BaCl2, BaF2, NH4Cl, NH4F, KF, KCl, MgF2, MgCl2, AlF3, H3BO3, B2O3, Li2B4O7, NaBO2, Na2B4O7, LiBF4, NH4HF2, NaBF4, KBF4, EuF3 und davon abgeleitete Verbindungen, wie zum Beispiel Hydrate. Vorteilhafterweise kann ein Edukt gleichzeitig als Flussmittel dienen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird der Leuchtstoff, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, mit den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und MC2O3, MC6O11 oder MCF3 hergestellt. Das Eduktgemenge umfasst weiterhin ein Edukt für E, beispielsweise CeF3. Insbesondere werden die Edukte Si3N4, SiO2, Li2O und MC2O3, MC6O11 oder MCF3 in einem Verhältnis von 2,2:1,6:10,5:0,3 bis 2:2:10,5:1 oder von 2:2:10,5:0,3 bis 2:2:10,5:1 eingesetzt. Dem Eduktgemenge wird beispielsweise Li oder LiF als Flussmittel mit höchstens 10 Gew.%, insbesondere mit höchstens 5 Gew.% bezogen auf die Gesamtmenge des Eduktgemenges zugesetzt. Es wird weiterhin die Verwendung eines hier beschriebenen Leuchtstoffs angegeben. Alle in Bezug auf den Leuchtstoff offenbarten Merkmale gelten daher auch für die Verwendung und umgekehrt. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 43 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird der Leuchtstoff in einer Lichtquelle verwendet. Bei der Lichtquelle handelt es sich insbesondere um eine Anordnung mit einem optoelektronischen Bauelement, das elektromagnetische Strahlung im ultravioletten bis infraroten Wellenlängenbereich, insbesondere im sichtbaren Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums emittiert. Es wird weiterhin ein optoelektronisches Bauelement beschrieben. Insbesondere weist das optoelektronische Bauelement den hier beschriebenen Leuchtstoff auf. Alle für den Leuchtstoff und das Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffs gemachten Ausführungen gelten daher insbesondere auch für das optoelektronische Bauelement und umgekehrt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das optoelektronische Bauelement einen strahlungsemittierenden Halbleiterchip auf. Insbesondere emittiert der strahlungsemittierende Halbleiterchip im Betrieb elektromagnetische Strahlung eines ersten Wellenlängenbereichs. Der Halbleiterchip kann eine aktive, insbesondere epitaktisch gewachsene Schichtenfolge umfassen, die einen aktiven Bereich enthält, der im Betrieb des Bauelements die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs erzeugen kann. Der Halbleiterchip ist beispielsweise ein Leuchtdiodenchip oder ein Laserdiodenchip. Die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs, die im Halbleiterchip erzeugt wird, wird beispielsweise durch eine Strahlungsaustrittsfläche des Halbleiterchips emittiert. Die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs umfasst insbesondere die Anregungswellenlänge des hier beschriebenen Leuchtstoffs. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 44 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das optoelektronische Bauelement ein Konversionselement mit einem hier beschriebenen Leuchtstoff auf. Der Leuchtstoff konvertiert insbesondere die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs in elektromagnetische Strahlung eines zweiten Wellenlängenbereichs. Der erste Wellenlängenbereich ist zumindest teilweise verschieden zu dem zweiten Wellenlängenbereich. Das Konversionselement ist beispielsweise so angeordnet, dass die von dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip emittierte elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs auf das Konversionselement trifft. Die elektromagnetische Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs umfasst die elektromagnetische Strahlung, die von dem Leuchtstoff emittiert wird. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das optoelektronische Bauelement einen strahlungsemittierenden Halbleiterchip und ein Konversionselement mit dem hier beschriebenen Leuchtstoff auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist der strahlungsemittierende Halbleiterchip eine Mikro-LED auf. LED ist hier und im Folgenden die Abkürzung für Leuchtdiode (engl. „light emitting diode“). Insbesondere ist der strahlungsemittierende Halbleiterchip eine Mikro-LED. Mikro-LEDs können eine Breite, eine Länge, eine Dicke und/oder einen Durchmesser kleiner als oder gleich 100 Mikrometer, insbesondere kleiner als oder gleich 70 Mikrometer, beispielsweise kleiner als oder gleich 50 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 45 - Mikrometer aufweisen. Insbesondere weisen Mikro-LEDs, beispielsweise rechteckige Mikro-LEDs, eine Kantenlänge, insbesondere in Draufsicht auf die Schichten des Schichtstapels, einer Leuchtfläche kleiner als oder gleich 70 Mikrometer, beispielsweise kleiner als oder gleich 50 Mikrometer auf. Eine Mikro-LED ist beispielsweise eine Leuchtdiode, bei der ein Aufwachssubstrat entfernt ist, so dass eine Dicke der Mikro-LED beispielsweise im Bereich von 1,5 Mikrometer einschließlich bis 10 Mikrometer einschließlich liegt. Beispielsweise wird die Mikro-LED auf einem Wafer mit lösbaren Haltestrukturen bereitgestellt. Die Mikro-LED kann zerstörungsfrei von dem Wafer gelöst werden. Insbesondere werden Mikro-LEDs hauptsächlich in Displays eingesetzt. Die Mikro-LEDs bilden Pixel oder Subpixel und emittieren Licht in einer definierten Farbe. Durch die geringe Pixelgröße und die hohe Dichte bei geringen Abständen eignen sich Mikro-LEDs unter anderem für kleine monolithische Displays für Augmented-Reality-Anwendungen, insbesondere Datenbrillen. Darüber hinaus werden weitere Anwendungen entwickelt, insbesondere für den Einsatz in der Datenkommunikation oder für gepixelte Beleuchtungsanwendungen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist der erste Wellenlängenbereich Wellenlängen im ultravioletten bis blauen Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Beispielsweise umfasst der erste Wellenlängenbereich Wellenlängen im Bereich von einschließlich 300 Nanometer bis einschließlich 550 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 46 - Nanometer, insbesondere im Bereich von einschließlich 400 Nanometer bis einschließlich 500 Nanometer. Insbesondere emittiert der strahlungsemittierende Halbleiterchip elektromagnetische Strahlung mit einer Dominanzwellenlänge λdom im Bereich von einschließlich 430 Nanometer bis einschließlich 460 Nanometer. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements emittiert der strahlungsemittierende Halbleiterchip blaues Licht mit einer Leistung von mindestens 0,25 Wopt./mm2, von mindestens 0,5 Wopt./mm2 oder von mindestens 1 Wopt./mm2. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist der erste Wellenlängenbereich Wellenlängen im roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Beispielsweise umfasst der erste Wellenlängenbereich Wellenlängen im Bereich von einschließlich 600 Nanometer bis einschließlich 780 Nanometer. Insbesondere wird ein strahlungsemittierender Halbleiterchip, der elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs mit Wellenlängen im roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums emittiert, zusammen mit einem hier beschriebenen Leuchtstoff mit Cr, Ho, Pr, Nd, Er, Cu oder Ni als Aktivator- Element E eingesetzt. Beispielsweise kann auch ein rot emittierender strahlungsemittierender Halbleiterchip mit dem Leuchtstoff mit MC gleich Ho, Pr, Tb, Er, Tm oder Nd kombiniert werden. Bei MC gleich Ho, Pr, Tb, Er, Tm oder Nd werden zum Beispiel mit elektromagnetischer Strahlung aus dem roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums f→f-Übergänge angeregt, die zu einer Emission des Leuchtstoffs im nahinfraroten oder infraroten Bereich führen können. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 47 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist der erste Wellenlängenbereich Wellenlängen im Bereich zwischen einschließlich 700 Nanometer bis einschließlich 1650 Nanometer auf. Insbesondere wird in diesem Fall ein hier beschriebener Leuchtstoff mit infraroter Emission in dem Konversionselement verwendet. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements sind der strahlungsemittierende Halbleiterchip und das Konversionselement in einem Gehäuse, insbesondere in einer Kavität eines Gehäuses, angeordnet. Das Gehäuse dient vorteilhafterweise zur mechanischen Stabilisierung und zum Schutz des darin angeordneten Halbleiterchips und des darin angeordneten Konversionselements. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements steht das Konversionselement in direktem Kontakt mit dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements ist das Konversionselement beabstandet von dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip angeordnet. Es ist jedoch möglich, dass das Konversionselement, zum Beispiel über eine Klebeschicht, mit dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip verbunden ist. Die Klebeschicht weist beispielsweise ein Silikonharz und/oder ein Epoxidharz auf. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist das Konversionselement die Form eines Plättchens auf. Insbesondere ist der Leuchtstoff dabei in einem anorganischen Matrixmaterial eingebettet. Alternativ ist es möglich, dass der Leuchtstoff zusammen mit einem 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 48 - organischen Matrixmaterial oder einem anorganischen Matrixmaterial eine Schicht ausbildet und die Schicht auf einem transparenten Träger angeordnet ist. Die Schicht mit dem Leuchtstoff und der transparente Träger bilden dann zusammen das Plättchen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist das Konversionselement ein Matrixmaterial auf. Der Leuchtstoff ist beispielsweise in dem Matrixmaterial eingebettet. Das Matrixmaterial umfasst insbesondere ein Material ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch Glas, wie Silikatglas, Wasserglas oder Quarzglas, und Polymere, wie Polystyrol, Polysilazan, Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat, Polyacrylat, Polytetrafluorethylen, Polyvinyl, Silikonharz, Silikon, Polysiloxan, Epoxidharz, und Kombinationen davon. Silikon und/oder Polysiloxan können fluoriert sein. Insbesondere ist der Leuchtstoff homogen in dem Matrixmaterial verteilt. Es ist jedoch auch möglich, dass der Leuchtstoff in dem Matrixmaterial einen Konzentrationsgradienten aufweist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements ist das Konversionselement als Verguss ausgebildet. Der Verguss füllt die Kavität des Gehäuses zum Beispiel zumindest teilweise. Der Verguss weist neben dem Leuchtstoff insbesondere auch das Matrixmaterial auf. Insbesondere bedeckt der Verguss Seitenflächen des strahlungsemittierenden Bauelements. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements ist in der Kavität des Gehäuses ein nicht- konvertierender Verguss angeordnet. Beispielsweise weist der nicht-konvertierende Verguss eine Durchlässigkeit für 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 49 - elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich von mindestens 85% oder mindestens 95% auf. Solch ein nicht-konvertierender Verguss kann weiterhin Streupartikel aufweisen. Die Streupartikel sind beispielsweise ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch SiO2- Partikel, TiO2-Partikel, BaSO4-Partikel, Al2O3-Partikel, ZrO2- Partikel und Kombinationen davon. Die Streupartikel sind insbesondere homogen in dem nicht-konvertierenden Verguss verteilt. Es ist aber auch möglich, dass die Streupartikel in dem nicht-konvertierenden Verguss einen Konzentrationsgradienten aufweisen. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist das Konversionselement Streupartikel auf. Die Streupartikel sind beispielsweise ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch SiO2-Partikel, TiO2-Partikel, BaSO4- Partikel, Al2O3-Partikel, ZrO2-Partikel und Kombinationen davon. Die Streupartikel sind insbesondere homogen in dem Konversionselement verteilt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements konvertiert das Konversionselement die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs nur teilweise in die elektromagnetische Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs, wobei der nicht konvertierte Teil der elektromagnetischen Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs durch das Konversionselement transmittiert wird. In anderen Worten findet eine Teilkonversion der elektromagnetischen Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs in elektromagnetische Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs statt. Das strahlungsemittierende Bauelement sendet in diesem 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 50 - Fall ein Mischlicht aus, das sich aus der elektromagnetischen Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs und der elektromagnetischen Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs zusammensetzt. Beispielsweise emittiert das strahlungsemittierende Bauelement weißes Mischlicht. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements wird keine elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs durch das Konversionselement transmittiert. „Keine“ meint in diesem Zusammenhang, dass so wenig elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs transmittiert wird, dass sie nicht mehr wahrnehmbar das von dem Bauelement emittierte Licht beeinflusst. Beispielsweise wird höchstens 10 %, insbesondere höchstens 5 %, beispielsweise höchstens 1 % der elektromagnetischen Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs durch das Konversionselement transmittiert. Das strahlungsemittierende Bauelement emittiert dann lediglich die elektromagnetische Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs. In anderen Worten findet eine Vollkonversion der elektromagnetischen Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs in elektromagnetische Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs statt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das Konversionselement frei von einem anderen Leuchtstoff. „Frei von einem anderen Leuchtstoff“ bedeutet, dass lediglich ein hier beschriebener Leuchtstoff oder eine Mischung von verschiedenen hier beschriebenen Leuchtstoffen in dem Konversionselement enthalten ist und zu einer Wellenlängenkonversion führt. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 51 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist das Konversionselement zumindest einen weiteren Leuchtstoff auf. Insbesondere ist der zumindest eine weitere Leuchtstoff verschieden von dem hier beschriebenen Leuchtstoff. Es ist jedoch auch möglich, dass das Konversionselement zwei unterschiedliche hier beschriebene Leuchtstoffe aufweist. Mit anderen Worten kann der zumindest eine weitere Leuchtstoff ein hier beschriebener Leuchtstoff sein, der sich jedoch in der Zusammensetzung von dem Leuchtstoff unterscheidet. Der zumindest eine weitere Leuchtstoff konvertiert insbesondere die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs in elektromagnetische Strahlung eines dritten Wellenlängenbereichs. Der dritte Wellenlängenbereich ist zumindest teilweise verschieden zu dem zweiten Wellenlängenbereich und/oder dem ersten Wellenlängenbereich. Insbesondere emittiert das optoelektronische Bauelement ein Mischlicht, das sich aus der elektromagnetischen Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs, der elektromagnetischen Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs und/oder der elektromagnetischen Strahlung des dritten Wellenlängenbereichs zusammensetzt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform liegt der Leuchtstoff im Konversionselement als Keramik oder in einem Matrixmaterial vor. Ein als Keramik vorliegender Leuchtstoff ist insbesondere weitestgehend frei von dem Matrixmaterial und/oder dem zumindest einen weiteren Leuchtstoff. Bevorzugt weist die aus dem Leuchtstoff gebildete Keramik eine niedrige Porosität auf. Damit kann unerwünschte Lichtstreuung verhindert oder nahezu verhindert werden und es erfolgt eine gute Wärmeabfuhr. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 52 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements ist der zumindest eine weitere Leuchtstoff in einer eigenen Schicht angeordnet. Mit anderen Worten sind der Leuchtstoff und der zumindest eine weitere Leuchtstoff nicht miteinander vermischt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist eine Schicht mit dem Leuchtstoff neben, über oder unter einer Schicht mit dem zumindest einen weiteren Leuchtstoff angeordnet. Über oder unter bezieht sich hier und im Folgenden auf eine Richtung senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene des strahlungsemittierenden Halbleiterchips. Insbesondere sind die Schicht mit dem Leuchtstoff und die Schicht mit dem zumindest einen weiteren Leuchtstoff lateral nebeneinander auf dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip angeordnet. Insbesondere weist der strahlungsemittierende Halbleiterchip Pixel auf, die getrennt voneinander angesteuert werden können. Beispielsweise lässt sich durch die nebeneinander angeordneten Schichten mit dem Leuchtstoff und dem zumindest einen weiteren Leuchtstoff ein pixeliertes optoelektronisches Bauelement bereitstellen. Ein solches pixeliertes optoelektronisches Bauelement kann vorteilhafterweise je nach Bereich elektromagnetische Strahlung mit unterschiedlichen Wellenlängenbereichen emittieren. Beispielsweise eignet sich ein solches optoelektronisches Bauelement zur Verwendung in einem Display. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements sind der Leuchtstoff und der zumindest eine weitere Leuchtstoff in dem Konversionselement vermischt. Mit anderen Worten sind der Leuchtstoff und der zumindest eine 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 53 - weitere Leuchtstoff nicht in unterschiedlichen Schichten angeordnet. Insbesondere bilden der Leuchtstoff und der zumindest eine weitere Leuchtstoff eine homogene Mischung. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements ist der zumindest eine weitere Leuchtstoff ein keramischer Leuchtstoff und/oder ein Quantenpunktleuchtstoff. Insbesondere ist der zumindest eine weitere Leuchtstoff ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch die folgenden Verbindungen oder Kombinationen dieser Verbindungen: Ce3+ dotierte Granate wie YAG und LuAG, beispielsweise (Y, Lu,Gd,Tb)3(Al1-xGax)5O12:Ce3+, Eu2+ dotierte Nitride, beispielsweise (Ca,Sr)AlSiN3:Eu2+, Sr(Ca,Sr)Si2Al2N6:Eu2+ (SCASN), (Sr,Ca)AlSiN3*Si2N2O:Eu2+, (Ca,Ba,Sr)2Si5N8:Eu2+, SrLiAl3N4:Eu2+ oder SrLi2Al2O2N2:Eu2+, Ce3+ dotierte Nitride, beispielsweise (Ca,Sr)Al(1-4x/3)Si(1+x)N3:Ce3+ (x = 0,2 – 0,5), Eu2+ dotierte Sulfide, (Ba,Sr,Ca)Si2O2N2:Eu2+, SiAlONe, Nitrido-Orthosilikate, z.B. AE2-x-aRExEuaSi1-yO4-x-2yNx, Orthosilikate wie (Ba,Sr,Ca)2SiO4:Eu2+, Chlorosilikate, z.B. Ca8Mg(SiO4)4Cl2:Eu2+), Mn4+ dotierte Fluoride, beispielsweise (K,Na)2(Si,Ti)F6:Mn4+, Eu2+ oder Ce3+ dotierte Litho-Silikate, wie (Li,Na,K,Rb,Cs)(Li3SiO4):E mit E = Eu2+, Ce3+, (Sr,Li)Li3AlO4:Eu2+ oder SrLi3AlO4:Eu2+. Weitere mögliche Verbindungen für den zumindest einen weiteren Leuchtstoff sind insbesondere die folgenden aluminiumhaltigen und/oder siliziumhaltigen Leuchtstoffe: (Ba1-x-ySrxCay)SiO4:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1, 0 ≤ y ≤ 1), (Ba1-x- ySrxCay)3SiO5:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1, 0 ≤ y ≤ 1), Li2SrSiO4:Eu2+, Oxo- Nitride wie (Ba1-x-ySrxCay)Si2O2N2:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1; 0 ≤ y ≤ 1), SrSiAl2O3N2:Eu2+, Ba4-xCaxSi6ON10:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1), (Ba1- xSrx)Y2Si2Al2O2N5:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1), SrxSi(6-y)AlyOyN(8-y):Eu2+ (0,05 ≤ x ≤ 0,5; 0,001 ≤ y ≤ 0,5), Si6-zAlzOzN8-z:Eu2+ (0 ≤ z ≤ 0,42), 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 54 - MxSi12-m-nAlm+nOnN16-n:Eu2+ (M = Li, Mg, Ca, Y; x = m/v; v = Wertigkeit von M, x ≤ 2), MxSi12-m-nAlm+nOnN16-n:Ce3+, AE2-x- aRExEuaSi1-yO4-x-2yNx (AE = Sr, Ba, Ca, Mg; RE = Seltenerdelemente), AE2-x-aRExEuaSi1-yO4-x-2yNx (AE = Sr, Ba, Ca, Mg; RE = Seltenerdelemente), Ba3Si6O12N2:Eu2+ oder Nitride wie La3Si6N11:Ce3+, (La1-xYx)3Si6N11:Ce3+, (Ba1-x-ySrxCay)2Si5N8:Eu2+, (Ca1-x-ySrxBay)AlSiN3:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1; 0 ≤ y ≤ 1), Sr(Sr1- xCax)Al2Si2N6:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 0,2), Sr(Sr1-xCax)Al2Si2N6:Ce3+ (0 ≤ x ≤ 0,2) SrAlSi4N7:Eu2+, (Ba1-x-ySrxCay)SiN2:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1; 0 ≤ y ≤ 1), (Ba1-x-ySrxCay)SiN2:Ce3+ (0 ≤ x ≤ 1; 0 ≤ y ≤ 1), (Sr1- xCax)LiAl3N4:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1), (Ba1-x-ySrxCay)Mg2Al2N4:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1; 0 ≤ y ≤ 1), (Ba1-x-ySrxCay)Mg3SiN4:Eu2+ (0 ≤ x ≤ 1; 0 ≤ y ≤ 1). Gemäß zumindest einer Ausführungsform emittiert das optoelektronische Bauelement weißes Mischlicht. Ein solches optoelektronisches Bauelement kann in der Allgemeinbeleuchtung, für Hochleistungs-LEDs, beispielsweise für Autofrontscheinwerfer, oder in Projektions-Anwendungen, beispielsweise in Projektoren, eingesetzt werden. Insbesondere weist das optoelektronische Bauelement, das weißes Mischlicht emittiert, lediglich den hier beschriebenen Leuchtstoff in dem Konversionselement auf. Es ist jedoch auch möglich, dass das Konversionselement des optoelektronischen Bauelements den zumindest einen weiteren Leuchtstoff umfasst. Beispielsweise wird der Leuchtstoff, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, mit MC gleich Gd, Dy, Y, Ho, Tb, Lu, Sm, Yb, Tm oder Pr und/oder E gleich Ce3+ und/oder Eu2+ in dem optoelektronischen Bauelement, das weißes Mischlicht emittiert, eingesetzt. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 55 - Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das optoelektronische Bauelement einen Farbwiedergabeindex (engl. „color rendering index“, CRI) von mindestens 70 auf. Der Farbwiedergabeindex ist einen Wert, der angibt, wie die Farbwiedergabe einer künstlichen Lichtquelle verglichen mit natürlichem Licht, beispielsweise Sonnenlicht, ausfällt. Beispielsweise wird in dem Konversionselement der hier beschriebene Leuchtstoff, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit E gleich Ce3+ und MC gleich Ho, Tb, Lu, Tm, Sm oder Pr, eingesetzt. Vorteilhafterweise ist zum Erreichen des CRI von mindestens 70 lediglich der hier beschriebene Leuchtstoff und keine Leuchtstoffmischung notwendig. Optoelektronische Bauelemente mit einem CRI von mindestens 70 werden beispielsweise bei der Straßenbeleuchtung eingesetzt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das optoelektronische Bauelement einen CRI von mindestens 90 auf. Insbesondere werden in dem Konversionselement des optoelektronischen Bauelements mit dem CRI von mindestens 90 der Leuchtstoff und der zumindest eine weitere Leuchtstoff eingesetzt. Beispielsweise weist das Konversionselement des optoelektronischen Bauelements einen grün bis gelb emittierenden Leuchtstoff und einen rot emittierenden Leuchtstoff auf. Vorteilhafterweise können optoelektronische Bauelemente mit einem CRI von mindestens 90 zur Allgemeinbeleuchtung oder zur Ladenbeleuchtung eingesetzt werden. Vorteilhafterweise können herkömmliche grün bis gelb emittierende Granat-Leuchtstoffe durch den hier beschriebenen Leuchtstoff mit grün bis gelber Emission ersetzt werden. Dabei ist es möglich, dass der hier beschriebene Leuchtstoff 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 56 - eine ähnliche Dominanzwellenlänge wie der Granat-Leuchtstoff aufweist. Somit können vorteilhafterweise vergleichbare Farbkoordinaten mit dem hier beschriebenen Leuchtstoff erreicht werden. Beispielsweise wird der Leuchtstoff mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit E gleich Ce3+, Eu2+ oder Mn2+ als grün bis gelb emittierender Leuchtstoff eingesetzt. Weiterhin ist es möglich, herkömmliche rot emittierende Leuchtstoffe durch den hier beschriebenen rot emittierenden Leuchtstoff zu ersetzten. Der Leuchtstoff mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit E gleich Eu2+, Mn2+ oder Mn4+ kann als rot emittierender Leuchtstoff verwendet werden. Vorteilhafterweise kann das optoelektronische Bauelement neben einem hohen CRI auch einen erhöhten R9-Wert aufweisen. Beispielsweise weist das optoelektronische Bauelement hierfür ein Konversionselement mit einem grün bis gelb emittierenden Leuchtstoff und einem rot emittierenden Leuchtstoff auf. Dabei ist insbesondere der rot emittierende Leuchtstoff so angepasst und/oder ausgewählt, dass der erhöhte R9-Wert erreicht wird. Der R9-Wert beschreibt die spezifische Fähigkeit des Lichts, eine rote Farbe von Objekten genau wiederzugeben. Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird das optoelektronische Bauelement in einem Display verwendet. Insbesondere wird das optoelektronische Bauelement als Hinterleuchtungseinheit des Displays eingesetzt. Beispielsweise weist das Konversionselement des optoelektronischen Bauelements hierbei den hier beschriebenen Leuchtstoff, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, mit E gleich Mn4+ auf. Der Mn4+-aktivierte Leuchtstoff weist vorteilhafterweise eine schmalbandige 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 57 - Emission auf. Daher lässt sich ein hoher Farbgamut für das Display erzielen. Der Farbgamut wird auch als Farbumfang bezeichnet. Der Farbgamut umfasst die Menge aller Farben eines Farbraums, die von einem Gerät, wie dem Display, wiedergegeben werden kann. Gemäß zumindest einer Ausführungsform emittiert das optoelektronische Bauelement elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von einschließlich 650 Nanometer bis einschließlich 780 Nanometer. Mit anderen Worten kann das optoelektronische Bauelement langwelliges rotes Licht emittieren. Beispielsweise wird der Leuchtstoff, insbesondere mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E, mit E gleich Eu2+ oder Mn4+ in einem solchen optoelektronischen Bauelement eingesetzt. Chlorophyll weist beispielsweise einen Absorptionspeak im Bereich zwischen einschließlich 650 Nanometer und einschließlich 700 Nanometer auf. Daher kann das optoelektronische Bauelement vorteilhafterweise zur Beleuchtung von Gewächshäusern, das heißt im Gartenbau, eingesetzt werden. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des optoelektronischen Bauelements weist das Konversionselement den hier beschriebenen Leuchtstoff mit einem Emissionspeak im nahinfraroten bis infraroten Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Eine gängige Methode, um die Zusammensetzung von organischen Substanzen, beispielsweise Lebensmittel oder Polymere, zu analysieren, ist die Aufnahme der Absorption und/oder Transmission von infraroter oder nahinfraroter Strahlung. Infrarotstrahlung oder Nahinfrarotstrahlung regt Vibrationsmoden in dem zu untersuchenden Material an, was in 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 58 - charakteristischen Absorptionsbanden resultiert. Aufgrund der Emission im nahinfraroten bis infraroten Wellenlängenbereich kann das optoelektronische Bauelement, insbesondere mit dem hier beschriebenen Leuchtstoff mit Cr3+ als Aktivator-Element oder mit MC = Nd, vorteilhafterweise als Lichtquelle in einem entsprechenden, beispielsweise kleinen, handlichen und tragbaren, Analysegerät oder Spektrometer eingesetzt werden. Das optoelektronische Bauelement kann mit einem Silizium- Detektor kombiniert werden, der den nahinfraroten bis infraroten Wellenlängenbereich abdeckt und günstig hergestellt werden kann. Vorteilhafterweise kann das optoelektronische Bauelement auch für Sensor-Anwendungen in portablen Geräten und Industriemaschinen eingesetzt werden, bei denen eine kompakte breitbandige Infrarot-Lichtquelle benötigt wird. Herkömmlicherweise werden Halogenlampen als breitbandige Infrarot-Lichtquelle eingesetzt. Im Vergleich dazu weist das hier beschriebene optoelektronische Bauelement insbesondere deutlich geringere Abmessungen auf. Weiterhin ist die Wärmeentwicklung vorteilhafterweise moderat und ein gepulster Betriebsmodus ist möglich. Zudem kann ein breites Emissionsspektrum von annähernd kontinuierlicher Intensität erzielt werden, beispielsweise durch den Einsatz einer Mischung mehrerer Leuchtstoffe. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen, Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Leuchtstoffs, des Verfahrens zur Herstellung eines Leuchtstoffs und des optoelektronischen Bauelements ergeben sich aus den folgenden, in Verbindung mit den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 59 - Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 2 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Figuren 3 bis 9 zeigen schematische Ausschnitte einer Wirtsstruktur eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 10 zeigt ein verfeinertes Pulverdiffraktogramm eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 11 zeigt ein Anregungsspektrum und ein Emissionsspektrum eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 12 zeigt Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel und einem Vergleichsbeispiel. Figur 13 zeigt das Temperaturverhalten eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Figuren 14, 15A und 15B zeigen Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Die Figur 16 zeigt schematisch verschiedene Schritte eines Verfahrens zur Herstellung eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Figuren 17 bis 22 zeigen schematische Schnittdarstellungen von optoelektronischen Bauelementen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 60 - Die Figuren 23 bis 25 zeigen simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele und gemäß verschiedener Vergleichsbeispiele. Figur 26 zeigt ein verfeinertes Pulverdiffraktogramm eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 27 zeigt ein Anregungsspektrum und ein Emissionsspektrum eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 28 zeigt Emissionsspektren von Leuchtstoffen gemäß einem Ausführungsbeispiel und einem Vergleichsbeispiel. Figur 29 zeigt das Temperaturverhalten eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 30 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 31 zeigt ein Emissionsspektrum eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figuren 32 bis 36 zeigen simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele und gemäß verschiedener Vergleichsbeispiele. Figur 37A, 37B und 37C zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 61 - Figur 38 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figuren 39A, 39B und 40 zeigen Emissionsspektren von Leuchtstoffen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Figur 41 zeigt simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Figur 42 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 43 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figuren 44 und 45A bis 45D zeigen Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 46 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 47 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 48 zeigt ein Anregungsspektrum und ein Emissionsspektrum eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 62 - Figur 49A zeigt Emissionsspektren von Leuchtstoffen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele und einem Vergleichsbeispiel. Figur 49B zeigt Emissionsspektren von Leuchtstoffen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Figur 50 zeigt das Temperaturverhalten eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel und einem Vergleichsbeispiel. Figuren 51 bis 53 zeigen simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele und gemäß verschiedener Vergleichsbeispiele. Figuren 54A und 54B zeigen Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 55 zeigt eine logarithmische Auftragung einer Emissionsintensität eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel gegen die Zeit. Figur 56 zeigt Emissionsspektren von Leuchtstoffen gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Figur 57 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 58 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 59 zeigt Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 63 - Figur 60 zeigt ein Emissionsspektrum und ein Anregungsspektrum eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 61 zeigt das Temperaturverhalten eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 62 zeigt simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß einem Ausführungsbeispiel und gemäß verschiedener Vergleichsbeispiele. Figur 63 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 64 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 65 zeigt ein verfeinertes Pulverdiffraktogramm eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 66 zeigt Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 67 zeigt ein Emissionsspektrum und Anregungsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 68 zeigt das Temperaturverhalten eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 69 zeigt simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß einem 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 64 - Ausführungsbeispiel und gemäß verschiedener Vergleichsbeispiele. Figur 70 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 71 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figuren 72 bis 75 zeigen Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figuren 76A und 76B zeigen Sekundärelektronenabbildungen eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 77 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 78 zeigt ein Anregungsspektrum und ein Emissionsspektrum eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 79 zeigt Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 80 zeigt Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel und verschiedener Vergleichsbeispiele. Figur 81 zeigt das Temperaturverhalten eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 65 - Figur 82 zeigt simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß einem Ausführungsbeispiel und gemäß verschiedener Vergleichsbeispiele. Figur 83 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 84 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 85 zeigt ein Emissionsspektrum eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 86 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 87 zeigt Pulverdiffraktogramme eines Leuchtstoffs gemäß einem Ausführungsbeispiel. Figur 88 zeigt Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Figur 89 zeigt simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen gemäß einem Ausführungsbeispiel und gemäß verschiedener Vergleichsbeispiele. Figur 90 zeigt Emissionsspektren eines Leuchtstoffs gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Gleiche, gleichartige oder gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Figuren 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 66 - und die Größenverhältnisse der in den Figuren dargestellten Elemente untereinander sind nicht als maßstäblich zu betrachten. Vielmehr können einzelne Elemente, insbesondere Schichtdicken zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren Verständnis übertrieben groß dargestellt sein. Das Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 der Figur 1 weist die Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E auf, wobei 0 ≤ x ≤ 4, 0 ≤ c ≤ 1, 0 ≤ z ≤ 4, 0 ≤ a ≤ 8, 0 ≤ b ≤ 4, 0 ≤ 2x+a ≤ 8, 0 ≤ z+b ≤ 4, -4 ≤ -z+b-c ≤ 4, MB ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der zweiwertigen Elemente ist, MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, MA Li und/oder Na ist, MD ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der vierwertigen Elemente ist, ME ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, MF ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der einwertigen Elemente ist, MG ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der fünfwertigen Elemente ist, und E ein Aktivator-Element ist. Der Leuchtstoff 1 liegt vorliegend in Form von Partikeln vor, die eine Korngröße im Bereich zwischen einschließlich 500 Nanometer und einschließlich 50 Mikrometer aufweisen. Die Figur 2 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen eines Leuchtstoffs 1 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel. Der Leuchtstoff 1 weist vorliegend die Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ auf. Die Sekundärelektronenabbildung ist das Ergebnis einer 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 67 - Rasterelektronenmikroskop (REM)-Untersuchung bei einer Beschleunigungsspannung von 3 kV. Der Maßstab ist in der Figur 2 unten links dargestellt. Der Leuchtstoff 1 liegt vorliegend als vereinzelte, quaderförmige Kristalle vor. In der Tabelle 1 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtig. In Tabelle 1 ist der gemessene Ausschnitt des reziproken Raumes über die Grenzen der zugehörigen Millerschen Indizes (hkl) angegeben. Weiterhin wird der konventionelle R-Wert aller Reflexe R1 angegeben, der die mittlere prozentuale Abweichung zwischen beobachteten und berechneten Strukturfaktoren angibt. Der gewichtete R-Wert wR2 enthält einen Gewichtungsfaktor, der die Reflexe nach einem definierten Schema unter anderem abhängig von ihrer Standardabweichung gewichtet. Für ein gutes Strukturmodell sollte R1 unterhalb von 5 % und wR2 unter 10 % liegen. Als weiteres Qualitätsmerkmal für die Übereinstimmung von berechneter und gemessener Struktur wird der Gütefaktor (engl. „goodness of fit“, GooF) angegeben, der nahe bei 1 liegen sollte. Tabelle 1: Kristallographische Daten für Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9322(8) c / Å 5,0482(6) Zellvolumen / Å3 498,00(8) T / K 297(2) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 68 - Strahlung / Å Mo-Kα (λ = 0,71073) Messrange 2,9 ° < θ < 37,76 ° - 17 ≤ h ≤ 16 - 16 ≤ k ≤ 13 - 8 ≤ l ≤ 7 Anzahl aller Reflexe 12572 Unabhängige Reflexe 1303 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 3,56 / -1,47 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0335 / 0,0489 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0664 / 0,0718 GooF 1,15 Tabelle 2 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Wyckoff-Lage beschreibt die Symmetrie der Punktlagen nach R.W.G. Wyckoff. x, y und z geben die Atomlagen an. Tabelle 2: Atompositionen von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Atom Wyckoff- x y Z U Beset- Position zung (Occ) Gd1 2c 0 0,5 0,11494(6) 0,00945(5) 1 Si1 8g 0,21321(9) 0,46576(9) 0,6722(2) 0,0083(2) 1 O2 8g 0,7947(2) 0,5399(2) 0,3461(4) 0,0099(5) 1 O1 8g 0,3697(2) 0,4403(3) 0,7634(5) 0,0108(5) 1 N1 8g 0,1641(3) 0,6186(3) 0,8033(5) 0,0105(6) 1 Li1 8g 0,1609(8) 0,2640(8) 0,221(2) 0,020(2) 1 Li2 8g 0,3702(8) 0,430(2) 0,152(2) 0,025(2) 1 Li3 2b 0,5 0,5 0,5 0,020(3) 1 Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch über vier Messungen gemittelte energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX- Analysen) bestätigt werden. Die REM-EDX-Analysen zeigten ein 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 69 - Verhältnis (Gd+Ce):Si von 1:4,1(5), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In der Tabelle 3 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 4 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 3: Kristallographische Daten für Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9423(2) c / Å 5,0520(2) Zellvolumen / Å3 499,39(2) T / K 284 Strahlung / Å Mo-Kα (λ = 0,71073) Messrange 2,9 ° < θ < 42,15 ° - 18 ≤ h ≤ 18 - 18 ≤ k ≤ 18 - 9 ≤ l ≤ 9 Anzahl aller Reflexe 25467 Unabhängige Reflexe 1523 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 2,70 / -2,38 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0300 / 0,0375 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0559 / 0,0575 GooF 1,43 Tabelle 4: Atompositionen von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 70 - Atom Wyckoff- x U Beset- Position zung (Occ) Dy1 2c 1/2 0 0,11522(4) 0,00818(4) 1 Si1 8g 0,28660(5) 0,96575(5) 0,6721(2) 0,0060(2) 1 O1 8g 0,1298(2) 0,9405(2) 0,7631(3) 0,0084(3) 1 O2 8g 0,4605(2) 0,2051(2) 0,3452(3) 0,0080(3) 1 N1 8g 0,6189(2) 0,1639(2) 0,8035(4) 0,0092(4) 1 Li1 8g 0,1597(5) 0,7365(4) 0,7792(2) 0,018(2) 1 Li2 8g 0,1299(5) 0,9332(6) 0,153(2) 0,023(2) 1 0 0 Li3 2b 1/2 0,016(2) 1 Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch über zwei Partikel gemittelte energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX- Analysen) bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV bestätigt werden. Die REM-EDX-Analysen zeigten ein Verhältnis (Dy+Ce):Si von 1:4,2(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In der Tabelle 5 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 6 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 5: Kristallographische Daten für Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 71 - a / Å 9,9707(2) c / Å 5,1081(2) Zellvolumen / Å3 507,82(2) T / K 293 Strahlung / Å Mo-Kα (λ = 0,71073) Messrange 2,89 ° < θ < 42,13 ° - 18 ≤ h ≤ 18 - 18 ≤ k ≤ 17 - 9 ≤ l ≤ 9 Anzahl aller Reflexe 28680 Unabhängige Reflexe 1711 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 1,76 / -0,81 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0149 / 0,0159 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0357 / 0,0360 GooF 1,20 Tabelle 6: Atompositionen von Li 3+ 8Nd[LiSi4N4O8]:Ce Atom Wyckoff- x y z U Beset- Position zung (Occ) Nd1 2c 0 1/2 0.11560(2) 0,00567(2) 1 Si1 8g 0,96802(3) 0,71438(3) 0,67072(5) 0,00509(5) 1 O1 8g 0,94351(7) 0,87017(6) 0,7658(2) 0,0074(2) 1 O2 8g 0,03779(7) 0,29086(7) 0,3474(2) 0,0077(2) 1 N1 8g 0,87885(8) 0,33601(8) 0,7973(2) 0,0078(2) 1 Li1 8g 0,7375(2) 0,8359(3) 0,7740(6) 0,0209(6) 1 Li2 8g 0,0642(3) 0,1298(2) 0,1476(5) 0,0193(6) 1 Li3 2b 0 0 1/2 0,0134(7) 1 In der Tabelle 7 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 8 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 72 - zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 7: Kristallographische Daten für Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9117(3) c / Å 5,0278(3) Zellvolumen / Å3 493,94(4) T / K 173(2) Strahlung / Å Mo K-L3 (λ = 0,71073) Messrange 2,91 ° < θ < 38,55 ° - 16 ≤ h ≤ 17 - 12 ≤ k ≤ 17 - 8 ≤ l ≤ 8 Anzahl aller Reflexe 8021 Unabhängige Reflexe 1377 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 2,12 / -1,06 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0229 / 0,0262 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0447 / 0,0459 GooF 1,10 Tabelle 8: Atompositionen von Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ Atom Wyckoff- x z U Besetzung Position (Occ.) Ho1 2c 1/2 0,88559(3) 0,00547(3) 1 Si1 8g 0,28691(5) 0,96524(5) 0,3271(2) 0,0044(2) 1 O1 8g 0,2963(2) 0,9606(2) 0,6549(2) 0,0061(3) 1 O2 8g 0,1290(2) 0,9398(2) 0,2372(3) 0,0063(3) 1 N1 8g 0,3815(2) 0,8351(2) 0,1935(3) 0,0059(3) 1 Li1 8g 0,1304(4) 0,9301(5) 0,8495(8) 0,016(2) 1 Li2 8g 0,3410(4) 0,7653(4) 0,7795(8) 0,013(2) 1 Li3 2b 0 0 1/2 0,020(3) 1 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 73 - In der Tabelle 9 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 10 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 9: Kristallographische Daten für Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9570(3) c / Å 5,1203(2) Zellvolumen / Å3 507,64(3) T / K 173(2) Strahlung / Å Mo K-L3 (λ = 0,71073) Messrange 2,89 ° < θ < 39,44 ° - 17 ≤ h ≤ 17 - 17 ≤ k ≤ 17 - 8 ≤ l ≤ 9 Anzahl aller Reflexe 9458 Unabhängige Reflexe 1500 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 1,45 / -0,81 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0175 / 0,0200 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0386 / 0,0397 GooF 1,08 Tabelle 10: Atompositionen von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ Atom Wyckoff- x y z U Besetzung Position (Occ.) Pr1 2c 1/2 0 0,38435(2) 0,00373(3) 1 Si1 8g 0,28511(3) 0,03094(3) 0,82912(6) 0,00356(7) 1 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 74 - O1 8g 0,29009(9) 0,0368(2) 0,1515(2) 0,0055(2) 1 O2 8g 0,12911(8) 0,05551(9) 0,7333(2) 0,0051(2) 1 N1 8g 0,6222(2) 0,8364(2) 0,7029(2) 0,0054(2) 1 Li2 8g 0,1292(3) 0,0618(3) 0,3521(5) 0,0126(6) 1 Li1 8g 0,1660(3) 0,2626(3) 0,7253(6) 0,0137(6) 1 Li3 2a 0 0 0 0,0105(9) 1 In der Tabelle 11 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 12 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 11: Kristallographische Daten für Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9152(6) c / Å 5,0240(5) Zellvolumen / Å3 493,92(6) T / K 173(2) Strahlung / Å Mo K-L3 (λ = 0,71073) Messrange 2,91 ° < θ < 36,39 ° - 16 ≤ h ≤ 16 - 16 ≤ k ≤ 15 - 8 ≤ l ≤ 8 Anzahl aller Reflexe 15092 Unabhängige Reflexe 1063 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 0,70 / -0,57 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0350 / 0,0480 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0656 / 0,0691 GooF 1,32 Tabelle 12: Atompositionen von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 75 - Atom Wyckoff- x z U Besetzung Position Occ. Y1 2c 0 1/2 0,11592(8) 0,00835(8) 1 Si1 8g 0,21268(5) 0,46483(6) 0,6741(2) 0,0085(2) 1 O1 8g 0,2027(2) 0,4601(2) 0,3446(3) 0,0104(4) 1 O2 8g 0,3708(2) 0,4387(2) 0,7624(3) 0,0109(4) 1 N1 8g 0,1653(2) 0,6179(2) 0,8099(4) 0,0106(4) 1 Li2 8g 0,3705(4) 0,4297(5) 0,1570(9) 0,020(2) 1 Li1 8g 0,3408(4) 0,2348(4) 0,7819(8) 0,017(2) 1 Li3 2b 1/2 1/2 1/2 0,017(2) 1 In der Tabelle 13 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 14 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 13: Kristallographische Daten für Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9226(3) c / Å 5,0054(3) Zellvolumen / Å3 492,82(4) T / K 301 Strahlung / Å Mo K-L2,3 (λ = 0,71073) Messrange 2,9 ° < θ < 36,32 ° - 15 ≤ h ≤ 16 - 16 ≤ k ≤ 16 - 8 ≤ l ≤ 8 Anzahl aller Reflexe 18555 Unabhängige Reflexe 1143 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 1,59 / -1,35 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 76 - Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX-Analysen) bei einer Beschleunigungsspannung von 20 kV bestätigt werden. Die REM- EDX-Analyse zeigte ein Verhältnis (Tm+Ce):Si von 1:4,0(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In der Tabelle 15 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 16 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 15: Kristallographische Daten für Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 77 - Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9441(3) c / Å 5,0353(2) Zellvolumen / Å3 497,92(3) T / K 300(2) Strahlung / Å Mo K-L2,3 (λ = 0,71073) Messrange 2,9 ° < θ < 37,95 ° - 17 ≤ h ≤ 17 - 17 ≤ k ≤ 17 - 8 ≤ l ≤ 8 Anzahl aller Reflexe 18134 Unabhängige Reflexe 1267 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 1,62 / -0,80 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0137 / 0,0140 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0329 / 0,0331 GooF 1,26 Tabelle 16: Atompositionen von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Atom Wyckoff- x Besetzung Position (Occ.) Tb1 2c 0 1/2 0,88397(2) 0,00763(2) 1 Si1 8g 0,21301(3) 0,46526(3) 0,32727(6) 0,00703(6) 1 O2 8g 0,20425(8) 0,46018(8) 0,6546(2) 0,0091(2) 1 O1 8g 0,36976(7) 0,43978(8) 0,2366(2) 0,0096(5) 1 N1 8g 0,11812(9) 0,33567(9) 0,1952(2) 0,0099(2) 1 Li1 8g 0,3409(3) 0,2352(2) 0,7819(6) 0,0206(6) 1 Li2 8g 0,3712(3) 0,4326(4) 0,849(7) 0,0268(8) 1 Li3 2b 1/2 1/2 1/2 0,0190(9) 1 Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX-Analysen) bei einer Beschleunigungsspannung von 20 kV bestätigt werden. Die REM- 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 78 - EDX-Analyse zeigte gemittelt über drei Partikel ein Verhältnis (Tb+Ce):Si von 1:4,0(4), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. Gemittelt über zwei Positionen innerhalb eines Einkristalls zeigte die REM- EDX-Analyse bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV ein Verhältnis (Tb+Ce):Si von 1:3,7(1), was ebenfalls im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In der Tabelle 17 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 18 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 17: Kristallographische Daten für Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,937(2) c / Å 5,008(2) Zellvolumen / Å3 494,5(2) T / K 173 Strahlung / Å Mo K-L2,3 (λ = 0,71073) Messrange 2,9 ° < θ < 35,29 ° - 15 ≤ h ≤ 14 - 16 ≤ k ≤ 16 - 8 ≤ l ≤ 6 Anzahl aller Reflexe 6664 Unabhängige Reflexe 1032 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 1,04 / -1,21 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 79 - R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0382 / 0,0557 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0757 / 0,0813 GooF 1,21 Tabelle 18: Atompositionen von Li 3+ 8Er[LiSi4N4O8]:Ce Atom Wyckoff- x y z U Besetzung Position (Occ.) Er1 2c 1/2 0 0,11547(9) 0,01214(9) 1 Si1 8g 0,2875(2) 0,0358(2) 0,6741(3) 0,0116(3) 1 O1 8g 0,2982(3) 0,0394(3) 0,3460(6) 0,0123(8) 1 O2 8g 0,1299(3) 0,0626(4) 0,7626(7) 0,0138(9) 1 N1 8g 0,3827(4) 0,1640(4) 0,8112(8) 0,014(2) 1 Li1 8g 0,1293(8) 0,069(2) 0,164(2) 0,024(3) 1 Li2 8g 0,157(2) 0,2657(9) 0,786(2) 0,023(3) 1 Li3 2b 0 0 1/2 0,023(5) 1 Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX-Analysen) bei einer Beschleunigungsspannung von 20 kV bestätigt werden. Die REM- EDX-Analyse zeigte gemittelt über zwei Partikel ein Verhältnis (Er+Ce):Si von 1:4,2(3), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In der Tabelle 19 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 20 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 19: Kristallographische Daten für Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 80 - Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,8968(4) c / Å 4,9866(3) Zellvolumen / Å3 488,42(4) T / K 173(2) Strahlung / Å Mo K-L2,3 (λ = 0,71073) Messrange 2,91 ° < θ < 37,86 ° - 17 ≤ h ≤ 16 - 17 ≤ k ≤ 16 - 8 ≤ l ≤ 8 Anzahl aller Reflexe 11840 Unabhängige Reflexe 1271 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 2,88 / -3,10 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0218 / 0,0239 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0508 / 0,0517 GooF 1,30 Tabelle 20: Atompositionen von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ Atom Wyckoff- x z U Besetzung Position (Occ.) Lu1 2c 0 1/2 0,38521(3) 0,00631(4) 1 Si1 8g 0,21235(6) 0,46410(6) 0,8256(2) 0,0046(2) 1 O2 8g 0,2006(2) 0,4595(2) 0,1557(3) 0,0062(3) 1 O1 8g 0,3704(2) 0,4378(2) 0,7388(3) 0,0064(3) 1 N1 8g 0,1166(2) 0,3357(2) 0,6895(3) 0,0067(3) 1 Li1 8g 0,3432(4) 0,2337(4) 0,716(2) 0,013(2) 1 Li2 8g 0,3700(5) 0,4299(6) 0,348(2) 0,020(2) 1 Li3 2b 1/2 1/2 0 0,015(2) 1 Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX-Analysen) bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV bestätigt werden. Die REM- 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 81 - EDX-Analyse zeigte gemittelt über zwei Partikel ein Verhältnis (Lu+Ce):Si von 1:4,0(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In der Tabelle 21 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 22 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 21: Kristallographische Daten für Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,936(2) c / Å 5,0002(8) Zellvolumen / Å3 493,6(2) T / K 153(2) Strahlung / Å Mo K-L2,3 (λ = 0,71073) Messrange 2,9 ° < θ < 33,23 ° - 15 ≤ h ≤ 15 - 15 ≤ k ≤ 13 - 7 ≤ l ≤ 7 Anzahl aller Reflexe 5704 Unabhängige Reflexe 888 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 2,07 / -1,38 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0314 / 0,0387 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0646 / 0,0669 GooF 1,27 Tabelle 22: Atompositionen von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 82 - Atom Wyckoff- x y z U Besetzung Position (Occ.) Yb1 2c 1/2 0 0,11571(8) 0,00993(8) 1 Si1 8g 0,7126(2) 0,0355(2) 0,6743(2) 0,0068(2) 1 O1 8g 0,7010(3) 0,0399(3) 0,3455(6) 0,0090(7) 1 O2 8g 0,8700(3) 0,0621(3) 0,7622(6) 0,0096(7) 1 N1 8g 0,6173(3) 0,1632(3) 0,8093(7) 0,0093(8) 1 Li1 8g 0,8416(8) 0,2655(7) 0,789(2) 0,015(2) 1 Li2 8g 0,8728(9) 0,064(2) 0,160(2) 0,027(3) 1 Li3 2b 0 0 1/2 0,022(4) 1 Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX-Analysen) bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV bestätigt werden. Die REM- EDX-Analyse zeigte gemittelt über zwei Partikel und fünf Messpunkte ein Verhältnis (Yb+Ce):Si von 1:4,0(2), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In der Tabelle 23 sind kristallographische Daten für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ zusammengefasst. Das Aktivator-Element Ce3+ wurde aufgrund seiner geringen Konzentration und des geringen Streubeitrags bei der Verfeinerung nicht mit berücksichtigt. Tabelle 24 zeigt die kristallographischen Lageparameter von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 23: Kristallographische Daten für Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8] Kristallsystem tetragonal Raumgruppe P4/n (Nr. 85) a / Å 9,9387(2) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 83 - c / Å 5,0672(2) Zellvolumen / Å3 500,53(2) T / K 173(2) Strahlung / Å Mo K-L2,3 (λ = 0,71073) Messrange 2,9 ° < θ < 38,58 ° - 17 ≤ h ≤ 17 - 16 ≤ k ≤ 17 - 7 ≤ l ≤ 8 Anzahl aller Reflexe 11972 Unabhängige Reflexe 1392 Anzahl der Parameter 60 Δρmax, Δρmin /eÅ −3 0,78 / -0,82 R1 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0180 / 0,0200 wR2 (I ≥ 2σ(I) / all) 0,0193 / 0,0197 GooF 1,04 Tabelle 24: Atompositionen von Li 3+ 8Sm[LiSi4N4O8]:Ce Wyckoff- Besetzung Atom x y z U Position (Occ.) Sm1 2c 1/2 0 0,11609(3) 0,00382(3) 1 Si1 8g 0,28588(4) 0,96707(4) 0,67207(8) 0,00359(8) 1 O2 8g 0,2928(2) 0,9616(2) 0,3469(2) 0,0051(2) 1 O1 8g 0,1295(2) 0,9419(2) 0,7654(2) 0,0053(2) 1 N1 8g 0,3799(2) 0,8358(2) 0,8018(2) 0,0054(3) 1 Li1 8g 0,1634(3) 0,7365(3) 0,7794(7) 0,0133(8) 1 Li2 8g 0,1297(3) 0,9355(4) 0,1496(6) 0,0151(8) 1 Li3 2b 0 0 1/2 0,011(2) 1 Die mittels der Röntgenkristallstrukturanalyse bestimmte Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte durch energiedispersive Röntgenanalysen (REM-EDX-Analysen) bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV bestätigt werden. Die REM- EDX-Analyse zeigte gemittelt über vier Messungen ein Verhältnis (Sm+Ce):Si von 1:4,0(3), was im Rahmen des 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 84 - Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. In den Figuren 3 bis 8 sind schematische Ausschnitte aus einer Kristallstruktur einer Wirtsstruktur 2 eines Leuchtstoffs 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel gezeigt. Der Leuchtstoff 1 weist die Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit MC = Gd, Dy, Ho, Pr, Nd, Tm, Tb, Er, Lu, Yb, Sm oder Y und E = Ce3+, Eu2+ und/oder Nd3+ auf. In der Figur 3 ist ein Ausschnitt aus der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit MC = Gd, Dy, Ho, Pr, Nd, Tm, Tb, Er, Lu, Yb, Sm oder Y und E = Ce3+, Eu2+ und/oder Nd3+ etwa entlang der [1^00]-Richtung dargestellt. Der Ausschnitt zeigt eine erste Schicht 3 und MC-Atome 4. Die erste Schicht 3 ist aus eckenverknüpften SiO2N2-Tetraedern 31 und LiO4-Tetraedern 32 aufgebaut. Die erste Schicht 3 kann auch als Lithosilicat-Schicht bezeichnet werden. In der Figur 4 ist die erste Schicht 3 entlang der [001^]- Richtung dargestellt. Dabei ist die Elementarzelle der Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 mit schwarzen Linien angedeutet. Die SiO2N2-Tetraeder 31 bilden Vierer-Ringe 5 aus, die Kanäle 6 entlang der c-Achse erzeugen. In den Kanälen 6 befinden sich die MC-Atome 4. In der ersten Schicht 3 liegen die LiO4-Tetraeder 32 allseitig eckenverknüpft vor. Eine Koordinationssphäre der MC-Atome 4 von Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit MC = Gd, Dy, Ho, Pr, Nd, Tm, Tb, Er, Lu, Yb, Sm oder Y und E = Ce3+, Eu2+ und/oder Nd3+ ist in den Figuren 5 und 6 aus unterschiedlichen Richtungen gezeigt. Die Figur 5 zeigt die Koordinationssphäre entlang der [001^]-Richtung, wohingegen 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 85 - die Figur 6 die Koordinationssphäre etwa entlang der [1^00]- Richtung darstellt. Das MC-Atom 4 ist vorliegend von vier O- Atomen 7 und vier N-Atomen 8 quadratisch antiprismatisch umgeben. Das MC-Atom 4 weist also eine achtfache Koordination auf. An gegenüberliegenden Ecken des quadratischen Antiprismas 41 um das MC-Atom 4 liegen sich jeweils ein O- Atom 7 und ein N-Atom 8 gegenüber. An den Ecken der quadratischen Flächen des quadratischen Antiprismas 41 entlang der c-Achse befinden sich jeweils nur O-Atome 7 oder nur N-Atome 8. Bei einer anderen Zusammensetzung des Leuchtstoffs als Li8MC[LiSi4N4O8]:E kann sich die Besetzung der O-Atome und/oder N-Atom ändern. Es ist weiterhin möglich, dass sich ein Teil der N-Atome 8 auf Positionen der O-Atome 7 befindet und umgekehrt. Es wird davon ausgegangen, dass das Aktivator-Element E, vorliegend Ce3+, entsprechend seiner Ladung und seines Ionenradius die Positionen der MC-Atome 4 in der Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 einnehmen kann. In der Figur 7 ist eine zweite Schicht 9 der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit MC = Gd, Dy, Ho, Pr, Nd, Tm, Tb, Er, Lu, Yb, Sm oder Y und E = Ce3+, Eu2+ und/oder Nd3+ gezeigt. Die zweite Schicht 9 ist in der ab-Ebene, das heißt entlang der [001^]-Richtung, dargestellt. Dabei ist die Elementarzelle der Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 mit schwarzen Linien angedeutet. Die zweite Schicht 9 ist vorliegend aus fünffach koordiniertem Li aufgebaut. Die Koordinationszahl des Li ist mit anderen Worten 5. Die zweite Schicht 9 umfasst trigonale LiO3N2-Bipyramiden 92 und trigonale LiO4N-Bipyramiden 91. Die 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 86 - trigonalen Bipyramiden 91, 92 können auch als quadratische Pyramide beschrieben werden. Alternativ können die Polyeder um die Li-Atome zum Beispiel auch als verzerrt tetraedrisch mit einem zusätzlichen weiter entfernten Anion beschrieben werden. Auch in der alternativen Beschreibung der Umgebung des Li-Atoms bleibt die Koordinationszahl von Li gleich 5. Die trigonalen LiO3N2-Bipyramiden 92 und die trigonalen LiO4N- Bipyramiden 91 sind kantenverknüpft. Weiterhin sind vier trigonale LiO3N2-Bipyramiden 92 und vier trigonale LiO4N- Bipyramiden 91 so angeordnet, dass im Zentrum der Kanal 6 aus der ersten Schicht 3 weitergeführt wird, in dem entlang der c-Achse die MC-Atome 4 liegen. Die erste Schicht 3 und die zweite Schicht 9 sind in der Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit MC = Gd, Dy, Ho, Pr, Nd, Tm, Tb, Er, Lu, Yb, Sm oder Y und E = Ce3+, Eu2+ und/oder Nd3+ alternierend angeordnet. Mit anderen Worten befindet sich zwischen zwei ersten Schichten 3 jeweils eine zweite Schicht 9. Die erste Schicht 3 und die zweite Schicht 9 sind über gemeinsame Ecken und Kanten miteinander verknüpft. Auf diese Weise bildet sich ein dreidimensionales Netzwerk aus. Der Leuchtstoff 1 kann auch als Lithiumoxonitridolithosilicat bezeichnet werden. Eine erste Schicht 3 und eine zweite Schicht 9 entlang der [001^]-Richtung sind in der Figur 8 dargestellt. Die Figur 9 zeigt fünf sich alternierend wiederholende Schichten 3, 9 entlang der [01^0]-Richtung. In den Figuren 8 und 9 ist die Elementarzelle der Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 mit schwarzen Linien angedeutet. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 87 - Die Figur 10 zeigt ein Rietveld-verfeinertes Pulverdiffraktogramm R1 der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Pulverdiffraktogramm wurde mit Mo- Kα1-Strahlung aufgenommen. Es ist die relative Intensität I in willkürlichen Einheiten gegen den Beugungswinkel 2θ in Grad aufgetragen. Die Kreuze des Pulverdiffraktogramms geben die gemessenen Werte G1 wieder. Die weiße durchgezogene Linie mit schwarzer Umrandung gibt ein berechnetes Pulverdiffraktogramm G2 wieder. Bei der Linie G3 handelt es sich um die Differenz der Werte der Kurve G2 und der Kurve G1. Mit anderen Worten handelt es sich um ein Differenzdiagramm G3. Die schwarzen Markierungen G4 entsprechen den theoretischen Reflexpositionen für Li8Gd[LiSi4N4O8] (oben), Li4SiO4 (Mitte) und Gd2O3 (unten). Die theoretischen Reflexpositionen für Li8Gd[LiSi4N4O8] wurden anhand der zuvor beschriebenen Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ berechnet. Die Ergebnisse der Rietveld-Verfeinerung sind in der Tabelle 25 zusammengefasst. Die Rietveld-Verfeinerung zeigt, dass die Pulverprobe neben dem Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ auch Li4SiO4 und Gd2O3 enthält. Jedoch nur in geringen Anteilen. Tabelle 25: Ergebnisse der Rietveld-Verfeinerung einer Pulverprobe von Li8Gd[LiSi4N4O8] Zusammensetzung Li8Gd[LiSi4N4O8]/ wt% 79,1(4) Li4SiO4 / wt% 17,1(5) Gd2O3 / wt% 3,8(4) Kristallographische Daten Diffraktometer STOE STADI P 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 88 - Strahlung; Wellenlänge /Å Mo-Kα1; 0,7093 a /Å 9,9876(2) c /Å 5,07508(7) Zellvolumen /Å3 506,25(2) 2 θ Bereich / ° 2 – 40,085 2 θ Schrittweite / ° 0,015 Rexp /% 0,94 Rwp /% 4,87 Rp /% 3,03 RBragg /% 1,511 Aufgrund des Aktivator-Elements E weist das Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Leuchtstoffeigenschaften auf. Ein Anregungsspektrum A1 und ein Emissionsspektrum E1 einer Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Figur 11 gezeigt. Das Anregungsspektrum A1 basiert auf dem Rohdatenmaximum der Emissionskurve, das sich vorliegend bei etwa 510 Nanometer befindet. Das Emissionsspektrum E1 wurde bei einer Anregungswellenlänge von 430 Nanometer aufgenommen. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ weist ein Emissionsmaximum λmax bei etwa 517 Nanometer auf. Weitere optische Daten des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 26 zusammengefasst. Tabelle 26: Optische Daten für eine Pulverprobe von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+. Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ LER / lm Wopt. −1 436,2 λmax / nm 517,4 λdom / nm 551,8 λcentroid / nm 544,5 FWHM / nm 112,3 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 89 - CIE-x 0,322(1) CIE-y 0,548(1) Figur 12 zeigt Emissionsspektren E1, E1a und V1 von Leuchtstoffen 1. Das Emissionsspektrum E1 für eine Pulverprobe des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 430 Nanometern aufgenommen. Das Emissionsspektrum E1a für einen Einkristall des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Das Emissionsspektrum V1 eines Vergleichsbeispiels eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Anhand der Emissionsspektren zeigt sich, dass die Emissionen von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ spektral vergleichbar sind. Jedoch weist der Leuchtstoff 1 ein verbessertes photometrisches Strahlungsäquivalent (LER) auf. Aufgrund der ähnlichen Emission von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ lässt sich Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ in herkömmlichen optoelektronischen Bauelementen durch Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ ersetzen. Weiterhin ist aus der Figur 12 ersichtlich, dass die Emission des Einkristalls von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ repräsentativ für die Pulverprobe von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist. Ausgewählte optische Daten von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ sind in der Tabelle 27 zusammengefasst. Tabelle 27: Vergleich der optischen Daten von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+. LiGd[LiSiNO]:Ce3+ 3+ 8 4 4 8 Lu3(Al/Ga)5O12:Ce LER / lm Wopt. −1 434 (+ 2%) 427 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 90 - λmax / nm 516,5 523,4 λdom / nm 552,6 551,4 FWHM / nm 116,2 114,6 CIE-x 0,325(1) 0,320(1) CIE-y 0,547(1) 0,543(1) Das Temperaturverhalten des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 13 dargestellt. Auf der x-Achse ist die Temperatur T in °C und auf der y-Achse der Quotient aus Integralintensität der Emission bei aktueller Temperatur und der bei 25 °C angegeben. Die Schrittweite beträgt 25 °C. Die Maximaltemperatur ist 225 °C. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt einen Rückgang der Emissionsintensität mit steigender Temperatur. Jedoch liegt bei einer Temperatur von etwa 100 °C, was einer typischen Betriebstemperatur von optoelektronischen Bauelementen entspricht, die relative Emissionsintensität noch bei etwa 85%. Die Figur 14 zeigt Emissionsspektren E1 bis E3 von Leuchtstoffen 1 gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+ in einem Bereich von einschließlich 465 Nanometer bis einschließlich 765 Nanometer. Die Leuchtstoffe 1 wurden vorliegend mit einer Wellenlänge von 448 Nanometer angeregt. Bei dem Leuchtstoff 1, der dem Emissionsspektrum E1 zugrunde liegt, ist MC = Gd. Bei dem Leuchtstoff 1, der dem Emissionsspektrum E2 zugrunde liegt, ist MC = Dy. Bei dem Leuchtstoff 1, der dem Emissionsspektrum E3 zugrunde liegt, ist MC = Y. Die Figur 15A zeigt Emissionsspektren E4 und E5 von Leuchtstoffen 1 gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+ in einem Bereich von 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 91 - einschließlich 465 Nanometer bis einschließlich 865 Nanometer. Die Leuchtstoffe 1 wurden vorliegend mit einer Wellenlänge von 448 Nanometer angeregt. Bei dem Leuchtstoff 1, der dem Emissionsspektrum E4 zugrunde liegt, ist MC = Ho. Bei dem Leuchtstoff 1, der dem Emissionsspektrum E5 zugrunde liegt, ist MC = Pr. Die Figur 15B zeigt ein Emissionsspektrum E6 eines Leuchtstoffs 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+ in einem Bereich von einschließlich 600 Nanometer bis einschließlich 1600 Nanometer. Der Leuchtstoff 1 wurde vorliegend mit einer Wellenlänge von 450 Nanometer angeregt. Bei dem Leuchtstoff 1, der dem Emissionsspektrum E6 zugrunde liegt, ist MC = Nd. Den Emissionsspektren E2 bis E6 liegen Rohprodukte des jeweiligen Leuchtstoffs 1 möglicherweise mit Verunreinigen zugrunde. Im Fall von MC = Ho, Pr und Nd kann das Aktivator-Element Ce3+ als Sensibilisator wirken. Hierdurch kommen die zusätzlichen Emissionspeaks in den Emissionsspektren E4 bis E6 der Figuren 15A und 15B im Vergleich zu den Emissionsspektren E1 bis E3 der Figur 14 zustande. Die zusätzlichen Emissionspeaks werden durch f→f-Übergänge von MC hervorgerufen. Die Leuchtstoffe 1 mit MC = Ho und Pr weisen sowohl eine Emission im grün bis gelben Bereich des elektromagnetischen Spektrums als auch im orange bis roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Der Leuchtstoff mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt fast keine Emission im grün bis gelben Bereich des elektromagnetischen Spektrums 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 92 - mehr. Für Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird hauptsächlich eine Emission im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums beobachtet. Die Figur 16 zeigt schematisch verschiedene Schritte eines Verfahrens zur Herstellung eines Leuchtstoffs 1. Dabei werden in einem ersten Verfahrensschritt S1 Edukte bereitgestellt. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Gd, Gd2O3, GdF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Dy, Dy2O3, DyF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Ho, Ho2O3, HoF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Pr, Pr2O3, Pr6O11, PrF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Nd, Nd2O3, NdF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Y, Y2O3, YF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Gd2O3, GdF3, Ce, CeO2, CeF3, CeN, NdF3 und/oder Nd2O3. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 93 - Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Tm, Tm2O3, TmF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Tb, Tb2O3, TbF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Er, Er2O3, ErF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Lu, Lu2O3, LuN, LuF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Yb, Yb2O3, YbF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Sm, Sm2O3, SmF3, Ce, CeO2, CeF3 und/oder CeN. Die Edukte umfassen beispielsweise zur Synthese des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ Si, Si3N4, Li2SiN2, SiO2, Li2O, Li3N, LiN3, LiF, Y, Y2O3, YF3, EuF2. Die Edukte werden in einem zweiten Verfahrensschritt S2 zu einem Eduktgemenge vermengt. Das Eduktgemenge kann neben den Edukten auch ein Flussmittel, beispielsweise mit bis zu 5 Gew.% bezogen auf das Gewicht der eingesetzten Edukte enthalten. Das Eduktgemenge wird in einen W-Tiegel, Ni-Tiegel oder ein Ta-Rohr überführt. In einem dritten Verfahrensschritt S3 wird das Eduktgemenge in einem Strömungsrohrofen, einem Hochfrequenzofen oder in 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 94 - einem Rohrofen erhitzt. Das Erhitzen erfolgt auf eine erste Temperatur von mindestens 920 °C. Diese Temperatur wird für eine Zeit im Bereich zwischen einschließlich 4 Stunden und einschließlich 20 Stunden gehalten. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von höchstens 6 °C/h auf eine zweite Temperatur von kleiner 600 °C abgekühlt. Darauffolgend wird mit einer Abkühlrate von kleiner 20 °C/h auf eine dritte Temperatur von kleiner 200 °C abgekühlt. Danach wird der Ofen ausgeschaltet. Herstellung von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Gd2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:1, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Gd auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 28 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 95 - 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 28: Einwaagen für die Synthese von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+. Edukt Menge Si3N4 25,89 mg (0,185 mmol) SiO2 11,09 mg (0,185 mmol) Li2O 28,95 mg (0,969 mmol) Gd2O3 33,44 mg (0,092 mmol) CeF3 0,64 mg (0,003 mmol) Herstellung von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Gd2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,9, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF 3+ 3 und NdF3 als Edukt für die Aktivator-Elemente Ce und Nd3+ hergestellt. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+ sind in der Tabelle 29 zusammengefasst. Die Synthese erfolgte wie für Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ beschrieben. Tabelle 29: Einwaagen zur Synthese von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+ Edukt Menge Si3N4 25,96 mg (0,185 mmol) SiO2 11,12 mg (0,185 mmol) Li2O 29,04 mg (0,972 mmol) Gd2O3 30,19 mg (0,083 mmol) CeF3 1,82 mg (0,009 mmol) NdF3 1,86 mg (0,009 mmol) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 96 - Herstellung von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und DyF3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:1, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Dy auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 30 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 30: Einwaagen für die Synthese von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+. Edukt Menge Si3N4 29,79 mg (0,212 mmol) SiO2 12,76 mg (0,212 mmol) Li2O 33,31 mg (1,115 mmol) DyF3 23,30 mg (0,106 mmol) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 97 - CeF3 0,84 mg (0,004 mmol) Herstellung von LiHo[Li 3+ 8 Si4N4O8]:Ce Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und HoF3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:1, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Ho auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 31 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h oder etwa 1 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 31: Einwaagen für die Synthese von Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+. Edukt Menge Si3N4 29,71 mg (0,212 mmol) SiO2 12,73 mg (0,212 mmol) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 98 - Li2O 33,23 mg (1,112 mmol) HoF3 23,50 mg (0,106 mmol) CeF3 0,83 mg (0,004 mmol) Herstellung von LiPr 3+ 8 [LiSi4N4O8]:Ce Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Pr6O11 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,3, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Pr auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 32 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h oder etwa 1 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 32: Einwaagen für die Synthese von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+. Edukt Menge 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 99 - SiO2 11,33 mg (0,189 mmol) Li2O 29,59 mg (0,990 mmol) Pr6O11 28,90 mg (0,028 mmol) CeF3 3,72 mg (0,019 mmol) Herstellung von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Nd2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,9, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Nd auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 33 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 33: Einwaagen für die Synthese von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 100 - Edukt Menge Si3N4 26,55 mg (0,189 mmol) SiO2 11,37 mg (0,189 mmol) Li2O 29,69 mg (0,994 mmol) Nd2O3 28,66 mg (0,085 mmol) CeF3 3,73 mg (0,019 mmol) Herstellung von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Y2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,9, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Y auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 34 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 101 - Tabelle 34: Einwaagen für die Synthese von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+. Edukt Menge Si3N4 27,78 mg (0,198 SiO2 11,90 mg (0,198 mmol) Li2O 35,50 mg (1,188 mmol) Y2O3 20,92 mg (0,089 mmol) CeF3 3,9 mg (0,020 mmol) Herstellung von Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Tm2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,9, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 15 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 10 mol% in Bezug auf Tm auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 35 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 102 - 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 35: Einwaagen für die Synthese von Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Edukt Menge Si3N4 25,48 mg (0,182 mmol) SiO2 10,91 mg (0,182 mmol) Li2O 28,49 mg (0,954 mmol) Tm2O3 31,54 mg (0,082 mmol) CeF3 3,58 mg (0,018 mmol) Herstellung von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li 3+ 8Tb[LiSi4N4O8]:Ce wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Tb2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,9, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 10 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Tb auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 36 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 103 - zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 36: Einwaagen für die Synthese von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Edukt Menge Si3N4 25,90 mg (0,185 mmol) SiO2 11,09 mg (0,185 mmol) Li2O 28,97 mg (0,969 mmol) Tb2O3 30,40 mg (0,083 mmol) CeF3 3,64 mg (0,018 mmol) Herstellung von Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Er2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,9, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 15 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Er auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 37 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 104 - eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 37: Einwaagen für die Synthese von Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ Edukt Menge Si3N4 25,55 mg (0,182 mmol) SiO2 10,94 mg (0,182 mmol) Li2O 28,57 mg (0,956 mmol) Er2O3 31,35 mg (0,082 mmol) CeF3 3,59 mg (0,019 mmol) Herstellung von Li 3+ 8Lu[LiSi4N4O8]:Ce Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Lu2O3 im molaren Verhältnis 2,15:1,55:10,5:0,8, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 15 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Lu auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 38 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 105 - wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 1 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 38: Einwaagen für die Synthese von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+. Edukt Menge Si3N4 28,29 mg (0,202 mmol) SiO2 8,73 mg (0,145 mmol) Li2O 29,43 mg (0,985 mmol) Lu2O3 29,86 mg (0,075 mmol) CeF3 3,7 mg (0,019 mmol) Herstellung von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Yb2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,9, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator-Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 15 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Yb auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 39 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 106 - findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 39: Einwaagen für die Synthese von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Edukt Menge Si3N4 25,30 mg SiO2 10,84 mg (0,180 mmol) Li2O 28,30 mg (0,947 mmol) Yb2O3 31,99 mg (0,081 mmol) CeF3 3,56 mg (0,018 mmol) Herstellung von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li 3+ 8Sm[LiSi4N4O8]:Ce wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Sm2O3 im molaren Verhältnis 2:2:10,5:0,85, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit CeF3 als Edukt für das Aktivator-Element Ce3+ hergestellt. Das Aktivator- Element Ce3+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 15 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Sm auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 40 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 107 - nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 1 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 40: Einwaagen für die Synthese von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Edukt Menge Si3N4 26,22 mg (0,187 SiO2 11,23 mg (0,187 mmol) Li2O 29,32 mg (0,981 mmol) Sm2O3 27,70 mg (0,079 mmol) CeF3 5,53 mg (0,028 mmol) Ein erstes Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Bauelements 10 ist in der Figur 17 gezeigt. Das optoelektronische Bauelement 10 weist vorliegend einen strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 mit einer epitaktisch gewachsenen Halbleiterschichtenfolge auf, die einen aktiven Bereich 111 aufweist. Der aktive Bereich 111 ist dazu eingereicht elektromagnetische Strahlung eines ersten Wellenlängenbereichs zu erzeugen. Der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 emittiert die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs durch eine Strahlungsaustrittsfläche. Beispielsweise ist die Strahlungsaustrittsfläche parallel zu einer Haupterstreckungsebene des strahlungsemittierenden Halbleiterchips 11. Vorliegend emittiert der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 elektromagnetische 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 108 - Strahlung aus dem blauen Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums. Beispielsweise emittiert der strahlungsemittierende Halbleiterchip elektromagnetische Strahlung mit einer Dominanzwellenlänge λdom von etwa 455 Nanometer oder von etwa 445 Nanometer. Der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 ist beispielsweise eine Mikro-LED. Das optoelektronische Bauelement 10 weist vorliegend weiterhin ein Konversionselement 12 auf. Das Konversionselement 12 steht in direktem mechanischem Kontakt mit dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11. Das Konversionselement 12 weist einen Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E auf, insbesondere den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E mit MC = Gd, Y, Pr, Nd, Ho, Tm, Tb, Er, Lu, Yb, Sm oder Dy. Der Leuchtstoff 1 konvertiert die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs in elektromagnetische Strahlung eines zweiten Wellenlängenbereichs, der zumindest teilweise verschieden ist von dem ersten Wellenlängenbereich. Das Konversionselement 12 und der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 sind in einem Gehäuse 13 angeordnet. Das Gehäuse 13 weist beispielsweise reflektierende Oberflächen auf. Das Konversionselement 12 weist vorliegend weiterhin ein Matrixmaterial 121 auf, in das Partikel des Leuchtstoffs 1 eingebettet sind. Das Konversionselement 12 ist als eine Schicht mit einer gleichmäßigen Dicke ausgebildet. Das Matrixmaterial 121 ist ein anorganisches oder ein organisches Matrixmaterial. Das Konversionselement kann als ein Plättchen 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 109 - ausgebildet sein. Das Konversionselement 12 kann auch als Keramik ausgebildet sein und weitestgehend frei von einem Matrixmaterial 121 sein. Insbesondere besteht das Matrixmaterial 121 aus einem Material ausgewählt aus der Gruppe gebildet durch Glas, wie Silikatglas, Wasserglas oder Quarzglas, und Polymere, wie Polystyrol, Polysilazan, Polymethylmethacrylat, Polycarbonat, Polyacrylat, Polytetrafluorethylen, Polyvinyl, Silikonharz, Silikon, Polysiloxan, Epoxidharz, und Kombinationen davon. Das Silikon und/oder das Polysiloxan können fluoriert sein. Das Konversionselement 12 kann zur Vollkonversion oder zur Teilkonversion eingerichtet sein. Weiterhin kann das Konversionselement 12 einen weiteren Leuchtstoff 14 und/oder Streupartikel aufweisen (nicht gezeigt). Der weitere Leuchtstoff 14 und die Streupartikel sind beispielsweise homogen mit dem Leuchtstoff 1 gemischt. Das optoelektronische Bauelement 10 eignet sich beispielsweise als Lichtquelle. Das optoelektronische Bauelement 10 emittiert im Falle der Teilkonversion ein Mischlicht aus der elektromagnetischen Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs und des zweiten Wellenlängenbereichs. Im Falle der Vollkonversion emittiert das optoelektronische Bauelement 10 lediglich die elektromagnetische Strahlung des zweiten Wellenlängenbereichs. Im Vergleich zu dem ersten Ausführungsbeispiel des optoelektronischen Bauelements 10 weist das zweite Ausführungsbeispiel des optoelektronischen Bauelements 10 der Figur 18 eine Zwischenschicht 15 zwischen dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 und dem Konversionselement 12 auf. Ansonsten sind das 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 110 - optoelektronische Bauelement 10 des ersten Ausführungsbeispiels und des zweiten Ausführungsbeispiels gleich aufgebaut. Die Zwischenschicht 15 ist beispielsweise als Träger für das Konversionselement 12 und/oder als Klebeschicht ausgebildet. Der Träger dient dazu eine Konversionsschicht 12 mit einem organischen Matrixmaterial mechanisch zu stabilisieren. Dies ist beispielsweise bei der Herstellung des Konversionselements 12 vorteilhaft. Der Träger besteht aus einem transparenten Material. Die Klebeschicht weist beispielsweise ein Silikonharz und/oder ein Epoxidharz auf. In der Figur 19 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Bauelements 10 gezeigt. Der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 und das Gehäuse 13 sind gleich zu den entsprechenden Elementen des optoelektronischen Bauelements 10 des ersten Ausführungsbeispiels. Im Vergleich zu dem ersten Ausführungsbeispiel ist das Konversionselement 12 jedoch nicht als Schicht mit einer gleichmäßigen Dicke ausgebildet, sondern als konvertierender Verguss 16. Das Konversionselement 12 weist den Leuchtstoff 1 sowie optional einen weiteren Leuchtstoff 14 und/oder Streupartikel auf (nicht gezeigt). Das Konversionselement 12 umgibt den strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 zumindest an zwei Seiten formschlüssig. Das Konversionselement 12 weist weiterhin ein Matrixmaterial 121 auf, das beispielsweise ein Polysiloxan oder ein Epoxidharz umfasst. Die Figur 20 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Bauelements 10. Im Vergleich zu dem optoelektronischen Bauelement 10 des ersten 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 111 - Ausführungsbeispiels ist das Konversionselement beabstandet zum strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 angeordnet. Das Konversionselement 12 und der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 sind jedoch gleich zu den entsprechenden Elementen des ersten Ausführungsbeispiels ausgebildet. Zwischen dem Konversionselement 12 und dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 ist ein nicht- konvertierender Verguss 17 angeordnet. Das Konversionselement 12 schließt bündig mit dem Gehäuse 13 ab. Der nicht-konvertierende Verguss 17 umgibt den strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 zumindest teilweise formschlüssig. Der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 steht in direktem mechanischem Kontakt mit dem nicht- konvertierenden Verguss 17. Der nicht-konvertierende Verguss 17 weist eine Durchlässigkeit von mindestens 90% für die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs auf. Figur 21 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Bauelements 10. Das vorliegende optoelektronische Bauelement 10 ist gleich zum optoelektronischen Bauelement 10 des ersten Ausführungsbeispiels aufgebaut. Jedoch weist das Konversionselement 12 einen weiteren Leuchtstoff 14 auf, der in einer eigenen Schicht angeordnet ist. Mit anderen Worten sind der Leuchtstoff 1 und der weitere Leuchtstoff 14 nicht miteinander vermischt. Der weitere Leuchtstoff 14 kann ebenfalls der Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4- z+b-cO8+z-b+c]:E gehorchen, insbesondere der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E. Jedoch unterscheiden sich der Leuchtstoff 1 und der weitere Leuchtstoff 14 in ihrer Zusammensetzung. Alternativ ist es möglich, dass der weitere Leuchtstoff 14 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 112 - einer anderen Summenformel gehorcht. Der weitere Leuchtstoff 14 ist in dem gleichen Matrixmaterial 121 wie der Leuchtstoff 1 eingebettet. Es ist jedoch auch möglich, dass der weitere Leuchtstoff 14 in einem anderen Matrixmaterial 121 eingebettet ist. Der weitere Leuchtstoff 14 kann auch eine Mischung verschiedener weiterer Leuchtstoffe umfassen. Die Schicht mit dem weiteren Leuchtstoff 14 ist vorliegend über der Schicht mit dem Leuchtstoff 1 angeordnet. Mit anderen Worten ist die Schicht mit dem Leuchtstoff 1 zwischen dem strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 und der Schicht mit dem weiteren Leuchtstoff 14 angeordnet. Die beiden Schichten können jedoch auch umgekehrt angeordnet sein. Das heißt, die Schicht mit dem Leuchtstoff 1 kann auch über der Schicht mit dem weiteren Leuchtstoff 14 angeordnet sein. Der weitere Leuchtstoff 14 konvertiert die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs in elektromagnetische Strahlung eines dritten Wellenlängenbereichs. Der dritte Wellenlängenbereich ist zumindest teilweise verschieden von dem ersten Wellenlängenbereich und dem zweiten Wellenlängenbereich. Das optoelektronische Bauelement 10 emittiert daher ein Mischlicht aufweisend die elektromagnetische Strahlung des ersten Wellenlängenbereichs, des zweiten Wellenlängenbereichs und des dritten Wellenlängenbereichs. Das optoelektronische Bauelement 10 gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel, das in der Figur 22 gezeigt ist, ist gleich zu dem optoelektronischen Bauelement 10 des vierten Ausführungsbeispiels aufgebaut. Jedoch weist das optoelektronische Bauelement 10 vorliegend anstelle des nicht-konvertierenden Verguss 17 einen konvertierenden 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 113 - Verguss 16 auf. Der konvertierende Verguss 16 umfasst vorliegend einen weiteren Leuchtstoff 14 und ein Matrixmaterial 121. Der konvertierende Verguss 16 bildet einen Teil des Konversionselements 12. Die Anordnung des Leuchtstoffs 1 und des weiteren Leuchtstoffs 14 in dem konvertierenden Verguss 16 und in der darüber liegenden Schicht kann auch getauscht sein. Die Matrixmaterialien 121 des konvertierenden Verguss 16 und der darüber liegenden Schicht können gleich oder verschieden sein. Die Konversionselemente 12 des fünften und sechsten Ausführungsbeispiels des optoelektronischen Bauelements 10 der Figuren 21 und 22 können zur Vollkonversion oder zur Teilkonversion eingerichtet sein. Somit können das optoelektronische Bauelement 10 des fünften und des sechsten Ausführungsbeispiels elektromagnetische Strahlung des ersten bis dritten Wellenlängenbereichs oder elektromagnetische Strahlung des zweiten und dritten Wellenlängenbereichs emittieren. Die Figuren 23 bis 25 zeigen simulierte Emissionsspektren LED-A1, LED-A2, LED-A3, LED-V1, LED-V2 und LED-V3 von optoelektronischen Bauelementen 10 gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele und Vergleichsbeispiele. In der Figur 23 werden die simulierten Emissionsspektren LED-A1 und LED-V1 gezeigt. In der Figur 24 werden die Emissionsspektren LED-A2 und LED-V2 gezeigt und in der Figur 25 die Emissionsspektren LED-A3 und LED-V3. Die zugrundeliegenden optoelektronischen Bauelemente 10 weisen jeweils einen strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 und ein Konversionselement 12 auf. Das Konversionselement 12 der Ausführungsbeispiele mit dem simulierten 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 114 - Emissionsspektren LED-A1, LED-A2 und LED-A3 weist den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ sowie zumindest einen weiteren Leuchtstoff 14 mit der Summenformel (Sr,Ca)AlSiN3:Eu2+ (SCASN1 bis SCASN3) auf. Das Konversionselement 12 der Vergleichsbeispiele mit den simulierten Emissionsspektren LED-V1, LED-V2 und LED-V3 weist einen Leuchtstoff LuAGaG mit der Summenformel Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ mit einem Ga-Gehalt von 25% bezogen auf die Summe aus Al und Ga und mit einem Ce-Gehalt von etwa 2% bezogen auf Lu sowie zumindest einen weiteren Leuchtstoff 14 mit der Summenformel (Sr,Ca)AlSiN3:Eu2+ (SCASN1 bis SCASN3) auf. Der zumindest eine weitere Leuchtstoff 14 mit der Summenformel (Sr,Ca)AlSiN3:Eu2+ emittiert im orangen oder roten Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums. Der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 emittiert blaues Licht. Weiterhin sind die Verhältnisse der Leuchtstoffe 1 und 14 so angepasst, dass ein bestimmter Farbort und ein bestimmter Farbwiedergabeindex (CRI) erreicht werden. Die Ergebnisse der Simulationen sind in der Tabelle 41 zusammengefasst. Tabelle 41: Daten zu Weißlicht-LED-Simulationen. LED-A1 LED-V1 LED-A2 LED-V2 LED-A3 LED-V3 blaue LED (λ /nm) 455 455 445 445 455 455 Grünleucht- LiGd[LiSi LiGd[LiSi LiGd[LiSi stoff NO]:Ce LuAGaG NO]:Ce LuAGaG NO]:Ce LuAGaG Orangeleucht- stoff - - SCASN1 SCASN1 - - Rotleucht- stoff SCASN3 SCASN3 SCASN2 SCASN2 SCASN3 SCASN3 CIE x 0,437 0,437 0,437 0,437 0,313 0,314 CIE y 0,404 0,404 0,404 0,404 0,324 0,324 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 115 - CCT / K 3000 3000 3000 3000 6504 6496 CRI 90 91 81 81 90 91 R9 36 41 -3 -3 41 46 LER / lm/W 316 313 335 334 298 295 Die Ergebnisse der Simulationen zeigen, dass mit dem Leuchtstoff 1 der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ in allen drei Ausführungsbeispielen die gleichen Farbortkoordinaten und Farbtemperaturen erreicht werden wie für die Vergleichsbeispiele. Weiterhin werden auch die gleichen oder sehr ähnliche Farbwiedergabewerte erreicht. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ eignet sich also sehr gut, um optoelektronische Bauelemente 10 mit hoher Farbwiedergabe bei unterschiedlichen Farbtemperaturen, bei unterschiedlichen Zielwerten für den CRI und bei unterschiedlichen Emissionswellenlängen des strahlungsemittierenden Halbleiterchips 12 zu erreichen. Überraschenderweise liegen auch die LER-Werte der Ausführungsbeispiele über denen der Vergleichsbeispiele. Der Leuchtstoff mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt also eine verbesserte spektrale Effizienz in der Anwendung. Mit dem Leuchtstoff der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ werden annähernd identische Ergebnisse, wie die in der Tabelle 41 dargestellt, erhalten. Die Figur 26 zeigt ein Rietveld-verfeinertes Pulverdiffraktogramm R2 der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Pulverdiffraktogramm wurde mit Mo- Kα1-Strahlung aufgenommen. Es ist die relative Intensität I in willkürlichen Einheiten gegen den Beugungswinkel 2θ in Grad aufgetragen. Die Kreuze des Pulverdiffraktogramms geben die gemessenen Werte G1 wieder. Die weiße durchgezogene Linie mit schwarzer Umrandung gibt ein berechnetes 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 116 - Pulverdiffraktogramm G2 wieder. Bei der Linie G3 handelt es sich um die Differenz der Werte der Kurve G2 und der Kurve G1. Mit anderen Worten handelt es sich um ein Differenzdiagramm G3. Die schwarzen Markierungen G4 entsprechen den theoretischen Reflexpositionen für Li8Dy[LiSi4N4O8] (oben), Li4SiO4 (Mitte) und Dy2O3 (unten). Die theoretischen Reflexpositionen für Li8Dy[LiSi4N4O8] wurden anhand der zuvor beschriebenen Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ berechnet. Tabelle 42: Ergebnisse der Rietveld-Verfeinerung einer Pulverprobe von Li8Dy[LiSi4N4O8] Zusammensetzung Li8Dy[LiSi4N4O8]/ wt% 87(2) Li4SiO4 / wt% 12(2) Dy2O3 / wt% 0,58(7) Kristallographische Daten Diffraktometer STOE STADI P Strahlung; Wellenlänge /Å Mo-Kα1; 0,7093 a /Å 9,9831(3) 5,0461(2) c /Å Zellvolumen /Å3 502,91(3) 2 θ Bereich / ° 2 – 40,085 2 θ Schrittweite / ° 0,015 Rexp /% 1,01 Rwp /% 10,36 Rp /% 6,72 RBragg /% 3,492 Anhand der Rietveld-Analyse wird gezeigt, dass der untersuchte Einkristall von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ mit der in den Figuren 3 bis 9 gezeigten Kristallstruktur repräsentativ für die Hauptphase der Pulverprobe von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 117 - ist. Die Pulverprobe zeigt jedoch auch, dass zu geringen Anteilen Nebenphasen enthalten sind. Aufgrund des Aktivator-Elements E weist das Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ Leuchtstoffeigenschaften auf. Ein Anregungsspektrum A2 und ein Emissionsspektrum E2a einer Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Figur 27 gezeigt. Das Anregungsspektrum A2 basiert auf dem Rohdatenmaximum der Emissionskurve, das sich vorliegend bei etwa 510 Nanometer befindet. Das Emissionsspektrum E2a wurde bei einer Anregungswellenlänge von 435 Nanometer aufgenommen. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ weist ein Emissionsmaximum λmax bei etwa 529 Nanometer auf. Weitere optische Daten des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 43 zusammengefasst. Tabelle 43: Optische Daten für eine Pulverprobe von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+. Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ Wopt. −1 453,7 529,1 556,5 / nm 548,1 nm 115,4 CIE-x 0,344(1) CIE-y 0,554(1) Figur 28 zeigt Emissionsspektren E2b und V1 von Leuchtstoffen 1. Das Emissionsspektrum E2b für einen Einkristall des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometern aufgenommen. Das Emissionsspektrum V1 eines 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 118 - Einzelkorns des Vergleichsbeispiels eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Anhand der Emissionsspektren zeigt sich, dass die Emissionen von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ spektral vergleichbar sind. Jedoch weist der Leuchtstoff 1 ein leicht verbessertes photometrisches Strahlungsäquivalent (LER) auf. Aufgrund der ähnlichen Emission von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ lässt sich Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ in herkömmlichen optoelektronischen Bauelementen durch Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ ersetzen. Ausgewählte optische Daten von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ sind in der Tabelle 44 zusammengefasst. Tabelle 44: Vergleich der optischen Daten von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+. LiDy[LiSiNO]:Ce3+ Lu(Al/Ga)O :Ce3+ 8 4 4 8 3 5 12 432 (+ 1%) 427 513,8 523,4 551,7 551,4 542,9 543,7 114,8 114,6 CIE-x 0,321(1) 0,320(1) CIE-y 0,546(1) 0,543(1) Das Temperaturverhalten des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 29 dargestellt. Auf der x-Achse ist die Temperatur T in °C und auf der y-Achse der Quotient aus Integralintensität der Emission bei aktueller Temperatur und der bei 25 °C angegeben. Die Schrittweite beträgt 25 °C. Die Maximaltemperatur ist 225 °C. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt einen Rückgang der Emissionsintensität mit steigender Temperatur. Jedoch liegt 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 119 - bei einer Temperatur von etwa 100 °C, was einer typischen Betriebstemperatur von optoelektronischen Bauelementen entspricht, die relative Emissionsintensität noch über 75%. In der Figur 30 sind ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P1 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P2 eines Ausführungsbeispiels eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P2 wurde anhand des Strukturmodells des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ berechnet. Aufgrund der Übereinstimmung des gemessenen Pulverdiffraktogramms P1 mit dem berechneten Pulverdiffraktogramm P2 lässt sich bestätigen, dass Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ isotyp zu Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ kristallisiert. In Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind die Gitterplätze von Gd in Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ durch Ho besetzt. Anhand der Figur 30 ist ebenfalls ersichtlich, dass in der Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ ein geringer Anteil an einer Nebenphase enthalten ist. Die der Nebenphase zugehörigen Reflexe sind mit einem Kreuz gekennzeichnet. Bei der Nebenphase handelt es sich um Ho2O3. Weiterhin konnte die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ durch REM-EDX-Analysen bestätigt werden. Die REM-EDX-Analyse wurde bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV durchgeführt. Gemittelt über zwei Messungen ergab sich ein Verhältnis (Ho+Ce):Si von 1:4,2(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 120 - Aufgrund der Anwesenheit von Ce3+ als Aktivator-Element E weist Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ Leuchtstoffeigenschaften auf. Figur 31 zeigt ein Emissionsspektrum E4a des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Emissionsspektrum E4a wurde bei einer Anregungswellenlänge von etwa 448 Nanometern aufgenommen. Es ist in einem Wellenlängenbereich von 466 Nanometer bis etwa 800 Nanometer dargestellt. Im Vergleich zu den Leuchtstoffen 1 mit den Summenformeln Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist neben einer breiten Emissionsbande, die sich dem Aktivator-Element Ce3+ zuschreiben und auf dessen 5d→4f-Übergang zurückführen lässt, für Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ auch eine Linienemission des optisch aktiven Ho3+ vorhanden. Die Linienemission kann auf 4f→4f- Übergänge im Ho3+ zurückgeführt werden. Die Dominanzwellenlänge der Emission des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt bei etwa 557 Nanometer. Weitere ausgewählte optische Daten von Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der folgenden Tabelle 45 zusammengefasst. Tabelle 45: Optische Daten von Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+. LiHo[LiSiNO]:Ce3+ 8 4 4 8 395 556,8 562,0 CIE-x 0,345(1) CIE-y 0,537(1) Die Figuren 32 bis 36 zeigen simulierte Emissionsspektren LED-A4, LED-A5, LED-V4, LED-V5, LED-V6 und LED-V7 von optoelektronischen Bauelementen 10 gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele und Vergleichsbeispiele. In der Figur 32 werden die simulierten Emissionsspektren LED-A4 und LED-A5 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 121 - gezeigt. In der Figur 33 werden die simulierten Emissionsspektren LED-A4 und LED-V4, in der Figur 34 die simulierten Emissionsspektren LED-A4 und LED-V5, in der Figur 35 die simulierten Emissionsspektren LED-A4 und LED-V6 und in der Figur 36 die simulierten Emissionsspektren LED-A4 und LED-V7 gezeigt. Die zugrundeliegenden optoelektronischen Bauelemente 10 weisen jeweils einen strahlungsemittierenden Halbleiterchip 11 und ein Konversionselement 12 auf. Das Konversionselement 12 der Ausführungsbeispiele mit den simulierten Emissionsspektren LED-A4 und LED-A5 weist jeweils einen Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+ mit MC = Ho oder Gd auf. Das Konversionselement 12 der Vergleichsbeispiele mit den simulierten Emissionsspektren LED-V4, LED-V5, LED-V6 und LED-V7 weist einen Leuchtstoff LuAG mit der Summenformel Lu3Al5O12:Ce3+ oder einen Leuchtstoff LuAGaG mit der Summenformel Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ mit einem Ga- Gehalt von 25% bezogen auf die Summe aus Al und Ga und mit einem Ce-Gehalt von etwa 2% bezogen auf Lu auf. Weiterhin weisen die Konversionselemente 12 der Vergleichsbeispiele mit den simulierten Emissionsspektren LED-V5, LED-V6 und LED-V7 zusätzlich einen Rotleuchtstoff wie (Sr,Ca)AlSiN3:Eu2+ ((S)CASN), SrLiAl3N4:Eu2+ (SLA) oder K2SiF6:Mn4+ (KSF) als weiteren Leuchtstoff 14 auf. Der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 emittiert blaues Licht. Weiterhin sind die Verhältnisse der Leuchtstoffe 1 und 14 so angepasst, dass ein bestimmter Farbort erreicht wird. Die Ergebnisse der Simulationen und die Zusammenstellung der optoelektronischen Bauelemente 10 sind in der Tabelle 46 zusammengefasst. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 122 - Tabelle 46: Daten zu Weißlicht-LED-Simulationen. Beispiel LED-A4 LED-A5 LED-V4 LED-V5 LED-V6 LED-V7 blaue LED (λ /nm) 447 447 447 446 446 446 Grünleucht- LiHo[LiSi LiGd[LiSi stoff NO]:Ce NO]:Ce LuAGaG LuAG LuAG LuAG Rotleucht- stoff - - - (S)CASN SLA KSF CIE x 0,247 0,239 0,237 0,249 0,251 0,249 CIE y 0,261 0,268 0,270 0,259 0,258 0,262 CRI 72 68,5 67,9 70,2 71,6 65,5 CRI-Vergleich in % 100 95 (-5%) 94 (-6%) 98 (-2%) 99 (-1%) 91 (-9%) Die Simulationsergebnisse zeigen, dass mit dem Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ vergleichbare Farbortkoordinaten (CIE x und CIE y) und Farbtemperaturen erreicht werden können wie mit einem anderen Leuchtstoffsystem, wobei gleichzeitig ein erhöhter Farbwiedergabeindex (CRI) beobachtet wird. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ eignet sich also, um Weißlicht-LEDs mit einem CRI von mindestens 70 bereitzustellen, wobei lediglich die Verwendung eines einzelnen Leuchtstoffs notwendig ist. Überraschenderweise zeigte sich auch ein CRI-Vorteil im Vergleich zu optoelektronischen Bauelementen 10 mit zwei unterschiedlichen Leuchtstoffen im Konversionselement 12. Der CRI-Vorteil lässt sich auf die f→f-Übergänge und die daraus resultierende Linienemission im roten Spektralbereich zurückführen. Figur 37A zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ als Ergebnis einer REM- Untersuchung bei 15 kV Beschleunigungsspannung. Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt vorliegend in Form von 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 123 - vereinzelten, quaderförmigen Kristallen vor. Die Figuren 37B und 37C zeigen ebenfalls jeweils eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ als Ergebnis einer REM-Untersuchung. Diese Abbildungen wurden jedoch bei einer Beschleunigungsspannung von 3 kV aufgenommen. Ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P3 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P4 eines Leuchtstoffs 1 sind in der Figur 38 gezeigt. Dem gemessenen Pulverdiffraktogramm P3 liegt der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ zugrunde. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P4 wurde ausgehend von dem Strukturmodell von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ berechnet. Durch die Übereinstimmung der Pulverdiffraktogramme P3 und P4 wird gezeigt, dass der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ isotyp zu Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ kristallisiert. In Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind im Vergleich zu Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ die Gitterplätze von Nd mit Pr besetzt. Das Pulverdiffraktogramm P3 zeigt weiterhin die Anwesenheit einer Nebenphase. Reflexe, die der Nebenphase zuzuordnen sind, sind mit einem Kreuz markiert. Die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte weiterhin durch REM-EDX-Analysen bestätigt werden. Die REM-EDX-Analyse wurde bei einer Beschleunigungsspannung von 15 kV durchgeführt. Gemittelt über zwei Messungen ergab sich ein Verhältnis Pr:Si von 1:4,1(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. Eine weitere REM-EDX-Analyse bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV ergab im Mittel ein 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 124 - Verhältnis (Pr+Ce):Si von 1:4,0(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ bestätigt. Durch den Einbau von Ce3+ als Aktivator-Element stellt Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ eine Verbindung mit Leuchtstoffeigenschaften dar. Figur 39A zeigt ein Emissionsspektrum E5a eines Einzelkorns des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+. Figur 39B zeigt das Emissionsspektrum E5a und ein Emissionsspektrum E5b eines Einkristalls des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Emissionsspektren E5a und E5b wurden bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Zusätzlich zur breitbandigen Emission, die auf das Aktivator-Element Ce3+ zurückzuführen ist und durch einen 5d→4f-Übergang erklärt werden kann, weist Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ auch eine Linienemission des optisch aktiven Pr3+ auf. Die Linienemission lässt sich durch einen 4f→4f-Übergang im Pr3+ erklären. Eine Dominanzwellenlänge λdom der gesamten Emission von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt bei etwa 550 Nanometer beziehungsweise etwa 545 Nanometer. Weitere optische Daten von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 47 zusammengefasst. Tabelle 47: Optische Daten von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+. LiPr[L 3+ 3+ 8 iSi4N4O8]:Ce Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce (Einzelkorn) (Einkristall) 375 351 550,0 545,2 555,6 551,0 CIE-x 0,316(1) 0,303(1) CIE-y 0,537(1) 0,514(1) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 125 - Ein Vergleich der Emissionsspektren E1a, E4a und E5a ist in der Figur 40 abgebildet. Dem Emissionsspektrum E1a liegt der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zugrunde, dem Emissionsspektrum E4a Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ und dem Emissionsspektrum E5a Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Emissionsspektren wurden jeweils bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Aus der Figur 40 ist der Unterschied zwischen ausschließlicher breitbandiger Emission (Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+) und der kombinierten breitbandigen Emission und Linienemission zu erkennen (Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+). Figur 41 zeigt simulierte Emissionsspektren von optoelektronischen Bauelementen 10 gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele. Die optoelektronischen Bauelemente 10 emittieren jeweils weißes Licht. Die optoelektronischen Bauelemente weisen jeweils einen blau emittierenden Halbleiterchip 11 auf. Vorliegend emittiert der strahlungsemittierende Halbleiterchip 11 elektromagnetische Strahlung mit einer Dominanzwellenlänge λdom von 447 Nanometer. Die optoelektronische Bauelemente 10 weisen weiterhin jeweils ein Konversionselement 12 auf. Das optoelektronische Bauelement 10, das dem Emissionsspektrum LED-A4 zugrunde liegt, weist ein Konversionselement 12 mit Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ auf. Das optoelektronische Bauelement 10, das dem Emissionsspektrum LED-A5 zugrunde liegt, weist ein Konversionselement 12 mit Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ auf. Das optoelektronische Bauelement 10, das dem Emissionsspektrum LED-A6 zugrunde liegt, weist ein Konversionselement 12 mit Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ auf. Mit den optoelektronischen Bauelementen 10 kann jeweils ein CRI von etwa 70 erreicht werden. Somit eignen sich die 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 126 - Leuchtstoffe 1 gemäß den Ausführungsbeispielen mit der Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+ mit MC = Gd, Pr, Ho als Leuchtstoffe für optoelektronische Bauelemente 10 in deren Konversionselement 12 lediglich ein Leuchtstoff 1 eingesetzt wird. Eine Leuchtstoffmischung ist zum Erreichen des CRIs von etwa 70 nicht notwendig. Die optoelektronischen Bauelement 10 weisen jedoch unterschiedliche Farbtemperaturen auf. Mit Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ lassen sich insbesondere hohe Farbtemperaturen, insbesondere von größer 25000 K, zum Beispiel von etwa 50000 K, für das entsprechende optoelektronische Bauelement 10 erzielen. Figur 42 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ als Ergebnis einer REM- Untersuchung bei 15 kV Beschleunigungsspannung. Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt vorliegend in Form von vereinzelten, quaderförmigen Kristallen vor. Ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P5 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P6 eines Leuchtstoffs 1 sind in der Figur 43 gezeigt. Dem gemessenen Pulverdiffraktogramm P5 liegt eine Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zugrunde. Das berechnete Pulverdiffraktogramm wurde ausgehend von dem Strukturmodell von Einkristallen von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ berechnet. Durch die Übereinstimmung der Pulverdiffraktogramme P5 und P6 wird gezeigt, dass die Mehrheit der Kristallite in der Pulverprobe von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ die gleiche Struktur wie der Einkristall von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ aufweist. Zu geringen Teilen enthält die Pulverprobe Nebenphasen. Reflexe, die durch die Nebenphasen hervorgerufen werden, sind mit einem Kreuz markiert. Die unterschiedlichen Intensitäten bei 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 127 - manchen Reflexen im Vergleich zwischen dem gemessenen Pulverdiffraktogramm P5 und dem berechneten Pulverdiffraktogramm P6 könnte die Folge einer Vorzugsorientierung der quaderförmigen Kristalle sein, wonach manche Flächen häufiger als statistisch erwartet in Beugungsposition stehen. Die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte weiterhin durch REM-EDX-Analysen bestätigt werden. Die REM-EDX-Analyse wurde bei einer Beschleunigungsspannung von 15 kV durchgeführt. Die REM-EDX- Analyse ergab ein Verhältnis (Nd+Ce):Si von 1:4,3(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung bestätigt. Durch den Einbau von Ce3+ als Aktivator-Element stellt Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ eine Verbindung mit Leuchtstoffeigenschaften dar. Figur 44 zeigt ein Emissionsspektrum E6a eines Einkristalls des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Emissionsspektrum E6a wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen und ist in einem Wellenlängenbereich von 470 Nanometer bis 970 Nanometer gezeigt. In diesem Bereich weist der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ ein Emissionsmaximum bei etwa 903 Nanometer auf. In der Figur 45A ist ein Emissionsspektrum E6b der Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt. Die Anregungswellenlänge beträgt hier 450 Nanometer und das Emissionsspektrum E6b ist in einem Wellenlängenbereich von 750 Nanometer bis 1500 Nanometer dargestellt. Detailspektren des Emissionsspektrums E6b sind in den Figuren 45B, 45C und 45D zu sehen. Neben einer 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 128 - Emission bei etwa 901 Nanometer weist Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ ebenfalls einen Emissionspeak bei etwa 1076 Nanometer und einen Emissionspeak bei etwa 1355 Nanometer auf. Der Leuchtstoff 1 kann somit elektromagnetische Strahlung im nahinfraroten bis infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums emittieren. Im Vergleich zu den Leuchtstoffen 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ dominiert vorliegend nicht die breitbandige Emission des Aktivator- Elements Ce3+, die durch einen 5d→4f-Übergang hervorgerufen wird, sondern eine Linienemission des optisch aktiven Nd3+. Die Linienemission wird durch 4f→4f-Übergänge im Nd3+ hervorgerufen. Weiterhin ist die breitbandige Emission des Aktivator-Elements Ce3+ bei Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ anders als bei Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ fast nicht vorhanden, was darauf hinweist, dass vorliegend das Aktivator-Element Ce3+ als Sensibilisator wirkt und ein, insbesondere effektiver, Energieübertrag von Ce3+ auf Nd3+ vorliegt. Es könnte somit vorliegend das Ce3+ angeregt werden und anschließend ein, insbesondere effizienter, Energieübertrag auf Nd3+ erfolgen. Demnach wird hauptsächlich die entsprechende Linienemission von Nd3+ und nur geringfügig die breitbandige Emission von Ce3+ beobachtet. Figur 46 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung von Kristallen des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ als Ergebnis einer REM- Untersuchung bei 25 kV Beschleunigungsspannung. Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt vorliegend in Form von vereinzelten, quaderförmigen Kristallen vor. Die Kristalle bilden vorliegend ein Agglomerat. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 129 - Ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P7 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P8 eines Leuchtstoffs 1 sind in der Figur 47 gezeigt. Dem gemessenen Pulverdiffraktogramm P7 liegt eine Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ zugrunde. Das berechnete Pulverdiffraktogramm wurde ausgehend von dem Strukturmodell von Einkristallen von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ berechnet. Durch die Übereinstimmung der Pulverdiffraktogramme P7 und P8 wird gezeigt, dass die Mehrheit der Kristallite in der Pulverprobe von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ die gleiche Struktur wie der Einkristall von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ aufweist. Die Positionen von Dy werden in der Kristallstruktur von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ jedoch durch Y besetzt. Zu geringen Teilen enthält die Pulverprobe Nebenphasen. Reflexe, die durch die Nebenphasen hervorgerufen werden, sind mit einem Kreuz markiert. Vorliegend handelt es sich bei der Nebenphase um Y2O3. Die Zusammensetzung des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ konnte weiterhin durch REM-EDX-Analysen bestätigt werden. Die REM-EDX-Analyse wurde bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV durchgeführt. Gemittelt über 2 Messungen ergab die REM-EDX-Analyse ein Verhältnis (Y+Ce):Si von 1:4,1(4), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung bestätigt. Aufgrund des Aktivator-Elements E weist das Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ Leuchtstoffeigenschaften auf. Ein Anregungsspektrum A3 und ein Emissionsspektrum E3a einer Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Figur 48 gezeigt. Das Anregungsspektrum A3 basiert auf dem Rohdatenmaximum der Emissionskurve, das sich vorliegend bei etwa 505 Nanometer 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 130 - befindet. Das Emissionsspektrum E3a wurde bei einer Anregungswellenlänge von 440 Nanometer aufgenommen. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ weist ein Emissionsmaximum λmax bei etwa 519 Nanometer auf. Weitere optische Daten des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 48 zusammengefasst. Tabelle 48 zeigt die optischen Daten für eine Pulverprobe und einen Einkristall des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+. Tabelle 48: Optische Daten für Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+. LiY[LiSiNO]:Ce3+ LiY 3+ 8 4 4 8 8[LiSi4N4O8]:Ce (Pulverprobe) (Einkristall) 439 431 518,8 517,0 554,1 553,4 546,9 546,8 115,7 118,3 CIE-x 0,332(1) 0,329(1) CIE-y 0,545(1) 0,547(1) Figur 49A zeigt Emissionsspektren E3a, E3b und V1 von Leuchtstoffen 1. Das Emissionsspektrum E3a für die Pulverprobe des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 440 Nanometern aufgenommen. Das Emissionsspektrum E3b für ein Einzelkorn des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometern aufgenommen. Das Emissionsspektrum V1 des Vergleichsbeispiels eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ wurde bei einer Anregungswellenlänge von 460 Nanometer aufgenommen. Anhand der Emissionsspektren zeigt sich, dass die Emissionen von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ spektral vergleichbar sind und ein 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 131 - ähnliches Profil aufweisen. Aufgrund der ähnlichen Emission von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ lässt sich Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ in herkömmlichen optoelektronischen Bauelementen durch Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ ersetzen. Insbesondere sind die Farbkoordinaten sowie die Dominanzwellenlänge λdom des Leuchtstoffs 1 des Ausführungsbeispiels und des Vergleichsbeispiels ähnlich. Ausgewählte optische Daten von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+ sind in der Tabelle 49 zusammengefasst. Tabelle 49: Vergleich der optischen Daten von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Lu3(Al/Ga)5O12:Ce3+. LiY[LiSiNO]:Ce LiY[LiSiNO]:Ce Lu(Al/Ga)O :Ce (Pulver) (Einzelkorn) (Pulver) Figur 49B zeigt das Emissionsspektrum E3a sowie ein Emissionsspektrum E3c. Das Emissionsspektrum E3c wurde an einem Einkristall des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ gemessen. Das Emissionsspektrum E3c wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Das Temperaturverhalten des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ und eines Vergleichsbeispiels eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ sind in der Figur 50 dargestellt. Auf der x-Achse ist die Temperatur T in °C und auf der y-Achse der Quotient aus Integralintensität der Emission bei aktueller Temperatur und der bei 25 °C angegeben. Die Schrittweite beträgt 25 °C für Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ und 50 °C für Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+. Die 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 132 - Maximaltemperatur ist 225 °C. Die Datenpunkte D1 von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Figur 50 mit einem Quadrat gekennzeichnet, die Datenpunkte D2 von Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ mit einem Dreieck. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt einen Rückgang der Emissionsintensität mit steigender Temperatur. Jedoch liegt bei einer Temperatur von etwa 125 °C, was einer typischen Betriebstemperatur von optoelektronischen Bauelementen entspricht, die relative Emissionsintensität noch bei etwa 85%. Bei etwa 175 °C zeigt der Leuchtstoff mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ ein verbessertes thermisches Verhalten im Vergleich zu dem Vergleichsbeispiel mit der Summenformel Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+. Simulierte Emissionsspektren LED-A7, LED-A8, LED-A9, LED-V8, LED-V9, LED-V10 von optoelektronischen Bauelementen 10 gemäß verschiedener Ausführungsbeispiele und Vergleichsbeispiele sind in den Figuren 51 bis 53 gezeigt. Die Ausführungsbeispiele des optoelektronischen Bauelements 10 weisen jeweils den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ in ihrem Konversionselement 12 auf. Die Vergleichsbeispiele jeweils den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ (LuAGaG). Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ weist vorliegend einen Ga-Gehalt von 25% bezogen auf die Summe von Al und Ga und einen Ce-Gehalt von etwa 2% bezogen auf Lu auf. Die Konversionselemente 12 weisen jeweils noch zumindest einen weiteren Leuchtstoff 14 auf. Der weitere Leuchtstoff 14 ist (Sr,Ca)AlSiN3:Eu2+ (SCASN). Weiterhin kann das Konversionselement auch zusätzlich noch Y3Al5O12:Ce3+ (YAG) mit einem Ce-Gehalt von 1,6% bezogen auf Y als weiteren Leuchtstoff 14 aufweisen. Die weiteren Leuchtstoffe 14 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 133 - emittieren im orangen oder roten Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums. Die strahlungsemittierenden Halbleiterchips 11 der optoelektronischen Bauelemente 10 weisen jeweils einen Emissionspeak im blauen Bereich des elektromagnetischen Spektrums auf. Die optoelektronischen Bauelemente 10 können weißes Licht emittieren. Die genaue Zusammenstellung der optoelektronischen Bauelemente 10 zu den Ausführungsbeispielen und Vergleichsbeispielen, die zu den in den Figuren 51 bis 53 gezeigten Emissionsspektren führen, und spektrale Daten der optoelektronischen Bauelemente 10 sind in der folgenden Tabelle 50 zusammengefasst. Tabelle 50: Daten zu Weißlicht-LED-Simulationen. Beispiel LED-A7 LED-V8 LED-A8 LED-V9 LED-A9 LED-V10 blaue LED 455 455 445 445 450 450 (λ /nm) Grünleucht- LiY[LiSi LuAGaG LiY[LiSi LuAGaG LiY[LiSi LuAGaG stoff NO]:Ce NO]:Ce NO]:Ce Orangeleucht- SCASN1 SCASN1 YAG YAG - YAG stoff Rotleucht- SCASN2 SCASN2 SCASN1 SCASN1 SCASN4 SCASN4 stoff CIE x 0,437 0,437 0,380 0,380 0,460 0,460 CIE y 0,404 0,404 0,377 0,377 0,411 0,411 CCT / K 3003 3002 4000 4000 2700 2700 CRI 81 82 70 70 90 90 R9 0 1 -35 -31 55 58 LER / lm/W 335 334 344 341 291 290 Die optoelektronischen Bauelemente 10 wurden so zusammengestellt, dass eine möglichst hohe Farbwiedergabequalität bei verschiedenen Farbtemperaturen (CCT) erreicht wurde. Die Emissionswellenlänge des 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 134 - strahlungsemittierenden Halbleiterchips 11 und der Leuchtstoffe 1, 14 wurden so angepasst, dass ein bestimmter Zielfarbort und ein bestimmter Farbwiedergabeindex (CRI) erreicht wurde. Es wird gezeigt, dass mit dem Leuchtstoff 1 der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ in dem Konversionselement 12 ein CRI von etwa 70, etwa 80 und etwa 90 erreicht werden kann. Optoelektronische Bauelemente 10 mit einem CRI von etwa 70 eignen sich beispielsweise zur Straßenbeleuchtung, optoelektronische Bauelemente 10 mit einem CRI von etwa 80 für Allgemeinbeleuchtung und optoelektronische Bauelemente 10 mit einem CRI von etwa 90 für Spezialbeleuchtungen, wie Verkaufsraumbeleuchtung. Die Ergebnisse zeigen, dass mit dem Leuchtstoff 1 der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ die gleichen oder zumindest sehr ähnliche Farbkoordinaten beziehungsweise Farbtemperaturen sowie die gleichen oder zumindest sehr ähnliche Farbwiedergabewerte erreicht werden können wie mit Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+. Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ eignet sich also, um optoelektronische Bauelemente 10 mit hoher Farbwiedergabe bei unterschiedlichen Farbtemperaturen, unterschiedlichen CRI- Zielwerten und unterschiedlichen Wellenlängen des strahlungsemittierenden Halbleiterchips 11 zu erreichen. Überraschenderweise zeigen die optoelektronischen Bauelemente 10 mit Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ höhere LER-Werte als die optoelektronischen Bauelemente 10 mit Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+. Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt demnach eine verbesserte spektrale Effizienz in der Anwendung. Die Figuren 54A und 54B zeigen Ausschnitte aus einem Emissionsspektrum E6c eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Emissionsspektrum E6c wurde bei einer Anregungswellenlänge von etwa 635 Nanometer 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 135 - aufgenommen. In der Figur 54A ist der Wellenlängenbereich von etwa 1000 Nanometer bis etwa 1200 Nanometer abgebildet, in der Figur 54B der Wellenlängenbereich von etwa 1300 Nanometer bis etwa 1500 Nanometer. Das Emissionsspektrum E6c zeigt Emissionspeaks bei etwa 1076 Nanometer und bei etwa 1355 Nanometer. Das Emissionsspektrum E6c zeigt also die gleichen Emissionspeaks im nahinfraroten bis infraroten Bereich wie die Emissionsspektren E6, E6a und E6b. Der Emissionspeak bei etwa 900 Nanometer kann bei einer Anregungswellenlänge von etwa 635 Nanometer jedoch nicht beobachtet werden. Es wird somit gezeigt, dass der f→f-Übergang von Nd3+ auch direkt, das heißt ohne Sensibilisator, angeregt werden kann. Vorliegend wurde mit elektromagnetischer Strahlung aus dem roten Bereich des elektromagnetischen Spektrums angeregt. In der Figur 55 ist die Emissionsintensität des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ logarithmisch gegen die Zeit in Nanosekunden aufgetragen. Mittels dieses Graphen lässt sich die Abklingzeit bestimmen. Die Abklingzeit τ, auch Fluoreszenzabklingzeit oder Fluoreszenzlebensdauer, gibt die mittlere Zeit an, die das Aktivator-Element bei der Fluoreszenz in einem angeregten Zustand bleibt, bevor es ein Photon emittiert und damit in den Grundzustand zurückkehrt. Vorliegend beträgt die Abklingzeit τ etwa 46,7 Nanosekunden und entspricht damit der Zeit, bei der die Hälfte der ursprünglichen integralen Photolumineszenzintensität vorliegt, also bereits die Hälfte der angeregten Aktivator- Elemente unter Aussendung eines Photons wieder in den Grundzustand übergegangen sind. Figur 56 zeigt das Emissionsspektrum E6a des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ im Bereich von 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 136 - einschließlich 470 Nanometer bis einschließlich 970 Nanometer. Weiterhin wird in der Figur 56 ein Emissionsspektrum E6d abgebildet, dem ebenfalls der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ zugrunde liegt. Das Emissionsspektrum E6d wurde an Einzelkörnern des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ gemessen. Weiterhin sind Emissionsspektren E7 und E7a in der Figur 56 gezeigt. Die Emissionsspektren E7 und E7a stammen von Leuchtstoffen 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+. Die Emissionsspektren E6a, E6d, E7 und E7a wurden bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Die Leuchtstoffe 1 weisen jeweils 5 mol% der Aktivator-Elemente Ce3+ beziehungsweise Ce3+ und Nd3+ bezogen auf Gd auf. Nicht mit einem Aktivator-Element dotiertes Li8Nd[LiSi4N4O8] zeigt keine Emission bei einer Anregung mit einer Wellenlänge von 448 Nanometer. Im Gegensatz dazu können für Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ die Emissionsspektren E6a und E6d erhalten werden. Die Emissionsspektren E7 und E7a von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+ zeigen sowohl die für das Ce3+ charakteristische Emissionsbande im Bereich von etwa 470 Nanometer bis etwa 620 Nanometer als auch die für das Nd3+ charakteristische Emissionsbande im Bereich von etwa 870 Nanometer bis 930 Nanometer, wie aus der Figur 56 ersichtlich ist. Daraus lässt sich schließen, dass ein Energieübertrag von Ce3+ auf das Nd3+ stattfindet. Dadurch dass Ce3+ lediglich als Aktivator-Element in Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ vorhanden ist und nicht wie das Nd in stöchiometrischen Mengen, wird für Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ quasi keine Emission, die auf das Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 137 - zurückzuführen ist, beobachtet. Ist die Konzentration von Ce3+ und Nd3+ jedoch annähern gleich, wie in Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+, sind die Emissionsbanden von Ce3+ und Nd3+ beobachtbar. Figur 57 zeigt eine Abbildung von Kristallen des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Abbildung entstand über Sekundärelektronen als Ergebnis einer REM-Untersuchung bei einer Beschleunigungsspannung von 3 kV. Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt vorliegend als vereinzelte, quaderförmige Kristalle vor. In der Figur 58 sind ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P9 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P10 eines Ausführungsbeispiels eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt. Das gemessene Pulverdiffraktogramm P1 wurde unter Verwendung von Mo K-L3- Strahlung aufgenommen. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P10 basiert auf den Einkristalldaten des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Aufgrund der Übereinstimmung des gemessenen Pulverdiffraktogramms P9 mit dem berechneten Pulverdiffraktogramm P10 lässt sich bestätigen, dass der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ die Hauptphase der Pulverprobe darstellt. Damit wird gezeigt, dass sich der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezielt darstellen lässt. Zu geringen Teilen sind Nebenphasen, wie etwa Tm2O3 in der Pulverprobe vorhanden. Reflexpositionen, die Tm2O3 zuzuordnen sind, sind in der Figur 58 mit einem Kreuz gekennzeichnet. Emissionsspektren E8 und E8a des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 138 - in der Figur 59 gezeigt. Die Emissionsspektren E8 und E8a wurden bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen und sind in einem Wellenlängenbereich von 450 Nanometer bis 850 Nanometer dargestellt. Dem Emissionsspektrum E8 liegt eine Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ zugrunde, dem Emissionsspektrum E8a ein Einkristall des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Leuchtstoffeigenschaften der Verbindung Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ lassen sich durch das Vorhandensein von Ce3+ als Aktivator-Element erklären. Die geringfügige Verschiebung der Emission beim Vergleich der Emissionsspektren E8 und E8a kann durch unterschiedliche Konzentrationen des Aktivator-Elements erklärt werden. Die Emissionsspektren E8 und E8a zeigen die für Ce3+ charakteristische Breitbandemission im Wellenlängenbereich von etwa 500 Nanometer bis etwa 650 Nanometer. Die Breitbandemission lässt sich durch 5d-4f-Übergänge im Ce3+ erklären. In den Emissionsspektren E8 und E8a ist jedoch zusätzlich noch eine Linienemission des Tm3+ beobachtbar. Diese Linienemission findet im Wellenlängenbereich von etwa 760 Nanometer bis etwa 830 Nanometer statt. Die Linienemission lässt sich durch einen 4f-4f-Übergang des Tm3+ erklären. Ausgewählte optische Daten für die Pulverprobe und den Einkristall von Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 51 zusammengefasst. Tabelle 51: Ausgewählte optische Daten von Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ (Pulverprobe) (Einkristall) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 139 - Anregungs- wellenlänge / nm 448 448 FWHM / nm 122,1 119,5 λdom / nm 562 557 λmax / nm 544,2 523,4 λcentroid / nm 583,6 566,0 CIE-x 0,376(1) 0,346(1) CIE-y 0,552(1) 0,548(1) LER / lm Wopt. −1 404 407 Figur 60 zeigt neben einem Emissionsspektrum E8b der Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ im Wellenlängenbereich von etwa 500 Nanometer bis etwa 700 Nanometer auch noch ein Anregungsspektrum A4. Das Emissionsspektrum E8b wurde bei einer Anregungswellenlänge von 440 Nanometer, bereitgestellt mit einer Xe-Lampe, aufgenommen. Das Anregungsspektrum basiert auf dem Rohdatenmaximum des Emissionsspektrums E8b. Dieses liegt vorliegend bei etwa 510 Nanometer. Ausgehend von dem Emissionsspektrum E8b wurde für den Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ ein Emissionsmaximum λmax bei 543,7 Nanometer bestimmt. Die Halbwertsbreite (FWHM) beträgt vorliegend 125,8 Nanometer und die Dominanzwellenlänge λdom 560,7 Nanometer. Das Temperaturverhalten des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 61 dargestellt. Auf der x-Achse ist die Temperatur T in °C und auf der y-Achse der Quotient aus Integralintensität der Emission bei aktueller Temperatur und der bei 25 °C angegeben. Die Schrittweite beträgt 25 °C. Die Maximaltemperatur ist 100 °C. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt einen Rückgang der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 140 - Emissionsintensität mit steigender Temperatur. Bei einer Temperatur von etwa 100 °C, was einer typischen Betriebstemperatur von optoelektronischen Bauelementen entspricht, liegt die relative Emissionsintensität bei etwa 67%. Figur 62 zeigt simulierte Emissionsspektren LED-A10, LED-V11 und LED-V12 von optoelektronischen Bauelementen 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel (LED-A10) und zweier Vergleichsbeispiele (LED-V11 und LED-V12). Die Emissionsspektren sind jeweils in einem Wellenlängenbereich von 400 Nanometer bis 800 Nanometer dargestellt. Die optoelektronischen Bauelemente 10 weisen jeweils einen blau emittierenden Halbleiterchip 11 und ein Konversionselement 12 mit einem Leuchtstoff 1 auf. Bei den Simulationen wurde die Konzentration des Leuchtstoffs 1 so angepasst, dass ein bestimmter Farbort auf dem Planck´schen Kurvenzug erreicht wurde. Die Vergleichsbeispiele des optoelektronischen Bauelements 10 weisen als Leuchtstoff 1 Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ (LuAGaG) oder Y3(Al,Ga)5O12:Ce3+ (YAGaG) auf. Die Ergebnisse sowie die Ausgestaltung der optoelektronischen Bauelemente 10 der Simulationen sind in der Tabelle 52 zusammengefasst. Tabelle 52: Daten zu Weißlicht-LED-Simulationen LED-A10 LED-V11 LED-V12 blaue LED (λ /nm) 447 447 447 Grünleuchtstoff (λ /nm) 562,0 562,2 561,9 Grünleuchtstoff LiTm[LiSiNO]:Ce LuAGaG YAGaG CIE x 0,266 0,263 0,261 CIE y 0,280 0,273 0,271 CCT / K 12671 14168 14932 CRI 70 68 66 CRI Vergleich in % 100 97 (-3%) 94 (-6%) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 141 - Die Simulationsergebnisse zeigen, dass sich das Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sehr gut dazu eignet, um in weiß emittierenden optoelektronischen Bauelementen 10 eingesetzt zu werden. Dabei ist vorteilhafterweise lediglich ein Leuchtstoff notwendig, um einen CRI von mindestens 70 zu erreichen. Der verbesserte CRI im Vergleich zu den optoelektronischen Bauelementen 10 mit den Granat- Leuchtstoffen lässt sich durch Emission des Tm3+ erklären. Ein strahlungsemittierendes Bauelement 10 mit einem CRI von mindestens 70 kann zur Straßenbeleuchtung eingesetzt werden. Figur 63 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung eines Kristalls eines Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Sekundärelektronenabbildung ist das Ergebnis einer REM- Untersuchung bei einer Beschleunigungsspannung von 3 kV. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt vorliegend als quaderförmiger Kristall vor. In der Figur 64 sind ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P11 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P12 des Ausführungsbeispiels eines Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt. Das gemessene Pulverdiffraktogramm P11 wurde unter Verwendung von Mo K-L3- Strahlung aufgenommen. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P12 basiert auf den Einkristalldaten des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Aufgrund der Übereinstimmung des gemessenen Pulverdiffraktogramms P11 mit dem berechneten Pulverdiffraktogramm P12 lässt sich bestätigen, dass der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ die Hauptphase der Pulverprobe darstellt. Damit wird gezeigt, dass sich der Leuchtstoff 1 mit der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 142 - Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezielt darstellen lässt. Zu geringen Teilen sind Nebenphasen, wie etwa Tb2O3 in der Pulverprobe vorhanden. Reflexpositionen, die Tb2O3 zuzuordnen sind, sind in der Figur 64 mit einem Kreuz gekennzeichnet. Die Figur 65 zeigt ein Rietveld-verfeinertes Pulverdiffraktogramm R3 des Leuchtstoffs 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Pulverdiffraktogramm wurde mit Mo K-L3-Strahlung aufgenommen. Es ist die relative Intensität I in willkürlichen Einheiten gegen den Beugungswinkel 2θ in Grad aufgetragen. Die Kreuze des Pulverdiffraktogramms geben die gemessenen Werte G1 wieder. Die weiße durchgezogene Linie mit schwarzer Umrandung gibt ein berechnetes Pulverdiffraktogramm G2 wieder. Bei der Linie G3 handelt es sich um die Differenz der Werte der Kurve G1 und der Kurve G2. Mit anderen Worten handelt es sich um ein Differenzdiagramm G3. Die schwarzen Markierungen G4 entsprechen den theoretischen Reflexpositionen für Li8Tb[LiSi4N4O8] (oben) und Tb2O3 (unten). Die theoretischen Reflexpositionen für Li8Tb[LiSi4N4O8] wurden anhand der zuvor beschriebenen Kristallstruktur der Wirtsstruktur 2 des Leuchtstoffs mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ berechnet. Das Rietveld-verfeinerte Pulverdiffraktogramm R3 zeigt, dass das Strukturmodell basierend auf dem gemessene Einkristall repräsentativ für die Hauptphase der Pulverprobe ist. Die kristallographischen Daten der Rietveldanalyse von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in Tabelle 53 zusammengefasst. Tabelle 53: Ergebnisse der Rietveld-Verfeinerung einer Pulverprobe von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Zusammensetzung Li8Tb[LiSi4N4O8]/ wt% 96,1(2) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 143 - Tb2O3 / wt% 3,9(2) Kristallographische Daten Diffraktometer STOE STADI P Strahlung; Wellenlänge /Å Mo K-L3; 0,7093 a /Å 9,9287(3) c /Å 5,0328(2) Zellvolumen /Å3 496,13(3) 2 θ Bereich / ° 2 – 40,085 2 θ Schrittweite / ° 0,015 Rexp /% 1,32 Rwp /% 10,44 Rp /% 6,57 RBragg /% 3,817 Figur 66 zeigt Emissionsspektren E9 und E9a des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Emissionsspektrum E9 resultiert von einem Einkristall von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+, wohingegen das Emissionsspektrum E9a an einer Pulverprobe von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ aufgenommen wurde. Das Emissionsspektrum E9 wurde bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen, das Emissionsspektrum E9a bei einer Anregungswellenlänge von 436 Nanometer. Die Emissionsspektren E9 und E9a sind jeweils in einem Wellenlängenbereich von 440 Nanometer bis 740 Nanometer dargestellt. Die Leuchtstoffeigenschaften von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ lassen sich durch das Vorhandensein des Aktivator-Elements Ce3+ erklären. Das Ce3+ führt vorliegend durch 5d-4f-Übergänge zu einer breitbandigen Emission. Zusätzlich zu der breitbandigen Emission ist vorliegend auch eine Linienemission von Tb3+ erkennbar. Die Linienemission resultiert aus 4f-4f-Übergängen im Tb3+. Ausgewählte optische Daten von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 54 zusammengefasst. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 144 - Tabelle 54: Ausgewählte optische Daten von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ (Pulverprobe) (Einkristall) CIE-x 0,345(1) 0,342(1) CIE-y 0,537(1) 0,553(1) In der Figur 67 sind ein Emissionsspektrum E9b und zwei Anregungsspektren A5a und A5b des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ dargestellt. Das Emissionsspektrum E9b wurde mit einer Anregungswellenlänge von 436 Nanometer aufgenommen, die mit einer Xe-Lampe bereitgestellt wurde. Die Anregungsspektren A5a und A5b basieren auf den Rohdatenmaxima der Emissionskurve. Das Anregungsspektrum A5a basiert dabei auf dem Rohdatenmaximum bei etwa 506 Nanometer, was der Ce3+-Emission zugehörig ist, und das Anregungsspektrum A5b basiert auf dem Rohdatenmaximum bei etwa 546 Nanometer, was der Tb3+-Emission zugehörig ist. Das für das Emissionsspektrum E6b berechnete Emissionsmaximum von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt bei 546,1 Nanometer. Es wurde weiterhin eine Halbwertsbreite von 105,9 Nanometer und eine Dominanzwellenlänge von 557,2 Nanometer bestimmt. Das Temperaturverhalten des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 68 dargestellt. Auf der x-Achse ist die Temperatur T in °C und auf der y-Achse der Quotient aus Integralintensität der Emission bei aktueller Temperatur und der bei 25 °C angegeben. Die Schrittweite beträgt 25 °C. Die Maximaltemperatur ist 225 °C. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt einen Rückgang der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 145 - Emissionsintensität mit steigender Temperatur. Jedoch liegt bei einer Temperatur von etwa 100 °C, was einer typischen Betriebstemperatur von optoelektronischen Bauelementen entspricht, die relative Emissionsintensität immer noch bei größer 90%. Figur 69 zeigt simulierte Emissionsspektren LED-A11, LED-V13 und LED-V14 von optoelektronischen Bauelementen 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel (LED-A11) und zweier Vergleichsbeispiele (LED-V13 und LED-V14). Die Emissionsspektren sind jeweils in einem Wellenlängenbereich von 400 Nanometer bis 750 Nanometer dargestellt. Die optoelektronischen Bauelemente 10 weisen jeweils einen blau emittierenden Halbleiterchip 11 und ein Konversionselement 12 mit einem Leuchtstoff 1 auf. Bei den Simulationen wurde die Konzentration des Leuchtstoffs 1 so angepasst, dass ein bestimmter Farbort auf dem Planck´schen Kurvenzug erreicht wurde. Die Ergebnisse sowie die Ausgestaltung der optoelektronischen Bauelemente 10 der Simulationen sind in der Tabelle 55 zusammengefasst. Tabelle 55: Daten zu Weißlicht-LED-Simulationen LED-A11 LED-V13 LED-V14 blaue LED (λ /nm) 447 447 447 Grünleuchtstoff (λ /nm) 556,1 556,2 557,0 Grünleuchtstoff LiTb[LiSiNO]:Ce LuAGaG LuAG CIE x 0,240 0,240 0,240 CIE y 0,252 0,259 0,256 CRI 70 65 63 CRI Vergleich in % 100 93 (-7%) 90 (-10%) Die Simulationsergebnisse zeigen, dass sich das Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ sehr gut dazu eignet, um in weiß 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 146 - emittierenden optoelektronischen Bauelementen 10 eingesetzt zu werden. Dabei ist vorteilhafterweise lediglich ein Leuchtstoff notwendig, um einen CRI von mindestens 70 zu erreichen. Ein solches strahlungsemittierendes Bauelement 10 kann zur Straßenbeleuchtung eingesetzt werden. Der CRI- Vorteil des optoelektronischen Bauelements 10 mit dem Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ lässt sich durch die Emission des Tb3+, die durch den Energieübertrag ausgehend von Ce3+ erreicht wird, erklären. Figur 70 zeigt eine Sekundärelektronenabbildung eines Kristalls eines Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Sekundärelektronenabbildung ist das Ergebnis einer REM- Untersuchung bei einer Beschleunigungsspannung von 3 kV. Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ liegt vorliegend als annähernd quaderförmiger Kristall vor. Figur 71 zeigt ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P13 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P14 eines Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das gemessene Pulverdiffraktogramm P13 wurde unter Verwendung von Mo K-L3-Strahlung aufgenommen. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P14 basiert vorliegend auf den oben beschriebenen Kristallstrukturdaten eines Einkristalls von Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die gemessene Pulverprobe enthält Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+, wie aus der Figur 71 erkennbar ist. Daneben ist in der Pulverprobe das Edukt Er2O3 enthalten. Die Reflexpositionen, die Er2O3 zuzuordnen sind, sind in Figur 71 mit einem Kreuz gekennzeichnet. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 147 - Emissionsspektren E10 und E10a des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Figur 72 abgebildet. Das Emissionsspektrum E10 resultiert von der Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+, das Emissionsspektrum E10a von einem Einkristall von Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Emissionsspektren E10 und E10a sind in einem Wellenlängenbereich von 470 Nanometer bis 1000 Nanometer dargestellt. Es wurde eine Anregungswellenlänge von 448 Nanometer bei der Aufnahme der Emissionsspektren E10 und E10a verwendet. Figur 73 zeigt einen Ausschnitt des Emissionsspektrums E10 des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ im Wellenlängenbereich von 840 Nanometer bis 1000 Nanometer. Figur 74 zeigt einen Ausschnitt eines Emissionsspektrums E10b des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Emissionsspektrum E10b wurde mit einem anderen Messaufbau als die Emissionsspektren E10 und E10a und bei einer Anregungswellenlänge von 450 Nanometer aufgenommen. Das Emissionsspektrum E10b ist im Wellenlängenbereich von 840 Nanometer bis 1040 Nanometer dargestellt. Ein weiterer Ausschnitt des Emissionsspektrums E10b des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 75 dargestellt. Figur 75 zeigt dabei den Wellenlängenbereich von 1400 Nanometer bis 1700 Nanometer. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ weist neben der Breitbandemission des Ce3+ im Wellenlängenbereich von etwa 470 Nanometer bis etwa 600 Nanometer auch eine Linienemission des Er3+ auf. Die Breitbandemission des Ce3+ ist auf 5d-4f-Übergänge 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 148 - zurückzuführen. Die Linienemission des Er3+ geht auf 4f-4f- Übergänge zurück. Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ weist die Linienemission bei etwa 546,5 Nanometer, etwa 554,5 Nanometer, sowie in den Wellenlängenbereichen 840 Nanometer bis 870 Nanometer, 970 Nanometer bis 1000 Nanometer und 1450 Nanometer bis 1650 Nanometer auf. Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ emittiert demnach sowohl im grün bis gelben Wellenlängenbereich als auch im nahinfraroten Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums. Für Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ dominiert jedoch nicht die Breitbandemission von Ce3+, wie beispielsweise bei Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ und Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+. Weiterhin ist im Vergleich zu Li8MC[LiSi4N4O8]:Ce3+ mit MC gleich Pr, Ho, Tb oder Tm die Intensität der Breitbandemission von Ce3+ deutlich reduziert. Dies deutet auf einen Energieübertrag von Ce3+ auf Er3+ hin. Ce3+ dient also vorliegend als Sensibilisator. Es wird demnach zunächst das Ce3+ angeregt, woraufhin ein Energieübertrag auf das Er3+ erfolgt. Ausgehend von Er3+ findet die beobachtete Linienemission statt. Sekundärelektronenabbildungen eines Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in den Figuren 76A und 76B gezeigt. Die Sekundärelektronenabbildungen sind das Ergebnis einer REM- Untersuchung bei einer Beschleunigungsspannung von 3 kV. Figur 77 zeigt ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P15 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P16 des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das gemessene Pulverdiffraktogramm P15 wurde unter Verwendung von Mo K-L3-Strahlung aufgenommen. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P16 basiert vorliegend auf 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 149 - den oben beschriebenen Kristallstrukturdaten eines Einkristalls von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die gemessene Pulverprobe enthält Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ als Hauptphase, wie aus der Figur 77 erkennbar ist. Daneben ist in der Pulverprobe LuN als Nebenphase enthalten. Die Reflexpositionen des LuN sind in der Figur 77 mit einem Kreuz gekennzeichnet. Aufgrund des Vorhandenseins des Aktivator-Elements Ce3+ hat Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ Leuchtstoffeigenschaften. In der Figur 78 sind ein Anregungsspektrum A6 und ein Emissionsspektrum E11 einer Pulverprobe von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt. Das Anregungsspektrum A6 und das Emissionsspektrum E11 sind in einem Wellenlängenbereich von 270 Nanometer bis 720 Nanometer dargestellt. Das Anregungsspektrum A6 basiert auf dem Rohdatenmaximum des Emissionsspektrums E11, was bei etwa 520 Nanometer liegt. Das Emissionsspektrum E11 wurde bei einer Anregungswellenlänge von 440 Nanometer aufgenommen. Ausgewählte optische Daten der Pulverprobe und eines Einkristalls von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 56 zusammengefasst. Tabelle 56: Ausgewählte optische Daten von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ LiLu[LiSiNO]:Ce3+ LiLu[LiSiN 3+ 8 4 4 8 8 4 4O8]:Ce (Pulverprobe) (Einkristall) 429 556,9 566,9 569,1 135,1 144,9 CIE-x 0,406(1) 0,438(1) CIE-y 0,530(1) 0,512(1) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 150 - In Figur 79 ist ein Emissionsspektrum E11a einer Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt sowie ein Emissionsspektrum E11b eines Einkristalls von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Emissionsspektrum E11a wurde bei einer Anregungswellenlänge von 440 Nanometer aufgenommen, das Emissionsspektrum E11b bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer. Die Emissionsspektren E11a und E11b sind in einem Wellenlängenbereich von 440 Nanometer bis 740 Nanometer dargestellt. Aus dem Vergleich der Emissionsspektren E11a und E11b zeigt sich, dass die Emission des Einkristalls repräsentativ für die Emission der Pulverprobe ist. Figur 80 zeigt neben dem Emissionsspektrum E11a des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ auch Emissionsspektren V2 und V3 von Vergleichsbeispielen eines Leuchtstoffs 1 in einem Wellenlängenbereich von 470 Nanometer bis 740 Nanometer. Das Emissionsspektrum V2 resultiert von einem Vergleichsbeispiel mit der Summenformel Y3Al5O12:Ce3+ (YAG). Das Emissionsspektrum V3 resultiert von einem Vergleichsbeispiel mit der Summenformel Y3(Al,Ga)5O12:Ce3+ (YAGaG). Die Emissionsspektren V2 und V3 wurden bei einer Anregungswellenlänge von 460 Nanometer aufgenommen. Ausgewählte optische Daten von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+, Y3Al5O12:Ce3+ und Y3(Al,Ga)5O12:Ce3+ sind in der Tabelle 57 zusammengefasst. Tabelle 57: Ausgewählte optische Daten von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ und zwei Vergleichsbeispielen LiLu[LiSiNO]:Ce YAlO :Ce Y(Al/Ga)O :Ce (Pulverprobe) (Pulver) (Pulver) 429 457 455 556,9 542,2 548,2 566,9 567,2 567,1 569,1 573,1 573,0 135,1 117,1 116,0 0,406(1) 0,415(1) 0,415(1) 0,530(1) 0,550(1) 0,551(1) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 151 - Die in Figur 80 gezeigten Emissionsspektren E11a, V2 und V3 sowie die optischen Daten aus Tabelle 57 zeigen, dass der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ vergleichbare optische Eigenschaften wie die Leuchtstoffe Y3Al5O12:Ce3+ und Y3(Al,Ga)5O12:Ce3+ aufweist. Beispielsweise besitzen die Emissionsspektren ein vergleichbares Profil und die Emissionsspektren der Leuchtstoffe 1 weisen ähnliche Dominanzwellenlängen λdom auf. Somit kann Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ als Ersatz für Y3Al5O12:Ce3+ und Y3(Al,Ga)5O12:Ce3+ in Konversionselementen 12 von optoelektronischen Bauelementen 10 dienen. Das Temperaturverhalten des Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 81 dargestellt. Auf der x-Achse ist die Temperatur T in °C und auf der y-Achse der Quotient aus Integralintensität der Emission bei aktueller Temperatur und der bei 25 °C angegeben. Die Schrittweite beträgt 25 °C. Die Maximaltemperatur ist 225 °C. Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ zeigt einen Rückgang der Emissionsintensität mit steigender Temperatur. Jedoch liegt bei einer Temperatur von etwa 100 °C, was einer typischen Betriebstemperatur von optoelektronischen Bauelementen entspricht, die relative Emissionsintensität immer noch bei größer 75%. Figur 82 zeigt simulierte Emissionsspektren LED-A12, LED-V15 und LED-V16 von optoelektronischen Bauelementen 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel (LED-A12) und zweier Vergleichsbeispiele (LED-V15 und LED-V16). Die Emissionsspektren sind jeweils in einem Wellenlängenbereich von 400 Nanometer bis 750 Nanometer dargestellt. Die 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 152 - optoelektronischen Bauelemente 10 weisen jeweils einen blau emittierenden Halbleiterchip 11 und ein Konversionselement 12 mit einem Leuchtstoff 1 auf. Bei den Simulationen wurde die Konzentration des Leuchtstoffs 1 so angepasst, dass ein bestimmter Farbort auf dem Planck´schen Kurvenzug erreicht wurde. Die Ergebnisse sowie die Ausgestaltung der optoelektronischen Bauelemente 10 der Simulationen sind in der Tabelle 58 zusammengefasst. Tabelle 58: Daten zu Weißlicht-LED-Simulationen. LED-A12 LED-V15 LED-V16 blaue LED (λ /nm) 447 447 447 Grünleuchtstoff (λ /nm) 566,9 567,2 567,1 Grünleuchtstoff LiLu[LiSiNO]:Ce YAG YAGaG CIE x 0,310(1) 0,310(1) 0,309(1) CIE y 0,330(1) 0,330(1) 0,330(1) CCT / K 6668 6679 6680 CRI 74 66 66 CRI Vergleich in % 100 89 (-11%) 89 (-11%) Die Simulationsergebnisse zeigen, dass ein optoelektronisches Bauelement 10 mit dem Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ einen verbesserten CRI im Vergleich zu optoelektronischen Bauelementen mit den Leuchtstoffen 1 YAG und YAGaG aufweist. Das optoelektronische Bauelement 10 mit dem Leuchtstoff 1 der Summenformel Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ weist selbst ohne einen weiteren Leuchtstoff 14 einen CRI von über 70 auf. Ein solches optoelektronisches Bauelement 10 ist daher für die Straßenbeleuchtung einsetzbar. Eine Sekundärelektronenabbildung eines Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 83 gezeigt. Die Abbildung ist das Ergebnis einer REM-Untersuchung bei einer Beschleunigungsspannung von 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 153 - 3 kV. Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ hat vorliegend die Form von quaderförmigen Kristallen. In Figur 84 sind ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P17 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P18 des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt. Das gemessene Pulverdiffraktogramm P17 wurde an einer Pulverprobe von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ mit Mo K-L3-Strahlung gemessen. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P18 basiert auf den Kristallstrukturdaten von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+, die zuvor beschrieben wurden. Das gemessene Pulverdiffraktogramm P17 und das berechnete Pulverdiffraktogramm P18 von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ stimmen gut überein, wie aus der Figur 84 erkennbar ist. Die Hauptphase der Pulverprobe ist demnach Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+. Somit wird gezeigt, dass Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezielt hergestellt werden kann. Aufgrund des Vorhandenseins des Aktivator-Elements Ce3+ weist der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ Leuchtstoffeigenschaften auf. Diese zeigen sich beispielsweise an dem von dem Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ ausgesendeten Emissionsspektrum E12, das in der Figur 85 gezeigt ist. Das Emissionsspektrum E12 wurde an der Pulverprobe von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ und bei einer Anregungswellenlänge von 448 Nanometer aufgenommen. Ausgewählte optische Daten des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ sowie von zwei Vergleichsbeispielen sind in der Tabelle 59 gezeigt. Tabelle 59: Ausgewählte optische Daten von Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ und zwei Vergleichsbeispielen LiYb[LiSiNO]:Ce LuAG:Ce YAGaG:Ce LER / lm W 402 454 461 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 154 - 543 549 542 565,9 565,6 565,4 577,9 570,5 568,4 137,8 111,7 114,4 CIE-x 0,401(1) 0,404(1) 0,402(1) CIE-y 0,539(1) 0,555(1) 0,556(1) Die ausgewählten optischen Daten zeigen, dass Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ eine vergleichbare Emission wie die Vergleichsbeispiele des Leuchtstoffs 1 aufweist. In eine optoelektronischen Bauelement 10 kann vorteilhafterweise ein Leuchtstoff 1 gemäß einem der Vergleichsbeispiele durch das Ausführungsbeispiel des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Yb[LiSi4N4O8]:Ce3+ ersetzt werden. Eine Sekundärelektronenabbildung eines Kristalls eines Ausführungsbeispiels des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ ist in der Figur 86 gezeigt. Die Sekundärelektronenabbildung ist das Ergebnis einer REM- Untersuchung bei einer Beschleunigungsspannung von 3 kV. Der Kristall wurde aus einer Pulverprobe von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ isoliert. In Figur 87 sind ein gemessenes Pulverdiffraktogramm P19 und ein berechnetes Pulverdiffraktogramm P20 des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezeigt. Das gemessene Pulverdiffraktogramm P19 wurde an einer Pulverprobe von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ mit Mo K-L3-Strahlung gemessen. Das berechnete Pulverdiffraktogramm P20 basiert auf den Kristallstrukturdaten von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+, die zuvor beschrieben wurden. Wie aus dem Vergleich des gemessenen Pulverdiffraktogramms P19 mit dem berechneten Pulverdiffraktogramm P20 erkennbar ist, ist die Hauptphase der Pulverprobe der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 155 - Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Somit wird gezeigt, dass der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ gezielt hergestellt werden kann. In der Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind jedoch nicht identifizierte Nebenphasen enthalten. Die Reflexpositionen, die durch die Nebenphasen hervorgerufen werden, sind in der Figur 87 mit einem Kreuz gekennzeichnet. Emissionsspektren E13 und E13a des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Figur 88 gezeigt. Das Emissionsspektrum E13 resultiert von der Pulverprobe von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Das Emissionsspektrum E13a resultiert von einem Einkristall von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Die Emissionsspektren sind in einem Wellenlängenbereich von 480 Nanometer bis 750 Nanometer gezeigt. Zur Aufnahme der Emissionsspektren E13 und E13a wurde jeweils eine Anregungswellenlänge von 448 Nanometer verwendet. Neben der Breitbandemission des Ce3+, die durch 5d-4f- Übergänge im Ce3+ hervorgerufen wird, sind in den Emissionsspektren E13 und E13a auch die Linienemission des Sm3+ zu erkennen. Die Linienemission wird durch 4f-4f- Übergänge im Sm3+ hervorgerufen. Das Aktivator-Element Ce3+ wirkt vorliegend also als Sensibilisator und überträgt einen Teil seiner Energie auf das Sm3+. Ausgewählte optische Daten des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sind in der Tabelle 60 zusammengefasst. Tabelle 60: Ausgewählte optische Daten von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+. Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ (Pulverprobe) (Einkristall) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 156 - LER / lm Wopt.−1 416 407 560,5 561,3 558,7 562,8 CIE-x 0,364(1) 0,369(1) CIE-y 0,535(1) 0,536(1) Aufgrund seiner optischen Eigenschaften wird der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ vorteilhafterweise in einem Konversionselement 12 eines optoelektronischen Bauelements 10 eingesetzt. Ein simuliertes Emissionsspektrum LED-A13 eines solchen optoelektronischen Bauelements 10 ist in der Figur 89 gezeigt. Die Figur 89 zeigt weiterhin simulierte Emissionsspektren LED-V17 und LED-V18 von Vergleichsbeispielen von optoelektronischen Bauelementen 10. In den Vergleichsbeispielen wurde als Leuchtstoff 1 Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ (LuAGaG) oder Y3(Al,Ga)5O12:Ce3+ (YAGaG) eingesetzt. Die Zusammensetzung des optoelektronischen Bauelements 10 mit dem Leuchtstoff 1 mit der Formel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ und der Vergleichsbeispiele der optoelektronischen Bauelemente 10 wurde so angepasst, dass ein bestimmter Farbort auf dem Planck´schen Kurvenzug erreicht wurde. Die optoelektronischen Bauelemente 10 emittieren also weißes Licht. Details zu den optoelektronischen Bauelemente 10 sind in der Tabelle 61 zusammengefasst. Tabelle 61: Daten zu Weißlicht-LED-Simulationen LED-A13 LED-V17 LED-V18 blaue LED (λ /nm) 447 447 447 Grünleuchtstoff (λ /nm) 560,5 560,5 561,0 Grünleuchtstoff LiSm[LiSiNO]:Ce LuAGaG YAGaG CIE x 0,259(1) 0,257(1) 0,257(1) CIE y 0,269(1) 0,272(1) 0,270(1) 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 157 - Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ sehr gut dazu eignet, um ein optoelektronisches Bauelement 10 mit einem CRI von größer 70 bereitzustellen. Dabei wird lediglich Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ als Leuchtstoff 1 in dem Konversionselement 12 benötigt und kein weiterer Leuchtstoff 14. Ein solches optoelektronisches Bauelement 10 kann in der Straßenbeleuchtung eingesetzt werden. Mit den Vergleichsbeispielen wird ein CRI von 70 nicht erreicht. Figur 90 zeigt Emissionsspektren E14 und E14a eines Leuchtstoffs 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Der Leuchtstoff 1 weist vorliegend die Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ auf. Die Emissionsspektren sind in einem Wellenlängenbereich von 450 Nanometer bis 850 Nanometer abgebildet und wurden bei einer Anregungswellenlänge von etwa 448 Nanometer aufgenommen. Das Emissionsspektrum E14 resultiert von einer Pulverprobe des Leuchtstoffs 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+. Das Emissionsspektrum E14a von einem Einkristall von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+. Ausgewählte optische Daten des Einkristalls von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ sind in der Tabelle 62 zusammengefasst. Tabelle 62: Optische Daten von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ LER / lm Wopt. −1 330 λmax / nm 568,3 λdom / nm 573,2 λcentroid / nm 610,6 FWHM / nm 170,4 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 158 - CIE-x 0,450(1) CIE-y 0,508(1) Im Vergleich zu Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ emittiert Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ bei größeren Wellenlängen. Die Emission von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ ist im Vergleich zur entsprechenden Ce3+-dotierten Verbindung also zu kleineren Energien hin verschoben. Der Einkristall von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ wurde aus der Pulverprobe von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ isoliert. Der Einkristall weist eine gelb-orange leuchtende Erscheinung auf. Ein 180° phi-Scan zur Zellbestimmung ergab die Gitterparameter a = 9,91(1), c = 5,01(1) und V = 492(1) Å3. Die Werte dieser schnellen Zellbestimmung stimmen mit denen der entsprechenden, genaueren Einkristallmessung von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ (a = 9,9152(6), c = 5,0240(5), V = 493,92(6) Å3) sehr gut überein. Aufgrund der Übereinstimmung hinsichtlich Metrik (tetragonal) und Gitterparameter wird gezeigt, dass Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ die gleiche Struktur wie Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ aufweist. Gemittelt über drei Messpunkte an dem Einkristall von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ zeigt eine REM-EDX Analyse bei einer Beschleunigungsspannung von 25 kV ein Verhältnis (Y+Eu):Si von 1:4,3(1), was im Rahmen des Messfehlers die Zusammensetzung der Zielphase, nämlich Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+, bestätigt. Der Leuchtstoff 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ kann wie folgt hergestellt werden: Der Leuchtstoff 1 mit der Summenformel Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ wird aus den Edukten Si3N4, SiO2, Li2O und Y2O3 im molaren 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 159 - Verhältnis 2:2:10,5:0,8, möglicherweise einem Flussmittel wie LiF oder Li mit bis zu 5 Gew.% sowie mit EuF2 als Edukt für das Aktivator-Element Eu2+ hergestellt. Das Aktivator-Element Eu2+ weist einen Gehalt im Bereich zwischen einschließlich 0,01 mol% und einschließlich 15 mol%, insbesondere im Bereich zwischen einschließlich 0,1 mol% und einschließlich 5 mol% in Bezug auf Lu auf. Die genauen Einwaagen zur Herstellung von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ sind in der Tabelle 63 zusammengefasst. Die Edukte werden vor der Synthese in einer Glovebox unter Schutzgasatmosphäre innig vermengt und in einem Ta-Rohr in einem Rohrofen zur Reaktion gebracht. Dabei wird das Ta-Rohr nach Befüllung mit den Edukten unter Ar-Atmosphäre mit einem Lichtbogen dicht verschweißt. Die Synthese des Materials findet bei einer ersten Temperatur von etwa 940 °C statt, wobei diese Temperatur etwa für 12 Stunden gehalten wird. Anschließend wird mit einer Abkühlrate von etwa 2 °C/h auf eine zweite Temperatur von etwa 500 °C abgekühlt. In einem zweiten Abkühlschritt wird mit einer Abkühlrate von etwa 18 °C/h auf eine dritte Temperatur von etwa 150 °C abgekühlt und der Ofen dann ausgeschaltet. Tabelle 63: Einwaagen für die Synthese von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+. Edukt Menge Si3N4 29,84 mg (0,213 mmol) SiO2 12,78 mg (0,213 mmol) Li2O 33,37 mg (1,117 mmol) Y2O3 19,98 mg (0,085 mmol) EuF2 4,04 mg (0,021 mmol) Die in Verbindung mit den Figuren beschriebenen Merkmale und Ausführungsbeispiele können gemäß weiteren Ausführungsbeispielen miteinander kombiniert werden, auch 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 160 - wenn nicht alle Kombinationen explizit beschrieben sind. Weiterhin können die in Verbindung mit den Figuren beschriebenen Ausführungsbeispiele alternativ oder zusätzlich weitere Merkmale gemäß der Beschreibung im allgemeinen Teil aufweisen. Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldungen 102023 117 837.7 und 102023 132 659.7, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird. Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele auf diese beschränkt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.
2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 161 - Bezugszeichenliste 1 Leuchtstoff 2 Wirtsstruktur 3 erste Schicht 31 SiO2N2-Tetraeder 32 LiO4-Tetraeder 4 MC-Atom 41 quadratisches Antiprisma 5 Vierer-Ringe 6 Kanal 7 O-Atom 8 N-Atom 9 zweite Schicht 91 LiO4N-Bipyramide 92 LiO3N2-Bipyramide 10 optoelektronisches Bauelement 11 strahlungsemittierender Halbleiterchip 111 aktiver Bereich 12 Konversionselement 121 Matrixmaterial 13 Gehäuse 14 weiterer Leuchtstoff 15 Zwischenschicht 16 konvertierender Verguss 17 nicht-konvertierender Verguss CCT Farbtemperatur CRI Farbwiedergabeindex FWHM Halbwertsbreite I Intensität LER photometrisches Strahlungsäquivalent 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 162 - T Temperatur D1, D2 Datenpunkte R1 Rietveld-Verfeinerung von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ R2 Rietveld-Verfeinerung von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ R3 Rietveld-Verfeinerung von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ G1 gemessenes Diffraktogramm G2 berechnetes Diffraktogramm G3 Differenzdiagramm G4 berechnete Reflexpositionen P1, P3, P5, P7, P9, P11, P13, P15, P17, P19 gemessenes Pulverdiffraktogramm P2, P4, P6, P8, P10, P12, P14, P16, P18, P20 berechnetes Pulverdiffraktogramm A1, A2, A3, A4, A5a, A5b, A6 Anregungsspektrum E1, E1a Emissionsspektrum von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+ E2, E2a, E2b Emissionsspektrum von Li8Dy[LiSi4N4O8]:Ce3+ E3, E3a, E3b, E3c Emissionsspektrum von Li8Y[LiSi4N4O8]:Ce3+ E4, E4a Emissionsspektrum von Li8Ho[LiSi4N4O8]:Ce3+ E5, E5a, E5b Emissionsspektrum von Li8Pr[LiSi4N4O8]:Ce3+ E6, E6a, E6b, E6c, E6d Emissionsspektrum von Li8Nd[LiSi4N4O8]:Ce3+ E7, E7a Emissionsspektrum von Li8Gd[LiSi4N4O8]:Ce3+,Nd3+ E8, E8a, E8b Emissionsspektrum von Li8Tm[LiSi4N4O8]:Ce3+ E9, E9a, E9b Emissionsspektrum von Li8Tb[LiSi4N4O8]:Ce3+ E10, E10a, E10b Emissionsspektrum von Li8Er[LiSi4N4O8]:Ce3+ E11, E11a, E11b Emissionsspektrum von Li8Lu[LiSi4N4O8]:Ce3+ E12 Emissionsspektrum von Li 3+ 8Yb[LiSi4N4O8]:Ce E13, E13a Emissionsspektrum von Li8Sm[LiSi4N4O8]:Ce3+ 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 163 - E14, E14a Emissionsspektrum von Li8Y[LiSi4N4O8]:Eu2+ V1 Emissionsspektrum von Lu3(Al,Ga)5O12:Ce3+ V2 Emissionsspektrum von Y3Al5O12:Ce3+ V3 Emissionsspektrum von Y3(Al,Ga)5O12:Ce3+ S1, S2, S3 Verfahrensschritte LED-A1 bis LED-A13 simuliertes Emissionsspektrum LED-V1 bis LED-V18 simuliertes Emissionsspektrum

Claims

2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 164 - Patentansprüche 1. Leuchtstoff (1) mit der Summenformel Li8-2x-aMBx+cMFaMC1-c[MAMD4-z-bMEzMGbN4-z+b-cO8+z-b+c]:E, wobei - 0 ≤ x ≤ 4, 0 ≤ c ≤ 1, 0 ≤ z ≤ 4, 0 ≤ a ≤ 8, 0 ≤ b ≤ 4, - 0 ≤ 2x+a ≤ 8, 0 ≤ z+b ≤ 4, -4 ≤ -z+b-c ≤ 4, - MB ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der zweiwertigen Elemente ist, - MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, - MA Li und/oder Na ist, - MD ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der vierwertigen Elemente ist, - ME ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente ist, - MF ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der einwertigen Elemente ist, - MG ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der fünfwertigen Elemente ist, und - E ein Aktivator-Element ist. 2. Leuchtstoff (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei - MB ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe ist: Be, Mg, Ca, Sr, Ba, Zn, - MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe ist: Sc, Y, La, Ce, Pr, Nd, Pm, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb, Lu, - MD ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe ist: Si, Ge, Sn, Pb, Ti, Zr, Hf, 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 165 - - ME ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe ist: B, Al, Ga, In, Sc, Cr, - MF ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe ist: Na, K, Rb, Cs, Au, Cu, Pt, Ag, - MG ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe ist: V, Nb, Ta, P, As, Sb, und/oder - E ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der folgenden Gruppe ist: Eu, Ce, Pr, Nd, Sm, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb, Mn, Cr, Ni, Bi, Cu, Ag, Ti, U. 3. Leuchtstoff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Leuchtstoff die Summenformel Li8MC[LiSi4N4O8]:E aufweist. 4. Leuchtstoff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Kristallstruktur einer Wirtsstruktur des Leuchtstoffs zumindest ein Strukturelement ausgewählt aus der folgenden Gruppe aufweist: MA(N,O)4-Tetraeder, MD(N,O)4- Tetraeder, ME(N,O)4-Tetraeder, MG(N,O)4-Tetraeder. 5. Leuchtstoff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Kristallstruktur der Wirtsstruktur des Leuchtstoffs MC und/oder E achtfach koordiniert sind. 6. Leuchtstoff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei MC ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe Gd, Dy, Ho, Pr, Nd, Y, Tb, Er, Tm, Lu, Sm und Yb ist. 7. Leuchtstoff (1) der 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 166 - - ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der einwertigen Elemente, - ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der dreiwertigen Elemente, - ein Element oder eine Kombination von Elementen ausgewählt aus der Gruppe der vierwertigen Elemente, - Sauerstoff und/oder Stickstoff, und - ein Aktivator-Element E umfasst. 8. Leuchtstoff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Leuchtstoff (1) ein Emissionsspektrum mit einem Emissionsmaximum im grünen bis gelben Bereich des elektromagnetischen Spektrums aufweist. 9. Leuchtstoff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Leuchtstoff (1) ein Emissionsspektrum mit einem Emissionsmaximum nahinfraroten bis infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums aufweist. 10. Leuchtstoff (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Leuchtstoff (1) ein Emissionsspektrum mit einem Emissionsmaximum im grün bis gelben Bereich des elektromagnetischen Spektrums und mit einem Emissionsmaximum im orange bis roten Bereich und/oder nahinfraroten bis infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums aufweist. 11. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffs (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit den Schritten: - Bereitstellen von Edukten, - Vermengen der Edukte zu einem Eduktgemenge, - Erhitzen des Eduktgemenges. 2023PF00709 1. Juli 2024 P2023,0785 WO N - 167 - 12. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffs (1) nach Anspruch 11, wobei das Erhitzen auf eine erste Temperatur im Bereich zwischen einschließlich 700 °C und einschließlich 1600 °C erfolgt. 13. Verwendung des Leuchtstoffs (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 in einer Lichtquelle. 14. Optoelektronisches Bauelement (10) mit - einem strahlungsemittierenden Halbleiterchip (11) und - einem Konversionselement (12) mit dem Leuchtstoff (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10. 15. Optoelektronisches Bauelement (10) nach Anspruch 14, wobei das Konversionselement (12) zumindest einen weiteren Leuchtstoff aufweist.
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