Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft einen Drehverteiler für eine Füllvorrichtung. Die Erfindung betrifft ferner eine Füllvorrichtung mit dem Drehverteiler.
Technischer Hintergrund
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Für die Abfüllung flüssiger oder pastöser Füllgüter (Produkte) in der Lebensmittelindustrie kann eine Füllvorrichtung in Rundläuferbauweise verwendet werden. Beispielsweise kann das Füllgut aus einem zentralen Zulauf zunächst einem Produkttank zugeführt werden, der über entsprechende Leitungen mehrere Füllstationen mit dem Füllgut versorgen kann. Über die Füllstationen kann das Füllgut letztendlich in die zu befüllenden Behälter gefüllt werden. Die Zufuhr des Füllguts in den Produkttank kann über einen sogenannten Drehverteiler erfolgen, der einen stationären Teil und einen drehbaren Teil aufweist. Der drehbare Teil kann mit dem drehbaren Produkttank verbunden sein.
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Die
DE 10 2020 113 602 A1 offenbart eine Verteilervorrichtung zum Zuführen eines flüssigen Füllprodukts in einen Produkttank in einer Lebensmittelabfüllanlage. Die Verteilervorrichtung weist eine Produktzuleitung auf, die eingerichtet ist, um das Füllprodukt in den Produkttank einzuleiten. Die Produktzuleitung umfasst mehrere Produktkanäle, die so eingerichtet sind, dass der Strömungsquerschnitt des durch die Produktzuleitung in den Produkttank eingeleiteten Füllprodukts variabel ist.
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Die
DE 10 2007 041 684 A1 offenbart ein Verteilvorrichtung für Medien und insbesondere für Getränke mit einem Behältnis, welches zur Aufnahme der Medien geeignet ist. Die Verteilvorrichtung weist eine erste Zuführleitung, welche dem Behältnis ein erstes, flüssiges Medium zuführt, und eine zweite Zuführleitung, welche dem Behältnis ein zweites, gasförmiges Medium zuführt, auf. Die erste Zuführleitung und die zweite Zuführleitung sind stationär gegenüber einander angeordnet und das Behältnis ist gegenüber der ersten Zuführleitung und der zweiten Zuführleitung drehbar angeordnet. Die erste Zuführleitung und die zweite Zuführleitung münden in einem Bereich des Behältnisses, der oberhalb eines Füllstandes des ersten, flüssigen Mediums liegt.
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Sofern der Drehverteiler mehrere Füllgutpfade (Produktspuren) für unterschiedliche Füllgüter aufweisen soll, ergibt sich herkömmlich ein vergleichsweise großer Bauraumbedarf und eine aufwendige Abdichtung der einzelnen Füllgutpfade. Die aufwendige Abdichtung kann zudem hygienische Probleme mit sich bringen, da Restflüssigkeit an den Dichtungen stehen bleiben kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen verbesserten Drehverteiler zum Verteilen mehrerer Füllgüter zu schaffen. Vorzugsweise soll der verbesserte Drehverteiler kompakt sein und eine sichere und bauraumsparende Abdichtung ermöglichen.
Zusammenfassung der Erfindung
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Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.
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Ein Aspekt betrifft einen Drehverteiler für eine Füllvorrichtung zum Füllen von Behältern. Der Drehverteiler weist einen stationären (feststehenden) Teil, der einen ersten Füllgutpfad zum Führen eines ersten Füllguts und einen ersten Abschnitt eines zweiten Füllgutpfads zum Führen eines zweiten Füllguts getrennt von dem ersten Füllgut aufweist, auf. Der Drehverteiler weist ferner einen drehbaren (rotierbaren) Teil, der mit dem stationären Teil drehbar um eine Drehachse verbunden ist und einen zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads aufweist, auf. Der Drehverteiler weist ferner mindestens eine Axialdichtung, die ringförmig und koaxial zu der Drehachse angeordnet ist und einen Übergang zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads abdichtet, auf.
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Vorteilhaft ermöglicht der Drehverteiler durch die Nutzung der mindestens einen Axialdichtung eine kompakte Bauform mit einer vergleichsweise geringen Bauhöhe. Der Drehverteiler kann bspw. beim Einsatz mehrerer Axialdichtungen vorteilhaft derart gestaltet sein, dass die Axialdichtungen radial innenliegend voneinander angeordnet werden können, wodurch die geringe Bauhöhe erreicht werden kann. Die kompakte Bauform kann insbesondere gegenüber einer Ausführung mit mehreren Radialdichtungen, die in Paketen geschichtet übereinander angeordnet sind, erreicht werden. Vorteilhaft kann die Verwendung von Axialdichtungen auch mit weniger Dichtelementen auskommen, als wenn Radialdichtungen verwendet würden. Die kompakte Baugröße und die geringe Anzahl an Dichtelementen kann weitere Vorteile mit sich bringen, da bspw. bei einem Sterilisieren mit Dampf und anschließenden Aufkondensieren zum Sperren der Dichtungen kein übermäßiger Rückraum besteht, welcher aufkondensiert werden muss (beeinflusst bspw. Zeit, in welcher keine Überwachung für mögliche Leckage stattfinden kann). Auch stehen die obersten Dichtelemente beim Aufkondensieren nur vergleichsweise kurz im Dampf und unterliegen daher keinem übermäßigen Verschleiß durch den Dampf. Die nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiele usw. können die genannten Vorteile besonders gut ausschöpfen.
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In einem ersten Ausführungsbeispiel weist die mindestens eine Axialdichtung eine (erste) Axialdichtung auf, die den Übergang zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads radial innen von dem zweiten Füllgutpfad abdichtet, vorzugsweise hin zu einem Füllguttank der Füllvorrichtung. Alternativ oder zusätzlich kann die mindestens eine Axialdichtung eine (zweite) Axialdichtung aufweisen, die den Übergang zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads radial außen von dem zweiten Füllgutpfad abdichtet, vorzugsweise hin zu einer Umgebung des Drehverteilers. Vorzugsweise sind die erste Axialdichtung und die zweite Axialdichtung koaxial zueinander. Beispielsweise ist die erste Axialdichtung tiefer angeordnet als die zweite Axialdichtung. Bevorzugt ist die erste Axialdichtung bezüglich der Drehachse radial innenliegend von der zweiten Axialdichtung angeordnet. Besonders bevorzugt bilden die erste Axialdichtung und die zweite Axialdichtung gemeinsam eine Doppelkoaxialdichtung.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die mindestens eine Axialdichtung jeweils ein Dichtelement, das im stationären Teil aufgenommen ist, und ein weiteres Dichtelement, das im drehbaren Teil gegenüberliegend zu dem Dichtelement aufgenommen und axial abdichtend mit dem Dichtelement verbunden ist, auf. Vorzugsweise kann das Dichtelement durch mindestens ein elastisches Element (z. B. Feder, z. B. Schraubenfeder) axial gegen das weitere Dichtelement gedrückt werden oder umgekehrt. Bevorzugt kann das Dichtelement durch mindestens einen O-Ring radial gelagert sein. Vorzugsweise kann das weitere Dichtelement durch mindestens einen O-Ring radial gelagert sein.
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In einer Ausführungsform weist das Dichtelement einen Innendichtring, vorzugsweise Siliziumkarbid-Innendichtring, und einen Außendichtring, vorzugsweise Siliziumkarbid-Außendichtring, auf. Vorzugsweise sind der Innendichtring und der Außendichtring koaxial zueinander angeordnet. Bevorzugt sind der Innendichtring und der Außendichtring unabhängig voneinander bewegbar. Beispielsweise sind der Innendichtring und der Außendichtring durch einen Ringspalt voneinander beabstandet, durch den bevorzugt ein Sterilisier- und/oder Sperrmedium zu dem weiteren Dichtelement zuführbar ist.
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In einer weiteren Ausführungsform weist das weitere Dichtelement einen, vorzugsweise einzigen, Dichtring, vorzugsweise Kohlenstoffdichtring, auf. Vorzugsweise weist der Dichtring einen Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal (z. B. Axialkanal) zum Abführen eines Sterilisier- und/oder Sperrmediums zum Sterilisieren und/oder Sperren der jeweiligen Axialdichtung auf.
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In eine Ausführungsvariante weist der stationäre Teil ferner einen Reinigungsmediumpfad zum Führen eines Reinigungsmediums auf. Vorzugsweise verläuft der Reinigungsmediumpfad parallel zu dem ersten Füllgutpfad. Bevorzugt verläuft der Reinigungsmediumpfad in einer Leitungswand (z. B. der ersten Füllgutleitung), die den ersten Füllgutpfad begrenzt.
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In einer weiteren Ausführungsvariante weist der stationäre Teil ferner einen Sterilisier- und-/oder Sperrmediumpfad zum Zuführen eines Sterilisier- und/oder Sperrmediums zu der mindestens einen Axialdichtung zum Sterilisieren und/oder Sperren der mindestens einen Axialdichtung auf.
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In einem Ausführungsbeispiel weist der stationäre Teil eine erste, vorzugsweise zentrale, Füllgutleitung auf, durch die der (z. B. vollständige) erste Füllgutpfad verläuft. Vorzugsweise entspricht eine Mittellängsachse der ersten Füllgutleitung der Drehachse. Bevorzugt weist ein oberes Ende der ersten Füllgutleitung einen Anschlussflansch auf. Optional weist ein unteres Ende der ersten Füllgutleitung einen Diffusor zum Abgeben des ersten Füllguts in einen Füllguttank der Füllvorrichtung auf.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist der stationäre Teil eine zweite Füllgutleitung und einen ringförmigen Körper mit einem Füllgutkanal auf, wobei der (z. B. vollständige) erste Abschnitt des zweiten Füllgutpfads durch die zweite Füllgutleitung und den Füllgutkanal verläuft.
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In einer Ausführungsform weist ein oberes Ende der zweiten Füllgutleitung einen Anschlussflansch auf. Alternativ oder zusätzlich ist ein unteres Ende der zweiten Füllgutleitung an eine Oberseite des ringförmigen Körpers angeflanscht, bevorzugt exzentrisch. Alternativ oder zusätzlich verläuft der Füllgutkanal exzentrisch durch den ringförmigen Körper. Alternativ oder zusätzlich weist der ringförmige Körper mindestens eine Aufnahme auf, in der die mindestens eine Axialdichtung zumindest teilweise aufgenommen ist. Alternativ oder zusätzlich weist der ringförmige Körper einen Sterilisierund/oder Sperrmediumkanal zum Zuführen eines Sterilisier- und/oder Sperrmediums zu der mindestens einen Axialdichtung zum Sterilisieren und/oder Sperren der mindestens einen Axialdichtung auf.
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In einer weiteren Ausführungsform umgibt der ringförmige Körper die erste Füllgutleitung, vorzugsweise koaxial zu einer Mittellängsachse der ersten Füllgutleitung. Alternativ oder zusätzlich verläuft die zweite Füllgutleitung neben der ersten Füllgutleitung.
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In eine Ausführungsvariante weist der drehbare Teil ein, vorzugsweise hülsenförmiges, Gehäuse mit einem Füllgutkanal auf, wobei der (z. B. vollständige) zweite Abschnitt des zweiten Füllgutpfads durch den Füllgutkanal verläuft.
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In einer weiteren Ausführungsvariante weist der Füllgutkanal des Gehäuses mehrere Auslassöffnungen auf, die (z. B. gleich-) verteilt um einen Außenumfang des Gehäuses herum angeordnet sind. Alternativ oder zusätzlich weist das Gehäuse einen, vorzugsweise unteren, Montageflansch zum drehfesten Montieren des Gehäuses auf einen (z. B. drehbaren) Füllguttank der Füllvorrichtung auf. Alternativ oder zusätzlich weist das Gehäuse mindestens eine ringförmige Aufnahme auf, in der die mindestens eine Axialdichtung zumindest teilweise aufgenommen ist. Alternativ oder zusätzlich weist das Gehäuse mindestens einen Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal zum Abführen eines Sterilisier- und/oder Sperrmediums von der mindestens einen Axialdichtung auf.
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In einem Ausführungsbeispiel mündet der Füllgutkanal des ringförmigen Körpers in den Füllgutkanal des Gehäuses. Alternativ oder zusätzlich umgibt das Gehäuse den ringförmigen Körper. Alternativ oder zusätzlich dichtet die mindestens eine Axialdichtung zwischen dem ringförmigen Körper und dem Gehäuse ab. Alternativ oder zusätzlich ist die mindestens eine Axialdichtung jeweils teilweise in dem ringförmigen Körper und teilweise in dem Gehäuse aufgenommen.
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Ein weiterer Aspekt betrifft eine (z. B. Rundläufer-) Füllvorrichtung zum Füllen von Behältern mit einem ersten Füllgut und einem zweiten Füllgut. Die Füllvorrichtung weist einen Drehverteiler wie hierin offenbart auf. Optional kann die Füllvorrichtung ferner einen, vorzugsweise zentralen und/oder drehbaren, Füllguttank, in den der erste Füllgutpfad mündet, aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann die Füllvorrichtung einen, vorzugsweise drehbaren, Ringkanal, der mit dem zweiten Füllgutpfad zum Empfangen des zweiten Füllguts verbunden ist, aufweisen. Vorteilhaft lassen sich mit der Füllvorrichtung die gleichen Vorteile erzielen, die bereits unter Bezugnahme auf den Drehverteiler erläutert wurden.
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Ein weiterer Aspekt betrifft eine Behälterbehandlungsanlage (z. B. zum Temperieren, Herstellen, Reinigen, Beschichten, Prüfen, Abfüllen, Verschließen, Pasteurisieren, Etikettieren, Bedrucken, Beschriften, Laserbeschriften und/oder Verpacken von Behältern für flüssige oder pastöse Medien, vorzugsweise Getränke, flüssige Nahrungsmittel oder Produkte aus der Pharma- oder Health-Care-Industrie). Die Behälterbehandlungsanlage kann den Drehverteiler wie hierin offenbart oder die Füllvorrichtung wie hierin offenbart aufweisen. Die Behälterbehandlungsanlage kann beispielsweise eine Getränkeabfüllanlage sein.
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Beispielsweise können die Behälter als Flaschen, Dosen, Kanister, Kartons, Flakons, Tuben usw. ausgeführt sein.
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Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar.
Kurzbeschreibung der Figuren
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Drehverteilers gemäß einem Ausführungsbeispiel; und
- Figur 2
- eine Schnittansicht entlang einer Linie A-A in Figur 1.
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Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein, so dass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen bzw. Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
Detaillierte Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen
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Die Figuren 1 und 2 zeigen einen Drehverteiler 10 für eine Füllvorrichtung zum Füllen von Behältern mit einem ersten, vorzugsweise flüssigen oder pastösen, Füllgut und einem zweiten, vorzugsweise flüssigen oder pastösen, Füllgut.
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Die Füllvorrichtung ist vorzugsweise als eine Rundläufer-Füllvorrichtung ausgeführt. Die Füllvorrichtung kann mehrere Behälterfüllstationen zum gleichzeitigen bzw. zeitlich überlappenden Befüllen mehrerer Behälter aufweisen. Bspw. können die Behälterfüllstationen um einen Umfang eines Füllerkarussells der Rundläufer-Füllvorrichtung angeordnet sein.
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Die Füllvorrichtung kann bspw. in einer Behälterbehandlungsanlage angeordnet sein. Die Behälterbehandlungsanlage kann bspw. eine Getränkeabfüllanlage sein. Beispielsweise kann die Füllvorrichtung bezüglich eines Behälterstroms stromabwärts von einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen der Behälter und/oder stromaufwärts von einer Verschließvorrichtung zum Verschließen der Behälter angeordnet sein.
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Der Drehverteiler 10 weist einen stationären (feststehenden) Teil 12, einen drehbaren Teil 36 und mindestens eine Axialdichtung 58, 64 auf.
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Der stationäre Teil 12 weist einen ersten Füllgutpfad F1 zum Führen eines ersten Füllguts und einen ersten Abschnitt eines zweiten Füllgutpfads F2 zum Führen eines zweiten Füllguts getrennt von dem ersten Füllgutpfad F2 auf. Bevorzugt kann der stationäre Teil 12 ferner einen Reinigungsmediumpfad R und/oder eine Sterilisier- und/oder Sperrmediumpfad S aufweisen.
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Vorzugsweise weist der stationäre Teil 12 eine erste Füllgutleitung 14, eine zweite Füllgutleitung 26 und einen ringförmigen Körper 32 mit einem Füllgutkanal 34 auf.
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Der erste Füllgutpfad F1 kann durch die erste Füllgutleitung 14 verlaufen. Der erste Füllgutpfad F1 kann bevorzugt mittig durch die erste Füllgutleitung 14 verlaufen. Bevorzugt verläuft der erste Füllgutpfad F1 von einem oberen Ende der ersten Füllgutleitung 14 zu einem unteren Ende der ersten Füllgutleitung 14. Der erste Füllgutpfad F1 kann sich vorzugsweise entlang einer Drehachse D des Drehverteilers 10 bzw. koaxial zu der Drehachse D des Drehverteilers 10 erstrecken.
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Die erste Füllgutleitung 14 ist bevorzugt zentral angeordnet. Eine Mittellängsachse der ersten Füllgutleitung 14 entspricht bevorzugt einer Drehachse D des Drehverteilers 10. Die erste Füllgutleitung 14 kann vertikal ausgerichtet sein. Die erste Füllgutleitung 14 erstreckt sich bevorzugt im Wesentlichen geradlinig. Die erste Füllgutleitung 14 kann bspw. einteilig oder mehrteilig sein.
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Die erste Füllgutleitung 14 bzw. der erste Füllgutpfad F1 kann mit einer ersten Füllgutquelle (nicht dargestellt in den Figuren) zum Empfangen eines ersten, vorzugsweise flüssigen oder pastösen, Füllguts verbunden sein. Das erste Füllgut kann bspw. stilles oder karbonisiertes Wasser sein oder aufweisen.
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Beispielsweise kann die erste Füllgutleitung 14 an ihrem oberen Ende einen Anschlussflansch 16 aufweisen. An den Anschlussflansch 16 kann bspw. eine Rohrleitung angeschlossen werden. Über die angeschlossene Rohrleitung kann vorzugsweise das erste Füllgut von der ersten Füllgutquelle empfangen werden. Vorzugsweise kann der erste Füllgutpfad F1 an einer Einlassöffnung des Anschlussflansches 16 beginnen.
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An einem unteren Ende kann der die erste Füllgutleitung 14 bzw. der erste Füllgutpfad F1 in einen Füllguttank 18 (nur rein schematisch in Figur 2 angedeutet) der Füllvorrichtung münden. Bevorzugt ist der Füllguttank 18 ein zentraler und drehbarer Füllguttank der Füllvorrichtung. Beispielsweise kann der Füllguttank 18 als ein sogenannter Zentralkessel ausgeführt sein. Aus dem Füllguttank 18 kann das erste Füllgut zu den Behälterfüllstationen der Füllvorrichtung geleitet werden.
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Beispielsweise kann ein unteres Ende der ersten Füllgutleitung 14 einen Diffusor 20 zum Abgeben des ersten Füllguts in den Füllguttank 18 aufweisen. Der Diffusor 20 kann einen sich zum Auslass der ersten Füllgutleitung 14 (z. B. stetig) erweiternden Strömungsquerschnitt aufweisen. Vorzugsweise kann der erste Füllgutpfad F1 an einer Auslassöffnung des Diffusors 20 enden. Bevorzugt ist der Diffusor 20 im Betrieb der Füllvorrichtung in das im Füllguttank 18 zwischengespeicherte, erste Füllgut eingetaucht. Es ist möglich, dass statt des Diffusors 20 ein anderer Leitungsauslass umfasst ist, z. B. ein Leitungsauslass ohne Strömungsquerschnittsveränderung.
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Vorzugsweise kann der stationäre Teil 12 noch einen Reinigungsmediumpfad R zum Führen eines Reinigungsmediums aufweisen. Vorzugsweise kann über den Reinigungsmediumpfad R ein Reinigungsmedium zu dem Füllguttank 18 zum Reinigen des Füllguttanks 18 (und stromabwärts davon angeordneten Komponenten der Füllvorrichtung) zugeführt werden. Der Reinigungsmediumpfad R verläuft bevorzugt parallel zu dem ersten Füllgutpfad F1.
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Bevorzugt verläuft der Reinigungsmediumpfad R in einer Leitungswand der ersten Füllgutleitung 14. Diese Leitungswand kann bspw. den ersten Füllgutpfad F1 umfangsseitig begrenzen. Ebenfalls denkbar ist bspw. eine Rohr-in-Rohr-Konstruktion zusammen mit dem ersten Füllgutpfad F1.
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Beispielsweise kann über einen Einlass 22 im oberen Abschnitt der ersten Füllgutleitung 14 Reinigungsmedium zu dem Reinigungsmediumpfad R zugeführt werden. Beispielsweise kann eine Reinigungsmediumquelle (nicht dargestellt in den Figuren) mit dem Einlass 22 zum Zuführen von Reinigungsmedium zu dem Einlass 22 verbunden sein. Der Einlass 22 kann bspw. unterhalb von dem Anschlussflansch 16 angeordnet sein. Bevorzugt beginnt der Reinigungsmediumpfad R an dem Einlass 22.
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Beispielsweise kann über mindestens einen Auslass 24 im unteren Abschnitt der ersten Füllgutleitung 14 Reinigungsmedium aus dem Reinigungsmediumpfad R abgegeben werden. Der mindestens eine Auslass 24 kann bspw. oberhalb von dem Diffusor 20 angeordnet sein. Bevorzugt sind mehrere Auslässe 24 umfasst, die verteilt um einen Außenumfang der ersten Füllgutleitung 14 angeordnet sind. Beispielsweise kann der mindestens eine Auslass 24 als ein Düsenauslass zum Einspritzen des Reinigungsmediums in den Füllguttank 18 ausgeführt sein. Bevorzugt endet der Reinigungsmediumpfad R an dem Auslass 24.
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Der erste Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 kann durch die zweite Füllgutleitung 26 und den Füllgutkanal 34 des ringförmigen Körpers 32 verlaufen. Bevorzugt verläuft der erste Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 von einem oberen Ende der zweiten Füllgutleitung 26 zu einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32.
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Die zweite Füllgutleitung 26 ist bevorzugt dezentral angeordnet. Eine Längsachse der zweiten Füllgutleitung 26 kann sich beabstandet zu einer Drehachse D des Drehverteilers 10 erstrecken, bevorzugt im Wesentlichen parallel dazu. Die zweite Füllgutleitung 26 kann neben der ersten Füllgutleitung 14 angeordnet sein. Die zweite Füllgutleitung 26 und die erste Füllgutleitung 14 können fest miteinander verbunden sein.
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Die zweite Füllgutleitung 26 kann vertikal ausgerichtet sein. Die zweite Füllgutleitung 26 erstreckt sich bevorzugt im Wesentlichen geradlinig. Die zweite Füllgutleitung 26 kann bspw. einteilig oder mehrteilig sein.
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Die zweite Füllgutleitung 26 bzw. der zweite Füllgutpfad F2 kann mit einer zweiten Füllgutquelle (nicht dargestellt in den Figuren) zum Empfangen eines zweiten, vorzugsweise flüssigen oder pastösen, Füllguts verbunden sein. Das zweite Füllgut kann sich von dem ersten Füllgut unterscheiden. Das zweite Füllgut kann bspw. ein Sirup, eine pastöse Flüssigkeit (z. B. mit Fruchtstücken), Milch oder jegliche andere, sich von dem ersten Füllgut unterscheidende Flüssigkeit sein.
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Beispielsweise kann die zweite Füllgutleitung 26 an ihrem oberen Ende einen Anschlussflansch 28 aufweisen. An den Anschlussflansch 28 kann bspw. eine Rohrleitung angeschlossen werden. Über die angeschlossene Rohrleitung kann vorzugsweise das zweite Füllgut von der zweiten Füllgutquelle empfangen werden. Vorzugsweise kann der zweite Füllgutpfad F2 bzw. der erste Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 an einer Einlassöffnung des Anschlussflansches 28 beginnen.
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An einem unteren Ende kann die zweite Füllgutleitung 26 einen weiteren Anschlussflansch 30 aufweisen. Der weitere Anschlussflansch 30 kann an einer Oberseite des ringförmigen Körpers 32 angeflanscht sein, z. B. mittels einer lösbaren Schraubverbindung. Bevorzugt ist der weitere Anschlussflansch 30 exzentrisch an der Oberseite des ringförmigen Körpers 32 angeflanscht. Eine Auslassöffnung des weiteren Anschlussflansches 30 kann einer Einlassöffnung des Füllgutkanals 34 gegenüberliegen.
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Der ringförmige Körper 32 kann die erste Füllgutleitung 14 umgeben. Bevorzugt kann der ringförmige Körper 32 die erste Füllgutleitung 14 koaxial zu einer Mittellängsachse der ersten Füllgutleitung 14 umgeben. Der ringförmige Körper 32 kann fest mit der ersten Füllgutleitung 14 und der zweiten Füllgutleitung 26 verbunden sein.
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Der Füllgutkanal 34 kann exzentrisch durch den ringförmigen Körper 32 verlaufen. Vorzugsweise kann der Füllgutkanal 34 als ein Durchgangsloch durch den ringförmigen Körper 32 ausgeführt sein. Bevorzugt kann sich der Füllgutkanal 34 von einer Oberseite des ringförmigen Körpers 32 zu einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32 erstrecken. Eine Einlassöffnung des Füllgutkanals 34 kann an einer Oberseite des ringförmigen Körpers 32 angeordnet sein. Eine Auslassöffnung des Füllgutkanals 34 kann an einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32 angeordnet sein. Es ist möglich, dass die Auslassöffnung des Füllgutkanals 34 radial nach außen versetzt ist zu der Einlassöffnung des Füllgutkanals 34 bezogen auf die Drehachse D. Vorzugsweise kann der erste Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 an der Auslassöffnung des Füllgutkanals 34 enden.
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Der drehbare Teil 36 weist einen zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 auf. Vorzugsweise kann der zweite Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 direkt an den ersten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 anschließen.
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Der drehbare Teil 36 (= der zum stationären Teil 12 drehbare Teil 36) ist mit dem stationären Teil 12 drehbar um eine Drehachse D verbunden. Beispielsweise kann der drehbare Teil 36 über eine Lagereinrichtung 38 drehbar mit dem stationären Teil 12 verbunden sein.
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Die Lagereinrichtung 38 kann auf jegliche Art und Weise zum drehbaren Verbinden des drehbaren Teils 36 mit dem stationären Teil 12 ausgeführt sein. Bevorzugt ist die Lagereinrichtung 38 oberhalb von dem drehbaren Teil 36 angeordnet.
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Beispielsweise kann die Lagereinrichtung 38 eine Hülse 40, ein Drehlager 44, einen ringförmiger Körper 46 und/oder einen scheibenförmigen Körper 48 aufweisen.
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Die Hülse 40 kann an dem feststehenden Teil 12 befestigt sein, z. B. über einen scheibenförmigen Körper 42. Die Hülse 40 und der scheibenförmige Körper 42 können beispielsweise miteinander verschraubt sein. Der scheibenförmige Körper 42 kann beispielsweise als ein Klemmflansch ausgeführt sein. Bevorzugt kann die Hülse 40 koaxial zu der Drehachse D angeordnet sein. Vorzugsweise kann die Hülse 40 die erste Füllgutleitung 14 umgeben.
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Das Drehlager 44 kann die Hülse 40 und den ringförmigen Körper 46 drehbar um die Drehachse D miteinander verbinden. Beispielsweise kann das Drehlager 44 mit der Hülse 40 verschraubt sein. Beispielsweise kann das Drehlager 44 mit dem ringförmigen Körper 46 verschraubt sein. Bevorzugt kann das Drehlager 44 als ein Kreuzrollenlager ausgeführt sein.
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Vorzugsweise kann ein Radialwellendichtring oberhalb von dem Drehlager 44 angeordnet sein. Der obere Radialwellendichtring kann zwischen der Hülse 40 und dem ringförmigen Körper 46 abdichten.
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Der scheibenförmige Körper 48 kann an dem ringförmigen Körper 46 befestigt sein. Entsprechend kann sich der scheibenförmige Körper 48 gemeinsam mit dem ringförmigen Körper 46 um die Drehachse D drehen. Vorzugsweise kann der scheibenförmige Körper 48 von unten an dem ringförmigen Körper 46 befestigt sein. Beispielsweise kann der scheibenförmige Körper 48 mit dem ringförmigen Körper 46 verschraubt sein. Bevorzugt kann der scheibenförmige Körper 48 als ein Klemmring ausgeführt sein.
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Vorzugsweise kann ein Radialwellendichtring unterhalb von dem Drehlager 44 angeordnet sein. Der untere Radialwellendichtring kann zwischen der Hülse 40 und dem scheibenförmigen Körper 48 abdichten.
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Das Gehäuse 50 kann über die Lagereinrichtung 38 drehbar um die Drehachse D gelagert sein. Das Gehäuse 50 kann über die Lagereinrichtung 38 drehbar mit dem stationären Teil 12 verbunden sein. Bevorzugt kann das Gehäuse 50 von unten an der Lagereinrichtung 38 befestigt sein, zum Beispiel mittels einer Schraubverbindung. Beispielsweise kann das Gehäuse 50 an einer Unterseite des scheibenförmigen Körpers 48 befestigt sein.
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Das Gehäuse 50 ist bevorzugt hülsenförmig/ringförmig. Beispielsweise kann das Gehäuse 50 den ringförmigen Körper 32 und/oder die erste Füllgutleitung 14 umgeben. Bevorzugt weist das Gehäuse 50 mehrere Zugangsöffnungen 52 auf. Die Zugangsöffnungen 52 können beispielsweise verteilt um einen Umfang des Gehäuses 50 herum angeordnet sein. Über die Zugangsöffnungen 52 kann bspw. der ringförmige Körper 32 und/oder der weitere Anschlussflansch 30 im Inneren des Gehäuses 50 zugänglich sein, zum Beispiel für die Montage oder für eine Sichtprüfung.
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Das Gehäuse 50 kann einen Füllgutkanal 54 aufweisen. Der zweite Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 kann durch den Füllgutkanal 54 verlaufen.
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Der Füllgutkanal 54 des Gehäuses 50 kann eine, vorzugsweise ringförmige, Einlassöffnung aufweisen. Die ringförmige Einlassöffnung kann sich bspw. koaxial zu der Drehachse D erstrecken. Diese Einlassöffnung des Füllgutkanal 54 kann vorzugsweise einer Auslassöffnung des Füllgutkanals 34 des ringförmigen Köpers 32 des stationären Teils 12 gegenüberliegen. Das zweite Füllgut kann von dem Füllgutkanal 34 in den Füllgutkanal 54 strömen. Der zweite Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 kann an der Einlassöffnung des Füllgutkanals 54 beginnen.
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Der Füllgutkanal 54 des Gehäuses 50 weist mindestens eine Auslassöffnung auf. Bevorzugt weist der Füllgutkanal 54 des Gehäuses 50 mehrere Auslassöffnungen auf. Die Auslassöffnungen des Füllgutkanals 54 können radial nach außen versetzt sein zu der Einlassöffnung des Füllgutkanals 54 bezogen auf die Drehachse D. Bevorzugt sind die Auslassöffnungen des Füllgutkanals 54 verteilt um einen Außenumfang des Gehäuses 50 herum angeordnet, vorzugsweise in gleichmäßigen Abständen. Der zweite Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 kann an der mindestens einen Auslassöffnung des Füllgutkanals 54 enden.
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Beispielsweise können die Auslassöffnungen des Füllgutkanals 54 das zweite Füllgut hin zu einem drehbaren Ringkanal der Füllvorrichtung, von dem aus das zweite Füllgut zu den Behälterfüllstationen der Füllvorrichtung geleitet werden können, oder anderweitig zu den Behälterfüllstationen der Füllvorrichtung leiten.
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Das Gehäuse 50 kann vorzugsweise einen, z. B. ringförmigen, Montageflansch 56 aufweisen. Der Montageflansch 56 kann bevorzugt an einem unteren Ende des Gehäuses 50 angeordnet sein. Mittels des Montageflansches 56 kann das Gehäuse 50 mit dem Füllguttank 18 der Füllvorrichtung verbunden werden. Bevorzugt können ein oberer Bereich des Füllguttanks 18 und der Montageflansch 56 direkt aneinander befestigt sein, zum Beispiel mittels einer Schraubverbindung. Vorzugsweise sind der Montageflansch 56 (und damit das Gehäuse 50) und der Füllguttank 18 drehfest miteinander verbunden. Besonders bevorzugt kann der Montageflansch 56 einen obersten Dachbereich des Füllguttanks 18 bilden.
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Die mindestens eine Axialdichtung 58, 64 ist ringförmig und koaxial zu der Drehachse D angeordnet. Die mindestens eine Axialdichtung 58, 64 dichtet einen Übergang zwischen dem ersten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 und dem zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 ab. Bevorzugt kann die mindestens eine Axialdichtung 58, 64 zwischen dem (stationären) ringförmigen Körper 32 und dem drehbaren Gehäuse 50 abdichten.
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Bevorzugt sind eine erste Axialdichtung 58 und eine zweite Axialdichtung 64 umfasst. Vorzugsweise können die beiden Axialdichtungen 58 und 64 koaxial zueinander angeordnet sein. Die erste Axialdichtung 58 kann beispielsweise tiefer als die zweite Axialdichtung 64 angeordnet sein. Bevorzugt kann die erste Axialdichtung 58 bezüglich der Drehachse D radial innenliegend von der zweiten Axialdichtung 64 angeordnet sein. Gemeinsam können die beiden Axialdichtungen 58 und 64 eine Doppelkoaxialdichtung bilden.
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Die erste Axialdichtung 58 kann vorzugsweise den Übergang zwischen dem ersten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 und dem zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 radial innen von dem zweiten Füllgutpfad F2 abdichten (bezogen auf die Drehachse D). Vorzugsweise kann die erste Axialdichtung 58 den zweiten Füllgutpfad F2 hin zu dem Füllguttank 18 abdichten.
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Vorzugsweise kann die erste Axialdichtung 58 ein Dichtelement 60 und ein weiteres Dichtelement 62 aufweisen. Die Dichtelemente 60, 62 können bevorzugt als Gleitringe ausgeführt sein.
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Das Dichtelement 60 kann in dem stationären Teil 12 aufgenommen sein. Das Dichtelement 60 kann bevorzugt an einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32 aufgenommen sein. Beispielsweise kann das Dichtelement 60 in einer ringförmigen Aufnahme, z. B. Nut, des ringförmigen Körpers 32 aufgenommen sein. Vorzugsweise kann das Dichtelement 60 in der ringförmigen Aufnahme durch mindestens einen O-Ring radial bezüglich der Drehachse D gelagert sein.
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Bevorzugt weist das Dichtelement 60 einen Innendichtring und einen Außendichtring auf. Der Innendichtring und der Außendichtring können koaxial zueinander angeordnet sein. Bevorzugt ist der Innendichtring bezüglich der Drehachse D radial innen von dem Außendichtring angeordnet. Vorzugsweise können sich der Innendichtring und der Außendichtring unabhängig voneinander bewegen, z. B. drehen. Bevorzugt sind der Innendichtring und der Außendichtring durch einen Radialspalt voneinander beabstandet. Der Innendichtring und der Außendichtring sind bevorzugt jeweils als ein Siliziumkarbid-Dichtring ausgeführt.
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Das weitere Dichtelement 62 kann in dem drehbaren Teil 36 aufgenommen sein. Das weitere Dichtelement 62 kann bevorzugt an einer Innenseite des Gehäuses 50 aufgenommen sein. Beispielsweise kann das weitere Dichtelement 62 in einer ringförmigen Aufnahme, z. B. Nut, des Gehäuses 50 aufgenommen sein. Vorzugsweise kann das weitere Dichtelement 62 in der ringförmigen Aufnahme durch mindestens einen O-Ring radial bezüglich der Drehachse D gelagert sein.
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Das weitere Dichtelement 62 ist bevorzugt als ein einziger Dichtring ausgeführt. Der Dichtring ist vorzugsweise ein Kohlenstoffdichtring.
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Das weitere Dichtelement 62 ist bevorzugt gegenüberliegend zu dem Dichtelement 60 angeordnet, z. B. direkt darunter. Das weitere Dichtelement 62 und das Dichtelement 60 können einander axial abdichtend kontaktieren.
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Beispielsweise kann das Dichtelement 60, z. B dessen Innendichtring und dessen Außendichtring, mittels eines oder mehrerer elastischer Elemente axial gegen das weitere Dichtelement 60 gedrückt werden oder umgekehrt (nicht sichtbar in den Figuren). Das mindestens eine elastische Element kann bspw. in einer jeweiligen Aufnahme an einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32 aufgenommen sein. Das mindestens eine elastische Element kann bspw. eine Feder, z. B. Schraubenfeder, sein. Bevorzugt sind mehrere elastische Elemente umfasst, die ringförmig verteilt angeordnet sind und jeweils auf eine Oberseite des Dichtelements 60 drücken.
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Die zweite Axialdichtung 64 kann vorzugsweise den Übergang zwischen dem ersten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 und dem zweiten Abschnitt des zweiten Füllgutpfads F2 radial außen von dem zweiten Füllgutpfad F2 abdichten (bezogen auf die Drehachse D). Vorzugsweise kann die zweite Axialdichtung 64 den zweiten Füllgutpfad F2 hin zu einer Umgebung des Drehverteilers 10 abdichten.
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Vorzugsweise kann die zweite Axialdichtung 64 wie die erste Axialdichtung 58 ausgeführt sein. Entsprechend kann die zweite Axialdichtung 64 ein Dichtelement 66 und ein weiteres Dichtelement 68 aufweisen. Die Dichtelemente 66, 68 können bevorzugt als Gleitringe ausgeführt sein.
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Das Dichtelement 66 kann in dem stationären Teil 12 aufgenommen sein. Das Dichtelement 66 kann bevorzugt an einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32 aufgenommen sein. Beispielsweise kann das Dichtelement 66 in einer ringförmigen Aufnahme, z. B. Nut, des ringförmigen Körpers 32 aufgenommen sein. Vorzugsweise kann das Dichtelement 66 in der ringförmigen Aufnahme durch mindestens einen O-Ring radial bezüglich der Drehachse D gelagert sein.
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Bevorzugt weist das Dichtelement 66 einen Innendichtring und einen Außendichtring auf. Der Innendichtring und der Außendichtring können koaxial zueinander angeordnet sein. Bevorzugt ist der Innendichtring bezüglich der Drehachse D radial innen von dem Außendichtring angeordnet. Vorzugsweise können sich der Innendichtring und der Außendichtring unabhängig voneinander bewegen, z. B. drehen. Bevorzugt sind der Innendichtring und der Außendichtring durch einen Radialspalt voneinander beabstandet. Der Innendichtring und der Außendichtring sind bevorzugt jeweils als ein Siliziumkarbid-Dichtring ausgeführt.
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Das weitere Dichtelement 68 kann in dem drehbaren Teil 36 aufgenommen sein. Das weitere Dichtelement 68 kann bevorzugt an einer Innenseite des Gehäuses 50 aufgenommen sein. Beispielsweise kann das weitere Dichtelement 68 in einer ringförmigen Aufnahme, z. B. Nut, des Gehäuses 50 aufgenommen sein. Vorzugsweise kann das weitere Dichtelement 68 in der ringförmigen Aufnahme durch mindestens einen O-Ring radial bezüglich der Drehachse D gelagert sein.
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Bevorzugt kann das Dichtelement 66 höher angeordnet sein als das Dichtelement 60. Bevorzugt kann das weitere Dichtelement 68 höher angeordnet sein als das weitere Dichtelement 62.
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Das weitere Dichtelement 68 ist bevorzugt als ein einziger Dichtring ausgeführt. Der Dichtring ist vorzugsweise ein Kohlenstoffdichtring.
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Das weitere Dichtelement 68 ist bevorzugt gegenüberliegend zu dem Dichtelement 66 angeordnet, z. B. direkt darunter. Das weitere Dichtelement 68 und das Dichtelement 66 können einander axial abdichtend kontaktieren.
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Beispielsweise kann das Dichtelement 66, z. B dessen Innendichtring und dessen Außendichtring, mittels eines oder mehrerer elastischer Elemente axial gegen das weitere Dichtelement 68 gedrückt werden oder umgekehrt (nicht sichtbar in den Figuren). Das mindestens eine elastische Element kann bspw. in einer jeweiligen Aufnahme an einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32 aufgenommen sein. Das mindestens eine elastische Element kann bspw. eine Feder, z. B. Schraubenfeder, sein. Bevorzugt sind mehrere elastische Elemente umfasst, die ringförmig verteilt angeordnet sind und jeweils auf eine Oberseite des Dichtelements 66 drücken.
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Es ist möglich, dass der stationäre Teil 12 ferner einen Sterilisier- und-/oder Sperrmediumpfad S zum Zuführen eines Sterilisier- und/oder Sperrmediums zu der mindestens einen Axialdichtung 58, 64 aufweist. Mittels des Sterilisiermediums kann die mindestens eine Axialdichtung 58, 64 sterilisiert werden. Beispielsweise kann (Wasser-) Dampf als Sterilisiermedium genutzt werden. Mittels des Sperrmediums kann die mindestens eine Axialdichtung 58, 64 abdichtend gesperrt werden. Als Sperrmedium kann bspw. flüssiges Wasser genutzt werden. Das flüssige Wasser kann bspw. aus dem als Sterilisiermedium genutzten Dampf in dem Pfad S auskondensieren.
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Beispielsweise kann der stationäre Teil 12 eine weitere Leitung (Sterilisier- und/oder Sperrmediumleitung) 70 aufweisen. Der ringförmige Körper 32 kann einen weiteren Kanal (Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal) 72 aufweisen. Der Pfad S kann durch die weitere Leitung 70 und den weiteren Kanal 72 verlaufen.
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Die weitere Leitung 70 kann neben der ersten Füllgutleitung 14 verlaufen. Beispielsweise kann die weitere Leitung 70 auf einer der zweiten Füllgutleitung 26 entgegengesetzten Seite der ersten Füllgutleitung 14 angeordnet sein. Beispielsweise kann die weitere Leitung 70 zwischen der Hülse 40 und der ersten Füllgutleitung 14 verlaufen.
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Bevorzugt kann an die weitere Leitung 70 ein Rohrsystem anschließbar sein, über das das Sterilisierund/oder Sperrmedium zu einer Einlassöffnung der weiteren Leitung 70 zugeführt werden kann. Das Rohrsystem kann bspw. mit einer Dampfquelle verbunden sein.
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Der weitere Kanal 72 kann exzentrisch durch den ringförmigen Körper 32 verlaufen. Vorzugsweise kann der weitere Kanal 72 auf der dem Füllgutkanal 34 entgegengesetzten Seite des ringförmigen Körpers 32 (bzgl. der Drehachse D) angeordnet sein. Bevorzugt kann sich der weitere Kanal 72 von einer Oberseite des ringförmigen Körpers 32 zu einer Unterseite des ringförmigen Körpers 32 erstrecken.
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Bevorzugt kann eine Einlassöffnung des weiteren Kanals 72 an einer Oberseite des ringförmigen Körpers 32 angeordnet sein. Die weitere Leitung 70 kann an diese Einlassöffnung angeschlossen sein.
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Vorzugsweise kann eine erste Auslassöffnung des weiteren Kanals 72 in der Aufnahme für das Dichtelement 60 der ersten Axialdichtung 58 angeordnet sein. Eine zweite Auslassöffnung des weiteren Kanals 72 kann bevorzugt in der Aufnahme für das Dichtelement 66 der zweiten Axialdichtung 64 angeordnet sein. Es ist möglich, dass die erste Auslassöffnung des weiteren Kanals 72 radial nach innen versetzt ist zu der ersten Auslassöffnung des weiteren Kanals 72 bezogen auf die Drehachse D.
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Zum Abführen des Sterilisier- und/oder Sperrmediums können die Dichtelemente 62, 68 jeweils einen (z. B. Axial-) Kanal 74, 76 aufweisen, und das Gehäuse 50 kann zwei weitere Kanäle 78, 80 aufweisen (nur schematisch in Figur 2 durch die gepunkteten Linien angedeutet). Die weiteren Kanäle 78, 80 können sich von einer Einlassöffnung in einer jeweiligen Aufnahme für das jeweilige Dichtelement 62, 68 zu einer jeweiligen Auslassöffnung in der Außenumfangsfläche des Gehäuses 50 erstrecken. An die Auslassöffnungen kann eine Leitung angeschlossen sein, in der bspw. ein Ventil und ein Temperatursensor angeordnet ist.
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Für den Betrieb können die Axialdichtungen 58, 64 des Drehverteilers 10 bevorzugt zunächst sterilisiert werden. Dampf kann über den Pfad S zu den Axialdichtungen 58, 64 zugeführt werden. Der Dampf kann bspw. durch den jeweiligen Ringspalt zwischen Innen- und Außendichtring des Dichtelements 60 bzw. 66 strömen und die Dichtelemente 62, 68 erreichen. Der Dampf kann durch die Kanäle 74 - 80 abgeführt werden. Sobald bspw. ein stromabwärts der Kanäle 74 - 80 angeordneter Temperatursensor angibt, dass ein vorgegebener Temperaturgrenzwert für eine vorbestimmte Zeitdauer überschritten wurde, kann ein Ventil stromabwärts der Kanäle 74 - 80, vorzugsweise automatisch, geschlossen werden (=Sterilisierung abgeschlossen). Der Dampf kann dann nicht mehr abgeführt werden und kondensiert in den Kanäle 74 - 80 und dem Pfad S aus und auf. Der Flüssigkeitsspiegel steigt in den Kanälen 74 - 80 und darüber hinaus in dem Pfad S, sodass die Axialdichtungen 58, 64 mittels des auskondensierten Wassers gesperrt werden können.
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Es ist möglich, dass eine, vorzugsweise automatische, Leckageerkennung stromaufwärts des Pfads S einen Temperatursensor aufweist, der unterhalb des aufkondensierten Flüssigkeitsspiegels positioniert ist. Sobald der Flüssigkeitsspiegel dann aufgrund einer Leckage, z. B. bei den Axialdichtungen 58, 64, fällt, kann dies als eine Temperaturänderung von dem Temperatursensor erfasst werden. Beispielsweise kann die Temperatur dann steigen, da der Temperatursensor nach dem Fallen des Flüssigkeitsspiegels wieder mit Dampf beaufschlagt / umspült ist.
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Alternativ ist es bspw. möglich, dass eine, vorzugsweise automatische, Leckageerkennung stromaufwärts des Pfads S zwei Temperatursensoren aufweist, von denen einer unterhalb des aufkondensierten Flüssigkeitsspiegels positioniert ist und der zweite oberhalb des Flüssigkeitsspiegels positioniert und weiterhin mit Sperrmedium Dampf beaufschlagt wird. Sobald der Flüssigkeitsspiegel dann aufgrund einer Leckage, z. B. bei den Axialdichtungen 58, 64, fällt, kann dies als eine Temperaturänderung von dem Temperatursensor erfasst werden. Beispielsweise kann die Temperatur dann steigen, da der Temperatursensor nach dem Fallen des Flüssigkeitsspiegels wieder mit Dampf beaufschlagt / umspült ist. Es wird die Temperatur des unteren Sensors mit der Temperatur des oberen, mit Dampf beaufschlagen Sensors verglichen. Sollte sich die Differenz der Temperaturen der beiden Sensoren auf ein vorher bestimmtes Niveau annähern, kann dies als Leckage detektiert werden.
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Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen. Insbesondere sind die einzelnen Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 jeweils unabhängig voneinander offenbart. Zusätzlich sind auch die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von sämtlichen Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und beispielsweise unabhängig von den Merkmalen bezüglich des Vorhandenseins und/oder der Konfiguration des stationären Teils, des drehbaren Teils, des ersten Füllgutpfads, des zweiten Füllgutpfads und/oder der mindestens einen Axialdichtung des unabhängigen Anspruchs 1 offenbart. Alle Bereichsangaben hierin sind derart offenbart zu verstehen, dass gleichsam alle in den jeweiligen Bereich fallenden Werte einzeln offenbart sind, z. B. auch als jeweils bevorzugte engere Außengrenzen des jeweiligen Bereichs.
Bezugszeichenliste | 10 | Drehverteiler | 60 | Dichtelement |
| 12 | stationärer Teil | 62 | weiteres Dichtelement |
| 14 | erste Füllgutleitung | 64 | zweite Axialdichtung |
| 16 | Anschlussflansch | 66 | Dichtelement |
| 18 | Füllguttank | 68 | weiteres Dichtelement |
| 20 | Diffusor | 70 | Sterilisier- und/oder Sperrmediumleitung |
| 22 | Einlass |
| 24 | Auslass | 72 | Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal |
| 26 | zweite Füllgutleitung |
| 28 | Anschlussflansch | 74 | Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal |
| 30 | weiterer Anschlussflansch |
| 32 | ringförmiger Körper | 76 | Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal |
| 34 | Füllgutkanal |
| 36 | drehbarer Teil | 78 | Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal |
| 38 | Lagereinrichtung |
| 40 | Hülse | 80 | Sterilisier- und/oder Sperrmediumkanal |
| 42 | scheibenförmiger Körper |
| 44 | Drehlager | | |
| 46 | ringförmiger Körper | D | Drehachse |
| 48 | scheibenförmiger Körper | F1 | erster Füllgutpfad |
| 50 | Gehäuse | F2 | zweiter Füllgutpfad |
| 52 | Zugangsöffnung | R | Reinigungsmediumpfad |
| 54 | Füllgutkanal | 5 | Sterilisier- und/oder Sperrmediumpfad |
| 56 | Montageflansch |
| 58 | erste Axialdichtung | | |