EP4714781A1 - Mehrfachtraktions-güterzug, verfahren zu dessen initialisierung, mehrfachtraktions- güterzug-system und übergeordnete mehrfachtraktionssteuerungseinheit - Google Patents

Mehrfachtraktions-güterzug, verfahren zu dessen initialisierung, mehrfachtraktions- güterzug-system und übergeordnete mehrfachtraktionssteuerungseinheit

Info

Publication number
EP4714781A1
EP4714781A1 EP25204338.5A EP25204338A EP4714781A1 EP 4714781 A1 EP4714781 A1 EP 4714781A1 EP 25204338 A EP25204338 A EP 25204338A EP 4714781 A1 EP4714781 A1 EP 4714781A1
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
traction
train
unit
control unit
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
EP25204338.5A
Other languages
English (en)
French (fr)
Inventor
Norbert HOHENBICHLER
Fabian THEILER
Bernd BRITZELMAYR
Gabriele ALBERTINI
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Railpool GmbH
Original Assignee
Railpool GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Railpool GmbH filed Critical Railpool GmbH
Publication of EP4714781A1 publication Critical patent/EP4714781A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L15/00Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
    • B61L15/0018Communication with or on the vehicle or train
    • B61L15/0027Radio-based, e.g. using GSM-R
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L15/00Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
    • B61L15/0018Communication with or on the vehicle or train
    • B61L15/0036Conductor-based, e.g. using CAN-Bus, train-line or optical fibres
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L15/00Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
    • B61L15/0072On-board train data handling
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L27/00Central railway traffic control systems; Trackside control; Communication systems specially adapted therefor
    • B61L27/20Trackside control of safe travel of vehicle or train, e.g. braking curve calculation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Güterzugs, aufweisend zwei Triebfahrzeuge, insbesondere zwei Lokomotiven, und mindestens einen Güterwagen, wobei die zwei Triebfahrzeuge jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten verfügen und jeweils ein Antriebssystem und ein Bremssystem aufweisen, wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit verfügen, wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten dazu ausgebildet sind, untereinander über einen drahtlosen Kommunikationskanal zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten desselben Triebfahrzeugs drahtgebunden zu kommunizieren und wobei sich der Mehrfachtraktions-Güterzug nach der Zuginitialisierung in einem Betriebszustand befindet. Die Erfindung betrifft auch einen Mehrfachtraktions-Güterzug, ein Mehrfachtraktions-Güterzug-System, eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit, ein Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Zuges, einen Mehrfachtraktions-Zug und ein Mehrfachtraktions-Zug-System.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Güterzugs, einen Mehrfachtraktions-Güterzug, ein Mehrfachtraktions-Güterzug-System und eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit.
  • Aus betriebswirtschaftlichen und politischen Gründen wird in letzter Zeit versucht, so viele Aufgaben und Komponenten wie möglich in Güterzügen zu automatisieren und die Anzahl von benötigtem Personal zur Inbetriebnahme und dem anschließenden Betrieb eines Güterzugs zu minimieren, insbesondere um einen Vorteil von Schiene gegenüber Straße zu erreichen. Da die überwiegende Zahl von heutzutage verwendeten Güterwagen über keine speziell dafür vorgesehenen Leitungen für eine Datenübermittlung von einem Ende des Güterwagens zum anderen Ende des Güterwagens verfügen, ist - insofern mehr als zwei Triebfahrzeuge verwendet werden, die voneinander durch mindestens einen solchen Güterwagen beabstandet sind - in heutigen Güterzügen eine Mehrfachtraktion kaum durchführbar, da die notwendigen Daten nicht zwischen den räumlich beabstandeten Triebfahrzeugen ausgetauscht werden können.
  • Zwar ist geplant, in zukünftigen Güterwagen digitale automatische Kupplungen (digital automatic coupling) zu verbauen bzw. bestehende Güterwagen aufzurüsten, so dass eine Mehrfachtraktionssteuerung über diese digitalen automatischen Kupplungen durchführbar wäre; allerdings könnte sich ein solcher Prozess als langwierig gestalten, insbesondere unter Berücksichtigung der großen Anzahl vorhandener Güterwagen und der teuren Umrüstung.
  • Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Güterzugs, einen Mehrfachtraktions-Güterzug, ein Mehrfachtraktions-Güterzug-System und eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit bereitzustellen, welche zumindest einige der Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen beseitigen.
  • Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale der Ansprüche 1, 6, 14 und 15 definiert.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Güterzugs, aufweisend zwei Triebfahrzeuge, insbesondere zwei Lokomotiven, und mindestens einen Güterwagen. Die zwei Triebfahrzeuge sind jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet, verfügen jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten und weisen jeweils ein Antriebssystem und ein Bremssystem auf, wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs zu interagieren. Die zwei Triebfahrzeuge verfügen jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit, wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten dazu ausgebildet sind, untereinander über einen drahtlosen Kommunikationskanal zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten desselben Triebfahrzeugs drahtgebunden zu kommunizieren, wobei sich der Mehrfachtraktions-Güterzug nach der Zuginitialisierung in einem Betriebszustand befindet. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
    1. a) Mechanisches Kuppeln der zwei Triebfahrzeuge mit dem mindestens einen Güterwagen, wobei das mechanische Kuppeln einen mechanisch gekuppelten Güterzug bereitstellt, wobei nach dem mechanischen Kuppeln der mindestens eine Güterwagen zwischen den zwei Triebfahrzeugen angeordnet ist;
    2. b) Elektrisches Einschalten der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit eines ersten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit eines zweiten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge;
    3. c) Bereitstellen eines Zugverwaltungsnetzes über den drahtlosen Kommunikationskanal, Verbinden einer Servereinheit und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz und Verbinden der Servereinheit und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz;
    4. d) Bereitstellen und Übermitteln, über mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz verbundene Eingabevorrichtung, von zugspezifischen Informationen zum mechanisch gekuppelten Güterzug an die Servereinheit, wobei die zugspezifischen Informationen zumindest die Information umfassen, welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist;
    5. e) Erstellen, durch die Servereinheit, einer Zugkonfiguration basierend auf den in Schritt d) übermittelten Informationen, und Übermitteln der erstellten Zugkonfiguration an die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs und an die übergeordnete
      Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs;
    6. f) Bereitstellen des Zugsteuerungsnetzes durch die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des für den Betriebszustand vorgesehenen führenden Triebfahrzeugs, und Verbinden zumindest der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des für den Betriebszustand vorgesehenen ferngesteuerten Triebfahrzeugs mit dem Zugsteuerungsnetz; und
    7. g) Anpassen der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs basierend auf der in Schritt e) übermittelten Zugkonfiguration.
  • Die zwei Triebfahrzeuge sind für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgelegt. Jedes der zwei Triebfahrzeuge weist hierzu lokale Mehrfachsteuerungskomponenten auf, die Zugriff auf die Antriebs- und Bremssysteme des jeweiligen Triebfahrzeugs haben. Die lokalen Mehrfachsteuerungskomponenten können auch nur indirekt Zugriff auf die Antriebs- und Bremssysteme des jeweiligen Triebfahrzeugs haben, und zwar über ein Train Control and Management System (TCMS) des jeweiligen Triebfahrzeugs. Die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten können folglich dazu ausgebildet sein, direkt oder indirekt mit den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs interagieren. Solche lokalen Mehrfachsteuerungskomponenten in Triebfahrzeugen sind aus dem Stand der Technik bekannt.
  • Die zwei Triebfahrzeuge sind demnach so beschaffen, dass sie ferngesteuert werden können: eines der zwei Triebfahrzeuge kann demnach als führendes Triebfahrzeug verwendet werden und insbesondere von einem Triebfahrzeugführer gesteuert werden, wohingegen ein zweites der zwei Triebfahrzeuge ferngesteuert werden kann. Die zwei Triebfahrzeuge können jeweils so beschaffen sein, dass an beiden Enden der jeweiligen Triebfahrzeuge ein Führerstand vorhanden ist, d.h. jedes der zwei Triebfahrzeuge kann zwei Führerstände aufweisen. Alternativ kann eines der beiden Triebfahrzeuge oder beide Triebfahrzeuge jeweils auch nur über einen Führerstand verfügen.
  • Unter dem Begriff Triebfahrzeug ist allgemein ein angetriebenes Schienenfahrzeug zu verstehen. Eine Lokomotive ist ein Triebfahrzeug, das weder Güter noch Passagiere aufnehmen kann. Unter dem Begriff Güterwagen ist allgemein ein Schienenfahrzeug zu verstehen, das dem Transport von Gütern dient.
  • Die zwei Triebfahrzeuge und der mindestens eine Güterwagen können durch bekannte mechanische Kupplungen miteinander mechanisch verbunden werden: die zwei Triebfahrzeuge sind dabei nach dem Schritt des mechanischen Kuppelns voneinander durch den mindestens einen Güterwagen beabstandet. Der durch das Verfahren zu initialisierende und damit in einen Betriebszustand zu versetzende Mehrfachtraktions-Güterzug kann neben den zwei Triebfahrzeugen und dem mindestens einen Güterwagen auch noch weitere Triebfahrzeuge und weitere Güterwagen umfassen. Der Mehrfachtraktions-Güterzug kann beispielsweise so beschaffen sein, dass an den zwei Endes des Mehrfachtraktions-Güterzugs jeweils eines der zwei Triebfahrzeuge angeordnet ist: diese Anordnung kann als Triebfahrzeugsandwich, oder, falls die Triebfahrzeuge Lokomotiven sind, als Lokomotivsandwich bezeichnet werden. Der Mehrfachtraktions-Güterzug kann beispielsweise auch so beschaffen sein, dass eines der Triebfahrzeuge, insbesondere das führende Triebfahrzeug, an einem Ende des Mehrfachtraktions-Güterzugs und das andere Triebfahrzeug, insbesondere das ferngesteuerte Triebfahrzeug, an einer inneren Position, insbesondere in der Mitte, des Mehrfachtraktions-Güterzugs angeordnet ist: diese Anordnung kann als verteilte Mehrfachtraktion bezeichnet werden, so dass insbesondere das ferngesteuerte Triebfahrzeug an einem seiner Enden an den mindestens einen Güterwagen angrenzt und am anderen Ende an einen weiteren Güterwagen angrenzt.
  • Der mechanisch gekuppelte Mehrfachtraktions-Güterzug kann so beschaffen sein, dass keine direkte drahtgebundene elektrische (Daten-)Verbindung zwischen den zwei Triebfahrzeugen vorhanden ist, über die Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zur Steuerung des Mehrfachtraktions-Güterzugs übertragen werden können. Alternativ kann der mechanisch gekuppelte Mehrfachtraktions-Güterzug auch so gekuppelt sein, dass eine drahtgebundene Datenverbindung zwischen den zwei Triebfahrzeugen vorhanden sein kann: hierfür kann insbesondere eine digitale automatische Kupplung (digital automatic coupling) verwendet werden.
  • Durch die in jedem der zwei Triebfahrzeuge angeordnete übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit kann - unabhängig davon, ob eine drahtgebundene elektrische (Daten-) Verbindung zwischen den zwei Triebfahrzeugen nach der mechanischen Kupplung vorhanden ist oder nicht - eine Mehrfachtraktionssteuerung über einen drahtlosen Zugsteuerungsnetz ermöglicht werden, über den die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten miteinander kommunizieren können und Mehrfachtraktionssteuerungsinformation austauschen können. Die in einem Triebfahrzeug angeordnete übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit kann Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen verarbeiten und an die in demselben Triebfahrzeug angeordneten lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten weiterreichen bzw. von diesen empfangen. Über die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten kann die in einem Triebfahrzeug angeordnete übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit auch Daten mit einem Train Control and Management System (TCMS) des jeweiligen Triebfahrzeugs austauschen. Die übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten können darüber hinaus auch dazu ausgelegt sein, im Rahmen einer Kommunikation auftretende Datenverluste durch geeignete Kompensationsmaßnahmen, insbesondere eine erneute Übermittlung verlorener Datenpakete, zu erkennen und zu beheben.
  • Falls die Güterwagen und Triebfahrzeuge des Mehrfachtraktions-Güterzugs über digitale automatische Kupplungen verfügen, kann eine Mehrfachtraktionssteuerung sowohl über die drahtgebundene Datenverbindung innerhalb des Mehrfachtraktions-Güterzugs als auch über die drahtlose Verbindung zwischen den übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten erfolgen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Zuginitialisierung verwendet zwei unterschiedliche Netze im Rahmen der Zuginitialisierung. Zuerst wird ein Zugverwaltungsnetz verwendet; zu einem späteren Zeitpunkt wird dann ein Zugsteuerungsnetz aufgebaut. Über das Zugverwaltungsnetz, das auf dem drahtlosen Kommunikationskanal aufbaut, der insbesondere als 4G- oder 5G-Kommunikationskanal oder als Future Railway Mobile Communication System Kommunikationskanal aufgebaut sein kann und demnach ein öffentlich verfügbares Netz darstellen kann, sind sowohl die übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten, eine (externe) Servereinheit und eine oder mehrere Eingabevorrichtungen, die insbesondere als tragbare Geräte und bevorzugt als Mobiltelefone oder Tablets mit Mobildatenverbindung ausgebildet sein können, miteinander verbunden. Die Eingabevorrichtungen können während der Zuginitialisierung vom Zugpersonal, insbesondere einem Triebfahrzeugführer, bedient werden; auf die Servereinheit wiederum kann während der Zuginitialisierung von externem Personal zugegriffen werden; alternativ kann die Servereinheit auch ohne menschliche Eingriffe arbeiten.
  • Sowohl die Eingabevorrichtungen als auch die Servereinheit werden primär nur während der Zuginitialisierung verwendet und sind für den anschließenden Betrieb des Mehrfachtraktions-Güterzugs nicht vonnöten, können aber weiterverwendet werden, wobei sie auch im Falle einer Weiterverwendung keinen Einfluss auf den laufenden Betrieb des Mehrfachtraktions-Güterzugs ausüben. Über die Servereinheit kann eine Verbindung zwischen den Eingabevorrichtungen und den übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten vermittelt werden. Nach dem elektrischen Einschalten der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten können diese und die Servereinheit so konfiguriert sein, dass sie zusammen automatisch eine Verbindung untereinander über den drahtlosen Kommunikationskanal aufbauen - hierbei kann jede übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit der Servereinheit auch eine jeweilige Identifikationsnummer übermitteln, die die jeweilige übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit eindeutig identifiziert. Die Eingabevorrichtungen wiederum können über das Zugverwaltungsnetz ebenfalls automatisch mit der Servereinheit verbunden sein. Die Servereinheit kann die Eingabevorrichtungen den übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten beziehungsweise dem Mehrfachtraktions-Güterzug zuweisen: diese Zuweisung kann insbesondere während des späteren Betriebs des Mehrfachtraktions-Güterzugs hilfreich sein, da die übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten während des Betriebs Daten zu den Eingabevorrichtungen übermitteln können beziehungsweise auch von diesen während des Betriebs erhalten können.
  • Während der Zuginitialisierung verwaltet die Servereinheit die empfangenen zugspezifischen Informationen und erstellt daraus eine Zugkonfiguration. Die zugspezifischen Informationen umfassen zumindest die Information, welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist. Die zugspezifischen Informationen können auch die relativen Orientierungen der zwei Triebfahrzeuge im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug und die Triebfahrzeugnummern der zwei Triebfahrzeuge umfassen. Weiter kann an die Servereinheit auch eine Güterzugnummer übermittelt werden, die dem Mehrfachtraktions-Güterzug zugewiesen ist, sowie eine relative Anordnung der zwei Triebfahrzeuge im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug, insbesondere auch im Hinblick auf die Anzahl Güterwagen zwischen den zwei Triebfahrzeugen. Die übermittelte zugspezifische Information kann daher auch die Länge der einzelnen Teile des mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzugs umfassen. Die Servereinheit kann aus diesen Informationen dann die Zugkonfiguration erstellen.
  • Da die Servereinheit einen globalen Blick auf den zu initialisierenden Mehrfachtraktions-Güterzug hat, kann die Servereinheit auch überprüfen, ob die an die Servereinheit übermittelten zugspezifischen Informationen einen validen Zug darstellen, der betrieben werden kann. Diese Überprüfung kann insbesondere zusammen mit dem Zugpersonal erfolgen, das die Eingabevorrichtungen bedient. Die Überprüfung kann allerdings auch ohne das Zugpersonal erfolgen: beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der zu betreibende Mehrfachtraktions-Güterzug nur über eine bestimmte Anzahl, insbesondere zwei, Triebfahrzeuge verfügen soll. Die Servereinheit kann dann überprüfen, ob diese bestimmte Anzahl von Triebfahrzeugen übermittelt wurde, oder ob weniger oder mehr Triebfahrzeuge gemeldet wurden. Auch kann die Servereinheit zusammen mit dem Zugpersonal überprüfen, ob die übermittelte Orientierung und Position der Triebfahrzeuge im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug der tatsächlichen Orientierung und Position entspricht. Die Servereinheit kann zusammen mit dem Zugpersonal auch überprüfen, ob nur ein führender Führerstand (der sich in einer späteren Fahrtrichtung des Mehrfachtraktions-Güterzugs zum Beispiel "vorne" im Hinblick auf die Fahrtrichtung befindet) des führenden Triebfahrzeugs aktiv ist und ob alle anderen Führerstände des Mehrfachtraktions-Güterzugs inaktiv sind, oder ob eine Anzahl und Anordnung von tatsächlichen Güterwagen der an die Servereinheit übermittelten Anzahl und Anordnung von Güterwagen entspricht.
  • Das Verfahren zur Zuginitialisierung kann so beschaffen sein, dass das im nächsten Schritt bereitgestellte Zugsteuerungsnetz erst dann erfolgen kann, nachdem ein solcher Abgleich zwischen der übermittelten zugspezifischen Information und dem tatsächlichen mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug stattgefunden hat.
  • Basierend auf der Zugkonfiguration kann anschließend von der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des führenden Triebfahrzeugs ein Zugsteuerungsnetz aufgebaut werden, wobei eines der Triebfahrzeuge durch die von der Servereinheit übermittelte Zugkonfiguration als führendes Triebfahrzeug gekennzeichnet ist. Das ferngesteuerte Triebfahrzeug verbindet sich dann mit dem Zugsteuerungsnetz. Im Betrieb des Mehrfachtraktions-Güterzugs sind die übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten dazu ausgebildet, Mehrfachtraktionssteuerungsinformation über das Zugsteuerungsnetz auszutauschen.
  • Das Zugsteuerungsnetz kann über den drahtlosen Kommunikationskanal ausgebildet werden, der insbesondere als 4G- oder 5G-Netz oder als Future Railway Mobile Communication System Kommunikationskanal ausgebildet ist. Alternativ kann das Zugsteuerungsnetz auch als lokales drahtloses Netz ausgebildet sein, beispielsweise als drahtloses lokales Netzwerk (Wireless Local Area Network). Um Interferenzen mit bestehenden Netzwerken, die in Mehrfachtraktions-Güterzügen verwendet werden wie beispielsweise GSM-R zu minimieren, sind das Zugsteuerungsnetz und/oder das Zugverwaltungsnetz vorteilhafterweise unterschiedlich verwirklicht, insbesondere im Hinblick auf eine Frequenznutzung.
  • In einem nächsten Schritt findet eine Anpassung der zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten der zwei Triebfahrzeuge statt. Die Anpassung kann insbesondere ein Schalten von Relaiseinheiten der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten umfassen. Falls in den Triebfahrzeugen UIC-Kabel verlegt sein sollten, können die Relaiseinheiten insbesondere so geschaltet werden, dass eine Verbindung der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten mit den UIC-Kabeln bereitgestellt wird. Die Anpassung, insbesondere das Schalten der Relaiseinheiten, kann entweder automatisch oder manuell erfolgen. Die Anpassung findet in Abhängigkeit von der bestimmten Zugkonfiguration statt, d.h. nach der Anpassung sind die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten an die jeweilige Konfiguration des Mehrfachtraktions-Güterzugs angepasst, so dass der Mehrfachtraktions-Güterzug in einem anschließenden Betrieb korrekt gesteuert werden kann. Das Verfahren zur Zuginitialisierung überführt den Mehrfachtraktions-Güterzug daher in einen Betriebszustand.
  • Grundsätzlich können die einzelnen Schritte des Verfahrens, so sie nicht logisch aufeinander aufbauen, auch in einer anderen Reihenfolge als angegeben ausgeführt werden.
  • Das Verfahren zur Zuginitialisierung kann so beschaffen sein, dass nach Ausführung der Schritte a) bis g) das führende Triebfahrzeug zunächst noch alle potentiell sicherheitskritischen Anweisungen an das ferngesteuerte Triebfahrzeug, beispielsweise ein Lösen aller Bremsen, von Seiten des Zugpersonals, insbesondere des Triebfahrzeugführers, blockiert. Dies kann dem Zugpersonal über eine Anzeigefunktion der Eingabevorrichtungen angezeigt werden.
  • Bevor der Mehrfachtraktions-Güterzug vollständig freigegeben wird, kann die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des führenden Triebfahrzeugs folgende weitere Schritte ausführen: 1) Vergleichen der von den lokalen Mehrfachtraktionssteuerkomponenten der zwei Triebfahrzeuge jeweils gesendeten Triebfahrzeugnummern (die Triebfahrzeuge sind eingeschaltet) mit den von der Servereinheit im Zusammenhang mit der Zugkonfiguration übermittelten Triebfahrzeugnummern; 2) falls die Nummern übereinstimmen: Auffordern des Triebfahrzeugführers des führenden Triebfahrzeugs über die Anzeigefunktion einer Eingabevorrichtung, einen Bremsentest auszulösen, und anschließendes Vergleichen der über die lokalen Mehrfachtraktionssteuerkomponenten der zwei Triebfahrzeuge bereitgestellten Signale in Folge der ausgelösten Bremsung; 3) falls die Signale stimmig sind, Aufheben der Blockierung sicherheitskritischer Anweisungen durch die übergeordnete Mehrfachtraktionsteuerungseinheit des führenden Triebfahrzeugs und damit vollständige Überführung des Mehrfachtraktions-Güterzugs in den Betriebszustand.
  • Alternativ kann der Mehrfachtraktions-Güterzug nach Ausführung der Schritte a) bis g) auch bereits vollständig einsetzbar, d.h. im Betriebszustand, sein.
  • Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Zuginitialisierung ist das in Schritt f) bereitgestellte Zugsteuerungsnetz als Virtual Private Network (VPN) ausgebildet.
  • Das Zugsteuerungsnetz ist bevorzugt als Virtual Private Network ausgebildet, wodurch die Sicherheit des Mehrfachtraktions-Güterzugs im Betrieb verbessert wird, da ein Zugriff Unberechtigter auf einen Datenaustausch innerhalb des Mehrfachtraktions-Güterzugs durch ein VPN erschwert wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Zuginitialisierung weist der Schritt d) folgende Teilschritte aufweist:
    1. 1) Bereitstellen und Übermitteln, über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz verbundene Eingabevorrichtung, insbesondere als tragbares Gerät ausgebildet, einer ersten Triebfahrzeugnummer des ersten Triebfahrzeugs, einer zweiten Triebfahrzeugnummer des zweiten Triebfahrzeugs, einer ersten Orientierungskennung zur Orientierung des ersten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug und einer zweiten Orientierungskennung zur Orientierung des zweiten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug, an die Servereinheit;
    2. 2) Bereitstellen und Übermitteln einer Güterzugnummer zur Identifikation des Mehrfachtraktions-Güterzugs an die Servereinheit und Verknüpfen der Güterzugnummer mit der ersten Triebfahrzeugnummer, der zweiten Triebfahrzeugnummer, der ersten Orientierungskennung und der zweiten Orientierungskennung; und
    3. 3) Bereitstellen und Übermitteln, über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz verbundene Eingabevorrichtung, (i) der Information an die Servereinheit, welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist, (ii) einer Information zur Anordnung der zwei Triebfahrzeuge im mechanisch gekuppelten Güterzug, und (iii) einer Information zur Anzahl und Position des mindestens einen Güterwagens im mechanisch gekuppelten Güterzug.
  • Die Eingabevorrichtungen können auch eine Anzeigefunktion aufweisen, über die das Zugpersonal sehen kann, welche Triebfahrzeuge mit der Güterzugnummer verknüpft sind, wobei die Eingabevorrichtungen diese Information von der Servereinheit erhalten kann. Weiter können dem Zugpersonal über die Anzeigefunktion der Eingabevorrichtungen Zustandsinformationen zum Mehrfachtraktions-Güterzug angezeigt werden. Die Eingabevorrichtungen können auch so beschaffen sein, dass das Zugpersonal irrtümlich übermittelte zugspezifische Informationen auch nachträglich löschen bzw. korrigieren kann.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Zuginitialisierung umfasst das Verfahren zwischen Teilschritt 2) und Teilschritt 3) ferner den Schritt eines Überprüfens, insbesondere durch die Servereinheit, ob genau zwei übermittelte Triebfahrzeugnummern mit der übermittelten Güterzugnummer verknüpft sind.
  • Eine solche Überprüfung ist dann relevant, falls das Mehrfachtraktionssteuerverfahren, das zur Mehrfachtraktionssteuerung verwendet werden, für genau zwei Triebfahrzeuge ausgelegt ist.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Zuginitialisierung umfasst das Bereitstellen in Teilschritt 1) ein Scannen von im ersten Triebfahrzeug und/oder im zweiten Triebfahrzeug angebrachten QR-Codes mit der mindestens einen Eingabevorrichtung.
  • Zugspezifische Informationen können zumindest teilweise durch ein Scannen von QR-Codes durch die Eingabevorrichtungen eingelesen und anschließend an die Servereinheit übermittelt werden. Die QR-Codes können beispielsweise in Führerständen der Triebfahrzeuge angebracht sein, wobei ein solcher QR-Code die jeweilige Triebfahrzeugnummer sowie eine jeweilige Führerstandsnummer umfassen kann. Das Zugpersonal kann mit den Eingabevorrichtungen insbesondere die QR-Codes scannen, die in folgenden Führerständen der Triebfahrzeuge angeordnet sind: Führerstände, die in einem späteren Betrieb des Mehrfachtraktions-Güterzugs in Bezug auf die Fahrtrichtung "vorne" sind. Die Güterzugnummer kann über die Eingabevorrichtungen direkt eingegeben werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Zuginitialisierung umfasst Schritt g) ein Anpassen einer ersten übergeordneten Steuerungseinheit und einer ersten Relaiseinheit der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs und ein Anpassen einer zweiten übergeordneten Steuerungseinheit und einer zweiten Relaiseinheit der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung einen Mehrfachtraktions-Güterzug, der zwei Triebfahrzeuge, insbesondere zwei Lokomotiven, aufweist, mit jeweils einem Antriebssystem und einem Bremssystem, wobei eines der zwei Triebfahrzeuge in einem Betriebszustand, der durch ein Ausführen eines Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung bereitgestellt wird, als führendes Triebfahrzeug ausgebildet ist, das andere der zwei Triebfahrzeuge im Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist und die zwei Triebfahrzeuge jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, wobei die zwei Triebfahrzeuge jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten verfügen. Der Mehrfachtraktions-Güterzug gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung weist mindestens einen Güterwagen zwischen den zwei Triebfahrzeugen auf. Die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten sind jeweils dazu ausgebildet, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit verfügen, und wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten dazu ausgebildet sind, im Betriebszustand untereinander über ein drahtloses Zugsteuerungsnetz zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten desselben Triebfahrzeugs drahtgebunden zu kommunizieren, wobei der Mehrfachtraktions-Güterzug im Betriebszustand dazu ausgebildet ist, Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zur Steuerung des Mehrfachtraktions-Güterzugs zwischen den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten des ersten Triebfahrzeugs und den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugsteuerungsnetz zu übertragen.
  • Die Mehrfachtraktionssteuerung kann bevorzugt als zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ausgeführt sein, wodurch weniger Datenleitungen verglichen mit konventioneller Mehrfachtraktionssteuerung in den zwei Triebfahrzeugen verlegt sein müssen. Die Mehrfachtraktionssteuerung kann grundsätzlich auch als frequenzmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sein. Um eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung zu ermöglichen, können in den zwei Triebfahrzeugen jeweils UIC-Kabel verlegt sein, wobei beispielsweise zwei Adern eines UIC-Kabels für eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung verwendet werden können.
  • Unter einer drahtgebundenen Kommunikation zwischen der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit und den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten kann daher eine Kommunikation über im jeweiligen Triebfahrzeug verlegte Leitungen verstanden werden, wobei im Falle einer zeitmultiplexen Mehrfachtraktionssteuerung die Leitungen insbesondere als UIC-Kabel vorliegen können.
  • Innerhalb jeder übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit kann eine Kommunikation ebenfalls über Leitungen erfolgen, beispielsweise über Ethernet-Kabel oder Leitungen, die für einen Multifunction Vehicle Bus im jeweiligen Triebfahrzeug verlegt sind.
  • Die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten der zwei Triebfahrzeuge und die übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten der zwei Triebfahrzeuge ermöglichen im Betriebszustand die Mehrfachtraktion des Mehrfachtraktions-Güterzugs: durch das Steuern des führenden Triebfahrzeugs steuert der Triebfahrzeugführer den gesamten Mehrfachtraktions-Güterzug, wobei im Betriebszustand alle relevanten Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen über das Zugsteuerungsnetz zwischen den übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten ausgetauscht werden. Jedes Triebfahrzeug verfügt über seine eigene übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit.
  • Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs baut das Zugsteuerungsnetz auf einem drahtlosen Kommunikationskanal, der als 4G- oder 5G-Kommunikationskanal ausgebildet ist, auf, oder baut das Zugsteuerungsnetz auf einem drahtlosen Kommunikationskanal, der als Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) Kommunikationskanal ausgebildet ist, auf, oder ist das Zugsteuerungsnetz als lokales drahtloses Netzwerk ausgebildet.
  • Im Falle eines 4G- oder 5G-Kommunikationskanals kann vorteilhafterweise eine schnelle und einfache Anpassung bestehender Triebfahrzeuge erzielt werden, da auf bereits bestehende und zuverlässige Kommunikationskanäle aufgesetzt werden kann.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs weist der Mehrfachtraktions-Güterzug weiter zwei UIC-Kabel auf, wobei ein erstes UIC-Kabel der zwei UIC-Kabel in einem ersten Triebfahrzeug der zwei Triebfahrzeuge verlegt ist und wobei ein zweites UIC-Kabel der zwei UIC-Kabel in einem zweiten Triebfahrzeug der zwei Triebfahrzeuge verlegt ist.
  • UIC-Kabel existieren in unterschiedlichen Varianten. Für den Mehrfachtraktions-Güterzug können unterschiedliche Varianten von UIC-Kabeln verwendet werden: wichtig ist nur, dass die UIC-Kabel mit der verwendeten Mehrfachtraktionssteuerung kompatibel sind, d.h. zum Beispiel die notwendigen Adern aufweisen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs sind die zwei Triebfahrzeuge jeweils für eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet.
  • Eine große Zahl am Markt erhältlicher Triebfahrzeuge ist für eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet. Folglich kann der Mehrfachtraktions-Güterzug, falls auf eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung gesetzt wird, auf eine große Zahl von am Markt erhältlichen Triebfahrzeugen zurückgreifen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs weisen die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten des ersten Triebfahrzeugs eine erste lokale Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie ein erstes lokales Train Control and Management System (TCMS) auf und die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten des zweiten Triebfahrzeugs weisen eine zweite lokale Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie ein zweites lokales TCMS auf.
  • TCMS sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt und können auch als Leittechnik bezeichnet werden. Die TCMS in den Triebfahrzeugen können mit der im jeweiligen Triebfahrzeug angeordneten lokalen Steuerungseinheit verbunden sein, beispielsweise über einen Multifunction Vehicle Bus. Das TCMS jedes Triebfahrzeugs kann daher seine Aktivität in Abhängigkeit von der gerade stattfindenden Mehrfachtraktion gestalten.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs weist die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs
    1. (i) eine erste Kommunikationseinheit und eine erste Antenne zur Verbindung mit dem drahtlosen Zugsteuerungsnetz, wobei die erste Antenne mit der ersten Kommunikationseinheit drahtgebunden verbunden ist,
    2. (ii) eine erste, insbesondere als ein erster Prozessor ausgebildete, Verarbeitungslogik, wobei die erste Verarbeitungslogik dazu ausgebildet ist, über die erste Kommunikationseinheit die Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zu erhalten oder zu senden,
    3. (iii) eine erste übergeordnete Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie
    4. (iv) eine erste Relaiseinheit,
    auf, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet ist, über die erste übergeordnete Steuerungseinheit und die erste Relaiseinheit mit der ersten lokalen Steuerungseinheit zu kommunizieren, und
    die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs weist
    1. (i) eine zweite Kommunikationseinheit und eine zweite Antenne zur Verbindung mit dem drahtlosen Zugsteuerungsnetz, wobei die zweite Antenne mit der zweiten Kommunikationseinheit drahtgebunden verbunden ist,
    2. (ii) eine zweite, insbesondere als ein zweiter Prozessor ausgebildete, Verarbeitungslogik, wobei die zweite Verarbeitungslogik dazu ausgebildet ist, über die zweite Kommunikationseinheit die Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zu erhalten oder zu senden,
    3. (iii) eine zweite übergeordnete Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie
    4. (iv) eine zweite Relaiseinheit,
    auf, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet ist, über die zweite übergeordnete Steuerungseinheit und die zweite Relaiseinheit mit der zweiten lokalen Steuerungseinheit zu kommunizieren.
  • Über die erste Antenne und die zweite Antenne kann auf das drahtlose Zugsteuerungsnetz zugegriffen werden. Die erste Antenne kann mit der ersten Kommunikationseinheit verbunden werden, und die zweite Antenne kann mit der zweiten Kommunikationseinheit verbunden werden. Die Kommunikationseinheiten können beispielsweise geeignete Modulationsmöglichkeiten, beispielsweise Frequenz- oder Amplitudenmodulation oder andere bekannte Modulationstechniken, bereitstellen, die zur Übertragung von Information über das Zugsteuerungsnetz dienen können. Vorteilhafterweise sind die erste Antenne und die zweite Antenne von etwaigen anderen Antennen des jeweiligen Triebfahrzeugs hinreichen weit beabstandet, um Interferenzen zu minimieren.
  • Die erste Verarbeitungslogik und die zweite Verarbeitungslogik können für die Mehrfachtraktion notwendige Berechnungen und Verarbeitungen von Daten vornehmen.
  • Die erste übergeordnete Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung und die zweite übergeordnete Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung wiederum können über Schalter wahlweise mit einer externen Stromversorgung verbunden werden. Die erste übergeordnete Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ist mit der ersten Relaiseinheit elektrisch verbunden, und die zweite übergeordnete Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ist mit der zweiten Relaiseinheit elektrisch verbunden.
  • Im Falle von genau zwei Triebfahrzeugen im Mehrfachtraktions-Güterzug können die jeweiligen übergeordneten Steuerungseinheiten und die jeweiligen Relaiseinheiten wie folgt beschaffen sein: jede der zwei übergeordneten Steuerungseinheiten weist einen Schalter auf, um einen Eingang, der beispielsweise über einen Multifunction Vehicle Bus mit der jeweiligen Verarbeitungslogik verbunden ist, auf zwei mögliche Ausgänge zu leiten; jeder der zwei möglichen Ausgänge der jeweiligen übergeordneten Steuerungseinheit kann über zwei Schalter wahlweise auf keinen, einen oder zwei weitere Ausgänge geleitet werden, wodurch die zwei möglichen Ausgänge der jeweiligen übergeordneten Steuerungseinheit durch die jeweilige Relaiseinheit wahlweise auf vier Leitungen geschaltet werden können. Die vier Leitungen wiederum sind mit dem im Zug verlegten UIC-Kabel verbunden. Folglich kann die jeweilige Relaiseinheit vier interne Schalter aufweisen. Die Schalter können jeweils als Relais ausgebildet sein.
  • In Abhängigkeit von der relativen Orientierung der zwei Triebfahrzeuge im Mehrfachtraktions-Güterzug können im Betriebszustand unterschiedliche Schalterkonfigurationen eingestellt sein. Hiermit können die jeweiligen lokalen Steuerungseinheiten, die ebenfalls die Orientierung des jeweiligen Triebfahrzeugs im Mehrfachtraktions-Güterzug berücksichtigen, korrekt bespeist werden.
  • Die jeweiligen Relaiseinheiten können weiter zwei Schalter aufweisen, mit denen eine Verbindung zu den nach außen führenden Teilen des jeweiligen UIC-Kabels hergestellt werden kann. Über diese zwei Schalter könnten, falls erwünscht, die jeweiligen Triebfahrzeuge auch durch eine drahtgebundene Verbindung mit Güterwagen verbunden werden, beispielsweise im Falle einer vorhandenen digitalen automatischen Kupplung in den Güterwagen. Im Falle zweier Triebfahrzeuge kann jede Relaiseinheit daher insgesamt sechs interne Schalter aufweisen.
  • Im Rahmen des Verfahrens zur Zuginitialisierung können die sechs Schalter in jeder Relaiseinheit und der Schalter in der jeweiligen lokalen Steuerungseinheit wie folgt geöffnet bzw. geschlossen werden: nach dem Einschalten der jeweiligen übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit können alle sechs Schalter geöffnet sein; insofern einzelne Schalter noch geschlossen sein sollten, werden sie geöffnet; sobald die Zugkonfiguration feststeht, wird der jeweilige Schalter jeder der zwei lokalen Steuerungseinheiten und jeder der vier Schalter in Abhängigkeit von der Zugkonfiguration geöffnet bzw. geschlossen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs (i) weist das erste Triebfahrzeug einen ersten Multifunction Vehicle Bus (MVB) auf und weist das zweite Triebfahrzeug einen zweiten MVB auf, wobei die erste Verarbeitungslogik über den ersten MVB mit der ersten übergeordneten Steuerungseinheit verbunden ist und wobei die zweite Verarbeitungslogik über den zweiten MVB mit der zweiten übergeordneten Steuerungseinheit verbunden ist, und/oder (ii) ist die erste Relaiseinheit dazu ausgebildet, wahlweise eine Verbindung zwischen der ersten übergeordneten Steuerungseinheit und der ersten lokalen Steuerungseinheit bereitzustellen und ist die zweite Relaiseinheit dazu ausgebildet, wahlweise eine Verbindung zwischen der zweiten übergeordneten Steuerungseinheit und der zweiten lokalen Steuerungseinheit bereitzustellen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs sind die erste Kommunikationseinheit, die erste Verarbeitungslogik, die erste übergeordnete Steuerungseinheit und die erste Relaiseinheit in einem Maschinenraum des ersten Triebfahrzeugs und die zweite Kommunikationseinheit, die zweite Verarbeitungslogik, die zweite übergeordnete Steuerungseinheit und die zweite Relaiseinheit in einem Maschinenraum des zweiten Triebfahrzeugs angeordnet.
  • Vorteilhafterweise kann durch eine solche Anordnung der üblicherweise beschränkte Raum in Triebfahrzeugen, insbesondere Lokomotiven, gut ausgenutzt werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs sind die erste Kommunikationseinheit, die erste Verarbeitungslogik, die erste übergeordnete Steuerungseinheit und die erste Relaiseinheit in einem ersten Steckgehäuse angeordnet, wobei das erste Steckgehäuse dazu ausgebildet ist, in eine erste UIC-Kupplungsdose des ersten Triebfahrzeugs gesteckt zu werden, wobei die erste UIC-Kupplungsdose mit dem ersten UIC-Kabel verbunden ist, und sind die zweite Kommunikationseinheit, die zweite Verarbeitungslogik, die zweite übergeordnete Steuerungseinheit und die zweite Relaiseinheit in einem zweiten Steckgehäuse angeordnet, wobei das zweite Steckgehäuse dazu ausgebildet ist, in eine zweite UIC-Kupplungsdose des zweiten Triebfahrzeugs gesteckt zu werden, wobei die zweite UIC-Kupplungsdose mit dem zweiten UIC-Kabel verbunden ist.
  • Vorteilhafterweise kann durch eine solche Anordnung ein Mehrfachtraktions-Güterzug durch einfache Steckoperationen aufgerüstet werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfachtraktions-Güterzugs sind die erste Antenne auf einem Dach des ersten Triebfahrzeugs und die zweite Antenne auf einem Dach des zweiten Triebfahrzeugs angeordnet.
  • Die erste Antenne und die zweite Antenne sind vorteilhafterweise von anderen Antennen auf den Triebfahrzeugen beabstandet, um die übliche Kommunikation über GSM-R nicht zu stören. Die jeweiligen Kommunikationseinheiten der zwei Triebfahrzeuge können weiter mit Bandpassfiltern ausgestattet werden, um Frequenzen im GSM-R Bereich herauszufiltern, so dass es zu keiner oder nur geringer Interferenz kommen kann.
  • Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung ein Mehrfachtraktions-Güterzug-System, aufweisend einen Mehrfachtraktions-Güterzug gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung, eine Servereinheit und mindestens eine, insbesondere als tragbares Gerät ausgebildete, Eingabevorrichtung, wobei die Servereinheit, die mindestens eine Eingabevorrichtung, die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs und die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet sind, ein Verfahren zur Zuginitialisierung nach gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung auszuführen.
  • Gemäß einem vierten Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit zum Umrüsten eines Triebfahrzeugs zwecks Ermöglichung eines Einsatzes des umgerüsteten Triebfahrzeugs in einem Mehrfachtraktionsbetrieb, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (i) eine Antenne, (ii) eine drahtgebunden mit der Antenne verbundene Kommunikationseinheit, (iii) eine mit der Kommunikationseinheit verbundene Verarbeitungslogik, (iv) eine mit der Verarbeitungslogik verbundene übergeordnete Steuerungseinheit für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung und (v) eine mit der übergeordneten Steuerungseinheit verbundene Relaiseinheit aufweist, und wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit so beschaffen ist, dass eine Verbindung zu lokalen Mehrfachtraktionskomponenten des Triebfahrzeugs über die Relaiseinheit, insbesondere durch ein Verbinden der Relaiseinheit mit einem im Triebfahrzeug verlegten UIC-Kabel, bereitgestellt werden kann.
  • Vorteilhafterweise kann ein Triebfahrzeug, das für einen zeitmultiplexen Mehrfachtraktionsbetrieb ausgelegt ist und entsprechende lokale Mehrfachtraktionskomponenten aufweist, durch ein Umrüsten mit einer erfindungsgemäßen übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit daher in einem Mehrfachtraktions-Güterzug eingesetzt werden, ohne dass große Änderungen am Triebfahrzeug vonnöten wären. Betreffend die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit sei ansonsten auf die übrigen Ausführungen zu den ersten drei Aspekten der Erfindung verwiesen.
  • Gemäß einem fünften Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Zuges. Das Verfahren gemäß dem fünften Aspekt der Erfindung unterscheidet sich vom Verfahren gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung nur dadurch, dass anstelle eines Mehrfachtraktions-Güterzuges ein Mehrfachtraktions-Zug initialisiert wird, wobei der Mehrfachtraktions-Zug im Unterschied zum Mehrfachtraktions-Güterzug anstelle von mindestens einem Güterwagen mindestens einen Eisenbahnwagen aufweist. Ein Eisenbahnwagen ist ein Schienenfahrzeug ohne eigenen Antrieb. Ein Eisenbahnwagen kann folglich beispielsweise als Güterwagen oder als Reisezugwagen zum Befördern von Personen ausgebildet sein. Die Ausführungsformen zum Verfahren gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung können daher sinngemäß auch auf das Verfahren gemäß dem fünften Aspekt der Erfindung übertragen werden, wobei Güterwagen durch Eisenbahnwagen zu ersetzen wäre.
  • Gemäß einem sechsten Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung einen Mehrfachtraktions-Zug. Der Mehrfachtraktions-Zug gemäß dem sechsten Aspekt der Erfindung unterscheidet sich vom Mehrfachtraktions-Güterzug gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung nur dadurch, dass anstelle des mindestens einen Güterwagens mindestens ein Eisenbahnwagen vorhanden ist. Die Ausführungsformen zum Mehrfachtraktions-Güterzug gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung können daher sinngemäß auch auf den Mehrfachtraktions-Zug gemäß dem sechsten Aspekt der Erfindung übertragen werden, wobei Güterwagen durch Eisenbahnwagen zu ersetzen wäre.
  • Gemäß einem siebten Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung ein Mehrfachtraktions-Zug-System. Das Mehrfachtraktions-Zug-System gemäß dem siebten Aspekt der Erfindung unterscheidet sich vom Mehrfachtraktions-Güterzug-System gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung nur dadurch, dass es anstelle eines Mehrfachtraktions-Güterzugs einen Mehrfachtraktions-Zug aufweist.
  • Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
  • Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:
  • Fig. 1
    einen Mehrfachtraktions-Güterzug mit zwei Triebfahrzeugen und sieben Güterwagen;
    Fig. 2
    einen schematischen Aufbau eines Mehrfachtraktions-Güterzug-Systems;
    Fig. 3
    eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit in zwei unterschiedlichen Schaltzuständen und die Verbindung der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit mit lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten;
    Fig. 4
    eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Güterzugs; und
    Fig. 5
    eine schematische Darstellung der Übermittlung von Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen innerhalb eines Mehrfachtraktions-Güterzugs im Betriebszustand.
    Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Fig. 1 zeigt einen Mehrfachtraktions-Güterzug 1 mit zwei Triebfahrzeugen 2 und sieben Güterwagen 3 zwischen den zwei Triebfahrzeugen 2. Der in Fig. 1 gezeigte Aufbau kann als Triebfahrzeugsandwich bezeichnet werden, da sich sämtliche Güterwagen zwischen den zwei äußeren Triebfahrzeugen 2 befinden. Wie in Fig. 1 symbolisch dargestellt, können die zwei Triebfahrzeuge untereinander drahtlos kommunizieren, um eine Mehrfachtraktionssteuerung des Mehrfachtraktions-Güterzugs 1 zu ermöglichen: im Rahmen eines Mehrfachtraktionsbetriebs wird eines der zwei Triebfahrzeuge als führendes Triebfahrzeug konfiguriert und das zweite Triebfahrzeug als ferngesteuertes Triebfahrzeug; ein Triebfahrzeugführer, der sich im Führerstand des führenden Triebfahrzeugs befindet, kann somit durch Steuerbefehle den gesamten Mehrfachtraktions-Güterzug 1 aus dem Führerstand des führenden Triebfahrzeugs steuern. Im Betriebszustand ist nur ein Führerstand des führenden Triebfahrzeugs aktiv; alle anderen Führerstände, so vorhanden, sind hingegen auf inaktiv gestellt. Die eigentliche Übermittlung von Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zur Mehrfachtraktionssteuerung im Betriebszustand wird im Zusammenhang mit Fig. 5 unten beschrieben.
  • Fig. 2 zeigt einen schematischen Aufbau eines Mehrfachtraktions-Güterzug-Systems. Das Mehrfachtraktions-Güterzug-System kann zur Zuginitialisierung des Mehrfachtraktions-Güterzugs verwendet werden. Das Mehrfachtraktions-Güterzug-System in Fig. 2 umfasst zwei Eingabevorrichtungen 7, die durch Zugpersonal, insbesondere Triebfahrzeugführer, bedient werden können, eine Servereinheit 6, zwei Triebfahrzeuge 2 und (in Fig. 2 nicht dargestellt) mindestens einen Güterwagen. Jedes der zwei Triebfahrzeuge 2 weist eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 auf, die jeweils eine Antenne 4 umfassen, beispielsweise auf einem Dach des jeweiligen Triebfahrzeugs 2 angeordnet. Über die Antennen 4 können die übrigen Teile der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten 3 sowohl untereinander als auch mit der Servereinheit 6 und den Eingabevorrichtungen 7 drahtlos kommunizieren.
  • Zur Zuginitialisierung, die im Zusammenhang mit Fig. 4 unten näher beschrieben wird, kann ein öffentlich verfügbares Mobilfunknetz 5, beispielsweise ein 4G- oder 5G-Netz, verwendet werden. Auf diesem öffentlich verfügbaren Mobilfunknetz 5 kann dann im Rahmen der Zuginitialisierung ein Zugverwaltungsnetz 8 zum Informationsaustausch betrieben werden: über das Zugverwaltungsnetz 8 können Informationen zwischen den Eingabevorrichtungen 7 und der Servereinheit 6, der Servereinheit 6 und den übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten 3 und zwischen den Eingabevorrichtungen 7 und den übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten 3 jeweils in beide Richtungen übermittelt werden.
  • Nach Abschluss der Zuginitialisierung befindet sich der Mehrfachtraktions-Güterzug im Betriebszustand. Zur Ermöglichung einer Mehrfachtraktionssteuerung wird ein Zugsteuerungsnetz 9 verwendet, wobei das Zugsteuerungsnetz 9 auf dem öffentlich verfügbaren Mobilfunknetz 5 aufbauen kann oder alternativ als lokales Netz aufgebaut sein kann. Über das Zugsteuerungsnetz 9 können Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zwischen den übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten 3 ausgetauscht werden. Weiter können optional über das Zugsteuerungsnetz auch Informationen mit den Eingabevorrichtungen 7 ausgetauscht werden, die vorzugsweise über geeignete Anzeigefunktionen zur Darstellung von Informationen umfassen.
  • Fig. 3 zeigt eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 in zwei unterschiedlichen Schaltzuständen und die Verbindung der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 mit lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten 14, 15 eines Triebfahrzeugs 2. Die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 weist eine Relaiseinheit 13 auf, wobei sich Fig. 3a und Fig. 3b nur durch die Schaltzustände der Relaiseinheit 3 voneinander unterscheiden. Die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 und die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten 14, 15 sind für eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet.
  • Die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 umfasst eine Antenne 4, die wiederum mit einer Kommunikationseinheit 10 verbunden ist: die Kommunikationseinheit 10 kann beispielsweise Modulations- bzw. Demodulationsoperationen auf digitalen Datenströmen ausführen, die drahtlos übermittelt werden sollen. Die Kommunikationseinheit 10 kann auch eine Fehlererkennung und Fehlerkorrektur ausführen, beispielsweise über geeignete Kodierungsschemata. Die Kommunikationseinheit 10 ist mit einer Verarbeitungslogik 11, insbesondere einem Prozessor, verbunden, beispielsweise über ein Ethernet-Kabel. Die Kommunikationseinheit erhält zu sendende Daten von der Verarbeitungslogik 11 und reicht empfangene Daten an die Verarbeitungslogik 11 weiter. Die Verarbeitungslogik 11 wiederum ist mit einer übergeordneten Steuerungseinheit 12, beispielsweise über einen Multifunction Vehicle Bus, und mit der Relaiseinheit 13, beispielsweise über ein Ethernet-Kabel, verbunden. Anstelle eines Multifunction Vehicle Bus oder von Ethernet-Kabeln können allerdings auch andere drahtgebundene Leitungen verwendet werden. Die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 kann über einen Stromeingang 16 mit elektrischer Energie versorgt werden und weist Schalter 19 auf, mit denen eine Stromversorgung eingeschaltet oder ausgeschaltet werden kann.
  • Die in Fig. 3 gezeigte Mehrfachtraktionssteuerungseinheit ist auf einen Mehrfachtraktions-Güterzug mit zwei Triebfahrzeugen ausgelegt. Im Gesamtverbund des Mehrfachtraktions-Güterzugs kann jedes Triebfahrzeug auf zwei unterschiedliche Arten orientiert sein, woraus insgesamt vier mögliche Orientierungskonfigurationen resultieren: angenommen, ein Ende eines ersten Triebfahrzeugs sei abstrakt mit '1' bezeichnet, das andere Ende des ersten Triebfahrzeugs mit '2', ein Ende eines zweiten Triebfahrzeugs mit '3' und das zweite Ende des zweiten Triebfahrzeugs mit '4'; mögliche Orientierungen der zwei Triebfahrzeuge im Mehrfachtraktions-Güterzug sind dann 1) '1'<->'2' und '3'<->'4', 2) '1'<->'2' und '4'<->'3', 3) '2'<->'1' und '3'<->'4' und 4) '2'<->'1' und '4'<->'3'. Da eine lokale Mehrfachtraktionssteuerung, die insbesondere von der lokalen Steuerungseinheit 14 bereitgestellt wird, die Orientierung der zwei Triebfahrzeuge berücksichtigt, wird die Triebfahrzeugorientierung in der Relaiseinheit 13 durch ein geeignetes Schalten der Schalter 21 der Relaiseinheit 13 kodiert.
  • Die übergeordnete Steuerungseinheit 12 umfasst einen Schalter, um einen Eingang auf zwei mögliche Eingänge umzuleiten, und jeder der zwei Ausgänge der übergeordneten Steuerungseinheit 12 ist mit zwei Schaltern der Relaiseinheit 13 verbunden. Im Triebfahrzeug 2 sind zwei UIC-Kabel 20 verlegt, wobei durch ein Öffnen bzw. Schließen der vier Schalter 21 der Relaiseinheit 13 eine Verbindung zu einem der UIC-Kabel 20 hergestellt werden kann. Über die UIC-Kabel 20 kann dann eine Verbindung zur lokalen Steuerungseinheit 14 bereitgestellt werden, die wiederum mit einem Train Control and Management System 15 verbunden ist.
  • Die Relaiseinheit 13 umfasst ferner zwei weitere Schalter 22, mit denen eine Verbindung zwischen den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten 14, 15 und dem Triebfahrzeug 2 zur Mehrfachtraktionssteuerung des Triebfahrzeugs 2 ermöglicht werden kann.
  • In Fig. 3a ist der Fall gezeigt, dass diese zwei weiteren Schalter 22 geschlossen und die vier Schalter 21 geöffnet sind. In Fig. 3a ist die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3 folglich funktional weitestgehend vom Triebfahrzeug 2 entkoppelt, so dass das Triebfahrzeug 2 nur durch die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten gesteuert wird, die direkt eine Verbindung zu anderen Triebfahrzeugen eingehen können.
  • In Fig. 3b ist der Fall gezeigt, dass die zwei weiteren Schalter 22 geöffnet und einer der vier Schalter 21 geschlossen ist. Der in Fig. 3b geschlossene Schalter der vier Schalter 21 entspricht dabei den zwei Orientierungen zweier Triebfahrzeuge im Mehrfachtraktions-Güterzug. Folglich erhalten in Fig. 3b die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten 14, 15 Informationen nur über die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit 3.
  • Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Güterzugs mit zwei Triebfahrzeugen und mindestens einem Güterwagen. In einen ersten Schritt 23 wird der Mehrfachtraktions-Güterzug mechanisch gekuppelt. In einem nächsten Schritt 24 erfolgt das elektrische Einschalten der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten der zwei Triebfahrzeuge. In einem nächsten Schritt 25 wird ein Zugverwaltungsnetz bereitgestellt und eine Servereinheit mit den zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten verbunden. In einem nächsten Schritt 26 werden über mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz verbundene Eingabevorrichtung zugspezifische Informationen zum mechanisch gekuppelten Güterzug an die Servereinheit bereitgestellt und übermittelt, wobei die zugspezifischen Informationen zumindest die Information umfassen, welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist. Anschließend 27 wird durch die Servereinheit eine Zugkonfiguration basierend auf den in zuvor übermittelten zugspezifischen Informationen erstellt und an die übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten übermittelt. In einem nächsten Schritt 28 wird ein Zugsteuerungsnetz durch die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des für den Betriebszustand vorgesehenen führenden Triebfahrzeugs bereitgestellt; die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des für den Betriebszustand vorgesehenen ferngesteuerten Triebfahrzeugs verbindet sich dann mit dem Zugsteuerungsnetz. Anschließend 29 erfolgt ein Anpassen der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des ersten Triebfahrzeugs und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit des zweiten Triebfahrzeugs basierend auf der übermittelten Zugkonfiguration. Optional 30 können auch noch weitere sicherheitskritische Überprüfungen stattfinden, beispielsweise Überprüfungen der Bremsen des Mehrfachtraktions-Güterzugs.
  • Verfahrensschritt 26 kann drei Teilschritte 31, 32, 33 aufweisen. In Teilschritt 31 kann ein Bereitstellen und Übermitteln, über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz verbundene Eingabevorrichtung, einer ersten Triebfahrzeugnummer des ersten Triebfahrzeugs, einer zweiten Triebfahrzeugnummer des zweiten Triebfahrzeugs, einer ersten Orientierungskennung zur Orientierung des ersten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug und einer zweiten Orientierungskennung zur Orientierung des zweiten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug an die Servereinheit erfolgen. In Teilschritt 32 kann ein Bereitstellen und Übermitteln einer Güterzugnummer zur Identifikation des Mehrfachtraktions-Güterzugs an die Servereinheit und Verknüpfen der Güterzugnummer mit der ersten Triebfahrzeugnummer, der zweiten Triebfahrzeugnummer, der ersten Orientierungskennung und der zweiten Orientierungskennung erfolgen. In Teilschritt 33 kann ein Bereitstellen und Übermitteln, über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz verbundene Eingabevorrichtung, (i) der Information an die Servereinheit, welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist, (ii) einer Information zur Anordnung der zwei Triebfahrzeuge im mechanisch gekuppelten Güterzug, und (iii) einer Information zur Anzahl und Position des mindestens einen Güterwagens im mechanisch gekuppelten Güterzug, erfolgen.
  • Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der Übermittlung von Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen innerhalb eines Mehrfachtraktions-Güterzugs im Betriebszustand. In Fig. 5a wird dabei für das führende Triebfahrzeug der Informationsverarbeitungsfluss von der übergeordneten Steuerungseinheit 10 zur Kommunikationseinheit 12 gezeigt, und in Fig. 5b wird für das führende Triebfahrzeug der Informationsverarbeitungsfluss von der Kommunikationseinheit 12 zur übergeordneten Steuerungseinheit 10 gezeigt. Die in Fig. 5c und Fig. 5d gezeigten Informationsverarbeitungsflüsse entsprechen den in Fig. 5a und Fig. 5b gezeigten Informationsflüssen, wobei in Fig. 5c und Fig. 5d die Informationsverarbeitungsflüsse für das ferngesteuerte Triebfahrzeug gezeigt werden.
  • In Fig. 5a werden in einem ersten Schritt 34 Zugsteuerbefehle von den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten über die übergeordnete Steuerungseinheit weitergeleitet und auf ihre Gültigkeit überprüft. Anschließend 35 werden die Zugsteuerbefehle - insbesondere von der Verarbeitungslogik - verarbeitet. In einem optionalen nächsten Schritt 36 können die Zugsteuerbefehle im Hinblick auf weitere funktionale Anforderungen verarbeitet werden. Als nächster Schritt 37 werden die Zugsteuerbefehle für eine Übermittlung vorbereitet, beispielsweise durch ein Anpassen an ein festgelegtes Protokoll - dieser Schritt kann insbesondere von der Kommunikationseinheit ausgeführt werden. Über das Zugsteuerungsnetz werden die Zugsteuerbefehle anschließend 38 an das ferngesteuerte Triebfahrzeug gesendet.
  • In Fig. 5b werden in einem ersten Schritt 39 Zustandsdaten des ferngesteuerten Triebfahrzeugs über das Zugsteuerungsnetz empfangen. In diesem Schritt 39 wird insbesondere auch überprüft, ob die empfangenen Zustandsdaten gültig sind, wobei die Gültigkeit insbesondere im Hinblick auf das festgelegte Protokoll überprüft wird. In einem optionalen nächsten Schritt 40 können die gültigen empfangenen Zustandsdaten im Hinblick auf weitere funktionale Anforderungen verarbeitet werden. In einem nächsten Schritt 41 werden die empfangenen Zustandsdaten verarbeitet und anschließend über die übergeordnete Steuerungseinheit an die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten gesendet 42.
  • In Fig. 5c werden in einem ersten Schritt 43 Zustandsdaten von den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten über die übergeordnete Steuerungseinheit weitergeleitet und auf ihre Gültigkeit überprüft. Anschließend 44 werden die Zustandsdaten - insbesondere von der Verarbeitungslogik - verarbeitet. In einem optionalen nächsten Schritt 45 können die Zustandsdaten im Hinblick auf weitere funktionale Anforderungen verarbeitet werden. Als nächster Schritt 46 werden die Zustandsdaten für eine Übermittlung vorbereitet, beispielsweise durch ein Anpassen an ein festgelegtes Protokoll - dieser Schritt kann insbesondere von der Kommunikationseinheit ausgeführt werden. Über das Zugsteuerungsnetz werden die Zustandsdaten anschließend 47 an das führende Triebfahrzeug gesendet.
  • In Fig. 5d werden in einem ersten Schritt 48 Zugsteuerbefehle des führenden Triebfahrzeugs über das Zugsteuerungsnetz empfangen. In diesem Schritt 48 wird insbesondere auch überprüft, ob die empfangenen Zugsteuerbefehle gültig sind, wobei die Gültigkeit insbesondere im Hinblick auf das festgelegte Protokoll überprüft wird. In einem optionalen nächsten Schritt 49 können die gültigen empfangenen Zugsteuerbefehle im Hinblick auf weitere funktionale Anforderungen verarbeitet werden. In einem nächsten Schritt 50 werden die empfangenen Zugsteuerbefehle verarbeitet und anschließend über die übergeordnete Steuerungseinheit an die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten gesendet 42.
  • Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden ferner folgende bevorzugte Ausführungsformen offenbart:
    1. 1. Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Güterzugs (1), aufweisend zwei Triebfahrzeuge (2), insbesondere zwei Lokomotiven, und mindestens einen Güterwagen (3), wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) verfügen und jeweils ein Antriebssystem und ein Bremssystem aufweisen, wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs (2) zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) verfügen, wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten (3, 4) dazu ausgebildet sind, untereinander über einen drahtlosen Kommunikationskanal (5) zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) desselben Triebfahrzeugs (2) drahtgebunden zu kommunizieren, wobei sich der Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach der Zuginitialisierung in einem Betriebszustand befindet, und wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
      1. a) Mechanisches Kuppeln (23) der zwei Triebfahrzeuge (2) mit dem mindestens einen Güterwagen (3), wobei das mechanische Kuppeln (23) einen mechanisch gekuppelten Güterzug bereitstellt, wobei nach dem mechanischen Kuppeln der mindestens eine Güterwagen (3) zwischen den zwei Triebfahrzeugen (2) angeordnet ist;
      2. b) Elektrisches Einschalten (24) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) eines ersten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge (2) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) eines zweiten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge (2);
      3. c) Bereitstellen (25) eines Zugverwaltungsnetzes (8) über den drahtlosen Kommunikationskanal (5), Verbinden (25) einer Servereinheit (6) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz (8) und Verbinden der Servereinheit (6) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz (8);
      4. d) Bereitstellen (26) und Übermitteln (26), über mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz (8) verbundene Eingabevorrichtung (7), von zugspezifischen Informationen zum mechanisch gekuppelten Güterzug an die Servereinheit (6), wobei die zugspezifischen Informationen zumindest die Information umfassen, welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist;
      5. e) Erstellen (27), durch die Servereinheit (6), einer Zugkonfiguration basierend auf den in Schritt d) übermittelten Informationen, und Übermitteln (27) der erstellten Zugkonfiguration an die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und an die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs;
      6. f) Bereitstellen (28) eines Zugsteuerungsnetzes (9) durch die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des für den Betriebszustand vorgesehenen führenden Triebfahrzeugs, und Verbinden (28) zumindest der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des für den Betriebszustand vorgesehenen ferngesteuerten Triebfahrzeugs mit dem Zugsteuerungsnetz (9); und
      7. g) Anpassen (29) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs basierend auf der in Schritt e) übermittelten Zugkonfiguration.
    2. 2. Verfahren zur Zuginitialisierung nach Ausführungsform 1, wobei das in Schritt f) bereitgestellte Zugsteuerungsnetz (9) als Virtual Private Network (VPN) ausgebildet ist.
    3. 3. Verfahren zur Zuginitialisierung nach Ausführungsform 1 oder 2, wobei der Schritt d) folgende Teilschritte aufweist:
      1. 1) Bereitstellen (31) und Übermitteln (31), über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz (8) verbundene Eingabevorrichtung (7), insbesondere als tragbares Gerät ausgebildet, einer ersten Triebfahrzeugnummer des ersten Triebfahrzeugs, einer zweiten Triebfahrzeugnummer des zweiten Triebfahrzeugs, einer ersten Orientierungskennung zur Orientierung des ersten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug und einer zweiten Orientierungskennung zur Orientierung des zweiten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Güterzug, an die Servereinheit (6);
      2. 2) Bereitstellen (32) und Übermitteln (32) einer Güterzugnummer zur Identifikation des Mehrfachtraktions-Güterzugs an die Servereinheit (6) und Verknüpfen der Güterzugnummer mit der ersten Triebfahrzeugnummer, der zweiten Triebfahrzeugnummer, der ersten Orientierungskennung und der zweiten Orientierungskennung; und
      3. 3) Bereitstellen (33) und Übermitteln (33), über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz (8) verbundene Eingabevorrichtung (7), (i) der Information an die Servereinheit (6), welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist, (ii) einer Information zur Anordnung der zwei Triebfahrzeuge (2) im mechanisch gekuppelten Güterzug, und (iii) einer Information zur Anzahl und Position des mindestens einen Güterwagens (3) im mechanisch gekuppelten Güterzug.
    4. 4. Verfahren zur Zuginitialisierung nach Ausführungsform 3, wobei das Verfahren zwischen Teilschritt 2) und Teilschritt 3) ferner den Schritt eines Überprüfens, insbesondere durch die Servereinheit, ob genau zwei übermittelte Triebfahrzeugnummern mit der übermittelten Güterzugnummer verknüpft sind, umfasst.
    5. 5. Verfahren zur Zuginitialisierung nach Ausführungsform 3 oder 4, wobei das Bereitstellen in Teilschritt 1) ein Scannen von im ersten Triebfahrzeug und/oder im zweiten Triebfahrzeug angebrachten QR-Codes mit der mindestens einen Eingabevorrichtung (7) umfasst.
    6. 6. Verfahren zur Zuginitialisierung nach einem der vorherigen Ausführungsformen, wobei Schritt g) ein Anpassen einer ersten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und einer ersten Relaiseinheit (13) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und ein Anpassen einer zweiten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und einer zweiten Relaiseinheit (13) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs umfasst.
    7. 7. Mehrfachtraktions-Güterzug (1), aufweisend
      • zwei Triebfahrzeuge (2), insbesondere zwei Lokomotiven, mit jeweils einem Antriebssystem und einem Bremssystem, wobei eines der zwei Triebfahrzeuge (2) in einem Betriebszustand, der durch ein Ausführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 bereitgestellt wird, als führendes Triebfahrzeug ausgebildet ist, das andere der zwei Triebfahrzeuge (2) im Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist und die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) verfügen,
      • mindestens einen Güterwagen (3) zwischen den zwei Triebfahrzeugen (2),
      wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) verfügen, und wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten (3, 4) dazu ausgebildet sind, im Betriebszustand untereinander über ein drahtloses Zugsteuerungsnetz (9) zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) desselben Triebfahrzeugs drahtgebunden zu kommunizieren, wobei der Mehrfachtraktions-Güterzug (1) im Betriebszustand dazu ausgebildet ist, Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zur Steuerung des Mehrfachtraktions-Güterzugs (1) zwischen den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des ersten Triebfahrzeugs und den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugsteuerungsnetz (9) zu übertragen.
    8. 8. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach Ausführungsform 7,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      das Zugsteuerungsnetz (9) auf einem drahtlosen Kommunikationskanal (5), der als 4G- oder 5G-Kommunikationskanal ausgebildet ist, aufbaut, oder wobei das Zugsteuerungsnetz (9) auf einem drahtlosen Kommunikationskanal, der als Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) Kommunikationskanal ausgebildet ist, aufbaut, oder wobei das Zugsteuerungsnetz (9) als lokales drahtloses Netzwerk ausgebildet ist.
    9. 9. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach Ausführungsform 7 oder 8, weiter aufweisend zwei UIC-Kabel (20),
      dadurch gekennzeichnet, dass
      ein erstes UIC-Kabel der zwei UIC-Kabel (20) in einem ersten Triebfahrzeug der zwei Triebfahrzeuge (2) verlegt ist und wobei ein zweites UIC-Kabel der zwei UIC-Kabel (20) in einem zweiten Triebfahrzeug der zwei Triebfahrzeuge (2) verlegt ist.
    10. 10. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach einer der Ausführungsformen 7 bis 9,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind.
    11. 11. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach Ausführungsform 10,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des ersten Triebfahrzeugs eine erste lokale Steuerungseinheit (14) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie ein erstes lokales Train Control and Management System (TCMS) (15) aufweisen, und wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des zweiten Triebfahrzeugs eine zweite lokale Steuerungseinheit (14) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie ein zweites lokales TCMS (15) aufweisen.
    12. 12. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach Ausführungsform 11,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      • die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs
        1. (i) eine erste Kommunikationseinheit (10) und eine erste Antenne (4) zur Verbindung mit dem drahtlosen Zugsteuerungsnetz (9), wobei die erste Antenne (4) mit der ersten Kommunikationseinheit (10) drahtgebunden verbunden ist,
        2. (ii) eine erste, insbesondere als ein erster Prozessor ausgebildete, Verarbeitungslogik (11), wobei die erste Verarbeitungslogik (11) dazu ausgebildet ist, über die erste Kommunikationseinheit (10) die Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zu erhalten oder zu senden,
        3. (iii) eine erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie
        4. (iv) eine erste Relaiseinheit (13),
      • aufweist, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet ist, über die erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die erste Relaiseinheit (13) mit der ersten lokalen Steuerungseinheit (14) zu kommunizieren, und
      • wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs
        1. (i) eine zweite Kommunikationseinheit (10) und eine zweite Antenne (4) zur Verbindung mit dem drahtlosen Zugsteuerungsnetz (9), wobei die zweite Antenne (4) mit der zweiten Kommunikationseinheit (10) drahtgebunden verbunden ist,
        2. (ii) eine zweite, insbesondere als ein zweiter Prozessor ausgebildete, Verarbeitungslogik (11), wobei die zweite Verarbeitungslogik (11) dazu ausgebildet ist, über die zweite Kommunikationseinheit (10) die Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zu erhalten oder zu senden,
        3. (iii) eine zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie
        4. (iv) eine zweite Relaiseinheit (13),
      • aufweist, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet ist, über die zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die zweite Relaiseinheit (13) mit der zweiten lokalen Steuerungseinheit (14) zu kommunizieren.
    13. 13. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach Ausführungsform 12,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      1. (i) das erste Triebfahrzeug einen ersten Multifunction Vehicle Bus (MVB) aufweist und wobei das zweite Triebfahrzeug einen zweiten MVB aufweist, wobei die erste Verarbeitungslogik (11) über den ersten MVB mit der ersten übergeordneten Steuerungseinheit (12) verbunden ist und wobei die zweite Verarbeitungslogik (11) über den zweiten MVB mit der zweiten übergeordneten Steuerungseinheit (12) verbunden ist, und/oder wobei
      2. (ii) die erste Relaiseinheit (13) dazu ausgebildet ist, wahlweise eine Verbindung zwischen der ersten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und der ersten lokalen Steuerungseinheit (14) bereitzustellen und wobei die zweite Relaiseinheit (13) dazu ausgebildet ist, wahlweise eine Verbindung zwischen der zweiten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und der zweiten lokalen Steuerungseinheit (14) bereitzustellen.
    14. 14. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach Ausführungsform 13,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      die erste Kommunikationseinheit (10), die erste Verarbeitungslogik (11), die erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die erste Relaiseinheit (13) in einem Maschinenraum des ersten Triebfahrzeugs und die zweite Kommunikationseinheit (10), die zweite Verarbeitungslogik (11), die zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die zweite Relaiseinheit (13) in einem Maschinenraum des zweiten Triebfahrzeugs angeordnet sind.
    15. 15. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach Ausführungsform 13 oder 14,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      die erste Kommunikationseinheit (10), die erste Verarbeitungslogik (11), die erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die erste Relaiseinheit (13) in einem ersten Steckgehäuse angeordnet sind, wobei das erste Steckgehäuse dazu ausgebildet ist, in eine erste UIC-Kupplungsdose des ersten Triebfahrzeugs gesteckt zu werden, wobei die erste UIC-Kupplungsdose mit dem ersten UIC-Kabel verbunden ist, und wobei die zweite Kommunikationseinheit (10), die zweite Verarbeitungslogik (11), die zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die zweite Relaiseinheit (13) in einem zweiten Steckgehäuse angeordnet sind, wobei das zweite Steckgehäuse dazu ausgebildet ist, in eine zweite UIC-Kupplungsdose des zweiten Triebfahrzeugs gesteckt zu werden, wobei die zweite UIC-Kupplungsdose mit dem zweiten UIC-Kabel verbunden ist.
    16. 16. Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach einer der Ausführungsformen 12 bis 15,
      dadurch gekennzeichnet, dass
      die erste Antenne (4) auf einem Dach des ersten Triebfahrzeugs und die zweite Antenne (4) auf einem Dach des zweiten Triebfahrzeugs angeordnet sind.
    17. 17. Mehrfachtraktions-Güterzug-System, aufweisend einen Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach einer der Ausführungsformen 7 bis 16, eine Servereinheit (6) und mindestens eine, insbesondere als tragbares Gerät ausgebildete, Eingabevorrichtung (7), wobei die Servereinheit (6), die mindestens eine Eingabevorrichtung (7), die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet sind, ein Verfahren zur Zuginitialisierung nach einer der Ausführungsformen 1 bis 6 auszuführen.
    18. 18. Übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) zum Umrüsten eines Triebfahrzeugs zwecks Ermöglichung eines Einsatzes des umgerüsteten Triebfahrzeugs (2) in einem Mehrfachtraktionsbetrieb, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4)
      1. (i) eine Antenne (4),
      2. (ii) eine drahtgebunden mit der Antenne (4) verbundene Kommunikationseinheit (10),
      3. (iii) eine mit der Kommunikationseinheit (10) verbundene Verarbeitungslogik (11),
      4. (iv) eine mit der Verarbeitungslogik (11) verbundene übergeordnete Steuerungseinheit (12) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung und
      5. (v) eine mit der übergeordneten Steuerungseinheit (12) verbundene Relaiseinheit (13)
      aufweist, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) so beschaffen ist, dass eine Verbindung zu lokalen Mehrfachtraktionskomponenten (14, 15) des Triebfahrzeugs über die Relaiseinheit (13), insbesondere durch ein Verbinden der Relaiseinheit (13) mit einem im Triebfahrzeug verlegten UIC-Kabel (20), bereitgestellt werden kann.
    19. 19. Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Zuges (1), aufweisend zwei Triebfahrzeuge (2), insbesondere zwei Lokomotiven, und mindestens einen Eisenbahnwagen (3), wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) verfügen und jeweils ein Antriebssystem und ein Bremssystem aufweisen, wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs (2) zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) verfügen, wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten (3, 4) dazu ausgebildet sind, untereinander über einen drahtlosen Kommunikationskanal (5) zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) desselben Triebfahrzeugs (2) drahtgebunden zu kommunizieren, wobei sich der Mehrfachtraktions-Güterzug (1) nach der Zuginitialisierung in einem Betriebszustand befindet, und wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
      1. a) Mechanisches Kuppeln (23) der zwei Triebfahrzeuge (2) mit dem mindestens einen Eisenbahnwagen (3), wobei das mechanische Kuppeln (23) einen mechanisch gekuppelten Zug bereitstellt, wobei nach dem mechanischen Kuppeln der mindestens eine Eisenbahnwagen (3) zwischen den zwei Triebfahrzeugen (2) angeordnet ist;
      2. b) Elektrisches Einschalten (24) der übergeordneten
        Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) eines ersten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge (2) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) eines zweiten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge (2);
      3. c) Bereitstellen (25) eines Zugverwaltungsnetzes (8) über den drahtlosen Kommunikationskanal (5), Verbinden (25) einer Servereinheit (6) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz (8) und Verbinden der Servereinheit (6) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz (8);
      4. d) Bereitstellen (26) und Übermitteln (26), über mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz (8) verbundene Eingabevorrichtung (7), von zugspezifischen Informationen zum mechanisch gekuppelten Güterzug an die Servereinheit (6), wobei die zugspezifischen Informationen zumindest die Information umfassen, welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist;
      5. e) Erstellen (27), durch die Servereinheit (6), einer Zugkonfiguration basierend auf den in Schritt d) übermittelten Informationen, und Übermitteln (27) der erstellten Zugkonfiguration an die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und an die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs;
      6. f) Bereitstellen (28) eines Zugsteuerungsnetzes (9) durch die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des für den Betriebszustand vorgesehenen führenden Triebfahrzeugs, und Verbinden (28) zumindest der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des für den Betriebszustand vorgesehenen ferngesteuerten Triebfahrzeugs mit dem Zugsteuerungsnetz (9); und
      7. g) Anpassen (29) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs basierend auf der in Schritt e) übermittelten Zugkonfiguration.
    20. 20. Mehrfachtraktions-Zug (1), aufweisend
      • zwei Triebfahrzeuge (2), insbesondere zwei Lokomotiven, mit jeweils einem Antriebssystem und einem Bremssystem, wobei eines der zwei Triebfahrzeuge (2) in einem Betriebszustand, der durch ein Ausführen eines Verfahrens nach Ausführungsform 19 bereitgestellt wird, als führendes Triebfahrzeug ausgebildet ist, das andere der zwei Triebfahrzeuge (2) im Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist und die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) verfügen,
      • mindestens einen Eisenbahnwagen (3) zwischen den zwei Triebfahrzeugen (2),
      wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) verfügen, und wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten (3, 4) dazu ausgebildet sind, im Betriebszustand untereinander über ein drahtloses Zugsteuerungsnetz (9) zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) desselben Triebfahrzeugs drahtgebunden zu kommunizieren, wobei der Mehrfachtraktions-Zug (1) im Betriebszustand dazu ausgebildet ist, Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zur Steuerung des Mehrfachtraktions-Zuges (1) zwischen den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des ersten Triebfahrzeugs und den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugsteuerungsnetz (9) zu übertragen.
    21. 21. Mehrfachtraktions-Zug-System, aufweisend einen Mehrfachtraktions-Zug (1) nach Ausführungsform 20, eine Servereinheit (6) und mindestens eine, insbesondere als tragbares Gerät ausgebildete, Eingabevorrichtung (7), wobei die Servereinheit (6), die mindestens eine Eingabevorrichtung (7), die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet sind, ein Verfahren zur Zuginitialisierung nach Ausführungsform 1 auszuführen.

Claims (15)

  1. Verfahren zur Zuginitialisierung eines Mehrfachtraktions-Zugs (1), aufweisend zwei Triebfahrzeuge (2), insbesondere zwei Lokomotiven, und mindestens einen Eisenbahnwagen (3), wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) verfügen und jeweils ein Antriebssystem und ein Bremssystem aufweisen, wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs (2) zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) verfügen, wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten (3, 4) dazu ausgebildet sind, untereinander über einen drahtlosen Kommunikationskanal (5) zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) desselben Triebfahrzeugs (2) drahtgebunden zu kommunizieren, wobei sich der Mehrfachtraktions-Zug (1) nach der Zuginitialisierung in einem Betriebszustand befindet, und wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
    a) Mechanisches Kuppeln (23) der zwei Triebfahrzeuge (2) mit dem mindestens einen Eisenbahnwagen (3), wobei das mechanische Kuppeln (23) einen mechanisch gekuppelten Zug bereitstellt, wobei nach dem mechanischen Kuppeln der mindestens eine Eisenbahnwagen (3) zwischen den zwei Triebfahrzeugen (2) angeordnet ist;
    b) Elektrisches Einschalten (24) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) eines ersten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge (2) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) eines zweiten Triebfahrzeugs der zwei Triebfahrzeuge (2);
    c) Bereitstellen (25) eines Zugverwaltungsnetzes (8) über den drahtlosen Kommunikationskanal (5), Verbinden (25) einer Servereinheit (6) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz (8) und Verbinden der Servereinheit (6) und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugverwaltungsnetz (8);
    d) Bereitstellen (26) und Übermitteln (26), über mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz (8) verbundene Eingabevorrichtung (7), von zugspezifischen Informationen zum mechanisch gekuppelten Zug an die Servereinheit (6), wobei die zugspezifischen Informationen zumindest die Information umfassen, welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist;
    e) Erstellen (27), durch die Servereinheit (6), einer Zugkonfiguration basierend auf den in Schritt d) übermittelten Informationen, und Übermitteln (27) der erstellten Zugkonfiguration an die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und an die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs;
    f) Bereitstellen (28) eines Zugsteuerungsnetzes (9) durch die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des für den Betriebszustand vorgesehenen führenden Triebfahrzeugs, und Verbinden (28) zumindest der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des für den Betriebszustand vorgesehenen ferngesteuerten Triebfahrzeugs mit dem Zugsteuerungsnetz (9); und
    g) Anpassen (29) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs basierend auf der in Schritt e) übermittelten Zugkonfiguration.
  2. Verfahren zur Zuginitialisierung nach Anspruch 1, wobei das in Schritt f) bereitgestellte Zugsteuerungsnetz (9) als Virtual Private Network (VPN) ausgebildet ist.
  3. Verfahren zur Zuginitialisierung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schritt d) folgende Teilschritte aufweist:
    1) Bereitstellen (31) und Übermitteln (31), über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz (8) verbundene Eingabevorrichtung (7), insbesondere als tragbares Gerät ausgebildet, einer ersten Triebfahrzeugnummer des ersten Triebfahrzeugs, einer zweiten Triebfahrzeugnummer des zweiten Triebfahrzeugs, einer ersten Orientierungskennung zur Orientierung des ersten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Zug und einer zweiten Orientierungskennung zur Orientierung des zweiten Triebfahrzeugs im mechanisch gekuppelten Mehrfachtraktions-Zug, an die Servereinheit (6);
    2) Bereitstellen (32) und Übermitteln (32) einer Zugnummer zur Identifikation des Mehrfachtraktions-Zugs an die Servereinheit (6) und Verknüpfen der Zugnummer mit der ersten Triebfahrzeugnummer, der zweiten Triebfahrzeugnummer, der ersten Orientierungskennung und der zweiten Orientierungskennung; und
    3) Bereitstellen (33) und Übermitteln (33), über die mindestens eine mit dem Zugverwaltungsnetz (8) verbundene Eingabevorrichtung (7), (i) der Information an die Servereinheit (6), welches der zwei Triebfahrzeuge (2) für den Betriebszustand als führendes Triebfahrzeug und welches der zwei Triebfahrzeuge für den Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist, (ii) einer Information zur Anordnung der zwei Triebfahrzeuge (2) im mechanisch gekuppelten Zug, und (iii) einer Information zur Anzahl und Position des mindestens einen Eisenbahnwagens (3) im mechanisch gekuppelten Zug.
  4. Verfahren zur Zuginitialisierung nach Anspruch 3, wobei das Verfahren zwischen Teilschritt 2) und Teilschritt 3) ferner den Schritt eines Überprüfens, insbesondere durch die Servereinheit, ob genau zwei übermittelte Triebfahrzeugnummern mit der übermittelten Zugnummer verknüpft sind, umfasst,
    und/oder wobei
    das Bereitstellen in Teilschritt 1) ein Scannen von im ersten Triebfahrzeug und/oder im zweiten Triebfahrzeug angebrachten QR-Codes mit der mindestens einen Eingabevorrichtung (7) umfasst.
  5. Verfahren zur Zuginitialisierung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei Schritt g) ein Anpassen einer ersten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und einer ersten Relaiseinheit (13) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und ein Anpassen einer zweiten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und einer zweiten Relaiseinheit (13) der übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs umfasst.
  6. Mehrfachtraktions-Zug (1), aufweisend
    • zwei Triebfahrzeuge (2), insbesondere zwei Lokomotiven, mit jeweils einem Antriebssystem und einem Bremssystem, wobei eines der zwei Triebfahrzeuge (2) in einem Betriebszustand, der durch ein Ausführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 bereitgestellt wird, als führendes Triebfahrzeug ausgebildet ist, das andere der zwei Triebfahrzeuge (2) im Betriebszustand als ferngesteuertes Triebfahrzeug ausgebildet ist und die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über lokale Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) verfügen,
    • mindestens einen Eisenbahnwagen (3) zwischen den zwei Triebfahrzeugen (2),
    wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) jeweils dazu ausgebildet sind, mit mindestens den Antriebs- und Bremssystemen des jeweiligen Triebfahrzeugs zu interagieren, wobei die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils über eine übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) verfügen, und wobei die zwei übergeordneten Mehrfachtraktionssteuerungseinheiten (3, 4) dazu ausgebildet sind, im Betriebszustand untereinander über ein drahtloses Zugsteuerungsnetz (9) zu kommunizieren und mit den jeweiligen lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) desselben Triebfahrzeugs drahtgebunden zu kommunizieren, wobei der Mehrfachtraktions-Zug (1) im Betriebszustand dazu ausgebildet ist, Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zur Steuerung des Mehrfachtraktions-Zugs (1) zwischen den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des ersten Triebfahrzeugs und den lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des zweiten Triebfahrzeugs über das Zugsteuerungsnetz (9) zu übertragen.
  7. Mehrfachtraktions-Zug (1) nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Zugsteuerungsnetz (9) auf einem drahtlosen Kommunikationskanal (5), der als 4G- oder 5G-Kommunikationskanal ausgebildet ist, aufbaut, oder wobei das Zugsteuerungsnetz (9) auf einem drahtlosen Kommunikationskanal, der als Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) Kommunikationskanal ausgebildet ist, aufbaut, oder wobei das Zugsteuerungsnetz (9) als lokales drahtloses Netzwerk ausgebildet ist.
  8. Mehrfachtraktions-Zug (1) nach Anspruch 6 oder 7, weiter aufweisend zwei UIC-Kabel (20),
    dadurch gekennzeichnet, dass
    ein erstes UIC-Kabel der zwei UIC-Kabel (20) in einem ersten Triebfahrzeug der zwei Triebfahrzeuge (2) verlegt ist und wobei ein zweites UIC-Kabel der zwei UIC-Kabel (20) in einem zweiten Triebfahrzeug der zwei Triebfahrzeuge (2) verlegt ist,
    und/oder dass
    die zwei Triebfahrzeuge (2) jeweils für eine zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung ausgebildet sind.
  9. Mehrfachtraktions-Zug (1) nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des ersten Triebfahrzeugs eine erste lokale Steuerungseinheit (14) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie ein erstes lokales Train Control and Management System (TCMS) (15) aufweisen, und wobei die lokalen Mehrfachtraktionssteuerungskomponenten (14, 15) des zweiten Triebfahrzeugs eine zweite lokale Steuerungseinheit (14) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie ein zweites lokales TCMS (15) aufweisen.
  10. Mehrfachtraktions-Zug (1) nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs
    (i) eine erste Kommunikationseinheit (10) und eine erste Antenne (4) zur Verbindung mit dem drahtlosen Zugsteuerungsnetz (9), wobei die erste Antenne (4) mit der ersten Kommunikationseinheit (10) drahtgebunden verbunden ist,
    (ii) eine erste, insbesondere als ein erster Prozessor ausgebildete, Verarbeitungslogik (11), wobei die erste Verarbeitungslogik (11) dazu ausgebildet ist, über die erste Kommunikationseinheit (10) die Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zu erhalten oder zu senden,
    (iii) eine erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie
    (iv) eine erste Relaiseinheit (13),
    aufweist, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet ist, über die erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die erste Relaiseinheit (13) mit der ersten lokalen Steuerungseinheit (14) zu kommunizieren, und
    wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs
    (i) eine zweite Kommunikationseinheit (10) und eine zweite Antenne (4) zur Verbindung mit dem drahtlosen Zugsteuerungsnetz (9), wobei die zweite Antenne (4) mit der zweiten Kommunikationseinheit (10) drahtgebunden verbunden ist,
    (ii) eine zweite, insbesondere als ein zweiter Prozessor ausgebildete, Verarbeitungslogik (11), wobei die zweite Verarbeitungslogik (11) dazu ausgebildet ist, über die zweite Kommunikationseinheit (10) die Mehrfachtraktionssteuerungsinformationen zu erhalten oder zu senden,
    (iii) eine zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung sowie
    (iv) eine zweite Relaiseinheit (13),
    aufweist, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet ist, über die zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die zweite Relaiseinheit (13) mit der zweiten lokalen Steuerungseinheit (14) zu kommunizieren.
  11. Mehrfachtraktions-Zug (1) nach Anspruch 10,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    (i) das erste Triebfahrzeug einen ersten Multifunction Vehicle Bus (MVB) aufweist und wobei das zweite Triebfahrzeug einen zweiten MVB aufweist, wobei die erste Verarbeitungslogik (11) über den ersten MVB mit der ersten übergeordneten Steuerungseinheit (12) verbunden ist und wobei die zweite Verarbeitungslogik (11) über den zweiten MVB mit der zweiten übergeordneten Steuerungseinheit (12) verbunden ist, und/oder wobei
    (ii) die erste Relaiseinheit (13) dazu ausgebildet ist, wahlweise eine Verbindung zwischen der ersten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und der ersten lokalen Steuerungseinheit (14) bereitzustellen und wobei die zweite Relaiseinheit (13) dazu ausgebildet ist, wahlweise eine Verbindung zwischen der zweiten übergeordneten Steuerungseinheit (12) und der zweiten lokalen Steuerungseinheit (14) bereitzustellen.
  12. Mehrfachtraktions-Zug (1) nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die erste Kommunikationseinheit (10), die erste Verarbeitungslogik (11), die erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die erste Relaiseinheit (13) in einem Maschinenraum des ersten Triebfahrzeugs und die zweite Kommunikationseinheit (10), die zweite Verarbeitungslogik (11), die zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die zweite Relaiseinheit (13) in einem Maschinenraum des zweiten Triebfahrzeugs angeordnet sind,
    und/oder dass
    die erste Kommunikationseinheit (10), die erste Verarbeitungslogik (11), die erste übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die erste Relaiseinheit (13) in einem ersten Steckgehäuse angeordnet sind, wobei das erste Steckgehäuse dazu ausgebildet ist, in eine erste UIC-Kupplungsdose des ersten Triebfahrzeugs gesteckt zu werden, wobei die erste UIC-Kupplungsdose mit dem ersten UIC-Kabel verbunden ist, und wobei die zweite Kommunikationseinheit (10), die zweite Verarbeitungslogik (11), die zweite übergeordnete Steuerungseinheit (12) und die zweite Relaiseinheit (13) in einem zweiten Steckgehäuse angeordnet sind, wobei das zweite Steckgehäuse dazu ausgebildet ist, in eine zweite UIC-Kupplungsdose des zweiten Triebfahrzeugs gesteckt zu werden, wobei die zweite UIC-Kupplungsdose mit dem zweiten UIC-Kabel verbunden ist.
  13. Mehrfachtraktions-Zug (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die erste Antenne (4) auf einem Dach des ersten Triebfahrzeugs und die zweite Antenne (4) auf einem Dach des zweiten Triebfahrzeugs angeordnet sind.
  14. Mehrfachtraktions-Zug-System, aufweisend einen Mehrfachtraktions-Zug (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 13, eine Servereinheit (6) und mindestens eine, insbesondere als tragbares Gerät ausgebildete, Eingabevorrichtung (7), wobei die Servereinheit (6), die mindestens eine Eingabevorrichtung (7), die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des ersten Triebfahrzeugs und die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) des zweiten Triebfahrzeugs dazu ausgebildet sind, ein Verfahren zur Zuginitialisierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 auszuführen.
  15. Übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) zum Umrüsten eines Triebfahrzeugs zwecks Ermöglichung eines Einsatzes des umgerüsteten Triebfahrzeugs (2) in einem Mehrfachtraktionsbetrieb, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4)
    (i) eine Antenne (4),
    (ii) eine drahtgebunden mit der Antenne (4) verbundene Kommunikationseinheit (10),
    (iii) eine mit der Kommunikationseinheit (10) verbundene Verarbeitungslogik (11),
    (iv) eine mit der Verarbeitungslogik (11) verbundene übergeordnete Steuerungseinheit (12) für die zeitmultiplexe Mehrfachtraktionssteuerung und
    (v) eine mit der übergeordneten Steuerungseinheit (12) verbundene Relaiseinheit (13)
    aufweist, wobei die übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit (3, 4) so beschaffen ist, dass eine Verbindung zu lokalen Mehrfachtraktionskomponenten (14, 15) des Triebfahrzeugs über die Relaiseinheit (13), insbesondere durch ein Verbinden der Relaiseinheit (13) mit einem im Triebfahrzeug verlegten UIC-Kabel (20), bereitgestellt werden kann.
EP25204338.5A 2024-09-24 2025-09-24 Mehrfachtraktions-güterzug, verfahren zu dessen initialisierung, mehrfachtraktions- güterzug-system und übergeordnete mehrfachtraktionssteuerungseinheit Pending EP4714781A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102024127579.0A DE102024127579A1 (de) 2024-09-24 2024-09-24 Mehrfachtraktions-Güterzug, Verfahren zu dessen Initialisierung, Mehrfachtraktions-Güterzug-System und übergeordnete Mehrfachtraktionssteuerungseinheit

Publications (1)

Publication Number Publication Date
EP4714781A1 true EP4714781A1 (de) 2026-03-25

Family

ID=97140742

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
EP25204338.5A Pending EP4714781A1 (de) 2024-09-24 2025-09-24 Mehrfachtraktions-güterzug, verfahren zu dessen initialisierung, mehrfachtraktions- güterzug-system und übergeordnete mehrfachtraktionssteuerungseinheit

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP4714781A1 (de)
DE (1) DE102024127579A1 (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1065127A1 (de) * 1999-06-28 2001-01-03 Deutsche Bahn Ag Einrichtung zur Konvertierung von Kommunikationsprotokollen zwischen einem Fahrzeugbus und einem Zugbus in einem Zugkommunikationssystem
DE102012216391A1 (de) * 2012-09-14 2014-03-20 Siemens Aktiengesellschaft Kommunikation zwischen Wagen eines Schienenfahrzeugs
DE102022206426A1 (de) * 2022-06-27 2023-12-28 Siemens Mobility GmbH Verfahren zur Absicherung einer Datenverbindung

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10303715A1 (de) 2003-01-30 2004-09-02 Siemens Ag Dieselelektrische Lokomotive und Traktionsverband aus mindestens zwei dieselelektrischen Lokomotiven
DE102012012720A1 (de) 2011-06-20 2012-12-20 Vossloh Locomotives Gmbh Schienenfahrzeuganordnung
GB2554378A (en) 2016-09-23 2018-04-04 Siemens Rail Automation Holdings Ltd Method for operating a railway vehicle

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1065127A1 (de) * 1999-06-28 2001-01-03 Deutsche Bahn Ag Einrichtung zur Konvertierung von Kommunikationsprotokollen zwischen einem Fahrzeugbus und einem Zugbus in einem Zugkommunikationssystem
DE102012216391A1 (de) * 2012-09-14 2014-03-20 Siemens Aktiengesellschaft Kommunikation zwischen Wagen eines Schienenfahrzeugs
DE102022206426A1 (de) * 2022-06-27 2023-12-28 Siemens Mobility GmbH Verfahren zur Absicherung einer Datenverbindung

Also Published As

Publication number Publication date
DE102024127579A1 (de) 2026-03-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60012444T2 (de) Integrierte elektrische und pneumatische Zugbremsen
EP3145787B1 (de) Schienenfahrzeug
EP2539200B1 (de) Kommunikationsnetzwerk für ein spurgebundenes fahrzeug
WO2007060084A1 (de) Kommunikationssystem und -verfahren für fahrzeuge und streckenzentralen
EP2093122B1 (de) Eindeutige und automatische Kopplung von genau einem WLAN Client an einen WLAN Accesspoint für die Zugwagenkopplung
DE102005020698A1 (de) Datenkommunikationssystem für Schienenfahrzeuge
WO2012143260A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur steuerungs-kommunikation zwischen gekoppelten zugteilen
DE102024107260A1 (de) Steuerungssystem zur Steuerung einer Absperreinrichtung einer Luftleitung, ein spurgebundenes Fahrzeug und ein Verfahren zum Betreiben des Steuerungssystems
EP1786646B1 (de) Verfahren zur zugbildung aus einzelwagen
WO2011124519A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur bestimmung der zuglänge mehrerer gekuppelter triebfahrzeuge
DE102016203695A1 (de) Bahntechnische Anlage und Verfahren zum Betreiben einer bahntechnischen Anlage
EP1403162B1 (de) Buskopplung
DE102014214225A1 (de) Schienenfahrzeug mit einer Datenkommunikationseinrichtung
EP4714781A1 (de) Mehrfachtraktions-güterzug, verfahren zu dessen initialisierung, mehrfachtraktions- güterzug-system und übergeordnete mehrfachtraktionssteuerungseinheit
EP4737266A2 (de) Externes ansteuern eines schienenfahrzeugs zum herstellen einer kupplungsbereitschaft
DE10319904B4 (de) Kommunikationssystem
EP3472022B1 (de) Datenübertragungsvorrichtung für schienenfahrzeuge
EP2069183B1 (de) Umschaltbare, sichere einrichtung zum empfangen und/oder aussenden von signalen zur zugbeeinflussung auf einem schienenfahrzeug
WO2023194349A1 (de) Entkuppelsystem, automatische zugkupplung und schienenfahrzeug mit einer automatischen zugkupplung mit einem derartigen entkuppelsystem und verfahren zum entkuppeln einer mechanisch mit einer gegen-zugkupplung gekoppelten automatischen kupplung
EP3619091B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum übertragen von daten zwischen einem ersten kommunikationsnetz einer ersten spurgebundenen fahrzeugeinheit und einem zweiten kommunikationsnetz einer zweiten spurgebundenen fahrzeugeinheit
WO2017118520A1 (de) Verfahren zum betreiben einer etcs-mobilfunkantennenanordnung und etcs-bahnfahrzeug mit einer etcs-mobilfunkantennenanordnung
EP3960580A1 (de) Eisenbahnleitsystem mit einem schnittstellen-adapter und methode zur konfiguration
DE19824012A1 (de) Informationssystem für Fahrzeuge
WO2016016004A1 (de) Überwachung eines schienenfahrzeugs
DE102022200582A1 (de) Adaptereinrichtung, Nachrüstsatz und Schienenfahrzeug

Legal Events

Date Code Title Description
PUAI Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: THE APPLICATION HAS BEEN PUBLISHED

AK Designated contracting states

Kind code of ref document: A1

Designated state(s): AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR