EP4705836A1 - Steuerung eines haushaltsgeräts - Google Patents

Steuerung eines haushaltsgeräts

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EP4705836A1
EP4705836A1 EP24722003.1A EP24722003A EP4705836A1 EP 4705836 A1 EP4705836 A1 EP 4705836A1 EP 24722003 A EP24722003 A EP 24722003A EP 4705836 A1 EP4705836 A1 EP 4705836A1
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EP
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household appliance
functional
external location
parameter
parameters
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Application number
EP24722003.1A
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Inventor
Christoph Kober
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BSH Hausgeraete GmbH
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BSH Hausgeraete GmbH
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Program-control systems
    • G05B19/02Program-control systems electric
    • G05B19/04Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/042Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using digital processors

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)

Abstract

Ein System (100) umfasst ein Haushaltsgerät (105), das auf der Basis eines Funktionsparameters (120, 125) steuerbar ist; wobei das Haushaltsgerät (105) zur Ablage erster Funktionsparameter (120) eingerichtet ist; ferner eine externe Stelle (110), die zur Ablage erster (120) und zweiter Funktionsparameter (125) eingerichtet ist; wobei die ersten Funktionsparameter (120) am Haushaltsgerät (105) und die zweiten Funktionsparameter (125) mittels einer mit der externen Stelle (110) verbundenen Applikation (115) editierbar sind. Dabei werden die ersten Funktionsparameter (120) vom Haushaltsgerät (105) an die externe Stelle (110) übertragen.

Description

Steuerung eines Haushaltsgeräts
Die vorliegende Erfindung betrifft die Steuerung eines Haushaltsgeräts. Insbesondere betrifft die Erfindung die Steuerung eines Haushaltsgeräts mittels verschiedener Eingabegeräte.
Ein Haushaltsgerät umfasst eine Verarbeitungseinrichtung und einen Datenspeicher. In dem Datenspeicher kann ein Funktionsparameter abgelegt sein, mit dem ein Betrieb des Haushaltsgeräts gesteuert werden kann. Beispielsweise kann das Haushaltsgerät eine Waschmaschine umfassen, und unterschiedliche Funktionsparameter können für die Behandlung von Kochwäsche, Buntwäsche oder empfindlicher Wäsche vorgesehen sein. Ein Benutzer kann einen solchen Funktionsparameter am Gerät verändern und so eine Funktion des Haushaltsgeräts an seine Bedürfnisse anpassen.
Bedienelemente des Haushaltsgeräts können für umfangreiche Anpassungen von Funktionsparametern schlecht geeignet sein. Es ist daher üblich, eine Anzahl von Funktionsparametern des Haushaltsgeräts, die am Gerät selbst verändert werden können, zu beschränken. Möchte der Benutzer weitere Funktionsparameter ändern bzw. erstellen, so kann er eine Applikation verwenden, die beispielsweise auf einem Smartphone abläuft. Ein erstellter bzw. geänderter Funktionsparameter kann dann an das Haushaltsgerät hochgeladen werden. Ist das Haushaltsgerät nicht permanent mit einem Netzwerk zur Kommunikation mit dem Smartphone verbunden, so kann ein Austausch auch über eine zum Haushaltsgerät externe Stelle erfolgen. Dabei kann ein Funktionsparameter in einem ersten Schritt mit der externen Stelle und in einem zweiten Schritt mit dem Haushaltsgerät synchronisiert werden.
Werden Funktionsparameter von unterschiedlichen Applikationen aus verändert, so können sich Überschneidungen ergeben, die einen unklaren oder missverständlichen Zustand eines Funktionsparameters bedingen können. So kann eine Fehlkonfiguration entstehen, die einen Betrieb des Haushaltsgeräts gefährden kann.
Eine der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht in der Angabe einer verbesserten Technik zur Steuerung eines Haushaltsgeräts bezüglich eines Funktionspa- rameters. Die Erfindung löst diese Aufgabe mittels der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Unteransprüche geben bevorzugte Ausführungsformen wieder.
Nach einem ersten Aspekt der Erfindung umfasst ein System ein Haushaltsgerät, das auf der Basis eines Funktionsparameters (und/oder/bzw. auf der Basis erster und zweiter Funktionsparameter) steuerbar ist; wobei das Haushaltsgerät zur Ablage erster Funktionsparameter (und in einer Ausführungsform optional auch zweiter Funktionsparameter) eingerichtet ist. Ferner umfasst das System eine zum Haushaltsgerät externe Stelle, die zur Ablage erster und zweiter Funktionsparameter eingerichtet ist. Die ersten Funktionsparameter können am Haushaltsgerät und die zweiten Funktionsparameter mittels einer mit der externen Stelle verbundenen Applikation verändert und/oder editiert werden. Dabei werden die ersten Funktionsparameter vom Haushaltsgerät an die externe Stelle übertragen. Die ersten Funktionsparameter können in einer Ausführungsform einseitig, also nur vom Haushaltsgerät in Richtung der externen Stelle, nicht aber in Gegenrichtung übertragen werden. In einer weiteren Ausführungsform können die ersten Funktionsparameter auch von der externen Stelle aus verändert werden.
Durch die Unterscheidung in erste und zweite Funktionsparameter können unterschiedliche Datenhoheiten (Single Source of Truth) gebildet werden. Für jede Datenhoheit kann eine Stelle definiert sein, an welcher im Fall eines Konflikts der jeweils gültige Wert für einen Funktionsparameter vorliegt. So können einander widersprechende Änderungen an einem Funktionsparameter nicht zu einem Undefinierten Zustand, einem ungültigen Funktionsparameter oder einer inoperablen Steuerung des Haushaltsgeräts führen. Die externe Stelle kann als Zwischenspeicher (Cache) für erste Funktionsparameter gegenüber einer Applikation dienen. An der Applikation können so stets gültige erste und zweite Funktionsparameter angezeigt und unter Umständen bearbeitet werden.
In einer Ausführungsform besitzt das Haushaltsgerät eine Datenhoheit über die ersten Funktionsparameter und die externe Stelle eine Datenhoheit über die zweiten Funktionsparameter, so dass im Fall eines Konflikts (und/oder einer Inkonsistenz zwischen an unterschiedlichen Orten gespeicherten Funktionsparametern) der jeweils gültige Wert für einen ersten Funktionsparameter am Haushaltsgerät und der jeweils gültige Wert für einen zweiten Funktionsparameter an der externen Stelle vorliegt. Es ist bevorzugt, dass eine Änderung eines ersten Funktionsparameters an der externen Stelle und/oder ein Übertragen eines geänderten ersten Funktionsparameters an das Haushaltsgerät nur dann ermöglicht ist, wenn eine Kommunikationsverbindung zwischen dem Haushaltsgerät und der externen Stelle besteht.
So kann sichergestellt sein, dass die Datenhoheit über die ersten Funktionsparameter beim Haushaltsgerät verbleibt. Ein Benutzer kann einen ersten Funktionsparameter mittels der Applikation komfortabel editieren, läuft dabei aber keine Gefahr, eine Misskonfiguration bzw. eine konkurrierende Änderung eines ersten Funktionsparameters zu bewirken.
Für eine Funktion des Haushaltsgeräts kann eine Auswahl eines der Funktionsparameter bestimmt und die Funktion auf der Basis des ausgewählten Funktionsparameters gesteuert werden. Die Wahl des Funktionsparameters kann am Haushaltsgerät oder mittels der Applikation erfolgen. Wurde ein zweiter Funktionsparameter ausgewählt, so kann dieser von der externen Stelle in das Haushaltsgerät geladen werden, bevor die Funktion des Haushaltsgeräts gesteuert wird. Dabei ist bevorzugt, dass eine Übertragung eines zweiten Funktionsparameters von der externen Stelle an das Haushaltsgerät automatisch gesteuert wird.
Die Übertragung des zweiten Funktionsparameters erfolgt weiter bevorzugt einseitig. Eine Änderung eines zweiten Funktionsparameters am Haushaltsgerät und/oder ein Übertragen eines geänderten zweiten Funktionsparameters an die externe Stelle ist bevorzugt ausgeschlossen. Die Übertragung eines zweiten Funktionsparameters vom Haushaltsgerät an die externe Stelle kann nicht vorgesehen sein. In einer anderen Ausführungsform kann ein Übertragungsversuch seitens des Haushaltsgeräts und/oder seitens der externen Stelle abgewiesen werden.
Im Fall einer unterbrochenen Kommunikationsverbindung zwischen dem Haushaltsgerät und der externen Stelle kann ein am Haushaltsgerät geänderter erster Funktionsparameter bestimmt und bei Wiederherstellung der Kommunikationsverbindung an die externe Stelle übertragen werden. Beispielsweise kann einem ersten Funktionsparameter eine Markierung zugeordnet werden, die anzeigt, dass der Funktionsparameter geändert wurde. Wird die Kommunikationsverbindung zur externen Stelle wieder verfügbar, so können alle markierten Funktionsparameter an die externe Stelle übertragen werden. In einer anderen Ausführungsform können alle ersten Funktionsparameter an die externe Stelle übertragen werden, wenn die Kommunikationsverbindung wiederhergestellt wird. Zusätzlich kann eine Übertragung erster Funktionsparameter an die externe Stelle beispielsweise periodisch erfolgen.
Die externe Stelle ist weiter bevorzugt dazu eingerichtet, eine Änderung eines abgelegten ersten oder zweiten Funktionsparameters an eine angeschlossene Applikation zu übertragen. Ein erster Funktionsparameter kann geändert werden, indem ein aktualisierter erster Funktionsparameter vom Haushaltsgerät empfangen wird. Der zweite Funktionsparameter kann mittels einer weiteren Applikation, die mit der externen Stelle verbunden ist, verändert werden. Die Änderung kann an alle verbundenen Applikationen übertragen werden, sodass Datenkonsistenz über die Applikationen hergestellt sein kann. Wird eine neue Applikation mit der externen Stelle verbunden, so können aktuell gültige erste und/oder zweite Funktionsparameter an die Applikation übertragen werden.
Es ist allgemein bevorzugt, dass nebenläufig mehrere Applikationen mit der externen Stelle verbunden sein können. Dementsprechend können über die Applikationen auch nebenläufig konkurrierende Änderungen an zweiten Funktionsparametern durchgeführt werden. Dabei können übliche Mittel zur Kollisionsauflösung verwendet werden. Beispielsweise kann eine Applikation einen zweiten Funktionsparameter temporär gegen Schreibzugriffe einer anderen Applikation sichern. Ein Verändern des Funktionsparameters durch eine andere Applikation ist erst möglich, nachdem die erste Applikation ihre exklusive Kontrolle wieder aufgegeben hat. In einer anderen Ausführungsform können beliebige konkurrierende Änderungen eines zweiten Funktionsparameters durch unterschiedliche Applikationen toleriert werden. Der jeweils letzte Zustand des zweiten Funktionsparameters kann an alle angeschlossenen Applikationen übertragen werden.
Der Funktionsparameter kann insbesondere ein auf dem Haushaltsgerät ausführbares Funktionsprogramm umfassen. Das Funktionsprogramm kann weitere Parameter umfassen, wobei ein Parameter im Rahmen des Funktionsprogramms vorgegeben sein kann, zur Ausführungszeit bestimmt oder durch einen Benutzer angegeben werden kann, wenn das Funktionsprogramm gestartet wird. Eine Komplexität des Funktionsprogramms ist üblicherweise nur begrenzt durch die Verständlichkeit einer Interaktion eines Benutzers mit einer Applikation für das Editieren des Funktionsprogramms.
Das Haushaltsgerät kann eines von einem Wäschepflegegerät, einem Küchengerät oder einem Reinigungsgerät umfassen. Als Wäschepflegegerät kann das Haushaltsgerät beispielsweise eine Waschmaschine oder einen Trockner umfassen. Als Küchengerät kann es beispielsweise eine Dunstabzugshaube, ein Kochfeld, einen Ofen, einen Dampfgarer, ein Kühlgerät oder eine Spülmaschine umfassen. Als Reinigungsgerät kann das Haushaltsgerät beispielsweise als Staubsauger, handgeführtes Universalgerät (Multi-Use Handstick, MUH), Bügeleisen oder Bügelstation ausgebildet sein. Ein anderes Haushaltsgerät kann ebenfalls verwendet werden.
Die Applikation kann auf einem personalisierten Gerät, insbesondere einem Smartphone, einem Laptopcomputer oder einem Tabletcomputer ablaufen. In weiteren möglichen Ausführungsformen läuft die Applikation beispielsweise auf einer Smart Watch, einem sprachgesteuerten Assistenten oder einer Zentrale für Heimautomation ab. Das Gerät kann einem Benutzer des Haushaltsgeräts zugeordnet sein. In einer weiteren Ausführungsform kann eine Steuerung auch durch ein beliebiges web-fähiges Gerät erfolgen, beispielsweise über einen Internetbrowser, der etwa auf einem Schreibtischcomputer ablaufen kann.
Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Haushaltsgerät, das auf der Basis eines Funktionsparameters steuerbar ist, einen ersten Speicher zur Ablage erster Funktionsparameter; eine Schnittstelle zur Kommunikation mit einer externen Stelle; und eine Verarbeitungseinrichtung zur Übertragung der ersten Funktionsparameter vom Haushaltsgerät an die externe Stelle.
Das Haushaltsgerät kann eine Auswahl und/oder eine Übertragung eines Funktionsparameters von der externen Stelle unterstützen. Das Haushaltsgerät kann von einem hierin beschriebenen System umfasst sein. Merkmale oder Vorteile des Haushaltsgeräts können auf das System übertragen werden oder umgekehrt.
In einer Ausführungsform ist das Haushaltsgerät auf der Basis erster und zweiter Funktionsparameter steuerbar. Der Speicher kann in einigen Ausführungsformen auch zur Ab- läge zweiter Funktionsparameter dienen. Vorzugsweise ist das Haushaltsgerät dafür eingerichtet, ein Verändern, Einstellen und/oder Editieren der ersten Funktionsparameter am Haushaltsgerät zu ermöglichen. In einigen Ausführungsformen kann das Haushaltsgerät eine Datenhoheit über die ersten Funktionsparameter besitzen, so dass im Fall eines Konflikts (und/oder einer Inkonsistenz zwischen an unterschiedlichen Orten gespeicherten Funktionsparametern) der jeweils gültige Wert für einen ersten Funktionsparameter am Haushaltsgerät vorliegt.
Die externe Stelle kann gebildet sein durch eine Vorrichtung, die einen zweiten Speicher zur Ablage erster und zweiter Funktionsparameter zur Steuerung eines vorbestimmten Haushaltsgeräts umfasst. Außerdem umfasst die Vorrichtung eine erste Schnittstelle zur Übertragung erster Funktionsparameter von dem Haushaltsgerät; eine zweite Schnittstelle zur Verbindung mit einer vorbestimmten Applikation; sowie eine Verarbeitungseinrichtung, die dazu eingerichtet ist, gesteuert durch die Applikation einen zweiten Funktionsparameter zu editieren.
Die Vorrichtung kann ebenfalls von einem hierin beschriebenen System umfasst sein. Merkmale oder Vorzüge der Vorrichtung können auf das System übertragen werden oder umgekehrt.
In einigen Ausführungsformen besitzt die Vorrichtung eine Datenhoheit über die zweiten Funktionsparameter, so dass im Fall eines Konflikts (und/oder einer Inkonsistenz zwischen an unterschiedlichen Orten gespeicherten Funktionsparametern) der jeweils gültige Wert für einen zweiten Funktionsparameter an der Vorrichtung vorliegt.
Nicht beschränkende Ausführungsformen der Erfindung werden nun unter Bezug auf die beiliegenden Figuren genauer beschrieben, in denen:
Figur 1 ein System;
Figur 2 ein Ablaufdiagramm eines ersten Verfahrens;
Figur 3 ein Ablaufdiagramm eines zweiten Verfahrens; und
Figur 4 ein Ablaufdiagramm eines dritten Verfahrens; darstellt. Figur 1 zeigt ein System 100 zur Steuerung eines Haushaltsgeräts 105. Das System 100 umfasst das Haushaltsgerät 105 und eine zum Haushaltsgerät 105 externe Stelle 110. Außerdem können eine oder mehrere Applikationen 115 umfasst sein, die jeweils durch ein Gerät gebildet sein können, das durch einen Benutzer des Haushaltsgeräts 105 gesteuert werden kann.
Das Haushaltsgerät 105 kann auf der Basis eines Funktionsparameters gesteuert werden, der einen einzelnen Parameter, eine Sammlung von Parametern oder ein Funktionsprogramm umfassen kann. Der Funktionsparameter kann aus unterschiedlichen Datenquellen ausgewählt werden. Ein erster Funktionsparameter 120 kann am Haushaltsgerät 105 selbst durch einen Benutzer gesteuert werden. Ein zweiter Funktionsparameter 125 kann mittels einer Applikation 115 auf der externen Stelle 110 editiert werden.
Das Haushaltsgerät 105 umfasst bevorzugt eine Verarbeitungseinrichtung 130, einen ersten Speicher 135 zur Ablage eines oder mehrerer erster Funktionsparameter 120 sowie eine Schnittstelle 140 zur Kommunikation mit der externen Stelle 110. Außerdem ist bevorzugt eine Ausgabeeinrichtung 145 und/oder eine Eingabeeinrichtung 150 vorgesehen. Die Ausgabeeinrichtung 145 kann beispielsweise eine optische Anzeigeeinrichtung umfassen. Andere Möglichkeiten umfassen eine akustische oder haptische Ausgabeeinrichtung 145. Die Eingabeeinrichtung 150 ist exemplarisch als Drehknopf dargestellt; in anderen Ausführungsformen kann die Eingabeeinrichtung 150 jedoch auch beispielsweise Tasten, einen berührungsempfindlichen Bildschirm oder ein anderes Eingabemittel umfassen. Mittels der Interaktionseinrichtung 145, 150 kann ein Benutzer einen ersten Funktionsparameter 120 im ersten Speicher 135 abrufen, ändern und abspeichern.
Die Schnittstelle 140 ist bevorzugt drahtlos ausgeführt und kann beispielsweise mittels Bluetooth, WLAN oder Mobilfunk arbeiten. Nicht in Figur 1 dargestellt ist ein Empfänger für drahtlose Signale der Schnittstelle 140. Der Empfänger kann eine Umsetzung zu einem drahtgebundenen Netzwerk herstellen. In einer anderen Ausführungsform ist die Schnittstelle 140 drahtgebunden ausgeführt. Rein beispielhaft ist das Haushaltsgerät 105 in Figur 1 als Waschmaschine ausgeführt. Der Funktionsparameter 120 kann ein Funktionsprogramm der Waschmaschine 105 umfassen, welches durch einen Benutzer angelegt bzw. verändert werden kann.
Die zum Haushaltsgerät 105 externe Stelle 110 ist bevorzugt dazu eingerichtet, mit einer Vielzahl Haushaltsgeräte 105 zu kommunizieren. Funktionalitäten, die mit den unterschiedlichen Haushaltsgeräten 105 erbracht werden, können jedoch überlappungsfrei sein, sodass vorliegend nur ein Betrieb mit einem einzigen Haushaltsgerät 105 beschrieben wird. Die externe Stelle 110 kann beispielsweise als Server oder als Dienst, insbesondere in einer Cloud, realisiert sein.
Die externe Stelle 110 umfasst bevorzugt eine Verarbeitungseinrichtung 155, einen zweiten Speicher 160, eine erste Schnittstelle 165 und eine zweite Schnittstelle 170. Mittels der ersten Schnittstelle 165 kann die externe Stelle 110 mit dem Haushaltsgerät 105 kommunizieren. Obwohl die erste Schnittstelle 165 mit einem Symbol für eine drahtlose Verbindung dargestellt ist, kann auch eine drahtgebundene Verbindung verwendet werden. Mittels der zweiten Schnittstelle 170 kann die externe Stelle 110 mit einer oder mehreren Applikationen 115 kommunizieren. Auch hier kann ein Teil der Übertragungsstrecke drahtlos und/oder ein anderer drahtgebunden erfolgen. Üblicherweise ist eine Applikation 115 mittels eines Weitverkehrs-Kommunikationsnetzes mit der externen Stelle 110 verbunden. Dazu kann beispielsweise das Internet oder ein Mobilfunknetz genutzt werden.
Der zweite Speicher 160 ist dazu eingerichtet, erste Funktionsparameter 120 sowie zweite Funktionsparameter 125 aufzunehmen. Eine Applikation 115 kann erste und zweite Funktionsparameter 120, 125 der externen Stelle 110 einsehen, verändern und wieder abspeichern. Dabei können vorbestimmte Einschränkungen gelten, wie hierin genauer ausgeführt ist.
Konzeptionell gilt der erste Speicher 135 des Haushaltsgeräts 105 als diejenige Einrichtung, an der stets gültige erste Funktionsparameter 120 abgespeichert sind. Sollte aus irgendeinem Grund ein Widerspruch zwischen ersten Funktionsparametern 120 an unterschiedlichen Orten entstehen, so ist der maßgebliche Wert stets im ersten Speicher 135 zu finden. In entsprechender Weise kann der zweite Speicher 160 der externen Stelle 110 als maßgebliche Datenquelle für zweite Funktionsparameter 125 gelten. Sollten aus ir- gendeinem Grund unterschiedliche Werte für einen zweiten Funktionsparameter 125 an unterschiedlichen Orten des Systems 100 existieren, so ist der maßgebliche Wert stets im zweiten Speicher 160 zu finden.
Es ist zu beachten, dass die externe Stelle 110 bevorzugt dazu eingerichtet ist, nebenläufig mit mehreren Applikationen 115 zu kommunizieren, die jeweils auf denselben zweiten Funktionsparameter 125 zugreifen können. Zur Kollisionsvermeidung können übliche Methoden angewendet werden, beispielsweise Semaphore, Mutex-Passagen, Spinlocks oder Prioritäten.
Die Änderung bzw. Verbreitung von Funktionsparametern 120, 125 im System 100 wird im Folgenden anhand dreier Beispiele genauer beschrieben.
Figur 2 zeigt ein Ablaufdiagramm eines ersten beispielhaften Verfahrens 200, in welchem eine benutzergesteuerte Änderung eines ersten Funktionsparameters 120 am Haushaltsgerät 105 erfolgt.
In einem Schritt 205 kann ein erster Funktionsparameter 120 am Haushaltsgerät 105 editiert werden. Dies kann insbesondere mittels der Interaktionseinrichtungen 145, 150 durch einen Benutzer des Haushaltsgeräts 105 erfolgen. In einem Schritt 210 kann die Änderung lokal im ersten Speicher 135 abgelegt werden.
In einem Schritt 215 kann geprüft werden, ob eine Kommunikationsverbindung zwischen dem Haushaltsgerät 105 und der externen Stelle 110 verfügbar ist. Ist dies nicht der Fall, so kann in einem Schritt 220 vermerkt werden, welcher erste Funktionsparameter verändert wurde. Nach einer vorbestimmten Zeit kann erneut im Schritt 215 geprüft werden, ob die Verbindung verfügbar ist. In einer weiteren Ausführungsform kann auch eine ereignisgesteuerte Überprüfung erfolgen.
Wurde im Schritt 215 bestimmt, dass die Verbindung verfügbar ist, so kann in einem Schritt 225 der geänderte Funktionsparameter an die externe Stelle 110 übertragen werden. Der geänderte erste Funktionsparameter 120 kann in einem Schritt 230 im zweiten Speicher 160 abgelegt werden. Anschließend können in einem oder mehreren Schritten 235 die Änderung an eine oder mehrere angeschlossene Applikationen 115 weitergeleitet werden. Ein Benutzer des Haushaltsgeräts 105, der eine Applikation 115 verwendet, kann über einen geänderten ersten Funktionsparameter 120 unmittelbar in Kenntnis gesetzt werden.
Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm eines zweiten Verfahrens 300, in welchem ein zweiter Funktionsparameter 125 an einer Applikation 115 geändert wird. Diese Änderung kann insbesondere durch einen Benutzer des Haushaltsgeräts 105 erfolgen.
In einem Schritt 305 kann erfasst werden, dass ein Benutzer einen zweiten Funktionsparameter 125 an einer Applikation 115 verändert. Die Änderung kann in einem Schritt 310 an die externe Stelle 110 übertragen werden. In einem Schritt 315 kann der betroffene, geänderte zweite Funktionsparameter 125 lokal im zweiten Speicher 160 abgelegt bzw. überschrieben werden. Anschließend kann in einem Schritt 320 die Änderung an eine oder mehrere weitere Applikationen 115 übertragen werden.
Es ist zu beachten, dass im Rahmen einer benutzergesteuerten Änderung eines zweiten Funktionsparameters 125 bevorzugt keine Übertragung an das Haushaltsgerät 105 erfolgt. Erst wenn ein zweiter Funktionsparameter 125 einer Funktion des Haushaltsgeräts 105 zu Grunde gelegt werden soll, kann eine Übertragung des entsprechenden, ausgewählten Funktionsparameters 125 an das Haushaltsgerät 105 erfolgen.
Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm eines dritten Verfahrens 400, in welchem ein erster Funktionsparameter 120 an einer Applikation 115 verändert wird. Diese Änderung kann ebenfalls durch einen Benutzer des Haushaltsgeräts 105 erfolgen.
In einem Schritt 405 kann erfasst werden, dass ein erster Funktionsparameter 120 in einer der Applikationen 115 verändert wird. In einem Schritt 410 kann die Änderung an die externe Stelle 110 übertragen werden.
In einem Schritt 415 kann geprüft werden, ob eine Kommunikationsverbindung zwischen der externen Stelle 110 und dem Haushaltsgerät 105 verfügbar ist. Ist dies nicht der Fall, so kann in einem Schritt 420 eine entsprechende Nachricht an diejenige Applikation 115 verschickt werden, über welche die Änderung erfolgt ist. Insbesondere kann die Änderung an der Applikation 115 rückgängig gemacht werden. Optional kann eine weitere Änderung eines ersten Funktionsparameters 120 durch einen Benutzer an der Applikation 115 gesperrt werden. Eine Veränderung eines zweiten Funktionsparameters 125 mittels einer Applikation 115 kann davon nicht betroffen sein. Andernfalls, wenn im Schritt 415 bestimmt wurde, dass die Kommunikationsverbindung zum Haushaltsgerät 105 verfügbar ist, kann der erste Funktionsparameter 120 in einem Schritt 425 im zweiten Speicher 160 abgelegt werden. In einem oder mehreren folgenden Schritten 430 kann der geänderte erste Funktionsparameter 120 an eine oder mehrere weitere verbundene Applikationen 115 übertragen werden.
Bezugszeichen
100 System
105 Haushaltsgerät
110 externe Stelle
115 Applikation
120 erster Funktionsparameter
125 zweiter Funktionsparameter
130 Verarbeitungseinrichtung
135 erster Speicher
140 Schnittstelle
145 Ausgabeeinrichtung
150 Eingabeeinrichtung
155 Verarbeitungseinrichtung
160 zweiter Speicher
165 erste Schnittstelle
170 zweite Schnittstelle
200 erstes Verfahren
205 Benutzer editiert ersten Funktionsparameter am Haushaltsgerät
210 Änderung lokal speichern
215 Verbindung verfügbar?
220 zu ändernden ersten Funktionsparameter vermerken
225 Änderung an externe Stelle übertragen
230 Änderung an externer Stelle speichern
235 Änderung an angeschlossene Applikation weiterleiten
300 zweites Verfahren
305 Benutzer editiert zweiten Funktionsparameter an Applikation
310 Änderung an externe Stelle übertragen
315 Änderung lokal speichern
320 Änderung an weitere Applikation übertragen 400 drittes Verfahren
405 Benutzer editiert ersten Funktionsparameter in Applikation
410 Änderung an externe Stelle übertragen
415 Kommunikationsverbindung zum Haushaltsgerät verfügbar? 420 Reset
425 Änderung lokal speichern
430 Änderung an weitere Applikation übertragen

Claims

PATENTANSPRÜCHE
1. System (100), umfassend
- ein Haushaltsgerät (105), das auf der Basis eines Funktionsparameters steuerbar ist;
- wobei das Haushaltsgerät (105) zur Ablage erster Funktionsparameter (120) eingerichtet ist;
- eine externe Stelle (110), die zur Ablage erster (120) und zweiter Funktionsparameter (125) eingerichtet ist;
- wobei die ersten Funktionsparameter (120) am Haushaltsgerät (105) und die zweiten Funktionsparameter (125) mittels einer mit der externen Stelle (110) verbundenen Applikation (115) editierbar sind;
- wobei die ersten Funktionsparameter (120) vom Haushaltsgerät (105) an die externe Stelle (110) übertragen werden.
2. System (100) nach Anspruch 1 , wobei eine Änderung eines ersten Funktionsparameters (120) an der externen Stelle (110) und/oder ein Übertragen eines geänderten ersten Funktionsparameters (120) an das Haushaltsgerät (105) nur dann ermöglicht ist, wenn eine Kommunikationsverbindung zwischen dem Haushaltsgerät (105) und der externen Stelle (110) besteht.
3. System (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei für eine Funktion des Haushaltsgeräts (105) eine Auswahl eines der Funktionsparameter (120, 125) bestimmt und die Funktion auf der Basis des ausgewählten Funktionsparameters (120, 125) gesteuert werden kann.
4. System (100) nach Anspruch 3, wobei ein ausgewählter zweiter Funktionsparameter (125) von der externen Stelle (110) an das Haushaltsgerät (105) übertragen wird.
5. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Änderung eines zweiten Funktionsparameters (125) am Haushaltsgerät (105) und/oder ein Übertragen eines geänderten zweiten Funktionsparameters (125) an die externe Stelle (110) ausgeschlossen ist.
6. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei im Fall einer unterbrochenen Kommunikationsverbindung zwischen dem Haushaltsgerät (105) und der externen Stelle (110) ein am Haushaltsgerät (105) geänderter erster Funktionsparameter (120) bestimmt und bei Wiederherstellung der Kommunikationsverbindung an die externe Stelle (110) übertragen wird.
7. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die externe Stelle (110) dazu eingerichtet ist, eine Änderung eines abgelegten ersten (120) oder zweiten Funktionsparameters (125) an eine angeschlossene Applikation (115) zu übertragen.
8. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei nebenläufig mehrere Applikationen (115) mit der externen Stelle (110) verbunden sein können.
9. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Funktionsparameter (120, 125) ein auf dem Haushaltsgerät (105) ausführbares Funktionsprogramm umfasst.
10. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Haushaltsgerät (105) eines von einem Wäschepflegegerät, einem Küchengerät oder einem Reinigungsgerät umfasst.
11. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Applikation (115) auf einem Smartphone, einem Laptopcomputer, einem Tabletcomputer, einer Smart Watch, einem sprachgesteuerten Assistenten oder einer Zentrale für Heimautomation abläuft.
12. System (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Haushaltsgerät (105) eine Datenhoheit über die ersten Funktionsparameter (120) und die externe Stelle (110) eine Datenhoheit über die zweiten Funktionsparameter (125) besitzt, so dass im Fall eines Konflikts der jeweils gültige Wert für einen ersten Funktionsparameter am Haushaltsgerät (105) und der jeweils gültige Wert für einen zweiten Funktionsparameter an der externen Stelle (110) vorliegt.
13. Haushaltsgerät (105), das auf der Basis eines Funktionsparameters (120, 125) steuerbar ist; wobei das Haushaltsgerät (105) einen ersten Speicher (135) zur Ablage erster Funktionsparameter (120); eine Schnittstelle (140) zur Kommunikation mit einer externen Stelle (110); und eine Verarbeitungseinrichtung (130) zur Übertragung der ersten Funktionsparameter (120) vom Haushaltsgerät (105) an die externe Stelle (110) umfasst.
14. Vorrichtung (110), umfassend einen zweiten Speicher (160) zur Ablage erster (120) und zweiter Funktionsparameter (125) zur Steuerung eines vorbestimmten Haushaltsgeräts (105); eine erste Schnittstelle (165) zur Übertragung erster Funktionspa- rameter (120) von dem Haushaltsgerät (105); eine zweite Schnittstelle (170) zur Verbindung mit einer vorbestimmten Applikation (115); sowie eine Verarbeitungseinrichtung (155), die dazu eingerichtet ist, gesteuert durch die Applikation (115) einen zweiten Funktionsparameter (125) zu editieren.
EP24722003.1A 2023-05-02 2024-04-25 Steuerung eines haushaltsgeräts Pending EP4705836A1 (de)

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