EP4702653A1 - Bremsanordnung, insbesondere für einen elektromotor, zum abbremsen einer welle - Google Patents

Bremsanordnung, insbesondere für einen elektromotor, zum abbremsen einer welle

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EP4702653A1
EP4702653A1 EP24711509.0A EP24711509A EP4702653A1 EP 4702653 A1 EP4702653 A1 EP 4702653A1 EP 24711509 A EP24711509 A EP 24711509A EP 4702653 A1 EP4702653 A1 EP 4702653A1
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    • H02K7/1021Magnetically influenced friction brakes
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    • HELECTRICITY
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Abstract

Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, wobei die Bremsanordnung eine Bremse und ein Gehäuseteil aufweist, wobei die Bremse vom Gehäuseteil gehäusebildend umgeben ist, wobei an einem Bremsflächenteil der Bremse nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche ausgeformt sind.

Description

Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle.
Es ist allgemein bekannt, eine Bremsanordnung zum Abbremsen einer Welle, insbesondere Rotorwelle eines Elektromotors eines Bremsmotors, vorzusehen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Herstellverfahren bei einer kompakten Bremsanordnung auszubilden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Bremsanordnung nach den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Wichtige Merkmale der Erfindung bei der Bremsanordnung sind, dass die Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle vorgesehen ist, wobei die Bremsanordnung eine Bremse und ein Gehäuseteil aufweist, wobei die Bremse vom Gehäuseteil gehäusebildend umgeben ist, wobei an einem Bremsflächenteil der Bremse nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche ausgeformt sind, wobei die Ohrenbereiche mit dem Gehäuseteil verbunden sind, insbesondere wobei die Ohrenbereiche jeweils mit einer jeweiligen Schraube ans Gehäuseteil angeschraubt sind, insbesondere wobei die jeweilige Schraube in eine Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist, insbesondere wobei die radiale Richtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist und/oder die axiale Richtung sowie die Umfangsrichtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist.
Von Vorteil ist dabei, dass die Ohrenbereiche am Bremsflächenteil radial hervorstehen und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Somit ist das Reaktionsmoment der Bremse sowie die Reibwärme der Bremse über die Ohrenbereiche ans Gehäuseteil abgeführt.
Zwischen Bremse und Gehäuseteil ist also ein Ringspalt ausgebildet, der allerdings mehrfach unterbrochen wird, nämlich durch die Ohrenbereiche.
Insbesondere sind die Ohrenbereiche alle auf demselben Radialabstand bezogen auf die Drehachse der Welle angeordnet. Die Ohrenbereiche überdecken also jeweils einen Umfangswinkelbereich, wobei diese Umfangswinkelbereiche jeweils in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der von der Bremse und/oder von den Ohrenbereichen überdeckte Radialabstandsbereich von dem von dem Gehäuseteil überdeckten Radialabstandsbereich umfasst oder überlappt mit diesem. Von Vorteil ist dabei, dass die Ohrenbereiche durch axial gerichtete Schrauben verbindbar sind mit dem Gehäuseteil.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Bremse eine elektrisch bestrombare Spule auf, der Anschlussleitungen radial aus der Bremse herausgeführt sind und in dem zwischen Bremse und Gehäuseteil angeordneten Ringspalt in axialer Richtung hervorragen. Von Vorteil ist dabei, dass beim Herstellen die Bremse in das Gehäuseteil in axialer Richtung eingeschoben werden kann und erst danach die Versorgungsleitungen, welche durch das Gehäuseteil in radialer Richtung hindurchragen, mit den Anschlussleitungen der Bremse verbunden werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Anschlussleitungen an ihren in den Ringspalt ragenden Enden mit ersten Aderendhülsen versehen, die mit zweiten Aderendhülsen steckverbunden sind. Von Vorteil ist dabei, dass die Versorgungsleitungen vor Einschieben der Bremse schon durch das Gehäuseteil hindurchführbar sind und die Anschlussleitungen erst danach mit den Versorgungsleitungen verbunden sind. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die zweiten Aderendhülsen an den jeweiligen Enden von jeweiligen Versorgungsleitungen angeordnet. Von Vorteil ist dabei, dass die ersten mit den zweiten Aderendhülsen in einfacher Weise durch Stecken verbindbar sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ragen die Versorgungsleitungen durch eine Kabelverschraubung hindurch, welche in eine durch das Gehäuseteil durchgehende Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Versorgungsleitungen abgedichtet, insbesondere explosionssicher abgedichtet, mittels der Kabelverschraubung durch das Gehäuseteil hindurchgehen.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die ersten Aderendhülsen und die zweiten Aderendhülsen in dem Ringspalt angeordnet. Von Vorteil ist dabei, dass kein zusätzlicher axialer Bauraum für die Aderendhülsen vorgesehen werden muss.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die ersten Aderendhülsen isoliert, insbesondere wobei die äußere Oberfläche der ersten Aderendhülsen von einer Isolationsschicht, insbesondere von einem elektrisch isolierenden Material, umgeben sind. Von Vorteil ist dabei, dass Kurzschlüsse vermeidbar sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Spule zwei, elektrisch miteinander in Reihe geschaltete Teilwicklungen auf, wobei der Mittelabgriff und die beiden äußeren Anschlüsse der beiden Teilwicklungen als jeweilige Anschlussleitung herausgeführt sind, so dass die Anzahl der Anschlussleitungen Drei beträgt, insbesondere und die Anzahl der Versorgungsleitungen ebenfalls Drei beträgt. Von Vorteil ist dabei, dass zum Lüften der Bremse anfänglich ein Strom sehr schnell aufbaubar ist, wobei nur eine der Teilwicklungen bestromt wird und somit eine niedrige Induktivität bereitgestellt wird. Danach ist dann ein kleinerer Strom verwendbar, der die gesamte Spule bestromt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die ersten Adernendhülsen zwischen dem Gehäuseteil und dem Bremsflächenteil zumindest in Umfangsrichtung und in radialer Richtung kraftschlüssig und formschlüssig gehalten, und dass die zweiten Adernendhülsen zwischen dem Gehäuseteil und dem Bremsflächenteil zumindest in Umfangsrichtung und in radialer Richtung kraftschlüssig und formschlüssig gehalten sind. Von Vorteil ist dabei, dass die ersten Aderendhülsen voneinander beabstandet werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die radiale Breite des Ringspalts kleiner als der größte Durchmesser der ersten und zweiten Adernendhülsen. Von Vorteil ist dabei, dass die Aderendhülsen kraftschlüssig eingequetscht werden können zwischen dem Gehäuseteil und dem Bremsflächenteil.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Gehäuseteil, insbesondere drei, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete, radial gerichtete Vertiefungen auf, wobei jede der Vertiefungen einen ersten Bereich zur Aufnahme einer jeweiligen der ersten Adernendhülsen aufweist und einen in axialer Richtung an den ersten Bereich angrenzenden zweiten Bereich zur Aufnahme einer jeweiligen der zweiten Adernendhülsen aufweist, insbesondere wobei die jeweilige der ersten Adernendhülsen im ersten Bereich aufgenommen ist und wobei die jeweilige der zweiten Adernendhülsen im zweiten Bereich aufgenommen ist, insbesondere wobei der erste Bereich als Teilbereich einer Mantelfläche eines ersten Zylinders mit einem ersten Zylinderradius ausgeformt ist, wobei die Zylinderachse des ersten Zylinders parallel zur Drehachse der Welle ausgerichtet ist, insbesondere wobei der zweite Bereich als Teilbereich einer Mantelfläche eines zweiten Zylinders mit einem zweiten Zylinderradius des zweiten Zylinders ausgeformt ist, wobei die Zylinderachse des zweiten Zylinders koaxial zur ersten Zylinderachse ausgerichtet ist, insbesondere wobei der erste Zylinderradius größer ist als der zweite Zylinderradius, insbesondere wobei der Teilbereich der Mantelfläche des ersten Zylinders sich über einen Umfangswinkelbereich von weniger als 200° erstreckt und/oder wobei der Teilbereich der Mantelfläche des zweiten Zylinders sich über einen Umfangswinkelbereich von weniger als 200° erstreckt. Von Vorteil ist dabei, dass die Aderendhülsen in einfacher Weise in den Radialspalt einsteckbar und dabei sowohl formschlüssig als auch kraftschlüssig verbindbar sind Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Gehäuseteil an seiner Innenseite eine zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich ausgebildete Stufe auf. Von Vorteil ist dabei, dass sowohl die erste als auch die zweite Aderendhülse formschlüssig aufnehmbar ist und an einer wohldefinierten Position gehalten ist.
Bei einer alternativen vorteilhaften Ausgestaltung ist die radiale Breite des Ringspalts größer als der größte Durchmesser der ersten und der zweiten Adernendhülsen, aber nicht mehr als 20 Prozent. Von Vorteil ist dabei, dass die Adernendhülsen samt Versorgungsleitungen und Anschlussleitungen in den Ringspalt hineindrückbar sind. Allerdings sind sie dann dort lose angeordnet und daher schwingungsfähig.
Wichtige Merkmale bei dem Bremsmotor mit Elektromotor und Bremsanordnung sind, dass das Gehäuseteil mit einem Motorgehäuse des Elektromotors verbunden ist, sodass das Gehäuseteil mit dem Motorgehäuse die Bremse einhaust. Von Vorteil ist dabei, dass der Bremsmotor explosionsgeschützt ausführbar ist, da die Bremse von einem zusätzlichen Schutzgehäuse umgeben ist.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.
Die Erfindung wird nun anhand von schematischen Abbildungen näher erläutert:
In der Figur 1 ist ein erster Verfahrensschritt zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Bremsanordnung eines Bremsmotors in Draufsicht dargestellt, wobei elektrische Anschlussleitungen einer Spule, insbesondere Bremsspule, hervorragen.
In der Figur 2 ist ein zweiter Verfahrensschritt der Herstellung dargestellt, wobei eine Kabelverschraubung 21 mit Versorgungsleitungen eingebracht wird.
In der Figur 3 ist ein dritter Verfahrensschritt der Herstellung dargestellt, wobei die Versorgungsleitungen mit den Anschlussleitungen verbunden sind.
In der Figur 4 sind eine mit einer ersten Aderendhülse 4 versehenen Anschlussleitung und eine mit einer zweiten Aderendhülse 20 versehene Versorgungsleitung in einer ersten Blickrichtung in Schrägansicht dargestellt.
In der Figur 5 sind die mit der ersten Aderendhülse 4 versehenen Anschlussleitung und die mit der zweiten Aderendhülse 20 versehene Versorgungsleitung in einer zweiten Blickrichtung in Schrägansicht dargestellt.
In der Figur 6 sind die mit der ersten Aderendhülse 4 versehenen Anschlussleitung und die mit der zweiten Aderendhülse 20 versehene Versorgungsleitung miteinander verbunden in Seitenansicht dargestellt.
Wie in den Figuren dargestellt, weist die Bremsanordnung ein Gehäuseteil auf, in welche eine Bremse einmontiert ist. Vorzugsweise wird die Bremsanordnung an einen Elektromotor anmontiert zur Herstellung eines explosionsgeschützten Bremsmotors oder die Bremsanordnung wird an eine andere Komponente anmontiert, sodass die Bremsanordnung explosionsgeschützt betreibbar ist.
Die Bremse weist ein ringförmiges Bremsflächenteil 1 auf, das eine durchgehende Ausnehmung, insbesondere Ringöffnung, aufweist. Eine in den Figuren nicht gezeigte Welle ragt durch das Bremsflächenteil hindurch. Die axiale Richtung ist parallel zur Drehachse der Welle ausgerichtet. Die radiale Richtung und die Umfangsrichtung sind auf die Drehachse der Welle bezogen.
Eine von der Bremsanordnung abzubremsende Welle ragt durch die Ausnehmung hindurch.
Ein scheibenförmiger Bremsbelagträger weist eine Innenverzahnung auf, mit welcher er auf einen ringförmigen Mitnehmer aufgesteckt ist, sodass eine Außenverzahnung des Mitnehmers mit der Innenverzahnung in Eingriff ist. Der Mitnehmer ist mit der Welle drehfest verbunden, insbesondere mittels Passfederverbindung.
Der Bremsbelagträger ist mit dem Mitnehmer drehfest verbunden und in axialer Richtung verschiebbar angeordnet. Der Bremsbelagträger weist axial beidseitig Bremsbeläge auf oder ist insgesamt aus Bremsbelagmaterial hergestellt.
Eine ferromagnetische Ankerscheibe ist mit einem Magnetkörper, der die Spule in einer ringförmigen Vertiefung des Magnetkörpers aufnimmt, drehfest und in axialer Richtung verschiebbar angeordnet. Vorzugsweise ragen axial gerichtete Bolzen durch die Ankerscheibe hindurch, wobei die Bolzen mit dem Magnetkörper verbunden sind.
Der Magnetkörper ist vorzugsweise aus ferromagnetischem Material gefertigt.
Am Magnetkörper sind Federelemente abgestützt, welche auf die Ankerscheibe drücken.
In axialer Richtung ist die Ankerscheibe axial zwischen dem Bremsbelagträger und Magnetkörper angeordnet.
Der Bremsbelagträger ist axiale zwischen der Ankerscheibe und einer am Bremsflächenteil bearbeiteten Bremsfläche angeordnet.
Das Bremsflächenteil bildet zusammen mit dem Magnetkörper entweder direkt oder mit einem ringförmigen Zwischenring ein Gehäuse, welches die Spule, die Ankerscheibe, die Federelemente sowie den Bremsbelagträger und den Mitnehmer einhaust. Zur Herstellung einer explosionsgeschützten Bauweise ist die Bremse in ein Gehäuseteil 3 einmontiert. Hierzu sind am Bremsflächenteil 1 nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche ausgeformt, welche mit einer jeweiligen Schraube 2 ans Gehäuseteil 3 angeschraubt sind.
Somit ist die Bremse als Ganzes im Innern des Gehäuseteils 3 angeordnet und somit ist die Bremsanordnung explosionsgeschützt ausführbar. Außerdem ist die gehäusebildende Funktion der Bremse mittels der quasi redundanten Gehäusefunktion des Gehäuseteils verbessert, insbesondere mit einer höheren Sicherheit ausgeführt.
Die Spule ist als Ringwicklung ausgeführt, deren Ringachse parallel zur axialen Richtung ausgerichtet ist.
Bei Bestromung der Spule wird die Ankerscheibe entgegen der von den Federelementen erzeugten Federkraft zum Magnetkörper hingezogen, sodass der Bremsbelagträger zwischen der Bremsfläche und der Ankerscheibe axiales Spiel zur Verfügung hat.
Bei Nichtbestromung der Spule drücken die Federelemente die Ankerscheibe von dem Magnetkörper weg und somit zum Belagträger hin. Dabei wird der Bremsbelagträger von der Ankerscheibe auf die am Bremsflächenteil 1 ausgebildete Bremsfläche gedrückt. In diesem Fall ist die Bremse eingefallen und erzeugt Reibwärme, die hauptsächlich über das Bremsflächenteil 1 an das Gehäuseteil 3 abgeführt.
Im ersten Herstellverfahrensschritt wird die Bremse in das Gehäuseteil 3 in axialer Richtung eingeschoben.
Die Anschlussleitungen der Spule, insbesondere also der Wicklungsdraht, sind radial aus der Bremse herausgeführt und ragen, insbesondere radial zwischen der Bremse und dem Gehäuseteil 3, in axialer Richtung über die Bremse hervor.
Das Gehäuseteil 1 ist, wie in Figur 1 gezeigt, nach axial vorne offen zugänglich, solange nicht der Elektromotor mit dem Gehäuseteil verbunden wird oder mit einer anderen Komponente verbunden wird. Somit sind die Anschlussleitungen aus axialer Richtung, insbesondere Blickrichtung der Figur 1 , zugänglich.
Die Enden der Anschlussleitungen sind mit ersten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen 4 versehen.
Im zweiten Herstellverfahrensschritt wird eine Kabelverschraubung 21 in eine radial durchgehende Gewindebohrung des Gehäuseteils 3 eingeschraubt, wobei ebenfalls mit Adernendhülsen 20 an ihren Enden versehene Versorgungsleitungen mittels der Kabeldurchführung von außen kommend durch die Kabelverschraubung und somit durch das Gehäuseteil durchgeführt werden.
Im dritten Herstellverfahrensschritt wird werden die ersten Adernendhülsen 4 mit den zweiten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen 20 der Versorgungsleitungen verbunden
Auf die Außenseite desjenigen Oberflächenbereichs des Gehäuseteils 3, in welchem die durchgehende Gewindebohrung, in welche die Kabelverschraubung eingeschraubt ist, angeordnet ist, ist ein Anschlusskastenoberteil aufsetzbar, so dass die Versorgungsleitungen nicht direkt in die äußere Umgebung münden, sondern mit Anschlusselementen elektrisch und mechanisch verbunden sind, welche innerhalb des so gebildeten Anschlusskastens angeordnet sind. Von diesen Anschlusselementen aus führen dann weitere Versorgungsleitungen in die äußere Umgebung, insbesondere durch die Wandung des Anschlusskastenoberteils hindurch.
Nach Anmontieren des Elektromotors an das Gehäuseteil 3 sind die Anschlussleitungen von außen nicht mehr direkt zugänglich.
Nach dem dritten Herstellverfahrensschritt sind die Adernendhülsen (4, 20) in den schmalen Ringspalt zwischen dem Gehäuseteil 3 und der Bremse einsteckbar, so dass der von den Adernendhülsen (4, 20) in axialer Richtung überdeckte axiale Bereich von dem von der Bremse in axialer Richtung überdeckten Bereich umfasst ist. Die Adernendhülsen (4, 20) sind somit auch bei dem weiteren Anmontieren des Elektromotors oder der anderen Komponente insbesondere mechanisch geschützt. Der Ringspalt ist in Umfangsrichtung mehrfach unterbrochen, nämlich durch die Ohrenbereiche des Bremsflächenteils 1.
Die radiale Breite des Ringspalts ist größer als der größte Durchmesser der der ersten und zweiten Adernendhülsen (4, 20), aber nicht mehr als 20 Prozent.
Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist das Bremsflächenteil 1 als Lagerschild oder Lagerflansch ausgeführt und nimmt daher ein Lager, insbesondere Wälzlager, der Welle auf.
Insbesondere führen drei Anschlussleitungen von der Spule zu den Versorgungsleitungen, weil die Spule als geteilte Wicklung ausgeführt ist. Dabei ist zum Lüften der Bremsanordnung anfänglich nur eine erste Teilwicklung der Spule bestromt, da infolge der geringeren Induktivität ein Strom schneller aufbaubar ist. Später werden dann die erste Teilwicklung und eine dazu in Reihe geschaltete zweite Teilwicklung bestromt, wobei dann ein niedrigerer Strom für das dauerhafte Lüften der Bremse infolge der höheren Induktivität der in Reihe geschalteten beiden Teilwicklungen ausreichend ist.
Bezugszeichenliste
1 Bremsflächenteil 2 Schraube
3 Gehäuseteil
4 erste Aderendhülse
5 Klemmenkastenunterteil
20 zweite Aderendhülse 21 Kabelverschraubung

Claims

Patentansprüche:
1. Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle, wobei die Bremsanordnung eine Bremse und ein Gehäuseteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse vom Gehäuseteil gehäusebildend umgeben ist, wobei an einem Bremsflächenteil der Bremse nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche, insbesondere also Ohrenförmige Bereiche, ausgeformt sind, wobei die Ohrenbereiche mit dem Gehäuseteil verbunden sind, insbesondere wobei die Ohrenbereiche alle auf demselben Radialabstand bezogen auf die Drehachse der Welle angeordnet sind, insbesondere wobei die Ohrenbereiche jeweils mit einer jeweiligen Schraube ans Gehäuseteil angeschraubt sind, insbesondere wobei die jeweilige Schraube in eine Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist, insbesondere wobei die radiale Richtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist und/oder die axiale Richtung sowie die Umfangsrichtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist.
2. Bremsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der von der Bremse und/oder von den Ohrenbereichen überdeckte Radialabstandsbereich von dem von dem Gehäuseteil überdeckten Radialabstandsbereich umfasst ist oder mit diesem überlappt.
3. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse eine elektrisch bestrombare Spule aufweist, der Anschlussleitungen radial aus der Bremse herausgeführt sind und in einem zwischen Bremse und Gehäuseteil angeordneten Ringspalt in axialer Richtung hervorragen.
4. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussleitungen an ihren in den Ringspalt ragenden Enden mit ersten Aderendhülsen versehen sind, die mit zweiten Aderendhülsen steckverbunden sind.
5. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Aderendhülsen an den jeweiligen Enden von jeweiligen Versorgungsleitungen angeordnet sind.
6. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsleitungen durch eine Kabelverschraubung hindurchragen, welche in eine durch das Gehäuseteil durchgehende Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist.
7. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Aderendhülsen und die zweiten Aderendhülsen in dem Ringspalt angeordnet sind.
8. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Aderendhülsen isoliert sind, insbesondere wobei die äußere Oberfläche der ersten Aderendhülsen von einer Isolationsschicht, insbesondere von einem elektrisch isolierenden Material, umgeben sind.
9. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule zwei, elektrisch miteinander in Reihe geschaltete Teilwicklungen aufweist, wobei der Mittelabgriff und die beiden äußeren Anschlüsse der beiden Teilwicklungen als jeweilige Anschlussleitung herausgeführt sind, so dass die Anzahl der Anschlussleitungen Drei beträgt, insbesondere und die Anzahl der Versorgungsleitungen ebenfalls Drei beträgt.
10. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Adernendhülsen zwischen dem Gehäuseteil und dem Bremsflächenteil zumindest in Umfangsrichtung und in radialer Richtung kraftschlüssig und formschlüssig gehalten sind, und dass die zweiten Adernendhülsen zwischen dem Gehäuseteil und dem Bremsflächenteil zumindest in Umfangsrichtung und in radialer Richtung kraftschlüssig und formschlüssig gehalten sind.
11. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Breite des Ringspalts kleiner als der größte Durchmesser der ersten und zweiten Adernendhülsen ist.
12. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil, insbesondere drei, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete, radial gerichtete Vertiefungen aufweist, wobei jede der Vertiefungen einen ersten Bereich zur Aufnahme einer jeweiligen der ersten Adernendhülsen aufweist und einen in axialer Richtung an den ersten Bereich angrenzenden zweiten Bereich zur Aufnahme einer jeweiligen der zweiten Adernendhülsen aufweist, insbesondere wobei die jeweilige der ersten Adernendhülsen im ersten Bereich aufgenommen ist und wobei die jeweilige der zweiten Adernendhülsen im zweiten Bereich aufgenommen ist, insbesondere wobei der erste Bereich als Teilbereich einer Mantelfläche eines ersten Zylinders mit einem ersten Zylinderradius ausgeformt ist, wobei die Zylinderachse des ersten Zylinders parallel zur Drehachse der Welle ausgerichtet ist, insbesondere wobei der zweite Bereich als Teilbereich einer Mantelfläche eines zweiten Zylinders mit einem zweiten Zylinderradius des zweiten Zylinders ausgeformt ist, wobei die Zylinderachse des zweiten Zylinders koaxial zur ersten Zylinderachse ausgerichtet ist, insbesondere wobei der erste Zylinderradius größer ist als der zweite Zylinderradius, insbesondere wobei der Teilbereich der Mantelfläche des ersten Zylinders sich über einen Umfangswinkelbereich von weniger als 200° erstreckt und/oder wobei der Teilbereich der Mantelfläche des zweiten Zylinders sich über einen Umfangswinkelbereich von weniger als 200° erstreckt.
13. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil an seiner Innenseite eine zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich ausgebildete Stufe aufweist.
14. Bremsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Breite des Ringspalts größer als der größte Durchmesser der der ersten und zweiten Adernendhülsen ist, aber nicht mehr als 20 Prozent.
15. Bremsmotor mit Elektromotor und Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil mit einem Motorgehäuse des Elektromotors verbunden ist, sodass das Gehäuseteil mit dem Motorgehäuse die Bremse einhaust.
EP24711509.0A 2023-04-24 2024-03-11 Bremsanordnung, insbesondere für einen elektromotor, zum abbremsen einer welle Pending EP4702653A1 (de)

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DE102019120043A1 (de) * 2019-07-24 2021-01-28 Konecranes Global Corp. Elektromagnetische Bremse

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