EP4702212A1 - Tuchwellenhalterung - Google Patents

Tuchwellenhalterung

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EP4702212A1
EP4702212A1 EP24723016.2A EP24723016A EP4702212A1 EP 4702212 A1 EP4702212 A1 EP 4702212A1 EP 24723016 A EP24723016 A EP 24723016A EP 4702212 A1 EP4702212 A1 EP 4702212A1
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EP
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shaft
end piece
fabric
pressing part
cloth
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Application number
EP24723016.2A
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Michael LÖTSCHER
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Stobag AG
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Stobag AG
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    • E06B9/00Screening or protective devices for wall or similar openings, with or without operating or securing mechanisms; Closures of similar construction
    • E06B9/24Screens or other constructions affording protection against light, especially against sunshine; Similar screens for privacy or appearance; Slat blinds
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    • E06B9/50Bearings specially adapted therefor
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E04F10/02Sunshades, e.g. Florentine blinds or jalousies; Outside screens; Awnings or baldachins of flexible canopy materials, e.g. canvas ; Baldachins
    • E04F10/06Sunshades, e.g. Florentine blinds or jalousies; Outside screens; Awnings or baldachins of flexible canopy materials, e.g. canvas ; Baldachins comprising a roller-blind with means for holding the end away from a building

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  • Architecture (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Building Awnings And Sunshades (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Tuchwellenhalterung für eine Markise mit einer Tuchwelle, auf der ein Markisentuch auf- wickelbar ist, und mit mindestens einem Wellenendstück, das in einem axialen Endbereich der Tuchwelle in diese eingesetzt ist, wobei das Wellenendstück kraftschlüssig mit der Tuchwelle verbunden ist. Dabei ist ein Anpressteil, das in die Tuchwelle axial eingesetzt ist, relativ zu dem Wellenendstück und/oder zu der Tuchwelle in axialer Richtung der Tuchwelle zwischen einer Spannstellung und einer Freigabestellung verlagerbar und übt in der Spannstellung eine radiale Anpresskraft auf das Wellenendstück aus und spannt dieses gegen eine Innenwandung der Tuchwelle. Die Tuchwellenhalterung weist zumindest einen Spannstab auf, der durch das Anpressteil und des Wellendstück hindurchgeführt und mit dem das Anpressteil von der Freigabestellung in die Spannstellung verlagerbar ist.

Description

Tuchwellenhalterung
Die Erfindung betrifft eine Tuchwellenhalterung für eine Markise mit einer Tuchwelle, auf der ein Markisentuch aufwickelbar ist, und mit mindestens einem Wellenendstück, das in einem axialen Endbereich der Tuchwelle in diese eingesetzt ist, wobei das Wellenendstück kraft schlüssig mit der Tuchwelle verbunden ist, wobei ein Anpressteil, das in die Tuchwelle eingesetzt ist, relativ zu dem Wellenendstück und/oder zu der Tuchwelle in axialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung der Tuchwelle zwischen einer Spannstellung und einer Freigabestellung verlagerbar ist und in der Spannstellung eine radiale Anpresskraft auf das Wellenendstück ausübt und dieses gegen eine Innenwandung der Tuchwelle spannt
Die Tuchwelle ist eine zentrale Komponente der Markise und muss sowohl drehbar gelagert sein als auch in einer stabilen Lage gehalten werden, damit das Markisentuch zuverlässig und präzise von der Tuchwelle abgewickelt und auf die Tuchwelle aufgewickelt werden kann.
Es sind Ausführungsformen von Tuchwellenhalterungen bekannt, bei denen das Wellenendstück unter elastischer Verformung an einer Stirnseite axial in die rohrförmige Tuchwelle eingesetzt ist. Dabei ist das Wellenendstück, das im Verhältnis zu einem Innenraumdurchmesser der Tuchwelle ein Übermaß aufweist, in die Tuchwelle eingepresst und somit nach dem Einsetzen kraft schlüssig mit der Tuchwelle verbunden. Das Wellenendstück muss ausreichend fest in der Tuchwelle sitzen, damit es während der Nutzungsdauer sich insbesondere infolge von Wechselbelastungen nicht selbstständig löst. Darüber hinaus darf das eingesetzte Wellenendstück die technischen Funktionen der Markise nicht beein- trächtigen. Ein nicht sachgemäß eingesetztes oder nicht korrekt sitzendes Wellenendstück kann beispielsweise zu einer erhöhten Geräuschbildung beim Ein- und Ausfahren des Markisentuchs führen.
Es ist bekannt, das Wellenendstück nach dem Einsetzen von außerhalb der Tuchwelle axial mit Schrauben oder Nieten zu sichern. Optional dazu kann das Wellenendstück mit der Tuchwelle verklebt werden, wenn es eingesetzt ist. Diese Lösungen sind aufwändig und somit nachteilig.
Die DE 10 2014 003 499 Al zeigt ein stirnseitiges Endlager einer Tuchwelle, wobei eine Klemmbuchse vorgesehen ist, die mittels gegenseitiger Verstellung von Spannbuchsen gegen die Innenwandung der hohlen Tuchwelle gedrückt werden kann. Dabei besitzt die Klemmbuchse eine konische Anpressfläche und mehrere über den Umfang verteilte Spreizrippen. Zusätzlich ist ein teleskopierbarer , federngelagerter Trägerstützen vorgesehen, um die Tuchwelle drehbar zu lagern. Dieser Aufbau ist konstruktiv sehr aufwändig und anfällig.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Tuchwellenhalterung der genannten Art zu schaffen, mit der in konstruktiv enfacher Weise sowohl eine hohe Haltekraft zwischen dem Wellenendstück und der Tuchwelle als auch einfache Montage des Wellenendstücks gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Tuchwellenhalterung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Au ch dabei ist vorgesehen, dass ein Anpressteil, das in die Tuchwelle vorzugsweise axial eingesetzt ist, relativ zu dem Wellenendstück und/oder zu der Tuchwelle in axialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung der Tuchwelle zwischen einer Spannstellung und einer Freigabestellung verlagerbar ist und in der Spannstellung eine radiale Anpresskraft auf das Wellenendstück ausübt und dieses gegen eine Innenwandung der Tuchwelle spannt.
Um das Anpressteil in einfacher Weise in die Spannstellung zu bringen, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Tuchwellenhalterung zumindest einen vorzugsweise aus Stahl bestehenden Spannstab aufweist, der durch das Anpressteil und das Wellenendstück hindurchgeführt ist und mit dem das Anpressteil von der Freigabestellung in die Spannstellung verlagerbar ist.
Vorzugsweise erstreckt sich der Spannstab in axialer Längsrichtung der Tuchwelle.
Erfindungsgemäß kann während einer Vormontage das vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Anpressteil mit dem ebenfalls vorzugsweise aus Kunstsoff bestehenden Wellenendstück lose verbunden werden, sodass beide in einem Bauteilverbund auch vorproduziert werden können. Zum Einsetzen muss dieser Bauteilverbund mit dem Anpressteil voran in die vorzugsweise rohrförmige Tuchwelle axial eingesetzt werden, wobei das Wellenendstück in axialer Richtung der vorzugsweise aus Stahl bestehenden Tuchwelle sich auf einer Stirnseite eines Tuchwellenendes befindet. Nach dem Einsetzen weist das Anpressteil in seiner Freigabestellung ein Spiel zum Wellenendstück und der Tuchwelle auf.
Nachdem das Anpressteil und das Wellenendstück unter vorzugsweise einer elastischen Verformung des Wellendstücks in die Tuchwelle eingesetzt sind, wird das Anpressteil in einem Spannvorgang von außerhalb der Tuchwelle in die Spannstellung axial verlagert, wobei es das Wellenendstück spreizt und radial gegen die Innenwandung der Tuchwelle spannt. Eventuelle Korrekturen während der Montage können erfindungsgemäß durch ein Lösen des Anpressteil aus der Spannstellung in Richtung der Freigabestellung vorgenommen werden. Dabei kann sich das Wellenendstück aufgrund der Anpresskraft nicht mehr selbstständig aus der Tuchwelle lösen, wobei keine weiteren Befestigungsmittel vorgesehen werden müssen, um das Wellenendstück in der Tuchwelle zu halten, und wobei die Anpresskraft ausreichend groß ist, dass die Geräuschentwicklung beim Ein- und Ausfahren des Markisentuchs reduziert ist.
Erfindungsgemäß erfolgt das Spannen des Wellenendstücks mittels des Anpressteils erst nachdem beide in der Tuchwelle eingesetzt sind, wobei das Wellenendstück nicht mit übermäßig hoher Kraft in die Tuchwelle eingesetzt werden muss. Das Wellenendstück kann sich im Rahmen von Bauteiltoleranzen nur so weit verformen, dass es sicher in der Tuchwelle sitzt. Darüber hinaus muss das Wellenendstück nicht mit der Tuchwelle verschraubt oder verklebt werden. Erfindungsgemäß kann der Spannvorgang im Rahmen von Wartungen regelmäßig oder nach Bedarf wiederholt oder korrigiert werden, wobei auch eine Demontage der Tuchwellenhalterung möglich ist .
Das Anpressteil sitzt weiter in dem Innenraum der Tuchwelle als das Wellenendstück, sodass das Anpressteil in Richtung des Wellenendstücks gezogen wird, wenn der Spannstab teilweise aus der Tuchwelle herausgezogen wird. Vorzugsweise wird der Spannstab mit dem Anpressteil und dem Wellenendstück als gemeinsames Bauteil vorbereitet und in den Innenraum der Tuchwelle eingesetzt, sodass der Spannstab greifbar mit einem Abschnitt über die Tuchwelle hinausragt bzw. aus dem Wellenendstück hervorsteht. Dabei kann mittels des Spannstabs die Lage des Anpressteils manuell von außerhalb der Tuchwelle angepasst werden, wenn der Bauteilverbund, der aus dem Anpressteil, dem Spannstab und dem Wellenendstück besteht, in die Tuchwelle eingesetzt ist und das Anpressteil sich noch in der Freigabestellung befindet.
Nach einem vorteilhaften Aspekt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Spannstab eine Verdrehsicherung aufweist, mit der der Spannstab drehfest relativ zum Anpressteil gelagert ist. Wenn der Spannstab mittels einer Verschraubung aus der Tuchwelle gezogen wird, verhindert die Verdrehsicherung, dass der Spannstab sich relativ zu dem Anpressteil verdreht.
Optional kann vorgesehen sein, dass der Spannstab einen Gewindeabschnitt aufweist, mit dem ein Spannelement in Eingriff bringbar ist, wobei der Spannstab mittels des Spannelements in axialer Richtung der Tuchwelle verlagerbar ist.
Das Spannelement kann beispielsweise eine Schraubenmutter sein, die mit dem Gewindeabschnitt des Spannstabs, der als Außengewinde ausgestaltet ist, in Eingriff gebracht wird. Dabei kann der Spannstab mit einer ausreichend hohen Auszugskraft aus der Tuchwelle gezogen werden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Spannstab in einem außerhalb der Tuchwelle angeordneten Lagerbereich einen vorzugsweise aus Stahl bestehenden Lagerzapfen aufweist, mit dem die Tuchwelle in einer Lagerung drehbar lagerbar ist. Vorzugsweise kann optional vorgesehen sein, dass der Spannstab und der Lagerzapfen als ein einstückiges und insbesondere monolithisches Bauteil ausgebildet sind. Auf diese Weise dient der Spannstab zusätzlich auch der drehbaren Lagerung der Tuchwelle . Optional kann sowohl der Lagerzapfen als auch der Spannstab eine Durchführung aufweisen, die bis in den Innenraum der Tuchwelle reicht. Dadurch können optionale Vorrichtungen von außerhalb der Tuchwelle bzw. der Tuchwellenhalterung in die Tuchwelle eingeführt werden. Dabei kann es sich beispielsweise um elektrische Leitungen für Stellmotoren oder andere Elektronik-Bauteile handeln, die für eine Funktion der Markise sinnvoll sein können.
Um die Wahrscheinlichkeit eines Loslösens des Spannelements zu reduzieren, kann nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass das Wellenendstück auf einer der Tuchwelle abgewandten Seite ein Arretierelement aufweist, mit dem das Spannelement in der Spannstellung des Anpressteils arretierbar ist und insbesondere als Verdrehsicherung dient.
Dabei kann es sich um eine Klammer, einen Stift, eine kleine Schraube oder dergleichen handeln, die beispielsweise die Schraubenmutter als Spannelement gegen ein Losdrehen von dem Außengewinde sichern. Alternativ kann es sich bei der Arretierung um eine selbst sichernde Schraubenmutter handeln .
Um die Anpresskraft gleichmäßig in das Wellenendstück einzubringen, kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das Anpressteil in axialer Richtung der Tuchwelle zumindest teilweise eine konische Anpressfläche aufweist, mit der das Wellenendstück radial spreizbar ist.
Beim Erreichen der Spannstellung wird das Wellenendstück durch die konische Anpressfläche gespreizt und an die Innenwandung der Tuchwelle gedrückt, bis die notwendige An- presskraft erreicht ist und vorhandene Bauteiltoleranzen ausreichend korrigiert sind. Dabei reduziert die konische Anpressfläche übermäßige Spannungsspitzen, die auf das Wellenendstück wirken könnten, sodass die Verlagerung des Anpressteils von der Freigabestellung zur Spannstellung und umgekehrt leicht möglich wird.
Vorzugsweise weist das Wellenendstück auf einer Wellenseite, die einem Innenraum der Tuchwelle zugewandt ist, eine Anpressausnehmung auf, in die das Anpressteil einführbar ist. Optional kann vorgesehen sein, dass die Anpressausnehmung ebenfalls eine konische Anpressfläche aufweist, die in der Spannstellung an der Anpressfläche des Anpressteils anliegt .
Mit der Anpressausnehmung können sich die Anpressflächen des Anpressteils sowie des Wellenendstücks so großflächig aneinander legen, sodass eine gute Kraftübertragung erreicht wird, um das Wellenendstück zuverlässig in der Tuchwelle zu fixieren.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Wellenendstück mehrere über einen Wellenumfang beabstandet angeordnete Spreizrippen aufweist, die in der Spannstellung mittels der Anpresskraft radial gespreizt sind. Die Spreizrippen können beispielsweise mittels Aussparungen aus dem Wellenendstück ausgearbeitet sein, wobei sie zungenartig in axialer Richtung der Tuchwelle von dem Wellenendstück hervorstehen.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Wellenendstück mindestens ein Führungselement aufweist, mit dem das Anpressteil in der Spannstellung drehfest zum Wellenendstück gelagert ist und das dafür vorgesehen ist, das Anpressteil bei dessen axialer Verlagerung zu führen. Auf diese Weise kann eine Verkeilung oder ein Festklemmen des Anpressteils und des Wellenendstücks verhindert werden. Dadurch kann der Spannstab über die Verdrehsicherung mit dem Anpressteil über die Verdrehsicherung sowie das Anpressteil über die genannte Führung mit dem Wellenendstück drehfest relativ zu der Tuchwelle gelagert werden.
Nachfolgend ist die Erfindung exemplarisch anhand von schematischen Darstellungen gezeigt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Tuchwellenhalterung,
Fig. 2 den Schnit A-A gemäß Figur 1,
Fig. 3 die Tuchwellenhalterung gemäß Figur 2 mit dem eingesetzten Wellenendstück und
Fig. 4 das Wellenendstück mit dem Anpressteil in einer axialen Ansicht.
Figur 1 zeigt eine Tuchwellenhalterung 10 mit einer rohrförmigen Tuchwelle 11, wobei in einem axialen Endbereich 13 der Tuchwelle 11 ein Wellenendstück 12 zu seiner Montage teilweise in die Tuchwelle 11 eingeführt ist.
In Figur 2 ist gezeigt, dass das im Wesentlichen zylindrische Wellenendstück 12 während seiner Montage in eine Richtung RI einer axialen Längsachse L der Tuchwelle 11 zum Teil in einen Innenraum 19 der Tuchwelle 11 eingeführt wird. Das Wellenendstück 12 weist auf einer dem Innenraum 19 der Tuchwelle 11 zugewandten Wellenseite 18 eine koni- sehe Anpressausnehmung 20 mit einer konischen Anpressfläche 15 auf. Des Weiteren besitzt das Wellenendstück 12 eine axiale Durchgangsbohrung 30.
Auf der inneren Wellenseite 18 des Wellenendstücks 12 ist ein Anpressteil 14 mit einer konischen Anpressfläche 17 angeordnet, die in die Anpressausnehmung 20 des Wellenendstücks 12 eingeführt werden kann, wobei sich das Anpressteil 14 in Figur 2 in einer Freigabestellung befindet, in der es von dem Wellenendstück 12 beabstandet und somit außer Eingriff ist. Auch das Anpressteil 14 weist eine axiale Durchgangsbohrung 31 auf, die mit der Durchgangsbohrung 30 des Wellenendstücks 12 eine zusammenhängende Durchgangsbohrung bildet, die sich von dem Innenraum 19 der Tuchwelle 11 bis zu einem äußeren Lagerbereich 24 erstreckt, der sich auf einer der Tuchwelle 11 abgewandten äußeren Seite des Wellenendstücks 12 befindet.
Das Anpressteil 14 ist in der Freigabestellung lose über einen sich in Richtung der Längsachse L der Tuchwelle 11 erstreckenden Spannstab 22 mit dem Wellenendstück 12 verbunden, wobei der Spannstab 22 die Durchgangsbohrungen 30, 31 des Anpressteils 14 und des Wellenendstücks 12 durchgreift und auf der äußeren Seite des Wellenendstücks 12 im äußeren Lagerbereich 24 aus dem Wellenendstück 12 hervorsteht. Der Spannstab 22 greift mit einer Verdrehsicherung 23 in einen hinteren Bereich des Anpressteils 14 in eine dortige Ausnehmung ein und ist so gegen Verdrehung relativ zum Anpressteil 14 gesichert.
Figur 3 zeigt eine weitere Schnittansicht der Tuchwellenhalterung 10, in der sich das Anpressteil 14 in einer Spannstellung befindet, wobei das Anpressteil 14 mittels des Spannstabs 22 in axialer Richtung R2 der Längsachse L in die Anpressausnehmung 20 gezogen ist. Zu diesem Zweck weist der Spannstab 22 in dem Lagerbereich 24 ein Außengewinde 26 auf, das mit einer Spannmutter 27 im Eingriff steht. Bei Betätigung der Spannmutter 27 kann der Spannstab 22 entlang der axialen Längsachse L der Tuchwelle 11 durch die Durchgangsbohrung 30, 31 hindurch verlagert werden, wobei auch das Anpressteil 14 von der Freigabestellung in die Spannstellung verlagert wird.
In der Spannstellung liegt das Anpressteil 14 mit seiner Anpressfläche 17 an der Anpressfläche 15 der Anpressausnehmung 20 des Wellenendstücks 12 an und drückt mit einer radialen Anpresskraft P gegen das Wellenendstück 12. Die Anpresskraft P spreizt das Wellenendstück 12 im Bereich der Anpressausnehmung 20 radial auseinander, wodurch diese Bereiche gegen eine Innenwandung 16 der Tuchwelle 11 gedrückt werden, sodass das Wellenendstück 12 in der Tuchwelle 11 lösbar und kraft schlüssig fest gehalten wird.
Um die Spannmutter 27 zusätzlich gegen ein Loslösen zu sichern, ist vorgesehen, dass in die Spannmutter 27 ein Arretierelement 28 eingesteckt ist.
Der Spannstab 22 weist in seinem äußeren Endbereich im Lagerbereich 24 einen Abschnitt auf, der als ein Lagerzapfen 25 ausgebildet ist. Wenn das Wellenendstück 12 in der Tuchwelle 11 befestigt ist, indem sich das Anpressteil 14 in der Spannstellung befindet, kann das Wellenendstück 12 zusammen mit der Tuchwelle 11 mittels des Lagerzapfens 25 in einem nur schematisch dargestellten Lager 32 drehbar gelagert werden. Auf diese Weise dient der Spannstab 22 zusätzlich auch der drehbaren Lagerung der Tuchwelle 11. Figur 4 zeigt das Wellenendstücks 12 mit dem Anpressteil 14 in axialer Ansicht. Das Wellenendstück 12 weist über seinen Umfang mehrere Spreizrippen 21 auf, die mittels Ausnehmungen teilweise aus dem Wellenendstück 12 ausgenommen sind. Die Spreizrippen 21 erstrecken sich in Richtung der axialen Längssache L weg von dem Wellenendstück 12 und sind auf der Wellenseite 18 des Wellenendstücks 12 radial spreizbar.
Wird in Richtung der axialen Längsachse L auf der Wellenseite 18 ein Anpressteil 14 in das Wellenendstück 12 eingeführt, spreizt das Anpressteil 14 mit seiner Anpressfläche 17 die Spreizrippen 21 radial weg von dem Wellenendstück 12, die auf diese Weise gegen die Innenwandung 16 der Tuchwelle 11 gedrückt werden, so dass das Wellenendstück 12 in der Tuchwelle 11 mittels der von dem Anpressteil 14 ausgeübten Anpresskraft fixiert wird.
Um das Einführen des Anpressteils 14 in das Wellenendstück 12 zu verbessern, weist dieses über seinen Umfang mehrere axial verlaufende Führungselemente 29 auf, die in entsprechende Ausnehmungen des Anpressteils 14 eingreifen. Wird das Anpressteil 14 von der Freigabestellung in Richtung der axialen Längsachse L und des Wellenendstücks 12 in die Spannstellung überführt, führen die Führungselemente 29 die Verlagerung und sichern das Anpressteil 14 gegen eine Verkeilung mit oder eine Verdrehung relativ zu dem Wellenendstück 12.

Claims

Patentansprüche
1. Tuchwellenhalterung (10) für eine Markise mit einer Tuchwelle (11) , auf der ein Markisentuch aufwickelbar ist, und mit mindestens einem Wellenendstück (12) , das in einem axialen Endbereich (13) der Tuchwelle (11) in diese eingesetzt ist, wobei das Wellenendstück (12) kraft schlüssig mit der Tuchwelle (11) verbunden ist, wobei ein Anpressteil (14) , das in die Tuchwelle (11) eingesetzt ist, relativ zu dem Wellenendstück (12) und/oder zu der Tuchwelle (11) in axialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung der Tuchwelle (11) zwischen einer Spannstellung und einer Freigabestellung verlagerbar ist und in der Spannstellung eine radiale Anpresskraft (P) auf das Wellenendstück (12) ausübt und dieses gegen eine Innenwandung (16) der Tuchwelle (11) spannt, dadurch gekennzeichnet, dass die Tuchwellenhalterung (10) zumindest einen Spannstab (22) aufweist, der durch das Anpressteil (14) und das Wellenendstück (12) hindurchgeführt ist und mit dem das Anpressteil (14) von der Freigabestellung in die Spannstellung verlagerbar ist.
2. Tuchwellenhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannstab (22) sich in axialer Längsrichtung (L) der Tuchwelle (11) erstreckt.
3. Tuchwellenhalterung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannstab (22) in einem außerhalb der Tuchwelle (11) angeordneten Lagerbereich (24) einen Lagerzapfen (25) aufweist, mit dem die Tuchwelle (11) in einer Lagerung drehbar lagerbar ist .
4. Tuchwellenhalterung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannstab (22) und der Lagerzapfen (25) als ein einstückiges Bauteil ausgebildet sind .
5. Tuchwellenhalterung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannstab (22) einen Gewindeabschnitt (26) aufweist, mit dem ein Spannelement (27) in Eingriff bringbar ist, wobei der Spannstab (22) mittels des Spannelements (27) in axialer Richtung der Tuchwelle (11) verlagerbar ist.
6. Tuchwellenhalterung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Wellenendstück (12) auf einer der Tuchwelle (11) abgewandten Seite ein Arretierelement (28) aufweist, mit dem das Spannelement (27) in der Spannstellung des Anpressteils (14) arretierbar ist .
7. Tuchwellenhalterung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannstab (22) eine Verdrehsicherung (23) aufweist, mit der der Spannstab (22) drehfest relativ zum Anpressteil (14) gelagert ist.
8. Tuchwellenhalterung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpressteil (14) in axialer Richtung der Tuchwelle (11) zumindest teilweise eine konische Anpressfläche (17) aufweist, mit der das Wellenendstück (12) radial spreizbar ist.
9. Tuchwellenhalterung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Wellenendstück (12) auf einer Wellenseite (18) , die einem Innenraum (19) der Tuchwelle (11) zugewandt ist, eine Anpressausnehmung (20) aufweist, in die das Anpressteil (14) einführbar ist.
10. Tuchwellenhalterung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wellenendstück (12) mehrere über einen Wellenumfang beabstandet angeordnet Spreizrippen (21) aufweist, die in der Spannstellung mittels der Anpresskraft (P) radial gespreizt sind.
11. Tuchwellenhalterung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wellenendstück (12) mindestens ein Führungselement (29) aufweist, mit dem das Anpressteil (14) in der Spannstellung drehfest zum Wellenendstück (12) gelagert ist und das dazu vorgesehen ist, das Anpressteil (14) bei dessen axialer Verlagerung zu führen.
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