EP4699348A1 - Sicke für einen lautsprecher - Google Patents

Sicke für einen lautsprecher

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EP4699348A1
EP4699348A1 EP24720084.3A EP24720084A EP4699348A1 EP 4699348 A1 EP4699348 A1 EP 4699348A1 EP 24720084 A EP24720084 A EP 24720084A EP 4699348 A1 EP4699348 A1 EP 4699348A1
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membrane
contour
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GSS Audio GmbH
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    • H04R7/16Mounting or tensioning of diaphragms or cones
    • H04R7/18Mounting or tensioning of diaphragms or cones at the periphery
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    • HELECTRICITY
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Sicke (10) für einen Lautsprecher, vorzugsweise Planarlautsprecher, aufweisend einen sich in einer Befestigungsfläche (12) erstreckenden Befestigungsbereich (14), und einen innerhalb des Befestigungsbereichs (14) angeordneten, länglichen, vorzugsweise rechteckförmigen oder ovalen, Schwingungsbereich (16), wobei die Kontur des Schwingungsbereichs (16) derart ausgebildet ist, dass sich der Schwingungsbereich (16) abschnittsweise auf verschiedenen Seiten der Befestigungsfläche (12) erstreckt.

Description

Sicke für einen Lautsprecher
Die Erfindung betrifft eine Sicke für einen Lautsprecher, vorzugsweise Planarlautsprecher.
Aus DE 10 2018 124 261 A1 ist ein Planarlautsprecher bekannt, welcher ein flächiges Klangpanel und eine Antriebseinheit zum Antreiben des Klangpanels umfasst. Die Antriebseinheit weist einen plattenförmigen Spulenträger mit einer daran ausgebildeten Spule und eine Magneteinrichtung auf. Der Spulenträger ist in einem Spalt zwischen zwei Magneteinheiten der Magneteinrichtung angeordnet. Eine Sicke (Halteelement) kann dabei entfallen bzw. diese kann lediglich abschnittsweise vorgesehen sein.
Bei trichterförmigen und/oder konusförmigen Lautsprechern werden runde Sicken verwendet, welche eine gleichmäßige Kontur mit einem U-förmigen Querschnitt aufweisen.
Nachteilig daran ist, dass der maximale Hub gering ist. Eine herkömmliche Sicke mit halbkreisformartigem Querschnitt würde bei großem Hub bedingt durch die Geometrie knicken und die effektive Abstrahlfläche wäre stark von der Membranposition abhängig, was zu sehr großen nichtlinearen Verzerrungen führen würde. Eine knickende Sicke ist beispielsweise bei länglichen Membranen mit geringen Radien an der schmalen Seite besonders problematisch.
Für die Wiedergabe von tiefen Tönen muss ein Lautsprecher eine hohe Volumenverschiebung aufweisen, wobei die Volumenverschiebung über das Produkt aus effektiver Abstrahlfläche und dem Hub berechnet wird. Dieses Produkt muss möglichst groß sein. Es ist daher entweder eine Ausführung mit einer großen Membranfläche und geringem Hub oder eine Ausführung mit kleiner Membranfläche und großem Hub möglich. Die Ausführungsform mit großer Membran und kleinem Hub auf der großen Frontfläche eines flachen Lautsprechers mag einfacher erscheinen, jedoch kann so aufgrund anderer physikalischer Einschränkungen nicht die gleiche Performance wie mit seitlichen Membranen erreicht werden.
Durch das flache Gehäuse ist das Volumen im Inneren des Lautsprechers sehr klein und es sind sehr leistungsstarke Antriebe erforderlich, um die Volumenverschiebung herbeizuführen. Die Kraft, mit der die Antriebe die Membran bewegen, wirkt jedoch auch in entgegengesetzter Richtung auf das Gehäuse, das wiederum durch die Flachheit in dieser Richtung nicht sonderlich biegesteif ist.
Wie Versuche gezeigt haben, ist es durchaus möglich, an einem flachen Gehäuse mit großer Membran die Volumenverschiebung herbeizuführen, jedoch vibriert das Gehäuse dann so stark, dass der Lautsprecher so nicht eingesetzt werden kann. Die Kräfte können nur durch zwei hintereinanderliegende, gegenläufige Membrane aufgehoben werden, wobei die Antriebe zwar in gewisser Weise nebeneinander verschachtelt werden können, jedoch die Bautiefe für vertretbare Volumenverschiebungen dennoch zu groß wird.
Bei der Ausführungsform mit schmaler Membran, die an der Seite des Lautsprechers angebracht wird, wird das Lautsprechergehäuse entlang der steifen Seite durch die Antriebe belastet und eine symmetrische, kraftauslöschende Ausführung mit gegenläufigen, hintereinanderliegenden Membranen ist möglich, ohne dass sich die Bautiefe ändert. Die Herausforderung hier ist jedoch, den bedingt durch die geringe Abstrahlfläche benötigten großen Membranhub zu erreichen.
Für die verzerrungsarme Wiedergabe ist es erforderlich, dass die Sicke den erforderlichen Hubbereich abdecken kann, ohne mechanisch zu knicken und ohne, dass sich die Abstrahlfläche über den Auslenkungsbereich signifikant ändert. Die effektive Abstrahlfläche ist definiert als Quotient aus Volumenverschiebung und der Membranamplitude. Eine Änderung dieser Abstrahlfläche über die Auslenkungsposition der Membran hinweg führt zu nichtlinearen Verzerrungen. Wird die Membran mit einer konstanten Geschwindigkeit von der Minimalposition zur Maximalposition bewegt, so ist bei einer idealen Sicke und Membran die Verschiebung des Volumens pro Zeit konstant.
Mathematisch kann die effektive Abstrahlfläche als Flächenintegral über die Positionsänderung über Membranfläche und Sickenfläche hinweg in Richtung des Normalenvektors des jeweiligen Flächensegments pro Positionsänderung der Membranfläche betrachtet werden. Die Form und die Bewegungsrichtung der Teilflächen sind dabei irrelevant, da der Normalenvektor eine Funktion der Fläche ist.
Herkömmliche Sicken können nicht bei schmalen Einbaubreiten eingesetzt werden. Beispielsweise bei Planarlautsprechern, bei denen die Membrane an den seitlichen, schmalen Stirnseiten angeordnet sind, sind die Einbaubreiten äußerst gering. Hier wird daher ein hoher Hub benötigt.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Sicke für einen Lautsprecher, ein System mit einer Sicke und einer Membran sowie einen Lautsprecher zu schaffen, bei der/dem ein hoher maximaler Hub erreicht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche.
Erfindungsgemäß ist die Sicke für einen Lautsprecher geeignet bzw. kann hierzu verwendet werden.
Bei dem Lautsprecher kann es sich vorzugsweise um einen Planarlautsprecher, also einen flachen Lautsprecher, handeln.
Vorzugsweise weist die Sicke ein Gummimaterial auf oder besteht daraus. Bei dem Gummimaterial kann es sich beispielsweise um einen relativ harten und/oder vulkanisierten Gummi handeln. Dieser hält dem hohen Innendruck im Gehäuse stand und knickt bzw. verbiegt sich daher nicht ungewollt. Die Sicke weist einen sich in einer Befestigungsfläche, vorzugsweise Befestigungsebene, erstreckenden Befestigungsbereich auf.
Die Befestigungsfläche ist vorzugsweise eben. Alternativ kann diese auch gebogen und/oder gekrümmt sein.
Beispielseise wird die Sicke am Befestigungsbereich, vorzugsweise unmittelbar, am Lautsprecher, z.B. einem Lautsprecherkorb, befestigt.
Der Befestigungsbereich beinhaltet vorzugsweise einen Außenrand bzw. eine Außenkante der Sicke.
Vorzugsweise umgibt die Sicke einen Antrieb des Lautsprechers vollständig.
Innerhalb des Befestigungsbereichs ist ein länglicher, vorzugsweise rechteckförmiger oder ovaler, Schwingungsbereich angeordnet.
Der Begriff rechteckförmig ist hierbei breit zu verstehen. So werden auch Formen umfasst, welche im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet sind, aber beispielsweise abgerundete Ecken aufweisen.
Vorzugsweise ist der Schwingungsbereich als Rahmen, Ring oder Randbereich einer Aussparung oder Membran ausgebildet. So kann die Sicke beispielsweise im Inneren eine Aussparung und/oder eine Membran aufweisen.
Beispielsweise kann die Sicke insgesamt eine längliche, vorzugsweise rechteckförmige oder ovale, Außenkontur und/oder einen länglichen, vorzugsweise rechteckförmigen oder ovalen, Außenumfang aufweisen. Die Außenkontur und/oder der Außenumfang kann bevorzugt in der Befestigungsfläche liegen. Der Schwingungsbereich kann beispielsweise durch den Antrieb in Schwingung versetzt werden, vorzugsweise in einer rechtwinklig zur Befestigungsfläche orientierten Schwingungsebene. Die Schwingungsebene kann beispielsweise parallel zu einer Bewegungsrichtung des Schwingungsbereichs verlaufen.
Vorzugsweise ist die Kontur ungleichmäßig.
Die Kontur des Schwingungsbereichs ist derart ausgebildet, dass sich der Schwingungsbereich abschnittsweise auf verschiedenen Seiten der Befestigungsfläche, vorzugsweise der Befestigungsebene, erstreckt.
Die Kontur des Schwingungsbereichs kann sich rechtwinklig zur Befestigungsfläche und/oder parallel zur Schwingungsebene erstrecken.
Der Querschnitt des Schwingungsbereichs kann sich bevorzugt - teilweise oder vollständig - oberhalb und - teilweise oder vollständig - unterhalb der Befestigungsfläche erstrecken. So kann die Kontur beispielsweise an einem Abschnitt nach oben über die Befestigungsfläche vorstehen und an einem anderen Abschnitt nach unten unterhalb der Befestigungsfläche vorstehen.
Der Schwingungsbereich erstreckt sich abschnittsweise gewissermaßen auf verschiedenen Seiten einer, vorzugsweise mittigen, Längsquerschnittsfläche der Sicke.
Die spezielle Form der Sicke ermöglicht einen extrem hohen maximalen Hub bei schmaler Einbaubreite und bei minimalen Veränderungen der effektiven Abstrahlfläche.
Die Sicke ist vorzugsweise derart aufgebaut, dass sich bei großem Hub die Wölbungen kontrolliert biegen und/oder entfalten können, wobei die effektive Abstrahlfläche über den Hub hinweg nahezu konstant bleibt. Die Form bzw. Kontur der Sicke kann vorzugsweise mittels einer Computersimulation errechnet bzw. (numerisch) optimiert werden.
Die erfindungsgemäße Sicke ermöglicht einen extrem hohen maximalen Hub bei schmaler Einbaubreite sowie geringen Verzerrungen und/oder bei minimalen Veränderungen der effektiven Abstrahlfläche, was momentan die einzige Möglichkeit für einen schmalen Lautsprecher für den Tieftonbereich darstellt. So wird für den Bass eine große Volumenverschiebung benötigt, welche durch den großen Hub erreicht wird.
Die Sicke ist sehr widerstandsfähig gegenüber dem hohen Innendruck des Gehäuses und knickt bedingt durch die Form bzw. Kontur nicht ein.
Weiterbildungen der Erfindung sind auch den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie den beigefügten Zeichnungen zu entnehmen.
Gemäß einer Ausführungsform ist die Kontur achsensymmetrisch.
Damit die Sicke die Membran nicht an eine Seite ziehen kann oder die Membran verdreht wird, ist die Sicke vorzugsweise zweifach symmetrisch aufgebaut, was durch die Symmetrie für eine Gesamtkraft bzw. ein Torsionsmoment von 0 Newton bzw. 0 Newtonmetern unabhängig von der Membranposition sorgt.
Die Sicke kann beispielsweise aus vier Segmenten bestehen, die über zwei Achsen durch die Mitte symmetrisch angeordnet sind. Jedes Einzelsegment kann beispielsweise aus drei größeren sinusartigen Stützlinien bestehen, die näherungsweise parallel zum Rand der Sicke verlaufen. Die Stützlinien können z.B. in etwa eine Periode von einem Viertel bzw. Sechstel des Umfangs der Sicke aufweisen.
Vorzugsweise sind die beiden Längsseiten der Sicke gleich aufgebaut. Beispielsweise kann jede Längsseite wenigstens oder genau eine Erhebung und wenigstens ein Tal, vorzugweise genau zwei Täler, aufweisen. Alternativ oder zusätzlich können auch die beiden kurzen Stirnseiten der Sicke gleich aufgebaut sein. Beispielsweise kenn jede Längsseite wenigstens oder genau eine Erhebung aufweisen.
Die Grundform der Kontur ist vorzugsweise wellenförmig. Die Erhebungen und Täler können selbst wiederum gezackt und/oder gewellt ausgebildet sein. Die Kontur ist dadurch vorzugsweise ungleichmäßig.
Auf den Stützlinien können sich somit beispielweise zusätzliche, kleinere sinusartige Wellen mit einer deutlich höheren Frequenz befinden. Diese Elemente dienen zur Versteifung der Spitzen der Sicke und vergrößern den maximal möglichen Hubbereich weiter.
Durch die Form bzw. Kontur der Sicke übt die Sicke an jeder Stelle, an der sie mit der Membran in Kontakt steht, eine andere Kraft auf diese aus.
Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Kontur zumindest abschnittsweise einen V- und/oder W-förmigen Querschnitt, vorzugsweise rechtwinklig zur Befestigungsfläche, auf.
Vorzugsweise können sich V- und W-förmige Abschnitte abwechseln. Beispielsweise ist die Kontur dadurch ungleichmäßig.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Kontur im Bereich der kurzen Stirnseiten der Sicke breiter als im Bereich der Längsseiten der Sicke.
Vorzugsweise ist die Breite der Kontur ungleichmäßig.
Die Verbreiterung der Stirnseiten führt beispielsweise zu einem vorteilhaften Biegeverhalten mit einem großen maximalen Auslenkungsbereich. Nach einer weiteren Ausführungsform sind die kurzen Stirnseiten der Sicke abgerundet und/oder halbkreisförmig ausgebildet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Sicke eine zentrale Aussparung auf.
Die Aussparung kann beispielsweise länglich, vorzugsweise rechteckförmig oder oval, ausgebildet sein.
Die Sicke selbst kann daher als Rahmen, Ring oder Randbereich einer Aussparung ausgebildet sein.
Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Sicke eine Befestigungsvorrichtung für eine Membran auf.
Die Befestigungsvorrichtung kann beispielsweise einen Innenrand aufweisen oder als Innenrand ausgebildet sein. Die Membran kann am Innenrand beispielsweise über ein Befestigungsmittel, z.B. ein Klebemittel, befestigt, z.B. verklebt, werden bzw. sein.
Die Membran weist vorzugsweise ein starres Material, beispielsweise ein Metallmaterial, z.B. Aluminium, ein Kunststoffmatenal, z.B. Polypropylen, und/oder einen Faserverbundwerkstoff, z.B. Carbon, auf oder besteht daraus.
Denkbar ist es auch, auf die Membran zu verzichten und den Lautsprecher stattdessen nur mit einer Sicke auszubilden. Der maximal mögliche Hub pro Lautsprecherbreite kann auf diese Weise nochmals erhöht werden.
Die Erfindung betrifft ferner ein System mit einer erfindungsgemäßen Sicke und einer innerhalb der Sicke angeordneten Membran. Die Sicke kann vorzugsweise eine Befestigungsvorrichtung, z.B. einen Innenrand, für die Membran aufweisen. Die Membran kann am Innenrand beispielsweise über ein Befestigungsmittel, z.B. ein Klebemittel, befestigt, z.B. verklebt sein.
Die Membran weist vorzugsweise ein starres Material, beispielsweise ein Metallmaterial, z.B. Aluminium, ein Kunststoffmatenal, z.B. Polypropylen, und/oder einen Faserverbundwerkstoff, z.B. Carbon, auf oder besteht daraus.
Schließlich betrifft die Erfindung einen Lautsprecher, vorzugsweise Planarlautsprecher, mit wenigstens einer erfindungsgemäßen Sicke und/oder einem erfindungsgemäßen System.
Der Lautsprecher kann wenigstens einen Lautsprecherkorb aufweisen. Vorzugsweise sind mehrere Lautsprecherkörbe vorgesehen.
Der Lautsprecherkorb, die Sicke und/oder die Membran kann vorzugsweise an einer seitlichen, schmalen Stirnseite des Lautsprechers angeordnet sein. Vorzugsweise sind mehrere Lautsprecherkörbe, Sicken und/oder Membrane vorgesehen. Diese können vorzugsweise an unterschiedlichen Seiten des Lautsprechers angeordnet sein.
Beispielseise wird bzw. ist die Sicke am Befestigungsbereich, vorzugsweise unmittelbar, am Lautsprecher, z.B. dem Lautsprecherkorb, befestigt.
Der Lautsprecher weist vorzugsweise einen Antrieb auf. Der Antrieb, welcher vorzugsweise im Lautsprecherkorb angeordnet ist, umfasst wenigstens einen Magneten und wenigstens eine Spule.
Der Magnet kann hierbei abschnittsweise beispielsweise eine unterschiedliche Magnetisierung bzw. Polung aufweisen. Alternativ können auch wenigstens zwei unterschiedlich magnetisierte bzw. gepolte Magnete vorgesehen sein. Die Spule ist vorzugsweise flach. Beispielsweise kann die Spule eine Breite zwischen 1 mm und 10 mm, z.B. 4 mm, aufweisen.
Die Spule kann vorzugsweise wenigstens eine Windung aufweisen, wobei sich die Windung um einen Spulenkern erstrecken kann.
Eine bezüglich des Spulenkerns gegenüberliegende Außenseite der Windung kann beispielsweise einen Befestigungsbereich zur Befestigung am Lautsprecher aufweisen. Vorzugsweise ist die Spule ausschließlich über diesen Befestigungsbereich am Lautsprecher befestigt.
Die Windung kann somit unmittelbar am Lautsprecher, z.B. der Membran und/oder einer Zentnervorrichtung bzw. einer Halterung der Zentnervorrichtung, befestigt, z.B. verklebt, werden.
Ein Spulenträger ist hierbei vorzugsweise nicht vorgesehen.
Die Windung kann beispielsweise bandförmig ausgebildet sein und/oder eine rechteckige Querschnittsfläche aufweisen.
Beispielsweise umfasst die Windung ein Aluminiummaterial und/oder ein Kupfermaterial oder besteht daraus.
Vorzugsweise umfasst die Windung ferner eine Isolierungsschicht, bevorzugt eine Eloxatschicht und/oder eine Klebelackschicht.
Vorzugsweise besteht die Windung aus einem eloxierten Aluminiumband. Die Eloxatschicht kann z.B. eine Dicke zwischen 1 pm und 10 pm, z.B. 4 pm, aufweisen.
Durch die Eloxatschicht werden übereinander liegende Windungen elektrisch voneinander isoliert. Der Spulenkern kann beispielsweise Luft und/oder ein, vorzugsweise glasfaserverstärktes, Kunststoffmaterial aufweisen oder daraus bestehen.
Bei einem Spulenkern aus Luft ist somit gewissermaßen überhaupt kein fester Spulenkern vorgesehen. In diesem Fall kann beispielsweise ein starkes Verbindungsmittel hilfreich sein, das dafür sorgt, dass die Spule in der gewünschten Form bleibt.
Vorzugsweise umgibt die Sicke den Antrieb des Lautsprechers vollständig.
Alle hier beschriebenen Aspekte, Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung können, vorzugsweise auch losgelöst von der konkreten Ausgestaltung, in deren Zusammenhang sie erwähnt werden, jeweils miteinander kombiniert werden. Vorzugsweise können alle Gegenstände der abhängigen Ansprüche untereinander und mit jedem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche kombiniert werden.
Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems mit einer Sicke, einer Membran und einem Lautsprecherkorb,
Fig. 2 eine Perspektivansicht einer Spule mit daran befestigter
Membran,
Fig. 3 eine Perspektivansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sicke,
Fig. 4 eine Schnittansicht der Sicke gemäß Fig. 3, und Fig. 5 eine weitere Schnittansicht der Sicke gemäß Fig. 3.
Zunächst ist zu bemerken, dass die dargestellten Ausführungsformen rein beispielhafter Natur sind. So können einzelne Merkmale nicht nur in der gezeigten Kombination, sondern auch in Alleinstellung oder in anderen technisch sinnvollen Kombinationen realisiert sein. Beispielsweise können die Merkmale einer Ausführungsform beliebig mit Merkmalen einer anderen Ausführungsform kombiniert werden. Vorzugsweise ist die Anzahl an Aussparungen, Befestigungsaussparungen und/oder Sicken im Lautsprecherkorb beliebig.
Enthält eine Figur ein Bezugszeichen, welches im unmittelbar zugehörigen Beschreibungstext nicht erläutert wird, so wird auf die entsprechenden vorhergehenden bzw. nachfolgenden Ausführungen in der Figurenbeschreibung Bezug genommen. So werden für gleiche bzw. vergleichbare Bauteile in den Figuren dieselben Bezugszeichen verwendet und diese nicht nochmals erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Sicke 10 für einen Lautsprecher, vorzugsweise Planarlautsprecher, aufweisend einen sich in einer gestrichelt dargestellten Befestigungsfläche 12 erstreckenden Befestigungsbereich 14.
Der Befestigungsbereich 14 entspricht quasi einem äußeren Rand der Sicke 10.
Innerhalb des Befestigungsbereichs 14 ist ein länglicher Schwingungsbereich 16 angeordnet.
Die Sicke 10 weist eine zentrale Aussparung 36 auf, in der eine Membran 18 angeordnet ist.
Die Sicke 10 ist an einem Lautsprecherkorb 20 befestigt. Der Lautsprecherkorb 20 weist einen abgewinkelten Grundkörper 22 und zwei, vorzugsweise baugleiche, Aussparungen 24 für Lautsprecherantriebe auf. Zur besseren Sichtbarkeit ist in der rechten Aussparung 24 kein Lautsprecherantrieb eingezeichnet. Der Lautsprecherkorb 20 weist einen Befestigungsabschnitt 26 zur unmittelbaren Befestigung einer Sicke 10 auf.
Der Befestigungsabschnitt 26 entspricht quasi einem Rand der Aussparung 24.
Die Sicke 10 wird über den Befestigungsbereich 14 unmittelbar am Befestigungsabschnitt 26 des Lautsprecherkorbs 20 befestigt, beispielsweise verklebt.
Zur Befestigung des Lautsprecherkorbs 20 an einem Lautsprechergehäuse kann der Lautsprecherkorb 20 Befestigungsaussparungen 28 aufweisen. Die Befestigungsaussparungen 28 können beispielsweise als sechseckige Öffnungen ausgebildet sein.
Die Befestigungsaussparungen 28 können beispielsweise zum Einnieten von Nietmuttem, mit denen dann mit Hilfe von Schrauben eine Befestigung am Lautsprechergehäuse erfolgt, dienen.
Wie in Fig. 2 zu sehen ist, kann eine Spule 30 mit einem Spulenkern 32 und mehreren Windungen 34 (die einzelnen Windungen sind aus Darstellungsgründen nicht gezeigt) unmittelbar an der Membran 18 befestigt, beispielsweise verklebt, sein. Ferner kann die Spule 30 an einer Halterung 35 einer Zentriervorrichtung befestigt, z.B. verklebt, sein.
In den Fig. 3 bis Fig. 5 ist gezeigt, dass die Sicke 10 eine zentrale Aussparung 36 aufweist.
Ferner weist die Sicke 10 eine Befestigungsvorrichtung 38 für die Membran 18 auf.
Die Befestigungsvorrichtung 38 entspricht quasi einem Innenrand der Sicke 10, welcher sich um die zentrale Aussparung 36 erstreckt. Die Membran 18 kann an der Befestigungsvorrichtung 38 unmittelbar befestigt, z.B. verklebt, werden.
Die Kontur des Schwingungsbereichs 16 ist derart ausgebildet, dass sich der Schwingungsbereich 16 abschnittsweise auf verschiedenen Seiten der Befestigungsfläche 12 erstreckt.
Der Schwingungsbereich kann mehrere Erhebungen 40 und Täler 42 aufweisen.
Die Grundform der Kontur ist vorzugsweise wellenförmig. Die Erhebungen 40 und Täler 42 können selbst wiederum gezackt und/oder gewellt ausgebildet sein. Die Kontur ist dadurch vorzugsweise ungleichmäßig.
Im Bereich der kurzen Stirnseiten ist die Kontur der Sicke 10 breiter als im Bereich der Längsseiten der Sicke 10.
Wie in den Schnittdarstellungen in Fig. 4 und Fig. 5 zu sehen ist, ist der Querschnitt der Kontur zumindest abschnittsweise V- oder W-förmig.
Bezuqszeichenliste
Sicke
Befestigungsfläche Befestigungsbereich Schwingungsbereich Membran
Lautsprecherkorb Grundkörper Aussparung Befestigungsabschnitt Befestigungsaussparung Spule
Spulenkern Windung Halterung zentrale Aussparung Befestigungsvorrichtung Erhebung Tal

Claims

Ansprüche
1 . Sicke (10) für einen Lautsprecher, vorzugsweise Planarlautsprecher, aufweisend einen sich in einer Befestigungsfläche (12), vorzugsweise Befestigungsebene, erstreckenden Befestigungsbereich (14), und einen innerhalb des Befestigungsbereichs (14) angeordneten, länglichen, vorzugsweise rechteckförmigen oder ovalen, Schwingungsbereich (16), wobei die Kontur des Schwingungsbereichs (16) derart ausgebildet ist, dass sich der Schwingungsbereich (16) abschnittsweise auf verschiedenen Seiten der Befestigungsfläche (12) erstreckt.
2. Sicke (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur achsensymmetrisch ist.
3. Sicke (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur zumindest abschnittsweise einen V- und/oder W-förmigen Querschnitt aufweist.
4. Sicke (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur im Bereich der kurzen Stirnseiten der Sicke (10) breiter als im Bereich der Längsseiten der Sicke (10) ist.
5. Sicke (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die kurzen Stirnseiten der Sicke (10) abgerundet und/oder halbkreisförmig ausgebildet sind.
6. Sicke (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicke (10) eine zentrale Aussparung (36) aufweist.
7. Sicke (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicke (10) eine Befestigungsvorrichtung (38) für eine Membran (18) aufweist.
8. System mit einer Sicke (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einer innerhalb der Sicke (10) angeordneten Membran (18).
9. Lautsprecher, vorzugsweise Planarlautsprecher, mit wenigstens einer Sicke (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und/oder einem System nach Anspruch s.
EP24720084.3A 2023-04-20 2024-04-15 Sicke für einen lautsprecher Pending EP4699348A1 (de)

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