EP4698959A1 - Automatisierter warenkorbersteller für eine produktionslinie - Google Patents

Automatisierter warenkorbersteller für eine produktionslinie

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EP4698959A1
EP4698959A1 EP24718792.5A EP24718792A EP4698959A1 EP 4698959 A1 EP4698959 A1 EP 4698959A1 EP 24718792 A EP24718792 A EP 24718792A EP 4698959 A1 EP4698959 A1 EP 4698959A1
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EP
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production line
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individual parts
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Application number
EP24718792.5A
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English (en)
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Urs LEBERLE
Moritz Hinderer
Marian Marcel Vorderer
Marc Ungen
Johannes Fisel
David Kampert
Christian Diessner
Thomas BETZITZA
Christoph Marx
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Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen automatisierten Warenkorbersteller (30) für eine Produktionslinie (32) mit Zwischenlagern (34a bis 34g), auf und/oder in welchen Einzelteile für mindestens einen mittels der Produktionslinie (32) herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp lagerbar sind, und mindestens einer Beladungsvorrichtung (36), an welche für den mindestens einen mittels der Produktionslinie (32) herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp je eine produkttypspezifische Vorgabe zur Beladung mindestens eines Warenkorbträgers (38) ausschließlich mit den von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteilen ausgebbar ist, und welche als Reaktion auf eine ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe derart auslegt und/oder programmiert ist, dass mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36) unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf mindestens einer Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers (30) hinterlegten Information ausschließlich die von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteile von den jeweiligen Zwischenlagern (34a bis 34g) auf den mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger (38) transferierbar sind.

Description

Beschreibung
Titel
Automatisierter Warenkorbersteller für eine Produktionslinie
Die Erfindung betrifft einen automatisierten Warenkorbersteller für eine Produktionslinie und eine Produktionslinie. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur automatisierten Warenkorberstellung für eine Produktionslinie und ein Verfahren zum Betreiben einer Produktionslinie.
Stand der Technik
Das grundlegende Ziel ist, an Produktionslinien dort Material verfügbar zu machen, an dem es benötigt wird. Dabei können zwei Prinzipien unterschieden werden: Das Material wird einerseits am Verbauort angeliefert und der Produktionsstation über ein Zuführsystem verfügbar gemacht. Diese Zuführsysteme bestehen in automatisierten Stationen mindestens aus einem Materialbehältnis (bspw. Wendeiförderer) und einer Bereitstellungseinheit (bspw. Mehrachs-Roboter mit Greifer). Andererseits wird ein Warenkorb gebildet, der mit dem zu bearbeitenden Bauteil entlang des Materialflusses gefördert wird. Der Warenkorb enthält die Materialien, die an den jeweiligen Produktionsstationen benötigt werden. Eine typische Anwendung findet sich in der Automobilendmontage.
Offenbarung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung schafft einen automatisierten Warenkorbersteller für eine Produktionslinie mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , eine Produktionslinie mit den Merkmalen des Anspruchs 7, ein Verfahren zur automatisierten Warenkorberstellung für eine Produktionslinie mit den Merkmalen des Anspruchs 8 und ein Verfahren zum Betreiben einer Produktionslinie mit den Merkmalen des Anspruchs 11.
Vorteile der Erfindung Die vorliegende Erfindung schafft vorteilhafte Möglichkeiten zum Bilden von Warenkörben für eine Produktionslinie, wobei jeder der gebildeten Warenkörbe an Stationen/Produktionsstationen der jeweiligen Produktionslinie, welche mindestens eines seiner Einzelteile benötigen, das mindestens eine von der jeweiligen Station benötigte Einzelteil bereitstellt. Dazu kann der jeweilige Warenkorb zusammen mit einem mittels der Stationen der Produktionslinie zu produzierenden/bearbeitenden Produkt/Bauteil mittels eines Transportsystems der Produktionslinie entlang der Produktionslinie befördert werden, und auf diese Weise eine verlässliche Versorgung der Produktionslinie sicherstellen. Als Einzelteile können die mittels der vorliegenden Erfindung autonom gebildeten Warenkörbe wahlweise Materialien, insbesondere Rohmaterialien, Halbzeuge und/oder Bauteile umfassen. Durch die automatisierte Erstellung der Warenkörbe wird ein herkömmlicherweise dazu aufzubringender personeller Arbeitsaufwand signifikant reduziert, wodurch erhebliche Kosteneinsparungen möglich sind. Die vorliegende Erfindung erleichtert und verbilligt damit ein Kommissionieren.
Um einen Warenkorb zu bilden, werden die benötigten Materialien je Warenkorb kommissioniert. Kommissionieren hat das Ziel, aus einer Gesamtmenge von Gütern (Sortiment) Teilmengen (Artikel) auf Grund von Anforderungen (Aufträge) zusammenzustellen (VDI Norm 3590).
Das Transportsystem kann insbesondere als flexibles Transportsystem ausgebildet sein. Insbesondere kann das Transportsystem mindestens eine, vorzugsweise mehrere mobile Transporteinrichtungen, auch als unbemannte autonome Transportfahrzeuge (UAT) bezeichnet, umfassen.
Die mobile Transporteinrichtung ist insbesondere als ein autonomes Fahrzeug ausgebildet. Alternativ ist die mobile Transporteinrichtung als ein schwebendes oder fliegendes Mobil ausgebildet. Insbesondere ist die mobile Transporteinrichtung menschenfrei ausgebildet. Alternativ oder ergänzend ist die mobile Transporteinrichtung ausgebildet, insbesondere Güter oder dergleichen zu transportieren, insbesondere ist die mobile Transporteinrichtung dazu eingerichtet einen Transport von Gütern oder dergleichen innerhalb einer Produktionslinie zu ermöglichen. Hierzu wird insbesondere ein Werkstückträger auf die mobile Transporteinrichtung aufgesetzt, auf welcher die Güter angeordnet werden können. Insbesondere werden die Güter zusammen mit dem Werkstückträger an einer Station abgegeben und ggf. von einer weiteren mobilen Transporteinrichtung nach Abschluss des dort implementierten Fertigungsoder Montageschritt wieder entgegengenommen und zur nächsten Station transportiert. Beispielsweise ist die mobile Transporteinrichtung als ein Transportroboter, Niederflurfahrzeug etc. realisiert. Bevorzugte Bezeichnungen sind AGV (Automated Guided Vehicle) und/oder FTF (Fahrerloses Transportfahrzeug). Die mobile Transporteinrichtung kann bevorzugt zum Transport innerhalb einer Produktionslinie verwendet werden. Optional kann die mobile Transporteinrichtung als Zug umfassend eine Zugmaschine, und einen oder mehrere Waggons/ Anhänger oder als elektrischer Hubwagen ausgebildet sein. Somit lässt sich insbesondere ein Fahrzeugverbund, umfassend mehrere mobile Transporteinrichtungen realisieren, wobei beispielsweise eine oder mehrere mobile Transporteinrichtungen den Warenkorb transportieren können und eine mit dieser Transporteinrichtung gekoppelte weitere Transporteinrichtung einen Werkstückträger mit Werkstückaufnahme aufweisen kann, auf dem des Werkstück an den verschiedenen Stationen aus den im Warenkorb angeordneten Einzelteilen zusammengebaut werden kann.
Beispielsweise kann das Transportsystem und/oder ein Zwischentransportsystem einen Fahrzeugverbund umfassen, welcher eine Flotte von UATs umfasst, wobei die Flotte von UATs unterschiedlich ausgestatteten Subgruppen oder Schwärmen von UATs in der Lage ist, die fehlenden Ausstattungsmerkmale einer Subgruppe von UATs auszugleichen, indem UATs einer anderen Subgruppe oder Schwarms über geeignete Koppelschnittstellen mit ersteren UATs gekoppelt werden. Dadurch können gekoppelte UATs auf gemeinsame Ressourcen zugreifen, die nur in einem der beiden UATs tatsächlich aktiviert bzw. vorhanden sein müssen, in einem Teil der Flotte auf bestimmte Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise Sensorik, Aktorik, eigenständigen Antrieb und/oder Batterie bzw. Akkumulator zu verzichten, um diesen Teil kostengünstiger anschaffen und betreiben zu können. Durch die Kopplung von UATs verschiedener Subgruppen wird weniger Individualverkehr in dem räumlich begrenzten Einsatzbereich der Flotte erzeugt, so dass eventuelle Störungen im Betrieb oder Wartezeiten durch den verringerten Platz- und Sicherheitsflächenbedarf der Flotte insgesamt reduziert werden können. Ferner kann die gesamte Flottenverfügbarkeit durch die gezielte temporäre Ressourcenteilung in erheblichem Maße erhöht werden.
Gemäß einer Ausführungsform kann ein Verfahren zur automatisierten Warenkorberstellung für eine Produktionslinie ein Bereitstellen eines Fahrzeugverbunds umfassen, wobei das Bereitstellen mittels der nachfolgenden Schritte erfolgt:
Koppeln eines ersten unbemannten autonomen Transportfahrzeugs, UAT, welches einen Steuerprozessor, einen elektrischen Energiespeicher, ein Antriebsmodul und ein Sensormodul aufweist, über eine erste UAT- Koppelschnittstelle mit einer zweiten UAT-Koppelschnittstelle eines zweiten UATs, welches einen Steuerprozessor sowie maximal zwei Komponenten aus einer Komponentengruppe umfassend einen elektrischen Energiespeicher, ein Antriebsmodul und ein Sensormodul aufweist,
• wobei das UAT einen Werkstückträger umfasst oder zur Aufnahme des Werkstückträgers eingerichtet ist und das zweite UAT den Warenkorbträger umfasst oder zur Aufnahme des Warenkorbträgers eingerichtet ist, oder
• wobei das erste UAT den Warenkorbträger umfasst oder zur Aufnahme des Warenkorbträgers eingerichtet ist und das zweite UAT den Werkstückträger umfasst oder zur Aufnahme des Werkstückträgers eingerichtet ist;
Bereitstellen, seitens des ersten UATs, die Funktionalität der jeweils fehlenden Komponente der Komponentengruppe für das zweite UAT; und
Gemeinsames Agieren des ersten UATs und des zweiten UATs zum Transport eines Warenkorbträgers und eines aus den Einzelteilen des Warenkorbs herstellbaren oder mit diesen Einzelteilen bearbeitbaren Produkttyps.
Insbesondere können auf diese Weise weitere UATs mit weiteren Warenkorbträgern dem Fahrzeugverbund hinzugefügt werden.
Insbesondere kann der Fahrzeugverbund vor der Beladung des mindestens einen Warenkorbträgers mit Einzelteilen erfolgen, sodass der Fahrzeugverbund das Konsignationslager anfährt. Alternativ ist auch denkbar, dass d zunächst der Warenkorb zusammengestellt und auf mindestens einem Warenkorbträger angeordnet wird und anschließend ein Fahrzeugverbund mit einem UAT mit Werkstückträger gebildet wird, der Warenkorb und Werkstückträger abtransportiert.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers ist der mindestens eine an mindestens einer Beladungsposition des automatisierten Warenkorberstellers mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladene Warenkorbträger von der jeweiligen Beladungsposition mittels eines Transportsystems der Produktionslinie oder mittels mindestens eines an dem Transportsystem angebundenen Zwischentransportsystems des automatisierten Warenkorberstellers fort transferierbar. Ein jeweils mittels der hier beschriebenen Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers gebildeter Warenkorb kann somit unmittelbar/sofort mittels des Transportsystems entlang der Produktionslinie transferiert werden, um die Produktionslinie mit den zur Herstellung oder Bearbeitung eines ihrer Produkte benötigten Einzelteile zu versorgen. Die hier beschriebene Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers ermöglicht damit ein linienintegriertes, automatisiertes Warenkorbprinzip für die jeweilige Produktionslinie, welches es erlaubt, den Warenkorb zu dem am spätesten möglichen Zeitpunkt zu bilden. Aufträge können damit in ihrer Reihenfolge so lange beliebig getauscht werden, bis sie ausgeführt werden.
Als vorteilhafte Weiterbildung kann der mindestens eine an der mindestens einen Beladungsposition mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladene Warenkorbträger zuvor mittels des Transportsystems und/oder mittels des mindestens einen und/oder mindestens eines weiteren Zwischentransportsystems des automatisierten Warenkorberstellers von mindestens einem Warenkorbersteller-eigenen und/oder Warenkorbersteller-externen Trägerzwischenspeicher zu der jeweiligen Beladungsposition transferierbar sein. Damit ist auch kein/kaum ein personeller Arbeitsaufwand zur Bereitstellung des mindestens einen zu beladenden Warenkorbträgers an der mindestens einen Beladungsposition nötig.
Bevorzugterweise ist die mindestens eine Beladungsvorrichtung als Reaktion auf die ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe zusätzlich derart ausgelegt und/oder programmiert, dass mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung unter Berücksichtigung der von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf der mindestens einen Speichervorrichtung hinterlegten Information die jeweiligen Einzelteile jeweils an einer Ist-Position auf dem mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger positionierbar sind, welche jeweils einer vorgegebenen Soll-Position entspricht. Sofern ein jeweiliges Warenkorbtablett des mindestens einen Warenkorbträgers über produkttypspezifische Einlegepositionen verfügt, kann jedes der mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung positionierten Einzelteile genau in seine zugeordnete Einlegeposition abgelegt werden. Dies erleichtert eine Entnahme der Einzelteile an den Stationen/Produktionsstationen der Produktionslinie.
Als vorteilhafte Weiterbildung kann an die mindestens eine und/oder mindestens eine weitere Beladungsvorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers für die auf und/oder in den Zwischenlagern zu lagernden Einzelteile je eine einzelteiltypspezifische Angabe bezüglich eines Einzelteiltyps von an mindestens einer Warenkorbersteller-eigenen und/oder Warenkorbersteller-externen Lieferstelle bereitstellbaren Einzelteilen ausgebbar sein, wobei die mindestens eine Beladungsvorrichtung als Reaktion auf eine aktuell ausgegebene einzelteiltypspezifische Angabe derart auslegt und/oder programmiert ist, dass mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung die an der jeweiligen Lieferstelle aktuell bereitgestellten Einzelteilen unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen einzelteiltypspezifischen Angabe umfassten und/oder auf der mindestens einen und/oder mindestens einer weiteren Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers hinterlegten Information auf und/oder in das zugeordnete Zwischenlager transferierbar sind. Mittels der hier beschriebenen Weiterbildung des automatisierten Warenkorberstellers ist ein personeller Arbeitsaufwand zur Bereitstellung der jeweiligen Einzelteile auf und/oder in den Zwischenlagern signifikant reduziert. Auch auf diese Weise können Kosten eingespart werden.
Vorteilhafterweise kann der automatisierte Warenkorbersteller ein Konsignationslager sein. Unter dem jeweiligen Konsignationslager kann ein von mindestens einem Lieferanten und/oder mindestens einem logistischen Dienstleister produktionsnah/nahe an der jeweiligen Produktionslinie unterhaltenes Lager verstanden werden, in das der mindestens eine Lieferant und/oder der mindestens eine logistische Dienstleister vereinbarte Einzelteile für die Produktionslinie einlagert. Gegebenenfalls erfolgt eine Berechnung der Einzelteile für den Betreiber der Produktionslinie erst nach deren Verbrauch oder nach einer Prüfung des mittels der Produktionslinie hergestellten/bearbeiteten Produkts. Der mindestens eine Lieferant und/oder der mindestens eine logistische Dienstleister bleiben bis dahin Eigentümer der im Konsignationslager gelagerten Einzelteile, wobei der Betreiber der Produktionslinie jedoch eine jederzeitige Verfügungsgewalt über die in dem Konsignationslager gelagerten Einzelteile hat. Die hier beschriebene Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers eignet sich damit für ein Wirtschaftsprinzip, welches dem mindestens einen Lieferanten und/oder dem mindestens einen logistischen Dienstleister ein (im Wesentlichen) verbrauchsentkoppeltes Produzieren, d.h. unter Einhaltung eines vereinbarten Mindestbestandes, erlaubt.
Die vorausgehend beschriebenen Vorteile sind auch bei einer Produktionslinie mit einem derartigen automatisierten Warenkorbersteller realisiert.
Des Weiteren schafft auch ein Ausführen eines korrespondierenden Verfahrens zur automatisierten Warenkorberstellung für eine Produktionslinie, bzw. ein Ausführen eines entsprechenden Verfahrens zum Betreiben einer Produktionslinie, die oben erläuterten Vorteile. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die hier genannten Verfahren gemäß den oben beschriebenen Ausführungsformen des automatisierten Warenkorberstellers weitergebildet werden können.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Warenkorbträgers;
Fig. 2a und 2b schematische Darstellungen einer Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers; und
Fig. 3 ein Flussdiagramm zum Erläutern einer Ausführungsform des Verfahrens zur automatisierten Warenkorberstellung für eine Produktionslinie.
Ausführungsformen der Erfindung
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Warenkorbträgers.
Der in Fig. 1 schematisch wiedergegebene Warenkorbträger 10 ermöglicht einen Transport von Einzelteilen 12a bis 12c für genau ein mittels einer Produktionslinie herstellbares oder bearbeitbares Produkt entlang der jeweiligen Produktionslinie. Der mit den Einzelteilen 12a bis 12c bestückte Warenkorbträger 10 wird häufig auch als Warenkorb bezeichnet.
Der Warenkorbträger 10 umfasst eine Warenkorbträger-Grundplatte 14 und ein auf einer Oberseite der Warenkorbträger-Grundplatte 14 fest angeordnetes Warenkorbtablett 16. Mindestens eine Fixiereinheit 18 ist auf einer von der Warenkorbträger-Grundplatte 14 weg gerichteten Beladungsseite 16a des Warenkorbtabletts 16 befestigt. Je ein Fixierpin 20 pro Fixiereinheit 18 ist mit der Oberseite der Warenkorbträger-Grundplatte 14 verbunden. Der mindestens eine Fixierpin 20 weist eine Bohrung auf, in welcher ein spannbarer Bolzen der zugeordneten Fixiereinheit 18 so reversibel einbringbar ist, dass das Warenkorbtablett 16 mit der Warenkorbträger-Grundplatte 14 reversibel verbunden ist. Anschließend kann die Beladungsseite 16a des Warenkorbtabletts 16 mit den Einzelteilen 12a bis 12c beladen werden. Danach kann der Warenkorbträger 10 mittels eines Transportsystems der Produktionslinie verschiedene Stationen der Produktionslinie abfahren und die jeweiligen Stationen mit dem mindestens einen von der jeweiligen Station benötigten Einzelteil 12a bis 12c beliefern.
Fig. 2a und 2b zeigen schematische Darstellungen einer Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers.
Der in Fig. 2a und 2b schematisch dargestellte automatisierte Warenkorbersteller 30 kann vorteilhaft mit einer Produktionslinie 32 Zusammenwirken. Der automatisierte Warenkorbersteller 30 kann insbesondere eine Untereinheit, wie z.B. ein Lager, der Produktionslinie 32 sein. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Nutzbarkeit des im Weiteren beschriebenen automatisierten Warenkorberstellers 30 auf keinen speziellen Produktionslinientyp der damit zusammenwirkenden/ausgestatteten Produktionslinie 32 beschränkt ist. Eine mögliche Anwendung des automatisierten Warenkorberstellers 30 kann beispielsweise in der Automobilendmontage liegen.
Der automatisierte Warenkorbersteller 30 weist Zwischenlager 34a bis 34g auf, auf und/oder in welchen Einzelteile für mindestens einen mittels der Produktionslinie 32 herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp lagerbar/gelagert sind. Die Zwischenlager 34a bis 34g können somit zur Materialbevorratung der Einzelteile für den mindestens einen mittels der Produktionslinie 32 herstellbaren/bearbeitbaren Produkttyp genutzt werden. Die Lagerung der Einzelteile ist dabei so realisiert, dass auf und/oder in jedem der Zwischenlager 34a bis 34g Einzelteile von nur einem Einzelteiltyp, welcher von dem mindestens einen anderen Einzelteiltyp der Einzelteile auf und/oder in dem mindestens einen weiteren Zwischenlager 34a bis 34g abweicht, lagerbar/gelagert sind. Unter dem mindestens einen Zwischenlager 34a bis 34g kann beispielsweise jeweils eine Fläche zur Materialbevorratung verstanden werden, welche als Stellplatz für je einen mit den Einzelteilen des jeweiligen Einzelteiltyps füllbaren/gefüllten Materialbehälter dient. Der jeweilige Materialbehälter kann insbesondere reversibel, wie z.B. über eine Schraub- oder Spannvorrichtung, an dem zugeordneten Stellplatz fixiert sein.
Der automatisierte Warenkorbersteller 30 hat mindestens eine Beladungsvorrichtung 36, an welche für den mindestens einen mittels der Produktionslinie 32 herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp je eine produkttypspezifische Vorgabe zur Beladung mindestens eines Warenkorbträgers 38 ausschließlich mit den von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteilen ausgebbar ist/ausgegeben wird. Unter dem jeweiligen Produkttyp ist ein mittels der produkttypspezifischen Vorgabe (genau) angegebener Produkttyp aus der Menge der mittels der Produktionslinie 32 herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttypen zu verstehen. Als die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 kann beispielsweise mindestens ein Greifer, speziell mindestens ein Universalgreifer, eingesetzt sein.
Die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36, bzw. mindestens eine (nicht skizzierte) Steuerelektronik der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36, ist derart ausgelegt und/oder programmiert, dass als Reaktion auf eine ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 ausschließlich die von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteile von den jeweiligen Zwischenlagern 34a bis 34g auf den mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger 38 transferierbar sind/transferiert werden. Man kann dies auch damit umschreiben, dass die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 dazu ausgelegt und/oder programmiert ist, als Reaktion auf die ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe den mindestens einen zu beladenden Warenkorbträger 38 ausschließlich mit den von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteilen und nur in der Menge, in welcher ein späteres Produkt des jeweiligen Produkttyps die Einzelteile umfasst, mittels einer Entnahme der jeweiligen Einzelteile von den zugeordneten Zwischenlagern 34a bis 34g zu beladen. Auf diese Weise bewirkt die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 im Zusammenwirken mit zumindest den Zwischenlagern 34a bis 34g die Erstellung eines Warenkorbs, welcher ausschließlich mit zur Herstellung oder Bearbeitung genau des einen Produkts (Werkstücks) des jeweiligen Produkttyps von der Produktionslinie 32 verwendeten Einzelteilen bestückt ist. Der jeweilige Warenkorb kann mittels eines einzelnen Warenkorbträgers 38 oder, wie in Fig. 2a bildlich wiedergegeben ist, mittels mehrerer Warenkorbträger 38 erstellt werden.
Das mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 ausführbare/ausgeführte Transferieren ausschließlich der von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteile von den jeweiligen Zwischenlagern 34a bis 34g auf den mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger 38 erfolgt unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf mindestens einer (nicht dargestellten) Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers 30 hinterlegten Information. Die Information umfasst in der Regel zumindest Daten bezüglich einer Soll-Anzahl von jedem Einzelteiltyp der auf und/oder in den Zwischenlagern 34a bis 34g lagerbaren/gelagerten Einzelteiltypen bei dem jeweiligen Produkttyp, einer Soll-Verteilung der lagerbaren/gelagerten Einzelteiltypen auf die Zwischenlager 34a bis 34g und/oder einer Soll-Position jedes der Zwischenlager 34a bis 34g. Damit kann die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36, bzw. ihre mindestens eine Steuerelektronik, für den Produkttyp, welcher ihr mittels der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe „angezeigt“ ist, schnell und verlässlich genau die Einzelteile von den jeweiligen Zwischenlagern 34a bis 34g entnehmen, welche zur Herstellung/Bearbeitung genau des einen Produkts des jeweiligen Produkttyps von der Produktionslinie 32 verwendet werden.
Der automatisierte Warenkorbersteller 30 eignet sich somit zur Bildung von Warenkörben für die Produktionslinie, wobei ein herkömmlicherweise aufzubringender personeller Arbeitsaufwand signifikant reduziert ist. Durch die signifikante Reduzierung des aufzubringenden personellen Arbeitsaufwands bei der Bildung von Warenkörben mittels des automatisierten Warenkorberstellers 30 sind erhebliche Kosteneinsparungen möglich. Die vorliegende Erfindung erleichtert und verbilligt damit ein Kommissionieren. Wie anhand der vorhergehenden Beschreibung deutlich wird, können auch Warenkörbe für verschiedene Produkttypen aus der Menge der mittels der Produktionslinie 32 herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttypen nacheinander mittels des automatisierten Warenkorberstellers 30 zusammengestellt werden. Der automatisierte Warenkorbersteller 30 ermöglicht damit eine flexible Warenkorbbildung für mehrere mittels der Produktionslinie 32 herstellbare oder bearbeitbare Produkttypen.
Außerdem kann der automatisierte Warenkorbersteller 30 auf einfache Weise mittels einer entsprechenden Neubildung mindestens einer weiteren produkttypspezifischen Vorgabe und/oder einer korrespondierenden Umprogrammierung seiner mindestens einen Speichervorrichtung für ein breiteres Spektrum von mittels der Produktionslinie 32 herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttypen weitergebildet werden. Damit ist der automatisierte Warenkorbersteller 30 auch mittels eines relativ geringen Arbeitsaufwands für neue mittels der Produktionslinie 32 herstellbare oder bearbeitbare Produkttypen weiterbildbar. Das Zusammenwirken der Produktionslinie 32 mit dem automatisierten Warenkorbersteller 30 steigert deshalb eine Veränderungsfähigkeit der Produktionslinie 32.
Unter einer Ausgabe der produkttypspezifischen Vorgabe an die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36, bzw. ihre mindestens eine Steuerelektronik, muss keine aktuelle Ausgabe verstanden werden. Stattdessen kann eine Vielzahl von produkttypspezifischen Vorgaben an die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36, bzw. ihre mindestens eine Steuerelektronik, ausgegeben werden.
Insbesondere können die produkttypspezifischen Vorgaben zusammen mit einer durch einen Nutzer des automatisierten Warenkorberstellers 30, wie z.B. einen Betreiber der Produktionslinie 32, vorgegebenen Soll-Reihenfolge für ihre anschließende Erledigung an die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36, bzw. ihre mindestens eine Steuerelektronik, ausgegeben werden. Anschließend kann nacheinander, insbesondere unter Einhaltung der Soll-Reihenfolge, für jede der produkttypspezifischen Vorgaben jeweils mindestens ein Warenkorbträger 38 von der mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 mit den jeweils benötigten Einzelteilen beladen werden. Zusätzlich kann die Soll-Reihenfolge der noch nicht erledigten produkttypspezifischen Vorgaben noch während dieses Vorgangs veränderbar sein, z.B. indem mindestens eine zusätzliche produkttypspezifische Vorgabe nachträglich eingeschoben wird. Als Alternative zu der durch den Nutzer des automatisierten Warenkorberstellers 30 vorgegebenen Soll-Reihenfolge kann auch ein Algorithmus auf der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36, bzw. ihrer mindestens einen Steuerelektronik, hinterlegt sein, welcher die als nächste zu erledigende produkttypspezifische Vorgabe unter Berücksichtigung von einer aktuellen Belegung eines Transportsystems 40 der Produktionslinie 32 durch mobile Träger, wie insbesondere durch Warenkorbträger 38 und/oder Werkstückträger 42, und/oder unter Berücksichtigung von einem aktuellen Status der Stationen/Produktionsstationen 44a und 44b der Produktionslinie 32 auswählt. Ein weiterer Vorteil des automatisierten Warenkorberstellers 30 ist darum seine hohe Flexibilität in einer Reihenfolge der zu bildenden Warenkörbe. Das Transportsystem 40 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel unbemannte autonome Transportfahrzeuge (UATs) und eine Fahrbahn, auf der sich die UATs fortbewegen können. Der Werkstückträger 42 und der Warenkorbträger sind hierbei jeweils auf einem UAT angeordnet, wobei die UATs einen Fahrzeugverbund bilden.
Während seiner Beladung mit zumindest dem einen Einzelteil mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 kann der mindestens eine Warenkorbträger 38 an mindestens einer Beladungsposition 46 des automatisierten Warenkorberstellers 30 positioniert sein. Bevorzugter Weise ist/wird der mindestens eine Warenkorbträger 38 nach seiner Beladung automatisch, d.h. ohne einen personellen Arbeitsaufwand, von der jeweiligen Beladungsposition 46 zu der zusammenwirkenden Produktionslinie 32 transportierbar/transportiert. Dazu kann der automatisierte Warenkorbersteller 30 so an dem Transportsystem 40 der zusammenwirkenden Produktionslinie 32 angebunden sein, dass die mindestens eine Beladungsposition 46 des automatisierten Warenkorberstellers 30 entweder in das Transportsystem 40 oder in mindestens ein an dem Transportsystem 40 angebundenes Zwischentransportsystem 48 des automatisierten Warenkorberstellers 30 „eingebunden“ ist. Wie in Fig. 2b bildlich wiedergegeben ist, kann das mindestens eine Zwischentransportsystem 48 des automatisierten Warenkorberstellers 30 beispielsweise durch mindestens eine an dem Transportsystem 40 endende Einfahrt- und/oder Ausfahrt-Schleuse 50 verlaufen.
Die Anbindung des automatisierten Warenkorberstellers 30 an dem Transportsystem 40 der zusammenwirkenden Produktionslinie 32 realisiert einen vollautomatischen Transport des mindestens einen mit zumindest dem einen Einzelteil beladenen Warenkorbträgers 38 fort von seiner jeweiligen Beladungsposition 46 und weiter zu den Stationen 44a und 44b der Produktionslinie 32. Zusätzlich ermöglicht der vollautomatische Transport eine Bildung der von der Produktionslinie 32 verwendeten Warenkörbe mittels des automatisierten Warenkorberstellers 30 erst unmittelbar vor Herstellen/Bearbeiten des jeweiligen Produkts. Eine Reihenfolge von verschiedenen mittels der Produktionslinie 32 hergestellten/bearbeiteten Produkten kann somit so lange beliebig getauscht werden, bis die Ausführung des jeweiligen Produkts gestartet wird. Der automatisierte Warenkorbersteller 30 realisiert damit eine linienintegrierte und flexible Warenkorbbildung für die Produktionslinie 32, welche insbesondere mit einer Ausstattung der Produktionslinie 32 mit einem flexiblen Transportsystem 40 kompatibel ist.
Das Transportsystem 40 kann alternativ oder ergänzend auch ein Transfersystem umfassen. Das Transfersystem kann wahlweise als Stetigförderer mit kontinuierlichem Förderstrom oder als Unstetigförderer mit einem Transport in Intervallen ausgebildet sein. Unter dem Transfersystem an welches der automatisierte Warenkorbersteller 30 anbindbar/angebunden ist, kann darum auch ein flexibles Transportsystem 40 verstanden werden. Das Transportsystem 40 ist vorzugsweise planar ausgebildet.
Eine mögliche technische Realisierung des Transportsystems 40 umfasst UATs und eine Transportebene (Fahrbahn) mit Codefeld. Die UATs weisen hierbei mindestens ein Lokalisierungsmodul auf, wobei das Lokalisierungsmodul ausgebildet ist, eine Eigenposition durch Dekodierung der kodierten Grobposition zu ermitteln. Insbesondere liest das Lokalisierungsmodul die Grobposition aus dem Codefeld aus. Bewegt sich das Lokalisierungsmodul relativ zu dem Codefeld ändert sich die Grobposition. Das Codefeld kann beispielsweise ein zweidimensionales, rechteckiges, insbesondere quadratisches Punktraster aufweisen, wobei die Grobpositionen der Rasterpunkte kodiert sind. Bevorzugt ist das Codefeld ausgebildet wie dies in der Druckschrift DE 10 2016216 221 A1 beschrieben ist, wobei deren Offenbarung hinsichtlich der Kodeanordnung via Referenzierung der vorliegenden Offenbarung zugefügt wird („incorporated by reference“). Das Transportsystem 40 kann alternativ oder ergänzend mindestens eine Fördervorrichtung, wie beispielsweise mindestens einen Planarroboter, umfassen, welcher einen Transport von Warenkorbträgern 38 und Werkstückträgern 42 über Magnetschwebetechnologie ermöglicht. Dies bietet zusätzlich eine hohe Flexibilität, insbesondere, weil sich in diesem Fall die mobilen Trägereinrichtungen überholen können. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass auch andere Ausführungsbeispiele für das Transportsystem 40 möglich sind.
Der mindestens eine beladene Warenkorbträger 38 pro Warenkorb kann zusammen mit dem Werkstückträger 42, auf welchem das mittels der zusammengestellten Einzelteile hergestellte/bearbeitete Produkt/Werkstück entlang der Produktionslinie 32 transportiert wird, innerhalb des automatisierten Warenkorberstellers 30 zu einem Verbund/Fahrzeugverbund koppelbar sein/gekoppelt werden, bevor der Verbund aus dem mindestens einen beladenen Warenkorbträger 38 und dem Werkstückträger 42 mittels des Transportsystems 40 an eine erste Station 44a der Produktionslinie 32 transportierbar ist/transportiert wird. Wie in Fig. 2a (mittels der gestrichelten Linien) bildlich wiedergegeben ist, kann durch die mittels des automatisierten Warenkorberstellers 30 erfolgte Warenkorbzusammenstellung mindestens eine eigene Zuführstation 52a und 52b für je eine der Stationen 44a und 44b der Produktionslinie 32 eingespart werden. Bei einer Nutzung des automatisierten Warenkorberstellers 30 entfallen deshalb in der Regel auch Probleme und Kosten einer herkömmlichen Versorgung der Produktionslinie 32 über die Zuführstationen 52a und 52b.
Der mindestens eine während eines Betriebs des automatisierten Warenkorberstellers 30 verwendete Warenkorbträger 38 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass der mindestens eine Warenkorbträger 38, bzw. ein Verbund/Fahrzeugverbund aus dem mindestens einen Warenkorbträger 38 und dem zugeordneten Werkstückträger 42, für alle mittels der Stationen 44a und 44b der Produktionslinie 32 ausgeführten Herstellungs- und Bearbeitungsvorgänge mittels mindestens einer Spann- und Indexiereinrichtung positionierbar ist. Der mindestens eine Warenkorbträger 38 kann als ebener Körper mit quadratischer oder rechteckiger Grundform ausgeführt sein. Obwohl dies in den Fig. 2a und 2b nicht erkennbar ist, kann der mindestens eine Warenkorbträger 38 eine Warenkorbträger-Grundplatte und ein auf einer Oberseite der Warenkorbträger- Grundplatte fest angeordnetes Warenkorbtablett umfassen. Vorzugsweise ist das Warenkorbtablett mit der zugeordneten Warenkorbträger-Grundplatte reversibel so verbunden, dass eine von der Warenkorbträger-Grundplatte weg gerichtete Beladungsseite 38a des Warenkorbtabletts mit zumindest einem Einzelteil beladen werden kann. Beispielsweise kann mindestens eine auf einer Beladungsseite 38a des Warenkorbtabletts befestigte Fixiereinheit mit je einen mit einer Oberseite der Warenkorbträger-Grundplatte verbunden Fixierpin Zusammenwirken, indem je ein spannbarer Bolzen der mindestens einen Fixiereinheit reversibel in je eine zugeordnete Bohrung des mindestens einen Fixierpins einbringbar ist.
Bei einer möglichen Ausführungsform weisen die Warenkorbträger 38 jeweils ein Warenkorbtablett auf, welches sich für alle mittels des automatisierten Warenkorberstellers 30 zusammenstellbaren Warenkörbe, bzw. für alle Produkttypen/Produktvarianten der Produktionslinie 32, eignet. Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers 30 ist die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 unter Berücksichtigung der von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf der mindestens einen Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers 30 hinterlegten Information dazu ausbildet und/oder programmiert, selbst das für den jeweiligen Warenkorb geeignete/optimierte Warenkorbtablett von einem jeweiligen Zwischenlager 34a bis 34g auf die jeweilige Warenkorbträger- Grundplatte zu transferieren und evtl, mit der Warenkorbträger-Grundplatte reversibel zu verbinden. Durch das mittels des automatisierten Warenkorberstellers 30/seiner mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 ausgeführte reversible Verbinden des Warenkorbträgers mit der jeweiligen Warenkorbträger-Grundplatte entfällt auch ein personeller Aufwand zum Bilden des mindestens einen für den jeweiligen Warenkorb geeigneten/optimierten Warenkorbträgers 38.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des automatisierten Warenkorberstellers 30 ist die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 als Reaktion auf die ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe zusätzlich derart ausgelegt und/oder programmiert, dass mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 die jeweiligen Einzelteile jeweils an einer Ist-Position auf den mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger 38 positionierbar sind, welche einer vorgegebenen Soll-Position entspricht. Dazu kann die von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfasste und/oder auf der mindestens einen Speichervorrichtung hinterlegte Information zusätzlich Daten bezüglich je der Soll-Position ausschließlich der von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteile auf dem mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger 38 umfassen. Mittels einer Berücksichtigung der Information kann die mindestens eine vorgegebene Soll-Position dann von der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 relativ genau eingehalten werden. Beispielsweise kann, sofern ein jeweiliges Warenkorbtablett des mindestens einen Warenkorbträgers 38 auf seiner Beladungsseite 38a produkttypspezifische Einlegepositionen aufweist, jedes der mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 positionierten Einzelteile genau in seine zugeordnete Einlegeposition abgelegt werden. Dies erleichtert eine Entnahme der Einzelteile an den Stationen 44a und 44b der Produktionslinie 32.
Als vorteilhafte Weiterbildung kann der mindestens eine an der mindestens einen Beladungsposition 46 mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladene Warenkorbträger 38, bzw. die jeweilige Warenkorbträger-Grundplatte, zuvor mittels des Transportsystems 40 und/oder des mindestens einen und/oder mindestens eines weiteren Zwischentransportsystems 48 des automatisierten Warenkorberstellers 30 von mindestens einem (nicht dargestellten) Trägerzwischenspeicher zu der jeweiligen Beladungsposition 46 transferierbar sein/transferiert werden. Unter dem mindestens einen Trägerzwischenspeicher kann jeweils ein Warenkorberstellereigener und/oder ein Warenkorbersteller-externer Trägerzwischenspeicher verstanden werden.
Als alternative oder zusätzliche Weiterbildung kann der automatisierte Warenkorbersteller 30 noch zu einer automatisierten „Nachbefüllung“ der Zwischenlager 34a bis 34g mit den jeweils darauf und/oder darin zu lagernden/gelagerten Einzelteile weitergebildet sein. Die „Nachbefüllung“ der Zwischenlager 34a bis 34g kann insbesondere vollautomatisch unter Verwendung der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 und/oder mindestens einer weiteren Beladungsvorrichtung 54 des automatisierten Warenkorberstellers 30 erfolgen. Vorteilhafterweise kann die vollautomatische „Nachbefüllung“ der Zwischenlager 34a bis 34g so realisiert sein, dass damit begonnen werden kann, wann immer Einzelteile von einem gemeinsamen Einzelteiltyp an mindestens einer (nicht skizzierten) Lieferstelle bereitgestellt sind. Unter der mindestens einen Lieferstelle kann wahlweise eine Warenkorbersteller-eigene und/oder eine Warenkorbersteller-externe Lieferstelle verstanden werden.
Dazu kann an die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 und 54 des automatisierten Warenkorberstellers 30, bzw. ihre mindestens eine Steuerelektronik, für die auf und/oder in den Zwischenlagern 34a bis 34g zu lagernden/gelagerten Einzelteile je eine einzelteiltypspezifische Angabe bezüglich des Einzelteiltyps von aktuell an der mindestens einer Lieferstelle bereitgestellten Einzelteilen ausgebbar sein. Die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 und 54 ist gegebenenfalls derart ausgelegt und/oder programmiert, dass als Reaktion auf eine aktuell ausgegebene einzelteiltypspezifische Angabe mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung 36 und 54 die an der jeweiligen Lieferstelle bereitgestellten Einzelteile auf und/oder in das zugeordnete Zwischenlagern 34a bis 34g transferierbar sind/transferiert werden. Der Transfer der an der jeweiligen Lieferstelle bereitgestellten Einzelteile auf und/oder in das zugeordnete Zwischenlager 34a bis 34g erfolgt damit automatisch. Eine verlässliche Zuordnung der Einzelteile auf und/oder in das richtige Zwischenlager 34a bis 34g ist mittels einer Berücksichtigung der von der ausgegebenen einzelteiltypspezifischen Angabe umfassten und/oder auf der mindestens einen und/oder mindestens einer weiteren Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers 30 hinterlegten Information sicherstellbar. Wie oben schon erläutert ist, kann die Information auch Daten bezüglich der Soll-Verteilung der lagerbaren/gelagerten Einzelteiltypen auf die Zwischenlager 34a bis 34g umfassen. Unter der jeweiligen einzelteiltypspezifischen Angabe kann eine für die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 und 54 des automatisierten Warenkorberstellers 30, bzw. ihre mindestens eine Steuerelektronik, (genau) einen Einzelteiltyp aus der Menge der auf und/oder in den Zwischenlager 34a bis 34g lagerbaren/gelagerten Einzelteiltypen spezifizierende Angabe verstanden werden. Die zum Transfer der an der jeweiligen Lieferstelle bereitgestellten Einzelteile auf und/oder in den zugeordneten Zwischenlagern 34a bis 34g verwendete mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 und 54 dient damit als eine „Schnittstelle“ oder „Versorgungsschnittstelle“ des automatisierten Warenkorberstellers 30 zum automatischen „Nachfüllen“ seiner Zwischenlager 34a bis 34g. Beispielsweise kann mindestens ein Liftsystem 54 zur Förderung der Einzelteile, insbesondere der in jeweils einem Materialbehälter eingefüllten Einzelteile, als die mindestens eine Beladungsvorrichtung 36 und 54 zum automatischen „Nachfüllen“ verwendet werden.
Der automatisierte Warenkorbersteller 30 kann insbesondere ein Konsignationslager sein. Gegebenenfalls realisiert der automatisierte Warenkorbersteller 30 ein linienintegriertes Konsignationslager zur Warenkorbbildung für eine Produktionslinie 32 mit hoher Veränderungsfähigkeit. Dadurch ergeben sich geringere Investitionskosten durch eine Zentralisierung der Materialzuführung, geringere Linien-Rekonfigurationskosten durch Entfall von Prozess-spezifischen Zuführsystemen und eine Reduktion von Fehlerkosten durch One-Piece-Flow. Die Integration des als Konsignationslager ausgebildeten automatisierten Warenkorberstellers 30 in die Produktionslinie 32 steigert dessen Vorteile zusätzlich, indem zugeliefertes Material längst möglich im Besitz des jeweiligen Zulieferers bleibt, wodurch die Kapitalbindung des Betreibers der Produktionslinie 32 minimiert wird.
Fig. 3 zeigt ein Flussdiagramm zum Erläutern einer Ausführungsform des Verfahrens zur automatisierten Warenkorberstellung für eine Produktionslinie.
Eine Ausführbarkeit des im Weiteren beschriebenen Verfahrens ist auf keinen bestimmten Produktionslinientyp der verwendeten Produktionslinie limitiert.
In einem Verfahrensschritt S1 des Verfahrens wird eine produkttypspezifische Vorgabe an mindestens eine Beladungsvorrichtung ausgegeben, an welche für mindestens einen mittels der Produktionslinie herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp je eine produkttypspezifische Vorgabe ausgebbar ist. Beispiele für die mindestens eine Beladungsvorrichtung sind oben schon aufgezählt.
Als Reaktion auf die ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe wird ein Verfahrensschritt S2 ausgeführt. Das Ausführen des Verfahrensschritts S2 geschieht unter Verwendung von Zwischenlagern, auf und/oder in welchen die Einzelteile für den mindestens einen mittels der Produktionslinie herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp derart gelagert werden, dass auf und/oder in jedem der Zwischenlager Einzelteile von nur einem Einzelteiltyp gelagert sind, welcher von dem mindestens einen anderen Einzelteiltyp der Einzelteile auf und/oder in dem mindestens einen weiteren Zwischenlager abweicht. In dem Verfahrensschritt S2 werden ausschließlich die von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteile mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung von den jeweiligen Zwischenlagern auf den mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger transferiert. Dies geschieht unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf mindestens einer Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers hinterlegten Information. Der mindestens eine Warenkorbträger kann mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung an mindestens einer Beladungsposition des automatisierten Warenkorberstellers jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladen werden.
Vorteilhafter Weise kann der Verfahrensschritt S2 auch einen (nicht skizzierten) Teilschritt umfassen, in welchem (von dem Beladen des Warenkorbträgers) ein für den jeweiligen Warenkorb geeignetes/optimiertes Warenkorbtablett mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung von einem jeweiligen Zwischenlager auf eine jeweilige Warenkorbträger-Grundplatte des späteren Warenkorbträgers transferiert und evtl, mit der Warenkorbträger-Grundplatte reversibel verbunden wird. Auch der hier beschriebene Teilschritt kann unter Berücksichtigung der von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf der mindestens einen Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers hinterlegten Information ausgeführt werden. Durch diesen Teilschritt entfällt auch ein personeller Aufwand zum Bilden des mindestens einen für den jeweiligen Warenkorb geeigneten/optimierten Warenkorbträgers. Alternativ kann das hier beschriebene Verfahren jedoch auch unter Verwendung von Warenkorbträgern ausgeführt werden, welche ein für alle zusammenstellbaren Warenkörbe, bzw. für alle Produkttypen/Produktvarianten der Produktionslinie 32, geeignetes Warenkorbtablett aufweisen. Optionaler Weise kann nach dem Verfahrensschritt S2 noch ein Verfahrensschritt S3 ausgeführt werden. In dem (optionalen) Verfahrensschritt S3 wird der mindestens eine jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladene Warenkorbträger von der jeweiligen Beladungsposition mittels eines Transportsystems der Produktionslinie oder mittels mindestens eines an dem Transportsystem angebundenen Zwischentransportsystems fort transferiert. Auf diese Weise ist ein vollautomatischer Transport des mindestens einen beladenen Warenkorbträges hin zur Produktionslinie möglich.
Die Verfahrensschritte S1 bis S3 können beliebig oft wiederholt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass von den Verfahrensschritten S1 bis S3 nur der Verfahrensschritt S1 mit einem personellen Arbeitsaufwand verbunden ist.
Ein vollautomatisches „Nachbefüllen“ der Zwischenlager ist mittels der (optionalen) Verfahrensschritte S4 und S5 möglich. In dem Verfahrensschritt S4 wird eine einzelteiltypspezifische Angabe an die mindestens eine und/oder mindestens eine weitere Beladungsvorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers ausgegeben, an welche für die auf und/oder in den Zwischenlagern zu lagernden Einzelteile je eine einzelteiltypspezifische Angabe bezüglich eines Einzelteiltyps von an mindestens einer Warenkorberstellereigenen und/oder Warenkorbersteller-externen Lieferstelle bereitstellbaren Einzelteilen ausgebbar ist. Der Verfahrensschritt S4 wird vorzugsweise immer dann ausgeführt, wenn an der jeweiligen Lieferstelle Einzelteile aktuell bereitgestellt sind.
Als Reaktion auf die aktuell ausgegebene einzelteiltypspezifische Angabe folgt der Verfahrensschritt S5, in welchem mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung die an der jeweiligen Lieferstelle aktuell bereitgestellten Einzelteilen unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen einzelteiltypspezifische Angabe umfassten und/oder auf der mindestens einen und/oder mindestens einer weiteren Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers hinterlegten Information auf und/oder in das zugeordnete Zwischenlager transferiert werden. Somit ist zum vollautomatischen „Nachbefüllen“ der Zwischenlager nur der Verfahrensschritt S4 mit einem personellen Arbeitsaufwand verbunden. Ein zumindest die mindestens eine Beladungsvorrichtung und das mindestens eine Zwischenlager umfassendes Lager kann vorteilhafter Weise als Konsignationslager verwendet werden. Außerdem können zumindest die Verfahrensschritte S1 und S2 auch Teil eines Verfahren zum Betreiben einer Produktionslinie sein, bei dessen Ausführung Warenkörbe für die Produktionslinie mittels einer automatisierten Warenkorberstellung gebildet werden.

Claims

Ansprüche
1. Automatisierter Warenkorbersteller (30) für eine Produktionslinie (32) mit:
Zwischenlagern (34a bis 34g), auf und/oder in welchen Einzelteile für mindestens einen mittels der Produktionslinie (32) herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp derart lagerbar sind, dass auf und/oder in jedem der Zwischenlager (34a bis 34g) Einzelteile von nur einem Einzelteiltyp, welcher von dem mindestens einen anderen Einzelteiltyp der Einzelteile auf und/oder in dem mindestens einen weiteren Zwischenlager (34a bis 34g) abweicht, lagerbar sind; und mindestens einer Beladungsvorrichtung (36), an welche für den mindestens einen mittels der Produktionslinie (32) herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp je eine produkttypspezifische Vorgabe zur Beladung mindestens eines Warenkorbträgers (38) ausschließlich mit den von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteilen ausgebbar ist, und welche als Reaktion auf eine ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe derart auslegt und/oder programmiert ist, dass mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36) unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf mindestens einer Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers (30) hinterlegten Information ausschließlich die von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteile von den jeweiligen Zwischenlagern (34a bis 34g) auf den mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger (38) transferierbar sind.
2. Automatisierter Warenkorbersteller (30) nach Anspruch 1 , wobei der mindestens eine an mindestens einer Beladungsposition (46) des automatisierten Warenkorberstellers (30) mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36) jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladene Warenkorbträger (38) von der jeweiligen Beladungsposition (46) mittels eines Transportsystems (40) der Produktionslinie (32) oder mittels mindestens eines an dem Transportsystem (40) angebundenen Zwischentransportsystems (48) des automatisierten Warenkorberstellers (30) fort transferierbar ist.
3. Automatisierter Warenkorbersteller (30) nach Anspruch 2, wobei der mindestens eine an der mindestens einen Beladungsposition (46) mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36) jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladene Warenkorbträger (38) zuvor mittels des Transportsystems (40) und/oder mittels des mindestens einen und/oder mindestens eines weiteren Zwischentransportsystems (48) des automatisierten Warenkorberstellers (30) von mindestens einem Warenkorbersteller-eigenen und/oder Warenkorbersteller-externen Trägerzwischenspeicher zu der jeweiligen Beladungsposition (46) transferierbar ist.
4. Automatisierter Warenkorbersteller (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Beladungsvorrichtung (36) als Reaktion auf die ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe zusätzlich derart ausgelegt und/oder programmiert ist, dass mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36) unter Berücksichtigung der von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf der mindestens einen Speichervorrichtung hinterlegten Information die jeweiligen Einzelteile jeweils an einer Ist-Position auf dem mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger (38) positionierbar sind, welche jeweils einer vorgegebenen Soll-Position entspricht.
5. Automatisierter Warenkorbersteller (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an die mindestens eine und/oder mindestens eine weitere Beladungsvorrichtung (36, 54) des automatisierten Warenkorberstellers (30) für die auf und/oder in den Zwischenlagern (34a bis 34g) zu lagernden Einzelteile je eine einzelteiltypspezifische Angabe bezüglich eines Einzelteiltyps von an mindestens einer Warenkorberstellereigenen und/oder Warenkorbersteller-externen Lieferstelle bereitstellbaren Einzelteilen ausgebbar ist, und wobei die mindestens eine Beladungsvorrichtung (36, 54) als Reaktion auf eine aktuell ausgegebene einzelteiltypspezifische Angabe derart auslegt und/oder programmiert ist, dass mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36, 54) die an der jeweiligen Lieferstelle aktuell bereitgestellten Einzelteilen unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen einzelteiltypspezifische Angabe umfassten und/oder auf der mindestens einen und/oder mindestens einer weiteren Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers (30) hinterlegten Information auf und/oder in das zugeordnete Zwischenlager (34a bis 34g) transferierbar sind.
6. Automatisierter Warenkorbersteller (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der automatisierte Warenkorbersteller (30) ein Konsignationslager ist.
7. Produktionslinie (32) mit: einem automatisierten Warenkorbersteller (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
8. Verfahren zur automatisierten Warenkorberstellung für eine Produktionslinie (32) mit den Schritten:
Ausgaben einer produkttypspezifischen Vorgabe an mindestens eine Beladungsvorrichtung (36), an welche für mindestens einen mittels der Produktionslinie (32) herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp je eine produkttypspezifische Vorgabe ausgebbar ist (S1); und, als Reaktion auf die ausgegebene produkttypspezifische Vorgabe und unter Verwendung von Zwischenlagern (34a bis 34g), auf und/oder in welchen die Einzelteile für den mindestens einen mittels der Produktionslinie (3) herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp derart gelagert werden, dass auf und/oder in jedem der Zwischenlager (34a bis 34g) Einzelteile von nur einem Einzelteiltyp, welcher von dem mindestens einen anderen Einzelteiltyp der Einzelteile auf und/oder in dem mindestens einen weiteren Zwischenlager (34a bis 34g) abweicht, gelagert sind, Transferieren ausschließlich der von dem jeweiligen Produkttyp umfassten Einzelteile mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36) von den jeweiligen Zwischenlagern (34a bis 34t) auf den mindestens einen damit zu beladenden Warenkorbträger (38) unter Berücksichtigung einer von der ausgegebenen produkttypspezifischen Vorgabe umfassten und/oder auf mindestens einer Speichervorrichtung des automatisierten Warenkorberstellers (30) hinterlegten Information (S2).
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei der mindestens eine an mindestens einer Beladungsposition (46) des automatisierten Warenkorberstellers (30) mittels der mindestens einen Beladungsvorrichtung (36) jeweils mit zumindest dem einen Einzelteil beladene Warenkorbträger (38) von der jeweiligen Beladungsposition (46) mittels eines Transportsystems (40) der Produktionslinie (32) oder mittels mindestens eines an dem Transportsystem (40) angebundenen Zwischentransportsystems (48) fort transferiert wird (S3).
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei ein zumindest die mindestens eine Beladungsvorrichtung (36) und das mindestens eine Zwischenlager (34a bis 34g) umfassendes Lager (30) als Konsignationslager verwendet wird.
11 . Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, welches ein Bereitstellen eines Fahrzeugverbunds umfasst, wobei das Bereitstellen mittels der nachfolgenden Schritte erfolgt:
Koppeln eines ersten unbemannten autonomen Transportfahrzeugs, UAT, welches einen Steuerprozessor, einen elektrischen Energiespeicher, ein Antriebsmodul und ein Sensormodul aufweist, über eine erste UAT-Koppelschnittstelle mit einer zweiten UAT- Koppelschnittstelle eines zweiten UATs, welches einen Steuerprozessor sowie maximal zwei Komponenten aus einer Komponentengruppe umfassend einen elektrischen Energiespeicher, ein Antriebsmodul und ein Sensormodul aufweist,
• wobei das erste UAT einen Werkstückträger (42) umfasst oder zur Aufnahme des Werkstückträgers (42) eingerichtet ist und das zweite UAT den Warenkorbträger (38) umfasst oder zur Aufnahme des Warenkorbträgers (38) eingerichtet ist, oder
• wobei das erste UAT den Warenkorbträger (38) umfasst oder zur Aufnahme des Warenkorbträgers (38) eingerichtet ist und das zweite UAT des Werkstückträger (42) umfasst oder zur Aufnahme des Werkstückträgers (42) eingerichtet ist;
Bereitstellen, seitens des ersten UATs, die Funktionalität der jeweils fehlenden Komponente der Komponentengruppe für das zweite UAT; und
Gemeinsames Agieren des ersten UATs und des zweiten UATs zum Transport eines Warenkorbträgers und eines aus den Einzelteilen des Warenkorbs herstellbaren oder mit diesen Einzelteilen bearbeitbaren Werkstücks.
12. Verfahren zum Betreiben einer Produktionslinie (32) mit dem Schritt:
Bilden von Warenkörben für die Produktionslinie (32) mittels einer automatisierten Warenkorberstellung gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11.
13. Verfahren nach Anspruch 12, umfassend die Schritte:
• Koppeln des Warenkorbträgers (38) mit einem Werkstückträger (42) zu einem Fahrzeugverbund, wobei der Warenkorbträger (38) mit Einzelteilen für mindestens einen mittels der Produktionslinie (32) herstellbaren oder bearbeitbaren Produkttyp beladbar oder beladen ist und wobei der Werkstückträger (42) dazu eingerichtet ist, das mittels der zusammengestellten Einzelteile herstellbare oder mit diesen Einzelteilen bearbeitbare Werkstück entlang der Produktionslinie (32) zu transportieren,
• Transportieren des Warenkorbträgers und eines aus den Einzelteilen des Warenkorbs herstellbaren oder mit diesen Einzelteilen bearbeitbaren Werkstücks mittels des Transportsystems (40) an eine erste Station (44a) der Produktionslinie (32).
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