EP4698140A1 - FARBSTABILER LIPPENSTIFT MIT SÜßSTOFF - Google Patents
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Abstract
24 Zusammenfassung Kosmetischer Lippenstift enthaltend eine Kombination aus a) Natrium-Saccharin (INCI: Sodium Saccharin) und b) Zitronensäure (INCI: Citric Acid). 5
Description
Beschreibung
Farbstabiler Lippenstift mit Süßstoff
Die vorliegende Erfindung betrifft einen kosmetischen Lippenstift enthaltend eine Kombination aus Natrium-Saccharin (INCI: Sodium Saccharin) und Zitronensäure (INCI: Citric Acid).
Der Wunsch, schön und attraktiv auszusehen, ist seit Tausenden von Jahren in den Menschen verwurzelt. Auch wenn das Schönheitsideal im Laufe der Zeit Wandlungen erfahren hat, so ist das Streben nach einem makellosen Äußeren, immer das Ziel der Menschen gewesen, da ein sympathisches Erscheinungsbild ihr Selbstwertgefühl und die Anziehungskraft auf ihre Mitmenschen erhöht.
Der Begriff der dekorativen Kosmetik leitet vom lateinischen „decoratio“ - das Hervorheben des Schönen - ab. Meist werden dabei mit Hilfe von Farbstoffen einzelne Körperpartien, insbesondere im Gesicht, hervorgehoben und farbliche Uneinheitlichkeiten abgemildert.
Neben Gesichtspudern und Rouge als pulverförmigen Kosmetika sowie stiftförmigen Zubereitungen werden hierzu cremeförmige Präparate, wie Tagescremes und Creme-Make-up auf Emulsionsbasis verwendet.
Zu den am meisten verwendeten dekorativen Kosmetika gehört der Lippenstift. Mehr als 50 % der Frauen in Deutschland benutzen ihn. Meist dient er neben der farblichen Betonung der Lippen auch zur Lippenpflege.
Lippenstifte bestehen in der Regel aus einer Wachsmatrix, in die in hoher Konzentration flüssige und halbfeste Öle sowie Pigmente und Füllstoffe eingearbeitet sind. Sie liegen in fester Stiftform vor.
Für Lippenstifte bestehen besonders hohe Anforderungen im Hinblick auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass bei ihrer Anwendung und während des Tragens Teile der Zubereitung mit dem Mund in Kontakt kommen und/oder verschluckt werden. Da einzelne Inhaltsstoffe von Lippenstiften einen unangenehmen Eigengeschmack aufweisen, kommt es zusätzlich darauf an, diesen Eigengeschmack zu überdecken um die Lippenstifte für die Verbraucher attraktiver zu machen. Hierzu werden
häufig Süßstoffe eingesetzt. Als potentiell einsetzbare Süßstoffe kämen grundsätzlich auch Natrium-Saccharin (INCI: Sodium Saccharin) und/oder Neohesperidin-Dihydrochalkon (INCI: Neohesperidin Dihydrochalcone) in Betracht.
Nachteilig am Stande der Technik ist jedoch der Umstand, dass Lippenstifte mit Natrium- Saccharin zu einer Gelbverfärbung („Gelbstich“) neigen. Zubereitungen mit einer Kombination aus Natrium-Saccharin und Neohesperidin-Dihydrochalkon neigen zu einer Rotverfärbung oder gar zur Braunfärbung. Dieser Effekt tritt insbesondere bei höheren Temperaturen und längerer Lagerdauer auf. Kommt es bei der Herstellung in der Wärmephase zu (ungeplanten) zeitlichen Verzögerungen oder wird ein Lippenstift (z.B. im Sommer) bei höherer Temperatur gelagert, kann dies zu einer unerwünschten Verfärbung des Produktes führen. Im Herstellungsprozess muss die Zubereitung unter Umständen ganz verworfen und aufwendig entsorgt werden.
Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Süßstoff-haltige Lippenstiftformulierungen (insbesondere solche mit Natrium-Saccharin und/oder Neohesperidin- Dihydrochalkon) zu entwickeln, die auch bei höherer Temperatur und längerer Lagerungsdauer farbstabil sind.
Lippenstiftzubereitungen enthalten häufig ein oder mehrere Farbpigmente, da sie in der Regel zur Färbung der Lippenhaut dienen.
Nachteilig am Stande der Technik ist nun der Umstand, dass die Kombination aus Süßstoff (insbesondere bei Natrium-Saccharin und Neohesperidin-Dihydrochalkon) und Pigmenten dazu führt, dass die Zubereitungen inhomogen werden. Schon bei der Herstellung fällt auf, dass sich bei Süßstoff-haltigen Formulierungen, die Pigmente nicht mehr homogen in der heißen, flüssigen Stiftmasse verteilen, sondern zu Boden sinken. So können aus dieser flüssigen Stiftmasse keine einheitlich zusammengesetzten Stifte mehr gegossen werden.
Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Farbpigmente und Süßstoffe enthaltende Lippenstift-Formulierung zu entwickeln, bei der sich die Farbpigmente homogen in der Zubereitung einarbeiten lassen.
Überraschend gelöst werden die Aufgaben durch einen kosmetischen Lippenstift enthaltend eine Kombination aus a) Natrium-Saccharin (INCI: Sodium Saccharin) und b) Zitronensäure (INCI: Citric Acid).
Dabei ist es erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Zubereitung Wasser und/oder Glycerin enthält.
Überraschend gelöst werden die Aufgaben auch durch ein Verfahren zur Herstellung eines kosmetischen Lippenstiftes, dass dadurch gekennzeichnet ist, dass
i) zunächst Natrium-Saccharin (INCI: Sodium Saccharin) in Wasser gelöst wird und ii) in einem separaten Behälter Zitronensäure (INCI: Citric Acid) in Wasser gelöst wird, ill) in einem zweiten Schritt beide wässrigen Lösungen nacheinander mit der Fettphase vereinigt werden und iv) die vereinigten Lösungen mit den restlichen Inhaltsstoffen der Zubereitung vermischt und homogenisiert werden.
Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung betreffen Kennzeichnungen als „erfindungsgemäß“, „erfindungsgemäß vorteilhaft“ etc. immer die erfindungsgemäße Zubereitung und das erfindungsgemäße Verfahren, soweit nichts anderes angegeben ist.
So sind erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Natrium-Saccharin in einer Konzentration von 0,2 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
Dabei ist eine Konzentration von kleiner 1 ,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, erfindungsgemäß bevorzugt für den Fall, dass Natrium-Saccharin der einzige Süßstoff in der Formulierung ist.
Auch ist es erfindungsgemäß von Vorteil, wenn die Lippenstiftzubereitung Zitronensäure in einer Konzentration von mindestens 0,05 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
Dabei ist eine Konzentration von mindestens 0,25 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, erfindungsgemäß bevorzugt für den Fall, dass Natrium- Saccharin der einzige Süßstoff in der Formulierung ist.
Enthält die Zubereitung neben Natrium-Saccharin auch Neohesperidin-Dihydrochalkon und Farbpigmente, so ist eine Konzentration an Zitronensäure von mindestens 0,1 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, erfindungsgemäß bevorzugt.
Neben Zubereitungen, die Natrium-Saccharin als einzigen Süßstoff enthalten, ist auch eine zweite Ausführungsform erfindungsgemäß vorteilhaft, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Lippenstiftzubereitung zusätzlich Neohesperidin-Dihydrochalkon (INCI: Neohesperidin Dihydrochalcone) enthält.
In einem solchen Falle ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die Lippenstiftzubereitung zusätzlich Neohesperidin-Dihydrochalkon (INCI: Neohesperidin Dihydrochalcone) in einer Konzentration von 0,1 bis 5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist in einem solchen Falle dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt i) das Neohesperidin-Dihydrochalkon gemeinsam mit dem Natrium Saccharin in der Wasser/Glycerin-Mischung gelöst wird.
Dabei ist es in allen Fällen erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Wasser/Glycerin Mischung nicht mehr als 25 Gewichts-% Glycerin, bezogen auf das Wasser/Glycerin-Gemisch, enthält.
Erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind auch dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung einen oder mehrere Farbstoffe gewählt aus der Gruppe CI15850 (auch Red 6, E180 oder Litholrubin), CI42090 (auch Blue 1 , E133 oder Brilliantblau), CI77491 (auch Titandioxid, E-171), CI77499 und CI77492 (auch Iron Oxides, E-172) enthält.
In einem solchen Falle ist es erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Lippenstiftzubereitung die Farbstoffe in einer Gesamtkonzentration von 0,05 bis 0,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
Enthält die Zubereitung CI15850 (auch Red 6, E180 oder Litholrubin) als alleinigen Farbstoff, so wird diese Verbindung erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 0,05 bis 0,4 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt.
Enthält die Zubereitung eine Kombination aus CI15850 und CI42090, so beträgt die erfindungsgemäß bevorzugte Einsatzkonzentration für CI15850 von 0,05 bis 0,4 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung und für CI42090 von 0,02 bis 0,15 Gewichts- %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Enthält die Zubereitung CI77491 , so wird diese Verbindung erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 0,02 bis 0,1 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt.
Enthält die Zubereitung CI77499, so wird diese Verbindung erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 0,02 bis 0,1 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt.
Enthält die Zubereitung CI77492, so wird diese Verbindung erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 0,005 bis 0,05 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt.
Es ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die Lippenstiftzubereitung Rizinusöl (INCI: Ricinus Communis Seed Oil) enthält.
Für das erfindungsgemäße Verfahren erfindungsgemäß bevorzugt werden unter anderem die Farbpigmente in diesem Öl vordispergiert, bevor sie der Zubereitung zugesetzt werden.
Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Zubereitung Rizinusöl in einer Konzentration von 18 bis 25 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
Erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind auch dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Sheabutter (INCI: Butyrospermum Parkii Butter), Sonnenblumenöl (INCI: Helianthus Annuus Hybrid Oil) und/oder Bienenwachs (INCI: Cera Alba), Sonnenblumenwachs (Helianthus Annuus Seed Cera) enthält.
Enthält die Zubereitung Sheabutter (INCI: Butyrospermum Parkii Butter), so wird diese Verbindung erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 2 bis 5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt.
Enthält die Zubereitung Sonnenblumenöl (INCI: Helianthus Annuus Hybrid Oil), so wird diese Verbindung erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 45 bis 55 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt.
Enthält die Zubereitung Sonnenblumenwachs (Helianthus Annuus Seed Cera), so wird diese Verbindung erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 7 bis 11 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt.
Außerdem sind erfindungsgemäß vorteilhafte Lippenpflegeprodukte dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung Cetylpalmitat, hydriertes Rapssamenöl (INCI: Hydrogenated Rapeseed Oil) und/oder Cetearylalkohol enthält. Dabei ist der Einsatz von hydriertem Rapssamenöl erfindungsgemäß bevorzugt.
Für Cetylpalmitat beträgt die erfindungsgemäß vorteilhafte Einsatzkonzentration von 2 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgesicht der Zubereitung.
Für Cetearylalkohol beträgt die erfindungsgemäß vorteilhafte Einsatzkonzentration von 5 bis 15 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgesicht der Zubereitung.
Für hydriertes Rapssamenöl (INCI: Hydrogenated Rapeseed Oil) beträgt die erfindungsgemäß vorteilhafte Einsatzkonzentration von 5 bis 9 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgesicht der Zubereitung.
Außerdem ist kann es erfindungsgemäß vorteilhaft sein, wenn die Lippenpflege-Zubereitung Butylhydroxytoluol (BHT) enthält. Die erfindungsgemäße Einsatzkonzentration für diesen Stoff beträgt von 0,05 bis 0,15 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Darüber hinaus ist es erfindungsgemäß von Vorteil, wenn die Lippenstiftzubereitung Tocopherol und/oder Ascorbylpalmitat enthält. Dabei ist insbesondere der Einsatz von Tocopherol bevorzugt. Die erfindungsgemäße Einsatzkonzentration für diesen Stoff beträgt von 0,05 bis 0,15 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Die erfindungsgemäße Lippenstift-Formulierung kann, erfindungsgemäß vorteilhaft, einen oder mehrere UV-Filter enthalten.
In einem solchen Falle ist es erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Lippenstiftzubereitung 4- (tert.-Butyl)-4’-methoxydibenzoylmethan (INCI: Butyl Methoxydibenzoylmethane) und/oder 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1 '-hexyloxy)]-1 ,3,5-triazin (INCI: Ethylhexyl Triazone) enthält.
Nicht zuletzt ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn der Anteil an hydrophilen Bestandteilen in der Lippenstiftzubereitung weniger als 5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung beträgt. Als hydrophile Bestandteile werden dabei Wasser und die in Wasser löslichen Verbindungen verstanden.
Zur Dispergierung dieser Bestandteile werden der erfindungsgemäßen Zubereitung erfindungsgemäß vorteilhaft Polyglyceryl-Ester zugesetzt wie Polyglyceryl-3 Diisostearat oder Polyglyceryl-4 Diisostearate/Polyhydroxystearate/Sebacate. Dabei ist der Einsatz von Polyglyceryl-4 Diisostearate/Polyhydroxystearate/Sebacate erfindungsgemäß bevorzugt.
Die erfindungsgemäß bevorzugte Einsatzkonzentration für Polyglyceryl-4 Diisostearate/Polyhydroxystearate/Sebacate beträgt dabei 1 ,5 bis 2,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Erfindungsgemäß ist nicht zuletzt die Verwendung von Zitronensäure (INCI: Citric Acid) in kosmetischen Lippenstiften oder Verfahren, wie sie in dieser Offenbarung beschrieben wurde, zur Erhöhung der Farbstabilität und/oder der Emulsionsstabilität der Zubereitung.
Vergleichsversuche
Es wurden die folgenden Rezepturen hergestellt und ihr Erscheinungsbild optisch bestimmt. Alle Einsatzkonzentrationen beziehen sich auf Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Alle im folgenden genannten LAB Werte wurden mit hergestellten Lippenpflegestiften gemessen mit dem Hunterlab Farbmessgerät ColorFlex EZ. Die Stifte werden dabei leicht herausgedreht aus der Mechanik und über Kopf auf die Messöffnung gestellt.
Es zeigt sich in den Lab-Werten der Beispiele 16-21 dass bei steigender Konzentration von Zitronensäure der a- und b-Wert stetig sinken und somit eine Veränderung der Farbe in den blaugrünen Bereich erwirken. Die dabei erzielte Farbe ist optisch bevorzugt im Vergleich zur Ursprungsfarbe ohne Zitronensäure.
Bei den Beispielen 22-23 zeigt sich bei steigender Konzentration von Zitronensäure, dass der a- und b-Wert stetig steigen und somit eine Farbverschiebung ins Rotgelbe erwirken. Auch hier ist die erzielte Farbe nach Zugabe von Zitronensäure optisch bevorzugt.
Beispiele
Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie einzu- schränken. Alle Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen bezogen.
Claims
1 . Kosmetischer Lippenstift enthaltend eine Kombination aus a) Natrium-Saccharin (INCI: Sodium Saccharin) und b) Zitronensäure (INCI: Citric Acid).
2. Kosmetischer Lippenstift nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung Wasser und/oder Glycerin enthält.
3. Verfahren zur Herstellung eines kosmetischen Lippenstiftes, dadurch gekennzeichnet, dass i) zunächst Natrium-Saccharin (INCI: Sodium Saccharin) in Wasser gelöst wird und ii) in einem separaten Behälter Zitronensäure (INCI: Citric Acid) in Wasser gelöst wird, ill) in einem zweiten Schritt beide wässrigen Lösungen nacheinander mit der Fettphase vereinigt werden und iv) die vereinigten Lösungen mit den restlichen Inhaltsstoffen der Zubereitung vermischt und homogenisiert werden.
4. Lippenstift nach Anspruch 1 oder 2 oder Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Natrium-Saccharin in einer Konzentration von 0,2 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
5. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Zitronensäure in einer Konzentration von mindestens 0,05 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
6. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung zusätzlich Neohesperidin- Dihydrochalkon (INCI: Neohesperidin Dihydrochalcone) enthält.
7. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung zusätzlich Neohesperidin- Dihydrochalkon (INCI: Neohesperidin Dihydrochalcone) in einer Konzentration von 0,1 bis 5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt i) das Neohesperidin-Dihydrochalkon gemeinsam mit dem Natrium Saccharin in der Wasser/Glycerin-Mischung gelöst wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasser/Glycerin Mischung nicht mehr als 25 Gewichts-% Glycerin, bezogen auf das Wasser/Glycerin- Gemisch, enthält.
10. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung einen oder mehrere Farbstoffe gewählt aus der Gruppe CI15850 (auch Red 6, E180 oder Litholrubin), CI42090 (auch Blue 1 ,
E133 oder Brilliantblau), CI77491 (auch Titandioxid, E-171 ), CI77499 und CI77492 (auch Iron Oxides, E-172) enthält.
11 . Lippenstift oder Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung die Farbstoffe in einer Gesamtkonzentration von 0,05 bis 0,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
12. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Rizinusöl (INCI: Ricinus Communis Seed Oil) enthält.
13. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Sheabutter (INCI: Butyrospermum Parkii Butter), Sonnenblumenöl (INCI: Helianthus Annuus Hybrid Oil) und/oder Bienenwachs (INCI: Cera Alba), Sonnenblumenwachs (Helianthus Annuus Seed Cera) enthält.
14. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Tocopherol und/oder Ascorbylpalmitat enthält.
15. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung 4-(tert.-Butyl)-4’-methoxydiben- zoylmethan (INCI: Butyl Methoxydibenzoylmethane) und/oder 2,4, 6-Tris-[anilino-(p- carbo-2'-ethyl-1 '-hexyloxy)]-1 ,3,5-triazin (INCI: Ethylhexyl Triazone) enthält.
16. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung hydrophile Bestandteile in einer Menge von weniger als 5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung enthält.
17. Lippenstift oder Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippenstiftzubereitung Polyglyceryl-3 Diisostearat oder Polyglyceryl-4 Diisostearate/Polyhydroxystearate/Sebacate enthält.
18. Verwendung von Zitronensäure (INCI: Citric Acid) in kosmetischen Lippenstiften oder Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17 zur Erhöhung der Farbstabilität und/oder der Emulsionsstabilität der Zubereitung.
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