EP4621174B1 - Tür- oder fensteranordnung mit riegelvorrichtung - Google Patents

Tür- oder fensteranordnung mit riegelvorrichtung

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EP4621174B1
EP4621174B1 EP24164268.5A EP24164268A EP4621174B1 EP 4621174 B1 EP4621174 B1 EP 4621174B1 EP 24164268 A EP24164268 A EP 24164268A EP 4621174 B1 EP4621174 B1 EP 4621174B1
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EP
European Patent Office
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locking
door
bolt
window arrangement
track portion
Prior art date
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EP24164268.5A
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EP4621174A1 (de
Inventor
Tobias Feucht
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Gretsch Unitas GmbH Baubeschlaege
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Gretsch Unitas GmbH Baubeschlaege
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Publication of EP4621174B1 publication Critical patent/EP4621174B1/de
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C17/00—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith
    • E05C17/60—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith holding sliding wings open
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B65/00—Locks or fastenings for special use
    • E05B65/08—Locks or fastenings for special use for sliding wings
    • E05B65/0835—Locks or fastenings for special use for sliding wings the bolts pivoting about an axis parallel to the wings
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B63/00—Locks or fastenings with special structural characteristics
    • E05B63/06—Locks or fastenings with special structural characteristics with lengthwise-adjustable bolts ; with adjustable backset, i.e. distance from door edge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tür- oder Fensteranordnung mit den Merkmalen von Anspruch 1.
  • Riegelvorrichtungen und Tür- oder Fensteranordnungen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt. So kommen bei Tür- oder Fensteranordnungen wie bspw. Hebeschiebe-Türen Riegelvorrichtungen in Form von Riegelbolzen zum Einsatz, um einen Tür- oder Fensterflügel in Geschlossenstellung an einem Rahmen zu sichern. Derartige Riegelbolzen sind an einem vertikalen Rahmenholm des Rahmens befestigt, so dass diese einer Stirnseite des Flügels zugewandt sind.
  • Zum Herbeiführen einer Geschlossenstellung kann der Flügel an den vertikalen Rahmenholm herangefahren werden, wobei der Riegelbolzen mit einer Riegelbolzenaufnahme am Flügel in Eingriff bringbar ist. Wird der Hebeschiebe-Flügel in Geschlossenstellung abgesenkt, sind der Riegelbolzen und die Riegelbolzenaufnahme miteinander im Hintergriff. Der Flügel ist dann relativ zum Rahmen verriegelt. Derartige Riegelbolzen sind auf Seiten der Anmelderin erhältlich, bspw. in Form der Modelle GU Riegelbolzen 6-22648 oder GU Riegelbolzen 9-26072. Derartige Riegelbolzen haben sich am Markt bewährt und erlauben eine sichere Verriegelung in Geschlossenstellung des Flügels relativ zum Rahmen.
  • CH 709 213 A2 offenbart eine Sicherungsvorrichtung mit einem Sicherungsbolzen, der zwischen einer eingefahrenen Grundposition und einer ausgefahrenen Sicherungsposition verschiebbar ist. Die Sicherungsvorrichtung wird im Bereich einer Tür oder eines Fensters in ein Mauerwerk eingebracht. In der Sicherungsstellung blockiert der Sicherungsbolzen den Schwenkweg der Tür bzw. des Fensters. In der Grundposition kann die Tür bzw. das Fenster an dem Sicherungsbolzen vorbei geschwenkt werden.
  • EP 2 025 185 B1 offenbart eine Lüftungsvorrichtung für eine Schiebetür oder ein Schiebefenster.
  • EP 3 443 185 B1 offenbart einen Beschlag zweier hebbarer und gegeneinander bewegbarer Flügel.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Tür- oder Fensteranordnungen eine sichere Verriegelung in Geschlossenstellung und eine gesicherte Spaltlüftung zu ermöglichen.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Tür- oder Fensteranordnung, die eine Riegelvorrichtung aufweist, mit den Merkmalen von Anspruch 1.
  • Die Riegelvorrichtung ist zur Verriegelung eines verschiebbaren Flügels an einem Rahmen der Tür- oder Fensteranordnung eingerichtet und/oder bestimmt. Die Riegelvorrichtung weist zunächst einen Riegelbolzen auf.
  • Der Riegelbolzen erstreckt sich entlang einer Mittellängsachse und weist einen Riegelschaft sowie einen Riegelkopf auf. Der Riegelschaft kann gegenüber dem Riegelkopf verjüngt ausgebildet sein. Riegelschaft und Riegelkopf sind, vorzugsweise einstückig, miteinander verbunden. Der Riegelschaft kann, zumindest axial anteilig, einen kreisrunden Querschnitt aufweisen.
  • Der Riegelbolzen ist mit seinem Riegelschaft in einem Kanal eines sich entlang einer Gehäuseachse erstreckenden Gehäuses mittels einer Führungseinrichtung geführt. Der Riegelbolzen ist derart geführt, dass der Riegelbolzen zwischen einer relativ zum Gehäuse eingefahrenen Position (Riegelposition) und einer relativ zum Gehäuse ausgefahrenen Position (Lüftungsposition) verschiebbar ist.
  • In der eingefahrenen Position ragt vorzugsweise nur der Riegelkopf und, wenn überhaupt, nur ein vergleichsweise kleiner axialer Abschnitt des Riegelschafts aus dem Gehäuse heraus. In der ausgefahrenen Position ragen der Riegelkopf und ein (größerer) axialer Abschnitt des Riegelschaft aus dem Gehäuse heraus. Die eingefahrene Position und die ausgefahrene Position können sich entlang der Mittellängsachse um ein Maß von 20-30 mm, vorzugsweise 25 mm unterscheiden (Verstellbereich von 20-30 mm, vorzugsweise 20 mm).
  • Der Riegelbolzen ist weiter derart geführt, dass der Riegelbolzen in der eingefahrenen Position und in der ausgefahrenen Position zwischen einer ersten Drehstellung und einer zweiten Drehstellung verdrehbar ist. Dabei sieht die Führungseinrichtung insbesondere vor, dass ein Verdrehen des Riegelbolzens durch Drehen des Riegelschafts bzw. Riegelbolzens um die Mittellängsachse erfolgt. Die erste Drehstellung können um einen definierten Winkel auseinanderliegen, bspw. einen Winkel von 90°.
  • Der Riegelbolzen ist außerdem derart geführt, dass der Riegelbolzen in der ersten Drehstellung gegen Verschieben gesichert ist und ein Verdrehen des Riegelbolzens in die zweite Drehstellung ein Verschieben freigibt. Mit anderen Worten ist der Riegelbolzen in der zweiten Drehstellung nicht gegen Verschieben gesichert und somit entlang seiner Mittellängsachse relativ zum Gehäuse verschiebbar.
  • Die vorgeschlagene Riegelvorrichtung hat den Vorteil, dass wenn sich der Riegelbolzen in einer relativ zum Gehäuse eingefahrenen Position befindet, die Riegelvorrichtung, ähnlich wie ein herkömmlicher Riegelbolzen, einen (ggf. zusätzlichen) Verriegelungspunkt ausbilden kann. Dies trägt zu einer hohen Sicherheit in Geschlossenstellung bei. Befindet sich der Riegelbolzen in einer relativ zum Gehäuse ausgefahrenen Position, kann die Riegelvorrichtung als Spaltlüftungseinrichtung bzw. Spaltlüftungsriegelbolzen eingesetzt werden. Dies erlaubt eine gesicherte Spaltlüftungsstellung, in der ein Flügel relativ zum Rahmen ausgehend von der Geschlossenstellung nur um wenige Zentimeter geöffnet und ebenfalls gegen Verschieben gesichert ist.
  • Die Riegelvorrichtung ist insbesondere derart eingerichtet, dass ein Verdrehen zwischen der ersten Drehstellung und der zweiten Drehstellung sowie ein Verschieben zwischen der eingefahrenen Position und der ausgefahrenen Position durch eine Bedienperson erfolgen kann. So kann die Bedienperson den Riegelbolzen am Riegelkopf händisch greifen (Kontaktflächen) und wunschgemäß verdrehen und/oder verschieben.
  • Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann die Führungseinrichtung mindestens eine, mithin also eine oder mehrere Führungsbahnen und mindestens einen, mithin also einen oder mehrere in die Führungsbahn eingreifenden Führungsvorsprünge aufweisen. Dies erlaubt eine zuverlässige und präzise Führung des Riegelbolzens relativ zum Gehäuse.
  • Grundsätzlich ist denkbar, dass die eine oder mehreren Führungsbahnen am Riegelschaft ausgebildet sind und die Führungsvorsprünge an einer Innenwand des Kanals ausgebildet oder befestigt sind. Vorzugsweise sind die eine oder mehreren Führungsbahnen an einer Innenwand des Kanals des Gehäuses ausgebildet und der eine oder die mehreren Führungsvorsprünge sind drehfest am Riegelschaft angeordnet. Dies trägt zu einer zuverlässigen und stabilen Führung bei, wobei eine Schwächung des Riegelschafts auf ein Minimum begrenzt werden kann. Der mindestens eine Führungsvorsprung kann unmittelbar am Riegelschaft oder an einem separaten Element ausgebildet sein, welches mit dem Riegelschaft (drehfest) gekoppelt ist.
  • Im Konkreten können an der Innenwand des Kanals des Gehäuses zwei Führungsbahnen ausgebildet sein, insbesondere an zwei einander gegenüberliegenden Abschnitten der Innenwand. Am Riegelschaft können zwei oder mehrere Führungsvorsprünge vorhanden sein, die in zueinander entgegengesetzten Richtungen, insbesondere diametral entgegengesetzt, vom Riegelschaft abragen.
  • In vorteilhafter Weise können die eine oder die mehreren Führungsbahnen jeweils einen ersten Bahnabschnitt (Riegelbolzen eingefahren und zwischen erster Drehstellung und zweiter Drehstellung verdrehbar bzw. verdreht), einen zweiten Bahnabschnitt (Riegelbolzen ausgefahren und zwischen erster Drehstellung und zweiter Drehstellung verdrehbar bzw. verdreht) und einen zwischenliegenden Bahnabschnitt aufweisen (Riegelbolzen in zweiter Drehstellung und zwischen der eingefahrenen Position und der ausgefahrenen Position verschoben), der den ersten Bahnabschnitt und den zweiten Bahnabschnitt miteinander verbindet. Der zwischenliegende Bahnabschnitt erstreckt sich entlang oder parallel zur Gehäuseachse. Der erste Bahnabschnitt und der zweite Bahnabschnitt erstrecken sich jeweils vom zwischenliegenden Bahnabschnitt weg und sind quer zum zwischenliegenden Bahnabschnitt orientiert. Somit sind die möglichen Stellbewegungen des Riegelbolzens durch die Führungsbahn(en) vorgegeben. Dies trägt zu einer genauen und zuverlässigen Führung des Riegelbolzens bei. Wie oben bereits angedeutet, können an der Innenwand des Kanals des Gehäuses zwei Führungsbahnen mit entsprechenden Abschnitten ausgebildet sein, die einander gegenüberliegen (Führungsbahnen an zwei einander gegenüberliegenden Abschnitten der Innenwand).
  • Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung können der erste Bahnabschnitt und der zweite Bahnabschnitt jeweils derart auf den einen oder die mehreren Führungsvorsprünge abgestimmt sein, dass der Führungsvorsprung dann, wenn sich der Riegelbolzen in der ersten Drehstellung befindet, im ersten Bahnabschnitt oder am zweiten Bahnabschnitt gegen Verdrehen gesichert ist. Dadurch ist der Riegelbolzen in der eingefahrenen Position oder in der ausgefahrenen Position gegen ein unerwünschtes Verdrehen aus der ersten Drehstellung gesichert. Dies trägt zu einer zuverlässigen Verriegelung bei, da der Riegelkopf in einer definierten Stellung zu einer flügelseitigen Riegelaufnahme bzw. Riegelkopfaufnahme ausgerichtet ist. "Gegen Verdrehen gesichert" meint, dass erst bei Überschreiten eines Drehmomentschwellwerts ein Verdrehen des Riegelbolzens aus der ersten Drehstellung in Richtung der zweiten Drehstellung möglich ist. Der erste Bahnabschnitt und der zweite Bahnabschnitt können hierzu im Querschnitt jeweils reduziert sein, so dass der oder die Führungsvorsprünge im Bahnabschnitt klemmen, wenn sich der Riegelbolzen in der ersten Drehstellung befindet oder die Querschnittverjüngung ("Hindernis") passieren müssen, wenn der Riegelbolzen von der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung verdreht wird.
  • Im Konkreten können die Führungsvorsprünge an einem (separaten) Steuerteil ausgebildet sein, welches drehfest und längsverschieblich mit einem verjüngten Abschnitt des Riegelschafts verbunden ist. Dies erleichtert Fertigung und Montage ggü. einer einteiligen Ausgestaltung von Riegelschaft und Führungsvorsprüngen. Das Steuerteil kann scheibenförmig ausgebildet sein und einen Durchgang zur Befestigung am verjüngten Abschnitt des Riegelschafts aufweisen. Der verjüngte Abschnitt des Riegelschafts und der Durchgang im Steuerteil können im Profil aneinander angepasst sein. Die Verbindung zwischen verjüngtem Abschnitt und Durchgang im Steuerteil kann als Welle-Nabe-Verbindung ausgebildet sein, bspw. mit kreisrundem oder elliptischem Querschnitt mit Nut und Feder oder mit einem n-eckigen Querschnitt mit n ≥ 3, vorzugsweise einem Vierkant- oder Sechskant-Querschnitt. Die Führungsvorsprünge können in zwei entgegengesetzte Richtungen vom Steuerteil abragen.
  • In vorteilhafter Weise kann das Steuerteil aus zwei separaten Segmenten gebildet sein (zweiteiliges Steuerteil) die voneinander beabstandet sind und zwischen sich ein elastisches Federelement einschließen, so dass die Segmente durch Verformung des Federelements (axiale Verformung bzw. Verformung entlang der Mittellängsachse) relativ zueinander verlagerbar sind. Hiermit lässt sich eine Sicherung gegen Verdrehen aus der ersten Drehstellung erzielen. Das elastische Federelement ist zwischen einer unkomprimierten bzw. nur teilweise komprimierten Stellung und einer (weiter, ggf. vollständig) komprimierten Stellung verformbar. Entsprechend befinden sich die Segmente des Steuerteils in einer voneinander entfernten Stellung (Federelement nur teilweise komprimiert; herrschende Vorspannung) oder einer zueinander angenäherten Stellung (Federelement (weiter, ggf. vollständig) komprimiert). Das Federelement kann scheibenförmig ausgebildet sein und einen Durchgang zur Befestigung am verjüngten Abschnitt des Riegelschafts aufweisen. Der Durchgang des Federelements kann, analog zum Durchgang des Steuerteils, an das Profil des verjüngten Abschnitts des Riegelschafts angepasst sein. Das Federelement kann, analog zum Steuerteil, Führungsvorsprünge aufweisen, die in zwei entgegengesetzte Richtungen vom Federelement abragen. Dadurch kann sich das Federelement mit den Segmenten des Steuerteils mit bewegen, so dass Verschleiß infolge Relativbewegung zwischen den Segmenten und dem Federelement vermieden werden können. Das Federelement kann als Elastomerfeder ausgebildet sein. Hiermit lässt sich im Vergleich zu einer Druckfeder bzw. Schraubenfeder ein kleiner Bauraum realisieren.
  • Im Konkreten können der erste Bahnabschnitt und/oder der zweite Bahnabschnitt jeweils eine Schräge aufweisen, an der sich der Querschnitt des betreffenden Bahnabschnitts verjüngt, so dass bei einem Verdrehen des Riegelbolzens von der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung die Segmente des Steuerteils (infolge eines Kontakts zu den Führungsvorsprüngen und unter Kompression des Federelements) aufeinander zu verlagert werden. So kann durch ein Verdrehen des Riegelbolzens von der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung das Federelement komprimiert werden, wobei die Axialbewegung des Steuerteils (Segmente des Steuerteils bewegen sich aufeinander zu) durch die Schräge im ersten Bahnabschnitt oder im zweiten Bahnabschnitt des Gehäuses eingeleitet wird. Die Wandung des Gehäuses kann am ersten Bahnabschnitt und/oder am zweiten Bahnabschnitt ausgespart sein bzw. eine Aussparung aufweisen, die den Kanal mit der Umgebung verbindet. Die Schräge kann jeweils in der Aussparung ausgebildet sein. Die Aussparung erlaubt jeweils einen Einblick bzw. eine Sichtkontrolle in den ersten Bahnabschnitt oder den zweiten Bahnabschnitt bzw. ein darin angeordnetes Steuerteil mit Elastomerfeder.
  • Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann an den Segmenten des Steuerteils jeweils eine Fase ausgebildet sein, an der sich die Dicke des betreffenden Führungsvorsprungs entlang der Mittellängsachse gemessen in Umfangsrichtung verjüngt, so dass bei einem Verdrehen des Riegelbolzens von der zweiten Drehstellung in die erste Drehstellung die Segmente des Steuerteils aufeinander zu verlagert werden. So kann durch ein Verdrehen des Riegelbolzens von der zweiten Drehstellung in die erste Drehstellung das Federelement komprimiert werden, wobei die axiale Bewegung des Steuerteils (Segmente des Steuerteils bewegen sich aufeinander zu) durch die Fase am Steuerteil eingeleitet wird.
  • Im Konkreten kann der Riegelkopf einen bezogen auf den Riegelschaft vergrößerten Querschnitt aufweisen. Dies trägt zu einer stabilen Dimensionierung und zuverlässigen Verriegelung bei. Im Riegelkopf können an zwei voneinander abgewandten Seiten Nuten zum Eingriff mit einer Riegelaufnahme oder Riegelkopfaufnahme ausgebildet sein. Dies erlaubt eine Verriegelung mit bewährten Mitteln. Am Riegelkopf können, insbesondere an voneinander abgewandten Seiten, seitliche Flächenabschnitte zum Greifen des Riegelkopfs mit Fingern einer Bedienperson aufweisen. Somit kann der Riegelkopf als Betätigungselement der Riegelvorrichtung durch eine Bedienperson dienen, wie oben erläutert.
  • In zweckmäßiger Weise können das Steuerteil und das Federelement mittels einer Zentrier- oder Nietscheibe auf dem verjüngten Abschnitt des Riegelschafts gesichert sein. Hiermit ist eine zuverlässige Verliersicherung realisiert.
  • Die Zentrier- oder Nietscheibe kann auf dem verjüngten Abschnitt des Riegelschafts angeordnet und befestigt sein oder auf einem optionalen, gegenüber dem verjüngten Abschnitt abermals verjüngten Endabschnitt des Riegelschafts. Die Zentrier- oder Nietscheibe kann in ihrer Außenabmessung, insbesondere in ihrem Außendurchmesser, an die Innenabmessung, insbesondere den Innendurchmesser, des Kanals des Gehäuses angepasst sein. Somit kann der Riegelbolzen, bspw. auch in der ausgefahrenen Position, stabilisiert werden (Spiel des Riegelbolzens im Kanal wird durch Zentrier- oder Nietscheibe stabilisiert).
  • In vorteilhafter Weise können ein oder mehrere Stifte in das Gehäuse eingebracht sein, die in den Kanal des Gehäuses hineinragen und eine Verschiebesperre bilden. Dies begrenzt ein Verschieben des Riegelschafts (zur eingefahrenen Position hin) und bildet außerdem eine Verliersicherung für die im Kanal des Gehäuses angeordneten Komponenten. Im Konkreten können der oder die Stifte am vom Riegelkopf abgewandten Ende des Gehäuses (zweites Ende) quer zur Gehäuseachse angeordnet sein, bspw. entlang der Gehäuseachse hinter der Zentrier- oder Nietscheibe.
  • Alternativ oder ergänzend kann am Übergang vom Riegelkopf zum (demgegenüber verjüngten) Riegelschaft ein Absatz oder Bund ausgebildet sein. Der Absatz oder Bund kann derart am Riegelbolzen angeordnet sein, dass dieser dann, wenn sich der Riegelbolzen in der eingeschobenen Position befindet, stirnseitig am Gehäuse anliegt. Dadurch ist ein axialer Anschlag gebildet, der ein Einschieben des Riegelbolzens in das Gehäuse bzw. in den Kanal des Gehäuses begrenzt.
  • In zweckmäßigerweise kann das Gehäuse quer zur Gehäuseachse abstehende Befestigungslaschen zur Befestigung der Riegelvorrichtung an einer Türanordnung aufweisen. Dies erlaubt eine einfache und stabile Befestigung des Gehäuses an einer Türanordnung, bspw. einem Rahmen einer Türanordnung. In den Befestigungslaschen kann jeweils ein, vorzugsweise angesenktes, Durchgangsloch zur Befestigung mittels Schrauben ausgebildet sein. Die Befestigungsflaschen sind an dem dem Riegelkopf zugewandten Ende des Gehäuses ausgebildet (erstes Ende). Das Gehäuse und die Befestigungslaschen können einstückig miteinander ausgebildet sein.
  • Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Riegelschaft einen sich entlang oder parallel zur Mittellängsachse erstreckenden Aufnahmekanal aufweisen, in dem ein gehärteter Stift, vorzugsweise drehbar, aufgenommen ist. Der gehärtete Stift erhöht die Stabilität des Riegelbolzens und erschwert ein Durchsägen des Riegelbolzens (erhöhter Manipulations- bzw. Einbruchsschutz). Vorzugsweise ist der gehärtete Stift drehbar in dem Aufnahmekanal aufgenommen (Spielpassung zwischen Stift und Aufnahmekanal). Der Aufnahmekanal kann als Bohrung ausgebildet sein.
  • Die Tür- oder Fensteranordnung weist einen (ortsfesten) Rahmen, einen relativ zum Rahmen zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung entlang einer Verschieberichtung verschiebbaren Flügel und eine Riegelvorrichtung mit einem oder mehreren der voranstehend beschriebenen Aspekte auf.
  • Hinsichtlich der damit erzielbaren Vorteile wird auf die diesbezüglichen Ausführungen zur Riegelvorrichtung verwiesen.
  • In vorteilhafter Weise kann die Riegelvorrichtung am Rahmen der Tür- oder Fensteranordnung angeordnet sein und der Riegelkopf der Riegelvorrichtung kann mit einer am Flügel angeordneten Riegelkopfaufnahme zusammenwirken bzw. in Eingriff bringbar sein, wobei der Riegelkopf und die Riegelkopfaufnahme einander zugewandt sind.
  • In anderer vorteilhafter Weise kann die Riegelvorrichtung am Flügel der Tür- oder Fensteranordnung angeordnet sein, und der Riegelkopf der Riegelvorrichtung kann mit einer am Rahmen angeordneten Riegelkopfaufnahme zusammenwirken bzw. in Eingriff bringbar sein, wobei der Riegelkopf und die Riegelkopfaufnahme einander zugewandt sind. In diesem Fall ist die Riegelvorrichtung an einer dem Fachmann an sich bekannten, riegelzapfentragenden Zugstange des Flügels fixiert und wird mit dieser (wie ggf. jeder andere Riegelzapfen) durch Betätigung einer mit der Zugstange gekoppelten Handhabe verfahren. Damit ein vertikales Flügelprofil die Riegelvorrichtung in ihrer vollen Längserstreckung aufnehmen kann, muss das vertikale Flügelprofil eine hinreichende Mindestausdehnung in Richtung und Betrag der Längserstreckung der Riegelvorrichtung aufweisen.
  • "Einander zugewandt" meint, dass die Riegelkopfaufnahme je nach Position des Flügels relativ zum Rahmen entlang der Verschieberichtung mit dem Riegelkopf in Eingriff gebracht bzw. gekoppelt werden kann.
  • Die Riegelvorrichtung und die Riegelkopfaufnahme sind jeweils an einer Stirnseite des Rahmens bzw. des Flügels angeordnet, die beim Verschieben des Flügels entlang der Verschieberichtung je nach Flügelposition unterschiedlich weit voneinander entfernt sind. Die Riegelvorrichtung kann an einer dem Flügel zugewandten Seite eines vertikalen Rahmenholms des Rahmens angeordnet sein. Die Riegelkopfaufnahme kann an einem dem Rahmen zugewandten Seite eines vertikalen Flügelholms angeordnet sein.
  • Bei dem Flügel kann es sich um einen Schiebeflügel oder um einen Hebe-/Schiebeflügel handeln.
  • In vorteilhafter Weise kann rückwärtig zur Riegelkopfaufnahme an einem Flügelholm, insbesondere an einer Wandung des Flügelprofils, ein Elastomerpuffer angeordnet sein. Somit können Beschädigungen am Flügel beim Verschieben des Flügels in Richtung Geschlossenstellung infolge eines Anschlagens des Riegelkopfs am Flügelprofil vermieden werden, insbesondere dann, wenn sich der Riegelbolzen in der ausgefahrenen Position befindet. Der Elastomerpuffer puffert überschüssige Bewegungsenergie auf.
  • Im Konkreten kann der Elastomerpuffer von hinten in die Deckschiene im Flügel geklemmt werden.
  • Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Elastomerpuffer in seiner Dicke entlang der Verschieberichtung derart ausgeführt bzw. bemessen sein, dass bei einem Anschlagen des Riegelkopfs am Elastomerpuffer die Ausrichtung des Riegelkopfs und der Riegelkopfaufnahme zueinander derart übereinstimmt, dass der Riegelkopf an der Riegelkopfaufnahme verriegelt werden kann. Dies erleichtert eine Ausrichtung von Riegelkopf und Riegelkopfaufnahme insbesondere dann, wenn sich der Riegelbolzen in der ausgefahrenen Position befindet. Der Elastomerpuffer kann somit als mechanischer Anschlag dienen. Im Konkreten kann der Elastomerpuffer von hinten in die Deckschiene im Flügel geklemmt werden. Wenn der Riegelbolzen in Kontakt mit dem Puffer steht, stimmt die Position des Flügels zum Riegelbolzen für die Verriegelung überein (mechanischer Anschlag).
  • In zweckmäßiger Weise können am Rahmen, ergänzend zur Riegelvorrichtung, ein, zwei oder mehrere herkömmliche (nicht verstellbaren) Riegelbolzen angeordnet sein, die in Geschlossenstellung des Flügels relativ zum Rahmen jeweils mit weiteren (flügelseitigen) Riegelkopfaufnahmen in Eingriff bringbar sind. Die Riegelvorrichtung kann dann, wenn sich der Riegelbolzen in der eingefahrenen Position befindet, wie die herkömmlichen Riegelbolzen als Verriegelungspunkt dienen. In der ausgefahrenen Position des Riegelbolzens erlaubt die Riegelvorrichtung eine gesicherte Spaltlüftung.
  • Zur weiteren Ausgestaltung der Tür- oder Fensteranordnung können die im Zusammenhang mit der Riegelvorrichtung erörterten und/oder die nachfolgend noch erläuterten Maßnahmen dienen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert, wobei gleiche oder funktional gleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind, ggf. jedoch lediglich einmal. Es zeigen:
  • Fig.1
    eine Ausführungsform der Riegelvorrichtung in einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
    Fig.2a-c
    die Riegelvorrichtung aus Fig.1, wobei sich der Riegelbolzen in eingefahrener Position und erster Drehstellung (Figur 2a), in teilweise ausgefahrener Position und zweiter Drehstellung (Figur 2b und in ausgefahrener Position und erster Drehstellung (Figur 2c) befindet;
    Fig.3a,b
    die Riegelvorrichtung aus Fig.1 jeweils in einer Schnittansicht und einer Seitenansicht, wobei sich der Riegelbolzen einmal in eingefahrener Position (Figur 3a) und in ausgefahrener Position (Figur 3b) befindet;
    Fig.4a-f
    die Riegelvorrichtung aus Fig.1 jeweils in einer Draufsicht und einer vergrößerten Teildarstellung, wobei sich der Riegelbolzen jeweils in unterschiedlichen Positionen und Drehstellungen befindet;
    Fig.5
    eine Tür- oder Fensteranordnung mit einer Riegelvorrichtung in einer schematischen Vorderansicht;
    Fig.6
    die Tür- oder Fensteranordnung aus Figur 5 in einer Schnittansicht gemäß Achse II - II, wobei sich der Riegelbolzen in der eingefahrenen Position und in erster Drehstellung befindet und sich der Flügel relativ zum Rahmen in Geschlossenstellung befindet;
    Fig.7
    die Tür- oder Fensteranordnung aus Figur 5 in einer Schnittansicht gemäß Achse II - II, wobei sich der Riegelbolzen in der ausgefahrenen Position und in erster Drehstellung befindet und sich der Flügel relativ zum Rahmen in Spaltlüftungsstellung befindet; und
    Fig.8
    die Tür- oder Fensteranordnung aus Figur 5 in unterschiedlichen Schnittdarstellungen, wobei sich der Riegelbolzen in der ausgefahrenen Position und in erster Drehstellung befindet und sich der Flügel relativ zum Rahmen in Spaltlüftungsstellung befindet.
  • Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Explosionsdarstellung eine Riegelvorrichtung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. Die Riegelvorrichtung 10 ist zur Verriegelung eines verschiebbaren Flügels 116 an einem Rahmen 102 einer Tür- oder Fensteranordnung 100 eingerichtet und/oder bestimmt. Die Riegelvorrichtung 10 weist einen Riegelbolzen 12 und ein Gehäuse 14 auf.
  • Der Riegelbolzen 12 erstreckt sich entlang einer Mittellängsachse 16 und weist einen Riegelschaft 18 sowie einen Riegelkopf 20 auf. Der Riegelschaft 18 ist im Beispiel gegenüber dem Riegelkopf 20 verjüngt ausgebildet und einstückig mit dem Riegelkopf 20 verbunden.
  • Am Riegelkopf 20 sind vorliegend an zwei voneinander abgewandten Seiten Nuten 22 zum Eingriff mit einer Riegelaufnahme bzw. Riegelkopfaufnahme ausgebildet. Am Riegelkopf 20 sind an zwei voneinander abgewandten Seiten, seitliche Flächenabschnitte 24 zum Greifen des Riegelkopfs 20 mit Fingern einer Bedienperson vorhanden. Somit kann der Riegelkopf 20 als Betätigungselement der Riegelvorrichtung 10 dienen, wie oben erläutert.
  • Der Riegelschaft 18 weist axial anteilig einen kreisrunden Querschnitt auf (Hauptabschnitt 18'), in dem an voneinander abgewandten Seiten im Beispiel Mulden 26 ausgebildet sind. Der Riegelschaft 18 weist zudem einen gegenüber dem Hauptabschnitt 18' verjüngten Abschnitt 18'' auf, der einen kreisrunden oder elliptischen Querschnitt mit Nut und Feder oder mit einem n-eckigen Querschnitt mit n ≥ 3 aufweist, bspw. einen Vierkant- oder Sechskantabschnitt. Der Riegelschaft 18 weist im Beispiel zudem einen gegenüber dem verjüngten Abschnitt 18'' abermals verjüngten Endabschnitt 18‴ auf. Der verjüngten Endabschnitt 18‴ weist einen kreisrunden Querschnitt auf.
  • Das Gehäuse 14 erstreckt sich entlang einer Gehäuseachse 30 und weist ein erstes Ende 32 auf, welches dem Riegelkopf 20 zugewandt ist, sowie ein zweites Ende 34, welches von dem Riegelkopf 20 abgewandt ist. Das Gehäuse 14 weist quer zur Gehäuseachse 30 abstehende Befestigungslaschen 36 zur Befestigung der Riegelvorrichtung 10 an einer Türanordnung 100 auf. In den Befestigungslaschen 36 ist jeweils ein angesenktes Durchgangsloch 37 zur Befestigung mittels Schrauben ausgebildet.
  • Optional kann der Riegelschaft 18 einen sich entlang oder parallel zur Mittellängsachse 16 erstreckenden Aufnahmekanal 38 aufweisen, in dem ein gehärteter Stift 39 drehbar aufgenommen ist (Spielpassung zwischen Stift 39 und Aufnahmekanal 38; vgl. Fig.3a und 3b). Der Aufnahmekanal 38 kann als Bohrung ausgebildet sein.
  • Das Gehäuse 14 weist einen Kanal 40 auf, der sich entlang der Gehäuseachse 30 durch das Gehäuse 14 erstreckt. Der Riegelbolzen 12 ist mit seinem Riegelschaft 18 mittels einer Führungseinrichtung 42 in dem Kanal 40 geführt, was nachfolgend noch erläutert wird. Die Führungseinrichtung 42 weist im Beispiel zwei Führungsbahnen 44 und mehrere in die Führungsbahnen 44 eingreifende Führungsvorsprünge 50 auf (vgl. Fig.2c und 3b).
  • Die Führungsbahnen 44 sind an einer Innenwand des Kanals 40 des Gehäuses 14 ausgebildet, und zwar an zwei einander gegenüberliegenden Abschnitten der Innenwand. Die Führungsbahnen 44 weisen jeweils einen ersten Bahnabschnitt 45, einen zweiten Bahnabschnitt 46 und einen zwischenliegenden Bahnabschnitt 47 auf, der den ersten Bahnabschnitt 45 und den zweiten Bahnabschnitt 46 miteinander verbindet (vgl. Fig.2c und 3b). Der zwischenliegende Bahnabschnitt 47 erstreckt sich entlang oder parallel zur Gehäuseachse 30. Der erste Bahnabschnitt 45 und der zweite Bahnabschnitt 46 erstrecken sich jeweils vom zwischenliegenden Bahnabschnitt 47 weg und sind quer zum zwischenliegenden Bahnabschnitt 47 orientiert. Im Konkreten verlaufen der erste Bahnabschnitt 45 und der zweite Bahnabschnitt 46 an der Innenwand des Kanals 40 in Umfangsrichtung. Im Beispiel weist das Gehäuse 14 am ersten Bahnabschnitt 45 und am zweiten Bahnabschnitt 46 jeweils eine Aussparung 48 auf.
  • Die Führungsvorsprünge 50 sind an einem Steuerteil 52 ausgebildet, welches im Beispiel aus zwei separaten Segmenten 53, 54 gebildet ist (zweiteiliges Steuerteil 52; vgl. Fig.1). Die Segmente 53, 54 sind voneinander beabstandet und schließen zwischen sich ein elastisches Federelement 56 ein.
  • Das Steuerteil 52 bzw. dessen Segmente 53, 54 sind jeweils scheibenförmig ausgebildet und weisen jeweils einen Durchgang 58 zur Befestigung am verjüngten Abschnitt 18'' des Riegelschafts 18 auf. Der Durchgang 58 ist im Querschnitt an den verjüngten Abschnitt 18'' angepasst. Die Führungsvorsprünge 50 ragen in zwei entgegengesetzte Richtungen von den Segmenten 53, 54 ab.
  • Das Federelement 56 ist im Beispiel scheibenförmig ausgebildet und weist einen Durchgang 60 zur Befestigung am verjüngten Abschnitt 18'' des Riegelschafts 18 auf. Der Durchgang 60 des Federelements 56 ist, analog zum Durchgang 58, an den Querschnitt des verjüngten Abschnitts 18'' des Riegelschafts 18 angepasst. Das Federelement 56 weist optional, analog zum Steuerteil 52, Führungsvorsprünge 62 auf, die in zwei entgegengesetzte Richtungen vom Federelement 56 abragen. Das elastische Federelement 56 ist zwischen einer unkomprimierten Stellung und einer komprimierten Stellung verformbar. Das Federelement 56 ist vorliegend als Elastomerfeder ausgebildet.
  • Im montierten Zustand sind die Segmente 53, 54 sowie das Federelement 56 (infolge der Querschnittsanpassung der Durchgänge 58, 60 an den verjüngten Abschnitt 18'') drehfest und längsverschieblich mit dem verjüngten Abschnitt 18'' des Riegelschafts 18 verbunden (vgl. Fig.1, 2a, 3a, 3b).
  • Es ist außerdem eine Zentrier- oder Nietscheibe 64 vorgesehen, die einen Durchgang 65 aufweist. Im montierten Zustand ist die Zentrier- und Nietscheibe 64 auf dem verjüngten Endabschnitt 18‴ angeordnet und befestigt. Die Segmente 53, 54 sowie das Federelement 56 sind dadurch auf dem verjüngten Abschnitt 18'' gesichert. Zudem ist die Zentrier- oder Nietscheibe 64 in ihrem Außendurchmesser an den Innendurchmesser des Kanals 40 angepasst, so dass sich eine zentrierende Wirkung für den Riegelbolzen 12 ergibt.
  • Im Beispiel sind zwei Stifte 66 in das Gehäuse 14 eingebracht, die in den Kanal 40 des Gehäuses 14 hineinragen und eine Verschiebesperre bilden (vgl. Fig. 2b und 2c). Alternativ oder ergänzend kann am Übergang vom Riegelkopf 20 zum Riegelschaft 18 ein Absatz oder Bund 25 ausgebildet sein. Der Absatz oder Bund 25 ist derart am Riegelbolzen 12 angeordnet sein, dass dieser dann, wenn sich der Riegelbolzen 12 in der eingeschobenen Position befindet, stirnseitig am Gehäuse 14 anliegt (axialer Anschlag).
  • Der erste Bahnabschnitt 45 und der zweite Bahnabschnitt 46 weisen jeweils eine Schräge 68 auf, an der sich der Querschnitt des betreffenden Bahnabschnitts 45, 46 verjüngt (vgl. Fig.4a). An den Segmenten 53, 54 des Steuerteils 52 ist jeweils eine Fase 70 ausgebildet, an der sich die Dicke des betreffenden Führungsvorsprungs 50 entlang der Mittellängsachse 16 gemessen in Umfangsrichtung verjüngt (vgl. Fig.1 oder Fig.4e). Die Fase 70 ist an den Segmenten 53, 54 jeweils derart angeordnet und/oder ausgebildet, dass die Fase 70 vom Federelement 56 abgewandt ist.
  • Wie zuvor bereits angedeutet, ist der Riegelbolzen 12 mit seinem Riegelschaft 18 im Kanal 40 des Gehäuses 14 mittels der Führungseinrichtung 42 geführt, und zwar durch die in den Führungsbahnen 44 laufenden Führungsvorsprünge 50, 62. Der Riegelbolzen 12 ist auf diese Weise derart geführt, dass der Riegelbolzen 12 zwischen einer relativ zum Gehäuse 14 eingefahrenen Position (Riegelposition; vgl. Fig.2a, 3a, 4a) und einer relativ zum Gehäuse 14 ausgefahrenen Position (Lüftungsposition; vgl. Fig.2c, 3b, 4d-f) verschiebbar ist. In der eingefahrenen Position ragt nur der Riegelkopf 20 und, wenn überhaupt, nur ein vergleichsweise kleiner axialer Abschnitt des Riegelschafts 18 aus dem Gehäuse 14 heraus. In der ausgefahrenen Position ragen der Riegelkopf 18 und ein (größerer) axialer Abschnitt des Riegelschafts 18 aus dem Gehäuse 14 heraus.
  • Der Riegelbolzen 12 ist weiter derart geführt, dass der Riegelbolzen 12 in der eingefahrenen Position und in der ausgefahrenen Position zwischen einer ersten Drehstellung und einer zweiten Drehstellung verdrehbar ist (vgl. Fig.4a-4c für die eingefahrene Position und Fig.4d-4f für die ausgefahrene Position). Ein Verdrehen des Riegelbolzens 12 im Kanal 40 erfolgt durch Drehen des Riegelschafts 18 bzw. Riegelbolzens 12 um die Mittellängsachse 16 bzw. die Gehäuseachse 30.
  • Der Riegelbolzen 18 ist außerdem derart geführt, dass der Riegelbolzen 18 in der ersten Drehstellung gegen Verschieben gesichert ist (vgl. Fig.2a, 2c, 4a und 4f) und ein Verdrehen des Riegelbolzens 18 in die zweite Drehstellung ein Verschieben freigibt (vgl. Fig.2b, 4c und 4f). Mit anderen Worten ist der Riegelbolzen 18 in der zweiten Drehstellung nicht gegen Verschieben gesichert und somit entlang seiner Mittellängsachse 16 relativ zum 14 Gehäuse 14 verschiebbar. Die erste Drehstellung und die zweite Drehstellung liegen im Beispiel um einen Winkel von 90° auseinander.
  • Der erste Bahnabschnitt 45 und der zweite Bahnabschnitt 46 sind jeweils derart auf die Führungsvorsprünge 50, 62 abgestimmt, dass die Führungsvorsprünge 50, 62 dann, wenn sich der Riegelbolzen 12 in der ersten Drehstellung befindet, im ersten Bahnabschnitt 45 oder am zweiten Bahnabschnitt 46 gegen Verdrehen gesichert ist. "Gegen Verdrehen gesichert" meint, dass erst bei Überschreiten eines Drehmomentschwellwerts ein Verdrehen des Riegelbolzens 12 aus der ersten Drehstellung in Richtung der zweiten Drehstellung möglich ist.
  • Hierzu weisen der erste Bahnabschnitt 45 und der zweite Bahnabschnitt 46 jeweils eine Schräge 68 auf, an der sich der Querschnitt des betreffenden Bahnabschnitts 45, 46 verjüngt, so dass bei einem Verdrehen des Riegelbolzens 12 von der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung die Segmente 53, 54 des Steuerteils 52 (infolge eines Kontakts zu den Führungsvorsprüngen 50, 62 und unter Kompression des Federelements 56) aufeinander zu verlagert werden (vgl. Fig.4b). So kann durch ein Verdrehen des Riegelbolzens 12 von der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung das Federelement 56 komprimiert werden, wobei die Axialbewegung des Steuerteils 52 (Segmente 53 54 des Steuerteils 52 bewegen sich aufeinander zu) durch die Schräge 68 im ersten Bahnabschnitt 45 bzw. im zweiten Bahnabschnitt 46 des Gehäuses 14 eingeleitet wird.
  • Durch die an den Segmenten 53, 54 des Steuerteils 52 jeweils ausgebildeten Fasen 70 kann bei einem Verdrehen des Riegelbolzens 12 von der zweiten Drehstellung in die erste Drehstellung die Segmente des Steuerteils aufeinander zu verlagert werden (vgl. Fig.4e). So kann durch ein Verdrehen des Riegelbolzens 18 von der zweiten Drehstellung in die erste Drehstellung das Federelement 56 komprimiert werden, wobei die axiale Bewegung des Steuerteils 52 (Segmente 53, 54 des Steuerteils 52 bewegen sich aufeinander zu) durch die Fase 70 am Steuerteil 52 eingeleitet wird.
  • Die Figuren 4a bis 4f, auf die bereits Bezug genommen wurde, zeigen ein Verstellen der Riegelvorrichtung 10 bzw. ein Überführen des verstellbaren Riegelbolzens 12 von der relativ zum Gehäuse 14 eingefahrenen Position (Riegelposition) in die relativ zum Gehäuse 14 ausgefahrenen Position (Spaltlüftungsposition).
  • In Figur 4a befindet sich der Riegelbolzen 12 in der relativ zum Gehäuse 14 eingefahrenen Position und in der ersten Drehstellung. Das Federelement 56 befindet sich in einer nahezu unkomprimierten Stellung (Bereitstellung einer Vorspannung), so dass die Segmente 53, 54 entlang der Mittellängsachse 16 voneinander beabstandet und im ersten Bahnabschnitt 45 gesichert sind. Der Riegelbolzen 12 befindet sich in Riegelstellung.
  • In Figur 4b wurde der Riegelbolzen 12 bereits um einen Winkel von ca. 45° im Uhrzeigersinn verdreht. Das Segment 53 des Steuerteils 52 ist infolge des Verdrehens in Kontakt mit der Schräge 68 gelangt, die den Querschnitt des ersten Bahnabschnitts 45 zum zwischenliegenden Bahnabschnitt 47 verjüngt. Dadurch bewegt sich das Segment 53 in Richtung des Segments 54, wobei das Federelement 56 komprimiert wird. Die Axialbewegung des Segments 53 des Steuerteils 52 wird durch die schräge 68 eingeleitet. Infolge der Kompression des Federelements 56 können die Führungsvorsprünge 50, 62 den durch die Schräge 68 verjüngten Querschnitt des ersten Bahnabschnitts 45 in Richtung des zwischenliegenden Bahnabschnitts 47 passieren. Solange die Führungsvorsprünge 50, 62 den zwischenliegenden Bahnabschnitt 47 noch nicht erreicht haben, ist der Riegelbolzen 12 gegen Verschieben gesichert.
  • In Figur 4c wurde der Riegelbolzen 12 um einen Winkel von 90° im Uhrzeigersinn verdreht und befindet sich somit in der zweiten Drehstellung. Die Führungsvorsprünge 50, 62 befinden sich nunmehr im zwischenliegenden Bahnabschnitt 47. Somit ist ein Verschieben des Riegelbolzens 12 entlang des Kanals 40 in die ausgefahrene Position möglich. Die Führungsvorsprünge 50, 62 bewegen sich dabei entlang des zwischenliegenden Bahnabschnitts 47.
  • In Figur 4d wurde der Riegelbolzen 12 relativ zum Gehäuse 14 in die ausgefahrene Position verschoben. Wie durch die Aussparung 48 am zweiten Bahnabschnitt 46 zu erkennen, befinden sich die Segmente 53, 54 und das Federelement 56 entlang der Gehäuseachse 30 am zweiten Bahnabschnitts 46.
  • In Figur 4e wurde der Riegelbolzen 12 um einen Winkel von ca. 45° entgegen des Uhrzeigersinns verdreht. Die Führungsvorsprünge 50, 62 sind bereits in den zweiten Bahnabschnitt 46 eingedrungen. Durch die Fase 70 am Segment 54, die mit dem Rand des zweiten Bahnabschnitts 46 bzw. der Aussparung 48 am zweiten Bahnabschnitt in Kontakt gelangt, wird das Segment 54 in Richtung des Segments 53 verlagert. Dabei wird das Federelement 56 entlang der Gehäuseachse 30 komprimiert. Die Axialbewegung des Segments 54 des Steuerteils 52 wird durch die Fase 70 am Steuerteil eingeleitet.
  • In Figur 4f wurde der Riegelbolzen 12 zurück in die erste Drehstellung gedreht. Die Führungsvorsprünge 50, 62 haben die Schräge 68 passiert und befinden sich somit in dem Teil des zweiten Bahnabschnitts 46 mit erweitertem Querschnitt. Das Federelement 56 ist entspannt und die Segmente 53, 54 des Steuerteils 52 sind wieder voneinander beabstandet. Der Riegelbolzen 12 befindet sich nun in der ausgefahrenen Position und in erster Drehstellung. Der Riegelbolzen 12 ist gegen Verdrehen gesichert, wie oben erläutert. Der Riegelbolzen 12 befindet sich nun in Lüftungsposition.
  • Figur 5 zeigt in einer schematischen Vorderansicht eine Tür- oder Fensteranordnung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 100 bezeichnet ist.
  • Die Tür- oder Fensteranordnung 100 weist einen (ortsfesten) Rahmen 102 auf, der einen optionalen unteren Rahmenquerholm 104, einen oberen Rahmenquerholm 106 und zwei vertikale Rahmenquerholme 108, 110 aufweist. Der untere Rahmenquerholm 104 ist optional und kann bei barrierefreier Ausgestaltung der Tür- oder Fensteranordnung 100 entfallen (ebenerdige Schwelle).
  • Die Tür- oder Fensteranordnung 100 weist im Beispiel zudem ein Festfeld 112 auf, welches am Rahmen 102 befestigt und relativ zum Rahmen 102 unverschieblich ist. Das Festfeld 112 kann ein verglastes Segment 114 aufweisen. Anstelle des Festfelds 112 kann ein beweglicher Flügel vorgesehen sein (zweiflügelige Elemente; nicht gezeigt).
  • Die Tür- oder Fensteranordnung 100 weist zudem einen relativ zum Rahmen 102 zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung entlang einer Verschieberichtung vr verschiebbaren Flügel 116 auf. Der Flügel 116 weist einen unteren Flügelquerholm 118, einen oberen Flügelquerholm 120 und zwei vertikale Flügelholme 122, 124 auf. Der Flügel 116 kann ein verglastes Segment 117 aufweisen. Der Flügel 116 kann als Schiebeflügel oder Hebeschiebe-Flügel ausgebildet sein. Mittels der Handhabe 126 kann der Flügel 116 durch eine Bedienperson verschoben und durch entsprechendes Verschwenken der Handhabe 126 am Rahmen 102 verriegelt bzw. entriegelt werden.
  • Die Tür- oder Fensteranordnung 100 weist außerdem eine Riegelvorrichtung 10 auf, die voranstehend bereits beschrieben wurde.
  • Im Beispiel ist die Riegelvorrichtung 10 am Rahmen 102 der Tür- oder Fensteranordnung 100 angeordnet und der Riegelkopf 20 wirkt mit einer am Flügel 116 angeordneten Riegelkopfaufnahme 130 zusammen. Die Riegelvorrichtung 10 ist an der dem Flügel 116 zugewandten Seite bzw. Stirnseite des vertikalen Rahmenholm 108 angeordnet. Die Riegelkopfaufnahme 130 ist an der dem vertikalen Rahmenholm 108 zugewandten Stirnseite des vertikalen Flügelholm 122 angeordnet. Zusätzlich zur Riegelvorrichtung 10 sind weitere, herkömmliche Riegelbolzen 132, 134 vorgesehen, die mit flügelseitigen Riegelaufnahmen zusammenwirken (nicht gezeigt).
  • Figur 6 zeigt die Tür- oder Fensteranordnung 100 in einer Schnittansicht gemäß Achse II - II in Figur 5, wobei sich der Riegelbolzen 12 in der eingefahrenen Position und in erster Drehstellung befindet und sich der Flügel 116 relativ zum Rahmen 102 in Geschlossenstellung befindet.
  • Der Riegelkopf 20 ist in der Riegelkopfaufnahme 130 aufgenommen. Verriegelungsabschnitte 136 eines Verriegelungsbeschlages greifen jeweils in die Nuten 22 am Riegelkopf 20 ein, so dass der Riegelschaft 12 am Flügel 116 verriegelt ist. Rückwärtig zur Riegelkopfaufnahme 130 sind am vertikalen Flügelholm 122, und zwar an einer Wandung 140 dessen Flügelprofils, ein Elastomerpuffer 142 angeordnet. Der Riegelkopf 20 liegt mit seinem stirnseitigen Ende 21 am Elastomerpuffer 142 an.
  • Figur 7 zeigt die Tür- oder Fensteranordnung 100 in einer Schnittansicht gemäß Achse II - II in Figur 5, wobei sich der Riegelbolzen 12 in der ausgefahrenen Position und in erster Drehstellung befindet und sich der Flügel 116 relativ zum Rahmen 102 in Spaltlüftungsstellung befindet.
  • Auch hier ist der Riegelkopf 20 in der Riegelkopfaufnahme 130 aufgenommen. Die Verriegelungsabschnitte 136 des Verriegelungsbeschlages greifen jeweils in die Nuten 22 am Riegelkopf 20 ein, so dass der Riegelschaft 12 am Flügel 116 verriegelt ist. Der Riegelkopf 20 liegt mit seinem stirnseitigen Ende 21 am Elastomerpuffer 142 an.
  • Figur 8 zeigt die Tür- oder Fensteranordnung aus Figur 5 in unterschiedlichen Schnittdarstellungen, wobei sich der Riegelbolzen 12 in der ausgefahrenen Position und in erster Drehstellung befindet und sich der Flügel 116 relativ zum Rahmen 102 in Spaltlüftungsstellung befindet.
  • Hier ist gut zu erkennen, dass der Elastomerpuffer 142 in seiner Dicke entlang der Verschieberichtung derart bemessen ist, dass bei einem Anschlagen des Riegelkopfs 20 am Elastomerpuffer 142 die Ausrichtung des Riegelkopfs 20 und der Riegelkopfaufnahme 130 zueinander derart übereinstimmt, dass der Riegelkopf 20 an der Riegelkopfaufnahme 130 verriegelt werden kann. Mit anderen Worten sind die Riegelkopfaufnahme 130 und der Riegelkopf 20 mittels des Elastomerpuffers 142 derart aufeinander ausgerichtet, dass die Verriegelungsabschnitte 136 des Verriegelungsbeschlags und die Nuten 22 im Riegelkopf 20 miteinander fluchten, so dass der Riegelbolzen 12 an der Riegelkopfaufnahme 130 verriegelt werden kann.

Claims (15)

  1. Tür- oder Fensteranordnung (100), mit einem Rahmen (102) und einem relativ zum Rahmen (102) zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung entlang einer Verschieberichtung (vr) verschiebbaren Flügel (116), und mit einer Riegelvorrichtung (10) zur Verriegelung des verschiebbaren Flügels (116) an dem Rahmen (102) der Tür- oder Fensteranordnung (100), wobei die Riegelvorrichtung (10) einen Riegelbolzen (12) aufweist, wobei sich der Riegelbolzen (12) entlang einer Mittellängsachse (16) erstreckt und einen Riegelschaft (18) sowie einen Riegelkopf (20) aufweist, wobei der Riegelbolzen (12) mit seinem Riegelschaft (18) in einem Kanal (40) eines sich entlang einer Gehäuseachse (30) erstreckenden Gehäuses (14) der Riegelvorrichtung (10) mittels einer Führungseinrichtung (42) derart geführt ist, dass der Riegelbolzen (12) zwischen einer relativ zum Gehäuse (14) eingefahrenen Position und einer relativ zum Gehäuse (14) ausgefahrenen Position verschiebbar ist, wobei der Riegelbolzen (12) in der eingefahrenen Position und in der ausgefahrenen Position zwischen einer ersten Drehstellung und einer zweiten Drehstellung verdrehbar ist, und
    wobei der Riegelbolzen (12) in der ersten Drehstellung gegen Verschieben gesichert ist und ein Verdrehen des Riegelbolzens (12) in die zweite Drehstellung ein Verschieben freigibt.
  2. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (42) eine oder mehrere Führungsbahnen (44) und einen oder mehrere in die Führungsbahn (44) eingreifende Führungsvorsprünge (50) aufweist.
  3. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen (44) an einer Innenwand des Kanals (40) ausgebildet sind und dass die Führungsvorsprünge (50) drehfest am Riegelschaft (18) angeordnet sind.
  4. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen (44) jeweils einen ersten Bahnabschnitt (45), einen davon beabstandeten zweiten Bahnabschnitt (46) und einen zwischenliegenden Bahnabschnitt (47) aufweisen, der den ersten Bahnabschnitt (45) und den zweiten Bahnabschnitt (46) verbindet, wobei sich der zwischenliegende Bahnabschnitt (47) entlang oder parallel zur Gehäuseachse (30) erstreckt und wobei der erste Bahnabschnitt (45) und der zweite Bahnabschnitt (46) sich jeweils vom zwischenliegenden Bahnabschnitt (47) weg erstrecken und quer zum zwischenliegenden Bahnabschnitt (47) orientiert sind.
  5. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bahnabschnitt (45) und der zweite Bahnabschnitt (46) jeweils derart auf einen der Führungsvorsprünge (50) abgestimmt sind, dass der Führungsvorsprung (50) dann, wenn sich der Riegelbolzen (12) in der ersten Drehstellung befindet, im ersten Bahnabschnitt (45) oder im zweiten Bahnabschnitt (46) gesichert ist.
  6. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorsprünge (50) an einem Steuerteil (52) ausgebildet sind, welches drehfest und längsverschieblich mit einem verjüngten Abschnitt (18") des Riegelschafts (18) verbunden ist.
  7. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerteil (50) aus zwei separaten Segmenten (53, 54) gebildet ist, die voneinander beabstandet sind und zwischen sich ein elastisches Federelement (56) einschließen, so dass die Segmente (53, 54) durch Verformung des Federelements (56) relativ zueinander verlagerbar sind.
  8. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bahnabschnitt (45) und/oder der zweite Bahnabschnitt (46) jeweils eine Schräge (68) aufweisen, an der sich der Querschnitt des Bahnabschnitts (45, 46) verjüngt, so dass bei einem Verdrehen des Riegelbolzens (12) von der ersten Drehstellung in die zweite Drehstellung die Segmente (53, 54) des Steuerteils (52) aufeinander zu verlagert werden.
  9. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass an den Führungsvorsprüngen (50) der Segmente (53, 54) des Steuerteils (52) jeweils eine Fase (70) ausgebildet ist, an der sich die Dicke des Führungsvorsprungs (50) entlang der Mittellängsachse (16) verjüngt, so dass bei einem Verdrehen des Riegelbolzens (12) von der zweiten Drehstellung in die erste Drehstellung die Segmente (53, 54) des Steuerteils (52) aufeinander zu verlagert werden.
  10. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerteil (52) und das Federelement (56) mittels einer Zentrier- oder Nietscheibe (64) auf dem verjüngten Abschnitt (18'') des Riegelschafts (18) gesichert sind.
  11. Tür- oder Fensteranordnung (100)nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkopf (20) einen bezogen auf den Riegelschaft (18) vergrößerten Querschnitt aufweist und/oder dass der Riegelkopf (20) Nuten (22) zum Eingriff mit einem Verriegelungsbeschlag aufweist und/oder dass ein oder mehrere Stifte (66) in das Gehäuse (14) eingebracht sind, die eine Verschiebesperre bilden und/oder dass das Gehäuse (14) quer zur Gehäuseachse (30) abstehende Befestigungslaschen (36) zur Befestigung der Riegelvorrichtung (10) an der Tür- oder Fensteranordnung (100) aufweisen.
  12. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelschaft (18) einen sich entlang oder parallel zur Mittellängsachse (16) erstreckenden Aufnahmekanal (38) aufweist, in dem ein gehärteter Stift (39), vorzugsweise drehbar, aufgenommen ist.
  13. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelvorrichtung (10) am Rahmen (102) angeordnet ist und der Riegelkopf (20) mit einer am Flügel (116) angeordneten Riegelkopfaufnahme (130) in Eingriff bringbar ist, wobei der Riegelkopf (20) und die Riegelkopfaufnahme (130) einander zugewandt sind.
  14. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelvorrichtung (10) am Flügel (116) angeordnet ist, und der Riegelkopf (20) mit einer am Rahmen (102) angeordneten Riegelkopfaufnahme (130) in Eingriff bringbar ist, wobei der Riegelkopf (20) und die Riegelkopfaufnahme (130) einander zugewandt sind.
  15. Tür- oder Fensteranordnung (100) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass rückwärtig zur Riegelkopfaufnahme (130) an einem Flügelholm (122), insbesondere an einer Wandung (140) des Flügelprofils, ein Elastomerpuffer (142) angeordnet ist.
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