Beschlag zur bewegbaren Lagerung eines Schwenkelementes
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Beschlag , welcher als Möbelbeschlag oder Baubeschlag ausgebildet ist , zur bewegbaren Lagerung eines Schwenkelementes relativ zu einer stationären Struktur , insbesondere einem Möbelkorpus , umfassend :
- ein erstes Beschlagteil zur Befestigung an der stationären Struktur , wobei das erste Beschlagteil dazu ausgebildet ist , zumindest bereichsweise in eine Ausnehmung in der stationären Struktur eingesetzt zu werden,
- ein zweites Beschlagteil zur Befestigung an einem Schwenkelement , insbesondere einem bewegbaren Möbelteil ,
- wenigstens eine Gelenkachse , über welche das erste Beschlagteil und das zweite Beschlagteil miteinander schwenkbar verbunden sind .
Im Weiteren betrifft die Erfindung eine Anordnung mit einer stationären Struktur, insbesondere einem Möbelkorpus , und mit wenigstens einem Beschlag der zu beschreibenden Art .
In der WO 2020/ 006589 Al ist ein Möbelbeschlag mit zwei gelenkig miteinander verbundenen Beschlagteilen zur bewegbaren Lagerung einer Möbeltüre gezeigt , wobei ein erstes Beschlagteil innerhalb einer Seitenwand eines Möbelkorpus versenkbar ist . Auf diese Weise ist das erste Beschlagteil des Möbelbeschlages in einer sehr kompakten Weise in der Seitenwand integrierbar, wobei ein Arm des Beschlagteiles durch eine frontseitige Ausnehmung der Seitenwand hindurchgeführt ist . Allerdings ist dieser Möbelbeschlag nur für begrenzte Anwendungen einsetzbar . Schwierigkeiten können sich nämlich dann ergeben, wenn der Möbelkorpus direkt an einer Raumwand oder direkt an einem benachbarten Möbelkorpus anliegt . In einem solchen Fall ist es möglich, dass das bewegbare Möbelteil mit der Raumwand oder mit einem bewegbaren Möbelteil des benachbarten Möbelkorpus kollidiert und eine Bewegung des bewegbaren Möbelteiles behindert oder sogar unmöglich macht .
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es , einen Möbelbeschlag der eingangs erwähnten Gattung unter Vermeidung der oben diskutierten Nachteile anzugeben .
Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst . Weitere Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben .
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste Beschlagteil ein Gehäuse mit einer dem zweiten Beschlagteil zugewandten Stirnseite und mit wenigstens einer quer zur Stirnseite verlaufenden Gehäuseseite aufweist , wobei wenigstens ein Arm vorgesehen ist , an welchem die wenigstens eine Gelenkachse angeordnet ist und wobei der wenigstens eine Arm von der Gehäuseseite des ersten Beschlagteiles quer absteht .
Mit anderen Worten ist das erste Beschlagteil des Beschlages zur Integration in einer stationären Struktur , insbesondere zur Aufnahme innerhalb einer Wandstärke einer Möbelplatte ausgebildet , wobei die wenigstens eine Gelenkachse zur schwenkbaren Lagerung des zweiten Beschlagteiles durch einen von einer seitlichen Gehäuseseite des Gehäuses quer abstehenden Arm von einer durch die Gehäuseseite gebildeten Ebene seitlich beabstandet ist .
Auf diese Weise wird die wenigstens eine Gelenkachse in einem montierten Zustand des Beschlages weiter in Richtung der Mitte des Möbelkorpus verlegt , sodass das mit dem zweiten Beschlagteil verbundene Möbelteil nicht mehr mit einer benachbarten Raumwand oder mit einem bewegbaren Möbelteil eines benachbarten Möbelkorpus kollidiert .
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung erläutert .
Fig . la , 1b zeigen ein Möbel in einer perspektivischen Ansicht sowie eine vergrößerte Detaildarstellung hierzu,
Fig . 2a , 2b zeigen eine stationäre Struktur in Form eines
Möbelkorpus in einer perspektivischen Ansicht sowie eine vergrößerte Detaildarstellung hierzu,
Fig . 3a , 3b zeigen den Beschlag in einer perspektivischen Ansicht und in einer Seitenansicht ,
Fig . 4a , 4b zeigen den Beschlag in zwei verschiedenen perspektivischen Ansichten,
Fig . 5a-5c zeigen drei verschiedene Anwendungsmöglichkeiten des
Beschlages ,
Fig . 6a- 6c zeigen zwei verschiedene Möbel in verschiedenen
Ansichten .
Fig . la zeigt eine perspektivische Ansicht eines Möbels 1 mit einer stationären Struktur 2 , insbesondere einem Möbelkorpus 2a, wobei ein Schwenkelement 3 , insbesondere ein bewegbares Möbelteil 3a, über zwei oder mehrere Beschläge 6 relativ zur stationären Struktur 2 bewegbar gelagert ist .
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Schwenkelement 3 einen Rahmen 4 und eine im Rahmen 4 angeordnete , vorzugsweise transparente oder transluzente , Dekorplatte 5 auf .
Fig . 1b zeigt den in Fig . la eingekreisten Bereich in einer vergrößerten Ansicht . Der Beschlag 6 weist ein erstes Beschlagteil 7 zur Befestigung an der stationären Struktur 2 und ein zweites Beschlagteil 8 zur Befestigung am Schwenkelement 3 auf , wobei das erste Beschlagteil 7 und das zweite Beschlagteil 8 über wenigstens eine Gelenkachse 9 schwenkbar miteinander verbunden sind .
Das erste Beschlagteil 7 des Beschlages 6 ist dazu ausgebildet , zumindest bereichsweise in eine Ausnehmung 18 ( Fig . 2a, 2b ) in der stationären Struktur 2 , beispielsweise in eine im Montagezustand vertikal verlaufende Platte 17 des Möbelkorpus 2a , eingesetzt zu werden . Das erste Beschlagteil 7 ist im montierten Zustand des Beschlages 6 im Wesentlichen vollständig in der Platte 17 des Möbelkorpus 2a integriert .
Die Platte 17 ist beispielsweise eine (beschichtete ) Spanplatte , MDF- Platte oder eine Platte 17 aus einem anderen Holzwerkstoff , der eine im heutigen Möbelbau typische Plattenstärke ( Dicke ) von 16 mm aufweist .
Darüber hinaus können auch Platten 17 anderer Wandstärken, beispielsweise mit 19 mm Dicke verwendet werden .
Um eine Kollision des Schwenkelementes 3 mit einer benachbarten Raumwand oder mit einem benachbarten Schwenkelement zu verhindern, weist der Beschlag 6 einen seitlichen, quer abstehenden Arm 10 auf , an welchem die wenigstens eine Gelenkachse 9 zur schwenkbaren Lagerung des zweiten Beschlagteiles 8 angeordnet ist .
Das Schwenkelement 3 ist in einem vollständig geöffneten Zustand im Wesentlichen in einer Ebene parallel und versetzt zur Ebene der Platte 17 angeordnet .
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Beschlag 6 wenigstens zwei am Arm 10 angeordnete Gelenkachsen 9 auf , wobei das erste Beschlagteil 7 und das zweite Beschlagteil 8 über wenigstens zwei Gelenkhebel 11 , 20 schwenkbar miteinander verbunden sind .
Das zweite Beschlagteil 8 kann beispielsweise einen Scharniertopf 8a aufweisen, welcher zumindest bereichsweise innerhalb einer , vorzugsweise zylindrischen, Bohrung des Schwenkelementes 3 angeordnet ist . Die Bohrung kann in einer Seitenfläche des Schwenkelementes 3 , insbesondere in einer Seitenfläche des Rahmens 4 , angeordnet sein .
Die Platte 17 kann wenigstens eine Öffnung 12 , 13 , 14 , vorzugsweise mehrere Öffnungen 12 , 13 , 14 , aufweisen, wobei die wenigstens eine Öffnung 12 , 13 , 14 einen Zugang zu wenigstens einer Einstellvorrichtung 12a, 13a , 14a ( Fig . 3a, 3b ) des Beschlages 6 gestattet .
Die Platte 17 kann wenigstens eine weitere Öffnung 15 aufweisen, welche einen Zugang zu einem bewegbaren Schaltorgan 15a ( Fig . 3a, 3b ) des Beschlages 6 gestattet , wobei durch das Schaltorgan 15a eine Dämpfungsfunktion einer Dämpfvorrichtung 21 ( Fig . 4a , 4b ) des Beschlages 6 deaktivierbar oder begrenzbar ist .
Fig . 2a zeigt die stationäre Struktur 2 in Form des Möbelkorpus 2a in einer perspektivischen Ansicht , wobei das Schwenkelement 3 und die
Beschläge 6 zur schwenkbaren Lagerung des Schwenkelementes 3 nicht dargestellt sind.
Das erste Beschlagteil 7 des Beschlages 6 ist zumindest bereichsweise, vorzugsweise im Wesentlichen vollständig, in einer taschenförmigen Ausnehmung 18 der Platte 17 auf nehmbar.
Fig. 2b zeigt den in Fig. 2a eingekreisten Bereich in einer vergrößerten Ansicht. Die taschenförmige Ausnehmung 18 weist an einer Stirnseite 17a der Platte 17 und an einer quer dazu verlaufenden Seitenfläche 17b der Platte 17 jeweils eine Öffnung 18a, 18b auf. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die beiden Öffnungen 18a, 18b so miteinander verbunden sind, dass die beiden Öffnungen 18a, 18b zusammen eine zusammenhängende Öffnung 18a, 18b bilden.
Das Gehäuse 19 des ersten Beschlagteiles 7 ist dazu ausgebildet, ausgehend von der schmalen Stirnseite 17a der Platte 17 in die, vorzugsweise taschenförmige, Ausnehmung 18 der Platte 17 eingesetzt zu werden .
Die Platte 17 kann zwei oder mehrere Öffnungen 12, 13, 14 aufweisen, welche jeweils einen Zugang einer Einstellvorrichtung 12a, 13a, 14a (Fig. 3a, 3b) des Beschlages 6 gestatten.
Die Platte 17 kann wenigstens eine weitere Öffnung 15 aufweisen, welche einen Zugang zu einem bewegbaren Schaltorgan 15a (Fig. 3a, 3b) des Beschlages 6 gestattet, wobei durch das Schaltorgan 15a eine Dämpfungsfunktion einer Dämpfvorrichtung 21 (Fig. 4a, 4b) des Beschlages 6 deaktivierbar oder begrenzbar ist.
Die Platte 17 kann wenigstens eine weitere Öffnung 16 aufweisen, welche einen Zugang zu einem Befestigungselement 16a (Fig. 3b) des Beschlages
6 gestattet. Durch das Befestigungselement 16a ist das erste Beschlagteil
7 in oder an der Platte 17 fixierbar.
Es kann wenigstens eine (hier nicht gezeigte) Abdeckung vorgesehen sein, durch welche wenigstens eine Öffnung 12, 13, 14, 15, 16, 18b der Platte
17 , vorzugsweise alle Öffnungen 12 , 13 , 14 , 15 , 16 , 18b der Platte 17 , abdeckbar ist .
Die wenigstens eine Abdeckung kann an wenigstens einer Öffnung 12 , 13 , 14 , 15 , 16 , 18b befestigt sein .
Fig . 3a zeigt den Beschlag 6 in einer perspektivischen Ansicht . Das erste Beschlagteil 7 weist ein in der Platte 17 integrierbares Gehäuse 19 auf .
Das Gehäuse 19 des ersten Beschlagteiles 7 weist eine dem zweiten Beschlagteil 8 zugewandte Stirnseite 19a und wenigstens eine quer zur Stirnseite 19a verlaufende Gehäuseseite 19b auf .
Es ist wenigstens ein Arm 10 vorgesehen, an welchem die wenigstens eine Gelenkachse 9 angeordnet ist . Der wenigstens eine Arm 10 steht von der Gehäuseseite 19b des ersten Beschlagteiles 7 quer ab .
Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Gehäuseseite 19b des Gehäuses 19 , von welcher der wenigstens eine Arm 10 quer absteht , im Wesentlichen flach ausgebildet ist und/oder in einem montierten Zustand an oder in der Platte 17 der stationären Struktur 2 im Wesentlichen parallel zur Platte 17 ausgerichtet ist .
In einem montierten Zustand ragt der wenigstens eine Arm 10 von der Seitenfläche 17b ( Fig . 2b ) der Platte 17 quer ab .
Der Arm 10 kann im Wesentlichen L-förmig ausgebildet sein und/oder bei einer Relativbewegung der beiden Beschlagteile 7 , 8 zueinander feststehend angeordnet sein .
Die Gehäuseseite 19b des Gehäuses 19 , von welcher der wenigstens eine Arm 10 quer absteht , verläuft im Wesentlichen parallel zur Platte 17 .
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Stirnseite 19a des Gehäuses 19 im Wesentlichen geschlossen ausgebildet ist . Auf diese Weise kann das Eindringen von Schmutz in das Gehäuse 19 des ersten Beschlagteiles 7
verhindert und eine zur Stirnseite 17a ( Fig . 2b ) der Platte 17 bündig verlaufende Stirnseite 19a bereitgestellt werden .
Das Gehäuse 19 des ersten Beschlagteiles 7 kann im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet sein und/oder sich im Wesentlichen in einer Ebene parallel zur Gelenkachse 9 erstrecken .
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei Gelenkhebel 11 , 20 vorgesehen, welche einerseits an den Gelenkachsen 9 und andererseits am zweiten Beschlagteil 8 schwenkbar angeordnet sind .
Das erste Beschlagteil 7 des Beschlages 6 kann wenigstens eine Einstellvorrichtung 12a, 13a, 14a mit einem bewegbaren Einstellelement zur Einstellung einer Lage des Armes 10 relativ zum Gehäuse 19 aufweisen .
Fig . 3b zeigt den Beschlag 6 gemäß Fig . 3a in einer Seitenansicht .
Die Gehäuseseite 19b weist wenigstens eine , vorzugsweise kreisförmige , Öffnung auf , welche einen Zugang zum wenigstens einen Einstellelement der Einstellvorrichtung 12a, 13a , 14a gestattet und/oder wobei das wenigstens eine Einstellelement der Einstellvorrichtung 12a , 13a , 14a zumindest bereichsweise in der wenigstens einen Öffnung der Gehäuseseite 19b angeordnet ist .
Die Einstellvorrichtungen 12a , 13a , 14a weisen j eweils ein drehbares Einstellelement auf , wobei eine Lage des Armes 10 relativ zum Gehäuse 19 durch eine Drehung des Einstellelementes mittels eines Schraubendrehers veränderbar ist .
Vorzugsweise sind wenigstens zwei , vorzugsweise drei , Einstellvorrichtungen 12a, 13a , 14a vorgesehen . Durch die erste Einstellvorrichtung 12a ist eine Lage des Armes 10 relativ zum Gehäuse 19 in eine erste Bewegungsrichtung einstellbar . Durch eine zweite Einstellvorrichtung 13a, 14a ist eine Lage des Armes 10 relativ zum Gehäuse 19 in eine zur ersten Bewegungsrichtung quer verlaufende zweite Bewegungsrichtung einstellbar .
Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass durch die Einstellvorrichtung 12a eine Lage des Armes 10 relativ zum Gehäuse 19 in eine seitliche Richtung einstellbar ist . Durch die Einstellvorrichtung 13a ist eine Lage des Armes 10 relativ zum Gehäuse 19 in eine Tiefenrichtung einstellbar . Durch die Einstellvorrichtung 14a ist eine Lage des Armes 10 relativ zum Gehäuse 19 in eine Höhenrichtung einstellbar .
Das erste Beschlagteil 7 kann wenigstens eine Dämpfvorrichtung 21 ( Fig . 4a, 4b ) zur Dämpfung einer Relativbewegung der beiden Beschlagteile 7 , 8 zueinander aufweisen . Die Gehäuseseite 19b des Gehäuses 19 kann wenigstens eine weitere Öffnung aufweisen, welche einen Zugang zu einem Schaltorgan 15a gestattet , durch welches eine Dämpfungsfunktion der Dämpfvorrichtung 21 deaktivierbar oder begrenzbar ist . Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass das Schaltorgan 15a drehbar gelagert ist , wobei die Dämpfungsfunktion der Dämpf Vorrichtung 21 durch eine Drehung des Schaltorganes 15a mittels eines Schraubendrehers deaktivierbar oder begrenzbar ist .
Das erste Beschlagteil 7 kann wenigstens ein Befestigungselement 16a aufweisen, durch welches das erste Beschlagteil 7 an oder in der stationären Struktur 2 befestigbar ist . Die Gehäuseseite 19b weist hierfür eine weitere , vorzugsweise kreisförmige , Öffnung auf , welche einen Zugang zum Befestigungselement 16a gestattet und/oder wobei das wenigstens einen Befestigungselement 16a zumindest bereichsweise in der wenigstens einen weiteren Öffnung angeordnet ist . Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass das Befestigungselement 16a drehbar gelagert ist , wobei das erste Beschlagteil 7 durch eine Drehung des Befestigungselementes 16a mittels eines Schraubendrehers an oder in der stationären Struktur 2 befestigbar ist .
Fig . 4a zeigt den Beschlag 6 mit den beiden Beschlagteilen 7 , 8 in einer perspektivischen Ansicht .
Das erste Beschlagteil 7 weist wenigstens eine Dämpfvorrichtung 21 zur Dämpfung einer Relativbewegung der beiden Beschlagteile 7 , 8 zueinander auf . Die Dämpfvorrichtung 21 kann wenigstens eine , vorzugsweise
hydraulische , Zylinder-Kolben-Einheit umfassen . Anstelle der Zylinder- Kolben-Einheit kann auch ein Rotationsdämpfer verwendet werden .
Ferner weist das erste Beschlagteil 7 wenigstens einen Kraftspeicher 22 , vorzugsweise ein Federelement , auf , wobei die beiden Beschlagteile 7 , 8 durch eine Kraft des Kraftspeichers 22 in eine geschlossene Endlage und/oder in eine geöffnete Endlage relativ zueinander bewegbar sind .
Fig . 4b zeigt den Beschlag 6 gemäß Fig . 4a in einer weiteren perspektivischen Ansicht .
Fig . 5a zeigt eine erste Anwendungsmöglichkeit des Beschlages 6 . Das erste Beschlagteil 7 ist in der stationären Struktur 2 , vorzugsweise in der vertikal verlaufenden Platte 17 des Möbelkorpus 2a , integriert , wohingegen das zweite Beschlagteil 8 zumindest bereichsweise innerhalb des Schwenkelementes 3 aufgenommen ist .
Das Schwenkelement 3 kann, wie in Fig . la und Fig . 1b gezeigt , einen äußeren Rahmen 4 und eine im Rahmen 4 angeordnete Dekorplatte 5 , beispielsweise aus Glas , aufweisen . Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das zweite Beschlagteil 8 des Beschlages 6 zumindest bereichsweise im Rahmen 4 auf genommen .
Durch die am Arm 10 angeordnete Gelenkachse 9 ist es möglich, dass das Schwenkelement 3 ungehindert zwischen einer vollständigen Schließstellung und einer vollständigen Offenstellung bewegbar ist , insbesondere dann, wenn die Platte 17 direkt an einem benachbarten Möbelkorpus 2 oder an einer Raumwand anliegt . In der vollständigen Schließstellung deckt das Schwenkelement 3 die Stirnseite 17a der Platte 17 zumindest bereichsweise , vorzugsweise im Wesentlichen vollständig , ab .
Fig . 5b zeigt eine zweite Anwendungsmöglichkeit des Beschlages 6 , wobei zwei Schwenkelemente 3 relativ zur Platte 17 bewegbar gelagert sind . Zur Lagerung eines ersten Schwenkelementes 3 ist ein erster Beschlag 6 und zur Lagerung eines zweiten Schwenkelementes 3 ist ein zweiter Beschlag 6 vorgesehen, wobei das erste Beschlagteil 7 eines Beschlages 6 in einer
ersten Seitenfläche der Platte 17 und das erste Beschlagteil 7 des anderen Beschlages 6 in einer zweiten Seitenfläche der Platte 17 integriert ist . Die beiden Beschläge 6 sind spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet und in der Ebene der Platte 17 in einer vertikalen Richtung voneinander beabstandet . In der vollständigen Schließstellung decken die beiden Schwenkelemente 3 die Stirnseite 17a der Platte 17 zumindest bereichsweise , vorzugsweise j eweils etwa zur Hälfte , ab .
Fig . 5c zeigt eine dritte Anwendungsmöglichkeit des Beschlages 6 , wobei das Schwenkelement 3 in einer vollständigen Schließstellung im Wesentlichen komplanar zur Stirnseite 17a der Platte 17 ausgerichtet ist und/oder wobei die Stirnseite 19a des Gehäuses 19 in einem geschlossenen Zustand des Beschlages 6 sichtbar ist . Die Stirnseite 19a des Gehäuses 19 des ersten Beschlagteiles 7 verläuft im Wesentlichen bündig zur Stirnseite 17a der Platte 17 , wobei die im Wesentlichen geschlossene Stirnseite 19a des Gehäuses 19 in einem geschlossenen Zustand des Schwenkelementes 3 für einen Benutzer sichtbar ist .
Zu erkennen ist , dass der seitlich abstehende Arm 10 des Beschlages 6 für die drei verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten gemäß Fig . 5a-5c j eweils eine unterschiedliche Länge aufweisen kann .
Bei allen Ausführungsbeispielen ist ein besonderer Vorteil darin zu sehen, dass durch die Kröpfung des Armes 10 keine Bearbeitung des Schwenkelementes 3 an der Sichtseite 23 notwendig ist . Die Sichtseite 23 des Schwenkelementes 3 , vorzugsweise des Rahmens 4 , kann daher frei von Vertiefungen oder Ausnehmungen ausgebildet sein .
Fig . 6a zeigt ein Möbel 1 mit einer stationären Struktur 2 in Form eines Möbelkorpus 2a und mit einem Schwenkelement 3 in Form eines bewegbar gelagerten Möbelteiles 3a in einer perspektivischen Ansicht . Die Ausführungsform des in Fig . 6a gezeigten Möbels 1 entspricht dem Möbel gemäß Fig . 5c , wobei eine Außenfläche des Schwenkelementes 3 in einem Schließ zustand des Schwenkelementes 3 im Wesentlichen komplanar zur Stirnseite 17a der Platte 17 ausgerichtet ist .
Fig . 6b zeigt den in Fig . 6a eingekreisten Bereich in einer vergrößerten Ansicht . Zu erkennen ist , dass die Stirnseite 19a des Beschlages 6 geschlossen ist und im Wesentlichen bündig zur Stirnseite 17a der Platte 17 verläuft . Im Schließzustand des Schwenkelementes 3 ist die Stirnseite 19a des Beschlages 6 sichtbar .
Fig . 6c zeigt ein Möbel 1 in einer Ansicht von vorne , wobei das Möbel 1 der Konfiguration gemäß der Fig . 5b entspricht . Die beiden Schwenkelemente 3 sind über wenigstens zwei Beschläge 6 an der vertikal verlaufenden Platte 17 schwenkbar gelagert .
Die ersten Beschlagteile 7 der Beschläge 6 zur Lagerung des ersten Schwenkelementes 3 sind in einer ersten Seitenfläche der Platte 17 integriert , während die ersten Beschlagteile 7 der Beschläge 6 zur Lagerung des zweiten Schwenkelementes 3 in einer zweiten Seitenfläche der Platte 17 integriert sind .
Die ersten Beschlagteile 7 zur Lagerung des ersten Schwenkelementes 3 und die ersten Beschlagteile 7 zur Lagerung des zweiten Schwenkelementes 3 sind in einer Höhenrichtung voneinander beabstandet an der Platte 17 angeordnet .
Der gezeigte und beschriebene Beschlag 6 ist nicht nur als Möbelbeschlag zur bewegbaren Lagerung eines bewegbar gelagerten Möbelteiles 3a relativ zu einem Möbelkorpus 2a, sondern auch als Baubeschlag zur bewegbaren Lagerung eines Schwenkelementes 3 in Form eines Fensters oder einer Türe einsetzbar .