Kühlvorrichtung für Kunststoff-Schlauchfolien
Die Erfindung betrifft eine Kühlvorrichtung für Kunststoff-Schlauchfolien. Außerdem betrifft die Erfindung eine Blasfolienanlage zum Herstellen von Kunststoff- Schlauchfolien oder Kunststoff-Folienbahnen mit einer entsprechenden Kühlvorrichtung.
Derartige Blasfolienanlagen sind beispielsweise aus der WO 2021/069474 A1 bekannt und bestehen ihrem grundsätzlichen Aufbau nach aus einem oder mehreren Extrudern, einem Folienblaskopf, einer Kühlvorrichtung, einem Abzug und einem bzw. mehreren Wicklern.
Ein entsprechender Folienblaskopf für derartige Blasfolienanlagen ist beispielsweise aus der WO 2002/070230 A1 bekannt.
Entsprechende Kühlvorrichtungen für derartige Blasfolienanlagen sind beispielsweise aus der DE 1 960 962 A1 , aus der WO 2008/025451 A1 und aus der EP 2 498 970 B1 bekannt.
Der Extruder besteht im Wesentlichen aus einem Metallzylinder, in dem sich eine Extruderschnecke dreht. Das der Extruderschnecke zugeführte Kunststoffgranulat wird über die Reibung und den Druck in dem Metallzylinder aufgeschmolzen, homogenisiert und dem Folienblaskopf zugeführt.
Der Folienblaskopf formt die von den Extrudern kommenden Schmelzeströme zu einem mehrschichtigen Folienverbund aus, der dann als thermoplastischer Folienschlauch aus einem ringförmigen Düsenspalt austritt. Der ringförmige
Düsenspalt ist dabei durch einen äußeren und einen inneren Mundspaltring ausgebildet.
Der thermoplastische Folienschlauch wird mit Luft aufgeblasen und der Kühlvorrichtung zugeführt, in der der Folienschlauch durch Kühlluft von außen und von innen gekühlt wird. In der Kühlvorrichtung werden auf diese Weise auch Breite und Stärke der Folie festgelegt. Bei der sogenannten Frostlinie bzw. Erstarrungslinie geht die Schmelzemasse dann vom thermoplastischen in den thermoelastischen Zustand über.
Der in der Kühlvorrichtung abgekühlte Folienschlauch wird im weiteren Verlauf dann flachgelegt und ein einem Wickler zu einer Folienrolle aufgewickelt. Im Regelfall wird der flachgelegte Folienschlauch dabei mittels zweier Messerklingen an den Rändern aufgetrennt, sodass zwei getrennte Folienbahnen entstehen, die auch getrennt voneinander auf zwei Wicklern aufgewickelt werden. Die gewickelten Folienrollen werden dann in der gewünschten Weise weiterverarbeitet, beispielsweise zu Beuteln oder Müllsäcken.
Je nach Anzahl der angeschlossenen Extruder gibt es Folien, die nur aus einer Schicht bestehen (sogenannte Mono-Blasfolie), oder auch Folien, die sich aus mehreren Schichten zusammensetzen (sogenannte Coextrusions-Blasfolie). Bei der Coextrusions-Blasfolie besteht die Möglichkeit, die positiven Eigenschaften verschiedener Materialien in einer Folie zu vereinen. So besteht beispielsweise eine typische Lebensmittelverpackung aus fünf verschiedenen Schichten:
• Außen: eine bedruckbare Schicht, meistens Polypropylen oder Polyethylen
• zwischen Außen und Mitte: Haftvermittler aus Ethylenvinylalkohol oder Ethylenvinylacetat
• Mitte: eine Sperrschicht aus Polyamid, zum "Einsperren" des Aromas
• zwischen Mitte und Innen: Haftvermittler
• Innen: eine lebensmittelechte Schicht mit guten Siegeleigenschaften, um die Folie mit dem Unterteil der Verpackung verschweißen zu können, meistens aus Polyethylen
Bei der beschriebenen Blasfolienextrusion kommt der Kühlvorrichtung eine besondere Bedeutung zu, da die Kühlung des aus dem Düsenspalt austretenden thermoplastischen Folienschlauchs sowohl die Folieneigenschaften als auch den Wirkungsgrad des Extrusionsprozesses maßgeblich beeinflussen.
Die aus dem Stand der Technik bekannten Kühlvorrichtungen bestehen regelmäßig aus einem Außenkühlring und einem Innenkühlring. Diese strömen den aus dem Düsenspalt austretenden Folienschlauch von außen und von innen mit gekühlter Luft an, um der thermoplastischen Schmelze die Wärme zu entziehen. Zum Absaugen der von dem Innenkühlring eingeblasenen Luftmenge befindet sich im Inneren des Folienschlauchs ein Innenabluftrohr. Dabei wird über eine Regelschleife ein konstanter Innendruck des Folienschlauchs eingehalten, sodass damit auch die Blasenform mit Bezug auf die Abzugsgeschwindigkeit stabil gehalten werden kann.
Grundsätzlich ist eine möglichst hohe Kühlleistung seitens der Kühlvorrichtung gewünscht, da sich auf diesem Wege der Massendurchsatz und damit auch die Produktionsgeschwindigkeit der Anlage steigern lässt. Auf der anderen Seite hat der thermoplastische Folienschlauch jedoch nur eine begrenzte Festigkeit, sodass bei zu hohen Abzuggeschwindigkeiten die Gefahr eines Blasenabrisses droht.
Zur Erhöhung der Kühlleistung ist es aus der EP 2 498 970 B1 bekannt, den Außenkühlring der Kühlvorrichtung durch eine Stützlufteinheit zu erweitern. Die Stützlufteinheit der EP 2 498 970 B1 besteht aus drei Holzylindern mit unterschiedlichen Durchmessern. Der Hohlzylinder mit dem kleinsten Durchmesser ist auf dem Außenkühlring aufgesetzt. Der Hohlzylinder mit dem mittleren Durchmesser ist konzentrisch darüber angeordnet, und der Hohlzylinder mit dem größten Durchmesser bildet wiederum darüber den Abschluss der Stützlufteinheit. Durch die hierdurch geschaffenen Strömungsverhältnisse zwischen den drei übereinander angeordneten Holzylindern und der Folienblase kann eine Erhöhung der Kühlleistung an der Außenwandung der Folienblase erreicht werden. Zur Optimierung der Strömungsverhältnisse lassen sich außerdem die axialen Abstände der drei Holzylinder verstellen, wobei in der EP 2 498 970 B1 auch eine motorische Verstellmöglichkeit erwähnt ist.
Umfangreiche Versuche mit der aus der EP 2 498 970 B1 bekannten Stützlufteinheit haben nunmehr gezeigt, dass mit der Stützlufteinheit zwar eine Erhöhung der Kühlleistung möglich ist, dass aber gleichzeitig die Gefahr eine Blasenabrisses nicht
reduziert werden kann. Zusätzlich wurde bei einer Erhöhung der Kühlleistung mit der Stützlufteinheit beobachtet, dass die Folienqualität aufgrund von Inhomogenitäten nachlässt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Kühlleistung einer bekannten Kühlvorrichtung bei gleichzeitiger Reduzierung von Blaseninstabilitäten zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 4 gelöst.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, dass der Betriebsabstand zwischen der Stützlufteinheit und der Folienblase mit mindestens zwei angetriebenen Hubelementen verstellbar ist, wobei die Hubelemente über ein Koppelelement derart miteinander gekoppelt sind, dass die Hubelemente beim Verstellen des Betriebsabstands den gleichen Verstellweg bewirken.
Die erfindungsgemäße Lösung behebt die mechanischen Ungenauigkeiten, die bei einer Verstellung der drei Hohlzylinder gemäß der EP 2 498 970 B1 entstehen. Mit den aus der EP 2 498 970 B1 bekannten Verstellmöglichkeiten kann nämlich die Zentrierung und die horizontale Ausrichtung der drei Hohlzylinder mit Bezug auf die axiale Symmetrieachse des ringförmigen Düsenspalts nicht ausreichend sichergestellt werden. Hierdurch entstehen entlang des Umfangs der Folienblase unterschiedliche Abstände und Ausrichtungen zu den drei Hohlzylindern der Stützlufteinheit. Bereiche mit einem großen Strömungsspalt führen dann zu geringeren Strömungsgeschwindigkeiten und somit zu einer schlechteren Kühlleistung als Bereiche kleinerer Strömungsspalte. Die aus wird wiederum in Bereichen eines großen Strömungsspalts in Extrusionsrichtung länger gedehnt, was zu Dünnstellen in der Folie und an anderen Stellen zu Dickstellen führt. Inhomogenitäten und Instabilitäten der Folie sind damit die Folge.
Bei der Stützlufteinheit gemäß der Erfindung erfolgt die motorische Höhenverstellung jedoch derart präzise, dass die Hohlzylinder der Stützlufteinheit entlang des gesamten Verstellwegs zentriert und horizontal ausgerichtet bleiben. Damit ist es dem Bediener möglich, sowohl beim Rüsten der Maschine als auch im laufenden Betrieb die Stützlufteinheit präzise an die Blasengeometrie anzupassen. Damit ist die Justierung von kleinen bis sehr kleinen Luftspalten zwischen der Stützlufteinheit und der Blasengeometrie möglich. Kleinere Luftspalte erhöhen wiederum die Strömungsgeschwindigkeit, wobei der örtliche Luftdruck abnimmt. Durch die Erhöhung
der Strömungsgeschwindigkeit bei gleichzeitigem Absinken des örtlichen Luftdrucks können sowohl der Wärmeübergang als auch die Blasenstabilität erhöht werden. Zudem erlaubt der reduzierte örtliche Luftdruck eine frühere Aufweitung der Folienblase innerhalb der Stützlufteinheit, wodurch eine größere Folienoberfläche für die Wärmeabfuhr zur Verfügung steht.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine schematische 3D-Ansicht der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung, und
Fig. 3 die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung gemäß Fig. 1 mit einer detaillierten Darstellung der mechanischen Komponenten.
Fig. 1 zeigt eine schematische 3D-Ansicht eines Folienblaskopfs 101 zum Extrudieren eines Folienschlauchs 102 mit auf den Folienblaskopf 101 aufgesetzter Kühlvorrichtung 103. Zwischen der Kühlvorrichtung 103 und dem Folienblaskopf 101 befindet sich ein Kühlringgehäuse 104, in dem in nicht näher dargestellter Weise ein Außenkühlring zum Beaufschlagen des Folienschlauchs 102 mit Außenkühlluft und ein Innenkühlring zum Beaufschlagen des Folienschlauchs 102 mit Innenkühlluft untergebracht sind.
Im Inneren des Folienschlauchs 102 befindet sich ein Innenabluftrohr 105 zum Absaugen der von dem Innenkühlring eingeblasenen Luftmenge. Dabei wird über eine Regelschleife ein konstanter Innendruck des Folienschlauchs eingehalten, sodass damit auch die Blasenform mit Bezug auf die Abzugsgeschwindigkeit stabil gehalten werden kann.
Auf dem Kühlringgehäuse 104 ist eine Stützlufteinheit aufgesetzt, die aus drei konzentrisch angeordneten Hohlzylindern 106, 107 und 108 besteht, wobei die drei Hohlzylinder unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Der Hohlzylinder mit dem kleinsten Durchmesser 106 ist auf Kühlringgehäuse 104 aufgesetzt. Der Hohlzylinder mit dem mittleren Durchmesser 107 ist konzentrisch darüber angeordnet, und der Hohlzylinder mit dem größten Durchmesser 108 bildet wiederum darüber den Abschluss der Stützlufteinheit. Durch die hierdurch geschaffenen Strömungsverhältnisse zwischen den drei übereinander angeordneten Hohlzylindern 106, 107 und 108 und der Folienblase 102 kann eine Erhöhung der Kühlleistung an der
Außenwandung der Folienblase 102 erreicht werden. Zur Optimierung der Strömungsverhältnisse lassen sich außerdem die axialen Abstände der drei Holzylinder motorisch verstellen. Eine detaillierte Darstellung der mechanischen Komponenten zur motorischen Verstellung der axialen Abstände zeigt Fig. 3. Zuvor werden gemäß Fig. 2 die Strömungsverhältnisse an der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung erläutert.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung. Entsprechende Komponenten aus Fig. 1 sind mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet, sodass insoweit auf die Beschreibung von Fig. 1 verwiesen werden kann. Die Ansicht gemäß Fig. 2 ist zur besseren Veranschaulichung mit Bezug auf die vertikale Achse des Innenabluftrohrs 105 zweigeteilt. Die linke Seite stellt die Kühlvorrichtung im Betrieb der Blasfolienanlage dar, während die rechte Seite die Kühlvorrichtung im Ruhezustand zeigt.
Im Betrieb der Blasfolienanlage tritt der Folienschlauch 102 aus einem nicht weiter gezeigten ringförmigen Düsenspalt des Folienblaskopfes aus, wird in der gezeigten Weise auf eine Folienblase 102 aufgeblasen und in der Transportrichtung y von einem Abzug abgezogen.
Das Kühlringgehäuse 104 transportiert Kühlluft zu einem Außenkühlring 201 und einem Innenkühlring 202. Der Außenkühlring leitet die Außenkühlluft über eine Staustufe 203 an die Außenhaut der Folienblase 102 weiter. Die Staustufe 203 bewirkt außerdem eine Aufteilung der Außenkühlluft, sodass die Außenkühlluft in zwei entgegengesetzten Strömungsrichtungen auf die Außenhaut der Folienblase 102 trifft. Damit entsteht punktuell ein Unterdrück, der die Folienblase 102 zwischen Außenkühlring 201 und Innenkühlring 202 fixiert.
Der Außenkühlring 201 ist mit einem Linearantrieb 204 in der Höhe verstellbar, sodass der Austrittspunkt der Folienblase 102 oberhalb des Außenkühlrings 201 an die Eigenschaften der jeweiligen Folie angepasst werden kann.
Auf dem Außenkühlring 201 ist die gemäß Fig. 1 erläuterte Stützlufteinheit mit den drei übereinander angeordneten Hohlzylindern 106, 107 und 108 aufgesetzt. Die drei Hohlzylinder sind in vertikaler Richtung jeweils motorisch verstellbar. Im Betrieb der Blasfolienanlage werden die drei Hohlzylinder an die Folienblase herangefahren (linke Seite der Fig. 2).
Im Ruhezustand der Blasfolienanlage wird der Außenkühlring 201 über den Linearantrieb 204 abgesenkt. Außerdem werden die drei Hohlzylinder 106, 107 und 108 in der gezeigten Weise zusammengeschoben (rechte Seite der Fig. 2).
Fig. 3 zeigt die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung gemäß Fig. 1 mit einer detaillierten Darstellung der mechanischen Komponenten zur Verstellung der 3 Hohlzylinder 106, 107 und 108. Entsprechende Komponenten aus Fig. 1 sind mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet, sodass insoweit auf die Beschreibung von Fig. 1 verwiesen werden kann.
Grundsätzlich sind die drei Hohlzylinder 106, 107 und 108 zur vertikalen Verstellung jeweils mit den gleichen mechanischen Komponenten ausgestattet. Der Einfachheit halber erfolgt die Beschreibung daher nur mit Bezug auf den obersten Hohlzylinder 108. Eine entsprechende Funktionsweise ergibt sich daraus auch für die anderen beiden Hohlzylinder 106 und 107.
Der Hohlzylinder 108 stützt sich über drei gleichmäßig im Umfang verteilte Teleskopführungen auf dem darunter liegenden Hohlzylinder 107 ab, wobei zwei dieser Teleskopführungen sichtbar sind und mit den Bezugszeichen 301 und 302 gekennzeichnet sind. Jede dieser Teleskopführungen umfasst eine integrierte Spindel, die über ein Spindelzahnrad antreibbar ist, wobei zwei dieser Spindelzahnräder sichtbar sind und mit den Bezugszeichen 303 und 304 gekennzeichnet sind. Ein Antrieb des Spindelzahnrads und damit auch der Spindel bewirkt dabei ein Zusammenfahren bzw. Auseinanderfahren der betreffenden Teleskopführung.
Am oberen Rand des Hohlzylinders 108 ist eine umlaufende Kette 305 gelagert, in die jedes der drei Spindelzahlräder eingreift, sodass eine Bewegung der Kette 305 einen Antrieb des jeweiligen Spindelzahnrads bewirkt. Dies treibt in der gleichen Weise auch die jeweiligen Spindeln an, sodass damit der Hohlzyinder 108 in vertikaler Richtung präzise verstellbar ist.
Der Antrieb der umlaufenden Kette 305 erfolgt wiederum über ein Antriebszahnrad 306, das über eine Getriebeeinheit 307 und eine biegsame Welle 308 von einem Schrittmotor 309 angetrieben wird. Der Schrittmotor 309 ist wiederum mit einer Steuereinheit zum automatischen Betreiben der Blasfolienanlage verbunden. Die Hohlzylinder 106, 107, 108 sind dabei relativ zum Kühlringgebläse 104 bewegbar,
während die zugehörigen Schrittmotoren 109 fest mit dem Kühlringgebläse 104 verbunden sind. Die biegsamen Wellen ermöglichen es, dass die Hohlzylinder 106, 107, 108 relativ zu den Schrittmotoren 109 verschiebbar sind.
Die umlaufende Kette 305 bildet somit mit Bezug auf die Teleskopführungen 301 und 302 ein Koppelelement, sodass die Teleskopführungen 301 und 302 jeweils den gleichen Verstellweg bewirken. Aufgrund des Betriebsabstands zwischen dem Hohlzylinder 108 und der Folienblase 102 und des hierdurch gebildeten Luftspalts entsteht eine definierte Luftströmung zur Kühlung und gleichzeitigen Stabilisierung der Folienblase. Durch die gekoppelten Teleskopführungen 301 und 302 ist hierbei sichergestellt, dass die Holzylinder 106, 107 und 108 entlang des gesamten Verstellwegs zentriert und horizontal ausgerichtet bleiben. Damit ist es dem Bediener möglich, sowohl beim Rüsten der Maschine als auch im laufenden Betrieb die Stützlufteinheit präzise an die Blasengeometrie anzupassen. Damit ist die Justierung von kleinen bis sehr kleinen Luftspalten zwischen der Stützlufteinheit und der Blasengeometrie möglich. Kleinere Luftspalte erhöhen wiederum die Strömungsgeschwindigkeit, wobei der örtliche Luftdruck abnimmt. Durch die Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit bei gleichzeitigem Absinken des örtlichen Luftdrucks können sowohl der Wärmeübergang als auch die Blasenstabilität erhöht werden. Zudem erlaubt der reduzierte örtliche Luftdruck eine frühere Aufweitung der Folienblase innerhalb der Stützlufteinheit, wodurch eine größere Folienoberfläche für die Wärmeabfuhr zur Verfügung steht.
Gleichzeitig ist über die Steuereinheit ein automatisches Einstellen der Betriebsabstände zwischen der Stützlufteinheit 103 und der Folienblase 102 möglich. Beim Rüsten der Blasfolienanlage ist es beispielsweise möglich, die Betriebsabstände automatisch in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des thermoplastischen Kunststoffes einzustellen. Während des Betriebs der Blasfolienanlage ist es zudem möglich, die Betriebsabstände automatisch in Abhängigkeit von der Position der Frostlinie des Folienschlauchs einzustellen.
Sämtliche der genannten Maßnahmen erhöhen die Kühlleistung der Kühlvorrichtung bei gleichzeitiger Reduzierung von Blaseninstabilitäten. Auf diese Weise lässt sich somit die Produktionsgeschwindigkeit und gleichzeitig auch die Zuverlässigkeit der Blasfolienanlage steigern.