202303581 Auslandsfassung Beschreibung Öffnungsmechanismus eines Abfallbehälters mit elektrisch betätigbarem Biegeaktor Die Erfindung betrifft einen Abfallbehälter für ein Schienenfahrzeug des Personenverkehrs, umfassend wenigstens eine Abdeckklappe und einen Öffnungsmechanismus, mittels welchem die Abdeckklappe von einem geschlossenen Zustand, in welchem sie eine Öffnung des Abfallbehälters verschließt, in einen offenen Zustand, in welchem sie die Öffnung des Abfallbehälters zumindest teilweise zum Einwurf von Abfall frei gibt, bewegbar ist. Manuell zu öffnende Abfallbehälter sind hinlänglich bekannt, wobei eine Abdeckklappe durch Berührung zu öffnen ist. Dies gilt als hygienisch nachteilig. Auch Abfallbehälter mit aufwendigen Öffnungsmechanismen, z.B. mechanisch über ein zu betätigendes Fußpedal, oder elektromotorisch mit entsprechend aufwendiger Mechanik und Ansteuerung sind bekannt geworden. Diese Öffnungsmechanismen erfordern meist einen großen Bauraum. Neben elektromotorischen, pneumatischen und/oder hydraulischen Antrieben sind sogenannte Biegeaktoren, beispielsweise aus https://www.youtube.com/watch?v=IgfXb10vfAo&t=119s (abgerufen zum maßgeblichen Zeitpunkt dieser Schrift), bekannt. Bimetallschalter werden als Thermoschalter oder Thermorelais eingesetzt. Biegeaktoren lassen sich auch elektrisch ansteuern. Durch eine angelegte Spannung vorgegebener Größe fließt durch sie ein elektrischer Strom und sie werden dadurch erwärmt, wodurch sie sich biegen. Fließt kein Strom und wird von außen keine Wärme zugeführt, strecken sie sich bei sinkenden Temperaturen wieder bis zu ihrer Ausgangsform.
202303581 Auslandsfassung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen berührungsfrei zu öffnenden Abfallbehälter mit einem räumlich kleinen Antrieb vorzuschlagen. Gelöst wird die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1. Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche wieder. Ein erfindungsgemäßer Abfallbehälter für ein Schienenfahrzeug des Personenverkehrs umfasst wenigstens eine Abdeckklappe und einen Öffnungsmechanismus, mittels welchem Öffnungsmechanismus in einem Betriebszustand die Abdeckklappe aus einem geschlossenen Zustand, in welchem sie eine Öffnung des Abfallbehälters verschließt, in einen offenen Zustand, in welchem sie die Öffnung des Abfallbehälters frei gibt, bewegbar ist, wobei der Öffnungsmechanismus wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor umfasst. Im geschlossenen Zustand ist die Öffnung des Abfallbehälters durch die Abdeckklappe insbesondere vollständig verschlossen. Im offenen Zustand ist die Abdeckklappe zumindest teilweise geöffnet und die Öffnung des Abfallbehälters somit zumindest teilweise zum Einwurf von Abfall freigegeben. Die wenigstens eine Abdeckklappe ist entsprechend bewegbar am Abfallbehälter, beispielsweise an einem Gehäuse des Abfallbehälters, anordnet, beispielsweise um eine Achse drehbar gelagert, und so ausgebildet, dass sie durch eine auf sie einwirkende Kraft aus dem geschlossenen Zustand in den offenen Zustand bewegbar ist. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor ist insbesondere geeignet ausgebildet und angeordnet, um die Kraft zu bewirken und die Abdeckklappe aus dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand, insbesondere kraftbetätigt, zu bewegen.
202303581 Auslandsfassung Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor geeignet ausgebildet und in einem Betriebszustand des Öffnungsmechanismus‘ zur Abdeckklappe so angeordnet, dass er durch eine Biegung bei Anlegen einer elektrischen Spannung eine Kraft auf die Abdeckklappe im geschlossenen Zustand aufbringt, die ein Bewegen der Klappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewirkt und in einem Zustand frei von einer elektrischen Spannung eine Bewegung der Abdeckklappe aus dem offenen Zustand in den geschlossenen Zustand frei gibt. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor wirkt als Antrieb oder Stellglied des Öffnungsmechanismus zur automatisierten Öffnung der Abdeckklappe. Eine an den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor angelegte elektrische Spannung bewirkt eine Biegung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors, wodurch eine Kraft auf die Abdeckklappe aufgebracht wird, die eine Öffnung der Abdeckklappe bewirkt. Im gebogenen Zustand des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors wird die Abdeckklappe durch diesen offen gehalten. Frei von der Anlage einer elektrischen Spannung kehrt der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor in einen gestreckten Ruhezustand zurück, es wird somit eine Streckung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors bewirkt, und ein Schließen der Abdeckklappe ist zumindest freigegeben. Dabei kann ein Ende des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors fest, beispielsweise stoffschlüssig, mit einem relativ zur Abdeckklappe feststehenden Gehäuses verbunden sein. Das andere Ende kann ebenfalls mit der Abdeckklappe fest verbunden sein, so dass der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor auch ein Schließen der Abdeckklappe kraftbetätigt bewirkt, wenn er spannungsfrei geschaltet wird. Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist die Abdeckklappe geeignet ausgebildet und so angeordnet, dass sie in einem
202303581 Auslandsfassung Zustand frei von einer Anlage einer elektrischen Spannung am wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor aus dem offenen Zustand in den geschlossenen Zustand schwerkraftbedingt bewegbar ist. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor bringt zum Öffnen der Abdeckklappe entsprechend eine Kraft über seine Biegung entgegen der Schwerkraft auf die Abdeckklappe auf. Zusätzlich oder alternativ weist der Abfallbehälter, insbesondere der Öffnungsmechanismus des Abfallbehälters, weitergebildet wenigstens eine Feder auf, welche derart gegen die Abdeckklappe vorgespannt ist, dass sie in einem Zustand frei von einer Anlage einer elektrischen Spannung am wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor aus dem offenen Zustand in den geschlossenen Zustand federkraftbedingt bewegbar ist. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor wirkt zum Öffnen der Abdeckklappe entsprechend entgegen der Federvorspannung bzw. er bringt zum Bewegen der Abdeckklappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand eine Kraft über seine Biegung entgegen der Federkraft der wenigstens einen vorgespannten Feder auf. In beiden Fällen kehrt die Abdeckklappe im spannungsfreien und somit gestreckten Zustand des wenigstens einen Biegeaktors schwerkraftbedingt und/oder federkraftbedingt aus dem offenen in den geschlossenen Zustand zurück. Entsprechend könnte bei dem geschlossenen Zustand der Abdeckklappe auch von einem Ruhezustand gesprochen werden. So könnte beispielsweise die Abdeckklappe um eine horizontale Achse drehbar gelagert sein, wobei die Abdeckklappe im geschlossenen Zustand horizontal ausgerichtet ist und die Öffnung des Abfallbehälters, welche eine horizontale Ebene aufspannt, verschließt. Im offenen Zustand ist die Abdeckklappe entgegen der Schwerkraft durch den wenigstens einen Biegeaktor um die Achse gedreht und somit nach oben geklappt.
202303581 Auslandsfassung Gleichermaßen könnte die Abdeckklappe um eine horizontale Achse drehbar gelagert sein, wobei die Abdeckklappe im geschlossenen Zustand vertikal ausgerichtet ist und die Öffnung des Abfallbehälters, welche eine vertikale Ebene aufspannt, verschließt. In einer hängenden Ausführung mit der Achse im geschlossenen Zustand im oberen Bereich der Abdeckklappe, ist die Abdeckklappe im offenen Zustand entgegen der Schwerkraft durch den wenigstens einen Biegeaktor um die Achse gedreht und somit nach oben geklappt. Die Rückstellung der Abdeckklappe im spannungsfreien und somit gestreckten Zustand des wenigstens einen Biegeaktors in den geschlossenen Zustand erfolgt schwerkraftbedingt, kann aber auch durch Federkraft unterstützt sein. In einer stehenden Ausführung mit der Achse im geschlossenen Zustand im unteren Bereich der Abdeckklappe, ist die Abdeckklappe im offenen Zustand durch den wenigstens einen Biegeaktor um die Achse gedreht und somit nach unten geklappt. Die Rückstellung der Abdeckklappe im spannungsfreien und somit gestreckten Zustand des wenigstens einen Biegeaktors in den geschlossenen Zustand erfolgt entgegen der Schwerkraft federkraftbedingt. In beiden Ausführungsformen könnte die Abdeckklappe vom Abfallbehälter weg - nach außen – vom geschlossenen Zustand in den offenen Zustand geklappt werden oder die Abdeckklappe wird vorteilhaft zum Abfallbehälter hin - nach innen – vom geschlossenen Zustand in den offenen Zustand geklappt. Nach einer weiteren Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Öffnungsmechanismus so ausgebildet ist, dass die wenigstens eine Abdeckklappe manuell aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewegbar ist. Insbesondere in einem Zustand frei von einer Anlage einer elektrischen Spannung am wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor ist die Abdeckklappe manuell aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewegbar.
202303581 Auslandsfassung Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor ist entsprechend ausgebildet und in einem Betriebszustand des Öffnungsmechanismus‘ zur Abdeckklappe so angeordnet, dass er in einem Zustand frei von einer elektrischen Spannung eine Bewegung der Abdeckklappe aus dem geschlossenen Zustand in den offenen Zustand frei gibt. Wie oben bereits ausgeführt, ist die wenigstens eine Abdeckklappe ist entsprechend bewegbar am Abfallbehälter, beispielsweise an einem Gehäuse des Abfallbehälters, anordnet, beispielsweise um eine Achse drehbar gelagert, und so ausgebildet, dass sie durch eine auf sie einwirkende Kraft aus dem geschlossenen Zustand in den offenen Zustand bewegbar ist. Neben dem wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor, der geeignet ausgebildet und angeordnet sein kann, um die Kraft zu bewirken und die Abdeckklappe aus dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand zu bewegen, ist der Öffnungsmechanismus entsprechend so ausgebildet, dass die Kraft auch manuell auf die Abdeckklappe aufgebracht werden kann. Die Abdeckklappe lässt sich somit unabhängig vom wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor manuell öffnen. Vorteilhaft ist der Öffnungsmechanismus dabei so ausgebildet, dass die wenigstens eine Abdeckklappe frei von einer Verformung, insbesondere Biegung, des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors manuell aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewegbar ist. Die Abdeckklappe wird insbesondere nur entgegen der Schwer- und/oder der Federkraft bewegt, welche sie wiederum aus dem offenen in den geschlossenen Zustand zurückstellt. Der Öffnungsmechanismus ist ausgebildet und der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor ist, zumindest im Betriebszustand des Öffnungsmechanismus‘, so angeordnet, dass der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor in einem Zustand frei von einer elektrischen Spannung eine
202303581 Auslandsfassung Bewegung der Abdeckklappe aus dem geschlossenen Zustand in den offenen Zustand frei gibt. In einer Ausführungsform ist der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor frei von einer festen Verbindung mit der wenigstens einen Abdeckklappe. Dies kann sowohl stoffschlüssige Verbindungen, aber auch form- oder kraftschlüssige Verbindungen mit umfassen, sofern sie dazu führen, dass bei einer manuell bedingten oder ansonsten von außen bewirkten Bewegung der Abdeckklappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor, in einem Zustand frei von einer elektrischen Spannung, verformt, insbesondere gebogen, werden würde. Diese Verformung, insbesondere Biegung, wäre also in Folge einer von außen durch die feste Verbindung mit der Abdeckklappe und durch die Bewegung der Abdeckklappe auf den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor aufgebrachten Kraft bedingt. Bevorzugt erfolgt die Übertragung der auf die Abdeckklappe durch den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor bei angelegter Spannung aufgebrachten Kraft durch Anlage des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor an der Abdeckklappe. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor liegt, zumindest im Zustand einer Biegung hervorgerufen durch Anlage einer elektrischen Spannung und im Zustand der Abdeckklappe - abgesehen von Schwer- und/oder Federkräften - frei von weiteren äußeren Kräften, an der wenigstens einen Abdeckklappe an. Je nach Ausprägung kann dies auch als Kraft- oder Formschluss ausgeführt sein, doch ist dieser nur einseitig wirksam. Nur bei einer Biegung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors, insbesondere aufgrund einer angelegten Spannung, wird eine Kraft zwischen elektrisch betätigbarem Biegeaktor und Abdeckklappe übertragen und daraufhin eine Bewegung der Abdeckklappe aus dem
202303581 Auslandsfassung geschlossenen in den offenen Zustand bewirkt. Im umgekehrten Fall, also einer manuell bewirkten Bewegung der Abdeckklappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand wird keine Kraft zwischen dem wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor und der wenigstens einen Abdeckklappe übertragen; die Abdeckklappe wird vom wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor abgehoben. Realisiert wird dies beispielsweise bei einer im geschlossenen Zustand horizontal ausgerichteten Abdeckklappe dadurch, dass der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor im spannungsfreien Zustand parallel zur Abdeckklappe und damit ebenfalls horizontal ausgerichtet und im Bereich der Achse, um welche die Abdeckklappe drehbar am Gehäuse gelagert ist, angeordnet ist. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor biegt sich bei angelegter Spannung zur Abdeckklappe hin, so dass er an ihr anliegt und bei weiterer Biegung eine Kraft zur Öffnung der Abdeckklappe unmittelbar auf diese übertragt. Ist die Klappe nach innen zu öffnen, ist der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor oberhalb der Abdeckklappe und so angeordnet, dass er sich bei angelegter Spannung nach unten, zur Klappe hin biegt. Diese erfährt dadurch einen Druck in Richtung zum Abfallbehälter, insbesondere entgegen einer auf die Abdeckklappe wirkenden Federkraft, welche die Abdeckklappe aus dem offenen Zustand, bei spannungsfreiem Biegeaktor, wieder in den geschlossenen Zustand bewegt, so dass sie dadurch geöffnet wird. Gleichermaßen lässt sich die Abdeckklappe auch durch manuellen Druck öffnen, bei spannungsfreiem Biegeaktor, der dann nicht an der Abdeckklappe anliegt und sie daher frei gibt. Analog kann der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor auch im Bereich der Achse angeordnet unterhalb der Abdeckklappe sein, welche nach außen öffnet. Er biegt sich entsprechend nach oben. Die Abdeckklappe kehrt schwerkraftbedingt aus dem offenen in den geschlossenen Zustand zurück, sobald der Biegeaktor frei von einer elektrischen Spannung ist. Auch in
202303581 Auslandsfassung dieser Variante ließe sich die Abdeckklappe bei spannungsfreiem Biegeaktor manuell öffnen, ohne eine Kraft auf den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor auszuüben. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Abdeckklappe um eine horizontale Achse drehbar gelagert, wobei die Abdeckklappe im geschlossenen Zustand vertikal ausgerichtet ist und die Öffnung des Abfallbehälters, welche eine vertikale Ebene aufspannt, verschließt, wobei die Abdeckklappe wenigstens eine Lasche zur Anlage des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors aufweist, welche Lasche einen Winkel zur Abdeckklappe aufweist, der zumindest gleich groß wie ein vorgegebener Öffnungswinkel der Abdeckklappe ist. Die Lasche kann aus der Abdeckklappe ausgeformt sein, beispielsweise ist die Abdeckklappe als metallisches Biegeteil ausgebildet oder aus einem Kunststoff, beispielsweise als Gussteil, hergestellt, oder die Lasche ist mit der Abdeckklappe fest verbunden. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor ist so zur Lasche ausgerichtet, dass er bei angelegter elektrischer Spannung und dadurch hervorgerufener Biegung an der Lasche anliegt, um eine Kraft auf die Lasche der Abdeckklappe aufzubringen, die die Abdeckklappe aus dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand bewegt. In einer hängenden Ausführung mit der Achse im geschlossenen Zustand im oberen Bereich der Abdeckklappe, ist die Abdeckklappe im offenen Zustand entgegen der Schwerkraft durch den wenigstens einen Biegeaktor um die Achse gedreht und somit nach oben geklappt. Die Rückstellung der Abdeckklappe im spannungsfreien und somit gestreckten Zustand des wenigstens einen Biegeaktors in den geschlossenen Zustand erfolgt schwerkraftbedingt, kann aber auch durch Federkraft unterstützt sein. Die wenigstens eine Lasche weist einen Winkel zur Ebene der Abdeckklappe im geschlossenen Zustand auf und kann nach innen in den Abfallbehälter hinein ragen.
202303581 Auslandsfassung Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor ist so zur wenigstens einen Lasche ausgerichtet, dass er sich bei angelegter elektrischer Spannung zur Lasche hin biegt und die Lasche angreift, um eine Kraft auf die Lasche der Abdeckklappe aufzubringen, die die Abdeckklappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewegt. Beträgt der Biegewinkel zwischen Abdeckklappe und Lasche zwischen Null und 90° und öffnet sich die Klappe nach innen, biegt sich der Biegeaktor mit einem Richtungsanteil nach oben und er ist von der Abdeckklappe aus gesehen, hinter der Lasche angeordnet. Öffnet sich die Klappe dagegen nach außen bei einem Biegewinkel zwischen der Abdeckklappe und der Lasche zwischen Null und 90°, biegt sich der Biegeaktor mit einem Richtungsanteil nach unten und er ist von der Abdeckklappe aus gesehen, vor der Lasche angeordnet. Bei Biegewinkeln größer 90° sind Ausrichtung und Biegerichtung umgekehrt. Zur Verdeutlichung der Ausrichtung der Lasche zur Abdeckklappe wird hier der Begriff des Biegewinkels genutzt, ohne dass die Abdeckklappe zwingend als Biegeteil ausgeführt sein muss. Eine Abkantung am Rand eines Blechs mit einem Biegewinkel von 90° wird als Stehfalz bezeichnet. Eine Biegung am Rand eines Blechs mit einem Biegewinkel von 180° wird als Umschlag bezeichnet. In einer stehenden Ausführung mit der Achse im geschlossenen Zustand im unteren Bereich der Abdeckklappe, ist die Abdeckklappe im offenen Zustand entgegen einer Federkraft durch den wenigstens einen Biegeaktor um die Achse gedreht und somit nach oben geklappt. Die Rückstellung der Abdeckklappe im spannungsfreien und somit gestreckten Zustand des wenigstens einen Biegeaktors in den geschlossenen Zustand erfolgt federkraftbedingt. Die wenigstens eine Lasche weist einen Winkel zur Ebene der Abdeckklappe im geschlossenen Zustand auf und kann nach innen in den Abfallbehälter hinein ragen. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor ist so zur wenigstens einen Lasche ausgerichtet, dass er sich bei angelegter elektrischer Spannung zur Lasche hin biegt und
202303581 Auslandsfassung die Lasche angreift, um eine Kraft auf die Lasche der Abdeckklappe aufzubringen, die die Abdeckklappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewegt. Beträgt der Biegewinkel zwischen Abdeckklappe und Lasche zwischen Null und 90° und öffnet sich die Klappe nach innen, biegt sich der Biegeaktor mit einem Richtungsanteil nach unten und er ist von der Abdeckklappe aus gesehen, hinter der Lasche angeordnet. Öffnet sich die Klappe dagegen nach außen bei einem Biegewinkel zwischen der Abdeckklappe und der Lasche zwischen Null und 90°, biegt sich der Biegeaktor mit einem Richtungsanteil nach oben und er ist von der Abdeckklappe aus gesehen, vor der Lasche angeordnet. Bei Biegewinkeln größer 90° sind Ausrichtung und Biegerichtung umgekehrt. Auch hier wurde nur zur Verdeutlichung der Ausrichtung der Lasche zur Abdeckklappe der Begriff des Biegewinkels genutzt, ohne dass die Abdeckklappe zwingend als Biegeteil ausgeführt sein muss. Die letzten hier beschriebenen Ausführungsformen ermöglichen die manuelle Öffnung der Abdeckklappe frei von einer Biegung des einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors. Weitergebildet umfasst der Abfallbehälter eine Steuereinrichtung zur Steuerung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors. Die Steuereinrichtung ist geeignet ausgebildet, eine Spannung an den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor anzulegen, die ausreichend ist, eine Biegung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors zu bewirken, um die Abdeckklappe aus dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand zu bewegen. Die Steuereinrichtung kann dabei eine elektrische Energiequelle, eine Spannungs- und/oder Stromquelle, umfassen oder sie ist ausgebildet, die am wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor angelegte Spannung einer externen elektrischen Energiequelle, die mit dem wenigstens einen
202303581 Auslandsfassung elektrisch betätigbaren Biegeaktor z.B. über einen elektrischen Leiter verbunden ist, zu steuern. Die Steuerungseinheit ist geeignet ausgebildet zur Ansteuerung des elektrisch betätigbaren Biegeaktors. Sie umfasst eine entsprechende Logik, in der Regel zum Öffnen, Halten und Schließen der Abdeckklappe. Dabei sollte auch eine Gefährdung, z.B. durch ein Klemmen der Finger, durch eine Fehlbedienung minimiert werden. Diese Ansteuerung muss den spezifischen elektrischen Vorgaben des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors entsprechen. Die Steuerungseinheit ist entsprechend auf den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors abgestimmt ausgebildet. Hierzu wird eine geregelte Energieabgabe benötigt. Diese Ansteuerung muss somit zeitlich und leistungsbegrenzend den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors ansteuern können. Hierbei gilt Energie = Leistung x Zeit. Eine zu hohe und zu kontinuierliche Energieabgabe kann zu einer Überhitzung und einer Zerstörung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors führen. Um eine energetisch gesicherte Ansteuerung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors zu gewährleisten, kann statt einer elektronischen Ansteuerung die definierte Ladungsmenge eines Kondensators genutzt werden. Dieser stellt die zur sicheren Öffnung der Abdeckklappe entsprechende Energiemenge zur Verfügung und hat durch eine endliche Kapazität (As/V) auch eine Schutzfunktion für den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor. Dieser wird aufgrund der sich stetig verringerten Ladungsmenge des Kondensators vor Überlastung schützt. Es findet eine Energieverlagerung vom Kondensator zum elektrisch betätigbaren Biegeaktor statt, wobei die Energie im elektrisch betätigbaren Biegeaktor in Wärme umgewandelt wird. Da der Energiefluss mit zunehmender Zeit abnimmt, kommt es bei richtiger Auslegung des Kondensators zu keiner Überhitzung des elektrisch betätigbaren Biegeaktor da diese
202303581 Auslandsfassung sich stetig verringert. Bei der Auslegung des Kondensators müssen lediglich die Energiemenge und die Zeit der Entladung ermittelt werden, um eine entsprechende Öffnung in gewünschter Zeit zu gewährleisten. Somit ergibt sich statt einer aufwendigen elektronischen Ansteuerung eine einfache Relaisschaltung. Dies kann ein Wechsler sein. Auch kann ein Missbrauch der Klappenfunktion, beispielsweise durch mehrfache Betätigung der automatischen Öffnungsfunktion durch einen Benutzer, verhindert werden, indem der Nach-Ladestrom des Kondensators so weit begrenzt wird, dass nur eine begrenzende Anzahl an Öffnungsanforderungen zu Verfügung stehen. Der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor umfasst weitergebildet ein Bimetall oder eine Formgedächtnislegierung. Die Formgedächtnislegierung wird elektrisch aktiviert, durch Anlage einer elektrischen Spannung. Das Bimetall reagiert auf Wärme, die durch elektrischen Eigen- oder Fremdwiderstand erzeugt wird. Dadurch wird auch das Bimetall elektrisch aktiviert, durch Anlage der elektrischen Spannung. Ein Fremdwiderstand ist beispielsweise ein auf dem Bimetall angeordneter und mit diesem verbundener elektrischer Widerstand, der als Widerstandsheizung für das Bimetall fungiert. Der Öffnungsmechanismus mit dem wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor bietet verschiedene Vorteile. So wird von diesem nur ein vergleichsweise geringer Bauraum eingenommen. Die einfache Konstruktion erfordert weniger Bauraum und spart Gewicht. Dennoch lässt sich der Abfallbehälter berührungsfrei öffnen und verhindert somit die Übertragung von Viren oder Bakterien durch Fahrgäste. Überdies ist eine einfache Konstruktion mit wenig bewegten Teile ermöglicht. Dies geht einher mit geringerem Verschleiß und weniger Wartungsaufwand. Die elektrische Ansteuerung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors kann bei entsprechender Auslegung minimiert werden. Der
202303581 Auslandsfassung Gesamtenergieverbrauch der automatischen Abdeckklappe wird gegenüber konventionellen Lösungen reduziert. Die Konstruktion ermöglicht trotzdem ein händisches Bedienen, welche z.B. für den Havariefall benötigt wird. Gemäß einer weiteren Weiterbildung umfasst der Öffnungsmechanismus wenigstens einen thermisch betätigbaren Biegeaktor, wobei der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor ausgebildet ist, den Öffnungsmechanismus aus dem Betriebszustand in einen Notzustand zu stellen, wobei der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor im Notzustand des Öffnungsmechanismus‘ zur Abdeckklappe so angeordnet ist, dass die Abdeckklappe frei von einer durch den wenigstens eine elektrisch betätigbaren Biegeaktor aufgebrachten Kraft bei Anlegen einer elektrischen Spannung durch eine dadurch bewirkte Biegung ist. Der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor ist ausgebildet, sich unter äußerer thermischer Einwirkung zu verformen, insbesondere sich bei höheren Temperaturen zu biegen und sich bei niedrigeren Temperaturen zu strecken. Er könnte auch als wärme- oder hitzebetätigt bezeichnet werden. Er ist überdies ausgebildet und im Öffnungsmechanismus, beispielsweise zur Abdeckklappe, angeordnet, durch eine durch äußere Hitzeeinwirkung bewirkte Biegung eine Kraft auf den Öffnungsmechanismus, beispielsweise unmittelbar auf die Abdeckklappe, aufzubringen, um den Öffnungsmechanismus aus dem Betriebszustand in den Notzustand zu stellen. Im Notzustand des Öffnungsmechanismus wird auch durch eine bei Anlegen einer elektrischen Spannung am elektrisch betätigbaren Biegeaktor bewirkte Biegung des elektrisch betätigbaren Biegeaktors keine Kraft auf die Abdeckklappe aufgebracht, die eine Bewegung der Abdeckklappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewirkt. Der unter äußerer Wärmeeinwirkung betätigte thermisch betätigbare Biegeaktor bewirkt somit eine Unterbrechung der
202303581 Auslandsfassung Öffnung der Abdeckklappe mittels dem wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors. Vorteilhafterweise ist eine manuelle Öffnung der Abdeckklappe auch im Notzustand nicht blockiert, doch der Öffnungsmechanismus ist im Notzustand so ausgebildet, dass die Abdeckklappe frei von einer durch den wenigstens eine elektrisch betätigbaren Biegeaktor aufgebrachten Kraft bei Anlegen einer elektrischen Spannung durch eine dadurch bewirkte Biegung ist - im geschlossenen wie auch im offenen Zustand. Die Abdeckklappe wird im Havariefall (beispielsweise ein Feuer im Behälter) beispielsweise durch eine Drehfeder verschlossen gehalten. Im Gegensatz zum wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor, der mit einer elektrischen Energiequelle (Spannungs- und/oder Stromquelle), z.B. über einen elektrischen Leiter, verbunden ist, ist der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor frei von einer Verbindung mit einer elektrischen Energiequelle sowie frei von einer unmittelbaren Verbindung zu einem technischen Wärmeerzeuger, d.h. zu einer dazu vorgesehenen thermischen Energiequelle. Unter einem technischen Wärmeerzeuger wird hier eine technische Anlage verstanden, die ausgebildet ist, dem thermisch betätigbaren Biegeaktor, insbesondere gezielt, Wärmeenergie zuzuführen. Fürderhin kann der Abfallbehälter frei von einem technischen Wärmeerzeuger, wie beispielsweise einem Wärmegerät, einer Heizung oder einer sonstigen technischen thermischen Energiequelle, sein. Eine Heizung zur Erwärmung des Innenraums eines Schienenfahrzeugs, in welchem sich der Abfallbehälter befinden kann, beispielsweise in einer Sanitärzelle des Schienenfahrzeugs, soll hingegen nicht darunterfallen, da diese im Regelbetrieb nicht ausreichend Wärme zur Betätigung des wenigstens einen thermisch betätigbaren Biegeaktor bereitstellt.
202303581 Auslandsfassung Der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor ist vielmehr für den Brandfall vorgesehen. Sollte es im Innenraum des Schienenfahrzeugs, beispielsweise der Sanitärzelle, in welchem der Abfallbehälter angeordnet ist, zu einem Brand kommen, wird durch die geschlossene Abdeckklappe ein Übergreifen des Brandes auf den Inhalt des Abfallbehälters verhindert oder zumindest verzögert. Umgekehrt wird im Falle eines Brandes des Inhalts des Abfallbehälters der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor durch die Brandhitze betätigt, wodurch die Abdeckklappe geschlossen ist, selbst bei Betätigung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors, beispielsweise durch eine, insbesondere durch den Brand ausgelöste, Fehlansteuerung oder durch einen, insbesondere durch den Brand ausgelösten, Kurzschluss, wodurch ein Übergreifen der Flammen auf den Innenraum des Schienenfahrzeugs, beispielsweise der Sanitärzelle, in welchem der Abfallbehälter angeordnet ist, verhindert oder zumindest verzögert wird. Nach einer weiteren Weiterbildung ist der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor ausgebildet und so zur Abdeckklappe angeordnet, dass er unter äußerer Hitzeeinwirkung und durch eine dadurch bewirkte Biegung eine Kraft auf die Abdeckklappe im Betriebszustand des Öffnungsmechanismus‘ aufbringt, die ein Bewegen der Abdeckklappe aus einer Betriebsstellung in eine Notstellung bewirkt. In diesem Fall ist der Öffnungsmechanismus im Betriebszustand, wenn sich die Abdeckklappe in der Betriebsstellung befindet und der Öffnungsmechanismus ist im Notzustand, wenn sich die Abdeckklappe in der Notstellung befindet. In der Betriebsstellung der Abdeckklappe kann der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor bei Anlegen einer elektrischen Spannung durch eine dadurch bewirkte Biegung eine Kraft auf die Abdeckklappe im geschlossenen Zustand aufbringen, die ein Bewegen der Abdeckklappe aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewirkt. Sowohl in der Betriebsstellung als auch in der Notstellung der Abdeckklappe
202303581 Auslandsfassung gibt der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor in einem Zustand frei von einer elektrischen Spannung eine Bewegung der Abdeckklappe aus dem offenen Zustand in den geschlossenen Zustand frei. In der Notstellung der Abdeckklappe kann, wie oben bereits ausgeführt, die Abdeckklappe selbst bei Anlegen einer elektrischen Spannung und einer dadurch bewirkten Biegung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors aus dem offenen Zustand in den geschlossenen Zustand selbstständig, insbesondere schwerkraftbedingt und/oder federkraftbedingt, zurückkehren, da der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor im gebogenen Zustand keine Kraft auf die Abdeckklappe ausübt und die Bewegung der Abdeckklappe in der Notstellung aus dem offenen Zustand in den geschlossenen Zustand daher freigegeben ist. In einem Betriebsmodus des Abfallbehälters ist der Öffnungsmechanismus im Betriebszustand, und die Abdeckklappe gemäß obiger Ausführungsform in Betriebsstellung, welche sowohl den offenen Zustand und den geschlossenen Zustand der Abdeckklappe umfasst. In einem Notfallmodus des Abfallbehälters ist der Öffnungsmechanismus im Notzustand, und die Abdeckklappe gemäß obiger Ausführungsform in Notstellung, welche ebenfalls sowohl den offenen Zustand – dann jedoch nur manuell bewirkt - und den geschlossenen Zustand der Abdeckklappe, der technisch bedingt bewirkt ist, umfassen kann. Insofern befindet sich die Abdeckklappe im geschlossenen Zustand, sowohl in Notstellung als auch in Betriebsstellung in einem sogenannten Ruhezustand. So ist die Abdeckklappe nach einer weiteren Weiterbildung um eine Achse drehbar gelagert und entlang der Achse axial zwischen der Betriebsstellung und der Notstellung verschiebbar ausgebildet. Der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor ist entsprechend dieser Weiterbildung ausgebildet und zur Abdeckklappe so angeordnet, dass er durch eine durch äußere Hitzeeinwirkung bewirkte Biegung eine Kraft
202303581 Auslandsfassung auf die Abdeckklappe aufbringt, die ein Verschieben der Abdeckklappe parallel zu der Achse aus der Betriebsstellung in die Notstellung bewirkt und in einem Zustand frei von einer äußeren Hitzeeinwirkung und somit frei von einer Biegung eine Bewegung der Abdeckklappe aus der Notstellung in die Betriebsstellung frei gibt. Insbesondere ist die Abdeckklappe um eine Achse drehbar gelagert und weist wenigstens eine Lasche zur Anlage des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors in der Betriebsstellung der Abdeckklappe auf, welche Lasche fürderhin insbesondere einen Winkel zur Abdeckklappe aufweisen kann, der zumindest gleich groß wie ein vorgegebener Öffnungswinkel der Abdeckklappe um die Achse zwischen dem geschlossenen und dem offenen Zustand der Abdeckklappe ist. In der Betriebsstellung der Abdeckklappe ist der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor so zur Lasche ausgerichtet, dass er bei angelegter elektrischer Spannung und dadurch hervorgerufener Biegung an der Lasche anliegt, um eine Kraft auf die Lasche der Abdeckklappe aufzubringen, die die Abdeckklappe aus dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand bewegt. In der Notstellung der Abdeckklappe hingegen ist die wenigstens eine Lasche der Abdeckklappe zum wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor versetzt ausgerichtet und damit so angeordnet, dass bei angelegter elektrischer Spannung und dadurch hervorgerufener Biegung der wenigstens eine elektrisch betätigbare Biegeaktor frei ist von einer Anlage an der wenigstens einen Lasche. Es kann in der Notstellung der Abdeckklappe keine Kraft vom wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor auf die wenigstens eine Lasche übertragen werden. Gemäß einer Ausführungsform weist der Abfallbehälter, insbesondere der Öffnungsmechanismus des Abfallbehälters, weitergebildet wenigstens eine Feder auf, welche derart gegen die Abdeckklappe vorgespannt ist, dass sie in einem Zustand
202303581 Auslandsfassung frei von einer thermisch bedingten Biegung des wenigstens einen thermisch betätigbaren Biegeaktors aus der Notstellung in die Betriebsstellung federkraftbedingt bewegbar ist. Der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor wirkt zum Verschieben der Abdeckklappe aus der Betriebsstellung in die Notstellung entsprechend entgegen die Federvorspannung bzw. er bringt zum Verschieben der Abdeckklappe aus der Betriebsstellung in die Notstellung eine Kraft über seine Biegung entgegen der Federkraft der wenigstens einen vorgespannten Feder auf. Weitergebildet umfasst der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor ein Bimetall oder eine Formgedächtnislegierung. Der wenigstens eine thermisch betätigbare Biegeaktor biegt sich bei höheren Temperaturen und streckt sich bei niedrigeren Temperaturen. Das Bimetall oder die Formgedächtnislegierung wird entsprechend durch Wärme aktiviert, insbesondere bei Einwirkung von äußerer Wärme. Ein Vorteil des derart ausgebildeten Öffnungsmechanismus liegt in der sich aus Brandschutzgründen selbständig verschließenden Abdeckklappe. Ein Schienenfahrzeug des Personenverkehrs umfasst wenigstens einen erfindungsgemäßen Abfallbehälter. Dieser kann beispielsweise in einer Sanitärzelle des Schienenfahrzeugs angeordnet sein. Beispielsweise ist er in einen Waschtisch oder einen Waschbeckenunterschrank integriert. Weitergebildet umfasst das Schienenfahrzeug eine Steuereinrichtung zur Steuerung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors. Die Steuereinrichtung ist geeignet ausgebildet, eine Spannung an den wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktor anzulegen, die ausreichend ist, eine Biegung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors zu bewirken, um die Abdeckklappe aus
202303581 Auslandsfassung dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand zu bewegen. Die Steuereinrichtung ist dann nicht zwingend Teil des Abfallbehälters, sondern im Schienenfahrzeug, insbesondere verdeckt durch eine Abdeckung hinter dieser im Schienenfahrzeug, beispielsweise in der Sanitärzelle des Schienenfahrzeugs, angeordnet. Darüber hinaus kann ein Taster oder ein berührungslos betätigbarer Sensor zur Auslösung der Biegung des wenigstens einen elektrisch betätigbaren Biegeaktors vorgesehen sein, der mit der Steuereinrichtung gekoppelt ist. Der Taster oder berührungslos betätigbare Sensor können vorteilhaft in der Nähe, insbesondere in unmittelbarer Umgebung, des Abfallbehälters angeordnet sein. Auch der Taster oder der berührungslos betätigbare Sensor können in den Waschtisch oder den Waschbeckenunterschrank integriert sein. Als berührungslose Sensoren sind sogenannte Näherungssensoren bekannt geworden, die herkömmlicherweise mittels Radar, Infrarot, Mikrowellen oder Ultraschall arbeiten. Auch pyroelektrische Sensoren können entsprechend eingesetzt werden. Des Weiteren sollen auch Gestenerkennungsmodule bzw. Gestensteuerungen zum Empfang und Auswertung von Gesten oder Spracherkennungsmodule bzw. Sprachsteuerungen zum Empfang und Auswertung von gesprochenen Befehlen als berührungslose Sensoren mit umfasst gelten. Der Taster kann als einfacher elektrischer Schalter ausgebildet sein. Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Sie wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert, in denen jeweils ein Ausgestaltungsbeispiel dargestellt ist. Gleiche Elemente in den Figuren sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Fig. 1 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Abfallbehälter mit geschlossener Abdeckklappe,
202303581 Auslandsfassung Fig. 2 zeigt schematisch den Abfallbehälter aus Fig. 1 mit geöffneter Abdeckklappe, Fig. 3 zeigt schematisch den Abfallbehälter aus Fig. 1 mit geschlossener Abdeckklappe im Brandfall. In Fig. 1 ist schematisch eine Ausprägung eines erfindungsgemäßen Abfallbehälters 1 für ein Schienenfahrzeug des Personenverkehrs von innen in dreidimensionaler Ansicht dargestellt. Der Abfallbehälter 1 umfasst eine Abdeckklappe 2, die hier eine Öffnung 4 zum Einwurf von Abfall in den Abfallbehälter 1 verschließt. In Fig. 2 ist die Abdeckklappe 2 offen veranschaulicht. Zum Öffnen des Abdeckklappe 2 ist ein Öffnungsmechanismus 3 vorgesehen, mittels welchem die Abdeckklappe 2 automatisiert aus einem geschlossenen Zustand gemäß Fig. 1, in welchem sie die Öffnung 4 des Abfallbehälters 1 verschließt, in einen offenen Zustand gemäß Fig. 2, in welchem sie die Öffnung 4 des Abfallbehälters 1 zumindest teilweise zum Einwurf von Abfall frei gibt, bewegbar ist. In den hier gezeigten Ausführungsbeispielen umfasst der Öffnungsmechanismus eine Achse 7, um die die Abdeckklappe 1 schwenkbar und somit nach innen, in den Abfallbehälter 1 öffenbar ist. Die Abdeckklappe 2 ist auch manuell durch Druck von außen auf die Abdeckklappe 2 zu öffnen. Der Öffnungsmechanismus 3 ist in den Fig. 1 und 2 in einem Betriebszustand veranschaulicht. Nur im Betriebszustand kann die Abdeckklappe 2 automatisch mittels des Öffnungsmechanismus‘ 3 geöffnet werden, wofür der Öffnungsmechanismus 3 elektrische betätigbare Biegeaktoren 5 umfasst. Diese sind über eine Steuereinrichtung ansteuerbar und insbesondere berührungslos, oder beispielsweise über
202303581 Auslandsfassung einen Fußtaster, welcher mit der nicht gezeichneten Steuereinrichtung verbunden ist, auslösbar. Die elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5 sind ausgebildet und im Betriebszustand des Öffnungsmechanismus‘ 3 zur Abdeckklappe 2 so angeordnet, dass sie unter Anlage einer elektrischen Spannung an die elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5 durch eine dadurch bewirkte Biegung eine Kraft auf die Abdeckklappe 2 im geschlossenen Zustand aufbringen, die ein Bewegen der Abdeckklappe 2 aus dem geschlossenen in den offenen Zustand bewirkt und in einem Zustand frei von einer elektrischen Spannung eine Bewegung der Abdeckklappe 2 aus dem offenen Zustand in den geschlossenen Zustand frei geben. Hier verläuft die Achse 7 horizontal und die Abdeckklappe 2 ist hängend um die Achse 7 drehbar gelagert. Aus dem offenen Zustand kehrt die Abdeckklappe 2 somit, ohne äußere Krafteinwirkung, schwerkraftbedingt in den geschlossenen Zustand zurück. Die Abdeckklappe 2 ist in ihrem oberen Bereich mit Laschen 8, oder Stehbolzen, welche fest mit der Achse verbunden sind (nicht dargestellt), versehen. Die Laschen 8 stehen auf der Abdeckklappe 2 im Bereich der Achse 7 mit einem Winkel zur Ebene der Abdeckklappe 2, der zumindest gleich groß wie ein vorgegebener Öffnungswinkel der Abdeckklappe 2 um die Achse 7 zwischen dem geschlossenen und dem offenen Zustand der Abdeckklappe 2 ist. Die Laschen 8 dienen zur Anlage der elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5. Die Biegeaktoren 5 sind im Betriebszustand und frei von einer Anlage einer elektrischen Spannung, also im gestreckten Zustand, vertikal ausgerichtet, wobei sie oberhalb der Abdeckklappe 2 an festen Enden fest mit dem Gehäuse des Abfallbehälters 1 verbunden sind. Ihr freie Enden sind im Betriebszustand im Bereich der Laschen 8 angeordnet,
202303581 Auslandsfassung so dass sie bei angelegter elektrischer Spannung und dadurch hervorgerufener Biegung an den Laschen 8 anliegen, um eine Kraft auf die Laschen 8 der Abdeckklappe 2 aufzubringen, die die Abdeckklappe 2 aus dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand um die Achse 7 bewegt. Eine horizontale oder ähnliche Anordnung der Aktoren, mit entsprechender Ausrichtung der Laschen/Stehbolzen auf der Achse ist ebenfalls möglich. Ein thermisch betätigbarer Biegeaktor 6 ist ebenfalls an einem festen Ende fest mit dem Gehäuse des Abfallbehälters 1 verbunden. Auch er ist analog zu den elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5 hängend angeordnet, so dass er im gestreckten Zustand vertikal ausgerichtet ist und mit seinem freien Ende an einer weiteren Lasche 10 an der Abdeckklappe 2 angreifen kann. Er ist jedoch um 90° zu den elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5 gedreht, so dass er sich bei äußerer Hitzeeinwirkung mit einem Richtungsanteil parallel zur Achse 7 biegt. Die Abdeckklappe 2 ist nicht nur um die Achse 7 drehbar, sondern auch entlang der Achse 7 verschiebbar. Mittels einer Feder 9 ist sie jedoch so vorgespannt, dass sie sich frei von weiteren äußeren Kräften im dargestellten Betriebszustand befindet. Sie ist sozusagen gegen den Betriebszustand vorgespannt. Der thermische Biegeaktor 6 bewirkt nun bei einer Biegung eine Kraft auf die Lasche 10 entgegen der Vorspannung der Feder 9 und somit eine Stellung des Öffnungsmechanismus‘ 3 aus dem Betriebszustand in einen Notzustand. Die Abdeckklappe 2 ist im Notzustand entgegen der Vorspannung der Feder 9 axial zur Achse 7 verschoben, so dass die elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5 nicht mehr an den Laschen 8 zur Anlage kommen können.
202303581 Auslandsfassung Fig. 3 skizziert den Abfallbehälter 1 aus den vorherigen Figuren nun in einem Notzustand. Im Notzustand ist eine Öffnung der Abdeckklappe 2 nicht grundsätzlich blockiert, sie ist immer noch manuell zu öffnen, doch sind die elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5 im Notzustand des Öffnungsmechanismus‘ 3 zur Abdeckklappe so angeordnet, dass sie bei Anlegen einer elektrischen Spannung und durch eine dadurch bewirkte Biegung keine Kraft mehr auf die Abdeckklappe 2 im geschlossenen Zustand aufbringen. Die Abdeckklappe 2 ist im Notzustand frei von einer Kraftübertragung durch Biegung elektrisch betätigbaren Biegeaktoren 5 auf die Abdeckklappe 2. Streckt sich der thermisch betätigbare Biegeaktor 6 wieder, so kehrt die Abdeckklappe 2 aufgrund der Vorspannung der Feder 9 aus dem Notzustand in den Betriebszustand zurück. Die erfindungsgemäße Lösung vereinigt gestiegene Hygieneanforderungen in Schienenfahrzeugen, indem sich der Abfallbehälter berührungslos öffnen lässt, und Brandschutzanforderungen mit einer sich wieder selbständig verschließenden Abdeckklappe 2. Überdies umfasst der Antrieb der Abdeckklappe 2 relativ wenige Bauteile und unterliegt geringem Verschleiß, was zu einer einfachen Wartung beiträgt. Die einfache Konstruktion erfordert weniger Bauraum und spart Gewicht. Die elektrische Ansteuerung der elektrisch betätigbaren Biegeaktoren kann bei entsprechender Auslegung minimiert werden. Der Gesamtenergieverbrauch der automatischen Abdeckklappe 2 wird gegenüber konventionellen Lösungen reduziert. Die Konstruktion ermöglicht trotzdem ein händisches Bedienen, welche z.B. für den Havariefall benötigt wird. Weiterer Vorteil ist ein deutlich reduzierter Lärmpegel.