Klemmkörper, Anschlussanordnung und Anschlussklemme
Die Erfindung betrifft einen Klemmkörper zur Aufnahme eines anzuschließenden Leiters. Weiter betrifft die Erfindung eine Anschlussanordnung mit einem derartigen Klemmkörper und eine Anschlussklemme mit einer derartigen Anschlussanordnung.
Klemmkörper sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Zwischen den Klemmkörpern gibt es zwei grundsätzliche Unterschiede in der Herstellung. Bei dem ersten Herstellungsverfahren wird der Klemmkörper aus einem Flachband gestanzt und gebogen, bei dem zweiten Herstellungsverfahren wird der Klemmkörper aus einem gezogenen Drahtmaterial mittels Räumen gefertigt. Die Herstellung durch Stanzen und Biegen hat den Vorteil gegenüber der Herstellung durch Räumen, dass übliche Stanz-Biege-Maschinen verwendet werden können. Räummaschinen sind Sondermaschinen, welche zunächst angeschafft werden müssen. Zudem ist damit die Herstellung eines Klemmkörpers durch Räumen technisch aufwendiger und zeitaufwendiger, was die Kosten gegenüber einem gebogenen Klemmkörper erhöht.
Am Markt bekannte Klemmkörper, welche durch Stanz-Biege-Verfahren hergestellt werden, sind zum Teil so gestaltet, dass zwei Laschen im Bereich des Durchganges der Klemmschraube aufeinander liegen. Dabei ist durch beide Laschen eine Durchgangsbohrung mit Gewinde, zur Aufnahme der Klemmschraube eingebracht. Vorteilig hierbei ist, dass sich die beiden Laschen gegeneinander bewegen können, was eine Verklemmung der Klemmschraube bewirkt, eine sogenannte Schraubenbremse. Damit wird verhindert, dass sich die eingeschraubte Klemmschraube selbstständig, z.B. bei Vibration, aus dem Klemmkörper herausdreht oder weiter hineindreht. Klemmkörper mit zwei aufeinander liegenden Laschen sind beispielsweise aus der DE 1 996 971 U und DE 3 149 948 A1 bekannt. Die Anzahl der tragenden Gewindegänge ist durch die zwei aufeinander liegenden Laschen relativ gering, weil aus Platz- und Kostengründen die Materialstärke des Flachbandes möglichst dünn gewählt wird. Die Gefahr, dass die Gewindegänge in den Laschen durch die aufgebrachte Schraub- bzw. Klemmkraft zerstört werden, ist somit sehr hoch. Andere, am Markt erhältliche, Klemmkörper besitzen aus diesen Gründen einen Gewindedurchzug in einer der Laschen. Dies vergrößert zum einen die Anzahl der tragenden Gewindegänge, zum anderen kann dann jedoch der Effekt der Verklemmung der Klemmschraube nicht mehr gegeben sein, wenn nur noch eine Lasche mit Gewinde ausgeführt ist, wie dies beispielsweise in der DE10 2011 051 231 A1 und der DE 20 2006
018 023 U1 vorgesehen ist. Dies macht eine zusätzliche Kontur z.B. im Isolierstoffgehäuse der Anschlussklemme notwendig, damit sich die Klemmschraube nicht selbsttätig aus dem Klemmkörper heraus oder hinein dreht. Zudem ist die Herstellung eines Gewindedurchzuges ein zusätzlicher Fertigungsaufwand, welcher nicht von jedem Hersteller gefertigt werden kann. Dies reduziert die Anzahl der Zulieferer und erhöht somit die Kosten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Klemmkörper, eine Anschlussanordnung sowie eine Anschlussklemme zur Verfügung zu stellen, welche sich durch eine erhöhte Sicherheit und Stabilität beim Anschließen eines Leiters bei gleichzeitig reduziertem Herstellungsaufwand auszeichnen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Der Klemmkörper gemäß der Erfindung weist eine Bodenwand, eine erste Seitenwand, eine der ersten Seitenwand gegenüberliegend angeordnete zweite Seitenwand, und einen der Bodenwand gegenüberliegend angeordneten Klemmschraubenaufnahmeabschnitt mit einer Einschrauböffnung zur Aufnahme einer Klemmschraube auf, wobei der Klemmschraubenaufnahmeabschnitt mittels eines ersten Laschenabschnitts, eines auf dem ersten Laschenabschnitt aufliegenden zweiten Laschenabschnitts und eines auf dem zweiten Laschenabschnitt aufliegenden dritten Laschenabschnitts geformt ist, wobei sich die Einschrauböffnung durch den ersten Laschenabschnitt, den zweiten Laschenabschnitt und den dritten Laschenabschnitt hindurch erstreckt.
Der erfindungsgemäße Klemmkörper zeichnet sich nunmehr dadurch aus, dass der Klemmschraubenaufnahmeabschnitt durch drei aufeinander liegenden Laschenabschnitten ausgebildet ist, wobei sich die Einschrauböffnung, in welcher eine Klemmschraube eingeschraubt wird, durch alle diese drei Laschenabschnitte erstreckt. Durch die drei aufeinander liegenden Laschenabschnitte kann der Klemmschraubenaufnahmeabschnitt eine größere Gesamtwanddicke aufweisen, wodurch eine besonders sichere Aufnahme einer Klemmschraube möglich ist. Dadurch kann eine vorteilhafte Höhe für die Aufnahme der Klemmschraube erreicht werden, wodurch wiederum eine sehr gute T ragkraft der Einschrauböffnung zur Aufnahme der Klemmschraube erreicht werden kann. Durch das
Vorsehen von drei aufeinander liegenden Laschenabschnitten wird eine erhöhte Eigenstabilität des Klemmkörpers erreicht, so dass keine zusätzlichen Konturen beispielsweise an einem den Klemmkörper umschließenden Isolierstoffgehäuse notwendig, um ein selbsttätiges Lösen der Klemmschraube aus der Einschrauböffnung des Klemmschraubenaufnahmeabschnitt zu verhindern. Dies reduziert den Herstellungsaufwand wesentlich. Der zweite Laschenabschnitt liegt vorzugsweise flächig auf dem ersten Laschenabschnitt auf und der dritte Laschenabschnitt liegt vorzugsweise flächig auf dem zweiten Laschenabschnitt auf. Der zweite Laschenabschnitt ist zwischen dem ersten Laschenabschnitt und dem dritten Laschenabschnitt angeordnet.
Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass der erste Laschenabschnitt und der dritte Laschenabschnitt einstückig miteinander ausgebildet sind, wobei an einem Übergangsbereich zwischen dem ersten Laschenabschnitt und dem dritten Laschenabschnitt eine Öffnung ausgebildet ist, durch welche der zweite Laschenabschnitt hindurchgeführt ist. Durch eine derartige Anordnung sind die drei Laschenabschnitte miteinander verschachtelt angeordnet. Eine unerwünschte Relativbewegung der Laschenabschnitte zueinander kann dadurch verhindert werden. Die Öffnung im Übergangsbereich zwischen dem ersten Laschenabschnitt und dem dritten Laschenabschnitt kann schlitzförmig ausgebildet sein. An dem Übergangsbereich sind der ersten Laschenabschnitt und der dritte Laschenabschnitt vorzugsweise einstückig miteinander verbunden. Der Übergangsbereich ist vorzugsweise in Form einer Biegung ausgebildet. Der erste Laschenabschnitt und der dritte Laschenabschnitt bilden zusammen mit dem Übergangsbereich vorzugsweise eine U- Form aus. Die zweite Laschenabschnitt kann in diese U-Form hineingebogen und hineingeführt sein, so dass der zweite Laschenabschnitt von der U-Form umgriffen sein kann. Die drei Laschenabschnitte sind vorzugsweise in einer Sandwichform miteinander angeordnet.
Der zweite Laschenabschnitt kann mit der ersten Seitenwand verbunden sein. Der zweite Laschenabschnitt kann dafür einstückig an einem Endabschnitt der ersten Seitenwand angebunden sein. Der erste Laschenabschnitt und der dritte Laschenabschnitt können hingegen mit der zweiten Seitenwand verbunden sein. Dabei ist vorzugsweise der erste Laschenabschnitt unmittelbar an einen Endabschnitt der zweiten Seitenwand einstückig angebunden. Der dritte Laschenabschnitt ist vorzugsweise mittelbar mit der zweiten Seitenwand über den ersten Laschenabschnitt verbunden. Der dritte Laschenabschnitt kann dafür an den ersten Laschenabschnitt einstückig angebunden sein. Der erste
Laschenabschnitt ist dann zwischen der zweiten Seitenwand und dem dritten Laschenabschnitt angeordnet.
Der zweite Laschenabschnitt ist bevorzugt in einem 90°-Winkel zu der ersten Seitenwand gebogen. Der zweite Laschenabschnitt erstreckt sich damit vorzugsweise in einem rechten Winkel zu der ersten Seitenwand. Der zweite Laschenabschnitt ist dann ausgehend von der ersten Seitenwand in Richtung der zweiten Seitenwand gebogen.
Der erste Laschenabschnitt ist bevorzugt in einem 90°-Winkel zu der zweiten Seitenwand gebogen. Der erste Laschenabschnitt erstreckt sich damit vorzugsweise in einem rechten Winkel zu der zweiten Seitenwand. Der erste Laschenabschnitt ist dann ausgehend von der zweiten Seitenwand in Richtung der ersten Seitenwand gebogen.
Der dritte Laschenabschnitt ist bevorzugt in einem 180°-Winkel zu dem ersten Laschenabschnitt gebogen. Ausgehend von der Anbindungsstelle bzw. dem Übergangsbereich des ersten Laschenabschnitts zu dem dritten Laschenabschnitt erstreckt sich damit der dritte Laschenabschnitt vorzugsweise wieder in Richtung der zweiten Seitenwand zurück. Damit erstreckt sich auch der dritte Laschenabschnitt vorzugsweise in einem rechten Winkel zu der zweiten Seitenwand.
Der erste Laschenabschnitt und der dritte Laschenabschnitt weisen vorzugsweise die gleiche Breite auf. Der zweite Laschenabschnitt unterscheidet sich hingegen vorzugsweise in seiner Breite von der Breite des ersten Laschenabschnitts und der Breite des dritten Laschenabschnitts. Der zweite Laschenabschnitt weist dabei vorzugsweise eine Breite auf, welche kleiner als die Breite des ersten Laschenabschnitts und kleiner als die Breite des dritten Laschenabschnitts ist.
Um eine definierte und stabile Positionierung der drei Laschenabschnitte zueinander auch insbesondere bei Vibrationen sicher gewährleisten zu können, kann der zweite Laschenabschnitt spielfrei auf dem ersten Laschenabschnitt aufliegen und der dritte Laschenabschnitt kann spielfrei auf dem zweiten Laschenabschnitt aufliegen. Die drei Laschenabschnitte können dann in einer Art Presspassung aufeinander aufliegen.
Um eine möglichst einfache Herstellung des Klemmkörpers erreichen zu können, kann der Klemmkörper aus einem gestanzten und gebogenen Flachbandmaterial ausgebildet
sein. Das Flachbandmaterial kann beispielsweise ein Stahlmaterial oder ein Kupfermaterial sein.
Die Einschrauböffnung kann durch Stanzen einer ersten Öffnung in den ersten Laschenabschnitt, einer zweiten Öffnung in den zweiten Laschenabschnitt und einer dritten Öffnung in den dritten Laschenabschnitt, einem anschließenden Positionieren der drei Laschenabschnitte durch Biegen aufeinander mit einer fluchtenden Anordnung der ersten Öffnung mit der zweiten Öffnung und der dritten Öffnung und einem anschließenden Einschneiden einer Gewindebohrung in die fluchtend aufeinander liegende erste Öffnung, zweite Öffnung und dritte Öffnung ausgebildet sein. Die Ausbildung der Einschrauböffnung kann damit in zwei Schritten erfolgen. Zunächst können bei dem Stanzen des Klemmkörpers aus dem Flachbandmaterial gleichzeitig die drei Öffnungen in den jeweiligen Laschenabschnitten aus dem Flachbandmaterial ausgestanzt werden. Nach dem Biegen des Klemmkörpers in seine Endform kann dann nach einer fluchtenden Positionierung der drei Öffnungen übereinander, in einem zweiten Schritt in diese drei Öffnungen das eigentliche Gewinde für die Aufnahme der Klemmschraube eingeschnitten werden. Die Gewindebohrung kann damit in allen drei Öffnungen der drei Laschenabschnitte eingebracht und ausgebildet sein. Auf das Vorsehen eines Gewindedurchzugs kann dann verzichtet werden. Durch eine derartige Ausbildung der Einschrauböffnung kann diese eine Schraubenbremse und damit eine Verklemmung der Klemmschraube sicher gewährleisten, um ein ungewolltes Lösen der Klemmschraube aus der Einschrauböffnung verhindern zu können.
Die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe erfolgt weiter mit einer Anschlussanordnung, welche einen Klemmkörper, eine in die Einschrauböffnung des Klemmkörpers aufgenommene Klemmschraube und einen in den Klemmkörper eingelegten Strombalken aufweist, wobei der Klemmkörper wie vorstehend beschrieben, aus- und weitergebildet ist. Ein anzuschließender Leiter kann in den Klemmkörper eingeführt werden und innerhalb des Klemmkörpers mittels der Klemmschraube gegen den Strombalken geklemmt und damit angeschlossen sein.
Weiter erfolgt die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe mit einer Anschlussklemme, welche ein Gehäuse und mindestens eine in dem Gehäuse angeordnete Anschlussanordnung aufweist, welche wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet ist. Die
Anschlussklemme kann beispielsweise eine Leiterplattenanschlussklemme oder auch eine Reihenklemme sein.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand einer bevorzugten Ausführungsform näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Klemmkörpers gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 2 eine schematische Darstellung des in Fig. 1 gezeigten Klemmkörpers in einer Seitenansicht;
Fig. 3 eine schematische Darstellung des in Fig. 1 gezeigten Klemmkörpers beim Biegen in die Endform;
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines gestanzten Flachbandmaterials gemäß der ersten Ausgestaltung der Erfindung vor dem Biegen in die Endform des Klemmkörpers;
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Anschlussanordnung gemäß der ersten Ausgestaltung Erfindung mit einem angeschlossenen Leiter;
Fig. 6 eine schematische Darstellung eines Klemmkörpers gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 7 eine schematische Darstellung des in Fig. 1 gezeigten Klemmkörpers in einer Seitenansicht;
Fig. 8 eine schematische Darstellung des in Fig. 1 gezeigten Klemmkörpers beim Biegen in die Endform;
Fig. 9 eine schematische Darstellung eines gestanzten Flachbandmaterials gemäß der zweiten Ausgestaltung der Erfindung vor dem Biegen in die Endform des Klemmkörpers; und
Fig. 10 eine schematische Darstellung einer Anschlussanordnung gemäß der zweiten Ausgestaltung Erfindung mit einem angeschlossenen Leiter.
Fig. 1 und 2 zeigen schematische Darstellungen eines Klemmkörpers 100. Der gesamte Klemmkörper 100 ist einstückig aus einem Flachbandmaterial F ausgebildet.
Der Klemmkörper 100 weist eine Bodenwand 110, eine erste Seitenwand 111 , eine zweite Seitenwand 112 und einen Klemmschraubenaufnahmeabschnitt 113 auf. Die erste Seitenwand 111 ist gegenüberliegend zu der zweiten Seitenwand 112 angeordnet. Die erste Seitenwand 111 und die zweite Seitenwand erstrecken sich parallel zueinander. Der Klemmschraubenaufnahmeabschnitt 113 ist gegenüberliegend zu der Bodenwand 110 angeordnet. Ein Innenraum 114 des Klemmkörpers 100, in welchem ein anzuschließender Leiter 300 geklemmt werden kann, ist durch die beiden Seitenwände 111 , 112, die Bodenwand und den Klemmschraubenaufnahmeabschnitt 113 begrenzt.
Der Klemmschraubenaufnahmeabschnitt 113 weist eine Einschrauböffnung 115 zur Aufnahme einer Klemmschraube 210, wie sie in Fig. 5 gezeigt ist, auf.
Geformt ist der Klemmschraubenaufnahmeabschnitt 113 mittels eines ersten Laschenabschnitts 116, eines zweiten Laschenabschnitts 117 und eines dritten Laschenabschnitts 118. Wie insbesondere auch in Fig. 2 zu erkennen ist, sind die drei Laschenabschnitte 116, 117, 118 übereinander angeordnet. Der zweite Laschenabschnitt 117 liegt auf dem ersten Laschenabschnitt 116 auf und der dritte Laschenabschnitt 118 liegt auf dem zweiten Laschenabschnitt 117 auf. Die Einschrauböffnung 115 erstreckt sich durch alle drei Laschenabschnitte 116, 117, 118 hindurch.
Wie insbesondere auch in Fig. 3 zu erkennen ist, ist der zweite Laschenabschnitt 117 an der ersten Seitenwand 111 angebunden. Der zweite Laschenabschnitt 117 schließt sich einstückig an einen Endabschnitt 119 der ersten Seitenwand 111 an. Der zweite Laschenabschnitt 117 ist in einem 90°-Winkel zu der ersten Seitenwand 111 gebogen ausgebildet.
Der erste Laschenabschnitt 116 und der dritte Laschenabschnitt 118 sind hingegen an die zweite Seitenwand 112 angebunden. Dabei schließt sich der erste Laschenabschnitt 116 unmittelbar an die zweite Seitenwand 112 an. Der erste Laschenabschnitt 116 ist einstückig an einen Endabschnitt 120 der zweiten Seitenwand 112 angebunden. Der dritte Laschenabschnitt 118 ist über den ersten Laschenabschnitt 116 an die zweite Seitenwand 112 angebunden. Der erste Laschenabschnitt 116 ist in einem 90°-Winkel zu der zweiten Seitenwand 112 gebogen. Der dritte Laschenabschnitt 118 ist in einem 180°-Winkel zu dem ersten Laschenabschnitt 116 gebogen. Zusammen mit einem Übergangsbereich 121 zwischen dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem dritten Laschenabschnitt 118 bilden diese eine U-Form auf.
In dem Übergangsbereich 121 zwischen dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem dritten Laschenabschnitt 118 ist eine Öffnung 122 ausgebildet, durch welche der zweite Laschenabschnitt 117 hindurchgeführt ist, wie insbesondere in Fig. 1 zu erkennen ist. Die zweite Laschenabschnitt 117 kann damit in den zwischen dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem dritten Laschenabschnitt 118 ausgebildeten U-förmigen Freiraum eingreifen. Dies ermöglicht eine verschachtelte Anordnung der Laschenabschnitte 116, 117, 118. Die Öffnung 122 im Übergangsbereich 121 zwischen dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem dritten Laschenabschnitt 118 ist schlitzförmig ausgebildet.
Wie in Fig. 1 weiter zu erkennen ist, weist der erste Laschenabschnitt 116 eine Breite B1 auf, welche der Breite B3 des dritten Laschenabschnitts 118 entspricht. Der zweite Laschenabschnitt 117 weist hingegen eine Breite B2 auf, welche kleiner ist als die Breite B1 des ersten Laschenabschnitts 116 und kleiner als die Breite B3 des dritten Laschenabschnitts 118 ist.
Die drei Laschenabschnitte 116, 117, 118 liegen bei der hier gezeigten Ausgestaltung derart flächig aufeinander auf, dass der zweite Laschenabschnitt 117 spielfrei auf dem ersten Laschenabschnitt 116 aufliegt und dass der dritte Laschenabschnitt 118 spielfrei auf dem zweiten Laschenabschnitt 117 aufliegt. Eine Relativbewegung zwischen den aufeinander liegenden Laschenabschnitten 116, 117, 118 kann dadurch verhindert werden.
Fig. 4 zeigt das streifenförmige Flachbandmaterial F zur Ausbildung eines Klemmkörpers 100. Das Flachbandmaterial F ist hier bereits in die gewünschte Form gestanzt. Dabei ist zu erkennen, dass die zwei Seitenwände 111 , 112, die Bodenwand 110 und der erste
Laschenabschnitt 116 und der dritte Laschenabschnitt 118 die gleiche Breite B1 , B3 aufweisen. Der zweite Laschenabschnitt 117 weist hingegen eine geringere Breite B2 auf. Weiter ist in dem Übergangsbereich 121 zwischen dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem dritten Laschenabschnitt 118 bereits die schlitzförmige Öffnung 122 eingestanzt. Ferner sind hier in das Flachbandmaterial F im Bereich der drei Laschenabschnitte 116, 117, 118 jeweils Öffnungen 123, 124, 125 eingestanzt, welche nach einem Biegen des Flachbandmaterials F in die Form des Klemmkörpers 100 fluchtend aufeinander liegend angeordnet sind. Nach einem Biegen des Flachbandmaterials F, wenn diese drei Öffnungen 123, 124, 125 aufeinander liegen, wird in alle drei Öffnungen 123, 124, 125 in einem Arbeitsschritt eine Gewindebohrung 126 eingeschnitten, um die Einschrauböffnung 115 auszubilden, über welche später die Klemmschraube 210 eingeschraubt und gehalten wird.
Fig. 5 zeigt eine Anschlussanordnung 200 mit einem derartigen Klemmkörper 100. In die Einschrauböffnung 115 im Bereich des Klemmschraubenaufnahmeabschnitts 113 des Klemmkörpers 100 ist eine Klemmschraube 210 eingeschraubt. In den Innenraum 114 des Klemmkörpers 100 ist ein Strombalken 211 eingeführt. Weiter ist ein Leiter 300 gezeigt, welcher in den Innenraum 114 des Klemmkörpers 100 eingeführt ist, wobei mittels der Klemmschraube 210 der Strombalken 211 und der anzuschließende Leiter 300 gegeneinander geklemmt werden, um den Leiter 300 anzuschließen.
In den Fig. 6 bis 10 ist eine weitere Ausgestaltung eines Klemmkörpers 100 gezeigt. Diese Ausgestaltung entspricht im Wesentlichen der in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausgestaltung.
Der Unterschied besteht dahingehend, dass die drei Laschenabschnitte 116, 117, 118 bei dem Flachbandmaterial F nicht in einer Linie hintereinander angeordnet sind, wie dies bei der in Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausgestaltung vorgesehen ist, sondern dass sich bei der in den Fig. 6 bis 10 gezeigten Ausgestaltung der dritte Laschenabschnitt 118 in einem 90°- Winkel zu dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem zweiten Laschenabschnitt 117 erstreckt, wie insbesondere in Fig. 9 zu erkennen ist. Durch diese abgewinkelte Anordnung des dritten Laschenabschnitts 118 muss nunmehr in dem Übergangsbereich 121 zwischen dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem dritten Laschenabschnitt 118 keine Öffnung 122 zum Hindurchtauchen des zweiten Laschenabschnitts 117 mehr vorgesehen sein. Trotzdem ist es bei der in den Fig. 6 bis 10 gezeigten Ausgestaltung möglich, dass der Klemmschraubenaufnahmeabschnitt 113 mittels des ersten Laschenabschnitts 116,
eines auf dem ersten Laschenabschnitt 117 aufliegenden zweiten Laschenabschnitts 117 und des auf dem zweiten Laschenabschnitt 117 aufliegenden dritten Laschenabschnitts 118 geformt ist, wobei sich die Einschrauböffnung 115 durch den ersten Laschenabschnitt 116, den zweiten Laschenabschnitt 117 und den dritten Laschenabschnitt 118 hindurch erstreckt, wie dies insbesondere in Fig. 6 bis 8 zu erkennen ist.
Auch bei der in den Fig. 6 bis 10 gezeigten Ausgestaltung greift der zweite Laschenabschnitt 117 damit in den zwischen dem ersten Laschenabschnitt 116 und dem dritten Laschenabschnitt 118 ausgebildeten U-förmigen Freiraum ein. Dies ermöglicht eine verschachtelte Anordnung der drei Laschenabschnitte 116, 117, 118.
Die drei Laschenabschnitte 116, 117, 118 liegen auch bei der hier gezeigten Ausgestaltung derart flächig aufeinander auf, dass der zweite Laschenabschnitt 117 spielfrei auf dem ersten Laschenabschnitt 116 aufliegt und dass der dritte Laschenabschnitt 118 spielfrei auf dem zweiten Laschenabschnitt 117 aufliegt. Eine Relativbewegung zwischen den aufeinander liegenden Laschenabschnitten 116, 117, 118 kann dadurch verhindert werden.
Fig. 10 zeigt eine Anschlussanordnung 200 mit einem Klemmkörper 100, wie er in den Fig. 6 bis 8 gezeigt ist. In die Einschrauböffnung 115 im Bereich des Klemmschraubenaufnahmeabschnitts 113 des Klemmkörpers 100 ist eine Klemmschraube 210 eingeschraubt. In den Innenraum 114 des Klemmkörpers 100 ist ein Strombalken 211 eingeführt. Weiter ist ein Leiter 300 gezeigt, welcher in den Innenraum 114 des Klemmkörpers 100 eingeführt ist, wobei mittels der Klemmschraube 210 der Strombalken 211 und der anzuschließende Leiter 300 gegeneinander geklemmt werden, um den Leiter 300 anzuschließen.
Bezugszeichenliste
100 Klemmkörper
110 Bodenwand
111 Erste Seitenwand
112 Zweite Seitenwand
113 Klemmschraubenaufnahmeabschnitt
114 Innenraum
115 Einschrauböffnung
116 Erster Laschenabschnitt
117 Zweiter Laschenabschnitt
118 Dritter Laschenabschnitt
119 Endabschnitt
120 Endabschnitt
121 Übergangsbereich
122 Öffnung
123 Öffnung
124 Öffnung
125 Öffnung
126 Gewindebohrung
200 Anschlussanordnung
210 Klemmschraube
211 Strombalken
300 Leiter
F Flachbandmaterial
B1 Breite des ersten Laschenabschnitts
B2 Breite des zweiten Laschenabschnitts
B3 Breite des dritten Laschenabschnitts