Baugruppe mit einer Anschlussleitungen aufweisenden Antriebseinheit und einer Hülse zum Verbinden der Antriebseinheit mit einer Membran eines Vibrationssensors, Vibrationssensor und Verfahren zum Verbinden einer Antriebseinheit mit einer Membran eines Vibrationssensors
Die Erfindung betrifft eine Baugruppe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, einen Vibrationssensor gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9 und ein Verfahren zum Verbinden einer Antriebseinheit mit einer Membran eines Vibrationssensors gemäß Patentanspruch 12.
Antriebseinheiten können beispielsweise in Vibrationssensoren, die häufig in der Füllstandmesstechnik beispielsweise als Grenzstandsensoren zum Einsatz kommen, als Sende- und/oder Empfangseinrichtungen eingesetzt werden. Solche Antriebseinheiten werden auch als Sende- und/oder Empfangseinheiten bezeichnet.
Typischerweise weist der Vibrationssensor eine über eine solchen Antriebseinheit zu einer Schwingung anregbare Membran auf, mittels der eine an der Membran angeordnete mechanische Schwingungseinheit, beispielsweise in Form einer Schwinggabel, zu einer Schwingung anregbar ist. Abhängig von einem Bedeckungsstand der mechanischen Schwingungseinheit mit einem Füllgut sowie abhängig von der Viskosität dieses Füllgutes, schwingt die mechanische Schwingungseinheit mit einer charakteristischen Frequenz, die von dem Vibrationssensor detektiert wird und in ein Messsignal umgewandelt werden kann.
Im Stand der Technik sind zwei unterschiedliche Arten von Antriebseinheiten häufig im Einsatz. In einer ersten Variante ist ein mehrfach segmentiertes Piezoele- ment mit der Membran verklebt. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung an einzelne oder mehrere Segmente des Piezoelements wird dieses zu einer Biegung oder Torsion angeregt und überträgt diese auf die Membran, die dadurch in Schwingung versetzt wird und die mechanische Schwingungseinheit in Schwingung versetzt. Diese Art von Antrieb erzeugt nur einen begrenzten Hub und kann nur bei Vibrationssensoren eingesetzt werden, die bei Temperaturen deutlich unter der Glasübergangstemperatur des verwendeten Klebers und unterhalb der Curie- Temperatur des verwendeten Piezomaterials eingesetzt werden. Für Hochtemperaturanwendungen über 150 °C sind diese Sensoren nicht geeignet.
Wird für eine Anwendung ein Sensor mit größerem Hub benötigt oder ist ein Einsatz bei höheren Temperaturen notwendig, so wird eine zweite Variante von Antriebseinheiten, sogenannte Piezostapelantriebe, eingesetzt. Hier ist ein Stapel aus einer Piezoeinheit aus einem oder mehreren Piezoelementen, je einer oberhalb und/oder unterhalb der Piezoeinheit angeordneten Anpassungskeramik sowie oberhalb und/oder unterhalb der Anpassungskeramiken angeordneten Druckstücken gegen die Membran des Sensors gespannt, beispielsweise mittels eines an der Membran angeordneten Spannbolzens. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung an die Piezoelemente ändern diese ihre Ausdehnung in axialer Richtung des Bolzens und versetzen die Membran so in Schwingung.
Ein bekannter Vibrationssensor mit einer Antriebseinheit in Form eines Piezosta- pelantriebs ist in Fig. 4 gezeigt. Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt eines aus dem Stand der Technik bekannten Vibrationssensors 100, der beispielsweise in der Füllstandmesstechnik als Grenzstandsensor eingesetzt wird.
Der Vibrationssensor 100 weist eine über einen Piezostapelantrieb 11, der als piezoelektrische Sende- und/oder Empfangseinrichtung wirkt, zu einer Schwingung anregbare Membran 90 auf, mittels der eine an der Membran 90 angeordnete mechanische Schwingungseinheit 7 zu einer Schwingung anregbar ist.
Der Vibrationssensor 100 weist einen Piezostapelantrieb 11 aus übereinander gestapelten, über Elektroden 16 kontaktierten Piezoelementen 15 auf, wobei oberhalb und unterhalb in dem Stapel je eine Anpassungskeramik 17 sowie ein Druckstück 19, vorliegend aus einem metallischen Werkstoff, angeordnet ist. Zudem ist ein Isolierelement 89 vorgesehen. Die Anpassungskeramiken 17 dienen zur Anpassung eines thermischen Ausdehnungskoeffizienten zwischen den Piezoelementen 15 und den Druckstücken 19. Die Druckstücke 19 sind derart ausgebildet, dass eine Kraftwirkung aus dem Piezostapel vollflächig abgegriffen wird.
Der Piezostapelantrieb 11 ist mittels eines an der Membran 90 einstückig angeformten Spannbolzens 91 und mittels einer Spannmutter 92 gegen die Membran 90 verspannt, sodass Schwingungen des Piezostapelantriebs 11 effektiv auf die Membran 90 übertragen werden und umgekehrt. Elektroden 16 zur Kontaktierung der Piezoelemente 15 sind mit elektrischen Anschlussleitungen 31 kontaktiert, die
außenseitig an dem Piezostapelantrieb 11 verlaufen und rückseitig zu einer Sensorelektronik geführt sind. An der Membran 90 ist ein außenseitig umlaufender und sich in rückseitige Richtung erstreckender Rand 93 angeordnet. Der Rand 93 kann einstückig mit der Membran 90 ausgebildet sein. An der Membran 90 ist über den Rand 93 ein Sensorgehäuse 98 angeordnet, das mit dem Rand verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet ist.
Nachteilig bei bekannten Sensoren ist, dass ihre Montage fehleranfällig ist bzw. die Antriebseinheit und insbesondere die Anschlussleitungen der Antriebseinheit bei der Montage in den Vibrationssensor großer Belastung ausgesetzt sein können.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine weitergebildete Baugruppe mit einer Antriebseinheit und einer Hülse, einen Vibrationssensor und ein Verfahren bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch eine Baugruppe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, einen Vibrationssensor mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9, sowie durch ein Verfahren zum Verbinden einer Antriebseinheit mit einer Membran eines Vibrationssensors mit den Merkmalen des Patentanspruchs 12 gelöst.
Die erfindungsgemäße Baugruppe umfasst eine Antriebseinheit und eine Hülse. Die Hülse dient zum Verbinden der Antriebseinheit mit einer Membran eines Vibrationssensors, derart, dass Schwingungen der Antriebseinheit auf die Membran und Schwingungen der Membran auf die Antriebseinheit übertragen werden. Bevorzugt dient die Hülse zum Verspannen der Antriebseinheit gegen die Membran. Die Antriebseinheit umfasst Anschlussleitungen, insbesondere elektrische Anschlussleitungen. Die Baugruppe weist Dreharretierungsmittel auf, zur Dreharretierung der Antriebseinheit relativ zu der Hülse. Die Dreharretierungsmittel sind bevorzugt formschlüssig wirkend ausgebildet. Vorzugsweise wirken die Dreharretierungsmittel unmittelbar zwischen der Antriebseinheit und der Hülse. Bevorzugt ist die Antriebseinheit mittels der Dreharretierungsmittel in Umfangsrichtung der Hülse formschlüssig an der Hülse fixiert.
Auf diese Weise kann die Belastung der Antriebseinheit bei der Montage in den Vibrationssensor reduziert werden, indem während dieser Montage auf zuverlässige Art und Weise eine insbesondere die Anschlussleitungen und deren etwaige
Kontakte belastende Torsion der Antriebseinheit relativ zur Hülse verhindert werden kann.
Die Hülse ist bevorzugt zylindrisch. Die Hülse weist bevorzugt eine Hülsenwand auf, die mantelförmig sein kann. Die Antriebseinheit ist bevorzugt in der Hülse anordenbar. Bevorzugt ist an der Membran vorderseitig eine mechanische Schwingungseinheit angeordnet. Die mechanische Schwingungseinheit umfasst bevorzugt eine Schwinggabel. Die mechanische Schwingungseinheit kann einstückig mit der Membran ausgebildet sein.
Die Antriebseinheit umfasst bevorzugt mindestens ein Piezoelement. Bevorzugt weist das Piezoelement die Form einer vollflächigen Scheibe, vorzugsweise Kreisscheibe, auf, ist also nicht etwa ringförmig. Auf diese Weise steht eine größere Fläche des Piezoelements zur Erzeugung der Antriebsleistung zur Verfügung. Die Antriebseinheit umfasst bevorzugt einen Piezostapelantrieb. Die Antriebseinheit kann beispielsweise einen Stapel mit einer Piezoeinheit mit mindestens einem Piezoelement, sowie im Stapel oberhalb und/oder unterhalb der Piezoeinheit jeweils eine Anpassungskeramik zur Angleichung des thermischen Ausdehnungskoeffizienten aufweisen. An die mindestens eine Anpassungskeramik kann ein Druckstück angrenzen. Bevorzugt sind Elektroden zur Kontaktierung des mindestens einen Piezoelements vorgesehen. Vorzugsweise sind die Elektroden mit den elektrischen Anschlussleitungen kontaktiert, bevorzugt verpresst. Bevorzugt umfassen die elektrischen Anschlussleitungen zu diesem Zweck Kontakte, etwa Steckkontakte. Die Kontakte können crimpbar sein.
Bevorzugt umfassen die Dreharretierungsmittel mindestens einen vorzugsweise parallel zur Hülsenachse verlaufenden Schlitz der Hülse und weiter bevorzugt mindestens einen in diesem Schlitz anordenbaren Vorsprung der Antriebseinheit. Auf diese Weise können die Dreharretierungsmittel besonders zuverlässig ausgeführt sein.
Mit dem Begriff „Schlitz" wird im Rahmen dieser Druckschrift jede längliche Vertiefung bezeichnet, beispielsweise also auch die Vertiefung einer etwaigen Nut der Hülse.
Die Hülse kann, insbesondere auf der Innenseite ihrer Hülsenwand, mindestens eine vorzugsweise parallel zur Hülsenachse verlaufende Nut aufweisen und der Schlitz kann als Vertiefung dieser Nut ausgeführt sein.
Bevorzugt ist der mindestens eine Schlitz als eine die Hülsenwand in radialer Richtung der Hülse vollständig durchgreifende Aussparung der Hülse ausgebildet.
Wenn die Dreharretierungsmittel zwei radial gegenüberliegende Schlitze der Hülse umfassen und zwei jeweils in einem dieser Schlitze anordenbare Vorsprünge der Antriebseinheit, dann ist eine Voraussetzung für eine besonders belastbare und zuverlässige Dreharretierung geschaffen.
Eine zumindest weitestgehend spielfreie Dreharretierung kann geschaffen sein, wenn der mindestens eine Vorsprung korrespondierend zu dem zugehörigen Schlitz ausgeführt ist.
Die Dreharretierung kann besonders belastbar sein, wenn der mindestens eine Schlitz schwalbenschwanzförmig ausgeführt ist und bevorzugt der mindestens eine Vorsprung ebenfalls schwalbenschwanzförmig ausgeführt ist. Die Schlitze und/oder Vorsprünge können spiegelsymmetrisch zueinander ausgeführt sein, vorzugsweise bezogen auf eine die Hülsenachse umfassende Ebene.
Es können anstelle von einem Schlitz oder zwei Schlitzen auch drei, vier, fünf, sechs oder mehr Schlitze und eine entsprechende Anzahl an Vorsprüngen vorgesehen sein.
Die Schlitze können voneinander abweichende Größe und/oder Form aufweisen und die Vorsprünge können korrespondierend hierzu ausgeführt sein, sodass die Antriebseinheit in genau einer Rotationslage relativ zur Hülse in dieser anordenbar ist, die Ausrichtung der Antriebseinheit in der Hülse also vorgegeben ist. Hierdurch kann die Montage erleichtert sein.
Eine weitere Reduzierung der Belastung der Antriebseinheit bei der Montage in den Vibrationssensor kann erreicht werden, wenn die Anschlussleitungen in dem mindestens einen Vorsprung geführt sind. Hierdurch kann ein Abknicken der Anschlussleitungen insbesondere an ihren Kontakten vermieden werden. Bevorzugt
sind die Anschlussleitungen in dem mindestens einen Vorsprung zugentlastend geführt, beispielsweise verklebt.
Bevorzugt weist die Hülse einen Spannabschnitt auf, zum Positionieren der Antriebseinheit relativ zu - und bevorzugt in - der zylindrischen Hülse bzw. zum Verspannen der Antriebseinheit gegen die Membran. Bevorzugt weist der Spannabschnitt die Form einer Gewindebohrung mit einem Innengewinde auf. Vorzugsweise erstreckt sich der mindestens eine Schlitz der Hülse auch in den Spannabschnitt, vorzugsweise über dessen gesamte axiale Erstreckung. Das Innengewinde des Spannabschnitts ist bevorzugt also durch den mindestens einen Schlitz geschlitzt, vorzugsweise vollständig, also über die gesamte axiale Erstreckung des Innengewindes.
Bevorzugt weist die Antriebseinheit einen - vorzugsweise zylindrischen - zentralen Bereich auf, in dem mindestens ein Piezoelement der Antriebseinheit angeordnet sein kann.
Bevorzugt grenzt an den Spannabschnitt ein Aufnahmeabschnitt der Hülse an. Bevorzugt dient der Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme des zentralen Bereichs der Antriebseinheit. Der Aufnahmeabschnitt ist bevorzugt zylindrisch. Der Durchmesser des Aufnahmeabschnitts kann größer sein als der Durchmesser der Gewindebohrung.
Bevorzugt umfasst die Baugruppe eine Spannschraube. Das Gewinde der Spannschraube ist bevorzugt ein korrespondierend zu dem Innengewinde des Spannabschnitts ausgebildetes Außengewinde. Bevorzugt ist die Spannschraube relativ zur Baugruppe drehbar. Die Spannschraube kann unverlierbar an der Baugruppe angeordnet sein.
Bevorzugt ist mittels des Spannabschnitts und weiter bevorzugt der Spannschraube eine Position der Antriebseinheit in der Hülse in Richtung der Hülsenachse festlegbar und weiter bevorzugt auf diese Weise, bei an der Membran befestigter Hülse, die Antriebseinheit gegen die Membran verspannbar. Besonders bevorzugt ist die Antriebseinheit mittels des Spannabschnitts und der Spannschraube in verschiedenen Positionen relativ zu der Hülse positionierbar, vorzugsweise stufenlos. Die Spannschraube kann als Stiftschraube ausgeführt sein.
Die Spannschraube ist bevorzugt massiv, weist also bevorzugt keine Durchbrechungen, etwa für elektrische Leitungen, auf. Die Spannschraube kann daher als Antrieb bzw. als Betätigungsfläche eine innenliegende Betätigungsöffnung wie beispielsweise einen Innensechskant aufweisen.
Vorzugsweise erlaubt der Spannabschnitt ein Einstellen einer Vorspannkraft der Antriebseinheit. Hiermit ist insbesondere die Kraft gemeint, mit der Bestandteile des Piezostapelantriebs für eine ordnungsgemäße Funktion dieses Piezostapelan- triebs aneinander gepresst sein müssen. Bevorzugt ist mittels des Spannabschnitts und der Spannschraube eine vorbekannte Vorspannkraft der Antriebseinheit erzeugbar.
Besonders bevorzugt ist zwischen der Spannschraube und der Antriebseinheit ein Axiallager ausgebildet. Bevorzugt ist das Axiallager ein Axial-Gleitlager. Bevorzugt ist das Axiallager ausgebildet, indem die Antriebseinheit eine Gleitfläche bereitstellt und die Spannschraube eine hierzu korrespondierende Stirnfläche bereitstellt. Die Gleitfläche der Antriebseinheit und die Stirnfläche können eben sein. Es können Zentriermittel vorgesehen sein, zur Zentrierung der Stirnfläche der Spannschraube relativ zur Gleitfläche der Antriebseinheit. Die Zentriermittel können einen umlaufenden Vorsprung oder mehrere nicht umlaufende Vorsprünge am Umfang der Gleitfläche der Antriebseinheit oder am Umfang der Stirnfläche der Spannschraube umfassen.
Bevorzugt weist die Hülse eine Einführöffnung auf, durch die die Antriebseinheit in die Hülse einführbar ist. Bevorzugt weist die Hülse nur genau eine Einführöffnung auf. Die Antriebseinheit kann also bevorzugt nicht von beiden Seiten in die Hülse eingeführt werden, sondern nur von einer.
Bevorzugt weist die Hülse eine vorzugsweise der Einführöffnung gegenüberliegende Kontaktöffnung auf, mittels der die Membran durch die Antriebseinheit mechanisch kontaktierbar ist.
Bevorzugt weist die Hülse einen Ringabschnitt auf, der vorzugsweise geschlossen, also nicht unterbrochen ist.
Bevorzugt grenzt der mindestens eine Schlitz an den Ringabschnitt an. Bei mehreren Schlitzen grenzen bevorzugt alle Schlitze an den Ringabschnitt an. Hierdurch können mehrere Vorteile erreicht werden. Zum einen kann die Stabilität der Hülse gesteigert werden und kann sichergestellt sein, dass auch bei mehreren Schlitzen die Hülse, etwa während der Montage in den Vibrationssensor, nicht auseinanderfällt. Der Ringabschnitt kann an einem axialen Endbereich der Hülse angeordnet sein, vorzugsweise gegenüberliegend der Einführöffnung. Der Ringabschnitt kann ein Einführen der Antriebseinheit durch den Ringabschnitt verhindern, etwa indem seine Öffnung zu klein für ein Hindurchführen der Antriebseinheit mit ihrem mindestens einen Vorsprung ist. Hierdurch kann der Ringabschnitt besonders belastbar ausgeführt sein. Vorzugsweise verhindert der Ringabschnitt zwar ein Einführen der Antriebseinheit durch den Ringabschnitt, erlaubt aber eine mechanische Kontaktierung der Membran durch die Antriebseinheit durch seine Öffnung. Bevorzugt ist die Öffnung des Ringabschnitts die Kontaktöffnung der Hülse.
Die Einführöffnung ist vorzugsweise gegenüberliegend von dem Ringabschnitt angeordnet.
Bevorzugt erstreckt sich der mindestens eine Schlitz auf der Seite der Einführöffnung der Hülse in axialer Richtung durch die gesamte Hülsenwand. Auf der Seite der Einführöffnung hat die Hülse bevorzugt die Form eines durch den mindestens einen Schlitz unterbrochenen Rings.
Vorzugsweise weist die Hülse einen Befestigungsabschnitt auf, zur Befestigung der Hülse - bevorzugt mittelbar oder unmittelbar - an der Membran bzw. einem an der Membran angeordneten Rand. Bevorzugt umfasst der Befestigungsabschnitt den Ringabschnitt der Hülse. Vorzugsweise umfasst der Befestigungsabschnitt einen in Radialrichtung der Hülse von dieser nach außen vorspringenden Steg. Bevorzugt ist der Steg ganz oder teilweise umlaufend.
Alternativ zu dem geschlossenen Ringabschnitt der Hülse kann der Ringabschnitt „C"-förmig sein, also genau eine Öffnung bzw. Unterbrechung aufweisen, die von dem Schlitz oder einem der Schlitze gebildet sein kann. Es kann mindestens ein Schlitz in axialer Richtung der Hülse nicht nur auf einer Seite der Hülse, sondern vollständig durchgehend durch die Hülsenwand ausgebildet sein. Bevorzugt kann
die Hülse dann, ähnlich wie ein Sprengring, zum Einsetzen in den Vibrationssensor elastisch verformt, insbesondere zusammengedrückt werden und sich nach Erreichen der Montagelage in dem Vibrationssensor zurückverformen, insbesondere entspannen, vorzugsweise unter Ausbildung einer axialen Fixierung in dem Vibrationssensor. Beispielsweise kann bei dem Zurückverformen der Steg des Befestigungsabschnitts der Hülse in eine Vertiefung, beispielsweise Ringnut, des Vibrationssensors eingreifen. Die Vertiefung kann an dem an der Membran angeordneten Rand ausgebildet sein. Die Spannschraube kann im eingedrehten Zustand ein erneutes Zusammendrücken und damit Lösen der Hülse verhindern.
Die Hülse kann an dem Vibrationssensor mit einem Bajonettverschluss befestigt sein. Dieser kann zwischen dem Befestigungsabschnitt der Hülse und beispielsweise dem an der Membran angeordneten Rand ausgebildet sein. Der Bajonettverschluss kann eine Vertiefung, beispielsweise Ringnut, des Vibrationssensors, insbesondere des an der Membran angeordneten Rands umfassen.
Die Baugruppe kann eine Verdrehsicherung aufweisen, die mit der Membran oder einem mit der Membran verbundenen Element derart zusammenwirkt, dass ein Verdrehen der Baugruppe relativ zur Membran begrenzt, vorzugsweise verhindert wird. Die Verdrehsicherung kann als Ausnehmung oder als Vorsprung in dem Steg der Hülse und hierzu korrespondierende Ausnehmung bzw. Vorsprung des Vibrationssensors ausgebildet sein. Die Verdrehsicherung kann als Montagehilfe ausgebildet sein. Sie kann die Rotationslage, in der die Hülse relativ zur Membran montiert werden kann, vorgeben.
Bevorzugt ist die Antriebseinheit - vorzugsweise mittels der Dreharretierungsmittel - in der Hülse so anordenbar, dass sie in Radialrichtung der Hülse formschlüssig in der Hülse fixiert ist. Hierdurch ist die korrekte radiale Position der Antriebseinheit in der Hülse vorgegeben und die Fehleranfälligkeit der Montage weiter reduziert. Die formschlüssige Anordenbarkeit der Antriebseinheit in Radialrichtung der Hülse in der Hülse kann ausschließlich oder teilweise durch das Zusammenwirken des mindestens einen Vorsprungs mit dem mindestens einen Schlitz bewirkt sein.
Der Formschluss in Radialrichtung der Hülse kann beispielsweise durch die Schwalbenschwanzform zweier gegenüberliegender Schlitze und
korrespondierend hierzu ausgeführte Vorsprünge erzielt sein. Die Antriebseinheit kann - vorzugsweise mittels der Dreharretierungsmittel - in der Hülse selbstzentrierend anordenbar sein. Bevorzugt können die Dreharretierungsmittel in dieser Ausführungsform auch als Dreharretierungs- und Zentriermittel bezeichnet werden.
Der erfindungsgemäße Vibrationssensor umfasst eine in Schwingung versetzbare Membran und bevorzugt ein Anschlussteil. Zudem umfasst der erfindungsgemäße Vibrationssensor eine Baugruppe gemäß der vorstehenden Beschreibung mit einer Antriebseinheit und einer Hülse. Die Antriebseinheit ist mittels der Hülse gegen die Membran verspannt. Der Vibrationssensor kann ein Grenzstandsensor sein.
Bevorzugt ist die Hülse mittelbar oder unmittelbar an der Membran befestigt. Vorzugsweise ist an der Membran, bevorzugt rückseitig der Membran, ein Rand angeordnet. „Rückseitig der Membran" bedeutet im Rahmen dieser Druckschrift auf der der mechanischen Schwingungseinheit gegenüberliegenden Seite der Membran. Der Rand kann außenseitig um die Membran umlaufend sein. Er kann sich senkrecht zu einer Membranebene erstrecken und ist vorzugsweise stegförmig ausgebildet. Der Rand kann einstückig mit der Membran sein. Die Hülse kann, bevorzugt mit ihrem Steg, an diesem Rand befestigt sein.
Wenn die Hülse an der Membran befestigt ist, dann weist die Einführöffnung der Hülse bevorzugt von der Membran weg, vorzugsweise derart, dass die Antriebseinheit auch dann in die Hülse eingeführt werden kann, wenn die Hülse bereits an der Membran befestigt ist.
Bevorzugt ist die Hülse mittels ihres Stegs in dem Vibrationssensor fixiert, vorzugsweise ausschließlich. Bevorzugt ist der Steg der Hülse in Axial- und/oder Radialrichtung der Hülse form- und/oder kraftschlüssig in dem Vibrationssensor fixiert. Der Steg kann stoffschlüssig in dem Vibrationssensor fixiert sein, etwa verschweißt.
Das Anschlussteil des Vibrationssensors ist bevorzugt rückseitig der Membran angeordnet und weiter bevorzugt an der Membran befestigt. Das Anschlussteil kann rohrförmig sein. Das Anschlussteil kann Teil eines Sensorgehäuses
und/oder einer Sensorverlängerung sein. Das Anschlussteil kann mit dem an der Membran angeordneten Rand verbunden sein. Das Anschlussteil kann stoffschlüssig mit der Membran und/oder dem an der Membran angeordneten Rand verbunden, etwa verschweißt sein.
Bevorzugt ist die Hülse, insbesondere ihr Steg, zwischen dem Anschlussteil und der Membran bzw. dem an der Membran angeordneten Rand fixiert. Bevorzugt weist das Anschlussteil und/oder die Membran bzw. der an der Membran angeordnete Rand eine Stufe auf und weiter bevorzugt ist radial außerhalb dieser Stufe ein - bevorzugt ringförmiger - Kontaktbereich zwischen dem Anschlussteil und der Membran, bzw. dem an der Membran angeordneten Rand, vorgesehen. Die Stufe kann bei miteinander verbundenem Anschlussteil und Membran bzw. an der Membran angeordnetem Rand eine Vertiefung, beispielsweise Ringnut, bereitstellen, in der bevorzugt der Steg angeordnet ist. Bevorzugt ist axial einseitig oder beidseitig an die Stufe angrenzend eine Hinterschneidung von dem Anschlussteil und/oder der Membran bzw. dem an der Membran angeordneten Rand ausgebildet. Bevorzugt wird die Hinterschneidung von dem Steg der Hülse hintergriffen.
Bevorzugt ist der Steg der Hülse zwischen dem Anschlussteil und der Membran bzw. dem an der Membran angeordneten Rand anordenbar, bevor das Anschlussteil mit der Membran und/oder dem an der Membran angeordneten Rand verbunden wird. Durch diese Verbindung kann die Fixierung der Hülse in dem Vibrationssensor erfolgen, etwa durch Einklemmen des Stegs der Hülse zwischen dem an der Membran angeordneten Rand und dem Anschlussteil.
Bei einer stoffschlüssigen Verbindung, etwa Verschweißen, zwischen dem Anschlussteil und der Membran bzw. dem an der Membran angeordneten Rand, kann diese stoffschlüssige Verbindung auch den Steg der Hülse einbeziehen. Der Steg kann also beispielsweise bei einem Verschweißen von Anschlussteil und an der Membran angeordnetem Rand mitverschweißt sein.
Insbesondere in der Ausführungsform mit „C"-förmigem Ringabschnitt oder Bajonettverschluss kann die Membran bzw. der an der Membran angeordnete Rand selbst einen Hinterschnitt aufweisen, bzw. eine Vertiefung, insbesondere Ringnut,
zur Fixierung der Hülse in dem Vibrationssensor ohne Beteiligung eines Anschlussteils.
Die Membran kann rückseitig einen Kontaktvorsprung aufweisen, zur mechanischen Kontaktierung der Antriebseinheit. Der Kontaktvorsprung kann mittig bezogen auf die Membran und/oder mittig zwischen Zinken der Schwinggabel angeordnet sein. Der Kontaktvorsprung kann beispielsweise kugelkappenförmig oder zylindrisch sein.
Die Vorspannkraft der Antriebseinheit und die Kraft, mit der die Antriebseinheit gegen die Membran verspannt ist, ist bevorzugt durch dasselbe Element oder dieselben Elemente - vorzugsweise den Spannabschnitt und die Spannschraube - bewirkt. Auf diese Weise kann der Arbeitsschritt des separaten Erzeugens der Vorspannkraft vor dem Erzeugen der Kraft, mit der die Antriebseinheit gegen die Membran gepresst wird, entfallen.
Bei aus dem Stand der Technik bekannten Vibrationssensoren arbeitet die Antriebseinheit oft auf Zug und überträgt - beispielsweise über einen an die Membran angeformten Spannbolzen - Zugkräfte auf die Membran. Auch eine auf Zug arbeitende Antriebseinheit kann im Rahmen der Erfindung liegen. Bevorzugt arbeitet die Antriebseinheit dagegen auf Druck. Vorzugsweise ist von der Antriebseinheit eine Druckkraft in die Membran einleitbar, vorzugsweise mittig, so dass diese aus Sensorsicht in Axialrichtung nach außen verformt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verbinden einer Antriebseinheit mit einer Membran eines Vibrationssensors weist folgende Schritte auf:
- translatorisches Einführen der Antriebseinheit - bevorzugt durch die Einführöffnung - in eine an der Membran mittelbar oder unmittelbar befestigten Hülse und - bevorzugt gleichzeitiges - Bewirken einer, bevorzugt formschlüssig wirkenden, Dreharretierung zwischen der Antriebseinheit und der Hülse, bevorzugt mit Dreharretierungsmitteln,
- Einschrauben einer Spannschraube in einen Spannabschnitt der Hülse,
- Verbinden der Antriebseinheit mit der Membran durch Verspannen der Antriebseinheit gegen die Membran mittels der Spannschraube, bevorzugt unter gleichzeitiger Erzeugung einer vorbekannten erforderlichen Vorspannkraft in der Antriebseinheit. Bevorzugt erfolgt das Verspannen mittels eines zwischen der Spannschraube und der Antriebseinheit ausgebildeten Axiallagers.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist die Montage vereinfacht und eine Belastung der Antriebseinheit reduziert. Bevorzugt wird die Antriebseinheit während des Verfahrens nicht relativ zur Hülse gedreht.
Das Einschrauben der Spannschraube erfolgt bevorzugt nach dem Bewirken der Dreharretierung.
Bevorzugt gehen diesen Verfahrensschritten einer oder mehrere der folgenden Verfahrensschritte voraus:
- Zur Verfügung stellen eines Anschlussteils,
- Erhitzen des Anschlussteils und/oder der Membran und/oder der Hülse beispielsweise zur oder während einer Beschichtung,
- Kühlen oder abkühlen lassen des Anschlussteils bzw. der Membran bzw. der Hülse,
- Anordnen, bevorzugt Einklemmen, des Stegs der Hülse zwischen dem Anschlussteil und der Membran bzw. einem an der Membran angeordneten Rand,
- Verbinden des Anschlussteils mit der Membran bzw. dem an der Membran angeordneten Rand, etwa durch Verschweißen.
Durch eine derartige nachträgliche Montage kann die Antriebseinheit vor hohen Belastungen wie z.B. thermischer Belastung bei Beschichtungsprozessen bewahrt werden. Das Erhitzen und Kühlen oder abkühlen lassen kann auch nach dem Verbinden des Anschlussteils mit der Membran erfolgen.
Alle im Rahmen dieser Druckschrift beschriebenen Merkmale können mit der beanspruchten Baugruppe, dem beanspruchten Vibrationssensor und dem beanspruchten Verfahren kombinierbar sein.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren eingehend erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Baugruppe in auseinandergezogener Darstellung,
Fig. 2 eine zusammengesetzte Darstellung der Baugruppe aus Fig. 1,
Fig. 3 ohne Antriebseinheit: einen Längsschnitt durch eine Membran, die Hülse der Baugruppe aus Fig. 1 und ein an der Membran befestigtes Anschlussteil,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen Vibrationssensor gemäß dem Stand der Technik (schon behandelt).
In den Figuren bezeichnen - soweit nicht anders angegeben - gleiche Bezugszeichen gleiche Komponenten mit gleicher Funktion.
Wie etwa Fig. 1 zeigt, umfasst das gezeigte Ausführungsbeispiel einer Baugruppe 9 eine Antriebseinheit 1 und eine zylindrische Hülse 10. Die Hülse 10 dient zum Verbinden der Antriebseinheit 1 mit einer Membran 90 (siehe Fig. 3) eines Vibrationssensors, genauer gesagt zum Verspannen der elektrische Anschlussleitungen 31 aufweisenden Antriebseinheit 1 gegen die Membran 90. Zur Reduzierung der Belastung der Antriebseinheit 1 während der Montage in den Vibrationssensor weist die Baugruppe 9 formschlüssig wirkende Dreharretierungsmittel 40 auf, zur Dreharretierung der Antriebseinheit 1 relativ zu der zylindrischen Hülse 10.
Die Antriebseinheit 1 umfasst bevorzugt einen Piezostapelantrieb 11. Sie weist genauer gesagt einen Stapel mit einer Piezoeinheit mit mindestens einem Piezoe- lement in Form einer vollflächigen Scheibe, sowie im Stapel oberhalb und/oder
unterhalb der Piezoeinheit jeweils eine Anpassungskeramik zur Angleichung des thermischen Ausdehnungskoeffizienten auf (in den Fig. 1 bis 3 nicht im Einzelnen dargestellt).
Wie am besten die Fig. 1 und 2 zeigen, umfassen die Dreharretierungsmittel 40 zwei parallel zur Hülsenachse verlaufende, radial einander gegenüberliegende Schlitze 42, 42 ' der Hülse 10 und zwei korrespondierend zu diesen Schlitzen 42, 42 ' ausgeführte Vorsprünge 44, 44 ' der Antriebseinheit 1, die in diesen Schlitzen 42, 42 ' anordenbar sind. Die Schlitze 42, 42 ' und die Vorsprünge 44, 44 ' sind schwalbenschwanzförmig ausgeführt. Die Schlitze 42, 42 ' und die Vorsprünge 44, 44 ' sind, bezogen auf eine die Hülsenachse umfassende Ebene, jeweils spiegelsymmetrisch zueinander.
Wie etwa die Fig. 1 und 2 zeigen, sind die Anschlussleitungen 31 in den beiden Vorsprüngen 44, 44 ' geführt.
Wie am besten in Fig. 3 zu erkennen ist, weist die Hülse 10 einen Spannabschnitt 25 auf. Dieser ist als durch die Schlitze 42, 42 ' der Hülse zweifach geschlitztes Innengewinde 27 ausgeführt, wobei sich die Schlitze 42, 42 ' jeweils über die gesamte axiale Erstreckung des Spannabschnitts 25 erstrecken.
Die Baugruppe 9 umfasst auch eine Spannschraube 35, mit einem korrespondierend zu dem Innengewinde 27 des Spannabschnitts 25 ausgebildeten Außengewinde 99 (siehe Fig. 1).
Mittels des Spannabschnitts 25 und der Spannschraube 35 ist eine Position der Antriebseinheit 1 in der Hülse 10 in Axialrichtung A der Hülse festlegbar und auf diese Weise, bei an der Membran 90 befestigter Hülse 10, die Antriebseinheit 1 gegen die Membran 90 verspannbar und gleichzeitig eine vorbekannte Vorspannkraft der Antriebseinheit 1 in der Antriebseinheit 1 erzeugbar.
Zwischen der Spannschraube 35 und der Antriebseinheit 1 ist ein Axiallager 60 als Axial-Gleitlager ausgebildet, indem die Antriebseinheit 1 eine ebene Gleitfläche bereitstellt, und die Spannschraube 35 eine hierzu korrespondierende ebene Stirnfläche bereitstellt.
An den Spannabschnitt 25 der Hülse 10 grenzt ein zylindrischer Aufnahmeabschnitt 29 der Hülse 10 an, zur Aufnahme eines zentralen Bereichs 3 der Antriebseinheit 1. Der Aufnahmeabschnitt 29 ist zylindrisch. Der Durchmesser des Aufnahmeabschnitts 29 ist größer als der Durchmesser der Gewindebohrung, siehe etwa Fig. 3. Der eine Selbstzentrierung der Antriebseinheit 1 in der Hülse 10 bewirkende Formschluss der Antriebseinheit 1 in der Hülse 10 in radialer Richtung der Hülse ist im gezeigten Ausführungsbeispiel daher ausschließlich durch das Zusammenwirken der Vorsprünge 44, 44 ' mit den Schlitzen 42, 42 ' bewirkt.
Der Doppelpfeil A in den Fig. 1 bis 3 zeigt neben der Axialrichtung A der Hülse auch die Lage der Hülsenachse.
Wie etwa aus Fig. 1 hervorgeht, grenzen die beiden Schlitze 42, 42 ' an einen geschlossenen Ringabschnitt 65 der Hülse 10 an, der in einem axialen Endbereich der Hülse 10 angeordnet ist. Der geschlossene Ringabschnitt 65 verhindert ein Einführen der Antriebseinheit 1 durch den geschlossenen Ringabschnitt 65, da seine die Kontaktöffnung der Hülse 10 bildende Öffnung 67 zu klein für ein Hindurchführen der Antriebseinheit 1 mit ihren Vorsprüngen 44, 44 ' ist.
Die Hülse 10 weist genau eine Einführöffnung 14 gegenüberliegend von dem geschlossenen Ringabschnitt 65 auf.
Die Hülse 10 weist einen Befestigungsabschnitt 12 auf, zur Befestigung der Hülse 10 unmittelbar an einem an der Membran 90 einstückig angeordneten Rand 93. Der Rand 93 ist um die Membran 90 umlaufend. Der Rand 93 erstreckt sich senkrecht zu einer Membranebene und ist stegförmig ausgebildet. Der Befestigungsabschnitt 12 umfasst den geschlossenen Ringabschnitt 65 der Hülse 10 und weist einen in Radialrichtung der Hülse 10 von dieser nach außen vorspringenden Steg 21 auf, der ganz umläuft.
Wenn die Hülse 10 an der Membran 90 befestigt ist, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, dann weist die Einführöffnung 14 von der Membran 90 weg, so dass die Antriebseinheit 1 auch dann noch und beispielsweise nach einem thermisch belastenden Beschichtungsvorgang von Membran, Anschlussteil und/oder Hülse in die Hülse 10 eingeführt werden kann.
Die Membran 90 weist rückseitig einen mittigen Kontaktvorsprung 97 in Form einer zylindrischen Anformung auf, zur mechanischen Kontaktierung der Antriebseinheit 1. Der Kontaktvorsprung kann auch kugelkappenförmig sein.
Wie beispielsweise aus einer Zusammenschau der Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist die Antriebseinheit 1 in der Hülse 10 so anordenbar, dass sie in Radialrichtung R der Hülse 10 formschlüssig in der Hülse 10 fixiert ist.
In dem in den Figuren 1 bis 3 jeweils teilweise dargestellten Vibrationssensor ist die Antriebseinheit 1 gegen die Membran 90 verspannt (nicht dargestellt). Die Hülse 10 ist ausschließlich mittels ihres Stegs 21 in dem Vibrationssensor fixiert. Der Steg 21 der Hülse ist in Axialrichtung A und Radialrichtung R der Hülse form- und kraftschlüssig in dem Vibrationssensor fixiert.
Der Vibrationssensor umfasst ein rückseitig der Membran 90 angeordnetes rohrförmiges Anschlussteil 80 und der Steg 21 der Hülse ist zwischen dem Anschlussteil 80 und dem Rand 93 fixiert. Das Anschlussteil 80 und der Rand 93 weisen jeweils eine Stufe 94 zur Aufnahme bzw. zum Einklemmen des Stegs 21 auf und radial außerhalb dieser Stufe 94 ist ein ringförmiger Kontaktbereich 95 zwischen dem Anschlussteil 80 und dem Rand 93 vorgesehen in dem das Anschlussteil 80 und der Rand 93 miteinander und/oder mit dem Steg 21 verschweißt sein können.
Die Vorspannkraft der Antriebseinheit 1 ist durch dieselben Elemente bewirkt wie die Kraft, mit der die Antriebseinheit 1 gegen die Membran 90 verspannt ist, nämlich durch den Spannabschnitt 25 und die Spannschraube 35.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ist an der Membran 90 vorderseitig einstückig mit der Membran eine mechanische Schwingungseinheit 7 angeordnet, in Form einer Schwinggabel.
Bezugszeichenliste
I Antriebseinheit
3 zentraler Bereich der Antriebseinheit
7 mechanische Schwingungseinheit
9 Baugruppe
10 Hülse
II Piezostapelantrieb
12 Befestigungsabschnitt
14 Einführöffnung
15 Piezoelement
16 Elektroden
17 Anpassungskeramik
19 Druckstück
21 Steg
25 Spannabschnitt
27 Innengewinde
29 Aufnahmeabschnitt
31 Anschlussleitungen
35 Spannschraube
40 Dreharretierungsmittel
42, 42 ' Schlitze
44, 44 ' Vorsprünge
60 Axiallager
65 Ringabschnitt
67 Öffnung
80 Anschlussteil
89 Isolierelement
90 Membran
91 Spannbolzen
92 Spannmutter
93 Rand
94 Stufe
95 Kontaktbereich
97 Kontaktvorsprung
98 Sensorgehäuse
99 Außengewinde
100 Vibrationssensor
A Axialrichtung
R Radialrichtung