Modenfeldadapter
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Modenfeldadapter zur Anpassung eines Modenfelds einer Eingangsfaser an das Modenfeld einer Ausgangsfaser, insbesondere zur Anwendung in Hochleistungs-Faserlaser-Systemen.
Stand der Technik
Für die Implementierung von Faserlasern mit hoher Strahlqualität (d.h. beispielsweise mit einer Beugungsmaßzahl nahe 1) sind Laser-aktive Lichtwellenleiter-Fasern mit kleinem Modenfeld vorteilhaft, während hohe Ausgangsleistungen optische Verstärker mit einem großen Modenfeld erfordern. Um nun eine Eingangsfaser mit einem kleinen Modenfeld mit einer Ausgangsfaser mit einem großen Modenfeld verbinden zu können, wird ein Modenfeldadapter verwendet. In einer typischen praktischen Anwendung eines Modenfeldadapters beispielsweise für Faserlaser-Systeme wird in das kleine Modenfeld des aktiven (dotierten) Kerns der Eingangsfaser zuerst eine vergleichsweise schwache Laserleistung eingespeist (z.B. durch eine externe Laserquelle) und gegebenenfalls durch ein weiteres in der Faser geführtes externes optisches Pumpsignal vorverstärkt. Dies stellt Laserlicht mit hoher Strahlqualität und einer dementsprechend vorzugsweise dominanten Fundamentalmode sicher, welches über den Modenfeldadapter in einen Bereich großen Modenfelds übergeführt wird. Die Bereitstellung eines größeren Modenfelds in der Ausgangsfaser ermöglicht aufgrund der damit verbundenen größeren maximal tolerierbaren Leistung des Laserlichts eine erhöhte maximale Ausgangsleistung des Lasers durch externe optische Verstärker.
Es ist aus US 2011/0249321 A1 ein Modenfeldadapter bekannt, welcher eine Seedfaser bzw. Eingangsfaser mit einer Verstärkerfaser bzw. Ausgangsfaser verbindet, wobei die Ausgangsfaser einen größeren Kerndurchmesser als die Eingangsfaser aufweist. Der Modenfeldadapter weist eine erste Faser mit einem inneren Bereich mit homogener Brechungsindexverteilung auf, wobei der innere Bereich homogener Brechungsindexverteilung größer ist als der Kerndurchmesser der
Seedlaser bzw. Eingangsfaser. Weiter weist der Modenfeldadapter eine der ersten Faser nachgeordnete zweite Faser mit einem inneren Bereich mit einem radial graduell abnehmenden Brechungsindex (Graded-index (GRIN)), auf. Die Länge der GRIN-Faser/GRIN-Linse ist so angepasst, dass das Laserlicht von der Eingangsfaser in den Kernbereich der Ausgangsfaser fokussiert wird. Der kleinere Kern der Eingangsfaser entspricht dabei einem kleinen Modenfelddurchmesser, wobei der größere zweite Kern der Ausgangsfaser einem großen Modenfelddurchmesser entspricht. Die Faser mit homogenem Brechungsindex im inneren Bereich, die den ersten Teil des Modenfeldadapters darstellt, erweitert somit das Modenfeld des aus dem schmalen Eingangsfaserkern stammenden Lichts, welches in dem nachgestellten zweiten Teil, der Gradientenindex-Faser, in den größeren Faserkern der Ausgangsfaser kollimiert wird, wodurch das Modenfeld angepasst wird.
Der so geartete zweiteilige Aufbau des Modenfeldadapters erfordert einen relativ hohen und komplexen Herstellungsaufwand, da für die Verbindung der Eingangsfaser, des Modenfeldadapters und der Ausgangsfaser an drei Positionen gespleißt sowie insgesamt viermal gecleavt werden muss. Multiple Spleiß-Prozesse fordern neben dem erhöhten Herstellungsaufwand auch erhöhte Leistungsverluste an den gespleißten Stellen.
Weiterhin müssen die sehr kurzen Modenfeldadapter Bestandteile sehr genau gefertigt werden, um eine geeignete Kollimation des Laserlichts in die nachfolgende Ausgangsfaser mit größerem Modenvolumen zu gewährleisten. Dies ist insbesondere für den Erhalt einer hohen Strahlqualität von großer Relevanz.
Um eine polarisationserhaltende Führung des Laserlichts durch den Modenfeldadapter zu gewährleisten, ist bei dieser Bauform zudem eine sehr kurze Ausführung des Modenfeldadapters (zwischen 0,5 mm und 1 mm) notwendig, was die Ausführungsform des Bauteils limitiert.
Darstellung der Erfindung
Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Modenfeldadapter zur Anpassung eines Modenfelds einer Eingangsfaser an das Modenfeld einer Ausgangsfaser bereitzustellen, insbesondere bezogen auf eine erleichterte Herstellung mit zugleich polarisationserhaltender Lichtführung im Übergangsbereich.
Die Aufgabe wird durch einen Modenfeldadapter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Figuren.
Entsprechend wird ein Modenfeldadapter zur Anpassung eines Modenfelds einer Eingangsfaser an das Modenfeld einer Ausgangsfaser vorgeschlagen, umfassend eine Modenfeldadapterfaser. Erfindungsgemäß weist die Modenfeldadapterfaser einen Modenfeldanpassungsabschnitt zur Anpassung des Modenfelddurchmessers des Modenfelds der Eingangsfaser an das Modenfeld der Ausgangsfaser auf, wobei die Modenfeldadapterfaser eine Länge zwischen 5mm und 150mm aufweist und der Modenfeldanpassungsabschnitt eine Länge zwischen 5mm und 50mm, bevorzugt eine Länge zwischen 15mm und 50mm, aufweist, wobei die Modenfeldadapterfaser polarisiertes Licht aus der Eingangsfaser polarisationserhaltend in die Ausgangsfaser überführt.
Die Ausführungsformen der Eingangs- und Ausgangsfasern können von unterschiedlichem Fasertyp sein. Die vorliegende Erfindung umfasst, ist aber nicht begrenzt in: Stufenindexfasern, Gradientenindexfasern, sowie mikrostrukturierte Fasern in Form von Hohlkernfasern oder photonischen Kristallfasern (PCF, aus engl. „photonic crystal fiber“). Bezüglich PCFs sind insbesondere photonische Bandlückenfasern und doppelt ummantelte PCFs mit aktivem Kern zu nennen, wobei letztere für Faserlaseranwendungen besonders relevant sind.
Insbesondere ist es möglich, eine Eingangsfaser eines bestimmten Typs mit einer Ausgangsfaser eines anderen Typs über den hier beschriebenen Modenfeldadapter zu verbinden.
Die verschiedenen Fasertypen, die in beispielhaften Ausführungsformen der Eingangs- und Ausgangsfaser verwendet werden können, werden im Folgenden kurz beschrieben. Die Erfindung ist jedoch nicht begrenzt in den explizit vorgestellten Fasertypen.
Stufenindexfasern umfassen einen Fasermantel und einen lichtführenden Kern und sind insbesondere durch einen sich stufenförmig ändernden Brechungsindex gekennzeichnet, wobei der Brechungsindex des Kerns größer als der Brechungsindex des Fasermantels ist, wodurch dessen lichtführende Eigenschaft gewährleistet ist.
Alternativ können doppelt ummantelte Stufen indexfasern verwendet werden, umfassend zwei koaxial angeordneten Fasermäntel, wobei der Brechungsindex des äußeren Mantels kleiner als der Brechungsindex des inneren Mantels ist, und der Brechungsindex des inneren Mantels kleiner als der des Faserkerns ist. Entsprechend wird eine lichtführende Eigenschaft des Faserkerns sowie eine weitere lichtführende Eigenschaft des inneren Mantels gewährleistet.
Einfach als auch doppelt ummantelte Stufen index-Fasern können auch mit einem aktiven dotierten Kern ausgestattet sein, wobei die Dotierung beispielsweise mit seltenen Erdmetallen durchgeführt werden kann. Aktive Kerne mit Dotierung sind insbesondere für Faserlasersysteme von Bedeutung. Besonders bei der doppelt ummantelten Faser Bauform wird die lichtführende Eigenschaft des
inneren Mantels vorzugweise zur optischen Verstärkung von in einem aktiven, dotierten Kern geführten Laserlicht verwendet.
Bei Gradientenindex-Fasern ist kein wohldefinierter lichtführender Kern definiert, sondern die Lichtführung wird über einen graduell und radial nach außen abnehmenden Brechungsindex erreicht. Diese Fasertypen ermöglichen insbesondere eine reduzierte modale Dispersion des geführten Lichts.
Bei photonischen Kristallfasern wird eine Faser mikrostrukturiert, wobei die Mikrostrukturierung einer periodischen Anordnung von Löchern entlang der Faserachse entspricht. Beispielsweise kann der solide Kern der Faser unstrukturiert sein, während das umgebende Fasermaterial mit Löchern in Form eines Dreiecksgitters oder Honigwabengitters strukturiert ist. Die lichtführende Eigenschaft wird durch einen effektiv höheren Brechungsindex im unstrukturierten Kern gegenüber dem strukturierten Mantel erreicht.
Alternativ kann eine photonische Kristallfaser als photonische Bandlückenfaser ausgeführt sein. Hier kann beispielsweise ein luftgefüllter Hohlkern ausgebildet sein, der von einem periodisch strukturierten Mantel umschlossen ist, welcher beispielweise als Dreiecksgitter oder Honigwabengitter mit luftgefüllten Löchern strukturiert ist. Die so geartete periodische Struktur des Brechungsindex im Mantel beeinflusst die Ausbreitung des Lichts durch Beugung und Interferenz und kann eine exklusive Ausbreitung von Licht innerhalb eines schmalen Wellenlängenbereichs im Hohlkern ermöglichen, während die Ausbreitung von Licht jenseits dieses Bereichs unterdrückt ist. Faser-Bauformen mit hohlem, luftgefüllten Kern werden auch als Hohlkernfasern bezeichnet. Im Unterschied zu den zuvor beschriebenen Fasertypen führen photonische Bandlückenfasern das Licht nicht mittels Brechungsindex Unterschieden zwischen Kern und Mantel, sondern über die periodische Anordnung der Lochstruktur im Mantel, die zu einer photonischen Bandlücke führt und die Ausbreitung bestimmter Wellenlängen zulässt beziehungsweise unterdrückt.
Photonische Kristallfasern können in einer weiteren Alternative statt mit einem undotierten soliden Faserkern beziehungsweise einem luftgefüllten Hohlkern auch mit einem aktiven dotierten Kern ausgeführt sein, wobei der aktive Kern mit verschiedenen seltenen Erdmetallen dotiert sein kann. Diese Variante ist insbesondere für Faserlasersysteme von besonderer Relevanz.
Weiterhin können photonische Kristallfasern beziehungsweise photonische Bandlückenfasern auch als doppelt ummantelte Fasern ausgeführt sein. Insbesondere kann die zweite Ummantelung als Luftmantel (engl. „air-clad“) ausgeführt sein, welcher beispielsweise mittels konzentrisch angeordneten, luftgefüllten Löchern um den Faserkern verwirklicht ist. Der Luftmantel bewirkt eine
lichtführende Eigenschaft im inneren Mantel, welches insbesondere für optische Verstärkung in Faserlasersystemen von Bedeutung ist.
Der eben beschriebene beispielhafte Luftmantel ist nicht begrenzt auf photonische Kristallfasern, sondern kann in beliebigen Fasertypen eingesetzt werden.
Ausgehend von fasergeführtem Licht bestimmter Wellenlänge, gibt es mit Ausnahme von Stufenindexfasern keinen einfachen Zusammenhang zwischen dem geometrischen Kerndurchmesser bzw. der Querschnittsfläche des Kerns einer Faser und seinem zugehörigen Modenfeld. Dies ist insbesondere für diejenigen Fasertypen ersichtlich, welche keinen wohldefinierten Kerndurchmesser aufweisen (wie beispielsweise Gradientenindex-Fasern). Da die Modenfeldanpassung des erfindungsgemäßen Modenfeldadapters nicht auf Stufenindexfasern beschränkt ist, wird im Rahmen der Erfindung zur Charakterisierung der Fasern vorwiegend das Modenfeld benutzt.
Das Modenfeld eines beliebigen Glasfasertyps kann im Allgemeinen durch eine effektive Modenfeldfläche Aeff ausgedrückt werden, welche einem Maß für die effektiv abgedeckte Querschnittsfläche der in der Faser vorhandenen räumlichen Intensitätsverteilung der Lichtmoden entspricht. Ein vom Fasertyp unabhängiger allgemeingültiger Ausdruck für die effektive Modenfläche Aeff einer Faser mit Längsrichtung entlang der z-Achse und dazu transversalen Achsen x und y, kann wie folgt errechnet werden:
> ( (x,y) dx dy)2 ^eff - 77 7 ’
J (/(x,y)) dx dy wobei /( ,y) die räumliche Intensitätsverteilung der Lichtmoden ist und die Integration sich über die Querschnittsfläche der kompletten Faser, auch jenseits des lichtführenden Kerns, erstreckt. Die Intensitätsverteilung der Lichtmoden kann entweder durch Messung oder durch numerische Simulation des Modenprofils bestimmt werden. Die Begriffe Modenfeld und effektive Modenfeldfläche sollen im Folgenden synonym verwendet werden.
Weiterhin unterscheidet man Fasern in Einzelmodenfasern und Multimodenfasern. Während Einzelmodenfasern derart konzipiert sind, dass sie für eine festgelegte Lichtwellenlänge nur die Fundamentalmode mit einem näherungsweise gaußförmigen radialen Intensitätsprofil führen können, ist in Multimodenfasern die Ausbreitung von mehreren Moden erlaubt. Mit Ausnahme von photonischen Kristallfasern ist die Anzahl der erlaubten Moden im Wesentlichen durch die effektive Modenfeldfläche Aeff des geführten Lichts bestimmter Wellenlänge sowie der numerischen Apertur der Faser bestimmt. Das spezielle Design von photonischen Kristallfasern ermöglicht aber bei
nominell gleicher effektiver Modenfeldfläche und numerischer Apertur eine signifikant reduzierte Anzahl an erlaubten Moden gegenüber konventionelleren Fasertypen wie Stufen index-Fasern oder Gradientenindex-Fasern.
Um hohe Strahlqualität mit Beugungsmaßzahl nahe 1 zu verwirklichen sind Einzelmodenfasern zu bevorzugen, da die Lichtausbreitung dieser Moden am Faserausgang lediglich beugungsbegrenzt ist. Weiterhin ist die Verwendung von Einzelmodenfasern mit großer effektiver Modenfeldfläche, wie zum Beispiel mittels photonischen Kristallfasern, von besonderem Vorteil, da sie eine gleichzeitige Verwirklichung von hoher Ausgangstrahlqualität und großem Modenfeld ermöglichen. Da ein großes Modenfeld hohe optische Leistungen zulässt, kann beispielsweise in Faserlasersystemen leistungsstarkes Laserlicht mit zugleich hoher Brillianz erreicht werden.
Im Falle einer Einzelmodenfaser mit gaußförmigem, radialem Intensitätsprofil kann die effektive Modenfeldfläche über den Modenfeldradius w charakterisiert werden, wobei Aeff = n w2 gilt. In diesem Fall kann das Modenfeld auch über den Modenfelddurchmesser d = 2w ausgedrückt werden.
Im besonderen Fall von Stufenindex-Fasern kann unter Zuhilfenahme des geometrischen Kernradius a der betreffenden Faser auch der Modenfeldradius w bestimmt werden. Nach Marcuse’s Gleichung gilt: w 1.619 2,879
0,65 + a 3
72 + 6
Hier bezeichnet V die sogenannte 7-Zahl, gegeben durch
wobei A die Wellenlänge des verwendeten Laserlichts ist und NA = Jncore 2 - ncladding 2 die numerische Apertur der Faser ist. Letztere ist durch den Brechungsindex ncore des Kerns und den Brechungsindex ncladding des angrenzenden Fasermantels der Stufenindex-Faser bestimmt. Die V- Zahl entspricht einem dimensionslosen Parameter, der als eine Art von normalisierter optischer Frequenz gesehen werden kann. Anders ausgedrückt wird für die Berechnung der 7-Zahl der mit der numerischen Apertur NA gewichtete geometrische Faserkernradius a auf die verwendete Laserfrequenz, welche proportional zur reziproken Wellenlänge Ä ist, normalisiert. Die 7-Zahl ist insbesondere ein Abgrenzungskriterium zwischen Einzelmodenfasern und Multimodenfasern bezüglich Stufenindex-Fasern. Insbesondere für V < 2.405 kann eine Faser lediglich eine Mode (die
Fundamentalmode) pro Polarisationsrichtung transportieren. Multimodenfasern sind entsprechend durch größere V-Zahlen charakterisiert.
Der Hauptunterschied zwischen der Eingangs- und Ausgangsfaser ist insbesondere dadurch charakterisiert, dass sich das Modenfeld der Eingangsfaservon dem Modenfeld der Ausgangsfaser unterscheidet.
In einer Ausführungsform kann beispielsweise das Modenfeld der Eingangsfaser kleiner sein als das Modenfeld der Ausgangsfaser.
In einerweiteren Ausführungsform kann das Modenfeld der Eingangsfaser auch größer sein als das Modenfeld der Ausgangsfaser.
Die Funktion des Modenfeldadapters ist nicht beschränkt auf die Anpassung von Modenfeldern für Einzelmodenfasern oder Multimodenfasern, eine Anpassung kann entsprechend für beide Fasertypen erfolgen. Insbesondere kann die Eingangsfaser eine Einzelmodenfaser sein und die Ausgangsfaser eine Multimodenfaser oder umgekehrt.
Im besonderen Fall von Stufenindex-Fasern kann die Klassifizierung einer Faser als Einzelmodenfaser oder Multimodenfaser mit Hilfe der V-Zahl erfolgen. Für eine festgelegte Wellenlänge und einer ebenfalls festgelegten numerischen Apertur des lichtführenden Kerns ist die Faser als Einzelmodenfaser klassifiziert wenn V < 2,405, und als Multimodenfaser wenn V > 2,405.
Für kompliziertere/andere Fasertypen, gibt es kein allgemeingültiges Kriterium für die Einordnung der Fasern als Einzelmodenfasern oder Multimodenfasern. Numerische Simulationen des Modenprofils der betreffenden Fasern sind dann üblicherweise nötig.
Der vorgeschlagene Modenfeldadapter, der zur Verbindung zwischen der oben beschriebenen Eingangs- und Ausgangsfaser bestimmt ist, ist insbesondere selbst als Glasfaser ausgeführt und umfasst einen Kern und einen Mantel, wobei der Mantel einen niedrigeren Brechungsindex ais der lichtführende Kern aufweist. Die so geartete Modenfeldadapterfaser weist eine Länge zwischen 5 mm und 150 mm auf, sowie einen Modenfeldanpassungsabschnitt, welcher insbesondere eine Länge zwischen 5mm und 150mm, bevorzugt eine Länge zwischen 15mm und 50mm, aufweist.
Insbesondere ist der Kerndurchmesser innerhalb eines Modenfeldanpassungsabschnitts entlang seiner Längsrichtung expandierend ausgeführt und umfasst demnach ein Ende mit nichtexpandiertem Kern sowie ein Ende mit maximal expandiertem Kern. Im Allgemeinen kann der Manteldurchmesser mit der graduellen Expansion des Kerns korrespondieren, in einer bevorzugten
Ausführungsform ist der Manteldurchmesser jedoch konstant und beträgt mindestens 130 pm und weniger als 900 pm, in einer bevorzugten Ausführungsform beispielsweise 400 pm.
Der expandierende Kerndurchmesser des Modenfeldadapters korrespondiert mit einem zunehmenden Modenfeld, eine allgemeingültige Relation zwischen dem geometrischen Kerndurchmesser und dem Modenfeld ist aber aufgrund unterschiedlicher Herstellungsprozesse des Modenfeldadapters nicht gegeben. Entsprechend der zuvor eingeführten Definition kann das Modenfeld jedoch durch die effektive Modenfeldfläche Aeff charakterisiert werden. Eine Anpassung der Modenfelder an der Eingangs- und Ausgangsseite des Modenfeldadapters erfolgt daher im Allgemeinen über eine Anpassung der Modenfelder und nicht zwingend über eine Anpassung der geometrischen Kerndurchmesser. Letzteres ist lediglich für Stufenindex-Fasern sinnvoll, bei der eine klare Trennung zwischen Kern und Mantel über den sich stufenförmig ändernden Brechungsindex angegeben werden kann.
Demgemäß hat jenes Ende des Modenfeldadapters, welches den nicht-expandierten Kerndurchmesser aufweist, ein vergleichsweise kleines Modenfeld und wird dem Modenfeld der Eingangsfaser angepasst, während jenes Ende mit dem maximal expandierten Kerndurchmesser ein größeres Modenfeld aufweist und dem Modenfeld der Ausgangsfaser angepasst wird.
Entsprechend einer oben beschriebenen Alternative kann das Modenfeld der Eingangsfaser auch größer sein als das Modenfeld der Ausgangsfaser. Hier kann der Modenfeldadapter umgekehrt eingesetzt werden und somit ein großes Modenfeld der Eingangsfaser in ein kleineres Modenfeld der Ausgangsfaser überführen.
Der im Durchmesser graduell expandierende Kern des Modenfeldadapters kann durch verschiedene Prozesse verwirklicht werden. Eine übliche Methode zur Herstellung der Modenfeldadapterfaser ist das „Tapern“ einer Faser, wobei eine Faser lokal erhitzt und dabei an ihren Enden auseinandergezogen wird, wodurch sie an der erhitzen Stelle dünner und länger wird. Ein entsprechendes Cleaven an der verdünnten Stelle und an einer unveränderten, dickeren Stelle erzeugt den Modenfeldadapter. Bei dieser Methode korrespondieren die Expansion des lichtführenden Kerns und des Mantels.
Eine weitere hier bevorzugte Möglichkeit zur Herstellung des Modenfeldadapters besteht in der thermischen Expansion des Kerns (TEC von engl. „thermally expanded core“) der Modenfeldadapterfaser. Hierbei wird eine Faser mit kleinem Modenfeld einem entlang der Längsachse variierendem Heizprofil ausgesetzt. Dadurch findet eine Diffusion der das radiale Profil des Faserkerns definierenden Glasbestandeile statt und das Modenfeld der Grundmode vergrößert sich. Hierbei ist anzumerken, dass bei der TEC-Methode die Grenze des Kerns zum Mantel
prozessbedingt nicht mehr wohldefiniert ist. Entsprechend kann im expandierten Bereich des Kerns kein wohldefinierter Wert des geometrischen Kerndurchmessers angegeben werden. In diesem Fall greift man wiederum auf die Berechnung/Messung des Modenfelds zurück, um den lichtführenden Teil der Faser zu definieren.
Entsprechend weist in einem Ausführungsbeispiel der Kern einer thermisch expandierten Modenfeldadapterfaser beispielsweise eine graduelle Expansion des geometrischen Kerndurchmessers von 10 pm auf einen Modenfelddurchmesser von 30 pm auf. Hier ist darauf hinzuweisen, dass entsprechend der eingeführten Definition des Modenfelds über die effektive Modenfeldfläche die Angabe eines Modenfelddurchmessers nur für radialsymmetrische Modenprofile des Lichts in der Faser sinnvoll ist, da nur in diesem Fall eine kreisförmige Definition der Modenfeldfläche zulässig ist. Letzteres ist typischerweise nur in Einzelmodenfasern zuverlässig gegeben. Zur adäquaten Anpassung des Modenfelds an eine darauffolgende Einzelmoden- Ausgangsfaser sollte diese dementsprechend ebenfalls mit einem Modenfelddurchmesser von 30 pm ausgeführt sein.
Für die Verbindung der Modenfeldadapterfaser mit der Eingangs- und Ausgangsfaser wird zuerst jeweils am nicht expandierten Ende als auch am maximal expandierten Ende der Modenfeldadapterfaser poliert und gegebenenfalls gecleavt. Das Ziel des Polierens und/oder Cleavens ist ein möglichst perfektes flaches Ende der Faser zu erzeugen. Nach dem Polieren und/oder Cleaven werden die beiden Enden der Modenfeldadapterfaser an die Eingangsfaser beziehungsweise Ausgangsfaser gespleißt, wobei die korrespondierenden Modenfelder der Faserkerne miteinander verbunden werden. Beim Spleißen der Fasern werden die lichtführenden Kerne der zu spleißenden Glasfasern punktgenau aufeinander justiert, und nachfolgend über verschiedene Methoden miteinander verbunden. Beispielsweise kann die Verbindung über einen Fusionsspleiß stattfinden, bei dem die Enden mit einem Lichtbogen miteinander verschmolzen werden.
Eine derartige monolithische Bauweise (d.h. die Modenfeldanpassung der Eingangs- und Ausgangsfaser geschieht mittels eines Modenfeldadapters, der ausschließlich mit Faserbestandteilen gefertigt ist) ermöglicht eine kompakte, robuste und kosteneffiziente Ausführung der Vorrichtung.
Als quantitatives Kriterium für eine ordnungsgemäße Funktionsweise des Modenfeldadapters können maximal tolerierbare Leistungsverluste an den Verbindungsstellen, also dem Übergang zwischen Eingangsfaser und Modenfeldadapterfaser, sowie zwischen Modenfeldadapterfaser und Ausgangsfaser, für den Fall von Einzelmodenfasern definiert werden. Entsprechend soll die
Eingangsfaser, die eine Fundamentalmode mit einem kleinen Modenfeld führen kann, mit dem eingangsseitigen Modenfeld der Modenfeldadapterfaser so angepasst werden, dass (z.B. mittels eines eingangsseitigen Spleiß der Eingangsfaser an die Modenfeldadapterfaser) eine optische Kopplung der Modenfelder mit einem Verlust von <3 dB, bevorzugt <1 dB möglich ist. Ausgangsseitig soll die Modenfeldadapterfaser mit vergrößertem Modenfeld auf das ebenfalls größere Modenfeld der Ausgangsfaser so angepasst werden, dass ein Verlust <3 dB, bevorzugt <2 dB möglich ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Eingangs- und Ausgangsfaser polarisationserhaltend (PM, von engl. „polarisation maintaining“) gefertigt. Polarisationserhaltend bedeutet, dass in einer Faser eingestrahltes Licht eines bestimmten Polarisationszustandes diesen Polarisationszustand über eine bestimmte Strecke entlang der Faser beibehält. Eine dazu gegensätzliche Verschlechterung des Polarisationszustandes wird dadurch induziert, dass zunehmend orthogonale Polarisationszustände des Lichts (verglichen mit dem Polarisationszustand des eingestrahlten Lichts) vorhanden sind. Eine quantitative Größe zur Beschreibung des Polarisationszustandes kann über das Polarisationsverhältnis angegeben werden, welches aus der gewünschten Polarisationskomponente des eingestrahlten Lichts und dem dazu orthogonalen Anteil des Polarisationszustandes gebildet werden kann. Eine Änderung des Polarisationszustandes kann entsprechend durch den prozentualen Anteil der eingestrahlten Polarisation von Licht angegeben werden, die beim Durchgang durch die Modenfeldadapterfaser in die dazu orthogonale Polarisation konvertiert wird.
Ohne besondere Fertigung ist eine Faser bereits über sehr kurze Distanzen nicht polarisationserhaltend, da trotz der zirkularen Symmetrie einer Faser kleinste Verunreinigungen, Asymmetrien oder spannungserzeugende Verbiegungen eine schwache und zufällige, parasitäre doppelbrechende Eigenschaft der Faser herbeiführen, welche aufgrund der typischerweise sehr kleinen mikroskopischen Lichtwellenlängen jedoch bereits über kurze, allerdings makroskopische Distanzen einen signifikanten Einfluss auf die Polarisation durch die doppelbrechungsinduzierte Kopplung zwischen den Polarisationszuständen hat. Um polarisationserhaltende Fasern zu fertigen, wird daher beispielsweise absichtlich eine starke, aber wohldefinierte Doppelbrechung in der Faser erzeugt, wodurch zwei wohldefinierte Polarisationszustände mit eindeutigen und verschiedenen Phasengeschwindigkeiten propagieren können.
Für eine vorgegebene Wellenlänge kann dann die Schwebungslänge (engl. „Beat-Length“) definiert werden, die durch diejenige Distanz entlang der Faser gegeben ist, über welche hinweg einer der Polarisationszustände eine Verzögerung von einer Wellenlänge gegenüber dem dazu orthogonalen Polarisationszustand erfährt. Betrachtet man einen Polarisationszustand 1 (mit dazu orthogonalem
Polarisationszustand 2) an einem Punkt 0 entlang der Faser, sorgt die intrinsische, parasitäre Kopplung zwischen den orthogonalen Polarisationszuständen für eine endliche Amplitude in Polarisationszustand 2 mit bestimmter Phase. Nach der Propagation der Lichtwelle über eine halbe Schwebungslänge sorgt dieselbe zufällige Kopplung wiederum für eine endliche Amplitude in Polarisationszustand 2, jedoch mit einem 180° Phasenschub verglichen mit der Kopplung am Punkt 0, wodurch eine Aufhebung der in Polarisationszustand 2 befindlichen Wellenanteile stattfindet. In anderen Worten sollte für eine polarisationserhaltende Faser die Schwebungslänge aus der extern induzierten Doppelbrechung deutlich kleiner sein als diejenige Längenskala, auf welcher die parasitäre doppelbrechende Kopplung durch intrinsische Effekte wie Verbiegung und Verunreinigungen variiert. Dementsprechend wird die eingestrahlte Polarisation über eine Distanz, die einer Vielzahl der Schwebungslänge entspricht, erhalten.
Eine nach diesem Prinzip gefertigte Faser kann beispielsweise durch nicht-zirkulare Symmetrien des Fasermantels und/oder des Kerns erzeugt werden, oder durch gegenüberliegende axial verlaufende Stäbe innerhalb des Fasermantels, welche derart konfiguriert sind, dass sie eine spannungsinduzierte Doppelbrechung herbeiführen können.
Der vorgeschlagene Modenfeldadapter ist trotz der sehr langen Ausführung der Modenfeldadapterfaser polarisationserhaltend, obwohl das Fasermaterial des Modenfeldadapters keine polarisationserhaltenden Strukturen aufweist. Dieses Merkmal wird ermöglicht, indem (1) das nicht-PM Faserstück, welches den Modenfeldadapter repräsentiert, dennoch hinreichend kurz ist, (2) die PM Eingangsfaser und die PM Ausgangsfaser vor dem Spleißen entsprechend ihrer Polarisationsachse zueinander ausgerichtet werden und (3) der gesamte Bereich des Übergangs in der Modenfeldadapterfaser hinreichend spannungsfrei gehaltert wird, um eine Verschlechterung des Polarisationsgrades durch spannungsinduzierte Doppelbrechung zu vermeiden. Unter diesen Voraussetzungen kann anschließend ein Testsignal in die Eingangsfaser eingekoppelt werden und so durch Ausrichtung der Fasern zueinander die Leistung und das Polarisationsverhältnis an der Ausgangsfaser optimiert beziehungsweise maximiert werden.
Die oben genannten Verfahren zur Herstellung des Modenfeldanpassungsabschnitts sind mit nicht polarisationserhaltenden Fasern deutlich einfacher umzusetzen, insbesondere bei großen Unterschieden zwischen den Durchmessern der Ein- und Ausgangsfasern. Der vorliegend vorgeschlagene Modenfeldadapterfaser, welche eine polarisationserhaltende Lichtführung ohne explizit polarisationserhaltende Strukturen beschreibt, gewährleistet daher eine stark vereinfachte Herstellung eines polarisationserhaltenden Modenfeldadapters.
Insbesondere weist die Modenfeldadapterfaser keine explizit ausgebildeten polarisationserhaltenden Strukturen auf, so wie beispielsweise Spannungsstäbe oder andere doppelbrechende Strukturen, die zu einer polarisationserhaltenden Propagation der Wellen führen sollen. Auch asymmetrische faser- oder Mantelkonstruktionen, die zu einer Polarisationserhaltung führen können, sind für die Modenfeldadapterfaser nicht vorgesehen.
Die Modenfeldadapterfaser wird durch eine Halterung ungebogen, bevorzugt gerade, besonders bevorzugt mit einem Krümmungsradius von mehr als 10 m gehaltert. Somit wird sichergestellt, dass zufällig verteilte beziehungsweise inhomogene spannungsinduzierte Doppelbrechung vermieden beziehungsweise reduziert wird und die Polarisation im Modenfeldadapter über seine Länge weitestgehend erhalten bleibt.
Besagte Halterung umfasst einen Tubus, bevorzugt einen Glastubus, welcher die Eingangsfaser und die Ausgangsfaser jeweils mittels eines Klebepunkts in dem Tubus fixiert. Entsprechend wird der Modenfeldadapterfaser mittelbar in dem Tubus gehaltert, wobei die zwei Klebepunkte den Tubus verschließen.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf eine Tubus-förmige Halterung des Modenfeldadapters beschränkt, vielmehr ist auch jede andere geeignete Geometrie zur Halterung im Rahmen der Erfindung anwendbar.
In einer Weiterbildung wird die mittelbare Befestigung der Modenfeldadapterfaser in einem Quarzglas-Röhrchen befestigt. Die Befestigung erfolgt über zwei Klebepunkte, wobei die Klebepunkte derart gestaltet sind, dass sie das Röhrchen abdichtend verschließen. Die abdichtenden Klebepunkte verhindern/verringern primär das Eindringen von Partikeln, mutmaßlich aber auch das Eindringen von Wasserdampf. Besonders bevorzugt ist hierbei eine möglichst spannungsfreie Lagerung zur Vermeidung der spannungsinduzierten Doppelbrechung. Dementsprechend sollte ein bevorzugt weicher Kleber zur Befestigung verwendet werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Änderung des Polarisationszustands, also der prozentuale Anteil der eingestrahlten Polarisation von Licht, der beim Durchgang durch die Modenfeldadapterfaser in die dazu orthogonale Polarisation konvertiert wird mittels der zuvor genannten spannungsfreien Halterung kleiner als 25% (-6dB), bevorzugt kleiner als 1% (-20dB).
In einer besonders bevorzugten Anwendung kann die Faserverbindung zwischen der Eingangsfaser, der Modenfeldadapterfaser und der Ausgangsfaser als Laser-Verstärkungs-System verwendet werden. Hierfür kann die Eingangs- und/oder Ausgangsfaser mit einem dotierten Faserkern ausgeführt sein, welches als aktives Laser Medium fungiert. Die Dotierung kann mit
geeigneten Atomen wie beispielsweise Erbium, Ytterbium, Thulium oder Neodym erfolgen, wobei die vorliegende Erfindung nicht auf die genannten Dotieratome begrenzt ist. Die Dotierung des Kerns bildet für die Fasern des Faserlasers das aktive Medium für die stimulierte Emission und Verstärkung von eingestrahltem Laserlicht.
In Faser-Laser Verstärker-Systemen, welche hohe Anforderungen an große Ausgangsleistungen mit zugleich hoher Strahlqualität haben, ist die Verwendung von Modenfeldadaptern mit ausgangsseitig großem Modenfeld von besonderer Relevanz. Dies liegt darin begründet, dass Fasern mit kleinem Modenfeld aber hohen Lichtleistungen sehr große optische Intensitäten aufweisen, welche zu unerwünschten nichtlinearen Licht-Materie Wechselwirkungen führen. Letztere haben unter anderem Frequenzkonversionen zur Folge und beeinflussen damit die Qualität des Laserlichts. Solche nichtlinearen Effekte können durch die Bereitstellung großer Modenfelder unterdrückt werden, da darin die optische Intensität vergleichsweise gering gehalten werden kann.
In einer Ausführungsform kann die Eingangsfaser als Vorverstärkerfaser und/oder die Ausgangsfaser ais Hauptverstärkerfaser ausgebildet sein. Das bedeutet insbesondere, dass die Fasern mit einem aktiven Medium im Kern ausgeführt sind, wodurch mittels externem Pumplicht die Laserlichtleistung verstärkt werden kann. Die Ausführung der Eingangsfaser als Vorverstärkerfaser bedeutet insbesondere, dass die Leistung des Laserlichts durch das kleinere Modenfeld begrenzt ist. Hingegen stellt das vergleichsweise große Modenfeld der Ausgangsfaser ausgeführt als Hauptverstärkerfaser eine große mögliche Ausgangsleistung bereit.
Im Falle einer einfach ummantelten Eingangs- und/oder Ausgangsfaser gemäß zuvor genannter Ausführungsformen, kann Pumplicht zur Verstärkung des Laserlichts in den Kern der Eingangsfaser und/oder Ausgangsfaser eingekoppelt werden.
Im Falle einer doppelt ummantelten Eingangs- und/oder Ausgangsfaser, gemäß zuvor genannter Ausführungsformen, kann das Pumplicht zur Verstärkung des Laserlichts in den inneren Mantel der Eingangsfaser und/oder Ausgangsfaser eingekoppelt werden.
Die eben genannte Ausführungsform basierend auf doppelt ummantelten Verstärkerfasern ist für die Laserverstärkung besonders bevorzugt, da die Einkopplung von Pumplicht in den inneren Mantel eine höhere Pumpleistung im Vergleich zur Einkopplung in den Kern einer einfach ummantelten Verstärkerfaser ermöglicht und eine zugleich hohe Strahlqualität des im vergleichsweise schmalen Kern geführten Laserlichts sicherstellt.
In einer typischen Ausführungsform mittels Stufen index-Fasern wird die Eingangsfaser als Vorverstärkerfaser mit kleinen Kerndurchmessern gefertigt, bevorzugt in der Größenordnung < 10 |im. Eine hohe Leistung kann hingegen am Ende der Verstärkerkette ermöglicht werden, indem die Ausgangsfaser als Hauptverstärkerfaser mit größeren Kerndurchmessern verwendet wird, bevorzugt in der Größenordnung > 20 |im.
Zur vollständigen Implementierung des Lasersystems wird zuerst in einer Seed-Quelle Laserstrahlung, beispielsweise Laserpulse, erzeugt. Dieses Laserlicht wird in den Kern der Eingangsfaser mit kleinem Modenfeld eingekoppelt und gegebenenfalls vorverstärkt. Nachfolgend befindet sich der Modenfeldadapter, bei dem das eingekoppelte Laserlicht mit kleinem Modenfeld aus der Eingangsfaser auf das vergrößerte Modenfeld der Ausgangsfaser angepasst wird. Die Ausgangsfaser wird als Verstärkerfaser verwendet, indem in die Ummantelung der Ausgangsfaser über einen Pump-Signal-Combiner Laserstrahlung aus einer Pumpquelle eingekoppelt wird. Das eingekoppelte Pumplicht verstärkt die Laserstrahlung in der Ausgangsfaser. Verstärkte Laserstrahlung tritt aus der Ausgangsfaser des Lasersystems.
Die Seed-Quelle wird beispielsweise als eine Diode mit Faserverstärker, Faseroszillator und gegebenenfalls mit Vorverstärker ausgebildet. Alternative Bereitstellung von Laserlicht zur Einkopplung in die Eingangsfaser sind dabei nicht ausgeschlossen.
Die Pump-Quelle kann beispielsweise als eine oder mehrere fasergekoppelte Laser Dioden ausgeführt sein, welche typischerweise an Multimodenfaser(n) gekoppelt ist, wobei Letztere als Pumpfasern bezeichnet werden.
Der Pump-Signal-Combiner stellt eine Vorrichtung zur Einkopplung des aus einer externen Pumpquelle stammenden Pumplichts in die Mantelfläche der als Hauptverstärkerfaser ausgeführten Ausgangsfaser bereit, wobei das Pumplicht in den zugehörigen Pumpfasern geführt wird. Beispielsweise können hierfür mehrere Pumpfasern aus der Pumpquelle mit der Hauptverstärkerfaser verbunden werden. Letzteres geschieht typischerweise derart, ist allerdings nicht begrenzt darin, dass die Pumpfasern um die Ausgangsfaser angeordnet sind, und das gesamte Bündel (in der Regel von einem Glasrohr umgeben) so getapered wird, dass seine Abmessungen denen der aktiven Faser entsprechen. Entsprechend werden die Pumpfasern und die aktive Ausgangsfaser derart verschmolzen, dass ein stabiles und einteiliges Faserkonstrukt entsteht.
In einer alternativen Form kann die Einkopplung von externem Pumplicht im Rahmen des Pump- Signal-Combiners auch mittels einer Freistrahloptik erfolgen.
In einer Ausführungsform des Lasersystems wird beispielsweise über den Pump-Signal-Combiner Pumplicht aus einer Pumpguelle in die Mantelfläche der Ausgangsfaser in die entgegengesetzte Richtung zum eingestrahlten Laserlicht gepumpt, wodurch nicht-absorbiertes Pumplicht in die Mantelfläche des Modenfeldadapters gelangt.
Nicht absorbiertes Pumplicht kann in einem optional vorgesehenen Modestripper am Modenfeldadapter aus dem System ausgekoppelt werden. Dies verhindert bei hohen Pumpleistungen eine Zerstörung der Faserkomponenten/Verstärkerfasern, die vor dem Modenfeldadapter angeordnet sind, sowie eine unerwünschte Einkopplung des Pumplichts in die Seed-Quelle.
Der Mode-Stripper Abschnitt weist in einer Ausführungsform eine aufgeraute Außenfläche am Fasermantel auf, die beispielsweise durch eine HF-Ätzung des Fasermantels erzeugt werden kann.
In einerweiteren Ausführungsform des Mode-Strippers kann der Fasermantel des Mode-Stripper Abschnitts mit einer Schicht belegt sein, die einen höheren Brechungsindex als der Fasermantel aufweist, wodurch nicht-absorbiertes Pumplicht in dem Mantel absorbiert beziehungsweise seitlich ausgekoppelt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der Mode-Stripper Abschnitt über den Modenfeldanpassungsabschnitt.
In einer zuvor genannten Ausführungsform der Modenfeldadapterfaser, bei der der expandierende Kern durch ein TEC-Verfahren hergestellt ist, weist der Mantel einen relativ großen Manteldurchmesser von mindestens 130 pm, insbesondere einen Durchmesser von beispielsweise 400 pm auf. Dadurch wird eine homogene Einbringung von Wärme entlang der Faser ermöglicht, wodurch etwaige Spannungsfelder im Kern, die zu einer Kopplung von Leistung in höhere Kern- Moden durch Spannungsdoppelbrechung führen, vermindert/vermieden werden können. Außerdem kann nicht absorbiertes Pumplicht aus der Ausgangs-ZVerstärkerfaser zu großem Teil, bevorzugt vollständig im Mantel des Modenfeldadapters geführt werden. Das im Mantel geführte nichtabsorbierte Pumplicht kann im Modestripper ausgekoppelt werden., wodurch eine Zerstörung der Faser durch nicht absorbierte Pumpstrahlung am Modenfeldadapter vermieden wird.
Nicht zuletzt ist durch den relativ großen Manteldurchmesser des Modenfeldadapters eine damit verbundene hohe Eigensteifigkeit der Faser verbunden, welche den kompletten Herstellungsprozess erleichtert.
Kurze Beschreibung der Figuren
Bevorzugte weitere Ausführungsformen der Erfindung werden durch die nachfolgende Beschreibung der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung des Längsschnitts einer Modenfeldadapterfaser und eines Querschnitts einer Eingangsfaser und einer Ausgangsfaser;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Längsschnitts der Modenfeldadapterfaser in Verbindung mit der Eingangs- und Ausgangsfaser mit polarisationserhaltenden Strukturen;
Figur 3 eine schematische Darstellung der Halterung zur Fixierung der Eingangs- und Ausgangsfaser sowie des Modenfeldadapters; und
Figur 4 eine schematische Darstellung des Aufbaus des Faserlasersystems inklusive dem Modenfeldadapter.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figuren beschrieben. Dabei werden gleiche, ähnliche oder gleichwirkende Elemente in den unterschiedlichen Figuren mit identischen Bezugszeichen versehen, und auf eine wiederholte Beschreibung dieser Elemente wird teilweise verzichtet, um Redundanzen zu vermeiden.
Figur 1 zeigt schematisch einen Modenfeldadapter 1 in einem Längsschnitt. Der Modenfeldadapter 1 weist eine Eingangsseite 10 und eine Ausgangsseite 12 auf. Die Eingangsseite 10 des Modenfeldadapters 1 ist dazu ausgebildet, eine hier in einem Querschnitt sehr schematisch dargestellte Eingangsfaser 2 anzukoppeln. Die Ankopplung zwischen der Eingangsseite 10 des Modenfeldadapters 1 und der Stirnseite 20 der Eingangsfaser 2 kann beispielsweise über einen Spleißprozess erreicht werden.
Die Ausgangsseite 12 des Modenfeldadapters 1 dazu ausgebildet, eine hier ebenfalls in einem Querschnitt sehr schematisch dargestellte Ausgangsfaser 3 anzukoppeln. Die Ankopplung zwischen der Ausgangsseite 12 des Modenfeldadapters 1 und der Stirnseite 30 der Ausgangsfaser 3 kann beispielsweise ebenfalls über einen Spleißprozess erreicht werden.
In der Figur 1 ist der Modenfeldadapter 1 in einem Längsschnitt gezeigt, wohingegen die Eingangsfaser 2 und die Ausgangsfaser 3 jeweils in einem Querschnitt gezeigt werden.
Wie bereits herausgestellt, können die Faser-Bauformen der Eingangs- und Ausgangsfaser unterschiedlichen Typs sein, was zu sehr unterschiedlichen Eigenschaften des zugehörigen Modenfelds der Fasern führen kann und insbesondere keine einfache Relation zwischen geometrischem Kerndurchmesser und Modenfeld zulässt, zumal einige Fasertypen keine wohldefinierten Kerndurchmesser aufweisen. Zum Zwecke einer verständlichen Beschreibung sollen die Modenfelder der skizzierten Fasern in den Figuren über den Modenfelddurchmesser charakterisiert werden. Dies setzt insbesondere Einzelmodenfasern voraus, da nur dann ein radialsymmetrisches Profil durch die gaußförmige Fundamentalmode gegeben ist. Wie bereits in der Beschreibung erwähnt, ist die Erfindung allerdings nicht in der Verwendung von Einzelmodenfasern beschränkt, da eine Modenfeldanpassung auch über die effektive Modenfeldfläche erfolgen kann. Weiterhin werden die Fasern mit einer einfachen Ausführung des Fasermantels gezeigt, wobei eingangs beschriebene kompliziertere Bauformen wie beispielsweise doppelte Ummantelungen nicht ausgeschlossen sind.
Die Eingangsfaser 2 weist, wie an der schematisch dargestellten Stirnseite 20 zu erkennen, einen lichtführenden Faserkern 22 auf, der durch einen ersten Modenfelddurchmesser d1 charakterisiert ist. Um den Faserkern 22 herum ist ein Fasermantel 24 ausgebildet.
Die Ausgangsfaser 3 weist ebenfalls einen Faserkern 32 auf, welcher einen zweiten Modenfelddurchmesser d2 aufweist. Um den Faserkern 32 herum ist ebenfalls ein Fasermantel 34 ausgebildet.
Der Faserkern 22 der Eingangsfaser 2 weist einen deutlich geringeren ersten Modenfelddurchmesser d1 auf als der Faserkern 32 der Ausgangsfaser 3, der einen zweiten Modenfelddurchmesser d2 aufweist.
Da die beiden Modenfelder des Faserkerns 22 der Eingangsfaser 2 und des Faserkerns 32 der Ausgangsfaser 3 unterschiedliche Durchmesser aufweisen, ist eine direkte Verbindung der Eingangsfaser 2 mit der Ausgangsfaser 3 nur mit sehr hohen optischen Verlusten möglich, da der abrupte Übergang zu Reflexionen an der Schnittstelle führt.
Mittels des Modenfeldadapters 1 kann entsprechend das Modenfeld der Eingangsfaser 2 an das Modenfeld der Ausgangsfaser 3 angeglichen beziehungsweise angepasst werden, wodurch optische Verluste beim Übergang signifikant reduziert werden.
Hierzu weist der Modenfeldadapter 1 eine Modenfeldadapterfaser 14 auf, welche entsprechend eine Eingangsseite 10 und eine Ausgangsseite 12 aufweist. Die Modenfeldadapterfaser 14 weist einen Faserkern 140 auf, der an der Eingangsseite 10 einen Modenfelddurchmesser d1 a aufweist,
der dem Modenfelddurchmesser d1 der Eingangsfaser 2 entspricht, und an der Ausgangsseite 12 einen Modenfelddurchmesser d2a aufweist, der dem Modenfelddurchmesser d2 der Ausgangsfaser 3 entspricht.
Entsprechend kann durch das Anbinden der Eingangsfaser 2 mit ihrer Stirnseite 20 an die Eingangsseite 10 des Modenfeldadapters 1 das Modenfeld der Eingangsfaser 2 in den Modenfeldadapter 1 und insbesondere seinen Faserkern 140 eingekoppelt werden. An der Ausgangsseite 12 des Modenfeldadapters 1 kann das Modenfeld aus dem Faserkern 140 des Modenfeldadapters 1 in den Faserkern 32 der Ausgangsfaser 3 eingekoppelt werden.
Der Faserkern 140 des Modenfeldadapters 1 expandiert entsprechend von der Eingangsseite 10 zur Ausgangsseite 12 hin. Wie schematisch in der Figur 1 gezeigt, findet in der hier beispielhaften Ausführungsform die eigentliche Anpassung des Modenfelddurchmessers des Faserkerns 140 des Modenfeldadapters 1 nicht über die gesamte Länge L der Modenfeldadapterfaser 14 hinweg statt. Die Länge L der Modenfeldadapterfaser 14 ist definiert als die Länge zwischen der Eingangsseite 10 und der Ausgangsseite 12 der Modenfeldadapterfaser 14.
Vielmehr erstreckt sich der Faserkern 140 der Modenfeldadapterfaser 14 von der Eingangsseite 10 aus zunächst mit unverändertem ersten Modenfelddurchmesser d1 a, der dem Modenfelddurchmesser d1 des Faserkerns 22 der Eingangsfaser 2 entspricht. Dieser mit einem unveränderten Modenfelddurchmesser versehene erste Abschnitt 142 des Faserkerns 140 der Modenfeldadapterfaser 14 weist in Figur 1 die als L1 bezeichnete Länge auf.
Weiterhin ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein weiterer Bereich der Modenfeldadapterfaser 14 mit einem Faserkern 140 ausgebildet, der einen festen Modenfelddurchmesser aufweist, nämlich den Modenfelddurchmesser d2a. Dieser dritte Abschnitt 144 mit einem festen Modenfelddurchmesser d2a des Faserkerns 140 der Modenfeldadapterfaser 14 erstreckt sich von der Ausgangsseite 12 in Richtung der Eingangsseite 10. Dieser dritte Abschnitt 144 weist in Figur 1 die als L3 bezeichnete Länge auf.
Zwischen den beiden Bereichen, in welchen der Faserkern 140 der Modenfeldadapterfaser 14 des Modenfeldadapters 1 jeweils mit einem festen Modenfelddurchmesser verläuft, nämlich im ersten Abschnitt 142 und im dritten Abschnitt 144, ist ein Modenfeldanpassungsabschnitt 146 vorgesehen, in welchem der Faserkern 140 der Modenfeldadapterfaser 14 expandiert, nämlich von dem ersten Modenfelddurchmesser d1 a ersten Abschnitt 142, auf den zweiten Modenfelddurchmesser d2a, der dann im dritten Abschnitt 144 erreicht wird. Der Modenfeldanpassungsabschnitt 146 weist eine Länge L2 auf.
Der hier vorgeschlagene Modenfeldadapter ist nicht beschränkt in dem eben beschriebenen dreiteiligen Aufbau (142, 144 und 146). Insbesondere kann sich der Modenfeldanpassungsabschnitt 146 auch über die Gesamtlänge L des Modenfeldadapters 1 erstrecken, wodurch keine Bereiche mit konstantem Modenfelddurchmesser vorhanden wären.
Die Modenfeldadapterfaser 14 des Modenfeldadapters 1 weist eine Länge L zwischen 5mm und 150mm auf, wobei der Modenfeldanpassungsabschnitt 146 eine Länge L2 aufweist, die zwischen 5 mm und 150 mm liegt und bevorzugt eine Länge zwischen 15 mm und 50 mm aufweist.
Auf diese Weise kann eine Anpassung des Modenfeldes der Eingangsfaser 2 an das Modenfeld der Ausgangsfaser 3 erreicht werden und gleichzeitig kann auf diese Weise der Modenfeldadapter 1 polarisationserhaltend ausgebildet werden. Dabei kann der Modenfeldadapter 1 beziehungsweise insbesondere die Modenfeldadapterfaser 14 selbst keine explizit polarisationserhaltenden Strukturen aufweisen.
Insbesondere weist die Modenfeldadapterfaser 14 keine explizit ausgebildeten polarisationserhaltenden Strukturen auf, so wie beispielsweise Spannungsstäbe oder andere doppelbrechende Strukturen, die zu einer polarisationserhaltenden Propagation der Wellen führen sollen. Auch asymmetrische Faser- oder Mantelkonstruktionen, die zu einer Polarisationserhaltung führen können, sind für die Modenfeldadapterfaser nicht vorgesehen.
Die Eingangsfaser 2 und/oder die Ausgangsfaser 3 können jedoch mit solchen polarisationserhaltenden Strukturen versehen sein, so wie sie beispielsweise im Bereich der sogenannten PM Fasertypen bekannt sind, beispielsweise durch das Verspannen der unterschiedlichen Achsen in einer PM Faser. PM Fasertypen können auch beispielsweise durch das Anbringen von zwei in Längsrichtung ausgerichteten, mit Bor dotierten Glasstäben, die auf gegenüberliegenden Seiten des Faserkerns positioniert werden, ausgebildet werden. Typische Ausführungsformen sind zylinderförmige oder „Bow-Tie“-förmige Glasstäbe. Es können auch elliptische Kernfasern verwendet werden oder andere asymmetrische Ausbildungen der Faser beziehungsweise des Faserkerns, die entsprechend für die Eingangsfaser 2 und/oder die Ausgangsfaser 3 polarisationserhaltend wirken können. Solche asymmetrischen Ausbildungen können auch für den Fasermantel implementiert sein, und führen ebenfalls zu einer polarisationserhaltenden Faser. Für den Fall von photonischen Kristallfasern können insbesondere asymmetrische Anordnungen der mikrostrukturierten Lochstruktur angewendet werden, um polarisationserhaltende Wirkung zu erzielen.
Solche polarisationserhaltenden Strukturen sind explizit in der Modenfeldadapterfaser 14 nicht vorgesehen. Vielmehr ist hier lediglich eine Modenfeldadapterfaser 14 vorgesehen, die beispielsweise einen thermisch expandierten Kern aufweist.
Bevorzugt ist der Manteldurchmesser d3 der Modenfeldadapterfaser 14 kontinuierlich über den gesamten Bereich der Modenfeldadapterfaser 14 hinweg, also über dessen gesamte Länge L, konstant. Mit anderen Worten ändert sich der Durchmesser und insbesondere der Manteldurchmesser d3 der Modenfeldadapterfaser 14 nicht. Es ist lediglich der Faserkern 140, der in dem Modenfeldanpassungsabschnitt 146 eine entsprechende Vergrößerung von dem Modenfelddurchmesser d1 a zu dem Modenfelddurchmesser d2a aufweist.
Der Manteldurchmesser d3 der Modenfeldadapterfaser 14 kann beispielsweise größer als 130 pm sein - bevorzugt kleiner als 900 pm. Auf diese Weise kann die Wärme beim Herstellungsprozess homogen eingebracht werden und Spannungsfelder im Faserkern 140 können gemindert oder vermieden werden.
Weiterhin kann bei einem konstanten Manteldurchmesser d3 der Modenfeldadapterfaser 14 nicht absorbiertes Pumplicht aus dem Verstärker im Mantel geführt werden und durch einen optionalen Modestripper (weiter unten beschrieben) an der Mantelfläche ausgekoppelt werden, wodurch eine Zerstörung durch nicht absorbierte Strahlung an der Modenfeldadapterfaser 14 vermieden werden kann.
In der Figur 2 ist der Modenfeldadapter 1 in einem mit der Eingangsfaser 2 und der Ausgangsfaser 3 verbundenen Zustand gezeigt, wobei an der Eingangsseite 10 der Modenfeldadapterfaser 14 entsprechend die Stirnseite 20 der Eingangsfaser 2 mittels eines Spleißprozesses verbunden worden ist, derart, dass der Faserkern 22 der Eingangsfaser 2 mit dem Faserkern 140 der Modenfeldadapterfaser 14 ausgerichtet ist, sodass entsprechend ein Einkoppeln der Moden aus der Eingangsfaser 2 in die Modenfeldadapterfaser 14 ermöglicht wird.
Gleichermaßen wird an der Ausgangsseite 12 der Modenfeldadapterfaser 14 die Ausgangsfaser 3 mit deren Stirnseite 30 so angespleißt, dass die in der Modenfeldadapterfaser 14 und insbesondere in deren Faserkern 140 propagierenden Moden direkt in den Faserkern 32 der Ausgangsfaser 3 eingekoppelt werden. Im Falle von den hier vornehmlich diskutierten Einzelmodenfasern, sollte hier bevorzugt lediglich die Fundamentalmode eingekoppelt werden, um eine hohe Strahlqualität sicherzustellen. Dies schließt jedoch die Verwendung des Modenfeldadapters 1 zusammen mit Multimodenfasern mit multimodaler Lichtwellenpropagation nicht aus.
Die Verbindung der Eingangsfaser 2 mit der Modenfeldadapterfaser 14 beziehungsweise die Verbindung der Ausgangsfaser 3 mit der Modenfeldadapterfaser 14 kann über einen bekannten Spleißprozess beziehungsweise über einen Cleaving und Spleißprozess so erreicht werden, dass ein möglichst verlustarmes Einkoppeln aus der Eingangsfaser 2 in den Modenfeldadapter 1 und ein möglichst verlustfreies Auskoppeln vom Modenfeldadapter 1 auf die Ausgangsfaser 3 ermöglicht wird.
Für den speziellen Fall von eingangs- und ausgangsseitigen Einzelmodenfasern ist es bevorzugt, dass die Eingangsfaser 2 mit Faserkern 22, die eine Fundamentalmode mit einem Modenfelddurchmesser d1 führen kann, mit der Modenfeldadapterfaser 14 eingangsseitig mit einem Kern 140, der im Bereich 142 eine Fundamentalmode mit Modenfelddurchmesser d1 a führen kann, so angepasst wird, dass (z.B. mittels eines Spleiß von Eingangsfaser 2 an die Stirnseite 10 der Modenfeldadapterfaser 14) eine optische Kopplung der Modenfelddurchmesser d1 und d1 a mit einem Verlust von <3 dB, bevorzugt <1 dB möglich ist. Ausgangsseitig soll die Modenfeldadapterfaser 14 einen Faserkern 140 mit einer Fundamentalmode mit Modenfelddurchmesser d2a aufweisen, sodass eine optische Kopplung von d2a und dem Modenfelddurchmesser d2 der Fundamentalmode des Kerns 32 der Ausgangsfaser 3 mit einem Verlust <3 dB, bevorzugt <2 dB möglich ist.
Die Eingangsfaser 2 weist hier sehr schematisch dargestellte polarisationserhaltende Strukturen 26 auf, die beispielsweise in Form von zwei in Längsrichtung der Eingangsfaser 2 verlaufenden und mit Bor dotierten Glasstäben vorgesehen sind.
Auch die Ausgangsfaser 3 weist schematisch dargestellte polarisationserhaltende Strukturen auf, die beispielsweise in Form ebenfalls von in Längsrichtung der Ausgangsfaser 3 verlaufenden, mit Bor dotierten Glasstäben 36 vorgesehen sein können.
Die Modenfeldadapterfaser 14 kann weiterhin mindestens einen Modestripper Abschnitt 148 aufweisen, welcher so ausgestaltet ist, dass Pumplicht aus dem Mantel ausgekoppelt werden kann. Der Modestripper Abschnitt 148 ist entsprechend so ausgebildet, dass Pumplicht ausgekoppelt werden kann und nicht absorbiertes Pumplicht, das möglicherweise zu einer Zerstörung der Modenfeldadapterfaser 14 oder anderen Komponenten führen könnten, ausgekoppelt werden können.
Der Modestripper Abschnitt 148 kann beispielsweise als eine Schicht mit einem höheren Brechungsindex als die Mantelschicht ausgebildet sein oder kann eine aufgeraute Mantelfläche sein, um entsprechend die Eigenschaft eines Mode-strippers zu erreichen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung erstreckt sich der Mode-Stripper Abschnitt 148 entlang des Modenfeldanpassungsabschnitts 146, sodass nicht absorbiertes Pumplicht entsprechend ausgekoppelt werden kann.
In der Figur 3 ist schematisch der Modenfeldadapter 1 gezeigt, der die Modenfeldadapterfaser 14 umfasst, an die sowohl die Eingangsfaser 2 als auch die Ausgangsfaser 3 angespleißt sind - beispielsweise in der zu den Figuren 1 und 2 beschriebenen Form.
Die Modenfeldadapterfaser 14 ist in einer Halterung 4 gehalten, die beispielsweise in Form eines Tubus 40 ausgebildet sein kann. In dem Tubus 40 sind sowohl die Modenfeldadapterfaser 14 als auch die jeweiligen Enden der Eingangsfaser 2 sowie der Ausgangsfaser 3 gehalten. Dies kann beispielsweise über entsprechende Klebstofftropfen 42 erreicht werden, mit welchen das Ende der Eingangsfaser 2 sowie der Anfang der Ausgangsfaser 3 mit dem Tubus 40 der Halterung 4 verklebt sind. Die Klebung kann beispielsweise auf einer Polymerbeschichtung, welche typischerweise um die Glasfasern angeordnet ist, erfolgen. Die Modenfeldadapterfaser 14 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel nicht direkt mit dem Tubus 40 verklebt.
Die Halterung 4 zum Halten der Modenfeldadapterfaser 14 ist so ausgebildet, dass die Modenfeldadapterfaser 14 in der Halterung 4 ungebogen gehalten wird. Insbesondere wird sie gerade gehalten und besonders bevorzugt mit einem Krümmungsradius von mehr als 10 m gehaltert. Bevorzugt wird die Modenfeldadapterfaser 14 in der Halterung 4 spannungsfrei gehaltert.
Auf diese Weise kann erreicht werden, dass die Modenfeldadapterfaser 14 auch ohne das explizite Vorsehen von polarisationserhaltenden Strukturen dennoch die Polarisation aufrechterhalten kann.
Der Tubus 40 kann beispielsweise ein Glastubus sein. Insbesondere kann der Tubus im Falle eines TEC Prozesses, der zur Expansion des Kerns der Modenfeldadapterfaser verwendet wird, die gleiche Wärmeausdehnung erfahren wie die Modenfeldadapterfaser selbst.
Die Änderung des Polarisationszustands, also der prozentuale Anteil der eingestrahlten Polarisation von Licht, die beim Durchgang durch die Modefeldadapterfaser in die dazu orthogonale Polarisation konvertiert wird, ist kleiner als 25% (-6dB), bevorzugt kleiner als 1% (-20dB).
In Figur 4 ist schematisch ein Lasersystem 5 gezeigt, in dem der Modenfeldadapter 1 zum Einsatz kommt. Hier ist eine Seed-Quelle 50 vorgesehen, die beispielsweise in Form einer Diode mit einem Faserverstärker, einem Faseroszillator und gegebenenfalls einem Vorverstärker ausgebildet ist.
Durch die Seed-Quelle 50 wird Laserstrahlung beispielsweise in Form von gepulster Laserstrahlung
erzeugt. Dabei wird in der Seed-Quelle 50 beispielsweise eine Faser mit einem kleinen Modenfelddurchmesser verwendet.
Die von der Seed-Quelle 50 erzeugten Laserpulse sollen nachfolgend in einem optischen Verstärker 52 verstärkt werden, wobei der Verstärker 52 in Form einer dotierten Verstärkerfaser mit einem größeren Modenfelddurchmesser als dem Modenfelddurchmesser der Seed-Quelle 50 ausgebildet ist. Entsprechend werden aus der Seed-Quelle 50 über eine Eingangsfaser 2, die einen ersten Modenfelddurchmesser d1 des Faserkerns 22 aufweist, Laserpulse bereitgestellt und mittels des oben beschriebenen Modenfeldadapters 1 auf einen größeren Modenfelddurchmesser d2 einer Ausgangsfaser 3 angepasst und dann dem optischen Verstärker 52 zugeführt.
Mittels eines Pump-Signal-Combiners 54 wird der Verstärker 52 vom Ende her gepumpt. Hierzu ist weiterhin eine Pumpquelle 56 vorgesehen. Dabei kann nicht absorbiertes Pumplicht in einem Modestripper Abschnitt des Modenfeldadapters 1 ausgekoppelt werden
Die über den Verstärker 52 verstärkte Laserstrahlung beziehungsweise die Laserpulse der Seed- Quelle 50, die über den Verstärker 52 verstärkt werden, können als Freistrahl 58 ausgekoppelt werden. Alternativ kann die Auskopplung der Laserstrahlung auch mittels einer Ausgangsfaser 58a ausgestaltet sein.
Die Polarisation der Laserpulse der Seed-Quelle 50 wird durch den entsprechend ausgebildeten Modenfeldadapter 1 erhalten und kann dann im Verstärker 52 aufrechterhalten bleiben, sodass an der Ausgangsfaser 58 entsprechend die Polarisation weiterhin erhalten bleibt.
Soweit anwendbar, können alle einzelnen Merkmale, die in den Ausführungsbeispielen dargestellt sind, miteinander kombiniert und/oder ausgetauscht werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.
1 Modenfeldadapter
10 Eingangsseite
12 Ausgangsseite
14 Modenfeldadapterfaser
140 Faserkern
142 erster Abschnitt
144 dritter Abschnitt
148 Modestripper Abschnitt
2 Eingangsfaser
20 Stirnseite
22 Faserkern
24 Fasermantel
26 polarisationserhaltende Struktur
3 Ausgangsfaser
30 Stirnseite
32 Faserkern
34 Fasermantel
36 polarisationserhaltende Struktur
4 Halterung
40 Tubus
42 Klebstoff/Dichtmasse
5 Lasersystem
50 Seed-Quelle
52 optischer Verstärker
54 Pump/Signal Combiner
56 Pumpquelle
58 Ausgangsfaser d1 erster Modenfelddurchmesser d2 zweiter Modenfelddurchmesser d1 a erster Modenfelddurchmesser der Modenfeldadapterfaser d2a zweiter Modenfelddurchmesser der Modenfeldadapterfaser d3 Manteldurchmesser
L Länge der Modenfeldadapterfaser
L1 Länge des ersten Abschnitts 142
L2 Länge des Modenfeldanpassungsabschnitts 146
L3 Länge des dritten Abschnitts 144