Beschreibung
Verkehrsleitung von Fahrgästen und Vorhersage einer Fahrgastsitzbesetzung
Die Erfindung betri f ft ein Verfahren zur Vorhersage eines zukünftigen Besetzungs zustands eines Fahrgastsit zes , ein System zur Durchführung des Verfahrens sowie ein Computerprogrammprodukt .
An Haltestellen des öf fentlichen Personenverkehrs tref fen Fahrgastströme von einsteigenden und aussteigenden Fahrgästen aufeinander . Häufig kommt es hierbei zu Situationen, in welchen sich die j eweiligen Fahrgastströme in ihrem Fluss behindern . Eine Ursache ist beispielsweise eine ungleichmäßige Verteilung von aussteigenden Fahrgästen oder einsteigenden Fahrgästen auf die vorhandenen Ein- und Ausstiege . Eine weitere Ursache kann darin gesehen werden, dass einsteigende Fahrgäste keine Kenntnis davon haben, in welchen Abschnitten des Fahrzeugs freie Fahrgastsit ze zur Verfügung stehen . So kann es dazu kommen, dass einsteigende Fahrgäste in Abschnitte des Fahrzeugs einsteigen, in welchen keine oder nur wenige Fahrgastsit ze frei sind . Ein Teil der Fahrgäste begibt sich sodann auf die Suche nach freien Fahrgastsit zen im Fahrzeug . Dies wiederum kann dazu führen, dass sich mehrere Fahrgäste auf der Suche nach freien Fahrgastsit zen begegnen und aufgrund der beengten Begebenheiten in einem Fahrzeug möglicherweise ein Stau verursacht wird . Bisher ist es möglich, eine Besetzung eines Fahrzeugs oder eines Abschnitts des Fahrzeugs anhand von Sensorik zu ermitteln . Beispielsweise kommen hier Kamerasysteme , Gewichtsmessungen des betref fenden Fahrzeugteils mittels einer Druck-Sensorik oder eine Auswertung von Fahrgast Zähleinrichtungen zum Einsatz . Zudem besteht die Möglichkeit auf Beobachtungen des Betriebspersonals zurückzugrei fen, um die Besetzung zu ermitteln . Allein anhand der Kenntnis einer Verteilung von freien Fahrgastsit zen ist es j edoch nicht möglich auf freiwerdende Fahrgastsit ze an einem künftigen Haltepunkt zu schließen .
Die Aufgabe der Erfindung ist es , eine Anzahl an Begegnungen zwischen Fahrgästen zu reduzieren und auf diese Weise einen verbesserten Betriebsablauf zu realisieren .
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 .
Des Weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde , ein System zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens anzugeben .
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein System mit den Merkmalen des nebengeordneten Systemanspruchs .
Zudem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde , ein Computerprogramm zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit dem erfindungsgemäßen System bereitzustellen .
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Computerprogramm mit den Merkmalen des nebengeordneten Computerprogrammanspruchs .
Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung können j eweils den abhängigen Unteransprüchen entnommen werden .
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Vorhersage eines zukünftigen Besetzungs zustands eines Fahrgastsit zes handelt es sich insbesondere um ein computerimplementiertes Verfahren . Das erfindungsgemäße Verfahren weist zur Vorhersage des zukünftigen Besetzungs zustands des Fahrgastsit zes die folgenden Schritte auf : ( i ) sensorisches Ermitteln eines I st- Besetzungs zustands des Fahrgastsit zes ; ( ii ) Erfassen einer mit dem zukünftigen Besetzungs zustand des Fahrgastsit zes assoziierten Information; ( iii ) Ermitteln von Vorhersagedaten zu dem zukünftigen Besetzungs zustand des Fahrgastsit zes auf Grundlage des I st-Besetzungs zustands und der assoziierten Information mittels einer Datenverarbeitungsvorrichtung; und ( iv) Ausgeben der Vorhersagedaten mittels einer Ausgabevor-
richtung an Fahrgäste . Auf diese Weise kann eine aufwandsgünstige und zuverlässige Vorhersage über freiwerdende Fahrgastsitze getrof fen werden . Anhand der Vorhersagedaten können einsteigende Fahrgäste auf einfache Weise über freie und/oder freiwerdende Fahrgastsit ze informiert werden . Ein sensorisches Ermitteln eines I st-Besetzungs zustands des Fahrgastsitzes kann beispielsweise mittels einer optischen Sensorvorrichtung, wie ein Kamerasystem oder einer Lichtschranke und/oder mittels einer elektro-mechanischen Sensorvorrichtung, wie Druck-Sensoren oder Näherungssensoren und/oder mittels einer anderen, dem Fachmann bekannten Sensorvorrichtung realisiert werden . Insbesondere handelt es sich bei dem Fahrgastsitz um den Fahrgastsitz eines Fahrzeugs . Vorzugsweise ist das Fahrzeug als schienengebundenes Personentransportfahrzeug ausgebildet .
In einer vorteilhaften Weiterbildung wird vorgesehen, dass die mit dem zukünftigen Besetzungs zustand assoziierte Information erfasst wird, indem mit dem Fahrgastsitz assoziierte Fahrgastdaten erfasst werden . Diese assoziierten Fahrgastdaten können beispielsweise anhand einer Fahrausweiskontrolle oder mittels einer Applikation auf einem Endgerät eines Fahrgasts erfasst werden . Insbesondere wird die mit dem zukünftigen Besetzungs zustand assoziierte Information erfasst , indem mit dem Fahrgastsitz assoziierte Reservierungsdaten erfasst werden . Anhand der Reservierungsdaten kann für reservierte Fahrgastsit ze einfach der zukünftige Besetzungs zustand erfasst werden . Des Weiteren kann es sich bei den assoziierten Fahrgastdaten beispielsweise um Informationen über ein Reiseziel , bisherig wahrgenommene Verbindungen, eine Verbindungsart , wie beispielsweise eine flexibel wählbare Reiseverbindung oder eine f ahrstrecken- oder fahrzeitgebundene Reiseverbindung eines Fahrgasts handeln, welcher den betref fenden Fahrgastsitz besetzt . Dies ermöglicht es auf einfache Art und Weise einen zukünftigen Besetzungs zustand für einen Fahrgastsitz zu ermitteln, für welchen keine Reservierungsdaten vorliegen .
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass auf Grundlage des I st-Besetzungs zustands und der assoziierten Information ein zukünftiger Besetzungs zustand des Fahrgastsitzes für einen vorbestimmten Ort und/oder eine vorbestimmte Zeit ermittelt wird . Auf diese Weise kann bereits vor einer Ankunft des Fahrzeugs an einer Haltestelle zuverlässig ein zukünftiger Besetzungs zustand des Fahrgastsit zes vorhergesagt werden .
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass der zukünftige Besetzungs zustand des Fahrgastsitzes für eine vorbestimmte Haltestelle des Fahrzeugs an Fahrgäste außerhalb und/oder innerhalb des Fahrzeugs mittels der Ausgabevorrichtung ausgegeben wird . Dies ermöglicht eine Informationsübermittlung sowohl an einsteigende Fahrgäste als auch an Fahrgäste , welche sich bereits im Fahrzeug befinden und auf der Suche nach einem freien Fahrgastsitz sind .
Ferner sieht eine vorteilhafte Weiterbildung ein Verfahren zur Verkehrsleitung von Fahrgästen auf Basis der Vorhersagedaten vor . Hierbei werden die Vorhersagedaten wie zuvor beschrieben ermittelt . Zudem werden diese Vorhersagedaten auf die zuvor beschriebene Weise für mehrere Fahrgastsit ze in dem Fahrzeug ermittelt . Auf Basis dieser Vorhersagedaten wird sodann eine Wegführung für Fahrgäste ermittelt . Daraufhin wird diese Wegführung mittels einer Ausgabevorrichtung an die Fahrgäste ausgegeben . Dies ermöglicht es , einen zeitef fi zienten Aus- und Einstiegsvorgang von Fahrgästen an einer Haltestelle zu realisieren . Anhand der Wegführung können aussteigende Fahrgäste beispielsweise gleichmäßig auf Ausstiege verteilt werden . Alternativ oder zusätzlich können aussteigende Fahrgäste beispielsweise in Gruppen aufgeteilt werden, welche auf verschiedene Ausstiege verteilt werden . Dies ermöglicht einen schnellen und reibungslosen Ausstieg der Fahrgäste . Ferner können mittels der Wegführung zusteigende Fahrgäste bereits vor Eintref fen des Fahrzeugs hin zu Einstiegspunkten geleitet werden, welche in einen Abschnitt des Fahrzeugs mit freien Fahrgastsit zen führen . Ferner ist denkbar, dass anhand
der Wegführung Fahrgastströme derart voneinander getrennt werden, dass eine Anzahl an Begegnungen zwischen den Fahrgästen minimiert wird . Auf diese Weise kann beispielsweise eine Pandemiesituation in der Wegführung berücksichtigt werden . Des Weiteren kann es auf diese Weise ermöglicht werden, dass Gruppen aus j eweils ein- und aussteigenden Fahrgästen bei der Wegführung ausgehend von Außentüren und hin zu Außentüren des Fahrzeugs voneinander getrennt werden .
In einer vorteilhaften Aus führungsvariante wird vorgeschlagen, dass die Wegführung an ein mobiles Endgerät eines Fahrgasts ausgegeben wird . Denkbar ist hierbei , dass die Wegführung in Abhängigkeit der Reisedaten des Fahrgasts individualisiert für diesen Fahrgast ausgegeben wird . Indem beispielsweise Verbindungsinformationen des Fahrgasts bei der Wegführung berücksichtigt werden, kann der Fahrgast mittels seines Endgeräts hin zu einem Fahrgastsitz geleitet werden, welcher diesem bis zu seinem nächsten vorgesehenen Ausstieg zur Verfügung steht . Bei dem Endgerät kann es sich beispielsweise um ein Smartphone , ein Tablet , ein Laptop oder ein anderes , mit dem Internet oder mit einem innerhalb des Fahrzeugs zur Verfügung gestellten Netzwerk verbindbares Endgerät handeln . Insbesondere handelt es sich bei dem Endgerät um ein mobiles Endgerät .
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass auf Grundlage der Vorhersagedaten eine Anzahl und eine Position freiwerdender Fahrgastsit ze im Fahrzeug ermittelt werden . Des Weiteren ist vorgesehen, dass zumindest ein Teil der Wegführung in Abhängigkeit der Anzahl und der Position der freiwerdenden Fahrgastsit ze ermittelt wird . Auf diese Weise kann eine Zeitef fi zienz des Umsteigevorgangs erheblich verbessert werden . Verzögerungen durch eine ungleich verteilte Anzahl an Fahrgästen an Ein- oder Ausstiegen oder durch fahrgastsitzsuchende Fahrgäste kann so verhindert werden .
Eine vorteilhafte Aus führungsvariante sieht vor, dass anhand der Wegführung in zumindest einer Zone entlang des Fahrzeugs
eine einheitliche Verkehrsrichtung vorgegeben wird . Vorzugsweise handelt es sich bei dieser Verkehrsrichtung um eine in oder entgegen einer vorgesehenen Fahrtrichtung des Fahrzeugs gerichtete Verkehrsrichtung . Dies ermöglicht es unmissverständlich und aufwandsgünstig Fahrgäste zu leiten .
In einer weiteren vorteilhaften Aus führungsvariante wird vorgesehen, dass mittels der Ausgabe der Wegführung zusteigende Fahrgäste hin zu freien Fahrgastsit zen geleitet werden . Freie Fahrgastsit ze können so einfach und schnell von den Fahrgästen aufgefunden werden . Bereits vor einer Ankunft des Fahrzeugs an einer Haltestelle können auf diese Weise zusteigende Fahrgäste hin zu Einstiegen geführt werden, von welchen aus freie Fahrgastsit ze rasch erreichbar sind . Zudem kann so eine Anzahl an Begegnungen zwischen einsteigenden Fahrgästen und aussteigenden Fahrgästen verringert werden .
Des Weiteren sieht eine vorteilhafte Aus führungsvariante vor, dass eine Dauer der Ausgabe der Wegführung hin zu einem Abschnitt des Fahrzeugs mit mehreren freien Fahrgastsit zen in Abhängigkeit von einer Anzahl freier Fahrgastsit ze in diesem Abschnitt gewählt wird . Für den Fall , dass in einem Abschnitt des Fahrzeugs eine hohe Anzahl freier Fahrgastsit ze ermittelt wurde , so wird eine Dauer der Ausgabe der Wegführung hin zu diesem Abschnitt entsprechend lang gewählt . Wird hingegen festgestellt , dass lediglich eine geringe Anzahl freier Fahrgastsitze in einem Abschnitt des Fahrzeugs vorliegen, so wird eine Dauer der Ausgabe der Wegführung hin zu diesem Abschnitt des Fahrzeugs entsprechend kurz gewählt . Dies ermöglicht es , zusteigende Fahrgäste auf einfache Weise hin zu schwach besetzten Abschnitten des Fahrzeugs zu leiten .
Ferner sieht eine alternative Aus führungsvariante vor, dass anhand der Wegführung aussteigende Fahrgäste aus einer vorbestimmten Zone des Fahrzeugs hin zu vorbestimmten Türen des Fahrzeugs geleitet werden . Eine ungleichmäßige Verteilung von aussteigenden Fahrgästen auf verschiedene Ausstiege kann verhindert werden . Zudem können beispielsweise Fahrgastgruppen
auf verschiedene , voneinander getrennte Ausstiege aufgeteilt werden . Dies ermöglicht es , einen raschen Aussteigevorgang zu realisieren . Des Weiteren kann auf diese Weise eine Staugefahr an Ausstiegen minimiert werden .
Mittels des erfindungsgemäßen Systems kann das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden .
Das erfindungsgemäße System weist zumindest einen Speicher auf . Bei dem zumindest einen Speicher kann es sich beispielsweise um einen Speicher eines Computers oder eines Servers handeln . Des Weiteren kann es sich bei dem zumindest einen Speicher um einen optischen, magnetischen, Festkörper- und/oder nicht- flüchtigen Speicher handeln . Zudem weist das erfindungsgemäße System eine Sensorvorrichtung auf . Mittels der Sensorvorrichtung ist ein I st-Besetzungs zustand zumindest eines Fahrgastsit zes eines Fahrzeugs ermittelbar . Vorzugsweise ist mittels der Sensorvorrichtung der I st- Besetzungs zustand mehrerer Fahrgastsit ze des Fahrzeugs ermittelbar . Der I st-Besetzungs zustand ist hierbei in dem zumindest einen Speicher speicherbar . Bei der genannten Sensorvorrichtung handelt es sich insbesondere um die Sensorvorrichtung, welche bereits im Zusammenhang mit dem Verfahren beschrieben wurde . Des Weiteren ist eine Informationserfassungseinrichtung vorgesehen . Mittels der Informationserfassungseinrichtung ist eine mit dem Besetzungs zustand des zumindest einen Fahrgastsit zes assoziierte Information ermittelbar . Diese assoziierte Information ist in dem zumindest einen Speicher speicherbar . Bei der Informationserfassungseinrichtung kann es sich beispielsweise um eine Applikation auf einem Endgerät eines Fahrgasts oder eines Fahrausweiskontrolleurs handeln . Ferner kann es sich bei der Informationserfassungseinrichtung um ein Reservierungssystem handeln . Dieses Reservierungssystem kann beispielsweise ein Server oder ein Computer sein, mittels welchem Reservierungsdaten erfasst und gespeichert werden . Zudem ist eine Datenverarbeitungsvorrichtung vorgesehen . Diese Datenverarbeitungsvorrichtung ist dazu eingerichtet , anhand des I st-Besetzungs zustands
und der assoziierten Information Vorhersagedaten zu einem zukünftigen Besetzungs zustand des Fahrgastsit zes zu ermitteln . Die Datenverarbeitungsvorrichtung kann beispielsweise ein Mikroprozessor, ein Computer, ein Server oder eine weitere dem Fachmann bekannte Vorrichtung zur Verarbeitung von Daten sein . Zudem ist die Datenverarbeitungsvorrichtung dazu eingerichtet , ein Computerprogramm aus zuführen . Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungsvorrichtung dazu eingerichtet , Daten zu empfangen, zu verarbeiten und aus zugeben . Des Weiteren kann die Datenverarbeitungsvorrichtung dazu eingerichtet sein, einen Speicher aus zulesen und/oder Daten in einem Speicher zu speichern . Denkbar ist zudem, dass es sich bei der Datenverarbeitungsvorrichtung um eine zentrale Datenverarbeitungsvorrichtung handelt . Eine solche zentrale Datenverarbeitungsvorrichtung kann als Server oder als Computer ausgebildet sein . Ferner ist es denkbar, dass auf die zentrale Datenverarbeitungsvorrichtung über das Internet oder eine dedi zierte Datenverbindung zugegri f fen werden kann . Zudem ist eine Ausgabevorrichtung vorgesehen, welche mit der Datenverarbeitungsvorrichtung oder dem zumindest einen Speicher eine Verbindung zur Übertragung von Daten aufweist . Mit Hil fe des beschriebenen Systems kann das erfindungsgemäße Verfahren aufwandsgünstig realisiert werden .
In einer vorteilhaften Weiterbildung wird vorgesehen, dass die Datenverarbeitungsvorrichtung dazu eingerichtet ist , auf Grundlage der Vorhersagedaten eine Wegführung für Fahrgäste zu ermitteln . Auf diese Weise kann die Wegführung kurz fristig und schnell berechnet werden .
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass die Ausgabevorrichtung dazu eingerichtet ist , die Vorhersagedaten und/oder die Wegführung optisch, haptisch oder akustisch aus zugeben . Dies ermöglicht eine zuverlässige und barrierefreie Verkehrsleitung von ein- und aussteigenden Fahrgästen . Hierbei kann die Ausgabevorrichtung einen Lautsprecher, eine optische Anzeige , eine haptische Anzeige oder eine beliebige Kombination daraus aufweisen . Beispielhaft
kann die Ausgabevorrichtung entlang eines Abschnitts eines Fußwegs auf dem Boden, entlang eines Abschnitts einer Gepäckablage , entlang eines Deckenbereichs oder an Möbeln des Fahrzeugs angeordnet sein . Ferner ist denkbar, dass die Ausgabevorrichtung Monitore , insbesondere bereits bestehende Fahr- gastinformationsmonitore , aufweist . Darüber hinaus ist es denkbar, Wanderlichter als ein Teil der Ausgabevorrichtung vorzusehen . Ein Wanderlicht kann beispielhaft mittels eines LED-Strei fens mit mehreren nebeneinander angeordneten LEDs realisiert werden . Die einzelnen LEDs werden derart aufeinanderfolgend zum Leuchten gebracht , dass bei einem Betrachter der Eindruck eines fortschreitenden Lichtpunkts oder Lichtstrei fens erweckt wird . Ferner ist es denkbar, dass mobile Endgeräte von Fahrgästen als Teile der Ausgabevorrichtung vorgesehen werden . Beispielsweise können auf diese Weise sowohl eine optische , eine haptische und/oder eine akustische Ausgabe der Vorhersagedaten und/oder der Wegführung gemäß individuellen Bedürfnissen erfolgen . Dies ermöglicht eine barrierefreie Ausgabe der Vorhersagedaten und/oder der Wegführung für Fahrgäste . Insbesondere kann die Wegführung individuell über mit dem mobilen Endgerät verbundene Kopfhörer eines Fahrgasts ausgegeben werden .
Ferner sieht eine vorteilhafte Weiterbildung vor, dass die Ausgabevorrichtung zumindest eine Verkehrsrichtungsanzeige aufweist , anhand welcher eine von der Wegführung vorgegebene Verkehrsrichtung anzeigbar ist . Auf diese Weise kann eine Verkehrsleitung einfach und aufwandsgünstig angepasst werden . Zudem ermöglicht dies eine kurz fristige Anpassung der Verkehrsleitung an sich verändernde Vorhersagedaten . Hierzu können beispielsweise Pfeile vorgesehen werden, welche j e nach vorgegebener Verkehrsrichtung aufleuchten . Zudem ist denkbar, dass die Pfeile in Abhängigkeit der vorgegebenen Verkehrsrichtung mit unterschiedlichen Farben versehen werden . Beispielsweise können rote Symbole ein Betretungsverbot eines Wagenabschnitts signalisieren . Ferner ist denkbar, dass die Verkehrsrichtung anhand von einer Ausgabe oder einer Anzeige üblicher Verkehrs zeichen vorgebbar ist . Beispielsweise können
vor einer Änderung einer vorgegebenen Verkehrsrichtung farbige Warnsymbole auf die bevorstehende Änderung hinweisen . Insbesondere kann ein gelbes Warnsymbol zur Warnung vor einer Änderung der Verkehrsrichtung vorgesehen sein .
Mittels des erfindungsgemäßen Computerprogramms zur Vorhersage eines Besetzungs zustands eines Fahrgastsit zes wird das erfindungsgemäße System dazu veranlasst , das vorhergehend beschriebene Verfahren zur Vorhersage eines Besetzungs zustands aus zuführen . Des Weiteren wird mittels des Computerprogramms zur Verkehrsleitung von Fahrgästen das erfindungsgemäße System dazu veranlasst , das zuvor beschriebene Verfahren zur Verkehrsleitung von Fahrgästen aus zuführen .
Das Computerprogramm kann insbesondere in Form eines computerlesbaren Mediums , etwa als Datenträger, vorliegen . Auf dem Datenträger können ein oder mehrere Computerprogramme zur Aus führung des erfindungsgemäßen Verfahrens gespeichert sein . Bevorzugt ist das computerlesbare Medium ein Datenträger, wie eine CD, eine DVD oder ein Flashspeicher . Dies ermöglicht eine einfache Handhabung oder eine kommerzielle Verbreitung des Computerprogramms . Alternativ oder zusätzlich kann das Computerprogramm auch als eine oder mehrere Dateien auf einem Speichermedium, insbesondere auf einem Server, vorliegen . Das Computerprogramm kann gegebenenfalls über eine Datenverbindung abrufbar oder aus führbar sein . Zum Beispiel kann das Computerprogramm per Download über das Internet oder eine dedi zierte Datenverbindung abrufbar oder aus führbar sein .
Die voranstehend beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der Erfindung sowie die Art und Weise , wie diese erreicht werden, werden im Zusammenhang mit den Figuren in der folgenden Beschreibung des Aus führungsbeispiels der Erfindung näher erläutert . Soweit zweckdienlich, werden in den Figuren dieselben Bezugs zeichen für dieselben oder einander entsprechende Elemente der Erfindung verwendet . Das Aus führungsbeispiel dient der Erläuterung der Erfindung und beschränkt die Erfindung nicht auf die darin angegebenen Kombinationen von
Merkmalen, auch nicht in Bezug auf funktionale Merkmale . Zudem können alle im Aus führungsbeispiel angegebenen Merkmale isoliert betrachtet und in geeigneter Weise mit den Merkmalen eines beliebigen Anspruchs kombiniert werden .
Es zeigen :
FIG 1 eine I llustration eines Aus führungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens ;
FIG 2 eine schematische Darstellung eines Beispiels eines erfindungsgemäßen Systems sowie eine weitere I llustration des erfindungsgemäßen Verfahrens .
FIG 1 illustriert ein Aus führungsbeispiel eines computerimplementierten Verfahrens 100 zur Vorhersage eines Besetzungszustands eines Fahrgastsit zes 16 sowie zur Verkehrsleitung von Fahrgästen auf Basis der Vorhersage des Besetzungs zustands . Hierbei weist das Verfahren 100 beispielhaft sechs Schritte S I , S2 , S3 , S4 , S5 , S 6 auf . In einem ersten Schritt S 1 erfolgt ein sensorisches Ermitteln eines I st- Besetzungs zustands B des Fahrgastsit zes 16 . Daraufhin wird in einem zweiten Schritt S2 eine mit einem zukünftigen Besetzungs zustand des Fahrgastsit zes 16 assoziierte Information I erfasst . Die Schritte S 1 und S2 können hierbei in beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden . In einem dritten Schritt S3 werden Vorhersagedaten V zu einem zukünftigen Besetzungs zustand des Fahrgastsit zes 16 auf Grundlage des I st- Besetzungs zustands B und der assoziierten Information I mittels einer Datenverarbeitungsvorrichtung 22 ermittelt . Diese Vorhersagedaten V werden in einem vierten Schritt S4 beispielhaft mittels Monitoren 34 oder einer Applikation auf einem mobilen Endgerät 30 an Fahrgäste ausgegeben . In einem fünften Schritt S5 wird auf Basis der Vorhersagedaten V eine Wegführung W für Fahrgäste ermittelt . Zuletzt wird in einem sechsten Schritt S 6 die Wegführung W beispielhaft mittels einer Viel zahl verschiedener optischer, akustischer und/oder
haptischer Ausgabevorrichtungen 24 , 26 , 28 , 30 , 32 , 34 an Fahrgäste ausgegeben .
FIG 2 zeigt in einer schematischen Darstellung ein System 10 zur Durchführung des Verfahrens 100 . Zudem illustriert FIG 2 beispielhaft das im Zusammenhang mit FIG 1 beschriebene Verfahren 100 . Zur I llustration des vorliegenden Aus führungsbeispiels zeigt FIG 2 einen Abschnitt eines Fahrzeugs 18 , welches als ein schienengebundenes Personentransportfahrzeug mit mehreren Waggons ausgebildet ist . Dieses Fahrzeug 18 ist im vorliegenden Aus führungsbeispiel an einer Haltestelle mit Bahnsteig 36 dargestellt . Zum Zwecke einer Information von Fahrgästen weist das System 10 beispielhaft haptische Ausgabevorrichtungen 24 , Lautsprecher 26 , Wanderlichter 28 , mobile Endgeräte 30 , optische Anzeigen 32 und Monitore 34 auf . Auf dem Bahnsteig 36 sind im vorliegenden Aus führungsbeispiel Monitore 34 und optische Anzeigen 32 angeordnet . Zudem sind weitere Monitore 34 und optische Anzeigen 32 im Fahrgastraum des Fahrzeugs 18 angeordnet . Ferner sind beispielhaft haptische Ausgabevorrichtungen 24 , Lautsprecher 26 und Wanderlichter 28 im Fahrzeug 18 angeordnet . Die haptischen Ausgabevorrichtungen 24 sind hierbei in einem Zugangsbereich an Türen 38 des Fahrzeugs 18 angeordnet . Zudem sind entlang einer Seitenwand des beispielhaft dargestellten Fahrgastraums des Fahrzeugs 18 Wanderlichter 28 angeordnet . Diese Wanderlichter 28 können als ein oder mehrere LED-Strei fen ausgebildet sein, welche nebeneinander angeordnete LEDs aufweisen . Mehrere LEDs sind hierbei derart aufeinanderfolgend aktivierbar, dass für den Beobachter der Eindruck eines wandernden Lichtstrei fens entsteht . Auf diese Weise kann eine Verkehrsrichtung 44 für Fahrgäste vorgegeben werden . Die Wanderlichter 28 können an nicht näher dargestellten Gepäckablagen, im Fußbodenbereich oder im Deckenbereich des Fahrgastraums gut sichtbar angeordnet sein . Ferner sind die optischen Anzeigen 32 beispielhaft in einem Gehbereich sowohl des Bahnsteigs 36 , als auch des Fahrgastraums des Fahrzeugs 18 angeordnet . Im vorliegenden Aus führungsbeispiel weisen die optischen Anzeigen 32 die Form eines Doppelpfeils auf . Zum Zwecke einer Vorgabe einer Ver-
kehrsrichtung 44 ist j ede Pfeilrichtung des Doppelpfeils unabhängig von der anderen Pfeilrichtung beleuchtbar . Des Weiteren ist denkbar, dass j ede Pfeilrichtung in verschiedenen Farben beleuchtbar ist , sodass Fahrgästen eindeutig eine Verkehrsrichtung 44 vorgebbar ist . Ferner kann es sich bei den Monitoren 34 , welche innerhalb des Fahrzeugs 18 angeordnet sind, um bereits vorhandene Fahrgastinf ormationsmonitore handeln .
Des Weiteren ist das System 10 dazu eingerichtet , einen I st- Besetzungs zustand B der Fahrgastsit ze 16 zu ermitteln . Hierzu weist das System 10 eine Sensorvorrichtung 14 auf . Im vorliegenden Aus führungsbeispiel ist die Sensorvorrichtung 14 ein Kamerasystem, welches den I st-Besetzungs zustand B der Fahrgastsitze 16 innerhalb des Fahrzeugs 18 auf eine dem Fachmann bekannte Art und Weise erfasst . Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass die Sensorvorrichtung 14 Drucksensoren oder Lichtschranken aufweist , mittels deren der I st- Besetzungs zustand B der Fahrgastsit ze 16 erfasst wird . Alternativ oder zusätzlich ist es denkbar, dass der I st- Besetzungs zustand B im Rahmen einer Fahrausweiskontrolle erfasst wird .
Zudem illustriert FIG 2 ein Erfassen von Informationen, welche mit einem zukünftigen Besetzungs zustand der Fahrgastsitze 16 assoziiert sind . Hierzu weist das System 10 eine Informationserfassungseinrichtung 20 auf . Diese weist im vorliegenden Aus führungsbeispiel zum einen ein nicht näher dargestelltes Reservierungssystem auf . Das Reservierungssystem ist dazu eingerichtet , Reservierungsdaten in Form von mit einem Fahrgastsitz 16 assoziierten Fahrgastdaten zu erfassen . Darüber hinaus werden mit einem Fahrgastsitz 16 assoziierte Informationen I erfasst , indem eine Fahrausweiskontrolle durchgeführt wird . Im Rahmen der Fahrausweiskontrolle werden Informationen, wie beispielsweise Reisedaten eines Fahrgasts , wie Fahrziel , Umsteigeziel oder Verbindungsart sowie vorherig wahrgenommene Verbindungen erfasst und mit dem entsprechenden vom Fahrgast besetzten Fahrgastsitz 16 assoziiert . Zu diesem
Zweck weist die Informationserfassungseinrichtung 20 im vorliegenden Aus führungsbeispiel eine Applikation auf , welche auf einem mobilen Endgerät 30 anwendbar ist . Diese Applikation ist dazu eingerichtet ist , die zuvor genannten Fahrgastdaten zu erfassen und mit einem Fahrgastsitz 16 zu assoziieren . Bei dem mobilen Endgerät 30 kann es sich beispielsweise um ein mobiles Endgerät 30 eines Fahrausweiskontrolleurs zum Zwecke der Fahrausweiskontrolle oder um ein mobiles Endgerät 30 eines Fahrgasts mit einer entsprechenden Applikation handeln . Mobile Endgeräte 30 können beispielsweise Smartphones , Tablets oder Laptops sein . Zweckmäßigerweise ist das mobile Endgerät 30 mit einem Datennetz , wie beispielsweise dem Internet verbindbar .
Ferner weist das System 10 einen zentralen Speicher 12 auf . Bei dem zentralen Speicher 12 kann es sich beispielsweise um einen Speicher eines Servers , eines Computers oder eines Rechnernetzwerks handeln . Im vorliegenden Aus führungsbeispiel sind auf dem zentralen Speicher 12 die Informationen über den I st-Besetzungs zustand B sowie die assoziierten Informationen I in Form der Reservierungsdaten und den mit dem Fahrgastsitz 16 assoziierten Fahrgastdaten gespeichert . Des Weiteren weist das System 10 beispielhaft eine Datenverarbeitungsvorrichtung 22 auf . Die Datenverarbeitungsvorrichtung 22 kann hierbei ein Mikroprozessor, ein Computer oder ein Server sein . Die Datenverarbeitungsvorrichtung 22 ist im vorliegenden Aus führungsbeispiel zum Austausch von Daten mit dem zentralen Speicher 12 auf eine dem Fachmann bekannte Art verbunden . Mittels der Datenverwaltungsvorrichtung 22 werden auf Basis des I st-Besetzungs zustands B eines Fahrgastsit zes 16 und der mit diesem Fahrgastsitz 16 assoziierten Information I Vorhersagedaten V über einen zukünftigen Besetzungs zustand dieses Fahrgastsit zes 16 ermittelt . Im vorliegenden Aus führungsbeispiel werden diese Vorhersagedaten V für j eden Fahrgastsitz 16 des Fahrzeugs 18 ermittelt . Bereits vor einer Ankunft des Fahrzeugs 18 an einer Haltestelle können so freiwerdende und freie Fahrgastsit ze 16 ermittelt werden . Im vorliegenden Aus führungsbeispiel ist eine Ausgabe der Vorhersa-
gedaten V über die Monitore 34 auf dem Bahnsteig 36 vorgesehen . Auf diese Weise können zusteigende Fahrgäste bereits vor Ankunft des Fahrzeugs 18 an der Haltestelle einen Überblick erhalten, in welchem Abschnitt des Fahrzeugs 18 freie Fahrgastsitze 16 zur Verfügung stehen werden . Die zusteigenden Fahrgäste können sich so bereits vorab auf entsprechende Einstiege verteilen . Zudem ist denkbar, dass die Vorhersagedaten V auf mobile Endgeräte 30 der Fahrgäste ausgegeben werden . So kann sich ein Fahrgast individuell und mobil über freie Fahrgastsit ze 16 des Fahrzeugs 18 bereits im Vorfeld eines Einstiegs oder Umstiegs informieren . Ferner ist denkbar, dass die Vorhersagedaten V über die Monitore 34 im Fahrzeug 18 ausgegeben werden . Eine Übertragung von Daten ist in FIG 2 aus Gründen der Übersichtlichkeit beispielhaft in Form von Zick-Zack-Linien schematisch dargestellt . Zweckmäßigerweise sind die einzelnen Komponenten des Systems 10 auf eine beliebige , dem Fachmann bekannte Art und Weise zum Zwecke einer Datenübertragung miteinander verbunden . Beispielhaft kann eine Verbindung zum Zwecke einer Datenübertragung eine Datenbusverbindung sein . Diese kann kabelgebunden, funktechnisch oder aus einer Kombination daraus realisiert werden .
Die Datenverarbeitungsvorrichtung 22 ist zudem dazu eingerichtet , auf Grundlage der Vorhersagedaten V eine Wegführung W zu ermitteln . Hierzu werden mittels der Datenverarbeitungsvorrichtung 22 im vorliegenden Aus führungsbeispiel eine Anzahl und eine Position freier und freiwerdender Fahrgastsitze 16 im Fahrzeug 18 ermittelt . Diese Anzahl und Position freier und freiwerdender Fahrgastsit ze 16 wird hierbei für vorbestimmte Haltestellen ermittelt .
Anhand der Anzahl und Position freiwerdender Fahrgastsit ze 16 wird beispielsweise eine Wegführung W für aussteigende Fahrgäste derart ermittelt , dass diese in gleichmäßiger Anzahl auf die nächstliegenden Türen 38 verteilt werden . Dies wird vorliegend beispielhaft dadurch realisiert , dass der Fahrgastraum des Fahrzeugs 18 in zwei Zonen 40 , 42 aufgeteilt wird . Die beiden Zonen 40 , 42 werden derart aufgeteilt , dass
in j eder der Zonen 40 , 42 etwa gleich viele Fahrgastsit ze 16 frei werden . Daraufhin wird j eder Zone 40 , 42 eine einheitliche Verkehrsrichtung 44 vorgegeben . Realisiert wird dies beispielhaft mittels der Wanderlichter 28 . In FIG 2 ist dies anhand von Pfeilen an den Wanderlichtern 28 illustriert . Darüber hinaus ist es denkbar, dass die aussteigenden Fahrgäste individuell über eine Applikation auf deren mobilen Endgerät 30 über die Wegführung W informiert werden . Hierbei ist zudem eine haptische Ausgabe der Wegführung W mittels des mobilen Endgeräts 30 an einen j eweiligen Fahrgast denkbar . Zudem ist denkbar, dass Fahrgäste mittels Lautsprechern 26 akustisch über die Wegführung W informiert werden .
Ferner wird auf Grundlage der Anzahl und Position freier Fahrgastsit ze 16 des Fahrzeugs 18 die Wegführung W für einsteigende Fahrgäste vor einer Ankunft des Fahrzeugs 18 an einer Haltestelle ermittelt . Auf diese Weise können Fahrgäste anhand der Wegführung W und einer vorgegebenen Verkehrsrichtung 44 hin zu Abschnitten des Fahrzeugs 18 geleitet werden, in welchen freie Fahrgastsit ze 16 zur Verfügung stehen . Beispielhaft kann hier eine Dauer der optischen Anzeige 32 derart an eine Anzahl an freien Fahrgastsit zen 16 in einem vorbestimmten Abschnitt des Fahrzeugs angepasst werden, dass eine durch die optischen Anzeige 32 vorgegebene Verkehrsrichtung 44 j e länger in Richtung des vorbestimmten Abschnitts angezeigt wird, j e mehr freie Fahrgastsit ze 16 in diesem vorbestimmten Abschnitt des Fahrzeugs 18 vorliegen .
Des Weiteren ist denkbar, dass die Wegführung W individuell für einen aussteigenden oder einen zusteigenden Fahrgast ermittelt wird . Dies kann beispielhaft dadurch realisiert werden, dass die Wegführung W mittels einer Applikation eines mobilen Endgeräts 30 des Fahrgasts in Abhängigkeit von dessen Reisedaten ausgegeben wird . Auf diese Weise kann der j eweilige Fahrgast beispielsweise hin zu einem freien Fahrgastsitz 16 geleitet werden, welcher von dem Fahrgast über eine gesamte Reisedauer innerhalb des Fahrzeugs 18 zur Verfügung steht . Alternativ kann ein aussteigender Fahrgast in Abhän-
gigkeit seiner Reisedaten hin zu einem nächsten Zwischenreiseziel geleitet werden, wie beispielsweise hin zu einem Gleis zur Erreichung eines Anschluss zuges oder hin zu einer Bushaltestelle . Ferner ist denkbar, dass die Wegführung W mittels der haptischen Ausgabevorrichtungen 24 , mittels der Lautsprecher 26 und mittels der Monitore 34 innerhalb des Fahrzeugs 18 ausgegeben wird . Zudem ist denkbar, dass die Wegführung W für einsteigende Fahrgäste mittels der Wanderlichter 28 ausgegeben wird . Mithil fe der Monitore 34 können beispielsweise Verkehrs zeichen oder farbcodierte Verkehrsrichtungs zeichen zur Vorgabe der Verkehrsrichtung 44 den Fahrgästen innerhalb des Fahrzeugs 18 vorgegeben werden . So können Fahrgastströme kurz fristig und situationsabhängig geleitet werden . Zudem ermöglicht dies , dass Begegnungen von Fahrgästen verringert werden können . Des Weiteren können Stausituationen vermieden werden und ein möglichst reibungsloser Betriebsablauf realisiert werden .
Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Aus führungsbeispiel und dessen Variationen näher illustriert und beschrieben wurde , ist die Erfindung nicht durch die of fenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen .