B E S C H R E I B U N G
OPTISCHES SYSTEM FÜR SCHWEBENDE HOLOGRAMME
TECHNISCHES GEBIET
Verschiedene Beispiele betreffen ein System, welches mehrere holographische optische Elemente umfasst, um ein schwebendes Hologramm zu erzeugen.
HINTERGRUND
Es sind Techniken bekannt, um mittels eines bildgebenden holographischen optischen Elements (HOE) ein schwebendes Hologramm zu erzeugen. Ein solches schwebendes Hologramm wird in einem Volumen erzeugt, das außerhalb des bildgebenden HOE an geordnet ist. Das bedeutet, dass das Hologramm versetzt zum bildgebenden HOE an geordnet ist. Dadurch kann eine optische „Schwebewirkung“ erzeugt werden, das Holo gramm steht frei im Raum.
Es wurde festgestellt, dass bei Hologrammen mit großer Tiefe bzw. großem Abstand zum bildgebenden HOE besonders hohe Anforderungen an die Güte der Beleuchtung des bildgebenden HOE zu stellen sind.
KURZE ZUSAMMENFASSUNG
Entsprechend ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein optisches System bereitzustellen, welches ein schwebendes Hologramm mit hoher Güte erzeugen kann.
Diese Aufgabe wird gelöst von den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Die Merkmale der abhängigen Patentansprüche definieren Ausführungsformen.
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Gemäß verschiedenen Beispielen wird ein System aus mehreren HOE verwendet, um ein Hologramm mit hoher Güte zu erzeugen. Insbesondere kann ein bildgebendes HOE, das durch eine geeignete Belichtung so eingerichtet ist, dass es bei anschließender Be leuchtung ein Hologramm mit einem gewünschten Motiv erzeugt, verwendet werden. Ferner kann ein lichtformendes HOE verwendet werden; das Licht, mit dem das bildge bende HOE beleuchtet wird, kann durch das lichtformende HOE geformt werden.
Ein optisches System umfasst also ein bildgebendes HOE. Das bildgebende HOE ist eingerichtet, um basierend auf Licht ein schwebendes Hologramm zu erzeugen. Dieses schwebende Hologramm ist in einem Volumen außerhalb des bildgebenden HOE ange ordnet. Ferner umfasst das optische System eine Lichtquelle. Die Lichtquelle ist einge richtet, um das Licht entlang eines Strahlengangs zum bildgebenden HOE auszusen den. Das optische System umfasst außerdem noch ein lichtformendes HOE. Dieses ist im Strahlengang zwischen der Lichtquelle und dem bildgebenden HOE angeordnet und ist eingerichtet, um ein oder mehrere lichtformende Funktionalitäten auf das Licht anzu wenden.
Dabei können grundsätzlich unterschiedlichste lichtformende Funktionalitäten bereitge stellt werden, beispielsweise einzeln oder auch kumulativ. Beispielhafte lichtformende Funktionalitäten sind zum Beispiel: Spektralfilterung, das heißt Selektion eines kleineren Wellenlängenbereichs des einfallenden Lichts; Filterung im Winkelraum, das heißt zum Beispiel Selektion eines kleineren Winkelspektrums, mit dem das Licht entlang des Strahlengangs propagiert; sowie Anordnung des Lichts im Ortsraum, so zum Beispiel das Licht hin zum bildgebenden HOE umzulenken und/oder das bildgebende HOE ho mogen zu beleuchten.
Ein Verfahren zur Herstellung eines optischen Systems umfasst das Bereitstellen eines bildgebenden HOE. Dieses ist eingerichtet, um basierend auf Licht ein schwebendes Hologramm zu erzeugen. Das schwebende Hologramm ist in einem Volumen außerhalb des bildgebenden HOE angeordnet. Außerdem umfasst das Verfahren das Bereitstellen einer Lichtquelle. Diese ist eingerichtet, um das Licht entlang eines Strahlengangs zum bildgebenden HOE auszusenden. Das Verfahren umfasst auch das Bereitstellen eines
3 lichtformenden HOE. Dieses ist im Strahlengang zwischen der Lichtquelle und dem bild gebenden HOE angeordnet und eingerichtet, ein oder mehrere lichtformende Funktiona litäten auf das Licht anzuwenden.
Die oben dargelegten Merkmale und Merkmale, die nachfolgend beschrieben werden, können nicht nur in den entsprechenden explizit dargelegten Kombinationen verwendet werden, sondern auch in weiteren Kombinationen oder isoliert, ohne den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
FIG. 1 ist eine schematische Ansicht eines optischen Systems gemäß verschiedenen Beispielen, welches ein lichtformendes HOE und ein bildgebendes HOE in Reihenschal tung entlang eines Strahlengangs von Licht umfasst.
FIG. 2 illustriert eine beispielhafte Implementierung des optischen Systems aus FIG. 1 gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 3 illustriert eine Spektralfilterung, die vom lichtformenden HOE gemäß verschiede nen Beispielen bereitgestellt werden kann.
FIG. 4 illustriert eine beispielhafte Implementierung des optischen Systems aus FIG. 1 gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 5 illustriert eine beispielhafte Implementierung des optischen Systems aus FIG. 1 gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 6A illustriert eine beispielhafte Integration eines optischen Systems gemäß ver schiedenen Beispielen in eine Innenraumblende eines Kraftfahrzeugs.
FIG. 6B ist eine perspektivische Ansicht der Implementierung des optischen Systems aus FIG. 2.
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FIG. 7 ist ein Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFUHRUNGSFORMEN
Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Figuren bezeichnen glei che Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Elemente. Die Figuren sind schematische Re präsentationen verschiedener Ausführungsformen der Erfindung. In den Figuren darge stellte Elemente sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu dargestellt. Vielmehr sind die verschiedenen in den Figuren dargestellten Elemente derart wiedergegeben, dass ihre Funktion und genereller Zweck dem Fachmann verständlich wird.
Nachfolgend werden Techniken beschrieben, die es ermöglichen, ein schwebendes Ho logramm zu erzeugen. Das Hologramm kann ein Bildmotiv wiedergeben, etwa einen Knopf oder ein Hinweisschild.
Dazu wird ein optisches System verwendet, welches mehrere HOE umfasst.
Das Hologramm, welches mittels eines entsprechenden optischen Systems erzeugt wird, kann eine besonders große Schwebehöhe und/oder eine besonders große Tiefen wirkung aufweisen. Beispielsweise könnte ein Abstand zwischen einem Volumen, in dem das Hologramm bei geeigneter Beleuchtung eines bildgebenden HOE dargestellt wird, und dem bildgebenden HOE nicht kleiner als 60% der lateralen Abmessungen (senkrecht zum Abstand) eines Brechungsindex-modulierten Bereichs des bildgebenden HOE sein.
Das bildgebende HOE kann als Volumen-HOE implementiert sein, das heißt eine Varia tion des Brechungsindex in 3-D aufweisen. Ein entsprechender Brechungsindex modu lierter Bereich weist eine 3-D Ausdehnung auf. Diese Variation des Brechungsindex
5 bricht das Licht mit einem Diffraktionsmuster, wodurch das Hologramm ausgebildet wird. Das Volumen-HOE ist abgegrenzt gegenüber einem Oberflächen-HOE, bei welchem eine Modulation der Oberfläche eines Substrats das Diffraktionsmuster hervorruft. Zum Beispiel könnte die Oberfläche wellenförmig ausgebildet sein.
Das bildgebende HOE kann als Transmissions-HOE oder als Reflexions-HOE imple mentiert sein. Bei einem Transmissions-HOE wird der Brechungsindex-modulierte Be reich von einer Seite beleuchtet und das Hologramm wird in einem der gegenüberlie genden Seite zugewendeten Volumen erzeugt. Bei Reflexions-HOE wird der Bre chungsindex-modulierte Bereich von einer Seite beleuchtet und das Hologramm wird in einem derselben Seite zugewendeten Volumen erzeugt.
Zum Beispiel wäre es möglich, dass der Strahlengang des Lichts in Edge-Lit- Geometrie auf das bildgebende HOE auftrifft. Das bedeutet, dass das bildgebende HOE ein Sub strat aufweist, auf welchem der Brechungsindex-modulierte Bereich aufgebracht ist. Der Strahlengang wird auf der Schmalseite in das Substrat eingekoppelt, durchläuft dann das Substrat - z.B. Glas oder Polymethylmethacrylat -, bevor er auf den Brechungsin- dex-modulierten Bereich auftrifft. Typischerweise weist das Substrat eine Schichtdicke auf, die wesentlich größer ist, als die Schichtdicke des Brechungsindex-modulierten Be reichs. Der sog. Rekonstruktionswinkel bezeichnet denjenigen Winkel, mit dem das Licht auf den Brechungsindex-modulierten Bereich auftrifft. Dieser kann entlang einer Oberfläche des bildgebenden HOE angeordnet sein. Licht, das nicht durch den Bre chungsindex-modulierten Bereich gebeugt wird, um das Hologramm zu erzeugen, kann dann Totalresektion an der Oberfläche des bildgebenden HOE erfahren und in das Sub strat zurück reflektiert werden; dadurch wird die Wiedergabe des Hologramms nicht durch „Hintergrundlicht“ gestört. Ein absorbierendes Material kann solches zurückreflek tiertes Licht absorbieren (engl beam dump). Das gebeugte Licht trifft unter kleineren Winkeln auf die Oberfläche auf und kann austreten, um das Hologramm zu erzeugen.
Das optische System kann eine Lichtquelle umfassen. Diese ist eingerichtet, um das Licht entlang eines Strahlengangs zum bildgebenden HOE auszusenden.
Die Lichtquelle emittiert vorzugsweise Licht im sichtbaren Spektrum, insbesondere zwi schen 380 nm und 780 nm.
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In den verschiedenen hierin beschriebenen Beispielen können ein oder mehrere Leucht dioden als Lichtquelle verwendet werden. Leuchtdioden sind besonders einfach, langle big und kostengünstig und weisen bezüglich einer Vielzahl von Leuchtfunktionen, insbe sondere holographischer Leuchtfunktion, ausreichende optische Eigenschaften, insbe sondere bezüglich der Kohärenz des ausgesendeten Lichts auf. Leuchtdioden sind be sonders effizient.
Zum Beispiel könnte eine Leuchtdiode einen Lichtemitter (aktive Fläche, die Photonen emittiert) aufweisen, der Abmessungen zwischen 0,5 x 0,5 mm2 und 1 x 1 mm2 aufweist. Es kann insbesondere vorteilhaft sein, für die genannten Anwendungen kleine Emitter Flächen zu verwenden.
Grundsätzlich ist es hilfreich, wenn die Rekonstruktionswelle - d.h. die Wellenfront des Lichts bei Beleuchtung - möglichst übereinstimmt mit der Referenzwelle bei der Auf nahme des Hologramms- d.h. mit der Wellenfront des Lichts bei Belichtung. Die Belich tung erfolgt mit Lasern, die im Prinzip eine Punktlichtquelle darstellen. Dementspre chend ist es vorteilhaft, wenn die zur Rekonstruktion verwendeten LEDs möglichst kleine Emitterflächen besitzen und so der Annahme einer Punktlichtquelle besser ge recht werden.
Verschiedene Beispiele beruhen auf der Erkenntnis, dass eine weitere Verbesserung der Beleuchtung des bildgebenden HOE durch die Verwendung eines lichtformenden HOE erzielt werden kann, welches im Strahlengang zwischen der Lichtquelle und dem bildgebenden HOE angeordnet ist.
Das lichtformende HOE kann verschiedene lichtformende Funktionalitäten implementie ren. Insgesamt kann dadurch die Beleuchtung des bildgebenden HOE verbessert wer den.
Einige solche lichtformenden Funktionalitäten, die vom lichtformenden HOE bereitge stellt werden können, sind nachfolgend im Zusammenhang mit Tab. 1 beschrieben.
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TAB. 1 : Verschiedene lichtformende Funktionalitäten, die vom lichtformenden HOE be reitgestellt werden können. Mittels solcher lichtformenden Funktionalitäten kann ein ho mogenes Winkel- und Wellenlängenspektrum der Beleuchtung des bildgebenden HOE erzielt werden, so dass ein Hologramm rekonstruiert werden kann, welches einen gro ßen Abstand zum Brechungsindex-modulierten Bereich des bildgebenden HOE aufweist und eine große Tiefenschärfe aufweist.
Grundsätzlich sind verschiedene Implementierungen für das lichtformende HOE denk bar. Beispielsweise wäre es möglich, dass das lichtformende HOE den Strahlengang in Reflexionsgeometrie umlenkt. Das heißt es kann ein Reflexions-HOE verwendet wer den.
Ein Reflexions-HOE ist wellenlängenselektiv, das heißt es wird für einen bestimmten Austrittswinkel nur Licht eines engen Wellenlängenspektrum effizient gebeugt. Dadurch kann die Spektralfilterung gemäß Tab. 1 : Beispiel I erreicht werden. Zum Beispiel könnte eine Halbwertsbreite des Wellenlängenspektrums des Lichts nach der Spektral filterung erreicht werden, die nicht größer ist als 10 nm, insbesondere nicht größer als 5 nm. Dadurch kann eine bessere Rekonstruktion des Bilds in Form des Hologramms er reicht werden, weil Verschmierung und Geisterbilder - die andernfalls bei einer breitban digen Beleuchtung des bildgebenden HOE entstehen könnten - vermieden werden.
FIG. 1 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einem optischen System 110. FIG. 1 ist eine schematische Darstellung des optischen Systems 110, welches eingerichtet ist, um ein Hologramm 150 zu erzeugen.
Das optische System 110 umfasst eine Lichtquelle 111. Die Lichtquelle 111 kann durch ein oder mehrere Leuchtdioden implementiert werden. Die Lichtquelle 111 ist eingerich tet, um Licht 90 entlang eines Strahlengangs 81 auszusenden. Das Licht 90 wird dazu verwendet, um das Hologramm 150 zu erzeugen.
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Entlang des Strahlengangs 81 sind verschiedene optische Komponenten 171 , 120, 130 angeordnet.
Beispielsweise wäre es möglich, dass ein refraktives oder spiegeloptisches optisches Element 171 , 172 im Strahlengang 81 zwischen der Lichtquelle 81 benachbart zu Licht quelle 111 angeordnet ist. Dieses refraktive oder spiegeloptische optische Element ist eingerichtet, um das Licht 90 zu sammeln. Derart kann eine größere Lichtausbeute er reicht werden.
Zum Beispiel könnte das optische Element 171 , 172 durch einen Hohlspiegel oder eine Linse implementiert werden.
Das Licht 90 propagiert entlang des Strahlengangs 81 weiter in Richtung eines lichtfor menden HOE 120. Verschiedene lichtformende Funktionalitäten, die vom lichtformen den HOE 120 bereitgestellt werden können, wurden voranstehend im Zusammenhang mit TAB. 1 beschrieben.
Das Licht 90 - nachdem es durch das lichtformende HOE 120 geformt wurde - propa giert dann weiter entlang des Strahlengangs 81 hin zu einem bildgebenden HOE 130. Das bildgebende HOE 130 ist eingerichtet, um basierend auf dem Licht 90 das schwe bende Hologramm 150 zu erzeugen.
Es sind verschiedene strukturelle Implementierungen des optischen Systems 110 denk bar. Einige Implementierungen werden nachfolgend beschrieben, zum Beispiel im Zu sammenhang mit FIG. 2.
FIG. 2 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit dem optischen System 110. Insbeson dere illustriert FIG. 2 eine beispielhafte strukturelle Implementierung des optischen Sys tems 110. Im Beispiel der FIG. 2 umfasst das optische System 110 kein refraktives oder spiegeloptisches optisches Element, welches im Strahlengang 81 zwischen der Licht quelle 111 und dem lichtformenden HOE 120 angeordnet wäre.
Die Lichtquelle 111 sendet das Licht 90 mit einer signifikanten Divergenz aus, das heißt mit einem vergleichsweise breiten Winkelspektrum. FIG. 2 zeigt beispielhaft Strahlen des Lichts 90 entlang des Strahlengangs 81 (engl „ray tracing“).
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Das Licht 90 trifft auf das lichtformende HOE 120 auf. Das lichtformende HOE 120 um fasst ein Substrat 122 sowie einen Brechungsindex-modulierten Bereich 121. Das licht formende HOE 120 lenkt das Licht 90 entlang des Strahlengangs in Reflexionsgeomet rie um.
Da Reflexionshologramme, wie beispielsweise das Reflexionshologramm 120, wellen längenselektiv sind - das heißt sie beugen Licht für einen bestimmten Winkel nur effi zient für einen bestimmten Bereich von Wellenlängen - resultiert die Spektralfilterung. Die Spektralfilterung ist auch in FIG. 3 dargestellt. FIG. 3 illustriert die Effizienz der Beu gung in einen bestimmten Raumwinkel in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Illustriert ist das Wellenlängenspektrum 601 des auftreffenden Lichts (mit der gestrichelten Linie dargestellt), sowie das Wellenlängenspektrum 602 (durchgezogene Linie) des gebeug ten Lichts. Die Halbwertsbreite 612 des Spektrums des gebeugten Lichts ist nicht größer als 30%, optional nicht größer als 40 %, weiter optional nicht größer als 50% der Halb wertsbreite 611 des Emissionsspektrums der Lichtquelle, d.h. des Spektrums des auf treffenden Lichts. Insbesondere ist die Halbwertsbreite 612 des gebeugten Lichts nicht größer als 10 nm, optional größer als 5 nm.
Nunmehr wieder bezugnehmend auf FIG. 2: durch die Spektralfilterung ist das Licht 90, das auf das bildgebende HOE 130 auftrifft, schmalbandiger als das Licht 90, das von der Lichtquelle 111 ausgesendet wird.
In FIG. 2 ist auch der Reflexionswinkel 125, mit dem das lichtformende HOE 120 das Licht entlang des Strahlengangs 81 reflektiert, dargestellt. Außerdem ist auch der Ein fallswinkel 126 des Lichts 90 auf das bildgebende HOE 120 dargestellt. Diese Winkel 125, 126 entsprechen dabei den Winkeln mit denen Referenzlicht bei der Belichtung des bildgebenden HOE 120 aus zwei unterschiedlichen Laserquellen auf das bildgebende HOE 120 auftrifft.
Dieser Reflexionswinkel 125 kann dem Brewster-Winkel des Materials des Substrats 122 entsprechen. Das bedeutet, dass das Licht 90, welches von dem bildgebenden HOE 130 gelenkt wird, linear polarisiert ist. Dadurch können ungewollte Wechselwirkun gen aufgrund unterschiedlicher Polarisationen des Lichts 90 bei der Belichtung des licht formenden HOE 120 vermieden werden.
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Der Einfallswinkel 126 - im dargestellten Beispiel der FIG. 2 beträgt der Einfallswinkel 126 0°, das heißt senkrecht dem Einfall auf das lichtformende HOE 120; grundsätzlich wären aber auch andere Werte möglich - ist dabei so gewählt, dass Fresnel-Reflektio- nen des Lichts 90 weg vom bildgebenden HOE 130 orientiert sind. Dadurch kann die Qualität der Beleuchtung des bildgebenden HOE 130 zusätzlich erhöht werden.
In FIG. 2 ist auch ein sogenannter Rekonstruktionswinkel 135 dargestellt. Der Rekon struktionswinkel 135 bezeichnet die Richtung, entlang welcher das Licht 90 entlang des Strahlengangs 81 auf den Brechungsindex-modulierten Bereich 131 des bildgebenden HOE 130 auftrifft. Dieser Rekonstruktionswinkel 135 ist definiert durch den Reflexions winkel 125, die relative Anordnung des lichtformenden HOE 120 zum bildgebenden HOE 130, und die Brechung an der Grenzfläche von Luft zum Substrat 132.
Dann wird in einem Volumen 159, dass in einem Abstand 155 zum Brechungsindex-mo dulierten Bereich 131 des bildgebenden HOE 130 angeordnet ist, basierend auf dem Licht 90, das Hologramm 150 erzeugt. Es wird also ein schwebendes Hologramm 150 erzeugt.
In verschiedenen Beispielen ist es möglich, dass entlang des Strahlengangs 81 zwi schen der Lichtquelle 111 und dem lichtformenden HOE 120 ein oder mehrere weitere Strahlformen der Komponenten angeordnet sind. Beispielsweise könnte eine Linse 171 - vergleiche FIG. 4 - oder ein Spiegel 172 - vergleiche FIG. 5 - verwendet werden. Dadurch kann die Lichtausbeute erhöht werden, das heißt eine größere Menge des Lichts 90, das von der Lichtquelle 111 ausgesendet wird, kann zur Beleuchtung des bildgebenden HOE 130 verwendet werden.
Ein solches refraktives oder spiegeloptisches optisches Element 171 , 172, das im Strah lengangs 81 zwischen der Lichtquelle 111 und dem lichtformenden HOE 120 angeord net ist, kann das Licht in horizontaler und/oder vertikaler Richtung sammeln/formen. Da bei bezeichnet „vertikal“ eine Richtung in der Zeichenebene; „horizontal“ eine Richtung senkrecht dazu (cf. FIG. 6B). Dementsprechend können rotationssymmetrische, zylindri sche oder anamorphotische Optiken verwendet werden.
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FIG. 6A illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einer Integration des optischen Sys tems 110 mit einer Innenraumblende 201 eines Kraftfahrzeugs. Dabei ist dargestellt, dass das bildgebende HOE 130 in einer Aussparung der Innenraumblende 201 bündig mit der Innenraumblende 201 angeordnet ist, und das Hologramm 150 - im dargestell ten Beispiel ein An/Aus-Knopf - versetzt zur Oberfläche der Innenraumblende 201 in ei nem Volumen im Innenraum des Kraftfahrzeugs dargestellt wird.
Für eine solche Integration werden beispielhafte geometrische Größen nachfolgend auf gezählt:
Die Schwebehöhe des Hologramms 150 - das heißt der Abstand 155, vgl. FIG. 2 - kann größer als 20 mm, zum Beispiel 30 mm sein.
Der Rekonstruktionswinkel 135 (vergleiche FIG. 2) kann typischerweise in einem Be reich von 60° bis 80° liegen, zum Beispiel bei 70°.
Das Substrat 132 des bildgebenden HOE 130 kann zum Beispiel aus Glas gefertigt sein und eine Dicke 134 (in FIG. 2 eingezeichnet) von 20 mm aufweisen. Diese Dicke 134 kann bei einem größeren Rekonstruktionswinkel 135 oder einer kleineren lateralen Ab messungen 135 (auch in FIG. 2 eingezeichnet) des Brechungsindex-modulierten Be reichs 131 auch kleiner gewählt werden.
Der Abstand zwischen dem lichtformenden HOE 120 und der Einkoppelfläche des Sub strats 132 des bildgebenden HOE 130 wird so gewählt, dass das Strahlbündel des Lichts 90 von der Lichtquelle 111 zum lichtformenden HOE 120 nicht durch das Substrat 132 des bildgebenden HOE 130 beschnitten werden (rechte untere Ecke des Substrats 132 in FIG. 2).
Ferner kann es erstrebenswert sein, den Abstand von der Lichtquelle 111 zum lichtfor menden HOE 120 möglichst groß zu wählen, so dass die Lichtquelle 111 möglichst gut Eigenschaften einer Punktlichtquelle aufweist. Gleichzeitig kann durch einen größeren Abstand zwischen der Lichtquelle 111 auch eine größere Fläche des bildgebenden HOE 130 ausgeleuchtet werden, z.B. senkrecht zur Zeichenebene in FIG. 2 oder entlang und/oder senkrecht zur lateralen Abmessung 135 (die entsprechende Tiefenrichtung ist
14 in FIG. 6B sichtbar). Andererseits sollte der Abstand nicht zu groß gewählt werden, um möglichst viel Licht 90 der Lichtquelle 111 in vertikaler Richtung mit dem lichtformenden HOE 120 (entspricht also der Höhe des lichtformenden HOE 120) zu formen. Als Ab stand wurde zum Beispiel ein Bereich von 50 mm bis 100 mm als hilfreich identifiziert, zum Beispiel insbesondere 70 mm.
Je nach Größe der lateralen Abmessungen 135 des bildgebenden HOE 130 kann also über die Parameter des Rekonstruktionswinkels 135 des bildgebenden HOE 130 und den Abstand zwischen der Lichtquelle 111 und dem lichtformenden HOE 120 eine mög lichst optimale Beleuchtungssituation eingestellt werden.
FIG. 7 ist ein Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens zur Herstellung eines opti schen Systems. Beispielsweise kann mittels des Verfahrens der FIG. 7 das optische System 110 gemäß einem der voranstehend diskutierten Beispiele hergestellt werden. Optionale Blöcke sind in FIG. 7 mit gestrichelten Linien dargestellt.
In Block 3005 erfolgt zunächst ein Bereitstellen eines bildgebenden HOE. Zum Beispiel kann das bildgebende HOE 130 gemäß den voranstehend beschriebenen Beispielen implementiert werden.
Block 3005 könnte zum Beispiel ein Belichten des bildgebenden HOE 130 mit Referenz- Licht aus mehreren interferierenden Laserlichtquellen umfassen. Derart kann der Bre- chungsindex-modulierte Bereich auf einem entsprechenden Substrat ausgebildet wer den. Dadurch wird der Rekonstruktionswinkel 135 definiert.
Grundsätzlich sind dem Fachmann Techniken zum Belichten eines bildgebenden HOE bekannt, so dass hier keine weiteren Details genannt werden müssen.
In Block 3010 erfolgt das Bereitstellen eines lichtformenden HOE. Zum Beispiel kann das lichtformende HOE 120 gemäß den voranstehend beschriebenen Beispielen bereit gestellt werden.
Block 3010 kann das Belichten des lichtformenden HOE 120 mit Referenz-Licht aus mehreren interferierenden Laserlichtquellen umfassen. Insbesondere kann dadurch der
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Reflexionswinkel des lichtformenden HOE festgelegt werden. Der Reflexionswinkel ent spricht dem Beleuchtungswinkel aus einer der interferierenden Laserlichtquellen und dieser Winkel kann gleich dem Brewster-Winkel des lichtformenden HOE eingestellt werden.
Um die in TAB. 1 diskutierten lichtformenden Funktionalitäten zu erreichen, kann das lichtformende HOE insbesondere in Reflexionsgeometrie ausgebildet sein; grds. wäre aber auch eine Implementierung als Transmissions-HOE möglich. Ein entsprechendes Gitter, das einfallendes Licht beugt und reflektiert, kann eine Spektralfilterung und Filte rung im Winkelraum, wie in TAB. 1 diskutiert, bereitstellen. Außerdem kann durch die geeignete Größe und Anordnung des lichtformenden HOE in Bezug auf das bildge bende HOE aus Block 3005 erreicht werden, dass eine homogene Beleuchtung des Brechungsindex-modulierten Bereichs des bildgebenden HOE, insb. in Edge-Lit-Geo- metrie, erreicht wird.
In Block 3015 kann eine Lichtquelle bereitgestellt werden. Diese kann insbesondere un ter einem geeigneten Abstand zum lichtformenden HOE angeordnet werden.
Dann könnte in Block 3020 optional die Integration des derart erhaltenen optischen Sys tems in eine Blende, zum Beispiel eine Innenraumblende eines Kraftfahrzeugs, erfolgen.
Selbstverständlich können die Merkmale der vorab beschriebenen Ausführungsformen und Aspekte der Erfindung miteinander kombiniert werden. Insbesondere können die Merkmale nicht nur in den beschriebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kom binationen oder für sich genommen verwendet werden, ohne das Gebiet der Erfindung zu verlassen.