STATOR FÜR EINE ELEKTRISCHE MASCHINE UND ELEKTRISCHE
MASCHINE
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stator für eine elektrische Maschine, auf weisend einen Statorkern mit einer ersten Stirnseite und einer zweiten Stirnseite und eine Statorwicklung, die mehrere Teilwicklungen aufweist und eine Anzahl von Strängen ausbildet, wobei jede Teilwicklung mehrere Formleiter, die sich ent lang einer Axialrichtung an vorgegebenen Winkelpositionen in Umfangrichtung durch den Statorkern erstrecken, einen ersten Endabschnitt, der ein freies Ende der Teilwicklung umfasst, an der ersten Stirnseite aus dem Statorkern herausragt, und einen zweiten Endabschnitt aufweist.
Daneben betrifft die Erfindung eine elektrische Maschine zum Antreiben eines Fahrzeugs.
Die DE 102017 105483 A1 offenbart einen Stator für eine rotierende elektrische Maschine, wobei der Stator aufweist: einen ringförmigen Statorkern und eine Mehr-Phasen-Statorspule, die aus einer Vielzahl von Phasenwicklungen zusam mengesetzt ist. Die Statorspule weist zumindest zwei Leitungsdrähte und eine Verbindung auf. Jeder der Leitungsdrähte ist mit einer der Phasenwicklungen der Statorspule verbunden.
Bei einem solchen Stator sind Endabschnitte zum Anschließen der Teilwicklungen geometrisch mehrfach gebogen ausgebildet. Dies verkompliziert die Fertigung des Stators und erschwert das Anschließen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zum einfachen An schließen der Teilwicklungen der Statorwicklung anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Stator der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der erste Endabschnitt an einer der vorgegebenen Win kelpositionen aus dem Statorkern herausragt und sich an der vorgegebenen Win kelposition in der Axialrichtung erstreckt.
Der erfindungsgemäße Stator für eine elektrische Maschine weist einen Statorkern auf. Der Statorkern weist eine erste Stirnseite und eine zweite Stirnseite auf. Der Stator weist ferner eine Statorwicklung auf. Die Statorwicklung weist mehrere Teil wicklungen auf und bildet eine Anzahl von Strängen aus. Jede Teilwicklung weist mehrere Formleiter auf. Die Formleiter erstrecken sich entlang einer Axialrichtung an vorgegebenen Winkelpositionen in Umfangsrichtung durch den Statorkern.
Jede Teilwicklung weist ferner einen ersten Endabschnitt auf. Der erste Endab schnitt umfasst ein freies Ende der Teilwicklung. Der erste Endabschnitt ragt aus dem Statorkern heraus. Jede Teilwicklung weist ferner einen zweiten Endabschnitt auf. Der erste Endabschnitt ragt an einer der vorgegebenen Winkelpositionen aus dem Statorkern heraus. Der erste Endabschnitt erstreckt sich an der vorgegebe nen Winkelposition in der Axialrichtung.
Die Erfindung beruht auf der Überlegung, den ersten Endabschnitt an der vorge gebenen Winkelposition, an der sich auch der Formleiter innerhalb des Stator kerns erstreckt, aus dem Statorkern axial heraus zu führen. Der Endabschnitt kann dann an der vorgegebenen Winkelposition angeschlossen werden. Dies ver einfacht die Fertigung der Statorwicklung und das Anschließen ganz erheblich, weil komplizierte Mehrfachbiegungen in Umfangsrichtung entfallen können. Durch die direkte Führung des ersten Endabschnitts in der Axialrichtung wird dessen Länge außerdem verringert, was auch die ohmschen Verluste der Statorwicklung vorteilhafterweise reduziert.
Vorteilhafterweise umfasst der zweite Endabschnitt einer jeweiligen Teilwicklung ein freies Ende der Teilwicklung und ragt an der ersten Stirnseite oder der zweiten Stirnseite aus dem Statorkern heraus. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass der zweite Endabschnitt einer jeweiligen Teilwicklung an der Stirnseite an einer der
vorgegebenen Winkelpositionen aus dem Statorkern herausragt und sich an der Winkelposition in der Axialrichtung erstreckt. Dadurch können die zweiten Endab schnitte analog zu den ersten Endabschnitten aus dem Statorkern herausgeführt werden, sodass auch das Anschließen und die Fertigung der Statorwicklung im Hinblick auf die zweiten Endabschnitte vereinfacht wird.
In bevorzugter Ausgestaltung weist der erfindungsgemäße Stator mehrere Verbin der auf, welche die Formleiter an den Stirnseiten verbinden und an der erste Stirn seite einen Wickelkopf, der sich innerhalb eines Radialbereichs erstreckt, ausbil den.
Eine jeweilige Teilwicklungen ist insbesondere durch eine Vielzahl von mittels der Verbinder in Reihe geschalteten Formleitern gebildet. Der erste und der zweite Endabschnitt einer jeweiligen Teilwicklungen bilden vorzugsweise zwei Enden der Reihenschaltung aus. Der Radialbereich ist ein ringförmiger, sich an den Stator kern anschließender Raum, welcher vom Wickelkopfs belegt wird.
In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der erste Endabschnitt einer jeweiligen Teilwicklung vom Radialbereich wegweisend verläuft, sodass sich der erste Endabschnitt entlang des Wickelkopfs erstreckt. So kann der Endab schnitt bauraumsparend nah am Wickelkopf entlang geführt werden. Alternativ o- der zusätzlich kann der zweite Endabschnitt einer jeweiligen Wicklung vom Radial bereich wegweisend verlaufen, sodass sich der zweite Endabschnitt entlang des Wickelkopfs erstreckt. Der zweite Endabschnitt kann so analog zum ersten Endab schnitt geführt werden.
Der erste Endabschnitt und/oder der zweite Endabschnitt erstrecken sich bevor zugt zwischen dem Statorkern und dem freien Ende nicht entlang der Umfangs richtung oder ausschließlich entlang der Axialrichtung und der Radialrichtung.
Der zweite Endabschnitt nimmt bevorzugt einen größeren Radialabstand zum Wi ckelkopfs an als der erste Endabschnitt. Dadurch können sich die Endabschnitte
entlang zweier konzentrischer Kreise um eine Längsachse des Statorkerns erstre cken, sodass Anschlussmöglichkeiten an den unterschiedlichen Radialpositionen gebildet werden.
Es kann bevorzugt ferner vorgesehen sein, dass der erste Endabschnitt und/oder der zweite Endabschnitt mit jeweils einem Formleiter einstückig verbunden und an der jeweiligen vorgegebenen Winkelposition in Radialrichtung parallelverschoben in Bezug auf den Formleiter ausgebildet ist oder sind. Der Endabschnitt kann dazu eine an der Radialpositionen des Formleiters vorgesehene vom Radialbereich wegweisende erste Biegung aufweisen. Ferner kann der Endabschnitt eine axial weiter vom Statorkern beabstandete zweite Biegung, die zum Radialbereich hin weist aufweisen, sodass sich der Endabschnitt jenseits der zweiten Biegung paral lel verschoben zum Formleiter erstreckt. Zwischen der ersten Biegung und der zweiten Biegung verläuft der Endabschnitt bevorzugt gerade in einer Radialrich tung und der Axialrichtung. Jenseits der zweiten Biegung verläuft der Endabschnitt bevorzugt entlang der Axialrichtung. Zwischen dem Statorkern und der ersten Bie gung kann der Endabschnitt an der vorgegebenen Winkelposition ausschließlich entlang der Axialrichtung verlaufen.
Mit Vorteil kann bei dem erfindungsgemäßen Stator ferner vorgesehen sein, dass eine jeweilige Teilwicklung einen Anschluss und einen Sternpunktanschluss auf weist. Dabei kann der erste Endabschnitt den Anschluss ausbilden und der zweite Endabschnitt den Sternpunktanschluss ausbilden. Alternativ kann der erste End abschnitt den Sternpunktanschluss ausbilden und der zweite Endabschnitt den Anschluss ausbilden.
In Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass ein Teil der Teilwicklungen eine An ordnung ausbildet und sich die den Sternpunktanschluss ausbildenden Endab schnitte der Teilwicklungen der Anordnung auf einer radialen Seite des Radialbe reichs entlang des Wickelkopfs erstrecken. Zudem kann vorgesehen sein, dass ein Teil der Teilwicklungen eine zweite Anordnung ausbildet und sich die den Sternpunktanschluss ausbildenden Endabschnitte der Teilwicklungen der zweiten
Anordnung auf der anderen radialen Seite des Radialbereichs entlang des Wickel kopfs erstrecken. Dies ermöglicht insbesondere eine Ausgestaltung der Stator wicklung mit zwei Sternpunkten wobei die Sternpunktanschlüsse an unterschiedli chen Seiten des Radialbereichs angeordnet sind.
Es kann ferner für die oder eine jeweilige Anordnung eine Sternpunktverbindung, durch welche die den Sternpunktanschluss ausbildenden Endabschnitte der An ordnung miteinander verbunden sind, aufweisen. Die Sternpunktverbindung wird bevorzugt radial an die Endabschnitte angelegt. Die Sternpunktverbindung kann an den Endabschnitten, insbesondere stoffschlüssig, befestigt sein.
Bevorzugt ist die Sternpunktverbindung als bogenförmige Stromschiene ausgebil det. Ein eine solche Sternpunktverbindung lässt sich einfach fertigen und kann bauraumsparend an den Sternpunktanschlüssen angeordnet werden.
Außerdem kann vorgesehen sein, dass im Statorkern eine Vielzahl von in Um fangsrichtung angeordneten Nuten ausgebildet ist, in welchen die Formleiter auf genommen sind. Die Nuten durchsetzen der Statorkern insbesondere vollständig von der ersten Stirnseite bis zur zweiten Stirnseite. Die Formleiter können sich vollständig durch die Nuten erstrecken. Die Nuten sind vorzugsweise über eine Umfangsrichtung verteilt im Statorkern ausgebildet.
Vorzugsweise ragen die den Anschluss ausbildenden Endabschnitte der Teilwick lungen eines jeweiligen Strangs aus derselben Nut oder aus mehreren unmittelbar benachbarten Nuten heraus. Aus mehreren unmittelbar benachbarten Nuten ra gen die Endabschnitte insbesondere dann heraus, wenn der Stator eine Lochzahl größer gleich zwei aufweist. Die Lochzahl entspricht dabei der Anzahl von Nuten je Pol und Phase.
Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Formleiter in einer vorgegebenen An zahl radial angeordneter Schichten einer jeweiligen Nut im Statorkern aufgenom men sind. Dabei können sich die den Anschluss ausbildenden Endabschnitte der
Teilwicklungen eines jeweiligen Strangs an Formleiter anschließen, die in einer ra dial innersten der Schichten und/oder in einer radial äußersten der Schichten an geordnet sind. Dadurch wird das Führen der Endabschnitte entlang des Radialbe reichs erheblich vereinfacht.
Bevorzugt weist der Stator ferner eine Anschlussanordnung auf, welche eine der Anzahl der Stränge entsprechende Anzahl von Anschlusselementen aufweist. In Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass ein jeweiliges Anschlusselement die den Anschluss ausbildenden Endabschnitte der Teilwicklungen eines der Stränge miteinander verbindet.
Der Stator kann ferner eine Isolationsvorrichtung aufweisen, welche zur elektri schen Isolation des Wickelkopfs gegenüber den Anschlusselementen eingerichtet ist.
Vorzugsweise weist die Isolationsvorrichtung einen plattenförmigen Körper auf. Der Körper kann eine erste Seite, die sich in Umfangsrichtung zumindest zum Teil über ein axiales Ende des Wickelkopfs erstreckt, aufweisen. Der Körper kann fer ner eine zweite Seite, die der ersten Seite gegenüberliegend angeordnet ist und an der die Anschlusselemente angeordnet sind, aufweisen. Vorzugsweise weist der Körper ferner wenigstens eine Ausnehmung auf, die sich von der ersten Seite zur zweiten Seite erstreckt und durch die die Anschlüsse von der ersten Seite her durchgeführt und auf der zweiten Seite elektrisch leitfähig mit einem der Anschlus selemente verbunden sind. In bevorzugter Ausgestaltung umfasst die Isolations vorrichtung ferner eine Isolationsanordnung, welche einen ersten Abschnitt auf weist, der sich von der ersten Seite des Körpers aus in eine von der zweiten Seite wegweisende Richtung erstreckt und den Wickelkopf entlang seines Umfangs an einer von zwei radialen Seiten des Wickelkopfs umgibt.
Die Isolationsvorrichtung ermöglicht es durch die Isolationsanordnung mit ihrem ersten Abschnitt, den Wickelkopf gegenüber weiteren Objekten, die an der radia len Seite des Wickelkopfs angeordnet sind, elektrisch zu isolieren. Dadurch, dass
das Objekt nicht am axialen Ende des Wickelkopfs angeordnet werden muss, wird Bauraum eingespart. So werden größere Freiheitsgrade bei der Ausgestaltung ei nes die Statorwicklung aufweisenden Stators erzielt, weil das an der radialen Seite angeordnete Objekt wegen der durch ersten Abschnitt vermittelten Isolationswir kung nah an der radialen Seite des Wickelkopfs angeordnet werden kann. Gleich sam sorgt der erste Abschnitt der Isolationsanordnung für hinreichend große Luft- und Kriechstrecken zwischen dem Wickelkopf und dem Objekt.
In bevorzugter Ausgestaltung ist die radiale Seite die radial innere Seite der zwei Seiten des Wickelkopfs. Die Isolationsvorrichtung ist vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff gebildet. Der Körper ist vorzugsweise an der ers ten Seite und/oder an der zweiten Seite flach ausgebildet.
In bevorzugter Ausgestaltung der Isolationsvorrichtung ist vorgesehen, dass die Isolationsanordnung einen zweiten Abschnitt, der sich von der ersten Seite des Körpers aus in die von der zweiten Seite wegweisende Richtung erstreckt und die an der radialen Seite des Wickelkopfs angeordnete Sternpunktverbindung auf ih rer der dem Wickelkopf abgewandten Seite umgibt, sodass der erste Abschnitt und der zweite Abschnitt die Sternpunktverbindung beidseitig umgeben. Durch den ersten und den zweiten Abschnitt der Isolationsanordnung kann die Stern punktverbindung beidseitig elektrisch isoliert und so platzsparend an der radialen Seite des Wickelkopfs angeordnet werden. Dadurch kann insbesondere auf eine die axiale Erstreckung des Stators vergrößernde Anordnung der ersten Stern punktverbindung jenseits des axialen Endes des Wickelkopfs verzichtet und Bau raum eingespart werden.
Bei der erfindungsgemäßen Isolationsvorrichtung kann ferner vorgesehen sein, dass die Isolationsanordnung einen dritten Abschnitt, der sich, insbesondere kon zentrisch zum ersten Abschnitt, von der ersten Seite des Körpers aus in die von der zweiten Seite wegweisende Richtung erstreckt, aufweist und dazu eingerichtet ist, den Wickelkopf entlang seines Umfangs an der radialen Seite oder der ande ren der radialen Seiten des Wickelkopfs zu umgeben. Durch den dritten Abschnitt
kann ein weiteres Objekt in analoger Weise zum ersten Objekt an der anderen ra dialen Seite des Wickelkopfs elektrisch gegenüber diesen isoliert angeordnet wer den.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist dabei ferner vorgesehen, dass die Isolationsan ordnung einen vierten Abschnitt aufweist, der sich von der ersten Seite des Kör pers aus in die von der zweiten Seite des Körpers wegweisende Richtung er streckt die an der radialen Seite des Wickelkopfs angeordnete Sternpunktverbin dung auf ihrer der dem Wickelkopf abgewandten Seite umgibt, sodass der dritte Abschnitt und der vierte Abschnitt die Sternpunktverbindung beidseitig umgeben. Durch den dritten und den vierten Abschnitt der Isolationsanordnung kann die Sternpunktverbindung beidseitig elektrisch isoliert und entsprechender Bauraum eingespart werden.
Daneben kann die Isolationsanordnung einen fünften Abschnitt aufweisen, der der sich von der ersten Seite des Körpers aus in die von der zweiten Seite des Kör pers wegweisende Richtung erstreckt und sich gemeinsam mit dem ersten Ab schnitt entlang eines Kreisbogens erstreckt und den Wickelkopf umgibt. Alternativ oder zusätzlich kann ein die Isolationsanordnung einen sechsten Abschnitt aufwei sen, der der sich von der ersten Seite des Körpers aus in die von der zweiten Seite des Körpers wegweisende Richtung erstreckt und sich gemeinsam mit dem dritten Abschnitt entlang eines Kreisbogens erstreckt und den Wickelkopf umgibt. Der fünfte Abschnitt und der sechste Abschnitt dienen der mechanischen Stabili sierung der Anordnung der Isolationsvorrichtung am Wickelkopf.
Ein jeweiliger Abschnitt der Isolationsanordnung weist vorzugsweise die Form ei nes geraden Zylinders mit einer annähernd C-förmigen, insbesondere kreisring sektorförmigen, Grundfläche auf. Eine Mantelfläche des geraden Zylinders weist dabei insbesondere zum Wickelkopf. Eine Grundfläche des geraden Zylinders liegt dabei auf dem Körper auf, sodass der gerade Zylinder vom Körper absteht. In ei nem Ausführungsbeispiel ergeben der Körper und die Abschnitte ein oder mehrere U-Profile bzw. ein Mehrfach-U-Profil.
Vorzugsweise erstreckt sich die erste Seite des Körpers von einem ersten Ende des Körpers bis zu einem zweiten Ende des Körpers, um sich vom ersten Ende bis zum zweiten Ende entlang des axialen Endes des Wickelkopfs in Umfangsrich tung des Wickelkopfs zu erstrecken. Insbesondere erstreckt sich der Körper über höchstens 75 %, bevorzugt über höchstens 60 %, besonders bevorzugt über höchstens 50 %, der Umfangsrichtung des Wickelkopfs.
Dabei kann der erste Abschnitt der Isolationsanordnung am ersten Ende des Kör pers vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann der zweite Abschnitt der Iso lationsanordnung am ersten Ende des Körpers vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann der dritte Abschnitt der Isolationsanordnung am zweiten Ende des Körpers vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann der fünfte Abschnitt der Isolationsanordnung am zweiten Ende des vorgesehen sein. Alternativ oder zu sätzlich kann der sechste Abschnitt der Isolationsanordnung am ersten Ende des vorgesehen sein.
Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Körper mehrere die erste Seite und die zweite Seite durchsetzende Durchgangsöffnungen aufweist. Häufig wird ein Stator nach seiner Montage mitsamt Isolationsvorrichtung mittels eines fließfähigen Werkstoffs vergossen oder beschichtet, beispielsweise durch Eintauchen in ein Tauchbad. Die Durchgangsöffnung erlaubt hier ein vereinfachtes Eindringen des fließfähigen Werkstoffs in die vom Körper abgedeckten Bereiche des Wickelkopfs beim Eintauchen. Ferner erlaubt die Durchgangsöffnung auch ein verbessertes Abfließen des fließfähigen Werkstoffs nach dem Eintauchen, um massive An sammlungen des Werkstoffs zwischen der Isolationsvorrichtung und dem Wickel kopf zu vermeiden. Durch die Vermeidung solcher Ansammlungen ist ein robuste rer Betrieb des Stators bzw. der ihn aufweisenden elektrischen Maschine möglich.
Die Durchgangsöffnungen können an Stellen angeordnet sein, an denen zwei der Abschnitte der Isolationsanordnung konzentrisch zueinander verlaufen.
Die Durchgangsöffnungen können ferner an Stellen angeordnet sein, an welchen der erste Abschnitt und der zweite Abschnitt der Isolationsanordnung konzentrisch zueinander verlaufen, und/oder eine Stelle, an der dritte Abschnitt und der vierte Abschnitt der Isolationsanordnung konzentrisch zueinander verlaufen. Da die zweite Seite des Körpers und die konzentrisch verlaufenden Abschnitte einen Frei raum begrenzen, in den der fließfähige Werkstoff nur schwer eintreten kann, kann durch die Durchgangsöffnung eine besonders gute Benetzung des im Freiraum aufgenommenen Objekts, insbesondere der Sternpunktverbindung, ermöglicht werden. Die Durchgangsöffnungen können ferner an Stellen angeordnet sein, an welchen der fünfte Abschnitt und der dritte Abschnitt und/oder der sechste Ab schnitt und der erste Abschnitt konzentrisch zueinander verlaufen.
Die Durchgangsöffnungen können ferner an Stellen angeordnet sein, die mittig zwischen jeweiligen Gruppen von vier der Ausnehmungen, von denen eine erste Ausnehmung und eine zweite Ausnehmung an einer ersten Radialposition liegen, eine dritte Ausnehmung und eine vierte Ausnehmung an einer zweiten Radialposi tion liegen, die erste Ausnehmung und die dritte Ausnehmung an ersten Position in Umfangsrichtung und die zweite und die vierte Ausnehmung an einer zweiten Position in Umfangsrichtung liegen.
In vorteilhafter Ausgestaltung weist der Körper der Isolationsvorrichtung einen bo genförmigen, insbesondere kreisbogenförmigen, Verlauf auf. Dabei kann sich ein jeweiliger Abschnitt der Isolationsanordnung in axialer Richtung und in Umfangs richtung erstrecken.
Bei der Isolationsvorrichtung ist bevorzugt vorgesehen, dass zumindest ein Teil der Ausnehmungen auf einem ersten Kreisbogen, der konzentrisch zum ersten Abschnitt der Isolationsanordnung verläuft, angeordnet ist. Dadurch können die an unterschiedlichen Radialpositionen des Stators aus dem Statorkern herausra gende Anschlüsse der Statorwicklung durch die Ausnehmung herausgeführt wer den.
Weiter kann vorgesehen sein, dass ein Teil der Ausnehmungen auf einem zweiten Kreisbogen, der konzentrisch zum und beabstandet vom ersten Kreisbogen ver läuft, angeordnet ist. Dies ermöglicht eine Durchführung von an zwei unterschiedli chen Radialpositionen angeordneten Anschlüssen durch die Ausnehmung. Insbe sondere befinden sich an wenigstens einer Winkelposition der Kreisbögen jeweils zwei Ausnehmungen. Dies ermöglicht es, radial innen und radial außen angeord nete Anschlüsse desselben Strangs an der Winkelposition durch ein Anschlus selement elektrisch zu verbinden. In besonders bevorzugter Ausgestaltung sind je weils zwei auf beiden Kreisbögen liegende Ausnehmungen an drei unterschiedli chen Winkelposition der Kreisbögen vorgesehen.
Außerdem kann bei der Isolationsvorrichtung vorgesehen sein, dass eine jeweilige Ausnehmung einen Rand mit einem in die Ausnehmung gerichteten Vorsprung aufweist. Durch den Vorsprung kann eine Position mehrerer durch eine Ausneh mung durchgeführter Endabschnitte festgelegt werden.
In bevorzugter Ausgestaltung der Isolationsvorrichtung ist vorgesehen, dass für ein jeweiliges Anschlusselement auf der zweiten Seite des Körpers ein Aufnahme platz ausgebildet ist, der dazu eingerichtet ist, eine Bewegung des Anschlussele ments bezüglich der zweiten Seite in einem im Aufnahmeplatz aufgenommenen Zustand zu hemmen. Insbesondere weist der Aufnahmeplatz einen oder mehrere Vorsprünge zum Hemmen einer Drehbewegung des Anschlusselements um eine senkrecht zur zweiten Seite stehende Drehachse auf. Alternativ oder zusätzlich weist der Aufnahmeplatz einen Vorsprung zum Hemmen einer Translationsbewe gung des Anschlusselements entlang der zweiten Seite auf. Das Anschlussele ment kann so auf der zweiten Seite des Körpers sicher positioniert werden.
Außerdem kann vorgesehen sein, dass der Körper eine weitere Ausnehmung, in welcher ein am Wickelkopf angeordneter Sensor des Stators aufnehmbar ist, auf weist. Dadurch kann der Sensor, beispielsweise ein Temperatursensor zur Ermitt lung einer Temperatur des Wickelkopfs, sicher positioniert werden. In bevorzugter Weiterbildung ist entlang einer Randkontur der Ausnehmung auf der zweiten Seite
ein Vorsprung zur Führung des Sensors ausgebildet. Der Vorsprung erlaubt eine zusätzliche Abstützung des Sensors.
Es ist bei dem erfindungsgemäßen Stator ferner bevorzugt, dass einer der Endab schnitte, insbesondere der den Anschluss ausbildende Endabschnitt, einer jeweili gen Teilwicklung in Axialrichtung länger als der andere der Endabschnitte der je weiligen Teilwicklung ist. Dadurch können beispielsweise die Sternpunktverbin dungen und die Anschlüsse für die Stränge in unterschiedlichen axialen Ebenen angeordnet werden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner gelöst durch eine elektri sche Maschine zum Antreiben eines Fahrzeugs, aufweisend einen erfindungsge mäßen Stator und einen drehbar innerhalb des Stators gelagerten Rotor.
Die erfindungsgemäße elektrische Maschine ist vorzugsweise dazu eingerichtet, ein Fahrzeug anzutreiben. Sie kann insofern dazu eingerichtet sein, einen Teil ei nes Antriebsstrangs des Fahrzeugs auszubilden. Die elektrische Maschine ist vor zugsweise als, insbesondere permanenterregte, Synchronmaschine ausgebildet. Alternativ kann die elektrische Maschine als Asynchronmaschine ausgebildet sein.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Fahr zeug, aufweisend eine erfindungsgemäße elektrische Maschine, die zum Antrei ben des Fahrzeugs eingerichtet ist. Das Fahrzeug kann ein batterieelektrisches Fahrzeug und/oder ein Flybridfahrzeug sein.
In einem Ausführungsbeispiel können insbesondere zwei erste Endabschnitte ei nes Stranges, welche an derselben Stirnseite des Stators herausragen und an ei ner inneren und einer äußeren Radialposition der jeweils selben Winkelposition angeordnet sein. Die Endabschnitte können somit einfach in Radialrichtung ver bunden werden. Sie können ein Anschlusspaar bilden.
In einem Ausführungsbeispiel können insbesondere zwei erste Endabschnitte ei nes Stranges, welche an derselben Stirnseite des Stators herausragen und an ei ner innersten und einer äußersten Radialposition der jeweils selben Winkelposition angeordnet sein. Die Endabschnitte können somit einfach in Radialrichtung ver bunden werden. Sie können ein Anschlusspaar bilden.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel können zwei weitere erste Endabschnitte benachbart zu den zwei ersten Endabschnitten angeordnet sein. Es können somit zwei solcher Anschlusspaare benachbart angeordnet und zu einem gemeinsamen Anschluss verbunden sein. Somit können zum Beispiel vier Teilwicklungen, die ei nen Strang ausbilden einfach angeschlossen werden, zum Beispiel an einen Wechselrichter.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeich nungen. Diese sind schematische Darstellungen und zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels des erfindungs gemäßen Stators;
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des Statorkerns und der Statorwicklung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Statorkern und die Statorwicklung;
Fig. 4 eine seitliche Detailansicht des Statorkerns und der Statorwicklung;
Fig. 5 eine geschnittene Detailansicht des Statorkerns und der Statorwicklung;
Fig. 6 eine perspektivische Detailansicht des Statorkerns mit der Statorwicklung und zwei Sternpunktverbindungen;
Fig. 7 eine seitliche Detailansicht des Statorkerns und der Statorwicklung mit ei ner der Sternpunktverbindungen;
Fig. 8 eine geschnittene Detailansicht des Statorkerns mit der Statorwicklung und den Sternpunktverbindungen;
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht der Isolationsvorrichtung;
Fig. 10 eine Draufsicht auf die erste Seite der Isolationsvorrichtung;
Fig. 11 eine Draufsicht auf die zweite Seite der Isolationsvorrichtung;
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht der Isolationsvorrichtung in einem an der Statorwicklung angeordneten Zustand;
Fig. 13 eine geschnittene Detailansicht des Ausführungsbeispiels des Stators; und
Fig. 14 eine Prinzipskizze eines Fahrzeugs mit einem Ausführungsbeispiel der er findungsgemäßen elektrischen Maschine.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Stators 1.
Der Stator weist einen Statorkern 2 mit einer ersten Stirnseite 3 und einer zweiten
Stirnseite 4 sowie eine Statorwicklung 5 auf.
Fig. 2 bis Fig. 5 zeigen den Statorkern 2 und die Statorwicklung 5, wobei Fig. 2 eine perspektivische Darstellung ist, Fig. 3 eine Draufsicht ist, Fig. 4 eine seitliche Detailansicht ist und Fig. 5 eine geschnittene Detailansicht ist.
Der Statorkern 2 ist im exemplarisch aus einem Blechpaket mit einer Vielzahl von axial geschichteten Einzelblechen gebildet. In axialer Richtung durchsetzt eine
Vielzahl von in Umfangsrichtung des Stators 1 aufeinanderfolgend angeordneten Nuten 6, vorliegend beispielhaft 48 Stück, den Statorkern 2.
Die Statorwicklung 5 weist mehrere Teilwicklungen auf und bildet eine vorgege bene Anzahl von Strängen, vorliegend exemplarisch drei Stränge, aus. Jede Teil wicklung umfasst mehrere Formleiter 7 (siehe Fig. 5), die sich entlang einer Axial richtung an vorgegebenen Winkelpositionen in Umfangrichtung durch den Stator kern 2 erstrecken, und mehrere Verbinder 8a, 8b, welche die Formleiter 7 an den Stirnseiten 3, 4 verbinden und an der ersten Stirnseite 3 einen sich innerhalb eines Radialbereichs 9 (siehe Fig. 3) erstreckenden Wickelkopf 10 ausbilden.
Jede Teilwicklung weist ferner einen ersten Endabschnitt 11 a, 11 b, 11 c, 11 d auf, der ein freies Ende der Teilwicklung umfasst, an der ersten Stirnseite 3 aus dem Statorkern 2 herausragt und vom Radialbereich 9 wegweisend verläuft, sodass sich der erste Endabschnitt 11a bis 11 d entlang des Wickelkopfs 10 erstreckt. Da bei erstreckt sich der erste Endabschnitt 11a bis 11d an einer der vorgegebenen Winkelposition aus dem Statorkern 2 heraus und an der vorgegebenen Winkelpo sition in der Axialrichtung.
Jede Teilwicklung weist ferner einen zweiten Endabschnitt 12a, 12b, 12b, 12d auf, der ein freies Ende der Teilwicklung umfasst, an der ersten Stirnseite 3 aus dem Statorkern 2 herausragt und vom Radialbereich wegweisend verläuft, sodass sich der zweite Endabschnitt 12a bis 12d entlang des Wickelkopfs 10 erstreckt. Dabei erstreckt sich der zweite Endabschnitt 12a bis 12d an einer der vorgegebenen Winkelpositionen aus dem Statorkern 2 heraus und an der vorgegebenen Winkel position in der Axialrichtung.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind exemplarisch zwölf Teilwicklungen vor gesehen. Je vier Teilwicklungen bilden dabei einen Strang aus. Die ersten Endab schnitte 11a bis 11 d einer jeweiligen Teilwicklung bilden einen Anschluss der Teil wicklung aus, der beispielsweise mit einem Wechselrichter verbindbar ist. Der
zweite Endabschnitt 12a bis 12d bildet einen Sternpunktanschluss der Teilwick lung aus.
Die ersten Endabschnitte 11 a, 11 b und die zweiten Endabschnitte 12a, 12b erstre cken sich dabei radial außen entlang des Wickelkopfs 10 bzw. des Radialbereichs 9. Die ersten Endabschnitte 11 c, 11 d und die zweiten Endabschnitte 12c, 12d er strecken sich radial innen entlang des Wickelkopfs 10 bzw. des Radialbereichs 9. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel nehmen die zweiten Endabschnitte 12a bis 12d einen größeren radialen Abstand zum Wickelkopf 10 ein als die ersten Endab schnitte 11a bis 11 d.
Wie Fig. 4 und Fig. 5 im Detail zu entnehmen ist, weist jeder Endabschnitt 11a bis 11 d, 12a bis 12d eine an der Radialpositionen des Formleiters vorgesehene, vom Radialbereich 9 wegweisende erste Biegung 13a sowie eine axial weiter vom Statorkern 2 beabstandete zweite Biegung 13b, die zum Radialbereich 9 hinweist auf. Dadurch erstreckt sich der Endabschnitt 11a bis 11 d, 12a bis 12d jenseits der zweiten Biegung 13b parallel verschoben zum Formleiter 7. Zwischen der ersten Biegung 13a und der zweiten Biegung 13b verläuft der Endabschnitt 11 a bis 11 d,
12a bis 12d gerade in einer Radialrichtung und der Axialrichtung. Jenseits der zweiten Biegung 13b verläuft der Endabschnitt 11 a bis 11 d, 12a bis 12d entlang der Axialrichtung. Zwischen dem Statorkern 2 und der ersten Biegung 13a verläuft der Endabschnitt 11 a bis 11 d, 12a bis 12d an der vorgegebenen Winkelposition ausschließlich entlang der Axialrichtung.
Bei einer ersten Anordnung von Teilwicklungen, die vorliegend drei der Teilwick lungen umfasst, erstrecken sich die den Sternpunktanschluss ausbildenden zwei ten Endabschnitte 12a, 12b auf der radial äußeren Seite des Radialbereichs 9 ent lang des Wickelkopfs 10. Bei einer zweiten Anordnung von Teilwicklungen, welche vorliegend die drei übrigen Teilwicklungen umfasst, erstrecken sich die den Stern punktanschluss ausbildenden zweiten Endabschnitte 12c, 12d auf der radial äuße ren Seite des Radialbereichs 9 entlang des Wickelkopfs 10.
Fig. 6 bis Fig. 8 zeigen den Statorkern 2, die Statorwicklung 5 und zwei Stern punktanschlüsse 14a, 14b des Stators 1 , wobei Fig. 6 eine perspektivische De tailansicht ist, Fig. 7 eine seitliche Detailansicht ist und Fig. 8 eine geschnittene Detailansicht ist.
Für jede der zwei Anordnungen ist eine Sternpunktverbindung 14a, 14b vorgese hen, sodass der Stator 1 zwei Sternpunkte aufweist. Jede Sternpunktverbindung 14a, 14b verbindet die zweiten Endabschnitte 12a bis 12d einer der Anordnungen. Dabei verbindet die erste Sternpunktverbindung 14a die zweiten Endabschnitte 12a, 12b der ersten Anordnung, welche sich auf der radial äußeren Seite des Ra dialbereichs 9 entlang des Wickelkopfs 10 erstrecken. Die zweite Sternpunktver bindung 14b verbindet die zweiten Endabschnitte 12b, 12c der zweiten Anord nung, welche sich auf der radial inneren Seite des Radialbereichs 9 entlang des Wickelkopfs 10 erstrecken.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist jede Sternpunktverbindung 14a, 14b durch eine bogenförmige Stromschiene ausgebildet. Die Sternpunktverbindung 14a, 14b ist radial an den durch sie verbundenen zweiten Endabschnitten 12a bis 12d angebracht und an diesen stoffschlüssig, beispielsweise durch Schweißen, befestigt.
In den Fig. 1 bis Fig. 5 ist ferner gezeigt, dass die den Anschluss ausbildenden ersten Endabschnitte 11 a bis 11 d der einen jeweiligen Strang ausbildenden T eil- wicklungen in mehreren, hier zwei, unmittelbar benachbarten Nuten 6 angeordnet sind. Fig. 5 zeigt, dass die Formleiter 7 in mehreren, hier exemplarisch sechs, ra dialen Schichten 15a, 15b, 15c, 15d, 15e, 15f einer jeweiligen Nut 6 aufgenommen sind. Dabei schließen sich die ersten Endabschnitte 11a, 11b an die in der radial äußersten Schicht 15a angeordneten Formleiter 7 an und die ersten Endab schnitte 11c, 11d an die in der radial innersten Schicht 15f angeordneten Formlei ter 7 an. Wie besonders gut in Fig. 3 erkennbar ist, sind die vier Anschlüsse für ei nen jeweiligen Strang so an zwei Radialpositionen und zwei Winkelpositionen in Umfangsrichtung angeordnet.
Fig.1 zeigt ferner eine Anschlussanordnung 16 des Stators 1 , die eine der Anzahl der Stränge entsprechende Anzahl von Anschlusselementen 17a, 17b, 17c auf weist. Ein jeweiliges Anschlusselement 17a, 17b, 17c verbindet die den Anschluss ausbildenden ersten Endabschnitte 11 a bis 11d der Teilwicklungen eines der Stränge miteinander. Jedes Anschlusselement 17a, 17b, 17c ist einstückig ausge bildet und kontaktiert alle ersten Endabschnitte 11 a bis 11 d der Teilwicklungen des Strangs.
In Fig. 1 , Fig. 5 und Fig. 8 ist ferner zu sehen, dass die Formleiter 7 aus geboge nen Metallstäben, vorzugsweise aus Kupfer, gebildet sind. Die Formleiter 7 erstre cken sich innerhalb der Nuten 6 von der ersten Stirnseite 3 zur zweiten Stirnseite 4. Eine solche Statorwicklung kann auch als Flaarnadelwicklung (engl hair pin winding) bezeichnet werden. Die Endabschnitte 11 a bis 11 d, 12a bis 12d sind ein stückig mit jeweils einem Formleiter 7 einer Teilwicklung ausgebildet. Die übrigen Formleiter 7 der Teilwicklungen sind paarweise an der ersten Stirnseite 3 durch die einstückig mit ihnen ausgebildete Verbinder 8a verbunden. An der zweiten Stirnseite 4 sind Paare von Formleitern 7, die nicht an der ersten Stirnseite 3 durch die Verbinder 8a verbunden sind, durch Verbinder 8b verbunden.
In Fig. 1 ist ferner eine Isolationsvorrichtung 18 des Stators 1 gezeigt, welche zur elektrischen Isolation des Wickelkopfs 10 gegenüber den Anschlusselementen 17a, 17b, 17c eingerichtet.
Fig. 9 ist eine perspektivische Darstellung der Isolationsvorrichtung 18.
Die Isolationsvorrichtung 18 weist einen plattenförmigen Körper 20 auf. Eine erste Seite 21 des Körpers 20 ist dazu eingerichtet, sich in Umfangsrichtung zumindest zum Teil über ein axiales Ende des Wickelkopfs 10 zu erstrecken. Eine zweite Seite 22 des Körpers 20 ist der ersten Seite 21 gegenüberliegend angeordnet. An der zweiten Seite 22 sind die Anschlusselemente 17a, 17b, 17c anordenbar.
Außerdem weist der Körper 20 mehrere Ausnehmungen 23a, 23b auf, die sich von der ersten Seite 21 zur zweiten Seite 22 erstrecken. Durch die Ausnehmungen 23a, 23b sind die durch die ersten Endabschnitte 11 a bis 11 d ausgebildeten An schlüsse von der ersten Seite her durchführbar, um auf der zweiten Seite 22 elektrisch leitfähig mit einem der Anschlusselemente 17a, 17b, 17c verbunden zu werden. Dabei liegen die Ausnehmungen 23a auf einem ersten Kreisbogen und die Ausnehmungen 23b auf einem zweiten Kreisbogen, der konzentrisch zum ers ten Kreisbogen angeordnet ist und radial weiter innen liegt als der erste Kreisbo gen. Dadurch sind die radial äußeren ersten Endabschnitte 11a, 11 b durch die ra dial äußeren Ausnehmungen 23a und die radial inneren ersten Endabschnitte 11 c, 11 d durch die radial inneren Ausnehmungen 23b durchführbar.
Fig. 10 und Fig. 11 zeigen die Isolationsvorrichtung 18, wobei Fig. 10 eine Drauf sicht auf die erste Seite 21 ist und Fig. 11 eine Draufsicht auf die zweite Seite 22 ist.
Die Isolationsvorrichtung 18 weist ferner ein Isolationsanordnung 24 auf. Die Isola tionsanordnung 24 umfasst ein ersten Abschnitt 25a, der sich von der ersten Seite 21 aus in eine von der zweiten Seite 22 wegweisende Richtung erstreckt. Der erste Abschnitt 25a umgibt den Wickelkopf 10 entlang seines Umfangs an der ra dial inneren Seite des Wickelkopfs 10.
Außerdem weist die Isolationsanordnung 24 einen zweiten Abschnitt 25b auf, der sich ebenfalls von der ersten Seite 21 des Körpers 20 aus in die von der zweiten Seite 22 wegweisende Richtung erstreckt. Der zweite Abschnitt 25b umgibt die an der radial inneren Seite des Wickelkopfs 10 angeordnete zweite Sternpunktverbin dung 14b auf der dem Wickelkopf 10 abgewandten Seite der zweiten Sternpunkt verbindung 14b, sodass der erste Abschnitt 25a und der zweite Abschnitt 25b die zweite Sternpunktverbindung 14b beidseitig umgeben.
Die Isolationsanordnung 24 weist ferner einen dritten Abschnitt 25c auf, der sich von der ersten Seite 21 des Körpers 20 aus in die von der zweiten Seite 22 weg weisende Richtung erstreckt. Der dritte Abschnitt 25c umgibt den Wickelkopf 10 entlang seines Umfangs an der äußeren radialen Seite des Wickelkopfs 10.
Daneben weist die Isolationsanordnung einen vierten Abschnitt 25d auf, der sich von der ersten Seite 21 des Körpers 20 aus in die von der zweiten Seite 22 des Körpers 20 wegweisende Richtung erstreckt. Der vierte Abschnitt 25d umgibt die an der radial äußeren Seite des Wickelkopfs 10 angeordnete erste Sternpunktver- bindung 14a auf der dem Wickelkopf 10 abgewandten Seite der ersten Stern punktverbindung 14a, sodass der dritte Abschnitt 25c und der vierte Abschnitt 25d die erste Sternpunktverbindung 14a beidseitig umgeben.
Daneben sind ein fünfter Abschnitt 25e und ein sechster Abschnitt 25f vorgese hen, die nicht die Sternpunktverbindungen 14a, 14b umgeben und sich auf dem selben Kreisbogen wie erste Abschnitt 25a bzw. der dritte Abschnitt 25c erstre cken. Der fünfte Abschnitt 25e und der sechste Abschnitt 25f dienen neben der Isolation des Wickelkopfs 10 gegenüber dessen radial Inneren und Äußeren der mechanisch stabilen Anordnung der Isolationsvorrichtung 18 am Wickelkopf 10.
Die Abschnitte 25a bis 25f der Isolationsanordnung 24 erstrecken sich konzent risch zueinander und sind kreisbogenförmig ausgebildet. Im vorliegenden Ausfüh rungsbeispiel stehen sie senkrecht auf dem Körper 20.
Der erste Abschnitt 25a und der zweite Abschnitt 25b sowie der sechste Abschnitt 25f sind an einem ersten Ende 29a des Körpers 20 angeordnet. Der dritte Ab schnitt 25c, der vierte Abschnitt 25d sowie der fünfte Abschnitt 25e sind an einem dem ersten Ende 29a entgegensetzten zweiten Ende 29b des Körpers 20 ange ordnet.
Wie Fig. 10 und Fig. 11 ferner zu entnehmen ist, weist jede Ausnehmung 23a, 23b einen Rand 30 mit einem in die Ausnehmung 23a, 23b gerichteten Vorsprung 31 auf.
Darüber hinaus weist der Körper 20 drei Durchgangsöffnungen 32a auf, die in Be reichen angeordnet sind, in denen sich der erste Abschnitt 25a und der zweite Ab schnitt 25b konzentrisch zueinander erstrecken. Außerdem sind drei Durchgangs öffnungen 32b in Bereichen des Körpers 20 vorgesehen, in denen sich der dritte Abschnitt 25c und der vierte Abschnitt 25d konzentrisch zueinander erstrecken.
Weitere Durchgangsöffnungen 32c sind mittig vorgesehen zwischen jeweiligen Gruppen von vier der Ausnehmungen 23a, 23b, von denen eine erste Ausneh mung 23a und eine zweite Ausnehmung 23a an einer ersten Radialposition liegen, eine dritte Ausnehmung 23b und eine vierte Ausnehmung 23b an einer zweiten Radialposition liegen, die erste Ausnehmung 23a und die dritte Ausnehmung 23b an einer ersten Winkelposition in Umfangsrichtung und die zweite 23a und die vierte Ausnehmung 23b an einer zweiten Winkelposition in Umfangsrichtung lie gen. Außerdem sind Durchgangsöffnungen 32d in den Bereichen vorgesehen, in denen der erste Abschnitt 25a und der sechste Abschnitt 25f sowie der dritte Ab schnitt 25c und der fünfte Abschnitt 25e der Isolationsanordnung 24 konzentrisch zueinander verlaufen.
Daneben weist der Körper 20 eine weitere Ausnehmung 33a auf, in welcher ein am Wickelkopf 10 angeordneter Sensor 19 des Stators 1 (siehe Fig. 1 ) aufnehm- bar ist. Entlang einer Randkontur der Ausnehmung 33a ist auf der zweiten Seite 22 ein Vorsprung 33b (siehe Fig. 9) zur Führung des Sensors 13 ausgebildet.
Darüber hinaus ist bei der Isolationsvorrichtung 18 für ein jeweiliges Anschlussele ment 17a, 17b, 17c auf der zweiten Seite 22 des Körpers 20 ein Aufnahmeplatz 34a, 34b, 34c ausgebildet. Jeder Aufnahmeplatz 34a, 34b, 34c ist dazu ausgebil det, eine Bewegung des Anschlusselements 17a, 17b, 17c bezüglich der zweiten
Seite 22 in einem im Aufnahmeplatz 34a, 34b, 34c aufgenommen Zustand zu he ben. Dabei weist jeder Aufnahmeplatz 34a, 34b, 34c zwei Vorsprünge 35a, 35b zum Hemmen einer Drehbewegung des Anschlusselements 17a, 17b, 17c um eine senkrecht zur zweiten Seite 22 stehende Drehachse auf. Zusätzlich ist bei je dem Aufnahmeplatz 34a, 34b, 34c ein Vorsprung 35b zum Hemmen einer Trans lationsbewegung des Anschlusselements 17a, 17b, 17c entlang der zweiten Seite 22 vorgesehen.
Die Isolationsvorrichtung 2 ist aus einem elektrisch isolierenden Material, bei spielsweise einem Kunststoff, gebildet.
Fig. 12 ist eine perspektivische Ansicht der Isolationsvorrichtung 18 in einem an der Statorwicklungen 5 angeordneten Zustand.
Repräsentativ für die übrigen Anschlusselemente 17a, 17c ist hier das Anschlus selement 17b im Aufnahmeplatz 34b aufgenommen und wird durch die Vor sprünge 35a, 35b an den Dreh- und Translationsbewegungen gehindert. Dazu ragt der Vorsprung 35b in eine gegengleiche Ausnehmung des Anschlussele ments 17b. Die ersten Endabschnitte 11a bis 11 d durchsetzen die Ausnehmungen 23a, 23b, wobei jede Ausnehmung 23a, 23b ein Paar von in Umfangsrichtung be nachbarten Endabschnitten 11a bis 11 d, die sich an derselben Radialpositionen befinden, aufnimmt. Die Vorsprünge 31 , von den einer in Fig. 12 verdeckt ist, hal ten die Endabschnitte 11a bis 11 d in ihrer vorgesehenen Position. Zu sehen ist auch wie der zweite Abschnitt 25b der Isolationsanordnung 24 die zweite Stern punktverbindung 14b radial innen umgibt.
Fig. 13 ist eine geschnittene Detailansicht des Stators 1 , in der zu erkennen ist, dass die Isolationsvorrichtung 18 mit ihrer ersten Seite 21 auf dem axialen Ende des Wickelkopfs 10 aufliegt. Zu sehen ist ferner der Sensor 19, der mittels des Vorsprungs 33b derart geführt wird, dass er eine Temperatur des Wickelkopfs 10 erfassen kann.
Fig. 14 ist eine Prinzipskizze eines Fahrzeugs 100 mit einem Ausführungsbeispiel einer elektrischen Maschine 101.
Die elektrische Maschine 101 ist zum Antreiben des Fahrzeugs 100 eingerichtet und weist einen Stator 1 gemäß dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie einen drehbar innerhalb des Stators 1 gelagerten Rotor 102 auf. Die elektri sche Maschine 101 ist exemplarisch als Asynchronmaschine oder als permanent erregte Synchronmaschine ausgebildet. Die elektrische Maschine 101 bildet ein Teil eines Antriebsstrangs des Fahrzeugs 100 aus. Das Fahrzeug 100 kann ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) oder ein Flybridfahrzeug sein.
In einem Ausführungsbeispiel können insbesondere zwei erste Endabschnitte 11 a-d eines Stranges, welche an derselben Stirnseite 3,4 des Stators 1 herausra gen und an einer inneren und einer äußeren Radialposition der jeweils selben Winkelposition angeordnet sein. Die Endabschnitte 11 a-d können somit einfach in Radialrichtung verbunden werden. Sie können ein Anschlusspaar bilden.
In einem Ausführungsbeispiel können insbesondere zwei erste Endabschnitte 11 a-d eines Stranges, welche an derselben Stirnseite 3,4 des Stators 1 herausra gen und an einer innersten und einer äußersten Radialposition der jeweils selben Winkelposition angeordnet sein. Die Endabschnitte 11 a-d können somit einfach in Radialrichtung verbunden werden. Sie können ein Anschlusspaar bilden.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel können zwei weitere erste Endabschnitte 11 a-d benachbart zu den zwei ersten Endabschnitten 11 a-d angeordnet sein. Es können somit zwei solcher Anschlusspaare benachbart angeordnet und zu einem gemeinsamen Anschluss verbunden sein. Somit können zum Beispiel vier Teil wicklungen, die einen Strang ausbilden einfach angeschlossen werden, zum Bei spiel an einen Wechselrichter.