Beschreibung
Pumpe mit mehrteiligem Elektronikgehäuse
Die Erfindung betrifft eine Pumpe, insbesondere Kreiselpumpe, mit wenigstens einem Elektronikgehäuse für die Pumpenelektronik, wobei das Elektronikgehäuse aus wenigs tens zwei Gehäuseteilen zusammengesetzt ist und im Verbindungsspalt der wenigstens zwei Gehäuseteile wenigstens ein Dichtungselement eingesetzt ist, um den Verbin dungsspalt der Gehäuseteile gegenüber der Umgebung abzudichten.
Eine solche Kreiselpumpe kann als Heizungsumwälzpumpe ausgeführt sein. Moderne Heizungsumwälzpumpen sind mit einer Steuerungslogik für den energieeffizienten Pumpenbetrieb ausgestattet. Dies umfasst neben einem Steuerungsbaustein und etwa igen Bedien- und Anzeigeelementen auch einen Frequenzumrichter zur Drehzahlrege lung des Pumpenantriebs. Die dafür notwendige Elektronik wird in einem Elektronikge häuse untergebracht, das am Pumpenmotor umfangs- und/oder stirnseitig befestigt ist.
Während des Pumpenbetriebs erzeugen die elektronischen Bauteile Verlustwärme, die zum Schutz der Bauteile aus dem Elektronikgehäuse abgeführt werden muss. Ein ge sonderter Kühlkörper des Elektronikgehäuses sorgt für einen ausreichenden Wärmeab trag. Aus diesem Grund kann das Elektronikgehäuse auch mehrteilig ausgebildet sein, wobei ein Teil des Gehäuses durch den metallischen Kühlkörper gebildet wird, auf den eine Gehäuseabdeckung aus Kunststoff aufgesetzt ist. Generell kann ein solches Elekt ronikgehäuse aber auch aus beliebigen Gehäuseteilen zusammengesetzt sein.
Da Pumpen, insbesondere Kreiselpumpen bzw. Heizungsumwälzpumpen, zur Förde rung von Fluiden eingesetzt werden, muss die Elektronik gegenüber der Umgebung abgedichtet werden, um das Eindringen von Fluiden in das Innere des Gehäuses zu unterbinden. Bei Heizungsumwälzpumpen wird aus diesem Grund zumindest ein Spritzwasserschutz gemäß IP44 verlangt.
Problematisch ist die Schnittstelle zwischen den Gehäuseteilen und der sich dort erge bende Verbindungsspalt zwischen den Gehäuseteilen. Eine Möglichkeit zur Abdichtung dieses Spaltes ist der Einsatz einer einfachen Dichtschnur, die zwischen den Gehäuse teilen in den Spalt eingesetzt wird. Erforderlich dafür ist jedoch eine verfügbare Mindest fläche im Kontaktbereich der Gehäuseteile zur Auflage der Dichtschnur, was mit einer gewissen Mindeststärke der Gehäusewand einhergeht. Auch muss bei dieser Lösung während des Montagevorgangs eine zusätzliche Komponente in Form der Dichtschnur ordnungsgemäß im Spalt zwischen den Gehäuseteilen platziert werden.
Es wird daher nach einer einfacheren Lösung gesucht, um die Komponentenanzahl für die Montage der Pumpe zu begrenzen. Ferner soll die Lösung weniger strenge Anforde rungen an die Geometrie der Gehäuseteile stellen. In Summe soll also eine für die Mon tage einfache, kostengünstige und sichere Lösung gefunden werden.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Pumpe gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 . Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprü che.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, wenigstens ein Gehäuseteil mit einer Schürze auszuformen, die nach dem Zusammenfügen der Gehäuseteile über zumindest einen Abschnitt des Verbindungsspaltes der beiden Gehäuseteile übersteht. Die Schürze überdeckt den Spalt auf der Außenseite des Elektronikgehäuses und dient somit als eine Art Schutzschild für den Verbindungsspalt vor äußeren Einflüssen wie Spritzwas ser. Durch diese zusätzliche Schutzvorkehrung ist es möglich, das im Verbindungsspalt eingesetzte Dichtungselement einfacher zu konstruieren.
Die Pumpe kann bevorzugt als Kreiselpumpe, besonders bevorzugt als Heizungsum wälzpumpe ausgeführt sein.
Die Schürze wird vorzugsweise durch eine über den Verbindungsspalt überstehende Seitenwand des wenigstens einen Gehäuseteils gebildet, die gleichzeitig die angren zende Seitenwand des anderen Gehäuseteils überlappt. Der Verbindungsspalt wird durch eine an der Innenseite der Seitenwand ausgeformte Kante, insbesondere umlau fende Kante gebildet, die beim Zusammenfügen einem gegenüberliegenden Rand des anderen Gehäuseteils gegenüberliegt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens ei ne Dichtungselement aus einem komprimierbaren Dichtungsmaterial besteht bzw. die ses umfasst. Das Dichtungselement ist auf einen, den Verbindungsspalt bildenden Rand wenigstens eines Gehäuseteils aufgetragen. Beim Zusammenfügen der Gehäu seteile wird das Dichtungselement durch eine Komprimierungskante des anderen Ge häuseteils komprimiert. Bevorzugt ist die Komprimierungskante Bestandteil des die Schürze aufweisenden Gehäuseteils und das Dichtungselement wird auf das andere Gehäuseteil aufgebracht.
Ein wesentlicher Punkt der Erfindung besteht darin, dass das Dichtungselement bereits vor der Endmontage des Elektronikgehäuses auf seinen Dichtungssitz aufgebracht wird. Dadurch wird die Anzahl der zu montierenden Komponenten während des Monta gevorgangs reduziert. Idealerweise wird das Dichtungselement bereits während der Fertigung des wenigstens einen Gehäuseteils aufgebracht.
Sinnvollerweise ist das Dichtungselement über den gesamten Rand des Gehäuseteils umlaufend aufgetragen, um den Verbindungsspalt über den gesamten Gehäuseumfang abzudichten. Der Rand des Gehäuseteils kann mit einer Nut versehen sein, diese als Dichtungssitz zur Fixierung des Dichtungselementes dient.
Ist das Dichtungselement auf dem Rand umlaufend über den gesamten Gehäuseum fang aufgetragen, so gilt dies bevorzugt auch für die Ausformung der Komprimierungs-
kante. Die Komprimierungskante kann in Form einer auf der Innenseite der Seitenwand des Gehäuseteils umlaufenden Lippe ausgeführt sein.
Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn die den Verbindungsspalt bildende Gehäuse wand des wenigstens einen Gehäuseteils eine Schräge aufweist. In der Einbaulage der Pumpe weist die Schräge der Gehäusewand an der Aussenseite des Elektronikgehäu ses damit einen zur Horizontalen geneigten Verlauf auf. Die Schräge ist dabei derart orientiert, so dass sich in Einbaulage der Pumpe ein Gefälle weg vom Verbindungsspalt ergibt. Dadurch wird ein gewichtskraftbedingtes Ab- bzw. Wegleiten einer im Bereich oder der Nähe des Verbindungsspaltes angesammelten Flüssigkeitsmenge gefördert.
Eine solche Schräge kann eine Entformungsschräge des Gehäuseteils sein, wie sie bei der Gussherstellung oftmals vorausgesetzt wird.
Gemäß möglicher, vorteilhafter Ausführung kann das Dichtungselement eine Schaum dichtung sein. Eine solche Dichtung lässt sich vorzugsweise als pastöse Masse auf den Rand des einen Gehäuseteil vor dem Zusammenfügen der Gehäuseteile auftragen, insbesondere in den Dichtungssitz, vorzugsweise die Nut einspritzen. Dieser Vorgang des Masseauftrags kann sinnvollerweise bereits bei der Herstellung des Gehäuseteils erfolgen. Eine solche Dichtung ist auch als FIPGH-Dichtung (formed-in-place-foam- gasket) bekannt.
Alternativ zu der vorstehend beschriebenen Dichtungsform ist es auch vorstellbar, das Dichtungselement aus wenigstens zwei Komponenten zu bilden. Eine solche 2K- Dich tung umfasst bspw. wenigstens ein elastisches Element, das durch Komprimierung die gewünschte Dichtwirkung erzielt. Insbesondere ist vorgesehen, dass die elastische Komponente zumindest teilweise im Bereich des Verbindungspaltes liegt, um die ge wünschte Abdichtung des Spaltes zu erzielen.
Die wenigstens eine zweite Komponente kann stattdessen aus einem nicht oder zumin dest deutlich weniger elastischen Material bestehen. Diese Komponente, nachfolgend als steife bzw. formsteife Komponente bezeichnet, ist angrenzend an der elastischen
Komponente und dient zur Stabilisierung der elastischen Komponente, vorzugsweise zur Form- und/oder Positionsstabilisierung der elastischen Komponente vor allem wäh rend des Montageprozesses der Pumpe, d.h. vor bzw. während des Zusammenfügens der Gehäuseteile.
Die steife Komponente kann als stabilisierender Rahmen ausgebildet sein, der auf ei nen den Verbindungsspalt bildenden Rand wenigstens eines Gehäuseteils aufgebracht ist. Die elastische Komponente kann unmittelbar auf der steifen Komponente aufge bracht sein.
Denkbar ist es, dass eine Fläche der steifen Komponente zur Aufnahme der elastischen Komponente mit ein oder mehreren Vertiefungen, insbesondere Durchbrüchen, ideal erweise Bohrungen versehen ist. Die elastische Komponente weist korrespondierende Erhebungen und/oder Vorsprünge auf, die beim Zusammensetzen der Komponenten in die Vertiefungen eingreifen bzw. die Durchbrüche durchdringen. Dadurch wird eine zu sätzliche positioneile Fixierung der elastischen Komponente auf der steifen Komponen te erreicht.
Das Dichtungselement, bevorzugt die elastische Komponente, besonders bevorzugt eine ausgeformte Dichtungslippe der elastischen Komponente, wird beim Zusammen setzen der Gehäuseteile in radialer Richtung durch die Schürze komprimiert. In radialer Richtung bedeutet, dass das Dichtungselement vom Aussenumfang des Gehäuses in Richtung des Gehäuseinneren komprimiert wird, d.h. quer zur Fügungsrichtung der bei den Gehäuseteile. Die komprimierte Lippe der elastischen Komponente liegt bevorzugt zwischen einem äußeren Umfang des Kühlkörpers und der Innenwandung der Schürze. In diesem Fall wird eine Dichtungswirkung bereits im Schürzenbereich erreicht, d.h. zwischen der Aussenfläche des einen Gehäuseteils und der Innenfläche der Schürze des anderen Gehäuseteils.
Die radiale Dicke der Dichtung, insbesondere der Dichtungslippe, kann dabei um 50% bis 80%, insbesondere um 60% bis 70% komprimiert werden. Insbesondere kann auch
vorgesehen sein, dass das Verhältnis zwischen Spaltdicke und Dichtungsdicke im Be reich zwischen 0,5 bis 0,85, bevorzugt zwischen 0,6 und 0,75 liegt.
Bei der elastischen Komponente kann es sich um ein thermoplastisches Elastomer (TPE), insbesondere um ein thermoplastisches Polyurethan (TPU) handeln. Die steife Komponente kann ein stabiles Polymer, insbesondere PA6 sein oder dieses umfassen.
Die wenigstens zwei Gehäuseteile können aus identischen oder unterschiedlichen Ma terialen bestehen. Denkbar ist es, dass ein erstes Gehäuseteil aus Kunststoff während das andere Gehäuseteile aus Metall, insbesondere Aluminium, besteht. Bei einer Aus führung kann das wenigstens eine Gehäuseteil, insbesondere das aus Metall, vorzugs weise Aluminium, bestehende Gehäuseteil ein Kühlkörper zur Wärmeabfuhr der durch die Elektronik produzierten Verlustwärme aus dem Elektronikgehäuse sein. Insbeson dere bildet der Kühlkörper einen Teil der Elektronikgehäusewand. Bei dem anderen Gehäuseteil kann es sich um eine Kunststoffabdeckung handeln, die auf den Kühlkör per aufgesetzt ist. Bevorzugt ist das Dichtungselement auf einen Rand des Kühlkörpers aufgetragen, während das Kunststoffgehäuseteil mit der Schürze und insbesondere der Komprimierungskante ausgestattet ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführung der Pumpe kann wenigstens eine erste Elektronikpla tine der Pumpe in den Kühlkörper eingebaut sein, d.h. dort gelagert sein. Dabei umlau fen die Seitenwände des Kühlkörpers den Umfang der Elektronikplatine vollständig. Bei dieser Elektronikplatine kann es sich um die Hauptplatine handeln, die bspw. mit der notwendigen Leistungselektronik zur Pumpenregelung bestückt ist. Wenigstens eine zweite Elektronikplatine kann auf die erste Elektronikplatine mit definiertem Abstand aufgesetzt sein. Der Umfang der zweiten Elektronikplatine ist durch die Seitenwände der montierten Kunststoffabdeckung vollständig umgeben. Demzufolge befindet sich der Verbindungsspalt in einem Bereich der Gehäuseteile, der auf einer Höhe zwischen den beiden Elektronikplatinen liegt. Die zweite Elektronikplatine umfasst bspw. notwen dige Bauteile zur Realisierung einer Bedienschnittstelle der Pumpe.
Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sollen nachfolgend anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 : eine perspektivische Seitendarstellung der erfindungsgemäßen Pumpe in Ausführung als Fleizungsumwälzpumpe,
Fig. 2a: eine Draufsicht auf die Stirnseite der Pumpe
Fig. 2b: eine Schnittdarstellung entlang der Schnittachse A-A aus Figur 2a durch das Elektronikgehäuse mit einer ersten Ausgestaltung des Dichtungselementes,
Figur 3: eine Detailansicht des in Figur 2 als D gekennzeichneten Bereichs der Kon taktstelle zwischen Kunststoff- und Kühlkörpergehäuse mit integrierter FIPFG-Dichtung,
Fig. 4: ein Blick auf die Gehäusekante eines Gehäuseteils der Pumpe gemäß den
Figuren 1, 2a mit einer alternativen Ausführung des Dichtungselements,
Fig. 5: eine Schnittdarstellung des Gehäuserandes der Pumpe gemäß Figur 4 und
Fig. 6: eine weitere Schnittdarstellung der Pumpe gemäß Figuren 4, 5 mit zusam mengesetztem Gehäuse.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Pumpe, die im Ausführungsbeispiel exemplarisch als Fleizungsumwälzpumpe ausgeführt ist. Diese besteht aus einem hier nicht dargestellten hydraulischen Teil sowie dem Antriebsaggre gat, das aus dem Elektromotor 3 zum Antrieb der Pumpe, und einem Elektronikgehäuse 2 besteht. Das Elektronikgehäuse 2 setzt sich aus einem Kunststoffgehäuseteil 4 und einem aus Aluminium bestehenden Kühlkörper 5 zusammen, wobei der Kühlkörper 5 den Boden des Elektronikgehäuses 2 bildet, mittels diesem das Elektronikgehäuse 2 axial am Motor 3 montiert ist. Das Elektronikgehäuse 2 erstreckt sich zudem in radialer Richtung des Elektromotors 3. Der dortige Bereich des Kühlkörpers 5 ist mit einer Viel zahl an Kühlrippen 6 ausgeführt.
Das Elektronikgehäuse 2 muss vor Eindringen von Wasser geschützt werden. Insbe sondere wird hier bei Heizungspumpen ein Spritzschutz gemäß IP44 gefordert. Kritisch ist die Schnittstelle zwischen Kühlkörper 5 und Kunststoffgehäuseteil 4 des Elektronik gehäuses 2, die durch gesonderte Maßnahmen gegenüber aussen abgedichtet werden muss. An dieser Stelle setzt die erfindungsgemäße Lösung an, die nachfolgend anhand von Schnittdarstellungen entlang der Schnittachse A-A erläutert werden soll.
Figur 2a das Elektronikgehäuse 2 aus einer Rückansicht auf die Pumpe. Figur 2b ist eine Schnittdarstellung entlang der Schnittachse A-A und gibt einen Einblick in das In nere des Elektronikgehäuses 2. Figur 3 zeigt einen Detailausschnitt D des Spaltes zwi schen den Gehäuseteilen 4, 5. Die Elektronik-Hauptplatine 7 der Heizungspumpe ist in den Aluminiumkühlkörper 5 eingebaut, dessen Seitenwände 5a die Platine 7 selbst ge schlossen umgeben. Eine zweite Elektronik-Platine 8 wird innerhalb des Kunststoffge häuse 4 verbaut und auf der Hauptplatine 7 beabstandet aufgesetzt. Der resultierende Verbindungsspalt zwischen Kunststoff- und Aluminiumgehäuse 4, 5 muss gegen Spritzwasser abgedichtet werden.
Dazu wird auf den Rand 5b der Seitenwand 5a des Aluminiumkühlkörpers 5 eine FIPFG-Dichtung 10 (formed-in-place-foam-gasket) aufgetragen, die somit Teil der Kühl körperbaugruppe 5 ist. Es ist kein zusätzlicher Montageschritt in der Pumpenproduktion erforderlich. Insbesondere wird die Dichtung 10 bereits bei der Fertigung des Alumini umkühlkörpers 5 in eine entlang des Randes 5b umlaufende Nut 5c als Dichtungssitz in Form einer pastösen Masse eingespritzt. Die Dichtung 10 verläuft somit auf dem Rand 5b über den gesamten, durch die Seitenwände 5a des Kühlkörpers 5 definierten Um fang.
Über den Kühlkörper wird das Kunststoffgehäuse 4 gesetzt, welches eine, die Seiten wand 5a des Kühlkörpers 5 überlappende Schürze 9 besitzt. Auf Höhe der Schaum dichtung 10 befindet sich an der Innenwand der Schürze 9 eine über den Innenumfang des Kunststoffgehäuses 4 umlaufende Lippe 11 , welche sich beim Zusammenbau der Gehäuseteile 4, 5 in die Schaumdichtung 10 eindrückt. Diese eindrückende Lippe 11
stellt die zur Abdichtung des Spaltes benötigte Komprimierung des Dichtungsschaums 10 her.
Da durch die Lippe 11 nur eine leichte Komprimierung des Dichtungsschaumes 10 er zeugt wird, muss die Dichtstelle zusätzlich vor Spritzwasser geschützt werden, was durch die Schürze 9 des Kunststoffgehäuses 4 erreicht wird. Der Hauptanteil des Spritzwassers wird bereits von der Schürze 9 von der Dichtung 10 abgehalten. Durch eine definierte Einbaulage der Pumpe und die benötigten Entformungsschrägen des Kühlkörpers im Bereich der Seitenwände 5a ergibt sich ein Gefälle der Seitenwände gegenüber der Horizontalen, wodurch das Wasser von der Dichtstelle 10 weggeleitet wird. Spritzwasser, was dennoch zur Schaumdichtung 10 gelangt, wird dann von der komprimierten Schaumdichtung 10 abgehalten ins Gehäuse 2 einzudringen.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, dass während des Montagevor gangs der Pumpe, respektive des Elektronikgehäuses 2 keine zusätzlichen Dichtungs komponenten verbaut werden müssen, da die Schaumdichtung 10 bereits Bestandteil des Kühlkörpers 5 ist. Auch besteht die Möglichkeit, das Kunststoffgehäuse 4 mit redu zierter Wandstärke zu fertigen, wodurch sich die Herstellungskosten der Pumpe verrin gern lassen.
Die Figuren 4 bis 6 zeigen die erfindungsgemäße Pumpe mit einer alternativen Ausfüh rung des Dichtungselementes (100).
Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf die offene Seite des Kühlkörpers 5, auf diesem das Kunststoffgehäuse 4 aufgesetzt wird. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der Figu ren 2b, 3 weist der Rand 5b der Seitenwand des Kühlkörpers keine Nut auf, sondern ist stattdessen mit einem Absatz 5d versehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Figu ren 4-6 wird auf den umlaufenden Rand 5b der Seitenwand 5a des Aluminiumkörpers 5 eine Zweikomponentendichtung 100 aufgebracht. Die Dichtung 100 besteht aus einer elastischen Komponente 110, die ein thermoplastisches Elastomer (TPE) ist oder die ses umfasst. Insbesondere kommt ein thermoplastisches Polyurethan (TPU) zum Ein satz. Für die zweite Komponente 120 wird ein formsteifes Material verwendet, bspw. ein
stabiles Polymer ist oder dieses umfasst. Insbesondere kann die Komponente 120 aus PA6 bestehen.
Die elastische Komponente 110 wird dabei beim Zusammenfügen der Gehäuseteile 4,
5 komprimiert, um dadurch die benötigte Dichtungswirkung zur Abdichtung des Spaltes zwischen den Gehäuseteilen zu erzielen. Die steife Komponente 120 dient stattdessen als stabilisierender Rahmen zur Aufnahme der elastischen Komponente während der Montage des Elektronikgehäuses 2, wodurch die elastische Komponente 110 sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Position auf dem Rand 5b des Kühlkörpers 5 während des Montagevorgangs stabilisiert werden kann. Erkennbar ist in Figur 4, dass sowohl die elastische Komponente 110 als auch die steife Komponente 120 über den gesamten Umfangsrand 5b des Kühlkörpers 5 verlaufen.
Die Figur 5 zeigt eine Schnittdarstellung des in Figur 4 dargestellten Kühlkörpers 5 mit der aufgebrachten Zwei-Komponentendichtung 100. Erkennbar ist hier die Seitenwand 5a des Kühlkörpers 5, auf deren oberen Rand 5b die elastische Komponente 110 um fänglich aufgelegt ist. Ferner ist erkennbar, dass der Rand 5b einen stufenförmigen Ab satz 5d umfasst, der durch die elastische Komponente 110 vollständig eingenommen wird. Im Bereich des Absatzes umfasst die elastische Komponente 110 zusätzlich eine radial nach außen gerichtete Dichtungslippe 111 , die beim Zusammenfügen der Ge häuseteile 4, 5 durch die Schürze des Gehäuseteils 4 in Radialrichtung gegen die Rückwand der Stufe 5d gedrückt und komprimiert. Zu sehen ist dies in der Figur 6, die eine entsprechende Schnittdarstellung mit aufgesetzten Gehäuseteil 4 zeigt.
In den Figuren 5, 6 ist zusätzlich zu erkennen, dass die steife Dichtungskomponente
120 mehrere, über den Umfang, vorzugsweise gleichmäßig beabstandete Durchbrüche
121 aufweist. In diese Durchbrüche 121 greifen entsprechende Vorsprünge 112 der elastischen Dichtungskomponente 110 ein und sorgen dadurch für eine verbesserte Positionsstabilisierung. Ferner ist in den Figuren 5, 6 erkennbar, dass die elastische Dichtungskomponente 110 die Oberseite des steifen Dichtungskomponente 120 nicht vollständig abdeckt, sondern lediglich in Radialrichtung bis zur Hälfte der Komponente 120 ragt. Stattdessen überragt die elastische Dichtungskomponente 110 die radial au-
ßenliegende Kante der Komponente 120 und verläuft abgewinkelt in Richtung des Stu fenabsatzes 5d des Kühlkörpers 5. Dadurch wird der radial aussen liegende Teil der steifen Komponente 120 durch die elastische Komponente 110 umschlossen.