Beschreibung
Port, Spülkappe, medizintechnische Behandlungs orrichtung, sowie System
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Port gemäß Anspruch 1. Sie betrifft ferner eine Spülkappe wie hierin offenbart, eine medizintechnische Behandlungsvorrichtung gemäß Anspruch 14, sowie ein System gemäß Anspruch 23.
Medizintechnische Behandlungsvorrichtungen weisen regelmäßig einen oder mehrere Ports auf. An sie werden Leitungen angeschlossen, um Flüssigkeiten aus dem Inneren der medizinischen Behandlungsvorrichtung herauszuleiten, oder umgekehrt. Handelt es sich um Einwegleitungen, so spricht man von Disposables.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen weiteren, zu diesem Zweck geeigneten Port anzugeben. Ferner ist eine Spülkappe offenbart. Außerdem sollen eine weitere medizintechnische Behandlungsvorrichtung sowie ein weiteres System angegeben werden.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch einen Port mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, ebenso mittels der hierin offenbarten Spülkappe, welche ebenfalls Teil der vorliegenden Erfindung ist und entsprechend beansprucht werden kann. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird ferner durch eine medizintechnische Behandlungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 14 sowie durch ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 23 gelöst.
Erfindungsgemäß wird ein Port vorgeschlagen, welcher zum Herstellen einer Fluidverbindung zwischen wenigstens einer Fluidleitung der medi zinischen Behandlungsvorrichtung, die dem Inneren der Behandlungsvorrichtung zugeordnet , zugewandt oder hierin zugerechnet ist , und einem Konnektor einer Fluidleitung eines im Gebrauch fluidführenden Disposable . Die Fluidleitung zählt nicht zur Behandlungsvorrichtung, sondern ist hierin dem Äußeren der Behandlungsvorrichtung zugeordnet , zugewandt oder zugerechnet . Die Fluidleitung des Di sposable kann beispielsweise ein Schlauchsatz oder ein Teil hiervon, eine Substituatleitung oder dergleichen sein .
Der Port weist , zumeist in einem Endabschnitt hiervon, eine erste Fluidführung auf , welche ein in Längsrichtung durchströmbares , erstes Lumen mit einer ersten endseitigen Öffnung oder Öf fnungsebene ist oder umfasst . Die Fluidführung ist zur Aufnahme und/oder Führung eines medi zinischen Fluids und zum Herstellen der Fluidverbindung mit dem Konnektor vorgesehen .
Der Port weist ferner eine zweite Fluidführung auf , die relativ zur ersten Fluidführung weiter außen (bezogen auf den Port ) vorgesehen ist . Die zweite Fluidführung umfas st wenigstens ein zweites Lumen und eine zweite endseitige Öffnung oder Öf fnungsebene . Die erste Fluidführung liegt somit weiter innen im Port als die zweite Fluidführung, j edenfalls liegt die erste endseitige Öf fnung weiter innen im Port als die zweite endseitige Öf fnung .
Hierbei ist die erste endseitige Öf fnung der ersten Fluidführung, zumindest abschnittsweise , im zweiten Lumen der zweiten Fluidführung angeordnet .
Erfindungsgemäß wird eine medi zintechnische Behandlungsvorrichtung ( im Folgenden auch kurz : Behandlungsvorrichtung) vorgeschlagen, welche ein Gehäuse mit einem Befestigungsabschnitt aufweist . Der Befestigungsabschnitt dient zum Verbinden der medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung mit einem Port , vorzugsweise einem erfindungsgemäßen Port , oder umgekehrt .
Optional kann im Befestigungsabschnitt der medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung ein Port aufgenommen sein, insbesondere ein erfindungsgemäßer Port .
Das erfindungsgemäße System weist eine erfindungsgemäße medi zintechnische Behandlungsvorrichtung sowie ein Disposable auf , welches seinerseits eine Fluidleitung und einen Konnektor mit einem Konnektorlumen zum fluidischen Verbinden der Fluidleitung mit dem ersten Lumen der ersten Fluidführung, vorzugsweise im Inneren des Ports , aufweist .
Die vorliegende Erfindung betri f ft ferner ein Einstecksystem mit einem aufnehmenden Part , z . B . dem hier genannten Port , und mit einem hierein einzusteckenden Part , z . B . der hierin genannte Konnektor .
Der aufnehmende Part weist einen, vorzugsweise erhabenen, Rand auf , der in einem ersten Abschnitt ringförmig mit einem inneren Radius verläuft , wobei ein zweiter Abschnitt des Randes nicht Teil der mit dem inneren Radius verlaufenden Ringform ist , die mittels des ersten Abschnitts gebildet wird .
Der auf zunehmende Part weist eine Scheibenstruktur auf , welche vorzugsweise rund ist oder einen runden Randabschnitt mit einem äußeren Radius aufweist , welcher einem Wert zwischen 90 % und 99 , 9 % eines inneren Radius des aufnehmenden Parts entspricht und/oder höchstens 1 mm, vorzugsweise höchstens 0 , 5 mm, besonders bevorzugt 0 , 1 mm kleiner ist als der innere Radius des ersten Abschnitts , und/oder wobei der äußere Randabschnitt oder der äußere Radius der Scheibenstruktur höchstens 1 mm, vorzugsweise höchstens 0 , 5 mm, besonders bevorzugt 0 , 1 mm Abstand zum ersten Abschnitt des Randes aufweist .
Die vorliegende Erfindung betri f ft ferner ein Verfahren zum Dekonnektieren oder Trennen der Spülkappe vom Port oder zum Vorbereiten dieses Dekonnektierens oder Trennens , welches mittels der hierin of fenbarten Vorrichtungen durchführbar ist . Das Verfahren umfasst das Bereitstellen eines erfindungsgemäßen Systems , wobei die Spülkappe auf oder in den Port eingesteckt ist . Das Verfahren umfasst weiter das Einleiten von Luft oder Sterilluft in den Port mittels eines Kompressors vor dem Trennen der Spülkappe . Das Einleiten kann durch die Steuervorrichtung der Behandlungsvorrichtung automatisch veranlasst werden, eine entsprechende Steuerung oder Regelung kann vorbereitet sein . Ziel des Einleitens kann es sein, in den Port vor dem Trennen der Spülkappe zum Entleeren von Flüssigkeit Pressluft einzubringen und so vorab vorzugsweise schon einen Großteil der im Port noch vorhandenen Flüssigkeit durch Verdrängen mittels der Pressluft aus dem Port zu entfernen . Das Verfahren kann weiter ein Trennen der Spülkappe vom Port umfassen . Das Trennen kann unter Einsatz und Bewegung des Schwenkhebels wie hierin of fenbart erfolgen .
Erfindungsgemäße Aus führungs formen können manche , einige oder alle der folgenden Merkmale in beliebiger Kombination aufweisen, soweit dies für den Fachmann nicht erkennbar technisch unmöglich ist . Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind j eweils auch Gegenstand der Unteransprüche .
Bei allen vorstehenden oder folgenden Aus führungen ist der Gebrauch des Ausdrucks „kann sein" bzw . „kann haben" usw . synonym zu „ist vorzugsweise" bzw . „hat vorzugsweise" usw . zu verstehen und soll erfindungsgemäße Aus führungs formen erläutern .
Wann immer hierin Zahlenworte genannt werden, so versteht der Fachmann diese als Angabe einer zahlenmäßig unteren Grenze . Sofern dies zu keinem für den Fachmann erkennbaren Widerspruch führt , liest der Fachmann daher beispielsweise bei der Angabe „ein" oder „einem" stets „wenigstens ein" oder „wenigstens einem" mit . Dieses Verständnis ist ebenso von der vorliegenden Erfindung mit umfasst wie die Auslegung, dass ein Zahlenwort wie beispielsweise „ein" alternativ als „genau ein" gemeint sein kann, wo immer dies für den Fachmann erkennbar technisch möglich ist . Beides ist von der vorliegenden Erfindung umfasst und gilt für alle hierin verwendeten Zahlenworte .
Wann immer hierin räumliche Bezüge wie „oben" , „unten" , „oberen" oder „unteren" genannt werden, so versteht der Fachmann diese im Zwei fel als eine räumlich Angabe mit Bezug auf die Ausrichtung in den hier beigefügten Figuren und/oder die Anordnung des erfindungsgemäßen Ports in seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch .
Wenn hierin von einer Aus führungs form die Rede ist , so stellt dies stets eine erfindungsgemäße , beispielhafte
Aus führungs form dar, die nicht als beschränkend zu verstehen ist .
Wenn hierin of fenbart ist , dass der erfindungsgemäße Gegenstand ein oder mehrere Merkmale in einer bestimmten Aus führungs form aufweist , so ist hierin j eweils auch offenbart , dass der erfindungsgemäße Gegenstand genau dieses oder diese Merkmale in anderen, ebenfalls erfindungsgemäßen Aus führungs formen ausdrücklich nicht aufweist , z . B . im Sinne eines Disclaimers . Für j ede hierin genannte Aus führungs form gilt somit , dass die gegenteilige Aus führungs form, beispielsweise als Negation formuliert , ebenfalls o f fenbart ist .
Das erfindungsgemäße Einstecksystem kann in Aus führungs formen mit j edem hierin of fenbarten Merkmal in beliebiger Kombination weitergebildet sein .
Der Befestigungsabschnitt weist in einigen Aus führungs formen vorzugsweise einen, vorzugsweise erhabenen, Rand auf , der über benachbarte Gehäuseabschnitte vorstehen kann, relativ zu diesen zurückversetzt sein kann oder bündig mit ihnen abschließen kann . Ergänzend oder alternativ ist die zweite Öffnung gegenüber dem Rand oder gegenüber den benachbarten Gehäuseabschnitten optional zurückversetzt . Letzteres kann den Eintritt von Flüssigkeiten, welche von außen, zumeist versehentlich, etwa beim Reinigen des Gehäuses oder beim Verschütten von Flüssigkeiten durch Personal oder Patient , den Port erreichen könnten, verhindern, indem solche Flüssigkeit an der Öf fnung des Ports vorbei nach unten abgeleitet werden können .
Der Porteingang, oder die zweite Öf fnung, ist in manchen Aus führungs formen relativ zum Befestigungsabschnitt oder zu dessen Rand zurückversetzt . Letzteres kann den Eintritt von Flüssigkeit von außen ebenfalls erschweren oder verhindern .
In einigen Aus führungs formen des erfindungsgemäßen Ports weist die zweite endseitige Öf fnung der zweiten Fluidführung außen eine kleinere Querschnitts fläche oder Öf fnungsf läche auf als eine Querschnitts fläche oder Öf fnungs f läche des zweiten Lumens , welche weiter im Inneren der Behandlungsvorrichtung als die zweite endseitige Öf fnung angeordnet ist . Hierbei ist der Außendurchmesser der ersten Fluidführung vorzugsweise konstant , insbesondere in einem Bereich, in welchem die Querschnitts fläche oder
Öf fnungs f läche des zweiten Lumens axial , insbesondere in Richtung zum Inneren des Ports oder der Behandlungsvorrichtung, zunimmt . Auf diese Weise wird einerseits ein ausreichend großer Abstand zwischen der ersten Öf fnung der ersten Fluidführung und der Innenwand des zweiten Lumens geschaf fen, was der Bildung von Flüssigkeitsbrücken zwischen Öf fnung und Innenwand aufgrund der ausreichend groß geschaf fenen Distanz zwischen diesen beiden entgegenwirkt . Zwischen Öf fnung und Innenwand hängende Tropfen reißen aufgrund der im Inneren des Ports gewählten Abstände zwischen Öffnung und Innenwand vorteilhafterweise ab . Andererseits entspricht die Querschnitts fläche des zweiten Lumens nicht der Querschnitts fläche der zweiten Öf fnung, also der Öf fnung des zweiten Lumens nach draußen . Beim Öf fnung der Spülkappe ist somit vom Benutzer weniger Kraft auf zuwenden ( aufgrund der vergleichsweise klein gehaltenen Umfangs fläche , welche auch die Dichtfläche bildet ) , als wenn die zweite Öf fnung und
damit auch die Spülkappe Durchmesser hätten, wie sie das zweite Lumen weiter innen im Port hat.
In manchen Aus führungs formen weist kein Abschnitt eines Randes der ersten Fluidführung, der die erste Öffnung begrenzt, einen Abstand zu einer, das zweite Lumen begrenzenden, Innenwand auf, der nicht wenigstens 7 mm beträgt .
Dieser Abstand entspricht in einigen Aus führungs formen ergänzend oder alternativ wenigstens dem 1,1-fachen, 1,5- fachen oder 2-fachen der Differenz zwischen dem Radius der äußeren Umfangsfläche der ersten Fluidführung und dem Radius der inneren Umfangsfläche der zweiten Öffnung, also z. B. dort, wo sie begrenzende Seitenflächen (z. B. in einem Längsschnitt, wie er in Fig. 1 oder Fig. 2 gezeigt ist) parallel und/oder unter einem gleichbleibenden Winkel zueinander stehen.
In einigen Aus führungs formen ist die zweite Öffnung jener Bereich des zweiten Lumens oder der zweiten Fluidführung, in welchem sie begrenzende Seitenflächen (z. B. in einem Längsschnitt, wie er in Fig. 1 oder Fig. 2 gezeigt ist) parallel zueinander sind oder stehen.
In einigen Aus führungs formen weist das zweite Lumen der zweiten Fluidführung wenigstens einen Längsabschnitt auf, welcher nicht durch Seitenwände (also z. B. nach oben und nach unten) begrenzt ist, welche parallel zueinander sind und/oder unter einem gleichbleibenden Winkel zueinander stehen. Dieser Längsabschnitt ist in manchen
Aus führungs formen wenigstens 3 mm lang, vorzugsweise wenigstens 5 mm lang, besonders bevorzugt wenigstens 1 cm
lang . Er liegt optional weiter außen (bezogen auf das Gehäuse der Behandlungsvorrichtung oder auf den Port ) als die erste Öffnung . Auf diese Weise ist ein Abstand zwischen der Innenwand des zweiten Lumens und der ersten Öf fnung der ersten Fluidführung geschaf fen, welcher einer Flüssigkeitsübertragung zwischen beiden während der Behandlung entgegenwirkt .
In manchen Aus führungs formen weist das zweite Lumen der zweiten Fluidführung des Ports in dessen Längsrichtung keinen Längsabschnitt und/oder über wenigstens 90% seiner Länge keinen Längsabschnitt und/oder mit Ausnahme des Abschnitts mit der zweiten Öf fnung keinen Längsabschnitt auf , der j eweils wenigstens 3 mm lang, vorzugsweise wenigstens 5 mm lang, besonders bevorzugt wenigstens 1 cm lang ist und optional weiter außen als die erste Öf fnung liegt , der in einem Längsschnitt durch parallele und/oder unter einem gleichbleibenden Winkel zueinander stehende Seitenwände begrenzt ist oder wäre .
In einigen Aus führungs formen des Ports , weist das zweite Lumen eine durch Seitenwände dieses Lumens begrenzte erste Querschnitts fläche auf . Diese ist vorzugsweise kleiner als ede andere durch die Seitenwände des zweiten Lumens begrenzte Querschnitts fläche , welche weiter dem Inneren des zweiten Lumens zugewandt ist , als die erste Querschnitts fläche , also weiter innen im Port oder in der Behandlungsvorrichtung liegt als die erste Querschnitts fläche .
In manchen Aus führungs formen des Ports weitet sich das zweite Lumen, zumindest abschnittsweise , in Richtung auf das Innere des Ports oder der Behandlungsvorrichtung auf .
In einigen Aus führungs formen weist das zweite Lumen wenigstens drei Querschnitte auf , welche in Richtung auf das Innere des Ports oder der Behandlungsvorrichtung j eweils eine größere Querschnitts fläche als der j eweils vorangegangene dieser Querschnitte aufweisen .
In manchen Aus führungs formen weist das zweite Lumen in wenigstens einem Querschnitt keine kreisrunde Querschnitts fläche auf .
In einigen Aus führungs formen des erfindungsgemäßen Ports endet oder mündet das erste Lumen in einer trichterförmigen oder divergierenden Form in der ersten endseitigen Öf fnung .
In manchen Aus führungs formen ist in wenigstens einem Querschnitt des Ports die Querschnitts fläche des ersten Lumens nicht konzentrisch zur Querschnitts fläche des zweiten Lumens angeordnet . Alternativ oder ergänzend sind die Seitenwände dieses Querschnitts , die das zweite Lumen begrenzen, nicht gleichmäßig von einer Mittellinie des ersten Lumens , welche in Längsrichtung des ersten Lumens verläuft , beabstandet und/oder die Abschnitte auf dem Umfang dieses Querschnittes sind nicht alle gleichmäßig von dieser Mittellinie beabstandet .
In einigen Aus führungs formen des Ports weist das zweite Lumen wenigstens eine Querschnitts fläche auf , welche in ihrer Querrichtung eine geringere Erstreckung hat als in ihrer Höhe .
In manchen Aus führungs formen weist das zweite Lumen wenigstens eine Öf fnung auf , z . B . eine Rille , welche an oder
in einer Seitenwand, welche das zweite Lumen begrenzt, angeordnet ist und sich vorzugsweise in Umfangsrichtung des zweiten Lumens oder eines Abschnitts hiervon erstreckt. Die Öffnung führt dabei vorzugsweise zu einer Öffnung des zweiten Lumens, welche mittels eines Anschlusses einer Verbindung des zweiten Lumens mit einer Drain- oder Abflussleitung dient oder dienen kann.
In einigen Aus führungs formen ist die erste endseitige Öffnung der ersten Fluidführung weiter dem Inneren des Ports zugewandt als die zweite endseitige Öffnung der zweiten Fluidführung, sie liegt also weiter innen. Die erste endseitige Öffnung der ersten Fluidführung liegt wenigstens 5 mm, bevorzugt wenigstens 10 mm, weiter bevorzugt wenigstens 15 mm weiter innen als die zweite endseitige Öffnung der zweiten Fluidführung.
In manchen Aus führungs formen nimmt die Querschnitts fläche des zweiten Lumens ab einem Querschnitt, in welchem auch die Öf fnungsebene der ersten endseitigen Öffnung des ersten Lumens liegt, in axialer Richtung bis zum Beginn der Öffnung, z. B. bis zum Beginn der Rille, stets und/oder stetig zu.
In einigen Aus führungs formen ist die Innenwandung des ersten Lumens zur ersten Öffnung hin konvergierend oder sich weitend, zumindest abschnittsweise, ausgeformt. Der Winkel kann z. B. 2° betragen.
In manchen Aus führungs formen ist die Wandung oder Außenwandung, welche das Konnektorlumen umgibt, zur Öffnung des Konnektorlumens hin divergierend oder sich verjüngend, zumindest abschnittsweise, ausgeformt. Der Winkel kann z. B. 2° betragen.
In einigen Aus führungs formen sind die Innenwandung des ersten Lumens und die Wandung oder Außenwandung, welche das Konnektorlumen umgibt , unter identischem Winkelbetrag gegen die Mittellinien ihrer Lumen geneigt .
In manchen Aus führungs formen läuft das erste Lumen nur im ersten Drittel der ersten Fluidführung oder nur auf den ersten 1 , 5 mm bis 3 mm konisch zu . Ein Öf fnungswinkel der ersten Fluidführung kann beispielsweise zwischen 10 ° und 20 ° betragen, vorzugsweise 15 ° . Die so entstandene Einführschräge kann dazu beitragen, einen ungewollten Kontakt der Stirnflächen zu verhindern .
In einigen Aus führungs formen beträgt die Länge der ersten Fluidführung einschließlich des optionalen, konisch zulaufenden Bereichs nicht mehr als 30 mm oder als 35 mm .
In einigen Aus führungs formen ist eine radial äußere Begrenzung oder Außenwand der ersten Fluidführung über die gesamte freie Länge der ersten Fluidführung, oder zumindest abschnittsweise , von j eder radial inneren Fläche der Seitenwand oder Innenwand des zweiten Lumens beabstandet . Dieser Abstand beträgt wenigstens 5 mm, bevorzugt wenigstens 8 mm . Die freie Länge kann hierbei j ener Abschnitt der ersten Fluidführung sein, welcher in das zweite Lumen hineinragt .
In manchen Aus führungs formen nimmt die Querschnitts fläche des ersten Lumens ab einem Querschnitt , in welchem auch die Öf fnungsebene der ersten Öf fnung der ersten Fluidführung liegt , über eine vorbestimmte Distanz in axialer Richtung weg von der ersten endseitigen Öf fnung der ersten Fluidführung stets und/oder stetig ab . Diese vorbestimmte Distanz beträgt
vorzugsweise wenigstens 10 mm, besonders bevorzugt wenigstens 20 mm oder wenigstens 30 mm .
In einigen Aus führungs formen des erfindungsgemäßen Ports weist ein Rand oder eine Wandung der zweiten endseitigen Öf fnung wenigstens eine Hohlkehle oder eine negative oder konkave Ausrundung einer Dicke oder Stärke des Randes oder der Wandung auf . Sie bilden definierte Eintrittsstellen für Luft , die beim Öf fnen der Spülkappe , welche im Gebrauch der Ports diese zweite , endseitige Öf fnung des zweiten Lumens verschließt , welche beim Heraus ziehen der Spülkappe aus dem Port aufgrund des im Port hierdurch kurz zeitig entstehenden Unterdrucks einströmt . I st die Hohlkehle vorzugswei se an einem oberen Randabschnitt vorgesehen, so strömt die Luft dort und damit an einer Stelle in den Port ein, an welcher aufgrund der Schwerkraft weniger Rest f lüssigkeit stehen geblieben sein wird als in anderen, z . B . unteren, Bereichen . Hat sich vor dem Öf fnen der Spülkappe ein Flüssigkeitsrest im äußeren Bereich der Spülkappe gebildet , so wird durch die Hohlkehle (n) eine Ausbildung eines Flüssigkeits zylinders um die Spülkappe herum verhindert . Dies hat den Vortei l , dass es beim Heraus ziehen der Spülkappe nicht zu einem Implodieren eines Flüssigkeits zylinders kommen wird, was zu Tröpfchenbildung, Dispergierung und Aerosolbildung und hierdurch Verschleppen von Rest f lüssigkeitspartikeln in das Innere des Ports oder aus dem Port heraus führen könnte .
In manchen Aus führungs formen weist der Port ferner einen Leckagesensor auf , vorzugsweise einen Leitfähigkeitssensor . Der Leckagesensor ragt vorzugsweise in das zweite Lumen hinein, d . h . er hebt sich von einer Seitenwand ab und endet frei . Der Leckagesensor ist vorzugsweise ein Pin, Stift , Ring
oder Rohr oder weist einen Pin, Sti ft , Ring oder ein Rohr auf .
In einigen Aus führungs formen trägt oder umfasst der Leckagesensor eine I solierschicht . Sie kann, insbesondere wenn sie über eine Wandung, mit welcher der Leckagesensor verbunden ist , hervorsteht , Fehlmessungen wegen Restfeuchte verhindern .
In manchen Aus führungs formen des Ports weist das zweite Lumen, insbesondere eine innere Fläche der Seitenwand oder Innenwand des zweiten Lumens , in seinem unteren Bereich eine Vertiefung auf . Die Vertiefung hat in einem Längsschnitt , in welchem die Mittellinie der ersten Fluidführung verläuft , an der unteren Seite eine größere Erstreckung als in wenigstens zwei , oder allen hierzu parallelen Ebenen . Der Längsschnitt kann der Zeichenebene der Fig . 1 oder der Fig . 2 entsprechen oder parallel hierzu liegen .
In einigen Aus führungs formen weist das zweite Lumen, und insbesondere eine innere Fläche der Seitenwand oder Innenwand des zweiten Lumens , im unteren Bereich eine Vertiefung auf . Diese Vertiefung weist in wenigstens einem Schnitt , welcher weder zu einem Längsschnitt noch zu einem Querschnitt durch das zweite Lumen parallel verläuft , einen Abschnitt mit einer dreieckigen oder keil förmigen Form auf . Hierbei ist die Spitze dieser Form zum Inneren der des Ports hin gerichtet .
In manchen Aus führungs formen der erfindungsgemäßen medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung verläuft der Rand des Befestigungsabschnitts in einem ersten Abschnitt hiervon ringförmig mit oder unter einem inneren Radius , also unter gleichbleibender Krümmung . Ein zweiter Abschnitt des Randes
ist nicht Teil der mit dem inneren Radius verlaufenden Ringform, die mittels des ersten Abschnitts gebildet wird . Somit verläuft sie nicht unter dem gleichbleibenden inneren Radius des ersten Abschnitts .
In einigen Aus führungs formen weist die Behandlungsvorrichtung einen Schwenkhebel auf . Dieser ist angeordnet zu seinem Schwenken um eine , vorzugsweise senkrecht zur Gehäuseoberfläche verlaufenden, Schwenkachse , wobei der Schwenkhebel einen Aufnahmeabschnitt und/oder einen Anschlag aufweist .
Der optionale Aufnahmeabschnitt ist vorgesehen zum lösbaren Aufnehmen einer Spülkappe , welche dem vorübergehenden Verschließen des zweiten Lumens der zweiten Fluidführung durch oder nach Schwenken des Schwenkhebels in eine erste Schwenkstellung des Schwenkhebels dient . Zum Verschließen des zweiten Lumens wird also der Schwenkhebel gedreht oder geschwenkt , bis die Spülkappe , welche im Aufnahmeabschnitt aufgenommen ist , vor dem zweiten Lumen der zweiten Fluidführung steht . In einigen Aus führungs formen weist der optionale Aufnahmeabschnitt lösbar eine Spülkappe , insbesondere wie hierin beschrieben, auf .
Der optionale Anschlag ist vorgesehen zum vorübergehenden Verhindern einer axialen Trennbewegung, welche zum Trennen des Konnektors des Disposable vom Befestigungsabschnitt führen würde , also z . B . das Heraus ziehen des Konnektors aus dem Port . Verhindert wird diese axiale Trennbewegung, indem, oder nachdem, der Schwenkhebel in eine zweite Schwenkstellung des Schwenkhebels verschwenkt wurde . In der zweiten Schwenkstellung ist z . B . ein Anschlag des Schwenkhebels vor dem Konnektor angeordnet .
In einigen Aus führungs formen ist ein Sensor vorgesehen und entsprechend in Signalverbindung z . B . mit der Steuervorrichtung der Behandlungsvorrichtung verbunden, welcher die Gri f fposition oder vorbestimmte Positionen, die der Gri f f einnimmt oder einnehmen kann, detektiert . Eine erfolgreiche , oder eine ausreichende , Konnektierung des Disposable im Port kann somit festgestellt , überwacht , usw . werden, ebenso optional seine Dekonnektierung . Alarme , Anzeigen, Hinweise , usw . können vom Signal , welches von diesem Sensor kommt , vorgesehen sein, ebenso wie optionale Eingri f fe in die Steuerung der Behandlungsvorrichtung, welche z . B . konfiguriert sein kann, vorbestimmte Behandlungsoptionen oder Funktionen der Behandlungsvorrichtung zu sperren oder zu unterbrechen, wenn das Signal bestimmten Vorgaben nicht entspricht oder doch entspricht .
Die Spülkappe , welche zum vorübergehenden Verschließen der zweiten Öf fnung des Ports dient , weist in einigen Aus führungs formen eine im Gebrauch der Spülkappe dem Inneren der medi zinischen Behandlungsvorrichtung zugewandte Stirnseite auf , welche an ihrem Umfang einen axial und/oder radial erhabenen Rand aufweist .
In einigen Aus führungs formen weist die Spülkappe weiter eine in oder auf ihrer Umfangsseite verlaufende erste Vertiefung oder erste Rille auf .
In manchen Aus führungs formen weist die Spülkappe weiter eine in oder auf ihrer Umfangsseite verlaufende zweite Vertiefung oder zweite Rille auf , welche sich vorzugsweise axial an den erhabenen Rand anschließt .
In einigen Aus führungs formen weist der erhabene Rand der Spülkappe einen in einem Längsschnitt der Spülkappe keil förmigen oder dreieckigen Abschnitt auf . Dieser Abschnitt kann ein gleichschenkliges Dreieck beschreiben und/oder beidseits der Spitze mit gleich großem Winkel auf die Spitze zulaufen . Somit kann in gewissen Aus führungs formen sichergestellt werden, dass weniger Rest f lüssigkeit nach Dekonnektieren der Spülkappen im Port verbleibt .
In manchen Aus führungs formen der erfindungsgemäßen medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung ist der Schwenkhebel angeordnet zu seinem Schwenken um die Schwenkachse in eine dritte Schwenkstellung . In dieser dritten Schwenkstellung des Schwenkhebels ist weder der Aufnahmeabschnitt zum lösbaren Aufnehmen einer Spül kappe noch der Anschlag zum vorübergehenden Verhindern einer axialen Trennbewegung zum Trennen des Konnektors des Disposable in axialer Richtung vor dem zweiten Lumen des Ports angeordnet .
In einigen Aus führungs formen des Systems weist die Spülkappe einen äußeren Rand auf , welcher vorzugsweise rund i st oder einen runden Randabschnitt mit einem äußeren Radius aufweist , welcher einem Wert zwischen 90 % und 99 , 9 % des inneren Radius des ersten Abschnitts des Randes der Behandlungsvorrichtung entspricht .
In manchen Aus führungs formen der Behandlungsvorrichtung weist der Schwenkhebel eine Vertiefung oder Rille auf . Sie ist ausgestaltet zum Einführen eines Abschnitts des Randes einer endseitigen Abschlussplatte oder -scheibe des Konnektors . Die Vertiefung ist vorgesehen, damit durch Ziehen am Schwenkhebel , z . B . an einem Gri f fstück hiervon, mittels der
Vertiefung, in welcher der Rand der endseitigen Abschlussplatte oder -scheibe steckt , nicht nur der Schwenkhebel den Port freigibt , sondern gleichzeitig auch der Konnektor vom Port abgezogen wird .
In einigen Aus führungs formen der Behandlungsvorrichtung ist der Port derart in deren Befestigungsabschnitt aufgenommen, dass eine Mittellinie der ersten Fluidführung oder des ersten Lumens 4 ° oder mehr Grad zu einer Auf Stell fläche der medi zinischen Behandlungsvorrichtung geneigt ist .
In manchen Aus führungs formen umfasst die medi zintechnische Behandlungsvorrichtung eine Verschiebevorrichtung, mittels welcher der Schwenkhebel entlang der Schwenkachse translatorisch verschiebbar oder führbar ist . Die Verschiebevorrichtung kann Teil des Schwenkhebels sein . Vorzugweise ist der Schwenkhebel mittels der Verschiebevorrichtung nur begrenzt oder nur um eine vorbestimmte Distanz verschieb- oder führbar . Zu diesem Zweck kann ein begrenzender Anschlag vorgesehen sein . Vorzugsweise erfolgt das Verschieben oder Führen im Gebrauch und/oder ohne Einsatz von Werkzeug .
In einigen Aus führungs formen weisen der Port oder die Behandlungsvorrichtung ein Rückstellelement auf , beispielsweise eine Feder . Das Rückstellelement dient zum translatorischen Bewegen des Aufnahmeabschnitts und/oder zum Vorspannen des Aufnahmeabschnitts in axialer Richtung . Alternativ oder ergänzend weisen der Port oder die Behandlungsvorrichtung eine Dämpfervorrichtung zum Dämpfen einer durch das Rückstellelement bewirkten translatorischen Bewegung auf .
In manchen Aus führungs formen der Behandlungsvorrichtung ist die Spülkappe derart dimensioniert , dass die erste Vertiefung oder Rille und die zweite Vertiefung oder Rille der Spülkappe miteinander in Fluidverbindung stehen, wenn die Spülkappe in den Port eingesetzt ist . Fluide können hierdurch vorzugweise in axialer Richtung außen an der Spülkappe entlang von der ersten Rille oder Vertiefung in die zweite Rille oder Vertiefung fließen, oder umgekehrt . Die zweite Rille oder Vertiefung ergibt sich aus der besonderen Gestaltung des Randes der Stirnfläche der Spülkappe wie weiter unten detailliert beschrieben .
In einigen Aus führungs formen des Systems weist der Konnektor an einer Außenseite hiervon eine Rippenstruktur auf . Diese Rippenstruktur erstreckt sich vorzugsweise bis an die Verbindungsöf fnung, welche bei Verbinden des Konnektors an der medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung bestimmungsgemäß zumindest abschnittsweise in das zweite Lumen des Ports eingeführt wird, oder bis an das vordere Ende des Disposable oder des Konnektors .
In manchen Aus führungs formen weist die Rippenstruktur benachbarte Rippen auf , welche zwischen ihnen liegende bzw . angeordnete Vertiefungen seitlich begrenzen . Hierbei macht die Strecke , welche die Aussparungen eines äußeren, kreis förmigen Umfangs des Konnektors , in welchen die Querschnitts fläche der Rippenstruktur nicht durch Rippen sondern durch Vertiefungen, also Lücken zwischen Rippen, gebildet ist , in einem Querschnitt einnimmt , vorzugsweise zwischen 5 % und 15 % , besonders bevorzugt zwischen 10 % und 12 % , oder mehr, der Querschnitts fläche des Konnektors aus .
In einigen Aus führungs formen des Systems weist der Konnektor eine Scheibenstruktur auf . Vorzugsweise ist die Scheibenstruktur rund oder weist einen runden Randabschnitt mit einem äußeren Radius auf , welcher einem Wert zwischen 90 % und 99 , 9 % des inneren Radius des ersten Abschnitts des Randes des Konnektors entspricht . Alternativ oder ergänzend ist der äußere Radius der Scheibenstruktur höchstens 1 mm, vorzugsweise höchstens 0 , 5 mm, besonders bevorzugt 0 , 1 mm kleiner als der innere Radius des ersten Abschnitts .
Alternativ oder ergänzend weist der äußere Randabschnitt oder der äußere Radius der Scheibenstruktur höchstens 1 mm, vorzugsweise höchstens 0 , 5 mm, besonders bevorzugt 0 , 1 mm Abstand zum ersten Abschnitt des Randes auf .
Rippen, oder eine andere , geeignete Oberflächenstruktur, können eine nicht gasdichte Verbindung zwischen dem Konnektor und die ihn aufnehmende zweite Öf fnung bewirken . Wird also der Konnektor in den Port eingeschoben, so wird er mögliche Restf lüssigkeit , die an der die zweite Öf fnung bildenden Innenwand haften kann, nicht in das Innere des Ports schieben oder mitziehen . Die Rippen können vielmehr solche Flüssigkeitsreste , ggf . auch begünstigt durch Kapil larkräfte , zwischen sich aufnehmen, weshalb sie am Konnektor verbleiben können .
Weiter können derartige Rippen als Belüftungsmöglichkeit wirken, indem sie für einen raschen Druckausgleich beim Einstecken des Konnektors in den Port oder bei dessen Heraus ziehen aus dem Port sorgen .
Als Belüftungsmöglichkeiten können sie ferner Druckluft , die zum Reinigen oder Trocknen des Ports in diesen eingeblasen wird, nach außen leiten . Dies begünstigt die Luftverteilung
im Inneren des Ports und führt zu vollständiger oder rascherer Trocknung von Restf lüssigkeit , was einer Keimverschleppung durch Flüssigkeit während der Behandlung entgegenwirkt .
In manchen Aus führungs formen weist der Konnektor einen Verbinder mit einem durchströmbaren Lumen auf . Mittels dieses Lumens ist die zumeist flexible Fluidleitung mit dem zumeist starren Konnektor verbunden, wobei das durchströmbare Lumen des Verbinders und das Konnektorlumen unter einem Winkel zwischen 80 ° und 100 ° zueinander stehen .
In einigen Aus führungs formen weist der Konnektor eine Berührschutzhülle mit einer freien Verbindungsöf fnung auf , wobei im Inneren der Berührschutzhülle das Konnektorlumen umgeben von einer Wandung in einer Öf fnung mündet . Hierbei weisen die freie Verbindungsöf fnung und die Öf fnung der Wandung vorzugsweise einen Mindestabstand von wenigstens 10 mm voneinander auf .
In manchen Aus führungs formen weist der Konnektor eine Abtropf scheibe auf . Die Abtropf scheibe ist zwischen Scheibenstruktur und Rippenstruktur oder zwischen Scheibenstruktur und Berührschutzhülle angeordnet .
Der Begri f f „Fluidführung" , wie er hierin verwendet wird, bezeichnet in bestimmten Aus führungs formen der vorl iegenden Erfindung allgemein eine physische bzw . körperliche Anordnung von Elementen, welche zum Aufnehmen und/oder Leiten, Führen und dergleichen von Fluiden vorgesehen sind . Beispiele hierfür sind Rohre , Schläuche , Kanäle , Leitungen, Kammern, Fluidführungseinrichtungen, usw .
In bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung ist die erste Fluidführung vorgesehen zum Ausleiten bzw . Austragen eines medi zinischen Fluids aus einer Austrittsöf fnung der ersten Fluidführung ( also aus dem Port ) heraus , z . B . in die Umgebung, in ein Äußeres , in das verbundene Disposable , usw .
Der Begri f f „medi zinisches Fluid" , wie er hierin verwendet wird, bezeichnet in bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung allgemein Flüssigkeiten, wie Dialysat , Substituatf lüssigkeit , Medikamentenlösungen, Priming- und/oder Spül- und/oder Sterilisations fluide und dergleichen sowie Gase , z . B . Sterilluft , sowie beliebige Kombinationen oder Mischungen derselben und mit denselben . Das medi zinische Fluid ist in bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung für eine extrakorporale Blutbehandlung geeignet und/oder vorgesehen oder bestimmt .
In bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung ist das medi zinische Fluid Substituatf lüssigkeit , in manchen erfindungsgemäßen Aus führungs formen von einer Behandlungsvorrichtung online hergestellte Substituatf lüssigkeit .
Eine Spülkappe , wie sie in bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, bezeichnet eine Verschlusseinrichtung, welche dazu ausgelegt und/oder vorgesehen ist , den Port gegenüber einem Äußeren des Ports zu verschließen oder abzudichten durch Verschließen oder Abdichten seiner zweiten Öf fnung des zweiten Lumens . Es kann sich vorzugsweise um eine Verschlusskappe handeln .
Die Spülkappe kann den erfindungsgemäßen Port gegen ein Äußeres fluiddicht verschließen . Die Lumen des Ports können mit einem Inneren der Spülkappe in Fluidkontakt stehen .
Die Spülkappe ist in bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung dazu vorgesehen, eine Reinigung des Ports zu ermöglichen oder zu begünstigen .
Die Spülkappe kann automatisch oder automatisiert verschwenkbar und/oder verschiebbar ausgestaltet sein .
In gewissen Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung weist der Konnektor oder sein Endabschnitt beispiel sweise PEEK ( Polyetheretherketon) oder PEEK mit PTFE- ( Polylsetrafduorethylen- ) Beimischung auf oder besteht hieraus . Diese oder eine ebenfalls vorgesehene ähnl iche Materialkombination können aufgrund der guten Gleiteigenschaften vorteilhaft die am Port zu überwindenden Konnektionskräf te senken .
In bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung weist der erfindungsgemäße Port wenigstens in manchen Abschnitten eine hydrophile Beschichtung auf oder i st - in diesen Abschnitten - aus einem hydrophilen Material hergestellt .
Um einen Tropfenflug z . B . während des Weg- oder Verschwenkens der Spülkappe zu minimieren, kann in bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung eine hydrophile Beschichtung des Ports und/oder der Spülkappe bevorzugt sein .
In manchen Aus führungs formen ist der erfindungsgemäße Port Teil eines maschinenseitigen Substituatsystems der medi zinischen Behandlungs Vorrichtung .
In bestimmten Aus führungs formen ist der Port an der medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung zur Hori zontalen geneigt vorgesehen .
In bestimmten Aus führungs formen kann der Port dabei in einem Winkelbereich von 8 ° ± 3 ° zur Hori zontalen geneigt angebracht sein .
In manchen erfindungsgemäßen Aus führungs formen ist der Port derart angeordnet , dass in wenigstens einer Stellung ( Spülstellung, Verbindungsstellung, usw . ) sein erstes Lumen eine wie oben beschriebene Neigung zur Hori zontalen aufweist , wobei bei dieser Neigung das freie Ende des ersten Lumens tiefer steht als andere Abschnitte hiervon . Eine solche Neigung kann, insbesondere auch im Zusammenspiel mit der optional hydrophilen Beschichtung oder dem optional hydrophilen Material der Innenwand des zweiten Lumens eine nicht-abreißende Bildung eines sich in Richtung zu einem Anschluss für die Drain- oder Abflussleitung bewegenden Films aus Rest f lüssigkeit begünstigen . Dieser kann fast ohne Rückstand über die Drain- oder Abflussleitung aus dem Port ausgebracht werden .
Die erfindungsgemäße Behandlungsvorrichtung ist in bestimmten Aus führungs formen als extrakorporale Behandlungsvorrichtung, insbesondere als extrakorporale Blutbehandlungsvorrichtung, etwa als Dialysiervorrichtung, insbesondere als Hämodialysiervorrichtung, Hämofiltrationsvorrichtung, Hämodiaf iltrationsvorrichtung, oder als Vorrichtung für die
Adsorption, Leberersatztherapie , Apherese , Trans fus ion, usw . ausgestaltet .
Die erfindungsgemäße Behandlungsvorrichtung weist in bestimmten Aus führungs formen der vorliegenden Erfindung wenigstens eine Einrichtung zum Einleiten von Luft in die zweite Fluidführung auf .
Eine „Einrichtung zum Einleiten von Luft" , wie sie hierin verwendet wird, umfasst in bestimmten Aus führungs formen der Erfindung ein System bzw . eine Anordnung, welche dazu ausgelegt ist , Luft in die zweite Fluidführung einzuleiten bzw . einzubringen, wie einzublasen und/oder einzusaugen .
In bestimmten Aus führungs formen umfasst die Einrichtung zum Einleiten von Luft Mittel zum Erzeugen von Sterilluft oder steriler Pressluft aus z . B . Umgebungsluft wie wenigstens einen Filter oder Steril filter, einen Kompressor und dergleichen . Der Kompressor kann vorbereitet sein, und eine Steuervorrichtung der Behandlungsvorrichtung kann für eine entsprechende Steuerung oder Regelung vorbereitet sein, um den Port vor dem Öf fnen der Spülkappe zum Entleeren mittels Pressluft zu befüllen und so vorab schon einen Großteil der Flüssigkeit aus dem Port zu entfernen, und zwar vorzugsweise vor dem Öf fnen der Spülkappe .
Die Einrichtung zum Einleiten der Sterilluft kann an einer beliebigen Stelle der zweiten Fluidführung, j edoch an einer von der zweiten Öf fnung oder des freien Endes des zweiten Lumens verschiedenen Stelle , vorgesehen sein .
In einigen Aus führungs formen weist der Port kein Federelement auf , um z . B . die erste Fluidführung in einer axialen
Richtung innerhalb des Ports gegen die Federkraft verschieben zu können .
In einigen Aus führungs formen weist der Port keinen Schraubabschnitt und/oder kein Gewinde auf , welches vorgesehen wäre , um das Disposable mit dem Port zu verbinden .
In manchen Aus führungs formen ist der Außendurchmesser der ersten Fluidführung konstant , zumindest in einem freien Bereich der ersten Fluidführung .
In einigen Aus führungs formen weist die Rippenstruktur Rippen in, oder von, zumindest oder genau zwei voneinander verschiedenen Längen auf .
In manchen Aus führungs formen erstrecken sich manche der Rippen der Rippenstruktur bis an die Verbindungsöf fnung oder an das vordere Ende des Disposable oder des Konnektors , welches Ende bei Verbinden des Konnektors an der medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung bestimmungsgemäß in das zweite Lumen des Ports eingeführt wird, andere hingegen nicht .
In einigen Aus führungs formen weisen manche oder alle der Rippen, insbesondere der Rippenstruktur, im Querschnitt wenigstens eine nicht-gerundete , scharfkantige oder rechtwinklige Längsbegrenzung oder Kante , insbesondere im Übergang zu benachbarten Vertiefungen, auf , zumindest über einen Abschnitt der j eweils betrachteten Rippe . Die Längsbegrenzung oder Kante kann z . B . einen Radius von höchstens 0 , 1 mm, bevorzugst höchstens 0 , 05 mm aufweisen, was die Scharf kantigkeit ergeben kann oder wodurch diese bewirkt wird .
In manchen Aus führungs formen weist der Konnektor eine Abtropf scheibe und eine Scheibenstruktur auf . Dabei sind Rippen zwischen der Abtropf scheibe und der Scheibenstruktur angeordnet , welche sich vorzugsweise unter einem Winkel zwischen 75 ° und 105 ° zu einem durchströmbaren Lumen des Verbinders erstrecken und/oder parallel zueinander stehen . Sie zeigen somit unter den hier angegebenen Winkeln von einer Mittelachses des Lumens , welches die Rippenstruktur umgibt , weg und/oder sind parallel zueinander .
In einigen Aus führungs formen umfasst die Rippenstruktur wenigstens 16 Rippen über den Umfang der Berührschutzhülle verteilt , vorzugweise wenigstens 18 , besonders bevorzugt wenigstens oder genau 20 .
In manchen Aus führungs formen weist das Disposable eine endseitige Abschlussplatte oder -scheibe auf , welche nicht kreisrund ist , als z . B . endseitig .
In bestimmten Aus führungs formen weist der Rand, der die erste Öf fnung begrenzt , einen Abstand zur Innenwand des zweiten Lumens auf . Dieser Abstand ist an keiner Stelle geringer, als 5 mm, 6 mm, 7 mm oder 8 mm .
In einigen Aus führungs formen sind Port und Disposable derart ausgestaltet , dass die Wandung, welche das im Gebrauch fluidführende Konnektorlumen des Konnektors umgibt , im Einsteck- oder Gebrauchs zustand von Port und Disposable in das erste Lumen der ersten Fluidführung des Ports zumindest abschnittsweise eingesteckt ist .
In manchen Aus führungs formen ist die Länge der Berührschutzhülle derart festgelegt , dass die Stirnfläche der Berührschutzhülle , welche die Verbindungsöf fnung umgibt , während des Einsteckens des Konnektors in das zweite Lumen des Ports derart durch die Innenwandung der zweiten endseitigen Öf fnung oder des sich hieran anschließenden zweiten Lumens geführt wird, dass sie nicht in Kontakt mit der ersten Fluidführung, insbesondere nicht mit deren endseitigen Öf fnung und/oder der stirnseitigen Begrenzung der endseitigen Öf fnung, kommen kann .
In einigen Aus führungs formen ist die erste endseitige Öf fnung der ersten Fluidführung des Ports weiter dem Inneren des Ports zugewandt als die zweite endseitige Öf fnung der zweiten Fluidführung .
In manchen Aus führungs formen sind die Länge der Berührschutzhülle und/oder der Abstand zwischen der freien Verbindungsöf fnung und der Öf fnung des Konnektorlumens derart festgelegt , dass die Stirnfläche der Öf fnung des Konnektors und/oder die Wandung der Öf fnung während des Einsteckens des Konnektors in das zweite Lumen des Ports nicht in Kontakt mit der ersten Fluidführung, insbesondere nicht mit deren endseitigen Öf fnung oder stirnseitigen Begrenzung, kommen kann .
In einigen Aus führungs formen weist das System weiter eine medi zintechnische Behandlungsvorrichtung auf , welche ein Gehäuse mit einem Befestigungsabschnitt zum Verbinden der medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung mit dem Port , und/oder den Port , auf , wobei der Befestigungsabschnitt einen Rand aufweist , welcher optional über benachbarte
Gehäuseabschnitte vorsteht und/oder gegenüber diesen erhaben ist .
In manchen Aus führungs formen weist die medi zintechnische Behandlungsvorrichtung einen Schwenkhebel auf , angeordnet zu seinem Schwenken um eine Schwenkachse , wobei der Schwenkhebel einen Anschlag aufweist zum vorübergehenden Verhindern einer axialen Trennbewegung zum Trennen des Konnektors des Disposable vom Befestigungsabschnitt durch oder nach Schwenken des Schwenkhebels in eine zweite Schwenkstellung des Schwenkhebels . Der Anschlag ist ausgestaltet , um ein Rotieren des eingesteckten Konnektors um die Längsachse seines Konnektorlumens zu begrenzen, insbesondere in Wechselwirkung mit der endseitigen Abschlussplatte oder -scheibe des Disposable .
In manchen Aus führungs formen sind manche oder alle von außen zugänglichen Abschnitte oder Teile des Schwenkhebel s (wie Gri f fe , Anschlag, usw . ) derart groß dimensioniert , dass sie in das Innere der Berührschutzhülle nicht , oder nicht bis an die darin vorliegende Öf fnung des Konnektors , hineinragen oder eingeschoben werden können . Diese geometrische Abstimmung von Schwenkhebel und Berührschutzhülle aufeinander kann ein versehentliches Berühren zumindest des Konnektors durch nicht-sterile Abschnitte des Schwenkhebels vorteilhaft vermeiden hel fen .
In einigen Aus führungs formen weist der äußere Randabschnitt oder der äußere Radius der Scheibenstruktur wenigstens 3 mm, vorzugsweise 4 mm, 4 , 6 mm oder mehr Abstand zum zweiten Abschnitt des Randes auf .
In manchen Aus führungs formen weist die Scheibenstruktur eine Dicke oder Stärke von weniger als 1 , 5 mm, besonders bevorzugt von maximal 1 mm auf . Alternativ oder ergänzend sind weniger als 1 , 5 mm, besonders bevorzugt maximal 1 mm der Dicke oder Stärke der Scheibenstruktur in den Rand eingeschoben oder einschiebbar .
In einigen Aus führungs formen ist das Disposable Tei l einer, vorzugsweise ebenfalls als Disposable oder Einwegprodukt ausgestalteten oder vorgesehenen, biegsamen Fluidleitung und/oder hiermit mittelbar oder unmittelbar verbunden .
In manchen Aus führungs formen ist der Konnektor zum Einstecken in z . B . einen Port vorgesehen, wobei der Konnektor vorstehend und/oder vorgesehen sein kann, um zu seinem Einstecken mit der Hand gefasst zu werden .
In einigen Aus führungs formen verlaufen alle oder manche der Rippen der Rippenstruktur, oder deren Längserstreckungen in einer Längsrichtung des Konnektors oder parallel zu einer Durchströmungsrichtung des Konnektors .
In manchen Aus führungs formen verlaufen alle oder manche der Rippen der Rippenstruktur nicht in einer Umfangsrichtung des Konnektors .
In einigen Aus führungs formen weist das Disposable oder dessen Konnektor keinen Tropfschutz auf , oder besteht nicht hieraus , welcher konzentrische Ringe oder Rillen aufweist oder hieraus besteht .
In manchen Aus führungs formen ist das Disposable nicht Teil einer Blutkassette und/oder nicht Teil einer Behandlungsvorrichtung .
In einigen Aus führungs formen ist die Wandung, welche das Konnektorlumen umgibt , von einer Innenwandung der Berührschutzhülle beabstandet , vorzugsweise um mindestens 3 mm oder mehr .
In einigen Aus führungs formen sind der Konnektor oder die , oder eine , Wandung, welche das Konnektorlumen umgibt, nicht beweglich oder verschieblich innerhalb des Disposable , oder bezogen auf dieses , im Disposable oder im Konnektor vorgesehen .
In manchen Aus führungs formen sind der Konnektor oder die , oder eine , Wandung, welche das Konnektorlumen umgibt, nicht beweglich oder verschieblich innerhalb einer Behandlungskassette , etwa einer Blutbehandlungskassette , vorgesehen .
In einigen Aus führungs formen ist der Schwenkhebel nicht dazu vorgesehen, starr mit der Spülkappe verbunden zu sein .
In manchen Aus führungs formen weisen die Wandungen, welche das erste und/oder das zweite Lumen begrenzen, weder kugelige oder anders geformte , lokale Verdickungen, Aufweitungen noch Ausbeulungen j edweder Art auf .
Manche oder alle erfindungsgemäßen Aus führungs formen können einen, mehrere oder alle der vorstehend und/oder im Folgenden genannten Vorteile aufweisen .
Die vorliegende Erfindung stellt einen Port bereit , welcher vorteilhaft höchsten Hygieneansprüchen, die an medi zinische Behandlungsverfahren gestellt werden, genügen kann .
Mittels der vorliegenden Erfindung kann vorteilhaft eine möglichst keimfreie Umgebung an den Anschlüssen zwi schen Disposable und Blutbehandlungsvorrichtung gewährlei stet werden . Dies kann dazu beitragen einen Keimeintrag in das Blut des Patienten zu verhindern und damit , die Patientensicherheit zu erhöhen . Dies ist eine Folge der weiteren Reduktion von Rest f lüssigkeiten im Bereich der zweiten Fluidführung des Ports , der eine anfängliche Entleerung des Ports durch Einleiten von Luft vorangegangenen sein kann, weshalb z . B . nur noch eine geringe Menge Rest f lüssigkeit (meist ungefähr 5 pl - 10 pl ) im Port verblieben ist .
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung kann darin bestehen, dass auch der Keimtrans fer durch Aerosolen auf die Öffnung der ersten Fluidführung, die mittels dynami scher Unter- und Uberdruckzuständen bei schnell ausgeführten Bewegungen während der Konnektion und Dekonnektion von Disposable und Spülkappe auch bei sehr geringen Rest f lüssigkeitsmengen auftreten können, mittels der vorliegenden Erfindung vermindert oder verhindert wird .
Durch die Vermeidung von Berührungen zwischen innerer bzw . erster und äußerer bzw . zweiter Fluidführung wird vorteilhaft die Bildung von sogenannten „Flüssigkeitsbrücken" unterbunden . Auch dies trägt zur Reduzierung bzw . Vermeidung eines Keimtrans fers in den Blutkreislauf und damit zu erhöhter Patientensicherheit bei .
Mittels des Leitfähigkeitssensors können Microleckagen innerhalb des Ports während der Behandlung oder
Rest f lüssigkeit nach dem Entleeren detektiert werden .
Ferner kann als Vorteil betrachtet werden, dass das Innere des Ports vor Berührungen durch das Bedienpersonal geschützt , dies hil ft ebenfalls , Keimeintrag in den Blutkreislauf des Patienten zu verhindern oder zu vermeiden .
So kann es mit dem erfindungsgemäßen Port vorteilhaft möglich sein, selbst in der im oder auf dem Konnektor herrschenden feuchten Umgebung, in welcher gewöhnlich die Gefahr von Keimansammlungen besteht , Keimfreiheit sicherzustel len und damit ein Kontaminationsrisiko für Benutzer und/oder Patienten zu minimieren oder ganz aus zuschließen .
Eine optionale , hydrophile Beschichtung des Ports , insbesondere im oder am Endabschnitt desselben, kann ferner vorteilhaft dazu beitragen, ein Wegfliegen von Flüssigkeitströpf chen beim Öf fnen des Konnektors zu verhindern .
Ein weiterer Vorteil kann im Umgang mit Rest f lüssigkeit im Port vor dem Trennen des Disposable bestehen, die gesammelt und zur Drain- oder Abflussleitung geleitet wird, was eine Optimierung bei der Entleerung des Ports bedeutet .
Ein weiterer Vorteil kann darin bestehen, dass sich bei eingestecktem Disposable oder aufgesetzter Spülkappe im oberen Bereich des Abschlusses zum Portlumen ein sehr enger Spalt ergibt , an dem Flüssigkeiten an der Geräteoberfläche durch Kapillarkräfte nach innen gezogen werden und dort entlang des Disposable oder der Spülkappe nach unten laufen .
Bei einer kreis förmigen Aus führung des Randes des Befestigungsabschnitts würde sich die Flüssigkeit im unteren Bereich von Disposable oder Spülkappe sammeln . Durch den größeren Spalt zwischen Maschinenfront und Disposable bzw . der Spülkappe im unteren Bereich kann die Flüssigkeit aber ablaufen und gelangt nicht in das Innere des Ports . Ein dichtender Abschluss zur Maschinenfront , der bei Konnektions- und Dekonnektionsvorgängen aufgrund des Druckausgleichs zur Tropfen— bzw . Aerosolbildung führen würde , kann so vorteilhaft vermieden werden .
Alle oder manche mit dem erfindungsgemäßen Port erz ielbaren Vorteile lassen sich ungeschmälert auch mit der of fenbarten Spülkappe , der erfindungsgemäßen medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung und/oder dem erfindungsgemäßen System erzielen .
Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben . In der Zeichnung bezeichnen identische Bezugs zeichen gleiche oder identische Elemente . Es gilt :
Fig . 1 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Port zur Verbindung eines Disposable mit einer medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung in Fluidkommunikation;
Fig . 2 zeigt einen Ausschnitt der Fig . 1 in Vergrößerung;
Fig . 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht von rechts den Port der Fig . 1 in einem Längsschnitt ;
Fig . 4 zeigt ausschnittsweise die Vorder- oder Seitenansicht einer medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung mit Blick auf einen Gehäuseabschnitt hiervon;
Fig . 5 zeigt den Konnektor eines nur abschnittsweise gezeigten Disposable ;
Fig . 6 zeigt den Konnektor der Fig . 5 in einer teilweisen Schnittdarstellung;
Fig . 7 zeigt den Verbindungs zustand zwischen Port und Konnektor in einem vereinfachten Längsschnitt ;
Fig . 8 zeigt zwei Ports , welche j eweils in einem Befestigungsabschnitt eines Gehäuses aufgenommen sind; und
Fig . 9 zeigt schematisch vereinfacht einen Fluidleitungsaufbau einer erfindungsgemäßen medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung .
Fig . 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Port 100 in einer ersten Aus führungs form .
Der Port 100 weist eine erste Fluidführung 3 mit wenigstens einem ersten Lumen 31 und einer ersten endseitigen Öffnung 32 auf . Das erste Lumen 31 ist in seiner Längsrichtung, bezeichnet durch dessen Mittellinie M, durchströmbar . Mittels der ersten endseitigen Öf fnung 32 kann Fluid, das im ersten Lumen 31 vorliegt , die erste Fluidführung 3 verlassen .
Der Port 100 weist ferner eine zweite Fluidführung 5 mit wenigstens einem zweiten Lumen 51 und einer zweiten endseitigen Öf fnung 52 auf . Zum Zwecke der Referenz wird die zweite endseitige Öf fnung 52 in der Aus führungs form der Fig . 1 als Übergang von einem Äußeren Ä der in Fig . 1 nur angedeuteten medi zinischen Behandlungsvorrichtung 2000 zu einem Inneren I des Ports 100 oder der medi zinischen Behandlungsvorrichtung 2000 verstanden oder bezeichnet .
Die erste Fluidführung 3 liegt in einem Inneren der zweiten Fluidführung 5 und, bezogen auf den Port 100 , liegt ihre erste Öf fnung 32 weiter im Inneren I des Ports 100 oder der in Fig . 1 nur angedeuteten medi zinischen Behandlungsvorrichtung 2000 ( also weiter innen) als die zweite Öf fnung 52 der zweiten Fluidführung 5 .
Die zweite endseitige Öf fnung 52 , welche eine Öf fnungsebene sein kann, ist vorgesehen, um durch sie hindurch einen Abschnitt eines Konnektors 4001 ( siehe Fig . 5 ) eines Disposable 4000 in das Innere des Ports 100 einzustecken, mit dem Ziel , zwischen der ersten Fluidführung 3 und einem Konnektorlumen 4004 , siehe Fig . 6 , eine Fluidverbindung herzustellen . Die zweite endseitige Öf fnung soll hierbei den Konnektor 4001 vorzugsweise lagestabil führen .
Der Port 100 dient bestimmungsgemäß dem Herstellen einer Fluidverbindung zwischen wenigstens einer dem Inneren I einer medi zinischen Behandlungsvorrichtung 2000 zugeordneten oder zugewandten oder hierin zugerechneten Fluidleitung 2002 der Behandlungsvorrichtung 2000 einerseits und einer dem Konnektor 4001 einer dem Äußeren Ä der Behandlungsvorrichtung 2000 zugeordneten Fluidleitung 4002 des fluidführenden Disposable 4000 andererseits . Die
Verbindung erfolgt vorzugsweise in einem Endabschnitt 1 des Ports 100 .
Fig . 1 zeigt einen Befestigungsabschnitt 2003 zum Befestigen des Ports 100 an der in Fig . 1 nur angedeuteten medi zinischen Behandlungsvorrichtung 2000 . Der Port 100 führt in Fig . 1 durch einen Gehäuseabschnitt eines Gehäuses 2001 der medi zinischen Behandlungsvorrichtung 2000 , welcher durch benachbarte Gehäuseabschnitte 2005 begrenzt ist .
Fig . 1 zeigt den Port 100 in einem nicht mit einem Konnektor 4001 konnektierten Zustand . Er ist mit einer Spülkappe 200 verschlossen . Fig . 1 zeigt den Port 100 somit in einem „Spül zustand" oder „Verschluss zustand" des Ports 100 .
Die Spülkappe 200 , die auf den Port 100 aufgesetzt ist , verschließt die zweite endseitige Öf fnung 52 und somit das Innere des Ports 100 sowie die beiden Fluidführungen 3 , 5 gegen ein Äußeres Ä des Ports 100 und/oder der medi zinischen Behandlungsvorrichtung . Hierzu ist ein äußerer Rand 202 der Spülkappe 200 fluiddicht auf oder in den Port 100 aufgesetzt . Eine Stirnseite 205 der Spülkappe ist dabei dem Inneren I zugewandt .
Die Spülkappe 200 kann auf oder an ihrer Umfangsseite eine Rille 204 aufweisen, die nachstehend detaillierter erläutert ist .
Das Gehäuse 2001 weist optional einen den Befestigungsabschnitt 2003 vollständig oder zumindest teilweise umgebenden Rand 2007 ( siehe Fig . 4 ) auf . Der Rand 2007 weist wiederum einen ersten Abschnitt 2007a und
einen zweiten Abschnitt 2007b auf, die ausführlicher mit Bezug auf Fig. 4 diskutiert sind.
In einem gegenüber der zweiten Öffnung 52 liegenden Endbereich des zweiten Lumens 51 kann an oder in dessen Seitenwand wenigstens eine Öffnung 54 vorgesehen sein, die in Fig. 1 vor der Zeichenebene liegt und daher aufgrund der Schnitt führung nicht dargestellt ist, in Fig. 3 hingegen schon. Ihre Funktion ist mit Bezug auf die Darstellung der Fig. 3 nachstehend erläutert.
Ein Leckagesensor 2031 ist optional vorgesehen, um im Fall einer Leckage, beispielsweise aus der zwischen der Fluidleitung 2002 der Behandlungsvorrichtung 2000 einerseits und der Fluidleitung 4002 andererseits hergestellten Fluidverbindung, frühzeitig hierüber informiert zu werden. Entsprechende Spannungsquellen, Leitungen, Auswertevorrichtungen und Alarmvorrichtungen können vorgesehen und geeignet programmiert sein, wo erforderlich.
Fig. 1 zeigt ferner einen Aufnahmeabschnitt 2015 als Teil eines Schwenkhebels, welcher in Fig. 8 mit dem Bezugszeichen 2011 bezeichnet ist. Der Aufnahmeabschnitt 2015 des im Übrigen in Fig. 1 nicht gezeigten Schwenkhebels, welcher hier durch eine Schraube angedeutet ist, dient dem lösbaren Aufnehmen wenigstens eines Abschnitts der Spülkappe 200 hieran .
Weiter ist ein Griffstück 2013 des Schwenkhebels erkennbar. Es dient dem Nutzer zum Herausziehen der Spülkappe 200 aus dem Port 100 durch Ziehen am Griffstück und in axialer Richtung (also in Fig. 1 nach links) und damit zum Beenden der Spülstellung.
Zu erkennen ist, dass das zweite Lumen 51 der zweiten Fluidführung 5 wenigstens einen Längsabschnitt aufweist, dessen Seitenwände (oben und unten in der Schnittdarstellung der Fig. 1) in einer Richtung entlang der Mittellinie M oder parallel hierzu ( links-rechts in Fig. 1) nicht parallel zueinander sind und/oder nicht unter einem gleichbleibenden Winkel zueinander stehen. Vielmehr nimmt die Querschnittsfläche des zweiten Lumens 51 nach rechts, als weg von der zweiten endseitigen Öffnung 52, über eine gewisse Strecke hinweg stets oder sogar stetig zu.
Das zweite Lumen 51 weist optional eine durch die Seitenwände des Lumens 51 begrenzte erste Querschnittsfläche auf, welche kleiner ist als jede andere durch die Seitenwände des Lumens 51 begrenzte Querschnittsfläche des zweiten Lumens 51, welche weiter dem Inneren I des zweiten Lumens 51 zugewandt ist als die erste Querschnittsfläche, wie dies zumindest ab einem Bereich kurz vor der ersten endseitigen Öffnung 32 weiter nach rechts in Fig. 1 zu sehen ist. Hierdurch weitet sich das zweite Lumen 51 zumindest abschnittsweise in Richtung auf das Innere I auf.
Fig. 1 zeigt weiter, dass das erste Lumen 31 optional in einer trichterförmigen oder divergierenden Form in der ersten endseitigen Öffnung 32 enden kann.
Eine Öffnung einer Sterilluftzuleitung 47, welche mit einer Druckluftquelle z. B. der medizintechnischen Behandlungsvorrichtung 2000 verbunden sein kann, kann vorgesehen sein. Sie liegt bevorzugt an einem der zweiten endseitigen Öffnung 52 gegenüberliegenden Ende des zweiten
Lumens 51, vorzugsweise an einer oberen Seitenwand des Ports 100.
Über die Sterilluftzuleitung 47 kann nach Reinigung oder Desinfektion und vor Öffnen der Spülkappe 200 zur Konnektion des Disposable 4000 Sterilluft eingeführt und die im Port 100 vorhandene Reinigungs- oder Spüllösung damit weitgehend entfernt werden.
Ab einem Querschnitt, in welcher auch die Öf fnungsebene der ersten endseitigen Öffnung 32 des ersten Lumens 31 liegt, nimmt die Querschnittsfläche des zweiten Lumens 51, in axialer Richtung bis zum Beginn einer Öffnung des Ports, welche das zweite Lumen in wenigstens einem Querschnitt nach radial erweitert und/oder in welchem die Öffnung der Sterilluftzuleitung 47 liegt, stets und/oder stetig zu.
Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, weist der Rand, der die erste Öffnung 32 begrenzt, einen Abstand zur Innenwand des zweiten Lumens 51 auf. Dieser Abstand ist an keiner Stelle geringer, als 5 mm, 6 mm, 7 mm oder 8 mm. Zu erkennen ist, dass der Abstand aufgrund der Aufweitung des zweiten Lumens 51 nach innen, also nach rechts, bedingt ist. Gäbe es diese Aufweitung des zweiten Lumens 51 nicht, so würde der Abstand zwischen dem Rand und der Innenwand des zweiten Lumens 51 der Differenz zwischen dem Radius der äußeren Umfangsfläche der ersten Fluidführung 3 und dem Radius der inneren Umfangsfläche der zweiten Öffnung 52, in welcher die sie begrenzenden Seitenflächen parallel und/oder unter einem gleichbleibenden Winkel zueinander stehen, entsprechen. Aufgrund der Aufweitung ist der Abstand aber größer. Im vorliegenden Beispiel beträgt er wenigstens das 1,1-fache dieser Differenz. Der so erzielte oder vergrößerte Absatz
(verglichen mit einer Ausgestaltung ohne die in Fig. 1 gezeigte Aufweitung) dient einem Schutz vor einer Flüssigkeitsbrücke zwischen Flüssigkeit, welche an der Innenwand des zweiten Lumens 51 verblieben sein kann, und der ersten Öffnung 31 der ersten Fluidführung 3 und dient somit letztlich dem Schutz des Patienten vor auf diese Weise transferierten Keimen.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der Fig. 1 in Vergrößerung.
Fig. 2 zeigt, dass die zweite Öffnung 52 in einem Längsabschnitt (in axialer Richtung) liegen oder diesen abschließen kann, in welchem die die zweite Öffnung 52 bildenden Umfangsflächen parallel zueinander stehen. Weiter zum Inneren des Ports 100 gelegene, sich an die zweite Öffnung 52 anschließende Abschnitte, tragen zur o. g. Aufweitung des zweiten Lumens 51 bei.
Die umlaufende, erste Rille 204, welche in einem Längsschnitt der Spülkappe 200, wie er in Fig. 2 gezeigt ist, ein z. B. U- förmiges, V-förmiges oder W-förmiges Profil aufweisen kann, erlaubt eine Ableitung von Flüssigkeiten, welche von außen, zumeist versehentlich, etwa beim Reinigen des Gehäuses oder beim Verschütten von Flüssigkeiten durch Personal oder Patient auf die Spülkappe 200 treffen, nach unten weg. Der so vorgezeichnete Strömungsweg führt eine solche Flüssigkeit somit gezielt weg vom Stirnbereich der Spülkappe 200, über welche sie früher oder später in das Innere des Ports 100 gelangen könnte.
Ein solcher Strömungsweg ist mittels der Pfeile angedeutet.
Die umlaufende zweite Rille 208 ergibt sich aus der besonderen Gestaltung des stirnseitigen Randes der Spülkappe 200 .
Fig . 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht von rechts den Port 100 der Fig . 1 in einem Längsschnitt mit Blick in den auf geschnittenen Port 100 und auf die Stirnseite 205 der Spülkappe 200 und ihren Rand 207 .
Eingezeichnet ist - allein aus Referenzgründen - ein Referenzquerschnitt QR .
Während es Querschnitte des zweiten Lumens 51 geben kann, welche eine kreisrunde Querschnitts fläche aufweisen, wie am Referenzquerschnitt QR ZU erkennen ist , zeigt die Ansicht der Fig . 3 aber auch, dass das zweite Lumen 51 wenigstens einen Querschnitt haben kann, welcher keine kreisrunde Querschnitts fläche aufweist . Hierzu zählen die Querschnitte , welche in Fig . 3 j eweils rechts vom Referenzquerschnitt QR liegen, also einem Inneren I zugewandt .
Betrachtet man beispielsweise enen Querschnitt , in welchem auch die erste endseitige Öf fnung 32 liegt , so ist an diesem Querschnitt in der Darstellung der Fig . 3 ersichtlich, dass das zweite Lumen 51 optional wenigstens eine Querschnitts fläche aufweist , welche in ihrer Querrichtung Q eine geringere Erstreckung hat als in ihrer hierzu senkrechten Höhe H, welche sich in Fig . 3 in einer Oben- unten-Richtung erstreckt .
Fig . 3 zeigt weiter, dass in wenigstens einem Querschnitt des Ports 100 die Querschnitts fläche des ersten Lumens 31 nicht konzentrisch in der Querschnitts fläche des zweiten Lumens 51
angeordnet ist, was bereits daran liegt, dass das zweite Lumen 51 in einem Bereich oder Querschnitt, in welchem es die erste Fluidführung 3 oder das erste Lumen 31 aufweist, seinerseits nicht zylindrisch ist.
Ferner zeigt Fig. 3, dass die das zweite Lumen 51 begrenzenden Seitenwände dieses Querschnitts und/oder dessen Umfang nicht gleichmäßig von einer Mittellinie M des ersten Lumens 31 beabstandet sein müssen, wie dies anhand des Querschnitts, in welchem auch die erste endseitige Öffnung 32 liegt, oder eines weiter innen, also rechts, liegenden Querschnitts, zu sehen ist.
Die zu Fig. 1 bereits genannte wenigstens eine, optionale Öffnung 54 des Ports 100 erweitert das zweite Lumen 51 in wenigstens einem Querschnitt nach radial. Im Beispiel der Fig. 3 verläuft die Rille 54 entlang eines unteren Teils des Umfangs des zweiten Lumens 51, in anderen über den gesamten Umfang, vorzugweise über einen im Gebrauch unterhalb der ersten Fluidführung gelegenen Teil des Umfangs, also in Fig. 3 unterhalb der ersten Fluidführung 3.
Vorzugsweise verläuft die Öffnung 54 in einer Ebene, welche senkrecht auf der Mittellinie M des ersten Lumens 31 steht, was auch aus Fertigungsgründen von Vorteil sein kann.
Wie Fig. 3 zu entnehmen ist, liegt die Öffnung 54 vorzugsweise an jenem Ende des zweiten Lumens 51, welches deren zweiten endseitigen Öffnung 52 gegenüberliegt.
Dabei kann die Öffnung 54 über eine nicht gezeigte Leitung in Verbindung stehen mit einer Drain- oder Abflussleitung 153
(Fig. 9) , welche über einen in Fig. 8 gezeigten Anschluss 48 mit dem Lumen 51 in Fluidverbindung stehen kann.
Der Rand 207 kann ausgestaltet sein, um wie in Fig. 3 gezeigt im eingeführten Zustand der Spülkappe 200 und/oder im entspannten Zustand nicht unter 90° (oder einem Bereich zwischen 80° und 100°) von einer axialen Mittellinie der Spülkappe oder axialen Mittellinie M des Ports 100 wegzustehen .
Fig. 4 zeigt ausschnittsweise die Vorder- oder Seitenansicht einer medizintechnischen Behandlungsvorrichtung 2000 mit Blick auf einen Gehäuseabschnitt hiervon, welcher einen Befestigungsabschnitt 2003 zum Befestigen eines Ports, z. B. des erfindungsgemäßen Ports 200, aufweist.
Der Befestigungsabschnitt 2003 dient der Aufnahme eines Ports, der wiederum zu seiner Verbindung mit einem Disposable dient. Der Befestigungsabschnitt 2003 dient insbesondere der Aufnahme des erfindungsgemäßen Ports 100, z. B. der vorangegangenen Figuren, im oder am Gehäuse 2001 der medizintechnischen Behandlungsvorrichtung 2000.
In dem in Fig. 4 gezeigten Befestigungsabschnitt 2003 ist tatsächlich auch ein solcher Port befestigt. Zu sehen ist der Port in Fig. 4 jedoch nicht, da er hinter der Zeichenebene liegt und überdies durch einen im Querschnitt dargestellten Konnektor 4001 eines im Übrigen nicht gezeigten Disposable verdeckt ist.
Zu erkennen sind jedoch das hier exemplarisch zentral gelegene Konnektorlumen 4004 mit einem Mittelpunkt C sowie die auch in Fig. 5 und Fig. 6 gezeigte Deckplatte einer in
den nachfolgenden Figuren gezeigten Berührschutzhül le 4017 . Die Höhe des Konnektors 4001 , in welcher dieser für die Darstellung der Fig . 4 geschnitten ist , ist in Fig . 5 angegeben .
Der optionale , zu Fig . 1 bereits angesprochene Rand 2007 , der den Befestigungsabschnitt 2003 von benachbarten Gehäuseabschnitten 2005 umlaufend oder auch nur abschnittsweise abgrenzt und optional über diese in einer Richtung aus der Zeichenebene heraus vorsteht , ist in Fig . 4 zu erkennen .
Der Rand 2007 weist in Fig . 4 exemplarisch den ersten Abschnitt 2007a auf , welcher den Verlauf eines Teil s eines Rings hat , mit einem Mittelpunkt C, welche dem Zentrum des Konnektorlumens 4004 des nur in Abschnitten hiervon im Schnitt gezeigten Konnektors 4001 entspricht .
Der zweite Abschnitt 2007b des Randes 2007 ist nicht Teil der Ringform um den Mittelpunkt C, die mittels des ersten Abschnitts 2007a gebildet wird . Der zweite Abschnitt 2007b begrenzt eine Delle oder Einwölbung 2009 des Befestigungsabschnitts 2003 , dessen Grund nicht oder zu großen Teilen nicht parallel zur Oberfläche benachbarter Gehäuseabschnitte 2005 verläuft . Der zweite Abschnitt 2007b bildet mit dem ersten Abschnitt 2007a den nur optional umlaufenden Rand 2007 . Im Bereich der Delle oder Einwölbung 2009 liegt der untere Rand des nur optional umlaufenden Randes 2007 , also der zweite Abschnitt 2007b, weiter vom Mittelpunkt C entfernt als der obere Rand des nur optional umlaufenden Randes 2007 , also des ersten Abschnitts 2007a .
Zu erkennen ist , dass der Konnektor 4001 und vor al lem seine Berührschutzhülle 4017 , siehe auch Fig . 5 , auf seiner bzw . ihrer Außenwand eine Viel zahl von Rippen 4003a und 4003b trägt . Ihre radial äußeren Abmessungen erlauben es , den Konnektor 4001 mit der gewünschten Passung in das zweite Lumen 51 einzuschieben .
Die in Fig . 5 gezeigte Scheibenstruktur 4009 dient als Beispiel eines optionalen Flanschs dem Erzielen eines Formschlusses in radialer Richtung gegenüber der Innenwandung des ersten Abschnitts 2007a . Sie kann damit die vom ersten Abschnitt 2007a umschriebene Fläche bedecken, nicht aber die nur vom zweiten Abschnitt 2007b umschriebene Fläche .
Dabei kann die Scheibenstruktur 4009 einen äußeren Radius aufweisen, welche nur geringfügig kleiner ist als der innere Radius des ersten Abschnitts 2007a .
Eine oder mehrere Hohlkehlen 52a, die ausgehend von der Innenseite der zweiten Öf fnung 52 eine Verringerung der Wandstärke der zweiten Fluidführung 5 bedeuten, dienen einem frühzeitigen Lufteinlass während der Trennbewegung, durch welche der Konnektor 4001 vom Port 200 durch Ziehen am Konnektor 4001 getrennt wird .
Fig . 5 zeigt den Konnektor 4001 eines nur abschnittsweise gezeigten Disposable 4000 , welches zusätzlich eine Fluidleitung 4002 aufweist und ein Blutschlauchsatz , eine Substituatleitung usw . sein oder umfassen kann .
Der Konnektor 4001 dient dem fluidischen Verbinden seines in Fig . 6 zu sehenden Konnektorlumens 4004 mit dem ersten Lumen 31 der ersten Fluidführung 3 des Ports 100
( „Verbindungs zustand" ) . Hierzu wird der Konnektor 4001 zumindest abschnittsweise in das zweite Lumen 51 des Ports 100 eingeschoben, wie aus den Fig . 4 und 7 zu erkennen ist , wobei die eine endseitige Verbindungsöf fnung 4019 des Konnektors 4001 zumindest in Abschnitten hiervon über die erste Fluidführung 3 geschoben wird .
Der Konnektor 4001 weist an einer Außenseite optional eine Rippenstruktur 4003 auf , welche im vorstehend beschriebenen Verbindungs zustand radial mit der Innenwand der zweiten endseitigen Öf fnung 52 der zweiten Fluidführung 5 in Kontakt steht .
Die Rippenstruktur 4003 weist einander benachbarte Rippen 4003a, 4003b auf , zwischen welchen sich Vertiefungen 4007a, 4007b ergeben, die aufgrund des optionalen Längsverlauf s der Rippen 4003a, 4003b in axialer Richtung seitlich bzw . in ihrer Querrichtung durch die Rippen 4003a, 4003b begrenzt sind .
Die Vertiefungen 4007a, 4007b machen in einem Querschnitt des Konnektors 4001 ( z . B . vom Rippengrund bis zur Spit ze der Rippen, also in radialer Richtung, gemessen) , zwischen 5 % und 15 % , vorzugsweise zwischen 10 % und 12 % der Querschnitts fläche des Konnektors 4001 in diesem Querschnitt aus . Die Querschnitts fläche des Konnektors hat in diesem Querschnitt z . B . eine Erstreckung oder einen inneren Radius , welcher an die die Rippen 4003a, 4003b radial abschließende Seite oder Stirnseite der konkret betrachteten Rippe reicht .
Weiter kann der Konnektor 4001 eine Scheibenstruktur 4009 aufweisen, welche im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsmittelachse des Konnektors 4001 verläuft ( in Fig . 5 in
einer oben-unten-Richtung) . Die Scheibenstruktur 4009 ist vorzugsweise rund oder weist einen runden Randabschnitt mit einem äußeren Radius auf . Der äußere Radius entspricht 90 % bis 99 , 9 % des inneren Radius des ersten Abschnitts 2007a des Randes 2007 . Alternativ oder ergänzend ist der äußere Radius der Scheibenstruktur 4009 höchstens 1 mm, vorzugsweise höchstens 0 , 5 mm, besonders bevorzugt 0 , 1 mm kleiner als der innere Radius des ersten Abschnitts 2007a . Alternativ oder ergänzend weist der äußere Randabschnitt oder der äußere Radius der Scheibenstruktur 4009 höchstens 1 mm, vorzugsweise höchstens 0 , 5 mm, besonders bevorzugt 0 , 1 mm Abstand zum ersten Abschnitt 2007a des Randes 2007 auf .
Der Konnektor 4001 weist einen Verbinder 4015 mit einem durchströmbaren Lumen auf , mittels welchem die Fluidleitung 4002 des Disposable 4000 mit dem Konnektor 4001 verbunden ist oder verbunden werden kann . Durch diese Verbindung, oder in dieser, stehen das durchströmbare Lumen des Verbinders 4015 und das Konnektorlumen 4004 , oder deren Mittellinien, beispielsweise unter einem Winkel zwi schen 80 ° und 100 ° zueinander .
Der Konnektor 4001 weist eine mit der freien oder endseitigen Verbindungsöf fnung 4019 endende Berührschutzhülle 4017 auf . Im Inneren der Berührschutzhülle 4017 mündet das Konnektorlumen 4004 umgeben von einer Wandung 4021 in einer Öffnung 4023 . Die freie Verbindungsöf fnung 4019 und die Öffnung 4023 der Wandung 4021 sind vorzugsweise mittels eines Mindestabstands von wenigstens 10 mm voneinander beabstandet , vorzugsweise wenigstens 14 mm .
An seinem der freien oder endseitigen Verbindungsöf fnung 4019 gegenüberliegenden Ende kann der Konnektor 4001 eine
Abschlussplatte oder -scheibe 4027 aufweisen . Sie kann senkrecht zur Mittellinie des Konnektorlumens 4004 angeordnet sein . Sie kann radial an ihrem Umfang oder entlang ihres gesamten Umfangs über an sie anschließende oder über alle an sie anschließende Strukturen überstehen . Die Abschlussplatte oder -scheibe 4027 kann dazu verwendet werden, bei entsprechender Schwenkung des Schwenkhebels 2011 mittels einer Rille des Schwenkhebels 2011 teilweise aufgenommen zu werden . Dies kann das Heraus ziehen des Konnektors 4001 bei Anziehen am Gri f fstück 2013 des Schwenkhebels 4011 , siehe Fig . 8 , erleichtern .
Fig . 6 zeigt den Konnektor 4001 der Fig . 5 in einer teilweisen Schnittdarstellung .
Fig . 7 zeigt den Verbindungs zustand zwischen Port 100 und Konnektor 4001 in einem vereinfachten Längsschnitt , in welchem das Konnektorlumen 4004 nicht gezeigt ist .
Zu erkennen ist , dass wenn über die Sterilluftzuleitung 47 Luft in das zweite Lumen 52 zum Trocknen oder Leeren des zweiten Lumen 52 eingebracht wird ( siehe die mittel s Pfeilen eingezeichneten Strömungswege der Luft ) , diese - bedingt durch die Schnitt führung nicht in der Zeichenebene liegende Rippen 4003a, 4003b - ihren Weg aus dem zweiten Lumen 52 vorbei am der Rippenstruktur 4003 bzw . zwischen den nicht gezeigten Rippen hindurch, durch die zweite Öf fnung 52 der zweiten Fluidführung 5 hindurch, um die Abtropf scheibe 4025 des Konnektors 4001 herum und im Wesentlichen unter der Scheibenstruktur 4009 hindurch, die unten einen geringeren Strömungswiderstand zwischen ihrem radialen Rand und dem Rand bietet als oben, da der Spalt , den sie oben zum ersten Abschnitt 2007a des Randes 2007 hat , absichtlich geringer
gehalten ist als der Spalt , den sie unten zum zweiten Abschnitt 2007b hat . Flüssigkeit , welche von außen auf den Port auftri f ft , z . B . durch Personal oder Patient verschüttete Flüssigkeit , gelangt somit nicht an den hinter der Scheibenstruktur 4009 gelegenen Eintrittsbereich des Ports 100 , sondern fließt weiter außen bereits an der Scheibenstruktur 4009 nach unten ab . Derselbe vorteilhafte Ef fekt kann durch eine geeignet gewählte Geometrie für Port und Spülkappe erzielt werden .
Fig . 8 zeigt zwei Ports 100 , welche j eweils in einem Befestigungsabschnitt eines Gehäuses 2001 aufgenommen sind .
Jeweils ein Schwenkhebel 2011 , welcher um j eweils eine eigene Schwenkachse S drehbar oder schwenkbar angeordnet i st , ist zu j edem der beiden Ports 100 vorgesehen .
In den links oben gezeigten Port 100 ist ein Konnektor 4001 eines nicht weiter dargestellten Disposable einschoben . Der zugehörige Schwenkhebel 2011 ist derart weit aus dem Gehäuse 2001 herausgezogen, dass zwischen einer Rückseite eines Anschlags 2017 des Schwenkhebels 2011 und dem Port 100 Raum für den Konnektor 4001 , soweit dieser aus dem Port 100 vorstehen soll , ist . Der Anschlag 2017 dient als Schutz vor einem ungewollten Heraus ziehen des Konnektors 4001 aus dem zugehörigen Port 100 in Richtung entlang der Schwenkachse S bzw . parallel zu dieser . Er hindert den Konnektor 4001 daran, sich in Richtung Äußeres Ä und/oder parallel zur Schwenkachse S zu bewegen . Ein Rückstellelement 2041 kann mittels des Anschlags 4017 Druck auf den Konnektor 4001 in Richtung Port 200 ausüben und ihn dadurch an einem Herausrutschen hindern .
Zum Entnehmen des Disposable 4000 bzw . seines Konnektors 4001 aus dem Port 100 kann der Schwenkhebel 2011 mittels des Gri f f abschnitts 2013 entlang der Schwenkachse S aus dem Gehäuse 2001 um wenige Zentimeter herausgezogen werden und, nach diesem Heraus ziehen, beispielsweise gegen den Uhrzeigersinn, gedreht oder geschwenkt werden . Das Schwenken kann ein Freigeben des Konnektors 4001 bewirken, indem ihm der mittels der Schwenkbewegung ebenfalls um die Schwenkachse S weggedrehte Anschlag 2017 den Weg freigibt , um aus dem Port 100 heraus zugezogen zu werden . I st der Konnektor 4001 aus dem Port 100 herausgezogen, und damit von der medi zintechnischen Behandlungsvorrichtung 2000 getrennt , so kann die nun of fenliegende zweite Öf fnung 52 des Ports 100 mittels der Spülkappe 200 verschlossen werden . Hierzu wird der Schwenkhebel 2011 mit dem Uhrzeigersinn gedreht , bis die im Aufnahmeabschnitt 2015 aufgenommene Spülkappe 200 vor der zweiten Öf fnung 52 steht . Beim Loslassen des Gri f f abschnitts 2013 zieht das optionale Rückstellelement 2041 den Schwenkhebel 2011 und damit die mit ihm lösbar verbundene Spülkappe 200 auf die zweite Öffnung 52 zu . Die Bewegung endet , wenn die Spülkappe 200 fest in oder auf der zweiten Öf fnung 52 sitzt . Um diese Bewegung kontrolliert ablaufen zu lassen, und um keinen Tropfenflug entstehen zu lassen, der aus einer abrupten Bewegung resultieren könnte , kann ein Dämpferelement vorgesehen sein, welches dämpfend auf die Kraftaufbringung durch das Rückstellelement 2041 wirkt .
Nicht der Figur zu entnehmen ist , dass der Schwenkhebel 2011 eine Vertiefung oder Rille aufweist zum Einführen oder Aufnehmen eines Abschnitts des Randes einer endseitigen Abschlussplatte oder -scheibe 4027 des Konnektors 4001 . Wird am Schwenkhebel 2011 gezogen, z . B . um ihn aus einer
Verbindungsstellung, in welcher der Port 100 mit dem Disposable 4000 verbunden ist , in eine andere Schwenkstellung zu verschwenken, dann kann der Konnektor 4001 bereits mittels dieser Bewegung aus dem Port 100 kontrolliert herausgezogen werden .
Fig . 9 zeigt ein Verfahrensschaubild einer erfindungsgemäßen medi zinischen Behandlungsvorrichtung 2000 , hier einer Blutbehandlungsvorrichtung, verbunden mit einem extrakorporalen Blutkreislauf 300 , welcher zu einer Behandlung mittels Double-Needle-Zugangs , oder unter Verwendung z . B . eines zusätzlichen Y-Verbinders (Bezugs zeichen Y) wie in Fig . 9 gezeigt mittels Single- Needle-Zugangs mit dem Gefäßsystem des nicht dargestellten Patienten verbunden werden kann . Der Blutkreislauf 300 kann optional in Abschnitten hiervon in oder auf einer Blutkassette vorliegen .
Pumpen, Aktoren und/oder Ventile im Bereich des Blutkreislaufs 300 sind mit der erfindungsgemäßen Behandlungsvorrichtung 2000 bzw . mit einer von dieser z . B . umfassten Steuervorrichtung 150 verbunden .
Der Blutkreislauf 300 weist eine arterielle Patientenschlauchklemme 302 und eine arterielle Konnektionsnadel eines arteriellen Abschnitts oder einer arteriellen Patientenleitung, Blutentnahmeleitung oder ersten Leitung 301 auf ( oder ist hiermit verbunden) . Der Blutkreislauf 300 weist ferner eine venöse Patientenschlauchklemme 306 und eine venöse Konnektionsnadel eines venösen Abschnitts , einer venösen Patientenleitung, Blutrückgabeleitung oder zweiten Leitung 305 auf ( oder ist hiermit verbunden) .
Eine Blutpumpe 101 ist in oder an der ersten Leitung 301 vorgesehen, eine Substituatpumpe 111 ist mit einer Dialysierflüssigkeits zulaufleitung 104 zum Fördern von frischer Dialysierflüssigkeit , welche in einer weiteren Filterstufe ( F2 ) gefiltert ist ( Substituat ) , verbunden . Eine Substituatleitung 105 kann fluidisch mit der Zulaufleitung 104 verbunden sein . Mittels der Substituatpumpe 111 kann Substituat per Prädilution, über ein Prädilutionsventil 107 , oder per Postdilution, über ein Postdilutionsventil 109 , über zugehörige Leitungen 107a bzw . 109a in Leitungsabschnitte , beispielsweise in den arteriellen Leitungsabschnitt 301 bzw . in den venösen Leitungsabschnitt 305 (hier zwischen einer Blutkammer 303b eines Blutfilters 303 und einer venösen Luftabscheidekammer oder venösen Blutkammer 329 ) des Blutkreislaufs 300 eingebracht werden .
Der Blutfilter 303 weist die mit dem arteriellen Leitungsabschnitt 301 und mit dem venösen Leitungsabschnitt 305 verbundene Blutkammer 303b auf . Eine Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 ist mit der zur Dialysierflüssigkeitskammer 303a führenden Dialysierflüssigkeits zulaufleitung 104 und einer von der Dialysierflüssigkeitskammer 303a wegführenden Dialysatablauf leitung 102 , welche Dialysat , also verbrauchte Dialysierflüssigkeit , leitet , verbunden . Dialysierflüssigkeitskammer 303a und Blutkammer 303b sind durch eine zumeist semi-permeable Membran 303c voneinander getrennt . Sie stellt die Trennscheide zwischen der Blutseite mit dem extrakorporalen Blutkreislauf 300 und der Maschinenseite mit dem Dialysierf lüssigkeits- bzw .
Dialysatkreislauf dar, die in Fig. 9 links der Membran 303c gezeigt ist.
Die Anordnung der Fig. 9 umfasst einen optionalen Detektor 315 zum Detektieren von Luft und/oder Blut. Die Anordnung der Fig. 9 umfasst ferner einen oder zwei Drucksensoren PSI (stromauf der Blutpumpe 101) und PS2 (stromab der Blutpumpe 101, er misst den Druck stromauf des Blutfilters 303 ( „prä-Hämof ilter" ) ) an den in Fig. 9 gezeigten Stellen. Weitere Drucksensoren können vorgesehen sein, z. B. der Drucksensor PS3 stromab der venösen Blasenkammer 329.
Eine optionale Single-Needle-Kammer 317 kommt in Fig. 9 als Puffer- und/oder Ausgleichsbehälter bei einem Single-Needle- Verfahren zum Einsatz, bei welchem der Patient mittels nur einer der zwei Blutleitungen 301, 305 mit dem extrakorporalen Blutkreislauf 300 verbunden ist.
Die Anordnung der Fig. 9 umfasst außerdem einen optionalen Detektor 319 zum Detektieren von Luftblasen und/oder Blut.
Eine Zugabestelle 325 für Heparin kann optional vorgesehen sein .
Links in Fig. 9 ist eine Anmischvorrichtung 163 gezeigt, welche aus den Behältern A (für A-Konzentrat über die Konzentratversorgung 166) und B (für B-Konzentrat über die Konzentratversorgung 168) eine vorbestimmte Mischung für die jeweilige Lösung zur Verwendung durch die Behandlungsvorrichtung 2000 bereitstellt . Die Lösung enthält, in z . B. der Heizvorrichtung 16 angewärmtes Wasser (online,
z . B . als Umkehrosmosewasser oder aus Beuteln) aus der Wasserquelle 155 .
Eine Pumpe 171 , welche als Konzentratpumpe oder Natriumpumpe bezeichnet werden kann, ist mit der Anmischvorrichtung 163 und einer Quelle mit Natrium, etwa dem Behälter B, fluidisch verbunden und/oder fördert hieraus . Eine optionale Pumpe 173 , welche dem Behälter B, etwa für Bicarbonat , zugeordnet ist , ist zu erkennen .
Der hierin genannte , optionale Kompressor trägt das Bezugs zeichen 175 und steht in Verbindung mit dem Port 100 . Weiter ist in Fig . 9 ein Abfluss 153 für das Ef fluent zu erkennen . Ein optionaler Wärmetauscher 157 und eine erste Flusspumpe 159 , die zur Entgasung geeignet ist , ergänzen die gezeigte Anordnung .
Ein wiederum weiterer Drucksensor kann als PS4 stromab des Blutfilters 303 auf der Wasserseite , j edoch vorzugsweise stromauf der Ultrafiltrationspumpe 131 in der Dialysatablauf leitung 102 zum Messen des Filtratdrucks oder Membrandrucks des Blutfilters 303 vorgesehen sein . Weitere , optionale Druckmessstellen P können ebenfalls vorgesehen sein .
Blut , das den Blutfilter 303 verlässt , durchströmt eine optionale venöse Blutkammer 329 , welche eine Entlüftungseinrichtung 318 aufweisen und mit dem Drucksensor PS3 in Fluidverbindung stehen kann .
Die in Fig . 9 gezeigte exemplarische Anordnung weist die Steuer- oder Regelvorrichtung 150 auf . Sie kann mit j eder der hierin genannten Komponenten - j edenfalls oder insbesondere
mit der Blutpumpe 101 - in kabelgebundener oder kabelloser Signalverbindung zur Steuerung oder Regelung der Behandlungsvorrichtung 2000 stehen .
Mittels der Vorrichtung zur Online-Mischung der Dialysierflüssigkeit ist eine Variation deren Natriumgehalts , gesteuert durch die Steuervorrichtung 150 , in bestimmten Grenzen möglich . Hierzu können insbesondere die mittels Leitfähigkeitssensoren 163a, 163b ermittelten Messwerte einbezogen werden . Sollte sich dabei eine Anpassung des Natriumgehalts der Dialysierflüssigkeit (Natriumkonzentration) oder des Substituats als erforderlich oder gewünscht ergeben, so kann dies durch Anpassen der Förderrate der Natriumpumpe 171 erfolgen .
Darüber hinaus umfasst die Behandlungsvorrichtung 2000 Mittel zur Förderung von frischer Dialysierflüssigkeit sowie von Dialysat . Ein erstes Ventil kann zwischen der ersten Flusspumpe 159 und dem Blutfilter 303 vorgesehen sein, welches eingangsseitig den Zulauf zum Blutfilter 303 öf fnet bzw . schließt . Eine zweite , optionale Flusspumpe 169 ist z . B . stromabwärts des Blutfilters 303 vorgesehen, welche Dialysat zum Abfluss 153 fördert . Ein zweites Venti l kann zwischen dem Blutfilter 303 und der zweiten Flusspumpe 169 vorgesehen sein, welches ausgangsseitig den Ablauf öffnet bzw . schließt .
Weiterhin umfasst die Behandlungsvorrichtung 2000 optional eine Vorrichtung 161 zur Bilanzierung des in den Dialysator 303 ein- und ausströmenden Flusses auf der Maschinenseite . Die Vorrichtung 161 zur Bilanzierung ist vorzugsweise in einem Leitungsbereich zwischen der ersten Flusspumpe 159 und der zweiten Flusspumpe 169 angeordnet .
Die Behandlungsvorrichtung 2000 umfasst ferner Mittel zum exakten Entfernen eines durch den Anwender und/oder durch die Steuervorrichtung 150 vorgegebenen Flüssigkeitsvolumens aus dem bilanzierten Kreislauf wie die Ultrafiltrationspumpe 131 .
Sensoren wie die optionalen Leitfähigkeitssensoren 163a, 163b dienen der Bestimmung der, in manchen Aus führungs formen temperaturkompensierten, Leitfähigkeit sowie des
Flüssigkeitsstroms stromauf und stromab des Dialysators 303 .
Temperatursensoren 165a, 165b können einzeln oder zu mehreren vorgesehen sein . Von ihnen gelieferte Temperaturwerte können erfindungsgemäß zum Ermitteln einer temperaturkompensierten Leitfähigkeit genutzt werden .
Ein Leckagesensor 167 ist optional vorgesehen . Er kann an oder in dem Port 100 vorgesehen sein .
Weitere Flusspumpen ergänzend oder alternativ zu z . B . j ener mit dem Bezugs zeichen 169 können ebenfalls vorgesehen sein .
Eine Reihe von optionalen Ventilen ist in Fig . 9 j eweils mit V bezeichnet . Bypassventile sind mit VB bezeichnet .
Basierend auf den Messwerten der vorgenannten, optionalen Sensoren ermittelt in einigen Aus führungs formen die Steuervorrichtung 150 die Elektrolyt- und/oder Flüssigkeitsbilanz .
Filter Fl und F2 können in Serie geschaltet vorgesehen sein .
Der Filter Fl dient hier exemplarisch dazu, mittels der Anmischvorrichtung 163 selbst unter Nutzung von nicht-reinem Wasser ausreichend reine Dialysierflüssigkeit zu erzeugen, welche anschließend, z . B . im Gegenstromprinzip, durch den Blutfilter 303 strömt .
Der Filter F2 dient hier exemplarisch dazu, aus der ausreichend reinen Dialysierflüssigkeit , welche den ersten Filter Fl verlässt , durch Filtern von z . B . pyrogenen Stof fen steriles oder ausreichend gefiltertes Substituat zu generieren, welches bedenkenlos dem extrakorporal strömenden Blut des Patienten und damit letztlich dem Körper des Patienten zugeführt werden kann .
Die Behandlungsvorrichtung 2000 ist in Fig . 9 zwar optional als Vorrichtung zur Hämo ( dia ) filtration gezeigt . Hämodialysevorrichtungen fallen j edoch ebenfalls unter die vorliegende Erfindung, obgleich nicht eigens mittel s Figur dargestellt .
Zu erkennen ist eine mögliche Position des erfindungsgemäßen Ports 100 innerhalb der Behandlungsvorrichtung 2000 .
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene Aus führungs form beschränkt , diese dient lediglich der Veranschaulichung .
Die in Fig . 9 gezeigten Pfeilspitzen geben in Fig . 9 allgemein j eweils die Strömungsrichtung an .
Bezugszeichenliste
100 Port
1 Endabschnitt
3 erste Fluidführung ( innen)
5 zweite Fluidführung ( außen)
12 Hei zvorrichtung
31 erstes Lumen
32 erste endseitige Öf fnung
47 Sterilluftzuleitung
48 Anschluss für Drainleitung oder Abflussleitung
51 zweites Lumen
52 zweite endseitige Öf fnung
52a Hohlkehle
54 Öf fnung, z . B . Rille
57 Vertiefung
61 Hei zvorrichtung
63 Anmischvorrichtung
Ä Äußeres
C Mittelpunkt
H Höhe
Q Querrichtung
QR Referenzquerschnitt
I Inneres
M Mittellinie
S Schwenkachse
2000 medi zintechnische Behandlungsvorrichtung
2001 Gehäuse
2002 Fluidleitung
2003 Befestigungsabschnitt
2005 benachbarte Gehäuseabschnitte
2007 Rand
2007a erster Abschnitt
2007b zweiter Abschnitt
2009 Einwölbung
2011 Schwenkhebel
2013 Gri f f ab schnitt
2015 Aufnahme ab schnitt
2017 Anschlag
2031 Leckage sens or
2041 Rückstellelement
4000 Disposable
4001 Konnektor
4002 Fluidleitung
4003 Rippenstruktur
4003a Rippe
4003b Rippe
4003c Rippe
4004 Konnektor lumen
4005 Rippen
4007a Vertiefung
4007b Vertiefung
4009 Scheibenstruktur
4015 Verbinder
4017 Be rühr Schutzhülle
4019 Verbindungsöf fnung
4021 Wandung
4023 Öf fnung
4025 Ab tropf scheibe
4027 Abschlussplatte oder -scheibe
101 Blutpumpe
102 Dialysatablauf leitung
104 Dialysiert lüssigkei ts zulauf leitung
105 Substituatleitung 107 Prädilutionsventil
107a zum Prädilutionsventil gehörige Leitung
109 Postdilutionsventil
109a zum Postdilutionsventil gehörige Leitung
111 Substituatpumpe 131 Ultrafiltrationspumpe
150 Steuervorrichtung
153 Drain- oder Abflussleitung
155 Wasserquelle
157 Wärmetauscher 159 erste Flusspumpe
161 Vorrichtung zur Bilanzierung
163a Leitfähigkeitssensor
163b Leitfähigkeitssensor
165a Temperatur sensor 165b Temperatur sensor
166 Konzentratversorgung
167 Leckage sens or
168 Konzentratversorgung
169 zweite Flusspumpe 171 Pumpe , Natriumpumpe
173 Pumpe , Bicarbonatpumpe
175
200 Spülkappe 202 äußerer Rand der Spülkappe
204 erste Rille
205 Stirnseite der Spülkappe
207 Rand der Stirnseite
208 zweite Rille
300 extrakorporaler Blutkreislauf
301 erste Leitung (arterieller Leitungsabschnitt)
302 (erste) Schlauchklemme
303 Blutfilter oder Dialysator
303a Dialysierf lüssigkeit s kämme r
303b Blutkammer
303c semi-permeable Membran
305 zweite Leitung (venöser Leitungsabschnitt)
306 (zweite) Schlauchklemme
315 Detektor
317 Single -Ne edle -Kammer
318 Entlüf tungs einricht ung
319 Detektor
325 Zugabestelle für Heparin
329 venöse Blutkammer (optional)
Fl Filter
F2 Filter
A Behälter
B Behälter
D vorbestimmte Dauer
P Druckmessstellen
PSI arterieller Drucksensor (optional)
PS2 arterieller Drucksensor (optional)
PS3 Drucksensor (optional)
PS4 Drucksensor zum Messen des Filtratdrucks (optional )
V Ventile
VB Bypass ventile
Y Y-Verbinder