Lageranordnung zum Lagern von Ladungsträgern und technische Anlage
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Lageranordnung zum Lagern von Ladungsträgern, umfassend mindestens ein erstes Regalmodul, welches eine Mehrzahl von in Vertikalrichtung übereinander angeordneten ersten Lagerplätzen zur Aufnahme von ersten Ladungsträgern aufweist, mindestens ein zweites Regalmodul, welches eine Mehrzahl von in Vertikalrichtung übereinander angeordneten zweiten Lagerplätzen zur Aufnahme von zweiten Ladungsträgern aufweist, und ein Technikmodul, welches eine in Vertikalrichtung und in Querrichtung bewegliche Transporteinheit zum Transport von ersten Ladungsträgern sowie von zweiten Ladungsträgern aufweist, wobei die Transporteinheit zum Einlagern sowie zum Auslagern von Ladungsträgern zu den Lagerplätzen bewegbar ist. Die Erfindung betrifft eine technische Anlage, die mindestens eine erfindungsgemäße Lageranordnung umfasst.
Lageranordnungen dienen in technischen Anlagen, beispielsweise in Produktionswerken, dazu, Ausgangsmaterialien zur Fertigung von Produkten zu lagern. Zum einfachen Transport der besagten Ausgangsmaterialien werden diese in oder auf Ladungsträgern abgelegt. Bei den Ladungsträgern handelt es sich beispielsweise um Kisten, Boxen oder Paletten. Bekannte Lageranordnungen weisen Lagerplätze zur Aufnahme jeweils einer Art von Ladungsträgern auf. Wenn in einer technischen Anlage unterschiedlich ausgestaltete Ladungsträger verwendet werden, beispielsweise Paletten als Großladungsträger und Kisten als Kleinladungsträger, so sind mehrere Lageranordnungen erforderlich.
Aus der DE 10 2012 025 154 A1 ist eine Lageranordnung zum Lagern von Containern bekannt. Die Lageranordnung umfasst mehrere gleichartige Module, die Lagerplätze zur Aufnahme von Containern aufweisen.
Aus der DE 102018 003 872 A1 ist eine Lageranordnung bekannt, welche mehrere Module umfasst. Jedes der Module weist mehrere Lagerplätze zur Aufnahme von Ladungsträgern, insbesondere Paletten, auf.
Aus der DE 102006 057 758 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kommissionieren von Waren bekannt. Dabei wird ein autarkes Transportfahrzeug beladen und zu einer Palettierstation gefahren.
Aus der DE 102019 129 124 A1 ist ein Kommissionierspeichersystem für Behälter unterschiedlicher Dimensionierung bekannt. Das Kommissionierspeichersystem umfasst ein Speicherregal mit mehreren Etagen.
Aus der DE 102011 106677 A1 sind ein System und ein Verfahren zum Ein- und Auslagern eines Lagerguts in ein und aus einem Regal bekannt. Dazu ist ein in einer Regalgasse verfahrbares Regalbediengerät vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lageranordnung zum Lagern von Ladungsträgern, insbesondere in einer technischen Anlage, sowie eine technische Anlage weiterzubilden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Lageranordnung zum Lagern von Ladungsträgern mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch eine technische Anlage mit den in Anspruch 15 angegebenen Merkmalen gelöst.
Eine erfindungsgemäße Lageranordnung zum Lagern von Ladungsträgern, umfasst mindestens ein erstes Regalmodul, welches eine Mehrzahl von in Vertikalrichtung übereinander angeordneten ersten Lagerplätzen zur Aufnahme von ersten Ladungsträgern aufweist, mindestens ein zweites Regalmodul, welches eine Mehrzahl von in Vertikalrichtung übereinander angeordneten zweiten Lagerplätzen zur Aufnahme von zweiten Ladungsträgern aufweist, und ein Technikmodul, welches eine in Vertikalrichtung und in Querrichtung bewegliche Transporteinheit zum Transport von ersten Ladungsträgern sowie von zweiten Ladungsträgern aufweist. Dabei ist die Transporteinheit zum Einlagern sowie zum Auslagern von Ladungsträgern zu den Lagerplätzen der Regalmodule bewegbar.
Das mindestens eine erste Regalmodul weist einen ersten Übergabeplatz auf, welcher derart ausgestaltet ist, dass ein erster Ladungsträger von einem Verkehrsbereich dem ersten Übergabeplatz zuführbar sowie von dem ersten Übergabeplatz in den Verkehrsbereich ausführbar ist. Das mindestens eine zweite Regalmodul weist einen zweiten Übergabeplatz auf, welcher derart ausgestaltet ist, dass ein zweiter Ladungsträger von dem Verkehrsbereich dem zweiten Übergabeplatz zuführbar sowie von dem zweiten Übergabeplatz in den
Verkehrsbereich ausführbar ist. Die Transporteinheit ist zum Aufnehmen sowie zum Abgeben von Ladungsträgern zu den Übergabeplätzen bewegbar. Das Technikmodul ist außerhalb des Verkehrsbereichs angeordnet.
Die Vertikalrichtung erstreckt sich dabei rechtwinklig zu einem Boden, auf welchem die Lageranordnung steht. Die Querrichtung erstreckt sich rechtwinklig zu der Vertikalrichtung. Eine Längsrichtung erstreckt sich rechtwinklig zu der Vertikalrichtung und rechtwinklig zu der Querrichtung.
Eine erfindungsgemäße Lageranordnung weist einen modularen Aufbau auf. Beliebig viele erste und zweite Regalmodule sind in die Lageranordnung integrierbar. Erweiterungen sind durch das Anfügen weiteren Module einfach möglich. Dadurch ist eine einfache Skalierung und damit Anpassung an die aktuellen Anforderungen möglich. Ein weiterer Vorteil ist die Mobilität der erfindungsgemäßen Lageranordnung. Durch den modularen Aufbau der einzelnen Module sind diese schnell und unkompliziert entfernbar und wieder zusammenfügbar. Das Lagermodul ist somit schnell und mit geringem Aufwand an die aktuelle Situation in der technischen Anlage anpassbar. Eine erfindungsgemäße Lageranordnung ist insbesondere als dezentrales Lager in einer technischen Anlage nutzbar. Eine erfindungsgemäße Lageranordnung ist als dezentraler Lagerblock einsetzbar und ist beliebig und verhältnismäßig schnell in der technischen Anlage aufbaubar, abbaubar und verschiebbar. Des Weiteren sind Erweiterungen einer erfindungsgemäßen Lageranordnung verhältnismäßig schnell durchführbar, beispielsweise um Bedarfsschwankungen gerecht zu werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die ersten Lagerplätze unterschiedlich zu den zweiten Lagerplätzen ausgestaltet, und/oder die ersten Ladungsträger sind unterschiedlich zu den zweiten Ladungsträgern ausgestaltet. Die erfindungsgemäße Lageranordnung gestattet somit die gleichzeitige Lagerung von ersten Ladungsträgern und zweiten Ladungsträgern, welche unterschiedlich ausgestaltet sind, in entsprechenden ersten und zweiten Lagerplätzen. Bei den ersten Ladungsträgern handelt es sich beispielsweise um Großladungsträger, insbesondere Paletten, mit darauf befindlichen Produkten. Bei den zweiten Ladungsträgern handelt es sich beispielsweise um Kleinladungsträger, insbesondere Kisten, mit darin befindlichen Produkten. Die ersten Ladungsträger weisen andere Abmessungen als die zweiten Ladungsträger auf, insbesondere sind die ersten Ladungsträger größer als die zweiten Ladungsträger, weisen also eine größere Länge sowie eine größere Breite auf. Die Transporteinheit des Technikmoduls ist zum Einlagern sowie zum Auslagern von ersten Ladungsträgern sowie von zweiten Ladungsträgern eingerichtet. Somit sind keine separaten
oder zusätzlichen Ladehilfsmittel erforderlich. Mittels der Transporteinheit sind erste Ladungsträger ebenso wie zweite Ladungsträger in die Lagerplätze einlagerbar sowie aus den Lagerplätzen auslagerbar. Durch die Nutzung eines gemeinsamen Technikmoduls für erste und zweite Ladungsträger ist der Flächenbedarf der erfindungsgemäßen Lageranordnung vorteilhaft verringert und die Investitionskosten sind geringer.
Gemäß einer vorteilhafteten Ausgestaltung der Erfindung sind die ersten Lagerplätze des mindestens einen ersten Regalmoduls in Vertikalrichtung über dem ersten Übergabeplatz angeordnet. Dadurch ist der Flächenbedarf des ersten Regalmoduls vorteilhaft verringert.
Gemäß einer vorteilhafteten Ausgestaltung der Erfindung sind die zweiten Lagerplätze des mindestens einen zweiten Regalmoduls in Vertikalrichtung über dem zweiten Übergabeplatz angeordnet. Dadurch ist der Flächenbedarf des zweiten Regalmoduls vorteilhaft verringert.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Technikmodul in Längsrichtung versetzt zu dem mindestens einen ersten Regalmodul und in Längsrichtung versetzt zu dem mindestens einen zweiten Regalmodul angeordnet. Dadurch ist der Flächenbedarf der Lageranordnung vorteilhaft verringert.
Vorzugsweise ist das Technikmodul derart angeordnet, dass Ladungsträger beim Einlagern sowie beim Auslagern in Längsrichtung bewegbar sind. Auch dadurch ist der Flächenbedarf der Lageranordnung vorteilhaft verringert.
Vorzugsweise ist das Technikmodul derart angeordnet, dass Ladungsträger beim Aufnehmen sowie beim Abgeben in Längsrichtung bewegbar sind. Auch dadurch ist der Flächenbedarf der Lageranordnung vorteilhaft verringert.
Vorteilhaft ist der erste Übergabeplatz derart ausgestaltet, dass ein erster Ladungsträger in Längsrichtung von dem Verkehrsbereich dem ersten Übergabeplatz zuführbar sowie in Längsrichtung von dem ersten Übergabeplatz in den Verkehrsbereich ausführbar ist. Auch dadurch ist der Flächenbedarf der Lageranordnung vorteilhaft verringert.
Vorteilhaft ist der zweite Übergabeplatz derart ausgestaltet, dass ein zweiter Ladungsträger in Längsrichtung von dem Verkehrsbereich dem zweiten Übergabeplatz zuführbar sowie in
Längsrichtung von dem zweiten Übergabeplatz in den Verkehrsbereich ausführbar ist. Auch dadurch ist der Flächenbedarf der Lageranordnung vorteilhaft verringert.
Gemäß einer vorteilhafteten Weiterbildung der Erfindung umfasst die Lageranordnung mindestens ein erstes Hilfsmodul, welches eine Mehrzahl von in Vertikalrichtung übereinander angeordneten ersten Lagerplätzen zur Aufnahme von ersten Ladungsträgern aufweist und welches in Längsrichtung versetzt zu dem Technikmodul angeordnet ist. Das mindestens eine erste Hilfsmodul weist also keinen Übergabeplatz auf, wodurch Kosten gesenkt werden. Je nach aktuellem Bedarf umfasst die Lageranordnung eine beliebige Anzahl von ersten Regalmodulen, zweiten Regalmodulen und ersten Hilfsmodulen. Dadurch sind Flexibilität und Skalierbarkeit der Lageranordnung weiter erhöht.
Gemäß einer vorteilhafteten Weiterbildung der Erfindung umfasst die Lageranordnung mindestens ein zweites Hilfsmodul, welches eine Mehrzahl von in Vertikalrichtung übereinander angeordneten zweiten Lagerplätzen zur Aufnahme von zweiten Ladungsträgern aufweist, und welches in Längsrichtung versetzt zu dem Technikmodul angeordnet ist. Das mindestens eine zweite Hilfsmodul weist also keinen Übergabeplatz auf, wodurch Kosten gesenkt werden. Je nach aktuellem Bedarf umfasst die Lageranordnung eine beliebige Anzahl von ersten Regalmodulen, zweiten Regalmodulen und zweiten Hilfsmodulen. Dadurch sind Flexibilität und Skalierbarkeit der Lageranordnung weiter erhöht.
Gemäß einer vorteilhafteten Ausgestaltung der Erfindung sind das mindestens eine erste Regalmodul und das mindestens eine zweite Regalmodul auf der gleichen Seite des Technikmoduls angeordnet. Somit sind auch die Übergabeplätze auf der gleichen Seite des Technikmoduls angeordnet. Ladungsträger sind somit von der gleichen Seite der Lageranordnung zuführbar sowie in einen Verkehrsbereich ausführbar. In diesem Fall ist es denkbar, die Lageranordnung an einer Wand in einer technischen Anlage zu positionieren und die dort verfügbare Fläche optimal zu nutzen.
Gemäß einer anderen vorteilhafteten Ausgestaltung der Erfindung sind das mindestens eine erste Regalmodul und das mindestens eine zweite Regalmodul auf gegenüberliegenden Seiten des Technikmoduls angeordnet. Somit sind auch die Übergabeplätze auf gegenüberliegenden Seiten des Technikmoduls angeordnet. Ladungsträger sind somit von entgegengesetzten Seiten der Lageranordnung zuführbar sowie in einen Verkehrsbereich ausführbar.
Eine erfindungsgemäße technische Anlage umfasst mindestens einen ersten Ladungsträger, mindestens einen zweiten Ladungsträger, mindestens ein fahrerloses Transportfahrzeug und mindestens eine erfindungsgemäße Lageranordnung. Bei der technischen Anlage handelt es sich beispielsweise um ein Produktionswerk oder um ein Logistikzentrum.
Gemäß einer vorteilhafteten Ausgestaltung der Erfindung sind das mindestens eine erste Regalmodul und/oder das mindestens eine zweite Regalmodul in Längsrichtung zwischen dem Technikmodul und dem Verkehrsbereich angeordnet. Zum Einlagern wird somit ein Ladungsträger zunächst von dem Verkehrsbereich in Längsrichtung durch den Übergabeplatz hindurch zu der Transporteinheit in dem Technikmodul bewegt. Zum Auslagern wird somit ein Ladungsträger zunächst von der Transporteinheit in dem Technikmodul in Längsrichtung durch den Übergabeplatz hindurch zu dem Verkehrsbereich bewegt.
Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.
Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert. Die Erfindung ist nicht auf die in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Abbildungen stellen den Gegenstand der Erfindung nur schematisch dar. Es zeigen:
Figur 1 : eine Draufsicht auf eine Lageranordnung und
Figur 2: eine Frontansicht der Lageranordnung aus Figur 1.
Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Lageranordnung 10. Die Lageranordnung 10 umfasst ein erstes Regalmodul 11, ein zweites Regalmodul 12, mehrere erste Hilfsmodule 21 , ein zweites Hilfsmodul 22 sowie ein Technikmodul 15. Die Lageranordnung 10 steht auf einem flachen Boden 70. Eine Vertikalrichtung Z erstreckt sich rechtwinklig dem Boden 70. Eine Querrichtung
Y erstreckt sich rechtwinklig zu der Vertikalrichtung Z. Eine Längsrichtung X erstreckt sich rechtwinklig zu der Vertikalrichtung Z und rechtwinklig zu der Querrichtung Y.
Das Technikmodul 15 weist eine Transporteinheit 45 zum Transport von hier nicht dargestellten Ladungsträgern 61, 62 auf. Die Transporteinheit 45 ist in Vertikalrichtung Z und in Querrichtung
Y beweglich. Beispielsweise weist das Technikmodul 15 dazu eine Hubvorrichtung zum Heben und Senken der Transporteinheit 45 auf, wobei die Hubvorrichtung beispielsweise auf Schienen in Querrichtung Y beweglich ist.
Vorliegend sind in einer ersten Reihe, die sich in Querrichtung Y erstreckt, das erste Regalmodul 11, das zweite Regalmodul 12, zwei erste Hilfsmodule 21 und das zweite Hilfsmodul 22 angeordnet. In einer zweiten Reihe, die sich ebenfalls in Querrichtung Y erstreckt, sind vier erste Hilfsmodule 21 angeordnet. Die besagte erste Reihe und die besagte zweite Reihe sind in Längsrichtung X zueinander versetzt zueinander angeordnet.
Das Technikmodul 15 mit der Transporteinheit 45 ist in Längsrichtung X zwischen der besagten ersten Reihe und der besagten zweiten Reihe angeordnet. Das Technikmodul 15 ist somit in Längsrichtung X versetzt zu dem ersten Regalmodul 11 und in Längsrichtung X versetzt zu dem zweiten Regalmodul 12 angeordnet. Das Technikmodul 15 ist auch in Längsrichtung X versetzt zu den ersten Hilfsmodulen 21 und in Längsrichtung X versetzt zu dem zweiten Hilfsmodul 22 angeordnet.
Das erste Regalmodul 11 und das zweite Regalmodul 12 sind somit vorliegend auf der gleichen Seite des Technikmoduls 15 angeordnet. Es ist aber auch denkbar, dass das erste Regalmodul 11 und das zweite Regalmodul 12 auf gegenüberliegenden Seiten des Technikmoduls 15 angeordnet sind.
Ein Verkehrsbereich 75 befindet sich auf einer dem Technikmodul 15 abgewandten Seite der ersten Reihe von Modulen 11, 12, 21, 22. Der Verkehrsbereich 75 ist von Fahrzeugen, insbesondere von fahrerlosen Transportfahrzeugen, befahrbar. Das Technikmodul 15 ist somit außerhalb des Verkehrsbereichs 75 angeordnet. Es ist denkbar, dass ein weiterer Verkehrsbereich 75 sich auf einer dem Technikmodul 15 abgewandten Seite der zweiten Reihe von Modulen 11, 12, 21, 22 befindet, insbesondere, wenn in der zweiten Reihe von Modulen 11 , 12, 21, 22 ein erstes Regalmodul 11 und/oder ein zweites Regalmodul 12 angeordnet sind.
Das erste Regalmodul 11 weist einen hier nicht dargestellten ersten Übergabeplatz 41 auf, welcher derart ausgestaltet ist, dass ein erster Ladungsträger 61 von dem Verkehrsbereich 75 dem ersten Übergabeplatz 41 zuführbar sowie von dem ersten Übergabeplatz 41 in den Verkehrsbereich 75 ausführbar ist. Vorliegend ist erste Übergabeplatz 41 derart ausgestaltet und angeordnet, dass ein erster Ladungsträger 61 in Längsrichtung X von dem Verkehrsbereich 75 dem ersten Übergabeplatz 41 zuführbar sowie in Längsrichtung X von dem ersten Übergabeplatz 41 in den Verkehrsbereich 75 ausführbar ist.
Beispielsweise ist ein erster Ladungsträger 61 von einem fahrerlosen Transportfahrzeug, welches in dem Verkehrsbereich 75 unmittelbar vor dem ersten Regalmodul 11 steht, dem ersten Übergabeplatz 41 zuführbar. Ebenso ist ein erster Ladungsträger 61 von dem ersten Übergabeplatz 41 zu einem fahrerlosen Transportfahrzeug, welches in dem Verkehrsbereich 75 unmittelbar vor dem ersten Regalmodul 11 steht, und damit in den Verkehrsbereich 75, ausführbar.
Das zweite Regalmodul 12 weist einen hier nicht dargestellten zweiten Übergabeplatz 42 auf, welcher derart ausgestaltet ist, dass ein zweiter Ladungsträger 62 von dem Verkehrsbereich 75 dem zweiten Übergabeplatz 42 zuführbar sowie von dem zweiten Übergabeplatz 42 in den Verkehrsbereich 75 ausführbar ist. Vorliegend ist der zweite Übergabeplatz 42 derart ausgestaltet und angeordnet, dass ein zweiter Ladungsträger 62 in Längsrichtung X von dem Verkehrsbereich 75 dem zweiten Übergabeplatz 42 zuführbar sowie in Längsrichtung X von dem zweiten Übergabeplatz 42 in den Verkehrsbereich 75 ausführbar ist.
Beispielsweise ist ein zweiter Ladungsträger 62 von einem fahrerlosen Transportfahrzeug, welches in dem Verkehrsbereich 75 unmittelbar vor dem zweiten Regalmodul 12 steht, dem zweiten Übergabeplatz 42 zuführbar. Ebenso ist ein zweiter Ladungsträger 62 von dem zweiten Übergabeplatz 42 zu einem fahrerlosen Transportfahrzeug, welches in dem Verkehrsbereich 75 unmittelbar vor dem zweiten Regalmodul 12 steht, und damit in den Verkehrsbereich 75, ausführbar.
Figur 2 zeigt eine Frontansicht der in Figur 1 dargestellten Lageranordnung 10. Die Blickrichtung ist dabei von dem Verkehrsbereich 75 auf die erste Reihe von Modulen 11, 12, 21, 22 in Längsrichtung X. Das Technikmodul 15 mit der Transporteinheit 45 ist dabei weitgehend verdeckt und deshalb hier nicht dargestellt.
Das erste Regalmodul 11 weist, wie bereits erwähnt, einen ersten Übergabeplatz 41 auf, welcher sich in unmittelbarer Nähe des Bodens 70 befindet. Das erste Regalmodul 11 weist ferner eine Mehrzahl von ersten Lagerplätzen 31 zur Aufnahme von ersten Ladungsträgern 61 auf. Die ersten Lagerplätzen 31 des ersten Regalmoduls 11 sind dabei in Vertikalrichtung Z übereinander und über dem ersten Übergabeplatz 41 angeordnet.
Das zweite Regalmodul 12 weist, wie bereits erwähnt, einen zweiten Übergabeplatz 42 auf, welcher sich in unmittelbarer Nähe des Bodens 70 befindet. Das zweite Regalmodul 12 weist ferner eine Mehrzahl von zweiten Lagerplätzen 32 zur Aufnahme von zweiten Ladungsträgern 62 auf. Die zweiten Lagerplätze 32 des zweiten Regalmoduls 12 sind dabei in Vertikalrichtung Z übereinander und über dem zweiten Übergabeplatzes 42 angeordnet.
Die ersten Hilfsmodule 21 weisen jeweils eine Mehrzahl von ersten Lagerplätzen 31 zur Aufnahme von ersten Ladungsträgern 61 auf. Die ersten Lagerplätzen 31 eines jeden ersten Hilfsmoduls 21 sind dabei in Vertikalrichtung Z übereinander angeordnet. Die ersten Hilfsmodule 21 weisen jeweils eine gleiche Grundfläche wie das erste Regalmodul 11 auf. Die ersten Lagerplätze 31 der ersten Hilfsmodule 21 sind gleichartig wie die ersten Lagerplätze 31 des ersten Regalmoduls 11 ausgestaltet.
Das zweite Hilfsmodul 22 weist eine Mehrzahl von zweiten Lagerplätzen 32 zur Aufnahme von zweiten Ladungsträgern 62 auf. Die zweiten Lagerplätzen 32 des zweiten Hilfsmoduls 22 sind dabei in Vertikalrichtung Z übereinander angeordnet. Das zweite Hilfsmodul 22 weist eine
gleiche Grundfläche wie das zweite Regalmodul 12 auf. Die zweiten Lagerplätze 32 des zweiten Hilfsmoduls 22 sind gleichartig wie die zweiten Lagerplätze 32 des zweiten Regalmoduls 12 ausgestaltet.
Die Regalmodule 11, 12 und die Hilfsmodule 21, 22 weisen jeweils Säulen 25 auf, welche sich in Vertikalrichtung Z von dem Boden 70 weg erstrecken. Ferner weisen die Regalmodule 11, 12 und die Hilfsmodule 21 , 22 jeweils Streben 27 auf, welche die Säulen 25 miteinander verbinden. Die Streben 27 sind vorliegend ähnlich wie bei einem Fachwerk angeordnet und verlaufen geneigt zur Vertikalrichtung Z und geneigt zur Querrichtung Y. Weitere, hier nicht dargestellte, Stäbe verlaufen geneigt zur Vertikalrichtung Z und geneigt zur Längsrichtung X. Die Streben 27 und Stäbe dienen zur Versteifung der Säulen 25 der Regalmodule 11 , 12 und der Hilfsmodule 21, 22. Die Säulen 25 der einzelnen Module 11 , 12, 21 , 22 sind jeweils mit den Säulen 25 eines benachbarten Moduls 11 , 12, 21 , 22 verbunden.
Die Streben 27 sind auf der dem Verkehrsbereich 75 zugewandten Seite der Regalmodule 11, 12 und der Hilfsmodule 21, 22 im Bereich der Lagerplätze 31, 32 angeordnet. Die Lagerplätze 31, 32 sind somit auf ihrer dem Verkehrsbereich 75 zugewandten Seite durch die Streben 27 begrenzt. Die Lagerplätze 31, 32 sind jedoch auf ihrer dem Technikmodul 15 zugewandten Seite offen.
Die Streben 27 sind ausschließlich im Bereich der Lagerplätze 31, 32 angeordnet. Die Übergabeplätze 41, 42 der Regalmodule 11 , 12 sind frei von Streben. Die Übergabeplätze 41, 42 sind somit auf ihrer dem Verkehrsbereich 75 zugewandten Seite und auf ihrer dem Technikmodul 15 zugewandten Seite offen.
Bei den ersten Ladungsträgern 61 handelt es sich vorliegend um Großladungsträger, insbesondere Paletten, mit darauf befindlichen Produkten. Bei den zweiten Ladungsträgern 62 handelt es sich vorliegend um Kleinladungsträger, insbesondere Kisten, mit darin befindlichen Produkten. Die ersten Ladungsträger 61 weisen andere Abmessungen als die zweiten Ladungsträger 62 auf, vorliegend sind die ersten Ladungsträger 61 größer als die zweiten Ladungsträgern 62. Beispielsweise weisen die ersten Ladungsträger 61 eine Länge von 1.200 mm und eine Breite von 800 mm auf. Beispielsweise weisen die zweiten Ladungsträger 62 eine Länge von 600 mm und eine Breite von 400 mm oder eine Länge von 400 mm und eine Breite von 300 mm auf. Die ersten Ladungsträger 61 sind somit unterschiedlich zu den zweiten Ladungsträgern 62 ausgestaltet.
Die ersten Lagerplätzen 31 dienen zur Aufnahme von ersten Ladungsträgern 61 und sind entsprechend ausgebildet. Die zweiten Lagerplätzen 32 dienen zur Aufnahme von zweiten Ladungsträgern 62 und sind entsprechend ausgebildet. Die ersten Lagerplätze 31 sind somit unterschiedlich zu den zweiten Lagerplätzen 32 ausgestaltet.
Die hier nicht dargestellte Transporteinheit 45 des Technikmoduls 15 ist, wie bereits erwähnt, in Vertikalrichtung Z und in Querrichtung Y beweglich. Damit ist die Transporteinheit 45 zum Einlagern sowie zum Auslagern von ersten Ladungsträgern 61 zu den ersten Lagerplätzen 31 bewegbar. Ebenso ist die Transporteinheit 45 zum Einlagern sowie zum Auslagern von zweiten Ladungsträgern 62 zu den zweiten Lagerplätzen 31 bewegbar. Ferner ist die Transporteinheit 45 zum Aufnehmen sowie zum Abgeben von ersten Ladungsträgern 61 zu dem ersten Übergabeplatz 41 bewegbar. Auch ist die Transporteinheit 45 zum Aufnehmen sowie zum Abgeben von zweiten Ladungsträgern 62 zu dem zweiten Übergabeplatz 42 bewegbar.
Das Technikmodul 15 ist dabei derart angeordnet, dass Ladungsträger 61, 62 beim Einlagern sowie beim Auslagern in Längsrichtung X bewegbar sind. Beim Einlagern werden die Ladungsträger 61 , 62 von der Transporteinheit 45 in Lagerplätze 31 , 32 bewegt. Beim Auslagern werden die Ladungsträger 61, 62 von den Lagerplätzen 31 , 32 zu der Transporteinheit 45 bewegt.
Das Technikmodul 15 ist auch derart angeordnet, dass Ladungsträger 61, 62 beim Aufnehmen sowie beim Abgeben in Längsrichtung X bewegbar sind. Beim Aufnehmen werden die Ladungsträger 61, 62 von den Übergabeplätzen 41 , 42 zu der Transporteinheit 45 bewegt. Beim Abgeben werden die Ladungsträger 61 , 62 von der T ransporteinheit 45 zu den Übergabeplätzen 41 , 42 bewegt.
Der erste Übergabeplatz 41 weist vorliegend einen Übergabebock 51 auf. Der Übergabebock 51 weist zwei Stützen auf, die seitlich an den Streben 27 befestigt sind. Erste Ladungsträger 61 also Großladungsträger, insbesondere Paletten, sind auf dem Übergabebock 51 abstellbar. Die Stützen des Übergabebocks 51 sind in Vertikalrichtung Z derart angeordnet, dass eine Einfahrt eines fahrerlosen Transportfahrzeugs aus dem Verkehrsbereich in den ersten Übergabeplatz 41 zum Zuführen eines ersten Ladungsträgers 61 möglich ist.
Der zweite Übergabeplatz 42 weist vorliegend eine Fördereinheit 52 auf. Die Fördereinheit 52 weist einen Riemenförderer und einen Getriebemotor zum Antrieb des Riemenförderers auf. Mittels des Riemenförderers sind zweite Ladungsträger 62, also Kleinladungsträger, insbesondere Kisten, in Längsrichtung X bewegbar. Der Riemenförderer der Fördereinheit 52 ist in Vertikalrichtung Z derart angeordnet, dass eine Übergabe eines zweiten Ladungsträgers 62 von einem fahrerlosen Transportfahrzeug auf den Riemenförderer zum Zuführen eines zweiten Ladungsträgers 62 möglich ist.
Es ist auch denkbar, dass der zweite Übergabeplatz 42 einen Drehtisch aufweist, welcher um eine in Vertikalrichtung Z verlaufende Drehachse drehbar ist. In diesem Fall ist ein zweiter Ladungsträger 62 dem Drehtisch, und damit dem zweiten Übergabeplatz 42, in Querrichtung Y von dem Verkehrsbereich 75 zuführbar und in Querrichtung Y von dem zweiten Übergabeplatz 42 in den Verkehrsbereich 75 ausführbar. Damit der zweite Ladungsträgers 62 die korrekte Orientierung zur Übergabe an die Transporteinheit 45 aufweist erfolgt eine Drehung des Drehtischs um 90°.
Bezugszeichenliste
10 Lageranordnung
11 erstes Regalmodul
12 zweites Regalmodul
15 Technikmodul
21 erstes Hilfsmodul
22 zweites Hilfsmodul
25 Säule
27 Streben
31 erster Lagerplatz
32 zweiter Lagerplatz
41 erster Übergabeplatz
42 zweiter Übergabeplatz
45 Transporteinheit
51 Übergabebock
52 Fördereinheit
61 erster Ladungsträger
62 zweiter Ladungsträger
70 Boden
75 Verkehrsbereich
X Längsrichtung
Y Querrichtung
Z Vertikalrichtung