Doppelschichtiger Dreiweg-Katalysator mit weiter verbesserter
Alterungsstabilität
Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dreiweg-Katalysator, der aus zwei übereinander liegenden, katalytisch aktiven Schichten aufgebaut ist und der sich für die Reinigung der Abgase von Verbrennungsmotoren eignet.
Dreiweg-Katalysatoren werden für die Reinigung der Abgase von im Wesent lichen stöchiometrisch betriebenen Verbrennungsmotoren eingesetzt. Beim stöchiometrischen Betrieb entspricht die dem Motor zugeführte Menge Luft genau der zur kompletten Verbrennung des Kraftstoffs benötigten Menge. In diesem Fall beträgt das Verbrennungsluftverhältnis l, auch Luftzahl genannt, genau 1. Dreiweg-Katalysatoren sind in der Nähe von l = 1 in der Lage, Koh lenwasserstoffe, Kohlenmonoxid und Stickoxide gleichzeitig zu unschädlichen Komponenten umzusetzen.
Als katalytisch aktive Materialien werden in der Regel Platingruppenmetalle, insbesondere Platin, Palladium und Rhodium eingesetzt, die beispielsweise auf g-Aluminiumoxid als Trägermaterial vorliegen. Daneben enthalten Drei weg-Katalysatoren Sauerstoffspeichermaterialien, beispielsweise Cer/Zirko- nium-Mischoxide. In letzteren stellt Ceroxid, ein Seltenerdmetalloxid, die für die Sauerstoffspeicherung grundlegende Komponente dar. Neben Zirkoni umoxid und Ceroxid können diese Materialien zusätzliche Bestandteile wie weitere Seltenerdmetalloxide oder Erdalkalimetalloxide enthalten. Sauer stoffspeichermaterialien werden durch Aufbringen von katalytisch aktiven Materialien wie Platingruppenmetallen aktiviert und dienen somit auch als Trägermaterial für die Platingruppenmetalle.
Die Bestandteile eines Dreiweg-Katalysators können in einer einzigen Be schichtungsschicht auf einem inerten Katalysatorträger vorliegen, siehe bei spielsweise EP1541220B1.
Häufig kommen aber doppelschichtige Katalysatoren zum Einsatz, die eine Trennung verschiedener katalytischer Vorgänge und damit eine optimale Ab stimmung der katalytischen Wirkungen in den beiden Schichten ermöglichen. Katalysatoren der letztgenannten Art werden zum Beispiel in W095/35152A1, W02008/000449A2, EP0885650A2, EP1046423A2,
EP1726359A1 und EP1974809B1 offenbart.
EP1974809B1 offenbart doppelschichtige Dreiweg-Katalysatoren, die in bei den Schichten Cer/Zirkonium-Mischoxide enthalten, wobei das Cer/Zirko nium-Mischoxid in der oberen Schicht jeweils einen höheren Anteil an Zirko- nium aufweist als dasjenige in der unteren Schicht.
EP1900416B1 beschreibt doppelschichtige Dreiweg-Katalysatoren, die in bei den Schichten Mischoxide aus Cer, Zirkonium und Neodym und in der unteren Schicht zusätzlich CerZirkoniumYttrium Lanthanoxid-AI um iniumoxid-Teilchen enthalten. EP1726359A1 beschreibt doppelschichtige Dreiweg-Katalysatoren, die in bei den Schichten Cer/Zirkonium/Lanthan/Neodym-Mischoxide mit einem Zirko niumgehalt von mehr als 80 mol-% enthalten, wobei das Cer/Zirkonium/Lan- than/Neodym-Mischoxid in der oberen Schicht jeweils einen höheren Anteil an Zirkonium aufweisen kann als dasjenige in der unteren Schicht. Auch die W02008/000449A2 offenbart doppelschichtige Katalysatoren, die in beiden Schichten Cer/Zirkonium-Mischoxide enthalten und wobei wiederum das Mischoxid in der oberen Schicht einen höheren Anteil an Zirkonium auf weist. Zum Teil können die Cer/Zirkonium-Mischoxide auch durch Cer/Zirko nium/Lanthan/Neodym- bzw. Cer/Zirkonium/Lanthan/ Yttrium-Mischoxide ersetzt sein.
Die W02009/012348A1 beschreibt sogar dreischichtige Katalysatoren, wobei nur die mittlere und die obere Schicht Sauerstoffspeichermaterialien enthal ten.
EP3045226A1 offenbart doppelschichtige Dreiweg-Katalysatoren mit verbes- serter Alterungsstabilität, wobei eine direkt auf dem Katalysatorträger
liegende Schicht A mindestens ein Platingruppenmetall, sowie ein Cer/Zirko- nium/SE-Mischoxid enthält und eine auf Schicht A aufgebrachte und mit dem Abgasstrom in direktem Kontakt stehende Schicht B mindestens ein Platin gruppenmetall, sowie ein Cer/Zirkonium/SE-Mischoxid enthält, wobei SE für ein Seltenerdmetall außer Cer steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des SE-Oxids im Cer/Zirkonium/SE-Mischoxid von Schicht A kleiner ist als der Anteil des SE-Oxids im Cer/Zirkonium/SE-Mischoxid von Schicht B.
Die ständig steigenden Anforderungen an die Emissionsminderung von Ver brennungsmotoren machen eine stetige Weiterentwicklung der Katalysatoren notwendig. Die Dauerhaltbarkeitsanforderungen wurden in Europa mit der Gesetzgebungsstufe Euro 5 auf 160.000 km erhöht. In den USA werden sogar bis zu 150.000 Meilen Dauerhaltbarkeit vorausgesetzt.
Daher gewinnt die Alterungsstabilität der Katalysatoren noch mehr Bedeu tung. Als wichtige Kriterien für die Aktivität nach Alterung dienen zum einen die Anspringtemperaturen des Katalysators für die Umsetzung der Schad stoffe und zum anderen sein dynamisches Umsatzvermögen. Die Anspring temperatur für einen Schadstoff gibt an, ab welcher Temperatur dieser Schadstoff zu mehr als zum Beispiel 50 % umgesetzt wird. Je niedriger diese Temperaturen sind, umso früher können die Schadstoffe nach einem Kaltstart umgesetzt werden. Bei Volllast können direkt am Motorausgang Abgastem peraturen von bis zu 1050 °C auftreten. Je besser die Temperaturstabilität des Katalysators ist, umso näher kann er am Motor angeordnet werden. Dies verbessert ebenfalls die Abgasreinigung nach einem Kaltstart.
Die europäische Abgasgesetzgebung sieht seit Inkrafttreten der Stufe Euro 6c ab September 2017 Abgasmessungen unter realen Bedingungen auf der Straße vor (Real Driving Emissions RDE). Je nach Fahrbedingungen können dadurch deutlich höhere Anforderungen an den Katalysator entstehen, insbe sondere im Hinblick auf die dynamische Umsetzung von Kohlenmonoxid und Stickoxiden. Es wird angestrebt, ein stöchiometrisches Abgas unter allen Fahrbedingun gen, insbesondere auch bei hoher Geschwindigkeit, einzuhalten. Die früher
übliche Anfettung des Kraftstoffgemischs zur Absenkung der Abgastempera tur ist zu vermeiden, da diese zu hohen CO-Emissionen führt und den Kraft stoffverbrauch erhöht. Durch die Vermeidung der Anfettung steigt aber die Abgastemperatur, der der Katalysator bei hohen Geschwindigkeiten ausge- setzt ist, weiter an. Diese weiter gestiegenen Anforderungen müssen vom Katalysator bewältigt werden. Auch deshalb ist eine weitere Erhöhung der Alterungsstabilität von Dreiweg-Katalysatoren erforderlich.
Die Katalysatoren nach dem oben zitierten Stand der Technik weisen schon sehr gute Eigenschaften bezüglich Anspringtemperaturen und dynamischem Umsatzvermögen nach Alterung auf. Die gesteigerten gesetzlichen Vorgaben machen jedoch die Suche nach noch besseren Katalysatoren notwendig.
Es war daher die Aufgabe dieser Erfindung, einen Katalysator zur Verfügung zu stellen, der durch seine weiter erhöhte Temperaturstabilität gegenüber den Katalysatoren des Standes der Technik weiter verringerte Anspringtem- peraturen und ein verbessertes dynamisches Umsatzvermögen nach Alterung aufweist.
Es wurde nun überraschend gefunden, dass bei erhöhten Alterungsanforde rungen diese Aufgabe gelöst werden kann, wenn man die als Bestandteile der Sauerstoffspeichermaterialien vorliegenden Seltenerdelemente, sowie gege- benenfalls die Platingruppenmetalle, in bestimmter Weise auf die beiden Schichten eines doppelschichtigen Dreiweg-Katalysators verteilt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Katalysator, der zwei Schichten auf einem inerten Katalysatorträger umfasst, wobei eine Schicht A mindestens Palladium als Platingruppenmetall sowie ein Cer/Zirkonium/Lan- than/Yttrium-Mischoxid enthält, und eine auf Schicht A aufgebrachte Schicht B mindestens Rhodium als Platingruppenmetall sowie ein Cer/Zirkonium/Lan- than/Yttrium-Mischoxid enthält. In beiden Schichten A und B liegt der Lan thanoxidgehalt zwischen 1 Gew.-% und 5 Gew.-%, bezogen auf das Cer/Zir- konium/Lanthan/Yttrium-Mischoxid, und der Yttriumoxidgehalt zwischen 8 Gew.-% und 20 Gew.-%, bezogen auf das Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium- Mischoxid.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist gekennzeichnet dadurch, dass in beiden Schichten A und B der Yttriumoxidgehalt zwischen 10 Gew.-% und 15 Gew.- %, bezogen auf das Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium-Mischoxid, liegt. Beson ders bevorzugt ist ein Yttriumoxidgehalt zwischen 12 Gew.-% und 13 Gew.- %. Wie in den Beispielen gezeigt kann hierdurch trotz intensiver Alterung eine niedrigere Anspringtemperatur erreicht werden, was letztendlich zu weniger Emissionen im dynamischen Fährbetrieb sorgt.
Erfindungsgemäße enthält Schicht A als Platingruppenmetall mindestens Pal ladium und Schicht B enthält als Platingruppenmetall mindestens Rhodium. In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthält Schicht A und/oder Schicht B zusätzlich als weiteres Platingruppenmetall unabhängig voneinan der Platin. Vorzugsweise enthält Schicht A Palladium und Platin und Schicht B Rhodium und Platin oder Rhodium und Palladium und Platin. In weiteren Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist der erfindungsgemäße Ka- talysator frei von Platin. Insbesondere bevorzugt enthält Schicht A nur Palla dium und Schicht B nur Rhodium oder Schicht B enthält nur Palladium und Rhodium.
Als Trägermaterialien für die Platingruppenmetalle können in Schicht A und/oder in Schicht B die Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium-Mischoxide dienen. Darüber hinaus können die Platingruppenmetalle in Schicht A und/oder in Schicht B aber auch vollständig oder zum Teil auf aktivem Aluminiumoxid geträgert sein.
In einer bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthal ten deshalb Schicht A und Schicht B aktives Aluminiumoxid. Besonders be- vorzugt ist es, wenn das aktive Aluminiumoxid durch eine Dotierung, insbe sondere mit Lanthanoxid, stabilisiert ist. Bevorzugte aktive Aluminiumoxide enthalten 0,5 bis 6 Gew.-%, insbesondere 3 bis 5 Gew.-%, Lanthanoxid (La203) .
Der Begriff „aktives Aluminiumoxid" ist dem Fachmann bekannt. Er bezeich- net insbesondere g-Aluminiumoxid mit einer spezifischen Oberfläche von 100
m2/g bis 200 m2/g. Aktives Aluminiumoxid ist in der Literatur vielfach be schrieben und am Markt erhältlich.
Der Begriff „Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium-Mischoxid" im Sinne vorliegen der Erfindung schließt physikalische Mischungen aus Ceroxid, Zirkoniumoxid, Lathanoxid und Yttriumoxid aus. Vielmehr sind „Cer/Zirkonium/Lan- than/Yttrium-Mischoxide" durch eine weitgehend homogene, dreidimensio nale Kristallstruktur gekennzeichnet, die idealerweise frei ist von Phasen aus reinem Ceroxid, Zirkoniumoxid bzw. Lathanoxid und Yttriumoxid. Je nach Herstellungsverfahren können aber auch nicht vollständig homogene Pro- dukte entstehen, die in der Regel ohne Nachteil verwendet werden können.
Erfindungsgemäß kann das Verhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid in den Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium-Mischoxiden in weiten Grenzen variieren. In Schicht A beträgt es beispielsweise 0,1 bis 1,0, bevorzugt von 0,2 bis 0,7, besonders bevorzugt von 0,3 bis 0,5. In Schicht B beträgt es beispielsweise 0,1 bis 1,0, bevorzugt von 0,2 bis 0,7, besonders bevorzugt von 0,3 bis 0,5.
Die Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium-Mischoxide der vorliegenden Erfindung enthalten insbesondere kein Aluminiumoxid in ihrer Kristallstruktur.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthalten eine oder beide Schichten Erdalkaliverbindungen wie z.B. Bariumoxid oder Bariumsulfat. Be- vorzugte Ausführungsformen enthalten Bariumsulfat in Schicht A. Die Menge an Bariumsulfat beträgt insbesondere 5 g/l bis 20 g/l Volumen des inerten Katalysatorträgers.
In weiteren Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthalten eine oder beide Schichten zusätzlich Additive wie Seltenerdverbindungen wie z.B. Lanthanoxid und/oder Binder, wie z.B. Aluminiumverbindungen. Diese Addi tive werden in Mengen verwendet, die in weiten Grenzen variieren können und die der Fachmann im konkreten Fall mit einfachen Mitteln bestimmen kann.
In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung liegt Schicht A direkt auf dem inerten Katalysatorträger, d.h. zwischen dem inerten
Katalysatorträger und Schicht A befindet sich keine weitere Schicht bzw. kein „undercoat". In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung steht Schicht B mit dem Abgasstrom in direktem Kontakt, d.h. auf Schicht B befindet sich keine weitere Schicht bzw. kein „overcoat". In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht der erfindungsgemäße Katalysator aus den Schichten A und B auf einem inerten Katalysatorträger. Das bedeutet, dass Schicht A direkt auf dem inerten Kata lysatorträger liegt, Schicht B mit dem Abgasstrom in direktem Kontakt steht und dass weitere Schichten nicht vorhanden sind. Als katalytisch inerter Katalysatorträger eignen sich Wabenkörper aus Kera mik oder Metall mit einem Volumen V, die parallele Strömungskanäle für die Abgase des Verbrennungsmotors aufweisen. Es kann sich sowohl um soge nannte Durchflusswabenkörper, als auch um Wandflussfilter handeln. Insbe sondere im Fall eines Wandflussfilters kann sich die erfindungsgemäße kata- lytische Beschichtung komplett auf, teilweise in oder komplett in der Wand des Wandflussfilters befinden.
Die Wandflächen der Strömungskanäle werden erfindungsgemäß mit den bei den Katalysatorschichten A und B beschichtet. Zur Beschichtung des Kataly satorträgers mit Schicht A werden die für diese Schicht vorgesehenen Fest- Stoffe in Wasser suspendiert und mit der so erhaltenen Beschichtungssuspen sion der Katalysatorträger ggf. auf und/oder in der Wand beschichtet. Der Vorgang wird mit einer Beschichtungssuspension wiederholt, die die für Schicht B vorgesehenen Feststoffe in Wasser suspendiert enthält.
Bevorzugt werden sowohl Schicht A, als auch Schicht B über die gesamte Länge des inerten Katalysatorträgers beschichtet. Dies bedeutet, dass Schicht B Schicht A vollständig überdeckt und folglich nur Schicht B mit dem Abgasstrom in direkten Kontakt kommt. Möglich ist jedoch auf eine zonierte Beschichtungsvariante, bei der aber Schicht A zumindest teilweise von der Schicht B überdeckt wird.
Beispiele:
Beim folgenden Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1 wurden Zweischichtkata lysatoren durch zweimalige Beschichtung von Durchflusswabenträgern aus Keramik mit 93 Zellen pro cm2 und der Wandstärke 0,11 mm, sowie der Ab- messungen 10,6 cm Durchmesser und 11,4 cm Länge hergestellt. Dazu wur den jeweils zwei verschiedene Suspensionen für Schicht A und B hergestellt. Dann wurde der Träger zunächst mit der Suspension für Schicht A beschichtet und anschließend 4 Stunden bei 550°C in Luft kalziniert. Danach wurde der mit Schicht A beschichtete Träger mit der Suspension für Schicht B beschich- tet und anschließend unter den gleichen Bedingungen wie bei Schicht A kal ziniert.
Beispiel 1
Ein Zweischicht-Katalysator wurde hergestellt, indem zunächst zwei Suspen- sionen hergestellt wurden. Die Zusammensetzung der ersten Suspension für Schicht A betrug (bezogen auf das Volumen des Katalysatorträgers) 66 g/L mit 4 Gew.-% La2Ü3 stabilisiertes aktiviertes Aluminiumoxid, 66 g/L Cer/Zir- konium/Lanthan/Yttrium-Mischoxid mit 24 Gew.-% CeÜ2, 60 Gew.-% ZrÜ2,
3.5 Gew.-% La203 und 12,5 Gew.-% Y2O3, 16 g/L BaSC , 1,413 g/L Pd. Die Zusammensetzung der zweiten Suspension für Schicht B betrug (bezogen auf das Volumen des Katalysatorträgers) 60 g/L mit 4 Gew.-% La2Ü3 stabili siertes aktiviertes Aluminiumoxid, 47 g/L Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium- Mischoxid mit 24 Gew.-% CeÜ2, 60 Gew.-% ZrÜ2, 3,5 Gew.-% La2Ü3 und
12.5 Gew.-% Y2O3, 0,177 g/L Rh. Vergleichsbeispiel 1 (gemäß EP3045226A1)
Ein Zweischicht-Katalysator wurde analog zu Beispiel 1 hergestellt. Die Zu sammensetzung der ersten Suspension für Schicht A betrug 66 g/L mit 4 Gew.-% La2Ü3 stabilisiertes aktiviertes Aluminiumoxid, 66 g/L
Cer/Zirkonium/Lanthan/Yttrium-Mischoxid mit 25 Gew.-% Ce02, 67,5 Gew.- % Zr02, 3,5 Gew.-% La203 und 4 Gew.-% Y203, 16 g/L BaSC , 1,143 g/L Pd.
Die Zusammensetzung der zweiten Suspension für Schicht B betrug 60 g/L mit 4 Gew.-% La203 stabilisiertes aktiviertes Aluminiumoxid, 47 g/L Cer/Zir- konium/Lanthan/Yttrium-Mischoxid mit 24 Gew.-% Ce02, 60 Gew.-% Zr02, 3,5 Gew.-% La203 und 12,5 Gew.-% Y203, 0,177 g/L Rh.
Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1 wurden in einer Motorprüfstandsalterung gealtert. Dabei wurden jeweils zwei gleichartige Katalysatoren hintereinander mit dem heißen Abgas beaufschlagt. Die Alterung bestand aus einer Schubab- Schaltungsalterung mit 950°C Abgastemperatur vor Katalysatoreingang. Diese führte zu einer maximalen Betttemperatur von 1100°C im ersten Ka talysator (CC1) und zu einer maximalen Betttemperatur von 1040°C im zwei ten Katalysator (CC2). Die Alterungszeit betrug 100 Stunden.
Anschließend wurden an einem Motorprüfstand das Anspringverhalten bei konstanter mittlerer Luftzahl l und die dynamische Umsetzung bei Änderung von l geprüft.
Tabelle 1 enthält die Temperaturen Tso, bei denen jeweils 50% der betrach teten Komponente umgesetzt werden. Dabei wurde das Anspringverhalten bei stöchiometrischer Abgaszusammensetzung (l = 0,999 mit ±3,4% Amplitude) bestimmt.
Das dynamische Umsatzverhalten wurde in einem Bereich für l von 0,99 bis 1,01 bei einer konstanten Temperatur von 510°C bestimmt. Die Amplitude von l betrug dabei ±3,4%. Tabelle 2 enthält den Umsatz am Schnittpunkt der CO- und der NOx-Umsatzkurven, sowie den zugehörigen HC-Umsatz.
Das erfindungsgemäße Beispiel 1 zeigt eine deutliche Verbesserung beim An springverhalten und beim dynamischen CO/NOx-Umsatz nach Alterung.