Sensorvorrichtung
B e s c h r e i b u n g
Die Erfindung betrifft eine Sensorvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, nach dem Oberbegriff des unabhängigen Vorrichtungsanspruches. Ferner betrifft die Erfindung eine Elektronikeinheit insbesondere zum Betätigen eines bewegbaren Teils, wie bspw. einer Tür, einer Klappe oder eines Deckels, eines Fahrzeuges mit einer entsprechenden Sensorvorrichtung nach dem Oberbegriff des weiteren unabhängigen Vorrichtungsanspruches. Zudem betrifft die Erfindung einen Türgriff für ein Fahrzeug mit einer entsprechenden Elektronikeinheit nach dem Oberbegriff des zusätzlichen unabhängigen Vorrichtungsanspruches. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer entsprechenden Sensorvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, nach dem Oberbegriff des unabhängigen Verfahrensanspruches.
Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass Sensorvorrichtungen zum Erfassen einer Präsenz eines Benutzers in der Nähe eines Fahrzeuges und zum Kommunizieren mit einem fahrzeugseitigen Sicherheitssystem und/oder einem benutzerseitigen mobilen Handgerät genutzt werden. Solche Sensorvorrichtungen können einen Teil von Elektronikeinheiten bilden, die bspw. dazu ausgeführt sind, ein bewegbares Teil, wie z. B. eine Tür, eine Klappe oder einen Deckel, des Fahrzeuges zu betätigen. Zum Erfassen einer Präsenz eines Benutzers weisen die Sensorvorrichtungen bspw. kapazitive Sensoreinheiten auf. Zum Kommunizieren mit einem fahrzeugseitigen Sicherheitssystem und/oder einem benutzerseitigen mobilen Handgerät werden oft Spuleneinheiten, wie z. B. LDC-Spulen oder NFC-Spulen, eingesetzt. Die Spuleneinheiten weisen hierzu z. B. eine Windung bzw. eine Schleifenantenne (auch Loop genannt) auf.
Um eine Sensorvorrichtung eines Fahrzeugs möglichst kompakt zu halten, wird bislang die kapazitive Sensoreinheit als Leiterbahnen bzw. eine Leiterbahnstruktur auf einer Leiterplatte angeordnet. Auf der gleichen Leiterplatte, die auch als flexible Leiterfolie ausgestaltet sein kann, wird auch die Spuleneinheit angeordnet. Durch die nahe Anordnung der Spuleneinheit neben der kapazitiven Sensoreinheit kann es zu Wirbelströmen in der kapazitiven Sensoreinheit kommen, die störende Effekte erzeugen. Die Wirbelströme werden durch ein Magnetfeld der Spuleneinheit erzeugt, welches die Wirbelströme in den Leiterbahnen bzw. in der Leiterbahnstruktur der kapazitiven Sensoreinheit induziert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die voranstehend beschriebenen Nachteile bei einer Sensorvorrichtung zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Sensorvorrichtung zur Verfügung zu stellen, bei der die Induktion der Wirbelströme, auch auf einer begrenzten Fläche einer Leiterplatte reduziert wird. Ferner ist die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Elektronikeinheit zum Betätigen eines bewegbaren Teils, wie bspw. einer Tür, einer Klappe oder eines Deckels, eines Fahrzeuges mit einer entsprechenden Sensorvorrichtung bereitzustellen. Zudem ist die Aufgabe der Erfindung, einen Türgriff für ein Fahrzeug mit einer entsprechenden Elektronikeinheit zur Verfügung zu stellen. Außerdem ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen einer entsprechenden Sensorvorrichtung bereitzustellen.
Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Sensorvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruches, insbesondere aus dem kennzeichnenden Teil. Ferner wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst durch eine Elektronikeinheit zum Betätigen eines bewegbaren Teils, wie bspw. einer Tür, einer Klappe oder eines Deckels, eines Fahrzeuges mit einer entsprechenden Sensorvorrichtung mit den Merkmalen des weiteren unabhängigen Vorrichtungsanspruches. Zudem wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst durch einen Türgriff für ein Fahrzeug mit einer entsprechenden Elektronikeinheit mit den Merkmalen des zusätzlichen unabhängigen Vorrichtungsanspruches. Außerdem wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen einer entsprechenden Sensorvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruches, insbesondere aus dem kennzeichnenden Teil. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit einzelnen erfindungsgemäßen Aspekten beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit den anderen erfindungsgemäßen Aspekten und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
Die Aufgabe wird insbesondere gelöst durch eine Sensorvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, aufweisend eine kapazitive Sensoreinheit und eine Spuleneinheit, die die kapazitive Sensoreinheit zumindest zum Teil, vorzugsweise geometrisch, umgibt.
Hierzu ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die kapazitive Sensoreinheit mindestens ein erstes, insbesondere linienförmiges, Sensorelement aufweist, welches im Wesentlichen entlang einer ersten Geodäte der Spuleneinheit ausgerichtet ist.
Die kapazitive Sensoreinheit und die Spuleneinheit im Sinne der Erfindung weisen linienförmige Sensorelemente auf, die vorzugsweise fotolithografisch hergestellt sind.
Die kapazitive Sensoreinheit im Rahmen der Erfindung weist eine oder mehrere Leiterbahnen als Sensorelemente auf, die eine linienförmige Leiterbahnstruktur ausbilden
können. Die kapazitive Sensoreinheit kann bspw. zum Detektieren einer Annäherung eines Benutzers an die Sensorvorrichtung ausgeführt sein.
Anstelle der kapazitiven Sensoreinheit sind im Rahmen der Erfindung auch andere Sensoreinheiten zum Detektieren einer Annäherung eines Benutzers an die Sensorvorrichtung denkbar, wie z. B. Drucksensoren, darunter auch induktive Drucksensoren, Ultraschallsensoreinheiten oder optische Sensoreinheiten.
Die Spuleneinheit im Sinne der Erfindung kann als eine hochauflösende, sensitive induktive Sensoreinheit mit mindestens einer LDC-Spule ausgeführt sein, die eine Bewegung eines metallischen Elementes von wenigen Millimetern oder sogar Mikrometern bezüglich der mindestens einen LDC-Spule erfassen kann.
Zudem kann die Spuleneinheit im Sinne der Erfindung als eine elektromagnetische Sensoreinheit mit mindestens einer NFC-Spule ausgeführt sein, die zum kontaktlosen Austausch von Daten mittels elektromagnetischer Induktion durch lose gekoppelte Spulen, bspw. über kurze Strecken von wenigen Zentimetern, dienen kann. Die Spuleneinheit kann bspw. zum Kommunizieren mit einem fahrzeugseitigen Sicherheitssystem und/oder einem benutzerseitigen mobilen Handgerät, insbesondere zum Verifizieren einer Authentifizierung des durch die kapazitive Sensoreinheit detektierten Benutzers, ausgeführt sein.
Die Spuleneinheit umgibt die kapazitive Sensoreinheit, vorzugsweise geometrisch. Dabei können die Spuleneinheit und die kapazitive Sensoreinheit auf einer Fläche angeordnet sein. Im Rahmen der Erfindung befinden sich die Sensorelemente der kapazitiven Sensoreinheit innerhalb einer Windung bzw. innerhalb einer Schleifenantenne der Spuleneinheit, d. h. eingekreist bzw. eingeschlossen von einer Windung bzw. Schleifenantenne der Spuleneinheit.
Die Spuleneinheit im Sinne der Erfindung erzeugt bei Bestromung ein Magnetfeld. Die Magnetfeldlinien winden sich dabei um die bestromte Wicklung bzw. Schleifenantenne der Spuleneinheit. Diese Magnetfeldlinien können wiederum Wirbelströme in angrenzenden Leiterbahnen der Sensoreinheit induzieren.
Vorteilhafterweise kann im Rahmen der Erfindung die Ausbildung bzw. Geometrie der kapazitiven Sensoreinheit (zumindest des ersten Sensorelements) anhand des magnetischen Felds der Spuleneinheit angepasst werden, sodass die Induktion der Wirbelströme zumindest reduziert, vorzugsweise minimal wird. Konkret erfolgt dabei die Ausbildung der kapazitiven Sensoreinheit (zumindest des ersten Sensorelements) basierend auf einer Analyse des magnetischen Feldes der Spuleneinheit.
Anhand der Geometrie der Spuleneinheit lassen sich die Magnetfeldlinien um die Wcklung herum bestimmen bzw. prognostizieren. Innerhalb der Wicklung lassen sich wiederum Isolinien ermitteln, auf denen die Magnetfeldstärke des Magnetfeldes den gleichen Wert aufweist. Diese Isolinien ordnen sich im Wesentlichen konzentrisch zur Wicklung der Spuleneinheit an. Wenn weitere Leiterbahnen oder Schleifenkontakte entlang der Isolinien angeordnet werden, würden sich darin die Induktionsströme optimal ausbilden.
Im Rahmen der Erfindung können nun die Geodäten für die Spuleneinheit oder mit anderen Worten für das Magnetfeld der Spuleneinheit bestimmt bzw. prognostiziert werden. Die Geodäten der Spuleneinheit - im Sinne der vorliegenden Erfindung - sind Linien, die in jedem Punkt senkrecht bzw. orthogonal zu den Isolinien des Magnetfelds (und ebenfalls senkrecht zu den Magnetfeldlinien) der Spuleneinheit verlaufen, die wiederum konzentrisch zur Wicklung der Spuleneinheit ausgerichtet sind. Die Geodäten sind mit anderen Worten die Linien, die sternförmig (aber nicht unbedingt linear) aus der Mitte der Wicklung der Spuleneinheit abgehen (ähnlich einem Spinnennetz), und die die Isolinien des Magnetfelds sowie die Wicklung der Spuleneinheit in jedem Punkt unter einem rechten Winkel schneiden. Entlang der Geodäten bilden sich innerhalb der Leiterbahnen minimale Wrbelströme, da entlang der Geodäten nur der Querschnitt der Leiterbahnen für die Ausbildung der induzierten Wirbelströme zur Verfügung steht.
Der Erfindungsgedanke liegt somit darin, zunächst die Isolinien des Magnetfelds der Spuleneinheit zu bestimmen, entlang welcher die Magnetfeldstärke bei der bestromten Spuleneinheit den gleichen Wert aufweist, anschließend die Geodäten der Spuleneinheit anhand der Isolinien zu bestimmen, entlang welcher die induzierten Wirbelströme minimal sind, und schließlich das mindestens eine (vorzugsweise linienförmige) erste Sensorelement der kapazitiven Sensoreinheit entlang einer der Geodäten auszurichten, um die
Wirbelströme innerhalb der kapazitiven Spuleneinheit zu minimieren. Das mindestens eine erste Sensorelement ist z. B. die Zuleitung für die kapazitive Sensoreinheit. Somit kann die Zuleitung für die kapazitive Sensoreinheit einer Geodäte entsprechen bzw. entlang einer Geodäte verlaufen. Im Übrigen kann das Sensorelement eine Rippenstruktur aus dem zweiten der Sensorelement aufweisen, die parallel zueinander angeordnet und somit einfacher herzustellen sind als eine Kurvenform. Alternativ können auch diese weiteren zweiten Sensorelemente entlang weiterer Geodäten der Spuleneinheit verlaufen, um die Wrbelströme innerhalb der kapazitiven Spuleneinheit noch weiter zu reduzieren.
Auf diese Weise lassen sich Quereinflüsse und/oder Störungen zwischen der Spuleneinheit und der kapazitiven Sensoreinheit, sogar auf einer kleinsten Fläche (einer Leiterplatte), minimieren. Dadurch kann die Sensitivität, die Auflösung und die geometrische Auslegung der Sensorvorrichtung auf einer vorteilhaften Weise verbessert werden. Somit lässt sich wiederum die Sicherheit und die Zuverlässigkeit im Betrieb der Sensorvorrichtung erheblich erhöhen.
Ferner kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die Sensorvorrichtung auf einer Leiterplatte angeordnet ist. Somit kann eine kompakte sowie einfach montierbare Sensorvorrichtung bereitgestellt werden.
Weiterhin kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die kapazitive Sensoreinheit und die Spuleneinheit auf einer Seite, vorzugsweise auf einer äußeren Oberfläche, und/oder in einer Leitungsschicht (auch sog. Layer) einer Leiterplatte, die insbesondere als Multilayer-Leiterplatte oder Multilayer-Leiterfolie ausgestaltet ist, angeordnet sind. Somit können die kapazitive Sensoreinheit und die Spuleneinheit platzsparend angeordnet sein. Zudem lassen sich dadurch die Erfassungsfelder der kapazitiven Sensoreinheit und der Spuleneinheit in die gleiche Richtung bezüglich der Leiterplatte ausrichten. Außerdem können somit die kapazitive Sensoreinheit und die Spuleneinheit kostengünstig hergestellt werden. Dabei ist es denkbar, dass die kapazitive Sensoreinheit und die Spuleneinheit auf der Leiterplatte, vorzugsweise fotolithografisch, aufgedruckt (insbesondere nicht gewickelt) sind. Auf diese Weise kann die Herstellung der Sensorvorrichtung erheblich vereinfacht werden. Die Herstellung der Sensorelemente erfolgt bei einem fotolithografischen Bedrucken, indem eine dünne Schicht eines lichtempfindlichen
Fotolacks auf die Oberfläche der noch vollständig, bspw. mit einer Cu-Schicht, metallisierten Platte aufgebracht wird. Nach der Belichtung des Fotolacks vorzugsweise durch eine Maske mit einem gewünschten Layout der kapazitiven Sensoreinheit und der Spuleneinheit sind je nach verwendetem Fotolack entweder die belichteten oder die unbelichteten Anteile des Lacks löslich in einer passenden Entwicklerlösung und werden entfernt. Bringt man die so behandelte Leiterplatte in eine geeignete (chemische) Ätzlösung, wird nur der freigelegte Teil der metallisierten Oberfläche angegriffen, wobei die vom Fotolack bedeckten Anteile erhalten bleiben. Hierdurch entstehen die gewünschten Leiterbahnen bei einer Leiterschicht (Layer) der Leiterplatte.
Des Weiteren kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die kapazitive Sensoreinheit zumindest zum Teil, insbesondere zum größten Teil, vorzugsweise vollumfänglich von der Spuleneinheit umgrenzt ist. Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Platzreduzierung erzielen, sondern auch die Funktionalität der Spuleneinheit erweitern, indem die Spuleneinheit, zumindest in einem Ruhemodus, d. h. in einem nicht bestromten Zustand, als eine Abschirmung für die kapazitive Sensoreinheit fungieren kann.
Zudem kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die Spuleneinheit, zumindest in einem Ruhemodus, d. h. nicht bestromt, zumindest zum Teil zum Abschirmen und/oder zum Formen eines kapazitiven Feldes der kapazitiven Sensoreinheit ausgeführt ist. Somit kann ein bewusst geformtes sowie störungsunauffälliges Erfassungsfeld an der kapazitiven Sensoreinheit bereitgestellt werden.
Außerdem kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die kapazitive Sensoreinheit ausgeschaltet ist, wenn die Spuleneinheit im Sensorbetrieb ist, und dass die Spuleneinheit ausgeschaltet ist, wenn die kapazitive Sensoreinheit im Sensorbetrieb ist. Somit kann sichergestellt werden, dass die kapazitive Sensoreinheit nicht zugleich mit der Spuleneinheit im Sensorbetrieb aktiv ist. Dadurch kann eine sichere Trennung zwischen den Datenübertragungen durch die kapazitive Sensoreinheit und die Spuleneinheit ermöglicht werden. Zum Umschalten zwischen der kapazitiven Sensoreinheit und der Spuleneinheit kann ein virtueller und/oder physikalischer Schalter vorgesehen sein. Auf diese Weise kann die kapazitive Erfassung einer Annäherung mithilfe der kapazitiven Sensoreinheit über eine erste, bspw. große, Reichweite von mehreren Metern, und die sicherheitsrelevante bzw.
sensible Datenübertragung mithilfe der Spuleneinheit über eine zweite, bspw. wesentlich kürzere, Reichweite von nur wenigen Zentimetern, Millimetern oder gar Mikrometern ermöglicht werden.
Ferner kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die Spuleneinheit eine, insbesondere nur eine, Wicklung und/oder Schleifenantenne aufweist. Somit lässt sich die kapazitive Sensoreinheit auf eine einfache Weise von der Spuleneinheit umgrenzen bzw. einschließen. Zudem lässt sich somit eine induktive und/oder elektromagnetische Spuleneinheit bereitstellen, die einfach, kostengünstig und sicher im Betrieb ist.
Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass die Spuleneinheit mindestens eine LDC- Spule oder mindestens eine NFC-Spule aufweist. Mithilfe mindestens einer LDC-Spule kann eine hochauflösende, sensitive induktive Sensoreinheit bereitgestellt werden, die kleinste Bewegungen und/oder feinste Druckausübungen von nur wenigen Millimetern und/oder Mikrometern erfassen kann. Mithilfe mindestens einer NFC-Spule kann ein kontaktloser Austausch von Daten mittels elektromagnetischer Induktion mit einer anderen lose gekoppelten Spule, insbesondere über kurze Strecken von nur wenigen Zentimetern, ermöglicht werden. Die Spuleneinheit kann somit zum Kommunizieren mit einem fahrzeugseitigen Sicherheitssystem und/oder einem benutzerseitigen mobilen Handgerät, insbesondere zum Verifizieren einer Authentifizierung des durch die kapazitive Sensoreinheit detektierten Benutzers, eingesetzt werden.
Weiterhin kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die Wcklung im Wesentlichen schlaufenförmig und/oder kreisförmig aufgeführt ist. Somit lässt sich ein einfaches und kostengünstiges Sensorelement im Rahmen der Spuleneinheit bereitstellen.
Des Weiteren kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die Wcklung entlang einer äußeren Kante einer Leiterplatte ausgerichtet ist. Somit lässt sich die Geometrie der Sensorvorrichtung auf eine vorteilhafte Weise an die Geometrie der Leiterplatte anpassen und die Fläche der Leitplatten optimal ausnutzen.
Zudem kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die Wicklung eine Ebene bestimmt, in welcher die kapazitive Sensoreinheit, insbesondere flächig, angeordnet
ist. Somit können die kapazitive Sensoreinheit und die Spuleneinheit platzsparend auf einer Leiterplatte angeordnet werden.
Außerdem kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die kapazitive Sensoreinheit und/oder die Spuleneinheit linienförmige und/oder bandförmige Sensorelemente aufweisen. Solche Sensorelemente erfordern wenig Platz und lassen sich auf eine kostengünstige Weise hersteilen.
Ferner ist es denkbar, dass Sensorelemente der kapazitiven Sensoreinheit und/oder der Spuleneinheit fotolithografisch hergestellt sind. Somit kann eine flache und Bauraum optimierte Sensorvorrichtung hergestellt werden.
Weiterhin kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass das erste Sensorelement als eine Zuleitung für die kapazitive Sensoreinheit ausgeführt ist. Auf diese Weise lassen sich die Störeinflüsse durch magnetisch induzierte Wirbelströme innerhalb der kapazitiven Sensoreinheit zum größten Teil vermeiden.
Des Weiteren kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die kapazitive Sensoreinheit mindestens ein zweites Sensorelement aufweist, um eine kapazitive Veränderung der Umgebung zu sensieren, und/oder dass die kapazitive Sensoreinheit mehrere zweite Sensorelemente aufweist, um eine kapazitive Veränderung der Umgebung zu sensieren. Auf diese Weise lässt sich das kapazitive Feld nicht nur erweitern, sondern auch die Auflösung der kapazitiven Sensoreinheit kann dadurch verfeinert werden. Auf diese Weise wird es mithilfe der kapazitiven Sensoreinheit sogar möglich, bestimmte Bewegungsabläufe und/oder -muster neben den einfachen Annäherungen zu erfassen.
Zudem kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die zweiten Sensorelemente sternförmig, rippenförmig, gratförmig und/oder kammförmig angeordnet sind. Auf diese Weise lassen sich die zweiten Sensorelemente einfach und zuverlässig hersteilen, um das kapazitive Feld auf eine vorteilhafte Weise zu erweitern.
Außerdem kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass das mindestens eine zweite Sensorelement und/oder die zweiten Sensorelemente im Wesentlichen entlang
io von Geodäten der Spuleneinheit ausgerichtet ist/sind. Somit können die Wirbelströme innerhalb der kapazitiven Spuleneinheit noch weiter minimiert werden.
Ferner kann die Erfindung bei einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass das mindestens eine zweite Sensorelement und/oder die zweiten Sensorelemente von einem, insbesondere innerhalb der Spuleneinheit innen liegenden, Ende oder Abschnitt des ersten Sensorelementes abgehen. Dadurch kann eine ganze Leiterbahnstruktur der kapazitiven Sensoreinheit innerhalb der Spuleneinheit realisiert werden, die wenig bis minimal zum Ausbilden von Wrbelströmen anfällig ist.
Weiterhin wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch eine Elektronikeinheit zum Betätigen eines bewegbaren Teils, wie bspw. einer Tür, einer Klappe oder eines Deckels, eines Fahrzeuges, gelöst, wobei die Elektronikeinheit mindestens eine Sensorvorrichtung aufweist, die wie oben beschrieben ausgeführt sein kann. Mithilfe der erfindungsgemäßen Elektronikeinheit werden die gleichen Vorteile erreicht, die oben im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung beschrieben wurden. Auf diese Vorteile wird vorliegend vollumfänglich Bezug genommen.
Dabei ist es denkbar, dass die kapazitive Sensoreinheit zum Detektieren einer Annäherung eines Benutzers an die Sensorvorrichtung ausgeführt ist, und dass die Spuleneinheit zum Kommunizieren mit einem fahrzeugseitigen Sicherheitssystem und/oder einem benutzerseitigen mobilen Handgerät, insbesondere zum Verifizieren einer Authentifizierung des detektierten Benutzers, ausgeführt ist. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße Elektronikeinheit einen Teil eines schlüssellosen Zugangssystems (Keyless-Go oder Keyless-Entry) zu einem Fahrzeug bilden. Dabei kann die erfindungsgemäße Elektronikeinheit zum Aktivieren eines elektrischen Schlosses des Fahrzeuges genutzt werden. Das Aktivieren (Entriegeln und ggf. Öffnen) des Schlosses kann bspw. durch einen ID-Geber (Identifikationsgeber) ausgelöst werden, welcher zur Authentifizierung einen Code an die Sensorvorrichtung mithilfe der Spuleneinheit überträgt. Auch kann es sein, dass eine Kommunikation mit dem ID-Geber und/oder ein Aktivieren des Schlosses erst bei oder nach einer erfassten Annäherung eines Benutzers an der Sensorvorrichtung mithilfe der kapazitiven Sensoreinheit erfolgt. Die Elektronikeinheit kann dabei direkt hinter dem bewegbaren Teil, wie bspw. einer Tür, einer Klappe oder eines Deckels, des Fahrzeuges
oder in einem speziellen Griff und/oder einem Betätigungselement für das bewegbare Teil angeordnet werden.
Des Weiteren wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch Türgriff für ein Fahrzeug gelöst, wobei der Türgriff mindestens eine Elektronikeinheit aufweist, die wie oben beschrieben ausgeführt sein kann, und wobei die Elektronikeinheit in einer Ausnehmung im Türgriff angeordnet ist. Mithilfe des erfindungsgemäßen Türgriffes werden die gleichen Vorteile erreicht, die oben im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung und/oder mit der erfindungsgemäßen Elektronikeinheit beschrieben wurden. Auf diese Vorteile wird vorliegend vollumfänglich Bezug genommen.
Zudem wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Verfahren zum Herstellen einer Sensorvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, gelöst, aufweisend: eine kapazitive Sensoreinheit und eine Spuleneinheit, die die kapazitive Sensoreinheit zumindest zum Teil umgibt. Hierzu ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die kapazitive Sensoreinheit mit mindestens einem ersten Sensorelement ausgeführt wird, und dass das mindestens eine erste Sensorelement im Wesentlichen entlang einer ersten Geodäte der Spuleneinheit ausgerichtet wird. Mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die gleichen Vorteile erreicht, die oben im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Türgriff, mit der erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung und/oder mit der erfindungsgemäßen Elektronikeinheit beschrieben wurden. Auf diese Vorteile wird vorliegend vollumfänglich Bezug genommen.
Bei einem Verfahren im Sinne der Erfindung ist es außerdem denkbar, dass die kapazitive Sensoreinheit und/oder die Spuleneinheit mit linienförmigen und/oder bandförmigen Sensorelementen ausgeführt werden/wird, und/oder dass Sensorelemente der kapazitiven Sensoreinheit und/oder der Spuleneinheit fotolithografisch hergestellt werden. Auch dabei wird auf die oben bereits beschriebenen Vorteile von linienförmigen und/oder bandförmigen Sensorelementen sowie von fotolithografischem Herstellen der Sensorelemente verwiesen.
Ferner kann die Erfindung bei einem Verfahren zum Herstellen einer Sensorvorrichtung vorsehen, dass die kapazitive Sensoreinheit mit mindestens einem zweiten Sensorelement ausgeführt wird, um eine kapazitive Veränderung der Umgebung zu sensieren, und/oder
dass die kapazitive Sensoreinheit mit mehreren zweiten Sensorelemente ausgeführt wird, um eine kapazitive Veränderung der Umgebung zu sensieren.
Dabei ist es denkbar, dass die zweiten Sensorelemente sternförmig, rippenförmig, gratförmig und/oder kammförmig ausgerichtet werden.
Außerdem ist es denkbar, dass das mindestens eine zweite Sensorelement und/oder die zweiten Sensorelemente im Wesentlichen entlang von Geodäten der Spuleneinheit ausgerichtet wird/werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Spuleneinheit im Sinne der Erfindung,
Figur 2 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung,
Figur 3 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung, und
Figur 4 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Türgriffes eines Fahrzeuges.
In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet. In der Regel werden die Bezugszeichen von den gleichen Ausführungsbeispielen nur einmal beschrieben.
Die Figur 1 zeigt eine beispielhafte Sensorvorrichtung 100 mit einer Spuleneinheit 20 im Sinne der Erfindung. Die Spuleneinheit 20 kann dabei zum Kommunizieren mit einem
Sicherheitssystem 2 eines Fahrzeuges F und/oder einem benutzerseitigen mobilen Handgerät 3 dienen, die im Nachfolgenden schematisch in der Figur 4 gezeigt sind. Eine solche Sensorvorrichtung 100 kann einen Teil einer Elektronikeinheit 1 bilden, die bspw. dazu ausgeführt ist, ein bewegbares Teil T, wie z. B. eine Tür, eine Klappe oder einen Deckel, des Fahrzeuges zu betätigen. Zum Erfassen einer Präsenz eines Benutzers wird eine solche Sensorvorrichtung 100 mit einer kapazitiven Sensoreinheit 10 ausgeführt, die beispielhaft in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist.
Die kapazitive Sensoreinheit 10 wird mit Sensorelementen 11, 12 in Form von linienförmigen und/oder bandförmigen Leiterbahnen ausgeführt, die auf einer Leiterplatte 101 aufgedruckt werden. Um Platz zu sparen, wird auch die Spuleneinheit 20 auf der gleichen Leiterplatte 101 geometrisch gesehen um die kapazitive Sensoreinheit 10 herum angeordnet (vgl. die Figuren 2 und 3). Durch die nahe Anordnung der Spuleneinheit 20 neben der kapazitiven Sensoreinheit 10 kann es zu Wirbelströmen in der kapazitiven Sensoreinheit 10 kommen.
Die Erfindung schlägt eine verbesserte Sensorvorrichtung 100, insbesondere für ein Fahrzeug F, vor, die beispielhaft in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist und bei der die Induktion der Wirbelströme, auch auf einer begrenzten Fläche einer Leiterplatte 101, reduziert wird. Ferner schlägt die Erfindung eine verbesserte Elektronikeinheit 1 zum Betätigen eines bewegbaren Teils T, wie bspw. einer Tür, einer Klappe oder eines Deckels, eines Fahrzeuges F mit einer entsprechenden Sensorvorrichtung 100 vor, die schematisch in der Figur 4 gezeigt ist. Zudem schlägt die Erfindung einen Türgriff G für ein Fahrzeug F mit einer entsprechenden Elektronikeinheit 1 vor, der ebenfalls schematisch in der Figur 4 gezeigt ist. Außerdem schlägt die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer entsprechenden Sensorvorrichtung 100, insbesondere für ein Fahrzeug F, vor, deren Ablauf anhand der Figuren 1 bis 3 erklärt wird.
Die Erfindung sieht bei der Sensorvorrichtung 100 vor, dass die kapazitive Sensoreinheit 10 mindestens ein erstes, insbesondere linienförmiges, Sensorelement 11 aufweist, welches im Wesentlichen entlang einer ersten Geodäte G1 der Spuleneinheit 20 ausgerichtet ist, wie es die Figuren 2 und 3 zeigen.
Die kapazitive Sensoreinheit 10 im Rahmen der Erfindung weist mindestens ein erstes linienförmiges Sensorelement 11 und mindestens ein zweites linienförmiges Sensorelement 12, vorzugsweise jedoch mehrere zweite Sensorelemente 12, auf, die von einem, insbesondere innerhalb der Spuleneinheit 20 innen liegenden, Ende E1 (vgl. die Figur 3) oder Abschnitt A1 (vgl. die Figur 2) des ersten Sensorelementes 11 abgehen können.
Das mindestens eine erste linienförmige Sensorelement 11 und das mindestens eine zweite linienförmige Sensorelement 12, vorzugsweise jedoch mehrere zweite Sensorelemente 12, bilden eine Leiterbahnstruktur innerhalb der Spuleneinheit 20 aus.
Die Spuleneinheit 20 kann als eine induktive Sensoreinheit mit mindestens einer LDC-Spule ausgeführt sein, die eine Bewegung eines metallischen Elementes von wenigen Millimetern oder sogar Mikrometern bezüglich der mindestens einen LDC-Spule erfassen kann. Zudem kann die Spuleneinheit 20 im Sinne der Erfindung als eine elektromagnetische Sensoreinheit mit mindestens einer NFC-Spule ausgeführt sein, die zum kontaktlosen Austausch von Daten mittels elektromagnetischer Induktion durch lose gekoppelte Spulen dienen kann. In beiden Fällen kann die Spuleneinheit 20 eine, insbesondere nur eine, Wicklung 21 und/oder Schleifenantenne aufweisen, wie es die Figuren 1 bis 3 zeigen.
Die Spuleneinheit 20 in Form einer Wicklung 21 und/oder Schleifenantenne erzeugt bei Bestromung ein Magnetfeld, wie es die Figur 1 andeutet. Die Magnetfeldlinien M winden sich dabei um die bestromte Wicklung 21 bzw. Schleifenantenne der Spuleneinheit 20. Diese Magnetfeldlinien M können wiederum Wirbelströme in innenliegenden Sensorelementen 11, 12 der Sensoreinheit 10 induzieren.
Hierbei kann die Geometrie der Sensorelemente 11, 12 der kapazitiven Sensoreinheit 10 anhand des magnetischen Felds der Spuleneinheit 20 derart angepasst werden, dass die Induktion der Wirbelströme innerhalb der kapazitiven Sensoreinheit 10 zumindest reduziert, vorzugsweise minimiert wird.
Anhand der bekannten Geometrie der Spuleneinheit 20 lassen sich die Magnetfeldlinien M um die Wicklung 21 herum bestimmen bzw. prognostizieren. Innerhalb der Wicklung 21 lassen sich wiederum Isolinien I ermitteln, auf denen die Magnetfeldstärke des Magnetfeldes
der bestromten Spuleneinheit 20 den gleichen Wert aufweist. Wie es die Figur 1 des Weiteren andeutet, ordnen sich diese Isolinien I im Wesentlichen konzentrisch zur Wicklung 21 der Spuleneinheit 20 an. Wenn weitere Leiterbahnen oder Schleifenkontakte entlang der Isolinien 21 angeordnet werden, werden sich darin die Induktionsströme mit einer gleichmäßigen Stromstärke Iwickei ausbilden.
In Kenntnis der Isolinien I werden nun Geodäten G1, G2 für die Spuleneinheit 20 bzw. für das Magnetfeld der Spuleneinheit 20 bestimmt bzw. prognostiziert. Die Geodäten G1, G2 der Spuleneinheit 20 sind Linien, die in der Figur 1 gezeigt sind und die in jedem Punkt senkrecht bzw. orthogonal zu den Isolinien I des Magnetfelds der Spuleneinheit 20 verlaufen. Die Geodäten G1, G2 sind mit anderen Worten die Linien, die sternförmig aus der Mitte der Wicklung 21 der Spuleneinheit 20 abgehen (ähnlich einem Spinnennetz) und die die Isolinien I sowie die Wicklung 21 der Spuleneinheit 20 in jedem Punkt unter einem rechten Winkel schneiden. Entlang der Geodäten G1, G2 lassen sich innerhalb der Sensorelemente 11, 12 der kapazitiven Sensoreinheit 10 minimale Wirbelströme induzieren, da entlang der Geodäten G1 , G2 nur der Querschnitt der linienförmigen Sensorelemente 11 , 12 für die Ausbildung der induzierten Wirbelströme zur Verfügung steht.
Das mindestens eine erste Sensorelement 11 kann z. B. in Form einer Zuleitung für die kapazitive Sensoreinheit 10 aufgeführt sein, wie es die Figuren 2 und 3 verdeutlichen. Weiterhin kann die kapazitive Sensoreinheit 10 eine Rippenstruktur aus den zweiten Sensorelementen 12 aufweisen, wie es die Figur 2 andeutet. Solche parallelen Leiterbahnen lassen sich besonders einfach hersteilen. Alternativ können auch die zweiten Sensorelemente 12 entlang weiterer Geodäten der Spuleneinheit 20 verlaufen, wie es die Figur 3 zeigt, um die Wirbelströme innerhalb der kapazitiven Spuleneinheit 10 noch weiter zu reduzieren.
Somit können mithilfe der Erfindung Quereinflüsse und/oder Störungen zwischen der Spuleneinheit 20 und der kapazitiven Sensoreinheit 10, sogar auf einer kleinsten Fläche, minimiert werden. Dadurch können die Sensitivität, die Auflösung und die geometrische Auslegung der Sensorvorrichtung 100 auf einer vorteilhaften Weise verbessert und die Sicherheit im Betrieb der Sensorvorrichtung 100 erheblich erhöht werden.
Wie es die Figuren 2 und 3 ferner zeigen, kann die Sensorvorrichtung 100 auf einer Leiterplatte 101 angeordnet sein, um eine kompakte und einfach handhabbare Sensorvorrichtung 100 bereitzustellen.
Weiterhin zeigen die Figuren 2 und 3, dass die kapazitive Sensoreinheit 10 und die Spuleneinheit 20 auf einer Seite, vorzugsweise auf einer äußeren Oberfläche und/oder in einer Leitungsschicht der Leiterplatte 101 angeordnet sein können. Auf diese Weise lassen sich die Erfassungsfelder der kapazitiven Sensoreinheit 10 und der Spuleneinheit 20 in die gleiche Richtung bezüglich der Leiterplatte ausrichten, bspw. weg vom Fahrzeug F.
Die kapazitive Sensoreinheit 10 und die Spuleneinheit 20 können im Rahmen der Erfindung fotolithografisch auf der Leiterplatte 101 aufgedruckt werden. Bei einem fotolithografischen Bedrucken wird eine dünne Schicht eines lichtempfindlichen Fotolacks auf die Oberfläche einer vollständig, bspw. mit einer Cu-Schicht, metallisierten Leiterplatte 101 aufgebracht. Nach der Belichtung des Fotolacks durch eine Maske mit einem gewünschten Layout der kapazitiven Sensoreinheit 10 und der Spuleneinheit 20 werden je nach verwendetem Fotolack entweder die belichteten oder die unbelichteten Anteile des Lacks in einer passenden Entwicklerlösung aufgelöst und somit entfernt. Die so behandelte Leiterplatte 101 wird anschließend in eine geeignete Ätzlösung getaucht, in welcher nur der freigelegte Teil der metallisierten Oberfläche angegriffen wird, wobei die vom Fotolack bedeckten Anteile der Leiterplatte 101 erhalten bleiben.
Wie es die Figur 2 zeigt, wird die kapazitive Sensoreinheit 10 zum größten Teil, vorzugsweise vollumfänglich von der Spuleneinheit 20 umgrenzt. Von der Zuleitung der kapazitiven Sensoreinheit 10 führt nur noch eine Leitung zu einer schematisch gezeigten Steuereinheit 102, die die Auswertung der Erfassung durch die Sensorvorrichtung 100 übernimmt.
Die Steuereinheit 102 kann dabei als eine spezielle Steuereinheit 102 für die Sensorvorrichtung 100 oder als Teil einer zentralen Steuereinheit 102 in einem Fahrzeug F ausgeführt sein.
Ein weiterer Vorteil der Anordnung der Spuleneinheit 20 um die kapazitive Sensoreinheit 10 herum kann darin liegen, dass die Spuleneinheit 20, zumindest in einem nicht bestromten Ruhemodus zum Abschirmen und/oder zum Formen eines kapazitiven Feldes der kapazitiven Sensoreinheit 10 dienen kann.
Vorteilhafterweise ist es des Weiteren denkbar, dass die kapazitive Sensoreinheit 10 ausgeschaltet ist, wenn die Spuleneinheit 20 im Sensorbetrieb ist, und dass die Spuleneinheit 20 ausgeschaltet ist, wenn die kapazitive Sensoreinheit 10 im Sensorbetrieb ist. Somit kann sichergestellt werden, dass die kapazitive Sensoreinheit 10 nicht zugleich mit der Spuleneinheit 20 aktiv ist, um Datenübertragungen durch die kapazitive Sensoreinheit 10 und die Spuleneinheit 20 strikt zu trennen. Zum Umschalten zwischen der Datenübertragung mithilfe der kapazitiven Sensoreinheit 10 und der Datenübertragung mithilfe der Spuleneinheit 20 kann ein virtueller und/oder physikalischer Schalter, bspw. auf der Steuereinheit 102 vorgesehen sein.
Wie es weiterhin die Figuren 1 bis 3 zeigen, kann die Wicklung 21 der Spuleneinheit 20 im Wesentlichen schlaufenförmig und/oder kreisförmig aufgeführt sein und vorzugsweise entlang einer äußeren Kante der Leiterplatte 101 verlaufen.
Wie es die Figuren 2 und 3 zeigen, liegt die Wicklung 21 der Spuleneinheit 20 in der Ebene der Leiterplatte 101 und in der Ebene, in welcher die kapazitive Sensoreinheit, insbesondere flächig, angeordnet ist.
Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
B ez u q s ze i c h e n l i ste
100 Sensorvorrichtung
101 Leiterplatte
102 Steuereinheit
10 Sensoreinheit
11 erstes Sensorelement
12 zweites Sensorelement
20 Spuleneinheit
21 Wicklung
1 Elektronikeinheit
2 Sicherheitssystem
3 mobiles Handgerät
G1 erste Geodäte
G2 zweite Geodäte
I Isolinie
Iwickei Stromstärke
M Magnetfeldlinie
A1 Abschnitt
E1 Ende
F Fahrzeug
T bewegbares Teil
G Türgriff
A Ausnehmung