Beschreibung
Verfahren zur Bereitstellung von Transportinformationen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bereitstellung von Transportinformationen. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein System sowie eine Verwendung.
Aus dem Stand der Technik sind bereits Verfahren und Systeme bekannt, bei welchen eine Transportinformation bereitgestellt wird, wie z. B. eine Mitfahrgelegenheit angeboten wird. So geht aus der Schrift DE 20 2013 006 018 U1 eine Smartphone-App zur GPS-gestützten Echtzeit-Vermittlung und zur Zusammenführung von Anbietern und Nachfragern nach
Mitfahrgelegenheiten hervor. Ferner sind aus der US 2007/0233736 A1 und WO 2014/140386 A1 gattungsgemäße Verfahren und Systeme bekannt.
Nachteilhaft bei den bekannten Lösungen ist jedoch, dass diese häufig nur eine eingeschränkte Vermittlung vornehmen, und insbesondere nur eingeschränkt eine Optimierung der
Verkehrslenkung vornehmen. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Möglichkeit zur Bereitstellung von T ransportinformationen vorzuschlagen.
Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 10 sowie durch eine Verwendung mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen System sowie der erfindungsgemäßen Verwendung, und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
Die Aufgabe wird insbesondere gelöst durch ein Verfahren, insbesondere
computerimplementiertes Verfahren, zur Bereitstellung von wenigstens einer und vorzugsweise einer Mehrzahl von Transportinformationen, welche für einen Personentransport bei einer Vielzahl von Fahrzeugen spezifisch sind. In anderen Worten können für eine Vielzahl von
Fahrzeugen die Transportinformationen bereitgestellt werden, um z. B. einen Personentransport mittels dieser Fahrzeuge zu koordinieren und/oder zu vermitteln. Konkret kann optional auch eine Verkehrslenkung durch die Transportinformationen bewirkt werden, z. B. automatisiert dadurch, dass die Transportinformationen Navigationsinformationen umfassen, welche durch ein Navigationssystem des jeweiligen Fahrzeuges zur Navigation des Fahrzeuges genutzt werden. Dabei kann es sich auch um ein autonomes Fahrzeug handeln.
Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass die Fahrzeuge jeweils als ein Elektrofahrzeug ausgebildet sind, sodass vorzugsweise eine Aufladung eines elektrischen Energiespeichers der Fahrzeuge mittels einer Ladevorrichtung zum Betrieb der Fahrzeuge und/oder zum
Personentransport notwendig ist. Unter einem Elektrofahrzeug wird nachfolgend im weiteren Sinne jedes Fahrzeug verstanden, welches zumindest teilweise elektrisch angetrieben wird (wie auch ein Hybrid-Fahrzeug), und hierzu einen aufladbaren Energiespeicher wie einen Lithium- lonen-Akkumulator aufweist. Im engeren Sinne werden unter dem Elektrofahrzeug
ausschließlich elektrisch angetriebene Fahrzeuge verstanden, d. h. ohne Verbrennungsmotor.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren werden die nachfolgenden Schritte durchgeführt, vorzugsweise nacheinander in der angegebenen oder in beliebiger Reihenfolge, wobei einzelne Schritte auch wiederholt durchgeführt werden können:
Durchführen einer Erfassung wenigstens einer Eingabeinformation, welche zumindest eine Zielortinformation über einen Zielort des Personentransports und/oder eine
Zeitinformation über einen Zeitpunkt des Personentransports umfasst, z. B. durch ein nicht- flüchtiges Speichern der Eingabeinformation in einer Datenbank, vorzugsweise zentral auf einer Datenverarbeitungsanlage (kurz: Server), wobei hierzu die
Eingabeinformation z. B. durch einen Benutzer durch ein Endgerät wie ein Smartphone und/oder mittels einer Software wie eine Smartphone-App über ein Netzwerk eingegeben wird,
Durchführen einer Veröffentlichung der erfassten Eingabeinformation über ein/das Netzwerk, vorzugsweise Computernetzwerk und/oder Mobilfunknetz und/oder
Datennetzwerk und/oder Internet, z. B. durch den Server, insbesondere über eine Internetseite und/oder eine Smartphone-App und/oder einen Zugriff auf die Datenbank und/oder dergleichen,
Durchführen einer Ergänzung der veröffentlichten Eingabeinformation um wenigstens eine Personenanzahlinformation über das Netzwerk, z. B. durch ein nicht- flüchtiges Speichern der Personenanzahlinformation und Zuordnung zur Eingabeinformation in der Datenbank, wobei hierzu die Personenanzahlinformation z. B. durch wenigstens einen weiteren Benutzer eingegeben wird, insbesondere über das Netzwerk und/oder mittels der Software bzw. dem Endgerät eingegeben wird,
Bereitstellen wenigstens einer Fahrzeuginformation über wenigstens ein spezifisches Fahrzeug der Fahrzeuge, wobei die (jeweilige) Fahrzeuginformation zumindest eine Platzinformation über eine Anzahl der Plätze des spezifischen Fahrzeuges umfasst, wobei das Bereitstellen z. B. durch eine Abfrage der Datenbank und darin gespeicherten Fahrzeuginformationen erfolgt, welche ggf. durch weitere Benutzer zuvor eingetragen wurden, z. B. über das Netzwerk und/oder mittels der Software bzw. dem Endgerät eingetragen wurden,
Bereitstellen einer Ladeortinformation über wenigstens eine (elektrische)
Ladevorrichtung für das Fahrzeug bzw. die Fahrzeuge, d. h. insbesondere zum Aufladen eines elektrischen Energiespeichers des/der Fahrzeug(e), welche zumindest eine Ortsinformation über den Ort der Ladevorrichtung umfasst, z. B. durch eine Abfrage der Datenbank und darin gespeicherten Ladeortinformationen, welche ggf. durch weitere Benutzer zuvor eingetragen wurden,
Durchführen einer (automatischen) Verknüpfung der ergänzten Eingabeinformation mit der wenigstens einen (und/oder zumindest einer der wenigstens einen)
Fahrzeuginformation und der Ladeortinformation durch ein Vergleichen der
Personenanzahlinformation mit der Platzinformation und der Zielortinformation mit der Ortsinformation, z. B. automatisch durch den Server, vorzugsweise nur dann, wenn die Personenanzahlinformation eine vorgegebene Mindestanzahl übersteigt oder dieser entspricht,
Bereitstellen wenigstens einer Transportinformation anhand der verknüpften
Eingabeinformation, z. B. für den Benutzer, insbesondere automatisch über die
Internetseite und/oder die Smartphone-App und/oder den Zugriff auf die Datenbank und/oder eine computergestützte Verarbeitung und/oder dergleichen, insbesondere durch ein Generieren von Navigationsinformationen für das wenigstens eine Fahrzeug anhand der Zeitinformation und/oder der Zielortinformation und/oder der Ortsinformation,
um insbesondere bei der Navigation an den Zielort und/oder zu dem Zeitpunkt einen Stopp und/oder ein Parken an der Ladevorrichtung bei dem Ort der Ladevorrichtung durchzuführen, vorzugsweise nur für das wenigstens eine Fahrzeug, dessen
Fahrzeuginformation mit der ergänzten Eingabeinformation verknüpft wurde, und/oder nur für den Ort, dessen Ladeortinformation mit der ergänzten Eingabeinformation verknüpft wurde.
Dies hat den Vorteil, dass die Transportinformation dafür angepasst ist, dass eine Aufladung des Fahrzeuges im Bereich des Zielorts stattfinden kann. Es kann also eine optimierte Planung und/oder Vermittlung eines Personentransports dahin gehend stattfinden, dass die gewünschte Personenanzahl gemäß der Personenanzahlinformation einem passenden Fahrzeug zugeordnet wird (durch den Vergleich mit der Platzinformation), und zusätzlich am gewünschten Zielort eine Aufladung möglich ist. Dabei kann die Auswahl des spezifischen Fahrzeuges (also der Fahrzeuginformation) auch dadurch erfolgen, dass nur solche Fahrzeuge berücksichtigt werden, für welche eine Fahrt zum gewünschten Zielort eingeplant ist.
Ferner kann die Eingabeinformation neben der Zielortinformation über den Zielort auch eine Startortinformation über einen Startort umfassen (z. B. der Standort des Teilnehmers, welcher durch das spezifische Fahrzeug abgeholt werden soll). Weiter kann die Fahrzeuginformation optional auch eine Information über einen aktuellen Standort des Fahrzeuges umfassen, welcher z. B. mittels GPS (Global Positioning System) beim Fahrzeug ermittelt wird. Der aktuelle Standort kann z. B. beim Verknüpfen mit der Startortinformation verglichen werden, um die Fahrzeuginformation mit der Eingabeinformation zu verknüpfen, bei welcher der aktuelle Standort die geringste Differenz zum Startort aufweist.
Unter der Veröffentlichung kann im Rahmen der Erfindung konkret verstanden werden, dass die Eingabeinformation in der Form von abrufbaren Daten für den Zugriff über das Netzwerk durch Endgeräte (wie Smartphones, Laptops oder dergleichen) freigegeben wird. Der Zugriff kann z.
B. über eine Software wie eine App des Smartphones erfolgen, welche hierzu bspw. auf die Datenbank zugreifen kann.
Vorteilhafterweise kann das Bereitstellen der wenigstens einen Fahrzeuginformation derart erfolgen, dass sämtliche Fahrzeuginformationen über sämtliche Fahrzeuge ausgelesen werden (z. B. durch die Abfrage der Datenbank), oder dass nur Fahrzeuginformationen über verfügbare Fahrzeuge ausgelesen werden, und/oder es kann die Durchführung der Verknüpfung dadurch erfolgen, dass nur wenigstens eine solche Fahrzeuginformation über wenigstens ein
ausgewähltes spezifisches Fahrzeug mit der ergänzten Eingabeinformation verknüpft wird, welche den nachfolgenden Kriterien entspricht:
Die Anzahl der Plätze des wenigstens einen ausgewählten Fahrzeuges gemäß der Platzinformation ist größer oder gleich einer Personenanzahl (Anzahl der Personen, welche transportiert werden sollen) gemäß der Personenanzahlinformation, wobei die Personenanzahl ggf. auch auf mehrere Fahrzeuge aufgeteilt wird,
- das spezifische Fahrzeug gehört einem Teilnehmer, welcher die Eingabeinformation ergänzt hat und/oder eine Fahrt an den Zielort plant, insbesondere zu dem Zeitpunkt des Personentransports,
- eine Ist- Information der Fahrzeuginformation über Eigenschaften des Fahrzeuges
entspricht einer Anforderungsinformation der Eingabeinformation über Anforderungen an das Fahrzeug.
Die Ergänzung der veröffentlichten Eingabeinformation um die wenigstens eine
Personenanzahlinformation kann dabei vorteilhafterweise auch dezentral über das Netzwerk ggf. durch verschiedene Teilnehmer erfolgen. Wenn also ein erster Teilnehmer die
Eingabeinformation veröffentlicht (da dieser z. B. mit seinem Fahrzeug die Fahrt zum Zielort plant), können bei der Ergänzung weitere Teilnehmer über das Netzwerk sich für diese
Eingabeinformation eintragen (also die Eingabeinformation ergänzen). Wenn dann die angemeldeten Teilnehmer, also die Personenanzahl gemäß der Personenanzahlinformation, einer vorgegebenen Mindestanzahl entspricht oder dies übersteigt, kann automatisch die Verknüpfung durchgeführt werden. Dabei können in anderen Worten Fahrzeuge gebucht werden, wie das Fahrzeug des ersten Teilnehmers, um mit den weiteren Teilnehmern die Fahrt zum Zielort durchzuführen. Das Ergebnis dieser Verknüpfung kann den Teilnehmer als die Transportinformation bereitgestellt werden. Dabei können besonders vorteilhaft auch Zeiten zum Aufladen eines Energiespeichers der gebuchten Fahrzeuge berücksichtigt werden, und bei der Verknüpfung mit eingeplant werden. Auf dieser Weise kann ein verkehrsmittelübergreifender Mobilitätsmix bereitgestellt werden. Diese einzelnen Teilnehmer können auf das Netzwerk dabei z. B. mittels einer Mobilfunkvorrichtung, wie ein Mobiltelefon, oder ein Laptop oder dergleichen zugreifen.
Vorteilhaft ist es zudem, wenn das Fahrzeug als ein Kraftfahrzeug, insbesondere gleisloses Landkraftfahrzeug, zum Beispiel als ein Hybridfahrzeug, das eine Brennkraftmaschine und eine Elektromaschine zur Traktion umfasst oder als ein Elektrofahrzeug ausgebildet ist,
vorzugsweise mit einem Hochvolt-Bordnetz und/oder einem Elektromotor. Insbesondere kann das Fahrzeug als ein Brennstoffzellenfahrzeug und/oder Personenkraftfahrzeug ausgebildet
sein. Bevorzugt ist bei Ausführungsformen von Elektrofahrzeugen kein Verbrennungsmotor beim Fahrzeug vorgesehen, es wird dann ausschließlich durch elektrische Energie angetrieben.
Vorteilhafterweise kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass die
Eingabeinformation eine Zeitdauerinformation über eine geplante Verweildauer am Zielort umfasst, und/oder die Ladeortinformation eine Belegungsdauerinformation über eine Zeitdauer der Belegung der Ladevorrichtung umfasst, wobei die Verknüpfung zusätzlich durch ein
Vergleichen der Zeitdauerinformation mit der Belegungsdauerinformation durchgeführt wird. Damit kann berücksichtigt werden, wenn während der Verweildauer eine Aufladung aufgrund der Belegung möglich oder nicht möglich ist. Falls die Aufladung an der Ladevorrichtung, insbesondere als stationäre Ladestation, während der Verweildauer nicht möglich ist, kann ggf. eine andere Ladevorrichtung ausgewählt werden. Auch ist es möglich, dass dann bei dem Bereitstellen der Transportinformation diese Eingabeinformation nicht berücksichtigt wird, und stattdessen eine alternative Eingabeinformation ausgewählt wird, für welche die Aufladung am (anderen) Zielort möglich ist.
Außerdem ist es von Vorteil, wenn bei dem Durchführen der Verknüpfung der nachfolgende Schritt durchgeführt wird:
Bestimmen einer Belegungsinformation über eine zukünftige Belegung und/oder Belegungszeitdauer der Ladevorrichtung anhand weiterer, insbesondere einer Vielzahl von Fahrzeuginformationen spezifischer Fahrzeuge und/oder erfasster
Eingabeinformationen und/oder verknüpfter Eingabeinformationen, um vorzugsweise die Verknüpfung mittels Schwarmintelligenz durchzuführen.
Es kann somit auf eine Vielzahl von Daten zurückgegriffen werden, um eine Prädiktion einer Auslastung und/oder Belegung der Ladevorrichtungen durchzuführen. Wenn diese ergibt, dass für eine bestimmte Eingabeinformation am Zielort keine Ladevorrichtung verfügbar ist, kann z.
B. bei dem Bereitstellen der Transportinformation eine alternative Eingabeinformation für einen Benutzer vorgeschlagen werden.
Ferner kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass bei dem Durchführen der Ergänzung der veröffentlichten Eingabeinformation der nachfolgende Schritt durchgeführt wird:
Durchführen der Ergänzung der veröffentlichten Eingabeinformation zusätzlich um eine Anforderungsinformation über weitere Anforderungen an das Fahrzeug, wobei vorzugsweise die Fahrzeuginformation eine Ist-Information über wenigstens eine Eigenschaft des spezifischen Fahrzeuges aufweist, und bei dem Durchführen der Verknüpfung die Ist- Information mit der Anforderungsinformation verglichen wird.
Diese Eigenschaft ist z. B. eine Zusatzausstattung, wie eine Anzahl von Kindersitzen, eine Anzahl von Rollstuhlplätzen oder eine Information über einen Gepäckraum oder einen
Anhänger. Somit können bei dem Verknüpfen nur solche Fahrzeuge mit der Eingabeinformation verknüpft werden, die den Anforderungen entsprechen.
Beispielsweise kann es vorgesehen sein, dass bei dem Durchführen der Verknüpfung der nachfolgende Schritt durchgeführt wird:
Berechnen eines Zwischenstopps und/oder einer Zwischenstoppdauer für einen
Ladevorgang an der Ladevorrichtung.
Hierzu kann z. B. die Zielortinformation und ggf. eine Information über einen elektrischen Energiespeicher (wie eine Kapazität des Energiespeichers) des spezifischen Fahrzeuges herangezogen werden.
Zudem ist im Rahmen der Erfindung denkbar, dass bei dem Durchführen der Erfassung der nachfolgende Schritt durchgeführt wird:
Manuelles Eingeben der Eingabeinformation über eine App, insbesondere Smartphone- App, eines Mobilfunkgeräts, um die Eingabeinformation zu erfassen, insbesondere durch einen Benutzer der App.
Somit können Teilnehmer des Netzwerkes eigene Eingabeinformationen, z. B. über einen Zielort, an welchem eine Aktivität oder dergleichen stattfinden soll, eingeben.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass bei dem Bereitstellen der wenigstens einen
Transportinformation der nachfolgende Schritt durchgeführt wird:
Ausgeben der verknüpften Eingabeinformation an den Benutzer der App über ein Display des Mobilfunkgeräts, um die Transportinformation bereitzustellen.
Damit kann der Benutzer darüber informiert werden, dass ein Personentransport gemäß der Transportinformation eingeplant ist.
Es kann optional möglich sein, dass bei dem Durchführen der Erfassung der wenigstens einen Eingabeinformation die nachfolgenden Schritte durchgeführt werden:
Automatisches Bestimmen der Ladeorte solcher der Ladevorrichtungen mit der geringsten Auslastung, insbesondere durch eine Prädiktion der geringsten Auslastung der Ladevorrichtungen für den Zeitpunkt des Personentransports und/oder die
Verweildauer gemäß der Zeitdauerinformation,
Automatisches Bestimmen von Eingabeinformationen in Abhängigkeit von einem Vergleichen der Zielortinformation mit den bestimmten Ladeorten, vorzugsweise so dass
die Zielorte innerhalb einer vorgegebenen Toleranz den Ladeorten geringster Auslastung entsprechen, um die Eingabeinformationen zu erfassen.
Damit kann bei dem Erfassen der Eingabeinformation eine Bevorzugung solcher
Eingabeinformationen erfolgen, bei welchen der Zielort in Bereichen der geringsten Auslastung der Ladevorrichtungen lokalisiert ist. Das Bestimmen der Eingabeinformation kann hierzu eine entsprechende Selektion der Eingabeinformation aus zuvor durch Benutzer eingegebenen Eingabeinformationen umfassen.
Vorteilhafterweise kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass bei dem Bereitstellen der wenigstens einen Transportinformation die nachfolgenden Schritte durchgeführt werden:
Automatisches Selektieren von Benutzern durch ein Vergleichen der verknüpften Eingabeinformation mit einer jeweiligen Benutzerinformation der Benutzer,
Ausgeben der Eingabeinformation an die selektierten Benutzer, um die
T ransportinformation bereitzustellen.
Damit können Benutzer automatisch über solche Eingabeinformationen informiert werden, welche den Benutzerinformationen entsprechen. Es kann sich bei den Benutzerinformationen z. B. um Vorgaben wie Interessen oder dergleichen des Benutzers handeln.
Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist ein System zur Bereitstellung von
Transportinformationen, welche für einen Personentransport bei einer Vielzahl von Fahrzeugen spezifisch sind. Hierbei ist vorgesehen, dass die Fahrzeuge jeweils als ein Elektrofahrzeug ausgebildet sind. Das System kann die nachfolgenden Komponenten aufweisen, welche z. B. jeweils als Elektronikkomponente und/oder Softwarekomponente ausgeführt sind, und bspw. durch eine zentrale Datenverarbeitungsanlage (Server) bereitgestellt werden:
eine Erfassungskomponente zum Durchführen einer Erfassung wenigstens einer Eingabeinformation, welche zumindest eine Zielortinformation über einen Zielort des Personentransports umfasst, eine Veröffentlichungskomponente zum Durchführen einer Veröffentlichung der erfassten Eingabeinformation über ein Netzwerk, eine Ergänzungskomponente zum Durchführen einer Ergänzung der veröffentlichten Eingabeinformation um wenigstens eine Personenanzahlinformation über das Netzwerk, eine Bereitstellungskomponente zum Bereitstellen wenigstens einer Fahrzeuginformation über wenigstens ein spezifisches Fahrzeug der Fahrzeuge, wobei die
Fahrzeuginformation zumindest eine Platzinformation über eine Anzahl der Plätze des spezifischen Fahrzeuges umfasst, und zum Bereitstellen einer Ladeortinformation über wenigstens eine Ladevorrichtung für das Fahrzeug, welche zumindest eine
Ortsinformation über den Ort der Ladevorrichtung umfasst, eine Verknüpfungskomponente zum Durchführen einer Verknüpfung der ergänzten Eingabeinformation mit der Fahrzeuginformation und der Ladeortinformation durch ein Vergleichen der Personenanzahlinformation mit der Platzinformation und der
Zielortinformation mit der Ortsinformation, um wenigstens eine Transportinformation anhand der verknüpften Eingabeinformation bereitzustellen.
Damit bringt das erfindungsgemäße System die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes Verfahren beschrieben worden sind. Die einzelnen Komponenten können ferner dazu geeignet sein, die Schritte eines erfindungsgemäßen
Verfahrens durchzuführen.
Das erfindungsgemäße System kann optional auch eine Software wie eine Smartphone-App, aufweisen, welche eine Kommunikation mit den einzelnen Komponenten über das Netzwerk bereitstellen kann. Alternativ kann die Software zumindest eine der Komponenten auch selbst implementieren, um z. B. die Erfassung der wenigstens einen Eingabeinformation und/oder die Verknüpfung durchzuführen. Bspw. kann ein Teilnehmer, wie ein Benutzer des Smartphones mit der Software, über die Software die Eingabeinformation eingeben, und dann z. B. an den Server zur Bereitstellung und/oder Veröffentlichung über das Netzwerk übertragen. Bei der
Eingabeinformation kann es sich z. B. um eine Aktivität wie ein Ausflugsangebot oder eine andere mögliche Gruppenaktivität handeln. Die Veröffentlichung erfolgt z. B. mit dem Zweck, weitere Personen hierzu einzuladen. Zusagen zu dieser Einladung können dabei die
Personenanzahl gemäß der Personenanzahlinformation erhöhen. Ferner kann bei der Eingabe ggf. der Zeitpunkt (d. h. auch der Zeitraum) für die Aktivität festgelegt werden. Es kann eine gemeinsame oder individuelle Anreise für die Aktivität vorgesehen sein. Interessenten können anhand der veröffentlichten Eingabeinformationen die Aktivitätsangebote sehen und sich dafür anmelden. Die Aktivität kann z. B. nur dann zustande kommen, wenn sich genügend Teilnehmer hierzu anmelden (also die Personenanzahl groß genug ist). Wenn sich genügend Teilnehmer hierzu angemeldet haben, kann gemäß der Verknüpfung automatisch vom erfindungsgemäßen System ein Fahrzeug oder ggf. auch mehrere Fahrzeuge gebucht werden, welche den
Anforderungen an den Teilnehmern gerecht werden. Auch kann ein
verkehrsmittelübergreifender Mobilitätsmix dabei automatisch gebucht werden. Durch die
Berücksichtigung der Ladeortinformation können ferner notwendige Zeiten zum Aufladen eines Energiespeichers der Fahrzeuge in die Planung der Aktivität mit aufgenommen werden. Hierzu kann die Aktivität, also die Eingabeinformation, ggf. auch modifiziert werden, um den Ladestopp zu berücksichtigen (z. B. im Sinne eines gemeinsamen Essens, welches für den Zeitraum des Ladestopps zum Aufladen vorgeschlagen wird).
Das erfindungsgemäße System kann vorteilhafterweise auch als ein Computerprogramm, insbesondere Computerprogrammprodukt, ausgebildet sein. Entsprechend sind die einzelnen Komponenten dann als Software-Komponenten ausgebildet. Das Computerprogramm kann nicht- flüchtig auf einem persistenten Speicher des Servers gespeichert sein, um durch einen Prozessor des Servers ausgeführt zu werden.
Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist eine Verwendung eines erfindungsgemäßen Systems für eine Bereitstellung der Eingabeinformation in der Form einer Information über eine
Gruppenaktivität (d. h. eine gesellschaftliche Aktivität und/oder Veranstaltung mit mehreren Teilnehmern), und/oder der Transportinformation in der Form einer Information über eine Mobilitätsdienstleistung (d. h. eine Vermittlung eines Personentransports, insbesondere im Sinne einer„Mitfahrgelegenheit“). Damit bringt die erfindungsgemäße Verwendung die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes System und/oder Verfahren beschrieben worden sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung zur Visualisierung eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 eine weitere schematische Darstellung zur Visualisierung eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems.
In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.
In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Verfahren 100 zur Bereitstellung von
Transportinformationen 300 gezeigt, wobei die Transportinformationen 300 für einen
Personentransport bei einer Vielzahl von Fahrzeugen 1 spezifisch sind, und wobei die
Fahrzeuge 1 jeweils als ein Elektrofahrzeug ausgebildet sein können. Gemäß einem ersten Verfahrensschritt 101 erfolgt dabei ein Durchführen einer Erfassung wenigstens einer
Eingabeinformation 400, welche zumindest eine Zielortinformation über einen Zielort des Personentransports umfasst. Gemäß einem zweiten Verfahrensschritt 102 wird eine
Veröffentlichung der erfassten Eingabeinformation 410 über ein Netzwerk 200 durchgeführt. Gemäß einem dritten Verfahrensschritt 103 erfolgt ein Durchführen einer Ergänzung der veröffentlichten Eingabeinformation 420 um wenigstens eine Personenanzahlinformation über das Netzwerk 200. Gemäß einem vierten Verfahrensschritt 104 wird eine Fahrzeuginformation 450 über wenigstens ein spezifisches Fahrzeug 1 der Fahrzeuge 1 bereitgestellt, wobei die Fahrzeuginformation 450 zumindest eine Platzinformation über eine Anzahl der Plätze des spezifischen Fahrzeuges 1 umfasst. Anschließend erfolgt gemäß einem fünften
Verfahrensschritt 105 ein Bereitstellen einer Ladeortinformation 460 über wenigstens eine Ladevorrichtung für das Fahrzeug 1 , welche zumindest eine Ortsinformation über den Ort der Ladevorrichtung umfasst. Dann kann gemäß einem sechsten Verfahrensschritt 106 ein
Durchführen einer Verknüpfung der ergänzten Eingabeinformation 430 mit der
Fahrzeuginformation 450 und der Ladeortinformation 460 durch ein Vergleichen der
Personenanzahlinformation mit der Platzinformation und der Zielortinformation mit der
Ortsinformation erfolgen. Anschließend ist ein Bereitstellen wenigstens einer
Transportinformation 300 anhand der verknüpften Eingabeinformation 440 gemäß einem siebten Verfahrensschritt 107 vorgesehen.
Gemäß Figur 2 kann bei dem Durchführen der Erfassung ein manuelles Eingeben der
Eingabeinformation 400 über eine App, insbesondere Smartphone-App, eines Mobilfunkgeräts 5 vorgesehen sein, um die Eingabeinformation 400 zu erfassen, insbesondere durch einen Benutzer der App. Bei dem Bereitstellen der wenigstens einen Transportinformation 300 kann zudem ein Ausgeben der verknüpften Eingabeinformation 440 an den Benutzer der App über ein Display 6 des Mobilfunkgeräts 5 erfolgen, um die Transportinformation 300 bereitzustellen. Das Fahrzeug 1 und das Mobilfunkgerät 5 können dabei über das Netzwerk 200 miteinander verbunden sein, um z. B. die Fahrzeuginformation mit dem aktuellen Standort des Fahrzeuges 1 zu aktualisieren.
ln Figur 3 ist ein System 10 zur Bereitstellung von Transportinformationen 300 gezeigt, wobei die Transportinformationen 300 für einen Personentransport bei einer Vielzahl von Fahrzeugen 1 spezifisch sind. Dabei ist eine Erfassungskomponente 20 zum Durchführen einer Erfassung wenigstens einer Eingabeinformation 400 vorgesehen, wobei die Eingabeinformation 400 zumindest eine Zielortinformation über einen Zielort des Personentransports umfasst. Ferner ist eine Veröffentlichungskomponente 30 zum Durchführen einer Veröffentlichung der erfassten Eingabeinformation 410 über ein Netzwerk 200 vorgesehen. Eine Ergänzungskomponente 40 kann zum Durchführen einer Ergänzung der veröffentlichten Eingabeinformation 420 um wenigstens eine Personenanzahlinformation über das Netzwerk 200 genutzt werden. Außerdem kann eine Bereitstellungskomponente 50 zum Bereitstellen wenigstens einer
Fahrzeuginformation 450 über wenigstens ein spezifisches Fahrzeug 1 der Fahrzeuge 1 dienen, wobei die Fahrzeuginformation 450 zumindest eine Platzinformation über eine Anzahl der Plätze des spezifischen Fahrzeuges 1 umfasst. Die Bereitstellungskomponente 50 kann ferner zum Bereitstellen einer Ladeortinformation 460 über wenigstens eine Ladevorrichtung für das Fahrzeug 1 genutzt werden, wobei die Ladeortinformation 460 zumindest eine Ortsinformation über den Ort der Ladevorrichtung umfasst. Außerdem ist eine Verknüpfungskomponente 60 zum Durchführen einer Verknüpfung der ergänzten Eingabeinformation 430 mit der
Fahrzeuginformation 450 und der Ladeortinformation 460 durch ein Vergleichen der
Personenanzahlinformation mit der Platzinformation und der Zielortinformation mit der
Ortsinformation vorgesehen, um wenigstens eine Transportinformation 300 anhand der verknüpften Eingabeinformation 440 bereitzustellen. Figur 3 visualisiert dabei ebenfalls eine erfindungsgemäße Verwendung eines erfindungsgemäßen Systems 10 für eine Bereitstellung der Eingabeinformation 400 in der Form einer Information über eine Gruppenaktivität und der Transportinformation 300 in der Form einer Information über eine Mobilitätsdienstleistung.
Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste Fahrzeug, Kraftfahrzeug
Mobilfunkgerät
Display System Erfassungskomponente Veröffentlichungskomponente Ergänzungskomponente Bereitstellungskomponente Verknüpfungskomponente Verfahren Verfahrensschritte Netzwerk Transportinformation Eingabeinformation
erfasste Eingabeinformation veröffentlichte Eingabeinformation
ergänzte Eingabeinformation verknüpfte Eingabeinformation
Fahrzeuginformation Ladeortinformation