VERFAHREN ZUM BEREITSTEFFEN VON FORMSTÄBEN
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen von Formstäben für den Einsatz in elektrischen Maschinen umfassend die Schritte Vorbereiten von Formstabrohlingen und Um formung der Formstabrohlinge.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Bereitstellen von Formstabrohlingen für die Herstellung von Formstäben für den Einsatz in elektrischen Maschinen, wobei die Form stabrohlinge aus einem Feiterdraht hergestellt werden, wozu der Feiterdraht mit einer Draht fördereinrichtung zu einer Trenneinrichtung gefördert wird.
Weiter betrifft die Erfindung eine Fertigungsanlage zum Bereitstellen von Formstäben für den Einsatz in elektrischen Maschinen, wobei die Fertigungsanlage eine Umformungsstation für die Umformung von Formstabrohlingen aufweist.
Zudem betrifft die Erfindung eine Fertigungsanlage zum Bereitstellen von Formstabrohlingen für die Herstellung von Formstäben für den Einsatz in elektrischen Maschinen, umfassend eine Drahtfördereinrichtung und eine Trenneinrichtung.
Bekanntlich weisen elektrische Maschinen, wie Motoren oder Generatoren, Wicklungen auf. Neben herkömmlichen Spulen aus Runddraht gibt es auch die sogenannte Flachdraht Wellen wickeltechnik und die Hairpin-Technologie bei denen anstellte eines Endlosdrahtes auch Formstäbe zum Einsatz kommen. Derzeit werden die dafür verwendeten Formstäbe einzeln aus Endlosmaterial hergestellt, wobei die einzelnen Formstabrohlinge nacheinander die Ferti gungsstraße durchlaufen. Damit verbunden sind entsprechend hohe Taktzeiten und die damit einhergehenden Nachteile.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Formstäbe für die Wicklungen von elektrische Maschinen effizienter herstellen zu können.
Diese Aufgabe der Erfindung wird mit dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, dass mehrere Formstäbe vor der Umformung auf einem Warenträger positioniert und fixiert werden und auf dem Warenträger sich befindend gemeinsam umgeformt werden.
Weiter wird die Aufgabe mit dem Verfahren zum Bereitstellen von Formstabrohlingen gelöst, nach dem vorgesehen ist, dass der Feiterdraht vor der Trenneinrichtung mit Kerben versehen wird, wozu der Feiterdraht durch zumindest ein vertikales Kerbwalzenpaar und zumindest ein horizontales Kerbwalzenpaar gefördert wird.
Weiter wird die Aufgabe der Erfindung mit der eingangs genannten Fertigungsanlage gelöst, bei der die Fertigungsanlage weiter zumindest einen Warenträger aufweist, auf dem mehrere Formstabrohlinge angeordnet werden können, und auf dem die Formstabrohlinge sich befin dend gleichzeigt umgeformt werden können.
Zudem wird die Aufgabe der Erfindung mit der genannten Fertigungsanlage zum Bereitstellen von Formstabrohlingen gelöst, die zumindest ein vertikales Kerbwalzenpaar und zumindest ein horizontales Kerbwalzenpaar aufweist.
Von Vorteil ist dabei, dass es mit der Anordnung der Formstabrohlinge auf einem Warenträ ger möglich wird, die Vorbereitung der Formstabrohlinge zumindest teilweise von der Umfor mung verfahrenstechnisch zu entkoppeln, d.h. dass diese Prozesse parallel bzw. gleichzeitig durchgeführt werden können. Durch die Entkopplung können also langsamere von schnelle ren Prozessen entkoppelt werden, wodurch die Flaschenhalsproblematik in der Fertigung bes ser beherrschbar wird. In der Folge kann damit eine Verkürzung der Taktzeit für die Herstel lung von einem Formstab erreicht werden. Eine weitere Beschleunigung des Prozesses kann durch die gleichzeitige Umformung mehrere Formstabrohlinge erreicht werden. Es können damit in Summe Taktzeiten für die Herstellung eines Formstabes erreicht werden, die im Zehntelsekundenbereich liegen. Dementsprechend hoch kann folglich auch der Output von elektrischen Maschinen sein, wodurch die Produktion von Elektromotoren für die E-Mobility wirtschaftlich interessanter wird. Mit dem Verfahren zur Herstellung der Formstabrohlinge bzw. der Fertigung sanlage hierfür, können Formstabrohlinge in hoher Geschwindigkeit herge stellt werden, wodurch die hochvolumige Herstellung der Formstäbe weiter unterstützt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Formstabrohlinge mit dem Warenträger als Werkzeug umgeformt werden. Dazu kann gemäß einer Ausführungsvariante der Fertigungsanlage vorgesehen sein, dass der Warenträger als Umformwerkzeug für die Formstabrohlinge ausgebildet ist, wobei gemäß einer Ausführungs variante dazu vorgesehen sein kann, dass der Warenträger zumindest zweiteilig ausgebildet ist, wobei zumindest zwei Teile über eine gemeinsame Schwenkachse miteinander verbunden sind, und dass Aufnahmebereiche für die Formstabrohlinge jeweils auf beiden Teilen ausge bildet sind. Mit diesen Ausführungsvarianten ist eine weitere Vereinfachung der Herstellung der Formstäbe erreichbar, da die Formstabrohlinge nicht zusätzlich für die Umformung mani puliert werden müssen. Zudem ist das Werkzeug„Warenträger“ einfach ausgebildet, wodurch auch dessen Standzeit erhöht werden kann.
Es kann nach einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen sein, dass die mehreren Formstäbe auf dem Warenträger sich befindend zumindest teilweise abisoliert wer den. Auch damit ist eine weitere Verkürzung der Taktzeit durch Vermeidung von zusätzli chem Manipulationsaufwand erreichbar.
Bevorzugt erfolgt die Abisolierung der Formstabrohlinge in einer Abisolierstation, die in Pro duktionsrichtung vor der Umformungsstation angeordnet ist, da damit die Formstabrohlinge noch gerade vorliegen und die Abisolierung schneller durchgeführt werden kann.
Die Abisolierstation kann gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Fertigungsanlage zur Aufnahme des Warenträgers mit den mehreren darauf befindlichen Formstabrohlingen ausgebildet sein, womit eine weitere Verkürzung der Taktzeit erreicht werden kann. Gegebe nenfalls können damit auch mehrere Formstabrohlinge gleichzeitig bearbeitet werden.
Es ist dabei von Vorteil, wenn nach einer Ausführungsvariante dazu die Abisolierstation zu mindest eine Drehvorrichtung zum Drehen des Warenträgers aufweist, da damit nur ein Ab isolierwerkzeug zum Abisolieren von beiden Enden der Formstabrohlinge erforderlich ist.
Zur schnelleren Positionierung der Formstabrohlinge kann nach einer anderen Ausführungs variante der Erfindung vorgesehen sein, dass der Warenträger Vertiefungen aufweist, wobei jeweils eine Vertiefung für die Aufnahme jeweils eines Formstabrohlings ausgebildet ist.
Nach einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung kann weiter vorgesehen sein, dass das vertikales Kerbwalzenpaar und/oder das horizontales Kerbwalzenpaar den Leiterdraht nur im Bereich eines Eingriffswinkels von 5 0 bis 20 0 berührt und während der damit verbundenen Zeitspanne synchron mit dem Leiterdraht mitbewegt wird. Durch die nur kurze Berührung der kerbwalze(n) mit dem Leiterdraht die Präzision der Kerbung verbessert werden.
Es kann dabei gemäß einer Ausführungsvariante auch vorgesehen sein, dass das vertikale Kerbwalzenpaar und/oder das horizontale Kerbwalzenpaar außerhalb der Zeitspanne, in der dieses/ diese synchron mit dem Leiterdraht mitbewegt wird/werden, langsamer oder schneller bewegt wird/werden. Das vertikale Kerbwalzenpaar und/oder das horizontale Kerbwalzenpaar kann/können dazu eine eigene Antriebseinrichtung aufweisen. Es wird damit ermöglicht, dass mit hoher Geschwindigkeit nach demselben Verfahren und insbesondere mit derselben Lerti- gungsanlage Lormstabrohlinge mit unterschiedlicher Länge hergestellt werden können.
Vorzugsweise kann nach einer anderen Ausführungsvariante vorgesehen werden, dass die Kerben gerundet ausgeführt. Es kann damit das Lügen der Lormstäbe in das Statorblechpaket erleichtert werden, insbesondere kann damit die Beschädigung des Isolationspapiers besser vermieden werden. Beim späteren Aufbringen einer Isolierung an den Drahtenden, z. B. durch Tränken oder Pulversintem, können zudem dünne Stellen in der Isolationsschicht an scharfen Kanten vermieden werden. Durch die abgerundeten Kanten bleibt die Schichtdicke annähernd konstant. Damit können bei hohen Spannungen Lunkendurchschläge besser vermieden wer den.
Nach einer weiteren Ausführungsvariante ist es aber auch möglich, dass zwei nebeneinander ausgebildete Seitenkanten der Lormstabrohlinge scharfkantig belassen werden, wodurch das Verschweißen der Lormstäbe verbesset werden kann. Das vertikale Kerbwalzenpaar und/oder das horizontale Kerbwalzenpaar kann dazu mit nur einer Klinge versehen sein und die weitere Walze nur eine Stützfunktion aufweisen.
Zur Verringerung der Toleranzen kann nach einer anderen Ausführungsvariante der Erfin dung vorgesehen sein, dass eine Strecke, die der Leiterdraht zurücklegt, bestimmt wird. Die Lertigungsanlage kann dazu mit einem Encoder-Reibrad ausgestattet sein.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein Schema für eine Fertigungsanlage zum Bearbeiten von Formstabrohlingen; Fig. 2 eine Ausführungsvariante eines Formstabs;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsvariante eines Formstabs;
Fig. 4 eine Ausführungsvariante eines Warenträgers;
Fig. 5 eine weitere Ausführungsvariante eines Warenträgers;
Fig. 6 eine andere Ausführungsvariante eines Warenträgers;
Fig. 7 ein Detail einer Ausführungsvariante der Umformstation der Fertigung sanlage; Fig. 8 einen Warenträger;
Fig. 9 einen Ausschnitt aus einem Umformwerkzeug im geöffneten Zustand;
Fig. 10 den Ausschnitt aus dem Umformwerkzeugt im geschlossenen Zustand;
Fig. 11 ein Umformwerkzeug in einer ersten Umformstellung;
Fig. 12 das Umformwerkzeug nach Fig. 11 in einer zweiten Umformstellung;
Fig. 13 einen Ausschnitt aus einem weiteren Umformwerkzeug in Schrägansicht von der
Seite;
Fig. 14 einen Ausschnitt aus dem weiteren Umformwerkzeug in Ansicht von oben;
Fig. 15 einen Ausschnitt aus einem anderen Umformwerkzeug;
Fig. 16 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung von Form
stabrohlingen;
Fig. 17 zwei miteinander verbundene Formstäbe in Draufsicht.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen wer den, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf glei che Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen wer den können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, un ten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Fertigungsanlage 1 zum Bereitstellen bzw. Herstellen von Formstäben 2 für den Einsatz in elektrischen Maschinen, wie Elektromotoren oder Generatoren. Beispiele derartiger Formstäbe 2 sind in den Fig. 2 und Fig. 3 gezeigt. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die dargestellten Formen keinen die Erfindung einschrän kenden Charakter haben. Vielmehr sind aus dem einschlägigen Stand der Technik weitere Formen bekannt, auf die hier verwiesen sei.
Die Fertigung sanlage 1 kann Teil einer Gesamtanlage für die Herstellung von Baugruppen für derartige elektrische Maschinen sein, beispielsweise zur Herstellung von Statoren, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
Die Fertigung sanlage 1 umfasst eine Vorbereitungsstation 3 und eine Umformungsstation 4.
In der Vorbereitungsstation 3 erfolgt die Vorbereitung von Formstabrohlingen 5 für die wei tere Bearbeitung. Dazu weist die Vorbereitungsstation mehrere Bearbeitungszonen auf.
Das Rohmaterial für die Herstellung der Formstäbe 2 wird üblicherweise von einer Rolle 6 in Form eines bereits beschichteten (lackierten) Leiterdrahtes 7 abgewickelt bzw. abgezogen und über eine Walze 8 der Vorbereitungsstation zugeführt. Selbstverständlich sind auch andere Ausführungen von Zuführungen des Leiterdrahtes 7 möglich.
Der Leiterdraht 7 an sich hat bevorzugt eine rechteckförmige oder quadratische Querschnitts form, wobei auch andere Querschnittsformen, wie z.B. eine kreisförmige oder ovale oder tra pezförmige, einsetzbar sind.
In der Vorbereitungsstation kann der Leiterdraht 7 in einem ersten Schritt einer Richtzone 9 zugeführt werden. In der Richtzone 9 kann beispielsweise eine Korrektur der Querschnitts form und/oder eine Begradigung des Leiterdrahtes 7 erfolgen.
Der Leiterdraht 7 kann weiter in eine, insbesondere an die Richtzone 9 (unmittelbar) anschlie ßende Prägezone 10 eingeführt werden.
In Produktionsrichtung nach (insbesondere unmittelbar nach) der Prägezone 10 ist ein Schneidzone 11 angeordnet, in der der Leiterdraht 7 zu den Formstabrohlingen 5 abgelängt wird.
Da diese Art der Vorbereitung der Formstabrohlinge 5 an sich aus dem Stand der Technik be kannt ist, sei zur Vermeidung von Wiederholungen auf diesen Stand der Technik verwiesen.
Am Ende der Vorbereitungs Station liegen also Formstabrohlinge 5 einer bestimmten Länge vor. Diese Formstabrohlinge 5 werden der Umformung s Station 4 zugeführt. Dazu werden mehrere der Formstabrohlinge 5 auf einen Warenträger 12 angeordnet, beispielsweise mittels eines Schiebers aufgeschoben.
An dieser Übergabezone der Formstabrohlinge 5 von der Vorbereitungs Station 3 auf den Wa renträger 12 ist auch bevorzugt die voranstehend genannte Entkopplung der langsameren von den schnelleren Prozessschritten ausgebildet.
Mit dem Warenträger 12 können nun mehrere der Formstabrohlinge 5 der weiteren Bearbei tung in der Umformstation 4 gemeinsam zugeführt werden. Gegebenenfalls kann vorher noch eine Drehung der Formstabrohlinge 5 in der Ebene um 90 0 durchgeführt werden, wie dies in Fig. 1 anhand des Drehpfeils 13 angedeutet ist.
Da in Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsvariante der Fertigungsanlage 1 dargestellt ist, ist in Produktionsrichtung vor der Umformungsstation 4 noch eine Abisolierstation 14.
Das zumindest teilweise Abisolieren der Formstabrohlinge 5 ist für die Kontaktierung der Formstäbe 2 erforderlich. Dieses Abisolieren kann prinzipiell auf bekannte Art und Weise er folgen, indem jeder Formstabrohling 5 einzeln der Abisolierstation zugeführt wird. Im Rah men der Erfindung werden aber auch hier mehrere Formstabrohlinge 5 sich auf dem Waren träger 12 befindend gemeinsam der Abisolierstation 14 zugeführt, wie diese in Fig. 1 darge stellt ist.
In der Abisolierstation 14 werden zumindest die beiden Endbereiche jedes Formstabrohlings 5 abisoliert, d.h. von der voranstehend erwähnten Lackschicht befreit. Es können hierfür die bekannten Werkzeuge eingesetzt werden, die beispielsweise im einschlägigen Stand der Tech nik beschrieben sind, auf den in diesem Zusammenhang verwiesen sei.
Bevorzugt wird die zumindest teilweise Abisolierung der Formstabrohlinge 5 mit einem Laser durchgeführt.
Nachdem die Formstabrohlinge 5 bevorzugt auch in der Abisolierstation 14 bereits auf dem Warenträger 12 sich befindend bearbeitet werden, ist die Abisolierstation 14 entsprechend für die Aufnahme des Warenträgers 12 ausgebildet, beispielswiese mit einer entsprechenden För dereinrichtung ausgestattet, auf der der Warenträger transportiert wird.
Es kann weiter vorgesehen sein, dass in der Abisolierstation 14 zumindest eine Drehvorrich tung 15 zum Drehen des Warenträgers 12 aufweist. Alternativ oder zusätzlich dazu kann aber auch der Warenträger 12 (an der Unterseite) eine Drehvorrichtung aufweisen, sodass gegebe nenfalls in der Fertigung sanlage 1 auf weitere Drehvorrichtungen zum Drehen der Form stabrohlinge 5 bzw. des Warenträgers 12 verzichtet werden kann.
In der bevorzugten Ausführungsvariante der Fertigungsanlage 1 werden mehrere Form stabrohlinge 5 sich auf dem Warenträger 12 befindend an die Umformstation 4 übergeben.
In der Umformstation 4 werden Formstabrohlinge 5 umgeformt, beispielsweise in die U-Form wie in Fig. 2 gezeigt oder in eine andere bekannte Form bzw. Hairpin-Form. Für die Umfor mung verbleiben die Formstabrohlinge 5 auf dem Warenträger 12, sodass mehrere Form stabrohlinge 5 gleichzeitig umgeformt werden.
Dabei kann bevorzugt nach einer Ausführungsvariante der Fertigungsanlage 1 vorgesehen sein, dass der Warenträger 12 selbst als Umformwerkzeug eingesetzt wird. Der Warenträger 12 kann dazu beispielsweise zweigeteilt ausgeführt sein, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, die einen Warenträger 12 in Seitenansicht zeigt. Demnach kann ein erster Warenträgerteil 16 mit einem zweiten Warenträgerteil 17 über ein Gelenk 18 verbunden sein. Jeder der Formstabroh linge 5 ist sowohl auf dem ersten als auch auf dem zweiten Warenträgerteil 16, 17 angeordnet. Für die Umformung wird zumindest einer der beiden Warenträgerteile 16, 17 relativ zum an deren Warenträgerteil 17, 16 gemäß Pfeil 19 ver schwenkt, die beiden Warenträgerteile 16, 17 also in Art eines Buches zugeklappt. Es können hierfür auch beide Warenträgerteile 16, 17 verschwenkt werden, wie dies in Fig. 4 anhand des strichlierten Pfeiles 19 angedeutet ist. Durch das„Zuklappen“ werden folglich sämtliche auf dem Warenträger 12 sich befindenden Formstabrohlinge 5 gleichzeitig umgeformt. Nach der Umformung wird der Warenträger 12 durch die entgegengesetzte Bewegung wieder geöffnet (also„das Buch wieder aufgeklappt“).
Die beiden Warenträgerteile 16, 17 können gleich groß ausgeführt sein. Es ist aber auch eine andere Aufteilung des Warenträgers 12, d.h. der Fläche, auf der die Formstabrohlinge 5 ange ordnet sind, möglich.
Es ist weiter möglich, dass der Warenträger in mehr als zwei zueinander verschwenkbare Wa renträgerteile 16, 17 aufgeteilt ist. Dies soll mit Fig. 5 angedeutet werden, in der ein dreige teilter Warenträger 12 in Draufsicht dargestellt ist. Die Warenträger 12 umfasst hier die bei den Warenträgerteile 16, 17, die jeweils über ein Gelenk 18 (nur angedeutet dargestellt) mit einem weiteren Warenträgerteil 20 verbunden sind. Der mittlere, weitere Warenträgerteil 20
ist dabei schmäler ausgeführt als die beiden anderen Warenträgereile 16, 17. Für die Umfor mung der Formstabrohlinge 5 kann dieser mittlere, weitere Warenträgerteil 20 gegebenenfalls ruhend belassen werden und nur die beiden anderen Warenträgerteile 16, 17 verschwenkt werden.
Generell gilt, dass jeder der Formstabrohlinge 5 auf jedem der Warenträgerteile 16, 17, 20 an geordnet ist, sofern nur eine Reihe an Formstabrohlingen 5 gemeinsam umgeformt wird. Bei mehr als einer Reihe an Formstabrohlingen 5 auf dem Warenträger 12 ist dies nicht der Fall.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es sich bei den Darstellungen des Warenträgers 12 in den Fig. 4 und 5 lediglich um Beispiele handelt. Andere Ausführungen des Warenträgers 12 sind im Rahmen der Erfindung möglich.
In den Fig. 4 und 5 sind die Formstabrohlinge 5 auf dem Warenträger 12 liegend angeordnet. Es ist aber auch eine andere, z.B. stehende Anordnung der Formstabrohlinge 5 möglich, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist, die der Einfachheit halber ebenfalls einen nur zweigeteilten Wa renträger 12 zeigt. Bei dieser Ausführungsvariante des Warenträgers 12 weist das Warenträ gerteil 16 Vertiefungen auf, in denen die Formstabrohlinge 5 stehend angeordnet sind. Die Formstabrohlinge 5 sind aber länger als die Vertiefungen, sodas s die über den Warenträgerteil 16 vorragen und damit mit dem Warenträgerteil 17 durch Verschenken um das Gelenk 18 um geformt werden können.
Für die Bewegung der einzelnen Warenträgerteile 16, 17, 20 weist die Umformstation 4 ent sprechende Bewegungseinrichtungen, wie z.B. Aktoren bzw. Motoren, etc., auf, die in den Fi guren allerdings nicht dargestellt sind.
Prinzipiell kann die gemeinsame Umformung der Formstabrohlinge 5 auch mit anderen Me thoden erfolgen, bei denen der Warenträger nur als solcher und nicht als Umformwerkzeug an sich fungiert. Als Beispiel hierfür ist in Fig. 7 ein Gesenk 21 dargestellt. Der Warenträger 12 dient hier nur als Ablage und Halterung für die Formstabrohlinge 5. Letztere werden auf dem Warenträger 5 sich befindend in zwischen die Gesenkteile des Gesenks 21 eingebracht und
durch die Schließbewegung des Gesenks 21 umgeformt. Damit der Warenträger die Umform bewegung ebenfalls mit ausführen kann, ist dieser wieder mehrteilig ausgebildet, beispiels weise mit den über Gelenke 18 verbundenen Warenträgereilen 16, 17, 20 versehen.
Es ist aber auch möglich, dass die Formstabrohlinge 5 mit einem Manipulator ergriffen wer den und auf dem Warenträger 12 fixiert durch die Bewegung des Manipulators umgeformt werden.
Generell sind die Formstabrohlinge 5 zumindest während der Umformung und gegebenenfalls der Abisolierung auf dem Warenträger 12 fixiert. Vorzugsweise sind die Formstabrohlinge 5 jedoch während der gesamten Zeit, in der sie sich auf dem Warenträger 12 befinden auf die sem fixiert. Zur Fixierung können übliche Fixierungsmittel vorgesehen werden, wie beispiels weise (federbelastet) Arretierbleche oder -Stäbe, etc.
Zur Fixierung und/oder Positionierung der Formstabrohlinge 5 kann nach einer weiteren Aus führungsvariante der Fertigungsanlage 1 vorgesehen sein, dass der Warenträger 12 Vertiefun gen 22 aufweist, wobei jeweils eine Vertiefung 22 für die Aufnahme jeweils eines Form stabrohlings 5 ausgebildet ist, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Die Vertiefungen 22 können eine Form und Größe (Querschnittsfläche in Draufsicht betrachtet) aufweisen, die der Form und Größe der Formstabrohlinge 5 (in gleicher Richtung betrachtet) entspricht. Sie können weiter eine Tiefe aufweisen, die so bemessen ist, dass die Formstabrohlinge flächenbündig mit der restlichen Oberfläche des Warenträgers 12, in der die Vertiefungen 22 ausgebildet sind, angeordnet sind.
Nach der Umformung de Formstabrohlinge 5 können diese die Fertigungsanlage 1 verlassen und von dem Warenträger 12 entfernt werden.
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass sich in der Fertigungsanlage 1 mehrere Waren träger 12 mit darauf sich befindenden Formstabrohlingen 5 gleichzeitig befinden können.
Mit der Fertigungsanlage 1 können somit Formstäbe 2 für den Einsatz in elektrischen Maschi nen bereitgestellt werden, die nach einem Verfahren aus Formstabrohlingen 5 hergestellt wur den, wobei das Verfahren die Schritte Vorbereiten der Formstabrohlinge 5 und Umformung
der Formstabrohlinge 5 entsprechend den voranstehenden Ausführungen umfasst. Dabei wer den mehrere Formstabrohlinge 5 vor der Umformung auf einem Warenträger 12 positioniert und fixiert und auf dem Warenträger 12 sich befindend gemeinsam umgeformt.
Als Werkzeug für die Umformung der Formstabrohlinge 5 kann gemäß einer Verfahrens Vari ante der Warenträger 12 selbst verwendet werden.
Es kann weiter nach einer anderen Verfahrens Variante vorgesehen sein, dass mehrere Form stabrohlinge 5 auf dem Warenträger 12 sich befindend zumindest teilweise abisoliert werden.
Wie bereits voranstehend ausgeführt, kann die Fertigungsanlage 1 zur Bereitstellung der Formstäbe 2 Teil einer Gesamtanlage sein, mit der Teile von elektrischen Maschinen unter Verwendung der Formstäbe 2, wie z.B. Statoren, hergestellt werden. Dazu können Formstäbe 2 gegebenenfalls noch verdreht werden um die gewünschte Hairpin-Form zu erhalten, die bei spielsweise in Fig. 3 andeutungsweise dargestellt ist.
Die Formstäbe 2 können dann in einer Korbbildungs Station 23 zu einem Formstabkorb zu sammengefügt werden, wofür in der Korbbildungsstation 23 mehrere Übergabeteller 24 ange ordnet sein können, die durch jeweils ein 180° Schwenken den Formstabkorb bilden.
Der Formstabkorb wird anschließend in Nuten eines Blechpakets 25 eingeführt, das vorher gegebenenfalls einer Nutisolierungsstation 26 zugeführt wurde.
Es kann weiter vorgesehen sein, dass Formstäbe 2 mit einer Sonderform für die Bildung des Formstabkorbes erforderlich sind. Dazu können diese gesondert behandelt und nach der Ab isolierung abgesondert werden und auf einem eigenen Warenträger 12 (in Fig. 1 strichliert dargestellt) der Korbbildungs Station 23 zugeführt werden.
In den Fig. 9 bis 11 ist eine Ausführungsvariante eines Warenträgers 12 mit einem Umform werkzeug 27 dargestellt (teilweise nur als Ausschnitt). Das Umformwerkzeug 27 ist vorzugs weise Teil des Warenträgers 12.
Der Warenträger 12 kann zwei seitliche Halteelemente 28, 29 aufweisen, mit denen mehrere Formstabrohlinge 5 gehalten werden können. Die Halteelemente 28, 29 können leistenförmig ausgebildet sein. Sie können aber auch eine andere Form aufweisen.
Das Umformwerkzeug 27 zur Umformung der Formstabrohling 5 weist ebenfalls pro Form stabrohling 5 zumindest ein Halteelement 30 und/oder Fixierelement auf, wie dies besser aus den Figuren 9 und 10 ersichtlich ist. Diese Halteelemente 30 und/oder Fixierelemente sind in der dargestellten Ausführungsvariante des Umformwerkzeuges 27 hakenförmig bzw. L-för- mig ausgeführt und verschwenkbar gelagert. Die Verschwenkbarkeit ist zumindest zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung gegeben. In der Offenstellung, die in Fig. 9 gezeigt ist, können die Formstabrohlinge 5 im Umformwerkzeug 27 für die Bearbeitung plat ziert werden. In der Geschlossenstellung, die in Fig. 10 gezeigt ist, liegen die Halteelemente 30 und/oder Fixierelemente an den Formstabrohlingen 5 für deren Bearbeitung, insbesondere Umformung, in der Fertigungsanlage 1 (Fig. 1) vorzugsweise zumindest teilweise an. Die Halteelemente 30 und/oder Fixierelemente können also zwischen einer Aufnahmen 31 für die Formstabrohlinge 5 freigebenden Stellung (Fig. 9) und einer diese Aufnahmen 31 verschlie ßenden Stellung (Fig. 10) verschwenkt werden.
Die Halteelemente 30 und/oder Fixierelemente für die Formstabrohlinge 5 können auch an ders ausgeführt sein, beispielsweise als Spannbacken, etc..
In der dargestellten Ausführung des Warenträgers 12 ist das Umformwerkzeug 27 mittig zwi schen den beiden Halteelementen 28, 29 des Warenträgers 12 angeordnet. Je nach durchzu führender Umformung kann das Umformwerkzeug 27 aber auch anders platziert sein. Weiter besteht die Möglichkeit, dass mehr als ein Umformwerkzeug 27 vorgesehen bzw. angeordnet ist.
Falls das zumindest eine Umformwerkzeug 27 nicht Teil des Warenträgers 12 ist, wird der Warenträger 12 derart platziert, dass die Formstabrohlinge 5 entsprechend in das Umform werkzeug 27 für das Umformen eingreifen, wie dies in den Figuren gezeigt ist.
Durch die Halterung bzw. Fixierung der Formstabrohlinge 5 mit dem Umformwerkzeug 27 kann an diesen eine erste Umformung durchgeführt werden, die in Fig. 11 dargestellt ist. Da bei werden die Formstabrohlinge 5 (mittig) umgebogen, indem die Enden der Formstabroh ling z.B. nach oben verbracht werden (beispielsweise mit den beiden Haltelementen 28, 29 (Fig. 8) des Warenträgers 12. Zur Verdeutlichung der Umformung sind die Formstabrohlinge 5 in Fig. 11 sowohl im geraden Ausgangszustand als auch um umgeformten Zustand darge stellt. Die Umformung erfolgt dabei durch Biegung der Formstabrohlinge 5 über die Halteele mente 30 und/oder Fixierelemente.
In Fig. 12 ist ein weiterer Umformschritt zur Herstellung der Hair-Pins dargestellt. Dabei wer den die Enden der Formstabrohlinge 5 jeweils nach oben gebogen, sodass die Formstabroh linge 5 in etwa das Aussehen von Haarnadeln erhalten. Wiederum ist die Ausgangssituation, wie sie nach dem ersten Umformen gemäß Fig. 11 vorliegt, und der Endzustand nach dieser zweiten Umformung dargestellt.
Für diese Umformung kann das Umformwerkzeug 27 (oder gegebenenfalls ein gesondertes, weiteres Umformwerkzeug) mit schwenkbaren Formklappen 32 versehen sein. Die Formklap pen 32 sind gelenkig an Halteklappen 33 angeordnet. Bevorzugt weisen die Formklappen 32 pro Formstabrohling 5 eine schlitzförmige Aufnahme 34 auf, die besser aus Fig. 11 zu erse hen sind. Die Formstabrohlinge 5 werden durch das Verschwenken der Formklappen 33 (nach oben) umgeformt. Dabei gelangen die Formstabrohlinge 5 in die bevorzugt angeordneten schlitzförmigen Aufnahmen 34, wodurch die Formstabrohlinge 5 beim Umformen abgestützt werden.
Die schlitzförmigen Aufnahmen 34 erstrecken sich ausgehend von einer Seitenkante über ei nen Teilbereich der Breite der Formklappen 33, wie dies aus Fig. 11 ersichtlich ist.
In den Fig. 13 und 14 ist ausschnittsweise eine weitere Ausführungsvariante des Umform werkzeuges 27 dargestellt. Auch dieses Umformwerkzeug 27 kann gegebenenfalls Teil des Warenträgers 12 sein.
Das Umformwerkzeug 27 weist vorzugsweise ebenfalls die Halteelemente 30 und/oder Fixie relemente für die Halterung und/oder Fixierung der Formstabrohlinge 5 auf. Zusätzlich weist
das Umformwerkzeug 27 kammartige Umformelemente 35 auf, die in Richtung einer Längs achse 35 verschiebbar sind. Durch die Verschiebung zumindest eines dieser Umformelemente 35 in Richtung der Längsachse 36 werden die Formstabrohlinge 5 von Zinken 37 des Umfor melementes 35 (oder der Umformelemente 35) umgeformt, wodurch die Formstabrohlinge 5 S-förmig umgeformt werden (S-Stroke), wie dies aus Fig. 14 ersichtlich ist.
Fig. 15 zeigt einen Ausschnitt aus einer weiteren Ausführungsvariante des Umformwerkzeugs 27 gezeigt. Auch dieses Umformwerkzeug 27 kann die voranstehend beschriebenen Ausfüh rungsvarianten des Umformwerkzeuges 27 mitumfassen, also insbesondere die Halteelemente 30 und/oder Fixierelemente und/oder die kammförmigen Umformelemente 35 und/oder die Formklappen 32 bzw. die Halteklappen 33.
Das Umformwerkzeug 27 nach Fig. 15 weist gelenkig bzw. verschwenkbar gelagerte Grei felemente 38, mit den die Formstabrohlinge 5 ergriffen und bogenförmig umgeformt werden können. Dazu sind diese Greifelemente 38 auf Umformleisten 39 angeordnet. Die Umform leisten 39 können in Richtung der Längsachse 36 verschoben werden.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Formstabrohlinge 5 generell auf dem Warenträger 12 mit derartigen gelenkig gelagerten Greif elementen 38 gehalten werden können.
In Fig. 16 ist schematisch die Herstellung von Formstabrohlingen 5 aus einem Leiterdraht 7 in einer bevorzugten Ausführungsvariante der Fertigungsanlage 1 dargestellt. Es können damit Formstäbe 2 (bzw. generell Drahtstücke) aus dem endlosem, insbesondere rechteckigen, Lei terdraht in hoher Geschwindigkeit und mit variabler Länge hergestellt werden. Damit die Formstäbe 2 an beiden Enden abgerundete Kanten haben, werden sie vor dem Abschneiden an der Abschneidestelle mit einer (gegebenenfalls allseitigen) Kerbe versehen.
Die Fertigung sanlage 1 kann eine Zuführeinrichtung für den Leiterdraht 7 (Coil abspulen, nicht dargestellt) und eine Pufferstrecke (Schlaufengrube, nicht dargestellt) vor einer Richtsta tion 40, in der der Leiterdraht 7 gerichtet wird, aufweisen. Die Richtstation kann dem Stand der Technik entsprechend mit mehreren Richtwalzen 41 versehen sein. In einer Förderrich tung 42 des Leiterdrahts 7 durch die Fertigungsanlage 1 bevorzugt nach der Richtstation 40 angeordnet ist eine Drahtfördereinrichtung 43 vorgesehen. Die Drahtfördereinrichtung 43 ist
vorzugsweise als Bandförderantrieb ausgebildet, kann aber auch durch andere Antriebsein richtungen gebildet sein. Mit der Drahtfördereinrichtung 43 wird der Leiterdraht kontinuier lich durch die Fertigungsanlage 1 gefördert/bewegt.
Der Drahtfördereinrichtung 43 in der Förderrichtung 42 nachgeordnet ist ein vertikales Kerb walzenpaar 44 und ein horizontales Kerbwalzenpaar 45. Die Reihenfolge kann auch umge kehrt sein, dass also das horizontale Kerbwalzenpaar 45 vor dem vertikalen Kerbwalzenpaar 44 angeordnet ist. Zudem kann mehr als ein vertikales Kerbwalzenpaar 44 und/oder mehr als ein horizontales Kerbwalzenpaar 45 angeordnet sein, wenngleich dies nicht die bevorzugte Ausführungsvariante der Fertigungsanlage 1 ist.
Im vertikalen Kerbwalzenpaar sind Kerbwalzen 46 mit ihrer Drehachse liegend angeordnet. Im horizontalen Kerbwalzenpaar 45 sind dementsprechend Kerbwalzen 47 mit ihrer Dreh achse stehend angeordnet.
Den Kerbwalzenpaaren 44, 45 in der Förderrichtung 42 nachgeordnet ist eine Trenneinrich tung 48 mit Schneidwalzen 49 (Schneidrädern) angeordnet.
Die Bearbeitung des Leiterdrahtes erfolgt also im Wesentlichen in drei Schritten: Kerbe ein- oder beidseitig eindrücken, Kerbe um 90 0 versetzt eindrücken, Leiterdraht 7 ablängen.
Mit dieser Fertigungsanlage können Formstabrohlinge 5 für die Herstellung von Formstäben für den Einsatz in elektrischen Maschinen hergestellt werden, wobei die Formstabrohlinge aus dem Leiterdraht 7 hergestellt werden, wozu der Leiterdraht 7 mit der Drahtfördereinrichtung 43 zu der Trenneinrichtung 48 gefördert wird, wobei der Leiterdraht 7 vor der Trenneinrich tung 48 mit Kerben versehen wird, wozu der Leiterdraht 7 durch zumindest ein vertikales Kerbwalzenpaar 44 und zumindest ein horizontales Kerbwalzenpaar 45 gefördert wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das vertikale Kerbwalzenpaar 44 und/oder das horizontales Kerbwalzenpaar 45 den Leiterdraht 7 nur kurz berühren. Mit nur kurz ist gemeint, dass die Kerbwalzen 46 und/oder 47 nur im Be reich eines Eingriffswinkels von 5 0 bis 20 °, insbesondere von 5 0 bis 10 °, berühren. Der Eingriffswinkel ist auf eine vollständige Umdrehung von 360 0 der Kerbwalzen 46 und/oder
47 bezogen. Während der damit verbundenen Zeitspanne werden die Kerbwalzen 46 und/oder 47 synchron (mit gleicher Geschwindigkeit) mit dem Leiterdraht 7 mitbewegt (gedreht).
Den Rest des Umfanges der Kerbwalzen 46 und/oder 47 (also im Bereich von 340 0 bis 355 °), liegen die Kerbwalzen 46 und/oder 47 bevorzugt nicht am Leiterdraht 7 an. Somit können die Kerbwalzen 46 und/oder 47 nach einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung mit einer schnelleren oder einer langsameren Geschwindigkeit betrieben werden. Dies wiederum kann dazu ausgenützt werden, um kürzere oder längere Formstabrohlinge 5 herzustellen. Die Fertigungsanlage 1 kann damit zur Herstellung von Formstabrohlingen 5 mit variabler Fänge eingesetzt werden, und zwar in einem kontinuierlichen Herstellungsverfahren für Form stabrohlinge 5.
Das vertikale Kerbwalzenpaar 44 und/oder das horizontale Kerbwalzenpaar 45 können dazu (jeweils) eine eigene Antriebseinrichtung (nicht dargestellt) aufweisen.
Zur Einsparung von Motorleistung kann vorgesehen sein, dass der Schneidwalzendurchmes ser (Schneidraddurchmesser) auf die Fänge der herzu stellenden Formstabrohlinge 5 abge stimmt wird. Beispielsweise können die kürzesten Formstäbe 2 bei einem kleinen Elektromo tor aktuell ca. 160 mm lang sein. Innerhalb einer Fertigungsanlage 1 differiert die Formstab länge ca. um den Faktor 2, also bis ca. 320 mm. Nimmt man den Mittelwert, also 240 mm, ergibt das einen Schneidwalzendurchmesser von 240/p= 76,4 mm. Die Schneidwalze muss dann in dem Bereich, wo es nicht im Eingriff ist, mit beschleunigter bzw. verzögerter Dreh zahl angetrieben werden und sich während des Eingriffs auf die Bandgeschwindigkeit aufkop peln.
Bei einem anderen, größeren Motor variieren die Formstablängen von 400 mm bis 700 mm, wobei sich dann ein Schneidwalzendurchmesser von 175 mm ergibt.
Mit einem Schneidwalzendurchmesser abgestimmt auf den Mittelwert der Formstablängen kann daher Motorleistung eingespart werden, da die Beschleunigungs- und Verzögerungspha sen reduziert werden können.
Sämtliche Seitenkanten des Formstabrohlings 5 können gerundet ausgeführt sein, sodass also Kerben mit einem Radius erzeugt werden. Es kann aber nach einer weiteren Ausführungsvari ante der Erfindung vorgesehen sein, dass zwei nebeneinander ausgebildete Seitenkanten 51,
52 der Formstabrohlinge 5 scharfkantig belassen werden, wie dies in Fig. 17 dargesteht ist, die vereinfacht eine Draufsicht auf zwei miteinander verschweißten Formstäben 2 zeigt. Beim Schweißen, insbesondere Laserschweißen, kann es nämlich vorteilhaft sein, wenn die Enden an den anliegenden Stehen scharfkantig sind. Zur Realisierung dieser Ausführungsvariante das vertikale Kerbwalzenpaar und/oder das horizontale Kerbwalzenpaar nur mit einer Klin- genwalze versehen sein und die weitere Walze nur eine Stützfunktion aufweisen.
Nach einer Ausführungsvariante dazu können die Klingen zur Herstellung der Kerben auch beweglich sein und je nach Erfordernis aktiviert oder deaktiviert werden. Damit erhält man den zusätzlichen Freiheitsgrad, die Kerben beliebig anordnen zu können.
Um die Toleranzen der Längen der Formstabrohlinge 5 möglichst gering zu halten, kann vor gesehen werden, dass die Drahtfördereinrichtung 43, insbesondere der Bandförderantrieb, den Leiterdraht 7 relativ schlupfarm fördert. Zusätzlich oder alternativ dazu bewegt sich der Lei terdraht vorzugsweise mit konstanter Geschwindigkeit, um dynamische Effekte auszuschlie- ßen. Dynamisch ist dann nur mehr das Beschleunigen bzw. Verzögern der Kerbwalzen 46, 47 und Schneidwalzen 49, welche aber zu diesem Zeitpunkt nicht mit dem Draht im Eingriff sind.
Zur weiteren Verbesserung von Längentoleranzen kann vorgesehen sein, dass in der Ferti gungsanlage 1 zusätzlich ein Encoder-Reibrad bzw. generell ein Wegmessgerät oder ein Ge schwindigkeitsmessgerät angeordnet ist. Es kann damit eine Strecke, die der Leiterdraht 7 zu rücklegt, bestimmt werden.
Weiter kann eine geringe Leiterdrahtlängung beim Einbringen der Kerben durch Parametrie rung in einer Software kompensiert werden.
Sämtliche oder mehrere Antriebe können mit einer CNC-Steuerung mit hochauflösenden In krementalgebern miteinander gekoppelt werden.
Zusammenfassend hat die Fertigung sanlage 1 den Vorteil, dass die Länge der Formstabroh linge 5 variabel ist und für jeden Formstab 2 separat eingestellt werden kann. Die Form stabrohlinge 5 können kontinuierlich mit Rotationswerkzeugen hergestellt werden. Dazu kön nen vier Walzenpaare vorgesehen werden, nämlich ein Antriebswalzenpaar, zwei Kerbwal zenpaare 44, 45 und ein Trennwalzenpaar. Das Antriebswalzenpaar läuft bevorzugt mit kon stanter Drehzahl (die Geschwindigkeit kann eventuell auch variabel sein, z. B. zur Anpassung an die nachfolgenden Prozesse, wenn diese nicht ganz kontinuierlich laufen) und erzeugt eine konstante Vorschubgeschwindigkeit des Leiterdrahtes 7. Das Kerbwalzenpaar 44 mit horizon taler Achse drückt einseitig oder beidseitig eine Kerbe in den Leiterdraht 7. Das zweite Kerb walzenpaar 45 mit vertikaler Achse drückt ebenfalls einseitig oder beidseitig eine Kerbe in den Leiterdraht 7. Vorzugsweise werden drei Seiten des Formstabrohlings 5 beidseitig verrun- det und die vierte Seite (nahezu) scharfkantig belassen, um das Fügen der Formstäbe 2 in den Stator zu erleichtern und später beim Beschichten keine dünnen Isolations stellen an scharfen Kanten zu bekommen. Mit dem Trennwalzenpaar erfolgt die Abtrennung des Formstabroh lings 5 vom Leiterdraht 7. Die beiden Kerbwalzenpaare 44, 45 und das Trennwalzenpaar fah ren bevorzugt nur während des Eingriffes synchron mit dem Leiterdraht 7, dazwischen lang samer oder schneller, je nach gewünschter Formstablänge. Damit kann jeder Formstab2 indi viduell eine andere Länge erhalten, trotz hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Die Abstimmung kann beispielhaft wie folgt erfolgen:
1. In der Vorbereitungsstation 3 wird alle 0,25 sec ein Formstab 2 bereitgestellt.
2. Es werden nacheinander 8 Formstäbe 2 auf einen Warenträger 12 aufgesetzt.
3. Im Folgenden takten die Warenträger 12 mit einer Taktzeit von 2 Sekunden.
4. Der Abstand der Formstäbe 2 ist so bemessen, dass in der Laserentlackungs-station alle 8 Stabenden vom Laserscanner erreicht werden und in einem Durch-gang bearbeitet werden können.
Je nach Erfordernis können mehrere solche Stationen nacheinander angeordnet werden, gege benenfalls mit zwischengeschalteten Wendestationen, in denen alle acht Formstäbe 2 gleich zeitig um 90° bzw. 180° gewendet werden.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die angegebenen Taktzeiten und die Anzahl der Form stabrohlinge 5/Formstäbe 2 pro Warenträger 12 nur bei-spielhaft sind. Vorzugsweise takten die Warenträger 12 jedoch mit der achtfachen Taktzeit der Formstab-Bereitstellung.
Trotz der sehr kurzen Taktzeiten kann für jeden Stab eine eigene Fänge erzeugt werden
In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung kann das Gesenk 21 segmentiert ausge führt sein. Während der Warenträger 12 taktet können die einzelnen Segmente unterschiedlich verstellt und dann fixiert werden. Damit ist es möglich, auch für jeden einzelnen Stab eine ei gene Biegeform zu erzeugen.
Die Ausführungsbeispiele zeigen bzw. beschreiben mögliche Ausführungsvarianten der Ferti gungsanlage 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Fertigungsanlage 1 bzw. des Warenträgers 12 diese nicht zwingenderweise maß stäblich dargestellt sind.
Bezugszeichenaufstellung Fertigungsanlage 31 Aufnahme
Formstab 32 Formklappe
Vorbereitungsstation 33 Halteklappe
Umformungsstation 34 Aufnahme
Formstabrohling 35 U mf ormelement Rolle 36 Längsachse
Leiterdraht 37 Zinke
Walze 38 Greifelement
Richtzone 39 Umformleiste
Prägezone 40 Richtstation
Schneidzone 41 Richtwalze
Warenträger 42 Förderrichtung Drehpfeil 43 Drahtfördereinrichtung Abisolierstation 44 Kerbwalzenpaar Drehvorrichtung 45 Kerbwalzenpaar Warenträgerteil 46 Kerbwalze
Warenträgerteil 47 Kerbwalze
Gelenk 48 Trenneinrichtung Pfeil 49 Schneidwalze
Warenträgerteil 50 Seitenkante
Gesenk 51 Seitenkante
Vertiefung
Korbbildungsstation
Übergabeteller
Blechpaket
Nutisolierungsstation
Umformwerkzeug
Halteelement
Halteelement
Halteelement