BESCHREIBUNG
Schraubenkompressorsystem für ein Nutzfahrzeug Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schraubenkompressorsystem für ein Nutzfahrzeug mit wenigstens einem Schraubenkompressor mit wenigstens einer Steuerungsund/oder Regelungseinheit zur Antriebssteuerung und/oder -regelung des
Schraubenkompressors, Aus dem Stand der Technik sind bereits Schraubenkompressoren für Nutzfahrzeuge bekannt. Derartige Schraubenkompressoren werden verwendet, um die notwendige Druckluft für beispielsweise das Bremssystem des Nutzfahrzeugs bereitzustellen.
In diesem Zusammenhang sind insbesondere Öl befülite Kompressoren, insbesondere auch Schraubenkompressoren bekannt, bei denen sich als Aufgabe stellt, die
Öltemperatur zu regulieren. Dies wird in der Regel dadurch bewerkstelligt, dass ein externer Ölkühler vorhanden ist, der mit dem Öl befüllten Kompressor und dem' Ölkreislauf über ein Thermostatventil verbunden ist. Der Ölkühler ist dabei ein
Wärmetauscher, der zwei voneinander getrennte Kreisläufe aufweist, wobei der erste Kreislauf für die heiße Flüssigkeit, also das Kompressoröl, vorgesehen ist und der zweite für die Kühlflüssigkeit. Als Kühlflüssigkeit können beispielsweise Luft,
Wassergemische mit einem Frostschutzmittel oder einem anderen Öl verwendet werden. Dieser Ölkühler muss sodann mit dem Kompressorölkreislauf über Rohre oder
Schläuche verbunden werden und der Ölkreislauf muss gegen Leckagen gesichert werden.
Dieses externe Volumen muss des Weiteren mit Öl befülit werden, so dass auch die Gesamtmenge an Öl vergrößert wird. Dadurch wird die Systemträgheit vergrößert. Darüber hinaus muss der Ölkühler mechanisch untergebracht und befestigt werden, entweder durch umliegend befindliche Halterungen oder durch eine gesonderte
Halterung, was zusätzliche Bestigungsmittel, aber auch Bauraum benötigt.
Aus der US 4,780,061 ist bereits ein Schraubenkompressor mit einer integrierten Ölkühlung bekannt Des Weiteren offenbart die DE 37 17 493 A1 eine in einem kompakten Gehäuse angeordnete Schraubenverdichter-Anlage, die einen Ölkühler auf dem Eiektromotor des
Schraubenkompressors aufweist.
Ein gattungsgemäßer Schraubenkompressor ist beispielsweise bereits aus der DE 10 2004 060 417 B4 bekannt.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schraubenkompressorsystem der eingangs genannten Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden, insbesondere
dahingehend, dass die Antriebssteuerung und/oder -regelung des
Schraubenkompressors vereinfacht und zuverlässig ausgestaltet werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Schraubenkompressorsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Danach ist vorgesehen, dass ein
Schraubenkompressorsystem für ein Nutzfahrzeug mit wenigstens einem
Schraubenkompressor, wenigstens einem Schraubenkompressorantrieb und
wenigstens einer Steuerungs- und/oder Regelungseinheit versehen ist, wobei die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit mit dem Schraubenkompressorantrieb in Verbindung steht, wobei die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit derart beschaffen und konfiguriert ist, dass sie im Betrieb des Schraubenkompressors das Verhältnis von Standzeit und Einschaitzeit des Schraubenkompressorantriebs überwacht und dieses Verhältnis auf einen vorgegebenen Bereich einsteuert und/oder einregelt.
Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, dass durch das Verhältnis von
Standzeit und Einschaitzeit auch wesentlich die Temperatur des
Schraubenkompressors mitbestimmt wird. Je nach Bauart des Schraubenkompressors genügt es, durch das Einsteuern des Verhältnisses von Standzeit und Einschaitzeit auf einen vorgegebenen Bereich den Schraubenkompressor in einem sehr engen
Betriebstemperaturbereich führen zu können. Die miteinander kämmenden Schrauben
und das durch den Schraubenkompressor hindurch geführte Öl und die verdichtete Luft führen zu einer Wärmeentwicklung, so dass durch entsprechendes Wählen des
Verhältnisses von Standzeit und Einschaltzeit des Schraubenkompressoranthebes auch gleichzeitig die Wärme des Schraubenkompressors eingesteuert und/oder eingeregelt, d.h. eingestellt werden kann.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit Bestandteil des Schraubenkompressorsystems also entweder des
Schraubenkompressors oder des Schraubenkompressorantriebs ist. Hierdurch wird ein kompakter Aufbau ausgebildet und es ist nicht notwendig, auf externe Komponenten zugreifen zu müssen.
Grundsätzlich denkbar ist aber auch, dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit Bestandteil eines Luftaufbereitungssytems des Nutzfahrzeugs ist. Hier ist bereits eine entsprechende Steuerung vorhanden, die einfach mitbenutzt werden kann.
Auch ist denkbar, dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit Bestandteil einer Motor- oder Fahrzeugsteuerung des Nutzfahrzeuges ist. Auch hier wäre es möglich, auf eine bereits vorhandene Komponente des Nutzfahrzeugs zugreifen zu können.
Grundsätzlich denkbar ist aber auch, dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit als separate Steuerungs- und/oder Regelungseinheit ausgebildet ist. Dies ermöglicht beispeilsweise eine einfache Montage und auch einen einfachen Austausch bzw.
einfache Upgrades.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Bereich derart gewählt ist, dass ein Verhältnis von Standzeit zu Einschaltzeit vorliegt, bei dem die Einschaltzeit ca. 20 bis 50%, insbesondere > 30% beträgt. Dieses Verhältnis von Standzeit zu Einschaltzeit mit einer Einschaltzeit zwischen ca. 20 bis 40%, insbesondere bei > 30%, hat sich als vergleichsweise günstig herausgestellt, um die Betriebstemperatur im Wesentlichen konstant haften zu können. Darüber hinaus ergibt sich als Vorteil, dass durch das Sicherstellen eines Verhältnisses von Standzeit zu Einschaltzeit mit einer Einschaltzeit
von >30% die Betriebstemperatur hoch genug bleibt um auch Feuchtigkeitsbildung oder Kondensation im Inneren des Schraubenkompressors sicher zu vermeiden.
Außerdem kann vorgesehen sein, dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit derart beschaffen und konfiguriert ist, dass sie die Drehzahl des
Schraubenkompressorantriebs derart beeinffusst, dass das Verhältnis von Standzeit und Einschaltzeit des Schraubenkompressorantriebs im vorgegebenen Bereich gehalten wird. Im Wesentlichen wird hier davon ausgegangen, dass über die
Gesamtlaufzeit des Schraubenkompressors eine bestimmte Druckluftmenge
bereitgestellt werden soll und dass durch die Definition oder Begrenzung bzw.
Erhöhung der Drehzahl des Schraubenkompressorantriebs über die Gesamtlaufzeit bei gleichbleibender Druckluftproduktion auch das Verhältnis von Standzeit und
Einschaltzeit des Schraubenkompressorantriebs beeinflusst und damit in dem
vorgegebenen Bereich gehalten werden kann.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinheit derart beschaffen und konfiguriert ist, dass sie die Drehzahl des
Schraubenkompressorantriebs stets oberhalb einer Mindestdrehzahl hält. Diese
Möglichkeit, die Drehzahl oberhalb einer Mindestdrehzahl zu halten, basiert auf dem Grundgedanken, dass ab einer gewissen Mindestdrehzahl erst eine Begrenzung der Verlustleistung eintritt und der Schraubenkompressorantrieb weniger Energie benötigt, um eine bestimmte Menge Druckluft zu erzeugen. Mit arideren Worten kann hierdurch der Wirkungsgrad des Schraubenkompressors insgesamt verbessert werden. So ist beispielsweise bekannt, dass unterhalb von Mindestdrehzahlen von ca. 1 ,500 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute die Verlustleistung stark ansteigen kann, so dass ein
Unterschreiten dieser Mindestdrehzahlen nach Möglichkeit vermieden werden sollte.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden,
Es zeigen:
Fig. 1 eine schemafische Schnittzeichnung durch einen erfindungsgemäßen Schraubenkompressor; und
Fig. 2 eine schematische Zeichnung auf das Schraubenkompressorsytem
gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung einen Schraubenkompressor 10 im Sinne eines Ausführungsbeispiels für die vorliegende Erfindung. Der Schraubenkompressor 10 weist einen Befestigungsflansch 12 zur mechanischen Befestigung des Schraubenkompressors 10 an einem hier nicht näher gezeigten Elektromotor auf.
Gezeigt ist jedoch die Eingangswelle 14, über die das Drehmoment vom Elektromotor auf eine der beiden Schrauben 16 und 18, nämlich die Schraube 16 übertragen wird.
Die Schraube 18 kämmt mit der Schraube 16 und wird über diese angetrieben.
Der Schraubenkompressor 10 weist ein Gehäuse 20 auf, in dem die wesentlichen Komponenten des Schraubenkompressors 10 untergebracht sind.
Das Gehäuse 20 ist mit Öl 22 befüllt.
Lufteingangsseitig ist am Gehäuse 20 des Schraubenkompressors 10 ein
Einlassstutzen 24 vorgesehen. Der Einlassstutzen 24 ist dabei derart ausgebildet, dass an ihm' ein Luftfilter 26 angeordnet ist. Außerdem ist radial am Lufteinlassstutzen 24 ein Luftetnlass 28 vorgesehen.
Im Bereich zwischen Einlassstutzen 24 und der Stelle, an dem der Einlassstutzen 24 am Gehäuse 20 ansetzt, ist ein federbelasteter Ventileinsatz 30 vorgesehen, hier als Axialdichtung ausgeführt.
Dieser Ventileinsatz 30 dient als Rückschlagventil.
Stromabwärts des Ventileinsatzes 30 ist ein Luftzuführkanal 32 vorgesehen, der die Luft den beiden Schrauben 16, 18 zuführt. Ausgangsseitig der beiden Schrauben 18, 18 ist ein Luftauslassrohr 34 mit einer Steigleitung 36 vorgesehen.
Im Bereich des Endes der Steigleitung 36 ist ein Temperaturfühler 38 vorgesehen, mittels dessen die Öltemperatur überwachbar ist.
Weiter vorgesehen ist im Luftauslassbereich ein Halter 40 für ein Luftentölelement 42.
Der Halter 40 für das Luftentölelement weist im montierten Zustand im dem Boden zugewandten Bereich {wie auch in Fig. 1 gezeigt) das Luftentölelement 42 auf.
Weiter vorgesehen ist im Inneren der Luftentölelement 42 ein entsprechendes Filtersieb bzw. bekannte Filter- und Ölabscheidevorrichtungen 44, die nicht näher im Einzelnen spezifiziert werden. im zentralen oberen Bereich, bezogen auf den montierten und betriebsfertigen Zustand (also wie in Fig. 1 gezeigt), weist der Halter für das Luftentölelement 40 eine
Luftausgangsöffnung 46 auf, die zu einem Rückschlagventil 48 und einem'
Mindestdruckventil 50 führen. Das Rückschlagventil 48 und das Mindestdruckventil 50 können auch in einem gemeinsamen, kombinierten Ventil ausgebildet sein.
Nachfolgend des Rückschlagventils 48 ist der Luftauslass 51 vorgesehen.
Der Luftauslass 51 ist mit entsprechend bekannten Druckluftverbrauchern in der Regel verbunden.
Um das im Luftentölelement 42 befindliche und abgeschiedene Öl 22 wieder in das Gehäuse 20 zurückzuführen, ist eine Steigleitung 52 vorgesehen, die ausgangs des
Halters 40 für das Luftentölelement 42 beim Übertritt in das Gehäuse 20 ein Filter- und Rückschlagventil 54 aufweist.
Stromabwärts des Filter- und Rückschlagventils 54 ist in einer Gehäusebohrung eine Düse 56 vorgesehen. Die Ölrückführleitung 58 führt zurück in etwa den mittleren Bereich der Schraube 16 oder der Schraube 18, um dieser wieder öl 22 zuzuführen.
Im im montierten Zustand befindlichen Bodenbereich des Gehäuses 20 ist eine
Ölablassschraube 59 vorgesehen. Über die Ölablassschraube 59 kann eine
entsprechende Ölablauföffnung geöffnet werden, über die das Öl 22 abgelassen werden kann.
Im unteren Bereich des Gehäuses 20 ist auch der Ansatz 60 vorhanden, an dem der Ölfilter 62 befestigt wird. Über einen Ölfiltereinlasskanal 64, der im Gehäuse 20 angeordnet ist, wird das Öl 22 zunächst zu einem Thermostatventil 66 geleitet.
Anstelle des Thermostatventils 66 kann eine Steuerungs- und/oder
Regelungseinrichtung vorgesehen sein, mittels derer die Oltemperatur des im Gehäuse 20 befindlichen Öls 22 überwachbar und auf einen Sollwert einstellbar ist.
Stromabwärts des Thermostatventils 66 ist sodann der Öleinlass des Ölfilters 62, der über eine zentrale Rückführleitung 68 das Öl 22 wieder zurück zur Schraube 18 oder zur Schraube 16, aber auch zum ölgeschmierten Lager 70 der Welle 14 führt. Im Bereich des Lagers 70 ist auch eine Düse 72 vorgesehen, die im Gehäuse 20 im Zusammenhang mit der Rückführleitung 68 vorgesehen ist.
Der Kühler 74 ist am Ansatz 60 angeschlossen .
Im oberen Bereich des Gehäuses 20 (bezogen auf den montierten Zustand) befindet sich ein Sicherheitsventil 76, über das ein zu großer Druck im Gehäuse 20 abgebaut werden kann.
Vor dem Mindestdruckventil 50 befindet sich eine Bypassleitung 78, die zu einem Entlastungsventil 80 führt. Über dieses Entlastungsventil 80 das mitteis einer
Verbindung mit der Luftzuführung 32 angesteuert wird kann Luft in den Bereich des Lufteinlasses 28 zurückgeführt werden. In diesem Bereich kann ein nicht näher gezeigtes Entlüftungsventii und auch eine Düse (Durchmesserveringerung der zuführenden Leitung) vorgesehen sein.
Darüber hinaus kann ungefähr auf Höhe der Leitung 34 in der Außenwand des Gehäuses 20 ein Ölieveisensor 82 vorgesehen sein. Dieser öllevelsensor 82 kann beispielsweise ein optischer Sensor sein und derart beschaffen und eingerichtet, dass anhand des Sensorsignals erkannt werden kann, ob der Ölstand im Betrieb oberhalb des Öllevelsensors 82 ist oder ob der Öllevelsensor 82 frei liegt und hierdurch der Ölstand entsprechend gefallen ist. Im Zusammenhang mit dieser Überwachung kann auch eine Alarmeinheit vorgesehen sein, die eine entsprechende Fehlermeldung oder Warnmeldung an den Nutzer des Systems ausgibt bzw. weiterleitet.
Die Funktion des in Fig. 1 gezeigten Schraubenkompressors 10 ist dabei wie folgt:
Luft wird über den Lufteinlass 28 zugeführt und gelangt über das Rückschlagventil 30 zu den Schrauben 16, 18, wo die Luft komprimiert wird. Das komprimierte Luft-Öl- Gemisch, das mit einem Faktor zwischen 5- bis 16facher Komprimierung nach den Schrauben 16 und 18 durch die Auslassleitung 34 über das Steigrohr 36 aufsteigt, wird direkt auf den Temperaturfühler 38 geblasen.
Die Luft, die noch teilweise Ölpartikel trägt, wird sodann über den Halter 40 in das Luftentölelement 42 geführt und gelangt, sofern der entsprechende Mindestdruck erreicht wird, in die Luftauslassleitung 51 .
Das im Gehäuse 20 befindliche Öl 22 wird über den Ölfilter 62 und ggf. über den Wärmetauscher 74 auf Betriebstemperatur gehalten.
Sofern keine Kühlung notwendig ist, wird der Wärmetauscher 74 nicht verwendet und ist auch nicht zugeschaltet.
Die entsprechende Zuschaltung erfolgt über das Thermostatventil 88. Nach der Aufreinigung im Ölfilter 64 wird über die Leitung 68 Öl der Schraube 18 oder der
Schraube 16, aber auch dem Lager 72 zugeführt. Die Schraube 16 oder die Schraube 18 wird über die Rückführleitung 52, 58 mit Öl 22 versorgt, hier erfolgt die Aufreinigung des Öls 22 im Luftentölelement 42. Über den nicht näher gezeigten Elektromotor, der sein Drehmoment über die Welle 14 auf die Schraube 16 überträgt, die wiederum mit der Welte 18 kämmt, werden die Schrauben 16 und 18 des Schraubenkompressors 10 angetrieben.
Über das nicht näher gezeigte Entlastungsventil 80 wird sichergestellt, dass im Bereich der Zuleitung 32 nicht der hohe Druck, der im Betriebszustand beispielsweise ausgangsseitig der Schrauben 16, 18 herrscht, eingesperrt werden kann, sondern dass insbesondere beim Anlaufen des Kompressors im Bereich der Zuleitung 32 stets ein niedriger Eingangsdruck, insbesondere Atmosphärendruck, besteht. Andernfalls würde mit einem Anlaufen des Kompressors zunächst ein sehr hoher Druck ausgangsseitig der Schrauben 16 und 18 entstehen, der den Antriebsmotor überlasten würde.
Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung ein erfindungsgemäßes
Schraubenkompressorsystem 100 mit dem in Fig. 1 gezeigten Schraubenkompressor 10 und einer Steuerungs- und Regelungseinheit 110.
Die Steuerungs- und Regelungseinheit 110 ist hier als Bestandteil des
Schraubenkompressorsystems 100 ausgebildet.
Grundsätzlich kann aber vorgesehen sein, dass die Steuerungs- und Regelungseinheit 1 10 Bestandteil eines Luftaufbereitungssystems des Nutzfahrzeugs, Bestandteil einer
Motor- oder Fahrzeugsteuerung des Nutzfahrzeugs oder als separate Steuerungs- und Regeiungseinheit 1 10 ausgebildet ist.
Die Steuerungs- und Regelungseinheit 1 10 ist hier derart beschaffen und konfiguriert, dass sie im Betrieb des Schraubenkompressors 10 das Verhältnis von Standzeit und Einschaltzeit des Schraubenkompressorantriebs zum Antrieb der Schrauben 16 und 18 überwacht und dieses Verhältnis auf einen vorgegebenen Bereich einsteuert bzw. einregelt.
Dabei wird dieser Bereich derart gewählt, dass ein Verhältnis von Standzeit zur Einschaltzeit vorliegt, bei dem die Einschaltzeit bei > 30% liegt. Insbesondere wird hier ein Bereich gewählt, der zwischen 30 bis 50% Einschaltzeit liegt, so dass die Standzeit also zwischen 50 bis 70% und die Einschaltzeit bei ca. 30 bis 50% liegt.
Bei einer Einschaltzeit von ca. 30% beträgt die Standzeit folglich ca. 70%.
Um das Verhältnis von Standzeit zur Einschaltzeit auch entsprechend konstant halten zu können, ist die Steuerungs- und Regelungseinheit 1 10 weiter derart beschaffen und konfiguriert, dass sie die Drehzahl des Schraubenkompressorantriebs mit beeinflusst.
Dabei wird darauf geachtet, dass durch ein Verringern bzw. Erhöhen der Drehzahl des Schraubenkompressorantriebs über die gesamte Betriebsdauer die gewünschte Druckluftmenge durch den Schraubenkompressor 10 bereitgestellt wird, dabei aber das Verhältnis von Standzeit und Einschaltzeit gewahrt bleibt.
Um wirtschaftlich und energieeffizient zu arbeiten, wird dabei weiter durch die
Steuerungs- und Regelgungseinheit 1 10 die Drehzahl stets oberhalb einer
Mindestdrehzahl gehalten.
Dies basiert auf der Erkenntnis, dass unterhalb der Mindestdrehzahl die spezifische Energieaufnahme des Schraubenkompressorantriebs (d.h. z.B. die Energiemenge, die benötigt wird, um einen Kubikmeter (m3) Luft zu verdichten) sehr stark ansteigt. Mit anderen Worten wird somit vermieden, dass eine zu hohe Verlustleistung bzw. zu hohe Verluste entstehen.
Durch das Konstanthalter! des Verhältnisses von Standzeit zur Einschaltzeit wird somit insgesamt erreicht, dass über die gesamte Betriebsdauer der Schraubenkompressor 10 vergleichsweise konstant bei einer Betriebstemperatur gehalten werden kann. Durch das Halten des Kompressors bei Betriebstemperatur über die gesamte
Betriebsdauer hinweg wird sicher vermieden« dass es im Gehäuse 20 des
Schraubenkompressors 10 zu Kondensationen kommen kann.
Durch die konstante Betriebstemperatur und das Halten des Schraubenkompressors 10 bei Betriebstemperatur wird eine Kondensation im Gehäuse 20 sicher vermieden.