Aofauganlage mit über eine Lichtdetektionseinheit konflgiirierbareii ggng!gejs hpittstelleii sowie portables Konfiguriergerät
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufzuganlage. Insbesondere betrifft die
Erfindung eine variabel konfigurierbare Aufzuganlage sowie ein portables
Konfiguriergerät, um diese zu konfigurieren. Ferner betrifft die Erfindung ein
Computerprogrammprodukt zur Ausführung auf einem programmierbaren
Konfiguriergerät sowie ein ein solches Computerprogrammprodukt speicherndes computerlesbares Medium.
Aufzuganlagen weisen typischerweise wenigstens eine Kabine auf, welche zwischen Stockwerken verfahren werden kann.
Ferner weisen Aufzuganlagen mehrere Funktionskomponenten auf, mithilfe derer Funktionen der Aufzuganlage implementiert bzw. gesteuert werden können. Solche
Funktionskomponenten sind beispielsweise ein die Kabine verfahrender Motor, eine beispielsweise eine Kabinentür öffnende und schließende Aktuatoreinheit, oder
Ähnliches. Ferner weist eine Au zuganlage regelmäßig mehrere Benutzerschnittstellen auf, über welche ein die Aufzuganlage nutzender Benutzer Daten an die Aufzuganlage eingeben kann und/oder über welche dem Nutzer Informationen von der Aufzuganlage übermittelt werden können. Beispielsweise befindet sich in der Kabine im Allgemeinen eine
Benutzerschnittstelle in Form eines K ab inen bed i en panee 1 s (COP - Car Operating Panel). Dieses COP kann ein Benutzer nutzen, um der Aufzuganlage einzugeben, an welche
Position die Kabine verfahren werden soll. Die Aufzuganlage kann außerdem
gegebenenfalls das COP nutzen, um dem Benutzer anzuzeigen, wo sich die Kabine aktuell befindet. Gegebenenfalls können auch weitere Funktionen der Aufzuganlage über das COP von dem Benutzer durch eine Eingabe veranlasst werden oder dem Benutzer über eine Ausgabe angezeigt werden. Als weitere Benutzerschnittstellen können in der
Aufzuganlage beispielsweise an jedem Stockwerk ein sogenanntes Lobbybedienpanel (LOP - Lobby Operating Panel) vorgesehen sein. Über das LOP kann ein Benutzer beispielsweise die Kabine der Aufzuganlage anfordern und dabei eventuell ergänzend angeben, in welche Richtung er zu fahren beabsichtigt. Außerdem kann das LOP häufig eine Anzeige aufweisen, um dem Benutzer anzuzeigen, an welcher Position sich die
Kabine aktuell befindet.
Die Aufzuganlage verfügt im Allgemeinen außerdem über eine Steuerung, welche sowohl mit den Funktionskomponenten als auch mit den Benutzerschnittstellen verbunden ist. Die Verbindung zwischen der Steuerung, den Funktionskomponenten sowie den
Benutzerschnittstellen kann dabei mittels einer Verdrahtung oder auch drahtlos implementiert werden und derart ausgestaltet sein, dass ein Benutzer eine Information in eine der Benutzerschnittsteilen eingeben kann, diese Information an die Steuerung weitergeleitet wird und die Steuerung daraufhin eine der Funktionskomponenten unter Berücksichtigung der Information zur Ausführung einer Funktion ansteuert. Alternativ kann die Steuerung eine Information an die Benutzerschnittstelle weiterleiten und die Benutzerschnittstelle diese Information an den Benutzer ausgeben.
Die mehreren Benutzerschnittstellen der Aufzuganlage sind meist an unterschiedlichen Positionen innerhalb der Aufzuganlage angeordnet bzw. in unterschiedlichen
Konfigurationen konfiguriert. Vor Inbetriebnahme bzw. zum korrekten Betrieb der Aufzuganlage muss diese bzw. deren Benutzerschnittstellen geeignet konfiguriert werden bzw. bekannt sein, an welcher Position sich jede der Benutzerschnittstellen jeweils befindet.
Es kann daher unter anderem ein Bedarf an einer Aufzuganlage bestehen, welche eine Konfiguration, insbesondere eine Konfiguration ihrer Benutzerschnittstellen, in einfacher Weise ermöglicht. Ferner kann ein Bedarf an einem portablen Konfiguriergerät und einem Verfahren zu dessen Verwendung bestehen, mithilfe derer die Aufzuganlage in vorteilhafter Weise konfiguriert werden kann. Ferner kann ein Bedarf an einem
Computerprogrammprodukt bzw. einem ein solches speichernden computerlesbaren Medium bestehen, um ein program m i erbares Konfiguriergerät geeignet zu
programmieren.
Solchen Bedürfnissen kann durch die jeweiligen Gegenstände gemäß einem der unabhängigen Ansprüche entsprochen werden. Vorteilhafte Au sfü h ru n gs form en sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Aufzuganlage vorgeschlagen, welche eine Kabine, mehrere Funktionskomponenten, mehrere Benutzerschnittstellen und eine Steuerung aufweist. Die Steuerung ist dabei sowohl mit den Funktionskomponenten als auch mit den Benutzerschnittstellen verbunden. Die Aufzuganlage zeichnet sich
dadurch aus, dass die Benutzerschnittstellen jeweils eine Lichtdetektionseinheit mit einem Lichtsensor aufweisen.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein portables Konfiguriergerät vorgeschlagen, welches eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (HM1 - Human Machine Interface), eine Lichtquelle und eine Datenverarbeitungseinheit aufweist. Die
Datenverarbeitungseinheit ist dabei dazu ausgelegt, Daten, welche von einem Benutzer über die Mensch-Maschine-Schnittsteile eingegeben werden und welche zur
Konfiguration einer Aufzuganlage dienen sollen, in Steuerdaten zum Steuern der Lichtquelle zu kodieren, um mittels der Lichtquelle eine die Konfiguration der
Aufzuganlage kodierende Folge von Licht unterschiedlicher Helligkeiten zu erzeugen.
Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft eine konfigurierbare Aufzuganlageneinrichtung, welche eine Ausführungsform einer Aufzuganlage gemäß dem obigen ersten Aspekt der
Erfindung sowie eine Ausführungsform eines portablen Konfiguriergeräts gemäß dem obigen zweiten Aspekt der Erfindung aufweist.
Ein vierter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Konfigurieren einer konfigurierbaren Aufzuganlageneinrichtung gemäß dem dritten Aspekt, aufweisend die Schritte: Eingeben von Daten, welche zur Konfiguration der Aufzuganlage dienen sollen, in die Mensch-Maschine-Schnittstelle des portablen Konfiguriergeräts; und Anordnen des portablen Konfiguriergeräts derart, dass eine von dem Konfiguriergerät erzeugte, die Konfiguration der Aufzuganlage kodierende Folge von Licht unterschiedlicher
Helligkeiten auf den Lichtsensor der Lichtdetektionseinheit der Aufzuganlage gerichtet wird.
Ein fünften Aspekt der Erfindung betrifft ein Computerprogrammprodukt, welches maschinenlesbare Anweisungen enthält, die ein programmierbares Konfiguriergerät dazu veranlassen, Daten, welche von einem Benutzer über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle eingegeben werden und welche zur Konfiguration einer Aufzuganlage dienen sollen, in Steuerdatei! zum Steuern einer Lichtquelle zu kodieren, um mittels der Lichtquelle eine die Konfiguration der Aufzuganlage kodierende Folge von Licht unterschiedlicher Helligkeiten zu erzeugen.
Ein sechsten Aspekt der Erfindung betrifft ein computerlesbares Medium mit einem darauf gespeicherten Computerprogrammprodukt gemäß dem obigen fünften Aspekt der Erfindung.
Aspekte und Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem als auf den nachfolgend beschriebenen Ideen und Erkenntnissen beruhend angesehen werden.
Wie einleitend angemerkt, sind die mehreren Ben utzersch n itt ste 1 len der Aufzuganlage jeweils an unterschiedlichen Positionen innerhalb der Aufzuganlage angeordnet bzw. in unterschiedlichen Konfigurationen konfiguriert. Beispielsweise kann in jedem Stockwerk eines durch die Aufzuganlage versorgten Gebäudes ein LOP als Benutzerschnittstelle vorgesehen sein. Alternativ oder ergänzend kann an verschiedenen Positionen wie beispielsweise in jedem der Stockwerke eine optische Anzeigeeinheit beispielsweise in Form eines Displays oder eines Bildschirms vorgesehen sein, um dem Benutzer zum Beispiel eine aktuelle Position der Kabine anzeigen zu können. Alternativ oder ergänzend kann als Benutzerschnittstelle auch eine akustische Signaleinheit vorgesehen sein. Eine solche Signaleinheit kann beispielsweise als Lautsprecher ausgebildet sein und dazu dienen, dem Benutzer Informationen wie beispielsweise eine aktuelle Position der Kabine hörbar zu übermitteln. Alternativ oder ergänzend kann die Signaleinheit über ein Mikrofon verfügen, so dass der Benutzer über akustische Anweisungen Informationen an die Aufzuganlage eingeben kann. Für solche Benutzerschnittstellen wird in englischer Sprache häufig der Überbegriff„fixture" verwendet.
Vor Inbetriebnahme der Aufzuganlage bzw. während des Betriebs muss im Allgemeinen der Steuerung der Aufzuganlage bekannt sein, an welcher Position beispielsweise eine jeweilige Benutzerschnittstelle angeordnet ist bzw. in welcher Konfiguration diese Benutzerschnittstelle konfiguriert ist. Beispielsweise kann die Kabine der Aufzuganlage nur dann zu einem Stockwerk, an dem ein Benutzer die Kabine angefordert hat, verfahren werden, wenn die Steuerung der Aufzuganlage weiß, an welcher Position sich das jeweilige, von dem Benutzer betätigte LOP befindet.
Herkömmlich werden die Benutzerschnittstellen meist von einem Installations- oder Wartungspersonal vorab konfiguriert. Hierzu ist häufig im Inneren der
Benutzerschnittstelle eine geeignete Konfigurationsmöglichkeit vorgesehen.
Beispielsweise kann über ein Stellrad oder über Stecker oder Schalter eine Information konfiguriert werden, die angibt, an welcher Position die jeweilige Benutzerschnittstelle
angeordnet ist. Dementsprechend ist in der Benutzerschnittstelle geeignete Hardware vorzusehen, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Um die Benutzerschnittstelle zu konfigurieren, muss ein Installateur im Regelfall jede einzelne der Schnittstellen der Aufzuganlage vor ihrer Montage geeignet konfigurieren und gegebenenfalls hierzu sogar ein Gehäuse der Schnittstelle öffnen, um an die hierfür vorgesehene
Konfigurationsmöglichkeit gelangen zu können. Dies erfordert regelmäßig einen erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand.
Eine alternative Möglichkeit, die Benutzerschnittstellen bereits vor deren Montage, das heißt beispielsweise bereits ab Werk, zu konfigurieren, würde mit sich bringen, dass ein Installateur oder Wartungspersonal nicht mehr standardisierte Benutzerschnittstellen mitfuhren könnte, die beispielsweise an verschiedenen Positionen bzw. in verschiedenen Konfigurationen installiert werden könnten. Stattdessen müsste der Installateur für jede mögliche Position bzw. Konfiguration eine bereits geeignet vorab konfigurierte
Benutzerschnittstelle mitführen. Dies würde erheblichen logistischen Aufwand und Materialaufwand mit sich bringen.
Es wird nun vorgeschlagen, die Benutzerschnittstellen einer Aufzuganlage mit jeweils einer Lichtdetektionseinheit auszustatten. Die Lichtdetektionseinheit soll zumindest einen Lichtsensor aufweisen. V orteilhafterweise kann die Lichtdetektionseinheit auch eine Signalverarbeitungseinheit aufweisen, mithiife derer Signale des Lichtsensors verarbeitet werden können. Mehrere Benutzerschnittstellen der Aufzuganlage können dabei von Ihrer Hardware her identisch ausgebildet sein. Der Lichtsensor kann beispielsweise als kostengünstiges, einfaches Halbleiterbauelement, z.B. in Form einer Fotodiode, vorgesehen sein.
Gemäß einer Ausführungsform ist die Lichtdetektionseinheit dazu ausgelegt, über ihren
Lichtsensor ein optisches Signal zu detektieren und dieses in eine Information zu konvertieren, mitteis derer Komponenten der Aufzuganlage wie insbesondere die Benutzerschnittstelle, der die jeweilige Lichtdetektionseinheit zugeordnet ist, konfiguriert werden.
Mit anderen Worten kann die in der Benutzerschnittstelle vorgesehene
Lichtdetektionseinheit dazu benutzt werden, die Benutzerschnittstelle über ein außerhalb der Benutzerschnittstelle erzeugtes optisches Signal zu konfigurieren. Das optische Signal kann beispielsweise mithiife des bereits erwähnten portablen Konfiguriergerätes erzeugt
werden. Hierzu kann beispielsweise ein Installateur über die Mensch-Maschine- Schnittstelle des Konfiguriergerätes eingeben, an welcher Position bzw. in welcher Konfiguration die jeweilige Benutzerschnittstelle montiert werden soll bzw. bereits montiert wurde. Die Datenverarbeitungseinheit des Kon fi guriergerätes kann diese Daten in Steuerdaten zum Steuern der Lichtquelle des Konfiguriergerätes umrechnen, so dass letztendlich die Lichtquelle derart angesteuert wird, dass sie das von der
Lichtdetektionseinheit zu delektierende optische Signal erzeugt.
Mithil e der derart ausgestalteten Lichtdetektionseinheit kann somit die Möglichkeit eröffnet werden, jede einzelne der Benutzerschnittsteilen einer Aufzuganlage in einfacher Weise zu konfigurieren. Da der Lichtsensor von außen eingestrahlte optische Signale detektieren kann, braucht hierzu beispielsweise kein Gehäuse der Benutzerschnittstelle geöffnet werden. Gegebenenfalls kann die Benutzerschnittstelle bereits an der für sie vorgesehenen Position montiert sein. Eine Konfiguration der Benutzerschnittstelle ist sehr einfach möglich und kann auch nachträglich, das heißt beispielsweise nach einer Montage bzw. nach einem Umbau, geändert bzw. korrigiert werden.
Gemäß einer Ausführungsform ist das optische Signal eine vordefinierte Folge unterschiedlicher Helligkeiten. Mit anderen Worten kann das zur Konfiguration der Benutzerschnittstelle übermittelte optische Signal eine zeitliche Abfolge von durch eine
Lichtquelle ausgesendetem Licht mit unterschiedlichen Lichtintensitäten sein.
Beispielsweise kann das optische Signal eine Abfolge von Lichtpulsen oder Lichtblitzen einer vorbestimmten Dauer bzw. mehrerer verschiedener vorbestimmter Zeitdauern sein. Jeder einzelne Lichtpuls kann dabei verschiedene Lichtintensitäten aufweisen. Für den Fall, dass lediglich zwei verschiedene Lichtintensitäten vorgesehen sind, kann ein binäres Signal erzeugt werden. Das optische Signal kann somit ähnlich einem optischen
Morsesignal sein. Ein solches optisches Signal mit zeitlich variierenden Helligkeiten kann in einfacher Weise erzeugt werden und sicher von einem Lichtsensor einer
Lichtdetektionseinheit erkannt werden.
Gemäß einer konkreten Ausführungsform sind die Benutzerschnittstellen an
unterschiedlichen Positionen und/oder in unterschiedlichen Konfigurationen innerhalb der Aufzuganlage angeordnet und die Lichtdetektionseinheit ist dazu ausgelegt, über ihren Lichtsensor ein optisches Signal zu detektieren und dieses in eine Information zu konvertieren, welche die Position bzw. Konfiguration der zugehörigen
Benutzerschnittstelle angibt. Die Information über die Position bzw. Konfiguration der
Benutzerschnittstelle kann dabei innerhalb der Aufzuganlage gespeichert werden und somit der Steuerung der Aufzuganlage bei Bedarf zur Verfügung stehen.
Beispielsweise kann gemäß einer Ausführungsform jede der Schnittstellen jeweils eine Speichereinheit aufweisen, um die Information, die die Position bzw. Konfiguration angibt, temporär und/oder dauerhaft zu speichern. Beispielsweise kann die
Benutzerschnittstelle bzw. die in ihr vorgesehene Lichtdetektionseinheit eine geeignete elektronische Schaltung aufweisen, mithilfe derer ein von dem Lichtsensor ausgegebenes Signal zunächst in eine die Position bzw. Konfiguration der Benutzerschnittstelle wiedergebende Information umgewandelt wird. Diese Information kann anschließend in einer ebenfalls in der elektronischen Schaltung vorgesehenen Speichereinheit, das heißt beispielsweise in einem Flash-Speicher oder einem RAM (Random Access Memory), gespeichert werden, so dass sie zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise von der Steuerung der Aufzuganlage abgerufen werden kann. Alternativ kann das von dem Lichtsensor erzeugte Signal, insbesondere wenn dieses ein digitales Signal ist, direkt zunächst in der Speichereinheit gespeichert werden, und gegebenenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf in eine die Position bzw. Konfiguration der
Benutzerschnittstelle wiedergebende Information konvertiert werden.
Gemäß einer Ausführungsform sind die Benutzerschnittstellen seriell mit der Steuerung der Aufzuganlage verschaltet. Mit anderen Worten sind die Benutzerschnittstellen nicht jeweils einzeln und parallel mit der Steuerung verschaltet, wobei jeweils jede der Schnittstellen beispielsweise mit einem eigenen Anschluss der Steuerung verbunden wäre und die Steuerung somit bereits durch Kenntnis des jeweiligen Anschlusses auf eine Position bzw. Konfiguration der zugehörigen Benutzerschnittstelle rückschließen könnte. Stattdessen sind die Benutzerschnittstellen in Serie hintereinander geschaltet und lediglich ein Anfang und ein Ende dieser Serienverschaltung sind mit der Steuerung verbunden. Die Steuerung kann somit nicht lediglich aufgrund einer Zuordnung zu jeweiligen Anschlüssen erkennen, an welcher Position bzw. in welcher Konfiguration eine jeweilige Schnittstelle zu finden ist. Eine solche serielle Verschaltung von
Schnittstellen kann einen Verschaltungsaufwand innerhalb einer Aufzuganlage erheblich reduzieren. Allerdings müssen der Steuerung in einem solchen Fall Informationen über eine jeweilige Position bzw. jeweilige Konfiguration jeder der mehreren
Benutzerschnittstellen zur Verfügung stehen. Aufgrund der hierin beschriebenen Konfigurierbarkeit der Benutzerschnittstellen über die darin vorgesehene
Lichtdetektionseinheit kann der Aufzuganlage bzw. deren Steuerung eine solche
Information für jede der Benutzerschnittstellen in einfacher Weise zur Verfügung gestellt werden und gegebenenfalls auch nachträglich geändert bzw. korrigiert werden.
Gemäß einer Ausführungsform kann mithilfe der in den Benutzerschnittstellen vorgesehenen Lichtdetektionseinheiten eine weitere Funktion implementiert werden. Eine Benutzerschnittstelle weist dabei eine beleuchtete Anzeigeeinheit auf. Die
Lichtdetektionseinheit und die Anzeigeeinheit sind hierbei dazu ausgelegt, über den Lichtsensor eine Lichtintensität von Umgebungslicht zu ermitteln und die Helligkeit der Anzeigeeinheit abhängig von der ermittelten Lichtintensität zu regeln.
Beispielsweise kann die Anzeigeeinheit ein mit einer Hintergriindbeleuchtung versehenes Display oder ein selbstleuehtendes Display sein, mithilfe dessen an jedem Stockwerk beispielsweise angezeigt werden kann, wo sich die Kabine der Aufzuganlage aktuell befindet. Je nachdem, wie hell es in der Umgebung des Displays ist, kann dessen Helligkeit geeignet angepasst werden, um einerseits eine gute Lesbarkeit zu
gewährleisten, andererseits jedoch übermäßigen Energieverbrauch oder eine
gegebenenfalls durch das beleuchtete Display bewirkte Störung zu vermeiden.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist das portable Konfiguriergerät ein mobiles Telefon, teilweise auch als Handy oder in speziellen Ausgestaltungen auch als Smartphone bezeichnet. Die zur Erzeugung des optischen Signals vorgesehene
Lichtquelle kann hierbei der Bildschirm des Telefons oder eine in dem Telefon vorgesehene separate Beleuchtungsquelle wie beispielsweise eine Blitzlicht-LED sein. Ein Installateur müsste in diesem Fall kein separates und speziell für diesen Zweck zur Verfügung gestelltes Konfiguriergerät mit sich führen, sondern könnte sein heutzutage ohnehin meist mit sich geführtes mobiles Telefon dazu benutzen, um die
Benutzerschnittstellen der Aufzuganlage zu konfigurieren.
Die Mensch-Maschine-Schnittstelle kann in diesem Fall eine Tastatur des Telefons bzw. dessen berührungsempfindlicher Bildschirm (Touchscreen) sein und die in modernen Telefonen vorgesehenen Prozessoren und Speicher können auch die Aufgabe einer Datenverarbeitungseinheit für das Konfiguriergerät übernehmen.
Insbesondere kann es gemäß einer Ausführungsform vorteilhaft sein, ein
programmierbares mobiles Telefon mithilfe eines Computerprogrammprodukts in Form einer Applikation („App") in die Lage zu versetzen, einem Anwender als portables
Konfiguriergerät zu dienen. Eine solche App kann als Software für unterschiedliche Typen von mobilen Telefonen spezifisch angepasst sein, um deren Hardware dazu einzusetzen, beispielsweise eine Tastatur oder einen Touchscreen des mobilen Telefons als Mensch-Maschine-Schnittstelle zu nutzen, um Daten für die Konfiguration der Aufzuganlage bzw. deren Benutzerschnittstellen einfach eingeben zu können. Mittels der in dem mobilen Telefon enthaltenen Prozessorhardware können die Daten dann derart verarbeitet werden, dass anschließend der Bildschirm oder eine Blitzlicht-LED zum Aussenden von Folgen von Lichtsignalen unterschiedlicher Helligkeiten angesteuert werden kann.
Ein entsprechendes Computerprogrammprodukt kann auf einem computerlesbaren Medium wie beispielsweise eine CD, einer DVD, einem Flashspeicher oder ähnlichem gespeichert sein. Das Computerprogrammprodukt kann auch auf einem Computer gespeichert sein und beispielsweise als herunterladbare App einem mobilen Telefon zur Verfügung gestellt werden.
Das portable Konfiguriergerät kann im Rahmen eines Verfahrens zum Konfigurieren einer konfigurierbaren Aufzuganlageneinrichtung vorteilhaft dazu verwendet werden, um in dessen Mensch-Maschine-Schnittstelle durch einen Benutzer Daten einzugeben, welche zur Konfiguration der Aufzuganlage dienen sollen. Diese Daten kann das Konfiguriergerät dann in eine Folge von Licht unterschiedlicher Helligkeiten kodieren. Indem der Benutzer das portable Konfiguriergerät derart anordnet, dass
die von dem Konfiguriergerät erzeugte Lichtfolge auf den Lichtsensor der
Lichtdetektionseinheit der Aufzuganlage trifft, kann die Lichtfolge von der Aufzuganlage bzw. der jeweiligen Benutzerschnittstelle erkannt und zur deren Konfiguration
herangezogen werden. Ein Monteur kann auf diese Weise sehr einfach, schnell und gegebenenfalls ohne spezielles Werkzeug sondern nur durch geeignete Verwendung seines als portables Konfiguriergerät dienenden Mobiltelefons die Aufzuganlage bzw. deren Benutzerschnittstellen konfigurieren.
Es wird daraufhingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen beschrieben sind. Insbesondere sind Merkmale und Vorteile mit Bezug auf eine Aufzuganlage einerseits bzw. mit Bezug auf ein portables Konfiguriergerät, welches dazu verwendet werden kann, die Benutzerschnittstellen der Aufzuganlage zu konfigurieren, andererseits, beschrieben. Die Aufzuganlage und das Konfiguriergerät sind geeignet aufeinander
abgestimmt, um zusammen eine konfigurierbare Aufzuganlageneinrichtung zu bilden, bei der der Erfindung zugrunde liegende Ideen gemeinsam realisiert sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale einzelner Ausführungsformen in geeigneter Weise kombiniert, angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren
Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.
Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die
Beschreibung als die Erfindung einschränkend auszulegen sind.
Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
Fig. 2 zeigt eine Benutzerschnittste!le einer Aufzuganlage sowie ein portables
Konfiguriergerät gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.
Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche oder gleichwirkende Merkmale.
Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Aufzuganlage 1 weist eine Kabine 3 und ein mit der Kabine 3 über ein Seil 5 oder einen Riemen verbundenes Gegengewicht 7 auf.
In der Kabine 3 ist an einer Wand eine Benutzerschnittstelle 9 in Form eines
Kabinenbedienpanels 1 1 (COP) vorgesehen, über das ein in der Kabine 3 befindlicher Nutzer eine Funktion der Aufzuganlage 1 , wie z.B. ein Verfahren der Kabine 3 zu einem gewünschten Ziel-Stockwerk 13, anfordern kann.
An einer Wand innerhalb eines der Stockwerke 13 und jeweils neben einem Eingang zu der Kabine 3 ist jeweils eine weitere Benutzerschnittstelle 9 in Form eines
Lobbybed i enpanel s 15 (LOP) vorgesehen. Über eines der Lobbybedienpanels 15 kann ein außerhalb der Kabine 3 in dem Stockwerk 13 befindlicher Nutzer eine Funktion der
Aufzuganlage 1, wie z.B. ein Verfahren der Kabine 3 zu dem Stockwerk 13, in dem sich der Nutzer aktuell befindet und auf die Kabine 3 wartet, anfordern.
Das Kabinenbedienpanel 1 1 bzw. das Lobbybedienpanel 15 geben den Anforderungen des Nutzers entsprechende Signale an eine Steuerung 19 weiter. Die Steuerung 19 ist
hierzu mit dem Kabinenbedienpane! 11 sowie mit allen Lobbybedienpanels 15 über eine serielle Verdrahtung 17 verbunden. Die Steuerung 19 kann somit erkennen, ob aktuell von einem Nutzer über das abinenbedienpanel 1 1 oder eines der Lobbybedienpanels 15 eine Anforderung an die Aufzuganlage 1 gestellt wird. Die Steuerung 19 steuert daraufhin
Komponenten der Aufzuganlage wie z.B. einen das Seil 5 antreibenden Motor 21 oder Aktitatoren der Kabinentüren geeignet an, um die vom Nutzer angeforderten Funktionen durchzuführen.
Um jedoch genau zuordnen zu können, an welchem der Stockwerke 13 beispielsweise ein Nutzer ein Lobbybedienpanel 15 betätigt hat und somit auf die Kabine 3 wartet, muss die Steuerung 19 jede der Benutzerschnittstellen 9 eindeutig identifizieren können. Hierzu muss beispielsweise für jede der Benutzerschnittstellen 9 bekannt sein, in welchem der Stockwerke 13 sie montiert ist. Eine entsprechende Information kann dann an die Steuerung 19 geleitet bzw. von dieser aktiv bei der jeweiligen Benutzerschnittstelle 9 angefordert werden. Auf diese Weise kann die Steuerung 19 auch bei seriell verschalteten Benutzerschnittstellen 9 immer eindeutig erkennen, von welcher der
Benutzerschnittstellen 9 beispielsweise eine Anforderung der Kabine 9 stammt.
Fig. 2 zeigt eine Ausgestaltung einer Benutzerschnittstelle 9 in Form eines
Lobbybedienpanels 15 für eine erfindungsgemäße Aufzuganlage 1. Ähnlich wie konventionelle Lobbybedienpanels 15 weist die Benutzerschnittstelle 9 zwei Taster 27 auf, mit denen ein Nutzer eine Kabine anfordern kann und gleichzeitig angeben kann, in welche Richtung er fahren möchte. Zusätzlich weist das Lobby bedienpanel 15 eine optische Anzeigeeinheit 33 in Form einer beleuchteten Anzeige auf, an der beispielsweise eine aktuelle Position der Kabine 3 oder eine voraussichtliche Wartezeit dargestellt werden kann. Ferner ist eine akustische Signaleinheit 49 in Form eines Lautsprechers vorgesehen, über die beispielsweise ein akustisches Signal ausgegeben werden kann, um einen Nutzer z.B. vor einem Öffnen oder Schließen einer Aufzugtüre zu warnen.
Die Taster 27, die optische Anzeigeeinheit 33 und die akustische Signaleinheit 49 sind jeweils mit einer Prozessoreinheit 29 verbunden, welche entsprechende Signale z.B. von den Tastern 27 empfängt bzw. für die optische Anzeigeeinheit 33 und die akustische Signaleinheit 49 generiert. Über eine Datenschnittstelle 31 kann die Prozessoreinheit 29 mit der Steuerung 19 kommunizieren.
Ergänzend weist die Benutzerschnittstelle 9 einen Lichtsensor 23 auf, der Teil einer Lichtdetektionseinheit 25 ist. Der Lichtsensor 23 kann eine einfache Fotodiode sein und in der Lage sein, eine Intensität von Licht, welches den Lichtsensor 23 aus einer
Umgebung der Benutzerschnittstelle 9 erreicht, zu detektieren und ein entsprechendes Signal auszugeben. Dieses Signal wird an die Prozessoreinheit 29 weitergeleitet, welche hierfür eine spezielle, der Lichtdetektionseinheit 25 zugeordnete Schaltung aufweist. Die Lichtdetektionseinheit 25 kann damit das Signal von dem Lichtsensor 23 auswerten und beispielsweise in eine Information konvertieren, welche eine Position oder eine
Konfiguration der Benutzerschnittstelle 9 angibt. Diese Information kann in einer
Speichereinheit 47 gespeichert werden.
Um der Benutzerschnittstelle 9 die gewünschte Information über deren Position und/oder Konfiguration übermitteln zu können, kann ein Installateur oder Wartungspersonal ein portables Konfiguriergerät 37 mit sich führen.
Das Konfiguriergerät 37 verfügt über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) 41, über die der Installateur Informationen eingeben kann. Die Mensch-Maschine- Schnittstelle 41 kann eine Tastatur, ein berUhrungsempfindl icher Bildschirm oder Ähnliches sein.
Das Konfiguriergerät 37 verfügt ferner über eine Lichtquelle 43. Die Lichtquelle 43 kann eine Lampe, eine LED oder ähnliches sein. Die Lichtquelle 43 kann auch ein Bildschirm 51 sein. Die Helligkeit der Lichtquelle 43 kann variabel eingestellt werden.
Beispielsweise kann die Helligkeit der Lichtquelle 43 in zwei oder mehr Stufen zwischen einer minimalen und einer maximalen Helligkeit variiert werden. Alternativ kann auch eine stufenlose Helligkeitenvariation vorgesehen sein.
Die Mensch-Maschine-Schnittstelle 41 sowie die Lichtquelle 43 sind mit einer
Datenverarbeitungseinheit 45 verbunden. Diese Datenverarbeitungseinheit 45 kann Daten oder Signale von der Mensch-Maschine-Schnittstelle 41 empfangen und diese verarbeiten. Hierzu kann die Datenverarbeitungseinheit 45 einen von einem Installateur in die Mensch-Maschine-Schnittstelle 41 eingegebenen Datensatz in Steuerdaten kodieren. Diese Steuerdaten werden dann verwendet, um die Lichtquelle 43 geeignet anzusteuern, um mit ihrer Hilfe eine zeitliche Abfolge von Licht unterschiedlicher Helligkeiten zu erzeugen. Diese Abfolge stellt somit eine kodierte Form des in die Mensch-Maschine-
Schnittstelle 41 eingegebenen Datensatzes dar und kann als solche einfach von dem Lichtsensor 23 der Lichtdetektionseinheit 25 empfangen und verarbeitet werden.
Auf diese Weise kann der Installateur bzw. Wartungspersonal sehr einfach eine Positionsoder Konfigurationsinformation in das Konfiguriergerät 37 eingeben, von diesem in eine Folge von Lichtpulsen konvertieren lassen und so letztendlich zur Konfiguration der Benutzerschnittstelle 9 einsetzen. In der Benutzerschnittstelle 9 braucht hierfür lediglich ein günstiger und einfach vorzusehender Lichtsensor 23 vorgehalten werden.
Insbesondere braucht die Benutzerschnittstelle 9, um diese zu konfigurieren, nicht geöffnet oder deinstalliert werden.
Das portable Konfiguriergerät 37 kann beispielsweise ein handelsübliches mobiles Telefon 39 sein. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle 41 kann in diesem Fall eine Tastatur 41 oder ein Touchscreen des Telefons 39 sein. Ein Bildschirm 51 bzw. der Touchscreen kann als Lichtquelle 43 dienen. Alternativ kein eine ansonsten als Blitzlicht dienende LED als Lichtquelle 43 genutzt werden. Die ohnehin in dem Telefon 39 vorgesehene Elektronik und Prozessoreinheit kann als Datenverarbeitungseinheit 45 herangezogen werden. Insgesamt kann ein handelsübliches mobiles Telefon somit bereits über die gesamte notwendige Hardware verfügen und beispielsweise mithilfe einer als App vorgesehenen Software dazu in die Lage versetzt werden, die von einem portablen Konfiguriergerät 37 gewünschten Funktionen zu implementieren.
Ergänzend kann die Lichtdetektionseinheit 25 dazu eingesetzt werden, mithilfe ihres Lichtsensors 23 eine aktuelle Intensität von Umgebungslicht zu erkennen und eine Helligkeit der optischen Anzeigeeinheit 33 geeignet dazu passend einzustellen.
Abschließend ist daraufhinzuweisen, dass Begriffe wie„aufweisend",„umfassend", etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie„eine" oder„ein" keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.