Wärmeübertrjiger
Beschreibung
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager mit einer Abdeckplatte, einem ersten Sammelrohr, einem zweiten Sammelrohr und zumindest einem Rohr, wobei das Rohr endseitig in jeweils einer Öffnung des ersten Sammelrohrs und des zweite Sammelrohrs aufgenommen ist, wobei die Abdeckplatte in Kontakt mit den Sammelrohren und in thermischen Kontakt mit dem Rohr steht.
Stand der Technik
Wärmeübertrager werden heute zur Kühlung diverser Komponenten verwendet. Insbesondere die Kühlung von Batteriekomponenten gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung, Batterien erzeugen beim Laden und Entladen Wärme, welche entweder die Batterien erwärmt oder über geeignete Mittel abgeführt werden muss. Insbesondere die zuletzt favorisierten Lithium-Ionen Batterien weisen eine starke Temperaturabhängigkeit auf. Diese Temperaturabhängigkeit führt unter anderem zu einer schnelleren Alterung der einzelnen Batteriezellen infolge hoher Temperaturen. Außerdem wirken sich starke Erwärmungen nachteilig auf die Leistungsfähigkeit der Batterien aus. Es sind daher
geeignete Mittel zur Temperierung von Batterien vorzusehen, um die Batterien stets in einem optimalen Temperaturintervall betreiben zu können.
Um einen möglichst großen Temperaturübergang zwischen einem Kühlmedium und den Batterien zu ermöglichen, ist es vorteilhaft eine möglichst großflächige Anbin- dung des Wärmeübertragers an die zu temperierenden Batterien vorzusehen. Hierzu sind Lösungen bekannt, bei welchen die einzelnen Flachrohre mit einer Abdeckplatte versehen werden. Die Abdeckplatte dient dabei als Fläche zur Anbindung der Batterien. Nachteilig an den Lösungen im dem Stand der Technik ist insbesondere, dass die Befestigung der Abdeckplatte an dem Wärmeübertrager bisher nicht optimal gelöst wurde. Insbesondere im Hinblick auf die Montierbarkeit des Wärmeübertragers mit Abdeckplatte und die Einfachheit der Verbindung sind die Lösungen im Stand der Technik nicht optimal.
Darstellung der Erfindung, Aufgabe, Lösung, Vorteile
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Wärmeübertrager bereitzustellen, der eine im Vergleich zu den Lösungen aus dem Stand der Technik optimierte Anbindung einer Abdeckplatte aufweist.
Die Aufgabe des Wärmeübertragers wird durch einen Wärmeübertrager mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager mit einer Abdeckplatte, einem ersten Sammelrohr, einem zweiten Sammelrohr und zumindest einem Rohr, wobei das Rohr endseitig in jeweils einer Öffnung des ersten Sammelrohrs und des zweite Sammelrohrs aufgenommen ist, wobei die Abdeckplatte in Kontakt mit den Sammelrohren und in thermischen Kontakt mit dem Rohr steht, wobei ein Mittel zur Fixierung vorgesehen ist, über das die Abdeckplatte an zumindest einem Sammelrohr und/oder zumindest einem Rohr fixierbar ist.
Eine Abdeckplatte beschreibt hier eine im Wesentlichen flächige eben ausgeprägte
Platte, die mit einer Einzahl oder Mehrzahl von Rohren und/oder den Sammelrohren in thermischen Kontakt steht und eine Anbindungsfläche für Batterieelemente bildet. Kernaufgabe der Abdeckplatte ich es eine möglichst große Wä rrne Übertrag ungsf fä- che bereitzustellen.
Mit einem Mittel zur Fixierung sind insbesondere Mittel gemeint, die eine Relativbewegung der Abdeckplatte in einer Richtung, welche senkrecht zur Haupterstre- ckungs chtung des Rohrs verläuft, verhindern. Damit soll insbesondere ein Abfallen der Abdeckplatte während des Montage- und Transportprozesses vermieden werden. Dies gilt besonders zu einem Zeitpunkt zu dem die einzelnen Teile noch nicht dauerhaft stoffschlüssig, etwa durch einen Lötvorgang, miteinander verbunden sind.
Darüber hinaus kann es vorteilhaft sein, wenn das Mittel zur Fixierung durch Hal- teelemente gebildet ist, welche an der Abdeckplatte und/oder zumindest einem Sammelrohr angeordnet sind und der Fixierung der Abdeckplatte an zumindest einem Sammelrohr und/oder zumindest einem Rohr dienen, wobei die Halteelemente durch zumindest einen Vorsprung und/oder zumindest eine Aussparung gebildet sind.
Über einen Vorsprung und/oder eine Aussparung an einem Sammelrohr und/oder der Abdeckplatte kann eine Positionierung der Abdeckplatte relativ zu den Sammelrohren erreicht werden. Über die Halteelemente lässt sich außerdem eine Relativbewegung der Abdeckplatte relativ zu den Sammelrohren und den Rohren vermeiden. Der Vorsprung und die Aussparung sind dabei vorteilhafterweise derart gestaltet, dass sie miteinander korrespondieren und ineinander eingreifen können.
Die Halteelemente können dabei an jeweils nur einem der Sammelrohre angeordnet sein oder gleichermaßen an beiden Sammelrohren.
In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass zumindest eine Öffnung der Sammelrohre einen Randbereich aufweist und der Randbereich an einer dem Zentrum der Öffnung zugewandten Fläche zumindest eine Einführschräge aufweist. Eine Einführschräge an einer dem Zentrum der Öffnung zugewandten Fläche ist vorteilhaft, um die Abdeckplatte einfacher in die Öffnung einführen zu können. Mit einer zum Zentrum gewandten Fläche sind insbesondere die Innenwandungen der Öffnung gemeint. Auch das Einführen eines Rohrs in die Öffnung wird durch eine solche Einführschräge erleichtert.
In einer besonders günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist es außerdem vorgesehen, dass der Vorsprung und/oder die Aussparung am Sammelrohr an einem Randbereich einer Öffnung des Sammelrohrs angeordnet sind, wobei der Vorsprung die Einführschräge aufweist.
Der Vorsprung und/oder die Aussparung ist vorteilhafterweise an dem Randbereich der Öffnung angeordnet, um so eine bessere Führung der Abdeckplatte zu erzielen. Der Vorsprung kann dabei in eine Aussparung der Abdeckplatte eingreifen und/oder die Abdeckplatte teilweise überlappen. Der Vorsprung und/oder die Aussparung sind insbesondere bei der Verwendung von Flachrohren vorteilhafterweise an den längeren Abschnitten der Randbereiche der Öffnung angeordnet.
Um sowohl eine Abdeckplatte auf der Oberseite der Rohre als auch auf der Unterseite der Rohre aufnehmen zu können, sind vorteilhafterweise Vorsprünge und/oder Aussparungen jeweils an dem sich gegenüberliegenden oberen und unteren Randbereich der Öffnung angeordnet.
Der Vorsprung ist dabei vorteilhafterweise derart orientiert, dass er bündig in die obere bzw. untere Außenfläche des Sammelrohrs übergeht, welche bei der Verwendung von Flachrohren parallel zu der Breitseite der Flachrohre ausgerichtet sind.
Auch ist es zu bevorzugen, wenn an der Öffnung des Sammelrohrs durch den Vorsprung und/oder die Aussparung ein zumindest teilweise umlaufender Durchzug gebildet ist, wobei der Durchzug vom Inneren des jeweiligen Sammelrohrs weg gerichtet ist. Insbesondere durch den Vorsprung wird ein zumindest teilweise umlaufender Durchzug erzeugt. In diesen Durchzug kann sowohl ein Rohr als auch die Abdeckplatte eingeführt werden. Der Durchzug erhöht dabei insbesondere die Stabilität des Wärmeübertragers. Außerdem lässt sich aufgrund des Durchzugs eine bessere stoffschlüssige Verbindung zwischen dem jeweiligen Rohr, den Sammelrohren und der Abdeckplatte erzeugen, da die Kontaktfläche insgesamt vergrößert werden kann.
Weiterhin kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die Abdeckplatte eine Fase an zumindest einem Randbereich aufweist, wodurch die Materialstärke der Abdeckplatte vom Rand aus zunimmt.
Die Fase ist besonders vorteilhaft, um die Abdeckplatte in die Öffnung des Sammelrohrs oder in den Durchzug einzuführen. Die Fase ist dabei derart orientiert, dass der Randbereich der Abdeckplatte eine Pfeilung aufweist. Die Fase kann sich dabei über den gesamten Randbereich erstrecken. Alternativ kann die Fase sich auch nur über einen oder mehrere Teilbereiche erstrecken. Im eingeführten Zustand kommt die Fase vorteilhafterweise auf der Einführschräge zu liegen.
Auch kann es zweckmäßig sein, wenn eine Klemmung zwischen dem Rohr und dem Sammelrohr erzeugbar ist, wodurch eine an dem Rohr angeordnete und an das Sammelrohr angrenzende Deckplatte fixierbar ist.
Eine Klemmung zwischen dem jeweiligen Sammelrohr und dem Rohr kann zu einer vorteilhaften Fixierung der Abdeckplatte führen. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die Abdeckplatte mit einem Endbereich, welcher eine Fase aufweist, in die Klemmung zwischen dem Rohr und dem Sammelrohr eingeschoben
wird. Es kann alternativ auch eine Klemmung zwischen dem Rohr, der Abdeckplatte und dem Sammelrohr erzeugt werden.
Die Klemmung kann dabei beispielsweise erreicht werden, indem die Abdeckplatte auf die Rohre, welche beispielsweise in einer Montagevorrichtung eingelegt sind, aufgelegt wird und anschließend die Sammelrohre seitlich auf die Rohrenden aufgeschoben werden. Die Abdeckplatte wird dabei zumindest teilweise mit in die Öffnungen der Sammelrohre oder die Durchzüge eingeführt. Die Klemmung entsteht dabei hauptsächlich aufgrund des Übermaßes der Rohre und der Abdeckplatte im Vergleich zur Öffnung bzw. des Durchzugs.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Randbereich der Abdeckplatte mit der Fase zumindest teilweise in einen Bereich zwischen dem Durchzug und dem Rohr einführbar ist und/oder in die Öffnung des Sammelrohrs einführbar ist. Auf diese Weise kann eine Klemmung erzeugt werden, die die Abdeckplatte wirksam an den Rohren und den Sammelrohren fixiert.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte an zwei sich im Wesentlichen gegenüberliegenden Randbereichen jeweils eine Fase aufweist.
Eine Fase an zwei sich jeweils gegenüberliegenden Randbereichen der Abdeckplatte ist besonders vorteilhaft, um die Abdeckplatte auf einfache Weise in beide Sammelrohre einführen zu können.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Einführschräge derart orientiert ist, dass sich die lichte Öffnungsweite der Öffnung hin zum Inneren des Sammelrohrs verringert.
Durch eine derartige Orientierung der Einführschrägen ist insbesondere das Einfüh- ren der Abdeckplatte in die Öffnung erleichtert. Mit zunehmender Einführtiefe wird durch die Orientierung der Einführschräge und der Fase der Abdeckplatte zueinan-
der außerdem eine zunehmende Pressung zwischen Rohr, Sammelrohr und Abdeckpiatie erzeugt, wodurch die Abdeckplatte besser fixiert wird.
Darüber hinaus ist es zweckmäßig, wenn zwischen der Abdeckplatte und zumindest einer Außenfläche eines Sammelrohrs ein bündiger Übergang gebildet ist, wobei die Außenfläche und die Abdeckplatte eine gemeinsame ebene Fläche bilden.
Eine Außenfläche des Sammelrohrs beschreibt hier insbesondere eine Außenfläche, die im Wesentlichen parallel zu der Ebene verläuft, in der die Mittelachsen der Rohre verlaufen.
Für den Fall, dass das Sammelrohr aus einem Material streifen durch Biegung in eine U-förmige Struktur erzeugt wird, entstehen zwei sich im Wesentlichen gegenüberliegende Schenkel, die über eine Rohrschmalseite miteinander verbunden sind. Jeder der Schenkel weist eine Außenfläche auf, welche zur Ebene der Rohre parallel ver- läuft. Besonders vorteilhaft ist ein bündiger Übergang dieser Außenfläche in die Fläche der Abdeckplatte.
Durch einen bündigen Übergang kann insgesamt eine vergrößerte ebene Fläche erzeugt werden, die zur Anbindung von Batterieelementen genutzt werden kann. Ein stufenfreier Übergang ist dabei besonders vorteilhaft, um die gesamte Fläche nutzen zu können.
Auch ist es zu bevorzugen, wenn eine Mehrzahl von Rohren vorgesehen ist, wobei die Rohre durch Flachrohre gebildet sind, welche jeweils zwei sich gegenüberliegen- de Breitseiten und zwei sich gegenüberliegende Schmalseiten aufweisen, wobei die Mittelachsen der Flachrohre und die jeweiligen Breitseiten jeweils in einer Ebene liegend angeordnet sind, wobei die Abdeckplatte auf der durch die Breitseiten gebildeten Ebene aufliegt.
Flachrohre sind besonders vorteilhaft hinsichtlich des Wärmeübergangs, da insbesondere die Breitseiten eine größere Wärmeübergangsfläche ausbilden. Eine Anord-
nung der Flachrohre in einer Ebene führt dazu, dass eine Abdeckplatte auf die Flachrohre aufgelegt werden kann und dabei mit allen Fiachrohren gleichermaßen in thermischen Kontakt steht. Dies ist vorteilhaft, um einen möglichst großen Wärmeübergang zu erreichen, Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Mittel zur Fixierung durch zumindest eine Lasche gebildet ist, welche aus der Ebene der Abdeckplatte ausbiegbar ist und zumindest teilweise um ein Rohr biegbar ist.
Eine aus der Abdeckplatte ausbiegbare Lasche ist besonders vorteilhaft, da auf ein- fache Weise eine Verbindung zwischen der Abdeckplatte und einem oder mehreren Rohren hergestellt werden kann. Es kann dabei nur eine einzige Lasche je Abdeckplatte vorgesehen sein oder mehrere Laschen, wodurch die Verbindung insgesamt verbessert wird. Außerdem ist es zweckmäßig, wenn zwei Abdeckplatten vorgesehen sind, wobei jeweils eine Abdeckplatte an einer durch die Breitseiten der gebildeten Ebene anliegt.
Zwei Abdeckplatten sind insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Wärmeübertrager beidseitig an zu kühlende Elemente, wie beispielsweise Batterieelemente, angebun- den werden soll.
Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Figurenbeschreibung beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen detailliert erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig.1 eine perspektivische Ansicht eines Wärmeübertragers in einer Explosions- darstellung ,
Fig, 2 eine abschnittsweise Ansicht des Montageprozesses des Wärmeübertragers, Fig. 3 im linken Teil eine perspektivische Ansicht eines Wärmeübertragers und im rechten Teil eine Detailansicht des Übergangs vom Sammelrohr zur Abdeckplatte des Wärmeübertragers,
Fig. 4 eine Aufsicht auf die Stoßstelle zwischen dem Sammelrohr und der Abdeck- platte,
Fig . 5 eine Schnittansicht durch die Stoßstelle zwischen dem Sammelrohr und der Abdeckplatte, Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Sammelrohrs mit Blick auf die Rohrschmalseite, welche die Offnungen aufweist,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht des Randbereichs einer Abdeckplatte, und Fig. 8 im linken Teil eine perspektivische Ansicht eines Wärmeübertragers mit einer alternativen Gestaltung des Fixiermittels zur Befestigung der Abdeckplatte an den Rohren und im rechten Teil eine Detailansicht des Fixiermittels.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Wärmeübertragers 1 . Der Wärmeübertrager 1 besteht im Wesentlichen aus einer Mehrzahl von Rohren 2, welche seitlich in Sammelrohren 4 aufgenommen sind. Die Sammelrohre 4 weisen Fluidan- schtüsse 5 bzw. 6 auf, über welche ein Fluid in den Wärmeübertrager 1 eingeleitet bzw. aus diesem heraus geleitet werden kann.
Die in Fig. 1 gezeigten Rohre 2 sind durch Flachrohre gebildet, welche zwei sich gegenüberliegende Breitseiten und zwei sich gegenüberliegende Schmalseiten aufweisen. In der Fig. 1 sind die Flachrohre 2 derart positioniert, dass die Mittelachsen der Rohre sowie die beiden sich gegenüberliegenden Breitseiten jeweils in einer Ebene angeordnet sind.
Die Sammelrohre 4 weisen mit den Flachrohren 2 korrespondierende Öffnungen auf, in welche die Flachrohre eingeschoben werden können. Die Sammelrohre 4 sind durch einen U -form ig gebogenen Materialstreifen geformt, welcher an der den Flach- röhren 2 abgewandten Seite durch ein Verschlussmittel 15, welches beispielsweise durch einen Formdraht gebildet sein kann, verschlossen ist.
Auf die Flach röhre 2 ist eine Abdeckplatte 3 aufgelegt. Diese steht in einem thermischen Kontakt mit den Flachrohren 2 und den Sammelrohren 4. Sie bildet eine Wär- meübertragungsfiäche aus und dient zum Anbinden von zu kühlenden Komponenten, wie beispielsweise Batterien oder deren Leistungselektronik.
Die Fig. 2 zeigt im linken Bereich eine perspektivische Ansicht der Abdeckplatte 3. An der Längsseite der Abdeckplatte 3 ist eine Positionieraussparung 7 dargestellt.
Die mittlere Darstellung der Fig. 2 zeigt eine Anordnung der Abdeckplatte 3 mit darauf aufgelegten Flachrohren 2. Die Flachrohre 2 und die Abdeckplatte 3 sind in einer Montagevorrichtung eingelegt, wobei die Montagevorrichtung nicht gezeigt ist. Die Abdeckplatte 3 ist dabei so in der Montagevorrichtung positioniert, dass die Positio- nieraussparung 7 um einen in der Montagevorrichtung vorgesehenen Bolzen greift. Dadurch ist die Abdeckplatte 3 innerhalb der Montagevorrichtung sicher positioniert.
Der rechte Teil der Fig. 2 zeigt einen Wärmeübertrager 1 , wie er bereits in der Fig. 1 gezeigt wurde. Im rechten Teil der Fig. 2 ist der Wärmeübertrager 1 im endmontier- ten Zustand dargestellt. Hierzu sind die Sammelrohre 4 seitlich auf die Flachrohre 2 bzw. die Abdeckplatte 3 aufgeschoben.
Die Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Wärmeübertragers 1 mit Blick auf die Abdeckplatte 3. Ebenfalls zu erkennen sind die seitlichen Sammelrohre 4 mit den Fluidanschlüs- sen 5 bzw. 6. Die Abdeckplatte 3 weist ebenfalls die Positionieraussparung 7 auf. Im rechten Teil der Fig. 3 ist eine Detailansicht des Übergangs von einem der Sammel- röhre 4 zur Abdeckplatte 3 gezeigt.
In der Detailansicht ist zu erkennen, dass das Sammelrohr 4 durch einen U-förmig gebogenen Materialstreifen gebildet ist. Durch die U-förmige Umbiegung bildet der Material st reifen einen unteren Schenkel 1 1 und einen oberen Schenkel 10 aus. Die beiden Schenkel 10 bzw. 1 1 sind über eine Rohrschmalseite 13 miteinander verbunden. Im Inneren des Sammelrohrs 4 ist der Formdraht 15 angedeutet. Der Formdraht 1 5 ist über eine Lasche 16, welche aus dem oberen Schenkel 10 ausgebogen ist, innerhalb des Sammelrohrs 4 fixiert. Die gezeigten Elemente, wie Rohre, Abdeckplatte, Sammelrohre, Formdraht werden in einem an die Montage angeschlossenen Schritt mit einem Stoff schlüssigen Verfahren, wie etwa dem Löten, dauerhaft verbunden.
Der obere Schenkel 10 des Sammelrohrs 4 weist weiterhin Durchzüge 19 auf, wel- che aus zwei Vorsprüngen 12 gebildet sind, die durch eine Aussparung 14 getrennt sind. Die Durchzüge 19 sind dabei nach außen gerichtet und sind am Randbereich der in Fig. 3 nicht gezeigten Öffnungen der Sammelrohre 4 angeordnet. Zum genauen Aufbau des Sammelrohrs 4 wird auf die nachfolgenden Fig. 5 bzw. 6 verwiesen. Die Fig. 4 zeigt eine Aufsicht auf den Übergang zwischen dem Sammelrohr 4 und der Abdeckplatte 3 des Wärmeübertragers 1 . Wie bereits in Fig. 3 angedeutet, ist der Formdraht 15 durch die aus dem Schenkel 10 ausgebogene Lasche 16 im Inneren des Sammelrohrs 4 fixiert. Die Durchzüge 1 9, welche durch die Vorsprünge 1 2 gebildet sind, stehen über die Rohrschmalseite 13, welche den oberen Schenkel 10 mit dem unteren Schenkel 1 1 verbindet, hinaus.
Die Abdeckplatte 3 greift in die Aussparung 14, welche zwischen den Vorsprüngen 12 angeordnet ist, mit einem eigenen Vorsprung ein. Die Durchzüge 19 bzw. die Vorsprünge 1 2 überdecken dabei teilweise d ie Abdeckplatte 3.
Die Fig. 5 zeigt einen Schnitt entlang des in der Fig. 4 angedeuteten Schnitts, wel- eher durch die Großbuchstaben H-H gekennzeichnet ist.
Im Schnitt durch das Sammelrohr 4 sind insbesondere der obere Schenkel 10 sowie der untere Schenkel 1 1 zu erkennen, außerdem der Formdraht 15, welcher das Sammelrohr zu der von den Flachrohren 2 abgewandten Seite abschließt.
Die Abdeckplatte 3 weist an einem ihrer Randbereiche eine Fase 20 auf, wodurch eine Pfeilung der Abdeckplatte 3 entsteht. Die Materialstärke der Abdeckplatte 3 nimmt dadurch vom Randbereich her zu. Die Vorsprünge 12 weisen jeweils oberhalb und unterhalb des Flachrohrs 2 eine Einführschräge 21 an der nach innen gerichte- ten Fläche auf. Durch die Einführschräge 21 verkleinert sich die lichte Weite der Öffnung zum Zentrum des Sammelrohrs 4 hin.
In dem in Fig. 5 gezeigten Beispiel kommen die Fase 20 und die Einführschräge 21 im montierten Zustand aufeinander zu liegen. Es entsteht eine Klemmung zwischen dem oberen Schenkel 10 der Abdeckplatte 3, dem Flachrohr 2 und dem unteren Schenkel 1 1 des Sammelrohrs 4. Auf diese Weise wird die Abdeckplatte 3 auch im noch nicht verlöteten Zustand am Sammelrohr 4 fixiert.
In einer alternativen Ausgestaltung kann auch eine zweite Abdeckplatte vorgesehen sein, welche über eine zur ersten Abdeckplatte analoge Anbindung unterhalb der Rohre an den Wärmeübertrager angebunden wird .
Die Abdeckplatte 3 wird durch die Klemmung, welche in Fig. 5 dargestellt ist, im Wesentlichen daran gehindert, in einer Richtung, welche senkrecht zur Haupterstre- ckungsrichtung der Flachrohre 2 verläuft, von dem Wärmeübertrager 1 abzufallen. Um eine Verschiebung der Abdeckplatte 3 in einer Richtung quer zur Haupterstre-
ckungsrichtung der Flachrohre 2 zu vermeiden, sind die in den Fig. 3 und 4 gezeigten Vorsprünge und Aussparungen vorgesehen, welche derart ineinandergreifen, dass eine Relativbewegung quer zur Haupterstreckungsrichtung der Flachrohre 2 vermieden ist. Eine Relativbewegung der Abdeckplatte in Richtung der Haupterstreckungsrichtung der Flachrohre ist durch den Stoß zwischen dem oberen Schenkel 10 des Sammelrohrs 4 und der Abdeckplatte 3 verhindert.
Damit ist die Abdeckplatte 3 insbesondere in einem Zustand, in dem noch keine stoffschlüssige Verbindung zwischen den einzelnen Elementen erzeugt wurde gegen ein ungewolltes Herausfallen aus dem Wärmeübertrager 1 gesichert. Dies erleichtert insbesondere die Montage und vereinfacht den Transportprozess sowie den gesamten Fertigungsprozess des Wärmeübertragers 1 .
Die Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht des Sammelrohrs 4. Das Sammelrohr 4 ist, wie bereits beschrieben, durch eine Biegung eines flächigen Materialstreifens in eine U-förmige Gestalt erzeugt. Dabei entsteht der obere Schenkel 10 und der untere Schenkel 1 1, welche sich im Wesentlichen parallel gegenüberliegen. Die beiden Schenkel 10, 1 1 sind über die Rohrschmalseite 13 miteinander verbunden.
Die Fig. 6 zeigt weiterhin eine Mehrzahl von Öffnungen 18, welche in der Rohrschmalseite 13 vorgesehen sind. Die Öffnungen 18 sind in ihrer Kontur der Außenkontur der Flachrohre 2 angepasst. Die Öffnung 18 weist somit zwei zu den Flächen 10 bzw. 1 parallel liegende Längsseiten auf und zwei senkrecht zu den Flächen 1 0 bzw. 1 1 stehende Querseiten. Die Längsseiten der Öffnung 18 sind länger als die Querseiten. Die Querseiten der Öffnungen 18 sind abgerundet.
Weiterhin ist in Fig. 6 zu erkennen, dass an den Querseiten der Öffnung 18 Durchzüge 17 angeordnet sind, welche nach innen gestellt sind. Auch ist zu erkennen, dass die nach außen gestellten Durchzüge 19 jeweils zwei Vorsprünge 12 aufweisen, welche durch jeweils eine Aussparung 14 voneinander getrennt sind. Diese Aussparungen 14 dienen als Positionierhilfe für die Abdeckplatte 3.
Bevorzugt sind sowohl auf der oberen als auf der unteren Seite der Öffnung 18 die nach außen gestellten Durchzüge 19 bzw. Vorsprünge 12 vorhanden.
Die nach außen gestellten Durchzüge 19 sind zweiteilig ausgebildet. Die Vorsprünge 12 sind identisch ausgebildet und sind durch die Aussparung 14 voneinander ge- trennt. Die Aussparung 14 dient, wie schon beschrieben, der Aufnahme eines Vorsprungs der Abdeckplatte 3, um eine sichere Positionierung der Abdeckplatte gegenüber dem Sammelrohr zu gewährleisten.
Die nach außen gestellten Durchzüge 19 weisen sowohl mittig als auch an ihren je- weils links und rechts liegenden Endbereichen eine Aussparung 14 auf. Außerdem weisen die nach außen gestellten Durchzüge 19 bzw. die Vorsprünge 12 Einführschrägen 21 auf, welche das Einführen der Deckplatte 3 erleichtern sollen. Die Einführschrägen 21 sind bereits in der Schnittansicht der Figur 5 dargestellt. Die Fig. 7 zeigt eine Detailansicht der Abdeckplatte 3. An dem linken Randbereich der Abdeckplatte 3 sind Vorsprünge 22 sowie Fasen 20 angeordnet. Die Vorsprünge 22 sind derart gestaltet, dass sie passgenau in die Aussparungen 14 am Sammeirohr 4 eingreifen können. Die Fasen 20 sind derart gestaltet, dass sie mit den Einführschrägen 21 an den nach außen gestellten Durchzügen 19 bzw. Vorsprüngen 12 des Sammelrohrs 4 korrespondieren. Die Vorsprünge 22 bzw. die Fasen 20 sind dabei im gleichen Abstand zueinander angeordnet, wie es die Öffnungen 18 der Sammelrohre 4 sind.
In alternativen Ausführungen können die Fasen auch über einen breiteren Bereich des Randbereichs der Abdeckplatte geführt sein. Grundsätzlich orientiert sich die Anordnung der Fasen 20 bzw. der Vorsprünge 22 an den durch die Öffnungen 18 bzw. den nach außen gestellten Durchzügen 19 und den Vorsprüngen 12 gebildeten Bereichen der Sammelrohre 4. Die Fig. 8 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht eines Wärmeübertragers 1 mit einer Sicht auf die unterhalb der Abdeckplatte 3 angeordneten Flachrohre 2.
Die Abdeckplatte 3 ist in der Fig. 8 durch eine alternative Ausgestaltung der Fixiermittel an den Flachrohren 2 fixiert. Dazu ist im rechten Teil der Fig. 8 eine Detailansicht gezeigt. Die Abdeckplatte 3 ist hier über eine aus der ebenen Fläche der Abdeckplatte 3 ausgebogene Lasche 30 an einem Flachrohr 2 befestigt. Das Flachrohr 2 wird dabei zumindest teilweise von der Lasche 30 umgriffen. Zusätzlich zu der in Fig. 8 gezeigten Lasche 30 können weitere Laschen entlang der Abdeckplatte 3 angeordnet sein. Die Laschen können in alternativen Ausführungen die Flachrohre 2 mehr oder weniger stark umgreifen als es in der Fig. 8 gezeigt ist. Durch die Lasche 30 soll im Wesentlichen ein Abfallen der Platte 30 von den Flachrohren 2 während der Montage bzw. des Transportes vermieden werden.
Die in den Fig. 1 bis 8 gezeigten Ausführungsbeispiele haben lediglich beispielhaften Charakter. Sie besitzen keine beschränkende Wirkung und können untereinander kombiniert werden.