Kontaktierungselement
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kontaktierungselement zum elektrischen Anschließen eines Kontaktanschlusses einer elektrischen Zelle sowie ein Ver- fahren zu dessen Herstellung. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Batterieanordnung mit mehreren elektrischen Zellen sowie ein Verfahren zur Montage einer derartigen Batterieanordnung.
Die vorliegende Erfindung betrifft sowohl Primärbatterien, d.h. nicht wiederauf- ladbare elektrische Energiespeicher, als auch sogenannte Sekundärbatterien oder Akkumulatoren, die wieder aufladbar sind. Im Rahmen der Erfindung wird vereinfacht von elektrischer Zelle oder Batterie gesprochen. Die hier genannten elektrischen Zellen und Batterieanordnungen eignen sich besonders für die Benutzung in elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen. Dabei dient das erfindungs- gemäße Kontaktierungselement grundsätzlich zum Anschließen einer Batteriezelle, entweder mit externen Einheiten, wie z.B. Verbrauchern, oder zum Verbinden mehrerer elektrischer Zellen untereinander oder zu beiden Zwecken zugleich.
Aus der KR 10 2005 004 9835 A ist eine Deckeleinheit für eine Sekundärbatterie bekannt, welche eine Anordnung aus einem Formgedächtnismaterial als Aktua- tor zur Unterbrechung eines Stromkreislaufes nutzt.
Eine ähnliche Stromunterbrechereinheit für eine elektrochemische Zelle ist aus der DE 698 35 613 T2 bekannt. Dabei wird ein Stromfluss durch die Zelle ver-
hindert, wenn die Temperatur oder der Gasdruck in der Zelle übermäßig ansteigt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Kontaktierungsele- ment zum elektrischen Anschließen eines Kontaktanschlusses einer elektrischen Zelle bereitzustellen. Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Batterieanordnung umfassend ein Kontaktierungselement bereitzustellen. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines Kontaktierungselements und einer Batterieanordnung be- reitzustellen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst durch ein Kontaktierungselement zum elektrischen Anschließen eines Kontaktanschlusses einer elektrischen Zelle, insbesondere einer Batteriezelle, umfassend einen Deformations- abschnitt und zumindest zwei Klemmkanten, die sich an gegenüberliegenden Endabschnitten des zumindest einen Deformationsabschnittes abstützen.
Unter Abstützen ist dabei gemeint, dass eine Kraft, die auf eine der Klemmkanten wirkt, auf den entsprechenden Endabschnitt unmittelbar oder mittelbar wei- tergeleitet wird. Insofern ist damit sowohl eine unmittelbare Abstützung als auch eine mittelbare Abstützung gemeint. Dabei können zwischen den Klemmkanten und den Endabschnitten auch weitere Abschnitte liegen, welche den zur Abstützung notwendigen Kraftfluss übertragen. Der Deformationsabschnitt weist dabei die Eigenschaft auf, dass er, gegebenenfalls unter Bereitstellung einer Kraft, seine Form verändern kann. Dies führt zu einer Veränderung der relativen Lage der beiden sich gegenüberliegenden Endabschnitte des Deformationsabschnittes. Da sich die zwei Klemmkanten an den Endabschnitten abstützen, wird e- benfalls deren relative Lage zueinander durch eine Formänderung des Deformationsabschnittes bewirkt. Insbesondere kann der Deformationsabschnitt dabei derart verändert werden, dass die beiden Klemmkanten sich aufeinander zu bewegen und somit ein Einklemmen eines zwischen zwei Klemmkanten angeord-
neten Kontaktanschlusses, insbesondere einer Elektrode oder eines Kabelschuhes, ermöglichen. Durch das Einklemmen wird eine ausreichend stabile Verbindung zwischen dem Kontaktierungselement und dem Kontaktanschluss hergestellt.
Der Deformationsabschnitt ist dabei vorzugsweise aus einem Formgedächtniswerkstoff hergestellt. Gegenstände, die aus einem Formgedächtniswerkstoff hergestellt sind, besitzen die Fähigkeit, ihre Form in Abhängigkeit von äußeren Faktoren, beispielsweise der Temperatur oder magnetischen Feldstärken, zu ändern. So kann der Deformationsabschnitt beispielsweise mittels Wärmeeinbringung wieder in eine ursprüngliche Form zurückverwandelt werden, in der das Kontaktierungselement den Kontakt zu einem Kontaktanschluss einer elektrischen Zelle herstellt. Diese Art der Kontaktherstellung ist besonders sicher und zuverlässig und bedarf des Weiteren keines besonderen Werkzeuges außer einer Wärmequelle. Mehrere Kontaktierungseinheiten, die in einer Batterieanordnung angeordnet sind, können dabei zeitgleich durch Aktivierung einer einzigen Wärmequelle in ihre ursprüngliche Form zurückverwandelt werden und dabei den Kontaktschluss herstellen.
Vorzugsweise weist das Kontaktierungselement zwei Klemmkanten auf, wobei eine erste Klemmkante gegenüber einem ersten Endabschnitt des Deformationsabschnitts abgestützt ist und eine zweite Klemmkante gegenüber einem zweiten Endabschnitt des Deformationsabschnitts abgestützt ist.
Vorzugsweise sind die Endabschnitte dabei auf einander gegenüberliegenden Seiten des Deformationsabschnitts angeordnet. Vorzugsweise verändert der Deformationsabschnitt bei Wärmeeinwirkung seine Form, insbesondere seine axiale Ausdehnung. Die Wärmeeinwirkung kann grundsätzlich mittels Strombeaufschlagung erfolgen. Durch die Änderung der Form bei Wärmeeinwirkung kann dabei unmittelbar die relative Lage der beiden Endabschnitte zueinander verändert werden. Insbesondere kann dabei der Abstand zweier gegenüberlie-
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genden Endabschnitten bei einer Formveränderung des Deformationsabschnitts verändert werden. Dadurch wird zugleich die relative Lage, insbesondere der Abstand zweier Klemmkanten zueinander bewirkt. Durch Formveränderung, die eine Annäherung der Klemmkanten aneinander bewirkt, kann ein Kontaktan- Schluss beispielsweise zwischen den Klemmkanten eingeklemmt werden.
Vorzugsweise weist das Kontaktierungselement zumindest einen Aufnahmeraum zur Aufnahme eines Kontaktanschlusses, insbesondere einer Elektrode, auf. In den Aufnahmeraum kann der Kontaktanschluss eingeführt werden. Der Aufnahmeraum ist dabei vorzugsweise zu einer Richtung hin offen. Vorzugsweise nach der Wärmebehandlung wird der Kontaktanschluss dann in dem Aufnahmeraum durch die zwei Klemmkanten eingeklemmt und dadurch fest mit dem Kontaktierungselement verbunden.
Dabei bildet vorzugsweise eine Klemmkante eine Begrenzung des Aufnahmeraums. Der Aufnahmeraum kann aber auch mittels zwei Klemmkanten begrenzt sein. Dies erlaubt eine kompakte Bauweise.
Der Deformationsabschnitt kann dabei mehrere, insbesondere vier, Deformati- onslaschen aufweisen. Die Deformationslaschen sind dabei die eigentlichen Aktuatoren, die vorzugsweise bei Wärmeeinwirkung ihre Form verändern. Bei geeigneter Anordnung dieser Deformationslaschen bewirkt deren Formveränderung dabei eine Änderung der axialen Erstreckung des Deformationsabschnittes.
Vorzugsweise weist das Kontaktierungselement einen unrunden, insbesondere rechteckigen, insbesondere quadratischen Querschnitt auf. Durch den unrunden Querschnitt kann das Kontaktierungselement nach einer Verdrehung gegenüber einem Kontaktanschluss in axiale Überlappung mit diesem Kontaktanschluss geraten. Insbesondere bei eckigen Querschnitten, was insbesondere zu einem quaderförmigen Kontaktierungselement führt, kann der Kontaktanschluss in LI-
berlappung mit einer Eckkante des vorzugsweise quaderförmigen Kontaktie- rungselements geraten. Hierfür weist das Kontaktierungselement vorzugsweise einen Einschnitt in die Eckkante auf. Dieser Einschnitt kann zumindest teilweise den Aufnahmeraum bilden.
In einer ersten bevorzugten Ausführungsform verringert der Deformationsabschnitt bei Wärmeeinwirkung seine axiale Ausdehnung. Wenn der Deformationsabschnitt dabei eine oder mehrere Deformationslaschen aufweist, biegen sich die Deformationslaschen bei Wärmeeinwirkung durch. In einer hierzu alter- nativen bevorzugten Ausführungsform kann der Deformationsabschnitt bei Wärmeeinwirkung seine axiale Ausdehnung vergrößern. Weist der Deformationsabschnitt mehrere Deformationslaschen auf, strecken sich diese bei Wärmeeinwirkung durch.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Kontaktierungselement einstückig ausgebildet sein. Dies verringert den Aufwand sowohl bei der Herstellung des Kontaktierungselements als auch bei der Montage des Kontaktierungsele- ments in die Batterieanordnung.
Ein Kontaktierungselement kann ferner vorzugsweise zwei Deformationsabschnitte mit jeweils zwei Endabschnitten aufweisen, wobei an jedem Endabschnitt eine Klemmkante abgestützt ist. Unter Abstützung ist sowohl eine unmittelbare als auch eine mittelbare Abstützung gemeint. Insgesamt ergeben sich daher vier Endabschnitte und insgesamt vier Klemmkanten. Da jeweils zwischen zwei Klemmkanten ein Kontaktanschluss angeschlossen werden kann, ergeben sich somit zwei Anschlussmöglichkeiten zum Anschließen eines Kontaktanschlusses. Beispielsweise können hiermit Kontaktanschlüsse unterschiedlicher Batteriezellen miteinander verbunden werden. Dabei ist vorzugsweise ein Endabschnitt eines Deformationsabschnitts unmittelbar an einen Endabschnitt eines anderen Deformationsabschnitts abgestützt. Hierdurch ergibt sich eine Hintereinanderschaltung zweier Deformationsabschnitte. Dadurch addieren sich die
Verformungen der jeweiligen Deformationsabschnitte, insbesondere deren axiale Ausdehnungen zu einer Gesamtverformung bzw. Gesamtausdehnung. Ferner addiert sich die durch die Verformung frei werdende Kraft der jeweiligen Deformationsabschnitte zu einer Gesamtkraft, welche auf die zwischen zwei unter- schiedlichen Paaren von Klemmkanten einsitzenden Kontaktanschlüsse wirkt.
In bevorzugter Ausgestaltung weist ein Kontaktierungselement zumindest einen Stützabschnitt auf, der zumindest gegenüber einem der Endabschnitte zumindest mittelbar abgestützt ist. An einem Stützabschnitt kann sich wiederum eine Klemmkante zumindest mittelbar abstützen. Der Stützabschnitt stellt somit ein Mittel zur mittelbaren Abstützung einer Klemmkante an einem Endabschnitt dar. Insbesondere wenn es die räumliche Anordnung der Klemmkanten erfordert, dass zwei gegenüberliegende Klemmkanten örtlich beide an einer gemeinsamen Seite eines Deformationsabschnitts angeordnet sind, ist eine Kraftumlei- tung mittels eines oder mehrerer Stützabschnitte erforderlich, um die notwendige Abstützung der Klemmkante gegenüber dem anderen Endabschnitt des Deformationsabschnitts sicherzustellen. Der Stützabschnitt kann dabei mit einem der Endabschnitte fest verbunden sein, insbesondere einstückig mit dem Endabschnitt ausgebildet sein.
Der Stützabschnitt ist dabei vorzugsweise längs einer Deformationsrichtung des Deformationsabschnitts ausgerichtet. Durch die gleichartige Ausrichtung des Stützabschnitts mit der Deformationsrichtung kann der Stützabschnitt Kräfte aufnehmen, die ebenfalls entlang der Ausrichtung des Stützabschnitts verlaufen. Der Stützabschnitt kann ausgehend von einem Endabschnitt in Richtung des anderen Endabschnitts hervorstehen.
Vorzugsweise weist der Stützabschnitt selbst zumindest eine der Klemmkanten auf. Weiter kann der Stützabschnitt eine Biegung entlang einer Biegelinie auf- weisen, wobei die Biegelinie parallel zu einer Deformationsrichtung des Deformationsabschnitts verläuft. Durch die Biegung entlang einer Biegelinie erhöht
sich das Flächenträgheitsmoment des Stützabschnittes, wodurch sich die Knickfestigkeit des Stützabschnitts erhöht. Dies führt ferner zu einer Erhöhung der Belastbarkeit bei gleichbleibender Querschnittsdicke oder alternativ zu einer Verringerung der Querschnittsdicke bei gleichbleibender Belastbarkeit. Insge- samt kann dadurch das Kontaktierungselement kleiner und/oder leichter dimensioniert werden. Die parallele Ausrichtung ist als ungefährerer Richtwert zu verstehen. Dabei sind Abweichungen von einer exakt parallelen Ausrichtung ebenfalls von dem Wortlaut "parallel" mit umfasst.
In einer anderen Ausführungsform weist das Kontaktierungselement einen Deformationskörper und einen hierzu separaten Klemmrahmen auf, wobei der Deformationskörper den Deformationsabschnitt bildet und der Klemmrahmen den Stützabschnitt bildet. Die Zweiteilung bietet dabei grundsätzlich die Möglichkeit, jedes der Bauteile, nämlich den Deformationskörper und den Klemmrahmen, optimal auf deren Funktion einzustellen. So ist es die Hauptfunktion des Deformationskörpers, auf ein entsprechendes Signal von außen, beispielsweise eine Wärmeeinwirkung, eine gewisse Formänderung zu vollziehen, welche sich insbesondere in einer Veränderung des Abstandes zweier Endabschnitte bemerkbar macht. Diese Veränderung des Abstandes resultiert grundsätzlich entweder in einer Zugkraft oder in einer Druckkraft, die von dem Deformationskörper bereitgestellt wird. Der Klemmrahmen hingegen soll vorzugsweise die entsprechende Gegenkraft aufbringen, d.h. entweder eine Druckkraft oder eine Zugkraft aufbringen, die der Kraft des Deformationskörpers entgegenwirkt. Insofern kann jeder der beiden Bauteile, nämlich Deformationskörper und Klemmrahmen, kon- kret auf eine Belastungsart, nämlich Zugkraft oder Druckkraft, ausgelegt werden.
Vorzugsweise ist dabei der Deformationskörper innerhalb des Klemmrahmens aufgenommen. Der Klemmrahmen stellt dabei insbesondere eine Führung für den Deformationskörper dar. Die Formveränderung des Deformationskörpers kann dabei gezielt in eine Richtung geleitet werden, was das Kontaktierungselement insgesamt robuster werden lässt. Ferner bilden Deformationskörper und
Klemmrahmen trotz der Zweistückigkeit eine leicht zu handhabende Einheit, was für die Montage einer Batterieanordnung von Vorteil ist. Dabei weist vorzugsweise der Klemmrahmen einen Querschnitt auf, der einem Querschnitt des Deformationskörpers entspricht. Selbstverständlich ist der Deformationskörper, im Querschnitt betrachtet, etwas kleiner als der Klemmrahmen, so dass der Deformationskörper mit etwas Spiel innerhalb des Klemmrahmens einsitzen kann. Vorzugsweise ist der Querschnitt des Klemmrahmens und der Querschnitts des Deformationskörpers rechteckig, insbesondere quadratisch.
Damit der Klemmrahmen den Deformationskörper aufnehmen kann, ist der Klemmrahmen vorzugsweise hülsenförmig gestaltet. Dabei ist der Klemmrahmen vorzugsweise aus einem umgebogenen Blech hergestellt und weist in der Mitte einen Aufnahmeraum zur Aufnahme des Deformationskörpers auf.
Vorzugsweise weist der Klemmrahmen zumindest eine, insbesondere eine oder zwei Klemmkanten auf. Mit der Klemmkante kann der Stützrahmen unmittelbar mit einem Kontaktanschluss in Anlage gebracht werden und diesen gegenüber einer weiteren Klemmkante insbesondere des Deformationskörpers verspannen. Weist der Klemmrahmen zwei Klemmkanten auf, die insbesondere an unter- schiedlichen Enden des Stützrahmens angeordnet sind, können mehrere, insbesondere zwei Kontaktanschlüsse gegenüber dem Deformationskörper verspannt werden.
Der Klemmrahmen kann eine nach innen weisende Abstützkante aufweisen. Insbesondere wenn der Deformationskörper sich lediglich gegenüber einem einzigen Kontaktanschluss und nur gegenüber einer entsprechenden Klemmkante des Klemmrahmen abstützt, dient die Abstützkante zur weiteren Abstützung des Deformationskörpers auf der gegenüberliegenden Seite. Insgesamt wird dabei der Deformationskörper von zwei Seiten innerhalb des Klemmrahmens abge- stützt, so dass keine weitere Abstützung an externen Bauteilen erfolgen muss.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird ferner gelöst durch eine Batterieanordnung, umfassend zumindest ein Batteriemodul, wobei zumindest ein Kon- taktanschluss, insbesondere eine Elektrode, des Batteriemoduls mittels eines Kontaktierungselementes der vorgenannten Art angeschlossen ist.
Vorzugsweise weist der Kontaktanschluss eine Bohrung mit einem Bohrungsquerschnitt auf, wobei der Bohrungsquerschnitt den Querschnitt des Kontaktie- rungselements entspricht. Selbstverständlich ist das Kontaktierungselement etwas kleiner im Querschnitt als die Bohrung des Kontaktanschlusses, so dass das Kontaktierungselement in die Bohrung des Kontaktanschlusses einführbar ist. Der Kontaktanschluss kann dabei mit dem Kontaktierungselement in stromleitende Verbindung gebracht werden.
Weiter vorzugsweise ist der Bohrungsquerschnitt der Bohrung des Kontaktan- Schlusses unrund, insbesondere rechteckig, insbesondere quadratisch. Es ergeben sich die oben bereits genannten Vorteile zu der unrunden Querschnittsform.
Ferner wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Montage einer vorge- nannten Batterieanordnung, umfassend folgende Verfahrensschritte:
• Stapeln einer elektrischen Zelle auf eine andere elektrische Zelle,
• Einsetzen eines Kontaktierungselements in eine Bohrung einer elektrischen Zelle, • Verdrehen des Kontaktierungselements um einen Verdrehwinkel,
• Aktivieren der Formveränderung des Deformationsabschnittes.
Dabei werden die elektrischen Zellen platzsparend aneinander angeordnet, ggf. unter Zwischenschaltung von Wärmeleitelementen. Die Kontaktierung erfolgt über das Kontaktierungselement, welches platzsparend in einer Bohrung der elektrischen Zellen angeordnet wird. Da die Bohrungen der elektrischen Zellen
vorzugsweise miteinander fluchten, kann ein Kontaktierungselement für eine Verbindung mehrerer elektrischer Zellen miteinander verwendet werden. Durch das Verdrehen nach dem Einsetzen des Kontaktierungselements kann ein Kon- taktanschluss, insbesondere eine Elektrode, einer elektrischen Zelle in axiale Überdeckung mit einem Aufnahmeraum des Kontaktierungselements geraten. Dies sichert zum einen das Kontaktierungselement axial in dessen Lage innerhalb der Bohrung. Zum anderen gerät der Kontaktanschluss dabei in Überdeckung mit zwei Klemmkanten des Kontaktierungselements, so dass hieran eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Kontaktanschluss und Kontaktierungs- element hergestellt werden kann. Die Aktivierung der Formveränderung des Deformationsabschnittes, insbesondere eine Behandlung des Kontaktierungselements mit Wärme, bewirkt, dass das Kontaktierungselement, insbesondere dessen Deformationsabschnitt, in eine Form gebracht wird, in der die Klemmabschnitte des Kontaktierungselements den Kontaktanschluss der elektrischen Zelle einklemmen und dabei dauerhaft die elektrische Verbindung zwischen der elektrischen Zelle und dem Kontaktierungselement herstellt.
Vorzugsweise beträgt der Verdrehwinkel zwischen 10° und 80°, insbesondere zwischen 30° und 60°, insbesondere in etwa 45°.
Ferner kann das Verfahren den Verfahrensschritt umfassen, dass das Kontaktierungselement in eine Bohrung eines Kabelschuhs eingesetzt wird. Dabei erfolgt die Kontaktierung zwischen dem Kontaktierungselement und dem Kabelschuh im Wesentlichen identisch zu der Kontaktierung zwischen dem Kontaktan- Schluss einer elektrischen Zelle und dem Kontaktierungselement. Dabei kann der Kabelschuh gemeinsam mit dem Kontaktanschluss einer elektrischen Zelle gemeinsam zwischen zwei Klemmkanten eingeklemmt werden.
Nach der Behandlung mit Wärme kann ein Führungsstab in die Bohrung einge- setzt werden. Der Führungsstab sichert eine exakte Ausrichtung der einzelnen elektrischen Zellen zueinander. Ferner kann der Führungsstab außenliegende
elektrische Zellen auf Druck zueinander beanspruchen, so dass diese fest miteinander verbunden sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zur Herstellung eines oben genannten Kontaktierungselements gelöst, welches folgende Verfahrensschritte umfasst:
• Ausstanzen eines Rohlings aus einem Blechstück,
• Verbiegen des Rohlings an Biegelinien zu einer Quaderform, • Stauchen des Rohlings,
• Behandeln des Rohlings mit Wärme.
Dabei wird durch das Stauchen des Rohlings zumindest an gewissen Stellen der Deformationsabschnitt hergestellt. Durch die Wärmebehandlung des Rohlings werden insbesondere dem Deformationsabschnitt die benötigten Formgedächtniseigenschaften hinzugefügt.
Die Erfindung wird anhand der nachstehenden Figuren erläutert. Hierin zeigt
Fig.1 eine erfindungsgemäße Batterieanordnung umfassend mehrere erfindungsgemäße Kontaktierungseinheiten a) in Draufsicht, b) im Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 ;
Fig. 2 eine Elektrode der Batterieanordnung nach Figur 1 in Einzelheit a) in Draufsicht, b) im .Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 ; Fig. 3 einen Kabelschuh der Batterieanordnungen nach Figur 1 in Einzelheit a) in Draufsicht, b) im Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 ; Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Kontaktierungselement in einer ersten Ausführungsform in perspektivischer Darstellung;
Fig. 5 einen Rohling zur Herstellung des Kontaktierungselements nach Fig. 4 in Draufsicht;
Fig. 6 das Kontaktierungselement nach Fig. 4 vor einer Formveränderung in
Seitenansicht, a) vollständig im Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 , b) eine Deformationslasche in Einzelheit;
Fig. 7 das Kontaktierungselement nach Fig. 4 nach einer Formveränderung in Seitenansicht, a) vollständig im Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 , b) eine Deformationslasche in Einzelheit;
Fig. 8 eine Weiterbildung des Kontaktierungselements nach Fig. 4 in perspektivischer Darstellung;
Fig. 9 ein Deformationskörper eines Kontaktierungselements in einer zweiten Ausführungsform in perspektivischer Darstellung; Fig. 10 ein Klemmrahmen des Kontaktierungselements in der zweiten Ausführungsform in perspektivischer Darstellung;
Fig. 11 das Kontaktierungselement nach Figuren 9 und 10 im Querschnitt betrachtet vor einer Formveränderung, a) vollständig im Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 , b) eine Deformationslasche in Einzelheit;
Fig. 12 das Kontaktierungselement nach Figuren 9 und 10 im Querschnitt betrachtet einer Formveränderung, a) vollständig im Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 , b) eine Deformationslasche in Einzelheit; Fig. 13 eine Abwandlung des Kontaktierungselements in der zweiten Ausführungsform vor einer Formveränderung, a) vollständig im Querschnitt gemäß der Linie I - I aus Figur 1 , b) eine Deformationslasche in Einzelheit;
Die Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Batterieanordnung 24. Die Batterieanordnung 24 umfasst drei elektrische Zellen, die in Form von Batteriezellen 22
vorliegen. Bei den Batteriezellen handelt es sich um Sekundärzellen, d.h. die Batteriezellen sind wieder aufladbar. Eine derartige Batterieanordnung 24 kann auch für Primärbatteriezellen oder Brennstoffzellen verwendet werden. Die Batteriezellen 22 sind, ausgerichtet zueinander, aufeinander gestapelt. Jede der Batteriezellen 22 weist zwei Bohrungen 23 auf, wobei beide Bohrungen der Batteriezellen jeweils zu den Bohrungen der anderen Batteriezellen entlang zweier gemeinsamer Bohrachsen A ausgerichtet sind. Jede der Batteriezellen 22 weist jeweils zwei Kontaktanschlüsse in Form von Elektroden 18 auf, nämlich eine Katode und eine Anode. Die Katoden sind durch die nebensteheneden „+"-Zeichen markiert. Die Anoden sind durch die nebenstehenden „-"-Zeichen markiert
Wie insbesondere in Figur 2 zu erkennen ist, sind die Elektroden 18 plattenför- mig gestaltet und weisen eine quadratische Bohrung 19 auf. Die quadratische Bohrung 19 ist kleiner als die Bohrung 23 der entsprechenden Batteriezelle, so dass die Elektrode 18 in die Bohrung 23 der Batteriezelle 22 hineinragt. Jede Elektrode 18 weist daher einen in die Bohrung 23 hineinragenden Überstand 28 auf. Durch die Bohrung 19 kann das Kontaktierungselement 1 durchgeführt werden.
Innerhalb der beiden Bohrungen 23 der Batteriezellen 22 sind mehrere, insgesamt vier, Kontaktierungselemente 1 angeordnet. Die Kontaktierungselemente 1 sind im Wesentlichen hülsenförmig gestaltet und werden weiter unten näher beschrieben. In einen Aufnahmeraum 12 der an einem Eckabschnitt des Kontaktie- rungselements 1 angeordnet ist, ragt der Überstand 28 in das hülsenförmige Kontaktierungselement ein und gerät dort stromübertragend mit dem Kontaktierungselement 1 in Verbindung. An dem Kontaktierungselement 1 i ist ferner ein Kabelschuh 20 vorgesehen, der in denselben Aufnahmeraum 12 hineinragt wie die Elektrode 18. Der Kabelschuh 20 ist über ein Kabel 30 elektrisch nach au- ßen verbunden. Auf die gleiche Art und Weise ist am Kontaktierungselement 14 ebenfalls ein Kabelschuh 20 mit einem Kabel 30 angebracht.
Wie aus Figur 1a zu erkennen ist, weisen das Kontaktierungselement 1 und die Bohrung 19 in der Elektrode 18 eine quadratische Form auf, die einander im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist der quadratische Querschnitt des Kontak- tierungselements 1 etwas kleiner als die Bohrung 19 in der Elektrode 18, so dass das Kontaktierungselement 1 in die Bohrung 19 einführbar ist. Wie aus Figur 1 ebenfalls zu erkennen ist, ist das Kontaktierungselement 1 um etwa 45° gegenüber der Bohrung 23 der Batteriezelle 22 verdreht. Dadurch ist es möglich, dass der Überstand 28 der Elektrode 18 in den Aufnahmeraum 12 des Kon- taktierungselements 1 hineinragt, welches in den Eckbereichen des quaderförmigen Kontaktierungselements 1 angeordnet ist. Durch diese Verbindung aus Kontaktierungselement 1 und Elektrode 18 ist das Kontaktierungselement 1 innerhalb der Bohrung 23 der Batteriezelle 22 axial entlang der Bohrachse A gehalten.
Bei der in der Figur 1 gezeigten Batterieanordnung 24 sind die drei Batteriezellen 22 in Reihe geschaltet. Ein erster Kabelschuh 20 ist über eine Kontaktierungselement I1 mit der Katode 18 der oberen Batteriezelle 22 verbunden. Die Anode 18 der oberen Batteriezelle 22 ist über ein Kontaktierungselement 12 mit der Katode 18 der mittleren Batteriezelle 22 verbunden. Die Anode 18 der mittleren Batteriezelle 22 ist über ein Kontaktierungselement 13 mit der Katode 18 der unteren Batteriezelle 22 verbunden. Die Anode der unteren Batteriezelle 22 ist mittels eines Kontaktierungselements 14 mit dem zweiten Kabelschuh 20 verbunden. Zwischen zwei Kontaktierungselementen 1 ist jeweils ein Isolator 26 in den Bohrungen 23 angeordnet, welcher ein Kurschließen der beiden Kontaktie- rungselemente verhindert. Ferner dient der Isolator 26 als Abstandshalter zwischen zwei Kontaktierungselementen 1.
In Figur 3 ist der Kabelschuh 20 in Einzelheit gezeigt. Der Kabelschuh weist eine Bohrung 21 auf, die einen quadratischen Querschnitt hat. Der Querschnitt ist
analog zum Querschnitt der Bohrung 19 der Elektroden 18 ausgebildet. Durch die Bohrung 19 kann das Kontaktierungselement durchgeführt werden.
Figur 4 zeigt ein Kontaktierungselement 1 in einer ersten Ausführungsform. Die- ses Kontaktierungselement eignet sich beispielsweise für die Verwendung in der Batterieanordnung nach Figur 1 und kann dort beispielsweise als Kontaktierungselement 1 i oder 14 eingesetzt werden. Das Kontaktierungselement 1 ist einstückig aus einem Blechstück hergestellt. Es weist einen Deformationsabschnitt 2 auf, welcher insgesamt vier Deformationslaschen 3 umfasst. Von den vier Deformationslaschen 3 sind in der Figur 4 nur zwei zu erkennen, die übrigen sind verdeckt. Der Deformationsabschnitt 2 weist zwei einander gegenüber liegende Endabschnitte 4, 5 auf. Die Deformationsabschnitte 2 sind aus einem Formgedächtniswerkstoff hergestellt und können bei Wärmeeinwirkung in eine andere Form gebracht werden. Dabei können sich die Deformationslaschen 3, wie später gezeigt, durchbiegen. Dies hat zur Folge, dass die Endabschnitte 4, 5 sich aufeinander zu bewegen.
Es sind ferner erste Klemmkanten 8 und zweite Klemmkanten 9 vorgesehen, wobei sich die ersten Klemmkanten 8 an dem ersten Endabschnitt 4 befinden und sich daher auch an dem ersten Endabschnitt 4 abstützen können. Die zweiten Klemmkanten 9 sind an einem Stützabschnitt 13 angebracht, der wiederum an den zweiten Endabschnitt 5 angebracht ist. Die zweiten Klemmkanten 9 stützen sich daher an dem Stützabschnitt 13 ab, der sich wiederum an dem zweiten Endabschnitt 5 abstützen kann. Insofern können sich die zweiten Klemmkanten 9 mittelbar am zweiten Endabschnitt 5 abstützen. Die Stützabschnitte 13 weisen jeweils eine Biegung 14 auf, die entlang einer Biegelinie 15 verläuft. Die Biegelinie 15 entspricht zugleich einer Begrenzungskante des würfelförmigen Kontak- tierungselements 1. Während die Deformationslaschen 3 grundsätzlich die Fähigkeit zur Formänderung aufweisen, sind die Endabschnitte sowie die Stützab- schnitte grundsätzlich formstabil ausgeführt, was ferner auch für die nachfolgenden Ausführungsformen gilt.
Während der Deformation des Deformationsabschnitts 2, beispielsweise aufgrund von Wärmeeinwirkung, ändert das Kontaktierungselement seine axiale Ausdehnung entlang einer Deformationsrichtung D. Parallel zu der Deformati- onsrichtung D verlaufen die Bieglinien 15 der Stützabschnitte 13.
Figur 5 zeigt das Kontaktierungselement in abgewickelter Form bzw. den Rohling zur Herstellung des Kontaktierungselements. Der Rohling 25 ist aus einem Blechstück ausgestanzt, wobei insbesondere Ausnehmungen 27 ausgestanzt wurden, die die Unterteilung des Kontaktierungselements in die Endabschnitte, den Deformationsabschnitt 2 und die Stützabschnitte 13 bewirken. Anschließend wird der Rohling an den Bieglinien 15 zu seiner quadratischen Form gebogen. Anschließend werden die Deformationslaschen 3 gestaucht. Anschließend wird der Rohling 25 mit Wärme behandelt, wodurch der Rohling 25, dabei insbeson- dere die Deformationslaschen 3, die benötigten Formgedächtniseigenschaften erhält.
Anhand der Figuren 6 und 7 wird die Funktionsweise des Kontaktierungselements 1 näher erläutert. Es ist der Deformationsabschnitt 2 zu erkennen, der einen ersten Endabschnitt 4 und einen zweiten Endabschnitt 5 aufweist. Zwischen den Endabschnitten 4, 5 sind jeweils vier Deformationslaschen 3 angeordnet. In einen Aufnahmeraum 12 der durch die ersten und zweiten Klemmkanten 8, 9 gebildet wird, ragt der Überstand 28 in den Aufnahmeraum hinein.
Figur 6 zeigt das Kontaktierungselement vor einer Wärmebehandlung während des Montagevorgangs einer Batterieanordnung. Diese Wärmebehandlung ist jedoch nicht zu verwechseln mit der Wärmebehandlung, die während der Herstellung des Kontaktierungselements 1 aus dem Rohling 25 angewendet wird, wie es bezüglich Figur 5 erläutert wurde. Es handelt sich also um zwei unter- schiedliche Wärmebehandlungen. Vor der Wärmebehandlung, wie in Figur 6 zu erkennen ist, befinden sich die Deformationslaschen 3, wie in Figur 6b zu er-
kennen ist, in einer annähernd durchgestreckten Form. Wird nun Wärme aufgebracht, was auch durch eine Strombeaufschlagung geschehen kann, biegen sich die Deformationslaschen 3 durch, wie aus Figur 7b) zu erkennen ist. Dies führt zu einem Zusammenziehen des Deformationsabschnitts 2 so dass der Ab- stand X der beiden Endabschnitte 4, 5 zueinander verkürzt wird. Dies führt dazu, dass sich während der Wärmebehandlung die ersten Klemmkanten 8 auf die zweiten Klemmkanten 9 zu bewegen und dabei die in den Aufnahmeraum 12 angeordnete Elektrode 18 einklemmen. Hierdurch wird eine feste, stromleitende Verbindung zwischen dem Kontaktierungselement 1 und der Elektrode 18 her- gestellt.
Figur 8 zeigt eine Weiterbildung des Kontaktierungselements 1 aus Figur 4. Das Kontaktierungselement 1' weist neben dem ersten Endabschnitt 4 und dem zweiten Endabschnitt 5 einen dritten Endabschnitt 6 und einen vierten Endab- schnitt 7 auf. Ferner weist das Kontaktierungselement 1 ' einen zweiten Deformationsabschnitt 2 auf, der wiederum vier Deformationslaschen 3 umfasst. Mit anderen Worten ausgedrückt, entspricht das Kontaktierungselement 1' dem Kontaktierungselement 1 aus Figur 4, an dessen zweitem Endabschnitt 5 ein identisches Kontaktierungselement spiegelverkehrt angeordnet ist. Dadurch er- gibt sich, dass zusätzlich zu den ersten und zweiten Klemmkanten 8, 9 dritte und vierte Klemmkanten 10, 11 ausgebildet sind, die sich am dritten Endabschnitt 6 bzw. am vierten Endabschnitt 7 abstützen, analog zu dem Kontaktierungselement 1 aus Figur 4. Das Kontaktierungselement 1 ' kann zwei Elektroden 18, die versetzt zueinander anordnet sind, kontaktieren und eignet sich bei- spielsweise für die Verwendung als ein Kontaktierungselement I 1 bzw. 13 in der Batterieanordnung nach Figur 1.
Die Figuren 9 und 10 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Kontaktierungselements 1". Das Kontaktierungselement in dieser Ausführungsform ist zweistückig ausgebildet und umfasst einen Deformationskörper 17 und einen separat dazu ausgestalteten Klemmrahmen 16. Der Deformationskörper 17 stellt
den Deformationsabschnitt 2 dar und weist vier Deformationslaschen 3 auf, an deren gegenüberliegenden Seiten sich ein erste Endabschnitt 4 und ein zweiter Endabschnitt 5 befindet. An dem ersten Endabschnitt 4 ist eine erste Klemmkante 8 angeordnet. An dem zweiten Endabschnitt 5 ist eine dritte Klemmkante 10 angeordnet.
Der Klemmrahmen 16 ist im Wesentlichen hülsenförmig gestaltet und weist einen quadratischen Querschnitt auf. Der Querschnitt des Klemmrahmens 16 entspricht im Wesentlichen dem Querschnitt des Deformationskörpers 17, wobei der Deformationskörper 17 im Querschnitt betrachtet etwas kleiner ist, so dass er in den Klemmrahmen hinein passt. Der Klemmrahmen 16 weist in einem oberen Bereich und einem unteren Bereich mehrere Aufnahmeräume 12 auf, die durch Einschnitte in den Begrenzungskanten gebildet sind.
Der hülsenförmige Klemmrahmen stellt sogleich einen Stützabschnitt 13 des Kontaktierungselements 1" dar. An den Aufnahmeräumen 12 sind zweite Klemmkanten 9 und vierte Klemmkanten 11 ausgebildet, die mit den ersten Klemmkanten 8 und den dritten Klemmkanten 10 des Deformationskörpers 17 zusammenwirken können, wie es in Figur 11 näher beschrieben wird.
In Figur 11 ist das Kontaktierungselement 1 " zu erkennen, welches einen Deformationskörper 17 gemäß Figur 9 und einen Klemmrahmen 16 gemäß Figur 10 umfasst. Der Deformationskörper 17 ist innerhalb des Klemmrahmens 16 gehalten, wodurch ersichtlich ist, dass der Deformationskörper 17 im Querschnitt betrachtet etwas kleiner ist als der Klemmrahmen 16. In den Aufnahmeräumen 12 des Klemmrahmens 16 sind die Überstände 28 der Elektroden 18 zu erkennen. Die Überstände 28 liegen locker in den Aufnahmeräumen 12 ein. Die Deformationslaschen 3 des Deformationskörpers 17 sind durchgebogen, wie es aus Figur 11b zu erkennen ist.
In Figur 12 ist der Zustand des Kontaktierungselements 11" zu erkennen, nachdem die Wärmebehandlung während der Montage der Batterieanordnung nach Figur 1 vollzogen wurde. Die Deformationslaschen 3 sind nahezu durchgestreckt, wie es aus Figur 12b ersichtlich ist, so dass sich der axiale Abstand X des ersten Endabschnitts 4 zum zweiten Endabschnitt 5 vergrößert, gegenüber dem Zustand gemäß Figur 11. Dies hat zur Folge, dass die erste Klemmkante 8 welche an dem ersten Endabschnitt 4 angeordnet ist, sich hin zur zweiten Klemmkante 9 bewegt hat, welche an dem Aufnahmeraum 12 des Klemmrahmens 16 angeordnet ist. Fer- ner hat sich die dritte Klemmkante 10 auf die vierte Klemmkante 11 hin zu bewegt. Beides führt zu einer Verspannung der beiden Elektroden 18 innerhalb der beiden Aufnahmeräume 12.
Figur 13 zeigt ein Kontaktierungselement 1'" welches eine Weiterbildung des Kontaktierungselements 1" nach Figuren 9 bis 12 darstellt. Dabei weist der Klemmrahmen 16 lediglich in einem oberen Bereich Aufnahmeräume 12 zur Aufnahme von Überständen 28 einer Elektrode 18 auf. Auf der unteren Seite ist der Klemmrahmen umgebogen und weist daher eine umlaufende Abstützkante 29 auf, an denen sich der Deformationskörper 17 abstützen kann. Das hier dar- gestellte Kontaktierungselement 1'" eignet sich beispielsweise für die Anwendung als Kontaktierungselement ^ ^ oder 14 in der Batterieanordnung nach Figur 1.
Zur Montage der Batterieanordnung 24 nach Figur 1 werden zunächst die Batte- riezellen 22 aufeinander gestapelt, und zwar in der Weise, dass die Bohrungen 23 der Batteriezellen koaxial zu gemeinsamen Bohrachsen A ausgerichtet sind. Anschließend wird ein Kontaktierungselement in die Bohrung eingesetzt und in seine axiale Position gebracht, so dass die Elektroden 18 auf gleiche axiale Höhe zu den entsprechenden Aufnahmeräumen 12 sind. Danach wird das Kontak- tierungselement um 45° verdreht, wodurch die Aufnahmeräume 12 in Überdeckung zu den Überständen 28 der Elektroden 18 geraten. Dabei geraten die
Klemmkanten 8, 9, 10, 11 der Kontaktierungseinheit 1 in Anlage zu den Elektroden 18, aber noch ohne diese zu verklemmen. Ein kleiner Abstand oder ein Spiel zwischen den Klemmkanten und den Elektroden 18 kann dabei bestehen. Anschließend wird die Kontaktierungseinheit 1 mit Wärme behandelt, wodurch der Deformationsabschnitt 2 seine Form verändert, was insbesondere dazu führt, dass die Klemmkanten 8, 9 und 10, 11 sich aufeinander zu bewegen und dabei die Elektroden 18 in den Aufnahmeräumen 12 verklemmen.
Dabei wird während des Montagevorgangs die Kontaktierungseinheit ^ ^ und 14 in die Bohrung 21 eines Kabelschuhs 20 eingeführt, welches auf die selbe Art mit dem Kontaktierungselement verbunden wird, wie die Elektrode 18.
Anschließend wird ein nicht dargestellter Führungsstab in die einzelnen Bohrungen geführt, welcher die Ausrichtung der Batteriezellen zueinander langfristig sicherstellt.
Zwischen zwei Kontaktierungseinheiten 1 kann jeweils ein Isolator 26 eingebracht werden, der zum einen eine Isolation zwischen zwei gemeinsam in einer Bohrung angeordneten Kontaktierungseinheiten 1 bildet. Zum anderen kann der Isolator 26 als mechanischer Abstandshalter zweier Kontaktierungseinheiten 1 dienen.
Bezugszeichenliste
1 Kontaktierungselement
2 Deformationsabschnitt
3 Deformationslasche
4 erster Endabschnitt
5 zweiter Endabschnitt
6 dritter Endabschnitt
7 vierter Endabschnitt
8 erste Klemmkante
9 zweite Klemmkante
10 dritte Klemmkante
11 vierte Klemmkante
12 Aufnahmeraum
13 Stützabschnitt
14 Biegung
15 Biegelinie
16 Klemmrahmen
17 Deformationskörper
18 Elektrode
19 Bohrung in Elektrode
20 Kabelschuh
21 Bohrung in Kabelschuh
22 Batteriezelle
23 Bohrung in Batteriezelle
24 Batterieanordnung
25 Rohling
26 Isolator
27 Ausnehmung
28 Überstand
29 Abstützkante
30 Kabel
31 Eckkante
X Abstand
L axiale Länge
D Deformationsrichtung
A Bohrachse