Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl] benzolsulfonamids und/oder dessen Salze zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs in ausgewählten Nutzpflanzenkulturen oder Nichtkulturland.
Beschreibung
Die Erfindung betrifft die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5- triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze zur selektiven Bekämpfung unerwünschter Schadpflanzen in Nutzpflanzenkulturen Dauerkulturen oder Nichtkulturland, sowie als Pflanzenwachstumsregulatoren allein, oder mit Safenern und/oder in Kombination mit anderen Herbiziden, deren Anwendung zur Bekämpfung unerwünschter Schadpflanzen (wie beispielsweise Unkräuter/Ungräser) in speziellen Pflanzenkulturen oder als Pflanzenschutzregulatoren bekannt ist, bei gleichzeitiger und/oder sequentieller Anwendung, entweder als Fertigformulierung oder als Tankmix.
Es ist bekannt, daß bestimmte Sulfonylharnstoffe, wie beispielsweise Chlorsulfuron und Metsulfuron-methyl herbizide Eigenschaften aufweisen (vgl. DE 27 15 786). Aus WO 2006/114220 ist weiterhin bekannt, dass am Phenyllring jodierte Sulfonamide herbizide Eigenschaften aufweisen. Die Herbizidwirkung dieser bekannten Verbindungen ist jedoch nicht in allen Belangen, wie beispielsweise Verträglichkeit, Wirkungsspektrum, Wirkungsgeschwindigkeit, dem Verhalten in der Umwelt, dem Boden oder gegenüber Non-target Pflanzen/Folgekulturen (RJ. Hance, K. HoIIy, Weed Control Handbook, 8th edition, Blackwell 1990) oder der Anwendungsflexibilität, zufriedenstellend.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand in einer verbesserten Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer,
Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün/ Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
Überraschend wurde gefunden, dass diese Aufgabe durch Verwendung des 2-lodo- N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze gelöst werden kann, gegebenenfalls in Kombination mit Safenern, die in Bezug auf die jeweilige Kulturpflanze eine ausreichende Verträglichkeit ergeben, die bei alleiniger Anwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze nicht oder nicht ausreichend gegeben ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy- 6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün-/Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid ist bekannt, ebenso wie dessen Herstellung, z.B. aus DE 27 15 786 C2, die hiermit in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.
Die Erfindung betrifft weiter die Verwendung von Salzen des 2-lodo-N-[(4-methoxy- 6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbarnoyl]benzolsulfonarnids, die man aus dem 2-lodo- N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid nach üblichen Verfahren erhält. Die Herstellung derartiger Salze ist nach dem Stand der Technik
bekannt, vgl. hierzu auch die am 24.10.2007 eingereichte europäische Patentanmeldung EP 07020807.9 der Bayer CropScience AG mit dem Titel: „Salze des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid, Verfahren zu deren Herstellung, sowie deren Verwendung als Herbizide und Pflanzenwachstumsregulatoren"
Bevorzugter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung des 2-lodo- N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und von Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
wobei das Kation (M+) (a) ein Ion der Alkalimetalle, bevorzugt Lithium, Natrium, Kalium, oder (b) ein Ion der Erdalkalimetalle, bevorzugt Calcium und
Magnesium, oder
(c) ein Ion der Übergangsmetalle, bevorzugt Mangan, Kupfer, Zink und Eisen, oder
(d) ein Ammonium-Ion, bei dem gegebenenfalls ein, zwei, drei oder alle vier Wasserstoffatome, durch gleiche oder verschiedene
Reste aus der Gruppe (CrC^-Alkyl, Hydroxy-(CrC4)-Alkyl, (C3- C6)-Cycloalkyl, (Ci-C4)-Alkoxy-(Ci-C4)-alkyl, Hydroxy-(CrC4)- alkoxy-(C-ι-C4)-alkyl, (C-ι-C6)-Mercaptoalkyl, Phenyl oder Benzyl substituiert sind, wobei die zuvor genannten Reste gegebenenfalls durch einen oder mehrere, gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe Halogen, wie F, Cl, Br oder I1 Nitro, Cyano, Azido, (CrC6)-Alkyl, (CrC6)-Haloalkyl, (C3-
CβKtycloalkyl, (d-C6)-Alkoxy, (CrC6)-Haloalkoxy und Phenyl substituiert sind, und wobei jeweils zwei Substituenten am N- Atom zusammen gegebenfalls einen unsubstituierten oder substituierten Ring bilden, oder (e) ein Phosphonium-Ion, oder
(f) ein Sulfonium-Ion, bevorzugt Tri-((CrC4)-alkyl)-sulfonium, oder
(g) ein Oxonium-Ion, bevorzugt Tri-((CrC-4)-alkyl)-oxonium, oder (h) eine gegebenenfalls einfach oder mehrfach annellierte und/oder durch (Ci-GjJ-Alkyl substituierte gesättigte oder ungesättigte/aromatische N-haltige heterocyclische ionische
Verbindung mit 1-10 C-Atomen im Ringsystem ist. zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün-/Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
Weiter bevorzugt ist die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin- 2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und von Verbindungen der Formel (I), in denen das Kation (M+) (a) ein Ion der Alkalimetalle, bevorzugt Lithium, Natrium, Kalium, oder
(b) ein Ion der Erdalkalimetalle, bevorzugt Calcium und Magnesium, oder
(c) ein Ion der Übergangsmetalle, bevorzugt Mangan, Kupfer, Zink und Eisen, oder
(d) ein Ammonium-Ion, bei dem gegebenenfalls ein, zwei, drei oder alle vier Wasserstoffatome, durch gleiche oder verschiedene
Reste aus der Gruppe (d-C4)-Alkyl, Hydroxy-(CrC4)-Alkyl, (C3- C4)-Cycloalkyl, (CrC2)-Alkoxy-(CrC2)-alkyl, Hydroxy-(CrC2)- alkoxy-(CrC2)-alkyl, (CrC^Mercaptoalkyl, Phenyl oder Benzyl substituiert sind, wobei die zuvor genannten Reste gegebenenfalls durch einen oder mehrere, gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe Halogen, wie F1 Cl, Br oder I, Nitro, Cyano, Azido, (Ci-C2)-Alkyl, (CrC2)-Haloalkyl, (C3- C4)-Cycloalkyl, (CrC2)-Alkoxy, (CrC2)-Haloalkoxy und Phenyl substituiert sind, und wobei jeweils zwei Substituenten am N- Atom zusammen gegebenfalls einen unsubstituierten oder substituierten Ring bilden, oder
(e) ein quartäres Phosphonium-Ion, bevorzugt Tetra-((CrC4)- alkyl)-phosphonium und Tetraphenyl-phosponium, wobei die (C1- C4)-Alkylreste und die Phenylreste gegebenenfalls einfach oder mehrfach mit gleichen oder verschiedenen Resten aus der
Gruppe Halogen, wie F, Cl, Br oder I, (CrC2)-Alkyl, (C1-C2)- Haloalkyl, (C3-C4)-Cycloalkyl, (CrC2)-Alkoxy und (C1-C2)- Haloalkoxy substituiert sind, oder
(f) ein tertiäres Sulfonium-Ion, bevorzugt Tri-((CrC4)-alkyl)- sulfonium oder Triphenyl-sulfonium, wobei die (Ci-C4)-Alkylreste und die Phenylreste gegebenenfalls einfach oder mehrfach mit gleichen oder verschiedenen Resten aus der Gruppe Halogen, wie F, Cl, Br oder I, (CrC2)-Alkyl, (CrC2)-Haloalkyl, (C3-C4)- Cycloalkyl, (CrC2)-Alkoxy und (CrC2)-Haloalkoxy substituiert sind, oder
(g) ein tertiäres Oxonium-Ion, bevorzugt Tri-((CrC4)-alkyl)- oxonium, wobei die (Ci-C4)-Alkylreste gegebenenfalls einfach oder mehrfach mit gleichen oder verschiedenen Resten aus der Gruppe Halogen, wie F, Cl, Br oder I1 (CrC2)-Alkyl, (C1-C2)- Haloalkyl, (C3-C4)-Cycloalkyl, (CrC2)-Alkoxy und (C1-C2)-
Haloalkoxy substituiert sind, oder (h) ein Kation aus der Reihe der folgenden heterocyclischen
Verbindungen, wie beispielsweise Pyridin, Chinolin, 2- Methylpyridin, 3-Methylpyridin, 4-Methylpyridin, 2,4- Dimethylpyridin, 2,5-Dimethylpyridin, 2,6-Dimethylpyridin, 5-Ethyl- 2-methylpyridin, Piperidin, Pyrrolidin, Morpholin, Thiomoφholin, Pyrrol, Imidazol, 1 ,5-Diazabicyclo[4.3.0]non-5-en (DBN), 1 ,8-
Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en (DBU) ist.
zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja,
Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün-/Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
Erfindungsgemäß bevorzugt verwendete Wirkstoffe zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün- /Rasenf lachen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen, sind das 2-lodo-N-[(4-methoxy-6- methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid sowie die in der nachfolgenden Tabelle 1 aufgeführten Verbindungen der Formel (I)
Tabelle 1 : Verbindungen der allgemeinen Formel ( I ), wobei durch M+ das jeweilige Salz der bezeichnet ist
Weiter bevorzugt ist die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin- 2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und von Verbindungen der Formel (I), in denen das Kation (M+) ein Natrium-Ion, ein Kalium-Ion, ein Lithium-Ion, ein Magnesium-Ion, ein Calcium-Ion, ein NHZ-Ion, ein (2-Hydroxyeth-1-yl)ammonium-lon, Bis-N,N-(2-hydroxyeth-1- yl)ammonium-lon, Tris-N,N,N-(2-hydroxyeth-1 -yl)ammonium-lon, ein Methylammonium-Ion, ein Dimethylammonium-Ion, ein Trimethylammonium-Ion, ein Tetramethylammonium-Ion ein Ethylammonium-Ion, ein Diethylammonium-Ion, ein Triethylammonium-Ion, ein Tretraethylammonium-Ion ein Isopropylammonium-Ion, ein Diisopropylammonium-Ion, ein Tetrapropylammonium-Ion, ein Tetrabutylammonium-
Ion, ein 2-(2-Hydroxyeth-1-oxy)eth-1-yl-ammonium-lon, ein Di-(2-hydroxyeth-1 -yl)- ammonium-lon, ein Trimethylbenzylammonium-Ion, ein Tri-((CrC4)-alkyl)-sulfonium- lon, oder ein Tri-((CrC4)-alkyl)-oxonium-lon, ein Benzylammonium-Ion, ein 1- Phenylethylammonium-Ion, ein 2-Phenylethylammonium-lon, ein Diisopropylethylammonium-Ion, ein Pyridinium-Ion, ein Piperidinium-Ion, ein
Imidazolium-Ion, ein Moφholinium-Ion, ein 1 ,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-enium-lon ist, zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf
(PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün-/Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
Weiter bevorzugt ist die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5- triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und von Verbindungen der Formel (I), in denen das Kation (M+) ein Natrium-Ion, ein Kalium-Ion, ein Magnesium-Ion, ein Calcium-Ion, oder ein NH4 +-IOn ist, zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün-/Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5- triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und von Verbindungen der Formel (I), in denen das Kation (M+) ein Natrium-Ion, ein Kalium-Ion oder ein NH4-IOn ist, zur
selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün-/Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl- 1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und von Verbindungen der Formel (I), in denen das Kation (M+) ein Natrium-Ion oder ein Kalium-Ion ist, zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün-/Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen.
Unter den zuvor genannten Kulturarten ist die Verwendung in den Kulturen Gerste, Hafer, Roggen bevorzugt, besonders bevorzugt in Weizen.Gerste und Hafer und ganz besonsers bevorzugt in Weizen und Gerste.
Die oben genannten Salze des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamids erhält man in einfacher Weise nach üblichen Salzbildungsmethoden, beispielsweise durch Lösen oder Dispergieren des 2-lodo- N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids in einem geeigneten Verdünnungsmittel, wie z.B. Methylenchlorid, Aceton, tert.-Butyl- methylether oder Toluol, und Zugabe einer geeigneten Base. Die Salze können dann - gegebenenfalls nach längerem Rühren - durch Einengen oder Absaugen
isoliert werden. Weitere und detailliertere Angaben zur Salzbildung des 2-lodo-N-[(4- methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids können der am gleichen Tag bei europäischen Patentamt eingereichten Anmeldung der Bayer CropScience AG mit dem Titel: „Salze des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5- triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid, Verfahren zu deren Herstellung, sowie deren Verwendung als Herbizide und Pflanzenwachstumsregulatoren" entnommen werden.
In Formel (I) können die kohlenstoffhaltigen Reste wie Alkyl, Alkoxy jeweils geradkettig oder verzweigt sein z.B. Methyl, Ethyl, n- oder i-Propyl, n-, i-, t- oder 2-Butyl.
Cycloalkyl bedeutet ein carbocyclisches, gesättigtes Ringsystem mit vorzugsweise 3-6 C-Atomen, z.B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl.
Die Verbindungen der Formel (I) können je nach Art und Verknüpfung der Substituenten als Stereoisomere vorliegen. Die durch ihre spezifische Raumform definierten möglichen Stereoisomere, wie Enantiomere, Diastereomere, Z- und E- Isomere sind alle von der Formel (I) umfasst. Sind beispielsweise eine oder mehrere Alkenylgruppen vorhanden, so können
Diastereomere (Z- und E-Isomere) auftreten. Sind beispielsweise ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome vorhanden, so können Enantiomere und Diastereomere auftreten. Stereoisomere lassen sich aus den bei der Herstellung anfallenden Gemischen nach üblichen Trennmethoden, beispielsweise durch chromatographische Trennverfahren, erhalten. Ebenso können Stereoisomere durch Einsatz stereoselektiver Reaktionen unter Verwendung optisch aktiver Ausgangs- und/oder Hilfsstoffe selektiv hergestellt werden. Die Erfindung betrifft somit auch alle Stereoisomeren, die von der allgemeinen Formel (I) umfasst, jedoch nicht mehr mit ihrer spezifischen Stereoform angegeben sind, und deren Gemische.
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I)
können zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs verwendet werden. Unter unerwünschten Pflanzen sind alle Pflanzen zu verstehen, die an Orten wachsen, wo sie unerwünscht sind. Dies können z.B. Schadpflanzen (z.B. Unkräuter oder unerwünschte Kulturpflanzen) sein, z.B. auch solche, die gegen bestimmte herbizide Wirkstoffe wie Glyphosate, Atrazin, Glufosinate oder Imidazolinon- Herbizide resistent sind. 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamids die Verbindungen der Formel (I) können z.B. gegen folgende Pflanzen verwendet werden:
Monokotyle Unkräuter, z.B. der Gattungen Echinochloa, Setaria, Panicum, Digitaria, Phleum, Poa, Festuca, Eleusine, Brachiaria, Lolium, Bromus, Avena, Cyperus, Sorghum, Agropyron, Cynodon, Monochoria, Fimbristylis, Sagittaria, Eleocharis, Scirpus, Paspalum, Ischaemum, Sphenoclea, Dactyloctenium, Agrostis, Alopecurus, Apera.
Dikotyle Unkräuter, z.B. der Gattungen Sinapis, Lepidium, Galium, Stellaria, Matricaria, Anthemis, Galinsoga, Chenopodium, Urtica, Senecio, Amaranthus, Portulaca, Xanthium, Convolvulus, Ipomoea, Polygonum, Sesbania, Ambrosia, Cirsium, Carduus, Sonchus, Solanum, Rorippa, Rotala, Lindernia, Lamium,
Veronica, Abutilon, Emex, Datura, Viola, Galeopsis, Papaver, Centaurea, Trifolium, Ranunculus, Taraxacum, Euphorbia und Fallopia.
Aufgrund ihrer herbiziden und pflanzenwachstumsregulatorischen Eigenschaften eigenen sich das 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl] benzolsulfonamid und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel (I), auch zur Bekämpfung von Schadpflanzen in Kulturen von bekannten oder noch zu entwickelnden gentechnisch veränderten Pflanzen (nachfolgend synonym auch „transgene Pflanzen" genannt) (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer,
Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün- /Rasenflächen eingesetzt werden. Die transgenen Pflanzen zeichnen sich in der Regel durch besondere vorteilhafte Eigenschaften aus, beispielsweise durch Resistenzen/Toleranzen gegenüber bestimmten Pestiziden, vor allem bestimmter Herbizide, Resistenzen gegenüber Pflanzenkrankheiten oder Erregern von
Pflanzenkrankheiten wie bestimmten Insekten oder Mikroorganismen wie Pilzen, Bakterien oder Viren. Andere besondere Eigenschaften betreffen z. B. das Erntegut hinsichtlich Menge, Qualität, Lagerfähigkeit, Zusammensetzung und Gehalt an speziellen Inhaltsstoffen. So sind transgene Pflanzen mit erhöhtem Stärkegehalt oder veränderter Qualität der Stärke oder solche mit anderer Fettsäurezusammensetzung des Ernteguts bekannt. Gleichermaßen können das 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel (I), aufgrund ihrer herbiziden und pflanzenwachstumsregulatorischen Eigenschaften auch zur Bekämpfung von Schadpflanzen in Kulturen von bekannten oder noch zu entwickelnden durch Mutatantenselektion erhaltenen Pflanzen (nachfolgend synonym auch „mutagene Pflanzen" oder „mutagene Kulturen" genannt) eingesetzt werden.
Bevorzugt ist die Verwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere von Verbindungen der Formel (I), in wirtschaftlich bedeutenden transgenen oder durch Mutantenselektion erhaltenen Kulturen (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün- /Rasenflächen.
Vorzugsweise können das 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel (I), als Herbizide (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen
(Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis, Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün- /Rasenflächen eingesetzt werden, welche gegenüber den phytotoxischen Wirkungen der Herbizide resistent sind, bzw. gentechnisch resistent gemacht worden sind, oder durch Mutantenselektion erhalten wurden. Ebenso bevorzugt können die erfindungsgemäßen Salze, insbesondere die Verbindungen der Formel (I), als Herbizide in den zuvor genannten Nutzpflanzenkulturen eingesetzt werden, die ein Kreuzungsprodukt aus gentechnisch resistent gemachten Pflanzen und durch Mutantenselektion erhaltenen Pflanzen darstellen, wie z.B. in WO 2007/024782 beschrieben.
Allgemein bekannte Wege zur Herstellung neuer Pflanzen und Sorten, die im Vergleich zu bisher vorkommenden Pflanzen modifizierte Eigenschaften aufweisen, bestehen beispielsweise in klassischen Züchtungsverfahren - wie Hybridisierung oder Selektionsüchtung) und der Erzeugung von Mutanten.
Ebenso können neue Pflanzen mit veränderten Eigenschaften mit Hilfe gentechnischer Verfahren erzeugt werden (siehe z. B. EP-A-0221044, EP-A- 0131624). Beschrieben wurden beispielsweise in mehreren Fällen gentechnische Veränderungen von Kulturpflanzen zwecks Modifikation der in den Pflanzen synthetisierten Stärke (z. B. WO 92/11376, WO 92/14827,
WO 91/19806), - transgene Kulturpflanzen, welche gegen bestimmte Herbizide vom Typ
Glufosinate (vgl. z. B. EP-A-0242236, EP-A-242246) oder Glyphosate
(WO 92/00377) oder der Sulfonylharnstoffe (EP-A-0257993, US-A-5013659) resistent sind, transgene Kulturpflanzen, beispielsweise Baumwolle, mit der Fähigkeit Bacillus thuringiensis-Toxine (Bt-Toxine) zu produzieren, welche die Pflanzen gegen bestimmte Schädlinge resistent machen (EP-A-0142924, EP-A-
0193259).
transgene Kulturpflanzen mit modifizierter Fettsäurezusammensetzung (WO 91/13972).
Zahlreiche molekularbiologische Techniken, mit denen neue transgene Pflanzen mit veränderten Eigenschaften hergestellt werden können, sind im Prinzip bekannt; siehe z.B. Sambrook et al., 1989, Molecular Cloning, A Laboratory Manual, 2. Aufl. CoId Spring Harbor Laboratory Press, CoId Spring Harbor, NY; oder Winnacker "Gene und Klone", VCH Weinheim 2. Auflage 1996 oder Christou, "Trends in Plant Science" 1 (1996) 423-431). Für derartige gentechnische Manipulationen können Nucleinsäuremoleküle in
Plasmide eingebracht werden, die eine Mutagenese oder eine Sequenzveränderung durch Rekombination von DNA-Sequenzen erlauben. Mit Hilfe der obengenannten Standardverfahren können z. B. Basenaustausche vorgenommen, Teilsequenzen entfernt oder natürliche oder synthetische Sequenzen hinzugefügt werden. Für die Verbindung der DNA-Fragmente untereinander können an die Fragmente Adaptoren oder Linker angesetzt werden.
Die Herstellung von Pflanzenzellen mit einer verringerten Aktivität eines Genprodukts kann beispielsweise erzielt werden durch die Expression mindestens einer entsprechenden antisense-RNA, einer sense-RNA zur Erzielung eines Cosuppressionseffektes oder die Expression mindestens eines entsprechend konstruierten Ribozyms, das spezifisch Transkripte des obengenannten Genprodukts spaltet.
Hierzu können zum einen DNA-Moleküle verwendet werden, die die gesamte codierende Sequenz eines Genprodukts einschließlich eventuell vorhandener flankierender Sequenzen umfassen, als auch DNA-Moleküle, die nur Teile der codierenden Sequenz umfassen, wobei diese Teile lang genug sein müssen, um in den Zellen einen antisense-Effekt zu bewirken. Möglich ist auch die Verwendung von DNA-Sequenzen, die einen hohen Grad an Homologie zu den codiereden Sequenzen eines Genprodukts aufweisen, aber nicht vollkommen identisch sind. Bei der Expression von Nucleinsäuremolekülen in Pflanzen kann das synthetisierte Protein in jedem beliebigen Kompartiment der pflanzlichen Zelle lokalisiert sein. Um aber die Lokalisation in einem bestimmten Kompartiment zu erreichen, kann z. B.
die codierende Region mit DNA-Sequenzen verknüpft werden, die die Lokalisierung in einem bestimmten Kompartiment gewährleisten. Derartige Sequenzen sind dem Fachmann bekannt (siehe beispielsweise Braun et al., EMBO J. 11 (1992), 3219- 3227; Wolter et al., Proc. Natl. Acad. Sei. USA 85 (1988), 846-850; Sonnewald et al., Plant J. 1 (1991), 95-106).
Die transgenen Pflanzenzellen können nach bekannten Techniken zu ganzen Pflanzen regeneriert werden. Bei den transgenen Pflanzen kann es sich prinzipiell um Pflanzen jeder beliebigen Pflanzenspezies handeln, d.h., sowohl monokotyle als auch dikotyle Pflanzen. So sind transgene Pflanzen erhältlich, die veränderte Eigenschaften durch
Überexpression, Suppression oder Inhibierung homologer (= natürlicher) Gene oder Gensequenzen oder Expression heterologer (= fremder) Gene oder Gensequenzen aufweisen.
Vorzugsweise können das 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und/oder dessen Salze, insbesondere von Verbindungen der Formel (I) in transgenen oder durch Mutantenselektion erhaltenen Kulturen oder Kreuzungen derselben eingesetzt werden, welche z.B. gegen Herbizide aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe, Glufosinate-ammonium oder Glyphosate-isopropylammonium und analoge Wirkstoffe resistent sind.
Bei der Anwendung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl] benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere von Verbindungen der Formel (I) in transgenen oder durch Mutantenselektion erhaltenen Kulturen oder Kreuzungen derselben treten neben den in anderen Kulturen zu beobachtenden
Wirkungen gegenüber Schadpflanzen oftmals Wirkungen auf, die für die Applikation in der jeweiligen transgenen oder durch Mutantenselektion erhaltenen Kulturen oder Kreuzungen derselben spezifisch sind, beispielsweise ein verändertes oder speziell erweitertes Unkrautspektrum, das bekämpft werden kann, veränderte Aufwandmengen, die für die Applikation eingesetzt werden können, vorzugsweise gute Kombinierbarkeit mit den Herbiziden, gegenüber denen die transgene Kultur resistent ist, sowie Beeinflussung von Wuchs und Ertrag der transgenen
Kulturpflanzen, sowie beim Anbau dieser Kulturen nach Applikation der erfindungsgemäßen Substanzen.
Gegenstand der Erfindung ist deshalb auch die Verwendung des 2-lodo-N-[(4- methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere von Verbindungen der Formel (I), als Herbizide zur
Bekämpfung von Schadpflanzen in transgenen und/oder durch Mutantenselektion erhaltenen zuvor genannten Kulturpflanzen oder Kreuzungen derselben .
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I) weisen beispielsweise eine ausgezeichnete Selektivität in Kulturen von Gerste auf. Sie eignen sich somit z.B. zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs, z.B. von Schadpflanzen (z.B. monokotylen und dikotylen Unkräutern oder unerwünschten Kulturpflanzen), in Gerste, beispielsweise im Vorsaat- Verfahren, Vorauflauf- Verfahren oder im Nachauflauf-Verfahren.
Als Gerste kommen z.B. transgene, und nicht-transgene, oder durch Mutatenselektion erhaltene Pflanzen oder Kreuzungen der vorgenannten Pflanzen in Frage. Beispielhaft werden an dieser Stelle Gerstensorten wie Beiana, Pasadena, Sebastian und Tocada genannt.
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I) können in übliche Formulierungen übergeführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Schäume, Pasten, Granulate, Aerosole, Wirkstoffimprägnierte Natur- und synthetische Stoffe, Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen. Die Formulierungen können die üblichen Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten.
Diese Formulierungen werden in bekannterweise hergestellt, z.B. durch Vermischen des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl] benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel (I), mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln, unter Druck stehenden
verflüssigten Gasen und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln.
Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel könne z.B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen infrage: Aromaten, wie XyIoI, Toluol, Alkylnaphthaline, chlorierte Aromaten oder chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzole, Chlorethylene, oder Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, mineralische und pflanzliche Öle, Alkohole, wie Butanol oder Glykol sowie deren Ether und Ester, Ketone, wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid, sowie Wasser.
Als feste Trägerstoffe kommen in Frage: z.B. Ammoniumsalze und natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quartz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate; als feste Trägerstoffe für Granulate kommen infrage: z.B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Sägemehl, Kokosnußschalen, Maiskolben und Tabakstengel; als Emulgier- und/oder schaumerzeugende Mittel kommen infrage: z.B. nicht ionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen-Fettsäureester, Polyoxyethylen- Fettalkohol-Ether, z.B. Alkylarylpolyglykolether, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate; als Dispergiermittel kommen infrage: z.B. Ligninsulfitablaugen und Methylcellulose.
Es können in den Formulierungen Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische, pulverige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, sowie natürliche
Phospholipide, wie Kephaline und Lecithine und synthetische Phospholipide. Weitere Additive können mineralische und vegetabile Öle sein.
Die herbizide Wirkung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere
Verbindungen der Formel (I), kann z.B. gleichemaßen durch oberflächenaktive Substanzen verbessert werden, vorzugsweise durch Netzmittel aus der Reihe der Fettalkohol-Polyglykolether. Die Fettalkohol-Polyglykolether enthalten vorzugsweise 10 - 18 C-Atome im Fettalkoholrest und 2 - 20 Ethylenoxideinheiten im Polyglykoletherteil. Die Fettalkohol-Polyglykolether können nichtionisch vorliegen, oder ionisch, z.B. in Form von Fettalkohol-Polyglykolethersulfaten, vorliegen, die z.B. als Alkalisalze (z.B. Natrium- und Kaliumsalze) oder Ammoniumsalze, oder auch als Erdalkalisalze wie Magnesiumsalze verwendet werden, wie Ci2/Ci4-Fettalkohol- diglykolethersulfat-Natrium (Genapol® LRO, Clariant GmbH); siehe z.B. EP-A- 0476555, EP-A-0048436, EP-A-0336151 oder US-A-4,400,196 sowie Proc. EWRS Symp. "Factors Affecting Herbicidal Activity and Selectivity", 227 - 232 (1988). Nichtionische Fettalkohol-Polyglykolether sind beispielsweise 2 - 20, vorzugsweise 3 - 15, Ethylenoxideinheiten enthaltende (C10- C-iβ)-, vorzugsweise (C10-C14)- Fettalkohol-Polyglykolether (z.B. Isotridecylalkohol-Polyglykolether) z.B. aus der Genapol® X-Reihe wie Genapol® X-030, Genapol® X-060, Genapol® X-080 oder Genapol® X-150 (alle von Clariant GmbH).
Die vorliegende Erfindung umfaßt ferner die Kombination des 2-lodo-N-[(4-methoxy- 6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel (l),mit den vorgängig genannten Netzmitteln aus der Reihe der Fettalkohol-Polyglykolether, die vorzugsweise 10 - 18 C-Atome im Fettalkoholrest und 2 - 20 Ethylenoxideinheiten im Polyglykoletherteil enthalten und nichtionisch oder ionisch (z.B. als Fettalkohol-polyglykolethersulfate) vorliegen können. Bevorzugt sind Ci2/Ci4-Fettalkohol-diglykolethersulfat-Natrium (Genapol® LRO, Clariant GmbH) und Isotridecylalkohol-Polyglykolether, mit 3 - 15
Ethylenoxideneinheiten, z.B. aus der Genapol® X-Reihe wie Genapol® X-030, Genapol® X-060, Genapol® X-080 und Genapol® X-150 (alle von Clariant GmbH).
Weiterhin ist bekannt, daß Fettalkohol-Polyglykolether wie nichtionische oder ionische Fettalkohol-polyglykolether (z.B. Fettalkohol-Polyglykolethersulfate) auch als Penetrationshilfsmittel und Wirkungsverstärker für eine Reihe anderer Herbizide geeignet sind (siehe z.B. EP-A-0502014).
Weiterhin ist bekannt, daß Fettalkohol-Polyglykolether wie nichtionische oder ionische Fettalkohol-Polyglykolether (z.B. Fettalkohol-Polyglykolethersulfate) auch als Penetrationshilfsmittel und Wirkungsverstärker für eine Reihe anderer Herbizide geeignet sind (siehe z.B. EP-A-0502014).
Die herbizide Wirkung des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel (l),kann auch durch die Verwendung von Pflanzenölen verstärkt werden. Unter dem Begriff Pflanzenöle werden Öle aus ölliefernden Pflanzenarten wie Sojaöl, Rapsöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Baumwollsaatöl, Leinöl, Kokosöl, Palmöl, Distelöl oder Rhizinusöl, insbesondere Rapsöl verstanden, sowie deren Umesterungsprodukte, z.B. Alkylester wie Rapsölmethylester oder Rapsölethylester.
Die Pflanzenöle sind bevorzugt Ester von C10-C22-, vorzugsweise C12-C20-
Fettsäuren. Die Cio-C22-Fettsäureester sind beispielsweise Ester ungesättigter oder gesättigter Cio-C22-Fettsäuren, insbesondere mit gerader Kohlenstoffatomzahl, z.B. Erucasäure, Laurinsäure, Palmitinsäure und insbesondere C-is-Fettsäuren wie Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure oder Linolensäure.
Beispiele für do-C22-Fettsäure-Ester sind Ester, die durch Umsetzung von Glycerin oder Glykol mit den Cio-C22-Fettsäuren erhalten werden, wie sie z.B. in Ölen aus ölliefernden Pflanzenarten enthalten sind, oder CrC2o-Alkyl-CioC22-Fettsäure-Ester, wie sie z.B. durch Umesterung der vorgenannten Glycerin- oder Glykol-Cio-C22- Fettsäure-Ester mit CrC2o-Alkoholen (z.B. Methanol, Ethanol, Propanol oder
Butanol) erhalten werden können. Die Umesterung kann nach bekannten Methoden erfolgen, wie sie z.B. beschrieben sind im Römpp Chemie Lexikon, 9. Auflage, Band
2, Seite 1343, Thieme Verlag Stuttgart.
Als Ci-C2o-Alkyl-Cio-C22-Fettsäure-Ester bevorzugt sind Methylester, Ethylester, Propylester, Butylester, 2-ethyl-hexylester und Dodecylester. Als Glykol- und Glycerin-Cio-C22-Fettsäure-Ester bevorzugt sind die einheitlichen oder gemischten Glykolester und Glycerinester von C-ιo-C22-Fettsäuren, insbesondere solcher Fettsäuren mit gerader Anzahl an Kohlenstoffatomen, z.B. Erucasäure, Laurinsäure, Palmitinsäure und insbesondere Cis-Fettsäuren wie Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure oder Linolensäure.
Die Pflanzenöle können in den erfindungsgemäßen herbiziden Mitteln, z.B. in Form kommerziell erhältlicher ölhaltiger Formulierungszusatzstoffe, insbesondere solcher auf Basis von Rapsöl wie Hasten® (Victorian Chemical Company, Australien, nachfolgend Hasten genannt, Hauptbestandteil: Rapsölethylester), Actirob®B (Novance, Frankreich, nachfolgend ActirobB genannt, Hauptbestandteil:
Rapsölmethylester), Rako-Binol® (Bayer AG, Deutschland, nachfolgend Rako-Binol genannt, Hauptbestandteil: Rapsöl), Renol® (Stefes, Deutschland, nachfolgend Renol genannt, Pflanzenölbestandteil: Rapsölmethylester) oder Stefes Mero® (Stefes, Deutschland, nachfolgend Mero genannt, Hauptbestandteil: Rapsölmethylester) enthalten sein.
Die vorliegende Erfindung umfasst in einer weiteren Ausführungsform Kombinationen mit den vorgängig genannten Pflanzenölen wie Rapsöl, bevorzugt in Form kommerziell erhältlicher ölhaltiger Formulierungszusatzstoffe, insbesondere solcher auf Basis von Rapsöl wie Hasten® (Victorian Chemical Company, Australien, nachfolgend Hasten genannt, Hauptbestandteil: Rapsölethylester), Actirob®B (Novance, Frankreich, nachfolgend ActirobB genannt, Hauptbestandteil: Rapsölmethylester), Rako-Binol® (Bayer AG, Deutschland, nachfolgend Rako-Binol genannt, Hauptbestandteil: Rapsöl), Renol® (Stefes, Deutschland, nachfolgend Renol genannt, Pflanzenölbestandteil: Rapsölmethylester) oder Stefes Mero® (Stefes, Deutschland, nachfolgend Mero genannt, Hauptbestandteil: Rapsölmethylester).
Weiter können Farbstoffe wie anorganische Pigmente, z.B. Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau und organische Farbstoffe, wie Alizarin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarbstoffe und Spurennährstoffe wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink verwendet werden.
Die Formulierungen enthalten im Allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 %.
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I) können als solche oder in ihren Formulierungen auch in Mischung mit anderen agrochemischen Wirkstoffen wie bekannten Herbiziden zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs, z.B. zur Unkrautbekämpfung oder zur Bekämpfung von unerwünschten Kulturpflanzen Verwendung finden, wobei z.B. Fertigformulierungen oder Tankmischungen möglich sind.
Als Kombinationspartner für 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I), z.B. in Mischungsformulierungen oder im Tank- Mix, sind beispielsweise bekannte agrochemische Wirkstoffe einsetzbar, vorzugsweise herbizide Wirkstoffe, die auf einer Inhibition von beispielsweise Acetolactat-Synthase, Acetyl-Coenzym-A-Carboxylase, PS I, PS II, HPPDO, Phytoene-Desaturase, Protoporphyrinogen-Oxidase, Glutamine-Synthetase, Cellulosebiosynthese, 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthetase beruhen, einsetzbar. Solche Verbindungen und auch andere einsetzbare Verbindungen mit teilweise unbekanntem oder anderem Wirkungsmechanismus sind z.B. in Weed Research 26, 441-445 (1986), oder in dem Handbuch "The Pesticide Manual", 12. Auflage 2000, oder 13. Auflage 2003 oder 14. Auflage 2006/2007, oder in dem entsprechenden „e-Pesticide Manual", Version 4 (2006), jeweils herausgegeben vom British Crop Protection Council, (im Folgenden auch kurz "PM"), und dort zitierter Literatur beschrieben. Listen von „Common names" sind auch in „The
Compendium of Pesticide Common Names" im Internet verfügbar. Als literaturbekannte Herbizide, die mit 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid oder den Verbindungen der Formel (I) kombiniert werden können, sind z.B. die Wirkstoffe aus der nachfolgenden Auflistung zu nennen: (Anmerkung: Die Herbizide sind dabei entweder mit dem "common name" nach der International Organization for Standardization (ISO) oder mit dem chemischen Namen, ggf. zusammen mit einer üblichen Codenummer bezeichnet und umfassen stets sämtliche Anwendungsformen wie Säuren, Salze, Ester und Isomere wie Stereoisomere und optische Isomere, insbesondere die handelsübliche Form bzw. die handelsüblichen Formen, soweit sich nicht aus dem Zusammenhang etwas anderes ergibt. Bei Sulfonamiden wie Sulfonylharnstoffen sind mit Salzen auch die umfasst, die durch Austausch eines Wasserstoffatoms an der Sulfonamidgruppe durch ein Kation entstehen. Dabei sind eine und zum Teil auch mehrere Anwendungsformen genannt): acetochlor; acibenzolar-S-methyl; acifluorfen(-sodium); aclonifen; AD-67; AKH 7088, d.h. [[[1-[5-[2-Chloro-4-(trifluoromethyl)-phenoxy]-2-nitrophenyl]- 2-methoxyethylidene]-amino]-oxy]-essigsäure und -essigsäuremethylester; alachlor; alloxydim(-sodium); ametryn; amicarbazone, amidochlor, amidosulfuron; aminopyralid; amitrol; Ammoniumpelargonate; AMS, d.h. Ammoniumsulfamat; ancimidol; anilofos; asulam; atrazine; aviglycine; azafenidin, azimsulfuron (DPX-
A8947); aziprotryn; barban; BAS 516 H, d.h. 5-Fluor-2-phenyl-4H-3,1-benzoxazin-4- on; beflubutamid (UBH-509), benazolin(-ethyl); bencarbazone; benfluralin; benfuresate; bensulfuron(-methyl); bensulide; bentazone; benzfendizone; benzobicyclon, benzofenap; benzofluor; benzoylprop(-ethyl); benzthiazuron; bilanaphos; bifenox; bispyribac(-sodium) (KIH-2023); borax; bromacil; bromobutide; bromofenoxim; bromoxynil; bromuron; buminafos; busoxinone; butachlor; butafenacil; butamifos; butenachlor (KH-218); buthidazole; butralin; butroxydim; butylate; cafenstrole (CH-900); caloxydim; carbetamide; carfentrazone(-ethyl); catechin; CDAA, d.h. 2-Chlor-N,N-di-2-propenylacetamid; CDEC, d.h. Diethyldithiocarbaminsäure-2-chlorallylester; chlormesulon; chlomethoxyfen; chloramben; chlorazifop-butyl; chlorbromuron; chlorbufam; chlorfenac; chlorfenprop; chlorflurecol(-methyl); chlorflurenol(-methyl); chloridazon; chlorimuron(-ethyl);
chlormequat(-chloride); Chlornitrofen; chlorophthalim (MK-616); chlorotoluron; chloroxuron; chlorpropham; chlorsulfuron; chlorthal-dimethyl; chlorthiamid; chlortoluron; cinidon(-methyl und -ethyl); cinmethylin; cinosulfuron; clefoxydim; clethodim; clodinafop und dessen Esterderivate (z.B. clodinafop-propargyl); clofencet; clomazone; clomeprop; cloprop; cloproxydim; clopyralid; clopyrasulfuron(- methyl); cloransulam(-methyl); cumyluron (JC 940); cyanamide; cyanazine; cycloate; cyclosulfamuron (AC 104); cycloxydim; cycluron; cyhalofop und dessen
Esterderivate (z.B. Butylester, DEH-112); cyperquat; cyprazine; cyprazole; daimuron;
2,4-D; 2,4-DB; dalapon; daminozide; dazomet; n-decanol; desmedipham; desmetryn; di-allate; dicamba; dichlobenil; dichlormid; dichlorprop(-P)-salze; diclofop und dessen Ester wie diclofop-methyl; diclofop-P(-methyl); diclosulam; diethatyl(- ethyl); difenoxuron; difenzoquat(-metilsulfate); diflufenican; diflufenzopyr(-sodium); dimefuron; dimepiperate; dimethachlor; dimethametryn; dimethazone; dimethenamid
(SAN-582H); dimethenamide-P; dimethylarsinic acid; dimethipin; dimetrasulfuron; dimexyflam; dinitramine; dinoseb; dinoterb; diphenamid; dipropetryn; diquat-salze; dithiopyr; diuron; DNOC; eglinazine-ethyl; EL 77, d.h.
5-Cyano-1-(1 ,1-dimethylethyl)-N-methyl-1 H-pyrazole-4-carboxamid; endothal; epoprodan; EPTC; esprocarb; ethalfluralin; ethametsulfuron-methyl; ethephon; ethidimuron; ethiozin; ethofumesate; ethoxyfen und dessen Ester (z.B. Ethylester, HN-252); ethoxysulfuron; etobenzanid (HW 52); F5231 , d.h. N-[2-Chlor-4-fluor-5-[4-
(3-fluorpropyl)-4,5-dihydro-5-oxo-1 H-tetrazol-1-yl]-phenyl]-ethansulfonamid; fenchlorazole(-ethyl); fenclorim; fenoprop; fenoxan, fenoxaprop und fenoxaprop-P sowie deren Ester, z.B. fenoxaprop-P-ethyl und fenoxaprop-ethyl; fenoxydim; fentrazamide; fenuron; ferrous sulfate; flamprop(-methyl oder -isopropyl oder -isopropyl-L); flamprop-M(-methyl oder -isopropyl); flazasulfuron; floazulate (JV-485); florasulam; fluazifop und fluazifop-P und deren Ester, z.B. fluazifop-butyl und fluazifop-P-butyl; fluazolate; flucarbazone(-sodium); flucetosulfuron; fluchloralin; flufenacet; flufenpyr(-ethyl); flumetralin; flumetsulam; flumeturon; flumiclorac(- pentyl); flumioxazin (S-482); flumipropyn; fluometuron; fluorochloridone; fluorodifen; fluoroglycofen(-ethyl); flupoxam (KNW-739); flupropacil (UBIC-4243); flupropanoate; flupyrsulfuron(-methyl)(-sodium); flurenol(-butyl); fluridone; flurochloridone; fluroxypyr(-meptyl); flurprimidol; flurtamone; fluthiacet(-methyl) (KIH-9201 );
fluthiamide; fluxofenim; fomesafen; foramsulfuron; forchlorfenuron; fosamine; furyloxyfen; gibberillic acid; glufosinate(-ammonium); glyphosate(- isopropylammonium); halosafen; halosulfuron(-methyl); haloxyfop und dessen Ester; haloxyfop-P (= R-haloxyfop) und dessen Ester; HC-252; hexazinone; HNPC-C9908, d.h. 2-[[[[[4-Methoxy-6-(methylthio)-2-pyrimidinyl]amino]carbonyl]amino]sulfonyl]- benzoesäuremethylester; imazamethabenz(-methyl); imazamox; imazapic; imazapyr; imazaquin und Salze wie das Ammoniumsalz; imazethapyr; imazosulfuron; inabenfide; indanofan; iodosulfuron-methyl(-sodium); ioxynil; isocarbamid; isopropalin; isoproturon; isouron; isoxaben; isoxachlortole; isoxaflutole; isoxapyrifop; karbutilate; lactofen; lenacil; linuron; Maleinsäurehydrazid (MH); MBTA;
MCPA; MCPB; mecoprop(-P); mefenacet; mefluidide; mepiquat(-chloride); mesosulfuron(-methyl); mesotrione; metam; metamifop; metamitron; metazachlor; methabenzthiazuron; metham; methazole; methoxyphenone; methylarsonic acid; methyl-cyclopropene; methyldymron; methylisothiocyanate; methabenzthiazuron; metobenzuron; metobromuron; (alpha-)metolachlor; metosulam (XRD 511); metoxuron; metribuzin; metsulfuron-methyl; molinate; monalide; monocarbamide dihydrogensulfate; monolinuron; monuron; monosulfuron; MT 128, d.h. 6-Chlor-N-(3- chlor-2-propenyl)-5-methyl-N-phenyl-3-pyridazinamin; MT 5950, d.h. N-[3-Chlor-4-(1- methylethyl)-phenyl]-2-methylpentanamid; naproanilide; napropamide; naptalam; NC 310, d.h. 4-(2,4-dichlorbenzoyl)-1-methyl-5-benzyloxypyrazol; neburon; nicosulfuron; nipyraclofen; nitralin; nitrofen; nitrophenolate mixture; nitrofluorfen; nonanoic acid; norflurazon; orbencarb; orthosulfamuron; oxabetrinil; oryzalin; oxadiargyl
(RP-020630); oxadiazon; oxasulfuron; oxaziclomefone; oxyfluorfen; paclobutrazol; paraquat(-dichloride); pebulate; pelargonic acid; pendimethalin; penoxulam; pentachlorophenol; pentanochlor; pentoxazone; perfluidone; pethoxamid; phenisopham; phenmedipham; picloram; picolinafen; pinoxaden; piperophos; piributicarb; pirifenop-butyl; pretilachlor; primisulfuron(-methyl); probenazole; procarbazone-(sodium); procyazine; prodiamine; profluralin; profoxydim; prohexadione(-calcium); prohydrojasmon; proglinazine(-ethyl); prometon; prometryn; propachlor; propanil; propaquizafop und dessen Ester; propazine; propham; propisochlor; propoxycarbazone(-sodium) (MKH-6561); propyzamide; prosulfalin; prosulfocarb; prosulfuron (CGA-152005); prynachlor; pyraclonil; pyraflufen(-ethyl)
(ET-751); pyrasulfotole; pyrazolynate; pyrazon; pyrazosulfuron(-ethyl); pyrazoxyfen; pyribambenz-isopropyl (ZJ 0702); pyrimbambenz-propyl (ZJ 0273); pyribenzoxim; pyributicarb; pyridafol; pyridate; pyriftalid; pyriminobac(-methyl) (KIH-6127); pyrimisulfan (KIH-5996); pyrithiobac(-sodium) (KIH-2031 ); pyroxasulfone (KIH-485); pyroxofop und dessen Ester (z.B. Propargylester); pyroxsulam; quinclorac; quinmerac; quinoclamine; quinofop und dessen Esterderivate, quizalofop und quizalofop-P und deren Esterderivate z.B. quizalofop-ethyl; quizalofop-P-tefuryl und
-ethyl; renriduron; rimsulfuron (DPX-E 9636); S 275, d.h. 2-[4-Chlor-2-ftuor-5-(2- propynyloxy)-phenyl]-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol; secbumeton; sethoxydim; siduron; simazine; simetryn; sintofen; SN 106279, d.h. 2-[[7-[2-Chlor-4-(trifluor- methyl)-phenoxy]-2-naphthalenyl]-oxy]-propansäure und -methylester; sulcotrione; sulfentrazone (FMC-97285, F-6285); sulfazuron; sulfometuron(-methyl); sulfosate
(ICI-A0224); sulfosulfuron; TCA(-sodium); tebutam (GCP-5544); tebuthiuron; tecnacene; tefuryltrione; tembotrione; tepraloxydim; terbacil; terbucarb; terbuchlor; terbumeton; terbuthylazine; terbutryn; TFH 450, d.h. N,N-Diethyl-3-[(2-ethyl-6- methylphenyl)-sulfonyl]-1 H-1 ,2,4-triazol-i-carboxamid; thenylchlor (NSK-850); thiafluamide, thiazafluron; thiazopyr (Mon-13200); thidiazimin (SN-24085); thidiazuron; thiencarbazone(-methyl); thifensulfuron(-methyl); thiobencarb; Ti 35; tiocarbazil; topramezone; tralkoxydim; tri-allate; triasulfuron; triaziflam; triazofenamide; tribenuron(-methyl); triclopyr; tridiphane; trietazine; trifloxysulfuron(- sodium); trifluralin; triflusulfuron und Ester (z.B. Methylester, DPX-66037); trimeturon; trinexapac; tritosulfuron; tsitodef; uniconazole; vernolate; WL 110547, d.h. 5-Phenoxy-1-[3-(trifluormethyl)-phenyl]-1H-tetrazol; D-489; ET-751; KIH-218;
KIH-485; KIH-509; KPP-300; LS 82-556; NC-324; NC-330; DPX-N8189; SC-0774; DOWCO-535; DK-8910; V-53482; PP-600; MBH-001 ; TH-547; SYN-523; IDH-100;
SYP-249; HOK-201; IR-6396; MTB-951; NC-620.
Obgleich 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I) bereits in den oben genannten Kulturen sehr gute bis ausreichende Selektivität aufweisen, können prinzipiell in einigen Kulturen und vor allem auch im Falle von Mischungen mit anderen Herbiziden, die weniger
selektiv sind, Phytotoxizitäten an den Kulturpflanzen auftreten. Diesbezüglich sind Kombinationen des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyϊ-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und dessen erfindungsgemäßer Salze, insbesondere von Verbindungen der Formel (I) von besonderem Interesse, welche diese in Kombination mit anderen Herbiziden oder Pestiziden und Safenern enthalten. Die Safener, welche in einem antidotisch wirksamen Gehalt eingesetzt werden, reduzieren die phytotoxischen Nebenwirkungen der eingesetzten Herbizide/Pestizide, z. B. in wirtschaftlich bedeutenden Kulturen wie Getreide (wie beispielsweise Weizen, Gerste, Roggen, Mais, Reis, Hirse, Triticale oder Hafer), Zuckerrübe, Zuckerrohr, Raps, Baumwolle und Soja, vorzugsweise Getreide.
Die Safener sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
A) Verbindungen der Formel (S-I),
wobei die Symbole und Indizes folgende Bedeutungen haben: nA ist eine natürliche Zahl von 0 bis 5, vorzugsweise 0 bis 3; RA1 ist Halogen, (CrC4)-Alkyl, (CrC4)-Alkoxy, Nitro oder (CrC4)-Haloalkyl; WA ist ein unsubstituierter oder substituierter divalenter heterocyclischer Rest aus der Gruppe der teilungesättigten oder aromatischen Fünfring-Heterocyclen mit 1 bis 3 Heteroringatomen des Typs N oder O, wobei mindestens ein N- Atom und höchstens ein O-Atom im Ring enthalten ist, vorzugsweise ein Rest aus der Gruppe (WA 1) bis (WA 4),
ITIA ist 0 oder 1 ;
RA2 ist ORA3, SRA 3 oder NRA3RA4 oder ein gesättigter oder ungesättigter 3- bis 7-gliedriger Heterocyclus mit mindestens einem N-Atom und bis zu 3 Heteroatomen, vorzugsweise aus der Gruppe O und S, der über das N-Atom mit der Carbonylgruppe in (S-I) verbunden ist und unsubstituiert oder durch Reste aus der Gruppe (CrC4)-Alkyl, (CrC4)-Alkoxy oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl substituiert ist, vorzugsweise ein Rest der Formel ORA 3, NHRA 4 oder N(CH3^, insbesondere der Formel ORA 3;
RA3 ist Wasserstoff oder ein unsubstituierter oder substituierter aliphatischer Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise mit insgesamt 1 bis 18 C-Atomen; RA4 ist Wasserstoff, (CrCβ)-Alkyl, (CrC6)-Alkoxy oder substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl;
RA5 ist H, (CrC8)-Alkyl, d-CsCHaloalkyl), (C1-C4)-Alkoxy(CrC8)-Alkyl, Cyano oder COORA9, worin RA 9 Wasserstoff, (CrC8)-Alkyl, (CrC8)-Haloalkyl, (CrC4)- Alkoxy-(CrC4)-alkyl, (Ci-C6)-Hydroxyalkyl, (C3-Ci2)-Cycloalkyl oder Tn-(Cr C4)-alkyl-silyl ist;
RA6, RA7. RA8 sind gleich oder verschieden Wasserstoff, (CrC8)-Alkyl,
(CrCβ)-Haloalkyl, (C3-C-i2)-Cycloalkyl oder substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl;
vorzugsweise: a) Verbindungen vom Typ der Dichlorphenylpyrazolin-3-carbonsäure, vorzugsweise Verbindungen wie
1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(ethoxycarbonyl)-5-methyl-2-pyrazolin-3-carbonsäure- ethylester (S1-1 ) ("Mefenpyr-diethyl", siehe Pestic. Man.), und verwandte Verbin- düngen, wie sie in der WO 91/07874 beschrieben sind; b) Derivate der Dichlorphenylpyrazolcarbonsäure, vorzugsweise Verbindungen wie 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-methyl-pyrazol-3-carbonsäureethylester (S1-2), 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-isopropyl-pyrazol-3-carbonsäureethylester (S1-3), 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(1 ,1-dimethyl-ethyl)pyrazol-3-carbonsäureethyl-ester (S1-4), 1 -(2,4-Dichlorphenyl)-5-phenyl-pyrazol-3-carbonsäureethylester (S1 -5) und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-333 131 und EP-A-269 806 beschrieben sind;
c) Verbindungen vom Typ der Triazolcarbonsäuren, vorzugsweise Verbindungen wie Fenchlorazol(-ethylester), d.h.
1-(2,4-Dichloφhenyl)-5-trichlormethyl-(1 H)-1 ,2,4-triazol-3-carbonsäureethylester (S1-6), und verwandte Verbindungen wie sie in EP-A-174 562 und EP-A-346 620 beschrieben sind; d) Verbindungen vom Typ der 5-Benzyl- oder 5-Phenyl-2-isoxazolin-3- carbonsäure, oder der 5,5-Diphenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäure vorzugsweise Verbindungen wie 5-(2,4-Dichlorbenzyl)-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1-7) oder 5-Phenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1-8) und verwandte Verbindungen, wie sie in WO 91/08202 beschrieben sind, bzw. der 5,5-Diphenyl-2- isoxazolin-carbonsäureethylester (S1-9) ("Isoxadifen-ethyl") oder -n-propylester (S1- 10) oder der 5-(4-Fluorphenyl)-5-phenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1- 11 ), wie sie in der Patentanmeldung WO-A-95/07897 beschrieben sind.
B) Chinolinderivate der Formel (S-Il),
(S-Il) wobei die Symbole und Indizes folgende Bedeutungen haben:
RB1 Halogen, (Ci-C4)-Alkyl, (CrC4)-Alkoxy, Nitro oder (d-C^-Haloalkyl; nB ist eine natürliche Zahl von 0 bis 5, vorzugsweise 0 bis 3;
RB2 ORB3, SRB 3 oder NR6 3RB4 oder ein gesättigter oder ungesättigter 3- bis 7-gliedriger Heterocyclus mit mindestens einem N-Atom und bis zu 3 Heteroatomen, vorzugsweise aus der Gruppe O und S, der über das N- Atom mit der Carbonylgruppe in (S-Il) verbunden ist und unsubstituiert oder durch
Reste aus der Gruppe (CrC4)-Alkyl, (Ci-C4)-Alkoxy oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl substituiert ist, vorzugsweise ein Rest der Formel ORB 3, NHRB 4 oder N(CH3)2, insbesondere der Formel ORB3;
RB3 ist Wasserstoff oder ein unsubstituierter oder substituierter aliphatischer Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise mit insgesamt 1 bis 18 C-Atomen; RB4 ist Wasserstoff, (CrC6)-Alkyl, (d-CβJ-Alkoxy oder substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl;
TB ist eine (Ci oder C2)-Alkandiylkette, die unsubstituiert oder mit einem oder zwei (CrC4)-Alkylresten oder mit [(CrC3)-Alkoxy]-carbonyl substituiert ist;
vorzugsweise: a) Verbindungen vom Typ der 8-Chinolinoxyessigsäure (S2), vorzugsweise (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-(1 -methylhexyl)-ester (Common name "Cloquintocet-mexyl" (S2-1 ) (siehe Pesticide Mananual.), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-(1 ,3-dimethyl-but-1 -yl)-ester (S2-2), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-4-allyl-oxy-butylester (S2-3), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-1-allyloxy-prop-2-ylester (S2-4), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäureethylester (S2-5), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäuremethylester (S2-6), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäureallylester (S2-7),
(5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-2-(2-propyliden-iminoxy)-1 -ethylester (S2-8), (5- Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-2-oxo-prop-1-ylester (S2-9) und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-86 750, EP-A-94 349 und EP-A-191 736 oder EP-A-O 492 366 beschrieben sind, sowie deren Hydrate und Salze wie sie in der WO-A- 2002/034048 beschrieben sind. b) Verbindungen vom Typ der (5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäure, vorzugsweise Verbindungen wie (5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäurediethylester, (5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäurediallylester, (5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäure-methyl-ethylester und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-O 582 198 beschrieben sind.
C) Verbindungen der Formel (S-III)
wobei die Symbole und Indizes folgende Bedeutungen haben: Rc1 ist (CrC4)-Alkyl, (CrC4)-Haloalkyl, (C2-C4)-Alkenyl, (C2-C4)-Haloalkenyl,
(C3-C7)-Cycloalkyl, vorzugsweise Dichlormethyl;
Rc2. Rc3 ist gleich oder verschieden Wasserstoff, (CrC4)-Alkyl, (C2-C4)-Alkenyl,
(C2-C4)-Alkinyl, (CrC4)-Haloalkyl, (C2-C4)-Haloalkenyl, (CrC4)-Alkylcarbamoyl-
(CrC4)-alkyl, (C2-C4)-Alkenylcarbamoyl-(CrC4)-alkyl, (Ci-C4)-Alkoxy-(CrC4)-alkyl, Dioxolanyl-(CrC4)-alkyl, Thiazolyl, Furyl, Furylalkyl, Thienyl, Piperidyl, substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl, oder Rc2 und Rc3 bilden zusammen einen substituierten oder unsubstituierten heterocyclischen Ring, vorzugsweise einen Oxazolidin-, Thiazolidin-, Piperidin-, Morpholin-,
Hexahydropyrimidin- oder Benzoxazinring;
vorzugsweise:
Wirkstoffe vom Typ der Dichloracetamide, die häufig als Vorauflaufsafener
(bodenwirksame Safener) angewendet werden, wie z. B.
"Dichlormid" (siehe Pestic.Man.) (= N,N-Diallyl-2,2-dichloracetamid), "R-29148" (= 3-Dichloracetyl-2,2,5-trimethyl-1 ,3-oxazolidin von der Firma Stauffer),
"R-28725" (= 3-Dichloracetyl-2,2,-dimethyl-1 ,3-oxazolidin von der Firma Stauffer),
"Benoxacor" (siehe Pestic. Man.) (= 4-Dichloracetyl-3,4-dihydro-3-methyl-2H-1 ,4- benzoxazin),
"PPG-1292" (= N-Allyl-N-KI .S-dioxolan^-yO-methyll-dichloracetamid von der Firma PPG Industries),
"DKA-24" (= N-Allyl-N-KallylaminocarbonyO-methyll-dichloracetamid von der Firma
Sagro-Chem),
"AD-67" oder "MON 4660" (= 3-Dichloracetyl-1-oxa-3-aza-spiro[4,5]decan von der
Firma Nitrokemia bzw. Monsanto),
"TI-35" (= 1-Dichloracetyl-azepan von der Firma TRI-Chemical RT) "Diclonon" (Dicyclonon) oder 11BAS 145138" oder "LAB 145138" (= 3-Dichloracetyl- 2,5,5-trimethyM ,3-diazabicyclo[4.3.0]nonan von der Firma BASF) und "Furilazol" oder "MON 13900" (siehe Pestic. Man.) (= (RS)-3-Dichloracetyl-5-(2- furyl)-2,2-dimethyloxazolidin)
D) N-Acylsulfonamide der Formel (S-IV) und ihre Salze,
worin
X0 ist CH oder N;
RD 1 ist CO-NRD5R0 6 oder NHCO-R0 7;
RD2 ist Halogen, (CrC4)-Haloalkyl, (CrC4)-Haloalkoxy, Nitro, (CrC4)-Alkyl, (C1- C4)-Alkoxy, (CrC4)-Alkylsulfonyl, (CrC4)-Alkoxycarbonyl oder (Ci-C4)-Alkylcarbonyl; R0 3 ist Wasserstoff, (CrC4)-Alkyl, (C2-C4)-Alkenyl oder (C2-C4)-Alkinyl; RD 4 ist Halogen, Nitro, (CrC4)-Alkyl, (CrC4)-Haloalkyl, (CrC4)-Haloalkoxy, (C3- C6)-Cycloalkyl, Phenyl, (C1-C4VAIkOXy, Cyano, (CrC4)-Alkylthio, (CrC4)-Alkyl- sulfinyl, (Ci-C4)-Alkylsulfonyl, (CrC4)-Alkoxycarbonyl oder (CrC4)-Alkylcarbonyl; RD 5 ist Wasserstoff, (CrC6)-Alkyl, (C3-C6)-Cycloalkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)- Alkinyl, (C5-C6)-Cycloalkenyl, Phenyl oder 3- bis 6-gliedriges Heterocyclyl enthaltend VD Heteroatome aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel, wobei die sieben letztgenannten Reste durch vD Substituenten aus der Gruppe Halogen, (C1- C6)-Alkoxy, (C1-Ce)-HaIOaIkOXy, (CrC2)-Alkylsulfinyl, (CrC2)-Alkylsulfonyl, (C3-C6)- Cycloalkyl, (CrC4)-Alkoxycarbonyl, (CrC4)-Alkylcarbonyl und Phenyl und im Falle cyclischer Reste auch (CrC4)-Alkyl und (CrC4)-Haloalkyl substituiert sind;
RD6 ist Wasserstoff, (CrC6)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl oder (C2-C6)-Alkinyl, wobei die
drei letztgenannten Reste durch VD Reste aus der Gruppe Halogen, Hydroxy, (Cr C4)-Alkyl, (CrC4)-Alkoxy und (CrC4)-Alkylthio substituiert sind, oder
RD5 und RD6 bilden gemeinsam mit dem dem sie tragenden Stickstoffatom einen Pyrrolidinyl- oder Piperidinyl-Rest;
RD7 ist Wasserstoff, (CrC4)-Alkylamino, Di-(CrC4)-alkylamino, (Ci-C6)-Alkyl, (C3- CβJ-Cycloalkyl, wobei die 2 letztgenannten Reste durch vD Substituenten aus der Gruppe Halogen, (CrC4)-Alkoxy, Halogen-(CrC6)-alkoxy und (CrC4)-Alkylthio und im Falle cyclischer Reste auch (d-C4)-Alkyl und (d-C4)-Haloalkyl substituiert sind;
no ist 0, 1 oder 2; ITID ist 1 oder 2; V0 ist 0, 1 , 2 oder 3;
davon bevorzugt sind Verbindungen von Typ der N-Acylsulfonamide, z.B. der nachfolgenden Formel (S-V), die z. B. bekannt sind aus WO 97/45016
worin RD 7 (d-C6)Alkyl, (C3-C6)Cycloalkyl, wobei die 2 letztgenannten Reste durch vD
Substituenten aus der Gruppe Halogen, (C1-C4)AIkOXy, Halogen-(CrC6)alkoxy und
(CrC4)Alkylthio und im Falle cyclischer Reste auch (d-C4)Alkyl und (Cr
C4)Haloalkyl substituiert sind;
RD4 Halogen, (CrC4)-Alkyl, (d-C4)-Alkoxy, CF3; rriD 1 oder 2 bedeutet; vD ist 0, 1 , 2 oder 3;
sowie
Acylsulfamoylbenzoesäureamide, z.B. der nachfolgenden Formel (S-Vl), die z.B. bekannt sind aus WO 99/16744,
z.B. solche worin
RD5 = Cyclo-Propyl und (R0 4) = 2-OMe ist("Cyprosulfamide", S3-1),
RD5 = Cyclo-Propyl und (RD 4) = 5-CI-2-OMe ist (S3-2),
RD5 = Ethyl und (R0 4) = 2-OMe ist (S3-3),
RD5 = iso-Propyl und (R0 4) = 5-CI-2-OMe ist (S3-4) und
R0 5 = iso-Propyl und (R0 4) = 2-OMe ist (S3-5);
sowie
Verbindungen vom Typ der N-Acylsulfamoylphenylharnstoffe der Formel (S-VII), die z.B. bekannt sind aus der EP-A-365484,
worin
R0 8 und R0 9 unabhängig voneinander Wasserstoff, (CrC8)-Alkyl, (C3-C8)- Cycloalkyl, (C3-C6)-Alkenyl, (C3-C6)-Alkinyl, RRDD44 HHaallooggeenn,, ((CCrrCC44))--/Alkyl, (CrC4)-Alkoxy, CF3 mD 1 oder 2 bedeutet;
davon insbesondere 1 -[4-(N-2-Methoxybenzoylsulfamoyl)phenyl]-3-methylharnstoff,
1-[4-(N-2-Methoxybenzoylsulfamoyl)phenyl]-3,3-dimethylharnstoff,
1-[4-(N-4,5-Dimethylbenzoylsulfamoyl)phenyl]-3-methylharnstoff,
1-[4-(N-Naphthoylsulfamoyl)phenyl]-3,3-dimethylharnstoff,
G) Wirkstoffe aus der Klasse der Hydroxyaromaten und der aromatisch- aliphatischen Carbonsäurederivate, z.B. 3,4,5-Triacetoxybenzoesäureethylester, 3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzoesäure, 3,5-
Dihydroxybenzoesäure, 4-Hydroxysalicylsäure, 4-Fluorsalicyclsäure, 1 ,2-Dihydro-2- oxo-6-trifluoromethylpyridin-3-carboxamid, 2-Hydroxyzimtsäure, 2,4-Dichlorzimt- säure, wie sie in der WO 2004084631 , WO 2005015994, WO 2006007981 , WO 2005016001 beschrieben sind;
H) Wirkstoffe aus der Klasse der 1 ,2-Dihydrochinoxalin-2-one, z.B. 1-Methyl-3-(2-thienyl)-1 ,2-dihydrochinoxalin-2-on, 1-Methyl-3-(2-thienyl)-1 ,2-dihydro- chinoxalin-2-thion, 1 -(2-Aminoethyl)-3-(2-thienyl)-1 ,2-dihydro-chinoxalin-2-on-hydro- chlorid, 1-(2-Methylsulfonylaminoethyl)-3-(2-thienyl)-1 ,2-dihydro-chinoxalin-2-on, wie sie in der WO 2005112630 beschrieben sind,
I) Wirkstoffe, die neben einer herbiziden Wirkung gegen Schadpflanzen auch
Safenerwirkung an Kulturpflanzen wie Reis aufweisen, wie z. B.
"Dimepiperate" oder "MY-93" (siehe Pestic. Man.) (= Piperidin-1-thiocarbonsäure-S- 1 -methyl-1 -phenylethylester), das als Safener für Reis gegen Schäden des Herbizids Molinate bekannt ist,
"Daimuron" oder "SK 23" (siehe Pestic. Man.) (= 1-(1 -Methyl-1 -phenylethyl)-3-p-tolyl- harnstoff), das als Safener für Reis gegen Schäden des Herbizids Imazosulfuron bekannt ist, "Cumyluron" = "JC-940" (= 3-(2-Chlorphenylmethyl)-1 -(1 -methyl-1 -phenyl- ethyl)harnstoff, siehe JP-A-60087254), das als Safener für Reis gegen Schäden einiger Herbizide bekannt ist,
"Methoxyphenon" oder "NK 049" (= 3,3'-Dimethyl-4-methoxy-benzophenon), das als Safener für Reis gegen Schäden einiger Herbizide bekannt ist, "CSB" (= 1 -Brom-4-(chlormethylsulfonyl)benzol) (CAS-Reg. Nr. 54091-06-4 von Kumiai), das als Safener gegen Schäden einiger Herbizide in Reis bekannt ist,
K) Verbindungen der Formel (S-IX), wie sie in der WO-A-1998/38856 beschrieben sind
H2C'Aκ
worin die Symbole und Indizes folgende Bedeutungen haben: RK1, RK2 unabhängig voneinander Halogen, (CrC4)-Alkyl, (C-ι-C-4)-Alkoxy, (Cr C4)-Haloalkyl, (CrC4)-Alkylamino, Di-(Ci-C4)-Alkylamino, Nitro; Aκ COORK3 oder COORK 4
RK3, RK4 unabhängig voneinander Wasserstoff, (CrC4)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C4)-Alkinyl, Cyanoalkyl, (CrC4)-Haloalkyl, Phenyl, Nitrophenyl, Benzyl, Halobenzyl, Pyridinylalkyl und Alkylammonium, nκ 1 O odeM nκ2, nκ 3 unabhängig voneinander 0, 1 oder 2
vorzugsweise: Methyl-(diphenylmethoxy)acetat (CAS-Regno: 41858-19-9),
L) Verbindungen der Formel (S-X), wie sie in der WO A-98/27049 beschrieben sind
worin die Symbole und Indizes folgende Bedeutungen haben: XL CH oder N, nι_ für den Fall, dass X=N ist, eine ganze Zahl von 0 bis 4 und für den Fall, dass X=CH ist, eine ganze Zahl von 0 bis 5,
RL1 Halogen, (CrC4)-Alkyl, (CrC4)-Haloalkyl, (CrC4)-Alkoxy, (d-C4)-Haloalkoxy,
Nitro, (Ci-C4)-Alkylthio, (Ci-C4)-Alkylsulfonyl, (CrC4)-Alkoxycarbonyl, ggf. substituiertes. Phenyl, ggf. substituiertes Phenoxy,
RL2 Wasserstoff oder (CrC4)-Alkyl
RL3 Wasserstoff, (C1-Cs)-AIKyI, (C2-C4)-Alkenyl, (C2-C4)-Alkinyl, oder Aryl, wobei jeder der vorgenannten C-haltigen Reste unsubstituiert oder durch einen oder mehrere, vorzugsweise bis zu drei gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe, bestehend aus Halogen und Alkoxy substituiert ist; oder deren Salze.
M) Wirkstoffe aus der Klasse der 3-(5-Tetrazolylcarbonyl)-2-chinolone, z.B. 1 ,2-Dihydro-4-hydroxy-1 -ethyl-3-(5-tetrazolylcarbonyl)-2-chinolon (CAS-Regno: 219479-18-2), 1 ,2-Dihydro-4-hydroxy-1 -methyl-3-(5-tetrazolyl-carbonyl)-2-chinolon (CAS-Regno: 95855-00-8), wie sie in der WO-A-1999000020 beschrieben sind,
N) Verbindungen der Formeln (S-Xl) oder (S-XII) wie sie in der WO-A-2007023719 und WO-A-2007023764 beschrieben sind
(S-Xl) (S-XII) worin
RN 1 Halogen, (CrC4)-Alkyl, Methoxy, Nitro, Cyano, CF3, OCF3 Y, Z unabhängig voneinander O oder S, ΠN eine ganze Zahl von 0 bis 4, RN 2 (CrC16)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C3-C6)-Cycloalkyl, Aryl; Benzyl, Halogenbenzyl, RN 3 Wasserstoff, (d-C6)Alkyl bedeuten;
O) eine oder mehreren Verbindungen aus Gruppe: 1 ,8-Naphthalsäureanhydrid,
0,0-Diethyl S-2-ethylthioethyl phosphordithioat (Disulfoton), 4-Chlorphenyl-methylcarbamat (Mephenate), O,O-Diethyl-O-phenylphosphorotioat (Dietholate),
4-Carboxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-4-essigsäure (CL-304415, CAS-Regno: 31541-57-8),
2-propenyl 1-oxa-4-azaspiro[4.5]decane-4-carbodithioate (MG-838, CAS-Regno: 133993-74-5), Methyl-[(3-oxo-1 H-2-benzothiopyran-4(3H)-yliden)methoxy]acetate (aus WO-A- 98/13361 ; CAS-Regno: 205121-04-6), Cyanomethoxyimino(phenyl)acetonitril (Cyometrinil), 1 ,3-Dioxolan-2-ylmethoxyimino(phenyl)acetonitril (Oxabetrinil), 4'-Chlor-2,2,2-trifluoracetophenon-O-1 ,3-dioxolan-2-ylmethyloxim (Fluxofenim), 4,6-Dichlor-2-phenylpyrimidin (Fenclorim),
Benzyl-2-chlor-4-trifluormethyl-1 ,3-thiazol-5-carboxylat (Flurazole), 2-Dichlormethyl-2-methyl-1 ,3-dioxolan (MG-191 ),
einschließlich der Stereoisomeren und der in der Landwirtschaft gebräuchlichen Salze.
Einige der Safener sind bereits als Herbizide bekannt und entfalten somit neben der Herbizidwirkung bei Schadpflanzen zugleich auch Schutzwirkung bei den Kulturpflanzen.
Als herbizide Kombinationspartner des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin- 2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel (I), für eine Anwendung in Gerste und anderen Kulturpflanzen kommen vorzugsweise Verbindungen in Frage, die selektiv in Gerste oder anderen Kulturpflanzen sind, wie beispielsweise Amidosulfuron oder
Fenoxaprop-ethyl, lodosulfuron, Flufenacet, Isoproturon, Flurtamone, Diflufenacet, Foramsulfuron, Fentrazamide, Thiencarbazone-methyl, Mesosulfuron(-methyl), Pyrasulfotole, Isoxaflutole, Tembotrione, Bispyribac(-sodium), Propoxycarbazone(- sdium), oder Flucarbazone(-sodium).
Auch Mischungen des 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl] benzolsulfonamids und/oder dessen Salze, insbesondere Verbindungen der Formel
(I), mit anderen bekannten Wirkstoffen, wie Fungiziden, Insektiziden, Akariziden, Nematiziden, Safenern, Schutzstoffen gegen Vogelfraß, Pflanzennährstoffen und Bodenstrukturverbesserungsmitteln sind möglich.
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I) können als solche, in Form ihrer Formulierungen oder den daraus durch weiteres Verdünnen bereiteten Anwendungsformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Pulver, Pasten und Granulate angewandt werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z.B. durch Gießen, Spritzen, Sprühen, Streuen.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwachstum (a) im Vorauflauf (PE) in Kulturpflanzen wie Weizen (Hart- und Weichweizen), Mais, Soja, Zuckerrübe, Zuckerrohr, Reis,
Baumwolle, Bohnen, Erbsen, Flachs, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Kartoffel und Hirse (Sorghum) sowie (b) im Nachauflauf (PO) in Kulturpflanzen wie Gerste, Hafer, Roggen, Tritcale, Kartoffel, Pferdebohne, Flachs, Weideland und Grün- /Rasenflächen, wobei von den vorgenannten Kulturen jeweils Sommer-, wie auch Winterformen und gentechnisch und/oder mutagen veränderte Sorten umfasst sind, und (c) in Nichtkulturland und Plantagenkulturen, vorzugsweise in Gerste, Hafer, Roggen und Triticale, wobei eine oder mehrere Verbindungen des 2-lodo-N-[(4- methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamids und dessen Salze, bevorzugt dessen Salze gemäß den Verbindungen der Formel (I) auf die Pflanzen (z.B. Schadpflanzen wie mono- oder dikotyle Unkräuter oder unerwünschte Kulturpflanzen), das Saatgut (z.B. Körner, Samen oder vegetative Vermehrungsorgane wie Knollen oder Sprossteile mit Knospen) oder die Fläche auf der die Pflanzen wachsen (z.B. die Anbaufläche) appliziert werden. Sie können z.B. vor der Saat, sowie vor als auch nach dem Auflaufen der Pflanzen appliziert werden. Die Vorsaatapplikation kann z.B. durch Spritzen oder Einarbeitung in den Boden erfolgen. Auch Splitapplikationen z.B. im frühen Vorauflauf gefolgt von späterer Nachauflaufapplikation sind möglich. Bevorzugt ist eine Applikation auf die
aufgelaufenen Schadpflanzen, insbesondere vor dem Auflaufen der Gerste.
Bevorzugt für die selektive Anwendung in Gerste, Hafer, Roggen und/oderTriticale, bevorzugt in Gerste und/oder Hafer ist eine Applikation auf aufgelaufene Pflanzen, insbesondere auf aufgelaufene Schadpflanzen (z.B. Unkräuter oder unerwünschte Kulturpflanzen), bevorzugt vor dem Auflaufen von Gerste, Hafer, Roggen oder/und Triticale, besonders bevorzugt in Gerste und/oder Hafer, ganz besonders bevorzugt in Gerste.
Die angewandte Wirkstoffmenge kann in einem größeren Bereich schwanken. Sie hängt im wesentlichen von der Art des gewünschten Effektes ab. Im allgemeinen liegen die Aufwandmengen zwischen 0,01 g und 1000 g Wirkstoff pro Hektar (a.i./ha) Bodenfläche. Bevorzugt sind im allgemeinen niedrigere Aufwandmengen, z.B. im Bereich von 0,1 g bis 500 g a.i./ha, vorzugsweise zwischen 1 g und 150 g a.i./ha, insbesondere in der Applikation auf aufgelaufene Pflanzen, insbesondere auf aufgelaufene Schadpflanzen (z.B. Unkräuter oder unerwünschte Kulturpflanzen).
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und/oder dessen Salze, bevorzugt Verbindungen der Formel (I), weisen beispielsweise eine ausgezeichnete Selektivität in Gerste, Hafer, Roggen und Triticale auf, wobei überraschenderweise auch bei niedrigen Wirkstoffdosierungen eine hervorragende Wirkung gegen die in Gerste, Hafer, Roggen und Triticale typisch auftretenden Schadpflanzen erhalten bleibt. Insbesondere werden in Kulturen von Gerste, Hafer, Roggen und Triticale vorkommende, oft schwer bekämpfbare Schadpflanzen wie Spezies der Gattungen Centaurea cyanus, Matricaria species, Veronica spec, Viola spec, Poa annua, Agrostis spica-venti, Stellaria media, Papaver spec, Amaranthus spec, Chenopodium spec. und Sinapis arvensis wirksam bekämpft. Dies gilt auch für Spezies, die eine teilweise oder gänzliche Toleranz bzw. Resistenz gegenüber ALSVACCase-lnhibitoren, insbesondere strukturverwandten ALS-Inhibitoren aufweisen.
2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3)5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid und die erfindungsgemäßen Salze, insbesondere die Verbindungen der Formel (I), zeigen daneben einen günstigen Einfluss auf Nachfolgekulturen (Nachbauverhalten), d.h. es wurde keine oder eine extrem niedrige Phytotoxität (wie beispielsweise in Form (a) hellgrüner bis gelber Blattaderungen, (b) des Vergilbens ganzer Pflanzen, (c) retardierten Pflanzenwachstums, (d) anormaler Entwicklungen jüngerer Pflanzenteile oder der ganzen Pflanze) auf verschiedene Folgekulturen, die gegenüber den erfindungsgemäßen Salzen, insbesondere den Verbindungen der Formel (I) empfindlich sind, wie beispielsweise Zuckerrübe, Sonnenblume oder Cruciferen, wie Raps, Senf und Rübsen, beobachtet.
C. Biologische Beispiele
1. Unkrautwirkung im Vorauflauf
Samen bzw. Rhizomstücke von mono- und dikotylen Unkrautpflanzen wurden in Papptöpfen in sandiger Lehmerde ausgelegt und mit Erde abgedeckt. Die in Form von benetzbaren Pulvern oder Emulsionskonzentraten formulierten erfindungsgemäßen Verbindungen wurden dann als wässrige Suspensionen bzw. Emulsionen mit einer Wasseraufwandmenge von umgerechnet 100 bis 800 l/ha in unterschiedlichen Dosierungen auf die Oberfläche der Abdeckerde appliziert.
Nach der Behandlung wurden die Töpfe im Gewächshaus aufgestellt und unter guten Wachstumsbedingungen für die Unkräuter gehalten. Die optische Bonitur der Pflanzen- bzw. Auflaufschäden erfolgte nach dem Auflaufen der Versuchspflanzen nach einer Versuchszeit von 3 bis 4 Wochen im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen. Wie die Ergebnisse zeigen, weisen erfindungsgemäße Verbindungen eine gute herbizide Vorauflaufwirksamkeit gegen ein breites Spektrum von Ungräsern und Unkräutern auf.
Beispielsweise haben 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid wie auch die Verbindungen Nr. 1-1 , 1-2, 1-3, 1-4, 1-12, 1-18, 1-19 aus Tabelle 1 sehr gute herbizide Wirkung gegen Schadpflanzen wie, Lolium multiflorum, Matricaria inodora, Papaver rhoeas, Stellaria media, und Viola tricolor im VorauflaufVerfahren bei einer Aufwandmenge von 0.1 kg und weniger Aktivsubstanz pro Hektar.
2. Unkrautwirkung im Nachauflauf
Samen bzw. Rhizomstücke von mono- und dikotylen Unkräutern wurden in Plastiktöpfen in sandigem Lehmboden ausgelegt, mit Erde abgedeckt und im Gewächshaus unter guten Wachstumsbedingungen angezogen. Drei Wochen nach der Aussaat wurden die Versuchspflanzen im Dreiblattstadium behandelt. Die als Spritzpulver bzw. als Emulsionskonzentrate formulierten erfindungsgemäßen Verbindungen wurden in verschiedenen Dosierungen mit einer Wasseraufwandmenge von umgerechnet 100 bis 800 l/ha auf die grünen Pflanzenteile gesprüht. Nach ca. 3 bis 4 Wochen Standzeit der Versuchspflanzen im Gewächshaus unter optimalen Wachstumsbedingungen wurde die Wirkung der Präparate optisch im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen bonitiert. Die erfindungsgemäßen Mittel weisen auch im Nachauflauf eine gute herbizide Wirksamkeit gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich wichtiger Ungräser und Unkräuter auf. Beispielsweise zeigen 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2- yl)carbamoyl]benzolsulfonamid sowie die Verbindungen Nr. 1-1 , 1-2, 1-3, 1-4, 1-12, I- 18 und 1-19 aus Tabelle 1 sehr gute herbizide Wirkung gegenüber Schadpflanzen wie Amaranthus retroflexus, Lolium multiflorum, Abuthilon theophrasti, Matricaria inodora, Ipomoea purpurea, Stellaria media, Veronica persica und Viola tricolor im Nachauflaufverfahren bei einer Aufwandmenge von 0.1 kg und weniger Aktivsubstanz pro Hektar.
3. Kulturpflanzenverträglichkeit
In weiteren Versuchen im Gewächshaus wurden Samen einer größeren Anzahl von Kulturpflanzen und Unkräutern in sandigem Lehmboden ausgelegt und mit Erde abgedeckt. Ein Teil der Töpfe wurde sofort wie unter Abschnitt 1 beschrieben behandelt, die übrigen im Gewächshaus aufgestellt, bis die Pflanzen zwei bis drei echte Blätter entwickelt haben und dann wie unter Abschnitt 2 beschrieben mit dem 2-lodo-N-[(4-methoxy-6-methyl-1 ,3,5-triazin-2-yl)carbamoyl]benzolsulfonamid, wie auch beispielsweise die Verbindungen Nr. 1-1 , 1-2, 1-3, I-4, 1-12, 1-18 und 1-19 aus Tabelle 1 besprüht. Vier bis fünf Wochen nach der Applikation und Standzeit im Gewächshaus wurde mittels optischer Bonitur festgestellt, daß die getesteten Verbindungen, Gerste entweder vollständig ungeschädigt ließen, oder aber, selbst bei höheren Aufwandmengen nur marginale Schädigungsspuren hinterließen.
4. Nachbauverhalten
In weiteren Versuchen wurden die Prüfsubstanzen in verschiedenen Dosierungen in die Erde eingearbeitet. Danach wurden verschiedene Kulturpflanzen in Plastiktöpfen mit der behandelten Erde ausgesät und im Gewächshaus bei einem Tag-/Nacht- Rhythmus von 22°C/14°C angezogen. Vier Wochen später wurde nach folgendem Schema bonitiert.
0% = Keine Schäden 100 = Vollständige Schädigung
Tabellen B1-1 bis B1-5 enthalten die Ergebnisse bei Beprobung von Zuckerrüben bei der Anwendung (a) der erfindungsgemäßen Verbindung I-2 und (b) Metsulfuron- methyl bei verschiedenen Aufwandmengen.
Tabelle B1-1
Tabelle B1 -4
Tabellen B2-1 bis B2-5 enthlaten die Ergebnisse bei Beprobung von Raps (Brassica napus) bei der Anwendung (a) der erfindungsgemäßen Verbindung I-2 und (b) Metsulfuron-methyl bei verschiedenen Aufwandmengen.
Tabelle B2-1
Tabelle B2-2
Tabelle B2-3
Tabelle B2-4
Tabelle B2-5
Tabellen B3-1 bis B3-5 enthalten die Ergebnisse bei Beprobung der Ackerbohne (Vicia faba) bei der Anwendung (a) der erfindungsgemäßen Verbindung I-2 und (b) Metsulf uron-methyl bei verschiedenen Aufwand mengen.
Tabelle B3-1
Tabelle B3-3