Beschreibung
Kommunikationssystem, Zwischenelement für Kommunikationssystem und Verfahren zur Herstellung einer Kommunikationsverbindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem, ein Zwischenelement für ein Kommunikationssystem und ein Verfahren zur Herstellung einer Kommunikationsverbindung.
Insbesondere für moderne Kommunikationsnetze bestehen Bestrebungen die Größe der einzelnen Komponenten des Netzes, insbesondere der Endgeräte, zu minimieren und gleichzeitig eine möglichst flexible Kommunikation zu ermöglichen.
Hierdurch ergibt sich das Problem der Eingabe von Daten und Informationen in ein Endgerät eines Kommunikationsnetzes. Beispielsweise ist bei Mobiltelefonen aufgrund der geringer werdenden Größe der Platz für eine Tastatur limitiert. Gleichzeitig wird aber die Funktionalität solcher Endgeräte immer mehr gesteigert. So beinhalten einige Mobiltelefone mittlerweile Funktionen, wie ein Adressbuch, einen Taschenrechner, einen Kalender, E-mail-Funktionen, eine Textverarbeitung und dergleichen.
Um diesen unterschiedlichen Entwicklungen Rechnung tragen zu können sind Zubehörteile entwickelt worden, die mit den Endgeräten eines
Kommunikationsnetzes verbunden werden können und insbesondere der Eingabe von Informationen dienen.
Im Zuge dieser Entwicklung sind beispielsweise Tastaturen entwickelt worden, die separat von einem Mobiltelefon transportiert werden können und bei Bedarf mit diesem verbunden werden können. Solche Tastaturen können beispielsweise einen
Klappmechanismus aufweisen, der es erlaubt die Größe für den Transport gering zu halten. Die Verbindung dieser Tastaturen mit dem Mobiltelefon erfolgt in der Regel über eine Kabelverbindung, wobei das Kabel in dafür an der Tastatur und an dem Mobiltelefon vorgesehene Steckerbuchsen eingesteckt wird.
Der Nachteil solcher Peripheriegeräte liegt darin, dass diese zum einen hinsichtlich der Herstellungskosten verhältnismäßig teuer sind und zudem für die Verbindung mit dem Endgerät gesondert ausgelegt sein müssen, beispielsweise eine bestimmte Steckerbuchse aufweisen müssen. In sofern ist die Verwendung dieser Peripheriegeräte in der Regel auf ein bestimmtes Endgerät oder eine bestimmtes Modell eines Endgerätes limitiert.
Weiterhin sind solche Peripheriegeräte auf eine diesen zugeordnete Eingabeart, wie beispielsweise Eingabe über die Tastatur, beschränkt. Soll eine Eingabe von Daten über eine andere Eingabeart, beispielsweise mittels optischer Erfassung erfolgen, so muss der Benutzer ein weiteres Peripheriegerät verwenden, das dann ebenfalls entsprechende Verbindungsvorrichtungen zur Verbindung mit dem Endgerät ermöglichen muss.
Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung somit zugrunde liegt, ist es ein
Kommunikationssystem zu schaffen, das die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist, einem Benutzer aber dennoch die Möglichkeit gibt ein elektronisches Geräte, insbesondere ein Endgerät, möglichst vielseitig und einfach verwenden zu können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Zwischenelement mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 , ein Kommunikationssystem mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 9 sowie durch das Verfahren mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 19. Weitere Vorteile, Merkmale, Details, Aspekte und Effekte der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen. Merkmale
und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Zwischenelement beschrieben sind, gelten dabei selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem beziehungsweise dem erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils umgekehrt.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde Kommunikationsfunktionen und weitere Funktionalitäten auf unterschiedliche Komponenten aufzuteilen und eine Verbindungsmöglichkeit zu schaffen, die nicht auf spezielle Geräte limitiert ist.
Gemäß einem ersten Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Zwischenelement für ein Kommunikationssystem, das sich dadurch auszeichnet, dass das Zwischenelement mindestens ein Kommunikationsmodul und mindestens eine Kontaktvorrichtung umfasst, die bezüglich einer zu kontaktierenden Komponente formunabhängig ist.
Als Kommunikationssystem wird hierbei ein System bezeichnet, in dem zwischen mindestens zwei Komponenten Signale, insbesondere Daten oder Informationen, in wenigstens eine Richtung übermittelt werden können. Die mindestens zwei Komponenten können beispielsweise ein Endgerät eines Kommunikationsnetzes und ein Peripheriegerät darstellen. Kommunikation ist im Sinne der Erfindung insbesondere eine Daten- oder Informationsübertragung. Diese kann auf eine Richtung beschränkt sein oder zwischen zwei Komponenten bidirektional erfolgen.
Unter Kontaktvorrichtung, die bezüglich der zu kontaktierenden Komponente formunabhängig ist, wird im Sinne dieser Erfindung eine Kontaktvorrichtung verstanden, die mit Kontaktbereichen unterschiedlicher Formen in Kontakt gebracht werden können. Der Kontaktbereich liegt jeweils an der an der zu kontaktierenden Komponente, die insbesondere ein Trägerelement darstellen kann, vor. In diesem Zusammenhang wird unter einem Trägerelement eine Komponente verstanden, die zumindest ein elektronisches Element trägt. Das Trägerelement kann auch ein eigenständiges elektronisches Gerät darstellen. Da die Kontaktvorrichtung mit
Komponente unterschiedlicher Formen in Berührung gebracht werden kann, kann der Nutzer das Zwischenelement im Wesentlichen unabhängig von der Art der Komponente beziehungsweise des Trägerelementes, das mit diesem kontaktiert werden soll, verwenden. Somit kann dasselbe Zwischenelement für mehrere Trägerelemente verwendet werden.
Wesentlich ist bei der erfindungsgemäßen Kontaktvorrichtung, dass diese eine Kontaktfläche oder einen Kontaktpunkt aufweist, der mit einem Kontaktbereich der zu kontaktierenden Komponente in Berührung gebracht werden kann. Über die Kontaktfläche beziehungsweise den Kontaktpunkt kann der Kontakt zur
Signalübertragung hergestellt werden. Es ist auch möglich, dass der Kontakt über mehrere Kontaktflächen an der Kontaktvorrichtung hergestellt wird. Ein Formschluss zwischen der Kontaktvorrichtung und dem Kontaktbereich beziehungsweise der zu kontaktierenden Komponente ist hierbei nicht erforderlich. Eine Kraft, die zwischen der Kontaktvorrichtung und der Komponente wirkt muss lediglich so groß sein, dass diese für eine Berührung, das heißt eine taktile Verbindung zwischen der Kontaktfläche beziehungsweise dem Kontaktpunkt der Kontaktvorrichtung und dem Kontaktbereich der Komponente, insbesondere des Trägerelementes, ausreicht.
Da in dem Zwischenelement weiterhin ein Kommunikationsmodul vorgesehen ist, können Trägerelemente, die in ein Kommunikationssystem integriert werden sollen, mit einer Kommunikationsfunktionalität ausgestattet werden. Dies bedeutet, dass auch passive Komponenten, das heißt Komponenten, die ursprünglich keine Kommunikationsfunktionalität aufweisen, Bestandteil eines Kommunikationssystems werden können.
Die Kontaktvorrichtung des Zwischenelementes kann neben der Herstellung eines Kontaktes zwischen dem Trägerelement und dem Zwischenelement, über den Signale übermittelt werden können, auch dem Fixieren des Zwischenelementes an
dem Trägerelement, das in das Kommunikationssystem integriert werden soll, dienen.
Da die Kommunikationsfunktionalität in dem Zwischenelement integriert ist und dieses mit einem Trägerelement kontaktiert werden kann, kann das Trägerelement einfach ausgestaltet werden.
Gemäß einer Ausführungsform ist das Zwischenelement so ausgestaltet, dass das Kommunikationsmodul eine Sendeeinheit umfasst. Auf diese Weise kann das Zwischenelement dazu dienen Informationen von einem Trägerelement an einen weiteren Bestandteil des Kommunikationssystems, insbesondere an ein Endgerät, zu senden beziehungsweise zu übermitteln.
Alternativ oder zusätzlich ist es möglich das Kommunikationsmodul so auszugestalten, dass dieses eine Empfangseinheit umfasst. Auf diese Weise können Signale und insbesondere Informationen an dem Zwischenelement empfangen werden und gegebenenfalls an das Trägerelement weitergeleitet werden. Solche Signale und Informationen können beispielsweise Berechtigungsanfragen oder andere Rückmeldungen von einem Endgerät darstellen.
Bevorzugt umfasst das Zwischenelement eine Stromversorgungseinheit. Diese Stormversorgungseinheit kann vorzugsweise unabhängig von einem Stromnetz betrieben werden und kann beispielsweise durch eine Batterie beziehungsweise einen Akkumulator gebildet werden. Die Stromversorgungseinheit dient insbesondere dem Betrieb des Zwischenelementes insbesondere des
Kommunikationsmoduls. Bei dieser Ausführungsform ist die Flexibilität aber auch bezüglich des mit dem Zwischenelement verbindbaren Trägerelementes weiter gesteigert. Es können nämlich auch Trägerelemente in das Kommunikationssystem eingebunden werden, die keine oder nur eine Stromversorgung mit geringer Leistung aufweisen. Die Stromversorgung des Zwischenelementes kann für den Betrieb der in dem Trägerelement vorgesehenen Funktionalität ausgelegt werden. Weist das
Trägerelement keine Stromversorgung auf, so kann die Stromversorgungseinheit des Zwischenelementes die für den Betrieb des Trägerelementes notwendige Spannung zur Verfügung stellen.
Bevorzugt ist das Kommunikationsmodul für eine drahtlose Kommunikation mit zumindest einer Komponente des Kommunikationssystems, insbesondere einem elektronischen Gerät, wie beispielsweise einem Endgerät, ausgelegt. Indem die Kommunikation zwischen den Zwischenelement und dem Endgerät über eine Luftschnittstelle erfolgt, wird die Handhabung des Zwischenelementes weiter vereinfacht. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung die
Kommunikationsverbindung zwischen dem Zwischenelement und der weiteren Komponente, insbesondere einem Endgerät, mittels einer Kabelverbindung zu schaffen.
Die Kontaktvorrichtung kann erfindungsgemäß eine Klemmvorrichtung darstellen. Diese Art der Befestigung weist eine Reihe von Vorteilen auf. Zum einen kann bei einer Klemmvorrichtung die Form des Trägerelementes im Wesentlichen frei gewählt werden. Es muss insbesondere keine gesondert für diesen Zweck ausgebildete Verbindungsstelle, wie beispielsweise ein Stecker, vorgesehen sein. Weiterhin kann durch eine Klemmverbindung ein sicherer Kontakt zwischen den elektronischen Bauelementen des Trägerelementes und dem Zwischenelement realisiert werden. Schließlich kann bei geeigneter Wahl der Klemmfläche auch ein zusätzlicher Vorteil erzielt werden. Wird die Klemmfläche beispielsweise mit Vorsprüngen versehen, so können diese dazu dienen einen mit einer Schutzschicht an dem Trägerelement abgedeckten Kontakt freizulegen und so das elektronische Bauelement beispielsweise die Schaltung des Trägerelements, mit dem Zwischenelement in Kontakt zu bringen.
Erfindungsgemäß kann in dem Zwischenelement weiterhin eine Verarbeitungseinheit zur Verarbeitung von Signalen vorgesehen sein. Diese Verarbeitungseinheit ist vorzugsweise für die Verarbeitung von Signalen, die von dem Kommunikationsmodul
empfangen wurden oder gesendet werden, ausgelegt. Die Verarbeitungseinheit kann insbesondere eine Authentifizierungsein heit darstellen, die zur Überprüfung der Berechtigung der Verbindungsherstellung zwischen dem Zwischenelement und mindestens einer Komponente des Kommunikationssystems ausgelegt ist. In der Verarbeitungseinheit können alternativ auch Informationen betreffend das
Trägerelement, das mit dem Zwischenelement verbunden ist, verarbeitet werden. So kann beispielsweise eine Abfrage durchgeführt werden, die die Gerätebeschaffenheit des Endgerätes überprüft. Zudem kann die Authentifizierungseinheit auch zur inhaltlichen Überprüfungen dienen. Hierdurch kann ein Missbrauch vermieden werden. Erfindungsgemäß ist es auch möglich zumindest einen Teil der
Verarbeitungseinheit statt in dem Zwischenelement in dem Endgerät und/oder dem Trägerelement zu integrieren.
Das erfindungsgemäße Zwischenelement ist vorzugsweise zur Kommunikation über eine Luftschnittstelle, mittels elektromagnetischen Wellen als Übertragungsmedium, ausgelegt, wobei die Kommunikation nach unterschiedlichen Protokollen und Standards erfolgen kann. So ist es möglich das Zwischenelement so auszugestalten, dass dieses unter dem Bluetooth-Protokoll mit anderen Bluetooth-enabied Komponenten des Kommunikationssystems kommunizieren kann. Hierzu kann in dem Zwischenelement beispielsweise ein Hochfrequenzteil und ein Basisband- Controller vorgesehen sein. Auch die Kommunikation nach dem so genannten ZigBee-Protokoll nach dem Standard IEEE 802.15.4 ist möglich. Die Erfindung ist nicht auf diese Kommunikationsarten beschränkt. So ist es außer der Kommunikation mittel Radiofrequenzwellen ebenfalls möglich Infrarotwellen als Kommunikationsmedium für die Luftschnittstelle zu verwenden.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Kommunikationssystem, das zumindest ein elektronisches Gerät aufweist. Das Kommunikationssystem zeichnet sich dadurch aus, das dieses mindestens ein Trägerelement, das mindestens ein elektronisches Bauelement trägt, und mindestens ein Zwischenelement umfasst, wobei das Zwischenelement für die
Kommunikation mit dem mindestens einen elektronischen Gerät ausgelegt ist und mit dem mindestens einen Trägerelement lösbar verbunden werden kann.
Elektronische Geräte können im Sinne dieser Erfindung alle Geräte sein, die mit einer Kommunikationsfähigkeit ausgestattet sind. Diese Kommunikationsfähigkeit kann in dem elektronischen Gerät integriert sein, oder diesem durch Adapter oder andere Zusatzvorrichtungen verliehen sein. Solche elektronischen Geräte können beispielsweise Steuergeräte darstellen, die Einrichtungen, wie Beleuchtungen ansteuern. Vorzugsweise stellt das elektrische Gerät allerdings ein Endgerät eines Kommunikationsnetzes dar. Als Endgerät wird im Sinne dieser Erfindung ein benutzerseitiges Gerät eines Kommunikationsnetzes bezeichnet. Das Kommunikationsnetz kann beispielsweise ein Mobilfunknetz, das Internet oder ein Intranet sein. Für die vorliegende Erfindung ist es aber nicht zwingend erforderlich, dass das Endgerät mit dem Kommunikationsnetz verbunden ist. Das Endgerät kann beispielsweise einen Personal Computer (PC), ein Laptop, ein PDA oder ein Mobiltelefon sein.
Als Trägerelement wird eine Komponente bezeichnet, die mit dem Endgerät zusammen wirken kann. Das Trägerelement kann insbesondere eine Speichereinheit umfassen. Diese Speichereinheit kann mit dem Endgerät zusammenwirken, indem diese Informationen von dem Endgerät aufnimmt oder indem Informationen von diesem ausgelesen werden.
Bevorzugt weist das Trägerelement einen Logikblock auf. Dieser kann beispielsweise dazu dienen Betätigungen an dem Trägerelement in Signale umzuwandeln. In dieser Ausführungsform kann das Trägerelement beispielsweise eine Eingabevorrichtung, wie eine Tastatur, darstellen. Bei dieser Ausführungsform wird der Logikblock beispielsweise eine Schaltung sein, die mindestens einen, vorzugsweise mindestens zwei Bereiche aufweist, bei deren Berührung unterschiedliche Signale erzeugt werden. Der Logikblock kann aber auch zur Umwandlung von Signalen dienen, die über das Zwischenelement empfangen wurden. In diesem Fall kann in Abhängigkeit
eines empfangenen Signals beispielsweise eine Ausgabeeinheit angesteuert werden, über die beispielsweise optische Signale ausgegeben werden können. Weiterhin kann der Logikblock Programme umfassen, die beispielsweise Spiele darstellen können.
Gemäß einer Ausführungsform stellt das Trägerelement einen Träger aus Papier, Pappe oder einem anderen flexiblen Material dar. Als flexibles Material wird insbesondere Material bezeichnet, das eine geringe Steifigkeit aufweist. Auf diese Weise kann das Trägerelement auf eine kleine Größe zusammengerollt oder gefaltet werden. Zudem sind die Herstellungskosten für ein solches Trägerelement gering.
Die Form des Trägerelementes kann beispielsweise eine Platte beziehungsweise bei Verwendung von Papier oder Pappe ein Blatt oder eine Karte sein. Diese ebene Form des Trägerelementes weist den Vorteil auf, dass das Zwischenelement leicht mit dem Trägerelement in Kontakt gebracht werden kann.
Besonders bevorzugt ist das mindestens eine elektronische Bauelement aus einem polymeren Werkstoff gebildet. Weiter bevorzugt umfasst das Trägerelement eine Vielzahl von elektronischen Bauelementen, die eine Schaltung bilden. Es liegt zwar auch im Rahmen der Erfindung die Schaltung mittels herkömmlicher
Schaltkomponenten, wie Drähten, zu schaffen. Die Verwendung eines Polymers bringt aber den Vorteil mit sich, dass die Schaltung auf einfache und kostengünstige Weise aufgebracht werden kann. Zudem ist die Flexibilität, das heißt das Formänderungsvermögen einer polymeren Schaltung größer als die einer Schaltung aus Metallbestandteilen. Hierdurch kann beispielsweise bei einem biegsamen
Trägermaterial, wie Papier, die Schaltung eine Formänderung des Trägermaterials ebenfalls ausführen und ein Ablösen der Schaltung vom Trägermaterial kann vermieden werden.
Die Kommunikation, die über das Zwischenelement erfolgen kann, ist gemäß einer Ausführungsform die Übertragung von Daten von dem Trägerelement an das elektronische Gerät des Kommunikationssystems.
Für die Erzeugung des Kontakts zwischen dem Zwischenelement und dem
Trägerelement, insbesondere der Schaltung des Trägerelements, kann eine Kraft, die von dem Zwischenelement aufgebracht wird, verwendet werden. Diese Kraft kann eine Klemmkraft sein. Die Klemmkraft kann durch Verwendung einer Klammer erzeugt werden, wobei diese beispielsweise über zwei Hebel bedient werden kann, die zusammengedrückt werden können, um die Klemmkraft aufzuheben.
Es kann aber auch die Gewichtskraft des Zwischenelementes zur Herstellung des Kontakts verwendet werden. In diesem Fall wird das Zwischenelement einfach auf das Trägerelement des Kommunikationssystems aufgelegt. Auch andere Befestigungsarten, wie beispielsweise Magnetismus oder andere mechanische Verbindungen sind möglich.
Das Trägerelement weist vorzugsweise einen Kontaktbereich auf, in dem zumindest ein Teil der elektronischen Bauelemente des Trägerelements mit dem Zwischenelement in Kontakt gebracht werden kann. Im Kontaktbereich liegt zumindest ein Teil der elektronischen Bauelemente, insbesondere der Schaltung, frei. Bei einem Trägerelement, das einen flächigen Aufbau aufweist, befindet sich dieser Kontaktbereich vorzugsweise im Randbereich des Trägerelementes. Der Kontaktbereich kann sich in diesem Fall über den gesamten Randbereich erstrecken. Es ist aber auch möglich den Kontaktbereich auf eine definierte Stelle entlang des Randes zu begrenzen. In diesem Fall kann der Kontaktbereich an dem Trägerelement durch eine Markierung gekennzeichnet sein. Der Vorteil bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Zwischenelementes für die Kontakterzeugung liegt darin, dass der Kontaktbereich an dem Trägerelement sich nicht bis an den Rand des Trägerelementes erstrecken muss. Vielmehr kann der Kontaktbereich, der in der Regel das Ende einer Schaltung darstellt, in einem Abstand vom Rand des
Trägerelementes vorgesehen sein. Wird als Zwischenelement beispielsweise eine Klemme verwendet, so kann diese Klemmarme aufweisen, die das Erreichen des Kontaktbereichs vom Rand aus erlauben.
Der lösbare Kontakt zwischen dem Zwischenelement und dem Trägerelement kann durch eine Kraft, die von dem Zwischenelement aufgebracht wird, hergestellt werden. Alternativ ist es beispielsweise möglich eine Kraft zu verwenden, die von dem Zwischenelement und dem Trägerelement gemeinsam erzeugt wird. Dies kann beispielsweise die Anziehungskraft eines Magneten sein, der in dem Trägerelement oder dem Zwischenelement vorgesehen sein kann und mit einem magnetischen Material des jeweils anderen Elementes zusammenwirkt.
Das Kommunikationssystem umfasst vorzugsweise ein erfindungsgemäßes Zwischenelement.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung einer Kommunikationsverbindung in einem Kommunikationssystem zwischen einem elektronischen Gerät und einem Trägerelement, das zumindest ein elektronisches Bauelement trägt. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Kommunikation über ein Zwischenelement initiiert wird, das lösbar mit dem Trägerelement verbunden ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise in einem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem durchgeführt.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 in schematischer Ansicht eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems;
Figur 2 in schematischer Ansicht eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems; und
Figur 3 in schematischer Ansicht eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zwischenelementes.
In der Figur 1 ist ein Kommunikationssystem 10 dargestellt, wobei dieses ein Endgerät 11 in Form eines Mobiltelefons aufweist. Weiterhin umfasst das System ein Trägerelement 12. In der dargestellten Ausführungsform ist dieses Trägerelement 12 eine Tastatur. Die Tastatur besteht aus einem Träger, der beispielsweise aus Karton oder Papier bestehen kann. Auf diesem Träger ist eine Schaltung 14 aufgebracht. In der dargestellten Ausführungsform besteht die Schaltung 14 aus einem polymeren Material und ist auf den Träger aufgedruckt. An dem Trägerelement 12 ist ein Zwischenelement 13 lösbar befestigt. Das Zwischenelement 13 wird in der dargestellten Ausführungsform durch eine Klemme gebildet, die eine
Kontaktvorrichtung 134 in Form eines zwischen Klemmarmen gebildeten Spalts darstellt. Die Klemme ist so ausgestaltet, dass diese zumindest an einer Klemmfläche aus einem Material besteht, dass den elektronischen Kontakt zwischen der Schaltung 14 der Tastatur und der Elektronik des Zwischenelementes 13 erlaubt. Der Kontakt wird in einem Kontaktbereich 15 des Trägerelementes 12 hergestellt. In dem Zwischenelement 13 ist ein Kommunikationsmodul 131 vorgesehen. Dieses Kommunikationsmodul 131 ist so ausgelegt, dass dieses zumindest Signale an das Mobiltelefon 11 senden kann.
Wird in diesem Zustand die Tastatur durch den Benutzer 20 bedient, so werden die durch die Betätigung in der Schaltung 14 erzeugten Signale über das Zwischenelement 13 an das Mobiltelefon 11 gesandt und können dort verarbeitet werden.
Da das Trägerelement 12 aus einem vielseitig verwendbaren Material besteht, kann dieses beispielsweise in anderen Produkten integriert sein. So kann das
Trägerelement beispielsweise als Werbeartikel in Produktverpackungen integriert sein und zur Verwendung aus der Produktverpackung herausgetrennt werden.
In der Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform des Kommunikationssystems 10 gezeigt. In dieser Ausführungsform stellt das Trägerelement 12 eine Visitenkarte dar. Die Visitenkarte ist mit einer Schaltung 14 versehen, die zumindest eine Speichereinheit umfasst. In der Speichereinheit sind die Informationen betreffend den Besitzer der Visitenkarte in digitaler Form abgespeichert.
Wird an diese Visitenkarte ein Zwischenelement 13 entsprechend der vorliegenden Erfindung befestigt, beispielsweise angeklemmt, so wird aus der passiven Visitenkarte eine aktive Eingabevorrichtung. Insbesondere können über das Kommunikationsmodul 131 die gespeicherten Angaben an ein Endgerät 11 , das in Figur 2 als PDA gezeigt ist, gesandt und dort abgespeichert werden. Somit erlaubt das Zwischenelement 13 eine einfache Datenübertragung, wobei gesonderte
Lesevorrichtungen entfallen können. In der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform weist das Zwischenelement 13 eine Stromversorgungseinheit 132 auf.
Alternativ zu der unter Bezugnahme auf Figur 2 beschriebenen Ausführungsform des Übertragens von persönlichen Informationen von einer Visitenkarte auf ein PDA1 kann eine Visitenkarte auch mit einer anderen Schaltung 14 versehen sein. Diese kann so ausgelegt sein, dass bei Berühren der Telefonnummer oder eines anderen definierten Bereichs eine Verbindung über das Zwischenelement 13 mit einem Mobiltelefon 11 hergestellt wird und von diesem ein Anruf an die Telefonnummer initiiert wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform beispielsweise wie folgt ablaufen. Der Benutzer 20 erhält die Tastatur beispielsweise indem er diese aus einer Zeitschrift, Zeitung oder einer Verpackung heraustrennt. Anschließend befestigt der Benutzer 20 das
Zwischenelement 13 mit der Tastatur. Hierzu kann er sich an einer gegebenenfalls
an der Tastatur vorgesehenen Markierung orientieren. Nach dem Anbringen des Zwischenelementes 13, stellt dieses den Kontakt zu Geräten her, die in dessen Reichweite liegen, beispielsweise in der Umgebung von 10m bis 100m liegen. Dies erfolgt in der Regel durch Aussendung von Signalen von dem Zwischenelement 13 und Empfang einer Bestätigung von einem Gerät in der Umgebung. Ist eines der Geräte in der Umgebung für den Empfang von Informationen von dem Zwischenelement 13 ausgelegt, beispielsweise Bluetooth-enabled, so kann eine Berechtigungsanfrage in dem Endgerät 11 gestartet werden, um festzustellen, ob das Zwischenelement 13 berechtigt ist mit dem Endgerät 11 zu kommunizieren. Diese Berechtigung kann beispielsweise eingeräumt werden, indem der Benutzer 20 des Zwischenelementes 13 vor der ersten Inbetriebnahme des Zwischenelementes 13, dieses an dem oder an den Endgeräten 11 anmeldet. Ist die Berechtigung gegeben, so kann zusätzlich ein Überprüfungsschritt durchgeführt werden, der die Informationen betrifft, die von dem Trägerelement 12 an das Endgerät 11 gesandt werden sollen, betrifft. Hierbei können beispielsweise die Geräteeigenschaften des Endgerätes 11 mit den Anforderungen, die von den auf dem Trägerelement 12 gespeicherten Informationen verglichen werden. Stellt sich beispielsweise heraus, dass auf dem Trägerelement 12 ein Spiel gespeichert ist, das eine Anzeige benötigt, die von dem Endgerät 11 nicht unterstützt wird, so kann die Verbindung unterbrochen oder eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben werden.
Gleiches gilt für das Übertragen von Informationen. Hierbei wird ebenfalls vor dem eigentlichen Verbindungsaufbau eine Sicherung durchgeführt, wobei beispielsweise in dem Zwischenelement 13 eine Verarbeitungseinheit 133, insbesondere eine Logik, integriert sein kann, die einen Filter aufweist, der das Aufspielen schädlicher Daten auf ein Endgerät 11 verhindert.
Zusätzlich oder alternativ kann eine Überprüfung durchgeführt werden, ob mit der Übertragung der Daten Gebühren anfallen.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt.
Das Zwischenelement kann bei der vorliegenden Erfindung auch so ausgelegt sein, dass dieses mit mehreren Endgeräten eines Kommunikationssystems in Verbindung treten kann. Auf diese Weise kann beispielsweise eine Eingabe einer Adresse in ein Mobiltelefon gleichzeitig mit der Eingabe in einen Laptop erfolgen, solange diese beiden Geräte für die Kommunikation mit dem Zwischenelement ausgelegt sind.
Es liegt auch im Rahmen der Erfindung die Kommunikation zwischen dem Zwischenelement und dem Endgerät alternativ über eine andere Übertragsart, als die beschriebene Bluetooth-Verbindung zu realisieren. So kann beispielsweise eine Kommunikation über das so genannte ZigBee-Protokoll verwendet werden. Auch eine Übermittlung von Informationen zwischen Zwischenelement und Endgerät über eine Kabelverbindung ist möglich.
Die Art der Verbindung wird in der Regel nach den Benutzungsanforderungen gewählt.
Auch das Trägerelement kann eine andere Ausgestaltung, als die dargestellte besitzen. So können auf dem Trägerelement beispielsweise Spiele oder andere Programme vorgesehen sein, die bei der Verbindung des Zwischenelementes mit dem Trägerelement unter Zusammenwirkung mit dem Endgerät gespielt beziehungsweise ausgeführt werden können.
Erfindungsgemäß kann das Trägerelement auch beispielsweise eine Einladung darstellen. Bei dieser kann neben dem geschriebenen Einladungstext eine Wegbeschreibung beziehungsweise ein Kartenausschnitt digital in dem Trägerelement gespeichert sein, nach Befestigung des Zwischenelementes, können diese Informationen dann beispielsweise an ein Navigationssystem in einem Kraftfahrzeug übertragen werden.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Zwischenelementes liegt insbesondere darin, dass dieses vielseitig einsetzbar ist. Da in dem Zwischenelement das Kommunikationsmodul bereitgestellt wird, das zur Informationsübertragung notwendig ist, kann dieses mit beliebigen Trägerelementen verwendet werden. Der Benutzer kann daher mit einem einzigen Zwischenelement unterschiedliche Trägerelemente in das Kommunikationssystem zeitweilig integrieren.
Bei geeigneter Wahl der Kontaktvorrichtung ist die Flexibilität noch weiter gesteigert. Wird beispielsweise eine Klemme verwendet, so kann die Form des Trägerelementes im Wesentlichen frei gewählt werden. In der Regel wird die
Schaltung im Randbereich des Trägerelementes frei zugänglich gemacht werden. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich, da die Klemme beispielsweise auch durch eine Schutzschicht hindurch auf die Schaltung zugreifen kann.
Die Kontaktvorrichtung kann neben den oben genannten Alternativen beispielsweise eine Nase darstellen, die in eine dafür in dem Trägerelement vorgesehene Öffnung eingebracht werden kann. Die Öffnung dient bei dieser Ausgestaltung des Trägerelementes gleichzeitig als Positioniermarkierung.
Eine solche Positioniermarkierung kann aber auch durch die Schaltung selber gegeben sein, wenn diese aus einem Material besteht, dass sich auf dem Trägermaterial erkennen lässt. Alternativ oder zusätzlich kann, insbesondere bei einem Träger aus Papier, Pappe oder Kunststoff oder einem anderen bedruckbaren Material, die Positioniermarkierung aufgedruckt sein.
Mit der vorliegenden Erfindung wird somit die Möglichkeit geschaffen auf einfache Weise Peripheriegeräte an elektronische Geräte, insbesondere Mobiltelefone oder andere Kommunikationsendgeräte anzuschließen. Weiterhin liefert die Erfindung die Möglichkeit Informationsträger, die passive Komponenten in einem Kommunikationssystem darstellen, in die Kommunikation einzubinden.
Bezugszeichenliste
10 Kommunikationssystem 11 Endgerät
12 Trägerelement
13 Zwischenelement
131 Empfangs- und Sendeeinheit
132 Stromversorgungseinheit 133 Verarbeitungseinheit
134 Kontaktvorrichtung
14 elektronisches Bauelement / Schaltung
15 Kontaktbereich 20 Benutzer