Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung mit
einem Rahmen und einer Vorrichtung zur Befestigung des Rahmens in einer
Gebäudeöffnung gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs, wobei
der Rahmen insbesondere ein Fenster- oder Türrahmen sein kann.
Stand der Technik
Es ist bekannt, den Rahmen eines Fensters, einer Tür oder eines ähnlichen Gebäudeöffnungsabschlusses
mit deutlich kleineren Aussenumfangsmassen auszubilden als
die Lichtmasse der Gebäudeöffnung (auch als Mauerlichtöffnung, Fenster- oder
Türaussparung bezeichnet), in welche der Rahmen einzusetzen ist, um diese mittels
des Gebäudeöffnungsabschlusses abzuschliessen. Im Zwischenraum zwischen dem
Rahmen und den Innenrandseiten der Gebäudeöffnung (auch als
Gebäudeöffnungsrandseiten bezeichnet), welche die Gebäudeöffnung begrenzen, sind
dann plattenförmige Rahmenanschlussteile angeordnet. Diese Rahmenanschlussteile
können derart angeordnet sein, dass sie insgesamt eine Rahmenumfassung bzw. eine
Rahmenverbreiterung bilden, welche die Gebäudeöffnung im Bereich zwischen dem
Rahmen und dem Innenrand der Gebäudeöffnung dicht abschliesst. Der Rahmen ist
somit nicht direkt in die Gebäudeöffnung eingesetzt, sondern in eine aus den
Rahmenanschlussteilen gebildete Rahmenumfassung, die ihrerseits in die
Gebäudeöffnung eingesetzt ist und den Rahmen in der Gebäudeöffnung festhält bzw.
befestigt. Die Rahmenanschlussteile haben einerseits die Funktion von Befestigungselementen,
welche den Rahmen in der Gebäudeöffnung befestigen, und andererseits
die Funktion von Abschlusselementen, welche die Gebäudeöffnung zwischen dem
Rahmen und dem Gebäudeöffnungsrand abschliessen. Eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
dieses Typs mit Fensterrahmen und einer
Rahmenbefestigungsvorrichtung, die mit plattenförmigen Rahmenanschlussteilen
versehen ist, ist in der Druckschrift EP-A1-1 191180 (Kurt Steineberg GmbH)
beschrieben.
Insgesamt weist die Gebäudeöffnungsabschlussanordnung der oben genannten Art
vergleichsweise schlechte Wärmeisolationseigenschaften auf.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende
Gebäudeöffnungsabschlussanordnung zu schaffen, welche gute Wärmeisolationseigenschaften
aufweist.
Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche
definiert. Gemäss der Erfindung weist eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
einen Rahmen auf, der eine Rahmenebene definiert, sowie eine
Rahmenbefestigungsvorrichtung zur starren Befestigung des Rahmens in einer Gebäudeöffnung.
Die Rahmenbefestigungsvorrichtung umfasst ein Rahmenanschlussteil,
das im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist und eine Plattenebene (die Ebene
seiner Hauptfläche bzw. Hauptseite) definiert. In montiertem Zustand der
Gebäudeöffnungsabschlussanordnung, d.h., wenn der Rahmen mittels der Rahmenbefestigungsvorrichtung
starr in der Gebäudeöffnung befestigt ist, ist das Rahmenanschlussteil
zwischen einer Umfangsseite des Rahmens und der dieser Umfangsseite
zugewandten Gebäudeöffnungsrandseite derart angeordnet, dass die Plattenebene
des Rahmenanschlussteils parallel zur Rahmenebene ausgerichtet ist. Die Rahmenbefestigungsvorrichtung
umfasst weiter Verbindungsmittel, die derart ausgebildet
und angeordnet sind, dass sie sich in montiertem Zustand der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
wenigstens von der Rahmenumfangsseite zur Gebäudeöffnungsrandseite
erstrecken und eine direkte zugfeste Verbindung zwischen
dem Rahmen und dem Gebäudeöffnungsrand schaffen.
Die Verbindungsmittel erstrecken sich über die gesamte Distanz zwischen der
Rahmenumfangsseite und der dieser zugewandten Gebäudeöffnungsrandseite, wobei
sie den Rahmen direkt, d.h. unabhängig von dem zwischen der Rahmenumfangsseite
und der dieser zugewandten Gebäudeöffnungsrandseite angeordneten Rahmenanschlussteil,
zugfest mit dem Gebäudeöffnungsrand verbinden. Die zugfeste
Verbindung zwischen dem Rahmen und dem Gebäudeöffnungsrand wird allein durch
die Verbindungsmittel geschaffen, nicht aber durch das Rahmenanschlussteil. Somit
muss das Rahmenanschlussteil keinerlei Zugkräfte zur Befestigung des Rahmens in
der Gebäudeöffnung aufnehmen und/oder übertragen. Für die Konstruktion des
Rahmenanschlussteils muss deshalb dem Erfordernis der Zugfestigkeit keinerlei Beachtung
mehr geschenkt werden. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, das
Rahmenanschlussteil hinsichtlich seiner Struktur und des Materials, aus dem es
gefertigt ist, für eine gute Wärmeisolation zu optimieren. Das Rahmenanschlussteil
kann insbesondere frei von irgendwelchen Verankerungsmitteln in Form von Metallschienen,
Hohlprofilen aus Metall oder Kunststoff, Holzkernen o.ä. ausgebildet sein,
wie sie bei bisher bekannten Rahmenanschlussteilen zur Verankerung von mehreren
Verbindungsmitteln erforderlich sind, von denen die einen das Rahmenanschlussteil
mit dem Rahmen und die anderen das Rahmenanschlussteil mit dem Gebäudeöffnungsrand
verbinden.
Das Rahmenanschlussteil der erfindungsgemässen Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
kann ein Rahmenverbreiterungsteil sein, das oben, seitlich oder unten an den
Rahmen anschliessend zwischen diesem und dem Gebäudeöffnungsrand angeordnet
ist, um auf der entsprechenden Seite des Rahmens den diesseitigen Zwischenraum
zwischen dem Rahmen und dem Gebäudeöffnungsrand abzuschliessen. Es kann
insbesondere in zum Rahmen fluchtender Anordnung zwischen dem Rahmen und dem
Gebäudeöffnungsrand angeordnet sein. Im Falle eines oben an die Oberseite des
Rahmens anschliessenden Rahmenanschlussteils kann dieses zudem auch als Wand
eines Rollblendenkastens ausgebildet sein, der oberhalb des Rahmens angeordnet ist
und zur Aufnahme eines auf eine Rollblendenwelle aufgerollten Rollblendenpanzers
(d.h. eines Lamellenrollvorhangs oder eines Rollladenpanzers) dient.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung umfassen die Verbindungsmittel
eine mit einem ersten Schraubengewinde versehene längliche Gewindestange
und ein Schraubenverbindungselement, das mit einem zweiten, zum ersten passenden
Schraubengewinde versehen ist und mit der Gewindestange mittels dem ersten und
zweiten Schraubengewinde nach Art einer Schraubenverbindung verbindbar ist.
Ein erstes Teil des aus der Gewindestange und dem Schraubenverbindungselement
gebildeten Teilepaares (d.h. entweder die Gewindestange oder das Schraubenverbindungselement)
ist in Bezug auf die Verbindungsmittel rahmenseitig (d.h. auf der
dem Rahmen zugewandten Seite der Verbindungsmittel) angeordnet und mit
Rahmenhalterungsmitteln zum Halten des Rahmens an diesem ersten Teil versehen.
Das erste Teil kann als ein separates, vom Rahmen loslösbares Teil ausgebildet sein.
Als Alternative dazu kann das erste Teil jedoch auch als integraler Bestandteil des
Rahmens ausgebildet sein, z.B. als Gewindestange, die nach Art eines Gewindebolzens
fest am Rahmen angeformt ist, oder als Schraubenverbindungselement in
Form einer im Rahmen ausgebildeten Gewindebohrung, die mit einem Innengewinde
versehen ist. Im Falle eines ersten Teils, das als integraler Rahmenbestandteil
ausgebildet ist, werden die Rahmenhalterungsmittel durch die ebenfalls als integraler
Teil des Rahmens ausgebildete Verbindungspartie zwischen dem Gewindebolzen und
dem Rest des Rahmens bzw. zwischen der Gewindebohrung und dem Rest des Rahmens
gebildet.
Das zweite Teil des Verbindungsmittel-Teilepaares ist in Bezug auf die Verbindungsmittel
gebäudeöffnungsrandseitig (d.h. auf der dem Gebäudeöffnungsrand zugewandten
Seite der Verbindungsmittel) angeordnet und mit Randhalterungsmitteln zum
Anbringen des zweiten Teils am Gebäudeöffnungsrand versehen.
Aufgrund der Schraubenverbindung zwischen den zwei Teilen der Verbindungsmittel
gemäss dieser Ausführungsart der Erfindung wird die Möglichkeit geschaffen, die
Gesamtlänge der Verbindungsmittel auf einfache Art zu verstellen, um sie an die gewünschte
Verbindungslänge zwischen dem Gebäudeöffnungsrand und dem Rahmen
anzupassen.
Anstelle von Verbindungsmitteln zur Schaffung einer Schraubenverbindung sind grundsätzlich
auch andere Verbindungsmittel zur Verwendung für die erfindungsgemässe
Gebäudeöffnungsabschlussanordnung geeignet. So kann z.B. ein einteiliges längliches
Verbindungselement zur Verbindung des Rahmens mit dem Gebäudeöffnungsrand
vorgesehen sein. Vorteilhafterweise sind jedoch die Verbindungsmittel ähnlich wie die
oben erwähnten, auf einer Schraubenverbindung beruhenden Verbindungsmittel
ebenfalls zweiteilig ausgebildet, wobei ein erstes Teil mit Rahmenhalterungsmitteln
zum Halten des Rahmens an diesem ersten Teil versehen ist und das zweite Teil mit
Randhalterungsmitteln zum Anbringen des zweiten Teils am Gebäudeöffnungsrand
versehen ist, und wobei das erste Teil mit dem zweiten Teil derartverbindbar ist, dass
die gesamte Länge der Verbindungsmittel wahlweise einstellbar ist. Zur zugfesten
Verbindung des ersten mit dem zweiten Teil sind nebst Schraubenverbindungen auch
Klemmverbindungen, Klebverbindungen, Keilverbindungen, Hakenverbindungen, Rastverbindungen
oder andere Verbindungsarten möglich.
Im Falle von zweiteiligen Verbindungsmitteln gemäss der oben erwähnten Ausführungsart
der Erfindung umfassen die Rahmenhalterungsmittel vorteilhafterweise eine
rahmenseitig vorstehende, vorsprungartige Verankerungseinrichtung, die in eine im
Rahmen ausgebildete Verbindungsnut derart einführbar ist, dass die Verankerungseinrichtung
quer zur Nutlängsrichtung durch Formschluss festgehalten wird, um eine
zugfeste Verbindung zwischen dem Rahmen und dem ersten Teil des Verbindungsmittel-Teilepaares
zu schaffen. Solche auf Formschluss beruhenden
Rahmenhalterungsmittel sind besonders einfach und zuverlässig am Rahmen anbringbar,
um diesen zu halten. Verankerungseinrichtungen dieses Typs sind z.B. in der
Druckschrift EP-A1-1 191 180 (Kurt Steineberg GmbH) beschrieben. Die Verankerungseinrichtung
kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Eine einteilig
ausgebildete Verankerungseinrichtung kann direkt am ersten, den Rahmen haltenden
Teil des Verbindungsmittel-Teilepaares angeformt sein. Als Alternative dazu kann eine
einteilig ausgebildete Verankerungseinrichtung auch als separates, z.B.
plattenförmiges Teil ausgebildet sein, das am ersten Teil z.B. mittel einer Schraubenmutter,
eines Befestigungsflansches oder anderer geeigneter Mittel zugfest anbringbar
ist.
Gemäss einer vorteilhaften Variante der Erfindung sind weiter Verstellmittel zum
wahlweisen Verstellen der Breite der Verankerungseinrichtung vorgesehen. Dies ermöglicht
die Verwendung der selben Verankerungseinrichtung für verschiedene
Rahmen, die mit unterschiedlich breiten Verbindungsnuten versehen sind.
Die am Gebäudeöffnungsrand anbringbaren Randhalterungsmittel weisen vorzugsweise
eine flache, plattenförmige Haltepartie auf, die auf wenigstens einer Seite in
einer Richtung quer zur Plattenebene des Rahmenanschlussteils vom Rahmenanschlussteil
weg vorsteht. In ihrem vom Rahmenanschlussteil weg vorstehenden
Bereich ist die Haltepartie mit wenigstens einem zur Plattenebene im Wesentlichen
parallelen Durchgangsloch versehen, durch welches hindurch eine Durchsteckschraube
durchsteckbar und am Gebäudeöffnungsrand oder einem fest mit diesem
verbundenen Befestigungsflansch festschraubbar ist. Mittels der durch das
Durchgangsloch in der Haltepartie der Randhalterungsmittel hindurch gesteckten
Durchsteckschraube wird eine zugfeste Verbindung zwischen den Randhalterungsmitteln
(und somit der Verbindungsmittel zur Verbindung des Rahmens mit dem
Gebäudeöffnungsrand) und dem Gebäudeöffnungsrand geschaffen. Indem das Durchgangsloch
in einem quer zur Plattenebene vom Rahmenanschlussteil weg vorstehenden
Bereich der Haltepartie ausgebildet ist, wird die Möglichkeit geschaffen, zunächst
die Gebäudeöffnungsabschlussanordnung mitsamt dem Rahmen, dem Rahmenanschlussteil
und den Verbindungsmitteln in der Gebäudeöffnung zu installieren
und erst danach die Haltepartie (und somit die Verbindungsmittel) am Gebäudeöffnungsrand
festzuschrauben, was im Falle von vollständig stirnseitig des
Rahmenanschlussteils angeordneten Randhalterungsmitteln nicht möglich wäre.
Selbstverständlich können die Randhalterungsmittel auch mehr als lediglich eine
einzige vom Rahmenanschlussteil weg vorstehende plattenförmige Haltepartie
aufweisen. Gemäss einer vorteilhaften Erfindungsvariante weisen die Randhalterungsmittel
wenigstens eine erste plattenförmige Haltepartie auf, die von der einen der
beiden Hauptseiten des Rahmenanschlussteils weg vorsteht, sowie eine zweite
plattenförmige Haltepartie, die auf der gegenüberliegenden Seiten des Rahmenanschlussteils
von der anderen Hauptseite des Rahmenanschlussteils weg vorsteht.
Beide Haltepartien sind je mit einem Durchgangsloch für eine Durchsteckschraube
versehen. Dies erlaubt es, die Randhalterungsmittel auf beiden Seiten des
Rahmenanschlussteils am Gebäudeöffnungsrand festzuschrauben.
Vorteilhafterweise ist im Falle von Verbindungsmitteln mit einem aus einer
Gewindestange und einem Schraubenverbindungselement gebildeten Teilepaar das
Schraubenverbindungselement als Hutmutter ausgebildet, die eine mit einem Innengewinde
versehene Sackbohrung aufweist. Eine solche Hutmutter kann auf einfache
Art mit Randhalterungsmitteln (wenn die Hutmutter das zweite, randseitig angeordnete
Teil des Verbindungsmittel-Teilepaares ist) bzw. mit Rahmenhalterungsmitteln (wenn
die Hutmutter das erste, rahmenseitig angeordnete Teil des Verbindungsmittel-Teilepaares
ist) ausgerüstet werden.
Gemäss einem weiteren vorteilhaften Aspekt der Erfindung ist im Rahmenanschlussteil
ein hochkant und parallel zur Plattenebene durch das Rahmenanschlussteil hindurch
führender Verbindungsdurchgang ausgebildet, wobei in montiertem Zustand der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
weiter die Verbindungsmittel (zur Verbindung des
Rahmens mit dem Gebäudeöffnungsrand) derart angeordnet sind, dass sie durch
diesen Verbindungsdurchgang hindurch führen. Indem die Verbindungsmittel in dem
hochkant durch das Rahmenanschlussteil hindurch führenden Verbindungsdurchgang
angeordnet sind, sind sie im Bereich des Rahmenanschlussteils durch diesen verdeckt
und dort nicht sichtbar. Dadurch wird ein vorteilhaftes Aussehen der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
erreicht.
Grundsätzlich sind jedoch auch andere Anordnungen der Verbindungsmittel für die
erfindungsgemässe Gebäudeöffnungsabschlussanordnung möglich, wobei diese z.B.
auch im Bereich des Rahmenanschlussteils sichtbar angeordnet sein können.
Das Rahmenanschlussteil einer erfindungsgemässen
Gebäudeöffnungsabschlussanordnung kann in Sandwichbauweise konstruiert sein und
eine aus einem wärmeisolierenden Material gefertigte mittlere Kernplatte umfassen, die
zwischen zwei die Aussenflächen des Rahmenanschlussteils bildenden Deckplatten
angeordnet und mit diesen verbunden ist. Die Kernplatte und die beiden Deckplatten
sind je parallel zueinander angeordnet und definieren die Lage der Plattenebene des
Rahmenanschlussteils. Die Kernplatte kann aus einem wärmeisolierenden
Schaumkunststoff wie z.B. Polystyrol gefertigt sein. Die Deckplatten können aus PVC,
anderen geeigneten Kunststoffen, Fasermaterial oder auch aus Metall (insbesondere
aus Aluminium) gefertigt sein. Weiter kann die Kernplatte, um eine besonders gute
Wärmeisolation zu gewährleisten, vollkommen frei von irgendwelchen Verankerungsmitteln
ausgebildet sein, wie sie bei bisher bekannten
Rahmenanschlussteilen zur Verankerung von mehreren Verbindungsmitteln erforderlich
waren, um das Rahmenanschlussteil zugfest einerseits mit dem Rahmen und
andererseits mit dem Gebäudeöffnungsrand zu verbinden.
Vorteilhafterweise ist im Falle eines mit Kernplatte und Deckplatten versehenen
Rahmenanschlussteils, das einen hochkant durch das Rahmenanschlussteil hindurch
führenden Verbindungsdurchgang aufweist, der Verbindungsdurchgang lediglich in der
Kernplatte ausgebildet. Ein solches Rahmenanschlussteil ist besonders einfach und
kostengünstig herstellbar.
Gemäss einem weiteren vorteilhaften Aspekt der Erfindung weist eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
einen Rahmen auf, der eine Rahmenebene definiert,
sowie eine Rahmenbefestigungsvorrichtung zur starren Befestigung des Rahmens in
einer Gebäudeöffnung. Die Rahmenbefestigungsvorrichtung umfasst ein Rahmenanschlussteil,
das im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist und eine Plattenebene
definiert. In montiertem Zustand der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung,
d.h., wenn der Rahmen mittels der Rahmenbefestigungsvorrichtung starr in der Gebäudeöffnung
befestigt ist, ist das Rahmenanschlussteil im Wesentlichen zwischen
einer Umfangsseite des Rahmens und der dieser Umfangsseite zugewandten Gebäudeöffnungsrandseite
derart angeordnet, dass die Plattenebene des Rahmenanschlussteils
parallel zur Rahmenebene ausgerichtet ist. Das Rahmenanschlussteil
weist weiter rahmenseitig eine sich parallel zur Plattenebene erstreckende erste Verbreiterungspartie
auf, welche in montiertem Zustand der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
auf einer Seite des Rahmens über die dem Rahmenanschlussteil
zugewandte Umfangsseite des Rahmens hinaus vorsteht und den Rahmen
parallel zur Plattenebene wenigstens teilweise überlappt. Durch diese Überlappung
wird die zwischen dem Rahmenanschlussteil und dem Rahmen gebildete Stossfuge
abdeckt. Dadurch wird die Dichtigkeit der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
verbessert und ein vorteilhaftes Aussehen derselben gewährleistet. Zudem wird durch
die Überlappung die Montage der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung erleichtert,
indem die den Rahmen überlappende Partie des Rahmenanschlussteils als Montageanschlag
für das Anfügen des Rahmenanschlussteils an den Rahmen dient.
Es versteht sich von selbst, dass dieser Aspekt der Erfindung nicht zwingend im
Zusammenhang mit dem Aspekt der Verbindungsmittel verwirklicht sein muss, die eine
direkte zugfeste Verbindung zwischen dem Rahmen und dem Gebäudeöffnungsrand
schaffen.
Im Falle eines mit Kernplatte und Deckplatten versehenen Rahmenanschlussteils kann
die erste Verbreiterungspartie des Rahmenanschlussteils lediglich durch eine der
beiden Deckplatten gebildet sein, wobei diese Deckplatte in montiertem Zustand der
Gebäudeöffnungsabschlussanordnung rahmenseitig über die Kernplatte hinaus
vorsteht und den Rahmen parallel zur Plattenebene wenigstens teilweise überlappt.
Dadurch wird bereits eine gute Sichtabdeckung der zwischen dem Rahmenanschlussteil
und dem Rahmen gebildeten Stossfuge erreicht. Als Alternative zu einer
lediglich aus einer Deckplatte gebildeten Verbreiterungspartie kann diese nebst der
Deckplatte zusätzlich auch eine Partie der Kernplatte umfassen, wobei diese Kernplattenpartie
an die den Rahmen überlappende Partie der Deckplatte anschliesst und
ebenfalls den Rahmen parallel zur Plattenebene auf einer Seite wenigstens teilweise
überlappt. Aufgrund der guten Wärmeisolationsfähigkeit der Kernplatte wird dadurch
zusätzlich die Wärmeisolationsfähigkeit der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
verbessert, was sich insbesondere im Falle von aus Metall gefertigten Rahmen als
vorteilhaft erweist. Die erste Verbreiterungspartie des Rahmenanschlussteils kann
sogar derart ausgebildet und angeordnet sein, dass sie den starr in der Gebäudeöffnung
befestigten Rahmen im Wesentlichen vollständig überlappt und bis zu einem
an diesen Rahmen anschliessenden Flügelrahmen reicht, der bezüglich dem starr in
der Gebäudeöffnung montierten Rahmen von der ersten Verbreiterungspartie des
Rahmenanschlussteils weg und wieder zurück schwenkbar ist, um ein wahlweises
Öffnen und Schliessen der Gebäudeöffnung zu ermöglichen. Im Falle einer aus
wärmedämmendem Material gefertigten ersten Verbreiterungspartie (wie z.B. einer
ersten Verbreiterungspartie, die aus einer Deckplattenpartie und einer Kernplattenpartie
eines in Sandwichbauweise konstruierten Rahmenanschlussteils besteht) wird
durch diese Massnahme eine besonders gute Wärmeisolationsfähigkeit der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
erreicht.
Nebst der ersten Verbreiterungspartie kann das Rahmenanschlussteil rahmenseitig zusätzlich
eine zweite Verbreiterungspartie aufweisen, die sich parallel zur ersten
Verbreiterungspartie erstreckt und auf der dieser gegenüberliegenden Seite des Rahmens
über die dem Rahmenanschlussteil zugewandte Umfangsseite des Rahmens
hinaus vorsteht, wobei diese zweite Verbreiterungspartie den Rahmen parallel zur
Rahmenebene wenigstens teilweise überlappt. Durch diese Massnahme wird die
Möglichkeit geschaffen, die zwischen dem Rahmenanschlussteil und dem Rahmen gebildeten
Stossfuge beidseitig des Rahmens abzudecken. Dadurch kann die Dichtigkeit
der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung weiter verbessert werden. Zudem wird
durch die beidseitige Überlappung des Rahmens die Montage der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
weiter erleichtert, indem die den Rahmen überlappende Partien
des Rahmenanschlussteils dieses bezüglich dem Rahmen exakt zentrieren.
Gemäss einem bevorzugten Verfahren zum Einbauen einer erfindungsgemässen Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
in eine Gebäudeöffnung wird in einem ersten
Schritt in einer vom Gebäude (d.h. der Baustelle) distanzierten Fabrikationsstätte der
Rahmen mit den Verbindungsmitteln verbunden und mit dem Rahmenanschlussteil
zusammen zu einer Montageeinheit zusammengesetzt, die den Rahmen, das Rahmenanschlussteil
und die Verbindungsmittel umfasst. Diese Montageeinheit wird dann
in einem zweiten Schritt zum Gebäude transportiert. Danach wird in einem dritten
Schritt die Montageeinheit als Ganzes in die Gebäudeöffnung eingebaut.
Anschliessend werden in einem vierten Schritt die Verbindungsmittel mit dem Gebäudeöffnungsrand
verbunden, wodurch eine direkte zugfeste Verbindung zwischen dem
Rahmen und dem Gebäudeöffnungsrand geschaffen wird. Dieses Verfahren weist den
Vorteil auf, dass der überwiegende Teil der Arbeiten in der Fabrikationsstätte
durchgeführt werden kann und auf der Baustelle selbst lediglich noch ein Minimum an
Montagearbeiten ausgeführt werden muss.
Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche
ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der
Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer ersten bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten
perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 2
- ein erstes Detail der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung aus Fig. 1 in
einer vereinfachten perspektivische Detailansicht;
- Fig. 3
- ein weiteres Teil der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung aus Fig. 1 in
einer vereinfachten perspektivischen Detailansicht;
- Fig. 4
- ein Detail einer Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer
zweiten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung in einer
vereinfachten perspektivischen Detailansicht;
- Fig. 5
- ein Detail einer Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer
dritten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten
perspektivischen Detailansicht;
- Fig. 6
- ein Detail einer Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer
vierten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten
perspektivischen Detailansicht;
- Fig. 7
- eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer fünften bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten
perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 8
- eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer sechsten bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten
perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 9
- ein Detail einer Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer
siebten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten
perspektivischen Detailansicht;
- Fig. 10
- ein Detail einer Gebäudeöffnungsabschlussanordnung gemäss einer
achten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten
perspektivischen Detailansicht.
Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die in den Figuren 1-3 dargestellte Gebäudeöffnungsabschlussanordnung umfasst
einen Fensterrahmen 10, der eine Rahmenebene (die Fensterebene) definiert und eine
Befestigungsvorrichtung zur starren Befestigung des Fensterrahmens in einer
Gebäudeöffnung (nicht dargestellt, auch als Fensteröffnung bezeichnet). Die Rahmenbefestigungsvorrichtung
weist ein plattenförmig ausgebildetes Rahmenanschlussteil 20
auf sowie Verbindungsmittel 30, 40 zur Schaffung einer direkten zugfesten Verbindung
zwischen dem Fensterrahmen 10 und dem Gebäudeöffnungsrand (nicht dargestellt).
Fig. 1 zeigt die Gebäudeöffnungsabschlussanordnung in montiertem Zustand, wie sie
in die Fensteröffnung eingesetzt ist. In Fig. 2 sind die Verbindungsmittel 30, 40 der in
den Figuren 1-3 dargestellten Gebäudeöffnungsabschlussanordnung in Alleinstellung
dargestellt, und Fig. 3 zeigt diese Verbindungsmittel 30, 40 in ihrem mit dem Fensterrahmen
10 verbundenem Zustand, wobei der Übersichtlichkeit halber das Rahmenanschlussteil
20 in Fig. 3 nicht dargestellt ist.
Die Verbindungsmittel 30, 40 umfassen eine längliche Gewindestange 30, die an ihrem
einen Längsende mit einem Aussengewinde 32 versehen ist. An dem vom Aussengewinde
32 entfernten Längsende ist ein vorsprungartiges Verankerungseinrichtung in
Form einer quaderförmigen Verankerungsplatte 34 fest an der Gewindestange 30
angebracht. Die Verankerungsplatte 34 dient zur Schaffung einer zugfesten Verbindung
zwischen der Gewindestange 30 und dem Fensterrahmen 10.
Die Verbindungsmittel 30, 40 umfassen weiter ein Schraubenverbindungselement in
Form einer Hutmutter 40, die eine Partie 42 hat, welche eine mit einem Innengewinde
versehene Sackbohrung aufweist. Das Innengewinde der Hutmutter 40 und das
Aussengewinde 32 der Gewindestange 30 sind derart zueinander passend ausgebildet,
dass die Hutmutter 40 auf die mit dem Aussengewinde 32 versehene Partie der
Gewindestange 30 schraubbar ist.
An der Hutmutter 40 ist eine flache, plattenförmige Haltepartie 44 angeformt, welche
sich ungefähr rechtwinklig zur Sackbohrung von der mit der Sackbohrung versehenen
Partie 42 der Hutmutter 40 weg erstreckt. Die Länge der Haltepartie 44 ist derart
bemessen, dass die Haltepartie 44 in montiertem Zustand der in den Figuren 1-3 dargestellten
Gebäudeöffnungsabschlussanordnung beträchtlich über die Hauptfläche des
Rahmenanschlussteils 20 hinaus (d.h. vom Rahmenanschlussteil 20 weg) vorsteht. Bei
der in den Figuren 1-3 dargestellten Gebäudeöffnungsabschlussanordnung ist die
Länge der Haltepartie 44 geringfügig grösser als die Dicke des gesamten
Rahmenanschlussteils 20. In der Haltepartie 44 ist im Bereich ihres von der mit der
Sackbohrung versehenen Partie 42 der Hutmutter 40 entfernten Längsendes ein
Durchgangsloch 46 ausgebildet, das ungefähr parallel zur Sackbohrung der Hutmutter
40 ist. Durch dieses Durchgangsloch 46 hindurch ist eine Durchsteckschraube (nicht
dargestellt) durchsteckbar und am Fensteröffnungsrand festschraubbar, um die
Hutmutter 40 zugfest am Fensteröffnungsrand festzuschrauben.
Das Rahmenanschlussteil 20 ist in Sandwichbauweise konstruiert und weist eine Kernplatte
22 auf, die aus einem wärmeisolierenden Material in Form von geschäumtem
Polystyrol gefertigt ist. Die Kernplatte 22 ist zwischen zwei die Aussenflächen desRahmenanschlussteils
bildenden Deckplatten 24, 26 angeordnet und mit diesen
verbunden, wobei diese Deckplatten 24, 26 aus PVC gefertigt sind. Die Kernplatte 22
und die beiden Deckplatten 24, 26 sind je parallel zueinander angeordnet, wobei diese
Parallellage die Parallellage der Plattenebene des Rahmenanschlussteils 20 definiert.
Die Dicke der Kernplatte 22 entspricht im Wesentlichen der Dicke des Fensterrahmens
10. Im Bereich der dem Fensterrahmen 10 zugewandten Stirnseite des Rahmenanschlussteils
20 stehen die beiden Deckplatten 24, 26 rahmenseitig über die
Kernplatte 22 hinaus vor und bilden dort vorstehende Verbreiterungspartien 25. 27 des
Rahmenanschlussteils 20, wobei diese vorstehenden Verbreiterungspartien 25, 27 in
dem in Fig. 1 dargestellten montierten Zustand der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
den Rahmen 10 teilweise überlappen.
In der Kernplatte 22 ist ein hochkant und parallel zur Plattenebene des Rahmenanschlussteils
20 durch das gesamte Rahmenanschlussteil 20 hindurch führender
gerader Durchgang 28 (auch als Verbindungsdurchgang 28 bezeichnet) ausgebildet.
Dieser Verbindungsdurchgang 28 ist derart bemessen, dass in ihm die Gewindestange
30 mit Ausnahme ihrer Verankerungsplatte 34 sowie die Hutmutter 40 mit Ausnahme
ihrer Haltepartie 44 derart aufnehmbar sind, dass bei einer Verschiebung der
Gewindestange 30 und der Hutmutter 40 bezüglich dem Rahmenanschlussteil 20 in
Durchgangslängsrichtung keine wesentlichen Kräfte von der Gewindestange 30 und
der Hutmutter 40 auf das Rahmenanschlussteil 20 übertragen werden.
Der Fensterrahmen 10 ist als PVC-Hohlprofil ausgebildet. In seiner dem Rahmenanschlussteil
20 zugewandten Umfangsseite (die eine Stirnseite des Fensterrahmens ist)
ist eine in Richtung der Umfangslinie verlaufende Verbindungsnut 12 ausgebildet.
Diese Verbindungsnut 12 und die an der Gewindestange 30 angebrachte Verankerungsplatte
34 sind derart ausgebildet und bemessen, dass die Verankerungsplatte
34 in Nutlängsrichtung in die Verbindungsnut 12 hinein schiebbar ist und
anschliessend quer zur Nutlängsrichtung durch Formschluss festgehalten wird. Sobald
die Verankerungsplatte 34 in der Verbindungsnut 12 aufgenommen ist, wird somit eine
quer zur Nutlängsrichtung zugfest wirkende Verbindung zwischen dem Fensterrahmen
10 und der Gewindestange 30 geschaffen.
Um die in den Figuren 1-3 dargestellte Gebäudeöffnungsabschlussanordnung in eine
Gebäudeöffnung (d.h. eine Fensteröffnung) einzubauen, wird zunächst in einer von der
Baustelle distanzierten Fabrikationsstätte der Fensterrahmen 10 mit den Verbindungsmitteln
30, 40 verbunden und mit dem Rahmenanschlussteil 20 zusammen zu
einer Montageeinheit zusammengesetzt, die den Rahmen 10, das Rahmenanschlussteil
20 und die Verbindungsmittel 30, 40 umfasst.
Um dies zu erreichen, wird zunächst die Gewindestange 30 mit dem mit dem Aussengewinde
32 versehenen Längsende voran von der mit den vorstehenden Deckplatten
24, 26 versehenen Stirnseite des Rahmenanschlussteils 20 her in den im Rahmenanschlussteil
20 ausgebildeten Verbindungsdurchgang 28 hinein derart eingeführt,
dass das mit der Verankerungsplatte 34 versehene Längsende der Gewindestange 30
noch aus dem Verbindungsdurchgang 28 heraus vorragt. Danach wird das Rahmenanschlussteil
20 mit seiner mit den vorstehenden Verbreiterungspartien 25, 27
versehenen Stirnseite auf der mit der Verbindungsnut 12 versehenen Umfangsseite
des Fensterrahmens 10 aufliegend derart angeordnet, dass das Rahmenanschlussteil
20 im Wesentlichen fluchtend zum Fensterrahmen 10 angeordnet ist und die über die
Kernplatte 22 hinaus vorstehenden Verbreiterungspartien 25, 27 die benachbarte
Rahmenpartie überlappen. Durch die den Rahmen 10 überlappenden Verbreiterungspartien
25, 27 wird das Rahmananschlussteil 20 bezüglich dem Rahmen 10 zentriert.
Dabei wird das Rahmenanschlussteil 20 in Nutlängsrichtung bezüglich dem Rahmen
10 derart versetzt angeordnet, dass die Verankerungsplatte 34 neben dem Längsende
der Verbindungsnut 12 liegt. Danach wird das Rahmenanschlussteil 20 in Nutlängsrichtung
bezüglich dem Fensterrahmen 10 verschoben und dadurch die Verankerungsplatte
34 in Nutlängsrichtung in die Verbindungsnut 12 eingeführt und darin in
Nutlängsrichtung verschoben, bis die gewünschte Lage des Rahmenanschlussteils 20
bezüglich dem Fensterrahmen 10 erreicht ist. Als Nächstes wird die Hutmutter 40 von
dem von der Verankerungsplatte 34 entfernten Ende des Verbindungsdurchgangs 28
her in den Verbindungsdurchgang 28 eingeführt und auf das mit dem Aussengewinde
32 versehene Längsende der Gewindestange 30 aufgeschraubt, bis die flache Haltepartie
44 der Hutschraube 40 am Rahmenanschlussteil 20 ansteht.
In diesem in Fig. 1 dargestellten Zustand führt die über die Schraubenverbindung mit
der Hutmutter 40 verbundene Gewindestange 30 im Wesentlichen durch den im Rahmenanschlussteil
20 ausgebildeten Verbindungsdurchgang 28 hindurch, wobei das
Rahmenanschlussteil 20 in Richtung des Verbindungsdurchgangs 28 zwischen der
Haltepartie 44 der Hutmutter 40 und dem Fensterrahmen 10 festgehalten wird. Dabei
ist die Gewindestange 30 an ihrem mit dem Aussengewinde 32 versehenen Längsende
über die Schraubenverbindung zugfest mit der Hutmutter 40 verbunden, während
sie an ihrem mit der Verankerungsplatte 34 versehenen Längsende zugfest mit dem
Fensterrahmen 10 verbunden ist. Dadurch bildet die den Rahmen 10, das
Rahmenanschlussteil 20 und Verbindungsmittel 30, 40 in Form der Hutmutter 40 und
der Gewindestange 30 umfassende Gebäudeöffnungsabschlussanordnung insgesamt
eine Montageeinheit.
Diese Montageeinheit wird zum Gebäude transportiert und dort als Ganzes in die gewünschte
Gebäudeöffnung (Fensteröffnung) derart eingesetzt, dass die Hutmutter 40
mit ihrer seitlich über das Rahmenanschlussteil 20 hinaus vorstehenden Haltepartie 44
unmittelbar an ihrer zugeordneten Randseite des Gebäudeöffnungsrandes anliegt. Anschliessend
wird eine Durchsteckschraube durch das in dieser Haltepartie 44 ausgebildete
Durchgangsloch 46 gesteckt und im Gebäudeöffnungsrand festgeschraubt.
Dadurch wird eine zugfeste Verbindung zwischen der Hutmutter 40 und dem Gebäudeöffnungsrand
geschaffen. Über die mit der Hutmutter 40 verbundene Gewindestange
30 ist damit auch der mit der Gewindestange 30 verbundene Fensterrahmen 10
zugfest mit dem Gebäudeöffnungsrand verbunden.
In Fig. 4 sind in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung die Verbindungsmittel
gemäss einer zweiten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung dargestellt. Die in
Fig. 4 dargestellten Verbindungsmittel umfassen eine Hutmutter 140, die identisch zu
der in Fig. 2 dargestellten Hutmutter 40 ausgebildet ist, sowie eine längliche
Gewindestange 130, die auf ihrer gesamten Länge mit einem durchgehenden Aussengewinde
132 versehen ist. Die in Fig. 4 dargestellten Verbindungsmittel umfassen
weiter eine Verankerungsplatte 134, die mit einem U-förmigen Schlitz versehen ist,
dessen Dicke dem Durchmesser der Gewindestange 130 entspricht, sowie eine
Schraubenmutter 135 mit einem dem Aussengewinde 132 der Gewindestange 130
entsprechenden Innengewinde. Die Verankerungsplatte 134 ist mittels des Schlitzes
über die Gewindestange 130 führbar und mittels der Schraubenmutter 135 an einem
Längsende der Gewindestange 130 festschraubbar, um eine Verankerungseinrichtung
zu bilden, mit dessen Hilfe die Gewindestange 130 in einer Nut eines Rahmens (nicht
dargestellt) in analoger Art verankerbar ist, wie dies in Fig. 3 für die Gewindestange 30
dargestellt ist. Die Hutmutter 140 ist sodann an dem von der Schraubenmutter 135
entfernten Längsende der Gewindestange 130 anschraubbar und dient zum Anbringen
derselben an einem Fensteröffnungsrand (nicht dargestellt).
In Fig. 5 sind in einer weiteren der Fig. 2 entsprechenden Darstellung die Verbindungsmittel
230, 240 gemäss einer dritten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung
dargestellt. Sie umfassen wiederum eine mit einem Aussengewinde 232 versehene
Gewindestange 240 und eine mit einem zum Aussengewinde 232 passenden Innengewinde
versehene Hutmutter 240, wobei die Gewindestange 240 und die Hutmutter
230 nach Art einer Schraubenverbindung miteinander verbindbar sind. Die in Fig. 5
dargestellten Verbindungsmittel 230, 240 unterscheiden sich von den in Fig. 2
dargestellten Verbindungsmitteln 30, 40 lediglich dadurch, dass die Gewindestange
240 mit Randhalterungsmitteln 244, 246 zum Anbringen der Gewindestange 240 an
einem Fensteröffnungsrand (nicht dargestellt) versehen ist, während die Hutmutter 230
mit Rahmenhalterungsmitteln 234 zum Halten eines Fensterrahmens (nicht dargestellt)
versehen ist, der identisch zu dem in den Figuren 1 und 3 dargestellten Fensterrahmen
ausgebildet ist.
Für diesen Zweck 244, 246 ist an einem Längsende der mit einem Aussengewinde 232
versehenen Gewindestange 240 eine flache, plattenförmige Haltepartie 244 angeformt,
die sich ungefähr rechtwinklig von der Gewindestange weg erstreckt und mit einem zur
Gewindestange parallelen Durchgangsloch 246 zum Durchstecken einer Durchsteckschraube
versehen ist. Die an der in Fig. 5 dargestellten Gewindestange 240 angebrachte
Haltepartie ist im Wesentlichen identisch zu der in Fig. 2 dargestellten
Haltepartie 44 ausgebildet, die an der Hutmutter 40 angebracht ist. Weiter umfasst die
Hutmutter 230 eine Gewindebuchse 242, in welcher eine mit einem Innengewinde versehene
Sackbohrung ausgebildet ist. Am geschlossenen Ende der Gewindebuchse ist
eine Verankerungsplatte 234 fest angebracht, die zur Schaffung einer zugfesten
Verbindung zwischen dem Fensterrahmen und der Hutmutter 230 dient. Die an der in
Fig.5 dargestellten Hutmutter 230 angebrachte Verankerungsplatte 234 ist im
Wesentlichen identisch zu der in Fig. 2 dargestellten Verankerungsplatte 34
ausgebildet, die an der Gewindestange 30 angebracht ist.
Fig. 6 zeigt in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellung eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
gemäss einer vierten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung.
Die in Fig. 6 dargestellte Gebäudeöffnungsabschlussanordnung umfasst einen aus
Holz gefertigten Fensterrahmen 310, ein plattenförmig ausgebildetes Rahmenanschlussteil
(in Fig. 6 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt) und eine
Gewindestange 330. Die Gewindestange 330 ist im Bereich eines Längsendes mit
einem Aussengewinde 323 versehen, das derart ausgebildet ist, dass die Gewindestange
330 mit diesem Längsende voran direkt in eine im Rahmen 310 ausgebildete
Bohrung schraubbar ist, um eine zugfeste Verbindung zwischen dem Rahmen 310 und
der Gewindestange 330 zu schaffen. Am anderen Längsende ist an der
Gewindestange 330 eine mit einem Durchgangsloch 346 versehene Haltepartie 344
angeformt, die identisch zu der in Fig. 5 dargestellten Haltepartie 244 ausgebildet ist
und zum Anbringen der Gewindestange an einem Fensteröffnungsrand (nicht dargestellt)
dient.
In Fig. 7 ist in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
gemäss einer fünften bevorzugten Ausführungsart der Erfindung
dargestellt. Die in Fig. 7 dargestellte Gebäudeöffnungsabschlussanordnung umfasst
einen aus Holz gefertigten Fensterrahmen 410, ein plattenförmig ausgebildetes
Rahmenanschlussteil 420 und eine Gewindestange 430, die identisch zu der in Fig. 6
dargestellten Gewindestange 330 ausgebildet ist. Im Rahmenanschlussteil 420 ist ein
hochkant und parallel zu Plattenebene des Rahmenanschlussteils 420 durch das gesamte
Rahmenanschlussteil 420 hindurch führender Durchgang ausgebildet. In der
dem Rahmen 410 zugewandten Stirnseite des Rahmenanschlussteils 420 ist eine in
Längsrichtung dieser Stirnseite (d.h. parallel zu Plattenebene des Rahmenanschlussteils
420) verlaufende erste Nut ausgebildet. In der dem Rahmenanschlussteil
420 zugewandten Umfangsseite des Rahmens 410 (die eine Stirnseite
des Rahmens 410 ist) ist eine zweite Nut ausgebildet, wobei die beiden Nuten in dem
in Fig. 7 dargestellten montierten Zustand der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
im Wesentlichen spiegelbildlich zueinander ausgebildet sind.
Zwischen dem Rahmenanschlussteil 420 und dem Rahmen 410 ist in den beiden
entsprechenden Nuten eine Zentrierfeder 450 aufgenommen, welche nach Art einer
Nut und Feder umfassenden Holzverbindung zur exakten Zentrierung des Rahmenanschlussteils
420 bezüglich dem Rahmen 410 dient. In der Zentrierfeder 450 ist ein
Durchgang ausgebildet, der im montierten Zustand derGebäudeöffnungsabschlussanordnung
fluchtend zu dem im Rahmenanschlussteil 420 ausgebildeten Durchgang
angeordnet ist. In dem in Fig. 7 dargestellten montierten Zustand der Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
ist die Gewindestange 430 durch die im
Rahmenanschlussteil 420 und in der Zentrierfeder 450 ausgebildeten Durchgänge
hindurch geführt und mit ihrer mit einem Schraubengewinde versehenen Längsende in
einer Bohrung des Rahmens 410 festgeschraubt, wobei das andere, mit der
Haltepartie 444 versehene Längsende aus dem im Rahmenanschlussteil 420 ausgebildeten
Durchgang heraus ragt. Die Haltepartie 444 steht seitlich über den Rand des
Rahmenanschlussteils 420 hinaus vor und dient zum Anbringen der Gewindestange
430 am Rand einer Fensteröffnung (nicht dargestellt).
Fig. 8 zeigt in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung eine Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
gemäss einer sechsten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung.
Die in Fig. 8 dargestellte Gebäudeöffnungsabschlussanordnung umfasst einen
Fensterrahmen 510, ein Rahmenanschlussteil 520 und Verbindungsmittel 540 zur
Schaffung einer direkten zugfesten Verbindung zwischen dem Fensterrahmen 510 und
einem Fensteröffnungsrand (nicht dargestellt), wobei die Verbindungsmittel 540 eine
zum Halten des Fensterrahmens 510 ausgebildete Gewindestange (nicht dargestellt)
und eine am Fensteröffnungsrand anbringbare Hutmutter 540 umfassen. Der
Fensterrahmen 510 und die Verbindungsmittel 540 der in Fig. 8 dargestellten Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
sind identisch zum Fensterrahmen 10 bzw. den Verbindungsmitteln
30, 40 der in den Figuren 1-3 dargestellten Gebäudeöffnungsabschlussanordnung
ausgebildet.
Das in Fig. 8 dargestellte Rahmenanschlussteil 520 ist in Sandwichbauweise
konstruiert und weist eine Kernplatte 522 auf, die zwischen zwei die Aussenflächen
des Rahmenanschlussteils bildenden Deckplatten 524, 526 angeordnet und mit diesen
verbunden ist. Das in Fig. 8 dargestellte Rahmenanschlussteil 520 unterscheidet sich
lediglich hinsichtlich seiner Dicke und der auf der einen Seite rahmenseitig
vorstehenden und den Fensterrahmen 510 überlappenden Verbreiterungspartie 527
von dem in Fig. 1 dargestellten Rahmenanschlussteil 20. Die Kernplatte 522 des in
Fig. 8 dargestellten Rahmenanschlussteils 520 ist dicker als die Kernplatte 22 des in
Fig. 1 dargestellten Rahmenanschlussteils 20. Die auf der einen Seite rahmenseitig
vorstehende und den Fensterrahmen 510 überlappende Verbreiterungspartie 527
umfasst nebst einer Partie der Deckplatte 526 zusätzlich auch eine Partie der
Kernplatte 522, welche an die den Rahmen 510 überlappende Partie der Deckplatte
526 anschliesst und ebenfalls den Rahmen 510 parallel zur Plattenebene überlappt.
Die Verbreiterungspartie 527 des Rahmenanschlussteils 520 ist derart ausgebildet und
angeordnet, dass sie den starr in der Fensteröffnung befestigten Fensterrahmen 510
vollständig überlappt. Sie reicht bis zu einem an den Fensterrahmen 510
anschliessenden Flügelrahmen 560, der bezüglich dem starr in der Fensteröffnung
montierten Fensterrahmen 510 von der Verbreiterungspartie 527 des Rahmenanschlussteils
520 weg und wieder zurück schwenkbar ist, um ein wahlweises Öffnen
und Schliessen der Fensteröffnung zu ermöglichen.
In Fig. 9 sind in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung die Verbindungsmittel
gemäss einer siebten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung dargestellt. Die in
Fig. 9 dargestellten Verbindungsmittel umfassen eine flache längliche Halteplatte 644,
eine längliche Gewindestange 630, die auf ihrer gesamten Länge mit einem durchgehenden
Aussengewinde 632 versehen ist, ein längliches Schraubenverbindungselement
640 und eine Rahmenhalterungseinheit 634.
Die Halteplatte 644 ist zum Anbringen an einem Fensteröffnungsrand (nicht dargestellt)
ausgebildet. Die Gewindestange 630 ist an einem Längsende zugfest mit der
Halteplatte 644 und im Bereich des anderen Längsendes zugfest mit dem Schraubenverbindungselement
640 verbindbar. Das Schraubenverbindungselement 640 ist weiter
zugfest mit der Rahmenhalterungseinheit 634 verbindbar, welche derart ausgebildet
ist, dass sie in einer Nut eines Rahmens (nicht dargestellt) in analoger Artverankerbar
ist, wie dies in Fig. 3 für die Verankerungsplatte 34 dargestellt ist.
Die Halteplatte 644 der in Fig. 9 dargestellten Verbindungsmittel entspricht in ihrer
Funktion und in ihren Abmessungen im Wesentlichen der plattenförmigen Partie 44 der
Hutmutter 40 der in Fig. 1-3 dargestellten Verbindungsmittel. In der Nähe des einen
Längsendes der in Fig. 9 dargestellten Halteplatte 644 ist in der Halteplatte 644 ein zur
Plattenebene dieser Halteplatte 644 senkrechter Durchgang ohne Innengewinde ausgebildet.
Der Durchmesser dieses Durchgangs ist um eine Spielpassung grösser als
der Durchmesser des Aussengwindes 632 der Gewindestange 630, jedoch kleiner als
der Durchmesser eines Schraubenkopfs 631, der an einem Längsende der
Gewindestange 630 angeformt ist. Dadurch ist lediglich die mit dem
Schraubengewinde 632 versehene Partie der Gewindestange 630 durch den
Durchgang für die Gewindestange 630 hindurch schiebbar, nicht aber der
Schraubenkopf 631 der Gewindestange 630. In montiertem Zustand der
Verbindungsmittel ist die Gewindestange 630 frei drehbar in dem in der Halteplatte 644
ausgebildeten Durchgang für die Gewindestange 630 aufgenommen, wobei der
Schraubenkopf 631 auf der einen Seite der Halteplatte 644 angeordnet ist und die mit
dem Aussengewinde 632 versehene Partie der Gewindestange 630 auf der vom
Schraubenkopf 631 entfernten Seite von der Halteplatte 644 vorsteht. Der
Schraubenkopf 631 bildet in montiertem Zustand der Verbindungsmittel in Bezug auf
eine relative Verschiebung parallel zur Gewindestangenlängsrichtung zwischen der
Gewindestange 630 und der Halteplatte 644 einen einseitigen Anschlag für die
Halteplatte 644. Dadurch wird in eine Richtung parallel zur
Gewindestangenlängsrichtung eine zugfeste Verbindung zwischen der Halteplatte 644
und der Gewindestange 630 geschaffen.
In der Nähe des vom Durchgang für die Gewindestange 630 entfernten Längsendes ist
in der Halteplatte 644 ein zur Plattenebene der Halteplatte 644 senkrechtes
Durchgangsloch 646 ausgebildet. Durch dieses Durchgangsloch 646 hindurch ist eine
Durchsteckschraube (nicht dargestellt) durchsteckbar und am Fensteröffnungsrand
(nicht dargestellt) festschraubbar, um die Halteplatte 644 (und dadurch indirekt auch
die Gewindestange 630) zugfest am Fensteröffnungsrand festzuschrauben.
Das Schraubenverbindungselement 640 hat einen plattenförmigen, länglichen
Halteflügel 641, der in montiertem Zustand der Verbindungsmittel parallel zur
Längsrichtung der Gewindestange 630 angeordnet ist. An einem Längsende des
Halteflügels 641 ist rechtwinklig zu diesem ein plattenförmiges Gewindeteil 642 des
Schraubenverbindungselements 640 derart angeformt, dass es in montiertem Zustand
der Verbindungsmittel quer zur Längsrichtung der Gewindestange 630 angeordnet ist.
Im plattenförmigen Gewindeteil 642 ist senkrecht zu seiner Plattenebene ein
Durchgang ausgebildet, der mit einem dem Aussengewinde 632 der Gewindestange
630 entsprechenden Innengewinde versehen ist. Die Gewindestange 630 ist mit ihrem
vom Schraubenkopf 631 entfernten Längsende derart in den mit dem Innengewinde
versehenen Durchgang des Gewindeteils 642 hinein und teilweise durch diesen
hindurch schraubbar, dass eine zugfeste Schraubenverbindung zwischen der
Gewindestange 603 und dem Schraubenverbindungselement 640 geschaffen wird.
Indirekt wird dadurch auch eine zugfeste Verbindung zwischen dem
Schraubenverbindungselement 640 und der Halteplatte 644 geschaffen, wobei die
Distanz zwischen dem Schraubenverbindungselement 640 und der Halteplatte 644
mittels mehr oder weniger weiten Einschraubens der Gewindestange 630 in den mit
dem Innengewinde versehenen Durchgang im Gewindeteil 642 wahlweise einstellbar
ist.
In der Nähe des vom Gewindeteil entfernten Längsendes sind im Halteflügel 641 des
Schraubenverbindungselements 640 zwei zur Plattenebene des Halteflügels
senkrechte Durchgangslöcher 643, 645 ausgebildet. Durch je eines dieser
Durchgangslöcher 643, 645 hindurch sind ein Schraubenbolzen 662 und ein
Führungsbolzen 664 der nachfolgend beschriebenen Rahmenhalterungseinheit 634
durchsteckbar, um eine zugfeste Verbindung zwischen der Rahmenhalterungseinheit
634 und dem Schraubenverbindungselement 640 zu schaffen.
Die Rahmenhalterungseinheit 634 umfasst zwei im Wesentlichen identisch zueinander
ausgebildete Verankerungsstücke 651, 655. Jedes der beiden Verankerungsstücke
651, 655 weist eine rechteckig ausgebildete Führungsplatte 652, 656 und eine
ebenfalls rechteckig ausgebildete Verankerungsplatte 653, 657 auf. Die Führungsplatte
652, 656 eines Verankerungsstücks 651, 655 ist jeweils rechtwinklig zur
Verankerungsplatte 653, 657 des Verankerungsstücks 651, 655 angeordnet und
entlang einer Verbindungskante mit dieser verbunden, wobei die Verbindungskante
eine gemeinsame Längsseite der Führungsplatte 652, 656 und der mit dieser
verbundenen Verankerungsplatte 653, 657 bildet. Insgesamt haben die beiden
Verankerungsstücke 651, 655 je die Form einer rechtwinklig abgeknickten Platte.
Das erste Verankerungsstück 651 ist bezüglich dem zweiten Verankerungsstück 655
derart angeordnet, dass die Führungsplatte 652 des ersten Verankerungsstücks 651
parallel zur Führungsplatte 656 des zweiten Verankerungsstücks 655 und direkt
gegenüber von dieser angeordnet ist, während die Verankerungsplatte 653 des ersten
Verankerungsstücks 651 und die Verankerungsplatte 657 des zweiten
Verankerungsstücks 655 in einer gemeinsamen Ebene liegen. Dabei steht die
Verankerungsplatte 653 des ersten Verankerungsstücks 651 auf der vom zweiten
Verankerungsstück 655 abgewandten Seite von der Verbindungskante mit der
Führungsplatte 652 des ersten Verankerungsstücks 651 weg vor. Umgekehrt steht die
Verankerungsplatte 657 des zweiten Verankerungsstücks 655 auf der vom ersten
Verankerungsstück 651 abgewandten Seite von der Verbindungskante mit der
Führungsplatte 656 des zweiten Verankerungsstücks 655 weg vor.
Die Rahmenhalterungseinheit 634 umfasst weiter einen Schraubentrieb, mittels dem
die beiden Verankerungsstücke 651, 655 senkrecht zur Plattenebene ihrer
Führungsplatten 652, 656 bezüglich einander verstellbar sind. Dadurch wird die
Möglichkeit geschaffen, mittels dem Schraubentrieb die Breite der aus den beiden
Verankerungsplatten 653, 657 gebildeten Verankerungseinrichtung wahlweise
einzustellen, um diese an unterschiedliche Nutbreiten der Rahmennut (nicht
dargestellt) anzupassen, in welcher die Verankerungseinrichtung zu verankern ist.
Der Schraubentrieb der Rahmenhalterungseinheit 634 umfasst einen länglichen
Schraubenbolzen 662, der auf seiner gesamten Länge mit einem durchgehenden
Aussengewinde versehen ist. Der Schraubenbolzen 662 ist senkrecht zur
Plattenebene der Führungsplatten 652, 656 der beiden Verankerungsstücke 651, 655
angeordnet und erstreckt sich durch einen in der Führungsplatte 652 des ersten
Verankerungsstücks 651 ausgebildeten Durchgang hindurch, welcher mit einem dem
Aussengewinde des Schraubenbolzens 662 entsprechenden Innengewinde versehen
ist. Der Schraubenbolzen 662 erstreckt sich weiter durch einen in der Führungsplatte
656 des zweiten Verankerungsstücks 655 ausgebildeten Durchgang ohne
Innengewinde hindurch, wobei der Schraubenbolzen 662 um seine Längsachse frei
drehbar im Durchgang des zweiten Verankerungsstücks 655 aufgenommen ist. Auf
beiden Seiten der Führungsplatte 656 des zweiten Verankerungsstücks 655 ist je
unmittelbar an die Führungsplatte 656 anschliessend ein Klemmelement 658, 659 in
Form einer Schraubenmutter 658 und einer mit dieser gekonterten Kontermutter 659
auf dem Schraubenbolzen 662 festgeklemmt, so dass der Schraubenbolzen 662
bezüglich der Führungsplatte 656 des zweiten Verankerungsstücks 655 zwar frei
drehbar, jedoch in Längsrichtung des Schraubenbolzens 662 fixiert ist. Eine Drehung
des Schraubenbolzens 662 um seine Längsachse bewirkt dadurch ein Verschieben
des ersten Verankerungsstücks 651 bezüglich dem zweiten Verankerungsstück 655
längs zum Schraubenbolzen 662 (d.h. senkrecht zu den Ebenen der Führungsplatten
652, 656).
Um ein Verklemmen der Schraubentriebvorrichtung zu verhindern umfasst der
Schraubentrieb weiter einen Führungsbolzen 664, der parallel zum Schraubenbolzen
662 angeordnet und fest an der Führungsplatte 656 des zweiten Verankerungsstücks
655 angebracht ist. Der Führungsbolzen 664 erstreckt sich durch einen in der
Führungsplatte 652 des ersten Verankerungsstücks 651 ausgebildeten Durchgang
hindurch und wird durch diesen in Bolzenlängsrichtung geführt. D.h., der
Führungsbolzen 664 ist bezüglich der Führungsplatte 652 des ersten
Verankerungsstücks 651 in Bolzenlängsrichtung frei verschiebbar, quer zur
Bolzenlängsrichtung jedoch von der Führungsplatte 651 gehalten.
Der Übersichtlichkeit halber sind in Fig. 9 die Rahmenhalterungseinheit 634 und das
Schraubenverbindungselement 640 in voneinander distanzierten Positionen
dargestellt. Im montierten Zustand (in Fig. 9 nicht dargestellt) der in Fig. 9 dargestellten
Verbindungsmittel sind jedoch der Schraubenbolzen 662 der Rahmenhalterungseinheit
634 durch das eine Durchgangsloch 643 im Halteflügel 641 des
Schraubenverbindungselements 640 und der Führungsbolzen 664 der
Rahmenhalterungseinheit 634 durch das andere Durchgangsloch 645 im Halteflügel
641 des Schraubenverbindungselements 640 hindurch gesteckt, um eine zugfeste
Verbindung zwischen der Rahmenhalterungseinheit 634 und dem
Schraubenverbindungselement 640 (und dadurch indirekt auch eine zugfeste
Verbindung zwischen der Rahmenhalterungseinheit 634 und der Halteplatte 644) zu
schaffen, wobei im Bereich der beiden Durchgangslöcher 643, 645 der Halteflügel 641
des Schraubenverbindungselements 640 zwischen den Führungsplatten 652, 656 der
beiden Verankerungsstücke 651, 655 angeordnet ist. Bei einer weiteren, nicht in den
Figuren dargestellten Variante der Erfindung ist für den Schraubentrieb anstelle eines
Führungsbolzens ein zweiter Schraubenbolzen vorgesehen.
In Fig. 10 sind in einer der Fig. 2 entsprechenden Teildarstellung die Verbindungsmittel
gemäss einer achten bevorzugten Ausführungsart der Erfindung teilweise dargestellt.
Die in Fig. 10 dargestellten Verbindungsmittel umfassen eine flache längliche
Halteplatte (nicht dargestellt), eine längliche Gewindestange (nicht dargestellt), ein
längliches Schraubenverbindungselement 740 und eine Rahmenhalterungseinheit 734.
Die Halteplatte und die Gewindestange der in Fig. 10 dargestellten Verbindungsmittel
sind gleich ausgebildet wie die Halteplatte 644 bzw. die Gewindestange 630 der in
Fig. 9 dargestellten Verbindungsmittel.
Das in Fig. 10 dargestellte Schraubenverbindungselement 740 ist als zylindrisches
Rohr 740 ausgebildet, das mit einem dem Aussengewinde der Gewindestange
entsprechenden Innengewinde versehen ist. Die Gewindestange ist in eine offene
Stirnseite (nicht dargestellt) des Rohrs 740 einschraubbar, um eine zugfeste
Verbindung zwischen der Gewindestange und dem rohrförmigen
Schraubenverbindungselement 740 zu schaffen.
Die Rahmenhalterungseinheit 734 der in Fig. 10 dargestellten Verbindungsmittel ist
aus lediglich drei einstückigen Teilen zusammengesetzt, nämlich einem
Schraubenbolzen 762 und zwei winkelförmig ausgebildeten Verankerungsstücken 751,
755, die je eine rechteckige ausgebildete Führungsplatte 752, 756 und eine rechteckig
ausgebildete Verankerungplatte 753, 757 aufweisen. Der Schraubenbolzen hat eine
erste Partie, die mit einem Aussengewinde versehen ist, und eine zweite, gewindefreie
Partie, die als Verlängerung der ersten Partie ausgebildet ist.
Im montierten Zustand der Verbindungsvorrichtung, wie sie in Fig. 10 dargestellt ist,
sind die Verankerungsstücke 751 755 auf gegenüberliegenden Seiten des
Schraubenverbindungselements 740 in der Nähe von dessen von der Gewindestange
entfernten Längsende derart angeordnet, dass sich die Führungsplatten 752, 756
parallel zur Längsrichtung des rohrförmigen Schraubenverbindungselements 740
erstrecken und die Verankerungsplatten 753, 757 von den Führungsplatten 752, 756
aus, an denen sie angebracht sind, je rechtwinklig auf die vom
Schraubenverbindungselement 740 entfernten Seiten vorstehen. Der Gewindebolzen
ist quer zur Längsrichtung des Schraubenverbindungselements 740 angeordnet und
führt nacheinander durch drei Durchgänge hindurch, die in der Führungsplatte 756 des
zweiten Verankerungsstücks 755, im Schraubenverbindungselement 740 und in der
Führungsplatte 752 des ersten Verankerungsstücks 751 ausgebildet sind. Der im
ersten Verankerungsstück 755 ausgebildete Durchgang ist mit einem dem
Aussengewinde des Schraubenbolzens 762 entsprechenden Innengewinde versehen,
und der Schraubenbolzen 762 ist mit seiner Gewindepartie in diesem Durchgang derart
aufgenommen, dass durch Drehen des Schraubenbolzens 762 um seine Längsachse
das erste Verankerungsstück 755 nach Art eines Schrauben-Mutter-Triebs in
Bolzenlängsrichtung verstellbar ist. Die Durchgänge im Schraubenverbindungselement
740 und im zweiten Verankerungsstück 751 sind nicht mit einem Innengewinde
versehen. Der Schraubenbolzen 762 ist mit seiner Gewindepartie frei drehbar in dem
im Schraubenverbindungselement 740 ausgebildeten Durchgang aufgenommen, wobei
das Schraubenverbindungselement 740 bezüglich dem Schraubenbolzen 762 in
Bolzenlängsrichtung verschiebbar ist. Weiter ist der Schraubenbolzen 762 mit seiner
gewindefreien Partie in dem im zweiten Verankerungsstück 751 ausgebildeten
Durchgang derart gelagert, dass er bezüglich dem zweiten Verankerungsstück 751
zwar um die Bolzenachse frei drehbar, in Bolzenlängsrichtung jedoch unverschiebbar
festgelegt ist.
Insgesamt wird durch den Schraubenbolzen 762 und die zwei Verankerungsstücken
751, 755 eine Rahmenhalterungseinheit 734 gebildet, deren durch die beiden
Verankerungsplatten 753, 757 gebildete Verankerungseinrichtung wahlweise in der
Breite verstellbar ist, um sie an unterschiedlich Nutbreiten einer Rahmennut (nicht
dargestellt) anpassen zu können, in welcher die Verankerungseinrichtung zu verankern
ist. Die Aufnahme des Schraubenbolzens 762 in der im Schraubenverbindungselement
740 ausgebildeten Durchgang sorgt für eine zugfeste Verbindung zwischen der
Rahmenhalterungseinheit 734 und dem Schraubenverbindungselement 740 sowie der
mit diesem zugfest verbundenen Gewindestange und der mit dieser zugfest
verbundenen Halteplatte.
Gemäss weiteren, nicht in den Figuren vorgesehenen Varianten der Erfindung umfasst
die Rahmenhalterungseinheit andere geeignete Schraubentriebvorrichtungen oder
andere geeignete Verstellvorrichtungen zur wahlweisen Einstellung der Breite der
Verankerungseinrichtung.
Im Unterschied zu den in den Figuren 1-4 und 8 dargestellten Hutmuttern 40, 140, 540,
die insgesamt winkelförmig ausgebildet sind und Sackbohrungspartien aufweisen, von
denen aus sich eine einzige plattenförmige Haltepartie ungefähr rechtwinklig weg
erstreckt, weist eine Hutmutter (nicht dargestellt) gemäss einer weiteren bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung eine zweite plattenförmige Haltepartie auf, die sich von
der Sackbohrungspartie aus in zur ersten Haltepartie entgegengesetzter Richtung
erstreckt, so dass diese Hutmutter insgesamt eine T-förmige Gestalt hat. Dies erlaubt
es, die Hutmutter auf beiden Seiten des Rahmenanschlussteils am
Gebäudeöffnungsrand festzuschrauben.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung eine
Gebäudeöffnungsabschlussanordnung geschaffen wird, welche eine gute
Wärmeisolation gewährleistet.