Verfahren zur Herstellung präziser Bauteile mittels Lasersintern
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung präziser Bauteile gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Ein derartiges Verfahren ist aus der EP 0 782 487 bekannt. Danach wird ein Bauteil nach dem Verfahren des Lasersinterns durch Sintern von Metallpulvermischungen mit drei Kompomenten hergestellt. Dabei ist das wichtigste Ziel der Erfindung die Erhöhung der Schmelztemperatur des fertigen Bauteiles.
Bei der Herstellung von metallischen Bauteilen aus konventionellen Pulvermischungen besteht das Problem, dass die Porosität der hergestellten Bauteile relativ hoch ist. Werden die Bauteile mit einem Stahlpulver hergestellt, kann eine Dichte von ca.90% der theoretischen Dichte erreicht werden. In den lasergesinterten Teilen aus Bronze verbleibt eine Restporosität von ca. 30 %. Bei Erhöhung der Dichte der fertigen Bauteile z.B. durch Infiltration sinkt die Einsatztemperatur auf ca.l80°C. Weitere Nachteile der konventionellen Pulvermischungen bestehen in den erreichbaren mechanischen Eigenschaften des Bauteiles. Die thermischen Spannungen, die während des Lasersinterprozesses im Bauteil entstehen, bleiben als Eigenspannungen erhalten und führen zu einer Rissbildung an bestimmten Stellen, wie z. B. starken Querschnittübergängen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, metallische Bauteile im Verfahren des Lasersinterns kostengünstig mit sehr guten mechanischen Eigenschaften und in hoher Qualität herzustellen.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die CJnteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen dar.
Danach besteht die Pulvermischung mit der im Verfahren des Lasersinterns Bauteile hergestellt werden sollen, aus dem Hauptbestandteil Eisen und weiteren Pulverbestandteilen, die in elementarer, vorlegierter oder in teilweise vorlegierter Form vorliegen können. Aus diesen Pulverlegierungselementen entsteht im Verlaufe des Lasersinterprozesses innerhalb von Millisekunden eine Pulverlegierung aus der das Bauteil besteht. Dabei wird die Pulvermischung/Legierung in einen Temperaturbereich nahe/oberhalb des Schmelzpunktes erwärmt, versintert und durch anschließendes sehr schnelles Abkühlen in einen metastabilen Zustand überführt. Dieser metastabile Zustand ist wesentlich für die Durchführung einer darauffolgenden Nachbehandlung, welche die Eigenschaften sowohl des Werkstoffes als auch der daraus hergestellten Bauteile entscheidend verbessert. Die Nachbehandlung besteht aus folgenden Schritten, die einzeln oder in Kombination durchgeführt werden können: Verdichtung, Homogenisierung, Spannungsarmglühung, Wärmebehandlung, Abbau innerer Fehlstellen, Verbesserung der Oberflächengüte.
Dem Hauptbestandteil Eisen der Pulvermischung werden je nach Anforderungen an das Fertigbauteil oder das Herstellungsverfahren folgende weitere Pulverelemente einzeln oder in beliebiger Kombination zugegeben: Kohlenstoff C, Silizium Si, Kupfer Cu, Zinn Sn,-- Nickel Ni, Molybdän Mo, Mangan Mn, Chrom Cr, Kobalt Co, Wolfram W, Vanadium V, Titan Ti, Phosphor P, Bor B.
Diese Pulverbestandteile können einzeln oder in beliebiger Kombination, je nach Anforderungen an die Eigenschaften des Fertigbauteils oder des Herstellungsverfahrens, in folgenden Mengen zugegeben werden: Kohlenstoff C: 0,01-2 M.-%, Silizium Si: bis zu 1 M.-%, Kupfer Cu:bis zu 10 M.-%, Zinn Sn: bis zu 2 M.-%, Nickel Ni: bis zu 10 M.-%, Molybdän Mo: bis zu β M.-%, Mangan Mn: bis zu 2 M.-% oder 10 - 13 M.-%, Chrom Cr: bis zu 5 M.-% oder 12 - 18 M.-%, Kobalt Co: bis zu 2 M.-%, Wolfram W bis zu 5 M.-%, Vanadium V: bis zu 1 M.-%, Titan Ti: bis zu 0,5 M.-%, Phosphor P: bis zu 1 M.-%, Bor B: bis zu 1 M.-%.
Die Erfindung sieht vor, dass die einzelnen Pulverbestandteile in elementarer, legierter oder teilweise legierter Form vorliegen. Dabei kann es sich um Pulverteilchen handeln, die mit dem Hauptbestandteil Eisen legiert sind. In diesem Fall liegen sie als z.B. Ferrobor, Ferrochrom, Ferrophosphor, oder Eisen- siiizid vor. Es können auch weitere Pulverelemente in legier¬ ter oder vorlegierter Form zugegeben werden, wie z.B. Kuofer-
phosphid, die aber im übrigen hier nicht einzeln aufgezählt werden. Es ist auch vorgesehen, dass die aus den o.g. Pulverbestandteilen gebildete Pulvermischung in einem separaten Verfahrensschritt vorlegiert wird.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht die Pulvermischung aus wasser - oder gasverdüsten Pulvern, Karbonylpulvern, gemahlenen Pulvern oder einer Kombination aus diesen.
Es ist vorgesehen, dass die Pulverpartikel der Pulvermischung eine Größe <50 μm, bevorzugt zwischen 20-30 μm aufweisen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist auch vorgesehen, dass die Pulverpartikelgröße zwischen 50 und max.lOO μm liegen kann. Diese Partikelgröße ist dann besonderes vorteilhaft, wenn die Bauteile schnell hergestellt werden sollen, d.h. wenn die Pulverschichten im Lasersinterverfahren eine Schichtdicke von ax. lOOμm aufweisen, bei welcher Schichtdicke das Verfahren relativ schnell drehgeführt werden kann.
Es hat sich herausgestellt, dass eine Partikelverteilung von 30% <20 μm und einer Restmenge aus Partikeln der Größe zwi-. sehen 20 und βOμm zu besonderes guten Verfahrensergebnissen führt, da dadurch hohe Schüttdichte bei gleichzeitig guter Fliessfähigkeit erreicht wird.
Gemäß der vorteilhaften Ausgestaltung nach Anspruch 9 ist vorgesehen, dass der Hauptbestandteil der Pulvermischung, das Eisenpulver einen Anteil zwischen 5 und 20% von Partikeln der Größe <10μm und die Restmenge der Pulverpartikel eine Größe zwischen 50 und 60 μm aufweist.
Durch die optimierte Wahl der Belichtungsparameter kann die Dichte der Bauteile nach dem Lasersintern so eingestellt werden, dass entweder kurze Bauzeiten mit niedrigerer Bauteildichte oder hohe Eigenschaf sanforderungen (hohe Dichten bei längeren Bauzeiten) berücksichtigt werden. Bei sehr hohen Anforderungen hinsichtlich Temperatur und Verschleiß kann nun durch eine gezielte Nachbehandlung (Sintern, Infiltration, HIP) die Restporosität beseitigt werden. Dabei bleibt der Temperatureinsatzbereich unverändert oder wird verbessert. Gleichzeitig können durch die Wärmebehandlung/Sinterung die Eigenspannungen beseitigt und dadurch die Bauteilqualität ge-
steigert werden. Bei der Her Stellung der Bauteile im Lasersinterverfahren wird die minimale Dichte durch die notwendige Teilefestigkeit bestimmt. Sie muss so hoch sein, dass einerseits das Teil auf der Bauplattform fixiert bleibt und andererseits die Durchführung einer Nachbehandlung möglich ist. Die obere Grenze der Dichte wird von dem Werkstoff und den ge¬ wünschten Eigenschaften bestimmt. Außerdem werden ökonomische Belange berücksichtigt. Z. B. konnte bereits gezeigt werden, dass durch geeignete Wahl der Pulvercharakteristik und der chemischen Zusammensetzung des Werkstoffsystems lasergesinter¬ te Teile mit Dichten 92 % der theoretischen Dichte hergestellt werden konnten. Dabei handelt es sich um einen niedriglegier¬ ten Stahl, bei dem die Baurate 5,4 cm /h betrug. Höhere Baura¬ ten können eingestellt werden, wenn ökonomische Belange eine größere Rolle als die Bauteileigenschaften spielen. Um Kosten zu sparen, kann daher ein Teil mit höherer Baurate bei niedri¬ gerer lasergesinterter Dichte hergestellt werden. Die notwen¬ dige Dichte kann durch eine Nachbehandlung erzielt werden.
Die einzelnen Verfahrensschritte der Nachbehandlung werden im Folgenden näher erläutert:
Verdichtung: Lasergesinterte Bauteile können direkt mit unter¬ schiedlichen Dichten hergestellt werden. Jedoch haben innere Poren einen negativen Einfluss auf die mechanischen Eigen¬ schaften eines Bauteils. Daher ist die Reduzierung der Restporosität, eine Möglichkeit, das Einsatzfeld lasergesinterter Teile zu erweitern. Dieses Ziel kann durch eine Nachbehandlung mit unterschiedlichen Schritten erreicht werden. Die Schritte beinhalten a) konventionelles Sintern, b) Infiltration oder c) isostatisches Verdichten. Beim Sintern können verschiedene Me¬ chanismen aktiviert werden, z. B. Festkörpersintern und/oder Flüssigphasensintern. Ein Drucksintern ist ebenso anwendbar. Lasergesinterte Strukturen aus Stahl können besonders gut durch eine Kombination aus Festkörper- und Flüssigphasensin¬ tern verdichtet werden. Lasergesinterte Stahlpulvergemische weisen eine hohe Inhomogenität auf. Starke Mii_ö - und Makrose- gregationen entstehen während der Belichtung mit dem Laser¬ strahl als Folge von Schockerwärmung und -abkühlung. Dadurch werden manche Legierungselemente, wie z. B. Kupfer, nicht vollständig im Stahlgefüge gelöst. Weiterhin entstehen nied¬ rigschmelzende Phasen, wie z. B. die Eutektika von Fe-C, Fe-B Fe-P. Wird nun ein lasergesintertes Bauteil aus Stahl in einem αazu geeigneten Ofen mit einer typischen Heizrate von 10 K/min erwärmt, kann sich eine flüssige Phase zwischen festen laser-
(Epoxydharzen) oder Metallinfiltration mit Kupfer, Bronze oder Hartloten kann zum Verschließen von Poren genutzt werden. Jedoch können solche Methoden nur offene Poren verschließen. Mechanische Methoden, die z. B. ein Heissisostatisches Pressen beinhalten, können auch auf geschlossene Poren angewendet werden.
Homogenisierung: Direkt lasergesinterte Bauteile können ein inhomogenes Gefüge aufweisen. Zum Beispiel liegen sogar im Sy¬ stem Eisen-Kohlenstoff Ferrit, Perlit und Martensit und angelassener Martenit gleichzeitig vor. Die Existenz von Legierungselementen, wie z. B. Molybdän und Bor, resultieren in der Bildung von Zwischenstufengefüge. Die Mikrohärte variiert dadurch zwischen Werten von 150 bis 900 HV.Die Inhomogenität steigt, wenn elementares und/oder teilweise vorlegiertes Pulver verwendet wird. Die Bildung und die Segregation von harten Phasen wie z. B. Karbiden, Boriden und Nitriden verringern die mechanischen Eigenschaften, insbesondere die Zähigkeit. Durch eine Homogenisierung, die zusammen mit der Sinterung zur Erhöhung der Dichte durchgeführt werden kann, verbessern sich die Bauteileigenschaften lasergesinterter Strukturen. Die Homogenisierung von Legierungselementen kann ebenfalls bei hohen Temperaturen durch die Bildung einer flüssigen Phase erzielt werden. Das System Fe-0,8 C-0,3 B oder Fe-1,2 C-0,4 P mit Anteilen von Kupfer, Molybdän und Nickel (bis zu 2 %) kann bei ca. 1150 "C durch die Bildung von diffundierenden eutekti- schen, flüssigen Phasen aus Eisen-Kohlenstoff-Bor bzw. Eisen- Kohlenstoff-Phosphor in einer Verdichtung und gleichzeitig sehr schnell ablaufenden Homogenisierung resultieren. Das Gefüge besteht danach aus feinem, homogenen Bainit mit einem geringen Anteil an erstarrter eutektischer Phase.
Spannungsarmglühen: Erwärmung und Abkühlen der Pulverteilchen im Lasersinterprozess finden in einem sehr kurzen Zeitfenster statt (<50 ms) . Dadurch kommt es zur Ansammlung von thermischen Spannungen in bestimmten Bereichen des Bauteils. Wenn der Werkstoff zusätzlich eine Phasenumwandlung erlebt, werden den thermischen Spannungen weitere Eigenspannungen überlagert. Z. B. kann für einen lasergesinterten Stahl mit 1 % C ein βOminütiges Halten bei einer Temperatur von 200 °C die Erhöhung der Biegefestigkeit um 20 % bewirken. Spannungsarmglühen verbessert die Bauteileigenschaften also in erheblichen Maße. Diese Methode kann mit den Schritten a) und b) verbunden wer¬ den .
Wärmebehandlung: Diese Nachbehandlung setzt sich zusammen aus der Homogenisierung und dem Spannungsarmglühen.
Abbau innerer. Fehlstellen: Thermische Spannungen, die während des Bauprozesses entstehen, verbleiben nach dem Lasersinter- prozess als Eigenspannungen im Bauteil. Akkumulierte Eigenspannungen bewirken oftmals eine Rissbildung senkrecht zur Baurichtung. Diese Eigenspannungen müssen besonders in hochbe¬ anspruchten Teilen, wie z. B. Werkzeugen, beseitigt werden. Eine Wärmebehandlung des zuvor genannten Stahls bei einer Tem¬ peratur von 1220 °C (20 min) bewirkte eine Verbesserung der Biegefestigkeit um 40 % ohne Änderung der Dichte.
Verbesserung der Oberflächengüte: Die Oberflächengüte kann durch eine Wärmebehandlung positiv beeinflusst werden. Unterschiedliche Methoden werden bisher vorrangig eingesetzt, wie z. B. Strahlen mit verschiedenen Strahlmitteln oder Infiltra¬ tion. Wird jedoch ein optimierter Sinterzyklus zur Dichtesteigerung angewendet, kann dadurch gleichzeitig die Oberflächen¬ güte verbessert werden. Dabei spielt die Bildung einer diffu- siven flüssigen Phase nahe der Oberfläche eine große Rolle. Diese führt zu einem Verschließen der Poren und gleichzeitig zu einer Einebnung der Oberflächenstrukturen. Dieses Merkmal ist bei allen komplexen Bauteilen (Formeinsätze für den Kunst- stoffspritzguss) vorteilhaft, bei denen andere Verfahren nicht zum gewünschten Resultat führen.
Die technischen Anwendungsgebiete der Erfindung bestehen in der Herstellung metallischer Prototypen (Rapid Prototyping) , von Einzelteilen (Direct Parts) oder Werkzeugen (z.B. Formein¬ sätze für den Kunstoffspritzguss oder Metalldruckguss - Rapid Tooling) mir dem generativen Verfahren Direktes Metall Laser^ sintern. Aufgrund der sehr guten mechanischen Eigenschaften können solche Teile . im Formen- und Werkzeugbau sowie im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau verwendet werden.
Das er'findungsgemäße Verfahren wird anhand der folgenden bei- spiele näher beschrieben:
Beispiel 1:
Konventionelle Pulver werden in der gewünschten Legierungszu¬ sammensetzung miteinander gemischt, wobei die Pulvereigen¬ schaften • so eingestellt werden, dass sie den Anforderun¬ gen an das Fertigbauteil oder das Verfahren entsprechen. Es
ist wesentlich, dass ein gutes Fliessverhalten bei gleichzeitig hoher Schüttdichte erreicht wird. Die Rolle der Zusatzstoffe besteht in der Einstellung bestimmter mechanischer, physikalischer und chemischer Eigenschaften des fertigen Bauteils. Weiterhin kann die Rolle der Zusatzstoffe in der Erhöhung des Absorptionsvermögens des Eisenpulvers von Laserstrahlen, der Verringerung des Schmelzpunktes des Pulversystems, dem Einsatz niedrigschmelzender Elemente/Legierungen, der Verringerung der Oberflächenspannung und Viskosität sowie der De- soxidation zur Verbesserung der Sinteraktivität zum Erzielen hoher Dichten bestehen. Z. B. bewirkt Kohlenstoff als feiner elementarer Graphit (Pulvergröße 1 - 2 μm) die Erhöhung des Absorptionsvermögens von Eisen-/Stahlpulver und die Verringerung des Schmelzpunktes der Pulvermischung durch eutektische Reaktion und Desoxidation. Kupfer- oder Bronzepulver mit einer Pulvergröße von kleiner 45 um fungiert als ein niedrigschmelzendes Element bzw. eine niedrigschmelzende Verbindung und verbessert die Sinteraktivität. Phosphor und Bor verringern die Oberflächenspannung und die Viskosität der Schmelze, die während des Lasersinterprozesses entsteht, um durch das Vermeiden der Kugelbildung eine gute Oberflächenqualität zu erzielen. Die Rolle der weiteren Pulverlegierungselemente kann sowohl in der Einstellung gewünschter mechanischer Eigenschaften als auch in der Reaktion mit anderen Elementen zur verstärkten Schmelzebildung (Fe-C-Mo) liegen. Die Pulverelemente. Kohlenstoff, Molybdän, Chrom, Mangan, Nickel bewirken die hohen mechanischen Eigenschaften des fertigen Bauteils. Phosphor, Bor, Kupfer und Zinn bewirken eine hohe Sinteraktivität. Durch die Wahl geeigneter Lasersinterparameter kann die Dichte zwischen 70 und 95 % der theoretischen Dichte variiert werden. Eine weitere Dichtesteigerung auf nahezu 100 % wird durch eine Sinterung im Übergangstemperaturbereich Fest-Flüssig erreicht.
Beim direkten Lasersintern der beschriebenen Pulvermischung werden Dichten von 70 - 95 % der theoretischen Dichte erzielt. Die maximale Dichte hängt von der Belichtungsstrategie und der chemischen Zusammensetzung, der Legierungsweise sowie den Eigenschaften (Pulverform, Partikelverteilung, Pulvergröße) der verwendeten Pulvermischung ab: z.B. kann mit den Lasersinterparametern 215 W cw C02-Laser mit der Baugeschwindigkeit von
5.4 cmJ /h eine Dichte von 92 ± 1 % der theoretischen Dichte für Pulver, bestehend aus (in M.-%): 0,7 - 1 c, 2 - 4 Cu, bis zu
1.5 Mo, bis zu 2 Ni, bis zu 0,4 Sn, 0,15 B, erreicht werden.
Beispiel 2 :
Eine Pulvermischung bestehend aus Eisen, 0,8 M.-% C, 0,3 M.-% B wird mit den Lasersinterparametern 215 W C02-Laser, 100 mm/s Laserscangeschwindigkeit, 0,3 mm Laserspurbreite bei einer Schichthöhe von 100 μm. zu einer Dichte von 80 - 85 % der theoretischen Dichte lasergesintert. Die Bauteilhärte nach dem Lasersintern beträgt ca. 200 HV30. Durch ein'e Nachsinterung im Temperaturbereich 1200 - 1260 °C (Sinterdauer 10 min - 1 h) wird die Dichte auf 98 % der theoretischen Dichte erhöht. Die Härte bleibt konstant bei 200 HV30. Beispiel 3:
Eine Pulvermischung bestehend aus Eisen, 0, 7 - 1 M.-% C, 2 - 4 M.-% Cu, 1,5 M.-% Mo, 0,15 M.-% B wird mit den Lasersinterparametern 215 W C02-Laser, 100 mm/s Laserscangeschwindigkeit, 0,3 mm Laserspurbreite bei einer Schichthöhe von 50 μm zu einer Dichte von 92 +/- l % der theoretischen Dichte lasergesintert. Die Bauteilhärte nach dem Lasersintern beträgt ca. 370' HV30. Durch eine Nachsinterung im Temperaturbereich 1200 - 1260 °C (Sinterdauer 10 min - 1 h) wird die Dichte auf 98 % der theoretischen Dichte erhöht. Die Härte verringert sich auf 320 HV30 durch eine langsame Ofenabkühlung.
Beispiel 4:
Eine Pulvermischung bestehend aus Eisen, 1 - 1,2 M.-% C, 2 - 4 M.-% Cu, 0,4 M.-% P wird mit den Lasersinterparametern 215 W C02-Laser, 100 mm/s Laserscangeschwindigkeit, 0,3 mm Laserspurbreite bei einer, im Vergleich zum ersten Beispiel, verringerten Schichthöhe von 50 μm zu einer Dichte von 90 +/-1 % der theoretischen Dichte lasergesintert. Die Bauteilhärte nach dem Lasersintern beträgt ca. 450 HV3Q. Durch eine Nachsinterung im Temperaturbereich 1200 - 1260 °C (Sinterdauer 10 min - 1 h) wird die Dichte auf 98 % der theoretischen Dichte erhöht. Die Härte sinkt durch eine relativ langsame Ofenabkühlung auf 370 HV30 und garantiert somit sehr gute Zähigkeitseigenschaften.
Beispiel 5:
Eine Eisenpulvermischung mit 0,8 M.-% Kohlenstoff ergibt nach dem Lasersintern Rauheitswerte von Rz 150 μm un(_ Ra 29 μm. Wird der Kohlenstoffanteil auf 1,6 M.-% erhöht, verbessern sich die Rauheitswerte auf RΣ 60 μm und Ra 19 μm. Pulvermischungen mit
sehr guten mechanischen Eigenschaften nach dem Lasersintern (siehe Pulvermischung aus dem Bespiel 3) weisen Rauheitswerte von Rz 75 μm und Ra 11 μm auf. Durch eine dem Lasersintern nachfolgende Sinterung kann die Oberflächenqualität weiter verbessert werden. Sie sinken die Rauheitswerte der Pulvermischung Eisen, 0,8 M.-% C und 0,3 M.-% B nach einer Sinterung bei 1260 - 1280 °C, 30 Minuten - 1 Stunde Sinterdauer im Vorvakuum, auf Rz 19,6 μm und Ra 2,6 μm.