Die Erfindung betrifft einen Kabelstecker mit einem zweiteiligen
Steckergehäuse, einem Leistenkörper aus Kunststoff mit
Steckkontaktmitteln und einer Masseplatte, die an einer Seite
mit einem Anschlußelement für einen Kabelschirm und an einer
weiteren Seite mit einigen von der Masseplatte abgewinkelten
Kontaktlappen ausgebildet ist.
Beim Anschluß von Kabeln mit einer Masseführung, z.B. über
das Schirmgeflecht des Kabels, z.B. an ein Übergabestecksystem,
muß meistens auch die Masseverbindung in die Rückwandleiterplatte
weitergeführt werden.
Durch DE 87 13 046 U1 ist ein elektrischer Steckverbinder mit
einem zweiteiligen Gehäuse aus Isoliermaterial bekannt, bei
dem eine elektrische Schirmung durch eine die einzelnen Gehäuseteile
innen bedeckende metallische Schirmfläche in Form
eines Bleches erzielt wird. Die Schirmbleche werden beim Zusammenfügen
des Gehäuses nicht unmittelbar, sondern jeweils
durch Kontaktgabe mit einem in das Gehäuse eingefügten metallischen
Steckerkörper und mit einer Schirmung eines in das
Gehäuse geführten Kabels elektrisch verbunden. Dabei wird ein
freigelegtes Stück des Schirmgeflechtes mittels einer Klemme
mechanisch mit dem Gehäuseunterteil und elektrisch mit den
Schirmblechen verbunden. Zur Kontaktgabe der Schirmbleche mit
dem metallischen Steckerkörper besitzen die Schirmbleche einen
kammartigen, aufgebogenen Randbereich, der nach dem Verschließen
des Gehäuses mit einem Deckel am Steckerkörper anliegt.
Durch DE 93 03 361 U1 ist außerdem ein Schnellmontagestecker
mit zwei Gehäusehalbschalen bekannt, die Steckkontaktmittel
z. B. in Form einer vielpoligen Messer- oder Federleiste enthalten.
Außerdem ist die untere Gehäusehalbschale mit einer
Masseplatte ausgebildet, welche an einer Seite zum Anschluß
des Kabelschirmgeflechtes mit einer Massekontaktfeder verbunden
und an einer gegenüberliegenden Seite mit einem von abgebogenen
Zinken gebildeten Massekontaktkamm versehen ist. Auf
diese Weise kann nach dem Aufstecken des Steckers z. B. über
eine auf Massepotential liegende Frontplatte beispielsweise
eines Baugruppenträgers eine sichere Massekontaktierung erreicht
werden.
Ferner sind bei teilgeschirmten Übergabesystemen Kabelstecker
gebräuchlich, deren Gehäuse aus zwei Metallhalbschalen und
einem zweiteiligen Federleistenkörper aus Kunststoff bestehen.
Bei diesen Kabelsteckern erfolgt die Kontaktierung des
Kabelschirmes an den metallenen Gehäuseteilen z. B. in oben
erwähnter Weise, beispielsweise mittels Verschraubung, eines
Metallbandes oder mittels einer Crimphülse, wobei die weitere
Kontaktierung an einer Rückwandleiterplatte über in den Federleistenkörper
eingesetzte, zusätzliche und hierfür besonders
ausgebildete Massekontakte realisiert wird, welche eine
Verbindung zwischen dem Kabelsteckergehäuse und Massekontaktorganen
der Rückwandleiterplatte herstellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Kabelstecker
der eingangs genannten Art in einfacher Weise eine
kostengünstige Masseverbindung zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird bei einem Kabelstecker der eingangs genannten
Art gemäß der Erfindung dadurch gelost, daß die
Steckkontaktmittel des Leistenkörpers im Leitungsanschlußbereich
mit Schneidklemmen ausgebildet sind, die von einer Außenseite
des Leistenkörpers zugänglich sind und daß die abgewinkelten
Kontaktlappen der Masseplatte so ausgebildet und im
Bereich von Schneidklemmen des Leistenkörpers angeordnet
sind, daß sie beim Schließen der Steckergehäuseteile mit zugeordneten
Schneidklemmen kontaktierbar sind.
Bei einem derartigen Kabelstecker ist der die Steckkontaktmittel
enthaltende Leistenkörper mit Schneidklemmen ausgebildet
und die Masseplatte an bestimmten Stellen mit Kontaktlappen
versehen, welche beim Schließen der beiden Gehäuseteile
in einige der Schneidklemmen gedrückt und dort kontaktiert
werden. Damit werden einige der Steckkontaktmittel durch eine
Verbindung zwischen ihren Schneidklemmen mit den Kontaktlappen
als Massekontakte nutzbar, während die übrigen Steckkontaktmittel,
welche im Leitungsanschlußbereich ebenfalls mit
solchen Schneidklemmen ausgebildet sind, zum Anschluß von Kabelsignaladern
dienen. Beim Stecken des Kabelsteckers z. B.
in einen Rückwand- Gegenstecker wird also gleichzeitig mit
der Signalübertragung die Masseführung jeweils über gleichartige
Kontakte des Kabelsteckers bzw. des Rückwand- Gegensteckers
realisiert. Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen
Kabelsteckers liegt somit darin, daß in einfacher und kostengünstiger
Weise eine Masseverbindung ermöglicht wird, da
spezielle Massekontakte im Kabelstecker entfallen, für die
Signalführung und die Masseführung sowohl auf der Kabelsteckerseite
als auch auf der Gegenseite jeweils gleichartige
Steckkontaktmittel verwendet werden können, diese auf der
Kabelsteckerseite einheitlich mit Standard- Schneidklemmen
versehen werden können und die Verbindung der Kontaktlappen
der Masseplatte mit den Schneidklemmen einfach während des
Verschließens der Kabelstecker- Gehäuseteile hergestellt
wird, das heißt also ohne zusätzlichen Arbeitsvorgang.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes des Anspruchs 1
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- die Einzelteile eines Kabelsteckers in explosionsartiger,
perspektivischer Darstellung und
- Figur 2
- in schematischer Darstellung die Realisierung der
Massekontaktierung bei einem Kabelstecker nach Figur
1.
Der Kabelstecker nach Figur 1 besitzt ein zweiteiliges
Steckergehäuse aus Kunststoff, welches hier von zwei Gehäusehälften,
nämlich einem unterem Gehäuseteil 1 und oberen Gehäuseteil
2 gebildet wird. Das Steckergehäuse enthält einen Leistenkörper
3 aus Kunststoff, der zwei Reihen von zur Steckseite
hin offenen Kontaktkammern 4 aufweist. In diese Kontaktkammern
sind Steckkontaktmittel eingesetzt, welche von
üblichen und deshalb hier nicht näher dargestellten Kontaktfedern
gebildet sind, die in ebenfalls üblicher und seit langem
bekannter Weise in ihrem Leitungsanschlußbereich mit
Standard-Schneidklemmen versehen sind. An zwei einander gegenüberliegenden
Außenflächen ist der Leistenkörper 3 im
Leitungsanschlußbereich seiner Steckkontaktmittel, also im
Bereich der Schneidklemmen, mit nach außen offenen und zueinander
parallelen Schlitzen 5 versehen, was auf Grund der Darstellungsform
in Figur 1 nur an der dem Betrachter zugewandten
oberen Außenfläche 6 des Leistenkörpers 3 zu sehen
ist. Dies bedeutet, daß an die Schneidklemmen der Steckkontaktmittel
von außen her einzelne isolierte Adern eines
vieladrigen, üblichen und deshalb ebenfalls nicht dargestellten
Kabels mit Kabelschirm abisolierfrei angeschlagen werden
können. Die nähere Anordnung einer Schneidklemme in einem als
U-förmigen Kanal ausgebildeten Schlitz 5 eines Leistenkörpers
3 ist in Figur 2 mit einer Schneidklemme 7 zu sehen.
Außer dem Leistenkörper 3 ist in dem Steckergehäuse, hier in
dem unterem Gehäuseteil 1, eine Masseplatte 8 aus Blech vorgesehen,
die durch eigene Formelemente, wie z. B. Randausnehmungen
9,10, ein Loch 11 und eine an die innere Schrägfläche
12 des Gehäuseteiles 1 angepaßte Schrägseite 13 sowie
durch Wandvorsprünge 14,15, einen Turm 16 am Boden des Gehäuseteiles
1 und die oben erwähnte Schrägfläche 12 des Gehäuseteiles
1 in Bezug auf den Leistenkörper 3 und dessen Schneidklemmen
7 lagerichtig in dem unteren Gehäuseteil 1 fixierbar
ist.
Zur Bildung des Massebezugspotentials ist die Masseplatte 8
an der Schrägseite 13 mit einem angewinkelten, halbkreisförmigen
Klemmring 17 ausgebildet, der zusammen mit einer
anschraubbaren Klemmschelle 18 einen Klemmanschluß für das
Schirmgeflecht des Kabels bildet. Ferner ist die Masseplatte
8 an einer weiteren Seite, hier an der der Steckseite des
Kabelsteckers zugewandten Längsseite 19, mit Kontaktlappen
20,21,22 versehen, die durch Trennschnitte an der Längsseite
gebildet und in Richtung auf den Leistenkörper 3 und dessen
Schneidklemmen 7 hochgebogen sind. Hier sind drei Kontaktlappen
20, 21,22 vorgesehen und an den Enden der Längsseite
19 sowie etwa in deren Mitte angeordnet. In jedem Fall und
unabhängig von der Anzahl der Kontaktlappen sind diese jeweils
in einem Bereich der Masseplatte 8, der den von außen
zugänglichen, also offenen Schneidklemmen 7 des Leistenkörpers
3 gegenüberliegt, angeordnet, was durch die lagerichtige
Fixierung der Masseplatte 8 gewährleistet wird. Die Kontaktlappen
20,21,22 sind somit derart ausgebildet und angeordnet,
daß sie beim Schließen der Gehäuseteile 1 und 2 in drei gegenüberliegende
Schneidklemmen 7 des Leistenkörpers 3 gedrückt
und dort kontaktiert werden. Zweckmäßigerweise entspricht- wie in Figur 2 zu sehen ist- die Dicke der Kontaktlappen
20,21 und 22 etwa der Breite des Schlitzes der
Schneidklemmen 7. Die restlichen Schneidklemmen, die ebenfalls
aus Standard- Schneidklemmen bestehen, dienen zum Anschluß
von Kabelsignaladern. Beim Stecken eines Kabelsteckers
z. B. in einen Rückwand- Gegenstecker wird also gleichzeitig
der Signalkontakt und der Massekontakt über gleichartige Gegenkontaktsteckmittel
des Rückwand-Gegensteckers realisiert.
Bei einem derartigen Kabelstecker können in vorteilhafter
Weise also spezielle Massekontakte entfallen, wobei die
Signalführung und die Masseverbindung ohne zusätzlichen
Arbeitsvorgang einfach während des Verschließens der
Gehäuseteile des Kabelsteckers hergestellt wird.