Die Erfindung betrifft eine Hochspannungs-Zündvorrichtung
für die jedem Brenner eines Gasherdes zugeordneten elektrischen
Zündelektroden gemäß dem Oberbegriff der Patentansprüche
1 und 6.
Eine derartige Zündschaltvorrichtung ist aus der DE 1429108 C3
bekannt. Hierbei ist das Übertragungsglied als Welle ausgebildet,
die hinter der Schalterblende verlaufend drehbar gelagert
ist. Diese Welle trägt für jeden Bedienungsknebel
einen Schaltarm, und ein weiterer Schaltarm wirkt mit einem
Mikroschalter zusammen, der im Primärkreis eines Zündtransformators
liegt. Beim Eindrücken eines der Schaltknebel wird
die Betätigungswelle um einen vorbestimmten Winkelbetrag
verschwenkt, wodurch der weitere Hebel veranlaßt wird, den
Mikroschalter zu schließen. Beim Loslassen des Bedienungsknebels
dreht sich die Betätigungswelle unter der Wirkung
einer Feder in die Ausgangsstellung zurück.
Eine ähnliche Zündschaltvorrichtung ist aus der DE 19610522
bekannt. Hierbei ist das Übertragungsglied als quer zur
Stellwelle der Gashähne hinter der Schalterblende verschiebbar
gelagerter Querschieber ausgebildet, und jede Stellwelle
weist einen Schaltnocken auf, der mit dem zugeordneten Mitnehmer
nur über einen vorbestimmten Winkelbereich der Stellwellendrehung
den Querschieber in Einschaltstellung hält.
Derartige Zündvorrichtungen müssen verschiedene Sicherheitskriterien
erfüllen, und sie müssen sicher zünden, sobald
eine vorbestimmte Mindestgasmenge ausgeströmt ist. Andererseits
muß ein Ausströmen größerer Gasmengen verhindert werden,
um eine Verpuffung zu vermeiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute
und kostengünstig herstellbare Zündvorrichtung für
Gasherde zu schaffen, die allen Sicherheitsanforderungen gerecht
wird und an alle handelsüblichen Gasherde ohne Veränderung
der Grundkonzeption anbaubar ist.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die Gesamtheit der
in den unabhängigen Ansprüchen 1 bzw. 6 angegebenen Merkmale.
Zweckmäßige konstruktive Ausbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den den unabhängigen Ansprüchen 1 und 6 zugeordneten
Unteransprüchen in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer ersten
Ausführungsform einer Zündvorrichtung mit parallel geschalteten
Schaltern in ungedrückter Stellung (Schalter offen); Fig. 2 ist eine der Fig. 1 entsprechende
Schnittansicht in gedrückter Stellung (Schalter geschlossen); Fig. 3 ist eine der Fig. 1 entsprechende
Ansicht mit zweiteiligem Kunststoffteil; Fig. 4 zeigt eine Ansicht einer zweiten Ausführungsform
einer Zündvorrichtung gemäß der Erfindung mit
offenem Schalter; Fig. 5 ist eine gegenüber Fig. 4 um 90° gedrehte
Ansicht des Übertragungsgliedes; Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI
gemäß Fig. 4 in größerem Maßstab; Fig. 7 und 8 sind den Fig. 4 und 5 entsprechende
Ansichten der Zündvorrichtung mit eingedrücktem Bedienungsknebel
und geschlossenem Schalter; Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie IX-IX
gemäß Fig. 7.
Mit dem Bezugszeichen 10 ist in der Zeichnung die Stellwelle
der Gasventile bezeichnet, die den nicht dargestellten Bedienungsknebel
trägt und axial verschiebbar ist, um den Schaltvorgang
auszulösen. Das Drehen der Stellwelle bewirkt eine
Einstellung des Gasventils.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist auf die
Gasventile eine in ihrer Form entsprechend angepaßte Kunststoffplatte
12 aufgesteckt, auf der parallel zueinander verlaufend
zwei Schaltdrähte 14 festgelegt sind, die durch einen
Metallstreifen 16 kontaktiert werden. Dieser Metallstreifen
16 ist an einer mit der Kunststoffplatte verbundene Zunge 18
befestigt, die jedem Gasventil zugeordnet ist und ein der
Stellwelle entsprechendes Loch 20 oder ein Langloch aufweist,
welches über die Stellwelle 10 geschoben wird. Diese Zunge 18
wird beim Eindrücken der Stellwelle über den Schaltknebel
oder ein Ausgleichsstück 22 nach innen gedrückt, wodurch,
wie aus der Darstellung gemäß Fig. 2 erkennbar, eine Überbrückung
der Schaltdrähte 14 erfolgt. Nach Loslassen der
Stellwelle kehrt die Zunge 18 durch Eigenfederung in die
Öffnungsstellung zurück. Über die Schaltdrähte 14 sind die
jedem Gasventil zugeordneten Schalter parallel geschaltet.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht die Zündvorrichtung
aus einem einzigen Kunststoffteil mit den Schaltdrähten
und Metallstreifen 16 an den Schaltzungen. Die Schaltdrähte
14 liegen im Primärkreis des Hochspannungstransformators.
Fig. 3 entspricht der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2
mit dem Unterschied, daß das Kunststoffteil zweiteilig ausgeführt
ist, wobei die Zunge 18A in die Kunststoffplatte 12A
eingehängt und über eine Klinke 13A verrastet ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 9 ist zwischen
den im Primärkreis des Zündtrafos liegenden Schalter 110 und
den Bedienungsknebeln 112, von denen in der Zeichnung nur
einer dargestellt ist, ein Übertragungsglied 114 in Gestalt
eines Parallelogrammlenkers angeordnet. Der Parallelogrammlenker
114 besteht aus einer an der Kochmulde festlegbaren
Schiene 116 und einer hierzu parallelen Schiene 118. Die
Schienen 116 und 118 sind durch parallele Gelenkstücke 120
miteinander verbunden. Diese Gelenkstücke 120 sind auf Rundzapfen
der Schienen 116, 118 aufgeschnappt. Die Länge der
Schienen und die Anzahl der Gelenkstücke richtet sich nach
der Anzahl und dem Abstand der Gashähne. An der festen
Schiene 116 sind Befestigungselemente 122 angebracht, und
mit diesen Befestigungselementen 122 wird das Übertragungsglied
in der Kochmulde befestigt. Diese Befestigungselemente
sind, wie die Enden der Gelenkzapfen, mit Klemmhülsen versehen,
mit denen die Befestigungselemente 122 auf dafür vorgesehene,
nicht von Gelenkstücken 120 belegte Rundzapfen der
Schiene 116 aufgeschnappt werden können.
Die beiden Schienen 116 und 118 sind mit Fenstern 119 ausgestattet,
in denen querverlaufend die Rundzapfen 121 eingeformt
sind. Auf diesen Rundzapfen sind die an den Enden der
Gelenkstücke 120 angeordneten Schlitzhülsen aufgeklemmt.
Gleiche Rundzapfen dienen auch noch zur Fixierung von Befestigungselementen
122, die mit gleichen Klemmhülsen ausgestattet
sein können wie die Gelenkstücke.
Die feste Schiene 116 der Zündvorrichtung wird in der Kochmulde
so befestigt, daß sie unter oder über die Achsen der
Gashähne zu liegen kommt. Die Achsen der Gashähne sind durch
das Bezugszeichen 124 angedeutet. Jede Achse trägt einen Bedienungsknebel
112.
Der Schalter 110 ist als Tastschalter ausgebildet und weist
einen federnd abgestützten Taststößel 126 auf. Der Schalter
110 ist mit der Schiene 116 fest in der Kochmulde angeordnet.
Die den Bedienungsknebeln 112 zugewandte Schiene 118 weist
auf ihrem dem Schalter 110 zugewandten Ende einen Schaltfinger
128 auf, der schräg über die feste Schiene 116 nach
unten gezogen ist und eine im wesentlichen senkrecht zu den
Schienen verlaufende Schaltfläche 130 aufweist, die am
federnd abgestützten Taststößel 126 anliegt. Durch die Kraft
der Taststößelfeder wird die obere Schiene 128 in die aus den
Fig. 4 und 5 ersichtliche Stellung gedrückt, wobei ein Anschlag
diese Stellung begrenzt. Dieser Anschlag kann innerhalb
des Schaltfingers 128 angeordnet sein, der mit einem entsprechenden
Vorsprung der anderen Schiene zusammenwirkt.
Wenn einer der Bedienungsknebel 112 eingedrückt wird, dann
drückt er die obere Schiene 118 über die Gelenkstücke 120 gemäß
Fig. 4 nach unten und nach links, wodurch der Taststößel
126 eingedrückt wird und den Schalter 110 schließt. Diese
Stellung mit geschlossenem Schaltkontakt zeigen die Fig. 7
bis 9. Bei geschlossenem Schaltkontakt wird über die nicht
dargestellte Hochspannungsspule an den Brennern ein Funke
erzeugt, der das Gas zündet. Durch die schräge Anordnung der
Parallellenker-Gelenkstücke 120 und die Anzahl dieser Gelenkstücke
wird erreicht, daß die obere Schiene 116 immer
den gleichen Schiebeweg nach links ausführt und den Tastschalter
betätigt, unabhängig davon, an welcher Stelle die
Schiene durch einen Bedienungsknebel oder einen hiermit verbundenen
Mitnehmer gedrückt wird. Die Zündvorrichtung nach
den Fig. 4 bis 9 kann daher ohne Änderung in alle Gasherde
eingebaut werden, unabhängig davon, wieviele Gashähne vorhanden
sind und welchen Abstand die Achsen der Gashähne zueinander
haben. Auch die Abmessung der Achsen bzw. der Gashähne
spielt keine Rolle.