DEV0007369MA - - Google Patents

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Juni 1954 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Kontaktstücke, insbesondere für 'Steckdosen.
Die bereits bekanntgewordenen Kontaktstücke dieser Art bestehen vielfach aus dünnem Blech, das hülsenförmig gebogen und gegebenenfalls zur Erhöhung des Kontaktdruckes unter der Einwirkung von zusätzlichen Stahlfedern od. dgl. steht. Derartige Hülsen sind aber insofern nachteilig, als sie zwecks Federung verhältnismäßig dünn und nachgiebig gewählt werden müssen, während es in elektrischer Hinsicht vorteilhafter wäre, starke stromführende Teile anzuwenden. Abgesehen von dem verhältnismäßig hohen Materialaufwand und den erhöhten Montagekosten, insbesondere in der Massenfertigung, haben derartige Kontaktstücke den Nachteil, daß der Kontaktdruck infolge der Erwärmung der Zusatzfedern oder aber durch übermäßige Erwärmung des Kontaktmaterials selbst mit der Zeit nachläßt und den Forderungen hinsichtlich eines guten Kontaktüberganges in keiner Weise mehr gerecht wird. Ganz besonders stark treten diese Nachteile dann in Erscheinung, wenn das Kontaktstück auch zur Aufnahme von Kontaktstiften mit verschiedenem Durchmesser oder beliebiger, anders geformter Kontaktstifte einen einwandfreien Strom-Übergang gewährleisten soll.
Es sind ferner 'Steckerbuchsen mit Längsschlitzen bekannt, die aus einem mit einer glatten Bohrung
509 699/380
V 7369 VIIId/21 c
versehenen länglichen Metallklotz mit quadratischem Querschnitt bestehen, der mit seiner Längsachse senkrecht zur Steckerachse liegt und gleichzeitig als Anschlußklemme dient. Auch diese bekannten .5 Kontaktstücke erfordern mehrere komplizierte Arbeitsgänge, die für eine Massenfertigung nicht geeignet sind und außerdem wegen des enormen Materialaufwandes außerhalb jeder Betrachtung stehen.
ίο Nach der Erfindung ist das Kontaktstück, insbesondere für Steckdosen, so ausgebildet, daß zur Aufnahme des Kontaktstiftes ein oder mehrere in das Kontaktstück eingebrachte Durchzüge dienen.
γ Bei Verwendung von nicht federnden Kontaktstiften ist es zweckmäßig, daß der bzw. die Durchzüge durch einen eingebrachten Schlitz in zwei, den einführbaren Kontaktstift umfassende Kontaktstellen geteilt werden, und zwar in der Längsrichtung des Kontaktstückes. Um eine einwandfreie Federung zu erzielen, endet der Schlitz vorteilhafterweise in einem Stanzausschnitt, der sowohl einerseits als auch beiderseits des oder der Durchzüge angeordnet werden kann. Ferner ist es vorteilhaft, im gleichen Arbeitsgang das Kontaktstück mit einem weiteren, gegebenenfalls mit Gewinde versehenen Durchzug für den Anschlußkontakt auszurüsten.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung dargestellt.
Bild ι zeigt die Draufsicht eines nicht abgebogenen Kontaktstückes mit je einem Durchzug für den Kontaktstift und für den Anschlußkontakt;
Bild 2 stellt die entsprechende 'Seitenansicht im Schnitt gemäß der Linie A-B des Bildes 1 dar;
Bild 3 zeigt die Draufsicht eines doppelt abgebogenen Kontaktstückes mit zwei Durchzügen für den Kontaktstift und
Bild 4 die entsprechende 'Seitenansicht gemäß der Linie C-D des Bildes 3.
Das Kontaktstück 1 stellt ein aus Blech von der 'Stärke α hergestelltes Stanzteil dar, das mit zwei Durchzügen 2 und 3 versehen ist. Der Durchzug 2, im vorliegenden Falle ohne Gewinde, dient zur Aufnahme der zeichnerisch nicht dargestellten Anschlußschraube, während der Durchzug 3 als Kontaktstelle für den einführbaren Kontaktstift vorgesehen ist. Das Kontaktstück 1 weist ferner einen 'Schlitz 4 auf, der den Durchzug 3 in zwei Teile 5 und 6 teilt und der in einem Stanzausschnitt 7 endet.
In Bild 3 und 4 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, und zwar ein mehrfach abgekröpftes Kontaktstück 8, welches mit zwei sich gegenüberliegenden Durchzügen 9 und 10 sowie mit einem weiteren Durchzug 11 für die Anschlußschraube versehen ist. Dabei besteht die Möglichkeit, beide Durchzüge 9 und 10 mit gleichem Innendurchmesser auszuführen, so daß beide zur 'Stromüberleitung auf den einführbaren Kontaktstift dienen: Ebenso kann der Durchzug 10 mit einem größeren Durchmesser in der Hauptsache zur Führung des Kontaktstückes benutzt werden und lediglich der Durchzug 9 zur Kontaktgabe herangezogen werden. Ferner sind zwei Ausschnitte 12 und 13 eingebracht, die durch den Schlitz 14 miteinander verbunden sind. ,
Die Kontaktstücke gemäß der Erfindung zeichnen sich besonders durch ihre einfache und für eine Massenfertigung geeignete Herstellungsweise und durch ihre im Betrieb erwiesene Kontaktsicherheit auch bei großen Stromstärken aus. Die Kontaktberührungsfläche ist im Verhältnis zu den bekannten Kontakthülsen zwar kleiner, aber dafür läßt sich der Kontaktdruck durch die hochkantige Beanspruchung des Kontaktmaterials' und durch zweckentsprechende Anordnung der Ausschnitte und des Schlitzes wesentlich steigern. Die Verwendung von Durchzügen zur Herstellung von Kontaktstellen erweist sich dadurch als vorteilhaft, daß kein Materialverlust eintritt und daß infolge des Durchziehvorganges eine völlig glatte Kontaktoberfläche erzielt wird, die keinerlei Nacharbeit erforderlich macht.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Kontaktstück, insbesondere für 'Steckdosen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme des Kontaktstiftes ein oder, mehrere in das Kontaktstück (1 bzw. 8) eingebrachte Durchzüge (3, 9, 10) dienen.
2. Kontaktstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Durchzüge (3, 9, 10) durch einen eingebrachten Schlitz (.4, 14) in zwei, den einführbaren Kontaktstift umfassende Kontaktstellen geteilt werden.
3. Kontaktstück nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (4 bzw. 14) in Längsrichtung des Kontaktstückes (1 bzw. 8) angeordnet ist.
4. Kontaktstück nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (4 bzw. 14) in einem zusätzlichen 'Stanzausschnitt (7,, 12, 13) endet.
5. Kontaktstück nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Stanzausschnitte (7, 12, 13) einerseits oder beiderseits des bzw. der Durchzüge (3,9, 10) angeordnet sind.
6. Kontaktstück nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das· Kontaktstück (1 bzw. 8) außer dem Durchzug für die den Kontaktstift umfassenden Kontaktstellen einen weiteren, gegebenenfalls mit Gewinde versehenen Durchzug (2 bzw. 11) für den Anschlußkontakt aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 699/380 3.56

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