DEV0005676MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. April 1953 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Brennkammer für Dampferzeuger zur Verbrennung stückiger Brennstoffe
mit flüssigem Schlackenabzug.
Feuerungen mit flüssigem Schlackenabzug werden fast nur mit Kohlenstaub betrieben, d. h., die Kohle
muß gemahlen und dann in 'Staubform mit der Verbrennungsluft in die Brennkammer eingeblasen werden.
Bei Zyklonfeuerungen ist es z\var möglich, mit einem grobgemahlenen Brennstoff auszukommen,
dafür wird aber die Ersparnis an Mahlarbeit durch die hohe Pressung der Verbrennungsluft wettgemacht.
In beiden Fällen wird aber der Brennstoff von der Luft mitgerissen. Die Brennstoff teilchen
bewegen sich in der gleichen Richtung wie die Luft, wodurch die Relativgeschwindigkeit zwischen dem
Brennstoff und der Luft vermindert und die Verbrennung mehr oder minder verzögert wird.
Erfindungsgemäß soll der untere Teil der Brennkammer als etwa halbkugelförmige 'Schale ausgebildet
sein,' welche vom oberen Rand der Schale
509 704/85
V 5676 Ia/24a
ausgehende, im Querschnitt etwa rechteckige, nach unten zu stetig sich verjüngende und im tiefsten
Punkt der Schale in eine Schlackenabflußöffnung einmündende Brerinmulden aufweist, deren jede
Bodenwand und je eine der Seitenwände mit Luftdüsen (Bodenwand düsen, Seitenwanddüsen) versehen
sind.
Der Erfindungsgegenstand ermöglicht es, die ungemahlene Kohle im Ruhestand wie bei einer Rostfeuerung
zu verbrennen. 'Sie ermöglicht, durch den flüssigen Schlackenabzug, einen hohen Prozentsatz
der Flugasche einzubinden und ist ebensowenig wie die übliche Kohlenstaubfeuerung an eine Leistungsgrenze
gebunden.
Die Einzelheiten der Brennkammer sind· an Hand
der Ausführungsbeispiele, .nach Abb.',1 bis. 3 der
Zeichnung näher beschrieben.
Abb. ι zeigt eine zylindrische Brennkammer 1,
deren unterer Teil 2 halbkugelförmig ausgebildet ist. Am Umfang dieses Teiles sind vier Brennmulden
3 angeordnet. In diese Brennmulden wird durch den Fallschacht 4 der Brennstoff eingebracht.
Die Verbrennungsluft tritt zum Teil durch die Bodenwanddüsen 5 am Boden des oberen Teiles der
Brennmulden 3 ein; zum Teil wird sie durch 'Seitenwanddüsen 6 an der einen Seite der Brennmulden 3
über die Brennstoff schicht hinweggeblasen. Bei allen Brennmulden befinden sich die 'Seitenwanddüsen 6
auf der gleichen Seite, so daß durch die Seitenluft in der Brennkammer 1 ein Drall erzeugt wird. Durch
die Verbrennung in der Brennstoffschicht sowie durch die Einstrahlung von Wärme aus der Brennkammer
wird die im Brennstoff enthaltene Schlacke flüssig und !sammelt sich.unten in der Brennkammer
und fließt der Schlackenabflußöffnung 7 zu. Diese Öffnung kann durch einen verstellbaren Verschlußkegel,
z. B. beim Anfahren des Kessels oder bei kleiner Last, abgeschlossen werden.
Am Einlauf des Brennstoffes in die Brennmulde 3 sind Sichterdüsen 9 vorgesehen. Die durch diese
Düsen eingeblasene Luft dient zur Sichtung des Brennstoffes. Der Luftstrahl reißt aus dem einlauf en -
. den Brennstoff alle feinkörnigen Teilchen mit in die Brennkammer, in der sie ähnlich wie bei einer
Staubfeuerung in der Schwebe verbrannt werden. Um die Schlacke flüssig abziehen zu können, ist
eine hohe Temperatur in der Brennkammer erforderlich.
Die ■ Abstrahlung von Wärme aus der Brennkammer nach oben in den anschließenden
Ausbrennraum 10 wird dadurch vermindert, daß die Brennkammer oben eingeengt wird. Es kann \'orteilhaft
sein, an dieser Stelle noch Oberluft zuzuführen.
Diesem Zweck dienen die Luftdüsen 11. Der Luft-
- strahl kann so gerichtet sein, daß er den durch die
Seitenwanddüsen 6 erzeugten Drall noch verstärkt, er kann aber entgegen der Drallrichtung zur Erzeugung
einer hohen Turbulenz eingeblasen werden. Die Wand der Brennkammer muß den hohen Temperaturen
standhalten. Es ist zweckmäßig, die Brennkammer ■ aus dicht aneinanderliegenden,
wassergekühlten Rohren zu bilden, die in bekannter Weise bestiftet und mit hochfeuerfestem Werkstoff
verkleidet sind.
Abb. 2 zeigt die Hälfte eines Schnittes nach der Linie I-1. Man erkennt die kleeblattartige Anordnung
der Brennmulden 3. Die Anzahl der Mulden wird durch die Größe der Brennkammer bestimmt
und ist nicht begrenzt. Die 'Seitenwände der Brennmulden können geradlinig nach .der Mitte zu verlaufen;
sie können aber auch — wie Abb. 2 zeigt— nach der Mitte der Brennkammer zu einander stärker
nähern. In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 und 2 ist die Ausbildung des Dampferzeugers nicht
dargestellt.
In dem Beispiel nach Abb. 3 ist die Brennkammer 1 nach oben gegenüber dem Ausbrennraum
10 .durch den Schlackenfangrost 12 abgeschlossen.
Ein Teil der zur Wandkühlung der Brennkammer dienenden Rohre ist sternförmig' zur Mitte
der Feuerung geführt und wieder zur Wand zurück. In der Mitte der Feuerung liegen die
Schlackenfangrohre dicht beieinander, gegebenenfalls kann durch Abdeckung der Rohre der Gasdurchtritt
an dieser Stelle ganz verhindert werden, so daß die Gase gezwungen sind, durch die verbleibende
ringförmige Öffnung abzuströmen. Die Schlackenfangrohre können in üblicher Weise befestigt
und mit feuerfestem Werkstoff verkleidet sein. Die Kühlrohre des Äusbrennraumes 10 sind
un verkleidet und können zugleich zu einer Beruhrungsheizfläche:
auseinandergezogen werden.
Die Erfindung ist bei Dampferzeugern mit Naturumlauf und mit Zwangumlauf anwendbar. Die größere
konstruktive Freiheit in der Führung der Rohre bei Zwanglauf des Arbeitsmittels erleichtert
die Kühlung der Brennkammer und des Ausbrennraumes. ,
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:1. Brennkammer für Dampferzeuger zum Verfeuern stückiger Brennstoffe mit flüssigem Schlackenabzug, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil der Brennkammer (1) als etwa halbkugelförmige Schale ausgebildet ist, welche vom oberen Rand der Schale ausgehende, im Querschnitt etwa rechteckige, nach unten zu stetig sich verjüngende und imv tiefsten Punkt der Schale in eine Schlackenabflußöffnung (7) 11» einmündende Brennmulden (3) aufweist, deren jede Bodenwand und je eine der Seitenwände ■mit Luftdüsen (Bodenwanddüsen 5, Seitenwanddüsen 6) versehen sind.2. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenwanddüsen (6) im oberen Teil der Brennmulden (3) vorgesehen sind.3. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzeugen eines Dralls der Feuergase die Seitenwanddüsen (6) je in einer gleichgelegenen Seitenwand der Brennmulde angeordnet sind.4. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am \ Kohleeinlauf in den Mulden 'Sichterdüsen (9) angeordnet sind.704/85V5676IaI24a, S- Brennkammer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammer (ι) nach oben eingezogen ist.6. Brennkammer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammer (ι) nach oben durch einen Schlackenfangrost (12) abgeschlossen ist, dessen Rohre strahlenförmig von außen.nach innen verlaufen und im inneren Teil durch feuerfesten Werkstoff abgedeckt sind.7. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abschluß der ScHackenabflußöffnung (7) ein verstellbarer Kegel (8) vorgesehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 704/85 4. 56
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